0 Dienstag den 20. Mai. gelödiet — * dest? Verein n, welcher ung einer siscer nzeiger. uͤmmen⸗ nung für uusgibt, Bisehens Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. AKrtiszlatt für den Artis ztiedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. db. Nub⸗ n Ebten⸗ 25 vom auf übe pott 2 B K denselben Aer aus- aumwer⸗ onen neue wölkerung g tracht des 3 sums ein irthshaus⸗ Judelstiet mit Werg, Lappen und dergl. gehörig abzureiben und wegzuputzen. Amtlicher Theil. F n, m a ch u Fenttzüme Sh riftchen:„die schädlichen Obst⸗ und Weinstockinsecten“ von Professor Dr. Glaser in Worms. n g. Neuerdings ist das Vorkommen eines überaus schädlichen Insects, der flockigen Apfelrindenlaus oder sog. Blutlaus, an Apfelbaumpflanzungen elbachtet worden. Um die Ueberhandnahme desselben und den unvermeidlichen Untergang der damit behafteten Bäume zu verhüten, empfiehlt es die jetzt noch kleinen Ansammlungen des Insects an den einzelnen offenen Stellen und Schnittflächen der Bäume bei Zeiten mit steifen Bürsten Im Auftrage Großherzoglichen Ministeriums des Innern machen wir die stbau treibende Bevölkerung auf die Gefährlichkeit dieses Insects und die bezeichneten Maßregeln zu seiner Vertilgung aufmerksam. Die Groß⸗ oglichen Bürgermeistereien sind angewiesen deren Anwendung in den den Gemeinden gehörigen Baumanlagen und Baumschulen zu veranlassen, ie Obstbaumbesitzer entsprechend zu belehren und den Befolg anzuzeigen. Näheres über die Blutlaus findet sich in der landwirthschaftlichen Zeitschrift Nr. 37 von 1869 und Nr. 48 von 1872, sowie in dem * Friedberg den 17. Mai 1873. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. che, bereils 1 Trapp. in welchen „ sondern 3 Deutsches Reich.— 16. Mai. In der heutigen Sitzung des] die Bekleidung des Reichs⸗Eisenbahnamtes mit den ume on Darmstadt. Am 11. d. M. wurde der Reichstages wurde die Gesetzvorlage über die Functionen einer richterrichen Behörde. Nach kurzer Dr. Kalsch Oberlehrer am Pädagogium des Klosters Unserer 1 leben Frauen zu Magdeburg, Prof. Dr. Andreas slützunge⸗ Whistoph Weidner, zum Director und ersten Lehrer in dem Gymnasium zu Gießen mit Wirkung vom —ů(October 1873 an ernannt. Vörse wa.— Die„Darmst. Zeitung“ vom 17. d. M. nd ringt folgende Bekanntmachung: Die Erlaubniß ö„ ut Annahme und zum Tragen der deutschen ang ven kilegsdenkmünze für 1870/71 betreffend. Nach- sen Seine Königliche Hoheit der Großherzog Alrgnädigst geruht haben, die Erlaubniß zur Umahme und zum Tragen der von Seiner Ma- „ estit dem Deutschen Kaiser, König von Preußen, „ esifteten Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870 en Ligue n 1871(Reichsgesetzblatt, Jahrgang 1871 Nr. . 3 3, Seite 111— 114) allen Angehörigen des i 2 Bwßherzogthums, welche mit derselben beliehen erhellt paden, allgemein zu ertheilen— so“ wird dieß celle n Allerhöchstem Auftrage hiermit zur Kenntniß 50 07 un Betheiligten gebracht. Darmstadt, 14. Mai 1873. 12 5. Gagern. v. Rautenbusch. e besa.— Im abgelaufenen Jahr hatte der Staat a aten i Ganzen für übernommene Eisenbahn-Zins⸗ futter un gcrantien mit 1,256,820 fl. aufzukommen.