* 1874. Dienstag den 1. Dezember. M 142. loffen b 5 6 1 nd wird ö Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, La Samstag. A u dn on. — 9 Fur den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-CExpedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. — Amtlicher Theil. An die Herren Bürgermeister des Kreises Friedberg. Sie werden ersucht, Listen zum Einschreiben derjenigen Landwirthe, welche Exemplare des so inhaltreichen, deß halb beliebten landwirthschaftlichen Jalenders von Lippe-Weißenseld für 1875 zu besitzen wünschen, durch die Ortsdiener herumtragen zu lassen und mir die Listen hiernach baldigst zuzusenden. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirks⸗Vereins Friedberg Friedberg am 27. November 1874. e nermgen betreffend: Die Schulversäumnisse vom 3. Quartal 1874. Friedberg den 27. November 1874. erhebt: dein: An die evangel. Schulvorstände zu Fauerbach b. Fr., Dorheim und Schwalheim. schentücht. 7 Friedrich Die Erinnerung vom 17. laufenden Monats, in Nr. 137 des Kreisblattes, beruht auf einem Versehen; die betreffenden Verzeichnisse rsp. Bescheinigungen waren von Ihnen schon vorher eingesendet, aber unterlassen worden, dies in dem Hauptverzeichniß vorzumerken. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Bekannt m a ch n ung. Amtstage bei dem unterzeichneten Landgerichte Dienstag, Donnerstag und Freitag, Letzterer vorzugsweise für Geschäfte der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Geschäftsstunden Vormittags von 8—12 Butzbach den 27. November 1874. Uhr und Nachmittags von 2—5 Uhr. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gil mar. Fabartüll ee f N 2 ada n n machung. * 80. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß für die Orte Wohnbach und Wölfersheim Mittwoch und zwar von Morgens. Derun 12 Ubr und Mittags 2—5 Uhr als Amts- und Anrufetag bestimmt ist. 5* et. Donnerstag zu denselben Stunden ist Geschäftstag der freiwilligen Gerichtsbarkeit und zwar für saͤmmtliche Orte unseres Bezirks. ee ae ußer den benannten Geschäftstagen wird Niemand, es sei denn in dringenden und absolut nothwendigen Fällen, vorgenommen werden. 82210 Hungen den 25. November 1874. Großherzogliches Landgericht Arn. en Cellarius. 24*. „ en age — wan, al Deutsches Reich. Im Laufe der durch den General- Post⸗ Director Stephan] ausgearbeitet worden, der unmittelbar dem Bun- Berlin, 26. Nov. eeichstag. Erste Lesung der N en e 41075 125 155 188 desrathe vorgelegt werden soll. 71 2 e ralproceß⸗ Ordnung. Hänel ist gegen das Ferisallen deutsche Reich darauz stolz sein könne, den Vertrag ante— Der Reichskanzler hat dem Bundesrathe ebtechnet S ärk Garantien für regt und seine Ausführung gefördert zu haben. Schmidt, 0 n 8 5 * eidt 1 3 eee 15 an hofft, der Vertrag werde Bayern und Württemberg zum fein Statut für die Fortführung des Werkes Hei i eee Einsicht in die 0 5 Anschluß an die Reichspost veranlafsen. Braun bedauert„Monumenta Germaniae historica“ vorg elegt. f sudgungs⸗Acten. Reichensperger(Olpe) in gegen, Miquel 92 Michtbeitrii ec 155 e 1 Dasselbe setzt eine Central Direction ein, die den ee ee eden week mn bee ee die onshprachene Aner⸗ ihren Sitz in Berlin bat und aus 9 Mitgliedern * 40 aur N Win ep ee kennung des Hauses; derselbe gebenkt des Verdienstes seiner besteht, von denen die Academien von Berlin, W 1— a 18005 gemachten Amtsvorgänger und bemerkt, daß ohne die Unterstüzung Wien und München je zwei ernennen. Nach 5 Autbe fahrung das Schöffen-Versahren und die Aufhebung der 155 a ae 1 1 die 11 Resuliat Schluß der jährlichen Zusammenkunft der Central- nat bufung. Beide Einrichtungen hätten sich in der von 15 1 0 195 4 50 W 17 8 0 9 0 Direction erstattet der Vorsitzende eine n Bericht, e Vorlage abeptirun Foim bewäbr!. 80 Ann im Wienum. Es folgt die Interpellation von Schulze⸗[welcher durch die Berliner Academie dem Reichs- Ek! 9— e ee an Oelitzsch, betreffend die Vorlegung eines Gesetzes über[kanzler mit dem Ersuchen mittzetheilt wird, ihn „ i Schwurgerichle und Zuziehung des Laien-Elements, Arbeiter Hülss⸗ und Unlerftützungs⸗Kassen und das, Ver an die öslerreichische Regierung zu übereichen. 99 1 ich, 5 jahren der preußischen Regierung gegenüber Mitgliedern, 8e. uu ker für Oeffenllichkeit ber Voruntersuchung. Reform 5er sogenannten freien Kassen. Delbrück erklärt, die Vor—— In den dem Bundesrathe zurgegangenen arb.