schaft leiden, rartige Be un an wabdrückn, künden am 00 mi eln. in geduldet, flossung ge. Vernehmen uit den Mi⸗ rtten. 5 . mer dabiet nunmehr das dicd in bet u und ver⸗ edlen. Die⸗ Auszillungs, baden dötten, nbgtgendinde , dem dec net Industit iche Krieger ⸗ einem Ehren. 26 delreffende goigen lossen. des Stzicks. rtteil in det tet von hier , verübt an D lautet auf Det Berur⸗ etbaret Beise 10) Kauft die laliem · Berlag issel, London cdes gestorden. r bier lebende umttzienrath meisiet von stotben war Nun im u. In aint n Cteiztnach ore, in den Sptab: und Puatus“ ver⸗ zug an, daß aubtttt bös, n Mainzer 2 Ubr brach bei welchen anberts jut — im Heilige iederlitgenbel luer ibnen bi Bierlt 1 bre Acenel 5 Brüden 282 Die Petitzeile wird mit 3 kr. resp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. f Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — An 1. October —— beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ welcher auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Posistellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ geld 47 kr. Bei der Verlags- Expedition kostet das Blatt für das kommende Quartal 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. Annoncen⸗Gebühren betreffend. Die fortwährend gesteigerten Preise für das Material: Papier(um 30 0%), Schrift und Schwärze(um 25— 30%), die erhöhten Arbeitslöhne ꝛc. ꝛc. machten eigentlich sowohl eine Erhöhung des Abonnementspreises, sowie eine Erhöhung der Annoncen⸗ gebühren nöthig. Trotzdem wollen wir vorerst nur die letztere vornehmen und zwar wird sich der Preis der Petitzeile oder deren Raum in Zukunft auf 4 kr. stellen. Es ist diese Erhöhung auch außerdem dadurch gerechtfertigt, daß der Anzeiger in letzter Zeit bedeutend an Abonnentenzahl zugenommen hat, Annoncen also selbstverständlich eine weit größere Verbreitung als seither finden. Der neue Preis⸗ ansatz beginnt mit dem 1. Oktober. für's Erste noch zum alten Preise berechnen, behalte Von Friedberg und Bad⸗Nauheim eingesandte Annoncen werden wir n uns jedoch eventuell eine Erhöhung vor. Die Ekpedition des Oberhessischen Anzeigers. Deutsches Reich. Dar mstad t. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 41 enthält:(Schluß.) V. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Aug. den von dem Herrn Grafen von Schlitz genaunt von Görtz auf die zweite evangelische Pfarrstelle zu Schlitz, im De⸗ kauate an Meer präsentirten evangelischen Pfarrer zu Willofs, im Bkkanate Lautervach, Conrad Euler, für diese Stelle zu bestätigen; am 2. Aug. dem Schulamtsaspiranten Ludwig Darmstädter aus Eberstadt, im Kreise Darmftadt, die evang. Schulstelle zu Robau, im Kreise Dieburg und am 6. Aug. dem Schulamtsaspiranten Conrad Wenzel, aus Darmuadt die 2. evang. Stadimädchenschulstelle 2. Av⸗ theilung zu Darmstadt zu übertragen; den Schullehrer an der 3. katvolischen Schule zu Nieder⸗Olm, im; Kr. Mainz, Bernhard Ofenloch, unter Belassung in gder Kategorie der Volksschullehrer, zum Lehrer an dem katholischen Schullehrer⸗ Seminar zu Bensheim mii Wirkung vom 1. Jaunar 1873 an zu ernennen z am 9. Aug. den von der evang. Kirchen⸗ gemeinde zu Neu- Dsenburg, im Dekanate Offenbach, auf die evang. Pfarrsteue daselbst präsenlirten evang. Pfarr- amiscaneidaten Joseph Haunreiter aus Landan, im König⸗ reiche Bayern, für diele Stelle zu beuätigen; am 