ein zweiter im Verein Kosst zur Oluck die 1 ihr * nach der ugten im ont- und eu dauerie Linutzten benpfünder tt nichts ichn Seite 5 Offciere — per⸗ u Rücdzu * bessischen Protestanten⸗ Vereine hat in zahlreiche ungemein, sügung zu zu können. Ztit schon lrttern der donn für r Rom.— eite Dr⸗ rilanischen Die Re⸗ legung der Die Frage ner Groß nerbreitet Adung des 1 in der tinen An⸗ mationalen dem sich chen batte, e Anftage die Rtgie · aftlich ge⸗ ragt ihn derjenigen e SBamstag den 29. November. . 140. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dierstag, Donnerstag und Samstag. 1 1 1 Amtlicher Theil. Steckbrief. g Jettchen Bamberger, Ehemann Bambergers Tochter von Muschenheim, dahier wegen Diebstahls in Untersuchung, ist flüchtig geworden. Wir ersuchen alle Bebörden um Fahndung nach derselden und bitten, sie im Betretungsfall gefänglich anber liefern lassen zu wollen. Butzbach den 27. November 1873. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer. Fresenius. Landrichter. Assessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Landes- Ausschuß der Gemeinden des Landes eine Adresse an den Groß- herzog zur Unterzeichnung eingesendet. Es sind berei's über 100 Adressen, und zwar meist aus lutberischen Gemeinden, theils von den Kirchen vorständen, theils von den Gemeinde Gliedern unterzeichnet, zur Weiterbeförderung an den Groß- berzog zurückgekommen. Sehr viele gehen gerade von solchen Gemeinden aus, deren Pfarrer gegen die Beschlüsse der Synode protestirt haben, viele Adressen sind auch direct an den Großherzog ein— gesendet worden. — Der Finanz⸗Ausschuß der zweiten Kammer hat die Regierungs- Vorlage auf vollständige Auf⸗ hebung der Besteuerung nichthessischer Zeitungen tinstimmig angenommen. 5 — Da sich in Folge der Eisenbahnbauten tas Absatzgebiet für das Holz aus fiscalischen Wale ungen sehr bedeutend erweitert hat und ein wesentlicher, stellenweise sogar nach Gulden zählen der Preis- Unterschied bei dem an guten Abfuhr— wegen sitzenden Holze im Vergleich zu dem un— bequem abzufahrenden zu bemerken ist, so sollen für den Wald⸗Wegbau in Zukunft jährsich 3000 fl. mehr als seither verwendet werden. — In Folge des erhöhten Mehrauswandes für Gymnasien und Realschulen beabsichtigt die Regierung, dem Wunsche der Stände entsprechend, tine Erhöhung des Schulgeldes an diesen Anstalten eintreten zu lassen. Bezüglich der Bestreitung der Kosten der Realschulen wird folgendes Princip aufgestellt. Die betreffende Stadt hat die nöthigen Localitäten, deren Heizung und Beleuchtung zu stellen, die erforderlichen Lehrmittel ꝛc. anzuschaffen. Für die Gehalte bezw. Remunerationen der Lehrer ist in erster Linie das zu erhebende Schulgeld zu verwenden, das sich alsdann ergebende Mehrbe— dürfniß wird zu gleichen Theilen vom Staat und von der Stadt getragen. Sollte eine Ge⸗ meinde durch diesen Modus zu sehr belastet werden, jusbesondere sich in unvermögenden Gemeinden der hiernach zu leistende Beitrag auf mehr als inen Gulden auf den Kopf der Bevölkerung be⸗ lechnen, so kann nach vorheriger ständischer Zu⸗ stimmung auch ein höherer Staals⸗Zuschuß geleistet werden. — S. Gr. H. Prinz Lurwig bat sich am 25. Nov. mit seiner Familie zum Besuch nach England begeben. In Köln nahmen die Herr- schaften den ersten Nachtaufenthalt. Die frühele, der Wormser Zig. entlehnte Notiz von der be⸗ leits erfolgten Abreise der Prinzessin Alice berich⸗ ligt sich hier nach. — Die Nachricht, der Plan, das ahgebrannte Hoftheater wieder aufzubauen, sei an maßgebender Stelle fallen gelassen, beruht auf einem Mißver⸗ fändniß. Es ist nur auf Wunsch des Finanz- Hus schusses eine nochmalige