Dienstag den 21. October. M 123. „ dun. 5 0 7 0 2. Oder 17 2 8 N 1 1 0 3 f ise. Suche u schein 10 1 Di 75 5 ie Petitzeile 135 1 8 8 Erscheint jed asser ting 5 wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Helden Samstag. hoben einn— artei ü 1 l 8 Amtlicher Theil. 1 1 2 7 280 82 2 Ur. Kern, etre fend: Die Einsendung der Verzeichnisse über die durch Beitteibung der Communalintraden entstandenen roglie em. Kosten vom 3. Quartal d. J. Bundes. 1 daß U 14 1 1 4 dt, agilire. dei Ofßtierr , in dn eizuwohntn. 4 Efnnerung. Friedberg am 17. October 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir bringen die sofortige Einsendung der obigen Verzeichnisse insoweit es noch nicht von Ihnen geschehen ist, bei Meidung der Abholung Trapp. An die Herren Bürgermeister des Kreises. Von der Verlags Buchhandlung in Berlin ist der Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Vercine des Großher— anzösiscen gebins eine große Parthie des landwirthschaftlichen Kalenders von Lippe Weißenfeld für 1874, der im Bezuge von größeren Parthien wie der alten dn walrige zum Preise von 12 Kreuzer für das Exemplar abgegeben werben soll, zugestellt worden. Der Kalender bringt neben Neuem auch die , daß si arsetzung der in dem 1873er nicht zu Ende gebrachten Aufsätze. don den in welchen m tird, so ersuche ich Sie, bei den Landwirthen Ihrer und mir die Listen dann baldigst zuzusenden. en Führern Friedberg am 19. October 1873. Da der vorjährige Kalender so allgemeinen Beifall gefunden hat und dies wie man voraussetzen kann, auch bei dem für 1874 der Fall Gemeinden Listen zum Einschreiben ihres Bedarfs durch die Polizeidiener herumtragen zu. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. zung ds e e uber den— 0 5 5 8 3 2 5 05 2 Nepen, Deutsches Reich. zogihums Hessen von den betbeiligten adeligen Familien Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens 8. rmstadt. Das Großherzogliche Regie- Dqpesch ngell att Nr. 43 enthält: opel ver⸗ 0 3 f 1b 1. Alerböchste Verordnung, die Fortführung der Grund⸗ fel Al chir letreffend. ren Fal 11 Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der ine sagl, bewog haben allergnäbigst geruht: am 7. Sept. dem nich in n aufsetzer bei der Bade⸗Ditection Bad⸗ Nauheim, gesullalt rt ack, sowie dessen Frau Thetese Rack das Militär ⸗ 1 nstäs⸗Kreuz, dem Kreisbauaufseher bei dem Kreisbau⸗ sertichtel, tei dverg, Thomas Nessel, das silberne Kreuz des f gegeden. ile Ordeus, am 10. Sept. dem Gemeinde-Forstwarten 91 habe Wen selsheim, in der Oberförsteret Wendelsheim, Joh. 1 ol, tes allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für erhalt. jäbtis treue Dienste“ und am 21. Sept. dem Forst⸗ Agen kon- rum er Forstwartei Groß⸗Gerauer Fallihorhaus in der hethötterei Woogsdamm, Förster Johannes Zulauf, das 1 lib geitste Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für lang⸗ Die libe tze reue Dienste“ zu verleihen. 1 Kaisert Seine Königliche Hoheit 15 prüden Citherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Aug. land fit ne Rebscher von Neustadt im Odenwalde zu ge⸗ igland, Haß dieselbe in Zukunft sialt des bisherigen den päpflliche miitaamen Oster, and 15. Sept. der Caroline Schwab bei B71 Ki ar zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft slatt des tönt sich ar den Familiennamen Geisert und am 19. Sept. alt ter ben lüdtischen Mädchenschulgruppe zu Darmstadt und „ pelden en err an der 5. Classe der höheren Mäcochenschule 1 Derngadt, Milprediger Adolph Mitzenius, die Sbelle