nu einem de antigt; Cupüulatt lichen Ge Ständchen, in schönet on endete hissen mii Arthausce. Hoch⸗ u Frank⸗ a9 nie in h letzten An, und — 0 * N N 5 1 1 1 ilieses Geistlichen dem Consistorium zu nennen. Samstag den 23. August. berhessischer! nzeiger. 1 Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —.— —ͤ— — Deutsches Reich. Darmstadt. Der Bericht des Synodal- Ausschusses gelangt in zwei Abtheilungen in den Buchhandel. Die erste Abtheilung ist bereits bei der Verlagshandlung zu beziehen. Schon jetzt fleht fest, daß, wenn die Anträge der Majorität in dem Plenum der Synode zur Annahme ge— langen, der ursprüngliche Regierungs-Entwurf in den wesentlichsten Theilen nicht bestehen bliebe. — Sicherem Vernehmen nach wird der Finanz- ausschuß der ersten Kammer schon in der nächsten Woche zur Berathung des Budgets, wie es aus der zweiten Kammer hervorgegangen ist, zusammen⸗ sreten. Wann der Gesetzgebungs⸗Ausschuß der ersten Kammer sich zusemmenfinden wird, ist da⸗ gegen noch nicht bestimmt. Uebrigens hat der für die drei Verwaltungsgesetze bestellte Referent, der frühere Finanzminister v. Schenck, sein Referat bereits erstattet. — Wie wir aus guter Quelle vernehmen, wurde Hofgerichtsrath Stüber zum Director des hiesigen Hofgerichts ernannt und muß sich deßhalb ale Vertreter des 13. Wahlbezirks der Provinz Starkenburg(Gr. Gerau-Le⸗heim) einer Neuwahl unterwerfen. Sein Gegencandidat war K. J. Hoffmann, zu dessen Ungunsten bei der letzten Wahl nach dem dritten Wahlgang das Loos entschied. Berlin. Die andauernd günstigen Nachrichten, welche über das Befinden des Kaisers eingehen, machen es nach der„A. A. Ztg.“ wahrscheinlich, daß der Versatz Seiner Majestät dem kaiserlich österreichischen Hof einen Besuch zu machen und die Weltausstellung in Augenschein zu nehmen, zegen Ende des Monats September zur Aus- führung gelungen wird, wenn auch für den Aufent⸗ halt in Wien nur einige Tage in Aussicht ge— stommen sind. — Einen großen Antheil an der fortwährenden Zunahme der Auswanderung nach Amerika haben nach der„Cöln. Ztg.“ Verlockungen und Agita⸗ lionen der Ultramontanen daselbst, die auf diese Weise ihrer Kirche, die in Nordamerika schon un— geheuer angewachsen ist und immer mehr Einfluß zewinnt, dort zum Sieg verhelfen wollen. — Der General- Feldmarschall Graf Roon wird dem Vernehmen nach in den letzten Tagen vieses Monats hier eintreffen. Ueberhaupt werden die sämmtlichen Mitglieder des Staatsministeriums zm Ende des Monats hier versammelt sein. — Welchen Werth man dem Besuch des Kron- brinzen bei der dänischen Königsfamilie in Regie ⸗ zungskreisen beilegt, geht daraus hervor, daß die „Prov.⸗Corresp.“ das ministerielle Organ, den dom Kronprinzen in Schloß Fredensborg auf die wiederhergestellte alte Freundschaft zwischen beiden Königshäusern ausgebrachten Toast besonders abdruckt. e Der Bundcsrath hat sich auf den Antrag eines Ausschusses für Handel und Verkehr damit einverstanden erklärt, daß unter den auf Rechnung des Reichs einzuziehenden Landes- Silber-Münzen auch die Kronenthaler österreichischen oder bra— vanter Gepräges inbegriffen sind. Breslau. Das„Schles. Protestantenblatt“, welches gemeldet hatte, daß ein evangelischer Geist— licher beim Einzug des auf einer Firmungsreise be⸗ sindlichen Fürstbischofs Dr. Förster in seiner Gemeinde die Glocken der evangel. Kirche habe läuten lassen, st, wie es