ist, ge⸗ Fronktitic Die Zu · Dauer der Nahl, die n Gewalt 4 Art. 3. ungszesetzt det Reyn⸗ 187J und sommissien rag, die Gewalten Fer dse ahrt nach persamn · Autrag 0 Jure une tnemmtu, Dienslag unt slud Thronredt it fttunt · uũttigu ilagt und ich und au tine ede del 1 Cinrich⸗ 1 Oaltalt Mlitat — gaeee, „ kat! 2 1 54 . 4 Oberhessischer Anzeiger. 12 10 * 71 1 1873 Dienstag den 18. November. 135. ian Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donn erstag und Samstag, den Monat Für Dezember kann auf den „Obethessischen Anzeiger“ Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. 5 1 Den* ern bei der Amtlicher Theil. Btreffend: Vorkehrungen gegen Beschädigungen junger Obsibäume durch Schafe und Wild. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 27. November 1861(in Nr. 94 des Intelligenz Blattes von 1861) beauftragen wir Sie, dil Befitzer von Obstbäumen in angemessener Weise zu Vorkehrungen gegen Wildschaden an solchen zu veranlassen, namentlich ihnen zu empfehlen, sie durch Verwahren mit Stroh(gewickelten Strohseilern) oder Dornen zu schützen. schulen und sonstigen Anlagen in der angedeuteten Weise vor derartigem Schaden sichern zu lassen. 5 5. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte⸗Ertrags im Jahr 1873. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Wir erinnern an die sofortige Erledigung unserer Verfügung vom 26. September d. J. Trapp. Utreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1874. Las Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei⸗Commissär in Wickstadt. Site werden binnen 8 Tagen Ihren Bedarf an Bedeckscheinen ein- eichten. Bei dieser Veranlassung weisen wir Sie zur pünktlichen Befolgung det in dem Regierungsblatt Nr. 54 von 1836 und in den Amtsblättern zei vormaligen Groß herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz t 75 von 1836 und Nr. 52 von 1837 erlassenen Vorschriften bezüglich en Einführung eines Sprunggeldes und Sicherung der Erhebung des 1 vorgelegt werden. Namensunterschrift nicht versehen worden seien ꝛc. Friedberg am 14. November 1873. Zugleich weisen wir Sie an, Bäume in den Gemeinde-Obstbaum⸗ Friedberg am 15. November 1873. Polizei⸗Commissär zu Wickstadt. Friedberg am 15. November 1873. selben hiermit an, damit nicht, wie schon so oft gelegentlich der Prüfung der jährlichen Verzeichnisse über das zu erhebende Sprunggeld erinnert werden mußte, diese Verzeichnisse wieder in vorschriftswidrigem Zustande Namentlich mußte bei Gelegenheit dieser Revision mehrfach gerügt werden, daß die Verzeichnisse nicht deutlich geschrieben, ausgestellte Scheine hierin nicht eingetragen, dieselben mit Datum und Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt, 13. Nov. In der heutigen zung der zweiten Kammer ward, nachdem einzerling eine Interpellation wegen übermäßiger tlastung von Bessungen gegenüber Darmstadt Einquartierung eingebracht, die Vorlage der gierung wegen Genehmigung des mit Preußen bgeschlossenen Staatsvertrags auf Erbauung einer kisenbahn zwischen Mainz und Wiesbaden, mit Arschluß an eine Bahn von Frankfurt durch das bort bach Thal über Camberg zur Lahnthalbahn, lach kurzer Debatte genehmigt. Sodann ward un von der ersten Kammer zur Regierungsrorlage nezin Erbauung eines Haftlocals in Worms auf Hinführung der Einzelhaft, bezw. Erbauung eines Ailngefängnisses gestellter Antrag einstimmig ab gacnt. Bezüglich des Antrags von Dumont mern Erhaltung einiger monumentalen