ten sind au „Guter det u dort hene 0 üclich 0 wunde ein Man den Sade vad rusch e dull der So Die Petitzeile ö Wm mit 3 kra⸗ re sp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. dmmen Denk : dreßg. bessshe dorgesehen Wale „Nach dem ung C0 nites veröffe 9 9 ub ninlih für das Jahr 1873. ingegangen, 1 etlich noch geh. umlungen Dan f., Offenschlesägen ist das neue Formular zu verwenden. U 833 fl. Ua u, adgeseben U Da 1 oh letteffend: E äge für das Jubt 1874. en an U. Ju en verschünet 1% S Amt lich er Theil. efsend: Das Gemeinde- Rechnungswesen, hier die Eimfendung der Hand⸗ und Tagebuchsauszüge B. d. K.: 5 a as, Kreisassessor. Friedberg am 18. Juli 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 0 An die sofortige Erledigung unserer Verfügung bau 7. Mai d. J., Oberhessischer matti Nr. 54, erinnern wir Sie. Zu den bondbuor⸗ J. See l am 18. Jui 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände f u dach. di shibach, Dorheim, Wr Assenheim, Friedberg evangelisch und taholsch, Ilbenstadt, Münster, Bad Nauheim, kath. und ev., Oben J 0 in Mörlen, Ober⸗Rosbach, Oppershofen Reichelsheim, Rockenberg, Schwalheim, Staden, Wickstadt und Wohnbach. dane lin Unter Bezugnahme auf unser Aus schreiben vom 30. Mai d. J., Nr. 64 des Wenn Anzeigers, bringen wir die sofortige Cirrus e. bee Boraoschläge in Erinnerung. J. B. d. K.: Kreisassessor. ger aber.. d N wol de und gebe etgriff den Mu en bannen a der Landwirthschaft werden auf Mittwoch 14. b. M. in von Nie J Jenbe t zut Thal f la en. 0 Gegenstände der Verhandlung werden sein: bebracht, solh!““ Discussion der Frage, wie den Erscheinunge t Ancmakun! die Einrichtungen der kleineren Grundbesitzer im Allgemeinen zu treffen nde jut Dun 4 1 fiagat, sind' um einigermaßen lohnende Ergebnisse zu Die Mitglieder der Mida Section Butzbach und sonstige hend. Man ilngs 3 Uhr, zu tiner⸗ Besprechung nach Ziegenberg ergebenst ein ⸗ 0 Die land wirthschaftlichen Birhältnisse im Allgemeinen und namentlich; 3 Einladung. den 23. d. Mes., Nach⸗ 2) Herr Lebrer Jost von Griedel wird sich mit der ge beschäsngem ob es für größere Orte nicht angezeigt erscheine, Kleinkinderschulen zu errichten, um namentlich dadurch Taglöhnern und Kleineren Grund⸗ uad gsbeneem wesentliche Dienste leisten zu können. 5 3) Zum Schlusse wird Herr Rückert, Lehrer an der Ackerbauschule 101 n der Neuzeit gegenüber erzirlen. Herr Bürger⸗ Gesten Gewa, meister Fenchel von Griedel wird wenigstens einige Seiten dieses in. 10 wichtigen Tbemas zu en facher 91 Friedberg, einen Vortrag über Viehsünterung und namentlich über voraussichtlich in diesem Jahre zu treffende Einrichtungen lten, Bugbach den 18. Juli 1873. Hech len 5 5 7 Deutsches Meich 1 Das Großherzogliche Regie- Aungs blatt Nr. 32 enthält: 1 zu ven du: Dyar mst a dit. 1 der Spitzen gotlenz abgel Necum ebene, Landes⸗Waszen⸗Anstall zu Darmstadt für 1872. ordentliche Einnahme beträgt 60,560 fl. 520 ken d niß an 10 ße ordentliche Einnahme 3783 fl. 49 kr., Summa 6 auf 9 innahme 64,344 fl. 415 kr. Die ordentliche Aus⸗ nüchung 110 leträgt 57. 