schreibt, genöthigt worden, den Namen 5 Posen. Der Bischof Rudigier von Linz hat an den Erzbischof Ledochowski ein Schreiben ge- richtet, in welchem er diesem seine Beglückwünschung und seinen Dank für die wackere Vertheidigung der katholischen Kirche darbringt. Straßburg. Soweit bis jetzt ein Ueber blick möglich ist, sind von sämmtlichen 20 Kreis- tagen nur 7 durch Eidesverweigerung der Mitglieder beschlußunfähig, nämlich einer in Unter ⸗Elsaß, zwei in Ober Elsaß, vier in Lothringen. — In Colmar haben von den 9 Kreistags- Mitgliedern nachträglich 6 den vorgeschriebenen Eid geleistet und ist dadurch die volle Beschluß' fähigkeit des Kreistages erreicht. Ausland. Schweiz. Genf. Wie das„Journal de Gendve“ meldet, ist das Testament des verstorbenen Herzogs Karl von Braunschweig bereits am 19* auf der Kanzlei des hiesigen Civilgerichts geöffnet worden. Die hauptsächlichsten Bestimmungen des vom 5. März 1871 datirten Testamentes sind nach dem genannten Blatte folgende: Die Leiche des Herzogs soll von fünf Aerzten untersucht werden, um zu constatiren, daß sie nicht vergiftet sei, darnach einbalsamirt oder petrificirt werden. Das Leichenbegängniß soll in der Weise wie bei einem Souverän gehalten werden. Die Leiche soll in einem Mausoleum nach dem Muster der Grab denkmäler des Geschlechtes der Scaligeri in Ve- rona bestattet und dem Verstorbenen ein Reiter- standbild, bei welchem auch sein Vater und Großvater zu siguriren hätten, in Bronce und Marmor er- richtet werden. Das Testament verbietet den Testamentsvollstreckern, mit den Verwandten des Herzogs, dem„Prinzen“ Wilhelm von Braun- schweig, dem Exkönig von Hannover, dessen Sohn und dem Herzog von Cambridge, überhaupt mit jedem Mitgliede der Familie, einen Compromiß einzugehen. Die Testamentsvollstrecke, sollen suchen, in den Besitz des in Braunschweig, Hannover, Preußen und Amerika verbliebenen Vermögens einzutreten. Das gesammte bewegliche und unbe⸗ wegliche Vermögen, inbegriffen die Juwelen und die in Braunschweig seit 1830 zurückgehaltene Habe, wird der Stadt Genf vermacht. Der General-Verwalter des herzoglichen Vermögens, Smith in England, erhält eine Million und wird zum Hauptvollstrecker ernannt, Ferdinand Cher bulier, Advokat in Genf, zum Adjunkten. Das Testament ist geschrieben und unterzeichnet von der Hand des Herzogs und am 6. März bei Notar Binet deponirt. Die Höhe der berzoglichen Hinter- lassenschaft wird auf 25 Millionen geschätzt, ein Theil davon befindet sich in Genf. Basel. Den„Baseler Nachr.“ zufolge sind von dem Nachlaß des Herzogs von Braunschweig auf der Handelsbank in Genf 30 Millionen Frs. vorgefunden worden. Das liquidirte Vermögen ohne die deutschen Besitzungen wird auf 50 Mil- lionen geschätzt. Außerdem gehören zu dem Nach- laß drei Hotels in Paris und Immobilien in Amerika. Die Bevölkerung von Genf ist in höchster Freude. Frankreich. Paris. Der Herzog v. Broglie hat von dem deutschen Geschäftsträger eine De⸗ pesche erhalten, in welcher derselbe Namens seiner Regierung wegen der vor kurzer Zeit in Pont à Mousson gegen friedliche deutsche Unterthanen ver⸗ übten Thätlichkeiten reclamirt. ——— — ueber die in Frankreich jetzt herrschende Stimmung gibt nachstehender Bericht ein anschau⸗ liches Bild: Am 16. und 17. d. strömten von allen Seiten Pilgerschaften nach Boulogne sur mer, der Pariser Pilgerzug wurde in Amiens vom commandirenden