r A 34. er. Samstag den 22. März. 2 1 1 berhessischer Anzei Erscheint jeden Di titzeil f 2 5 8 4 wird mit 3 857 e berechnet. Kreisblatt sür den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Af Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: * m 8 Nr. 11. sub 1. Bekanntmachung, die Einberufung der außerordentlichen Synode zur begutachtenden Veratbung des Entwurfs einer Verfassung für die evange⸗ u baue fich Kirche des Großherzogthums betreffend.— sub 2. Bekanntmachung, Abänderungen des Postreglemenis vom 30. Nov. 1871 beireffend.— sub 3. Bekanntmachung, ch adi eneuervergütung bei der Ausfuhr von Bier belreffend. Seite 1 Nr. 12. Rechnungsablage über die Verwendung der für 1870 im Großherzogthum ausgeschriebenen Brandentschädigungsbeiträge belreffend. Nen if%% Friedberg am 19. März 1878. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. iht wn Ter a p p. 1 1 heffend: Einrichtung eines Obsibaumwärter⸗ und eines Wiesenwärter-Cursus zu Friedberg. Friedberg den 20. Marz 1873. enhasg x Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. er, in mehreren Nummern des Ober⸗ ä Indem wir Sie auf die beiden Bekanntmachungen des Curatoriums der Ackerbauschule dahi „% e bisschen Anzeigers, betreffend: Die Einrichtung eines Obstbaumwärter-Cursus und eines Wiesenwärter⸗Cursus zu Akedberg aufmerksam machen, empfehlen wir Ihnen sich im Interesse Ihrer Gemeinden für beide Unternehmen thunlichst zu bemühen. igt det— „ Sasache ist, daß es in vielen Gemeinden sowohl an tüchtigen Obstbaumwärtern wie an Wiesenwärtern fehlt, daß der Mangel an ersteren den Obstbau nicht auf die gedeihliche Stufe kommen läßt, die er verdient, und andererseits der Abgang an qualificirten Wiesenwärtern 5 run zu häufig die Schuld trägt, daß mit großen Kosten ausgeführte Wiesenanlagen verfallen. ch, ben belt Wir beauftragen Sie gleichzeitig: Verhen 10 zu Obstbaumwärtern oder Wiesenwärtern geeignete Leute aufzusuchen, welche gesonnen sind, für die fraglichen Dienste sich auszubilden; binn I den Gemeinderath wegen Verwilligung einer entsprechenden Unterstützung für dieselben zu vernehmen. 5 Ueber das Resultat Ihrer Bemühungen erwarten wir berichtliche Vorlage, geeigneten Falls unter Beifügung der Berathungs⸗ Int okolle, längstens bis zum 31. d. Mts. 9 Wir fügen noch bei, daß Theilnehmer au senelben nur eine geringe Ausgabe für Mittagskost erwächst. Unterrichts⸗Cursus im Wiesenbau an der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen zu Friedberg. nl e. Nachdem der Vereinskulturtechniker, Herr Wiesenbaumeister Der Unterricht ist unentgeltlich und wird von dem Wiesenbau⸗ 1 khan ne b, seinen ständigen Wohnsitz in Friedberg genommen, ist die[meister und von Lehrern der Ackerbauschule ertheilt. Aufnahmefähig sind , Aen. Felbindung einer Wiesenbauschule mit der hiesigen Ackerbauschule junge Leute, welche eine Ackerbauschule besucht, angehende Geometer, Bauaspiranten, solche die bereits einige Kenntnisse im Wiesenbau 25 Lusichtigt und hat der Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins „ ien Oberhessen in seiner Sitzung vom 25. Januar d. J. auf Antrag der haben und sich diesem Fach widmen wollen. Eine entsprechende Anzahl der Theilnehmer wird voraussichtlich bee lierzeichneten zur Abhaltung eines Unterrichtscursus im Wiesenbau⸗ beten d dad bereits für das laufende Jahr die erforderlichen Geldmittel gewährt. alsbald nach Absolvirung des Unterrichtscursus als Gehülfen des Wiesenbaumeisters beziehungsweise als Wiesenbauaufseher je nach Es ist hierbei von der Erwägung ausgegangen worden, daß in Technikern fraglicher Kategorie dermalen thatsächlich Mangel[Befähigung gegen entsprechende Vergütung, bei den in allen Theilen ser'scht und der