086 fl. 27½ kr., die außerordentliche Aus⸗ sich glücl 6254 fl. 11½ Kr., Summa aller Ausgaben 63,340 fl. Die Gesammie Einnahme verglichen mit der Ge⸗ 30 kr., t heb eit:. in Uqusdirsen Ausständen 938 fl. b. in r 10 2 Votrathe, dem Kapitalpermögen angehörend 65 fl. aftli i r. 00 da 15 Stand der Waisen am Schlusse der Jahres 1872 1 0 zend, so blieben am Schlusse des 100 1871 1371. ch det lästend des, Jahres 1872 wurden auf senommen 350. tu, dit 90 in wurden in 1872 zusammen, verp legt 1721. Ent⸗ rsabtiuhe wurden 305, am Schlusse des Jahtes 1872 blieben aud, fe in Verpflegung 1416. 1. 109 Uebetsicht der für das Jahr 1873 von Großherzog⸗ aueh U Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur an lle 0 dung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden lviise Jreises Gießen. 5 ot Beil, III. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit ö ine aue Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: 00 unf das Militär⸗„Sanitelts⸗Kreuz; dem Distrikis; aun das(ue, dee Districtseinnehmerei Osthofen, Ludwig, öbnlich Buer Leonhard; am 28 Juni die silberne Verdienst⸗ banal“ tha lle für Wi enschaßt, Kunst, Industrie und Landwirth⸗ pat bosschal dem Hossilberwaarensabrikanten Ludwig Vielor. anchmen 1 IV., Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit Gelder u Croßherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Juni 1* Marie Breitwieser von Langsiadt zu gestatten, daß en Hin lle att des bisherigen den Familiennamen Heyl führe. in bie, J. Charakterertheilungen. 1 große 0*„ Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche en G ee der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11 eren d Juni den Schullehrer an der evang. Schule zu Stock⸗ i im Kr. Büdingen, Georg Conrad Wiegand, auf sein eee„ chalrchen in den Ruhestand zu versetzen. age ter 10 VII. Lontkrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. bit got telle zu Sladen, im Kr. Friedberg, mit einem jähr⸗ e Gehalte von 400 fl.; dem Herrn Fürsten zu Yeen⸗ 27% Bübingen siteht das Präsentation grecht zu dieser l zu. 3001. Summarische Uebersicht der Rechnung Gloßherzog⸗ f .. ⸗Ausgabe bleibt Rest 1004 fl. 2½ kr. und dieser Bei„Neubauten VIII. Sterbefälle. Gestotben find: am 161 Juni der Schullehter Ehrbar zu Lampertheim; am 8. Juli det Seminardiener am evang. Prediger⸗ Seminar zu Friedberg, Johannes Stotz. Darmstadt, 15. Juli. In, der heullgen Sitzung er zweiten Kammer kam zunächst eine Petition des Ssoblvorstande zu, Groß.:Umstadt wegen Erhebung der dortigen Realschule zu einer Staatsanstalt, sowie eine vom Abg. Heinzerling gleichfalls als Antrag aufgenommene Vorstellung der Darmstädter unst⸗ Genossenschaft wegen Erbauung eines Ge⸗ bäudes zur Aufnahme der Kunstsammlungen zur Anzeige; sodann wurde die Berathung über das Civil ⸗Bauwesen im Ministerium der Finanzen fortgesetzt“ Bei„laufender Unterbaltung“ hat der Finanzausschuß an den geforderten 10,500 fl. 1000 fl. abgesetzt. Geheimratb Schleiermacher und Minister v. Biegeleben wollten für das in⸗ zwischen zu Lasten des Finanzministeriums hinzu⸗ gekommene Kriegsministerialgebäude von der abge⸗ strichenen Summe wenigstens noch 500 fl. bewilligt baben. Abg. Heinzerling fragte, ob es sich hier um ein Novum handle und es