% Strafvollstreckung und e. e e eee 110 N Gesetzenwürsen, betend die Ködsbeeng d 7 f r. in nächser Session zu erwarlen. Das Verfahren der! Gesetzes über die französische Kriegskosten Ent- ctlü lle. Die Commission möge auch die Modalitäten preußischen Ne e der 6 1001 ad schädigung, wird die für die elsaß ⸗lotbringischen 0 8 n le in Verfassung und die Grenzen der Zeugenpflicht sestflelleu. Mae 1 80 1 Kasse freiwill de Festungen und Garnisonen flüssig zu machende e kirauf wird die Debaue Ne Nu. i e 1 80 zwangeweisen Beitrius zu officiell e Summe auf 42,980,950 Thlr. erböht, wovon zertis ee eee gewarlie Commissionr Kassen schonend vorgegangen werde. Der Gesetzentwurf 21,730,000 Thlr. für den sortificatorischen Aus- 3.— 2 01 5 55 Reiches„ Eile Lesung der Civilprozeß⸗ über die Einführung dee Quarlicrleiungegesches wird der bau von Straßburg, Metz, Bitsch, Neu- Breisach 5 N, 1 in] Commission für das Naluralleistungsgesetz überwiesen. Es Lienung: Buß ist gegen die Vorlage, so weit solche in eig ei ere n dee Oesehenwurse Fekerssend die und Diedenhofen zu verwenden sind. schel, g e d unanee Tea der Ju oon ber Jeseßeang dee laß lelbringischen Heucbalte ps 1870,. Der Bundesrath bat beschlossen, den Justiz⸗ 1. n 1 1 7 0 K e 3 8 e 2 U en und verbunken mit der elsaß ⸗ lolhringischen Aulethe Verlage.] Ausschuß um Ausarbeitung eines Gesetz⸗Entwurss, 5 14 4. Vorlage an die bereite gewählten 28gliedrige Commission Der elsässische Abg. Simonis führt aus, daß nur eine betreffend die Beurkundung des Personenstandes — Fuwiesen. Ce solgt bie Oeratbung des von Lasker ge. and Ken bm de de e e e und die Form der Eheschließung, zu ersuchen und 1 f f 1. g.* n Ne 1 Lien Antrages, eee ee N mängelt mehrere Etatsposten als zu hoch gegrissen und den Ausschuß zu ermächtigen, Sachverständige der cht I e Jag Came, zu vermeiden. Der Pride i6s eg elnnds fel a e ee dee Sündesssaaden uin Ia Rei ler Amtes, Delbrück, erklärt, die Bundes: des Reichslandes geübte absällige Kritik zurück. Duncker 1K ö 15 ee bereit, bezüglich des Las ker'schen An- wünscht die Einsetzung einer Commission von 21 Mil 1 Ausland. a N N ee ble legislasorische Initiative zu ergreisen. Wind thorst gliedern Mae e unter Mitwirkung der reichs Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 26. Nov. Feen, ended ke onen e bei, wünscht aber, daß ländischen Abgeordneten. Der Finanzausschuß berieth in einer beutigen . 4 n Aaaus ein Präcedenzsall für die Zukunst nicht 1 Berlin, 27. Nov. Heutigen Morgenblättern Sitzung des Finonzgesetz und setzte die Gesammt⸗ 1 9. Vor. e zufolge ist im Reichekanzleromte ein neuer Entwurf Ausgaben pro 1875 auf 380,873,882 fl. fest, 2 5 FP ersiet ene rn einflimmig augenommen. eines Bankgesetzes mit Einfügung der Reichsbank wobei der Nachtragstredit für das Cultusministe⸗ 3 rium mit 523,100 fl. nicht inbegriffen ist. Die Staats Einnahmen wurden mit 372,531,409 fl. präliminirt und soll das ungedeckte Deficit von 8,342,473 fl. durch Veräußerung von im Besitze des Finanzministers befindlichen Renten von 12 Millionen nominal Bedeckung finden. Schweiz. St. Gallen. Der biesige große Rath genehmigte bei Berathung der Ver⸗ fassungs-Revision die von der Mehrheit der Com- mission gestellten Anträge, betreffend die Glaubens und Gewissens- Freiheit, die freie Ausübung des Gottesdienstes, die Oberaufsicht des Staates über die Religions ⸗Genossenschaften, über Kirchengüter und confessionelle Centralfonds und über die Wahl der Geistlichen. Frankreich. Paris. Dem Handels- und Marine ⸗Ministerium liegt augenblicklich das Project eines Tunnels unter dem Canal hindurch zur Begutachtung vor. Man erwartet, daß bereits zu Anfang nächsten Jahres ein diesbezüglicher Gesetzentwurf der Nationalversammlung zugeben wird, wie auch dem englischen Parlament eine darauf sich beziehende Bill zugehen soll. — Der Municipalrath hat den Entwurf für die städtische Anleihe von 220 Millionen, einge- theilt in Obligationen zu 500 Frs. und verzinslich mit 20 Frs. per Obligation, angenommen. Die Rückzablung geschiebt innerhalb 75 Jahren al pari mit Prämien von 900,000 Frs. jährlich. — 17. Nov. Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe ist nach zweimonatlicher Abwesen⸗ heit gestern Abend von München kommend hier wieder eingetroffen und hat sofort die Leitung der Botschaft wieder übernommen. Der erste Botsch ofts⸗ ratz Graf Wesdehlen, welcher während der Ab- wesenheit des Botschafters als Geschäftsträger fungirt hatte, ist heute nach Neufchatel abgereist. Graf Wesdehlen, der nebst drei Beamten der Botschaftskanzlei in dem Processe Arnim als Zeuge vorgeladen ist, wird sich von der Schweiz nach Berlin begeben. Großbritannien. London. Die auf die bezügliche Verfügung des Kriegsministers einge⸗ gangenen Berichte constatiren, daß die Zahl der Deser⸗ tionen im Juni, Juli und August eine sehr große sei; zuweilen seien sechs Desertionen an einem Tage vorgekommen. Das betrügerische Wiederanwerben⸗ lassen Seitens Desertirter habe nicht abgenommen; fast täglich ständen einer oder mehrere unter dieser Anklage vor dem Corrections-Tribunal. — In Berliner diplomatischen Kreisen glaubt man, daß Graf Schuwaloff binnen Kurzem von seinem Bolschafterposten in London werde abbe— rufen werden. Ueber seinen eventuellen Nachfolger ist jedoch noch nichts bestimmt. Spanien. Madrid. Nach der Regierung zugegangenen Meldungen herrscht unter den Carlisten⸗ führern im Norden vollständige Uneinigkeit. Dorre⸗ garay soll die Wieder Uebernahme eines Com⸗ mandos abgelehnt haben, Santa Cruz mit der Führung zweier Bataillone betraut sein. Santander, 28. Nov. Die ungünstige Witterung verhindert die Fortsetzung der Ope⸗ rationen. Die Brigade Blanco ist in San Sebastian zurückgeblieben. Donaufürstenthümer. Bukarest, 27. Nov. Heute hat die Eröffnung der rumänischen Kammern stattgefunden. Die von dem Fürsten verlesene Thronrede spricht dessen Befriedigung über das mehrjährige gute Einvernehmen zwischen Regierung und Volksvertretung, sowie über die guten Be⸗ ziehungen zu den auswärtigen Mächten, welche Folge der auf den Verträgen und der Achtung des Rechtes basirenden Politik seien, aus und kündigt zahlreiche Gesetzes⸗Vorlagen an, darunter ein Rekrutirungs⸗, ein Montan, ein Forst⸗ und ein Unterrichts⸗Gesetz. Rußland. Odessa, 26. Novbr. Aus Tiflis meldet man eine Bazar⸗Nachricht, wonach in der Mandschurei ein allgemeiner Aufstand aus⸗ gebrochen sei. Die Insurgenten bedrohen Girin und Ninguta, die Hauptstädte zweier Provinzen. Die mongolische Bevölkerung flüchtet sich haufen Amerika. Buenos Ayres, 27. Noo. Mitre ist in die Pampas geflohen. Die Indianer haben sich der Regierung unterworfen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Oer hiesige Musik- Verein veranstaltet Sonntag den 6. Dezember im Saale des Hotel Trapp ein Concert, in welchem vorzugsweise Chöre und Arien aus dem„Messtas“ zur Auffübrung kommen werden. Anerkannte tüchtige auswärtize musikalische Kräfte haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt, darunter auch Herr Concertmeister Rosenbecker von Steinfurth. Das Nähere wird uns das demnächst erscheinende Programm bringen. Darmstadt. Dieser Tage wurde einem kleinen Mäd⸗ chen von acht Jahren von einem bösen Buben ein Schnee⸗ bal mit Kraft an den Kopf geworfen, wodurch das Kind eine Gehirnerschülterung erlitt und nach dreitägigem Leiden verschied. Allerlei. Frankfurt, 28. Nos. Gestern Abend wurde hinter der Gassabrik ein Floßknecht von 3 Strolchen angepackt. Auf seinen Hülferuf kamen zwei Flößer hinzu, worauf zwei der Burschen die Flucht ergriffen, der dritte wurde sestgehalten, abgeprügelt und dann laufen gelassen. Godesberg, 25. Nov. Heute Mittag ließ sich eine neunzehnjährige Pensionärin einer hiesigen Lehranstalt von einem Eisenbahn⸗Zuge überfahren. Der Unglücklichen wurde der Kopf vollsländig abgeschnitten. Motive des Selbstmords bisher unbekannt. Bromberg. Eine Baptistentaufe fand dieser Tage in einem Teiche an 8 Judividuen, 5 weiblichen und 3 männ⸗ lichen, statt. Die Täuflinge waren wie die„Bromb. Zig.“ meldet, nur mit einem weißen, von einem breiten Gürtel um den Leib festgehaltenen Hemde bekleidet. An diesem Gürtel ergriff sie der Baptisten Täufer und tauchte sie nach einem Segensspruch in das eisig⸗kalte Wasser. Vor Be⸗ ginn der Taufhandlung sang die Gemeinde ein geistliches Lied, ebenss am Schluß derselben und nach jedem ein ⸗ zelnen Tauf⸗Acte einen Vers. Um das Taufen zu ermög⸗ lichen, mußte an der betreffenden Stelle erst das Eis, womit der Teich bedeckt war, entfernt werden. Unna, 25 Nov. Auf dem Bahnhofe in Holzwikede stießen gestern Vormittag zwei Züge zusammen wodurch ein mit 30 Personen besetzer Waggon dritter Classe voll⸗ fändig zertrümmert wurde: 3 Passagiere erhielten schwere Berletzungen, viele wurden leichter verletzt. Die eigentliche Ursache des Unfalls ist noch nicht ermittelt. Berlin, 28. Nov. Der Schlosserlehrling Schneider ist wegen des bekannten Raubmordversuches an Schüne⸗ mann vom Schwurgerichtshose zu lebenslänglichem Zucht⸗ bause verurtheilt worden. Ein Wort über Consum Vereine. (Gilt insbesondere dem Friedberger Verein.) Freier Verkehr und freie Concurrenz sind nach und nach den alten Bann- und Zwangverhältnissen abgerungen worden in der allerfriedlichsten Weise, nämlich durch die neuen und besseren Verkebrs⸗ mittel und Wege. Letztere ermöglichten und ver— anlaßten