11. Aug. dem Schulamisaspirauten Otto Koch aus Ober-Widders⸗ hein, im Kreise Nidda, die esang. Schulstelle zu Ilbes⸗ hausen, im Kreise Lauterbach und am 17. Aug. dem Schulamtsaspiranten Ludwig Spatz aus Erbach, im Kreise Erbach, die 2. evang. Schulstelle zu Hillesheim, im Kreise Oppenheim, zu übertragen; am 18. Auguft den Land⸗ gestötsbeiknecht Adam Knecht aus Lampertheim, im Kreise Heppenheim, zum Landgestülsoiener zu ernennen; am 23. Aug. dem Schulverwalter Peter Göckel zu Rodbeim v. d. Höhe, im Kreise Vilbel, die 2. evang. Schulsselle daselbst zu übertragen, den Notar mit dem Amtssitze zu Wöllstein, Hugo Forch, zum Ergänzungsrichler bei dem Friedensgerichte daselest zu ernennen; am 29. Aug. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Dornberg, im Kreise Groß⸗Gerauf Carl Weitz, die evang. Schulstelle zu Benkach, im Kreise Groß-Gerau, zu übertragen und am 31. Aug. den Schullehrer an der 5. kath. Schule zu Bürstadt, im Kreise Heppenheim, Johann Bapiist Häling, unser Be⸗ assung in der Kategorie der Volksschullehrer, zum Lehrer an der Realschule zu Mainz zu ernennen. 1 VI. Dienstenilassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 23. Aug. den Ergänzungs richter ber dem Friebensgerichte Wöllstein, Carl Blum, auf sein Nachsuchen zu entlassen. f VII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst getuht: am 11. Aug. den Schullehrer an der kath. Schüle zu Bechlelo⸗ beim, im Kreise Oppenbeim, Jacob Rolly, am 17. Aug. den Schullehrer an der 1. kath. Schule zu Kastel, im Kreise Mainz, Johannes am 31. Aug, den Schullehrer an der 1. evang., Schule zu Gimbsheim, im Kreise Worms, Jacob Rittex, auf sein Nachsuchen in den Ruhestaud zu versetzen. VIII. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Schulstelle zu Stockheim, im Kreise Büdingen, mit einem ährlichen Gehalt von 400 fl.; dem Herrn, Fürsten zu Isenburg und Büdingen sieht das Präsentationsrecht zu bieser Stelle zu. 156 reiser, auf sein Nachsuchen und, IX. Sterbefälle. Gestorben sind: am 14. Aug. der Schullehter Jrcob Bumann zu Schlierbach, Kreists Anden— felsz; am 24. Aug. der Oberstabegtartiermeister 1. P. Ramspeck zu Offenbach. 12 11 Darmstadt. Am 15. d. wurde die Landes⸗ synode mit einem kurzen Gebet eröffnet. Die Mit⸗ glieder waren mit Ausnahme der laut Anzeige verhinderten Abgeordneten Graf Solms Laubach, Strack, Ohly, Schlich, vollzählig erschienen. Zur Geschäftsordnung beantragte sofort Abg. Küchler, jedem Redner nur zehn Minuten zum Sprechen zu gewähren, was gegen eine Stimme angenommen wurde. Sodann schlug der Präsident vor, von einer Generaldebatte völlig abzusehen, da das Nöthige überall zu den einzelnen Paragraphen ge⸗ sagt werden könne, was gleichfalls, und zwar einstimmig, angenommen wurde. Hiernach wurde in die Berathung des§. 1 eingetreten, die die heutige Sitzung fast ganz in Anspruch nahm. Als Vertreter der Regierung waren anwesende Ministerial⸗ Director v. Starck, Ministerialrath Knorr; als Vertreter des Kirchen-Regiments: Oberconsistorial⸗ Präsident Kritzler und die Oberconsistorial Räthe Melior und Linz. L!Uoeber die erste Sitzung der Landessynode berichtet die„Darmst. Ztg.