wurde sodann die vom Ausschuß beantragte Summe in dem Sinne bewilligt, daß der Regierung eine Nachforderung für das neu hinzugekommene Gebäude frei bleibt. und größere Herstellungen“ wurden die vom Ausschuß beautragten Ablehnungen einstimmig genehmigt. Die vom Ausschuß bean⸗ tragten Abstriche und Ablehnungen erfolgten durch ⸗ gehends einstimmig, Der Antrag des Aus schusses, „die Regierung zu exsuchen, künftig über das ge⸗ sammte Hofbauwesen detailirte Voranschläge an⸗ fertigen zu lassen und der Kammer zeitig genug vorzulegen“, wurde, obgleich Minister v. Biegeleben und Geheimrͤth Schleiermacher die Unthurlichkeit von Voronschlägen für viele Fälle betonten, ein- stimmig angenommen. Bei„Kameralbauwesen“ nahm der Posien„Neubau der Pachterswohnung und Brennerei zu Mönchhof“, welchen der Aus⸗ schuß mit 35,500 fl. abzulehnen beantragte, längere Zeit in Anspruch. Der Ausschuß will die Ge⸗ bäude auf den Abbruch versteigert, einen Theil des Geländes als Wald angelegt, einen andern parzellenweise verpachtet wisser. Abg. v. Rabenau stellte den Antrag,„den verlangten Credit unter der Bedingung zu verwilligen, daß von diesem Credit so lange kein Gebrauch gemacht werden dürfe, als bei der bevorstehenden Verpachtung des Gutes im Ganzen— mit Ausschluß des nur zu Wald f Theils— nicht ein Exlös von wenigstens 5 fl. für den Morgen erzielt worden ist“, nachdem vorher Abg. Goldmann in ähn⸗ lichem Sinne gesprochen hatte. Abg. Heinzerling befürwortete den Antrag. Der Ausschußantrag wurde aber, unter Ablehnung des letzteren An- trags, angenommen. Bei der Unterhaltung der Staats- und Provinzialstraßen stellte Abg. Land⸗ mann den Antrag,„die Regierung um eine neue Organisation des Straßenbauwesens zu ersuchen, damit prineipiell festgestellt werde, ob und welche Straßen noch als Staatsstraßen zu betrachten seien, sowie ob und inwieweit für die Folge der Bau und die Unterhaltung der Biecinalwege auf Kosten der Provinzen oder Kreise stattzufinden habe“. Auf Antrag des Abg. Metz wurde der Landmann'sche Antrag an den Ausschuß verwiesen und der Ausschußantrag auf Bewilligung von 412,867 fl.(unter Abstreichung der Differenz bis zu 420, 000 fl., jedoch unter Vorbehalt der Prü⸗ fung einer Rackforderung der Regierung von 60,000 fl.) einstimmig angenommen. In allen nicht besonders hervorzuhebenden Punkten“ haben die Anträge des Finanzausschusses Annahme gefunden. — 16. Juli. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde der Posten„Teritorial“, * dete und Damm-Baukosten“, einschließlich einer für Erhöhung des Griesheimer Rheindammes auf Antrag des Abg. Goldmann von der“ Regterung gemachten Nachforderung, mit 118,333 fl. be ⸗ willigt, ebenso der Posten für Unterhaltung der Brücken zu Mainz c., und„Münzwesen“, ferner der Posten„Reisekosten, Diäten und Renumkra⸗ tionen“, Die gesorderten 40,000 fl. für„Landes ⸗ Vermessung“ wurden verwilligt. Der Posten„Kosten wegen Auffindung nützlicher Fossilien“ von 500 fl. veranlaßte eine längere Debatte, da Oechsner wünschte, daß die Regierung mehr verwende, die aber mit einfacher Bewilligung endete. Nachdem die beiden letzten Happt⸗Abtheilungen genehmigt waren und