— deben mit ., Credit 5 4 0 In Etat der Staateschulden⸗Tilgungskasse ist pro — t. 874 bereits die Rückzahlung des 5proc. Anlehens Pie, un 1. Oct. 1868, welches zur Bestreitung von 00 21 Mitärbedürfnissen aufgenommen worden, in Aus⸗ 2 1 gestellt. N %— In Folge der feuchten Witterung des ver⸗ lssenen Winters und der ungewöhnlich starken — Fgauenz der Staats- und Provinzialstraßen ist 1 n Zustand derselben ein solcher geworden, daß „aslilt u ihrer Instandhaltung, ganz abgesehen von den 150. heren Arbeitslöhnen und gestiegenen Material- * sissen, die ursprünglich angeforderte Summe von 34,000 fl. für Unterhaltung nicht mehr aus⸗ „ echend erscheint, weshalb an die Stände das 4 innen gestellt wurde, noch weitere 60,000 fl. ür diesen Zweck zu bewilligen. I Friedberg, 19. Mai. Se. Königl. Hoheit ö ur Großherzog begaben sich gestern nach Darmstadt a ind kehrten nach kurzem Aufenthalte gestern Nacht ina.„ Reder hierher zurück. 6 0 0 4 Berlin. Der„Staatsanzeiger“ publicirt die 10% n r kirchenpolitischen Gesetze.— Die Aufhebung * n Eisenzölle ist im Schooße der preußischen Re ⸗ n, saung Gegenstand einzelner Berathungen gewesen. geselben haben zu dem Resultate geführt, daß wließlich, t Maschinen bei dem Bundesrathe ene ird. i 4 1 4 8 preußische Regierung die Aufhebung und zwar( Gründung und Verwaltung des Reichs⸗Invaliden⸗ fonds in dritter Lesung im Wesentlichen nach den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. Ein vom Abg. Meyer gestelltes und vom Staatsminister Delbrück befürwortetes Amendement zu§. 9, welches den früher beschlossenen Ausschluß der Communal⸗ papiere aus der Reihe der Effecten, in denen die Anlage des Invalidenfonds erfolgen kann, be⸗ seitigt, wurde in namentlicher Abstimmung mit 128 gegen 15 Stimmen angenommen. Bei der darauf folgenden Berathung des Jahresberichts über die Verwaltung Elsaß Lothringens erklärte der Reichskanzler Fürst Bismarck dem Abg. Windt⸗ horst gegenüber:„Die Dictatur endigt am 1. Januar 1874, wenn der Reichstag nichts Anderes beschließt. Ueber die künftigen Verhält⸗ nisse wird dem Reichstag eine besondere Vorlage zugehen. Ich verspreche mir von dem Zusammen⸗ sitzen der Elsässer mit uns im Reichstage ein gutes Verhältniß, zur Enttäuschung derjenigen Parteien, welche das Gegentheil hoffen. Die Maßregeln gegen die katholischen Elemente sind durch ultramontane Agitationen herbeigeführt. Zweifeln Sie nicht an unserer Geschicklichkeit, an unserer Ausdauer, an unserem Muthe und unserem Bestreben, allen Angriffen zu widerstehen.“(Stür⸗ mischer Beifall.) Das Haus vertagte sich bis morgen, nachdem im Laufe der Berathung Fürst Bismarck noch mitgetheilt hatte, daß über die von einem Vorredner gewünschte Competenz⸗Beschränkung der Kriegsgerichte bezüglich aller nichtpolitischen Ver⸗ gehen bereits eine Vorlage vorbereitet werde. — 17. Mai. Der Reichstag genehmigte bei der Schlußabstimmung das Gesetz über den Reichs- invalidenfonds mit größter Majorität und setzte sodann die Berathung der Jahresübersicht über die Verwaltung Elsaß⸗Lothringens fort. Bei der Debatte bezeichnete Mallinckrodt die Andeutung des Fürsten Bismarck, daß die Katholiken gegen die akatholischen Regierungen untreu und unzu⸗ verlässig seien, als unwahr und die Anklage gegen die Klerikalen als unbegründet. Fürst Bismarck erwiderte darauf:„Darüber, ob ich die Ruhe- und Friedensstörer in den Reichslanden, ob ich die Anschürer aller Opposttion verläumdet habe, rufe ich den Wahrspruch der öffentlichen Meinung an. Darüber erwarte ich getrost das Urtheil der Geschichte. Ich glaube recht zu thun, wenn ich schwarz nenne, was schwarz, weiß, was weiß ist.