General Henry begrüßt. In Boulogne fand enthustastischer Empfang durch die Geistlichkeit im kirchlichen Ornate statt, Hochrufe erschallten auf den Papst, auf König Heinrich und Sacré coeur. Am 17. d. M. fand Pontifical⸗ messe statt, Lequette, Bischof von Arras, weihte Frankreich der heiligen Jungfrau in einer langen Kanzelrede, worin er das Vertrauen ausdrückt, daß Frankreich unter dem Beistand Maria's wieder die große Nation und älteste Tochter der Kirche werden würde. Nachmittags erfolgte eine Pro⸗ zession durch die Stadt, bestehend aus mindestens 5000 prachtvoll costümirten Männern, Frauen und Kindern aus den wohlhabenderen Bürgerklassen, mit ungefähr 1000 heiligen Symbolen und Re- liquien und ein paar tausend Bannern, worunter solche aus Elsaß, Paray-le-Monial und England, das durch eine reizend costümirte Deputation ge⸗ tragen wurde.— Siebenhundert Pilger sind am 19. d. von Paris nach Notre Dame de-Liesse bei Laon abgegangen; auch in Notre Dame de⸗Ceignat im Aveyron Departement soll der Zuspruch der Gläubigen sehr bedeutend gewesen sein. — Der Privat⸗Secretär Mac Mahon's hatte sich neulich auf diei oder vier Tage nach Trou⸗ ville begeben, und ein Blatt behauptet, daß er eine geheime Mission des Präsidenten an den ganz nahe dabei in Villers weilenden Grafen von Paris gehabt habe. Diese letztere Angabe hat man sich beeilt, officibs zu dementiren. — Von den gewählten Generalraths-Präst⸗ denten gehören 50 der conservativen Partei, 23 der Linken und 12 dem linken Centrum an.— Es wird versichert, daß der Graf v. Paris gesagt babe, es existire kein orleanistischer Prätendent mehr, aber es bleibe eine orleanistische Partei, welche unveränderlich an den Principien des Königs- thums vom Jahr 1830 festhalte. Diese Erklärung wäre als ein Programm des rechten Centrums zu betrachten. — Gambetta beabsichtigt sofort nach der voll⸗ ständigen Räumung des französischen Gebiets zum Zwecke republikanischer Propaganda eine Rundreise durch die bisher boecupirten Provinzen anzutreten, im Fall Thiers sich nicht entschließen sollte, bei seiner Rückkehr aus der Schweiz den an ihn von Nancy und Luneville ergangenen Einladungen zu enisprechen. f Großbritannien. London. Nach den beiläufig bemerkt noch immer unklaren Nachrichten über die Wegnahme des englischen Dampfers „San Margarita“ oder„Deerhound“ durch ein spanisches Kanonenbosct sceint die Sache zu Er⸗ örterungen zwischen der englschen und der spanischen Regierung zu führen, welche das Capitel über Waffeneinfuhr noch um einiges Material bereichern dürften. Ueber den Thatbestand meldet der Corre⸗ spondent des„Standard“ von Biarritz Folgen- des: Die Wegnahme des„Deerhound“ fand in einiger Entfernung von Fuenterrabig statt, ehe das Schiff die vollständige Lanvung seines Cargos bewerkstelligt batte. Ein Corps von 40 berittenen Carlisten und etwa 2000 Mann zu Fuß mit 18 Ochsenkarren wartete an der Küste. Wie es beißt, zog das Schiff erst die englische Handels- flagge und dann später die Nationalflagge auf. f 1 . ee e n 1624 Das spanische Kanonenboot„Bonaventura“, welches außerhalb lag, kam heran, legte sich Bord an Bord und nahm den Dampfer weg, da sich bei der Untersuchung herausstellte, daß 1500 Gewehre und 100,000 Patronen sein Cargo ausmachten. Widerstand wurde nicht geleistet. Der„Deerhound“ führt auch gar keine Geschütze. Spanien. Perpignan. 