ment bon (rie b wurden 1 größten an rissit ch Mittel. “ aug er turko⸗ und sich det ebe⸗ u Grenze „ dvelcher Englands tsem Falle Herstützung zweifelhaft den haben „te zufolge d zurud⸗ NMusche 5 u Khauat n der be⸗ ral Kauf raͤllminar⸗ Journale lücht, daß sei, nac Uhem die nausgabe den Oe esrrung den ud ien · und rbalten, rtntuellen sen, Dit Mirdigen Amer z nisckt 4 Journalen aa i bespricht E 2 t gun U ieg sicht· J des. cen Et 1d pünscht, ch ihn di gell ung l 7 baust ayttiten ———— der Staats- und Cameral-⸗Wissenschaften in der belche das Edict vom 12. April 1820 über die ker polptechnischen Schule zu Karlsruhe, Hofrath Aebenamt oder eine Nebenbeschäftigung, mit welcher 1873. 139. Donnerstag den 27. November. essischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3—— — Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags ⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnitt werden. —— — Betreffend: Die Reichstagswahlen. Amtlicher Theil. Friedberg am 24. November 1873. i i Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Ilbenstadt, Langen hain, Münster, Nieder-Weisel, Ockstadt, Ostheim, f Rödgen, Wisselsheim, Wohnbach und den Gr. Polizeicommissär zu Wickstadt. Wenn nicht bis zum 27. d. Expreß⸗Boten einlangt, gehen Wartboten an Sie ab. Betreffend: Sie Reichstagswahlen; pier Ausstellung der Wählerlisten. . ö Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Butzbach, Dorheim, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Hausen, Ilbenstadt, Langen⸗ hain, Maibach, Münzenberg, Nieder- Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ostheim, Rockenberg, Schwalheim, Södel, Steinfurth. Wir sehen der sofortigen Anzeige, daß die Wählerlisten aufgestellt stad, entgegen, als wir sonst Wartboten zur Abholung senden müßten. e e e M. Anzeige über Erledigung unserer Verfügung vom 11. d. M., Kreisblatt Nr. 133, nöthigenfalls durch Tur a pp. Friedberg am 25. November 1873. . Deutsches Reich. Darmstadt. Am 22. November wird der Finanz- Ausschuß der zweiten Kammer wiederholt mit den Leitern der einzelnen Ministerien zusammen⸗ treten, um wenn möglich eine Verständigung über die Publikation des Finanz ⸗Gesetzes, welches be⸗ reits in gemeinschaftlicher Adresse von den Bureaux beider Kammern dem Großherzog überschickt, dessen sofortige Veröffentlichung im„Regierungs-Blatt“ aber von der Regierung beanstandet worden ist, herbeizuführen. Es dreht sich dabei um einzeine nur bedingungsweise bewilligte Posten, ferner um die Besoldungen gewisser Behörden, welche vorerst nur bis Ende dicses Jahres bewilligt sind, endlich um die neuen Beamten⸗Etats, deren völlige Durch- berathung in beiden Kammern für dieses Jahr kaum möglich sein wird. Es wäre in hohem Grade wünschenswerth, wenn hier ein Ausweg gefunden würde, da die Bevölkerung einer noch⸗ maligen Verlängerung des bisherigen Finanz- Gesetzes entschieden abhold ist. — Wie vtrlautet, hat der Großherzog das Projekt des Theaterumbau's, für welches eine An⸗ forderung von 400,000 fl. beim Landtag in Aus- sicht stand, fallen lassen. t — Am 3. October wurde der Professor an Dr. Etienne Laspeyres, zum ordentlichen Professor philosophischen Facultät der Landes ⸗Universttät mit Wirkung vom 15. März 1874 qn ernannt. — Die Großherzogl. Ministerien des Groß herzoglichen Hauses und des Aeußern, des Innern, ter Justiz, sowie der Finanzen haben der 2. Kammer zer Stände im Auftrage Seiner Königlichen Hoheit zes Großherzogs einen Gesetz- Entwurf, die Er⸗ zänzung der Bestimmungen in Art. 7 und 