erstofen 1574. r Mm 1 1 M 130. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. 7 Dienstag den 3. November. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Für den Monat November kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufstellung der Voranschläge der Gemeinden für 1875. Friedberg den 31. October 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 4. August dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 92, tragen wir Ihnen wiederholt auf, die Vor- anschlagsarbeiten so vorzubereiten, daß, sobald die Wablen beendigt und die Vorstände ein gewiesen sind, die Gemeindevoranschläge berathen, abgeschlossen und eingesendet werden können. r 8 5„Friedberg am 2. November 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. acharzt Gerdts. — Es stehen noch mehrere von Ihnen mit der Einsendung der Acten über die Bürgermeisterwahlen, wo die Gemeinderathswaßlen nicht beanstandet erein. find, zurück, und sehen wir der sofortigen Einsendung, nöthigenfalls mit expressen Boten, entgegen. Da, wo die Bürgermeisterwahlen beßätigt und die 3 Bürgermeister verpflichtet sind, werden Sie die Beigeordnetenwahlen sofort vornehmen lassen und die Acten alsbald einsenden, wenn die Offenlegungs⸗ Wertabtt, Aten ffrist abgelaufen ist. Tra p p. u Saale der„Dun arrbaltung nit Ta e een een e eee irt a. M Termin . enk Detressend: Die Ottsvotfandswablen. ei err. 11 Betreffend: Die Herbstmandver. Friedberg am 30. October 1874. 1 Bettins hiermit e. 5 f 5 8 5 3 3. 3 Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizeicommissär in Wickstadt. Oneber 1871. Unter Bezug auf unser Ausschreiben vom 17. dieses Monats erinnern wir an die sosortige Erledigung desselben und bemerken weiter, daß Der Vorstand. Formularpapiere zu Fuhrenliquidationen bei uns vorhanden sind und sehen wir der Angabe des Bedarfs entgegen. Zugleich bemerken wir weiter, 9 daß in diese Liguidation nur die Beträge aufzunehmen sind, welche verordnungsgemäß von der Militärbehörde vergütet werden, da die Abrechnung veißer mit der Kreiskasse erst später erfolgen kann. N a 1. . Lebe Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. — Weiter sinr als Bürgermeister in Folge der Landgemeindeordnung auf 9 Jahre gewählt und als solche bestätigt und verpflichtet worden: musik 19) für die Bürgermeisterei Ober-Florstadt der seitherige Bürgermeister Dauernheim; 20) für die Bürgermeisterei Staden der seitherige Bürger- ee e der Ute meister Dauch; 21) für die Bürgermeisterei Stammheim der Ortsbürger Konrad Becht; 22) für die Bürgermeisterei Kirch- Göns der seitherige 1 det Bürgermeister Weber; 23) für die Bürgermeisterei Pohl-Göns der seitherige Bürgermeister Schöpf; 24) für die Bürgermeisterei Massenheim der n seulherige Bürgermeister Müller; 25) für die Bürgermeisterei Gambach der seitherige Bürge rmeister Laux; 26) für die Bürgermeisterei Ober- Weelaus Wirt Eschbach der seitberige Bürgermeister Himmelreich; 27) für die Bürgermeisterei Nieder-Eschbach der seitherige Bürgermeister Faust; 28) für die —— Buggemeisterei Fauerbach v. d. H. der seitherigige Buͤrgermeister Philipps; 29) für die Bürgermeisterei Hausen mit Oes der seitherige Bürgermeister Farbe Häuser; 30) für die Bürgermeisterei Münster der seitherige Bürgermeister Reineck. ö—— Friedberg den 31. October 1874. Nn Kreisamt Friedberg. * 11 3 ra p p. Scensürba⸗ Lanai R 8 Den bingen! *. 4. 1 Aetf, Bue aan nt machung. Die Martini dieses Jahres schuldigen Gefälle, als Zeitpacht, Briefpach:, Fischereipacht, sowie Beiträge der Gemeinden zu den Forstdienerbesoldungen, müssen binnen eizehn Tagen an den bestimmlen Zahltagen Dienstags und Donnerstage, Morgens von 8—12 und Mitiags von 2 bis 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Wir ersuchen die Großh. Bürgermeistereien, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach Ablauf obigen Termins ie Mahnung erfolgt. g i i Friedberg den 2. November 1874 Großherzogliches 8 Friedberg. ume e. at ente 0 11 Deutsches Reich. pflichtung der Banken zur gegenseitigen Annahme er empfindet dabei einen Druck auf dem Ge— 1 ehre.; je, der Noten als Zahlungsmittel bezeichnet. lenk. Zur Zeit steht es noch nicht fest, ob Für —.—.