2400 Carlisten unter Führung von Don Alphons, Saballs und Tristany haben 3 Colonnen Regierungstruppen zwischen Caserras und Berga in die Flucht ge schlagen. Die Republikaner verloren 200 Mann und eine Kanone.. — Die Verbindungen von Barcelona mit dem übrigen Spanien sind seit dem 20. d. M. unterbrochen, da die Schienenwege abgeschnitten sind. Aus Stadt und Land. iedberg. Se. Königl. Hoheit der Großherzog 1180 sich 97 20. d. M. Vormiftags nach Darmstadt, um J. M. die Königin⸗Mutter, welche seit dem 18. d. M. bei ihrer Schwester, der Frau Prinzessin Carl, zu Besuche weilt, zu begrüßen. Um 1 Uhr nahmen die Herrschaften gemeinschaftlich das Diner im Palais in der Wilhelminen⸗ straße ein und traf S. K. Hoheit um 8 Uhr wieder in Friedberg ein. 0 5 Friedberg. Wir haben das Vergnügen, unseren Lesern mittheilen zu können, daß von sämmilichen in Wien ausgestellten Albumin papieren, wie uns soeben mitgetbeilt wird, dasjenige der Herren Trapp& Münch hier allein die Verdienst⸗Medaille erhalten hat. Friedberg. Wir wollen nicht verfehlen, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, daß in dem Garten des Herrn Altmannsperger dahier ein blühendes Apfel⸗ bäumchen steht, gewiß um diese Jahreszeit eine seltene Naturerscheinung. Offenbach. Am Freitag erhängte sich ein wegen Diebstahls in's hiesige Gefängniß gebrachter verheiratheter Mann von Mühlheim, nachdem er kaum einige Stunden sein neues Logis bezogen hatte.— Am 19. August wurde hier im Main die Leiche eines jungen Burschen geländet, welcher am Sonntag in Hanau beim Baden ertrank.— Unsere Portefeuille⸗Industrie, die bei der Wiener Welt⸗ ausstellung ziemlich stark vertreten war, kann mit dem Urtheil der Jury sehr zufrieden sein. Von den Ausstellern erhielten, wie wir bören, 3 die Fortschriits⸗, 10— 12 andere die Verdienstmedaille und eine gleiche Anzahl ehrende Anerkennungen. Da in Allem nur 32 Firmen ausgestell! hatten, die Firma Mönch aber schon dadurch eine hohe Auszeichnung erhalten hatte, daß ihr Chef, Herr Comm.⸗ Rath Jul. Mönch, zum Miiglied der Jury berufen wurde und deshalb bei Vertheilung der Preise nicht in Betracht kommen konnte, so bleiben von sämmtlichen Ausstellern nur sehr wenige übrig, welche ganz leer ausgingen. Wir werden die Namen der Preisträger, sowie auch der anderen Aussteller Offenbachs, welche ausgezeichnet wurden, sobald wie möglich bier mitheilen. Die Offenbacher Portefeuille⸗ Indusirie soll, wie wir hören, der Wiener den Rang streitig gemacht und im Ganzen 5 pCt. Auszeichnungen mehr wie jene erhalten haben. Bedenkt man, daß die Wiener Fabrikate seither bedeutendes Renomms batten, so muß im Allgemeinen durch unsere Offenbacher Firmen Ausgezeichnetes geleistet worden sein, um ein so günstiges Urtheil, wie das erwähnte, zu erlangen. Darmstadt. Dieser Tage ereignete sich dahier ein recht bezeichnendes Vorkommniß, dessen Wahrheit wir in jeder Beziehung verbürgen. Eine in einer hiesigen Familie beschäftigte Waschfrau lehnte das ihr zum Frübstück an⸗ gebotene Bier ab, desgleichen den bei den Damen der Vütte in der Regel sonst nicht verschnähten Doppelkümmel, und zwar, weil ihr der Arzt Rothwein verordnet, worauf jedoch die wie aus den Wolken gefallene Hausfrau mit dem Bemerken nicht einging, daß, wenn sie rothen Wein hätte, sie ihn jedenfalls selbst trinken würde. Darmstadt. Am 18. und 19. Sept. wird die Defintlorialprüfung der Schulamtsaspiranten dahier ab⸗ gehalten und am ersteren Tage Vormittags 8 Uhr in dem Anitslocal der Oberstudiendirecion beginnen.