1873. Donnerstag den 20. November. M 136. zen erfabren berhessischer Anzeiger. erm se liegt 9 ktesse eines it Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. N 90 Jubi. . iur. und 1. wa. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. demnächst 1 A ale streffens: Die Reichstagswahlen. n Aes mann? en Mumen d me n Nur sehr wenige von Ihnen „ ch pishalb wir hieran bei Meidung von dae es biet gi : bez sich se Amtlicher Theil. di d. U8gttreffend: Die Kreisanstalt zur Beschaffung der Fourage für durchmarschirende Truppen. und nicht dit; u. Den Bl befindliches ich auch Verb Sie wollen die Atteste über die wacker en üzung der in unserm Auftrage abgeschlossenen Accorde in a. de an durch derartige Fuhren Kosten nicht entstanden sind. n dem g, u. Obwohl dieset gräßlig n bech Gch detreffend: Tollwuth eines Hundes zu Butzbach. en Gattenmit 14 1 121) getroffenen Maasregeln werden hiermit wieder auf 111 auh 11 Ostheim beauftragt, dies in Ihren Gemeinden öffentlich auch, vit 1 Friedberg am 18. November 1873. itt muß ui Nainzet Ane? Bekanntmachung. Die zur Verhütung einer Weiterverbreitung rubr. Krankheit nach Maasgabe unserer Bekanntmachung vom 14. Oktober l. gehoben und die Großh. Bürgermeistereien Butzbach, Gambach, Griedel, Nieder- Weisel bekannt machen zu lassen. Friedberg am 18. November 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. haben bis jetzt die in unserem Ausschreiben vom 11. d. M., Kreisblatt Nr. 133, geforderten Berichte erstattet, Wartboten erinnern. e Friedberg am 18. November 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. zur Abholung der Fourage geleisteten Fuhren, für welche Vergütung aus der Kreiskasse erfolgt, unter Bei⸗ sofern es noch nicht geschehen sein sollte, umgehend einsenden oder berichtlich anzeigen, daß Ter a p p. J.(Kreisblatt Großherzogliches Kreisamt Friedberg. rad abt nackig detreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Friedberg, Anlegung von Flur⸗ und Gewannwegen, sowie Waffergräben ꝛc. ꝛc. baurftraubel Noͤcbers vo. . cant 27 Nachdem von Seiten des Gemeinderaths der Kreisstadt Friedberg Antrag auf Zusammenlegung von Grundstücken, sowie Wassergräben ꝛc. zꝛc. in der Gemarkung Friedberg gestellt worden ist, „ bbang e Bewannwegen, u en d; 1) auf das Groß-Galgenfeld, ach und 3. in Mainz, dt N 4) auf das Usafeldchen, lng han welhe Felder die Fluren VI., VII., VIII., IX., X., XI., XII., XIII., XIV. und XV. Abstimmung hierüber Montag den 22. Dezember l. J., von 9 bis 12 Uhr, ant u neten Gewannen derselben umfassen, so soll ur Hüllen 1 1 du den fiat. auf dem Rathhause zu Friedberg stattfinden. 11 kinsicht Bekanntmachung. 2) auf das kleine Galgenfeld mit dem Lachenfeld und den Lachenwiesen, 3) auf das Groß⸗Wartfeld mit den Wiesen in dem Straßheimer Grund und Anlegung von Flur⸗ und mit Erstreckung ganz oder die in der su mmarischen Beschreibung speziell bezeich⸗ Wir bringen dies unter dem Anfügen, daß die summarische Beschreibung hierüber 4 Wochen lang auf dem Rathhause dahier zu Jedermanns offen liegt, zur allgemeinen Kenntniß und fordern die hierbei interessirten Grundeigenthümer auf, in dem genannten Termine ihre Stimmen „ eaweder in Selbstperson oder durch einen gehörig legitimirten Bevollmächtigten abzugeben, wobei wir noch bemerken, daß die weder in Selbstperson noch genthümer als für die Ausführung der Zusammenlegung ꝛc. ꝛc. stimmend nach Art. 