15 des Edicts über die öffentlichen Dienstverhältnisse der Civilstaatsbeamten betreffend, überreicht, welchen pir hier wörtlich folgen lassen: Ludwig III. von Gottes Gnaden, Großherzog von Hessen und bei hein t. Zur Ergänzung der Bestimmungen, öffentlichen Dienstverhältnisse der Civilstaatsbeamten n den Artikeln 7 und 15 enthält, haben Wir nit Zustimmung Unseter getreuen Stände ber— Monet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel 1. dein wirklicher Staatebeamter darf fortan ein eine fortlaufende Remuneration verbunden ist, über- nehmen, ohne hierzu die Genehmigung des ihm vorgesetzten Ministeriums erhalten zu haben. Die- selbe Genehmigung ist zu dem Eintritt eines activen Beamten in den Vorstand, Verwaltungs- oder Aufsichtsrath einer auf Erwerb gerichteten Gesellschaft oder in ein zur Gründung einer solchen Gesellschaft gebildetes Comite erforderlich. Die Genehmigung darf nicht ertheilt werden, wenn die Betheiligung des betreffenden Beamten an dem Vorstande, Verwaltungs- oder Aussichtsrath einer Erwerbsgesellschaft oder an dem zur Gründung einer solchen Gesellschaft gebildeten Comite mittel- bar oder unmittelbar mit einem ständigen oder unständigen Bezug von Geld oder Geldeswerth verbunden ist. Die ertheilte Genehmigung ist jederzeit widerruflich.— Artikel 2. Beamte, welche in den Ruhestand versetzt sind, dürfen fich bei Vermeidung des Verlustes des Rubegehalts fortan nur mit Genehmigung des vorgesetzten Ministeriums an dem Vorstand, Verwaltungs- oder Aufsichtsrath einer auf Erwerb gerichteten Gesellschaft betheiligen, wenn diese ihre Betheilig— ung mittelbar oder unmittelbar mit einem ständigen oder unständigen Bezug von Geld oder Geldes- werth verbunden ist. Die einem Pensionär er— theilte Genehmigung ist unwiderruflich, so lange derselbe im Ruhestand verbleibt. Sie kann zurück— genommen werden, wenn derselbe nach Maßgabe des Artikels 15 des Ediets vom 12. April 1820 in den aetiven Dienst wieder eintritt.— Artikel 3. Das gegenwärtige Gesetz tritt sofort mit seiner Verkündigung durch das Regierungsblatt in Kraft. War ein Beamter bereits vor Erlaß des Gesetzes in den Vorstand, Verwaltungs- oder Aufsichtsrath einer Erwerbsgesellschaft oder in ein zur Gründung einer solchen Gesellschaft gebildetes Comite einge treten, so kann die Fortdauer dieses Verhältnisses untersagt werden, wenn die fernere Betheiligung des Beamten, nach Ansicht des vorgesetzten Mini- steriums, dem In'eresse des Dienstes zuwider ist. Urkundlich ic. — Freudiges Aufsehen macht die eben bekannt gewordene Versetzung dee Pfarrers Seib in Groß— umstadt an die badische Grenze(Abtsteinach). Seib, eines der Häupter des reichsseindlichen Ultra- montanismus, hatte arge Zerwürfnisse in seinem Orte hervorgerufen und namentlich den wackern Gerichte einschreiten mußten, die zu Gunsten des Letzteren entschieden. Büdingen. Am 22. Nov. Abends 8 Uhr ist die Prinzessin Adelheid zu Ysenburg⸗Büdingen, nach kurzem Krankenlager, an einer Lungenentzün⸗ dung sanft verschieden. Die Verewigte war am 11. März 1805 geboren. Berlin, 24. November. Abgeordnetenhaus. In Beantwortung der Interpellation Duncker's, die freie Eisenbahnfahrt der Reichstags Abge⸗ ordneten und den Termin der Berufung des Reichs⸗ tages betreffend, erklärt der Vice⸗Ministerpräsident Camphausen: Die Auflösung und Wiederberufung des Reichstages sei eine Prärogative des Kaisers, der Bundesrath könne darüber nicht beschließen und das preußische Ministerium sei nicht in der Lage, darüber Auskunft zu