ecsadrt der zweideulige ker ist, det mag, aus sic bereits delommen, 5 füt seine lätter mit icekanzler⸗ dastauration en lassen; duset Tage un dößeren Hern in u walte, t die Gtab⸗ dexselben zu rüde, daß Kuust bis zugewendet ine nach ein den schoͤnen Seiten eine tas Aeußert ich photo⸗ ieresse de⸗ ede in der ein junget Boden ge ein Messer dieses lau t⸗ die Täter, Det Ber⸗ ait wohnen⸗ 1 b in wurde au) Judt ein Stust lobt milttlungen dalbet, vot. Biniolt, mit ben verben int von det eat worden. Suale ber al. Ueber tem Comite Nach dem unbes, die en Lebens ju etzielen. ersonen— noch tine bah wählt, dane* en — des Samstag den 13. December. berhessischer Anzeiger. 4 146. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— mit dem Sitze in Offenbach a. den amtlichen Revisionen. Amtlicher Theil. Betreffend: Gesuch des Vorstandes der Gesellschaft zur Revision und Ueberwachung von Dampfkesseln um Befreiung der Dampfkessel ihrer Mitglieder von Friedberg am 10. December 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Sie werden an Erledigung unserer Verfügung vom 10. v. M., Kreisblatt Nr. 133, erinnert. Betreffend: Die Verwendung von einem Dritttheil der eingehenden Polizeistrafen zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Tab Friedberg am 11. December 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Butzbach, Gambach, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Bad- Nauheim, Nieder- Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder-Weisel, Nieder-Wöllstadt, Ober-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt, Ossenheim, Pohl-Göns, Södel, Wohnbach. Die Ihnen am 12, v. M. überwiesenen Strafantheile sollen den betreffenden Denuncianten als Renumeration zufallen und werden Sie zur Ausgabe-Dekretur hiernach ermächtigt. Hat Einer oder der Andere seine Schuldigkeit nicht gethan, erwarten wir Anzeige davon und haben Sie dann weiterer Entschließung entgegenzusehen. Betreffend: Ausschußsitzungen. Aus schußsitzung des landw. Vereins von Oberhessen. Bekanntmachung. Ter a p p. Die verehrlichen Mitglieder des Ausschusses beehre ich mich, auf Donnerstag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, in das Hotel Kuhne zu Gießen zu einer Sitzung ergebenst einzuladen. Gegenstände der Berathung werden außer Aufnahme neuer Mitglieder das Gutachten über Erhebung der Lungenseuche beim Rindvieb zum Währschaftsmangel und Vorbesprechung über das Büdget pro 1874 sein. Friedelhausen am 4. December 1873. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Adalbert Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ rungsblatt Nr. 47 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Ipnern, die Bestellung der Wahleommissäre für die Wahlen der Abgeordneten zum Deutschen Reichstage betreffend. Es find folgende Wahleommifsäxe bestellt worden: für den 1. Wahlkreis der Großh. Provinzial-Director Freiherr v. Röder zu Gießen, für den 2. Wahlkreis der Gr. Regierungsrath Trapp zu Friedberg, für den 3. Wahl⸗ kreis der Gr. Regierungsrath Frölich zu Alsfeld, für den 4. Wahlkreis der Gr. Provinzial⸗Director, Geheime— rath Dr. Goldmann zu Darmstadt, für den 5. Wahl⸗ kreis der Gr. Kreisrath v. 1 5 zn Offenbach, für den 6. Wahlkreis der Gr. Kreisrath Pr. Usinger zu Bensheim, für den 7. Wahlkreis der Gr. Regierungsrath Pfannebecker zu Worms, für den 8. Wahlkreis der Gr. Kreisrath Parcus zu Bingen und für den 9. Wahl⸗ kreis der Gr. Kreisassessor Dr. Braden zu Mainz. I. Exequatur⸗Ertheilung. III. Namens veränderungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog haben allergnädigst geruht: am 17. Nov. dem Philipp Gerandt modo Gerbig von