“ weiter: Art. 1 fand insoweit Zustimmung, als darnach die evan⸗ gelische Kirche des Großherzogthums ein Theil der gesammten evangelischen Kirche ist und alle evan⸗ gelischen(lutherische, reformirte, uniirte) Gemeinden des Landes umfaßt; dagegen wurde der Schluß⸗ satz: Hunbeschadet des Bekenntnißstandes der ein⸗ zelnen Gemeinden“, abgelehnt. Ein Zusatzantrag der Abgg. Schlich und Genossen, dem Art. 1 ein förmliches Bekenntniß anzufügen, wurde verworfen. Art. 2(Selbstständigkeit der Kirche, Oberauf⸗ sichtsrecht des Staates) wurde in der Fassung des Ausschusses einstimmig angenommen. Art. 3(Unter⸗ werfung dir Gemeinden und Glieder, unter, die Verfassung und kirchlichen Anordnungen; Nicht- verpflichtung einer Gemeinde, in Lehre und Cultus etwas anzunehmen; Verbot, ohne Zustimmung der Landessynode in Lehre und Cultus Seitens einer Gemeinde etwas zu ändern) wurde gegen 4 Stimmen angenommen, f E Am 13. d. wurde das Urtbeil des Be⸗ zirksstrafgerichts in der Untersuchungssache gegen Ph. Brand und Genossen von Asenburg wegen Landfriedensbruch verkündigt. Die höchste erkannte Strafe traf den Joh. Zimmer, der zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt wurde; 4 Beschuldigte wurden freigesprochen.— Ein weiterer sehr interessanter Fall war die Anklage gegen die noch nicht 15⸗ jährige Elisabetha Ruland von Trebur, welche geständigermaßen ihr neugebornes uncheliches Kind nach der Geburt ermordete. Unter Annahme mil⸗ dernder Umstände wurde eine Gefängnißstrafe von 1½ Jahr ausgesprochen. — Kaiser Alexander von Rußland hat, wie wir hören, in Auerkennung der tapferen Haltung der hessischen Diviston im letzten Kriege, für das den im Felde gebliebenen Angehörigen der Division zu errichtende Denkmal den Betrag von 500 fl. gespendet. f a 10 Posen. Der Oberpräsident hat, der„Ost⸗ deutschen Ztg“. zufolge, den Erzbischof Ledochowski aufgefordert, innerhalb vierzehn Tagen einen Geist⸗ lichen zur Besetzung der Prodstei von Filehne an Stelle des Probstes Arndt bei Vermeidung einer Geldstrafe von 200 Thalern der Regierung vor⸗ zuschlagen. anne e 4 rale 8 Wie dem„Czas“ Lon bier geschrieben wird, hat der Erzbischof Graf Ledochowski in den ersten Tagen dieses Monats 28 Geistliche auf ein⸗ mal in der Seelsorge angestellt, ohne daß er der Staats behörde die gesetzliche Anzeige gemachs hat. Die Angestellten sind die im Juli d. J. in Gnesen ordinirten jungen Geißlichen, die Pfarrern als Vikare oder Hülfsgeistliche beigegeben sind. Köln. Der Erzblschof hat seinen passiven Widerstand in Betreff der Kirchengesetze verlassen und ist dazu übergegangen, Geistliche für erledigte Stellen zu ern nnen. So in dem etwa 4 Stunden von hier entfernten Orte Stommeln. Im Auf⸗ trage des Obetpräsidenten eröffnete indeß der Bürgermeister den Bewohnern der Pfakrei, diese Besetzung sei ungesetzlich und verbot dem Geist⸗ lichen, Amtshandlungen zu verrichten. Natürlich gährte es darnach unter einem Theil der Orts- einwohner, und, wie es heißt, will man daselbst eine Versammlung abhalten, um über diesen Con⸗ fliet zu berathen. München. Der König bat die vom ge⸗ sammten Staatsministerium beantragte Vertagung des Landtags bis auf Weiteres genehmigt. Speyer. Die General⸗Synode der evange⸗ lischen Kirche der Pfalz ist auf den 19. Detober hierher einberufen.. Stuttgart. Wie der„Schwäb. Merk.