dlinspielet ilgelmj, kde wirkenden Herisau, Preis pet zuisse und beigefügt. ger selbst N. Lindt fel. verkaufe ach. —— * eines Dienstag den 29. Juli. M 87. — f 39 0 8190. erhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. * T. Betreffend: Die Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die ruhmvolle Betheiligung ber Hess. Division bei Amtlicher Theil. dem jüngsten Kriege und an die in Erfüllung ihrer Pflicht gebliebenen Angehörigen derselben. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unserer Verfügung vom 18. Juni und 8. Juli d. J. werden die Säumigen binnen 3 Tagen bei Meidung unangenehmer Verfügung ent⸗ sprechen.. 5 n Haas, Kreisassor. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Unter Hinweisung auf die Instruktion für die Ausstellung und Revision der Voranschläge der Gemeinden vom 25. November beauftragen wir Sie mit der Aufstellung der Voranschläge für 1874 zu beginnen und solche bis zum 15. September d. J. an uns einzusenden. Es sind hierbei die zu den Voranschlägen für 1873 erforderlich gewordenen Die Vertreter der Forensen sind stets zur Berathung der Voranschläge, falls die betr. Wahl keinen Erfolg hatte, ist der Höchstbesteuerte dazu einzuladen und dabei namentlich unser Ausstellungen sorgfältig zu vermeiden. Amtsblatt Nr. 3 vom 8. Mai d. J. zu beachten. Der Ersatz des Holzmacherlohns Seitens Derjenigen, welche Be soldungsholz beziehen, ist nicht neben dem Tarispreise des Letzteren in Einnahme zu stellen, sondern der Betrag ist nur an dem Geldanschlog des Holzes unter Rubrik 102 in Abzug zu bringen. ist der Holzmacherlohn vom Loosholz zu behandeln und die Auflage auf 1872 nach dem Wegfalle der gelten lassen. In gleicher Weise Friedberg am 28. Juli 1873. Friedberg am 26. Juli 1873. an die Großherzoglichen Bügermeistereien. den Amendnutzen überhaupt, indem dieser durch den Abzug unter Ordnungs- Nummer 71 des Voranschlags in Einnahme gestellt wird.§. 54, 56 und 102 der Voranschlagsinstruktion. Klassenunterschiede eine wesentlich einfachere ge⸗ worden und in kürzerer Zeit geschehen kann als früher, so erwarten wir auf das Bestimmteste, daß der oben gesetzte Termin eingehalten wird, um so mehr, als Sie aus oben erwähnten Gründen der Hülfe eines Sach⸗ verständigen bei fragl. Arbeit wohl entbehren können. bei Verzögerungen die Entschuldigung, daß der etwa mit den Vorarbeiten beauftragte Rechnungsverständige mit denselben im Rückstand sei, nicht Da die Aufstellung der Gemeindevoranschläge Jedenfalls werden ie eee Haas, Kreisassessor. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ rungsblatt Nr. 33 enthält: 1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl eines Mit⸗ gliedes der ersten Kammer der Slände betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post⸗ Angelegenheiten, die Errichiung einer Kaiserlichen Post Agentur zu Nieder⸗Saulheim betreffend. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alsseld, die nachträgliche Erhebung einer Umlage zur Be⸗ streitung von Besdürfnissen der israelitischen Gemeinde Angentod für 1873 betreffend. 5 IV. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Ge⸗ meinden des Kreises Lauterbach. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Erbach, die Erhebung der Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israeliuischen Religionsgemeinde zu Michelstadt für 1873 betreffend. VI. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen jremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 5. Juni dem Ditector der Fuiale der Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft „Tue Gresham“, Ebuard Elkan in Brüssel, die Erlaubniß zul Annahme und zum Tragen des ihm von seiner Maj. dem König von Portugal verliehenen Ritter⸗Kreuzes des Christus⸗Ordens zu ertheilen. a 5 VII. Ertheilung eines Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst ge⸗ ruht; am J. Juli dem Civil-Ingenieur Hugo Jüngling in Hannover auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf den durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Apparat zur Erzeugung von Leuchtgas unter dem aus⸗ drücklichen Vorbehalle jedoch, daß durch das verliehene Palent Niemand in der Anwendung bereits früher schon vekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten drei Jahre für den Umfang des Großherzogihums zu ertheilen. J VIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juni den außerorbentlichen Prosessor bei der philosophischen Facultät der Laades⸗Universilät, Bibtothekar Dr. Ludwig Noack, zum ersten Bibliothekar der Landes⸗Universität zu ernennen; am 26. Juni den Schulamtsaspiranten Adam Löffler aus Gberfladi, im Kreise Darmsiadt, die evang. Schulstelle zu Maschen, im Kr. Bensdeim, zu übernagen; den Schul⸗ amticaspiranten Friedrich Häusel aus Sandbach, Neustadt, unter Beiassung in der Kategorie der Velkeschul⸗ lehrer, zum Lehrer an der Realschule zu Alzey, den Kreis⸗ zum Vauauffeher, unter Verleihung des Characters a „Kreisbauaufseher“ zu ernennen, und die in Folge Ab⸗ im Kreis lebens des Substituten des landständischen zweiten Mit⸗ gliedes der Direction der Staateschulden⸗Tilgungskasse, an dessen Stelle von der ersten Kammer der Stände vor⸗ genommene Wahl des Commerzienraths Julius Mönch zu Offenbach landesherrlich zu bestätigen; am 27. Juni dem Schullehrer an der evang. Schule zu Schwabsburg, im Kr. Oppenheim, Anton Dehn, die 1. evang. Schul⸗ stelle zu Mettenheim, im Kr. Worms, zu übertragen; am 28. Juni den Expeditor bei der Station Darmstadt der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Ludwig Reinhardt, zum Expeditor bei der Station Isenburg dieser Eisenbahn, den Tele⸗ graphisten bei der Main⸗Neckar⸗Eisendahn, Cyriacus Joseph Hayder, zum Expediter bei der Station Darmstad dieser Eisenbahn und den provisorischen Expeditionsgehülfen Hermann Korndörfer aus Bessungen zum Telegraphisten bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen; am 30. Juni den von sämmilichen Riedesel Frhrn. zu Eisenbach auf die evang. Pfarrstelle zu Freiensteinau, im Dek. Lauterbach, präsentirten evang. Pfarrer zu Maar, im Kr. Lauterbach, Gustav Wolff, für diefe Stelle zu bestätigen; am 2. Juli den Oberrechnungsprobator 1 Classe bei der zweiten Ab⸗ theilung der Jusisficatur der Oberrechnungskammer, Fried⸗ rich Pfeiffer, zum Oberrechnungsrevisor, die Oberrechnungs⸗ probatoren 2. Classe bei der zweiten Abtheilung der Justi⸗ ficatur der Oberrechnungskammer, Georg Beckenhaub und Georg Betz, zu Oberrechnungsprobatoren 1. Classe bei dieser Behörde zu ernennen und dem Schulamtsaspiranten Johann Adam Volk aus Haingrund, im Kr. Neustadt, die 3. evang. Schulstelle zu Nieder- Florstadt, im Kreise Friedberg, zu übertragen. Am 13. Juni wurde dem Religionslehrer an der Realschule zu Mainz, Dr. Wilh. Geyer, die kath. Pfarrstelle zu Seligenstadt, im Dek. Seligenstadt, übertragen. Am 24. Juni wurde dem Pfarrverwalter Strauß zu Castel die kath. Pfarrstelle zu Lindenfels, im Dek. Heppenheim, übertragen. Am 25. Juni wurde dem Pfarrverwalter Conrad Belz in Lindenfels die kath. Pfarrstelle zu Gundheim, im Dek. Worms, übertragen. Darmstadt. Am 17. l. M. wurden die Notare Gottlieb Barthel in Wöllstein, August Hugo Philipp Forch in Alzey, Heinrich Bayer⸗ thal in Sprendlingen und Conrad Schnell in Wallertheim, in vorstehender Reihenfolge nach Bingen, Wöllstein, Oppenheim bzw. Sprendlingen versetzt; sodann wurde der Friedensgerichtsaetuar Gustav Jost in Oppenheim zum Notar in Alzey und der Gerichtsaccessist und Ergänzungsrichter Ferdinand Willenbücher in Oppenheim zum Notar in Wallertheim ernannt. Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der dauausseher-Aspiranten Heuurich Schin 0 Nochmals Großherzog haben allergnädigst gerubt, am 25. Juli dem Kam merhern, functionirenden Obersthofmarschall Freiherrn van der Capellen van Berkenwoude, Exc, die Er⸗ laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen„Ordens des weißen Adlers“ zu er⸗ theilen. 0 — 24. Juli. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde in der Berathung des Volksschulgesetzes fortgefahren. Art. 11,„von den Schulgebäuden“, wurde in der von der Regierung gebilligten Fassung des Ausschusses mit einem Zu⸗ satz des Abg. Metz, wonach in Orten unter 2000 Seelen den Lehrern Natural Wohnungen zu stellen sind und einem weiteren Zusatz des Abg. Heinzerling, wonach da, wo ein Schulgut vor- handen, für die demselben entsprechenden Oekonomie⸗ Gebäude zu sorgen ist, angenommen. Bei dem Abschnitt von den„Lehrgegenständen und Lehr- mitteln“, insbesondere Art. 12, wurde außer dem vom Ausschuß beantragten Zusatz, wonach der Unterricht durch Verwendung der Kinder zu kirch⸗ lichen Zwecken nicht unterbrochen werden darf, nach Anträgen des Abg. Heinzerling weiter ange⸗ nommen, daß gegen den Willen der Eltern oder Vormünder die Kinder nicht zur Begleitung von Leichen oder zum Kirchenbesuch vor der Schule angehalten werden dürfen. Art. 13 wurde, unter Verwerfung eines Antrags von Metz und Matty, angenommen, deßgleichen Art. 14 und 15. Zu Art. 16(Fortbildungs⸗Schule) beantragten— mann und Heinzerling, den weniger bemittelten Gemeinden die Errichtung einer gemeinschaftlichen Fortbildungsschule mit einer Nachbargemeinde zu gestatten und die Fortbildungsschulen für Simultan⸗ Schulen zu erklären, bei denen es auf die Con- fession der Lehrer nicht ankomme, was angenommen wurde. Bei Art. 17 wurde ein Antrag des Abg. Landmann, wonach die in den Fortbildungsschulen zulässigen Disciplinarmittel und die Voraussetzung ihrer Anwendung vom Ministerium des Innern bestimmt werden sollen, angenemmen. Art. 18 „über die erweiterte Volksschule“ wurde im Wesentlichen angenommen. Bei Art. 19 ent- Ob ersistallmeister und spann fich eine längere Debatte, die damit schloß, — 8 3 5 3 * 0 1 ö 1 N daß nach dem Antrag der Abgg. Becker und Buff das ganze Alinea 2 gestrichen wurde, welches von Verpflichtung der Eltern oder deren Stellver- tretern handelt, dafür zu sorgen, daß den Kin⸗ dern in ausreichender Weise Unterricht in ihrer Religion zu Theil wird. Anträge Seriba's wegen Pflicht der Eltern von taubstummen Kindern, für deren Unterricht zu sorgen, wurden abgelehnt. — 25. Juli. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wird in der Berathung des Volksschulgesetzes fortgefahren. Art. 20 wird in der vom Ausschuß vorgeschlagenen Fassung an⸗ genommen; desgl. Art. 21. Bei Art. 22 will Welcker Dispensation vom Unterricht in weiblichen Handarbeiten nicht zulassen, wobei ihn Onken unterstützt. Der Artikel wird aber angenommen. Bei Art. 23, der den Besuch der Fortbildungs- schule für obligatorisch erklärt, beantragt Gold⸗ mann, den ganzen Artikel zu streichen. Der Ar⸗ tikel wird unter Ablehnung eines Amendements von Ellenberger angenommen. Art. 24 wird mit einer kleinen Aenderung nach dem Antrag des Ausschusses und Landmanns angenommen. Art. 25 veranlaßt eine längere Debatte. Es handelt sich um die Verpflichtung der Lehrherren ꝛc., den Lehrlingen ꝛc. zum Besuche der Fortbildungsschule die nöthige Zeit einzuräumen bei Strafe. Der Artikel wird angenommen. Nach Annahme der Artikel 26 und 27 giebt Art. 29 zu längerer Verhandlung Veranlassung. Es dreht sich um die