Mörfelden zu ge⸗ statten, daß derselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familiennamen Klotzbach und am 24. Nov. dem Hart⸗ mann Becht von Nieder⸗Wöllstadt zu gestatten, daß der⸗ selbe statt des bisherigen den Familiennamen Keres führe. (Schluß folgt.) Darmstadt. Am 5. l. Mts. wurde der Ministerialsecretär II. Classe bei Großh. Mini ⸗ sterium der Finanzen, Otto Hörr, zum Ministerial⸗ secretär I. Classe bei jenem Ministerium ernannt. Berlin. Der Antrag Bernhardt, betreffs Aufhebung der Zeitungssteuer wurde am 10. d. im Abgeordnetenhause ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. Der Antrag Schröder be⸗ reffs der Gewährung von Diäten an die Reichs- tags abgeordneten wurde, nachdem Virchow dafür gesprochen, durch Annahme einer von Lasker be- antragten, durch die Inopportunität des Eingreifens in die Reichsgesetzgebung motivirten Tagesordnung durch Namensauftuf mit 219 gegen 169 Stimmen beseitigt. — 10. Dez. Abgeordnetenhaus. Bei der Berathung der vom Abg. Reichensperger bean tragten Resolution, welche eine Rückkehr zu den früheren Regitrungs⸗Maximen gegenüber der katho⸗ lischen Kirche verlangt, replicirt der Cultusminister auf eine lange Rede Reichensperger's: Die gegen- wärtige Politik der Regierung sei durch die That⸗ sache hervorgerufen, daß preußzische katholische Bischöfe sich dazu verbanden, nicht den Landes⸗ gesetzen, sondern den Winken eines Mannes außer⸗ halb Deutschlands zu gehorchen. Die Fuldaer Bischofs⸗Conferenz habe sogar die Frage ventilirt, ob ein Katholik noch die preußische Verfassung beschwören könne. Der Minister hebt hervor, daß er den Bischöfsen wohlwollend entgegengekommen sei, die Bifchöfe aber hätten der Staatsregierung passiven und activen Widerstand entgegengesetzt; ihnen solge der Klerus, dem Klerus ein großer Theil der katholischen Bevölkerung. Der Minister erinnert sodann an den von Geistlichen bei den Wahlen, sowie durch Hcreinziehung des Beicht- stuhles ausgeübten Gewissenszwang und weist den Vorwurf der Kirchenverfolgung als bewußte oder unbewußzte Unwahrheit zurück:„Friede war nur so lange, wie sich die Regierung der Kirche unter⸗ warf.“(Lebhafte Zustimmung). Nachdem der Minister noch die Aufhebung der katholischen Ab- theilung des Cultusministeriums gerechtfertigt hat, schließt derselbe:„Unter den jetzigen Umständen Frieden schließen, hieße einen Frieden schließen um den Preis der Staats- Souveränetät. Die Re⸗ gierung wird auf den jetzt verfolgten Prineipien stehen bleiben, rechnet dabei auf die Unterstützung des Landtages und bittet um Ablehnung der An; träge.“(Lebhafter Beifall). Eine von den Ab- geordneten Virchow und Rickert über die Reichen sperger'sche Resolution beantragte, von Löwe befürwortete motivirte Tagesordnung wurde darauf nach einer heftigen Erwiderung Windthorsts auf die Rede des Cultusministers bei namentlicher Ab- stimmung mit 288 gegen 95 Stimmen angenommen. Der Cultusminister bringt sodann einen Gesetzent— wurf auf Einführung der obligatorischen Eivilehe, wozu die Regierung, wie der Minister erklärt, durch ernste Erfahrung veranlaßt worden sei, ein, und wird die Sitzung aufgehoben. — Der„Staatsanzeiger“ enthält ein Bulletin aus Dresden vom 10, d. früh, wonach in dem Befinden der Königin Elisabeth von Preußen, welche seit 4 Wochen an akutem Lungenkatarrh leidet, plötzlich eine wesentliche Verschlimmerung eingetreten ist. Athemnoth und Husten nehmen beträchtlich zu und sind die Symptome um so mehr Besorgniß erregend, als die Königin seit Jahren an einem ausgesprochenen Herzfehler leidet. — Der„Prov. Corresp.