— N N eee Regier— Durch Allerhöchste Decrete vom 28. Wa emen sich noch nach seiner ande Ile lch* latt Nr. 52 enthä 5 ieriums ber Finanzen wurden ernannt: der Geheime Hofgerichtsrath bei sitzung begibt. Der Fürst soll in einem sehr ü- 12 rr zmerelen betreffend. dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen, Dr. Friedrich freundlichen Schreiben den Grafen Adolph Arnim⸗ Elise eng ee ennen. Etledigt ift: die evang. Zimmermann, zum Director des Hofgerichts der] Boitzenburg in Metz aufgefordert haben, dem NI Echulstelle zu Mümling⸗Grumbach mit einem jährl. Ge. Provinz Starkenburg, und der Stadtgerichts- Staatsdienste nicht ganz zu entsagen, sondern sich lle von 450 fl.; dem Fürsten zu Löwenstein⸗Wertheim⸗ osenberg 2 5. zu Erbach⸗Schönberg steht 9 Präsentationsrecht für diese Stelle zu; die durch einen lologen zu besetzende 1. evang. Schulstelle zu Bad⸗ uheim mit einem jährlichen Gehalte von 1000 fl.; die 1 ung, Schulstelle zu Gleimenhain mit einem jährlichen 771 Flitdbe 1 900 100 f. die erste evang. Schulstelle zu Flom⸗ 1 fl ien mit einem jährl. Gehalte von 500 fl.; die 3. kath. gend 4 Shulstelle zu Seligenstabt mit einem jährlichen Gehalte * e e f 650 fl. tal Darsftabt, 29. Oct. Der hiesige Handels- 29 hein beschloß gestern eine Eingabe an das Reichs- nene ftir leram, sowie an den Reichstag, worin er sich 2190 die Gründung einer Reiche bank ausspricht; 10 erklärte die Umwandlung der preußischen Bank 6 iechel ein solches Institut, sowie das Fortbestehen der 60 handenen Zettelbanken unter zu vereinbarenden ermatlo-Bestinmungen für wünschenswerth. Als ( unabweisbare Nothwendigkeit wurde die Ver— Assessor bei dem Stadtgericht Darmstadt, Christian Weyland, zum Hofgerichtsrath bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen. — 30. Oct. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer trat heute zur Berathung über die Kirchengesetze und bezw. zur Feststellung der einschlägigen Berichte zusammen. Man er— wartet die Einberufung des Plenums etwa zum 10. nächsten Monats. Berlin, 28. Oct. Fürst Bismarck ist gestern Abend hier eingetroffen. Wie die„N.-Ztg.“ erfährt, kehrt der Reichskanzler völlig gekräftigt zu den Geschäften zurück. Die Wunde, welche er bei dem Kissinger Attentate davongetragen, ist völlig ver— narbt, neben der Narbe am rechten Handgelenk ist indessen ein rother Fleck zurückgeblieben, noch immer fällt dem Fürsten das Schreiben schwer, nur zeitweilig aus demselben zurückzuziehen. — Die kürzlich vom„Daily Telegraph“ ge— brachte Nachricht: Deutschland beabsichtige, anzu- fragen, ob Belgien seine Neutralität aufrechterhalten könne? bestätigen hiesige Diplomatenkreise, indem sie darauf hinweisen, daß kein offizielles Dementi erfolgt sei, und daß Deutschland vollkommen be— rechtigt sei, diese bereits früher von anderen Mächten angeregte Frage zu stellen. Solche An— srage bedeute durchaus keine Provokation von Seiten Deutschlands. — 30. Oct. Die Morgen-⸗Nummer der„Lon— doner Times“ bespricht die gestrige Thronrede des deutschen Kaisers. Der Artikel sagt: das Gestirn Deutschlands sei sichtlich im Steigen begriffen. Nachdem der auswärtige Feind besiegt, die inneren Gegner überwältigt, die Macht des Klerus ge⸗ N 1 brochen, seien die friedlichen Versicherungen der Thronrede geeignet, allen kriegerischen Gerüchten ein Ende zu machen. Auch die große Zahl der dem Reichstage vorgelegten gesetzgeberischen Arbeiten lasse den Frieden nothwendig erscheinen. Eine so beschäftigte Nation könne nicht den Wunsch hegen, andere zu bekriegen. — 31. Oct. In der heutigen Sitzung des Keichstages wurde v. Forckenbeck mit 203 von 207 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten, Frei berr Schenk v. Stauffenberg mit 144 von 211 Der Staatsanwalt beantragt fünfzehnjährige Zucht⸗ hausstrase und Verlust der bürgerlichen Ehren⸗ rechte auf zehn Jahre gegen Kullmann und be⸗ gründet das beantragte Strafmaß durch die hohe verantwortliche Stellung des ersten Staats beamten des deutschen Reiches und Preußen. Der Ver theidiger beantragt, ein mildes Urtheil gegen den in beklagenswerther Weise bethörten Angeklagten zu sprechen. Nach Berathung von einer Stunde verkündet der Präsident das Urtheil. Dasselbe lautet auf 14jährige Zuchthausstrafe und Verlust Stimmen zum ersten Vicepräsidenten gewählt. Bei der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre, sowie letzterer Wahl erhielt Fürst zu Hohenlohe-Laygen⸗ Stellung unter Polizei-Aufsicht. Kullmann vernahm burg 44 Stimmen, während 22 Zettel unbeschrieben das Urtheil anscheinend ohne Bewegung. Als waren. Zum zweiten Vicepräsidenten wurde Hänel Milderungsgründe wurden bei der Verkündigung mit 143 von 204 Stimmen gewählt, v. Putt- des Urtheils die Jugend und die schlechte Er- kammer erhielt 33 Stimmen. ziehung Kullmann's betont. Derselbe verzichtet auf — Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge ist der Ergreifung des Rechtsmittels und wurde sodann zur Vertretung des Gesandten Graf Brandenburg unter starker Escorte nach der Frohnfeste zurück in Lissabon bestimmte Legationsrath Graf Arnim geführt. Nach der maßgebenden Verordnung vom abberufen worden, um vernommen zu werden, oder 21. Mai 1874 wird Kullmann seine Strafe im aus einer anderen Ursache. Das Blatt bezeichnet Zuchthause St. Georgen bei Bayreuth abbüßen. es als nicht der Wahrheit gemäß, daß damit einem Antrage des Grafen Arnim Folge gegeben sei. — Die Mittbeilungen englischer und italien- ischer Zeitungen über einen neuen Brieswechsel zwischen dem Papst und Kaiser Wilhelm werden der„Wes. Ztg.