edlnbungsche die Luforde Oberhessischer Samstag den 20. December. 149 zeiger. icht, daß Die Petitzeile leder det Pro wird mit 4 Kreuzern berechnet. Artisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. den der lu don ihrt i wderden, al Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. und bemerkenswerthesten Tagesbegebenheiten, Anftalt kauft Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, ener hesih und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal 1. 120 Stra Anekdoten, Räthsel, Bilderrätbsel t. 16 gestorben jährlich 17 kr. mit Bringerlohn. „ i N d im Id d. R der Cabinets Alworlt, da 75 niniserd un f nommen habt dee Königs i brechung eintritt. Abbestellung erfolgt. Das Abonnement beträgt bei der Verlags⸗Exped Bestellungen beliebe man baldigst Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Abonncuent auf den Oberhessischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unterhaltende geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verlobsungen von Staats papieren in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Jahr ition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Posf bezogen jedoch viertel⸗ Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit A kr. berechnet, bei Tabellen und Zissersatz mit 8 kr. der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direet von uns bezogen werden. zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Expedition. bleiben. Ein e bevorstsehenn Amtlicher Theil. mer Regitrun betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Juni 1853 über die Versicherung der Gebäude gegen er Regierung „ Nob., dul F txtommunicit urisdiction be— Feuers gefahr und die Vergülung der Brandschäden. Scheben d“ Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Da noch viele von Ihnen in obigem Beueffe, Verfügung vom 25. v. M., Oberhessischer ir Sie an die sofortige Erledigung bei Meidung von Wartboten. * Friedberg am 18. Detember 1873. Polizei-Commissär in Wickstadt. Anzeiger Nr. 138, im Rückstand sind, so erinnern Trapp. n nicht n Deutsches Reich. 5 Darmstadt. Die erste Kammer hat auf den ammlung t Antrag v. Dalwigk's über das Schulgesetz be⸗ zun Bunde schlossen und zur Bedingung der Aunahme des ⸗ en Bictyräf kiben gemacht, daß die von der Abgeordneten; t und rurd hrimer beschlossene Aueschließung der geistlichen vit. Zu Prden in das Gesetz nicht aufgenommen werde. rde Dr. Blu as Schulgesetz ist hiermit als gefallen zu betrachten. its in drin—. Gelegentlich des 25jährigen Regierungs- gubiläums ves Großberzogs hatten eine Reihe ach den 14 n Abgeordneten der zweiten Kammer den Antrag Aellfändig angebracht, von den franzöfischen Kriegs- Ent⸗ pallen ist Wädigungsgeldern einen Theil als„Ludwigs⸗ a Stiftung“ behufs besserer Versorgung der Inva⸗ 1 it den abzuschesden. Wie wir jetzt erfahren, wird diese Angelegenheit voraussichtlich dahin ihre Er⸗ lidigung finden, daß bis zu weiterer Hülfe durch das Reich, abgesehen von den bie her zu „ hlenden Penstonen, jährlich 15,000 fl., und und ob pa: 10,000 fl. von Staatsmilteln, 5000 fl. 1 di durch Ueberweisung des Ertrags des Staatsverlags, sse obigem Zwecke verwendet werden solleu. Auch ting Invaliden von 1866 werden dabei Berück⸗ 0 N 1 finden. Mit der cbenbemerkten Li sung a ne der Finanz-Ausschuß ebenso wie die Regierung 90. ien werstanden, und daß das Plenum der zweiten e Da Kammer beitreten werte, ist kaum zweifelhaft. dat bunte E Gegenüber der bei dem Ministerium Sei⸗ en daspen ens des Bischofs von Mainz wegen der Be— 1 gründung der Ausweisung des Jesuitenpaters Zöller 0 fd ih uingereichten Beschwerdeschrift, thut die„Darmst. lie aaf, Jig.