“ zufolge ist die An⸗ klageschrift gegen den Erzbischof Ledochowakti ab⸗ gefaßt und wird unverweilt an den Gerichtshof gelangen. Posen. Die Gesammtzahl der vom Grafen Ledochowski widerrechtlich angestellten Geistlichen beträgt nach der„Posener Ztg.“ jetzt 60. Wie ebenda verlautet, soll der Erzbischof nicht nur im Schrimmer, sondern in allen Kreisen seiner Diö— cese für die bevorstehenden Reichstagswahlen von den Ultramontanen als Kandidat aufgestellt werden, so daß es scheint, als ob die polnisch⸗ultramontane Partei eine Art Plebiscit zu Gunsten des Erz⸗ bischofs in seiner Diöcese veranstalten wollte. Wiesbaden. In einer am 1. d. Mts. veranstalteten Sitzung des Lokal- Protestanten- Vereins wurde u. A. beschlossen, der hiefige Pro- testantenverein begrüße die Abhaltung des deutschen Protestantentages für 1874 in hiesiger Stadt mit Freuden: als wünschenswerth wurde bezeichnet, daß die Abhaltung in die zweite Hälfte des Sep⸗ tembers falle. Stuttgart. Das Gesammtministerium bat eine Note an das Abgeordnetenhaus gericktet, worin letzteres aufgefordert wird, eine Commission zu ernennen, die über eine Veränderung der sinan— ziellen Stellung des Hoftheaters berathen solle. Die Note führt aus, daß die Civilliste jährlich 200,000 fl. zur Erhaltung des Theaters zuschieße und erscheine dieser Zuschuß im Verhältniß zu dem übrigen Aufwande der Civilliste zu boch. Im äußzersten Falle wäre eine Schließung des Theaters der Fortdauer des jetzigen Zustandes vorzuziehen. Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien. Es stebt fest, daß Franz Joseph am 6. Januar zum Be⸗ such des russischen Hofes nach Petersburg sich be— gibt. Ein Besuch in Petersburg und in Galizien lassen sich selbstverständlich nicht gut vereinigen. Wilhelm und seiner Generale vorgebracht, und Letztere Reise wird daher officibs dementirt. Schweiz. Bern. Eine Verordnung der Berner Regierung verbietet den abgesetzten juras⸗ maligen Beleuchtung zu unterziehen. nimmt die von der Verkbeidigung erörterten Hauptmomente wieder auf, um sie einer noch- (Lachaud sis istli ˖ istli. in und Bazaine nehmen Noten.) Der Regierungs- sischen Geistlichen jede geistliche Verrichtung in und Baze on a allen der Staate aufsicht unterstehenden Lokaliläten Commissär bebt die betreffs der Depesche Lewal's und belegt den Mißbrauch des Privat⸗Gottes⸗ dienstes zur Störung des confessionellen Friedens mit Geldbuße bis zu 200 Francs, unter ange messener Crhöhung im Rückfalle. ö — Hier ist das Gerücht verbreitet, daß der Bundesrath bezüglich der neusten Encheliea des Lachaud aus dem Umstande, herrschende Verwirrung hervor, verbreitet sich noch- mals über den Zwischenfall Regnier, dessen Wichtig ⸗ keit er darlegt, und erkennt das patriotische Ver⸗ halten der Kaiserin Eugenie rühmend an. Im Uebrigen weist er das Unzutreffende des von daß sich die Armee Papstes beschlossen habe, dem päpstlichen Nuntius in einem verschanzten Lager befunden, abgeleiteten sei a lien; der diesbezügliche Beschluß Argumentes nach.—. Vor e de kü ö ien, welche 8 Uhr Abends eintreten soll, solle aber erst Sonnabend veröffentlicht werden. Frankreich. Paris. Der„Indépend.“ schreibt man von hier: Eine Krisis sei fast unver⸗ meidlich Angesichts der rogalistischen Petitions⸗ Bewegung. der Legitimisten in Versailles statt, welche Cham⸗ bord's Proclamirung zum König erstreben. A Suspendirung der nimmt Bazaine das Wort and sagt:„Ich trage zwei Worte auf meiner Brust: Ehre und Vater land. Ich habe 42 Jahre meinem Lande gedient, Es finden tägliche Zusammenkünfte ohne gegen diese stolze Devise zu verstoßen. Ich habe, ich schwöre es vor Christo, Frankreich nie⸗ lle mals verrathen.