Ellenberger sich über die verzögerte Rückerstattung des von den Geistlichen vorgelegten Portos beschwert hatte, von dem Finanzminister aber diesfalls an das Ministerirm des Janern verwiesen worden war, wurde auf die früher aus⸗ gesetzten Posten„Ober ⸗Forst“) und Domänen⸗ Direction“,„Ober⸗Bau⸗ Direction“,„Rentämter“, „Technische Forstverwaltung und Foestschutz“ zurück— gegriffen und gelangte der bei den einzelnen Posten gestellte Antrag, die Regierungs- Forderung zwar in das Budget, jedoch unter der Beschränkung einzu⸗ stellen, daß die Verwendung nicht stattfinden kann, bevor eine Verständigung mit den Ständen über die neuen Etats getroffen ist, zur Annahme. Ein gleicher Beschluß wurde bezüglich des Administrativ Justiz⸗ und Lehn⸗Hess, der Ober-Medicinaldirection, des Ober ⸗Consistoriums und der Ober ⸗Studien⸗ Direction gefaßt. Bei dem„Schullehrer⸗Seminar in Bensheim“ wurden nunmehr, mit Rücksicht auf die von der Regierung neuerlich gemachte Vor- lage, in welcher die Beseitigung des geisllichen Directors und geiftlichen ersten Lehrers zugesagt ist, die Mittel genehmigt. Bei dem„Friedberger Seminar“ stellte Scriba unter thatsächlicher Be⸗ gründung einen Ankrag wegen einer Mehrforderung von 1500 fl. in Aussicht. Die für eine Präpa⸗ randen⸗Anstalt in Friedberg geforderten 5000 fl. wurden, ebenso wie ein Antrag des Abg. Gold⸗ mann, welcher diese Summe überhaupt für Präparanden⸗Zwecke und vorbehaltlich der Verein barung zwischen Regierung und Ständen bewilligt wissen will, abgelehnt, unbeschadet- der Ecledigung der Prineipienfrage bei dem Schulgesetz. Berlin. Die„Provinzial-Correspondenz“ bestätigt, daß der Aufenthalt des Kaisers in Ems bis zum 25. d. M. dauern wird. Dann folgen kurze Besuche in Coblenz, Wiesbaden und Hom⸗ burg. Anfangs August wird die Reise nach Gastein angetreten und in der letzten Woche des August ein Besuch des kaiserlichen Hofes und der Weltausstellung erfolgen. 5 — Die„Spen. Zeitung“ erfährt ans guter Quelle, daß für das Präsidium des Reichseisen⸗ bahnam tes der frühere vortragende Rath im Finanz; ministerium Scheele, später Mitglied der Direction der Berlin Anhalter Eisenbahn, in Aussicht ge⸗ nommen ist. Wiesbaden. Das Kloster, zugleich Wall⸗ fahrts⸗Ort, Bornhofen wurde Seitens der Regie- rung geschiossen und die dortige Niederlassung der Redemptoristen aufgelöst.. Straßburg. Der Lehrermangel im Elsaß scheint zunehmen zu wollen. Wenn früher manche Stellen in Folge der Opkion von den Lehrern aufgegeben wurden, so kann man heute den Lehrer⸗ mangel den politischen Verhältnissen nicht mehr zuschreiben. Lehrer, welche optirt haben, verhältnißuäßig ge⸗ ring; die evangelischen Lehrer namentsich sind fast alle geblieben. In, Betreff des Grundes, der die Lehrer zum Austritt veranlaß', schreibt die„Krz. Ztg.“, derselbe rühre aus der Mißachtung her, welcher die Lehrer Seitens der Bevölkernng aus gesetzt sind, Letztere hat fast überall die Gehalts- aufbesserung ungern gesehen und nun geschieht es in gar manchen Gemeinden, daß man den Lehrern, an ihren Nebenbesoldungen abzumäkeln sucht, was nur, möglich ist. Ausland. 