“ aus Karlsruhe berichtet, ist Dr. Gerstner, Mitglied der Generaldirtetion der groß. Verkehrs⸗Anstalten, 8— „Elsaß 1,857,793 Fr. zum Mitgliede des Reichs ⸗Eisenbahn Amtes mit dem Titel„Geh. Regierungsrath“ designirt. Carlsruhe. Die groß herzogliche Familie, welche am 12. d. London verlassen, ist aus Eng⸗ land über Straßburg zurückgekehrt, indessen nur der Gioßberzog dahier eingetroffen, die Großher⸗ zogin aber mit den Kindern von* aus sofort nach Schloß Mainau weiter gereist, wohin auch der Großherzog in einigen Tagen nachfolgen wird. Constanz. Der Volksversammlung im Con- eiliumssaale am 14. d. M. wohnten mindestens 3000 Personen von nah und ferne bei. Es sprachen Weber(Breslau), Völk(Augsburg), Friedrich(München), Schulte(Bonn) und Bischof Reinkens unter wiederholtem stürmischen Beifall. Bei dem Gottesdienste hielt Reinkens unter großem Andrang der Zuhörer die Predigt. Straßburg. Bis jetzt sind durch die be⸗ treffenden Commisstonen auf Grund des Gesetzes vom 14. Juni 1871 folgende Vergütungen fest⸗ esetzt und zur Zahlung angewiesen worden: 1 Für Kriegsschäden: in Lothringen 23,303,400 Fr., im Unter-Elsaß 43,606,661 Fr., im Ober ⸗ Elsaß 2,312,260 Fr. Summa 69,222,321 Fr. 2) Für Kriegsleistungen: in Lothringen 26,523,800 Ft., im Unter ⸗Elsaß 5,533,216 Fr., im Ober Summa 33,914,809 Fr. Total 103,137,130 Fr. Hiermit ist jedoch die Thätigkeit der Commissionen keineswegs abge⸗ schlossen und man schätzt die noch zur Feststellung kemmenden Vergütungen auf den Betrag von ca. 25 Mill. Fr. 5 Ausland. Oesterreichellngarn. Wien. Graf Cham⸗ bord ist, wie den hiesigen Blättern aus Wr. Neu⸗ stadt mitgetheilt wird, bei dem dortigen Stadtrath um das Jagdrecht auf weitere sechs Jahre einge⸗ kommen, woraus die Journale den Schluß ziehen wollen, daß der Graf für seine Rückkehr nach Frankreich keine Chancen zu haben glaube. — Die seiner Zeit so stark politisch ausge⸗ beutete Innsbrucker Jesuitenfrage ist durch einen Kaiserschnitt gelöst. Der Vertrag mit den Jesuiten, der ihnen das Privilegium der ausschließlichen Besetzung der Prosessuren in der theologischen Facultät gab, ist gekündigt. Diese Professuren sind jeder dazu qualificirten Persönlichkeit zugäng⸗ lich, und die Professoren werden wie alle übrigen von der Regierung ernannt, die gegenwärtigen Professoren endlich, welche Jesuiten sind, werden — und es ist damit nur den Forderungen der Gerechtigkeit nach Maßgabe der österreichischen Ge⸗ setzgebung Rechnung getragen— sofern sie die allgemein vorgeschriebenen Bedingungen erfüllen, in ihren Lehrämtern bestätigt. Pest, In der Sitzung des Ministerratbs am 15. d. ist dem„Pesler Lloyd“ zufolge beschlossen worden, den Einfuhrzoll für Getreide zeitweilig aufzuheben. Der Handelsminister wird sich nach Wien begeben, um die Durchführung dieser Maß⸗ regel mit der Regierung zu vereinbaren. Der Ministerrath hat feraer beschlossen, Mazuranik zum Banus von Croatien zu ernennen. Schweiz. Genf. Der Congreß der Inter- nationalen wurde am 13. d. geschlossen, nachdem beschlossen worden war, daß alle zwei Jahre ein Congreß stattfinden und der jedesmalige Sitz des Generalrathes, welcher von den betreffenden Föde⸗ rations⸗ Mitgliedern gewählt wird, vom Congreß bestimmt werden soll. Zum nächsten Congreßort wurde Zürich, zum nächsten Sitz des Generalrathes Newpork gewählt. Eine Einigung der Fractionen der Internationalen ist nicht zu Stande gekommen. Beru. Der Apellgtions und Cassationshof hat die Abberufung sämmtlicher 69 renitenten ju⸗ rassischen Geistlichen beschlossen. — In Folge der von dem Appellationshof