. MN 57. her Anzeiger. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberg den 14. Mai 1873. Insbesondere baben Sie auf Vorzeigung der dem Herrn Obersten n Zwecks dieser Unternehmung beitragen werden. Friedberg den 15. Mai 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. Indem wir Ihnen nachstehend das Verzeichniß der für Formularpapier in obigem Betreffe zu ersetzenden Beträge mittheilen, tragen wir Trapp. — 5) Gemeinde Ober-Mörlen 7 fl. 43 kr.— 6) Gemeinde Ober⸗Ros bach 5 fl. 59 kr. — 7) Gemeinde Ockstadt 2 fl. 51 kr. Oberförsterei Altenstadt. 1) Gemeinde Assenheim 19 kr.— 2) Gemeinde Bönstadt 1 fl. 47 kr.— 3) Gemeinde Ilbenstadt 5 kr.— 4) Gemeinde Nieder ⸗Florstadt 3 fl. 32 kr.— 5) Gemeinde Nieder⸗Wöllstadt 10 kr.— 6) Gemeinde Ober⸗Florstadt 46 kr. Oberförsterei Butzbach. 1) Gemeinde Butzbach 5 fl. 14 kr.— 2) Hospital St. Wendel zu Butzbach 22 kr.— 3) Gemeinde Hausen 46 kr.— 4) Gemeinde Kirch⸗Göns 2 fl. 12 kr.— 5) Gemeinde Nieder⸗Weisel 7 fl. 57 kr.— 6) Gemeinde Pohl⸗Göns 2 fl. 14 kr. Oberförsterei Bingenheim. 1) Gemeinde Beyenheim 41 kr.— 2) Gemeinde Reichelsheim 1 fl. 34 kr.— dem Kreise Friedberg. burg abziele. Präsident Simson:„Wenn ein Abgeordneter Das gesagt hätte, hätte ich ihn zur [Ordnung gerufen.“ v. Flottwell:„Ich ziehe den Aus druck zurück.“ Abg. v. Hoverbeck bemerkte, daß der Präsident den Ordnungsruf hätte ertheilen sollen. Präsident Simson:„Im Landtag ist das Disciplinarrecht des Präsidenten über den Minister⸗ tisch unzweifelhaft, weil die Minister auch Abge- ordnete sind und bei der Präsidentenwahl mit⸗ wirken können. Wo diese Wahltheilnahme wegfällt, wie bei dem Reichstage, welchem Mitglieder des Bundesrathes nicht angehören können, bleibt dem Präsidenten nur übrig, seine Meinung in doppelter Form auszusprechen, wie ich es that. Uebrigens lasse ich mir nicht in mein Amt hineinreden und a se u 187 8 g an, 1873. Samstag den 17. Mai. . f g ö s blieb f glieder, 1 1 8 5 ner Be. 1 6 anesen 1 chibi h 1 der er ⸗ werbsz. zohnern Sinn Die Petitzeile;*;; 5 nicht wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblatt für den Krtis Friedberg. 1 it Mm. g 0 b Amtlicher Theil. * Betreffend: Generalstabskarte des Großherzogthums Hessen. diet Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt. eh die Wir eröffnen Ihnen zu Ihrem Bemessen, daß im Laufe dieses Sommers in der Provinz Oberhessen von Topographen des großen Generalstabs, dwirth,— unter Leitung des Obersten Zimmermann à la suite des Generalslabes der Armee, Nivellements- und Recognosecirungsarbeiten vorgenommen werden ebntere und weisen Sie an, was an Ihnen ist, vorzukehren, daß diese Arbeiten ungehindert ausgeführt werden können, auch den gedachten Topographen auf 509 bei Erfordern jede thunliche Unterstützung zur Förderung ihrer Arbeiten zu gewähren. 7 Ein- Zimmermann und der ihm untersteyenden Offiziere und Beamten von dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Finanzen ausgestellten eigen offenen Ordre, die etwa verlangte Einsicht der Flur und Parzellenkarten zu gestatten, sowie für Gestellung des erforderlichen Quartiers, Transport- dieses mittel und Führer ꝛc. zu sorgen. Ueberhaupt wird erwartet, daß Sie und alle Einwohner mit Bereitwilligkeit den Wünschen der erwähnten Offiziere och viel und Beamten entsprechen und dadurch zur Erleichterung des nützliche 30, in Trapp. nprovin; annotern Betreffend: Die Anschaffung des von der Forstverwaltung für die Communalwaldungen zu