M 62. ach be 5 6 ließen, dolls. Die Petitzeile K 8 i Erscheint jeden — f e ed Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Vieles, ener e See ae. na Fur den Monat Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. wurde andelt; Deutsches Reich. als Major mit Pension nebst Aussicht auf An- Portefeuille des Krieges. Pascal Unterstaatssecretär wieder Darmstadt. Die Verbindlichkeiten, welche stellung im Civildienst und mit der Reg.-Uniform des Innern. a zung, ie Staatsschuldentilgungskasse in den nächsten auf Nachsuchen beabschiedet.— Dem Vernehmen nach geht die Regierung Fahren zur Abführung des Fünfzig ⸗Gulden⸗Loos⸗— Nach den neuesten Dispositionen wird die mit der Absicht um, die Nationalversammlung zu Dile⸗ nlehens zu ersüllen hat, sind außerordentliche. russ. Kaiserfamilie erst Mitte des nächsten Monats vertagen.— Der erste Theil der jetzt fälligen ahm für die Finanzperiode 1873— 75 sind nämlich in Jugenbeim eintreffen. Ratenzahlung auf die Kriegsentschädigung besteht u Ju in 50 Millionen Gold und 20 Millionen Silber. licht weniger als 5,079,000 fl., für das Jahr c dit 376 1,777,500 fl., im Ganzen 6,836,500 fl. it„ it zahlen. Dem Finanz- Ausschuß der zweiten rung fammer war es zweifelhaft, ob die Staatsschulden⸗ „ Ales ggungskasse in der Lage sei, diese, sowie die aus de, dit geiteren Anlehen erwachsenen Verbindlichkeiten zu zal it gfüllen, und er hat sich daher von der Regierung Bleibt ire Berechnung der muthmaßlichen Einnahmen nkeichh und Ausgaben der fraglichen Kasse in den Jahren „ daß 1873 bis einschließlich 1876 erbeten! Diese Be⸗ er Ce. uchnung hat, ergeben, daß bei Abschluß des an ein gechnungsjabres 1876, nach pünktlicher Erfüllung 9 aller der Kasse obliegenden Verbindlichkeiten, ein üerun nuthmaßlicher Activbestand von 5,741,271 fl. laut, 5 kr. bleiben wird, so daß sogar auf Rück solgende zihlung des in der fraglichen Summe mitenthaltenen, En. iner Zeit der Hauptstaatskasse un verzinslich ge⸗ nachten Darlehens von 1,935,000 fl.(1, 900,000 fl. 7 theilweiser Berichtigung der 1866 an Preußen i zahlenden Kriegscontribution, 35,000 fl. für Gbauung verschiedener Staatsstraßen) verzichtet merden kann. — Durch ritgz · Narine ccpitän f. Allerhöchste Entschließung vom 10 bein 1. l. M. wurden der Rentamtmann des Rent⸗ haben ants Lampertheim Georg Heim, und der Rent— 1 das ahtmann des Rentamts Lindenfels Wilhelm Langs⸗ dorf, bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit, in den Ruhestand versetzt. — Das so vielfach und mit Recht angefein- putirten 4 1 dese Instistut der Regierungs⸗Commissäre bei den nal bisigen Banken wird in Kurzem auf den Aus⸗ 1 em fi beetat gesetzt sein. Die Regierung hat sich auf 1 regen der Ausschüsse der beiden Kammern bereit 1 eilärt,„bei eintretenden Vacanzen die sich als noshwendig ergebende Staats-Aufsicht gegen eine 10 den Leistungen entsprechende Vergütung durch ge⸗ eignete, mit den hiezu erforderlichen Fachkennt⸗ 8 en versehene Persönlichkeiten eintreten zu lassen“. 3 Die vier Regierungs- Commissäre der beiden hie⸗ N 11 n Banken bezogen bisher die Summe von 7 5 12800 fl., und es handelte sich hierbei weniger f— um fachmännische Aufsicht, als um einen mit hohen 125 Mitteln dotirten Titel. 1 — Durch Cabinetsordre vom 13. d. wurden velche eie Kanoniere Vollmer und Scholl vom Großh. ände Sis. Art.