verfügten definitiven Absetzung der 69 tenitenten Geistlichen herrscht im Jura eingetroffenen Nach richten zufolge große Aufregung, doch seien ernst⸗ liche Ruhestörungen nicht zu befürchten. Daß eine Anzahl auswärtiger Geistlicher, welche indessen nicht genügt, zur Besorgung der erledigten Pfarr- ämter bereit ist, wird officiös bestätigt. Zürich. Nach Art. 5 des Pariser Münz⸗ Vertrages hat die Schweiz bis 1. Januar 1873 Aachen mit mehr als 15.000, Pyc⸗nont 11 200, Baden ihre zu 60/00 fein ausgeprägten Silber⸗Scheide · münzen einzuziehen und durch solche zu/ 000 zu ersetzen. Behufs Einleitung dieser Maßregel ist das Finanz- Departement durch Bundesraths⸗ Beschluß vom 8. d. M. ermächtigt, in dem Vor⸗ anschlag für 1874 eine Prägung von Ein⸗ und Zwei⸗Frankenstücken im Werthe von 4 Millionen in Aussicht zu nehmen. f Frankreich. Nancy. Das Zuchtpolizei⸗ Gericht verurtheilte die Einwohner Mausuy und Toussaint von Pont à-Mousson wegen Mißhand⸗ lung der deutschen Staats⸗Angehörigen Schreier und Dumann mit Frau zu 14 resp. 40 Tagen Gefängniß und in die Kosten. Holland. Haag. Die Demission des Kriegeministers Graf Limburg ⸗Stirum ist ange⸗ nommen und der Marineminister Brocz mit der einstweiligen Führung des Kriegsministeriums be⸗ auftragt worden. ö 1 Großbritannien. London. Der„Times“ wird von der Westküste Afrikas berichtet: Krank⸗ heiten verheeren die eingeborenen Truppen in den englischen Diensten. Dieselben sind desorganisirt und verweigern den Officieren den Gehorsam. Eine Recognoscirungs- Expedition an den Prah- fluß fiel in einen Hinterhalt. Ein großer Theil der Mannschaften wurde verwundet, der Oberst. schwer.— Weitere Nachrichten von der Gold- küste schildern die Lage weit ernster, als bisher vermuthet. Recognoscirende Fantis wurden ge⸗ schlagen. Zwei eingeborene Könige schlugen eng⸗ lische Allianzvorschläge aus. Unter den Europäern soll viel Krankheit herrschen. Spanien. Madrid. Wie aus zuverläs⸗ siger Quelle gemeldet wird, haben die vereinigten Colonnen der Generale Santa Pau und Loma, in der Stärke von 10,000 Mann und 14 Ge⸗ schützen, eine 14,000 Mann und 9. Geschützen starke, unter Besehl Don Carlos stehende Car- listen⸗ Abtheilung nahe bei Tolosa angegriffen und unter großen Verlusten in die Flucht geschlagen. Die Carlisten sollen auch ihre Fahne verloren haben. Details fehlen noch. Italien. Rom. Einem Telegramm der „Allg. Ztg.“ von hier zufolge schweben zwischen der deutschen und italienischen Diplomatie Unter⸗ handlungen wegen eines vom Deutschen Kaiser nach Besichtigung der Wiener Weltausstellung in Rom abzustattenden Besuches. Hier gilt die Ver⸗ wirklichung dieses Planes für wahrscheinlich. Turin. Der König Victor Emanuel ist am 16. d. M. früh 7½ Uhr nach erfolgten Ab schieds⸗Begrüßungen der Prinzen Carignan und Amadeus, der Behörden und unter Zurufen einer großen Volksmasse nach Wien abgereist. Amerika. Washington. Ein in diesem Monat aufgestellter Bericht des Ackerbaudeparte⸗ ments schätzt die Baumwollernte auf 4 Millionen Ballen, die Getreideernte auf 4 Mill. Scheffel. Ostindien. Bombay. Das englische Kriegsschiff„Daphne“ hat unweit der Seychellen⸗ Inseln ein Sklavenschiff genommen, auf dem sich 300 Seelen befanden. Nur 50 davon blieben am Leben, alle übrigen waren den Blattern erlegen. Aus Stadt und Land. Bad⸗ Nauheim Nachdem die diesjährige Badesaison