3 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. en 0— durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abstimmenden Grundei e dis Gesetzes vom 18. August 1871 angesehen werden. w. gg tschesse Friedberg den 18. November 1873. Fier. 1 ztwerbend 1 tanie Deutsches Reich. , Darmstadt. Am 1. l. Mts. wurden der e Hofslberverwalter Johannes Adam Krauß, auf a lein Nachsuchen und bis zur Wiederherstellung e seirer Gesundheit, unter Anerkennung seiner lang⸗ . bene igen und treuen Dienste, sowie mit der Er⸗ , 2 ubniß, die Uniform forttragen zu dürfen, in den e Rae Ruhestand versetzt— und der Hoflaquai Jo- e ü handes Georg Jöckel, unter Uebertragung der be, Pen altung der Hofsilberkammer, zum Hoffilber⸗ een befördert. — Schon auf früheren Landtagen wurde die ,, Hasellung eines Gebäudes für die biesige, bis ee delhir im Residenzschlosse äußerst gedrängt und 1 10 ungaignet aufbewahrten Kunst⸗ Sammlungen an⸗ „ gerigt, die Zeiten waren der Angelegenheit aber ee günstig, da die 1866er und 1870er Kriegs- lab 25 hindernd eintraten. Bei dem gegenwärtigen * dag haben sowohl vie Regierung als die hie on 2 eh Kunstgenossenschaft die Sache wieder aufge- ue, indem erstere den Ständen eine desfallsige „Bunge in Aussicht gestellt, letztere aber sich an — N Stände gewendet hat mit der Bitte, der Re— 10„ 1100 gierungsvorlage thunlichst entgegenzukommen. Wie wir jetzt aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist in der Sache insofern ein weiterer Schritt geschehen, als die Regierung eine Commission zusammenge⸗ setzt hat, um eine Grundlage für die demnächst an die Stände zu richtende Vorlage zu schaffen. Diese Commission hat bereits am 14. d. Mts. unter ihrem Vorsitzenden, Ministerial- Director Schleiermacher, ihre erste Sitzung gehalten. Offenbach. Die Schulfrage ist im Sinne des Gemeinderaths und Schulvorstandes er⸗ ledigt worden. Am 13. d. wurde die bisherige Stadtschule dahier in eine erste Bürgerschule mit je fünf Knaben⸗ und fünf Mädchenklassen und in eine zweite Bürgerschule mit je vierzehn Knaben⸗ und vierzehn Mädchenklassen aufgelöst. Gleichzeitig sind die für diese Schulgruppen ernannten Ober— lehrer Schulz, Kühn, Dr. Seeger und Opel in ihr neues Amt eingeführt worden. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß Hr. Schulinspector Dr. Sommerlad sich um das Zustandekommen des Reorganisationswerkes die wesentlichsten Verdienste erworben hat. Berlin. Die Angelegenheit der freien Eisen⸗ bahnfahrt der Reichstags Abgeordneten auf allen deutschen Eisenbahnen ist nunmehr geordnet. Das Reichskanzleramt übermittelt den Abgeordneten die Fahrkarten; die Gültigkeit derselben beginnt acht Tage vor Anfang der Session und hört acht Tage nach dem Schluß der Session auf. — In Betreff des vom Reichstage beschlossenen Gesetzentwurfs wegen Abänderung des Art. 4 der Maß und Gewichts⸗Ordnung(Beseitigung der Meile) hat der Bundesrath beschlossen, denselben noch einmal an die Ausschüsse zu verweisen. Es kommt zur Sprache, ob es nicht besser sei, diese Aenderung des Maßes für die Entfernungen bis zur Durchführung des Münzgesetzes und zur allge⸗ meinen Einführung der Markrechnung zu v'r⸗ schieben, namentlich um den Eisenbahnen die doppelte Umrechnung der Tarife u. s. w. zu er⸗ sparen. Man hofft nämlich, die Reichsmark-Rech⸗ nung definitiv und allgemein am 1. Januar 1875 einführen zu können. Köln. Zu den anderen