Bauwerke Men hessens stimmte die Kammer einstimmig dem Angag des Ausschusses bei, die Regierung um bald ge Vorlage über die zur Erhaltung der Kalbarinen- Kirche in Oppenheim erforderlichen Minel zu erfuchen. Bezüglich der Kapelle auf dem Hofe Iben in Rheinhessen hat die Regierung berits Vorlage gemacht. Der Antrag on Schröder und Stephan auf Erhebung der höhere Bürger- ele zu Oppenheim zu einer Staatsanstalt, bezw. auf ausreichende Dotirung derselben von Seiten 75 des Staatts, wird vorerst zurückgewiesen. Flephan „( shofen) zog hierauf seinen Antrag auf Er⸗ i 6 15 höherer Bürger- oder Real- Schulen in u Cantonshauptorten zurück. Nach Erledigung 1 der Jagcsordnung vertagte sich die zweite Kammer 6* 711 „„. 1 K. anf tubestimmte Zeit. 1 — Die Finanzen des Großherzogthums be— finden, sich in erfreulicher Ordnung. Namentlich zeigt sich dies bei der Verminderung der Staats- schuld. Im Juli 1869 betrug die Gesammtschuld noch 17,332,000 fl., im gleichen Monat 1873 stellte sich dieselbe, nach vorläufiger Ermittelung, auf 12,505,000 fl.; es hat mithin, begünstigt durch die sranzösische Kriegscontribution ꝛc., eine Verminderung um 4,827,000 fl. stattfinden können. Die eigentliche Staatsschuld ist innerhalb dieser vier Jahre, bei einem Bestand von 2,529,000 fl. im Juli 1869 nicht nur vollständig getilgt, sondern darüber hinaus ein Activstand von 1,885,500 fl. erzielt worden. In der gleichen Periode ging die Eisenbahnbauschuld von 11,683,000 fl. auf 9,837,000 fl., die Provinzial Straßen bauschuld von 2,113,900 fl. auf 1,491,000 fl. herab. Dabei besitzt die Eisenbahnbau⸗Schulden-Tilgungs⸗ zasse noch Activen im Betrag von 412,000 fl., so daß sich dieser im Uebrigen sehr productive Schuldentitel eigentlich nur auf 9,425,000 fl. beläuft. Friedberg. Bereits arf dem vorigen Land- tag hatte der Abgeordnete Curtman die Aufhebung der vom römischen Recht überkommenen Privilegien der Frauen in Bezug auf die Uebernahmen von Bürgschaften in Anregung gebracht, die Sache blieb aber damals beruhen. Bald nach Eröffnung des gegenwärtigen Landtages regte Abg. Heinzer— ling die Aufhebung jener Privilegien wieder an, und wie wir jetzt erfabren, ist dessen Antrag in- sofern von Erfolg begleitet gewesen, daß die Re— gierung sich zu jener Aufhebung bereit eikkärt hat und der Ausschuß der zweiten Kammer ein- stimmig dem Antrag beigetreten ist. Berlin. Am 13. d. M. haben sich die Ab⸗ theilungen des Abgeordnetenhauses constituirt und folgende Wahlen getroffen: 1. Abtheilung: Vor- sitzender v. Köller, Stellvertreter Dr. Virchow; 2. Abtheilung: Vorsitz. Dr. Löwe, Stellv. Richter (Sangerhausen); 3. Abtheilung: Vorsttz. Dr. Lasker, Stellv. v. Duncker; 4. Abtheilung: Vorsitz. Wachler (Breslau), Stellv. Dr. Hänel; 5. Abtheilung: Vorsitz. Dr. v. Rönne, Stellv. Dr. Paur; 6. Ab⸗ theilung: Vorsitz. Dr. Gneist, Stellv. Larz; 7. Ab⸗ theilung: Vorsitz. Klötz(Berlin), Stellv. d. Benda. In der ersten Abtheilung stimmten Klerikale und Conservative zusammen, wodurch die Wahl Miquels zum Vorsitzenden verhindert wurde. — Bei der Präsidentenwahl im Abgeordneten⸗ haus am 15. d. wurde Bennigsen mit 263 von 348 abgegebenen Stimmen zum Präsidenten ge⸗ wählt. Derselbe erklärte, die Wahl anzunehmen. Reichensperger erhielt 82 Stimmen. Bei der Wahl des ersten Vice-Präsidenten erhielt von 346 abge⸗ gebenen Stimmen Löwe(Calbe) 242, Mallinckrodt 79, Köller 23. Ersterer ist somit gewählt. Zum zweiten Vice⸗Präsidenten wurde Friedenthal mit 233 von 338 abgegebenen Stimmen gewählt. — Unter denjenigen Vorlagen, welche zuerst an den Reichstag gelangen werden, befindet sich, wie berichtet wird, auch ein Gesetzentwurf über die Errichtung eines obersten Verwaltungs ⸗Ge⸗ richtshoses für das Deutsche Reich. Im Reichs- kanzleramt ist man bereits mit der Ausarbeitung dieses Entwurfs beschäftigt. — Der„Kreuz-Ztg.