zugleich aber auch einen größeren Güter- verbrauch. Selbst die ärmsten und abgeschiedensten Menschen der Gegenwart leben besser als ihre Vorfahren. Die Arbeiter konnten und wollten darin nicht zurückbleiben: sie forderten höheren Lohn und vertheuerten, da die Gewährung wie— derholt eintreten mußte, die Produktion. Dieses, die Lohnerhöhungen und der Mehrverbrauch, sind die allgemeinen Ursachen der Preissteigerung. So störende Uebergänge dieselbe auch brachte, verdanken wir ihr doch auch erfreuliche Resultate und zwar hauptsächlich: 1) Viele Güter, die ihres früheren geringen Werthes wegen unbenutzt und unbeachtet blieben, belfen jetzt den Nationalreichthum ver mehren; 2) der Fleiß ist lohnender und damit aufmunternder geworden und die Arbeit wird, zu Folge ihres höheren Preises, mehr geehrt; 3) unser schärferes Rechnen und Abrechnen hat Institute ins Leben gerufen, die für das politische, sociale und sittliche, also für das ganze Menschen⸗ leben von dem größten Einflusse sind. Wir rech- nen hierher insbesondere die Genossenschaften. In ihnen lernen wir die nächstliegende Selbsthilfe und Selbstverwaltung üben und die Kraft der Vereinigung kennen, welche nicht nur dieser selbst, sondern auch ihren einzelnen Gliedern zu Gute kommt. Im wirthschaftlichen Leben sind die Ver⸗ einigungen geradezu unentbehrlich, weil im freien Verkehr die persönlichen Interessen, früher in wenigen Händen begünstigt und privilegirt, jetzt die allgemeinen Triebfedern bilden für die Speeu⸗ weise auf russisches Gebiet. Die russischen Be— hörden sahen sich veranlaßt, militärische Maßregeln zu ergreifen. lation und das Sammeln von Reichthümern, dieses die gleichen Interessen rasch vereinigten, den Ver⸗ kaufspreis zu sichern und zu erhöhen. dieses aber nur auf der einen Seite statthaft sein! als Thatsache eine Thorheit; denn was dem Einen recht, ist dem Andern billig. Also von Rechtswegen vereinigen sich auch die Käufer, Con⸗ sumvereine, hier und da sogar genossenschaftliche Bäckereien und Schlächtereien errichtend. Erstere gewähren die bekannten geschäftsmäßigen Vortheile größerer Bezüge: bessere Qualität, Billigkeit und den Gewinn der Baarzahlung. Eine Aufgabe der Consumvereine liegt offenbar auch darin, daß und Verborgen im Detailgeschäft des deutschen Handels ist für diesen und für das ganze wirth⸗ schaftliche Leben bekanntlich ein wahrer Krebs⸗ schaden, welcher einer gründlichen Operation dringend bedürftig ist. Auch in Friedberg besteht ein Consumverein für die Wetterau, ursprünglich und vorzugsweise für die Landwirthe errichtet, später jedoch auf alle Consumenten und Producenten ausgedehnt. Der Wetterauer Consumverein ist einem Verbande gleicher Vereine beigetreten, um die oben ange⸗ führten Vortheile zu verstärken. Es ist einleuchtend, daß wenn 100 Vereine das 100fache beziehen, alsdann billigere Preise und bessere Qualitäten zu erlangen sind, als wenn etwa nur ¼100 davon durch einen Verein, oder der tausendste Theil durch eine Person bezogen wird. Diese Verbindung der Landwirthe und Familienväter zu dem Zwecke, die hohen Preise und die schweren Sorgen um den Lebensunterhalt zu mildern, ist eine so sehr ernstt Pflicht, daß ihre Unterlassung ein großes Unrecht wäre. Dennoch haben die Consumvereine ihre Gegner. Wer sind dieselben? Nun, es mögen wohl meist Ehren- und auch Fortschrittsmänner sein, die allen Errungenschaften unserer Zeit, auch der Gewerbefreiheit, der Freizügigkeit, der freien Concurrenz, gerne das Wort reden; aber es sind zugleich auch Geschäftsmänner und als solche, zu⸗ nächst an sich denkend, halten sie es nicht für recht, wenn Andere bei aller sonstigen Kundschaft und Freundschaft es gerade so halten, nämlich, auch an sich zu denken um der schwerer gewordenen Pflicht, Haus zu halten, gewissenhafter zu ent⸗ sprechen, in einer Weise, die gesetzlich erlaubt und sittlich hoch zu schätzen ist. Jene Gegnerschaften erinnern sofort an den bekannten Ausspruch, welcher das Recht nur zum eigenen, nicht zu an⸗ derer Vortheil wollte gelten lassen.