⸗Corps zu Portepee- Fähnrichs befördert, *r ga, ic Majors z. D. und Bezirkscommandeuren zer zu Frienpberg und v. Wachter zu Mainz — Berlin, 26. Mai. Der Reichstag hat in seiner heutigen Sitzung die Berathung des Reichs- haushaltsetats begonnen. Staatsminister Delbrück gab ein summarisches Bild der Finanzlage und einen Ueberblick über die Verwendung der ge— sammten Kriegscontribution. Minister v. Kamecke machte die Zusage, daß er eine Uebersicht über die Verwendung des Militärpauschquantums geben werde. — Nach der„Börsen⸗Ztg.“ hat der deutsche Botschafter in Paris die telegraphische Weisung erhalten, mit der neuen Regierung sofort in freund- schaftlichste officielle Beziehungen zu treten. Auch andere Anzeichen lassen schließen, daß die neue Wendung in Frankreich bei der hiesigen Regierung der sympathischsten Auffassung begegnet. — Die Commission für die Strasprozeß⸗ Ordnung hat bisher die ersten vier Bücher des Entwurfs(die allgemeinen Bestimmungen, das Verfahren erster Instanz, die Rechtsmittel ⸗Lehre und die Wiederaufhebung rechtskräftiger Urtheile) in erster Lesung durchberathen. Zu erledigen bleiben noch die übrigen drei Bücher, welche von der Privatklage, den besonderen Verfahrungsarten, dem Strafvollzuge und den Kosten handeln. — Ein neuer Zusatz zum Postvertrag mit Schwe⸗ Waarenproben und Drucksachen auf 9 Pfennige. — Wie man hört, beträgt die zur Vertheilung unter die Staaten des vormaligen norddeutschen Bundes gelangende Rate der Kriegsentschädigung etwa 117 Millionen Thaler. München. Das Urtheil des Militärbezirks⸗ gerichts München, wodurch Hauptmann Betz wegen Entwendung eines Hundes in Sedan und Lieute⸗ nant Rebay wegen Theilnahme hieran zu Ge— fängniß und Dienstentlassung verurtheilt worden, hat das General- Auditoriat vernichtet und beide Angeklagte freigesprochen. Ausland. Schweiz. Bern. Die zu Correndlin ab- gehaltene ultramontane Volksversammlung beschloß, gegen die Amtsentsetzung Lachat's und der juras⸗ sischen Geistlichen an die Bundesversammlung zu recurriren. 8 Frankreich. Paris. Die Truppen waren am letzten Samstag, der„Agence Havas“ zufolge, aus Vorsicht consignirt; seit dem 25. d. aber ist die Bereitschaft aufgehoben. Paris hat vollkommen das gewöhnliche Aussehen wieder gewonnen; in den Departements ist die Ordnung nirgends ge— stört worden. Man hofft auf einen großen Auf⸗ schwung der Arbeit. — Das„Journal officiel“ meldet, daß das Ministerium folgendermaßen zusammengesetzt ist: Broglie Aeußeres, Ernoul Justiz, Beule Inneres, Magne Finanzen, Dampierre Marine, Batbie Unterricht und Cultus, Desseilligny Arbeiten, La— den ermäßigt die Porto⸗Briefe auf 2½ Groschen, — Das„Journal officiel“ veröffentlicht die in 29 Departements stattgehabten Präfecten⸗ Aenderungen. 20 Departements erbielten neue Präfecten, 9 der bisherigen Präfecten wurden in andere Departements versetzt. — Das hisher officiöse„Bien public“ erklärt, daß es Thiers und dem Programm der conservativen Republik treu bleiben wolle. Dieses Blatt erzählt von gestern ein merkwürdiges Detail: Als Buffet, Martel und Benoist d' Azy sich zu dem Marschall Mac Mahon begaben, um ihm seine Wahl anzu⸗ kündigen, befand sich der Marschall zu Besuche bei Hrn. Thiers. Das Büreau mußte warten, bis der neue Präsident sich von dem