genaue Prüsung der verschiedenen Baupläne und Voranschläge des 1 Theaterbaus beschlossen worden. Nicht richtig ist weiter die im hiesigen Publikum vielfach ver- breitete Nachricht, auf der Stelle des abgebrannten Theaters werde ein Museum gebaut und das Theater-Gebäude in die Friedrichsstraße gestellt werden. Es wird sicherlich das Hoftheater am alten Platze aufgebaut, für einen zum Museum dienenden monumentalen Bau dürfte der Platz des alten Jagdhauses dem großh. Schlosse gegen ⸗ über, Ecke der Rhein- Straße und des Parade⸗ Platzes, die meisten Aussichten haben— das Geld vorausgesetzt! — In dem Nachtrags-Budget für 1874 und 1875 findet sich der bei der letzten Budget ⸗Be⸗ rathung vorläufig abgesetzte Posten von 5000 fl. für Errichtung einer Präparanden-Anstalt wieder aufgenommen. Die Regierung hält bei dem stets zunehmenden Lehrermangel die Gründung einer solchen Anstalt für ein dringendes Bedürfniß.— In Folge des Wegfalls der Weinsteuer wird es möglich sein, das Personal für die Erhebung und Controlirung der Getränke- Steuern, sowie für die Steuer⸗Aufsicht zu vermindern. Ein Theil der hier in Betracht kommenden Stellen ist bereits erledigt, jedoch wird die Reduction des Personals nur allmählich stattfinden, da man Pensionirungen, als eine für die Betroffenen zu harte Maßregel, vermeiden will. Außerdem werden 20,000 fl. an Erhebungs-Kosten der Orts-Einnehmer erspart, da in Zukunft der von den Weinhändlern und Kleinverkäufern von Wein zu entrichtende Steuer- betrag von den Distriets-Einnehmern, bezw. den Haupt. Steuer-Aemtern erhoben werden soll. Ortenberg. Vor einiger Zeit interpellirte der Abg. Schuchard die Regierung wegen der Erbauung der Zweigbahn von Ortenberg nach Stockheim. Sicherem Vernehmen nach geht die Seitens der Regierung ertheilte Antwort dahin, daß sie an der Verpflichtung der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft, jene Zweigbahn zu bauen, nach wie vor festhalte. Da jedoch die projectirte Erbauung einer directen Eisenbahn von Berlin nach Frankfurt a. M. die Herstellung jener Zweig⸗ bahn überflüssig machen würde, so erscheine es, so lange noch Aussicht auf Verwirklichung des soeben genannten Projects vorhanden sei, nicht räthlich, auf Erfüllung der vorhin erwähnten Verpflichtung der Oberhessischen Eisenbahn-Gesell⸗ schaft zu dringen. Die Regierung habe kein. n Grund, anzunehmen, daß das Berlin- Frankfurter Project aufgegeben sei, sie glaube deshalb, vorerst abwarten zu müssen, ob dasselbe zu Stande komme oder nicht, ehe sie eine Entschließung be— züglich der Erbauung der Ortenberger Zweig bahn fasse. Berlin. Bezüglich der Frage, ob der Eisenbahn⸗Bau lediglich dem Staate vorzubehalten und die Privat- Unternehmung prineipiell avszu⸗ schließen sei, enthält der Bericht der Special Untersuchungs Commission folgende Bemerkung: „Die Commission ist nicht zweifelhaft gewesen, diese Frage in Uebereinstimmung mit den Gut- achten aller Sachverständigen dahin zu beant⸗ worten, daß der ausschließliche Staats⸗Eisenbahn⸗ Bau für die Gegenwart unausführbar erscheint. Die Commission hat sich jedoch andererseits der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß bei der Ausdehnung und Nusbildung des Eisenbahn⸗ Wesens, wie sie in neuerer Zeit schon eingetreten jind und sich von der Zukunft immer mehr erwarten lassen, volkswirthschaftliche Rücksichten und Gründe auf die Vereinigung aller Eisenbahnen in den Händen des Staats als letztes Ziel hinführen.