“ aus unterrichteten Kreisen als apokryph bezeichnet. Posen, 31. Oet. Ein böherer Regierungs- Beamter, von Polizei-Personal unterstützt, hielt heute auf der Dom⸗Insel eine Nachforschung nach amtlichen Documenten des apostolischen Delegaten ab. Fulda, 30. Oct. Der externirte Pfarrer Helfrich in Dipperz ist beim Messelesen verhaftet und schubweise über die Grenze des Kreises trans- portirt worden. Kassel. Anläßlich grober Extesse, welche in dem oberhessischen Dorf Dreihausen die von dem abgesetzten Pastor Schedtler und dessen Frau fanatisirten renitenten Bauern wiederholt gegen die Anbänger des Consistoriums verübt haben, sowie wegen der häufigen Insulten gegen den neuen Pfarrer, hat die kirchliche Oberbehörde jetzt gerichtliches Einschreiten gegen die Thäter und die intellectuellen Urtzeber der vorgekommenen Aus- schreitungen beantragt. Außerdem wurde um poli⸗ zeilichen Schutz der in der Minderzabl befindlichen regierungsfreundlichen Bewohner des Ortes gebeten. Hannover. Bildhauer Schäffer in Rom, der im Jahre 1870 wegen persönlicher Verfolgungen den Grafen Arnim des Amtsmißbrauchs beim nord— deutschen Reichstage vergebens beschuldigte, wurde privaten Mittheilungen zufolge vom Tribunal zu Hannover aufgefordert, seine Depositionen zu machen. Meiningen. Die Angelegenheit des Wieder- Aufbaues der Stadt ist in diesem Monat spruch- reif geworden. Es handelt sich nur noch um die Festsetzung einzelner, allerdings nicht unwesentlicher Bestimmungen, die mit dem herzoglichen Ministe⸗ rium noch in diesen Tagen vereinbart werden sollen, während der Vertrag an sich hereits als perfect anzusehen ist. Die eigentliche Seele des Unternehmens soll nach dem„B. B.- C.“ der Unternehmer Hermann Geber sein, während die „Deutsche Unionbank“ und die Firma Jacob Landau in erster Linie den finanziellen Theil des Unternehmens in Händen haben. Das Terrain ist bereits expropriirt, so daß einem einheitlichen Wiederaufbau nach dieser Seite hin keine Schwierig— keiten mehr im Wege stehen. Die Pläne sind be— reits fertig gestellt. Würzburg, 30. Oct. Prozeß Kullmann. Nach dem Resumé des Präsidenten und dem ge— schehenen Vorhalt an die Geschworenen, begaben sich diese in das Berathungszimmer. Die einzige Frage lautet: ist Kullmann schuldig, am 13. Juli 1874, Mittags, in Kissingen auf den Fürsten Bismarck in der Absicht, denselben zu tödten, vor- sätzlich und mit Ueberlegung eine mit zwei Reh⸗ posten geladene Pistole in einer Entfernung von 1½ bis 1 Schritt abgeschossen zu haben? Bei dem Wiedereintritt der Geschworenen verliest der Obmann das Verdict:„Auf Ehre und Gewissen, die Antwort der Geschworenen ist: Ja!“ Die Berathung der Geschworenen dauerte 7 Minuten. zweiter Lesung erledigt. Straßburg. Von den neun linkserheinischen Forts Straßburgs, deren Entfernung vom Herzen der Stadt etwa eine deutsche Meile beträgt, werden sechs vom 1. Nor. ab ihre ständige Besatzung, bestehend aus 1 Offizier und 20— 30 Mann, deren Ablösung allmonatlich erfolgt, erhalten. Die drei übrigen Forts sollen erst am 1. Mai nächsten Jahres mit Besatzung versehen werden. Die drei rechtsrheinischen, im weiten Bogen um Stadt und Doff Kehl herumliegenden Forts sind bekanntlich erst im Laufe des vergangenen Sommers in An- griff genommen worden, so daß ihre Vollendung erst nach längerer Zeit zu erwarten ist. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 28. Oct. Das Abgeordnetenhaus hat heute das Gesetz über die Militärversorgung von Personen des Heerts und der Marine nach den Ausschußanträgen in Der Antrag auf gesetz— liche Anerkennung der Freimaurer, desgleichen eine Interpellation über die Ignorirung der Anfragen der Abgeordneten von Seite der Regierung wurden durch Mitglieder des Fortschritts-Clubs eingebracht. — Oesterreich schloß nit Rußland eine Marken⸗ schutz Convention ab, welche aber wegen Rußlands Abneigung gegen förmliche Staatsverträge nur die Minister unterzeichneten. Frankreich. Paris, 29. Oct. Der Kriegs- minister Cissey entwickelt in der neuesten Zeit eine sehr bemerkungswerthe Thätigkeit. Nachdem er der Reihe nach die Arbeiten an den rings um Paris in der Anlage begriffenen neuen Forts in Augenschein genommen und die nöthigen Weisungen zu einer rascheren Fortführung derselben ertheilt hat, ist er gestern nach Bourges gereist und hat dort über die in dem Lager von Avor vereinigten und von dem General Ducrot befehligten Truppen eine Revue abgenommen. — Die Mehrzahl der Journale druckt die deutsche Reichstags-Thronrede ohne Commentar ab, die übrigen nehmen Act von ihren friedlichen Erklärungen.