gestürzten Präsident der Republik empfohlen hatte und in Begleitung eines Adjutanten in seine Wohnung zurückgekehrt war. — Soviel man bis jetzt aus der Provinz erfährt, scheint auch dort die Ruhe nirgends ge⸗ stört worden zu sein. Ausdrücklich wird dieß aus Lyon, Marseille und Saint⸗Etienne gemeldet. In den ersteren beiden Städten soll indeß große Aufregung geherrscht haben und in Lyon auf der Place Bellecour stärkere Zusammenrottungen statt⸗ gefunden haben. Versailles, 26. Mai. V der heutigen Sitzung der Nationalversammlung verlas Buffet das vom amtlichen Organ bereits veröffentlichte Schreiben Mac Mahon's. Darauf verliest Broglie eine Botschaft Mac Mahon's, worin dargelegt wird, daß die Regierung die Vollstreckerin der Gesetze und die treue Vollführerin des Willens der Majorität sein werde. Was die äußere Politik betrifft, so werde die Politik seines Vorgängers: Wahrung des Friedens und die Reorganisation der Armee, fortsetzen. Die innere Politik wird eine energisch⸗eonservative sein. Er werde den Gesetzen Organe geben, welche dieselben achten und ihnen Achtung verschaffen und die Schildwache sein, welche über der Integrität des souveränen Willens der Nationalversammlung wacht. Belgien. Brüssel. Die„Indépendance“ meldet vom 26. d. M.:„Prinz Napoleon kommt heute in Paris an.“— An der Börse steigt die französische Rente. Spanien. Madrid. In Berga fand eine Meuterei unter den Soldaten und ein Mordversuch auf deren Oberst statt. Italien. Genua. Am 23. d. fand eine Zusammenrottung statt. Man rief:„Nieder mit der Municipalität!“ Die Menge wurde nach drei- maliger Aufforderung zerstreut. Etwa zwanzig Verhaftungen mußten vorgenommen werden. Rom. Die Chefs der hiesigen Abtheilung der Internationalen wurden verhaftet und wichtige Documente bei ihnen mit Beschlag belegt. Unter de Verhasteten befindet sich kein Römer.— Die Deputirtenkammer genehmigte die noch übrig ge⸗ ien, e Character als Oberstlieutenant verliehen und 20. N Ste.- Lieutenant Thiel von der Cavalerie des tin, Bat.(Darmstadt) 1. Gr. Hess. Landwehr⸗ 20. N eg. Nr. 115 in das Reserve⸗ Landwehr Bat. berlin einrangirt. Durch weitere Cabinetsordre habe un 15. d. M. wurden Major Reh vom Gr. * ga. Art.-Corps mit Pension und seiner seith. 10 Oe siform, Sec. ⸗Lieut. Kraus vom 2. Gr. Inf.“ igt. Nr. 116 als Premierlieut. mit Pension und 5 ehh in Armee- Uniform, Premierlieut. Kölsch vom un,. Gr. Hess. Inf.⸗Regt. Nr. 117 als Hauptmann u, Penston und der Reg.⸗Uniform und Haupt- een Becker vom 4. Gr. Inf. Regt. Nr. 118 11 1 1 ö bouillerie Handel. Cissey behält interimistisch das bliebenen Artikel des Klostergesetzes. 8 1 1 2 r* 8 5 n 3 n 3 TTT — Florenz. Das„Giornale die Firenze“ meldet: Der Papst empfing den französischen Bot⸗ schafter, welcher dem Papste über die Ereignisse in Frankreich berichtete. Der Papst erwiderte, er werde jetzt vertrauensvoller beten, daß Gott die den christlichen Principien ergebene Nationalver⸗ sammlung und das neve Staatsoberhaupt, welches die Ordnnng, die Gerechtigkeit und die Civilisation ernstlich verbürge, segnen möge. Amerika. Washington. Die Regierung ist geneigt, die Grenzüberschreitung, welche sich Unionstruppen jüngst gegen Mexiko erlaubt, zu billigen. Der Präsident Grant sagt privatim, die Zeit sei gekommen, den von Mexiko weder ver⸗ hinderten noch gutgemachten Schädigungen ein Ende zu machen.