“ zufolge hatte Blancken⸗ burg das landwirthschaftliche Ministerium abge— lehnt, nachdem ihm dasselbe zu Anfang voriger Woche vom Staatsministerium angetragen worden war. Mittwoch Abend, als Blanckenburg hierher gekommen, um den Grafen Roon vor dessen riums erfolgt, Blanckenburg zum Eintritt zu bewegen. — Wie verlautet, haben sich die Verhand⸗ lungen mit Wien betreffs der österreichischen Silber · Anleihe deßhalb zerschlagen, weil in Berliner Finanzkreisen erbebliche Bedenken wegen des über⸗ großen Silber- Abflusses aus Deutschland geltend gemacht worden sind. Köln. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte den Erzbischof Melchers und den Weihbischof Baudri wegen Beleidigung von vier altkatholischen Priestern und Beleidigung(nicht Verläumdung, worauf die Anklage gelautet hatte) der Altkatholiken von Köln und Bonn den Ersteren zu 50 Thlr. Geld- strafe event. 14 Tage Gesängniß, den Letzteren zu 25 Thlr. Gelostrafe event. 8 Tage Gefängniß. Die Kläger wurden zugleich ermächtigt, das Ur- theil auf Kosten der Verurtheilten veröffentlichen zu lassen. Karlsruhe. Der Landtag ist auf den 20. d. einberufen worden.— Vom Großherzoge sind folgende Ernennungen zu Mitgliedern der ersten Kammer erfolgt: Oberhofrichter Oskircher, Hof⸗ gerichts ⸗Präsident Hildebrandt, Verwaltungshof⸗ Director Fecht, Geheimrath Muth, Hofgerichts⸗ Director v. Hillern, Buchdruckereibesitzer Malsch, Fabrikant Dennig und Kaufmann Hummel. Zum Präfidenten ist Oskircher, zu Vice⸗Präsidenten sind v. Gayling und v. Rüdt ernannt worden. Straßburg. Dem Vernehmen nach soll das Festungsproject in Bezug auf die rechts · rheinischen Forts eine Abänderung, bezw. Er⸗ weiterung dahin erhalten, daß zwischen die drei projectirten Forts Auenheim, Neumühl und Sund⸗ heim feste Erdwerke geschoben werden, und zwar 1) bei Bodersweier zur Deckung der Straße Bodersweier⸗ Kehl und Bodersweier⸗ Offenburg, 2) bei Kork zum Schutz der Straße und Bahn Kehl⸗ Appenweier und Kehl⸗ Offenburg; ferner soll ein weiteres Fort nach Diersheim geschoben werden, um einestheils eine nähere Verbindung mit Rastadt zu erhalten und anderntheils einen möglichst großen Theil des Rheines im Deckungsbereich zu haben. Ausland. Schweiz. Bern. Der Ständerath hat beschlossen, seine Sitzungen bis zum 4. Dezember in der Voraussetzung zu vertagen, daß das Präsi⸗ dium ihn im Falle der Nothwendigkeit auch eher einberufen werde. Frankreich. Paris. Das Zuchtpolizei gericht von Versailles hat den Obersten Stoffel am 13. d. M. wegen Beleidigung des Generals Rivière in der Sitzung des Kriegsgerichts vom 4. d. zu drei Monaten Gefängniß und Tragung der Kosten verurtheilt. — Das rechte Centrum hat alle von ihm früher gefaßten Resolutionen aufrecht erhalten und seine Repräsentanten in der Fünfzehner-Commission beauftragt, sich mit der Regierung zu verständigen. Am 15. wird ein Brief der früheren Deputirten von Elsaß Lothringen erscheinen, worin dieselben erklären, daß sie an den Arbeiten der National- versammlung nicht Theil nehmen könnten.