Vereinswiesenbaumeister zur Bewältigung der sich] der Provinz in der Ansführung begriffenen Meliorations-Unter⸗ senwährend vermehrenden Aufträge zur Aufstellung und Ausführung nehmungen Verwendung finden und ist denselben hierbei volle Gelegen⸗ —— os Culturplänen nur dann im Stande ist, wenn ihm demnächst eine heit zu ihrer Ausbildung als selbstständige Techniker gegeben. prechende Zahl von Gehülfen und Wiesenbauaufsehern zur Anmeldungen haben thunlichst bald laͤngstens bis zum 7. April d. J. ate steht. unter Vorlage eines Führungsattestes, etwaiger Zeugnisse über Schul⸗ Der Unterricht sell am 21. April d. J. beginnen und bis zum besuch, Prüfungen ꝛc. bei dem unterzeichneten Curatorium zu erfolgen, Deutsch, Schönschreiben, tech- das zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist. en s den näher gelegenen Orten die Curse täglich von dort aus besuchen können, so daß T rn p * 1 * c. n. Juni d. J. dauern. Er umfaßt: N t at ces Rechnen, Geometrie, Botanik, Feldmeßkunst, Nivelliren, Plan⸗ Friedberg den 20. März 1873. * ichnen, Aufstellung von Culturplänen und Kostenübrschlägen, Theorie Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins * i Wiesenbaues, der Drainage ꝛc. verbunden mit Demonstrationen für Oberhessen zu Friedberg. „ 1 u praktischen Uebungen bei den in Ausführung begriffenen Melio⸗ Trapp, Lindeck, Haas, t un dionsanlagen. Regierungsrath. Rentamtmann. Kreisassessor. n ö 4*— 7 2 — Wiesenwärter⸗Cursus ssen zu Friedberg. des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhe Der Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen hat, culturtechnikers beschästigt und instruirt und kann denselben je nach Leistung dabei der ortsübliche Taglohn vergütet werden. Antrag der Unterzeichneten, in seiner Sitzung am 25. Januar d. J. uß gefaßt, daß auf Kosten dieses Vereins ein prac⸗ Man darf erwarten, daß die Bezirksvereine, Gemeinden und andere Wiesenwärter zu Friedberg eingerichtet und die] Interessenten den Theilnehmern an diesem Cursus eine Unterstützung für tung dem seinen Wohnsitz ständig in Friedberg nehmenden Culturtechniker die Bestreitung der Reisekosten, der Wohnung und der Belöstigung be- — Vereins, Herrn Wiesenbaumeister Greb, übertragen werven olle. willigen, wofür bei entfernt wohnenden ein Betrag von 30— 40 fl. ge⸗ Es ist dringend nöthig junge Leute beranzubilden, welche bei Aus- nügen wird, während es keinem Anstande unterliegt, daß Theilnehmer aus dungen ührung größerer Wiesenculturen als Arbeitsausseher resp. Vorarbeiter, der Nähe Friedbergs Abends nach Hause zurückkehren und hierdurch einen er 1 an icbesondere aber als Wiesenwärter füt Gemeinden und Consortien Aufwand für Wohnung vermeiden. bel bnwendung finden, damit die mit großen Kosten hergestellten künslichen Wir machen Gemeinden, welche die weitere Ausbildung ihrer Auen bn siesenanlagen nicht durch Mangel an Aufsicht und Pflege zu Grunde gehen. Wiesenwärter wünschen und junge Männer, welche sich diesem Dienstt „„ in. Der Cursus ist auf die Dauer von 6 Wochen berechnet, beginnt widmen wollen, auf die dargebotene Gelegenheit mit dem Bemerken auf- 1. U 5000 6 lar 17. April d. J., hat mit dem gleichzeitig eröffneten Obstbaumwärter⸗ merksam, daß Anmeldungen um Zulassung zum Lehr- Cursus bis zum 7e bursus den Unterricht im Schreiben, Rechnen, Vermessen, Pflanzenernährung 5. April d. J. unter Vorlegung eines Bürgermeistereizeugnisses über unn lt N f 2 1 zmeinschaftlich, während die übrige Zett zur praetischen Aus bildung bee seitherige Führung bei dem unterzeichneten Curatorium einzureichen sind. 3 b, Immt it. Diese umfaßt eine gründliche Unterweisung, 9. Friedberg den 20. März 1873 g 5 incti i i i jesenbau und in der Drainage 0 i g. a e d eee der Ausübung der] Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für e, und Entwässerung und der Instandhaltung und Pflege der Wässe⸗ eee* ö sungs wiesen. Zu diesem Behufe werden die Theilnehmer an den im Kreise Trapp, Lindeck, Y aas, ter Leitung des Vereins- Regierungsrath. Rentamtmann. Kreisassessor. 