geben. Ueber die freie Eisenbahnfahrt der Reichstags- Abgeordneten sei noch kein Beschluß gefaßt und die Verhandlungen darüber noch in der Schwebe; nähere Auskunft zu geben, müsse das Ministerinm ablehnen. So- dann erfolgte die erste Lesung des Budgets pro 1874. Gegenüber Richter und Miquel vertheidigt der Finanzminister den Etat, indem er auf die seit 1871 eingetretene höhere Dotirung der ge— sammten Ausgaben, namentlich die um's Doppelte erhöhte Dotirung des Cultusministeriums, hinweist und die gleichzeitige wesentliche Minderung der Steuerlast betont. Bezüglich der Aufhebung der Zeitungssteuer liege keine Angelegenheit finanzieller Natur vor, die Angelegenheit solle durch das Reichsgesetz Erledigung finden, welches jetzt mög⸗ lichst beschleunigt werde. Die Aufhebung der Lotterie sei unthunlich, so lange in den Nachbar- staaten Staatslotterien beständen. Ueber den jetzigen Ertrag der Classensteuer, darüber, ob er den Vor⸗ anschlag erreiche oder darüber hinausgehe, vermöge der Minister erst in der zweiten Hälfte des De⸗ cember zuverlässige Antwort zu geben. Die Frage ob nicht erhebliche Mehrbeträge für den Militär- Etat nothwendig seien, werde erwogen. Der Minister empfiehlt Annahme des Etats und thun⸗ lichste Abkürzung der Berathungen. Betreffs der vom Abgeordneten Freiherrn v. Schorlemer-Alst erwähnten Aufrechterhaltung des landwirthschaft⸗ lichen Ministeriums und besserer Dotirung des- selben weist der Finanzminister auf die Fürsorge hin, mit welcher die Dotirung für Chausseebauten kathelischen Lehrer Orth drangsalirt, so daß die sum eine Million vermehrt worden sei, und fügt * —— hinzu, daß das Extraordinarium des Handels ⸗ ministeriums direct der Land wirthschaft zu Gute komme. Der Minister befürwortet sodann die Canalbauten und die Herabsetzung der Eisenjölle, geht auf die pommer'sche Auswanderung über und sagt, dieselbe sei nicht Schuld der Regierung, er habe anheimgegeben, ob nicht pachtlos werdende Domänen des Regierungsbezirks Stralsund zur Ansiedlung von Bauern Familien zu verwenden seien. Das Ministerium vernachlässige die Land⸗ wirthschaft nicht und werde, wenn der jetzige Minister der landwirthschaftlichen Angelegenheiten zurücktrete, was bisher nicht geschehen, nicht blos einen die Politik des Ministeriums unterstützenden, sondern auch einen die landwirthschaftlichen Inte⸗ ressen vertretenden Mann berufen. Das Haus beschließt die Ueberweisung des Etats des Cultus⸗ ministeriums, des Handelsministeriums und der Eisenbahnverwaltung an die Budget ⸗Commission, die Berathung des übrigen Etats im Plenum. — Die Zustimmung des Handelsministeriums zur Erhöhung der Eisenbahn⸗Personen⸗Tarife steht nunmehr ebenfalls fest. Als Einheitssätze sind bis jetzt für die vier Wagenklassen bezw. 7, 5, 3½ und 2 Sgr. auf die Meile, ausschließlich des Aufschlags für Schnellzüge, vorgeschlagen. — Man schreibt der„A. Z.“ aus Berlin: Um das Porto für Vorschußbriefe in Ueberein⸗ stimmung zu setzen mit dem Porto für Briefe mit Werthangabe, sell das erstere vom 1. Jan. 1874 auf 2 Sgr. bei Entfernungen bis 10 geographischen Meilen, auf 4 Sgr. für alle weiteren Entfernungen festgesetzt werden. Für unfrankirte Postvorschuß⸗ briese soll ein Portozuschlag von 1 Sgr. erhoben werden.— Nach einer Bekanntmachung der Reichs⸗ postverwaltung beträgt vom 1. Dec. ab das Porto für Correspondenzkarten nach Amerika auf den Wegen über Bremen, Hamburg und Steitin nur noch einen Silbergroschen. — Die kaiserl. Admiralität beabsichtigt, wie die„D. Nachr.