“ Stürmischer Beifall.) Des Abg. Eckardt(Badenser) Bedenken wegen der badischen Staatsbahnen be- gegnete der Reichskanzler mit dem Hinweise auf Debatte lehnte das Haus die Commissions berathung ab und beschloß die zweite Berathung im Plenum. — 16. Mai. Das Herrenhaus erledigte in seiner heutigen Sitzung in der Schlußberathung seine ganze Tagesordnung durch unveränderte An⸗ nahme der Gesetzentwürfe über die Erhöhung der Gebühren der Advokaten und der Reise- und Tage⸗ gelder der Gerichtsbeamten im Kölner Appellbezirk, über die Verwerthung von Forstnutzungen in Kur⸗ hessen, sowie über die Berechnung des Kosten⸗ pauschquantums bei Armenverbänden. Bezüglich der allgemeinen Rechnungen pro 1869 und 1870 wurde Decharche ertheilt. — 16. Mai. Das Abgeordnetenhaus ge⸗ nehmigte in seiner heutigen zweiten Sitzung die Uebersichten der Einnahmen und Ausgaben pro 1873 in dritter Lesung ohne Debatte und erle- digte alsdann Petitionen. Der Präsident erklärte, er bitte unter den obwaltenden Umständen um die Ermächtigung, die nächste Sitzung beliebig anzu⸗ beraumen. Das Haus stimmte bei. Nach dem Schlusse der heutigen Sitzung des Abgeordneten⸗ hauses überreichte der Senioren ⸗Convent des Hauses dem scheidenden Präsidenten v. Forckenbeck eine Ehrengabe, bestehend aus einem auf einem Gestell von Ebenholz ruhenden Tafelaufsatz in Vasenform. Denzin hob in einer Anrede die Verdienste Forcken⸗ beck's um die gerechte und unparteiische Geschäfts⸗ leitung hervor. Forckenbeck dankte ergriffen mit der Versicherung, daß die Führung des Präsidiums seinen schönsten Lebenserinnerungen angehöre. Hanau. Der„H. M.⸗Ztg.“ wird von hier berichte: Am 16. und 17. d. M. werden die Delegirten des allgemeinen deutschen Arbeitervereins (Hasenclever'sche Linie) in Frankfurt, 120— 125 an der Zahl, zur feierlichen Jahresversammlung erwartet. Die Arbeiter hatten u. A. auch ein großes Waldfest zur Verherrlichung der Delegirten⸗ Versammlung geplant; dasselbe scheint aber an der Abgeneigtheit von Regierung und Gemeinden, den Wald dazu herzugeben, zu scheitern, und so werden wir denn nach Allem in Wilhelmsbad, in der sogen. kleinen Wirthschaft, den Ersatz für das gestörte Fest erleben. Jedenfalls sind Seitens der Polizei alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Kassel. Der Landrath v. Wephrauch dahier (hochconservativ) ist zum Präsidenten des Ge⸗ sammteonsistoriums für Hessen ausersehen. München. Reichsrath Stiftsprobst v. Döl⸗ linger ist an Liebig's Stelle zum Vorstand der Akademie der Wissenschaften und zum General- Sr ⁰—T— ⁵˙—ũ d 4 5 1 . ä—— 2 . r 3 E conservator der wissenschaftlichen Sammlungen des Staates ernannt worden. — Vom Staatsministerium wurden zur Ab⸗ sendung an die Wiener Weltausstellung behufs Kenntnißnahme der dortigen Fachgegenstände und Berichterstattung hierüber 10 Staatsbaubeamte beordert. Ausland. Oesterreich. Wien. Die