„Journal de Paris“ hebt deren Wichtigkeit hervor und sagt, Europa könne un⸗ zweifelhaft auf einen dauernden Frieden rechnen, wenn Deutschland entschlossen sei, nur zur eigenen Vertheidigung Krieg zu führen. Bayonne. Der spanische Aviso-Dampfer „Corcordia“ hat am 26 auf ein französisches Schiff, welches er behufs Durchsuchung verfolgte, aus Irrthum geschossen; getödtet oder verwundet wurde dadurch Niemand. Deßgleichen wurde aus dem Fort von Fuenterrabia am 29. aus Irrthum auf ein französisches Schiff gefeuert. Die spanischen Befehlshaber haben diesbezügliche Entschuldigungen gemacht. Spanien. Madrid. Der von den Re- gierungstruppen gefangen genommene Calisten- führer Lozano erklärte vor dem Kriegsgericht, daß Don Alsonso ihm die Zerstörung von Eisenbahnen und die Füsilirung der Bahnangestellten anbe⸗ fohlen habe. — Wiederholt versichern die Blätter, daß Don Alfonso seines Commondos enthoben und durch den General Rada in Catalonien ersetzt 13 worden sei. Auch wird behauptet, daß zwischen den beiden Brüdern ein Bruch eingetreten sei, der sich bis auf die Truppen ausdehne; es gebe also jetzt carlistische und alfonsistische Carlisten. Selbst der Bischof von Urgel, welcher erst vor wenigen Wochen von Don Carlos in seine Dibcese wieder eingesetzt worden war, soll sich von ihm durch ein Schreiben losgesagt haben, in welchem er er⸗ klärte, daß er nur Don Alsonso als seinen un⸗ mittelbaren Vorgesetzten ansehen könne. — Es bestätigt sich nach den„D. N.“, daß Don Carlos abermals ein Memorandum zu Gunsten seiner Legitimität an die europäischen Mächte gerichtet hat. Das Schriftstück ist von zahlreichen Documenten begleitet, u. A. dem Suc⸗ cesstons⸗Gesetz Plilipps V. vom 10. Mai 1730, der pragmatischen Sanction Carl IV. vom 31. Mai 1789, dem Promulgations-Decret Ferdinands VII. vom 1. Januar 1833 ic. Ebenso ist dem Cireular-Schreiben eine Reihe juristischer Gutachten von spanischen und aus— wärtigen Staatsrechts-Gelehrten beigefügt. Das Document trägt die Unterschrift:„Vinnalet, Staats ⸗Secretär des Königs Karl VII.“ Italien. Rom. Die„Voce della Verita“ veröffenlicht ein Schreiben des Papstes vom 19. Oe⸗ tober an den Bischof Dupanloup, worin Letzterer wegen seines Briefes an Minghetti belobt und der Brief selbst als opportun bezeichnet wird. Der„Osservatore romano“ dementirt die Nach- richt der„Daily News“, daß der Papst vom Kaiser Wilhelm ein Schreiben erbalten habe. Türkei. Constantinopel. Der Fürst von Montenegro hat dem russischen Botschafter bei der Pforte, General Ignatieff, als Doyen des diplomatischen Corps telegraphisch die Zweck⸗ mäßigkeit nahe gelegt, der in der Podgorieza⸗ Angelegenheit berufenen Enquete einen internatlo— nalen Character zu verleiben. General Ignatieff antwortete nach Consultirung seiner Collegen: Nachdem der Großvezir prompte Justiz zugesagt habe, werde das diplomatische Corps sich für den Augenblick darauf beschränken, den Verlauf der Angelegenheit zu verfolgen. Monastir. Neun Rädelsführer des mon⸗ tenegrinischen Conflictes wurden in Haft genommen. Die Untersuchungs-Commission fungirt bereits. Der normale Grenzverkehr ist mit Ausnahme bei Podgoricza wieder hergestellt. Amerika. Newyork. Eine Telegramm des Generals Sheridan, meldet, daß der Indianer krieg beendet sei, da alle Insurgentenführer ge— sangen. Einer Meldung aus Cuba zufolge reist der Gouverneur Concha umher, um Calixto und Garcia aufzusuchen und mit ihnen über die Unter⸗ wersung aller oder der meisten Insurgenten zu verhandeln und ihre Ansicht betreffs einer Amnestie entgegenzunehmen. — Der Grenzstreit zwischen Chili und Bolivia ist geregelt worden. Bolivia behält die reichen Silberminen von Caracoles, Chili wird hingegen die Hälfte des Reinertrages zugesprochen. Die in Frage stehenden Guanolager werden getheilt. Aus Stadt und Land. Wisselsheim. Bei der am 31. Oktober stattge⸗ habien Bürgermeister-Wahl dahier fielen 27 Stimmen auf Konrad Hofmann, welcher seit 1848 den Gemeinde rechner⸗Dienst dahter und zwar stets zur allseitigen Zu⸗ friedenheit führte, 7 Stimmen erhielt der seitherige Bürger⸗ meister Friedrich Huber. Worms; 29. Oct. Von dem am 16. d. M. in dem Arrestlocale dahier gewallsam ausgebrochenen fünf Indivi⸗ duen ist gestern das erste wieder eingebracht worden. Ein anderes soll in Neustadt a. H. verhaftet worden sein. I Ein Fehler bei den Gemeindewahlen. Der F. 13 der Städte-, wie der Landge⸗ meinde Ordnung sagt:„stimmfähig sind 1) alle in der Gemeinde grund., gewerb- oder einkommensteuerpflichtigen Orts bürger derselben; alle männlichen Einwohner, deutsche Reichsangehörigkeit besitzen und welche seit 2 Jahren ihren Unter- stützungs Wohnsitz erworben haben, 29 welche die 2 2 — — 2 — 2 . — Und! Frist vor begonnen beg 5 an in H Wir am sch von gehalten,! gut Unterf „Anterst dis Re. außer dem bürger vit dieser galangen. diesen zw gepiesen, der er we Wo! Einwohne geordneter Gemeinde zwei Jah hal“ sow Recht. berordne neten w diesen Wer hang vel die Stil Totz de worden. dadurch kürzt. ihren! erworbe Recht 1. Jul bis zun man da Wei gebung 2 10 Tun Agel at 1833 N. bein Lezlerm abc: Hütter die men- * Dat Id. g 1 zut dertit. n Artrahnt be kant! einde i b cf * 1 7 9118 * — — * able. ver Wahl 25 Jahre all sind und vom 1. Januar feuer zugezogen worden sind“. ein Zweifel entstehen, wohl aber über die Unter edoch unter der Voraussetzung, daß sie zur Zeit des dem Jahr, in welchem die Wahl slattfindet, vorbergehenden Jahres an zur Einkommen 1 Ueber die Orts⸗Bürgerschaft wird selten Hützungs berechtigten. Nach dem Bundes- gesetz vom 6. Juni 1870 über den Unterstätzungs⸗ Wohnsitz,§. 