“ durch einen wissenschaftlich begründeten ein⸗ Von isn henden Artikel dar, daß der General des ut muse,( Jesuitenordens einem Untergebenen eine Sünde it wür fehlen könne und bemerkt, daß die Regierung lüb 1 Acußerungen über die Staatsgefährlichkeit des Webend. Elo sultenordens nicht zurücklehmen werdt. 15. N fin Offenbach. Eine in Dudenhofen von Offen ⸗ a de e becher Social- Demokraten abgehaltene Volkever⸗ gön, sümmlung endigte mit einem Hoch auf„Kaiser uch end ud Reich“! Auch hielt„man“(d. h. nicht die ali ven in täuschten Veranstalter) an der Reichstagscandi⸗ 4 bie 4 ur von Dernburg sest. Uebrigens scheinen die e e, Redner, Hausser und Stürz, aller⸗ gel 9% kings nicht zu den Besähigteren der Partei zu ee e ören. f n, Berlin. Abgeordnetenhaus vom 18. Dec. 10 1 ver Tagesordnung stand die zweite Berathung f N des Civilebe-Gesetzes. Nach vierstündiger Debatte über die§§. 1. 2 und 6 wire der vom Abg. Petri eingebrachte Antrag, die Geistlichen und Religionsdiener von der Functionirung als Civil- standsbeamte auszuschließen, bei namentlicher Ab. stimmung mit 208 gegen 110 Stimmen ab- gelehnt und§. 1 in der von der Regierung ge— gebenen Fassung angenommen. Zu F. 2 erfolgt die Annahme eines von Richter gestellten Antrages, wonach Geistliche nur bis Neplahr 1877 zu Standesbeamten ernannt werden dürfen, sowie die Annahme weiterer Richter'scher Anträge über Abgrenzung der Amtsbezirke.§. 6 wird ab- gelebnt. Dafür stimmen nur die Minister, die Neuconfervativen und die Freiconservativen. — Der„R. Anz.“ bringt die Bekannt- machung des Reichskanzlers wegen der Außer- courssetzung der alten Landes Goldmünzen. Dar- nach bleiben die alten Landes-Goldmünzen nur bis zum 1. April 1874 gesetzliches Zablungs⸗ mittel; von diesem Tage ab bis, zum 30. Juli 1874 werden sie darnach noch an bestimmt zu bezeichnenden öffentlichen Cassen zur Einlösung angenommen, und zwar der preußische Friedrichsd'or und die kurhessische Pistole zu 5 Thlr. 20 Sgr., die württembergischen, badischen, hessischen Zehn— und Fünf- Guldenstücke zu 10, resp. 5 fl. württem⸗ bergische Ducaten zu 5 fl. 45 kr., badische Ducaten 5 fl. 35 kr. und die badischen 500, Kreuzerstücke zu 8 fl. 20 r. Fär alle anderen deutschen Gold— münzen wird leviglich dei Werth ihres Gehaltes an feinem Gold mit 1395 Mark oder 465 Thlr. für das Pfund Feingold vergütet. Auf Denk— und Schaumünzen ic. findet diese Bestimmung keine Anwendung.— Vom 1. April k. J. ab verlieren auch die landesgesetzlich den inländischen Münzen gleichgestellten ausländischen Goldmünzen die Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Eine Einlösung derselben findet nicht statt. — Die bis vor Kurzem beabsichtigte Um⸗ änderung des Chassepot-Gewehrs zum Zweck der Bewaffnung eines Theils der Infanterie für den Bedarfsfall ist nach der„W. Ztg.