Besestigungswerken der deutschen Westgrenze wird vom nächsten Früh⸗ — jahr ab nun auch noch die schon mehrfach er ⸗ wähnte Rhein⸗Flottille von Panzer⸗Kanonenbooten hinzutreten. Die erste Anregung hierzu haben jedenfalls die in der zweiten Schlacht bei Or⸗ leans erbeuteten vier französischen Kanonenboote geboten. Nach der„Magdeb. Zeitung“ soll der Stand dieser Flottille allmählich auf zwölf Boote erhöht werden, welche, da ihr Tiefgang nur zu fünf Fuß berechnet ist, erforderlichen Falls auch auf der Mosel bis etwa Diedenhofen und auf den meisten anderen größeren Nebenflüssen des Rheins verwendbar erscheinen würden. Dresden. Vom„Dresdener Journal“ wird amtlich gemeldet, daß der deutsche Kaiser den Prinzen Georg von Sachsen zum kommandirenden General des 12. Armee Corps ernannt habe, welches der Prinz im französischen Kriege bereits interimistisch commandirte. München. Im bayerischen Wald ist an mehreren Punkten die Rinderpest ausgebrochen. Dieselbe wurde aus Misselberg(ienseits der Grenze), wohin Vieh aus der Gegend unterhalb Linz gebracht worden war, zunächst nach Haindl. schlag(bayerisch) eingeschleppt, wo sie bald in fast allen Ställen zum Ausbruch kam. In einem Stalle fielen 26, in einem anderen 33 Stück Vieh. Der Schaden in dieser Gemeinde wird auf 40,000 Gulden berechnet. Ferner ist die Seuche in Wilden⸗Rana, Sonnen und Perling ausgebrochen. Es ist bereits Militär abgeordnet worden, um die Absperrung zu vollziehen. Stuttgart. Der„Württ. Staats- Anz.“ schreibt: Sicherem Vernehmen nach sind Verhand⸗ lungen eingeleitet, um die Gehalte der ständigen Lehrer an Volksschulen im Anschlusse in die be⸗ absichtigte Erhöhung der Gehalte der Staatsdiener und der Lehrer an höheren und mittleren Lehr- anstalten gleichmäßig aufzubessern, und dabei zu⸗ gleich auch die Alterszulagen dieser Lehrer ent sprechend zu erhöhen. Ausland. Oesterreich⸗ Ungarn. Wien. Die „Oesterreichische Correspondenz“ meldet: Wie ver⸗ lautet, ist zur Regulirung der Bankfrage eine übereinstimmende Vorlage für den Reichsrath in Wien und für den Reichstag in Pest vorbereitet, welche beiderseits noch in der gegenwärtigen Session eingebracht werden soll. Schweiz. Bern. Am 13. d. wurde im Nationalrath insbesondere die Frage der Spiel- banken und Lotterien erörtert. Es ist beantragt, folgende Bestimmungen in die neue Bundesver- fasfung aufzunehmen:„Die Errichtung von Spiel- banken ist untersagt, die zur Zeit bestehenden Spielhäuser müssen am 31. Dezember 1876 ge⸗ schlossen werden. Allfällig seit dem Anfang des Jahres 1871 ertheilte oder erneuerte Concesnonen werden als ungültig erklärt. Der Bund kann auch in Beziehung auf die Lotterien geeignete Maßnahmen treffen.“ Frankreich. Paris. Von hier schreibt man vom 15. Nov., 7 Uhr Abends. Es herrscht eine aufgeregte Stimmung. Man erwartet mit großer Spannung Nachrichten aus Versailles. Im Bahnhofe zu St. Lazare wartet eine große Bolksmenge. Man spricht davon, daß die Regie⸗ rung nicht allein in Paris, sondern auch in der Provinz große Vorfichismaßregeln ergriffen habe. Mannschaften und Schiffe in Brest, heißt es, haben Patronen und jedes Schiff 6 Feldgeschütze erhalten, um sofort nach jedem bedrohten Orte gesandt werden zu können. Die Leute sind sogar bange vor einem Staatsstreich, falls die Regierung nicht siege. 