Anmeldungen bei dem Belehnungscomite haben täglich abge⸗ nommen. Am ersten Tage wurden 7 Millionen liquidirt, am 15. d. sind 5 Millionen angemeldet worden, wovon 3 Millionen angewiesen wurden. Der Gedanke der Liquidirung und Fusionirung der kleineren Banken macht sichtlich Fortschritte. Eine eigentliche Handelskrise ist aus der Börsen⸗ krise bis jetzt nicht hervorgegangen. Kein einziger Insolvenzfall wurde gemeldet. Gleich Günstiges ist aus Prag und Pest wie überhaupt aus den Provinzen zu melden. Der Finanzminister wies die Regierungscommissäre sämmtlicher Actiengesell⸗ schaften an, unverzüglich die Rohbilanz der ihrer Ueberwachung unterstellten Institute aufzustellen und ihm vorzulegen. Die Maßregel bezweckt, die Fähigkeit der Beurtheilung bezüglich der Noth⸗ wendigkeit der Liquidirung oder Fustonirung ein⸗ zelner Unternehmungen zu gewinnen. Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ publicirt ein Telegramm aus Rom vom 14. d., wonach das Befinden des Papstes besser ist. Der Papst habe die Messe gehört und einzelne Congre⸗ gationsbeamte in Geschäften empfangen. — Die Demission der Minister Goulard und Jules Simon ist angenommen und Casimir Perier zum Minister des Innern ernannt worden. Es gilt als sehr wahrscheinlich, daß Berenger zum Unterrichtsminister und Martel zum Cultusminister ernannt werden. — Die Parteiblätter der Rechten erklären, alle Schattirungen der Rechten stimmten in der einzunehmenden Haltung überein, namentlich in dem Punkte, daß der parlamentarische Kampf sich nicht um Republik oder Monarchie drehe, sondern um die Nothwendigkeit, aufs entschiedenste eine conservative Politik einzuschlagen. Eine Inter⸗ pellation der Rechten soll die Ernennung eines homogenen verantwortlichen Cabinets fordern. Großbritannien London, 17. Mai. In der gestrigen Sitzung des Unterhauses bean- tragte Miall, eine auf Abschaffung der angli⸗ kanischen Staatskirche gerichtete Resolution anzu⸗ nehmen. Nachdem Gladstone der Annahme der Resolution widersprochen hatte, wurde dieselbe mit 356 gegen 61 Stimmen verworfen. Spanien. Perpignan. Das callistische Organ„Drapeau francais“ theilt mit, Don Carlos habe in der Nacht vom 14. zum 15. d. Mts. die Gränze von Navarra überschritten und das Commando der königlichen Armee von 1500 Mann übernehmen wollen, um mit derselben zu siegen oder zu sterben. Ferner meldet das Blatt, daß Don Carlos eine Anleihe von 400 Millionen Realen mit einem englischen Consortium abge- schlossen habe. Italien. Rom, 15. Mai. In der heu⸗ tigen Sitzung der Deputirtenkammer wurde die Generaldebatte über das Klostergesetz zu Ende ge⸗ führt. Der Justizminister wies nochmals die Vor⸗ theile des Gesetz⸗ Entwurfs nach und zeigte die Gefahren, welche eine Aenderung des bisherigen politischen Systems bringen würde. — Die Besserung in dem Befinden des Papstes ist anhaltend. Derselbe las am 16. d. M. eine Messe in seinen Gemächern. — Der„Allg. Ztg.