zulässigen„Privatunterrichts ⸗Anstalten“. Der erste Absatz wird angenommen. Bei Absatz 2 gelangt ein Antrag Schröder's, der den Unter⸗ richtsplan bei diesen Anstalten dem bei den Volks⸗ schulen mindestens gleichgestellt wissen will, zur Annahme, im Uebrigen werden die Ausschuß⸗An⸗ träge genehmigt. Nach diesem Artikel wollen die Abgg. Schröder und Becker folgende zwei Sätze als besondere Artikel eingeschoben haben:„Mit⸗ gliedern eines religiösen Ordens oder einer ordens⸗ ähnlichen Congregation ist jede Lehrwirksamkeit an Lebr⸗ und Erziehungs⸗Anstalten untersagt. Die Staatsregierung ist ermächtigt, für einzelne Per⸗ sonen in widerruflicher Weise Nachsicht von diesem Verbot zu ertheilen.“ Die Antragsteller begrün⸗ den ihren Antrag. Dagegen Schaub, Franck, Wolz, Edinger, Dumont, Ministerialrath Knorr, als zu weit gehend. Dafür Dernburg, Metz. Die Abgg. v. Wedekind, Heinzerling und Büchner sind nur für den ersten Satz, indem sie über haupt keine Ausnahme zulassen wollen. Die Abstimmung ergiebt eine Majorität in letzterem Sinne. Mainz. Wie das„Mz. J.“ vernimmt, hätte auch ein großer Theil der protestantischen Geistlichen gegen den neuen Schulgesetz⸗Entwurf Protest erhoben. Berlin. Schon früher tauchte das Gerücht auf, daß der Prinz Friedrich Karl dem Marschall Bazaine bei der Uebergabe von Metz habe sagen lassen, daß er auf seine Unterstützung rechnen könne, wenn er derselben einst bedürfen solle. Wie die„Deutsch. Nachr.“ erfahren haben wollen, sind die zu diesem Zwecke dienenden Schriftstücke dem Marschall jetzt übersandt worden. Ems. Der Kaiser ist am 26. d. M. nach Coblenz abgereist; derselbe wird am 28. auf der Reise nach Wies baden die Kronprinzessin von Italien in Schwalbach besuchen. Homburg. Nach hier angelangten Nach⸗ richten wird der Kaiser am 30. d. M. hier ein · treffen und fünf Tage verweilen. Kassel. Seitens der orthodoxen Pastoren Niederhessens wurde eine Immediat⸗Eiagabe an den König gerichtet und darin um eine alsbaldige Wiederaufhebung des evangelischen Gesammteon⸗ sistoriums gebeten. Paderborn. Wie die„Ess. Volks- Ztg.“ aus sicherster Quelle vernimmt, soll ein west ⸗ phälischer Edelmann, der Graf von..., sich beim bischöfl. General⸗Vicariate erboten haben, den Professoren der hiesigen philosophisch-theo⸗ logischen Lehr⸗Anstalt das ihnen von Seiten des Staats entzogene Gehalt aus seiner Tasche zu ahlen. g 2515 Der„N. K.“ hat in Erfahrung ge— bracht, daß der Erzbischof Melchers die Anwesen⸗ heit des deutschen Kaisers in Ems benutzt habe, um den Monarchen für ein von ihm entworfenes Project zur Versöhnung von Staat und Kirche in Preußen und zur Beilegung des bestehenden Conflicts zu interessiren. Der Erzbischof habe in einer erbetenen Audienz seine Ideen dem Kaiser vortragen dürfen und sich auch seitdem brieflich an den Cultusminister v. Falk gewandt. München. Graf Friedrich Holnstein aus Bayern wurde durch den Wahrspruch der Ge— schworenen am 25. Juli des betrügerischen Bankerotts als Inhaber einer Dachauer Bank für schuldig erachtet und vom Gerichtshof ebenso wie seine übel beleumundeten Mitschuldigen Schneider Knipper und Metzger Brod zu je einem Jahr Zuchthaus verurtheilt. Von dieser Strafe wurden je drei Monate als durch die Untersuchungshaft bereits verbüßt erklärt. Ausland. Oesterreich:- Ungarn. Wien. Einer Meldung des„Pester Lloyd“ zufolge wäre der Erzherzog Albrecht der Ueberbringer eines Hand⸗ schreibens des Kaisers an den in Warschau weilen⸗ den Czaren, welches den Besuch des österreichischen Kaisers in Petersburg für die zweite Hälfte des September ankündigt. Derselben Quelle zufolge würde der Besuch des Kaisers auch auf Moskau ausgedehnt werden. Schweiz. Bern. Der Nationalrath hat die drei gegen Mermillod's