(Ja, das ist etwas Anderes, Bauer!) Man macht den Consumvereinen den Vorwurf, ibre Concurrenz sei, ihrer Steuerfreiheit wegen, unbillig. Es ist wohl möglich, daß man später die Erwerbsgenossenschaften(Creditvereine, Con- sumvereine 1c.) bei der Steuerumlage heranzieht. Soll man aber bis dieses geschieht auf den Vor⸗ theil der genannten Genossenschaften verzichten? Wir thun dieses nicht hinsichtlich der Vorschuß⸗ und Creditvereine, und die Consumvereine bürgern sich ebenfalls ein nach Bedarf und Gelegenheit. Ueberdies zahlt jeder Genossenschafter bereits von allen seinen Einkommen und von den meisten Ber- brauchsgegenständen Steuer an Staat und Ge⸗ meinden. Die Gesetze gestatten indessen nicht nut die Erwerbsgenossenschaften, sondern regeln dieselbe auch und was ein civilisirter Staat in dieser Weise in die Hand nimmt, das muß gut, zweckmäßig und nothwendig sein. Fassen wir die Aufgaben der Consumvereine zusammen, so finden wir dieselben in der Ver⸗ einigung zu dem Zwecke, das wirthschaftliche Leben zu erleichtern, sowie um gewissermaßen Wache zu halten, darüber, daß die normal Preishöhe für die Bedürfnißgegenstände nicht überschritten werde. So lange die freie Concurrenz diese Grenzen innehält wird jeder Consumverein allen Kleinge⸗ schäften für Lebensmittel, Kolonialwaaren ze. fern bleiben und sich lediglich darauf beschränken, die jenigen anderen Waaren zu beziehen, die durch den Trachten nach Uebervortheilen. Die freie Con- currenz könnte hier wohl mildern, wenn sich nicht Verein und Vereinsverband im Großen billiger und besser bezogen werden können als dieses im Ein⸗ Sollte Nein! dieses wäre ja als Gesetz ein Unrecht und 1 . 14 14 egen 555 Verein!. len dirtel bogen; 9 5 W e sie ihre Glieder allmälig zur baaren Abmachung ihrer Geschäfte überführen. Das maßlose Borgen 1 a1 9 al ant gubniris ogen U ie berger Col Verkauf ei. Wir m Vorschuß⸗ Consumber. Mur in soft die Männe Männer d Arten von bon Mänt Delisch 1. Volles zäh winihschaftl würden sie o gesunde, — Grün Aculigen tr Faß, 8510 Ein Izum Schlac 1874 in de zen den Mei Klein⸗ 11 Uhr an (pachstehend. 1) ö St trächtt 21 On 3) 3 Su 4) mehre 5) 15 S theils 0) 8 Sti 7) 16 S Caß, und 3 Ar. zJbd Fre sollen 55 ) Vefe 2 Lese. 1 den den W. Vilbe 1 5 88500 u Aba warz⸗ 1155 1 Agegeben. unnd pfan Ob 1 Ort wee dhe 9 dan dach 0 ae ** 4. zelnen möglich. Dabin gebören für den Friedberger Verein: 1) Saatfrüchte, entweder von Producen- en direct odre durch zuverlässige Vermittelung be⸗ sogen; 2) Düngemittel, deren Preise nach dem von der landwirthschaftlichen Versuchsstation genau estgestellten Gehalt ermittelt werden; 3) Futter- paaren; 4) Steinkoblen und Braunkohlen 11. 3 5) alle anderen Gebrauchsgegenstände, welche nur ruswärts oder im Großen billiger als am Platze zogen werden können, oder vorübergehenden Zedürfnissen entsprechen; 6) ferner soll der Fried- lerger Consumverein auch eine Vereinigung zum Verkauf eigener Produkte und Fabrikate sein. Wir meinen, in der obigen Weise müßten die Borschuß- und Creditvereine sowohl, als auch die Consumvereine beurtheilt werden, die beide sich zur in sofern von einander unterscheiden, als jene zie Männer der Geldgeschäfte, diese aber die Männer der Waarengeschäfte berühren. Beide Arten von Genossenschaften, in's Leben gerufen jon Männern wie V. A. Huber, Schulze⸗ Delitzsch 1c., die zu den besten des deutschen Volkes zählen, müssen absolut Bedürfnissen unseres pirthschaftlichen Lebens entsprechen; denn sonst pürden sie nicht Eingang gesunden und nicht eine e gesunde, dauernde Lebensfäbigkeit erlangt haben. Handel und Verkehr. Grünberg, 28. November. Die Preise auf unserem Futigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 12 fl. n n e 15 kr. Korn(90 Kilo) 8 fl. 47 kr.; Gerste(80 Kilo) 7 fl. 20 kr.; Hafer(60 Kilo) 6 fl. 8 kr.; Molter (90 Kilo) 8 fl. 15 kr.; Erbsen(110 Kilo) 12 fl. 28 kr.; Linsen(100 Kilo) 12 fl. 30 kr.; Samen(90 Kilo) 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln(100 Kilo)— fl.— kr. Frankfurt, 25. Nov. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Fir. 2 fl. 12 k., bis 3 fl.— kr. Stroh per Centner 1 fl. 20 kr. bie I fl. 40 kr. Butter 1. Qual. 45 tr., 2. Qual. 42 kr. Eier das Hundert 4—3 fl. 48 kr. Kartoffeln 2 fl. 30—50 ke. per 200 Zollpfund. Frankfurt, 23. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 A fl., Ni. 2 22 fl., Nr. 3 20 fl., Nr. 4 17½ fl., Nr. 5 15 fl., Roggenmehl/(Berliner Marke) 16 ½½ fl. do. II.(Berliner Marke) 13 fl. Waizen effecliv hiesiger 12/ fl., Korn 10½—11½ fl., Gerste 10—11¼ fl., Hafer 10 ¾ fl., Kohlsamen 16 ½ fl., Erbsen 12½ bis 175 fl., Wicken 10½ fl., Linsen 13—20 fl., Rübsl 47 fl. Alle Preise verstehen sich per 100 Kilo. Mainz, 28. Nov. Productenmarkt. Waizen per Nov, 11 fl. 57 kr., per März 19 M. 85., per Mai 19 M. 85. Korn per Nov. 10 fl. 20 kr., per März 16 M. 15, pet Mai 16 M. 5. Haser per Nov. 11 fl.— kr., per Mürz 19 M., per Mai 18 M. 95. Nüböle per Nov.— 1.— tr., per Mai 31 M. 80. Naps per April 29. 