10, erwirbt Einer das Unterstützungs⸗ recht, wenn er„innerhalb eines Orts- Armen- Verbandes(Gemeine) nach zurückgelegtem 24. 5 f g ö an in Hessen eingeführt. Wer am 1. Juli 1871 24 Jahre alt war und „ sich von da an dauernd in einer Gemeine auf— gehalten, der dat vom 1. Jali 1873 das Recht Lebensjahre zwei Jahre lang ununterbrochen seinen gewöhnlichen Aufentbalt gehabt hat.“ Und nach§. 11 läuft„die zweijährige Frist von dem Tag, an welchem der Aufenthalt degonnen hat.“ r g Das Unterstützungsgesetz ist vom 1. Juli 1871 Es ist unzweitdeutig. zur Unterstützung oder wie das Gesetz sagt, den „Unterstützungs⸗Wohnsitz.“ Die Folgen dieses Rechtes sind, daß er in allen Dingen, außer dem Gemeinen Vermögen, wie ein Orts- bürger behandelt wird. Er trägt alle Lasten wie dieser und kann alle Rechte des Ortsbürgers verlangen. Vor allem kann er, wenn er nach diesen zwei Jahren in Noth geräth, nicht aus- gewiesen, er muß vielmebr von der Gemeine, in der er wohnt, unterstützt werden. Wo dieses wichtigste Recht dem eingewanderten Einwohner gegeben ist, da kann für die unter geordneten Rechte kein Zweifel bestehen. Das Gemeinde⸗Gesetz gibt deshalb auch dem, der„seit zwei Jahren den Unterstützungs-Wohnsitz erworben bat“ sowohl das Stimm⸗Recht, wie das Wahl- Recht. Er kann den Gemeinderath, die Stadt- verordneten, wie den Bürgermeister und Beigeord— neten wählen helfen und ebenso zu einem von diesen Gemeinde⸗Aemtern gewählt werden. Wer diese beiden Gesetze in ihrem Zusammen— hang vergleicht, dem kann gar kein Zweifel über die Stimm oder Wahl-Berechtigung kommen. Trotz dem ist das Gesetz vielfach anders ausgelegt worden. Viele Einwohner unseres Landes wurden dadurch in ihrem Stimm- und Wahl-Recht ver kürzt. Der Satz„welche seit zwei Jahren ihren Uaterstützungs Wohnsitz in der Gemeinde erworben habe“ wurde nämlich so ausgelegt: das Recht auf Unterstützung beginne erst mit dem 1. Juli 1873 und müsse zwei weitere Jahre, bie zum 1. Juli 1875, gedauert haben, wenn man das Stimm- und Wahl-Recht erwerben wolle. Wenn dies richtig, dann hätte die Gesetz⸗ 1 0 1 gebung sich anders ausgedrückt. Es ist allbekannt, daß mit 30jährigem Besitz ein Grundstück oder ein Fahr- oder Gang⸗Recht über ein solches er ⸗ worben werden kann. Wer nun einen solchen Besitz durch 30 Jahre inne hat, von dem spricht man von 30jähriger Ersitzung. Mit dem 31. Jahr hat er allerdings erst ein Jahr das Recht, er hat es aber erlangt nicht durch ein- sondern durch 3 1 jährige Ersitzung. So ist auch jener Satz von dem zweijährigen Erwerb des Unterstützungs⸗Wohnsitzes zu verstehen. Wollte die Gesetzgebung einen vierjährigen Ausenthalt an einem Ort zur Grundlage des Stimm Rechts nehmen, so könnte sie dies mit nackten Worten sagen. Sie hätte dann nicht zweimel von zweijähriger Erwerbung des Unterstützungs Rechts gesprochen. Außer den schon oben genannten Gründen, daß das Unterstützungs-Recht das höchste sei, was alle anderen einschließe, spricht aber auch der für unsere Auslegung, daß die Gesetzgebung sonst nur ein Zukunfts⸗Gesetz und keigs für die Gegenwart geschaffen. Kein einziger Einwohner in Hessen, der nicht Ortsbürger ist, hätte das Recht zu wählen. Denn die kürzeste Zeit zum Erwerb wäre für alle der 1. Juli 1875 gewesen. Es scheint aber in der That, als ob eine engherzige Auslegung in vielen Orten herrsche. Die Stadt Nauheim bildet indeß eine rühmliche Ausnahme. Dort hat man das Gesetz in obiger Weise ausgelegt: man hat alle Einwohner, die am 1. Juli 1873 zwei Jahre in Nauheim wohnten, zur Wahl zugelassen. Man sagte ganz richtig: es ist hart genug, wenn das Gesetz von einem Einwohner, der schon zwanzig Jahre in Nauheim wohnt, nochmals eine zweijährige weitere Ersitzung verlangt, damit er das Unterstützungs⸗ Recht gewinne. Wir wollen das Gesetz auch weiter in menschlich verständiger Weise erklären und dem das Wahlrecht geben, der das Recht hat, viel größeres als das Wahlrecht, die Unter— stützung von uus zu beanspruchen. Ein offenes Wort an die Friedberger Aussteller. Vor einigen Tagen hatte ich eine Unterredung mit einem Mitglied des Ausstellungcomitss, um näheren Ausschluß über das bei Ertheilung der Diplome ein— gehaltene Verfahren zu erhalten. Wie das Comité bekannt gemacht hat, sind die Aus— steller in 3 Kategorien eingetheilt worden: 1. Beurtheilungsnummer 1, Diplom des Gewerbevereins; 2. Beurtheilungsnummer 1½, 2, 2½, Diplome des Aus— stellungscomités;z 3. Nr. 3, 3½ 4 und 5, Anerkennung für das durch Betheiligungen an der Ausstellung bewiesene forischritt— liche Streben auf dem Gebiete der Industrie. Nur für 1. und 2. hat man die Namen der Aussteller veröffentlicht, für 3. nicht. Die früher bestandene Ansicht, im„Oberbess. Anz.