155 Thiers hat seinen Freunden erklärt, daß er in der bevorstehenden Debatte über die Er⸗ streckung der Vollmacht des Marschalls Mae Mahon, sowie überhaupt in jeder Discussion, in welcher die Person seines Nachfolgers auf dem Spiele stehe, nicht als Repner auftreten könne. — Die Legitimisten setzen ganz ernstlich ihre Bemühungen, Petitionen für die Wiederherstellung der angestammten Monarchie aufzubringen, fort. Die Bewegung ist in einer großen Anzahl von Departements in vollem Gange. Versailles. National- Versammlung am 17. Nov. Bei Eröffnung der Sitzung wird eine Botschaft Mac Mahon's mitgetheilt, worin der- selbe eine siebenjährige Verlängerung seiner Ge; walten annehmen zu wollen erklärt. Laboulaye beantragt, die Frage behufs Prüfung an die Commission zu verweisen. Baragnon schlägt die Aussetzung der Sitzung vor. Nach kurzer Debatte wird die Vertagung der Diseussion auf morgen verworfen und beschlossen, die Sitzung bis 5 Uhr zu suspendiren.— Die Sitzung wird 5 Uhr 35 Min. wieder eröffnet. Laboulaye beantragt, daß die Discusston auf morgen vertagt werde, um durch weitere Erwägungen und Erörterungen eine versöhnliche Lösung zu erleichtern. — Der„Indép.“ zufolge wurden in Toulon scharfe Patronen und Lebensmittel für vier Tage an die Marine-⸗Soldaten vertheilt.—- Mae Mahon hat den Vorschlag auf siebenjährige Verlängerung mit den Bonapartisten vereinbart. Großbritannien. London. Die„Times“ sagt bezüglich der Virginius⸗Affäre: da 16 Eng- länder erschossen seien, könnte sich England mög- licherweise veranlaßt sehen, dem Entschluß Amerikas beizustimmen. Das einzige Verlangen Englands sei, die Wiederholung verabscheuungswürdiger Barbareien zu verhindern. Erleichtere die Unab⸗ hängigkeit Cubas die Erreichung dieses Resultats, so sei kein Grund vorhanden, dieselbe nicht anzu erkennen. — Der„Standard“ will Nachrichten von der Goldküste erhalten haben, wonach die englischen See- und Landstreitkräfte in der Elminabei ge- landet wären, nach einem heftigen Gefechte die Ashantis geschlagen, 5 Dörfer derselben verbrannt, das Hauptlager derselben aufgehoben und dieselben in der Richtung auf Prah zurückgedrängt hätten. Offizielle Nachrichten liegen noch nicht vor. Amerika. Newyork. Nachrichten aus Cuba zufolge geschah die Hinrichtung der Mann- schaft des„Virginius“ trotz des Protestes der Vertreter des Auslandes, namentlich des englischen und amerikanischen Consuls. Letzterer wurde mit Entziehung des Exequaturs bedroht und erfuhr durch General Burfiel eine rücksichtslose Behand⸗ lung. Unter den Hingerichteten sollen auch Eng- länder sein. Drei Monitors, darunter der„Ajax“ und der„Manhattan“, sind zur Abfahrt bereit. Washington. Die Regierung setzt Alles daran, um mit der Marine sofort schlachtenfertig zu sein, wenn der Congreß Krieg beschließen wird. Auch die Landarmee trifft ihre Vorkehrungen; nach Fort Monroe(Virginia) werden Truppen aus anderen Garnisonen zusammengezogen. Nach Fort Jefferson und anderen Plätzen in Florida sind bereits starke Truppenabtheilungen geworfen worden. Kommt es wirklich zum Krieg, dann wird sofort eine starke Expedition nach Cuba ab- gehen und dort unter dem Schutz der Panzer- schiffe landen. Man glaubt, daß zehntausend Mann zur Besiegung des Feindes ausreichen werden. Havanna. Die Behörden in Havanna haben die Briefe und Poststücke, welche der auf der Fahrt von New⸗Orleans nach Bremen dort ein⸗ gelaufene deutsche Dampfer„Frankfurt“ überbracht