10 Oesterreich⸗lüngarn. Wien. Die„Presse“ meldet: Die österreichische Waffenfabriksgesellschaft lischen Behoͤrden angerufen, f Uebrigens ist die Zahl derjenigen hat, wie verwaltun Hinterladern abgeschlossen. Die Gewehre sind Park ir erfahren, mit der deutschen Kriegs⸗ Ula Lieftrung von 468006 Stück nach dem Systeme Mauser und müssen bis zum Jahre 1875 complet geliefert sein. Schweiz. Bern. Der Nationglrath hat nach langer Debafte sämmtliche, namenflich unter klerikaler Beeinflussung im October und De⸗ zember v. J. im Canton Tessin fiattgehabten Nationalrathswahlen cassirt.— Der Ständerath hat mit 26 gegen 14 Stimmen den Recurs der Solothurner Pastoral-Conferenz gegen das Gesetz über die Wiederwahl der Geistlichen abgewiesen. — Laut officie ler Anzeige an den Bundes rath wird der Schah von Persien am 19. d. in Genf eintreffen, von wo er nach zwei⸗ bis drei⸗ tägigem Aufenthalt nach Turin gehen wird. Der Bundespräsident Ceresole und der Bundesrath Borel sind zu seinem Empfange abgeordnet. — Offieiellen Mittheilungen zufolge entspricht die in London von dem persischen Groß oezier unterzeichnete Beitritts Erklärung Persiens zur Genfer Convention weder formell noch materiell den üblichen Anforderungen, daher diefelbe nicht als verbindlich gültiger Act, sondern nur als Ausdruck der Geneigtieit Perstens zu einem solchen vom Bundesrathe den Conventionsstaaten mitge⸗ theilt werden kann.. 0 Arenenberg. Die Kaiserin Eugenie und Prinz Louis haben am Sonntag Morgen mit dem abwärts gehenden Schweizer⸗Schiff den Arenenberg verlassen. Sind wir recht unterrichtet, so hat Erstere sich nicht, wie es hieß, nach Baden-Baden begeben, sondern nach Baden im Canton Aargau, wo sie eine mehrwöchentliche Badekur zu gebrauchen gedenkt. Am gleichen Tage noch wurde der junge Prinz von seiner Mutter bis Waldshut begleitet, von wo er seine Reise abwärts fortsetzie, um sich nach England zu begeben. Zürich. Am letzten Sonntag feierte die Freimaurer⸗Loge dahier zugleich mit dem Jabres⸗ fest das Jubiläum ihres 100jährigen Sestihens und das 50jährige Jubiläum eines ihrer hervor ragendsten Mitglieder. Sämmtliche Logen der deutschen und einige der französischen Schweiz hatten zahlreiche Deputationen geschickt, so daß gegen 300. Maurer versammelt waren. Die üb- liche Sammlung für wohlthätige Zwecke ergab 3000 Fr., die dem Kinderspital zugewiesen wurden. Frankreich. Paris. Wie es heißt, hat der General Pajol(Orleanist) den Botschaster am Petersburger Hof, General Leflö, ersetzt.— An dem Jahrestage der Einnahme der Ba qille wird Gambetta einem Privatbanket in Batignolles präsidiren. — Einer Meldung der„Agence Havas“ zu⸗ solge bedarf der Staatsschatz nur noch 60 Mil⸗ lionen Wechsel, um die rückständigen Zahlungen der fünften Milliarde vollständig leisten zu können. Holland. Rotterdam. Die Consecration des altkatholischen Bischofs Reinkens durch den Bischof Heykamp von Deventer wird in der zweiten Hälfte dieses Monats stattfinden. 