it 5h im Kr. Gießen, zu übertragen; am 26. Sept. 5100 1 11 I., Dr. Herrman Pfeiffer, zum Miigllede urn astelle für die Landesstatistik und den Oberrech⸗ Ii e age pio ator 2. Classe bei der 2. Abtheilung der Justi⸗ 150 i une, Oberrechnungokammer, Hermann Vogel, zum Vertechengsprobator 1. Classe bei dieser Behörde zu j am 27. Sept. die in Gemäßheit der Art. 2, ber Declaration vom 31. Januar 1837 über die Aga ber Verwaltung des diesseitigen Kaufunger dds an die Althesffische Ritterschaft des Großher⸗ Polizei-Commissär 1. Classe des Polizei-Commissariates zu den drei Obervorstehern gewählten und präsentirten Oberst Kammerherrn Hermann Freiherrn von Nordeck zur Rabenau in Darmstadt, Kammerherrn, wirklichen Geheime— ratb und Finanzminister a. D. Friedrich Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg in Darmstadt und Georß Frei— herrn Riedesel zu Eisenbach auf Altenburg, in der gedachten Eigenschaft landesherrlich zu bestätigen; am 3. Oct. dem Schullehrer an der 3. evang. Schule zu Echzell, im Kr. Nidda, Julius Hof, die 2. evang. Schulstelle daselbst, dem Schullehrer an der kath. Stadtschule zu Mainz, Johannes Reckert, die kath. Schulstelle zu Zahlvach, im Kr. Mainz, und dem Schulamtsaspiranten Heinrich Schaad aus Ruppertosburg, im Kr. Schotten, die evang. Schulstelle zu Breungeshain, im Kr. Schotten, zu übertragen. VI. Characterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 4. Sept. dem Glasermeister Heinrich Schmidt zu Darmstadt den Charakter als„Hofglaser“, am 12. Sept. dem Pflästerer⸗ meister Heinrich Weinmann zu Darmstadt den Charakter als„Hofpflästerer“, am 16. Sept. dem Musik-Instituts⸗ Vorsteher Philipp Schmidt zu Darmstadt den Charakter als„Musikdirector“ und am 23. Sept. dem Steuercon⸗ troleur Carl Mann aus Anlaß seiner Ernennung zum Stationscontroleur bei den Hauptämtern Harburg, Stade und Lüneburg den Charakter als„Zollinspector“ zu ver⸗ leihen. VII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Sept. den Steuerausseher Johann Michael Gehron, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treu ge— leisteten Dienste, auf sein Nachsuchen, am 19. Sept. den Mainz II Carl Philipp Conrad Bertram und am 20. Sept. den Schullehrer an der 1. Classe der Stadtiknabenschule zu Gießen, im Kr. Gußen, Mitprediger Carl Lips, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesund— heit in den Ruhestand zu versetzen. VIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Wolf, im Dek. Büdingen, mit einem jährl. Gehalt von 755 fl. 32 krz dem Fürsten zu Isenburg⸗ Büdingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die 2. evang. Schulstelle zu Langen-Bergheim, im Kreise Büdingen, mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.; dem Hrn. Grafen zu Isenburg Meerholz steht das Präsentatione⸗ recht zu dieser Stelle zu; 6 Schulstellen an der Bürger⸗ schule zu Offenbach, im Kr. Offenbach, mit einem An⸗ fangsgehalt von je 675 fl. jährlich; dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Birstein steht das Präsentationsrecht zu diesen Stellen zu; die 3. evang. Schulstelle zu Roßdorf, im Kr. Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl. Darmstadt. Herr Dr. Nodnagel, Schulamts⸗ von hier, bisher Reallehrer an der k. Realschule zu Dortmund, ist zum ordentlichen Lehrer an der Realschule zu Bingen ernannt worden. — Am 16. l. Mts. wurde der wirkliche Ge⸗ heimerath und Präsident des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, Maximilian v. Biege- leben, auf sein Nachsuchen unter dankbarer Aner- kennung der von demselben geleisteten langjährigen treuen und aus gaztichneten Dienuste, sowie unter! Philipps des Großmüthigen in den Ruhestand ver⸗ setzt. Bis zur Ernennung seines Nachfolgers wird Präsident v. Biegeleben die Geschäfte fortführen. Am 7. d. M. wurden dem zweiten evangelischen Stadtpfarrer zu Darmstadt, Kirchenrath Georg Friedrich Ritsert, die erste evangelische Stadtpfarr⸗ stelle zu Darmstadt, dem dritten evangelischen Stadtpfarrer zu Darmstadt und Dekan des Deka⸗ nats Darmstadt, Johann Peter Ewald, die zweite evangelische Stadtpfarrstelle zu Darmstadt und dem Lehrer an der ersten Abtheilung der zweiten höheren Stadtmädchenschule zu Darmstadt, Mitprediger und Diakonus Hermann Dingeldey, die dritte evange⸗ lische Stadtpfarrstelle zu Darmstadt übertragen. Gleichzeitig wurde die provisorische Errichtung einer fünften evangelischen Stadtpfarrstelle ge⸗ nehmigt, und deren Verwaltung dem Pfarramts⸗ candidaten Dr. Carl Sell aus Gießen übertragen. — Die Immchriculationen am hiesigen Poly⸗ technikum sind auch diesesmal ziemlich erheblich. Bis jetzt zählt das Polytechnikum bereits 172 Stu⸗ dirende, ein sehr bettächtliches Resultat, wenn man weiß, daß die gesammte untere allgemeine Classe in Wegfall gekommen ist. Berlin. In dem Großherzogthum Baden, dessen Bevölkerung weitaus katholisch ist, wurde die Civilehe, ohne irgend welche Störung erse vor wenigen Jahren, ebenfalls wegen des Kampfes mit der katholischen Geistlichkeit, eingeführt. Man hat aber die Erfahrung gemacht, daß meist eine kirchliche Trauung nachfolgt. Die nämliche Er⸗ fahrung hat man in der Rheinprovinz gemacht. Es ist daher nicht der mindeste Grund vorhanden, aus religiösen Bedenken der Civilehe entgegenzutreten. — Die altkatholische Diöcese in Deutschland wird ihren Mittelpunkt vorläufig in Bonn nehmen. Bischof Reinkens wird dort seine Residenz, wie der kanonische Ausdruck lautet, ausschlagen und hat der Staatsregierung diesen seinen Beschluß auch angezeigt. — Nach den vom Reichskanzleramte gemachten Zusammenstellungen sind im preußischen Staate von gegen Ende Mai bis gegen Ende September d. J. an der Cholera 33,125 Personen erkrankt und davon 16,585 gestorben. — Der bisherige Verlauf des Prozesses Ba- zaine hat den„Deutschen Nachrichten“ zufolge die Stellung unserer leitenden Kreise zu dem Vor- gange nicht uu erheblich modisseirt. Wenn auch von Reclamgtianen, wie sie hie und da in Aus- kr. 3 —— 5 ucht gestellt werden, nicht die Rede sein könne, so sei doch durch die augenfällig gegen die Ehre der deutschen Waffen gerichtete Tendenz des Prozesses, die Theilnahme für den fachlichen Theil desselben so sehr verringert worden, daß man entschlossen sei, dem Ganzen gegenüber völlige Passivität zu bewahren und den bieherigen Anschauungen ent⸗ gegen sesbst das Zeugniß deutscher Offiziere, wenn es verlangt werden sollte, nunmehr nicht zu gestatten. — Die„V. Ztg.“ schreibt: In dem dem Landtage vorzulegenden Staatshaushalts-⸗Etat für das Jahr 1874 soll nunmehr auch eine erhebliche Gehalts⸗Aufbesserung der Geistlichen, insbesondere der evangelischen Geistlichen in Aussicht genommen sein, zu welchem Zwecke dem Cultusminister ein nicht unerheblicher Betrag zur Verfügung gestellt ist. Ebenso sollen diejenigen Lehrer- Kategorien, welchen, wie den Lehrern an den Strafanstalten ꝛc. bisher eine Gehalts- Aufbesserung noch nicht zu Theil geworden ist, in dem nächstjährigen Etat vorzugsweise berücksichtigt werden, wie denn über⸗ haupt der Etat für Lehrerbesoldungen