“ vernehmen, bei etwa eintretenden weiteren Verwickelungen in den spanischen Ange⸗ legenheiten noch zwei andere Schiffe der deutschen Kriegsmarine nach den dortigen Gewässern zu senden. Die Fregatten„Kronprinz“ und„Augusta“ würden eintretenden Falls vermuthlich zu diesem Zweck Verwendung finden. Posen. Am 22. d. wurde die Pfändung bei dem Erzbischofe Ledochowski durch den Executions⸗ Inspector König vom Kreisgerichte vorgenommen, die Möbel von drei Zimmern seines Schlosses vollständig abgepfändet. Der Erzbischof war tief erschüttert, bewahrte jedoch eine standhafte Haltung. Cöln. Unter den Krieger⸗Vereinen tritt eine ungewöhnliche Regsarnkeit zu Tage. Anfangs dieses Monats traten zu Ellrich am südlichen Ab⸗ hange des Harzes die Spitzen verschieden:r Krieger⸗ Bünde zusammen, und es schlossen die„rheinische Krieger ⸗Kameradschaft“(zählt schon 3400 Mit⸗ glieder), der„bayerische Krieger Bund“ und die el ere Krieger⸗Kameradschaft“ einen zartell⸗Vertrag ab. Der Hauptverband der west⸗ phälischen Krieger und Landwehr ⸗ Vereine“ ist nachträglich dem Cartell⸗ Vertrag beigetreten, und der Kriegerbund in Württemberg wird ehestens solgen. Die Vereine der„rheinischen Krieger⸗ Kameradschaft“ werden am 14. December in Re⸗ magen(oberhalb Bonn) unter dem Vorsitze des Bundes⸗Präsidenten Fr. Kienemund von hier eine Delegirten Versammlung abhalten; das zweite Bundesfest wird in 1874 in Bonn gefeiert werden. „Düsseldors. Hier hat sich, Dank den Be⸗ mühungen des Sanitätsraths Hasenclever, endlich auch ein altkatholischer Verein gebildet, dem bis jetzt 60 Mitglieder angehören. In Hagen ist die Errichtung einer altkatholischen Pfarrei in Angriff genommen; der Bezirk der neuen Pfarrgemeinde soll den ganzen Kreis Hagen mit Ausschluß der Gemeinde Bommern umfassen. Vorläufig wird jepoch Hagen sich mit den Altkatholiken von Witten unter die Obhut eines einzigen Pfarrers begeben. Das Gehalt desselben ist auf 1000 Thlr. festge⸗ setzt, bei dessen Aufbringung die beiden Gemeinden zur Hälfte participiren. Wilhelmshafen. Capitän Werner scheint in militärischen Kreisen eben so eifrige Gönner, als an eigentlich politischer Stelle beharrliche An⸗ kläger 1 be Wie es heißt, soll die Anklage gegen ihn vor dem Kriegsgericht, das nun wohl nächstens in Wilhelmshafen zusammentreten wird, nicht auf Insubordination gerichtet werden, son⸗ . bloße Ueberschreitung seiner Instructsonen. München. Per katholische Männer Verein zu Oberroth(Schwaben) richtete dieser Tage an den König eine kelegraphische Depesche, in welcher er für dessen„erhabene Worte gegenüber der Füssener Deputation und dem Festredner zu Garmisch seinen allerehrfurchtvollsten Dank aus⸗ spricht und den Schwur der Treue für den ange⸗ stammten König erneuert“. Es ist dieß bis jetzt die einzige Kundgebung dieser Art. Der genannte Verein erhielt aus dem königlichen Cabinet eine Antwort des Inhalts, daß der König die Ver- sicherung treuer Ergebenheit huldvollst entgegen⸗ genommen habe und dem Verein seinen allerhöchsten Dank entbieten lasse. Augsburg. Die„Augsb. Allgem. Ztg.“ bringt folgendes Telegramm aus München: Dem Vernehmen nach wird die unter dem 8. April 1852 erlassene. Ministerial⸗Entschließung, den Vollzug des Concordats betreffend, mit Genehmigung des Königs außer Wirlsamkeit gesetzt werden. Stuttgart. Der„Staats⸗Anz.