“ nunmehr auf— gegeben worden, weil die Schwierigkeiten der Ap⸗ und man die disponiblen Kräfte möglichst unein- geschränkt zur Herstellung des Mauser⸗Gewehrs zu verwenden beabsichtigt. tirung sich als zu bedeutend herausgestellt haben — Die mehrfach verbreitete Nachricht, daß bei den den Carlisten gegenüberstehenden spanischen Truppen ein preußischer Offizier in preußischer Uniform mitkämpfe, ist unbegründet. Thatsache ist, daß ein früherer Deutscher, wie es heißt, badischer Offizier, welcher in ehrenvoller Weise seinen Abschied nahm, in aller Form in die spanische Armee eingetreten ist. — Der„Reichs Anzeiger“ veröffentlicht eine königliche Verordnung vom 6. Dee., betreffend sie Vereidigung der katholischen Bischöse. Der Haupt Passus lautet etwa folgendermaßen: Ich schwöre, daß ich die Staats-Gesetze gewissenhaft beobachten und mich besonders bestreben will, daß in den Gemüthern der meiner bischöflichen Leitung anvertranten Geistlichen und Gemeinden die Gesinnungen der Ehrsurcht und Treue gegen den König, Vaterlandsliebe, Gehorsam gegen dir Gesetze und alle jene Tugenden, die im Christen den guten Unterthan bezeichnen, sorgfältig gepflegt werden, und daß ich nicht dulden will, daß die mir untergebene Geistlichkeit im entgegengesetzten Sinne lehre oder handle. Insbesondere gelobe ich, daß ich keine Gemeinschaft oder Verbindung innerhalb oder außerhalb des Landes unterhalten will, welche der öffentlichen Sicherheit gefährlich sein könnte, auch will ich, wenn ich erfahren sollte, daß irgendwie Anschläge zum Nachtheile des Staates gemacht werden, hiervon dem Könige Anzeige machen. Potsdam. Die Leiche der Königin Elisabeth von Preußen traf am 17. Decbr. Mitternachts auf der Wildparkstation ein, wo die Leib⸗Escadron des Gardes-du-Corps-Regiments aufgestellt war. Der Kronprinz und die Spitzen sämmtlicher Militär- und Civilbehörden erwarteten die An- kunft. Nachdem der Sarg aus dem Wagen ge— hoben, wurde derselbe von 6 Unter officieren des Gardes-du-Corps durch den Garten nach Schloß Sanssouei getragen, und zwar die sog. grüne Rampe hinauf, über welche s. Z. auch die Leiche Königs Friedrich Wilhelm IV. nach der Friedens- kirche getragen wurde. Die Aufstellung des Sarges erfolgte im Schlafzimmer Friedrich's des Großen, an derselben Stelle, wo auch dee Sarg des Gemahls der Verstorbenen aufgestellt war. Tretz des herrschen— den Unwetters gab eine große Anzahl von Bewoh- nern der Stadt dem Conducte das Geseste. da. Die Nachricht, Seitens der preuß⸗ ischen Regierung sei bei den für die Neu⸗Besetzung des biesigen Bischofs Stuhls in Vorschlag ge ⸗ brachten Diöcesan-Priestern ofsieiell angefragt worden, ob sie gewillt seien, den anderweit formu⸗ lirten, die vollständige Unterwerfung unter alle Staatsgesetze einschließenden Homagial Eid zu leisten, wird im biesigen„Kreisblatte“ für voll ⸗ ständig erfunden erklärt. Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Mehrcre Abendblätter melden übereinstimmend, daß der ehe ⸗ malige Generaldirector der Lemberg-CTzernowitzer Eisenbahn, Ritter von Ofenheim, und der Ober⸗ Ingenieur Ziffer auf Requisition des Strafgerichts verhaftet seien. Schweiz. Nationalrathsbeschlusse mit unwesentlichen Ver⸗ nderungen in Bezug auf die Glaubens und Gewissens⸗Freibeit beigetreten, mit Ausnahme der Bestimmung, daß die väterliche und vormund⸗ schaftliche Gewalt über die r'ligiöse Erziehung der Kinder bis zum 16. Lebensjahre verfügen soll. Frankreich. Paris. Alle Bemübungen, den General Du Temple zu bestimmen, daß