verwendenden 40 Be- Formularpapiers, insbesondete Ersatz der hierdurch entstandenen Kosten pro 1872 kt wird — 15 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände des Kreises. bein, 8 5 Ihnen unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 19. April v. J., Amtsblatt Nr. 3, auf, sofort Ausgabedecretur zu ertheilen und für die 1 Zahlungen an die betreffenden Großherzogsichen Rentämter zu sorgen. n solches i ö 21 Nit⸗ Verzeichni ß 180 De⸗ der Beiträge, welche pro 1872 für zur Bewirthschaftung der Communalwaldungen verwendetes Formularpapier von den Waldeigenthümern zu erheben sind. 5 diesee g Oberförsterei Münzenberg. glieder ⸗ 1) Gemeinde Gambach 3 fl. 42 kr.— 2) Märkerschaft Griedel 1 fl. 57 kr. 17— 3) Gemeinde Oppershofen 4 kr.— 4) Rockenberger und Oppershofer Mark Wenn 4 fl. 43 kr.— 5) Gemeinde Södel 1 fl. 56 kr.— 6) Gemeinde Steinsurth 7 kr.— ,) Märkerschaft Trais⸗Münzenberg 35 kr.— 8) Gemeinde Wölfersheim 1 fl. 17 kr. an die— 9) Gemeinde Wohnbach 2 fl. 9 kr. on Ein⸗ Ober försterei Hoch⸗Weisel. lebt, so 1) Gemeinde Bodenrod 1 fl. 26 kr.— 2) Gemeinde Fauer bach v. d. Höhe ö 1 110 4 fl. 8 kr.— 3) Gemeinde Hoch⸗Weisel 6 fl. 45 kr.— 4) Gemeinde Langenhain and. 3 fl. 7 kr.— 5) Gemeinde Maibach 2 fl. 42 kr.— 6) Gemeinde Münster 2 fl. 44 kr. d Auf.— 7) Gemeinde Ostheim 3 fl. 54 kr. hessischen Oberförsterei Ober⸗Ros bach. führen 1) Gemeinde Burgvorstadt Friedberg 7 kr.— 2) Gemeinde Nauheim 1 fl. 51 kr. 3) Gemeinde Weckesheim 37 kr. 10 3) Gemeinde Nieder⸗Mörlen 2 fl. 4 kr.— 4) Gemeinde Nieder⸗Rosbach 2 fl. 24 kr. heil dern privaten 7. nleresse Dienstnachrichten aus ten doch Heinrich Reuling von Bad⸗Nauheim wurde als Kirchendiener bei der evangelischen Gemeinde daselbst ernannt und in Pflichten genommen. unter zu tt Sache 1 b 5 3 adwirth⸗ Deutsches Reich. gemacht, daß die Preise der Lebensbedürfnisse auf b öfen 0 Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- dem Lande dieselbe Höhe, wie in den Städten, in, iht tungsblatt Nr. 23 enthält: wo die Ausbildung der Kinder aber nicht soviel l I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des koste, erreicht haben, auch der Beruf des seine Da 1 Kan. deen Schuldigkeit erfüllenden ländlichen Lehrers anderer- — at urg un erhessen, insbesondere die Dispensation 1 adti tek von der Verwandischaft belressenb. seits mehr Kraftanstrengung als der des städtischen nu II. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten erfordere. 5 5 5 %„ Amlagen zur 1 von Communalbebürfnissen in— Während die Staatseinnahme aus Colla- eat den Gemeinden des Kreises Bingen.. teralgeldern in früheren Jahren beständig im Steigen chen III. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts war, so daß sich 1869 bis 1871 die Gesammt⸗ gt fi. Lauterbach, die Umlagen zur Bestreitung der israelitischen Ei 0 d chnittlich 157,720 fl. 37 kr beten⸗ Religionsgemeinde zu Crainseld, im Kreise Lauterbach, für innahme auf durchschnittlich 70 ft. 8 Sturm 1872/3 betreffend. berechnete, weist das definitive Ergebniß für 1872 zen auf 8 5 eee 1 ee der nur 141,248 fl. auf. Saängig roßherzog haben allergnäbigst geruht: am 22. Februar 4 g g 1— dem een Krämer in der Garde⸗Unterofficiers-- Berlin, 13. Mai. Der Reichstag hat heute Compagnie bas Ritterkteuz 2. Classe des Ludewigsordens die zweite Berathung des Kriegsleistungsgesetzes chüuett 1 4 6 5 zu verleihen. 