“ meldet die definitive Ernennung des Justizministers Mittnacht zum Minister der Familien- Angelegenheiten des königlichen Hauses, Minister der auswärtigen An⸗ gelegenheiten und Präsidenten des geheimen Raths Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest. Das Unter⸗ haus nahm am 23. November nach zweistündiger Debatte mit allen gegen die Stimmen der äußersten Linken den Antrag der Rechten an, den Kaiser anläßlich seines Regierungs⸗Jubiläums durch eine Deputation zu beglückwünschen. Das Oberhaus beschloß aus dem gleichen Anlasse, corporativ mit dem Präfidenten als Sprecher an der Spitze zu erscheinen. Frankreich. Paris. Die„Assemblée⸗Na⸗ tionale“, welche in legitimistischen Dingen wohl Bescheid weiß, bestätigt, wenn auch mit einigem Vorbehalt, das schon seit einigen Tagen cireuli⸗ rende Gerücht, daß der Graf Chambord kürzlich incognito nach Frankreich und sogar nach Paris gekommen sei. — Letzten Donnerstag wurde in dem Tempel zum heiligen Geist in der Rue Roquépine zu Paris die zweite Session der General Synode der reformirten Kirche von Frankreich eröffnet. Die Synode besteht aus 108 Delegirten, wovon 54 dem geistlichen und 54 dem weltlichen Stande angehören. — Das„Journal officiel“ meldet, daß die Minister am 25. November ihre Demission ge⸗ geben haben und diese angenommen ist. Man glaubt, das amtliche Blatt werde schon am 27. Nov. das neue Ministerium publieiren. Versailles. In der Sitzung der National- Versammlung am 24. Nov. kam ein Schreiben Mac Mahon's zur Verlesung, worin derselbe der Nationalversammlung für das durch die Verlänger⸗ ung seiner Gewalten ihm bewiesene Vetrauen seinen Dank ausspricht und sagt, daß er der feste Vertheidiger der Ordnung und eine treue Stütze der National⸗Versammlung hinsichtlich ihrer Ent⸗ scheidungen sein werde. Hierauf ergriff Leon Say das Wort um seine Interpellation zu entwickeln. Derselbe machte dem Ministerium den Vorwurf, Wahlen vertagt zu haben, um gewisse Parteien zu begünstigen. Der Minister des Innern, Beuls, wies den Vorwurf zurück, indem er die Unpartei⸗ lichkeit der Regierung in dem hinsichtlich der Wahlen von ihr beobachteten Verfahren darzuthun suchte. Nachdem noch Broglie gesprochen, wurde die einfache Tagesordnung, welche die Regierung anzunehmen erklärt hatte, mit 364 gegen 314 Stimmen beschlossen. Belgien. Brüssel. Die„Indépend.“ erfährt aus Paris, daß die Orleans mit Chambord vollständig gebrochen haben sollen. Letzterer habe Königthums zu erzielen. Die Regierung sei jedoch 18 von diesem Plan benachrichtigt worden und habe eirferser een: 1 1 e e 1 n 24.6 gramm der„Times“ aus Philadelphia vom 24. b. eldet? Der ene e Pla er meldet tele gecphisch von Havanna, daß man mit der Rück⸗ gabe des auf dem„Virginsus“ ese amerikanischen Eigenthums vorschreste. Ver⸗ nehmen nach wird der Congreß eine Politik des Friedens befolgen.. — Von der Goldküste her wird ein zweiter Sieg über die Aschantis gemeldet, der im Verein mit dem ersten den Rückzug des Königs Kosst zur Folge hatte. Oberst Festing hatte das Glück die Aschantis bei einem Frühstück zu überraschen, ihr Lager zu nehmen und eine Quantität Pulder zu zerstören. Die Aschantis faßten indessen nach der ersten Bestürzung wieder Muth, und wagten im Vertrauen auf ihre Ueberzahl einen Front- und Flanken⸗Angriff. Zwei bis drei Stunden dauerte Wix der Kampf im Busch. Die Engländer benutzten mit großem Erfolge die abessinischen Siebenpfünder und Raketen. Der Feind ergriff, als er nichts ausrichten konnte, die Flucht. Auf englischer Seite—— ward einer getödtet, 42 Mann und 5, Officiere — darunter Capitän Godwin schwer— ver⸗ 1 wundet. Die Aschantis sind auf dem Rückzug 0 zum Prah, und Sir Garnet bedauert ungemein,— keine größere Truppenmasse zur Verfügung zu 525 haben um gleich auf Kumassie losgehen zu können. 