— Man versichert, daß die Regierung im Einvernehmen mit den Fractionen der Rechten entschlossen sei, bei der zehnjährigen Verlängerung zu beharren. Die Regierung werde überhaupt keine Verlängerung annehmen, die an Bedingungen geknüpft wäre und nicht mit einem bestimmten Zeitpunkte begänne. — In der Sitzung der Budget-Commission am 15. d. Mts. erklärte der Kriegsminister, daß die Durchführung der Armee⸗Organisation für die Zukunft eine Erhöhung des Budgets erfordere; augenblicklich seien 17½ Millionen nöthig, um dem Armeegesetze gemäß den zweiten Theil des Con⸗ tingents von 50,000 Mann einberufen zu können. Im Hinblick auf die obwaltenden finanziellen Schwierigkeiten gebe er indeß seine Zustimmung, daß die Einberufung auf ein Jahr hinausgeschoben werde. Spanien. Madrid. Nach dem Treffen von Cardeden(Provinz Barcelona) verbrannten Ab⸗ reise nach Italien nochmals zu sehen, sei ein neuer aber erfolgloser Versuch des Staatsministe⸗ die Carlisten, wie man in Barcelona wissen will, 12 republikanische Freiwillige in einer Kirche; weiter wurden 18 Gefangene erschossen und mehrere Häufer geplündert. Die Freiwilligen hatten 18 [Stunden lang Widerstand geleistet; der für sie bestimmte Succurs kam 24 Stunden zu spät. IStalien. Rom. Das Parlament ist am 15, d. durch den König mit einer Thronrede er⸗ öffnet worden. Dieselbe betont die Unabhängigkeit des Papstes und die Achtung der religiösen Frei- heit ohne einen Angriff auf die Gesetze und nationalen Institutionen zu dulden, constatirt die freundschaftlichen Beziehungen mit allen Mächten unter Hinweis auf die herzliche Aufnahme des Königs von Italien bei dessen Besuche an den Höfen Oesterreichs und Deutschlands Seitens der Souveräne und Völker dieser Länder, hofft eine lange Dauer des Friedens und zählt sodann die vorzulegenden Gesetzentwürse auf. Amerika. Newyork. Meldungen zufolge sind der Capitän und 48 Mann von der Be— satzung des Flibustier⸗Fahrzeuges„Virginius“ am 7. und 8. d. M. in Santiago erschossen worden. Der Befehl, welcher die Hinrichtung noch aus setzen sollte, traf in Folge einer Störung des Telegrapbenkabels zu spät ein. Der Prozeß der übrigen Flibustier in Santiago soll, Nachrichten aus Cuba zufolge, auf's Möglichste beschleunigt werden.— Die Aufständischen haben am 12. d. einen Angriff auf Manzanillo gemacht, sind in⸗ dessen nach dreistündigem Kampfe zurückgeworfen worden. — Mehrere Panzerschiffe machen sich fertig, um nach Cuba zu gehen. bezüglich der Virginius⸗ Affaire eine feste Politik befolgen; sie ist der Ansicht, daß die von den spanischen Freiwilligen in Cuba ausgehenden Be⸗ schimpfungen ein Ende haben müßten. Wenn die spanische Regierung der gesetzlichen Autorität keine Geltung verschaffen könne, so sei Amerika ver- pflichtet, zur Gewalt zu greifen und die Interessen der Ehre zu schützen, iadessen würden äußerste Maßnahmen bis zum Zusammentritt des Con- gresses verschoben werden. — Von Cuba hier eingegangenen Nachrichten zufolge sind weitere 57 Mann der Besatzung des „Virginius“ erschossen worden. Man nimmt an, daß sich nur 18 Mann gerettet haben. Im Cen⸗ tral⸗ Departement kam es zwischen Spaniern und Insurgenten zu einer Schlacht, in welcher 100 Insurgenten und 54 Spanier fielen. Die Insur⸗ genten wurden vollständig geschlagen. Washington. Betreffs der Erschießung des Capitäns und eines Theils der Besatzung des Dampfers„Virginius“ wird noch aus Santiago gemeldet, daß der dortige amerikanische Vite-Consul vergebens