40. Marburg, 28. Nov. Der heutige Wochenmarkt war mittelmäßig besucht. Butter kostete 1 Pfd. 12—13 Sgr., Eier 1 Stück 8— 10 Hlr., Tauben das Paar 5 bis 6 Sgr., Hühner 1 Stück 8—10 Sgr., Hähnchen pr. St. 6—8 Sgr., Gänse pr. St. 1 Thlr bis 1 Thlr. 25 Sgr., Hasen pr. St. 25—35 Sgr. 3554 Ueber die Leistungen des sich heute Abend im Saale der drei Schwerter dahier produzirenden Prof. der Magie Herrn A. Chery schreibt der Hoser Anzeiger: Die am Dienstag Abend stattgehabte Vorstellung des Herrn Chery in dem Theater, welche zahlreich von Herren besucht wurde, gibt Veranlassung über die Leistun zen des Herrn Chery nur das böchste Lob auszusprechen und haben wir, was Präcision, Schnelligkeit und Eleganz der Aus⸗ sührung anbelangt, besseres noch nicht bier gesehen. Mögen diese wohl verdienten, wenig belehneuden Zeilen zur Empfehlung des Herrn Prof. Chery bestens beitragen. Mehrere Zuschauer der Produktion in der Bürger⸗Ressource. Bitte. Da wir auch in diesem Jahre für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, eine Christbescheerung zu veranstalten beabsichtigen, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt, uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Nach der reichen Ernte dieses Jahres und bei der dennoch immer zunehmenden Anzahl der Bedürftigen hoffen wir um so mehr auf gütige Beisteuern. Friedherg, im November 1874. H. Dieffenbach. J. Sebastiani. K. Baur. J. Klipstein. W. Diegel. E. Trapp. Chr. Werner. Tabellen zur Umrechnung von süddeutscher Münze in Reichs⸗ währung sind zu haben bei Carl Bindernagel. In Buchform 2 kr. „ Plakatform 3„ Faselochs⸗Versteigerung 515 Ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselochse, rm Schlachten geeignet, soll Mittwoch den 2. Dezember 874 in dem hiesigen Bürgermeister-Büreau öffentlich in den Meistbietenden versteigert werden. Klein⸗tarben am 25. November 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Klein-Karben. Sch ei de r, 0.—* 1— 1 A* Versteigerungs-Anzeige. 517 Mittwoch den 2. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr angehend, läßt der Unterzeichnete abzugshalber tachstehendes Vieh öffentlich versteigern: 1) 5 Stück sehr gute Arbeitspferde, trächtige Stute, 2) 1 Original⸗Simmenthaler Bullen, Alle sehr schön 3) 3 Simmenthaler Halbblut.„ su. sprungfähig, 4) mehrere Simmenthaler Halbblut-Kalbinnen, 5) 15 Stück Kühe und Rinder hiesiger Nace, letztere theils trächtig von einem rein Simmenthaler Bullen, 6) 3 Stück englische Zuchtschweine, 7) 16 Stück Schafe, sowie Gänse und Hühner ꝛc. zc. Heinrich Wamser, Fast⸗ und Landwirth zu Ahl bei Salmünster(Station der Bebra-Hanauer Bahn). darunter eine Arbeits-Versteigerung. 5549 Freitag den 4. Dezember, Nachmittags 3 Uhr; sillen auf dem Gemeindehause zu Petterweil 1) Lieferung einer gußeisernen Pumpe mit Muschel, 2) Lieferung einer Bockenheimereinfassung mit 1 und Ring a den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Vilbel am 30. November 1874. . i Großherzogliche Bürgermeisterei Petterweil. Fischer, Bezirks⸗Bauaufseher. Belt i em a ch unn g. 150 Zu Ende des vorigen Monats wurde auf der Staatsstraße zwischen Friedberg und Ober⸗Rosbach ein ie warz⸗seldener Regenschirm und eine Reisetasche ge⸗ anden und bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ab⸗ geben. Der fich legitimirende Eigenthümer kann diese begenstände gegen Erstattung der Inseratgebühren in enpfang nehmen. Ober⸗ Rosbach am 27. November 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-⸗Rosbach. Blecher. Ein Mädchen, 20 welches gut kochen kann, wird nach Frankfurt in un feines Haus gesucht. Adresse C. F. Prozeß Kullmann. Lach genographischen Aufzeichnungen. Mit dem rtrait Kullmanns. 1 Preis 9 kr. Westendplatz Nr. 34. Kalender pro 1875. Daheimkalender 54 kr. amilienkalender 18„ Nieritz Volkskalender 36„ Spinnstube 45„ Illustrirter Hess. Volkskalender mit Stahlstichprämie N Einsiedler-Kalender 2 Der Leuchtthurm. Kath. Kalender. 9„ Lahrer Hinkende Bote 10„ Hessischer Hausfreund 8„ Gustav⸗Adolf⸗Kalender 8 Landkalender 1 5 durchschossen 9 Friedberg. Carl Bindernagel. 3527 für einen kleineren Haushalt in der Nähe Frankfurt's ein solides Mädchen für Küche⸗ und Hausarbeit gegen guteu Lohn. Auskunft bei der Expedition des Anzeigers Dre Moiréschürzen, Ledertäschchen 2510 für Damen, Portemonnaies, Fächer, Kragen⸗ und WManschettenknöpfe billigst bei r K. Friedrich. Universal⸗Reinigungs⸗Salz. 3272 Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdaunngsschwäche und andere Magenbeschwer⸗ den, in /, ¼, ¼ Original-Packeten mit Gebrauchs⸗An⸗ weisung à 36, 18 unde 9 kr. nur allein ächt und direct bezogen von Wittwe J. A. Windecker. n Danksagung. Für die mir bei dem am 25. d. M. stattgesundenen Brande so rasch und zahlreich geleistete Hülfe, sage ich Allen, besonders den Bewohnern von Ilbenstadt hiermit, meinen aufrichtigen Dank. Ilbenstadt. Jos. Klein. Gesucht wird für die Restauration im Frauk⸗ U— Gesucht ke furter Hof in Gießen zum sortigen Eintritt gegen hohes Salair und gute Behandlung, eine Köchin, eine gute Kuchenmagd, eine Haus magd, zwei Zapfjungen. 