“ nur die Namen zu 1. mitzutheilen, scheint, wie wir jetzt belehrt werden, die richtige gewesen ganz zu sein. Als ich dieser Meinung zustimmte, wurbe mie ein Brief vorgelegt, worin ein auswärtiger Aussteller, der auch bie Nr. 3 erhielt, schreibt:„Meine Auoslellunas⸗ gegenstände babe ich zurückempfangen mit dem Vorsatze, es künftig besser zu machen und dieses zu beweisen, wenn eine zweite Ausslellung slattfindet und wir sie erleben.“ Welch' einen Gegensatz bilden diese einfachen Worte zu dem was einige Friedberger Aussteller im„Oberb. Anz.“ sagen! Wohl soll der strebsame, fleißige Mann darnach trachten, daß seine Leistungen auch bei Anderen Anerken⸗ nung finden; wenn indessen eine Anerkennung versagt worden, so ist der Zorn und Aerger über das Lob Anderer weniger nützlich als die Bescheidenheit. Die Strebsamkelt wird durch die Bescheidenhett erst recht fruchtbar; Kund⸗ schaft und Ehre leiden dabei keineswegs Noth, werden vielmehr gehoben. Von diesem Gesichtspunkt aus urtheilt ganz gewiß die große Mehrzahl der Friedberger Ausstellet; aber auch eine kleine Minderheit sollte es nicht wagen dürfen, ein Unter⸗ nehmen herabzuwürdigen, welches der Wetterau im Beginn und Verlauf Ehre gemacht bat. Mit Entrüstung haben wir insbesondere das Inserat 3177 in Nr. 126 d. Anz. ge⸗ lesen und bedauern, daß nicht Einer der vielen Fried- berger Aussteller gegen jene Worte der Unwissenheit und — Protest erhoben hat im Namen der Stadt und der Wetterau, im Namen des Comités und der Preis- richter, im Namen der 12,000 Menschen aus Nah und Fern, welche die Ausstellung besuchten. Daß dies unter⸗ blieben, bedauern wir auch deßhalb, weil wir Friedberg gern an der Spitze sehen möchten, überall im Voran— schreiten zum Besseren. Friedberg hat diese Stellung officiell einzunehmen als Kreisstadt der Wetterau, während alle übrigen Orte des Kreises berechtigt sind, dort(in der Kreisstadt) alles zu suchen, was zu Haus unausfübrbar lerscheint. Wir rechnen dahin bessere Schulen(Realschule, Ackerbauschule), Vorschuß⸗ und Creditderein, Consum- und andere nützliche Vereine. Wenn uns Friedberg hierbei nicht unterstützt, nicht er- sondern entmuthigt, dann ver⸗ kennt es seine Stellung als Kreisstadt. Wir hoffen in⸗ dessen, daß es auch fernerhin an freien Vereinigungen zur Erreichung guter Zwecke zu Friedberg nicht seblen und von der Ausostellung, bis jetzt eine det besteu wirth⸗ schaftlichen Leistungen Friedbergs, mit mehr Respect ge⸗ redet wird. .„ heim, den 30. Oct. 1874. Ein Aussteller. Handel und Verkehr. Grünberg, 31. October. Die Preise auf unserem beutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 11 fl. 51 kr.; Korn(90 Kilo) 9 fl. 12 kr.; Gersie(80 Kilo) 8 fl. 4 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 12 kr.; Wicken (90 Kilo) 9 fl.— kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 18 kr.; Linsen(100 Kilo) 5 fl. 30 kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 17 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 31. Oct. Der heutige Heu- und Strob⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Cir. 2 fl. 12 kr. bis 3 fl. 30 kr. Stroh per Centner 1 fl. 20 kr. dis 1 fl. 45 kr. Butter 1. Qual. 46 kr., 2. Qual. 44 kr., Eier das Hundert 4 fl. 12 kr. Kartoffeln per 200 Zollpfund 2 fl. 4. Mainz, 31. Oct. Productenmarkt. Waizen per Nov, 11 fl. 36 kr., per März 19 M. 20., per Mai 19 M. 15. Korn per Nov. 98 fl., per März 15 M. 50., per Mai 15 M. 40. Hafer per Nov. 10 fl. 50 kr., per März 18 M. 40., per Mai 18 M. 30. Rüböl per Oct. 17 fl. 20 kr., per Mai 31 M. 25. Raps per April 29 M. 10. Fulda. Der Verwaltungsracb der Oberbessischen Bahnen hat der großh. bessischen Regierung officiell er— klärt, nunmehr auf den Bau Gelnbausen Partenstein gänz⸗ lich zu verzichten. Immobiliar-Versteigerung. 3235 Mittwoch den 4. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien des hiesigen Bürgers Georg Sellin auf Dessen freiwilligen Antrag nochmals an den Meistbieten⸗ den versteigert werden: Gemarkung Friedberg Flur. Nr. Klftr. 2. 453. 11½0. Hofraithe in der Stadt, 9. 39. 150. Grabgarten am kleinen Wild— kautsgraben. Gemarkung Fauerbach b. Fr. lur. Nr.[ IMeter. 5 136. 1056. Acker an der Schlockergaß, 3. 137. 1063. Acker daselbst, 5 525. Acker daselbst. Friedberg den 28. Oktober 1874. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. eee a 1 7 5 M. Volk in Kriedberg 3206 empfiehlt das Neueste in Kaputzen, Baschliks, Seelenwärmern, gestrickten Shals und Damenwesten, Kinderkleidern, Jacken und Käppchen. 3197 Eine feine Lebens-Versicherungs⸗Gesell⸗ schaft sucht Agenten unter sehr günstigen Bedingungen. Franed Offerten sub Z. 63076 richte manan die Annoncen⸗Expedition von Haasenstein 8 Vogler in Frankfurt a. M. 3241 Bremer Lebensversicherungs-Bank. Dividende pro 1874 40%. Neue Versicherungs- Anträge vermittelt und nähere Auskunft ertheilt Die Agentur Friedberg: Carl Walter 1 vis-à-vis dem Bahnhofe Nr. 378. Mobiliar⸗Versteigerung. 