— Die noch übrigen Modocs haben sich zur Hälfte ergeben, die andere Hälfte wird verfolgt. Aus Stadt und Land. ch. Friedberg. Vergangenen Freitag und Samstag hatten die öffentlichen Prüfungen des Institus der Fräulein Werner dahier stattgesunden. Wer den vorjährigen Prü⸗ fungen beigewohnt, der mußte sich diesmal, bei nur kurzer Anwesenheit in dem Institute schon überzeugt haben, daß die Mädchen insgesammt in dem verflossenen Schuljahre bedeutend Forlschritte gemacht haben, was dem Infftitute, sowie fämmtlichen Lehrerinnen und Lehrern sehr zur Ehre gereicht. Es zeugt dies außer dem guten Willen der Schülerinnen, auch ganz besonders dafür, daß tüchtige Lehr⸗ kräfte an dem Instisute mitgewirkt haben. hoffen, daß auch fernerhin diese Kräfte dem Institute er⸗ halten bleiben und wenn möglich noch vermehrt werden; die guten Folgen werden sicherlich nicht ausbleiben. Hungen. Am 25. Mai erslattete unser Landtags: abgeordneter, Herr Oberförster Theobald, vor einer sehr zahlreichen Versammkung, unter welcher fast keiner der Wahlmänner fehlte, Bericht über seine seitherige Thätig⸗ keit in der Kammer. Nachdem er seinen politischen Stand⸗ punkt gekennzeichnet, gab er als Mitglied des Finanz⸗ ausschusses eine sehr interessante wie erfreuliche Darstellung über die Finanzlage unseres Staates, besprach sich mit der Versammlung über den Entwurf des Gemeindegesetzes, über Vicinalwegbau und über die verschiedensten, das öffentliche Wohl berührenden Angelegenbeiten. Es herrschte nur eine Stimme darüber, daß unser Abgeordneter das in ihn gesetzte Vertrauen bis dato gtänzend gerechtfertigt hat und auch ferner rechtfertigen wird und daß das unter der Landbevölkerung vielfach noch schlafende Interesse für das Wohl und Wehe des Staates sich belebt, sammlungen mit ihren Wählern Fühlung behalten. Gießen. Der oberhessische Gartenbauverein hielt am 27. Mai im Hotel Kuhne eine außerordenkliche General- versammlung ab. Die Versammlung war recht zahlreich besucht und beschloß eine im Herbst d. J. abzuhaltende Obst⸗, Gemüse⸗ und Pflanzenausstellung. Als Aus⸗ stellungsort wurde Alsfeld bestimmt und ist der dortige Stadtrath bereits dem Gartenbauverein aufs freundlichste entgegengekommen Nach den von verschiedenen Seiten gegebenen Zusagen zur Betheiligung kann man ein ebenfo schönes wie interessantes Resultat erwarten. Gießen, 26. Mai. Die Sitzungen des Schwur⸗ gerichts für die Provinz Oberbessen vom 3. Quartal 1873 werden Dienstag den 1. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, unter Vorsitz des zum Präsidenten bestimmten gr. Hofger.⸗Ralhs Hrn. Dr. Stammler, bez. des zu dessen Stellvertreter ernann⸗ ten gr. Hofg.⸗Raths Hrn. Hoffmann ihren Ansang nehmen und wurden demzufolge in der heute stattgehabten öffent⸗ lichen Sitzung Großh. Hofgerichts der Provinz Oberhessen die Haupigeschworenen in folgender Reihenfolge ausgeloost: 1) Friedrich Schwaab. Ellenwaarenhändler in Gießen. 2) Georg Caspar Volkmar, Garnhändler in Lauterbach. 3) Konrad Glock I., Rechner in Schotten. 4) Franz Voit, Fabrikant in Grünberg. 5) Karl Haberkorn, Kauf⸗ mann von da. 6) Johann Walther Kratz II., Müller in Ober Ohmen. 7) Sebasfian Schmidt, Bürgermeister in Bermuthshain. 