3552 Vom 1. Dezember an verkaufe ich das Pfund Hammelfleisch zu 12 kr. Wilhelm Kreuter II., gegenüber den Apotheken. unter Nr. 141. Für Hautleidende! 1018 Vielfach bewährte Mittel gegen Flechten und andere hartnäckige Hautausschläge sendet bei genauer briefl. Mittheilung C. A. Gabler, Apotheker, in Arnstein bei Würzburg. Spielwerke von 4 bis 200 Stücke spielend; mit Expreffion, Mandoline, Trommel, Glockenspiel, Castagnetten, Himmelsstimmen ze. 1 2* Spieldosen e von 2 bis 16 Stücke spielend, Neeessaires, Cigarren— ständer, Schwelzerhäuschen, Photographiealbums, Schreibzeuge, Handschuhkasten, Briefbeschwerer Cigarrenetuis, Tabaks⸗ und Zündholzdosen, Ar— beitstische, Flaschen, Biergläser, Portemonnaies Stühle de., alles mit Musik. Stets das Neueste empfiehlt J H. Heller, Bern. Preiscourante versende franco. Nur wer direkt bezieht, erhalt Heller'sche Werke. Orößtes Lager von Holzschnitzereien. — 3411 E 5 88 8 1 9*— — 22 25 28 — 2 2„ 2 82 5 —— 9 2 — 2 22 8 2 — 2 88 8 8 Die soeben erschienene Nr. 9 enthält: Wetterwolken. Roman aus der vaterländischen Ge— schichte von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Die Dar⸗ win'sche Entwicklungstheorie, ihre Anhänger und ihre Kritiker. Von Prof. Dr. Zöckler. IV. Darwin's Kriliker. (Schluß.)— Die Fabrikation der Kunstblumen. Mit 3 Abbildungen.— Aus dem Jägerleben eines Feldherrn. 3546 Ein tüchtiges Dienstmädchen, welches in allen Hausarbeiten erfahren ist, wird zum baldigen Eintritt gesucht. Villa Reich, Bad Naubeim. Von W. von Dünhesm. Mit 3 Originalzeichnungen von C. Rechlin Sohn.— Unter spankschen Contraban— distas. Mit dem Bilde von A. Kindler: Spanische Schmuggler.— Am Familientische: Die Katholiken in Großbritanten. Zu Bestellungen empfiehlt sich Wiederverkäufer erhalten Nabatt. Carl Bindernagel in Friedberg. 3541 Ein Lehrjunge wird gesucht von A. Heß, Schuhmachermeister. Bei guter Aufführung 15 bis 20 fl. Lohn um letzten Jahre. 3 — — — 7—ͤ—é— ——— — 15 be e r . * r — — 1 — —— — 9 — .—— — ͤ— 8 2 — 10 1 1 9 — 2 8 3 3 An die Großh. Bürgermeistereien. Formular zu Gemeinde ⸗Voranschlägen ist vorräthig bei Carl Bindernagel. Dienstag den 1. December im Saale zu den drei Schwertern: Auf Verlangen: letzte große Vorstellung in Physik und Optik mit ganz neuem Programm. Preise der Plätze: reservirter Platz 18 kr., Saalbillet 12 kr., Galerie 6 kr. Anfang 7½ Uhr.— Programm an der Kasse. A. Chery. Tanz- Unterricht. 3539 Einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß mein Unterricht dahier im Hotel „Zu den drei Schwertern“ begonnen und zwar für Kinder von 5 bis 6 Uhr, für Damen von balb 8 bis halb 9 Uhr, für Herren von halb 9 bis halb 10 Uhr Abends. Das Local i st jeden Abend geheizt. Weitere Anmeldungen bitte ich bis Ende dieser Woche machen zu wollen. 3555 Friedberg im November 1874. Hochachtungsvoll A. Sturm, Tanzlehrer aus Darmstadt. Tanz- Unterricht. Bad-Mauheim. 3553 Unterzeichneter erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich nächsten Mittwoch einen Tanzeursus im Hötel Iburg eröffnen werde. Anmeldungen werden bis dahin von Herrn Restaurateur Schwertzel freundlichst entgegen genommen. Bad⸗Nauheim im November 1874. Hochachtungsvoll Sturm, Tanzlehrer aus Darmstadt. i Naschlills, Kaputzen, 3012 Palatins, Seelenwärmern ꝛc. zu reellen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Große Weihnachts-Aucsstellung. Bad⸗Nauheim. Alicenplatz. 3548 Zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Reiche Auswahl in feinen Lederwaaren, Cravatten, Kragen und Manschetten, Kopftüchern und wollenen Waaren, Diademen, Kopfnadeln und Armbändern in imitirtem Schildpatt, sowie verschiedenen Luxusgegenständen, sehr geeignet zu Geschenken, bei C. Gröben. Versteigerung von Lederzeugen ꝛc. 3530 Nächsten Donnerstag den 3. Dezember, von Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in der Bebausung, große Augustiner Schulstraße Nr. 356, eine große Parthie Kummete, Stallhalfter, Zügel, Geschirre, breite Riemen zu Geschirren sich eignend u. s. w., Pferdedecken, noch neue Roll- seile und Leinen u. s. w. öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigert. Friedberg. In Auftrag: Ju. Bau ttz bach, Auctionator. Pendules⸗Lager en gros