15 Dem Uebelstande wird wohl in kurzer Zeit schon— abgeholfen sein. lutber Spanien. Madrid. Zu Vertretern der 9055 Regierung sind bestimmt worden: Comyn für Ant London, Rances für Berlin, Balart für Rom.— berge Die amerikanischen Nachrichten“ über hiestge De ⸗ 8. monstrationen des Volkes gegen den amerikanischen 5 Gesandten Sickles werden dementirt. Die Re⸗ 1 gierung meldet, daß eine gütliche Beilegung der defend Virginius Affaire in Aussicht stehe. Die Frage 41 dürfte dem schiedsrichterlichen Spruche einer Groß⸗ bebn macht, wahrscheinlich Deutschland unterbreitet 711 werden. cinsin Italien. Rom. Bei der Berathung des 0 Budgets des auswärtigen Ministeriums in der— Deputirtenkammer entwickelte Mancini einen An⸗ 1 trag zu Gunsten eines einzasetzenden internationalen Schiedsgerichts. Derselbe wurde, nachdem sich Ar auch die Regierung dafür ausgesprochen hatte, eh einstimmig angenommen. Eine bezügliche Anfrage 1 beantwortend, erklärte Visconti⸗Venosta, die Regie⸗ für de rung sei gegen Spanien sehr freundschaftlich ge⸗ nichr sinnt und werde in der Anerkennungsfrage ihrer fü 5 bisherigen Haltung treu bleiben, die derjenigen 15 10 der andern Mächte conform sei. i Aus Stadt und Land. 30 Ku Friedberg. Nach einer längeren Pause fand am woe 16. d. M. wieder eine Versammlung des landw. Casinos Aufge für Friedberg und Umgegend im Saale des Herrn Burck Local statt. Dieselbe war recht zahlreich besucht und wäre es stelle gestattet, hieraus eine Schlußfolgerung zu ziehen, so dürfte Für in dieser Saison wieder einer zahlreicheren Betheiligung** entgegen gesehen werden. Der Vorsitzende, Herr Kreis⸗ ist in assessor Haas, gab diesem Wunsche in seiner Begrüßungs⸗ vero. rede recht lebhaften Ausdruck und forderte die Anwesenden dürfn auf, ihren Einfluß füt eine immer größere Theilnahme zur und Geltung zu bringen. Bei der bierauf vorgenommenen 3 Vorstandswahl wurde Herr Kreisassessor Haas wieder zum Mind Vorsitzenden und Herr Landwirthschaftslehrer Rückert zum waldi Schriftführer per Acclamation gewählt. Herr Kreisassessor dere Haas dankte für das ihm wiederholt bewiesene Vertrauen ting und glauble darin einen Sporn zu finden, anf der betresenen Bahn weiter zu gehen. Hierauf referiete Herr Rückert in ch einem eingehenden Vortrag über Obülbau. Derselbe wies stim besonders auf die Punkte bin, welche nach den vorliegen? werd den Erfahrungen berücksichtigt werden müßten, wenn der g Obstbau nicht zurückgehen, sondern zu einem immer lohnen: 25 deren Zweig der Landwirthschaft herangebildet werden solle, ö was unter den gegenwärlig geschraubten Verhältnissen von Lug der größten Wichtigkeit sei. Nicht eine Vermehrung der Haaf Obstbäume der Zahl nach, sondern eine intensirere Be. der wirtbschaftung sei anzustreben. Referent erläuterte dies ei ausführlich und erklärte zum Schlusse einen besseren Felde bitt schuz im Allgemeinen als sehr wünschenswerth, damit ligt insbesondeere das Obst nicht zu früh geerndtet werde, wie a dies im laufenden Jahre der Fall gewesen sei, wodurch Hot das Fru helz aich dlaß ech dige sondern hr ost dam d die Erndten für die nächsten Jahre vernichtet würden. ul Der Herr Vorsitzende dankte dem Referenten für seinen Nan beabsichtigt, plötzlich in der Nationalversammlung zu erscheinen, um die Proklamation des legitimen! interessanten Vortrag und ging bann über zu dem letzten Gegenstand der Tagesordnung, Jahresfeier des zweijährigen 1 1