“— Dem Kriegsgericht wurden folgende vom Präsidenten vorgelegt: Fragen Geschäfte liegen darnieder. 1) Ist Bazaine schuldig, am 28. October 1870 — Meldungen zufolge, die der„Agence Havas“ aus Madrid zugehen, ist Santa Cruz in der Nähe von San Sebastian als Bandenführer auf⸗ getaucht und hat den Carlistenchef Ytarbe gefangen genommen. Ferner verlautet, Santa Cruz habe den Carlistengeneral Lizzaraga in einem Gefecht geschlagen. General Lopez Dominguez hat das Commando der Belagerungs⸗Armee von Cartagena übernommen. Versailles. Die Regierung begünstigt die bonapartistische Absicht, Gambetta und Trochu in Anklage⸗Zustand zu versetzen. Die Präfecten sind in diesem Sinne in der Provinz thätig. Trianon, 9. Dez. Prozeß Bazaine. Lachaud verliest ein Attestat des Prinzen Friedrich Karl vom 28. November d. J., worin dieser bezeugt, daß Bazaine niemals zu den deutschen Vorposcen gekommen sei. Lachaud verliest ferner ein vom 6. Dez. datirtes Schreiben des Prinzen, worin dieser versichert, daß er für Bazaine eine große Achtung empfinde. Jachaud weist nach, daß der hohe Mannschafts Stand und der Mangel an Lebensmitteln in Metz nicht erlaubt hätten, einen Durchsbruchs⸗Versuch zu machen; diese Umstände hätten gerade die Unterhandlungen nothwendig ge⸗ macht. Bezüglich der Mission Boyer's in Ver sailles constatirt Lachaud, Boyer sei einzig und allein einer militärischen Convention wegen dorthin gegangen; Fürst Bismarck habe die Frage ver⸗ rückt und auf politisches Gebiet hinübergeführt; es habe sich nicht um die Restauration des Kaiser⸗ reichs, sondern darrm gehandelt, eine von Frank- reich anerkannte Regierung zu finden, welche sowohl für die sociale Ordnung als auch Preußen gegen⸗ über die nothwendigen Garantien bieten konnte; denn Preußen habe zum Unglück die Macht ge⸗ habt, seinen Willen aussprechen zu können. Lachaud wirft sodann der Anklage vor, daß sie Das, was an der Haltung der Kaiserin so hoch bewunderns⸗ werth gewesen sei, nicht genug hervorgehoben habe, und fügt hinzu, das sei nicht eine Sache der Politik, sondern der Erkenatlichkeit. Hieran an⸗ schließend entwickelt Lachaud des Längeren die Be⸗ mühungen der Kaiserin gegenüber dem König Wilhelm und dem Fürsten Bismarck. — 10. Dez., Mittags. Prozeß Bazaine. Lachaud bespricht die Fahnen⸗ Angelegenheit, sagt, daß die von Bazaine gegebenen Befehle nicht aus⸗ deren Obercommandant er war, mit dem Feinde capitulirt und die Festung Metz, übergeben zu haben, ohne vorher alle Vertheidigungs⸗ Mittel erschöpft und Alles, was Pflicht und Ehre ihm vorgeschrieben, gethan zu haben? 2) Ist Bazaine schuldig, im offenen Felde capitulirt zu haben? 3) Führte diese Capitulation zur Waffenstreckung der Armee? 4) Hat Bazaine vor Anknüpfung der mündlichen oder schrifclichen Unterhandlungen Alles gethan, was Pflicht und Ehre ihm vor- geschrieben? Das Kriegsgericht bejahte einstimmig die drei ersten und verneinte die 4. Frage, worauf der Präsident die Stimmen für die zu erkennende Strafe sammelte und dann das Urtheil im Sitzungssaale verkündete. Bazaine ist vom Kriegs- Gericht schuldig erklärt der Capitulation von Metz und der Feld⸗Armee, ohne Alles zu thun, was Pflicht und Ehre vorgeschrieben, und demgemäß einstimmig zum Tode und zur Degradation verurtheilt. Nach Fällung des Urtheils haben alle Mitglieder des Kriegsgerichts ein Gnadengesuch unterzeichnet. Man versichert, daß der Herzog v. Aumale sich alsbald zu Mae Mahon begeben habe, um ihm das Gesuch zu übergeben. Bazaine hörte der Verlesung des Urtheils zwar in großer Aufregung zu, zeigte aber eine muthige Haltung. Er bat nur, seinen Sohn 24 Stunden bei sich behalten zu dürfen. Eine Revision