pt„Elqaß kommend aus mit ems fand u. gut date des N Lonnerfiag daheim bei und als m Baume n, 10 daß sofort tobt verwundet achmittags unde. ein 10 Mal er. Zwei n Werner, des Treib⸗ heiles des Zimmers —ä— nuts Fasel⸗ züchtet Samstag 500 Pfund. irt werden. geholt, en los. das Inssru⸗ 1 Uhr kam Diesbaben fuhr um 1 bierauf sichlliches lephansen, erwerben lehtie bet de von Vabupese v. Bolen d. Dumb ihm die ments musil nd daselbst „Regiment. id wähten Niluät. Et en Offiziett lichen vür⸗ il bierbek⸗ 1 4 Eibe. * ent ng 16 1873. Oberhef — — — 9 —— Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblalt sür den Arcis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. . Amtlicher Theil. Bekanntmachung 14 Wegen der Feier des 25 jährigen Regierungsjubiläume Sr. Königlichen Hoheit fällt der Zahltag Dienstag den 17. d. M. aus und ersuchen bir die Großherzoglichen Bürgermeistereten dieses bekannt machen zu lassen. Friedberg den 10 Juni 1873. Bad⸗ Nauheim am 12. Juni 1873. g Bekanntmachung. Groß herzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck. Wegen der Feier des 25 jährigen Jubiläums des Regierungsantritts Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs wird der auf Dienstag den 7. d. M. fallende Amtstag ausgesetzt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. N B Schnittspahn, betreffend: Den landwirthschaftlichen Unterrichtscursus für Volksschullehrer in Darmstadt, 1 Bekannt em ta ch un g. „ l Landgerichts⸗Assessor. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Kenntniß der Interessenten, daß der landw. Unterrichtscursus für Volksschullehrer in Folge des Abgangs zes seitherigen Generalsecretärs der landw. Vereine und der noch nicht wieder erfolgten Besetzung seiner Stelle im laufenden Sommer nicht abge⸗ heilten werden kann. Friedelhausen am 8. Juni 1873. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. 1 Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ ungsblatt Nr. 27 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ober⸗Consistoriums, die Egebnisse der Verwaltung der allgemeinen geistlichen Witwenkasse vom Jahr 1871 brtreffend. Die Einnahme urägt 158,177 fl. 9 kr. Die Ausgabe 132,810 fl. 45 kr. 1 59.698 fl. 7 kr. Wiltwenpensionen und 67,600 fl. ml ausgeliehene Kapitalien.) Verglichen bleibt Rest 366 fl. 24 kr. und dieser besteht: 1) in liquidirten isständen mit 587 fl. 38 kl., 2) in vaarem Vortathe mt 24,778 fl. 46 kr., zusammen 25,366 fl. 24 kr. III. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern ik das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung 1 Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Mdensels. Darmstadt. Durch Allerhöchstes Deeret vom J. v. M. wurde der Großherzogliche Hofgerichts⸗ Näsident Dr. Georg Krug auf sein Nachsuchen, un er Bezeigung der Allerhöchsten vollen Zufrieden⸗ hit mit seiner langjährigen, treuen und eifrigen Tienstführung in den Ruhestand versetzt. Bei disem Anlaß haben Se. Königliche Hoheit der Großherzog dem Präsidenten Krug in Rücksicht auf sein nahezu fünfzigjähriges Dienstalter und auf die von ihm stets bewiesenen loyalen Ge— sinungen das Comthurkreuz I. Classe des Ver- dienst⸗Ordens Philipps des Großmüthigen verliehen. — Der auf der Reise nach Ems am 11. r. her angekommene Kaiser von Rußland begrüßte nm durchreisenden Schah von Persien und stellte in das russische Thronfolgerpaar, den Großherzog un den Prinzen Ludwig von Hessen vor, worauf or Schah nach Baden Baden weiter reiste. — Der Gesetzgebungsausschuß hat seinen Be. „litt über das Schulgesetz(Berichterstatter Greim) aumehr vollendet und derselbe befindet sich bereittz ner der Presse.