4 2 Fnedberg in Ausführung begriffenen Anlagen un Bekanntmachung. 19 Den Faselmarkt zu Bad⸗Nauheim betreffend. Der diesjährige Fasel Markt des landwirthfchaftl. Bezirks⸗ vereins Friedberg soll: Donnerstag den 3. April d. J. zu Bad⸗ Nauheim stattfinden. Sämmtliche aufgetriebenen Fasel werden zu bestellenden Commission gemustert und den Besitzern der als preis- würdig erkannten Thiere Geldprämien zugebilligt, zu welchem Behufe von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein und der Stadt Bad⸗Nau⸗ heim entsprechende Beträge zur Disposition gestellt sind. ob die Thiere im Kreise Friedberg miirung erfolgt ohne Ansehung, f und von dem Besitzer gezüchtet sind oder nicht. Fasel, welche fur Gemeinde Dienste thun und solche, die um bung ausgeschlossen. vergütung ausgezahlt. von einer durch uns Die Prä⸗ 8 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze, sind von der Preisbe wer Den Besitzern tauglich befundener aber nich prämiirter und nicht verkaufter Fasel wird auf Verlangen eine Weg Nicht genügend gefesselte und geführte Thien werden vom Platze weggewiesen. 0 Es wird gebeten, alle Verkäufe dem am Platze anwesen den Großherzoglichen Bürgermeister von Bad⸗Nauheim anzuzeigen. Wir laden alle Landwirthe und sonstige Interessenten zum Be suche des Marktes ein. 0 g Friedberg den 13. März 1873. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ö ö Ter a p p. Deutsches Reich. Berlin, 19. März. Das Abgeordnetenhaus hat in zweiter Berathung das Gesetz über den Austritt aus der Kirche angenommen. Der von dem Abgeordneten Warburg zu F. 8 gestellte An⸗ trag gegen die Ausschließung der Juden ven dem Gesetze, welchen Lasker vertheidigte, wird zurück⸗ gezogen, nachdem der Cultus minister erklärt hatte, ein entsprechendes Gesetz werde wahrscheinlich in der nächsten Session vorgelegt werden, die bezüg⸗ lichen Arbeiten seien bereits begonnen. — 19. März. Reichstagssitzung. Am Tische des Bundesrathes zahlreiche Mitglieder desselben, darunter der Präsident Delbrück. Auf der Tages- ordnung steht zunächst der von den Abgeordneten Windthorst(Berlin), Herz, Duncker, Biedermann, Elben, v. Stauffenberg und Völk eingebrachte Entwurf eines Reichspreßgesetzes. Unterstützt ist er von 73 Mitgliedern verschiedener liberalen Frae⸗ tionen, u. A. von Brockhaus, Mosle, Miquel, Ziegler, Lasker, Sonnemann, Wehrenpfennig, Hinschius und Schulze. Das Gesetz wurde an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. Es folgte die Berathung des Antrags der Abgg. Schraps und Sonnemann, die Aufhebung der gegen den Abg. Bebel erkannten Haft für die Dauer der gegenwärtigen Sitzungsperiode zu ver⸗ langen. Der Antrag Schraps wurde nach kurzer Debatte mit sehr großer Majorität abgelehnt. — Die„Provinzial ⸗Correspondenz“ meldet in einem Artikel über den Abschluß mit Frankreich außer dem bekannten Inhalte des Vertrags, daß bis zur Ausführung der Räumung die inzwischen zu räumenden Departements und Bezirk und Festung Belfort als neutrales Gebiet gelten und keine festen Werke in demselben angelegt werden dürfen. — Die Hauptverwaltung der Staatsschulden kündigt zum 1. October diejenigen Beträge der preußischen Anleihen von den Jahren 1848, 1854, 1855, 1857 und 1859, welche nicht convertirt oder consolidirt worden. Der einzulösende Be⸗ trag macht etwa 22 Millionen Thaler aus; die gekündigten Schuldverschreibungen können auch schon jetzt