des Urtheils beantragte er nicht. Der Präsident der Republik wird am 11. Dec. über das von allen Mitgliedern des Kriegsgerichts unterzeichnete Gnadengesuch Entscheidung treffen. Avignon. Hier haben Verhastungen statt: gefunden, die mit einem Complotte gegen die Sicherheit des Staates in Verbindung stehen sollen, das kürzlich in La Palud entdeckt wurde. Dänemark. Kopenhagen. Am 9. d. haben die Setzer der Reichstagsbuchdruckerei die Arbeit eingestellt. Man erwartet einen allgemeinen Strike der bei den Zeitungen beschäftigten Setzer. Spanien. Madrid. Vom Sonntag bis zum Montag haben die Belagerungstruppen vor Cartagena 310 Geschosse in die Stadt geworfen und die Belagerten haben mit 121 Geschossen ge⸗ antwortet.—„Die Generale Moriones und Loma Vera besetzt. Mehrere Gießereien wurden in Brand geführt worden seien, zichtet dann einen Angriff gesteckt.— Arichulagui wurde genommen und von gegen das Verhalten des Generals Soleille und den republikanischen Truppen verbrannt. schließt seine Vertheidigungsrede, indem er betont: Die Armee habe nicht im offenen Felde capitulirt, hierauf setze der Artikel 210 des Militär ⸗Straf⸗ 14,000 Mann werden am 10. d. aufbrechen, um Tolosa zu verproviantiren. Die Grenze ist vollsändig von Carlistenbanden frei.“— So lautet ein Tele- gesetzbuches die Todesstrafe, derselbe sei hier nicht gramm aus St. Jean de Luz vom 9. d. und anwendbar. Die Sitzung wird bis Nachmittags wenn sich diese Nachrichten bestätigen, so würde 1½ Uhr vertagt. Man glaubt, das Urtheil werde damit bewiesen sein, daß die Regierungstruppen heute Abend gefällt werden. auf dem nördlichen Kriegsschauplatze in den letzten — 10. Dec. Proceß Bazaine. Nach der Ver- Tagen sehr beträchtliche Fortschritte gemacht haben. theidigungsrede Lachaud's ergreift der Regierungs⸗ — Die Regierung hat ein Telegramm aus haben ihre Vereinigung bewerkstelligt und die Stadt so will man auch schon dem Col di Tenda zu Leibe geben, und nach hundert Jahren haben wir wohl ebensobiele Tunnels als große Alpenpässe. Dieser Tage ist ein Ingenieur dahier eingetroffen, um Namens einer Actien-Gesellschaft die Concesston zu einer Bahn von Coni nach Ventimiglia, Mentone und Nizza durch den Col di Tenda zu erwirken. Die Gesellschaft zählt gute Namen und verfügt, was die Hauptsache ist, über bedeutende Summen. Solchen gegenüber gibt es aber keine technischen Schwierigkeiten mehr. Amerika. New Nork. Die Fregatte „Cammdagua“ geht nach Cuba ab, um den„Vir⸗ ginius“ zu übernehmen, Aus Stadt und Land. Gießen. Am 9. December wurde ein biestger Arzt bei einem Spaziergange von plötzlichem Unwoblsein be⸗ troffen. Er stürzte zusammen und ehe man ihn in ein nahegelegenes Haus brachte, war er schon eine Leiche. Der Schrecken der Frau und Kinder, welche bei ihm waren, läßt sich nicht beschreiben. Darmstadt. Am 10. Decbr. wurde auf der Frank⸗ furterstraße, in der Nähe der Wegunterführung der Oden⸗ waldbahn, ein hochbejahrter Mann, Namens Adler von Arheilgen, von 2 bereits ermittelten Arbeitern unter Um⸗ ständen bedroht, resp. angegriffen, welche die Handlung, die einen Beinbruch des Angegriffenen zur Folge hatte, als Raubanfall qualificixen dürften. Das Weitere wird die anhängige Untersuchung ergeben. 