— In Kürze wird eine Vorlage vten Revisien der fixen Etats erfolgen. 72 Laut ausgegebener Tagesordnung tritt die bite Kammer am 14. d. M. wieder zusammen. „Etz enstände der Berathung bilden die Anträge et Abgg. Möllinger und Allmann auf Aufhebung 105 Gesetzes vom 14. August 1867 wegen Auf- Argung der Kosten des zum Bahnbau erforder⸗ hn Geländes, sowie der Antrag Möllingers digen Einführung von Jagdwaffenpässen für das he Resch.— Die Finanzausschüsse beider be 1 Kammern beschlossen in ihrer letzten gemeinschaft⸗ lichen Sitzung über das Finanzgesetz sür 187/75. daß von 1874 ab die Weinsteuer unter Wegfall jeder Controle um 7/0 zu ermäßigen sei, wogegen der Staat die Provinzialstraßen⸗Bauschulden von Oberhessen und Starkenburg zu übernehmen haben würde.— Hinsichtlich den Grundsteuer glaubt man eine Ermäßigung von 3½ Heller auf den Gulden Steuercapital befürworten zu sollen, jedoch ist hierüber noch kein endgültiger Beschluß gefaßt. — Selten hat hier eine Nachricht so angenehm berührt, wie die jetzt aus dem Finanzaus schuß kommende Kunde, daß die Regierung sich zur Vorlage eines neuen Beamtengesetzes, d. h. zur Revision der J. g. fixen Etats entschlossen und die betreffenden Vorarbeiten sofort ins Werk gesetzt habe. Schon seit Jahrzehnten bildete die Revision jener Etats den beständigen Streitpunkt zwischen Regierung und Ständen, und deßhalb freut man sich, daß man endlich auch über diese Differenz hinauskommen wird. — Sämmtliche Orte des Kreises Vilbel haben sich in einer Adresse an die zweite Kammer ge— wendet, um bei der neuen Verwaltungs⸗Organi— sation die Beibehaltung des bisherigen Kreises zu erwirken.— Am 13. d. M. findet eine Vorbe⸗ rathung Behufs Feststellung des der zweiten Kammer vorzulegenden Adreß⸗Entwurfs statt, an der dem Vernehmen nach die Mitglieder des Bureaux, die Präsidenten der Ausschüsse und einige andere Ab⸗ geordnete Theil nehmen.— Auch die erste Kammer tritt am 14 d. M. zusammen zur Feststellung einer Adresse zum 25jährigen Jubiläum des Großherzogs. Gießen. Hier tagte am 4. d. M. eine Ver⸗ sammlung von mehr als 100 Geistlichen und Laien aus Hessen-Darmstadt und Hessen-Nassau, welche durch das Comite des„Deutschen Volksfreundes, (früher„Hessischen Wochenblatls“) angeregt worden war,„zu dem Zwecke, um die christlich⸗conservativen Elemente der Gegend mehr zu sammeln und zu einem Verein zu constituiren“. Das Bedürfniß, dem auf allen Gebieten sich breit machenden, das wahre Volkswohl zerstörenden Liberalismus mit aller Energie entgegen zu treten, wenn die drohende sociale Revolution noch abgewandt werden soll, macht sich, wie die Herren sich einbilden, je länger je mehr fühlbar. Pfarrer Engel von Gelnhaar stellte Thesen auf, die zu dem Beschlusse führten, alsbald einen„Deutschen Volsverein für Mittel⸗ deutschland“ zu gründen, im Anschluß an die in Norddeutschland bestehende große conservative Partei, deren jüngst veröffentlichtes Programm im Wesent⸗ lichen adoptirt wurde. Berlin. 