8) Moses Rosen hal, Fruchthändler in Wir wollen] Z am allermeisten dadurch daß die Abgeordneten durch derartige Ver⸗ Gießen. 9) Heinrich Müller VII., Landwirth in Berstadt. 10) Louis Homberger, Zeugfabrikant in Gießen. 110 Karl Ferbinand Schwarz, Kaufmann in Echzell. 12) Eduard Thorwart, Hofger.⸗Advocat in Gießen. 13) Heinrich Zöckler, Metzger in Grünberg. 14) Friedrich Textor, Bierbrauer in Gießen. 15) Heinrich Velten III., Schild⸗ wirth in Groß Linden. 16) Heinrich Semmler J., Fabrikant in Grünberg. 17) Wilhelm Möser, Occonom in Nieder⸗ Erlenbach. 18) Karl Funk, Oeconom in Groß⸗Karben. 19) Hartmann Wagner, Landwirth in Laubach. 20) Bert⸗ bold Diehm, Branntweinhändler in Lauterbach. 21) Anton Finger, Ellenwaarenhändler von da. 22) August Stammler, Fabrikant in Grünberg. 23) Siegmund Bock, Cigarren⸗ fabrikant in Gießen. 24) Siegmund Heichelheim, Mäkler von da. 25) Geoig Puth, Oeconom in Okarben. 26) Isagc Strauß, Fruchthändler in Gießen, 27) Wilhelm Ferlsch, Kaufmann in Friedberg. 28) Friedrich Maurer, Rentner in Gießen. 29) Friedrich Renker II., Fabrikant in Lauterbach. 30) Georg Wilhelm Ferber, Buchhändler in Gießen. Darmstadt. Hr. Cornelius Wm. Heyl in Worms hat dem biesigen Gartenbauvereine als Ehrenpreis für seine demnächstige große Ausstellung eine kostbare Pendule von Marmor und Malachit übersendet mit der Bestimmung: „Für die beste Gruppe gemischter Pflanzen.“ Darmstadt. In jüngster Zeit hatte ein Dienst⸗ mädchen die Witiwe eines hiesigen Beamten verklagt, weil ihr dieselbe nicht allein Nichts zu essen gegeben, sondern sie auch noch geprügelt habe. Das betreffende Dienstver⸗ hältniß dauerte Einen Tag. Das Dienstmädchen hatte hierbei sich zu dem Nachweis(der in dem Ortsgerichts⸗ bericht wesentliche Unierstützung gefunden haben soll) be⸗ reit erklärt, daß die betreffende Hausfrau anno 1872 nicht weniger als 146, schreibe Einhundertsechsund⸗ vierzig verschiedene Dienstmädchen gehabt hat lll ieht man in Erwägung, daß bei dieser Veränderungssucht doch auch viele Tage kein Dienstbote bei der Betreffenden condilionirle, so dürfte so ziemlich auf Jeden Tag des abres ein neuer Dienstbote zu rechnen sein. Darmstadt. Der Verwaltungsrath der Hessischen Ludwigsbahn hat dem Centralcomite zur Errichtung eines Denkmals für die Angebörigen und Gefallenen der Groß⸗ herzoglich Hessischen(25.) Division einen Beitrag von 1500 fl. verwilligt. Mainz. Dieser Tage wurde ein Mann wegen Bigamie verhaftet. Derselbe war bereits in Amerika verheirathet und ließ sich vor Kurzem hier nochmals trauen. Allerlei. Homburg. Am 22. Mai kam, in Begleitung des Herrn Oberst von Cohausen, Herr Ministerialrath Schön, Referent int Cultusministerium, hier an. um unser Römer⸗ Castell„Saalburg“ und die in Angriff und bereits fertig gestellten Arbeiten des Saalburg-Vereins zu besichligen. Der Herr Ministerialrath, der im Auftrage des Cultus⸗ ministeriums die Saalburg besuchte, sprach sich sehr an⸗ erkennend über die außerordentliche Thätigkeit, welche der Vorstand des Saalburg⸗ Vereins seil seinem Bestehen ent⸗ wickelt hat, aus. Besonders das vielleicht einzig in seiner Art dastehende Columbarium(Gräberhaus) mit seinen entsprechenden Anlagen erregte das größte Interesse des in der Allerthumskunde erfahrenen Mannes. Wir wollen hoffen, daß der genannte Referent den Antrag des Conser⸗ vators, Herrn