258 Darmstadt. In dem Local des Herrn J. B. Trier in der Ludwigstraße ist ein Cabinets⸗Stück ersier Classe zur Ansicht ausgestellt, nämlich ein Tyronsessel des Kaisers Napoleon III. Derselbe war, wie wir schon einmal früher erwähnten, im Jahre 1867 bestellt und arbeiteten die Ver⸗ fertiger, geb. Deutsche, daran mehrere Jahre. Als Na⸗ poleon bei Sedan Reich und Krone verlor, war der Thronsessel fast vollendet, konnte aber dann nicht mehr an den Mann gebracht werden. Da der Verferliger auch von verschiedenen fürstlichen Höfen, walchen er die in jeder Beziehung reiche und prachtvolle Arbeit anbot, abschlägigen Bescheid erhiell, wird er ihn nunmehr einer Verloosung aussetzen. Loose auf den Thron Napoleons sind also jetzt à l fl. in obigem Geschäft zu haben. Der Sessel teprä⸗ sentirt abgesehen von der künstlerischen Ausführung einen Werth von 10,000 Fres., da die kaiserlichen Embleme von gediegenem Gold und Silber gefertigt sind und die Seidenstickerei das Prachtvollste ist, was auf diesem Ge⸗ biete geleistet werden kann. Allerlei. München. Die Cholera ist dahier in Bedenken er⸗ regender 1 in Zunahme begriffen. Vom Sonntag den 7. d. M. bis Montag den 8. Abends sind 53 Er⸗ krankungen(GSesammtzahl 1500) und 24 Todesfälle(Ge⸗ sammtzahl 672) zur Anzeige gelangt. Von den 14 Poli⸗ zeibezirken, in welche München eingetheilt ist, wurde im Laufe des gestrigen Tages auch der letzle seuchenfreie Be- zirk von der Choleraepidemie heimgesucht.— Der Pfarrer von St. Anna in München, Pater Helanus, ein sehr be liebter Geistlicher, ist an der Cholera erkrankt. N Homburg in der Pfalz. Unser Städchen befindet sich seit den 8. Decbr. in großer Aufregung durch einen gräßlichen Mord, verübt an der Person der Wittwe des Blerbrauers Schwarz dahter. Dieselbe vewohnte zur Zeil ihr großes zweislöckiges Haus allein. Im Verlauf des gestrigen Vormittags fand man dieselde in ihrem 115 bei offener Thür erwürgt auf dem Boden liegen— 55 eigenes Halstuch war ihr mit großer Gewalt in der Mund gedrückt und der Hals trug viele beutliche Spuren von Gewallthätigkeit. Der Mord scheint Abends kurz vor dem Schlafengehen begangen worden zu sein, da die Ermordete noch die Unterkleider trug, blos das Oberkleib ausgezogen hatte, und das Bett noch unberührt 25 Was den Mörder zu der That trieb, ist noch unaufgehellt; don einer Entwendung war bis jetzt noch keine Spur u entdecken. 3. i 0 Löbau in Sachsen. Man schreibt von hier 1 5 4. December: Nachdem gesiern Abend eine m' mehreren hundert Frauen aller Stände besuchte. 5 ung ssatigefunden hatie, welche mit Ceust 0 e. mitlel⸗Frage beriethen, brachte der heutige 0 f 8 leider iumultuarische Scenen. Während min au 15 inen Seite erkläcte, man werde heute nicht mehr als 22 Syr. für die Buller bezahlen, wellie man davon auf der andern Seile nalürlich nichts wissen. Die Wah erhitzten sich, Schimpfreben fielen hüben und du 155 immer dichter wurde der Menschen⸗Knäuel, der in der beiden Straßen, in welchen der Bufter⸗Veikauf 0 hin und her wogte, immer toller wurde der Lärm, Butler⸗ Stückchen dienten als Wurfgeschoß, bis man schließlich zu Thätlichkeiien überging. Die Polizei mußte einschreiten und verhaftete auch zwei Personen. Die Butter⸗Verkäufer behaupteten das Feld und den Preis. —— A. 1; 5 5 N ig sind die Erfolge, selbst bei den schwierig⸗ Comaifsal General Poutcet das Wort zu seiner Washington empfangen, welches die Abschließung Großartig sten Kranthelten, welche durch das 5 Replik. Derselbe weist die Insinuationen Lachaud's, eines Uebereinzommens über Zeitpunkt und Formen als ot er sich von politischer Gehässigkeit habe der Rückgabe des„Virginius“ meldet. leiten lassen, zurück, macht ie dem Vertheidiger zum Vorwurf, daß Italien. Ron. Kaum haben die Arbeiten rühmte, illustrirte Buch:„Dr. Airy's Natur⸗ heilmethode“ erzielt wurden, wir empfehlen dasselbe daher dringend allen Kranken. Preis nur 10 Sgr.; vorräthig in jeder guten Buchhandlung. Man 1 901 5 44 Zeugnisse des Kaisers zur Durchführung des St. Gotthardt betzonnen,„ie heutige Annonc“. 1