“ telegraphirt man unterm 16. d.: In dem Befinden des Papstes ist eine bedeutende Verschlechterung eingetreten: während der letzten Nacht verfiel der Papst in mehrere langdauernde Ohnmachten, man befürchtet das Aeußerste. Türkei. Konstantinopel. Der Minister des Auswärtigen Sapfet Pascha ist zur Dispo⸗ sition gestellt worden. Der bisherige Minister der öffentlichen Arbeiten ist an seine Stelle getreten und der bisherige Vali von Jemen Mouktar Pascha zum Arbeitsminister ernannt worden. Rußland. Petersburg. Der Schah von Persien ist, wie von Astrachan gemeldet wird, nach einer stürmischen Ueberfahrt über das Kaspische Meer im besten Wohlsein dort eingetroffen und wird über Zaritzin seine Reise fortsetzen. Der Großfürst Michael hat sich nach dem Kaukasus begeben. Amerika. Philadelphia. Die Modoc⸗ Indianer, deren Zahl nunmehr auf 32 zusammen⸗ geschmolzen ist, werden scharf von den amerikanischen Soldaten und den mit diesen verbündeten In⸗ dianern verfolgt. Man will dieselben um keinen Preis zur Ruhe kommen lassen. Die Modocs leiden anscheinend großen Mangel an Munition und marschiren die Kreuz und die Quer in der Hoffnung, ihre Stellungen in den Lavaschluchten wieder gewinnen zu können. specistcirten Kriegskosten von 1,100,000 runder Summe) nach den heutigen Werthe 4. 400,000 Gulden betragen würden, welch Summe in Franken sich auf 9,428,571 ¾ be rechnet. Die Einwohnerzahl des Fuldaer Län chens belief sich aber im siebenjährigen Krieg auf 80,000, so daß also von den ½ Franke abgesehen, auf den Kopf 117 Franken 85 Cent mes, also beiläufig 55 Gulden trafen. Frankreich zählt dermalen 36 Millionen Einwohner. Würd nun jeder Franzose eden so viel zahlen müssen wie ehedem ein Unterthan des Fürstbischofs vo Fulda, so würde dies 4,242,857, 142⅝ Franken also ungefähr 4½ Milliarde geben, also naht zu die Summe, welche Frankreich soeben aß Kriegskostenentschädigung aufbringen muß. Friedberg, 19. Mai. Aus glaubwürdiger Quelle erfahren wir, daß heute Morgen ein von Norden kommen⸗ der Güterzug kurz vor der Station Gießen entgleiste, wobei mehrere Wagen zertrümmert wurden. Menschen⸗ leben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Friedberg, 19. Mai. Bei dem heute Vormittag stattgehabten heftigen Gewitter sollen bei der Haselhecke 2 Ochsen auf freiem Felde erschlagen worden sein. Ein Mann sei auf der einen Seite gelähmt worden. Heute Nachmittag wiederholte sich das Gewitter und schlug der Blitz Lmal in hiesige Scheunen ein, glücklicherweise ohne Schaden zu thun. Soeben bei Schluß der Redaction trifft noch die Nachricht ein, daß der Blitz auch heute früh in Melbach eingeschlagen habe. Auch war das Gewitter mit Hagelschlag verbunden und hätten bei dem Schwal⸗ heimer Brunnen die Schloßen zollhoch gelegen. Darmstadt. Der Gartenbauverein zu Darmstadt veranstaltet im nächsten Monat die zweite„Allgemeine Rosenausstellung“, verbunden mit einer Ausstellung von anderen Blumen und Pflanzen, in den Sälen des Groß⸗ herzoglichen Hof-Orangeriegartens und hat alle Gärmer und Gartenfreunde des In⸗ und Auslandes zur Be⸗ theiligung eingeladen. Wegen der Jubelfeier der 25jährigen Regierung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird die Ausstellung Dienstag den 17. Juni, Vormittags 10 Uhr, eröffnet werden und Sonntag den 22. Juni, Abends 7 Uhr, beendigt. Nürnberg. Dem Großherzog von Hessen hat die Sammlung der Feuerwaffen des Germanischen Museums eine Bereicherung zu danken, die nicht hoch