er seine Interpellation über die italienische Politik der Regierung zurückziehe, sind bis jetzt erfolglos geblieben. Man erklärt es aus dieser Inter⸗ pellalion, daß die vor einigen Tagen als nahe bevorstehend angekündigte Rückkehr Nigra's auf seinen hiesigen Posten sich nochmals verzögert hat. Uebrigens will auch die Linke von ihrem Stand- punkte aus die römische Frage bei Gelegenheit des Gelbbuchs zum Gegenstand einer eingehenden Debatte machen. Versailles. Die Armee ⸗Commission hat beschlossen, 17 Mill. zur Einberufung des zweiten Theiles des Contingents zu fordern, auf welche der Kriegsminister früher verzichtet hatte. Belgien. Brüssel. Der belgische Fiscus hat von dem biesigen Gerichtshof einen für die Frage der Haftpflicht der Eisenbahnen nicht un⸗ interessanten Prozeß verloren, durch welchen die Staats-Eisenbahn⸗Berwaltung für die so häufigen Verzögerungen und Verspätungen auf den Staats Eisenbahnen für verantwortlich erklärt und zum Schaden-⸗Ersatz an die Reisenden verpflichtet wird. So mußten einem Reisenden, der wegen einer durch verspätete Güterzüge verursachten Stockung einen/ stündigen Aufenthalt gehabt hatte, 150 Fr gezahlt werden. Das Gericht hat ausgesprechen, daß eine durch Verspätungen herbeigeführte Ver- kehrsstockung niemals auf„force majeure“, sondern auf einem Fehler der Verwaltung beruhe, welche die Pflicht habe für den freien Verkehr und den pünktlichen Abgang der Züge zu sorgen. — Man schreibt der„Judépendante“ aus Paris, daß einflußreiche Legitimisten durchaus den Grafen Chambord überreden wollen, in Versailles bleibend seinen Aufenthalt zu nehmen.. Großbritannien. London. Am 16. d. hat im nördlichen England ein heftiger Orkan gewüthet, durch welchen viele Telegraphenleitungen Unterbrochen wurden und auch sonst ein beträcht licher Schaden verursacht ist. In Sheffield stürzte ein Thurm ein, wobei 7 Personen getödtet und 30 verwundet wurden. Italien. Rom. Aus Frankreich treffen Nachrichten hier ein, welche ganz dazu angethan erscheinen, selbst weniger ängstliche Gemüther zu beunruhigen: Die französische Regierung hat in aller Stille Befehl gegeben, die Küsten des Mittel- meeres zu befestigen. zu sein, um zu glauben, diese Maßregel sei der Vorläufer anderer, welche gegen Italien gerichtet sind. Die Mehrzahl der Mitglieder der Nalional⸗ versammlung macht aus ihrer Mißstimmung gegen das junge Königreich, welches die Kühnheit ge— habt, sich vom französischen Gängelbande loszu⸗ machen, kein Hehl, und es wäre nicht unmöglich, daß der ⸗Präsident der Republik endlich den An⸗ drängen seiner kirchlichen Freunde auf die Länge nicht mehr Widerstand zu leisten vermöchte. — Unter großem Zusammenlaufe fand am 9, d. dabier die erste öffentliche Kloster-Güter⸗ Versteigerung statt. brennen. Bern. Der Ständerath ist dem Man braucht kein Pessimist nicht in die Staatskasse, sondern wird als Grund⸗ stock für die Renten der ehemaligen Conventualen angelegt. dabei kleine Wachskerzchen angezündet, welche nur singerlang sind und nicht länger als 5 Minuken Für jeden Steigerer wird ein eigenes Kerzchen angezündet, und die Versteigerung dauert so lange, als noch ein Kerzchen brennt. Amerika. New⸗Nork. Nach officliellen Berichten ist der„Virginius“ am 16. d. M. den amerikanischen Behörden ausgeliefert worden und hat bereits den Hafen von Bahiahonda verlassen. Alle auf die Anerkennung der cubanischen Insur⸗ genten als kriegführende Macht bezügtichen Acten und Denkschriften sind dem Ausschusse für aus- wärtige Angelegenheiten übergeben. Aus Stadt und Land. Friedberg.