5 V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 28. April dem Kaufmann Gustav Bauer zu Darmsiadt und am 30. April dem Finanz⸗Accessisten Carl Störger zu Schlitz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihnen von Seiner Majestät dem Deulschen Kaiser, König von Preußen ver⸗ liehenen Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten zu er⸗ heilen. a Darmstad t. Eine Anzahl oberhessischer, auf dem Lande wirkender Volksschullehrer ist bei der zweiten Kammer dahin vorstellig geworden, zu veranlassen, daß ihre Bezüge mit den Lehrerbe · soldungen der Städte in größeren Einklang ge bracht werden. In der Motivirxung wird geltend beendet und dasselbe in der von der freien Com- mission vorgeschlagenen Fassung unter Zurückstellung des§. 15a genehmigt. — 14. Mai. Der Reichstag hat in seiner heutigen Sitzung in erster und zweiter Berathung den Antrag Büsing und Genossen, betreffend den Gesetzentwurf über die Volksvertretung in den Bundesstaaten, bei namentlicher Abstimmung mit 174 gegen 62 Stimmen angenommen. Bei der zweiten Lesung berührte der Abg. Hausmann den Umstand, daß das Fürstenthum Lippe ohne Ver- fassung sei, worauf der Lippe'sche Bundescommissär v. Flottwell ihm Mangel an Muth vorwarf, weil er sich hinter den Antrag stecke, der auf Mecklen⸗ würde eventuell meiner Stelle weichen.“ — Der„Spen. Ztg.“ zufolge ist der Unter⸗ staatssecretär Achenbach am 13. d. zum Handels- minister ernannt. — Die„Provinzial Correspondenz“ bestätigt die königliche Sanctionirung der Kirchengesetze, und meldet, der Kaiser werde in Wien, wohin er am 29. d. M. abreist, etwa 8 Tage verweilen. — Der Bundesrath beschloß einstimmig ge⸗ mäß den Anträgen des Justizausschusses, daß die Redemptoristen, Lazaristen und die Congregationen vom heil. Geist und du Sacre Coeur als mit dem Jesuitenorden verwandt unter das Jesuitengesetz fallen und binnen 6 Monaten aufgelöst werden sollen. 8 JJ PPP ˙ ———— ä 88 —— e 5 0 ö — ——— —— 22 . — Der vom Reichstag beschlossene Gesetzent⸗ wurf, wonach die Mitglieder des Reichstags Reise⸗ kosten und Diäten erhalten sollen, ist bereits im Bundesraths⸗Ausschusse für die Verfassung Gegen ⸗ stand der Berathung gewesen. Wie man dem „B. B. C.“ mittheilt, haben Baden, Oldenburg und einige kleinere Regierungen ihre Bevollmäch⸗ tigten angewiesen, für die Bewilligung von Diäten zu stimmen. Die große Mehrheit ist dagegen; Fürst Bismarck hat erklären lassen, daß er diese Angelegenheit unter denselben Gesichtspunkten be trachte, wie bei der Gründung der norddeutschen Bundesverfassung. — 15. Mai. Das Abgeordnetenhaus ge— nehmigte in dritter Berathung die Gesetzvorlage über die Revision der Normalpreise. Bei der so⸗ dann solgenden zweiten Berathung des Gesetzent⸗ wurses über die Eisenbahn⸗Anleihe von 120 Mil- lionen erklärte der Handelsminister Dr. Achenbach: Ein bindendes Programm einer Eisenbahnpolitik kaun und will ich vor Veröffentlichung des Resul⸗ tates der Special⸗Untersuchungs⸗Commission nicht abgeben, ich werde dann nicht mit Worten, sondern mit bestimmt formulirten Gesetzvorlagen var das Land treten. Schon jetzt könne er aber sagen, daß er kein Freund der Idee sei, das Eisenbahn⸗ Concessionswesen in einer Hand zu concentriren. — Der Cultusminister Dr. Falk reist nach Kassel, um die Wirksamkeit der Consistorien an Ort und Stelle zu beobachten. Bekanntlich handelt es sich um die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs, der diese wichtige Materie in zeitgemäßer Weise zu regeln haben wird. Der Cultusminister begibt sich später