gegen das Vorjahr eine erhebliche Steigerung erfahren dürfte. Königsberg. Der Provinziallaadtag lehnte den Antrag auf Trennung der Provinz Preußen in Ost- und West⸗Preußen im Plenum mit 58 gegen 22 Stimmen ab. Posen. Eine aus höheren Verwaltungbe— amten des Regierungsbezirkts Posen zusammenge⸗ setzte Commission, welche hier unter Vorsitz des Regierungspräsidenten Steinmann tagte, hat sich mit Hinweis auf die dringenden Nothstände für baldigste Einführung der Civilehe ausgesprochen. — Auf Anordnung des Erzbischofs Ledochowski findet in den Erzdiöcesen Posen und Gnesen am 9. November ein besonderer Gottesdienst mit Ge⸗ bet und Ablaß für die bedrängte Kirche statt. Köln. Am 15. d. M. versammelte sich die größere Hälste der biesigen Elementarlehrer zur Besprechung der hannover'schen Eingabe an den Minister der Geistlichen und Unterrichts ⸗Ange⸗ legenheiten wegen Erhöhung der Lehrer-Gehalte und Anderem. Bekanntlich ist diese Petition schon in ganz Preußen von vielen Lehrern unterzeichnet worden. In der hiesigen Versammlung sprach sich Niemand gegen die Petition aus und es unter— zeichneten sofort etwa 60 Lehrer. Zeitz. Herr Hasenclever, Präsident des„All⸗ gemeinen deutschen Arbeitervereins“, ist von dem hiesigen Kreisgericht wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Dresden. Am 16. d. hat die Eröffnung des Landtags in Stellvertretung des Königs durch den Kronprinzen im hiesigen Schlosse stattgefunden. Die Thronrede kündigt die Aufbesserung der Be— amtengehalte und Pensionen, die Reform der directen Steuern und die Reorganisation der Oberrechnungskammer an. Die publicirten Reform- gesetze des vorigen Landtages sollen nächstes Jahr in Kraft treten und hierbei die neuen Bezirkever⸗ bände für Zwecke und Selbstverwaltung mit einem Stammvermögen von 3 Millionen Thalern aus der französischen Hriegsentschädigung ausgestattet werden. Sachsens Verhältnisse zu den deutschen Reichsorganen, auf gegenseitigem Vertrauen be⸗ ruhend, seien fortdauernd die besten und erfreu- Fragen sei zu hoffen und bezüglich der Competenz⸗ 809 also auf den Ueberschuß der Einwandtrung über die Auswanderung kommen. um 8921 Seelen gewachsen. Elsässer sind neulich durch Abgeordnete der ligue d'Alsace aus dem Oberrhein wieder zu neuer Erbitterung gegen Deutschland angefacht worden. Doch hört man auch täglich Klagen der Elsässer in Frankreich, die gewaltig am Heimweh leiden. — Wie der„N.⸗Z.“ mitgetheilt wird, besteht Erbsen 12—14 fl., Linsen 11½—„ Repokuchn die Absicht, das hiesige Arsenal zu einer der e ee e 0 größten Waffen ⸗Werkstätten Deutschlands zu er⸗ weitern. Das betreffende Gebäude ist bereits ver größert worden und hat eine Länge und Breite von 50 und eine Höhe von 80 Fuß. Bisher wurden sämmtliche Gewerke durch eine einzige Dampfmaschine in Bewegung gesetzt; für die neue Einrichtung find deren vier vorgesehen; auch ist f f 5 5 i i en ein großer Dampf r, der lichsten. Die gerechte Lösung einiger schwebenden e ee eee haltend, soll aus freier Hand verpachtet werden. 15 Einschleppung, resp. Weiterverbreitung der Cholera berathen sollen.— In Frankenthal ist außer den neulich gemeldeten 3 Cholerafällen, die bis jetzt nicht vorgekommen. — Die Anstellungsprüfung der Schuldienstex⸗ spektanten, welche kürzlich in Kaiserslautern statt⸗ gefunden, ergab ein wenig erfreuliches Resultat, indem von 57 Candidaten 16 durchsielen, also nur 41 vollständig bestanden. Es erhielt nur ein Candidat die Note I., 21 die Note II., 30 die Note III. und 5 die Note IV. Letztere fünf, sowie elf weitere Examinanden, die in einem der Hauptfächer die Note IV. bekommen haben, müssen die Prüfung im nächsten Jahre wiederholen. Karsruhe. Die Vorlage an die Stände wegen der Verwilligung von Wohnungsgeld-⸗Zu⸗ schüssen an die Beamten ist dem Vernehmen nach festgestellt.