— Die Prüfung der Aspiranten für Stellen im Medicinalfache findet vom 13. an, die der im Veierinärfache vom 20. Okt. an, bei der Obermedieinalditecton statt. Groß Umstadt. Postsekretär Hoffmann, früber in Offenbach, dann in Friedperg, zuletzt in Bingen stationirt, ist am 19. August in seiner Heimat, Groß Umstadt ge⸗ storben. Wer den Bieden nann und seine Talente kannte, wird den frühen Tod deo Dagingeschiedenen ernstlich be⸗ dauern. Seine vielen Bekannten werden ihm gewiß ein freundliches Andenken bewahren. Höch. Am 20. d. M. ist im Tunnel bei Höchst (Odenwalovahn) ein zur Vornahme von Reparaturen und Verbesserung der Entwässerung aufgestelltes Gerüste durch einen muthmaßlich zu hoch geladenen Wagen eines durch⸗ passirenden Zuges umgerissen und der Tunnel hierdurch für den Betrieb gesperrt worden. Am Nachmitlag war as Geleise geräumt und konnte wieder befahren werden, Groß Biberau. Wie allerwärts, so klagt man auch hier über das schlechte, theilweise sehr schlechte, der (Jesundheit schädliche Bier. Man klagte sogal über Bei— mischung gifuger Substanzen u. s. w., es erfolgte Anzeige und so erschien plötzlich und unangemeldelein einer grötzeren Bierbrauerei dahler eine Untersuchungs-Commission mit! dem Großh. Staatschemiker Dr. Hallwachs aus Darm⸗ stadt, nahm aus verschiedenen Fässern Proben, die ver⸗ siegelt wurden, mit, und werden dieselben nunmehr chemisch untersucht und geprüft. Das Mittel wird wohl vorsich⸗ liger machen, aber schwerlich helfen! Mainz. Am 18. d. M. hat auf der Augustinergasse eine Mutter ihr vierjähriges Kind unter einen daher⸗ rollenden Müllerwagen geworfen oder gestoßen. Rasch ein⸗ springende Männer brachten die Pferde sofort zum Stehen, so daß das Kind nur an dem einen Arme gerädert wurde. Die Anwesenden waren im höchsten Grade entrüstet und wurde die Frau sofort verhaftet. Dieselbe siellte jede böse Absicht in Abrede. N a Mainz. Dieser Tage fand ein Bahnbediensteter in einem Coupe eines ankommenden Zuges ein Körbchen, ent⸗ baltend eine Brieftasche mit Papiergeld und 2 weitere Portmonnaies, ebenfalle mit Geld ꝛc. ꝛc. und brachte der⸗ selbe dieses zur Ablieferung. Etwas später kam der Eigen⸗ thümer athemlos gelaufen und reclamirte sein Körbchen, was ihm auch nach erfolgtem Ausweis anstandslos be⸗ händigt wurde. In der Freude des Wiedererlangens gab er großmüthig dem Finder eine Belohnung in klingender Münze und als derselbe die Hand öffnete und den Betrag ansah, fand er zu seinem Erstaunen, daß dieser in einem Groschen und einem Silbergroschen bestand. Mainz. Der Professor am hiesigen Gymnasium, Dr. Hallemer, der am 19. August während des Unter⸗ richis von einem Schlaganfalle betroffen wurde, i Abends mit Tod abgegangen.— Am 18. d. M. Morgens wollte, wie die„Mzr. Z.“ meldet, eine Frau mit ihren beiden kleinen Kindern ihrem Leben durch Ertrinken in dem Rheine ein Ende machen und beute die weinenden Kinder bereits festgebunden, als Vorübergehende, hierauf aufmerk- 5 gemacht, noch glücklicherweise dem Vorhaben Einhalt thaten. Worms. Am 20. August wurde in einem Garten vor dem Speyerthor die Leiche eines neugeborenen, in Leinwand eingewickelten Kindes gefunden. Die Leiche scheint über die Mauer in den Garten geworsen worden zu sein. Allerlei. Frankfurt. Am Sonntag Morgen ging die von der