nach der Schweiz. a Kassel. Am 19. d. M. findet dahier eine Generalversammlung der Rübenzucker⸗Interessenten des deutschen Reichs statt. Breslau. Domherr Richthofen veröffentlicht in den Zeitungen eine Erklärung bezüglich der Unfehlbarkeit des Papstes, worin er bekennt, daß es ihm unmöglich sei, das vatikanische Concil als ein freies ökumenisches anzuerkennen und seine Beschlüsse als Offenbarungen des heiligen Geistes anzunehmen; er ziehe deßhalb seine frühere im Drange der Verhältnisse abgegebene Unterwerfungs⸗ Erklärung zurück. Wiesbaden. Wie der„Rh. K.“ wissen will, wird der Kronprinz wahrscheinlich im Laufe des Sommers Seebäder nehmen und zu diesem Zwecke die Insel Sylt besuchen. Für den Herbst ist wieder ein längerer Aufenthalt in Wiesbaden in Aussicht genommen. Leipzig. Am 10. d. M. fand dahier die Generalversammlung des Vereins der deutschen Sortiments⸗ Buchhändler statt. Wesentlich sind, nach dem„Dr. J.“, die beiven einstimmig angenommenen Anträge: 1) daß Angesichts der neuen Mark⸗ währung und der veränderten Preise auf einen den Sortimentern zu gewährenden bessern Rabatt Rücksicht genommen werden solle, sowie 2) daß durch eine allgemeine Bewegung oder ein allge- meines Vorgehen der bisher noch in manchen Städten vom Publikum verlangte Rabatt abgeschafft werde. Stuttgart. Dee Ausschuß des württem⸗ bergischen Handelsvereins beschloß, die Staats- regierung zu bitten, daß sie die baldwöglichste Einbringung eines Bankgesetzes Seitens des Reiches kräftigst unterstützen und auf einen möglichst frühen Termin des Banknoteneinzuges sowie überhaupt auf die thunlichste Beschleunigung der allseitigen Einführung einer neuen Währung hinwirken möge. Ausland. Oesterreich. Wien, 13. Mal. An der Wiener Börse verlas Hofrath Schön folgende Er⸗ klärung: Morgen wird in der„Wiener Zeitung“ eine kaiserliche Verordnung erscheinen, wonach die Nationalbank ermächtigt wird, statutenmäßig Wechsel zu escomptiren oder Effecten zu belehnen, ohne hinsichtlich der von der Bank dafür ausgegebenen Notensummen an den im§. 14 des Bankstatuts festgesetzten Betrag gebunden zu sein. — Der Kaiser von Rußland trifft, wie das „Telezraphen⸗Correspondenz⸗Bureau“ meldet, am 1. Juͤni hier ein und wird während seines sechs⸗ tägigen Aufenthaltes im Lustschlosse Schönbrunn Abtheilung Regierungstruppen Wohnung nehmen. Der König von Belgien wird am 28. d. M. erwartet. — Das„Tageblatt“ erfährt, daß der deutsche Kaiser und der Kaiser von Rußland in Wien zusammentreffen würden und die Vertreter Oester⸗ reichs in Berlin und Petersburg, Graf Karolyi und Baron Langenau, nach Wien berufen seien. Pest. Das Unterhaus hat in seiner Sitzung am 13. d. M. den Gesetzentwurf über die Es⸗ compte- und Handelsbank angenommen. Schweiz. Bern. Die Neuwahl des großen Rathes des Cantons Graubünden ist entschieden liberal ausgefallen.— Am 13. d. fand in Frei⸗ burg eine Versammlung sämmtlicher schweizer Bi⸗ schöfe statt. Frankreich. Paris. Von gut unter richteter Seite wird versichert, daß die Minister Goulard und Jules Simon ihre Demission ein- gereicht hätten, daß aber Thiers die Annahme der Demission vor dem Zusammentritt der National- versammlung verweigert habe. Großbritannien. London. Der„Great Eastern“ hat das neue, französische transatlantische Kabel an Bord genommen und wird von Cheerneß in See gehen, um darauf mit der Legung des Kabels von Valencia nach Neufundland zu be⸗ ginnen.