eingelöst werden. — Der Kronprinz wird seine Absicht, der Eröffnung der Wiener Weltausstellung beizuwohnen, aufgeben, da die Aerzte ihm fernere Schonung dringend empfohlen haben. — Die Nachricht, Bismarck werde sich nach der Berathung der Kirchengesetze im Landtage gänzlich aus dem preußischen Ministerium zurück⸗ ziehen, bezweifeln unterrichtete Kreise. Bismarck hatte allerdings zu Ende des verflossenen Jahres diese Absicht, ist davon aber zurückgekommen. Kassel. Nach einer der„Hessischen Morgen- Zeitung“ aus Fulda zugekommenen Mittheilung aus sicherer Quelle wird die Zusammenkunft sämmt⸗ licher deutschen Bischöfe am 5. Juni d. J. da⸗ selbst stattfinden. Frankfurt. Das„Journal“ erhält folgende Privatdepesche aus Berlin: 18. März. Nach dem Friedrichshain, dem Begräbnißplatz der März⸗ kämpfer von 1848, strömen Tausende von Menschen. Bedeutende Polizeibeamten sind aufgeboten, hindern indeß die Ausschmückung des Platzes nicht. Um 3 Uhr wurden Lieder zum Preise der Freiheits- kämpfer angestimmt. Die Polizei untersagt das Singen, wird aber verhöhnt. Das berittene Schutzmann⸗ Corps bricht hervor aus den an⸗ grenzenden Straßen und räumt unter Steinwürfen den Friedrichshain. für den Abend umfassende Maßregeln. Polizeipräsident Madai trifft Es sind viele Verwundungen, darunter schwere, vor- gekommen. Braunschweig. Die Landesversammlung hat am 18. d. einstimmig den Erlaß einer Adresse an den Herzog wegen Abschlusses einer Militär- convention mit Preußen beschlossen. Lengsfeld. Herzog Georg von Meiningen hat sich in der Stille mit der Hofschauspielerin Franz, welche zur Freifrau von Heldburg erhoben worden, vermählt. Bonn. Die drei Barone, welche die be⸗ kannte Depesche an den Papst erlassen hatten, des- halb angeklagt und vom Zuchtpolizeigerichte frei⸗ gesprochen worden waren, müssen am 7. April d. J. nochmals an Gerichtsstelle erscheinen, da die Staats- anwaltschaft gegen das freisprechende Urtheil Be⸗ rufung eingelegt hatte. Stuttgart. Die Commission der Kammer der Standesherrn beschloß, in Betreff des Retab⸗ lissementsgesetzes, den Beschlüssen des Abgeordneten⸗ hauses beizutreten, und zwei Bitten an die Staats- regierung hinzuzufügen: Dieselbe wolle möglichste Sparsamkeit eintreten lassen und ferner dahin wirken, daß Südwestdeutschland und der Schwarz⸗ wald durch die Anlage von Reichsfestungen ge⸗ sichet werde. Der Landtag wird voraussichtlich Sonnabend geschlossen werden. Straßburg. Sämmtliche aus der franzö⸗ sischen Zeit im Dienste gebliebenen Justizpersonen, 53 an der Zahl, haben den Diensteid geleistet, worin sie dem deutschen Kaiser Treue und Ge⸗ horsam schwören. Ausland Schweiz. Bern, 18. März. Der Bundes- rath hat in seiner Antwort auf die zweite fran⸗ zösische Note, betreffend die Ligne d'Italie, erklärt: Er könne in dem Conflict von seinem anfäng⸗ lichen Standpunkt nicht abweichen und sich durch keine Vorbehalte im Vorgehen gegen die den schweiztrischen Gesetzen unterstehende Gesellschaft einschränken lassen. — Der Regierungsrath von Bern hat be⸗ schlossen, bei dem Appellations- und Cassationshofe die Abberufung sämmtlicher 97 katholischen Geist⸗ lichen des Jur!, welche den Protest gegen die Verfügungen der Regierung in Betreff der Aus- führung der Diöcesanbeschlüsse unterzeichnet haben, zu beantragen. Bis zum gerichtlichen Entscheide sind ihre Functionen einzustellen. Fügen sich die Geistlichen innerhalb 14 Tagen, so wird der Ab⸗ berufungs⸗Antrag zurückgenommen. — 19. März. Der große Rath des Cantons Neuenburg hat das neue liberale Kirchengesetz mit 48 gegen 32 Stimmen in erster Lesung ange- nommen.