darauf gedrungen habe, daß die Exe⸗ cution aufgeschoben werde. Staatssecretär Fish hat auf telegraphischem Wege gegen dieses Ver⸗ fahren in Madrid protestirt und bezeichnete diesen Act als eine Schmach für die Civilisation und Menschlichkeit und als eine Beleidigung Amerikas. In ihrer Antwort räumt die spanische Regierung ihre Verantwortlichkeit ein, erneuert die Versicherung ihrer freundschaftlichen Gesinnungen, mißbilligt die Hinrichtung und verspricht Genugthuung. Der Staatssecretär hat eine lange Conferenz mit dem englischen und dem spanischen Gesandten gehabt. Die Befestigungen in den Häfen des Südens werden verstärkt. — Am 14. Nov. hat ein Ministerrath statt⸗ gefunden, in welchem beschlossen wurde, in Ueber⸗ einstimmung mit dem nationalen Gefühl die ge⸗ eigneten Maßregeln zu tressen, um die Würde der Vereinigten Staaten zu behaupten. Es wird ver⸗ sichert, Amerika werde von Spanien die Bestrafung der für die Hinrichtung verantwortlichen Behörden von Santiago fordern und zu den äußersten Mit⸗ teln greifen, wenn Genugthuung verweigert werden sollte. Nach dem Ministerrath gab der Marine⸗ Minister den Marine ⸗Arsenalen telegraphisch den Befehl, die vorhandenen Schiffe kriegsmäßig aus; zurüsten. Das nordatlantische Geschwader geht Montag nach der Havanna ab. Man glaubt, daß amerikanische Truppen im Falle eines Bruches sofort nach Cuba eingeschifft werden. Die Regierung wird Aus Stadt und Land. 1 187 Offenbach. Die im Laufe dieses Jahres gor 00 Gesellschaft zur Reviston und Ueberwachung von Dau kesseln mit dem Sitze in Offenbach a. M. zählt gegen wärtig 128 Mitglieder mit 205 Dampfkesseln. Dieselhen werden jährlich mindestens zweim 1 1 einem eigeg hierzu angestellten Ingenieur, Herrn A. Arnoldi Offenbach a. M., äußerlich und wenn irgend möglich aul innerlich untersucht und sind dagegen von der staa Controle befreit. Den Mitgliedern wird außerdem all über jede ihre Anlage betreffende technische Frage kostensf Auskunft ertheilt. Da periodisch wiederkehrende Unten suchungen der Dampfkessel⸗Anlagen durch einen erfabrengs Sachverständigen nöthig sind, um dieselben sortwähren 7 in gesahrlosem Zustande erhalten zu können, so liegt d Eintriit in die Gesellschaft gewiß im Interesse eines jed Dampsfkesselbesitzers. Darmstadt. Am 20. d. M. sind es 50 Jahre, di Se. K. Hoh. unser Großherzog als Stud. jur. und phil auf der Universität Leipzig immatrikulirt wurde. Universität Leipzig wird zur Beglückwünschung eine Dez tation hersenden. Die Doktoren Leukhardt(Profess ö Zoologie) und Schmidt(Professor der Rechte) sin Deputirie ausersehen.. 1 Mainz. Ein gräßlicher Mord wird demnächst vos den Schranken unserer Justiz verhandelt werden. J treffe dem benachbarten Hechtsheim hörten am 12. d. M. einig 1 Maurer in dem Hause des wohlhabenden Ackersmannid Ringel einen Hülferuf, aus den unteren Räumen di Hauses herauftönend. Sie suchten und kamen in da Keller. Dort begegneten sie dem Hausbesitzer, welchtsgehalb auf die Frage der suchenden Maurer, was es hier gäb wer nach Hülfe gerufen habe, erwiderte: daß sich seins Frau erhängt babe,„hier hängt sie ja“, sagte er. Unste treffe so war es deun, die Frau war erhängt und nicht die gi“ ringste Spur von Leben mehr zu entdecken. Den Blick der Leute fiel aber auch ein in der Nähe befindliches Be“ auf und gerechtes Bedenken und natürlich auch Verdachse gegen den Mann der erhängten Frau, welcher ein ves sigung d slörtes Wesen zeigte, wurde