— Nach aus Bombay eingetroffenen dor⸗ tigen Zeitungsnachrichten wäre dem Viceadmiral Sir Arthur Cumming, Höchstkommandirender in den ostindischen Gewässern, der Befehl zugegangen, sich sefort mit allen disponiblen Seestreitkräften nach Zanzibar zu begeben und dort weitere Be⸗ fehle abzuwarten. — Der Minister der Colonien, Earl Kimber⸗ ley, erklärte einer Deputation gegenüber, daß die Annexion der Fidschl⸗Inseln eine Frage voller Schwierigkeiten sei, welche die Regierung auf⸗ merksam beschäftige. Spanien. Perpignan. Nachrichten aus Barcelona vom 14. melden, daß der Carlisten⸗ führer Saballs mit einer, 800 Mann starken Bande in das Städtchen Mataro, 20 Kilometer von Bartelona entfernt, eingedrungen ist. Die überraschten Einwohner leisteten schwachen Wider⸗ stand. Die Stadt wurde mit einer sofort zu be⸗ zahlenden Contribution von 10,000 Douros be— legt und die Zollkassen weggenommen. Eine ist sogleich von Barcelona abgerückt, um Saballs zu bekämpfen. Italien. Rom. Die neuesten Nachrichten melden, daß der Papst an einem katarrhalischen Leiden erkrankt sei und in Folge dessen mehrere Tage nicht empfangen werde. Nur die Cardinäle haben Zutritt. — Man versichert, daß die beste Aussicht vor⸗ handen sei, ein Einverständniß der Majorität be⸗ züglich des Klostergesetzes zu erzielen.— Der Papst hatte am 13. d. M. einen Ohnmachtsanfall und empfängt Niemanden. Rußland. Petersburg. Die Ernennung des Dr. Ziemialkowsk. zum österreichischen Minister hat in den officiellen russischen Kreisen großes Mißfallen erregt. Man erblickt dort in der Er⸗ nennung eines Mannes, der an dem polnischen Aufstande von 1863 einen dervorragenden Antheil genommen hat und notorisch der entschiedensten polnischen Nationalpartei angehört, zum Minister einen offenen Widerspruch und sogar gewisser⸗ maßen einen Protest von Seiten Oesterreichs gegen die Politik, welche die russische Regierung heute den Polen gegenüber beobachtet. f — Von dem Chef des Krasnowodskischen Detachements der Khiwa⸗ Expedition ist, dem „Russischen Invaliden“ zufolge, die Meldung ein- gegangen, daß die Colonne am 17.— 29. April in Idga angelangt ist. Die russische Cavallerie war bis zu dem turkmanischen Aul Atabajeff vor- gedrungen und hatte in der Nähe desselben ein Scharmützel mit den Turkmanen gehabt. Die Letzteren hatten 22 Todte, von den Russen wurde ein Ofsicier verwundet. Tausend Kameele wurden erbeutet und viele Gefangene gemacht. Die Kras⸗ nowodskische Colonne wird voraussichtlich am 1.—13. Mai Ismyschir erreichen, das von Khiwa 60 Werst entfernt ist. f e 5 N Amerika. Washington. b point ist zum amerikanischen Gesandten in Peters⸗ burg ernannt worden. Havanna. hel gemeldet, daß Ignacio Agramonte, der Ober⸗ befehlshaber der Insurgenten auf Cuba, getödtet worden sei. 0 *— — Friedberg. Der in Berlin unter dem Vorsitz 4 des Geh. Sekr. Fürstenberg bestehende Central⸗Verein für das Wohl der Taubstummen in Berlin, welcher eben mit der Ansammlung der Mittel zur Erbauung einer Taubstummen⸗Kirche und eines Taubstummen⸗ Hospitals beschäftigt ist und eine eigene Zeitung für Taubstumme, den„Taubstummenfreund“, herausgibt, hat aus Anlaß der Feier seines 25jährigen Bestehens Regierungsseitig wird offieiell am 39. April den Director der hiesigen Großh. Taub⸗ N stummen-Anstalt, Herrn Dr. Matthias zum Ehren⸗ mitglied ernannt. Mannheim. Die hiesige Bierproduction vom 1. Mai 1872 bis 1. Mai 1873 beläuft sich auf über 11 Millionen Lster; hierzu tritt noch der Import aus⸗ wärtigen Bieres