“ Posen. Der„Kuryer Poznanski“ meldet: Der Erzbischof Ledochowski erhielt am 24. d. M. ein Schreiben des Ober⸗Präsidenten, worin Letzterer den Erzbischof auffordert, binnen acht Tagen sein Amt niederzulegen, widrigenfalls er vor den Gerichts⸗ bof für kirchliche Angelegenheiten in Berlin eitirt werden würde. Dasselbe Blatt veröffentlicht ferner ein Schreiben des Papstes an den Erzbischof, worin der Papst den Erzbischof zum Ausharren ermuntert. Fulda. Am 21. Nov. hat sick dahier nach vorausgegangener Versammlung hiesiger Liberaler ein„freiinniger Wahlverein“ gebildet.— Zum Neubau des hiesigen Schullehrer Seminars sind vom Cultusminister einstweilen 50,000 Thlr. aus⸗ geworfen worden. Die Kosten des ganzen Baues sind auf 102,000 Thlr. veranschlagt worden. München. In Folge der in den Zeitungen veröffentlichten Erklärung des Abg. Lerzer hat das k. Kriegs ⸗Ministerium den Befehl erlassen: die wegen des Todes des Soldaten Plattner ge— pflogenen Untersuchungs- Verhandlungen in allen durch den genannten Abgeordneten in seiner Inter⸗ pellation und in der erwähnten Erklärung bezeich- neten Richtungen durch eidliches Abhören sowohl der bereits vernommenen, als auch der nach dieser Erklärung noch vorhandenen und etwa außerdem ermittelt werdenden Zeugen, sowie durch Vor- nahme aller sonstigen zur Aufklärung der Sache dienlichen Erhebungen wieder aufzunehmen und in möglichst erschöpfender Weise mit jeder thunlichen Beschleunigung durchzuführen. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Die amt⸗ liche„Wiener Zeitung“ meldet die Ernennung des bisherigen Gesandten in Kopenhagen, Grafen Paar, zum außerordentlichen Botschafter am heiligen Stuhle.— Am 27. hat die feierliche Eröffnung der Landtage stattgefunden. Im mährischen Land- tag waren die tschechischen Deputirten fast vollzählig anwesend. Schweiz. Genf. Dem„Journal de Gendve“ zufolge hat der Staatsrath auf das Begehren der katholischen Einwohner von Lanch, Chdͤne, Bourg und Carouge beschlossen, Pfarrer und Vicar dieser Gemeinden zur Leistung des gesetzlich vorgeschriebenen Eides aufzufordern. Eine Ver- weigerung desselben würde eine neut Wahl durch die Pfarrgemeinde zur Folge haben. ———— Bern. Der Große Rath von St. Gallen hat mit 84 gegen 52 Stimmen das Gesetz ge⸗ nehmigt, welches Geistliche wegen Störung des confessivnellen Friedens mit Geldbuße bis 1000 Frs., eventuell Gefängniß, Amts- Einstellung und Amts⸗ Entsetzung bestraft. 5 2 Frankreich. Paris. Der Graf Cham⸗ bord ist in Frankreich, weilt ganz in der Nähe von Versailles und hat während des politischen Kampfes mit seinen Anhängern verkehrt, dieselben sogar theilweise selbst zur Abstimmung für die Verlängerung veranlaßt. Sein Aufenthalt soll den Zweck haben, selbst Einsicht zu nehmen von den Zuständen im Lande. Die Orleanisten hoffen, er werde bald die Ueberzeugung seiner persönlichen Unmöglichkeit gewinnen und zu Gunsten Louis Philipp's II. abdanken, damit der Restaurations- Vorschlag sofort nach Berathung der Verfassungs- Gesetze eingebracht werden könne. Man erklärt daher auch Rouher's offene Parteinahme gegen Mae Mahon, auf den die Bonapartisten immer noch zählen zu können Miene machten. — Das„Idurnal officiel“ veröffentlicht die Liste der neuen Minister. Das Cadinet ist also folgendermaßen zusammengesetzt: Herzog v. Broglie: Inneres und Vite Präfidentschaft des Conseils; Herzog v. Decazes: Aeußeres; Fourtou: Unter⸗ richt; Desseiligny: Handel; Lacy: Arbeiten; Depeyre: Justiz; Magne: Finanzen; Barrail: Krieg; Dompierre d'Hornoy: Marine. Trianon, 25. Nov. Prozeß Bazaine. General Boper berichtet über seine Mission nach Versailles. Ein am 10. October in Metz versammelter Kriegs- rath hatte die Unmöglichkeit, den Widerstand fort zusetzen, sowie die Nothwendigkeit zu unterhandeln, anerkannt. Er(Boyer) wurde