10. Juni. Der Reichstag genehigte den Gesetzentwurf, betreffend die Dienstlocalitäten des auswärtigen Amtes in erster und zweiter Lesung. Bei der dann fortgesetzten Berathuug des Reichs- haus halts wurde u. A. eine Viertel- Million für den Ankauf eines Botschaftshotels in Petersburg auf Befürwortung des Reichskanzlers bewilligt, ebenso der geforderte Zuschuß für die deutsche Schule in Konstantinopel. Der Etat des Rechnungshofes wurde an die Budgetcommisston verwiesen, ebenso der Nachtrags- Etat für 1873, den Heer- und Marine⸗Infalidenfonds betreffend. Bezüglich der Berathung über die Einnahme von Zöllen und Verbrauchssteuern und des Behr'schen Antrages auf Aufhebung der Eisenzölle, sowie der bezüglichen Anträge Grumbrechts wird Absetzung von der Tagesordnung beschlossen, welche im übrigen nach einer unerheblichen Debatte erledigt war. — 11. Juni. Der Reichstag genehmigte in seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf betreffend die Erweiterung der Dienstlocalitäten des aus- wärtigen Amtes in dritter Berathung. Bei der dann fortgesetzten Berathung des Reichsbudgets wurden die Einnahmen aus den Zöllen, Verbrauchs- steuern, sowie der Post- und Telegraphen⸗Etat genehmigt. Alsdann wurde der Eisenbahn- Etat genehmigt und schließlich der Gesetzentwurf über die Ausgaben und Einnahmen des Reichs einer aus 14 Mitgliedern zusammengesetzten Commission überwiesen. — Der Protest der Berliner Journal-Redas⸗ teure gegen den Preßgesetzentwurf ist in einer am 12. d. abgehaltenen Versammlung principie! festgestellt und von einer Sub. Commission endgiltig redigirt worden. Der Protest erscheint gleichzeitig Freitag in den Morgenblättern aller hiesigen Journale. . — Die Leichenfeierlichkeit für den verstorbenen Prinzen Adalbert im Dom hat am 12. Juni genau nach dem Programm staktgefunden. Sämmt⸗ liche hier anwesende Prinzen und fremde Fürstlich⸗ keiten, sowie ein zahlreiches Publicum, wohnten der Feier bei. Der Kaiser war nicht erschienen. Aachen. Dem Vernehmen nach ist dem Superior der hiesigen Redemptoristen amtlich er⸗ öffnet worden, daß dieselben gemäß Reichstags beschlußes ihre Ordensthätigkeit einzustellen und bis zum 1. Nov. d. J. die hiesige Niederlassung des Ordens aufzulösen hätten. Cassel. Das Directorium des ständischen Ausschusses der allgemeinen deutschen Lehrerver ⸗ eammlung will am 15. und 16. Juli eine Aus; schußconferenz zu Kassel halten, wenn die Majo rität der Mitglieder sich dafür entscheidet. — Die am 11. Juni abgehaltene Conferenz von Geistlichen und Laien aus beiden Hessen hat die vorgeschlagenen Thesen über die Reform des Confirmanden Unterrichts angenommen. Ems. Der Kaiser von Rußland ist am 11. Juni zu vierwöchigem Kur- Aufenthalt hier eingetreffen. Sein Absteigequartier ist in den „Vier Thürmen“. Die Stadt war reich beflaggt und decorirt. Die Lahnberge waren bengalisch be⸗ leuchtet. a Stuttgart. Der Kaiser von Rußland, das Thronfolgerpaar und Großfürst Wladimir sind am 11. d. M. nach Darmstadt abgereist. Ausland. Oesterreich. Wien. Die„Neue freie Presse“ bringt folgendes Telegramm aus Konstan⸗ tinopel: Der Khedive bat vom Sultan einen neuen Ferman erwirkt, worin seine alten Rechte erneuert und ihm vollständige Unabhängigkeit in Verwaltungsangelegenheiten, sowie das Recht zu⸗ gestanden wird, den Effectivbestand seiner Armee zu erhöhen und mit den fremden Mächten Ver⸗ träge abzuschließen. 