mit über 2 Millionen Liter für denselben Zeitraum, während im Ganzen nur ca. 3000 Liter aus⸗ 0 geführt wurden, so daß der hiesige jährliche Gesammtver⸗ brauch über 13 Millionen Liter gleich 26 Millionen neue b Schoppen beträgt, was für den Kopf der Bevölkerung jährlich über 650 Halblitergläser ergibt, in Anbetracht des U hier bestehenden, nicht unerheblichen Weinconsums ein ee recht ansehnliches Quantum, welches sich für„Wirths haus- seelen“ noch bedeutend steigern dürfte. Berlin. Bei Gelegenheit der 25jährigen Jubelseier des„Kladderadatsch“ hat der Verleger und Eigenthümer desselden, Hr. Buchhändler A. Hofmann, in Anerkennung der großen Verdienste der Redacteure und resp. Mitar⸗ beiter mit sämmtlichen Betheiligten neue Contracte, bereits vom 1. Januar d. J. beginnend, geschlossen, in welchen denselben nicht nur wesentlich höhere Honorare, sondern auch ein Gewinnantheil für die Dauer des Bestehens des Blattes zugesprochen ift. Außerdem hat Hr. A. Hosmann für die verflossene Zeit den Betheiligten die Summe von 20,000 Thlr. überwiesen, sowie der Wittwe des Dr. Kalisch einen Ehrensold von 10,000 Thlr. ausgesetzt. Dem Unier⸗ stützungsverein der„Berliner Presse“ überwies Hr. Hof⸗ mann 500 Thlr., eine gleiche Summe dem Unterstützungs⸗ verein für Buchhändler. D. Frankfurt a. N., 15. Mai. heute gänzlich von der Medioliquidation absorbirt und erlitten die Course der tonangebenden Papiere unter dem 2 . 111 Dar erlehre en Fr Die Börse war N 0 75 Drucke derselben, sowie durch den Einfluß flauerer Ber⸗ liner Course gegen gestern wieder einen Rückgang von mehreren Gulden. etwas festere Stimmung ein. Staatsbahn blieben mit Hfegsden Gegen Schluß der Böͤrse trat eine f 1 334, ca. 41 fl., Lombarden mit 192, ca. 2½ fl., Credit⸗ actien mit 294, ca. 10 fl. matter. Prolongationssätze stellten sich, je nach Bonität, durchschnittlich zu ca. 7 0%, Bei Schluß der Liquidation war Geld abermals leichter. Man ist hier sehr auf den Ausgang der heutigen Liqui⸗ dation in Wien gespannt. Bei Eröffnung war die Börse dork geschäftslos, da man das Resultat der Einkassirung noch abwartete. Die während der Nachbörse hier ein⸗ laufenden Course waren in Anbetracht der Verhälimisse ziemlich befriedigend. Oesterr. Bahnen verloren theilweise wieder ihre gestern gewonnenen Avancen. Böhmen und Franz-Josef je 6 fl. niedriger. Deutsche Bahnen gefragt, besonders alte Ostbahn. Prioritäten theilweise matter. 3% und 5 90 lombardische besser. Von Banken zeigten sich einige besser; andere erlitten Rückgänge oder schlossen unverändert. Berliner Bankverein höher. Darmstädter 4 fl., Prov.⸗ So blieben Frankfurter und b Disconto 7 0 6, Oesterr. Deutsche und Handelsgesellschaft je 1% matter. Oesterr. Nationalbank sanken um ea. 20 fl. — Von Staatsfonds Silberrente unverändert. Papier⸗ rente matter. Ungarische Anleihe und Russische Pfand⸗ briefe höher. Französ. 187 fr Rente 10% matter. Russische Fonds weichend. Spanier 198¼. 1860r Loose 2 0% besser. Von Wechseln London und Wien matter. Ducaten und Dollars je ½ kr. schwächer. Gustav-Adolf⸗ Srauenverrin stoph Se Bei Unterzeichneter liegt die Verloosungsliste offen und kann von Jedermann Einsicht genommen werden. ö Friedberg den 15. Mai 1873. Emilie Huber. Akcht kölnisches Wasßer von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas geborsamft. f Zohann Maria 4arina in Cöln. Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 24 tr. bis zu 2 fl. 48 kr., dei Carl Bindernagel