Oberst von Cohausen wegen eines Beitrages von mindestens 5000 Thlr. von Seiten des Staates zur Restauration, oder richtiger gesagt, zur Erhaltung der interessanten Mauerwerke, die aus dem Anfang unserer christlichen Zeitrechnung auf uns gekommen sind, in Berlin kräftig unterstützen wird. Frankfurt. Der hiesige Gustav⸗Adolfverein zählt gegenwärtig 1067 Mitglieder. Das Vereinsvermögen beträgt 39,850 fl. Frankfurt. Gegenwättig erscheinen in hiesiger Stadt 31 Zeitungen und Zeitschriften, davon besassen sich 12 hauptsächlich mit Politik. Politische Vereine gibt es der⸗ malen 4, religizse 9, Wohlthärigkeitsvereine 28, Vereine zur Wahrnehmung öffentlicher Interesse 4 wissenschaftliche Vereine 15, Gesangvereine 32, gesellige Vereine 27. Wiesbaden. Die Mitte August beginnenden Herbst⸗ manbver der 42. Infanterie-Brigade(Regimenter 80 und 81) werden nicht, wie anfänglich beabsichtigt, im sog. goldnen Grunde, zwischen Camberg und Limburg, sondern Franksurt und schließlich die Manöver in Folge der kürzlich in Frankfurt vorgekommenen Un; ruhen in der Weise stattfinden, daß das Regimen 8. Exercieren der Sher bei Wiesbaden, das der Sler be 175 der ersten Hälft September) zwischen den beiden Städte abgehalten werden, Maunheim. Der bei dem Bier⸗Krawall in den Brauereien zum Mayerhof, von Hochschwender und zum Eichbaum, dann im Bockkeller angerichtete Schaden beläust sich nach der amtlichen Abschätzung auf 1717 fl. 17 k. — Wie der„Mh. Anz.“ meldet, reisen drei Jugendfreunde PF Hecker's, Roes, Söncker und Zöller, nach Bremen, um ihn bei seiner Ankunft auf deutschem Boden zu begrüßen, Cöln. Ein gutgekleideter unbekannter Mann schoß sich am Samstag auf der Fahrt nach Cöln auf dem Dampfboot„Wilhelm“ eine Kugel in den Kopf. Man hielt ihn für todt, ließ ihn liegen und deckte ihn mit einem Tuch zu. Als er aber nach und nach wieder zu sich kam, pflegte man ihn und brachte ihn dann in Cöln ins Hospital. Der Mann ist verheirathet und Valer von 5 Kindern. Freiburg i. B. Wie in Mannheim so hat u. A. auch hier die Geldknappheit bereits ihre Wirkungen g äußert, indem 300 Maurer⸗ und Zimmergesellen entlassen wurden. D. Frankfurt a. M., 27. Mai. Die heutig Börse verlief in matter Stimmung, die noch gegen Schluß durch weiter gesunkene Berliner Course verschärft wurde. Gegen den Einfluß des Ultimo teten die französischen Vorkommnisse in den Hintergrund, obgleich die Pariser Börse ihre feste Haltung bewahrte. In Berlin zeigt sich Geld sehr difficil und beträgt der Zinsfuß ca. 8— 90% Hier ist Geld je nach Bonität zu etwas billigeren Raten vorhanden. Indessen dürfte der Ullimo, aller Voraussich nach, an hiesiger Börse keine bedeutenden Schwierigkeiten machen, da die Speculation mit ihren Engagements schon am Medio wacker aufgeräumt hat und seitdem durch dle sensiblen Course sich wenig ermuntert fühlte, neue große Verbindlichkeiten einzugehen. Das Geschäft war heut wenn auch zu den niedrigen Coursen einige Kauflu herrschte, im Ganzen von sehr beschränktem Umfang, Staatsbahn blieben nach 339 mit 338 um 2 fl. matteß, Lombarden nach 192½ mit 192 unverändert. Credils actien gestern noch 296, eröffneten heute mit 294 und gingen auf 293 herab, schließen also 3 fl. niedriger. Das neueste Wochenplus der Lombarden wurde nicht als günsti betrachtet. Oesierr. Bahnen durchgehends um Gute matter, nur Ung. Nordwest 1½ fl. besser. Prioritäten eben falls theilweise weichend, Hess. Ludwigsbahn⸗Actien ef. Von Banken Bankverein 30%, Prov.