5 Schweiz. Bern. Der Bundesrath verlangt von der Züricher Regierung Bericht über das russische Dekret, welches den Russinnen von 1874 an den Aufenthalt an der Züricher Hochschule verbietet. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ veröffentlicht die Ernennung des Generals Chancy zum zeitweiligen Civil- und General- gouverneur, sowie zum Commandanten der ge⸗ sammten Streitkräfte in Algier an Stelle Guey⸗ don's. Dasselbe Blatt kündigt an, daß die Ent⸗ lassung Pascal's angenommen sei. Ein Brief Pascal's sagt, daß sein Rücktritt in Folge der salschen Auslegung der confidentiellen Depesche Seitens der Nationalversammlung erfolgt sei. — Prinz Napoleon besuchte am 10, Juni Rouher, der erkrankt im Schloß Cercey die Rück⸗ kehr Bourbaki's aus London erwartet.— In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die Re⸗ gierung beabsichtige, den radicalen Lyoner Ge. meinderath aufzulösen und durch eine provisorische Commisston zu ersetzen. N — Der neue Präfect Ducros von Lyon hat auf das Ergebniß der Stadtwahlen bereits mit einem Dekret geantwortet, das allen Zeitungen seines Departements den Verkauf in den Straßen entzieht und deren Abgabe nur in den Läden zuläßt. Deswegen wird die politische Tendenz der radicalsten Stadt Frankreichs nicht gleich um⸗ schlagen. Was aber die Regierung durch ihre Beamten bezweckt, ist, daß diese den Willen und Muth, energisch einzuschreiten, an den Tag legen. Spanien. Madrid, 11. Juni. Die Cortes⸗ Majorität trat heute zur Schlußfassung über die Lösung der Cabinetekrisis zusammen. Man entschied sich für die Bildung eines Versöhnungs⸗Mini⸗ steriume, bestehend aus vier Mitgliedern der Rechten und vier der Linken. Gewählt wurden Pi 9 Margall(Präsidium des Innern) Estevanez(Krieg) Somi(Colonien) Aurich(Marine) Muro (Aeußeres) Dadico(Finanzen) Gonzales(Jussiz) Benot(Arbeiter). Das neue Ministerium stellte brechen sei, energisch zu bekämpfen verhieß. bezeichnete und die Insurrection, welche, wo die Freiheit in weitestem Umfang berrsche, ein Ver⸗ Italien. Rom. Die Kaiserin von Ruß⸗ land hat ihre Abreise nach Deutschland verschoben und geht nach Albano, woselbst sie einen mehr⸗ tägigen Aufenthalt nimmt.—„Fanfulla“ hält für wahrscheinlich, daß der Kaiser von Rußland im Anfange der nächsten Woche nach Rom komme. Der König und der Kronprinz haben bis auf Weiteres ihre Abreise von Rom aufgeschoben. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die Bestimmung der Direction der Main⸗Weser⸗Bahn, daß jedes Retourbillet vor Antritt der Rückfahrt gestempelt werden muß, um gültig zu sein, führt täglich zu unangenehmen Seenen zwischen Schaffnern und Passagieren, welche, meistens wohl aus Unkenntniß, da die Verfügung zu den neusten Eigenthümlichkeiten der Main⸗Weser⸗Bahn gehört, dieser Vorschrist nicht nachge⸗ kommen sind. Wir hörten noch nicht, daß die Verwal⸗ tungen anderer Bahnen in der Nähe, auf welchen Unregelmäßigkeiten bei dem Gebrauch von Retourbilleten auch vorkommen werden, sich beeilt haben, die Verfügung der Direction in Cassel ebenfalls einzuführen. Es ist nicht zu verwundern, daß die von der Direction