ausersehen, die Unterhandlungen einzuleiten und reiste demzufolge nach Versailles ab, wo er am 14. Oct. eintraf. In den mit dem Fürsten Bismarck gehabten Unterredungen weigerte sich dieser, mit einem General der Regierung der nationalen Verthei⸗ digung zu verhandeln und erklärte, dies nur mit der Regentin thun zu wollen. Nachdem Boyer nach Metz zurückgekehrt war und Bericht erstattet hatte, wurde beschsossen, mit der Kaiserin in Unter ⸗ handlung zu treten. Am 18. reiste er nach Eng⸗ land ab und begab sich zu der Kaiserin, welche von dem Fürsten Bismarck einen 14tägigen Waffen; stillstand verlangte, Fürst Bismarck schlug denselben ab. Noch während der Unterhandlung erfolgte die Capitulation von Metz. Trianou, 26. Novbr. Prozeß Bazaine. Canrobert führt aus, daß, wenn man im October nicht mehr das Feld behaupten konnte, man doch noch im Stande war, schwere Schläge auszu⸗ theilen. Man mußte nicht eine Capitulation, sondern eine Convention unterhandeln. Wenn sie nicht ehrenvoll ausgefallen wäre, würden wir an die Waffen appellirt haben und wenigstens tapfer unterlegen, sein. Die Generale Leboeuf, und Ladmirault sprechen in demselben Sinne. Rouher sagt, die Kaiserin habe alle möglichen Anstrengungen gemacht, um dit Rhein-Armee zu retten. Fürst Bismarck habe an die Kaiserin die Aufforderung gerichtet, eine Vollmacht in blanco zu unterzeichnen, welche als Grundlage der Frie⸗ denspräliminarien dienen sollte. Die Kaiserin verweigerte dies unbedingt, da sie auf keinerlei Gebietsabtretung eingehen wollte. Großbritannien. London. Telegram⸗ men der„Times“ und, der„Daily News“ aus Philadelphia vom 26. zufolge hat der amerikanische Gesandte in Madrid, General Sickles, die officiöse telegraphische Meldung an seine Regierung gemacht, daß die spanische Regierung eingewilligt habe, den „Virginius“ zurückzugeben. Spanien. Madrid. Der„Agence Havas“ wird aus Madrid gemeldet: Das in den ost⸗ spanlschen Gewässern stationirte deutsche Geschwader erschien am 25. Nov. vor Cartagena. Der Com- mandant desselben erließ, nachdem er den Befehl gegeben, zum Gefecht fertig zu machen, an die Insurgenten die Aufforderung, 25,000 Pesetos, welche diese deutschen Staatsangehörigen abge⸗ nommen, ihm zuräckzustelles, widrigenfalls er zum erboten sich, diese Summe in kantonalen Duros zu bezahlen, was der deutsche Commandant indeß zurückwies, worauf die Insurgenten in spanischem Golde zahlten. Das italienische Geschwader hat als Entschädigung für die durch italienische Staats. angehörige erlittenen Verluste eine Quantität alten Kupfers angenommen. Eine spanische Fregatte wäre beinahe in den Hafen eingedrungen; der Insurgentendampfer„Darro“, welcher versuchte, die Blockade zu brechen, wurde von ihr beschossen. — Das Bombardement auf Cartagena wurde am 26. Nov. eröffnet und bis 3 Uhr Nachmitlags fortgesetzt. Die Panzerfregatte„Numancia“ ging Nachmittags 2 Ubr aus dem Hafen in See. Italien. Rom. Die Abhaltung einer Volksversammlung, die sich zu Gunsten des all. gemeinen directen Stimmrechtes aussprechen sollte, ist verboten worden.— Dem„Diritto“ zufolge bat die internationale Commission für den Bau der Gotthardbahn die von den betheiligten Staaten pro 1873 zu leistenden Beträge festgestellt. Der Gesammtbetrag derselben beläuft sich auf 4623 Mill. Francs. Hiervon entfallen in runder Summe auf Italien 2447, auf Deutschland und die Schweiz je 1087 Mill.—— Amerika. Wasbington. Dex Staats- secretär Fish hatte am 25. Noo. eine Besprechung mit dem spanischen Gesandten. Beide empfingen beruhigende Depeschen aus Madrid, welche eine friedliche Lösung hoffen lassen. Präsident Grant will vor Abfassung der Bolschaft eine definitive Antwort der spanischen Regierung abwarten, Aus Stadt und Land. Darmstadt. Die„Hess. Volksbl.