„Frauen⸗ Verbände“ im Sinne des stasseler Vereins zur Erzielung billigerer Lebensmittel bestehen bereits in Berlin, Dresden, Frankfurt, Hannover, Braunschweig, Coblenz, Iserlohn, Schwerin, Zwickau, Weißenburg(in Mittelfranken), Dillenburg(in Nassau) u. l. w., denen bald eine ganze Reihe anderer Slädte nach⸗ folgen wird.(Wann kommt Friedberg? Wer nimmt die Sache in die Hand 7) Offenbach. Es hat sich aus Bewohnern der be⸗ treffenden Orte jetzt auch ein Comite für Herstell ung einer directen Eisenbahn Linie Offenbach-Darmstadt gebildet, welche Sprendlingen und Langen unmittelbar berühren würde. Offenbach. In der Nacht am 13. Decbr. zwischen 12 und. 1 Uhr brach in der Eisengießerei des Herrn A. R. Sebaß dahier Feuer aus, das aber durch rasches und thalkräftiges Einschreiten der Feuerwehrmannschaft bald wieder gelöscht wurde, so daß nur ein Theil des Dachstubls über dem Fabrik⸗Gebäude zerstört wurde. Auf welche Weise das Feuer enkstanden, ist bis jetzt nicht festgestellt. Offenbach. Am 15. d. M. wurde der Bursche, welcher vor einigen Wochen den Schuhmacher Höfling von Seligenstadt auf der Bieberer Straße, in der Nähe des Waldhofs, beraubte, gefänglich hier eingebracht. Das biesige Bezirksgesängniß ist zur Zeit so überfüllt, daß mehrere Juoividuen nach Darmstadt verbracht werden mußten. Dieburg. Am 15. Decbr. 2 Uhr Nachts brach im Hause des Schreinermeisters Franz Feuer aus, welches so heftig wüthete, daß in kurzer Zeit das dortige Werkflaits⸗ gebäude und eine daran gelegene Scheune ein Raub der Flammen wurden. Nur der energischen und auch schnellen Hülfe der hiesigen Feuerwehr ist es zu danken, daß das Feuer in dieser dicht bebauten Gegend nicht größere Dimen⸗ sionen angenommen bat. Leider waren die Vorrätlhe und Mobilien nicht versichert und soll der Schaden an ver⸗ brannten neuen Möbeln, Holzvorräihen und Werkzeug ein ganz bedeutender sein. Darmstadt. Im hiesigen Arresthaus erhängte sich ein in Bessungen anässiges, wegen Diebstahls in Unter⸗ suchung befindliches Indioiduum. Mainz. Am 15. Decor. Nachts wurde ein Arbeiter der Krause'schen Fabrik auf der Hechisheimer Chaussee in vetäubtem Zustande gefunden. Derselbe givt an, von sechs Männern in Begleitung von Frauenzimmern über⸗ fallen, im Rückgrat schwer zerschlagen und seiner Baar⸗ schaft von 9 Gulden beraubt worden zu sein. Soldaten fanden den Verletzten, verbrachten ihn zur Wache am Neuthor und wurde er von da per Droschke nach Hechts⸗ heim gefahren. Bingen. Am Sonntag früh um 6 Uhr entstand in dem Hause des Kaufmann Bellesheim Feuer. Das verheerende Element verbreitete sich so rasch, daß in kurzer Zeit 5 Häuser in Flammen standen. Doch der schnellen Hülfe war es zu verdanken, daß sich das Feuer nur auf die Dachstühle der Häuser beschränkte, so daß um 9 Uhr Vormittags der Brand als erloschen betrachtet werden konnte. Allerlei. Frankfurt. Chr. Spengler, welcher im Laufe dieses Jahres zu einer meh rjäßrigen Freibeitesstrafe verurtheilt worden, feilte sich verflossene Woche in Ziegenhain, wohin er von Erbach verbracht worden, aus seiner Zelle im 4. Stock des Gefängnisses