Gartenvau-Gesellschaft veranstalte Sendung von Ge⸗ müsen aus Frankfurt und Umgegend für die Wiener Welt⸗Ausstellung von hier ab. Es hat sich hierbei eine erfreuliche Betheiligung, namentlich aus Oberrad, kund— gegeben, so daß die Sendung eine sehr umfangreiche war und die verschiedenen Gemüse⸗Sorten in ihrer vollendeten Cultur und Größe gewiß nicht den geringsten Platz unter dem Ausgestellten in Wien einnehmen werden. Am nächsten Freitag wird die Gemüsebau⸗Section ihre Versammlung in Oberrad(zur Stadt Offenbach) abhalten, um die dortigen Gärtner zu einer regen Betheiligung aufzumuntern. Frankfurt. Seit Samstag Morgen wird ein hiesiger, seither in höchster Achtung stehender Advocat vermißt. Der Ort seines Aufenthaltes ist noch nicht ermitttelt. Eine von der Familie unter Hinzuziehung eines Notars sammt Zeugen vorgenommene Juvenlarisirung ergab, daß sämmiliche Depositen und eingegangenen Gelder intact waren. Der Grund, weßhalb besagter Rechtsanwalt seine Va erstadt verlassen, liegt in verunglückter Börsenspecu⸗ lation. Eine einzige Firma A. hat nicht weniger als 36,000 fl. Differenzen zu fordern. Kassel. Hier fand am 19. Aug. ein aus Stadt und Land sehr zahlreich besuchter Schuhmachertag statt, welchen der hiesige Schuhmacher-Verein gelegentlich der Ledermesse veranstaltete. Der Vorsitzende des Frank- furter Vereins, Hr. Ruoff, der als gewandter Redner wohl für einen der bedeutendsten Führer in der Bewegung des deutschen Schuhmacherhandwerks gelten kann, hielt in dieser Versammlung einen dreistün digen Vortrag im In⸗ teresse der Verbesserung und Hebung des Gewerbes und gab damit die Anregung zu weiteren practischen Unter⸗ nehmungen. Hannover. Das Straußenweibchen im Zoologischen Garten hafte ein Ei gelegt. Von dem 3pfündigen Inhalte wurde ein Pfannkuchen gebacken, welcher 7 Personen, die sich darüber her viach en, vollkommen sätligte. Wien. Am 14. August Abends, bevor noch die Votstellung ihren Anfang genommen hatte, erscholl plötz lich im Theater an der Wien der Schreckensruf: „Feuer!“ Das Kleidchen der Tänzerin Fräulein Walter batte sich an einer brennenden Kecze, die ein Arbei er unvorsichtiger Weise am Boden stehen gelassen hatte, enr⸗ zündet und im Nu war die Aeumste in ein Flammenmeer gehüllt. Schreck nerfülln flüchteten die Tänzerinnen. Fräu⸗ lein Walter selbst stürzte, jammernd und schreiend, rück⸗ wärts vinter die Coulissen, einen Statisten, der sie auf⸗ halten wollte, stieß sie zurück und sank dann erschöpft zusammen. Der Arzt, der die erste Hülfe leistete, con- statirte äußerst gefährliche Brandwunden, insbesondere an den Füßen und am Nacken. Die Verunglückte wurde auf einer Tragbahre in ihre Wohnung gebracht und ist nach 24 Stunden gestorben.* New⸗NYNork. Das Kriegsgericht über die gefangenen Medoc Indianer begann seine Sitzingen in Fort Klamath, Oregon, am J. Juli. Nur die des Mordes des Generals Canby und der Friedeuscommissare beschuldigten Indianer wurden vorgeführt. Die Verhandlungen danerten bis zun 9 Juli. Das Urtbeil des Kriegs gerichis wird ge— heim gehalien und soll dem Präsidensen zur Bestätigung vorgelen werden. Civilbebörsen des Staates ürerliefert werden. 