Ausweisung einge⸗ reichten Recurse, wovon einer von 180 Genfer Katholiken, der zweite von der Genfer katholischen Geistlichkeit und der dritte von Mermillod selbst ergriffen worden war, mit 79 gegen 23 Stimmen abgewiesen. Frankreich. Paris. Die„Agence Ha⸗ vas“ meldet aus Madrid vom 24., daß die deutsche Panzer⸗Fregatte„Friedrich Karl“ den kleinen Dampfer der Insurgenten,„Vigilante“, der auf der Fahrt nach Almeria gewesen sei, um dort den Canton zu proclamiren, genommen habe. Der Deputirte Salvez, Haupt der Insurgenten in Carthagena, sei an Bord gewesen. — Die Regierung erhielt, der„Agence Ha— vas“ zufolge, die Nachricht, daß die Internationale von England aus besohlen habe, während der Vertagung der Nationalversammlung Strike⸗ bewegungen in Frankreich zu organisiren und Agenten zu diesem Zwecke hinüberkommen würden. Der Finanzminister soll den Präfecten die strengste Ueberwachung der internationalen Umtriebe zur Pflicht gemacht und der Kriegsminister befohlen haben, die Berührung der Soldaten mit Aus- ländern zu verhindern. — Sedan und Ligny wurden am 23. Juli geräumt. Die letzten deutschen Truppen verließen Bar- le-Dur am 23. Abends 5 Uhr. Sofort wur den die Glocken geläutet und die Häuser mit Fahnen geschmückt. Die Menge auf den Straßen rief: Es lebe die Republik! Es lebe Thiers! Morgen werden französische Truppen in Bar⸗le⸗ Duc erwartet. Auf der Landstraße von Charle⸗ ville nach Sedan sollen acht deutsche Soldaten in Folge der Hitze gestorben sein, zehn, die schwer erkrankten, wurden nach Sedan gebracht, wo ste gut behandelt wurden. 5 — Nachrichten aus Meziéres zufolge haben dort in der Nacht vom 25. Juli unruhige Be- wegungen unter zahlreichen Hochs auf Thiers, aber auch auf Gambetta und die Commune statt⸗ gefunden. Die Polizei machte einige Angriffe auf die Volks menge und stellte die Ruhe wieder her, nachdem mehrere Verhaftungen vorgenommen wor⸗ den waren. Versailles. Das Gerücht, die Regierung sei im Begriff, die Carlisten als kriegführende Macht anzuerkennen, wird von der„Agence Havas“ ols unbegründet erklärt. Großbritannien. London. Wie die Spanien. Madrid. Die Erklärung Sal ⸗ meron's über energische Maßregeln der Regierung hat alle in Spanien oder dem Auslande befind⸗ lichen liberalen en bestimmt, die Regie ⸗ rung gegen die Carlisten und Intransigenten zu unterstützen. — Die deutsche Fregatte„Friedrich Karl“ hat sich mit der Prise nach Gibralta begeben. — General Contreras, einer der Chefs der Insurgenten von Carthagena, soll gedroht haben, ein im Hafen dieser Stadt liegendes preußisches Schiff wegzunehmen, falls die„Vigilante“ und der Insurgenten Chef Galvez nicht freigegeben würden. Ein Gerücht, demzufolge die Insur⸗ genten in Carthagena sich des dortigen preußischen Consuls als Geißel bemächtigt hätten, scheint un⸗ begründet. Perpignan. Die von Freixa zu dem Ueber⸗ gang zu den Carlisten verleiteten Gendarmen sind zurückgekehrt und auf's Freudigste aufgenommen worden. Der Commandant und der Oberst⸗ lieutenant der Civilgarde wurden durch die Frei— willigen gefangen genommen. Freixa und dessen Sohn entkamen. Amerika. Philadelphia. Am 26. d. war in Baltimore eine große Feuersbrunst. Das Feuer fing in den Werften der Claystreet an, hatte bis zur Mittagszeit bereits 300 Häuser er⸗ griffen und wurde um 3 Uhr gelöscht. Mehrere Personen sind umgekommen. Der Schaden wird auf 1,500,000 Dollars geschätzt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die„Nordbd. Allg. Ztz.