so ziemlich iyrem Ende entgegen gekommen ist, dürfte es nicht uninteressant sein, über die Frequenz der deutschen Bäder in diesem Sommer Näheres zu erfahren. Das be⸗ suchteste der Bäder war Wiesbaden, welches bis zum Schlusse der vorigen Woche von 47,000 Kranken besucht wurde, demnächst ist Teplitz⸗ Schönau mit 31.400 Kranken und Passanten aufzuführen, ferner Karlsbad mit fast 19,000, 7,6„Nauheim 4,400 Personen zu nennen. Gießen. Am desflossenen Sonntag Abend kamen zwei Bauereleute mii dem 7 Ubi⸗Zuge der Oberhess. Bahn hier an. Beide von Wieseck, hatien ihre Familie bei sich, darunter zwei Mädchen im Aller von 8 vit 9 Jahren. In der Näye des Hotel Kuhne schrie auf einmal das eine der Mädchen laut auf. Der Vater desselben würde in Fosge dessen aufmerksam und sah wie ein Mann von dem Mädchen wegsprang, welcher in grenzloser Frechheit auf offener belebter Straße ein Attentat auf dasselbe ver⸗ üben wollte. Der Vater spraug binzu und zog dem Burschen eine über, während sein Begleiter denselben am Rockzipfel festzuhalten suchte. Doch der keusche Joseph brauchle Gewalt und riß sich mit Verluft des einen Rock⸗ Gießen. Die 3. Generalversammlung dne med. 0 Vereins in Hessen findet Samstag den 4. Vormittags präcis 11 Uhr in der Restauration (große Emmeransstraße) zu Mainz statt. Das Programm lautet: 1) Vorstandsbericht und Vereinsangelegenheizen. 2) Welche Wünsche bestehen unter den Thierärzten bezügli einer Organisatien des hess. Veterinärwesens. 3) We Erfabrungen hat man über die Respirationsbeschwerden des Nindviehes nach der Maul e und Klauenseuche. Im Falle die Zeit ausreicht: 4) Ist es nßihia, die Lungen⸗ seuche als Gewährssehler in das hessische Währschastsgesetz aufzunehmen. Ein gemeinschaftlicher Mittagstisch macht den Beschluß. Offenbach. Eine sehr zahlreiche Versammlung fand am 14. d. M. im Gasthause„Zum Schwan“ bahier statt zur Eröffnung der dentsch⸗katholischen Provinzial⸗Synode, woran sich eine gesellige Unserhallung unter Mitwirkung einiger Gesangvereine anschloß. Hieronymi sprach einen mit vielem Humor gewürzten Toast auf die Jesuiten, die durch ihr Vorgehen die neue religißse Bewegung und den Kampf mit dem beutschen Neiche hervorriesen, und Ronge einen auf das hessische Schulgesetz und die vom Kirchen⸗ ihum befreite Schule. 2 75 7 Darmstadt. Am 14. September wurde dahier das erste Turnfest des Rhein⸗Maingau⸗Verbandes begangen. Nach statigehabtem Turntag, Constituirung des Preis⸗ gerichtes, sand um ½2 Uhr große Festprobe der hiesigen neuunisormirten Turnersenerwehr am Rathhaus statt. Die Manöver gingen mit gewohnter Raschheit und Sicher⸗ heit von statten. Nachmittags begann das Preisturnen, welches der ungünstigen Witterung halber in der städtischen Turnhalle abgehallien werden mußte. Den ersten Preis trug Anton von hier davon. ien Darmstadt. Am 14. Sept. brannte es in Ober⸗ Ramstadt, wobei mehrere Gebäude ein Raub der Flammen wurden. N 1 5 Mainz. Die Kunst alte Säue zu verfüngen, dürfte einen Viehhändler, der sich derselben widmete, demnächst vor das Gericht führen. Der Mann beschäftigte sich nämlich vor Beginn des Marktes auf dem Viehhof damit, einen Säuen in vorgerückterem Alter mit einer Zange die großen Augenzähne auszureißen oder auszuschlagen, um die Thiere sodann als bedeutend jüngere zu verkaufen. Er wurde jedoch gestört und verhaftet. 