0 Spanien. Perpignan. Die Carlisten haben Berga eingenommen; die Besatzung ven 500 Mann wurde kriegsgefangen. f b — Aus carlistischer Quelle wird gemeldet, daß Prinz Alphonso und Saballs Puyeerda einge nommen haben. Der Carlistenführer Tristanh hat mit sämmtlichen Truppen den Ebro überschritten und ist in Aragonien eingedrungen. Bayonne. Don Carlos begab sich am 15. Juli nach Spanien und erließ eine Proc⸗ lamation an die carlistischen Freiwilligen, worin er sagt, daß er dem Rufe des sterbenden Spaniens folge, um unter Gottes Beistane für das Vater⸗ land und Gott zu kämpfen. In Zugarramurdi, wo Don Carlos mit Valdespina und Lizzarraga sich aufhält, herrscht große Zuversscht' f Amerika. Newyork. Ein spanisches Kriegs⸗ schiff ankert vor Kingston auf Jamaica in der Absich:, sich des cubanischen Fahrzeugs„Virginis“ zu bemächtigen. Letzteres hat den Schutz der eng Aus Stadt und Land. 3 Bad⸗ Nauheim. Die Bettelei in dem Nauhe nimmt di ahr in erschreckender Weise zu daß ein polizeiliches Einschreiten dringend geboten scheint Die Fremden werden nicht nur allein von einer Maf⸗ Kinder förmlich angehalten und Strecken Wegs verfol ja sogar die auf dem Heimweg nach ihren in der Naß liegenden Oeischaften begriffenen erwachsenen Persos lassen die Gelegenheit beim Passiren des Parks nich unbenutzt vorübergehen und belästigen die Fremden mi den abenkeuerlichsten Lamentationen. Könnte hier nich die Polizeibehörde in geeigneter Weise einschreiten, ehl dieser Unfug noch größere Dimensionen annimmt? 15⁷ — Gießen. An Stelle des verstorbenen Professors de. Philesophie, Dr. Schilling, ist der bisherige Privaldocen . in Berlin, Dr. 1 berufen werden 1 erxselbe befindet sich berel's an Ort und Stelle und wit im nächsten Semester seine Thätigkeit beginnen.— Alsfeld. In dem benachbarten Ermenrod brach am 13 d. M. Nachmittags in der Scheuer eines braven, i Essen beschäftigten Arbeiters, der zur Zeit auf Besuch bei tref einer Famslie mit seiner Frau und den beiden ältesien* Kindern hierber gegangen war, Feuer aus, das an denn kürzlich ein geernteten Heu keiche Nahrung fand, so daß die Scheuer und das mit derselben verbundene Wohnhaus sabbrannten. Den schnell herbeigeeilten Nachbarn gelang es, wenigstens einen Theil des Mobiliars zu relen. Wi egen f das Feuer entstand, ist bis jetzt noch nicht constatirt. Offenbach. In voriger Woche wurde in Bürgel Gemarkung, unmittelbar an der Offenbacher Grenze, von ruchloser Hand eine Singnalstange über die Eisendahn⸗ schienen gelegt. Die dort zum Zweck des Materialtrans⸗ ports im Gang befindliche Maschine schnitt dieselbe glüc liche weise entzwei, so daß eine Enigleisung derselben, diz leicht weitere Unfälle hätte zur Folge haben können, nicht vorkam 0 1 Dettio Offenbach. Am 16. Juli explodirte in der chemischen warten Fabrik von Oehler dahier ein Siedkessel, in Folge dessen 1 der Bau, in welchem derselbe stano, nicht unbedeutend keimeide beschädigt, auch mehrere Arbeiter theils erheblich verletzt wurden. da Kön Allerlei. A Der Cxkönig von Neapel verweille am 16. d. hier. Derselbe fuhr Nachmittags nach Homburg und wollie“ sich heute nach Bad Soden begeben.