⸗Disconto 20% Deuische Effectenbank 1½%,, Oesterr. Deutsche/ 00 Vereinsbank und Berl. Bankverein je 1% matter. Oesit, Nationalbank 10 fl. gewichen. Oesterr. Renten matte Ung. Anleihe und 18721 franz. Rente 10% niedrige 18821 Amerikaner besser. Spanier matter. 1860 r Loc niedriger. Von Wechseln London matt, Paris und Wien besser. Von Sorten Napoleons ½ kr. und Sovereign 1 kr. niedriger. 1 Marktbericht. Friedberg, 27. Mai. Walzen 17 fl. 15 kr.; Kor 11 fl. 15 k.; Gerste 12 fl.— kr.; Hafer 9 fl. 20 kr Kartoffel 3 fl. 15 kr. Alle Preise verstehen sich per 100 Kils, Frankfurt, 26. Mai. Waizen, wetterauer, 17¼ 3J fl., Korn 11% fl., Gerste 12¾— 13 ½ fl., Hafer 9 biz 5½ fl., Kohlsamen 20 fl., Erbsen 10—11 fl., Wicke 9½ fl., Linsen 10— 14 fl., Rüböl 44 fl. Alle Prest verstehen sich per 100 Kilo. 1 „„ Archt kölnisches Wasset von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Compioir des Ober hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dußend un 45 kr. per Glas geborsamn.. 1 Johann Maria Farina in Cöln. Oeffentliche Aufforderung. 1447 Ote Gläubiger der Gottfried Mörschel III. Eheleute in Ilbenffadt werden zur Anmeldung ihrer Forderungen, Ansprüche und Vorzugsrechte, sowie zur Beschlußfassung über ein von den Schuldnern zu er⸗ wartendes Vergleichsanerbieten, resp. falls ein solches nicht angenommen würde, über die in dieser Concurs⸗ sache zu ergreifenden Maßregeln auf Montag den 4. August l. J., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtonachtheil des Ausschlusses von der Masse vorgeladen. Friedberg den 10. Mai 1873. Großgherzogliches Landgericht Friedberg. Reih Zimmermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Größere Gütercomplexe, 1130 nicht unter 100 Morgen, sucht eine solide Ge⸗ sellschaft zu kaufen. Näheres bei der Exped. des Anzeigers. Versteigerungs ⸗ Anzeige. 1562 Nächsten Freitag den 30. d. M. Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Ratbbause ein abgänglges, zum Schlachten geeignetes Faselschwein oͤffentlich meist⸗ bietend versteigert. Bad Nauheim am 26. Mai 1873. Großherzogliche Bürgermelsterei Bad⸗Nauheim. Schutt. Jächsische Vieh-Versicherungs-Banz in Dresden 1532 sucht an allen Orten des deuischen Reiches täthige Agenten. Die Bank schließt Versicherungen zu fesien Prämien ab. Bewerber wollen sich franco direkt an die erste von Gebr. Künstler in Mainz wenden. 2 Corseten& Cxinolines 175 billigst bei K. Friedrich neben der Post. Roggenkleie, 1499 beste Qualität, bei 1 M. D. Loeb. 1515 Donnerfiag den 5. Juni 1873, Vormlitggs 9 Uhle sollen in der Behausung des Stadtbaumeifters Schne 95 in Friedberg(Vorftadt) zum Nachlaß der Wittwe del H. Gondolf III. aus Ober⸗Wöllßadt gehöriges Belle werk, Welßzeug, Möbel und sonstiges Haus⸗ und Küchen, geräthe gegen baare Zahlung durch den Unterzeschnetel verkauft werden. i Schwarz, Hoftaxatol 2 möblirte Zimmer 1560 sind auf den ersten Jull zusammen oder getreue ö zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 1293 Ein geräumiges möblirtes Zimmer bet g Ed. Trapp IV Hofgerichts⸗Advok un — — 1 — —.— Nr. Seit 1 Bet 27. 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