in ihnen wach. Es wurlshirch de selbstverständlich sosort Lärm geschlagen und in dem ganzes Dorf entstand eine nicht geringe Aufregung. Obwohl nuf zwar Niemand für die Veranlassung zu dieser gräßliche That Erklärung finden konnte, so waren doch Grünsshltreffe genug vorhanden, um in dem Mann einen Gattenmörbe zu erblicken und so wurde er denn festgenommen ug, 121 geknebelt hierher gebracht. Es ist gegen den Verhafteles nur bekaunt, daß er seine Frau schon öfter, so auch ai Oft 12. d. M., mißhandelt habe. Er soll auch, wie ma hört, an Geistesstörung leiden. Das Weitere muß nat it“ lich die Untersuchung ergeben.— Der Mainzer Anzeige“ dem wir diese Mittheilung entnehmen, erfährt nachträglich Vet daß dem in Rede stehenden Morde eine haarsträubend reff Anga len der Ermordeten Seiten des Mörders voi anging,.. 1 Mainz. Auf einer dahier abgehaltenen Versammlur 87 5 von Freunden des Schachspiels wurde die Bildung einesseewann süddeutschen Schachbundes beschlossen. In den Bunde 1 vorstand wurden gewählt: K. W. Mensch und J.& Schwarzschild in Frankfurt, Dr. Eberts in Mainz, 0 2 Lehzon und L. Stern in Mannheim.) Mäbdchs“ 4) Lampertheim. Ein sieben Jahre altes das Holz zum Ofen trug, brachte ihr Halstuch hiebei uche dem Feuer in Berührung und stand alsbald selbst 8 Flammen. Ehe die erschreckten Eltern zur Hülfeleistuß ln Ge herbeieilen konnten, hatte das Kind schon so schwere Brass wunden erlitten, daß es nach zwei Stunden starb. Allerlei. Frankfurt. Der Brieftauben⸗Club verlor in d uur geh letzten Tagen an 50 Tauben und zwar größtentheils Die armen Thierchen, welche von Bruchsal d Gee 10 dem 9 0 5 8 110 sisicht 0 peder besten. Frankfurt in 5 Stunden flogen, wurden weggeschossen u f kamen theilweise noch mit abgeschossenen Körperteilen g Schlage an.* Frankfurt. Ein hiesiger rasch reich gewordener— heiratheier Kaufmann und angehender Kunst⸗Mäcen faß an einem schönen Mädchen Gefallen. Mit besonden“ Gunst ruhte sein Auge auf der Schönen, die aber für i. trotz all seiner Schwärmerei eine kalte Statue blieb. 1 Dar verschuldete bedrängte Lage der lieben Eltern sollte de siftlberg modernen Pygmaleon Gelegenheit geben, 907 angebotessis Bild zu beleben und seinen Wünschen zugänglicher zi machen. Ueber die Präliminarien zum Ziele erträumt Glückes ist uns nichts bekannt geworden, aber so wissen wir, daß der edle Beschützer trotz seiner Reich thün un letzten Augenblick bei der schönen Tugend abgefahl und eine Unkersuchung wegen Verführung zur Unzuß und Kuppelei im Gange ist. Das verfolgte Mädchen. 6 einsiweilen in der Person eines hiesigen Advokaten ei galwaltu gerichtlichen Vormund erbalten und wurde aus dem ante reich der schädlichen Frankfurter Luft gebracht. 1 Kassel. Der Kasseler Frauenverband, welcher d steten Steigerung der Lebensmittelpreise Einhalt eh will, ist jetzt vollständig organisirt. Ein Metzger hat f bereits gefunden, welcher gegen Vorzeigung der Vereil 0 N marke das Fleisch zu dem Preise von nur 6 ½¼ Sgr. Aslregt Pfund verabfolgt. Auf dem Markte sind Waagen aufg 10 gestellt, mittelst welcher das Gewicht der Butter, Geflügels 2c. festzustellen ist. Aßmannshausen. Der projecticte Bau einer Ef bahn auf den Niederwald macht hier und in der Umgeß viel von sich reden und wird immer noch, besonders solchen, welche dadurch ihren Sommerverdienst gefäß sehen, stark bezweifelt. Die Gesellschaft, welche den in Ausführung bringen wird, beabsichtigt, zunächst! 0 Stand Runf