— Wie der„Schw. Merkur“ hört, sollen auch die Ruhegehalte der vor der allge⸗ meinen Besoldungs⸗Aufbesserung pensionirten Diener sowie die Wittwenpensionen in mäßigem Umfange erhöht werden. Die Kammern werden sich hiermit gewiß einverstanden erklären. Straßburg. In wenigen Tagen wird die Universität wieder ihre Vorlesungen mit mindestens 600 Studenten eröffnen, ein immerhin schöner Erfolg. Daß dabei die frühere Frequenz der einst über 100 Hörer zählenden theologischen Facultät nicht erreicht wird, ist begreiflich, weil die fran— zösischen Schulen Straßburg nicht bevölkern. Ueberhaupt ist es ein fast überall sich einstellendes Zeichen der Zeit, daß die geistliche Laufbahn weniger gesucht wird.— Es ist sonderbar, daß wegen Mangel an seminarisch gebildeten Lehrern und Lehrerinnen die Regierung wider Willen ge⸗ zwungen ist, mehrere Volksschulen in den Händen der Schulbrüder und Schulschwestern zu lassen. — Das hiesige Gymnasium hat mit 500 Schülern gleiche Anzahl wie voriges Jahr, aber um 100 Schüler geringer als früher, sein Jahr begonnen. Die meisten Lehrer sind tüchtige deutsche Männer, denen indeß die Zucht durch Aufhetzereien von Außen sehr schwer gemacht wird. — Im verflossenen Monat September hat die Einwohnerzahl Straßburgs um 877 Personen zu⸗ genommen, von denen nur 68 auf den Ueberschuß aus Speyer eingeschleppt waren, ein weiterer Fall in Vollendung begriffenen Forts Oberhausberg etwa 800 Arbeiter stets beschäftigt, theils 4 Kriegsmaterial gebrauchsfähig herzustellen, th neues anzufertigen.— Zur Armirung der g Niederhausbergen und Wolsis heim gehen jede 0* W929 A de mit Kriegematerial ab. 1 D. Frankfurt a. M., 18. October.(Börsenw 0 vom 11—17. Oct.) Unentschiedenheit der Tendenz Stagnation des Geschäftes,— das war die Signa der Börse in der abgelaufenen Woche. Bei den schwg kenden Verhältnissen der auswärtigen Börsen, namentl Wien's und Berlin's und den durch die Kalamitäsf neuerer Gründungen, welche die Krists nicht bestel können, erzeugten Mißtrauen, haben weder Haussiers u. Baissiers Muth zu neuen Thaten. Der eingetreth⸗ Marasmus, wie er sich besonders in den jüngsten Tag zeigte, hat auch die letztere Parthei verhindert, die Couf weiter zu drücken, zumal auch kein größeres Malheur Laufe der Woche zu einer durchgreifenden Deroute Anf bot. Während die Gerüchte über die Gewerbeba Schuster, sowie der definitiv erklärte Concours Quistorp nur vorübergehende Ermattungen hervorrief, wirkte Baubankenkrisis in Wien mit den sie begleitenden Panik durch den Rückschlag auf Berlin, intensiver auf unseh, fen Börse ein. Wie es scheint, vermag Wien noch lan öttref Zeit aus seinem Siechthum nicht herauszukommen, we halb auch bei der gestörten Harmonie der Börsen, d 77 gegenwärtige nervöse Zustand so bald nicht schwinds 2 wird Creditactien, welche mit 225 ½ eröffneten, bob dhe unt sich, nach einigen Rückgängen, bis 228½ und schlosss heute 224. Staatsbahn verkehrten in ziemlich fester Ha tung. Am Samstag 339 ½, schließen sie, nach 340, Ibitreffen ersterem Course. Lombarden waren mehrfach gefragt un gingen von 166 auf 164. Auf dem Gebiete der anden österreich, Bahnen sind nur Rückgänge zu verzeichnen Deutsche Bahnen preishaltend. Die schlimmen Nate richten aus Wien, Berlin ꝛc. über die Vankoerhältuss, lassen für Bankwerthe kein Vertrauen aufkommen u sche 1100 stockte daher das Geschäft in diesen Papieren fast vollsel Verstei ständig. Nur wenige Banken weisen Coursaufbesserung N das a auf. So sinz Rheinische Effectenbank 2½¼%, Amster“ damer ½½%, Darmstädter 4 fl., Wechslerbank 1% höher Fest blieben: Badische Bank, Pfälzer Bankverein, Bau bank, Oesterr.