genug zu schätzen ist, indem derselbe die bisher in seinem Privat⸗ besitze befindliche Handbüchse, welche mit so vielen anderen interessanten Gegenständen im Jahre 1848 aus dem 1399 zerstörten Schlosse Tannenberg ausgegraben wurde, dem Museum zum Geschenk gemacht hat. Wenn auch äußerlich unscheinbar, ist dieses Stück doch deshalb von unschätz⸗ barem Werthe, weil es vielleicht das einzige ist, das un⸗ zweifelhaft noch ins 14. Jahchundert gehört, und somit eine Bereicherung der Gewehr⸗Sammlung ist, die ihr von gar keiner andern Seite hätte werden können. Eine Kriegskostenrechnung im sieben⸗ jährigen Kriege. Im„Nürnb. Corr.“ finden wir folgendes interessante Excerpt: Das unlängst erschienene, auf gleiche Weise der Sage und der Geschichte geweihte„Fuldaer Historienbüchlein“ von Dr. G. J. Malkmus enthält eine Kriegskostenrechnung aus dem siebenjährigen Kriege, weiche der Repo⸗ situr der ehemaligen Fuldaer Regierung entnom⸗ men ist, und welche ihrem Betrage nach sich ver⸗ hältnißmäßig als fast ebenso groß herausstellt, wie die Kriegskostenentschädigung, welche Frank⸗ reich an Deutschland zu zahlen hat. Die specisi⸗ cirten Kriegskosten des Hochstifts Fulda während des siebenjährigen Krieges bezifferten sich nämlich auf 1,069,662 fl. 38 kr., welche Summe der Herausgeber des genannten Büchleins mit Ge— schicklichkeit zu den 5 Milliarden Fres. in Parallele zu bringen wußte. Um den Werth des Geldes zur besagten Zeit zu ftxiren, zog er eine Anzahl von Rechnungen aus den Jahren 1740—65 herbei, aus welchen folgende Lebensmittelpreise ersichtlich wurden: 1740-65. 1872. 1 Pfd. Ochsenfleisch 4 kr. 19 kr. 1„ Karpfen 7„ 22„ 1„ Stocksisch 5„ 14„ 1 Schaf 1 fl. 40„ 8 fl. 40„ 1 Kalb 1„ 30„ 10 67 30 77 1 Pfd. Reis 5„ 10„ 1„ Rosinen 7„ 28„ 1 Malter Gerste 5 14„ 1 Maß Branntwein 20„ 40„ 8 fl. 58 kr. 35 fl. 23 kr. Hieraus ergibt sich also das Verhältniß von 1 zu 4 von damals und heute, so daß also die D. Frankfurt a. M., 17. Mai.(Börsenwoce vom 10.— 16. Mai.) Die Wiener Katastrophe spiegel sich im Laufe unserer Berichtswoche getreulich in den Eh eignissen des hiesigen Platzes wieder. Indeß war au die Haltung Berlins nicht ohne Einfluß auf unser Markt, da es durch sein massenhaftes Abgeben internal naler Werthe an den Letzteren, die von Wien ausgehen intensive Baisseströmung wesentlich verflärkte, so daß dg selbe am Dienstag in einer Panik culminirte, welche Cous erzeugte, wie sie die Kriegsjahre 1866 und 1870 nich gesehen hatten. Die Aufhebung der Bankacte, sowie alf übrigen in Wien getroffenen Maßregeln um der Bös aufzuhelfen, trugen zwar etwas zur Beruhigung be konnten aber nicht die Täuschung hervorrufen, daß d Zersetzungsprozeß an der Wiener Börse hierdurch in seing Wirkungen aufgehalten werden könne. Die Liquidalig verlief gegen Erwarten, fast ohne Schwierigkeit, da Gel vorhanden war. Primaadressen konnten zu ca. 7% p longiren, nur für„schwache Hände“ stand es schlimm un gelang es vielen nicht, ihre Engagements zu übertrages weshalb umfangreiche Selbstexecutionen staltfanden. D Nachrichten über die Wiener Liquidation enthüllten eim äußerst trostlose Lage, doch gab man hier der Anschauun Raum, daß die nicht zu vermeidenden Masseninsovenze zur