hatte, weggenommen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die am verflossenen Sonntag Abend stattgehabte Abendunterhaltung des hiesigen, durch seine vortrefflichen früheren Leistungen schon zur Genüge be⸗ kannten Gesangvereins„Liederkranz“ hatte ein zahlreiches und gewähltes Publikum im Saale des Hölel Trapp versammelt, welches den durchweg sehr gelungenen Auf⸗ führungen auf dem Gebiete der Musik sowohl wie der Komik bis zum Schlusse mit ungetheilter Aufmerksamkeit folgte. Durch die gütige Mitwirkung der erprobten „Kapelle Schellhaas“ wurden die einzelnen, durch den derzeitigen tüchtigen Dirigenten des Vereins Herrn Lehrer Schneider mit vielem Kunstsinn gewählten Gesangs⸗ vorträge kräftigst unterstützt und so das an Abwechslung sehr reichhaltige Programm vortrefflich durchgeführt. Ein Tänzchen schloß den schönen Abend und hieli die fröhliche Gesellschaft zum Theil bis zu Aurora's Wiederkehr in un⸗ getrübter Heiterkeit zusammen. Möchte der Verein durch recht baldige Wiederholung einer derartigen geselligen Ver⸗ einigung den Bewohnern Friedbergs und der Umgegend einen Hochgenuß bereiten, für welchen diese gewiß durch gleich zahlreiche Betheiligung ihre volle Anerkennung und Dankbarkeit bezeigen würden. Friedberg. Die am 16. d. Mts. abgehaltene Ge⸗ neralversammlung des landwirthschaftlichen Consumvereins Friedberg, eingetragene Genossenschaft, war insofern eine sehr interessante, als der Vorstand in der angenehmen Lage war, über den Stand des Vereins und über die Vermögensverhältnisse recht erfreuliche Mittheilungen zu machen, Hiernach beträgt die Zahl der Mitglieder nahezu 200 und wurden im laufenden Jahre circa 45,000 fl. umgeschlagen, wodurch ein Reingewinn von 780 fl. erziell wurde. Damit sind alle Jene Lügen gestraft, welche aus Neid und Mißgunst die ungünstigsten Nachrichten über seine Verhältnisse unter dem Publikum verbreiteten, um seine Existenz zu gefährden. Gerade in der Gegenwart erweist sich derselbe besonders nützlich, indem er seinen Mitgliedern eine vorzügliche Kohle zu einem billigen Preis liefern kann. Ueber seine gesammte Thätigkeit wird der! am Schlusse des Jahres im Druck erscheinende Rechen⸗ schaftsbericht näheren Ausschluß geben, auf welchen wit 7 einstweilen verweisen. Für das Jahr 1874 wurde der Vorstand ermächtigt, 150 Waggon Kohlen anzukaufen und wegen Bezugs von Saatkartoffeln und Saatgetreide Nach⸗ richten einzuziehen. Angesichts dieser günstigen Verhäll, nisse machte der Vorstand den Vorschlag, den Verwaltungs ausschlag bei Kohlen von 5 auf 3 resp. 2½ ͤ und 20% herabzusetzen, was die Genehmigung der Generalversamm; lung fand. n bette Offenbach. Am 15. Novbr. wurde die Eisenbabn Hanau⸗Offenbach⸗Frankfurt eröffnet. Nach Miitheilungen Das der königl. Eisenbahn⸗ Direction in Cassel wird, da die Fertigstellung des neuen Bahnhofs in Sachsenhausen noch nicht thunlich war, sowohl der alte Localbahnbof Sachsen: ir a hausen als auch die alte Bahnstrecke der Frankfurt⸗ Offen. bacher Bahn zwischen Sachsenhausen und dem Main⸗Neckar⸗ Bahnhof für die Züge der Staats- Eisenbahn Frankfurt. Bebra benutzt. Es fahren nunmehr alle Züge dieser 0 Staatsbahn in Main⸗Neckar⸗Bahnhof aus und ein, so bel daß also in Zukunft nicht nur für die Schnellzüge von Frankfurt nach Leipzig und Berlin über Bebra eine direcn Verbindung mit den Westbahnhösen zu Frankfurt bestehl, sondern auch für die Personenzüge dieser Richtung die Bahn von Frankfurt über Offenbach nach Hanau wird täglich von 10 resp. 9 Zügen in jeder Richtung befahren, bere Darmstadt. Am 17. Novbr. Nachmittags verun glückte auf der Riedbahn, in der Nähe des Viaductes der Main⸗Neckar⸗Bahn, ein Conducteur des Zuges erstgenannter Linie der Ludwigsbahn dadurch, daß er seinen Rockschooß in die Thüre einklemmte, beim Versuch sich los zu machen herabstürzte und so beide Beine abgefahren erhielt.