3238 Donnerstag den 5. Nov. d. J., Vormittags 9 Uhr, kommen bei Unterzeichnetem folgende Gegenstände zur öffent— lichen Versteigerung, als: 1 Kuh, ͥträchtiges Rind, Iträch— tiges Mutterschwein, 1 Ziege, 1 vollständiger Wagen, 1 Pflug, 1 Egge und sonst noch gut erhaltene Oeeonomie— geräthschaͤften; ferner 80 Centner gutes Heu, 20 Centner Grummet, etwa 100 Centner Stroh in verschiedenen Sorten, etwa 100 Centner Dickwurz und sonst noch nützliche Gegenstände. Nieder⸗Wöllstadt am 29. Oktober 1874. Heinrich Lentz. Ein Laden ist zu vermiethen bei J. A. Windecker Witwe, 3249 .* 2 große Springer, 3258 zum Mästen geeignet, zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Anz. Oeffentliche Aufforderung. 3270 Nachdew die gerichtsbekannten Gläubiger des Christian Schmiegel von NiedersFlorstadt ein Arran⸗ gement, dessen Einsicht in der Gerichts registratur zu nehmen freisteht, abgeschlossen haben, werden etwaige unbekannte Gläubiger des Schmiegel aufgefordert, ihre Elnwendungen gegen dasselbe so gewiß binnen 3 Wochen geltend zu machen, widrigenfalls das Arrangement ohne Rücksicht auf sie bestätigt und zum Vollzug gebracht werden wird. Friedberg den 27. Oktober 1874. ö Großherzogliches Landgericht Friedberg. Bramm, Landrichter-Vear. 7 9 N N c Universal⸗Reinigungs⸗Salz. 3272 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdaunngsschwäche und andere Magenbeschwer— den, in /, /, ½ Original⸗Packeten mit Gebrauchs-An— weisung à 36, 18 und 9 kr. nur allein ächt und direet bezogen von Wittwe J. A. Windecker. „ 1 8— 2 5—— . 0 b — 7 71ð̃vsg— —ꝛ———k — ——— ä— Mobiliar- Versteigerung. 3279 Freitag den 6. November d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die Mobiliar Gegenstände der Heinrich Jacob Hahns Eheleute von Weckesheim, als: 1 voll⸗ ständiger Pflug, 1 Egge, 1 einspännitzes Pferdegeschirr, 1 runder Tisch, 6 Stühle, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 2 vollständige Betten, verschiedene Manns⸗ und Frauenkleider, verschledenes Weißzeug, mehrere Stücke flächsenes Tuch, verschledenes Zinn und Porzellan, 1 Taschen⸗ und Wanduhr und sonstige Hausgeräth⸗ schaften, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Weckesheim den 30. Oekober 1874. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Weckesheim. Hilger. Bekanntmachung. 3276 Durch rechtskräftiges am 20. d. Mts. von dem kommandirenden General des elften Armeeeorps bestätigtes kriegsgerichtliches Erkenntniß vom 10. d. Mts. sind die nachbenannten Rekruten: 1) Joseph Baßmann aus Kloppenheim. Kreis Friedberg, 3 Wilhelm Schneider aus Pohl⸗Goͤns, Kreis Friedberg, 3) Carl Th. Holder aus Friedberg, Kreis Frledberg, 4) Balthasar Emanuel Kitz aus Ober Erlenbach, Kreis Friedberg in contumaciam für Fahner flüchtige erklärt und jeder in eine Geldbuße von je fünfzig Thaler verurtheilt worden. Darmstadt den 28. October 1874. Großh. Gericht der Großherzogl. Hessischen 25. Division. Edictalladung. 3275 Nachdem wider 1) den Rekruten Philipp Berdel aus Ober- Mörlen, Kreis Friedberg, D den Rekruten Friedrich Scheuer aus Butzbach, Kreis Friedberg, 3) den Rekruten Peter Leopold Kempf aus Ober⸗ Erlenbach, Kreis Friedberg, 4) den Rekruten Heinrich Conrad Müller aus Griedel, Rreis Friedberg, der Desertionsprozeß eröffnet ist, werden dieselben hier⸗ mit aufgefordert, zu ihren Truppentheilen zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Montag den 15. März 1875, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider sie eingeleitete Untersuchung geschlossen, sie in contumaeiam für Deser⸗ teure erklärt und in eine Geldbuße von 50 bis 1000 Thaler verurtheilt werden Darmstadt den 28. October 1874. Großherzogliches Divisionsgericht. Arbeits-Versteigerung. 3274 Mittwoch den 4 November, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürger⸗ meisters zu Rockenberg nachstehende Arbeiten einer öffent⸗ lichen Versteigerung ausgesetzt werden 1) Brechen von Steinen in den Rockenberger Stein brüchen, laut Kostenüberschlag für 128 Mark. 2) Anfahren derselben 255 3) Aufsetzen derselben 8 4) Zerschlagen derselben 9 5) Unterhalkungsarbeiten für das Jahr 1875 240 Gambach am 30. October 1874. Schneider, Bezirksbauaufseher. Oldenburger Feltlberschttungs-Gesellschast. 3242 Neue Versichtrungs- Anträge vermittelt und nähere Auskunft ertheilt Die Agentur Friedberg: Carl Walter, vis-Ar vis dem Bahnhofe Nr. 378. gestellt werden. Gesehäfts⸗Eröffnung. 3280 Der Unterzeichnete eröffnet vom 7. November an Niederlage und wird der Centner bester Flammkohlen mit 40 kr. ganzen oder getheilten Waggon-Ladungen können die Kohlen mit 40 kr. per Centner bis ans Haus ein Kohlengeschäft mit ständigen ab Gasanstalt verabsolgt. In Vorschuß-& Credil-Perein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis per Oktober 1874. Einnahme. Kasse⸗Bestand per 1. Oklober 1874 fl. 19715. 