der Main⸗Weser⸗Bahn beliebte Neuerung Seitens des Publi⸗ kums einstimmig als eine durchaus lästige Maßregel ver⸗ urtheilt wird, welche den Vortheil der Retourbillete zum Theil ganz aufhebt, indem sie den Reisenden noͤthigt, seine Kärte nochmals vor der Rückfahrt am Schalter abzu⸗ geben. Hiermit nicht genug, erläßt die Obergüterver⸗ waltung in Cassel einen Ukas, wonach die bisher in Ge⸗ brauch befindlichen Frachtbrief⸗Formulare außer Cours gesetzt und von dem 1. Juli an nur solche Formulare ange nommen werden, welche in der Hof- und Waisenhaus⸗ Buchdruckerei in Cassel gedruckt worden sind. Was mit den Millionen alter Formulare, die sich in den Händen von Verkäufern, des Handels, Gewerbstands ꝛc. befinden, geschehen soll, wer das Publikum hierfür entschädigt, warum aus dem Druck und Verkauf von Frachtbrief⸗ Formularen der Main-Weser-Bahn ein Monopol zu Gunsten der Hof- und Waisenhaus-Buchdruckerei in Cassel gemacht werden soll, welche Absicht dieser ungeheuer ichen Verfügung zu Grunde liegt, auf diese und andere hieraus abzuleitenden Fragen hüllt sich die Obergüterverwaltung in ächt büreaukratisches Schweigen. Unser deutsches Publikum hat sich leider zu sehr daran gewöhnt, die Bahn⸗ Verwaltungen nach souveränem Be⸗ lieben schalten und walten zu lassen. Die neueste Ver⸗ fügung der Obergüterverwaltung der Main⸗Weser⸗Bahn in Cassel zeugt von eiuer Nicht-Achtung der materiellen Interessen des Publikums, zumal der Drucker und Ver⸗ käufer von Frachtbriefen, welche schlechterdings nicht ruhig hingenommen werden kann. Es ist in der That Zeit, daß Alle, die hierbei interessirt sind, d. i. so ziemlich die ganze Bevölkerung, Schritte thun, um sich vor Wohl⸗ thaten wie sie die k. Obergüterverwaltung in Cassel un⸗ aufgefordert spendet, ernstlich zu schützen. Friedberg. In dem Bericht über den letzten Brand hieß es, daß in der Scheuer sich gefüllte Branntwein⸗ fässer befanden. Nach einer uns zugegangenen Nachricht von dem jetzigen Inhaber der Scheuer soll dies nicht andem gewesen sein, sondern nur ein leeres Faß daselbst sich befunden haben.* Bad⸗ Nauheim. In dem hiesigen Nur⸗- Theater wurde gestern„Nichelieu's erster Waffen gang“ gegeben. Das Snick ist ein sehr feines und gutes Lust⸗ spiel, das einer besonders präcisen Aufführung bedarf. Das Stück wurde geradezu ausgezeichnet durchgeführt; die einzelnen Rollen waren sehr passend besetzt und gab sich die Begeisterung des Publikums durch verschiedene Hervorrufe kund. Frau Polkowsk). deren ausgezeichnete Leistungen wir bereits in Mamsel Uebermuth kenuen ge— lernt, spielte den Herzog ganz vortrefflich, ebenso waren Frl. Braunfels, Frl. Frey, Fil. Kirchner und Fr. Eicker⸗ mann recht gut. Auch Hr. Baumann und Hr. Maurice hatten ihre Rollen gut aufgefaßt, nur wäre es zu wünschen, daß Hr. Maurice sich einer deuflicheren Aussprache be⸗ flaßigen möchte. Die Costüme waren äußerst elegant und halte das Ganze einen sehr feinen Anstrich. So auch war eite Festvorstellung, welche Hr. Director Polkowsky am ver⸗ gangenen Sonniag zu Ehren des Allerhöchsten Geburts⸗ tages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs gegeben, eine vorzügli de zu nennen. Das Tableau, von Hrn. Director Polkoweky arrangict, sowie der Prolog erfreuten sich des lebhaftesten Beifalls. Wir wünschen Hrn. Director Pol⸗ koweky für alle diese Bemühungen den besten Erfolg, Wie wir hören, soll am Sonntag Abend„Richelien's erster Waffengang⸗ wiederholt werden und können wir diese Vorstellung auf das Wärmste empfehlen. 