⸗Deutsche Bankverein sind 90%, Antwerpen 4½%, Oesterr. Nationalbank 2 fl., Continental 25,/0% niedriger. Der Anlagemarkt zeichnete sich gegenüber dei Darn übrigen Verkehrsgebieten durch eine erfreuliche Festigk Ager! aus. Die in letzter Zeit gesunkenen Course der hier g Histeral handelten Bergwerksaetien lockten Käufer an, so voseireralh dieselben meist höber schließen; Neu⸗Oeger und Harze iir der 6 waren vorzugsweise gut gefragt. Fremde Wechsel gesuchtss e: Der Geldstand ist willig. 2 a — Marklberichte. 1 0 der Geburten über die Sterbefälle, die übrigen 1. Januar d. J. ist die Bevölkerung der Stadt — Die milder gewordenen Anschauungen der Mainz, 17. Oct. Zu notiren ist: Waizen effecsh 1 17½—18 fl., per März 16½—163/; fl.; Korn effect! 10 üb 12½5 14 fl., per März 12½2 fl.; Gerste, Pfälzer, 12%. mit? vis 12 fl. Franken 13½ fl.; Hafer effectiv 98— 107 skgesand per März 95¾ fl. Rüböl mat, effecliv 18/5 fl. oh a0 treff Faß, per October 18 fl., per Mai 20¼—20½ fl. mi 06 Faß. Leinöl 21 fl., Mohnöl 39—40 fl. Koblsamen! Reise n 9296 fl. 2932 bei Grünberg, 18. October. Die Preise auf unseren ie Efgt beutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 17. Statsdi 28 kr.; Korn(90 K.) 13 fl. 48kr.; Gerste(80 K.) 9 fl. 43 fue asdien i Haser(60 K.) 5 f. 32 tr.; Molier(90 K.) 11 fl. 45 ke elo, Stit dem Erbin(110 K.) 41 fl 27 kr. Len(100 K.) 17 f fenen 10 l.. Wicken(100 K.)& fl. 30 kr. Saamen(90 f. emen! 13 fl. 54 kr.; Kartoffeln(100 K.) 2 fl. 27 kr. 9 46½—16/ fl, Hülsenfrüchte den, Bobnen 14—14½ f. Coberhes anner 0 5 l rsten Nene Cronberger Kastanien ig ge üer e A Rea; M. D. Loeb. cen Friedberg. grenzen zwischen Reich und Einzelstaaten solle den fort hierher geschafften Kanonen werden hier meistens Kammern eine Vorlage gemacht werden. — Ueber das Befinden des Königs bringt das„Dr. J.“ vom 17. d. nachstehendes Bulletin: „Im Befinden Sr. Maj. des Königs sind in der letzten Zeit Veränderungen eingetreten, die zu ernster Besorgniß Anlaß geben. Der Schlaf ist durch asthmatische Zufälle vielfach gestört und auch am Tage dauert die Beängstigung mit wenig Unterbrechung fort. Der Appetit ist geringer. Der hohe Kranke fühlt sich selbst schwach und an⸗ gegriffen.“ Kaiserslautern. In Landau und Kaisers⸗ lautern sind, obgleich der Gesundheitszustand bis⸗ her Nichts zu wünschen übrig ließ, besonpere Commissionen(Gesundheils Rath) niedergesetzt Diensten. umgegossen und neu gebohrt, und außerdem sind Ein Acker 2963 am großen Haingraben(Stadtfeld), 155 Ruthe 10 N M. a In Auftrag: W. A. Müller, Ludwigstraße Nr. 12. er Unterzeichnete empfiehst sich zur Wissenschaftlichen und populären rasch und regelmässig erfolgt. 1 7 werden jedesmal Sonnta Alle neuen Erscheinungen der Litera worden, welche über Maßregeln zur Verhütung Abonnement auf Zeitschriften. Journale und Aellschriflen die Wochenummern Gartenlaube und Daheim Zu gef. Aufträgen halte ich mich auch ferner bestens empfohlen. Besorgung aller a fager Aae ö er li 0 nach Inhaltes, deren Zusendung moglichs Ss Vormittags ausgegeben. tur stehen auf Wunsch zur Ansicht 4 Carl Bindernagel.