8 0 Bingen. Am 15, Sept, starb Hr, Realschuldireclor Sander nach mehrmonatlicher Krankheit. Derselbe war 32 Jahre lang Ditektor der hiesigen Realschule. Oppenheim. Von hier meldet der„Mzr. Anz.“ folgende haarsträubende Geschichte, welche am 9. d. M. hier passitte: Eine alleinstehende Dame, Frl. Ewilie Wallot, wurde an oben genanntem Tage, während dieselbde noch im Bette lag, von einigen liebenswürdigen Verwandten überfallen, mit Gewalt und gebundenen Händen in eine Chaise gebracht, um sie nach einer Irrenanstalt bei Bonn zu verbringen. Wie man mit Bestimmtheit versichert, liegt eine Entscheidung don irgend einem Gerichte nicht vor und soll sich dieser Gewaltstreich blos auf das Zeug⸗ niß eines Arztes slützen, wonach die Dare als irrrsinnig erklärt wird; die betreffende Dame ist zwar äußerst excentrisch, liebt es, sich besonders elegant zu kleiden, wozu sie aller⸗ dings die Mittel besitzt und macht mitunter Geschenke an die Armen, lebt dagegen äußern käralich in ihrer Haus⸗ haltung. Ihre Angehörigen haben sich bisher gar nicht um sie bekümmert und ist die plötzliche Fürsorge für ihr Wohl um so übertaschender. In Oppenheim ist man allgemein der Ansicht. daß die Staatsvehörde die nöthigen — einleiten witd, um die Befreiung der Dame zu erwirken. 0 5 Allerlei. Wiesbaden. Zu der am 18. d. M. beginnenden Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte laufen die Anmeldungen massenbhaft ein. Das Comite hat im Taunus⸗Hotel ein Anmelde⸗Bureau errichtet, in welchem auch während der Festtage ein eigens für die Fest⸗Ange⸗ legen heiten bestiimmtes Tageblatt ausgegeben wird. Das Blatt wird auch die Namen sämmtlicher Theilnehmer nachweisen. Der Preis der Karte ist auf 4 Thlr. angesetzt, und es berechtigt die Karte zum Besuche der Versamm⸗ lungen, aller Künsiler⸗Concerte im Kutchause, zu den Thealer⸗Festvorstellungen, zu einer Fesisahrt auf dem Rhein und zum Besuch des Kuchauses. In ber ersten Versammlung werden Dr. Neubauer von hier und Pro⸗ fessor Dr. Oskar Schmidt aus Straßburg, ber Erstere über Justus v. Liebig und der Letztere über ein uns noch nicht bekannies Thema sprechen. 50 Würzburg. Am 6. Sept. fand aus Anlaß der Vollendung der 2000sten Schnellpresse ein schönes Ardeiter⸗ sest in der Fabrik von König& Bauet stalt. Die Besitzer des Fabrik⸗Eiablissements haben zur Erinnerung an diesen Tag mit einem Grundkapital von 20,000 fl. eine Pensions⸗ und Versorgungs-Anstalt für alle verdiente Arbeiter und deren Hinterlassene, gestiftet und für den gleichen Zweck jährliche Zuschüsse in Aussicht gestellt. Freiburg. Fr. Hecker reiste am 12. Sept. von hiet ab, um sich über Breinen nach Amerika zurückzubegeben. Straßburg. Das„Els. Journal“ schreibt;„Seit einigen Tagen cursiren im hiesigen Publikum Gerüchte von Brandanfängen, welche im Theater während der ersten Vocstellungen staltgefunden baben. Es scheint, man hat ermittelt, daß eine verbrecherische Hand im Spiele war, denn an derschiedenen Orten fand man die Gasröhren verstümmelt, durchlöchert und solcherweise durchschnitten, daß sehr leicht eine Explosion oder eine belrächtliche Feuers⸗ zipfels los und verschwand in der Dunkelheit. Es scheinen auch hierorts sich intmer schönere Zustände heranzubilden. 7 brunst bätle ausbrechen können. Glücklicherweise wurden diese verbrecherischen Versuche noch zeilig genug entdeckt, e. Bolland