5 Wir glauben, daß die Einrichtung, des Sonntag Nach mitlags von 4— 6 eine Theater- Vorstellung zu geben, vielen Beifall finden wird und machen wir auf die nächste Vorstellung aufmerksam. 0 Dorn⸗Assenheim. In dem Garten des Lehrers Brand ü dapier sieht der Traubenstock in schönster Blüthe; gewiß eine auffällige Erscheinung bei dem seitherigen theil⸗ weise sehr kühlen Wetter. a sich unverzüglich den Cortes vor und gab eine Erklärung ab, worin es die Aufrechthaltung der Republik und der Ordnung als sein Programm Darmstadt. Auf dem hiesigen Schießstand wird ein neues Gewehr probirt, das das System Mauser . übertreffen soll. Der ganze Mechanismus und Schloß lassen sich ohne irgend ein Werkzeug mit der Hand aus⸗ siädtischen Armen; 2, Uhr Fesitafel in dem Gasthof zur i ö 5 einanderlegen(ist auch beim Zündnadelgewehr der Fall) 87. dabei ist alles so einfach und massiv, daß kaum eine E. Reparatur vorkommen kann. 5 harmstadt. Das officielle Festprogramm für das am 17. d. M. stattfindende Regierungs⸗Jubiläur lautet wie folgt: Montag den 16. Juni: Von 7 Uhr Abends Einläulen des Festies mit sämmtlichen Glocken U ½9 Uhr großer Zapfenstreich der Regiments⸗Musiken z] 7710 Uhr Serenade der hiesigen verbündeten Gesangver⸗ 1 5 eine. Dienstag den 17. Juni: Schmückung der Stadt mit Fahnen und Wimpeln; von 7— 8 Uhr Glockengeläute; 9 Uhr liturgischer Gottesdienst; 10 Uhr Versammlung sämmtlicher Deputatious-Mitglieder anf dem Rathhause; Zug in's Residenzschloß zur Audienz um ½ 11 Ubr und Ueberreichung der Urkunde der zu Ehren dieses Tags er richteten Stipendien⸗Stiftung; 12 Uhr Speisung der“ w „Traube“. Abends Festvorslellung im Hoftheater. Nach Schluß des Theaters Brillant⸗Feuerwerk auf dem Ludwigs⸗ Monument. Worms. Wie wir vernehmen, begaben sich eine Anzahl Aufseher aus den Cornelius Heyl'schen Fabriken! auf Kosten dieser Firma zur Weltausstellung nach Wie, um dort ihre Kenntnisse zu vermehren. Für später sollß auch durch Tüchtigkeit und Fleiß sich auszeichnenden Arbeitern des genannten Elablissemenis der Besuch det Weltausstellung in gleicher Weise in Aussicht gestellt sein. 5 Bingen. Am 7. Juni Mittags gegen 3 Uhr versuchte f sich auf dem Bahnkörper bei Bingerbrück ein den besseren“, Ständen angehöriges Frauenzimmer dem herannahenden! Zuge entgegenzuwerfen, Glücklicherweise gelang es det Intervention eines des Weges kommenden Mannes, das selbe noch rechtzeilig von den Schienen zu entfernen und in das Hotel„Germania“ zu Bingerbrück, woselbst es fe der 3 einiger Zeit lozirte, zurückzubringen. Das Mädchen soll aus Kiel gebürtig und ein unglückliches Liebes verhältuiß das Motiv dieses Selbstmordversuchs gewesen sein. Allerlei. Dar Frankfurt. Der Schah von Persien verzehrte in ih beg Palmengarten, servirt von Herrn Christoph selbst, zwei alen Flaschen Nödeter und 12 Glas Eis() Im zoologischen enden Garten schenkte er dem Elephantenwärter 10 Rubel in Gold, slierun; Frankfurt. In einem Ei, welches ein hiesiger 9 Aunthal. wohner sich zum Essen abgekocht hatte, fand er, als er et are öffneie, ein junges Hühnchen, welches 4 Flügel und 4 Beine in sich hatte. Sonst war das Thierchen ganz wohl gebildet. 