durch, ließ sich an Beiltüchern Nach römischem Gebrauche wurden Herrn und Freundes, des Herzogs von iningen, zu hintergehen gewußt. Als ihn seine Silbe We serkläcte er ei er ihm ein Ge⸗ ständniß zu machen habe. Aufgemuntert, die Wahrheit zu gestehen, bekannte er, 17,000 Thlr. Schulden zu n. In großmüthiger Weise erklärte sich der Herzog bereit, diese Summe aus e zu decken. Statt de von 70 000 Thlr. und fälschte die Anker, indem er den Namen des Herzogs darauf anbrachte. Nach Ablauf der Wechsel, kamen diese, und zwar ohne daß der Fälscher davon eine Ahnung hatte, in die Hände des Herzogs. Dieser ließ den Adjutanten zu sich kommen, unterhielt sich mit ihm über mehrere gleichgültige Dinge und fragte dann:„A propos, für wieviel habe ich doch Ihnen neu⸗ lich guigesagr?“—„Für 17,000 Thlr.“—„Ach würden gutgesagt habe. Im Besitze dieses Documents zog der Verrätber stahl sich aus dem Zimmer. nach Berlin, um über den unerhörten Fall aller höchsten Orts Bericht zu erstatten; sofort kam der telegraphische Befehl, den Schuldigen zu verhaften. Es ergab sich hier bei, daß v. Engel die Fälschungen in noch viel groß⸗ iuschen, in der waghalsigsten Weise an der Börse speculirt halte. Trotzdem er wüßte, daß der Blitz über seinem Haupie zuckte, nahm er weder die Flucht, noch ein Pifol, sondern verkebrie, als ab nichts vorgefallen sei, ruhig in Gesellschaft wurde er verhaftet. unwel des Dorfes Aue in einer Tiefe von etwa 10 Fuß auf ein v lständiges Menschen⸗ Skelett männlichen Ge⸗ schlechts. Das Gerippe von hatte alle Zähne in unverletztem Zustande. In weiterer Tiefe fand man ganze Schichten von Menschenknochen, die, von einer harten schwarzen Erdmasse umgeben, 1 mit setzterer verwachsen waren. 5 9 Regensburg. Bekanntlich verweilte der minder⸗ jährige Fülst von Thurn und Taxis zwei Jahre in dem von Jesuiten geleiteten Erziehungsinstitut in Feldkirch. Der Prmz hat dieses Institut verlassen und kehrt nicht mehr dahin zurück; er bleibt hier, und als sein Erziehet wurde ein preußischer Lieutenant, ein Frhr. v. Schorlemer, aufgestell', welcher zu diesem Zwecke auf von hier ergangene während die Erziehung des zweiten Prinzen einem pan, Gymnasiallehrer anvertraut wird. Daß die ver wirken Eroprinzessin Helene, eine Tochter des bayerischen Königs“ hauses, den Erzieher ihres Sohnes, des jungen Fürsten aus der preußischen Armee ausgewählt hat, betrachtet maß hier als einen Beweis, wie tief Ihre kal. Hobeit sich m dem Gedanken der deuischen Einheit durchdrungen hay wotz der Anwesenheit des Jesuitenpaters Löffler, welche gleichfalls noch an ihrem Hofe weilt. 1 Schwerin. Von hier meldet man einen Vorga erinnert. Um Ostern dieses Jahres wurde daselbst ˖0 Pastor v. Starck aus Hessen, wo er den preußischen setzen sich nicht fügen wollte, als Religionslehrer Gymnasium angestellt. Kürzlich docirte er nun in de Prima, daß die Lehre von der Electricität Unsinn 10 Mit dem Gewitter verhalte es sich so, daß Engel in de Wolken sitzen und die Blitze zur Erde schleudern. Wet beie und fromm sei, werbe nicht genoffen. Die Primanet lachten und erzählten dem Oberlehrer Dr. Vastian diese Gewitter⸗Theorie des Religionslebrers v. Staick. In im Lebter⸗Collegium und i richis⸗Minister geführt haben soll. Ob dieser den Ober kirchenrath oder eine andere den physikalischen Studien näher stehende