— Abends wurde im Ludwigsbahnhof eine Frau, die in einen schon in der Abfahrt begriffenen Zug noch einzu⸗ steigen sich erkühnte, vom Trittbrett erfaßt und mehrere ehe fortgeschleist, anscheinend ohne Schaden zu nehmen. Mainz. Am 15. d. Vormittags erschoß sich in den Nähe der Gonsenheimer Hohl ein junger Mann in einen Droschke und war sogleich eine Leiche. Er hatte sich, win erzählt wird, von dem Kutscher nach dem Leniaberse Far fahren lassen, nahm in Gonsenbeim ein Frübstück ein und 115 beging auf dem Rückwege nach Mainz in bezeichneler Gegend die schreckliche That. Der Kutscher verbrachte die m Leiche direct nach dem Friedhofe. Ueber die Persönlichkeit m sowohl als über die Motive des Selbsimordes ist Näheres sckg nicht zu unserer Kenntniß gelangt. 1 3 Mainz. Der 16. Novbr. war reich an Unglücks⸗ sopt fällen. Mit Frühzug 621 ab Worms wurde bei Gunter? blum einem Bahnwärter beim Schließen der Barrieren, Ge wobei er gefallen sein muß und unter den Zug gerie the rwe der Kopf vom Rumpfe gelrennt.— In Frankfurt wurde dioß. im Ofibahnhof ein Rangirmeister, der schon 10 Jahre in— diesem Dienste war, beim Rangiren todtgedrückt.— Glück 5 licher war ein Schneppkarren, der beim Weisenauer Ueber lbs, gang vom Zuge erfaßt und auf die Seite geschleudern get wurde; der Fuhrmann kam mit dem bloßen Schrecken zalen davon. fol Jußet Allerlei. ü Frankfurt. An den hiesigen Magistrat ist folgende wt Requisition gelangt, die derselbe, wobl ihrer Originalitäh bie wegen, am Schluß seines heutigen officiellen Berichts mit, sisem theilt. Sie lautet: Bekanntmachung. Dem Fuhrmann uch N. N. in Sachsen Hausen welcher sein Knecht dahier ein fin Pferd verkauft hatte welcher heimlich entwichen ist an 0 Adam B. dahier ein Pferd von Farbe schimmel ist am en 29. Oct. grebürt und der Adam B. hat mir bier von m Anzelge gemacht, daß ich das Pferd sehen mögte, wal zune geschehen ist vor dem Ausfahren daß berselbe seine Hauk 9 hohlen möchte und dem B. die darauf bezahlten 4 Thalet: 0 N bezahlen mögte. N. N. den 30. October 1873. Der(0 Bürgermeister N. N. An Herrn Bürgermeister zu Sachsen fach Hausen zur gefälligen Bekanntmachung dem Fuhrmann N. N. dort bekannt zu machen. 1 Frankfurt. Verflossene Woche kamen aus den. 10 Rheinlanden Rekruten hier durch; darunter befand h 5 ein Westphahle, der zuerst nach einem Elsässischen Resss agli mente bestimmt war, hier aber nach Berlin eingethelt wurde. Als er auf dem Hanauer Bahnhof erfuhr, we ern die Reise hingehe, wurde der Bursche wie toll. Er schril er fahte nicht mit, warf sich zur Erde und war nicht zu st vermögen, trotz aller angewandten Mittel, sich zu erhebeth e K Ein über das andere Mal rief er:„Ich hab's meinem fer Vater feierlich versprochen, nicht nach Berlin zu gehen 1 ö dort ist meine arme Seel' verloren.“ Da man schließlih zu der Ueberzeugung gelangte, daß man es mit einen Geisteskranken zu thun habe, so ließ man ihn zurück un stube brachte ihn in ärztliche Pflege.