16 Wechsel„ 25691. 14 Depositen„ 4515.— Inkasso⸗Wechsel„ 2294. 42 Conto⸗Corrente A. 102432. 47 Conto⸗Corrente B.„ 26356. 45 Auswärtige Correspondenten„ 622. 44 Giro„ 5454. 2 Darlehen„ 1341. 40 Spar Einlagen„ 30741. 53 Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 206. 13 Ulensilien Spareinlagebücher 1 6. 24 Wechsel⸗Zinsen 8 666. 55 Depositen⸗Zinsen 5 109. 19 Wechsel⸗Spesen 8 26. 27 fl. 220191. 21 Ausgabe. Wechsel fl. 18245. 23 Depositen„ 10967. 10 Conto⸗Corrente A. 2895772 Conlo⸗Cortrente B.„25990. 37 Auswärtige Correspondenten„ 6038. 26 Giro o Spar⸗Einlagen„ 26118. 26 Darlehen„ 3382. 14 Stamm ⸗Antheile, Rückzahlungen 5 127. 30 Bau⸗ und Immobilien⸗Conto„ 18000.— Mobilien und Utensilien 5 30. 15 Wechselspesen 5 9. 44 Unkosten 2 42. 2 Kasse⸗Bestand pro 1. November 1874„14067. 22 fl. 220191. 21 Eingang. Ausgang. fl. 147964. 52 Wechsel⸗Conto⸗Corrent A. fl. 130506. 51 „ 10060. 32 Wechsel⸗Conio⸗Corrent B.„ 2128. 26 „ 4355. 16 Wechsel⸗Giro 3080. 6 „ 2569. 47 Wechsel⸗Inkasso 500.— fl. 164950. 27 fl. 136215. 23 Der Vorstand Fr. Hecht. Ermus. Der letzte Termin 3230. zur Annahme von Patienten ist der 9. November, da ich mit Beginn nächsten Jahres abreise. Friedberg. Spracharzt Gerdts. Eine vollständige Wohnung nebst Laden, beste Lage auf der Kaiserstraße, ist Wo? sagt 3259 bis zum 1. Februar 1875 zu vermiethen. die Exped. d. Anz. 3246 Aus Großh. Seminarbaumschule sind versetzbare Obstbäumchen billig zu verkaufen. . Wahl, Seminarlehrer. Nochern, 12. Sept. 1874. 3266 Herrn Georg Fischel in Oberlahnstein. Von einem Bekannten 72 iu men de Traubeubrusthonig“) von W. H. Zickenheimer in Mainz gegen meinen Husten mit Heiserkeit empfohlen worden, bitte daher (folgt Bestellung). Beilstein, Bürgermeister. Nochern, 21. Sept. 1874. Da ich auf den Gebrauch des mir gesandten Trauben⸗Brusthonig mich besser befinde, so ersuche Beilstein, Bürgermeister. Ein rtinlicher junger Jursche als Hausknecht gesucht von Apotheker C. Görtz in Friedberg. 3265 Einen Monatdienst 3269 sucht Frau Appel 3 Zimmer nebst Küche ꝛc. ꝛc. 2203 zu vermiethen. Jos. Hoffmann. Unterleibs-Gruchleidende finden in der durchaus unschädlich wirkenden 3267 Bruchsalbe von Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Schweiz, ein überraschendes Heilmittel. Zahlreiche Zeug⸗ nisse und Dankschreiben sind der Gebrauchsonweisung beige⸗ fügt. Zu beziehen in Töpfen zu fl. Z., sowohl durch G. Sturzenegger selbst als durch J. B. Lindt, Apotheker, Schnurgasse 58 in Frankfurt a. M.(H-3220-Qu) in der Vorstadt. Ein gutes Zugpferd, 3268 zum Ein- und Zweispännigfahren, hat zu verkaufen Dortelweil. W. Fauerbach. Geburts-Anzeige. 3285 Heute wurde meine liebe Frau Margarethe von einem kräftigen Mädchen glücklich entbunden. Friedberg, 1. November 1874. 0 Spracharzt Gerdts. — Hasanstalt Bad⸗ Nauheim. W. Mayer. 7 2 betreff Uicht zu übersehen! 3278 Auf der Freiheit in der dazu erbauten und gut ar ausdecorirten Bude finden die Vorstellungen des Feuer- köͤnigs beute den 2. und morgen den 3. Nov. unwider⸗ ruflich zum letzten Male statt. Anfang der Vorstellungen: Die erste 6 Uhr und dann jede Stunde eine Vorstellung. Preise der Plätze: Erster Platz 12 kr., zweiter Plaß 6 kr., Kinder unter 12 Jahren die Hälfte. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 1 65 Bäumler, Feuerkönig. 1 51 Eine kleine Deeimalwaage daun 3286 von 2—4 Centner Tragkraft wird zu kaufen gesucht. Du Dien Gasanstalt Bad Nauheim. Miltwach W'wMauyer. Kinderbettlade und Küchtuschranz ist zu verkaufen. Zu erfragen b. d. Exp. d. Bl. 3277 Art Arautfaß güne billig bei Chr. Koch, Hofküfer. 3287 1 1 2 5 ubhalten, Eint große Parthie Zwetschenbaͤumches ita: 3282 verkauft N Innern Jean Rausch, Kirchgasse. 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Bürgers, Kaufmann, Gemeinderaths- und Schulvor⸗ Nachruf stehers, Karl Daniel Groß. t Gekaufte: ansabg 25. Oetober. Dem hies. Bürger und Schneidermesster die Po Stephan Fuchs eine Tochter Marie, geb. 10. October. und n 25. October. Dem mit seiner Familie dahier wohn⸗ direcso haften Bürger zu Cassel in Preuß. Hessen und Kunst⸗ die Be. gärtner Anton Wilhelm Carl Varbe zwei Töchter, Zwil⸗ 6 er lünge, Susanne Philippine und Maria Emilie Margarethe, olumt geb. am 5. October. N schwebe Beerdigte: f wegen 25. Oetober. Der pens. hies. Lehrer und Cantot, entw Organist und Kirchendiener Wilhelm Fritsch, 84 Jahre* 8 Monate 27 Tage alt, F am 22. Oetober. ssenbg 26. Oetober. Maria Katharina Faust, geb. Bastlan. lang 2. Ehefrau des hies. Bürgers und Bäckermeisters Franz Woch Faust, 4 am 25. Oetober. 0 0 29. October. Heinrich Graulich, Soͤhnchen des hies⸗ 100 Bürgermeisterel-Gehülfen und Bürger zu Lauterbach me z Werner Graulich, 1 Jahr 5 Monate 22 Tage alt, r am nd g 27. October. 2 danch Verantw. Red.: Carl Bindernagel. og Druck und Verlag von Carl Bindernager.