Behörde als Sachverständige consultiren oder sich selbst ein competentes Urtheil über die neu Gewitler-Lehre zutrauen wird, bleibt abzuwarten. b Greifswald. Der wegen Ermordung der Anne Böckler zu 15 Jahren Gefäugniß verurtheilte Diensijunge Fritz Schütt hal die Erklärung abgegeben, daß er sich bei dem Straf⸗Elkenniniß beruhigen und keine Berufung an das böhere Gericht einlegen wolle. Damit ist nun wohl auf das bisher fehlende Geständniß der Thäterschaft gegeben. und Koltern glücklich herab und gelangte unaugefoch ien 0 bis hierber, wo er sich zu Verwandten zu begeben gedachte, die jedoch gerade nicht anwesend waren. gasse begegneie ihm der Schutzmann Biermann, der ihn erkannte und festhielt, worauf die Rückreise nach Ziegen ⸗ hain erfolate. Biebrich. Der Marstall des Herzogs von Nassau wird nach Frankfurt verlegt, ebenso wird die hiesige berzog⸗ liche Finanz⸗Kammer, deren Präsident Hr. v. Heemskerk ist. dorthin wandern. Der Herzog selbst wird sein dauerndes Dom cil daselbst nehmen, wie es heißt. Frankenthal. Der zweite Guß der Kaiserglocke ist nun doch nicht gelungen, und zwar in so fern, als die Metall masse, welche nachgegossen werden mußle, mit der Hauptmasse sich nicht ganz innig verbunden hat; eine feine schwarze Linte am oberen Theil der Krone zeigt dieß an und gibt Anlaß zu der Besorgniß, es könnte bei längerem Gebrauch die Glocke da einen Riß bekommen. Die technische Commission hat übrigens ihr Gutachten noch nicht abgegeben. Meiningen. Der verhaftete Obersilieutenant v. Engel Bekanntlich fließt der Erlös hat in wahrhaft abscheulicher Weise das Vertrauen seines In der Juden⸗ Musik. musikalische Welt. Monalshefte ausge herausgegeben von Braunschwelg Die wähller Compositionen unserer Zeit, Franz Abt und Clemens Schultze. ensy Litolff's Verlag.—— 0 De zwölfte und 15 Jahreslieferung dieser vortref. lichen Publikation liegt vor uns und kündigt zu glei Zeit das alljährliche Erscheinen(im December) zw neuer Doppelheste, nämlich E. Tanzalbum, eine Auswahl neuer Tänze, und F. Sammlung von Clavierstücken zu vil Händen, zum Preise von 10 Sgr. pro Doppelheft 09 Es ist zu erwarlen, daß beide den zahlreichen Abonnenkes der„Musikalischen Welt“ eine willkommene Zugabe ihrer Sammlung sein werden. 1 Unzweifelhaft pr“ Ars Naur „Dr. Airy's Naturhe methode“ das beste und geviegenste Werk, wesches Kran zur Wiedererlangung ihrer Gesundheit empfohlen wer kann. Preis nur 40 Sgr.; vorräthig in jeder gun Buchhandlung. Man lese gefälligst die heutige Anon, * schrieb der saubere Fiügel⸗Adjutant Wichsel im Betrage * Sie mir das nicht einmal schrifilich geben??—„Mil Vergnügen, Hoheit.“ Engel schrieb ein Document nieder, worin er bekannte, daß der Herzog ihm für 17,000 Thlr. Herzog aus der Tasche die gefülschten Wechsel und frage ihn;„Nun, wie steht es denn hiermit?“ Der entlarvte Der Herzog reise artigerem Style betrieben, daß er, um die Sache zu ver. der ftinen Wel! Meiningens weiter. In einer 1 Zeitz. Beim Ausschachten stießen Eisendahn⸗Arbeiter herkulischen Dimensionen Ausuchen vom deulschen Kaiser abkommandirt wurde, 4 welcher lebhaft an die Knak'sche Sonnen Stillstands⸗Theorst 1 Folge dessen entspann sich zwischen beiden Lbrern eint Unterredung welche weiter zu allgemeinen Disputation endlich zur Anzeige beim Umer?“ 1 2 Dien und Aula und le Anelde jähr!