et en detail. Pariser Pendules, Negulateurs, Neise⸗, Nacht⸗ und Wand⸗ Uhren, Wecker, Candelabres, Bronze, complete Garnituren. Jean Eck, Roßmarkt 2, Ecke des Steinwegs, Frankfurt a. M. Lehrmann's Pferdeschoner 3496 bewirkt laut Urtheil der Prüfungsanstalt für landwirthschaftliche Maschinen in Halle a. S. Erleichterung des Anziehens um eirca 17 Procent, Erleichterte Zugthätigkeit der Lastpferde um circa 20 Procent, Schonung der Lastpferde und Geschirre um circa 33 Procent. Preis per Paar für Lastfubrwerk Mark 20. Wiederverkäufer und Abnehmer von mehreren Garnituren erhalten Rabatt. Illustrirte Beschreibungen sendet auf Wunsch franco Jeau Becker in Lauterbach, Hauptniederlage für Oberhessen. 3338(H. 62972.) Erklärung. Von befreundeter Seite wird mir die Mitthellun gemacht, daß einige der Wähler des Herrn Seriba fi in sehr lauter Weise darüber beschwert hätten, daß ich zu den Stimmzetteln für Herrn Foucar„feines“, zu denjenigen für Herrn Seriba jedoch„ordinäres“ Papfer genommen habe und daß man mir die Erbärmlichkeit zu⸗ traut, ich habe dies in bestimmter Absicht gethan. Dem gebildeten Theile der hiesigen Einwohnerschaft gegenüber brauche ich mich wohl nicht zu entschuldigen, jenen von blindem Partheihaß eingenommenen Schreiern gegenüber muß ich jedoch erklären, daß mein Auftraggeber zu den Zetteln für Herrn Seriba ausdrücklich Druckpapier bestellt hatte, und daß ich das Papier nahm, das im Interesse meines Auftraggebers das billigste war, und welches ich seither immer zu Wahlzetteln nahm, wen nicht eine bestimmte Papiersorte ausgesucht oder gewünscht wurde. Die Wahlzettel für Herrn Foucar sind gar nicht in meiner Offiein gedruckt worden. Carl Bindernagel. . erlaubt sich, den Veranstaltern der ihm am 27. November Abends zu Theil gewordenen Festlichkeit mit um so größerer Befriedigung seinen Dank auszusprechen, als er bei dieser Gelegenheit davon über⸗ zeugt wurde, daß bei den betreffenden Herren wenigstens⸗ nach einer Seite hin Sinn für Licht und Auf⸗ klärung herrscht. Unseren lieben Kleinen wünscht derselbe dazu Glück, daß sie von würdigen Bürgern unserer Stadt in so herr⸗ licher Weise in das öffentliche Leben eingeführt werden; ebenso gratulirt derselbe unseren verehrten Lehrern herz⸗ lichst dazu, daß sie in ihren Bestrebungen, aus unseren Knaben tüchtige Männer heranzubilden, von zärtlichen Vätern in so aufopfernder Weise unterstützt werden. Friedberg im November 1874. 45 Der runde Tisch. Formular zu Gemeinde- Boranschlägen, 354 sowie alle übrigen Formulare für die Bürgermeistereien und Gemeinde⸗ rechner bei E. E. Weis, vis-à-vis dem Hotel Trapp. Heu angekommen: Feine gefütterte Holzschuhe für Damen und Herren und grobe desgleichen, sowie Korbwaaren und Bürsten in. den verschiedensten Sorten, auch Holzwaaren, Eimer und Wasserzüber bei Adam Söllner II., 3542 Kaiserstraße 73 nächst der Post. 3546 Ein Windspiel entlaufen, auf den Namen Leds hörend. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Zu erfragen Weckesheimer Bergwerk, Frische Schellsische direkt aus der Nordsee, sind angekommen bei C F. Walz. 35 3551 3234 Alle Sorten Strick- und CTerneaurwolle billigst vei M. Volk. 7 Kirchenbuchsauszug. Evangelische Gemeinde. Geltaufte: 22. Nov. Dem Lehrer an der Großh. Taubstummen⸗ Anstall dahier Johannes Landau ein Sohn Friedrich Joseph, geboren am 31. Oktober. 29. Oki.(Zu Gießen.) Ein unehelicher Sohn Friedrich Wilhelm, geboren am 22. Oklober. Beerdigte: 24. Nov. Marie Katharine Regine Cost, Wiltwe des T HBürgers zu Petterweil und Lebrers zu Frechen hausen im K. Pr. Kreise Biedenkopf, Christian Cost, alt 41 Jahre 10 Monate 27 Tage, F am 22. November. 25. Nov. Anna Dorothea Demmerling, Töchterchen des dahier wohnhaften Bürgers zu Ordenhausen im Kreise Alsfeld und Taglöhners Jobaun Adam Demmerling, alt 3. Jahre 8 Monate 22 Tage, r am 23. November. 25. Nov.(Zu Darmfladt.) Karl Werner, Sobn des caufmannes Ludwig Philipp Konrad Werner, alt 7 Jahre 8 Monate, am 24. November. 26. Nov. Ene uneheliche Tochter Elisabelba, alt 1 Jahr 10 Monate 17 Tage, F am 24. November. 28. Nov. Ein unebelicher Sehn Friedrich Wilhelm, alt 1 Monat 4 Tage, F am 26. November. Nrantw. Red.: Carl Bindernagel. Orac und Verlag von Carl, Bindergagel. Bettefftn U Gemeinden ken 99* Kleypenhe wei, it 0 der Wahl pertrelung Betreffen und Sch Frie solgenden schließt de Orden u dem öffen es werder Gesttzes ö silen frei lein und nun hierz Anbtsezt krästen be Lehramt Thäligkel au macht Zit die der Frau eine ande schere un i, als Presse zu duch ge Rüchlung der Lage Stände Jaime chrerinn „Bar Disnictge