Klärung der höchst verworrenen Situation und zu wünschenswerthen Beendigung unhaltbarer Zustände be tragen würden. Die Börse verkehrte deshalb heute ruhig und in festerem Tone; für Anlagefonds, besonders Priol täten machte sich sogar gute Kauflust bemerkbar. Unseg Platz blieb bis jetzt von der Krisis unberührt; bie eit getretenen vier Infolvenzen sind ohne Bedeutung. Al dem Speculationsmarkte unterlagen die stark von Berli hierher geworfenen Creditactien unter dem Einflusse dg Wiener Deroute der bedeutendsten Baisse. Ste eröffnete mit 331½, sanken am Dienstag auf 293 und schließe 304. Die von der Krisis wenig beeinträchtigten Staat bahn und Lombarden hielten sich verhältnißmäßig festes, Staatsbahn schwankten zwischen 346—328(Dienstag) bil 344½. Lombarden varriirten zwischen 201—197½ 186(Dienstag)—196½. Die günstigen Mehreinnahmes übten einen unverkennbaren Einfluß auf die relalilh Festigkeit der beiden Effecten aus. Oesterr. Bahnen vel kehrten ebenfalls unter nicht unerheblichen Variationen besonders Galizier und Franz⸗Josef, welche matter blieben, Matter schließen ferner: Alföld, Elisabeth und Nordwefß Ungarantirte Elbthal sanken 20 fl.— Deutsche Bahnen waren in gutem Begehr. Prioritäten wichen unter del Panik, holten jedoch bei Schluß unserer Berichtswoch in Folge lebhafter Kaufordres, ihre Courseinbußen wiede ein. Von Staatsfonds waren Süddeuische preishaltend Loospapiere zeigten sich im Allgemeinen leblos und klein Loose gefragter. Nach den Speculationspapieren wurdes Banken durch die Deroute und in Folge der überhauf gegen diese Papiere herrschenden Mißstimmung am Härtestel betroffen. In den letzten Tagen gab sich indeß für dit soliden Bankwerthe einige Besserung kund. Wir erwähnen, daß die Vereinsbank heute dem Syndicat der vereidigtes Makler gegen Depot eine Million zur event. Abnahm von Effecten zur Verfügung stellte. Die stärksten Cours“ verluste erlitten Bankverein und seine Gründungen. Bessi blieben: Deulsche Effectenbank 3¼½ 9%, östert. National bank. Letztere haussirten ursächlich der Aufhebung de! Bankacte. Devisen waren in Folge des Sinkens del Wiener Valuta(am Mittwoch 40/) ausgeboten, besserten jedoch ihren Stand heute wieder etwas auf. Oeslert, Banknoten gingen von 107 auf 104½ herab. Vol Sorten Sovereigns 4 Kr., Napoleons 1½ Kr., Friedrich dors und Imperiales je 1 Kr. niedriger. Marktberichte. Grünberg, 17. Mai. Die Preise auf unseren heutigen Fruchtmarkle betragen: Waizen(100 Kilo) 16 fl 59 kr.; Korn(90 K.) 14 fl. 4 kr.; Gerste(80 K.) 9 fl. 55 kr. Hafer(60 K.) 6 fl. 55 kr.; Molter 10 fl.— kr.; Erbses (110 K.) 11 fl. 50 kr.; Linsen(100 K.)— fl.— kr. Saamen(90 K.) 16 fl. 32 kr.; Kartoffeln(100 K.) 3 fl. 9 kf Mainz, 16. Mai. Zu notiren ist: Waizen effect 16½—16¼ fl., per Juli 16¾ 16/0 fl., Korn effeclst 10½—11¼ fl., per Juli 11¾—½ fl., Gersie 12½½ bi 43 fl., Haler effectiv 55/5 fl., per Mai 5% fl. Rüböl verkehrte in etwas festerer Hallung, aber be schränktem Gchäfte, effectiv 7 fl. ohne Faß, per Miß bis 22½ fl., Mohnöl 37 ½ fl.— Kohlsamen 19½½ b 21 ¼—22 fl., per Oct. 22½ fl. mit Faß; Leinöl 2 19 fl. Kleesamen verkehrle wenig zu unveränderte! Preisen, ebenso Hülsenfrüchte. Repskuchen 98100 fl. 0 all Von P