“ bringt folgende für Friedberg wichtige Notiz: Der Köln-Mindener Eisen⸗ bahn ⸗Gesellschaft ist die Erlaubniß zur Anfertigung der generellen Vorarbeiten für verschiedene, im Kreise Wetzlar zur Verbindung der Hauptsörderpunkte von Erzen mit der Deutz⸗Gießener Bahn projektirte Sekundärbahnen, sowie für eine Bahn von Wetzlar nach Friedberg ertheilt worden. Bad⸗Nauheim. Wie wir vernehmen, wird unsere Kurkapelle nächste Woche ein Benefizconcert veranstalten, welches für Musikfreunde besonders genußreich zu werden verspricht. Das Concert wird im Freien auf der Terrasse, staufinden und werden wir verschiedene Solo's zu hören dekommeun, da auch ein Solo⸗Pistonist seine Mitwirkung zugesagt hat. Die Kapelle wird unter der anerkannt vor⸗ züglichen Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Edmund Neumann etwas außergewöhnliches bieten und wünschen wir derselben neben den bisher stets günstigen künstlerischen Erfolgen für dieses Mal auch reichen pecuniären Segen. Auf Wunsch der Bade- Direction Bad⸗Nauheim. Nauheims finder ein Concert der berühmten Pianistin Fräulein Ida Bloch, welche mit so bedeutenden Erfolgen zum Besten des Kurfonds concertirte, flat, unter gefälliger Mitwirkung der Opernsängerin Frl. Oppenheimer vom Stadt Theater in Frankfurt a. M., des Violin⸗Virtuosen Königl. Concertmeisters Herrn Fabian Rehfeld zu Berlin, sowie der Kurkapelle, unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Neumann. Wir erlauben uns auf dieses jedenfalls be⸗ deutende Concert unsere Leser aufmerksam zu machen. Ober⸗Nosbach. Bei dem Gewitter in der Frühe des 27. d. M. schlug der Blitz in den hiesigen Kirchthurm und zerstörte die Thurmuhr, glücklicherweise ohne sonstigen weiteren Schaden zu thun. Ober⸗Rosbach. Die heurige Kirschenernte war eine sehr gesegnetie sür unsere Gemeinde. Es wurden min⸗ destens für 15,000 fl. Kirschen verkauft, wobei der Verdienst der Händler nicht eingerechnet ist. Geringere Leute haben 50—150 fl. eingenommen. Erwägt man, daß die Kirsch⸗ baumanlage sich auf einem ziemlich sterilen Terrain be⸗ findet, welches für den Ackerbau wenig Werth hat und daß der Werth der Einnahme noch dadurch erhöht wird, daß dieselbe in eine Zeit fiel, in welcher gewöhnlich Ebbe in der Kasse der Landwirthe ist und daß bei der Ernte keine besonderen Ausgaben für Arbeitslöhne nothwendig waren, so ist dies ein schlagender Beweis, wie wichtig der Oystbau in volkswirthschaftlicher Beziehung für die hiesige Gegend ist. Zwar sind andere Gemeinden in der Nähe auch im Besitz ansehnlicher Kirschbaumanlagen und haben nur eine geringe oder fast gar keine Ernte gehabt, allein es spricht dies nicht gegen den Obstbau im Allgemeinen, sondern vielmehr für die neuere und unzweifelhaft richtige Ansicht, daß man den örtlichen Verhälimissen entsprechend, die Obsisorten auswählen und anbauen soll. Wenn man früher für Besörderung des Obstbaues schon genug gethan zu haben glaubte, wenn man irgend einen beliebigen Obsibaum pflanzte, so ist dies heutzutage nicht mehr zu; treffend. Es müssen die anzupflanzenden Sorten nach ihrer Ertragsfähigkeit und ihrem ökonomischen Werth ge⸗ „Morning Post“ wissen will, hat die Regierung, wie früher, in Irland so nunmehr auch in England den Saatsbeaiaten verboten, aus amtlicher Kennt niß erhaltene Nachrichten der Presse mitzutheilen bei Strafe sofortiger Entlassung. Die Beamten sollen einen ditsbezüglichen Revers unterschreiben. prüft und dabei der Markt und die Nachfrage berücksichtigt sein; nur wenn dies beachtet wird, nur dann ist Aussicht vorhanden, daß der Obsibau zu einem wirklich lohnenden Zweig der Landwirihschaft wird. Gießen. Prosessor Dr. Koester dahier hat einen von der Universilät Roslock angebotenen Ruf abgelehnt. Darmstadt. Wie wir hören, wird S. K. Hoh. der Großherzog einer Einladung des Kaisers von Oesterreich e 1 Da gung bigu dere bung Aaldelt rere Ache erden lesdrü erde nme c Re n ne 6„9. zen eim en ihne illi cht alen) 5 Si Müfun % Ei lande % m er; iche