“ schreiben: Ein harmonisches Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeit⸗ nehmer hat sich unlängst in unserer Nähe entwickelt. Ein Müller beschästigte nämlich einen in dem benachbarten Ort wohnenden Taglöhner, der trotz wiederholler Er⸗ mahnungen stets zu spät auf der Arbeit eintraf. Der Müller, ein höflicher Mann, ließ daher eines Tages, als die Zeit zur Aufnahme der Arbeit da war, anspannen und fuhr an dem Hause des noch sanft Schlummernden ver und beförderte ihn trotz allen Sträubens per Wagen auf die Arbeit. Alsfeld. Wie wenig unsere jetzigen Strafen auf Verbrecher abschreckend wirken, möge nachfolgender Vorfall lehren. Ein bereits wegen Diebstahl bestraftes Subject aus unserer Umgegend, äußerte, als er bei einem wieder⸗ bolten Diebstahl erwischt wurde:„Jetzt avancire ich. Nun können Sie mich nicht mehr ins Correctionshaus, jetzt müssen Sie mich in das Zuchthaus stecken. Wenn ich jetzt wieder ins Cotrectiionshaus komme, appellire ich da⸗ egen. Im Zuchthaus brauche ich keine Körbe zu machen, da babe ich wenigstens meine Ordnung.“ 0 Wallerstädten. Vor einigen Tagen bat sich dahier ein schrecklicher Unglücksfall zugetragen. Eine Frau ver⸗ ließ auf kurze Zeit ihre Wohnung unter Zurücklassung. zweier Kinder, von denen das eine nahezu 1 Jahr alt, in der Wiege lag und das andere, nicht viel älter, es schaukelte. Die Wiege stand neben dem Ofen. Das Kind schaukelte zu flark, so daß die Wiege um und das kleinere Kind mit dem Gesicht wider den glühenden Ofen fiel. Natürlich blieb das Gesicht so zu sagen an dem Ofen hängen, Nase und ein Auge sollen nicht mehr sichtbar gewesen sein. Das sonst sehr gesunde und kräftige Kind verschied nach zwei Tagen unter den gräßlichsten Schmerzen. Fürth. Es dürste vielleicht unbekannt sein, daß sich in Unter⸗Schönmattenwag vulgo Schimmeldewoog eine eigenthümliche Industriebranche, die Besensabrikation, zu einer verhälinißmäßig nicht geringen Bedeutung empor gearbeitet bat, denn die dorlige Ausfuhr in diesem Arnkel wird auf jährlich 500,000 Stück angegeben. Allerlei. * durch einstimmigen Beschluß Herrn Schulze⸗Delitzsch in Anerkennung seiner großen Verdienste um die neue Rechts⸗ bildung der wirthschaftlichen Genossenschaften zum Doclot juris ernannt. 11 Das Deutsche Dampfschiff Goethe, Capi. J. A. Wilson, von der Adlex⸗Linie in Hamburg, welches am 13. November cr. von Hamburg abgegangen, ist nach einer Reise von 12 Tagen am 25. November wohlbehalten in New⸗York angekommen. 17 erfaßt manchen Kranken, der alle Verzweiflung Mittel vergebens gebraucht hat und sich verloren sieht. Selbst solchen Leidenden können heilmethode“ nicht dringend genug empfehlen. Preis nur 10 Sgr.; vorxäthig in jeder guten Buchhandlung. — Man lese gefälligst die heutige Annonce. e 3351 Nachträgliches von der Weltausstellung. Dieser Tage las ich ein Inserat, worin Spielwerke Bombardement schreiten würde. Die Insurgenten] von Heller in Bern angekündigt werden; da ich mich Heidelberg. Die Juristensacultät zu Heidelberg hat wir das berühmte illustrirte Buch:„Dr. Airy's Natur⸗ dafür ganz besonders interessire, so theile Andern mit, was ich davon weiß.* An der Weltausstellung, Abtheilung Schweiz, war ich nicht wenig erstaunt. mich auf einmal vor einem gro⸗ ßen, im Schweizersiyl erbauten Pavillon= finden, barauf zu lesen: Spielwerk von J. H. He 0 wenn mit schon dg Aeußere gewallig imponirte, und ich Zudrang vor Menschen sah(nach meiner Berechnung gingen tä 70009000 Menschen hinein), so war beim Beiteten dieses kolossalen Saales, gefüllt mit Musikwerken der ver⸗ schiedensten Art, für viele hunderttausende von Gulden, das Maaß meines Erstaunens voll, wirklich eine Aus⸗⸗- niellung⸗ sür- sich. alleis.....