1. Köln. Der Fortbau am Dom macht ganz enk l bfi schiedene Fortschritte. Drei Etagen der beiden Wesithürme seccher sind fast vollendet, und somit die erste Hälfte der ganzen paches Höhe erreicht. In den nächsten Monaten wird ein 40 Fuß en N hohes Gerüst aufgeschlagen, wonach die Thürme die Form fo des Octogon annehmen und bedeutend an Umfang ver⸗ It der lieren. Alsdann schreitet der Vau rascher voran, und so sigzen d. ist die Vollendung dieses Prachtbaues, zu welchem vor sun den mehr als sechs Jahrhunderten der Grundstein gelegt wurde, gl vo in nur wenigen Jahren, noch vor Ablauf dieses Deceniume, f J zu erwarten. Während der Dom im Innecn fast gang 0 eher ausgeschmückt ist, schreilet der Bilderschmuck an den Thürme 9 wi 15 in der Composition ebenso prachtvoll, wie künstlerisch 5 der Ausführung, für die dritie Etage vollendet. Dieselbe 1 nen sind 100 Fuß boch und lassen die Heiligen, welche sie da 6s stellen, von unten geseheu, fast in Lebensgröße erscheine site Gal Diese Figuren, umgeben von dem reichsten archttectonischen iin Jah. Schmuck, über den die gothische Baukunst verfügt, ssellen gg Vest vor: die h. drei Könige, Maria, Pelrus, Severin, Gereon e e Swuitbertus, Ursula, Erzengel Michael und h. Joseph. ite. Der Ruf des Künstlers leistet volle Bürgschaft dafür, daß it den der im Werden begriffene Bilderschmuck der Mittelfronl“— 1 (Verbindung der beiden Westthürme) die Pracht der West⸗ ci seile wesentlich erhöhen werde. 0 0 Wien. Im Ausstellungsgebäunde ereignete sich am en, 8. Juni ein beklagenswerther Unfall. Die nach de 05 0 Plattform des russischen Pavillons führende Treppe stützu schen. zusammen und mit ihr drei Herren in die Tiefe, von— denen zwei schwere Verletzungen und einer nur leichte Cen tusionen davon trugen. Der Pavillon war wegen des Besuchs des Zaren rasch fertiggestellt worden, wobei, wil es scheint, etwas leichtfertig verfahren wurde. rasch vor. Dombildhauer Peter Fuchs hat eben 11 Figuren b. Frankfurt a. M., 12. Juni. Oer Vorfal mii ö Banken hervorgerufen, die, wie es den Anschein hat, von a die Tendenz auf dem Bankenmarkte noch intensiv flauet wie gestern und drückten bedeutende Verkaufsordres die we Course abermals erbeblich herab. Selbst diejenigen Inf igter inte, welche als solid gelten, wurden theilweise empfindlich fen. von der allgemeinen Baisseströmung betroffen. Auf ben ier. anderen Verkehrsgebieten herrschte ebenfalls meist Mat ur kei und große Geschästsunlust vor. Als günstiger Mo c ment für die bevorstehende Liquidation ist die Thatsache ung daß Berlin seit vierzehn Tagen slark hierher abgab, unbfsüldes diese Stücke erst am Ultimo zur Lieferung gelangen, anzu pesf sehen. Geld bleibt fortgesetzt sehr abundant. Greditactlenssi, schwankten zwischen 268½—5½—7 und blieben 4½ fl 10 maler wie gestern. Staatsbabn eröffneten mit 341 und s 7 schlossen gach 340½ mit 341/, um 1½ fl. wa die Lombarden, relativ fest zu 193, wichen nur um einelf dz Bruchibeil gegen gestern. Oesterr. Bahnen still und meien 0 mater. Ungarisch⸗ Galizische und Franz⸗Joseph bessel d Andere nachgebend, namentlich Galizier und Linz⸗Budwel Banken, wie erwähnt, durchgehends matter, mit Ausnahiss