— Der Regierungsrath von Bern hat drei Bataillone auf Piquet gestellt. — 20. März. Der große Rath des Cantons Neuenburg hat beschlossen, an den Bundesrath eine Zustimmungs-Adresse wegen seiner Haltung dem Ultramontanismus gegenüber zu richten. Im Berner Jura ist die Ruhe bis jetzt noch nicht gestört. Genf. Am 18. d. M. Abends hielt Pater Hyacinthe seinen ersten Vortrag. Der Saal war gedrängt voll und waren nach ungefährer Schätzung 3000 Personen anwesend. Das Thema des Vor⸗ trags war: Beziehungen der Kirche zu dem modernen Staat. Hyacinthe wird mit Applaus und atheistischen Lehren geißelt, welche in del ersten Revolution und in der Commune geglaubf hätten, die Kirche durch Schaffot und Mord unterdrücken zu können. Hyacinthe empfiehlt Einig keit zwischen Kirche und Staat innerhalb des Grenzen, welche beiden durch göttliches Manda vorgezeichnet seien, und erkennt keine andere Kircht an als die, welche auf wahres Christenthum ge⸗ gründet sei. Hyaeinthe wird seine Vorlesungen fortsetzen und ist bereits von mehreren Städten! der französischen Schweiz berufen worden. Frankreich. Versailles, 18. März. Ji der Nationalversammlung legte Remusat den Ver) trag mit Deutschland vor und verlas denselben“ Die Postconvention mit Rußland wurde ange⸗ nommen; die Discussion über den Antrag Tirard wurde vertagt, da Thiers zu sprechen wünscht. — 19. März. In der Nationalversammlung stattete Victor Lefrane, welcher heute von der mil der Prüfung des Vertrages mit Deutschland be— auftragten Commission zum Berichterstatter ernannt ist, seinen Bericht ab, worin er unter Hervor⸗ hebung der von dem Präfidenten Thiers und der Regierung dem Lande dargebrachten Huldigung die von der Finanzverwaltung bewiesene Geschick⸗ lichkeit eonstatirt und den Sympathien Frankreichs für das heroische Verdun Ausdruck gibt. Die Versammlung nahm einstimmig den Vertrag an, Einige Journale melden, daß in einigen oceupirten Orten die Nachricht über die baldige Befreiung entschuldbare, aber ärgerliche Manifestationen ver“ anlaßt habe. Preußische Offiziere seien auf der Straße absichtlich angerannt worden; indessen hätten die deutschen Militärbehörden, den Umständen Rechnung tragend, sich jeder Art von Repressiv- Maßregeln enthalten. Großbritannien. London. Der„Times“ zufolge weist das Budget in der Einnahme 76 Mill., in der Ausgabe warscheinlich 71 Mill. L. nach. Spanien. Madrid. Franzesco Salmeron ist zum Präsidenten der Nationalversammlung mit 91 gegen 83 Stimmen, Ortez zum Vicepräfidenten gewählt worden. Italien. Rom, 18. März. Nicotera ent“ 0 wickelte in der Deputirtenkammer seinen Antrag wegen der bis längstens 1874 zu vollendenden Armirung der Festungen. Der Kriegsminister Ricotti acceptirte den Antrag theilweise, jedoch! unter Vorbehalt der zu verwendenden Summe. — 19. März. die Ausrüstung der Armee, berathen. Der Finanz. minister Sella bekämpfte den Antrag, welcher die Ausgabe weiterer 50 Millionen erfordern und eine Erhöhung aller Steuern um 10 Prozent zur Folge haben würde. Er sei geneigt, das Kriegs Budget auf 170 Millionen zu erhöhen, wolle aber lieber zurücktreten, als den Steuerträgern neue Lasten aufbürden. Griechenland. Athen, 10. März. Die Kammer wurde durch den König in Person er- öffnet. Ausrottung der Räuber an der Grenze und dar⸗ über hinaus, welche durch ein neues Bündniß mit der Türkei erreicht werden soll, die Gründung einer allgemeinen Credit- und einer Grundbesitz bank, die Bildung einer Agrikulturgesellschaft zun Hebung der Landwirthschaft, den Bau zweier 1 0 l Eisenbahnen von Patras nach Pyrgos und von überschüttet, besonders, als er die jacobinischen Piräeus nach Lamla ꝛc. ꝛc. 0 1 J 0 1 In der heutigen Kammer sitzung wurde der Antrag Nicotera's, betreffend Die Thronrede verheißt die gänzliche 8 7 Kreise erte Wart 1 Wolde bon! eig Ihetre n 5 Inn 1 5