„ Da waren verschiedene Orchestrions, das größte 16 Fuß hoch zu fl. 25,000., ein wirkliches Orchester, 2 ebenso stark spielend, alle Instrumente vertreten; eine Ka⸗. pelle von 45 Mann kann nicht alles ausführen was dieses Werk. 1 Ferner eine große Anzahl kleinerer Werke, ebenfalls re mit Walzen zum Einlegen, Orchesters im Kleinen, auch eine Menge von solchen mit je einer Walze, bis zu den ganz kleinen hinunter, jedes wieder anders spielend. 1 die Dann eine Masse von Phantasiegegenständen, 19 0 wunderliebliche Sachen, ganz desonders geflelen auch die bensta Blumenvasen, auf denen ein Vögelchen sitzt, das na⸗ tärlich singt und alle Bewegungen macht. Wie man mir mittheilte, hat Seine Majestät der Kaiser und die Kaiserin mehr als eine Stunde dort ver⸗ weilt, und dieselben zwei größere Werke angekauft, nach⸗ dem vorher schon Erzherzog Carl Ludwig, Victor Ludwig und Prinzessin Valerie je ein Werk kauften, a so daß das Haus Habsburg ziemlich mit Heller'schen tte Musikwerken versehen ist. 5 Von sämmtlichen Ausstellern von Musikwerken ist Herr Heller der Einzige, dem eine Medaille zu⸗ gedacht wurde, und zwar die des Verdienstes. Der Absatz dieses Hauses soll, besonders gegen Weih⸗ nachten, stets ein ganz enormer sein, indem eine Menge von Privataufträgen eingehen; es kann in der Tha! keine schönere Zierde des Weihnachtstisches geben als ein Heller'sches Spielwerk. 1013 9 N 5 U Geld⸗Cours. spält d Frankfurt am 27. Nevember 1873. se nach Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 58—59 Fein eee Nine 12 Holländische fl. 10⸗ Stücke„ 9 5 54 11 Ducaten: l 1„ 5 34-36 Annen Ducaten al mareo 57503537 salwed 20⸗Frankenstüͤcke 9560 21½—22½ 175 Englische Sovereigns F off t Russische Imperiales.„ 94244„Mone Dollars in Gold.. 225) 26½½ 2 2 2 N dann z 2 fur einmal angezeigt! Militär (22. Auf.) Methode(Auf. 227 15 + 3 Li ano id te bussaim-Langenscheidt.] Brieflicher Sprach- und Sprech- Unterricht. ö 4. Für das Selbststudium Erwachsener. 1 der 1 F 1 f 9 alli 1: v. Dr. van Dalen, Prof. H. od und n Englisch 6. Lee e N T 1 1 301 Prof Ch. Toussaint u. Langen-I sch ni Französisch zcheidt, benin 8. Wöchentl. 1 Lect. 3 ½ Mx. Kompl. Curse 17(vom ee 1. Jan, 74 ab 18 Mk.)(Cursus 1 u. 2 anf einmal 0 statt 36 nur 27 Mk.) Ir; Brief 1 jed. Sprache als Probe ½ Mk.(Marken). dri Urtheile:„Diese Unterrichtsbriefe verdienen d. 1 der Nat Empfehlung vollständig. welche ihnen v. Sem- Dir ite, 0 Dr. Diesterweg. Dir. Dr. Freund, Prof. Dr. Berrig, I Dir Prof. Dr. Scheler, Prof, Dr. Schmitz, Prof. Dr.! N Städtler, Dir. Dr. Viehoff u. an. Autoritäten ge- wand worden ist.“(Lehrerztg.)—„Der wohldurchdachte Plan Asse! u d. Sorgfalt der Ausführung treten in d. Tous- fla saint-Langenscheidt'schen Meth. recht auffällig hervor, ehreib wenn man die schlechten Nachahmungen damit 1 vergleicht, welche von der literar. Industrie auf den 49— Markt gebracht werden.“(Schulbl.) Die I2fache ce Nachabmung der Meth T.-L. in Deutschland und ihre] g 1 Adoption von fast allen Kulturvölkern dürfte weitere inge Empfehlung überflüssig machen.* lich f 6. Langenschiel ts Verlag chen 3327 Berlin, S W. Möckernstr. 133. 5 — 2 ea ber 0 5 Zahnarzt Sperber's Sohn n; 3329 aus Frankfurt a. M.. of ist für künstl. Zähne und alte Zahn⸗Operationen 1 55 am Donnerstag den 4. Dezember d. J. im Gast⸗ u ge haus zu den drei Schwertern in Friedberg von 85 Morgens 9 bis Nachmittags 5 Uhr zu sprechen. 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