12 9 Mealschule zu Friedberg. die Gelegenheit, im Interesse meiner Mitbürger wieder einmal darauf aufmerksam zu machen, wie großen Nachtheilen es venisft Schüler in späterem Lebensalter, oder mit nicht hinreichender Vorbildung der Realschule übergeben werden. Die neue Organisation derselben besteht tober) steht nahe bevor, und ich ergreife d die Vortheile einer solchen Bildungsanstalt noch nicht genug schätzen gelernt und übergibt ihr die Knaben nicht rechtzeitig. Dazu lommt noch, daß seit zwei Jahren der Schulschluß von Pfingsten auf Herbst verlegt worden ist, was ebenfalls noch der Beachtung dee Publikums entgangen zu sein scheint. Daher ist es gekommen, daß wir hältniß große Anzahl von Schülern mitten im Schuljabre übergeben bekamen. Hat dies schon Nachtheile, wenn es im ersten Drittel des Schul- jahres geschieht, so wird es für die Anstalt und die Schüler von geradezu verderblicher Wirkung, wenn es in der letzten Hälfte desselben stattfindet. Man kann doch die neuen Schüler, die nirgends bei und an den Gang des Unterrichts nicht ge⸗ wöhnt sind, nicht genz unberücksichtigt lassen, und so hemmen sie den Fortgang des Unterrichts für die andern, ohne daß sie selbst nennenswerthen Nutzen davon haben. Kommt nun noch dazu, oft mehrere Fächer nachzuholen, beziehungsweise ganz neu zu erlernen haben, wobei es sich häufig trifft, daß sie 3 bis 4 Jahrgänge einholen sollen, so kann man sich denken, welche Anstrengung dieser Umstand für sie in Gefolge hat. Meist arbeiten sie sich einige wenige Jahre ab und hören dann geworden sind und nun die Anstalt in den mitt⸗ leren Classen verlassen, so daß sie fast gar keinen Erfolg erzielt haben. Dadurch wird die Wirk⸗ samkeit der Schule gelähmt, und ihr Ansehen geschädigt.— Besonders machen wir darauf auf⸗ merksam, daß es zwei Fächer sind, welche in der Regel den Anstoß erregen: das Französische, welches bei uns schon im 9. Lebensjahre begonnen wird, und die Geometrie, welche in den Volks⸗ schulen gar nicht und in den Privatanstalten meist ungenügend betrieben wird.— Ich bitte darum und, nach Umständen, mit dem Anfang des Schuljahres uns zu übergeben. Dr. Möller, Realschuldirector. Accht kölnisches Wasser von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.: Johann Maria Farina in Cöln. Bad⸗Nauheim. Möbel-, Spiegel- und Tapeten-Laget, 17 größte Auswahl in Rouleaux und Vorhangleisten Sommerjalousien in allen Größen empfiehlt H. Blens dorf, Hof⸗Tapezier. Große steinerne Töpfe, Die schon feüher von der Grand Jury 208 n 5 2 in Ofegon wegen Mordes angeklagten Modoc-IndianerEuglische Sovereigns„„ werden nicht ver ein Kriegsgericht gestellt, sondern den Nussische Imperiales a 5„ 224½—25½ 2161 von eirea 6 bis en Inhalt, empfiehlt zum Einmachen von Gemüsen, Gurken dc. 5 N M. D. Loeb. 1 Geld Cours. Frankfurt am 21. August 1873. Preußische Friedrichsd'or..„fl. 9 58—59 Pistolen 10 48 e lle Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 52—34 Ducaten ern, 55 5 31—33 Ducaten al marco,„ 5 33—35 ⸗Frankenstücke„ 9 20 21 11 4648 8 9 38—40 Dollars in Gold N 0 Der Anfang des neuen Schuljahres(20. Ok. iu, wen nun zwar schon mehrere Jabre, allein man hat besonders in dem letzten Schuljahre eine unver⸗ daß solche Schüler nicht nur 1 Fach, sondern für dieje mitten in ihrem Laufe auf, weil sie schon zu alt wiederholt, die Kinder möglichst frühzeitig Betreff sches ur Ni ringen Irüfunge 8. ür dieje 4 D für dieje 1 Honra. — Do Oberin ald, zur sers Ren 9— Mei G. Starken jeses G Ber sebrt ber sungsges Mögen lichte, inatine⸗ sundenen bn wahrt sächst ei es f. urch e unntlich orden; fachen 1 Wien sabn in N S