— Os Exkönigin Isabella von Spanien ic am 15. in Malz angekommen und im„Englischen Hof? abgestiegen. Sie gedenkt einige Tage dort zu verweilen. Frankfurt. Den Theilnehmern an dem Bier⸗Crawall vom 21 Avtil, die jtzt vor den Assisen erscheinen, schein der Gedanke auch wührend der Uniersuchungshaft noch bofme nicht gekommen zu sein, daß es sich, falls sie der ihnen zur Last gelegten Verbrechen, schwerer Landfriedensbruch, Aufruhr ꝛc., schuldig befunden werden, um sehr schwele Zuchthausstrafen handeln könnte; denn sie sind meist ganz guter Dinge, und ein Theil von ihnen ließ sich, als sie zuden am 14. d. in einem Wagen nach dem Schwurgerichtssagle be, is söcdert würden, in den ausgelassensten Liedern vernehmen, in Ben Es sind zwar nur 196 Zeugen geladen, da aber mehren wiederholt auszusagen haben, so steigt die Zahl auf etwa 200 einzelne Vernehmungen. Interessant ist die Anklage: liste. Danach hat man es mit 8 Rädelsführern, 30 Per sonen, welche Gewaltshätigkeiten verübt, bezw. geplünden und zeistört haben, und dreien, welche sich der bewaffneten Macht widersetzten, zu thun. Unter den Zeugen befinden sich der Polizet⸗Präsident, 6 Polizel⸗Commissäre, 17 Bien Daz brauer bezw. Brauburschen, 13 Wirthe bezw. Wirthinnel, zun 22 Schutzleute und 37 Mililärs, vom Tambour bis zum tritt Hauptmann aufwärts; der Rest sind theils Kausteuls 0 Handwelker, Dienstbosen. Auch 3 Untersuchungs⸗ bez, iͤget Strafgefangene kommen zut Vernehmung. Von den 4) Biege Angeklagten sind nach ithtem Betuf 1 Tapezirer, 10 fahnen Schreiner, 1 Dachdecker, 11 Taglöhner, 1 Spengler, 4. age a Schlesser, 2 Schneider, 2 Schriftgießer, 1 Buchbindet, 4 Bäcker, 1 Wagner, 2 Kutscher, 1 Sattler, 2 Küfer, 2 tanze Maurer, 1 Schubmacher und 1 Eisendreher. c au Morgenroth,(Oberschlesten). Am 12. Juli brannten(be. die beiden Schächte der gräfl. Schaff golsch'schen Paulus, Steinkoylengrube nieder. Das Feuer entstand, wie all gen mein angenommen wird, in der zwischen dem Godula⸗ uugen schicht und Schaffgolschichacht befindlichen, in, den obern 0 Verl Räumen der Verbindungsgebäude kiablüten Glubenlischlexel liehens Mit rapider Schnelligkeit erfoßte das verheerende Element ui die beiden Schächte und zerrte die darin befindliche' Wasserbaltungs⸗ und Förderungsmaschine vollständig; die“ uudin Eisemhelle der Maschine teten, in b ee schu geschmolzen, in die Schächte hinab. Der ar gestreugten erung Tvänigtelt der zur Sielle erschienenen eigenen und stemden e ali Beamten und Arbeiter, unterstützt durch Spritzen und 0 10 Hülssmannschaften, gelaug es, die Gasanstalt zu echallen, beil Em Verlust von Menscheuleben it bei dem furchtbaren dude Brande glücklicherweise nicht zu beklagen. Der materielle dei He Schaden für die Gewerkschaft wird unter Antechnung des 3555 durch die längere Unterbrechung der För berungs⸗Arbeisen„T. entstehenden Verlustes auf circa 1 Million Thlt. veran- aun ff schlagt. 6—700 Bergarbeiter, welche die Belegschaft der lorge Paulusgrube ausmachen, sind durch die Feuersbrunst brob“ Ste S der los geworden. a 5 0 N 900 e di, D. Frankfurt a. M., 17. Juli. Die heulige 10 di Börse war überaus geschäftslos. Vie todte Saison be- bauptel ihre Rechte und dürfte, votläufig, so lange außer reg, ordenilsche Momente nicht anregend wirken, auf keine belebten* specu aulve Bewegung zu rechnen sein. Gegen die Nacht 430 richten von Außen verhielt sich die Börse sehr apathisch 1 1 At