Die Petitzeile Artisblalt sür den Kreis Kriedberg. Erscheint jeden 1 wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Dienstag, Donnerstag und Samstag. hielt— it zählt 11 an. Amtlicher Theil. de beiteffend: Den Voranschlag des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds für 1873. Friedberg den 9. Mai 1873. — Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg bann an d ie ee en ge lei ache u ie rich e we er st aun de des Kreis. 175 diet* Den in Abdruck nachstehenden Auszug über die repartirten Gelder für 1873 theilen wir Ihnen unter der Auflage mit, die einzelnen Beträge b unsere Gelegen. peit erforderlich, hiermit eröffnet. n Kennt⸗ ids wird ugt, den 3 1 nes reichen Kirche zu Assenbeim 1 fl. 32 kr.— Kirche zu Bauernheim 27 kr.— Kitche de babier J Bönfiadt 2 fl. 21 kr.— Kirche zu Bruchenbrücken 1 fl. 5 kr.— Kirche zu Butz⸗ tegesptäc. ch 57 kr.— Kugelbausfonds zu Butzbach 1210 fl. 3 kr.— Kirche zu Dorheim VAudte aber kr.— Kirche zu Fauerbach b. Fr. 2 fl. 21 kr.— Kirche zu Fauerbach v. d. d. aus der Zu s a im me n st Münzenberg 3 fl. 38 kr. ur Zahlung an die einschlägigen Großherzoglichen Distriktseinnehmereien den betreffenden Kirchenrechnern in Ausgabe zu deeretiren; Credit wird, so⸗ Ter a p p. e Illun g A u der auf die evangelischen Kirchen⸗ und milden Stiftungsfonds für das Jahr 1873 ausgeschlagenen Beiträge für kirchliche und geistliche Zwecke. — Kirche zu Nauheim 4 fl. 58 kr.— Kirche zu Nieder ⸗ Rosbach 43 kr.— Kirche zu Nieder ⸗Weisel 23 fl. 47 kr.— Kirche zu Nieder⸗Wöllstadt 1 fl. 46 kr.— Kirche zu Ober⸗Roesbach 32 fl. 3 kr.— Kirche zu Ossenheim 1 fl. 19 kr. — Kirche zu Ostheim 13 fl. 40 kr.— Kirche zu Pohl⸗Göns 54 kr.— Kirche zu Krankheit fl. 13 kr.— Kirche zu Florffadt 444 fl. 10 kr.— Stadlkirche zu Friedberg J Reichelsheim 144 fl. 44 tr.— Kirche zu Schwalheim 136 fl. 3 kr.— Kirche zu Schwestern fl. 59 kr.— Burgkirche zu Friedberg 1 fl. 29 kr.— Pia corpora zu Friedderg[ Södel 1 fl. 35 kr.— Kirche zu Staden 120 fl. 16 kr.— Kirche zu Steinfurth gen. In 3 fl. 36 kr.— Kirche zu Gambach 2 fl. 7 kr.— Kirche zu Griedel 6 fl. 9 kr. 59 kr.— Kirche zu Trais⸗Münzenderg 14 fl. 29 kt.— Kirche zu Weckes helm un rad, 2. Kirche zu Hoch Welsel 2 fl. 7 kr.— Kirche zu Langenhain 20 fl. 53 kr.— 10 fl. 23 kc.— Kirche zu Wohndach 144 fl. 2 kr. dem Kopf nac zu Melbach 6 fl. 12 kr.— Kirche zu Münster 2 fl. 10 kr.— Kirche zu zuklich ge⸗ Kattollten, Deutsches Reich. Leichenhof . Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- det Träger Ungsblatt Nr. 21 enthält: beimwert I. Verordnung, die Civil-Versorgung und Civil-An⸗ zelten aus, siellung der Militärpersonen des Heeres und der Marine t auf ben ahm Feldwebel abwärls betreffend. dertunkn. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums er beigen det Innern, Abänderung der Statuten der Bank für e und an f odeutschland betreffend. a nieder“ III. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission chlutut it Postangelegenheiten, die Errichtung einer Kaiserlichen ae Sduser Rstagentur zu Trebur betreffend. euern d IV. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche zubtmündet Hiheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am ot aufwärts 2 April den Schullehrer an der evangelischen Schule zu falen und Ssshenhausen, im Kreis Schotten, Philipp Pfeiff, auf sein Haus, un güchsuchen in den Nuhestand zu versetzen. neben det V. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: über den Phrrstelle zu Westhofen, im Dekanate Worms, mit einem Schlaf er ähelichen Einkommen im Anschlage von 945 f 15 kr. in Riten Darmstadt. Versetzt wurden der Postamts⸗ die evang. auffälligen 2 1 7 23 Ortes und e J. Ph. Schmitt von Gießen nach Leipzig. die Absch, Agenommen wurden: V. Broß von Alsheim und gfältig nach Schäfer von Nack als Postgehülfen, Gemeinde⸗ 44 nehmer Präfried in Echzell als Postagent, Carl 15 als Landbriefträger in Darmstadt, J. Jasstl schberg als Landbriefträger in Groß⸗Rohrheim, Deibert als Stadtpostbote in Mainz und J. ina.(Ewald als Landbriefträger in Trebur. Frei⸗ ee Ober, dilig sind aus dem Postdienste geschieden: der pete c kan dbriefträger Kirsch in Groß-Rohrheim und der uber un postschaffner Kratz in Mainz. Der Landbriefträger „1 ech in Darmstadt ist unfreiwillig aus dem Post⸗ 1 l. aste gesch ieden. Der Postagent Schaaf in Echzell in die Classe der Postgehülfen zurückgetreten der Landbriefträger Petermann in Groß— Olrau ist gestorben. f 0— Der von der Synode niedergesetzte Aus- b ist in voller Thätigkeit, die einzelnen Referate inn beendigt, und beschäftigt sich der Ausschuß den seit mehreren Tagen in täglichen langdauern- en Sitzungen mit der Beschlußfassung ꝛc. darüber. „* Bälde wird diese Berathung und Beschluß⸗ asung abgethan sein und dann der Bericht erstattet . düden. Wann die Spnode selbst zusammentreten 1. dd, ist noch ungewiß. ö 4, 3 6— Der„Darmst. Zeitung“ wird aus Berlin 11 Aegraphirt, der Bundes rath habe einstimmig be— N. en 4% Panntlich soll zu Mainz ein„Kriegsbahnhof“ Vorkehrungen ihren Mittelpunkt finden sollen. Eine erhöhte Bedeutung erhält dieses großartige Project durch ein anderes, dessen Ausführung jetzt gleichfalls, und zwar für hiesige Stadt, gesichert ist. Es handelt sich nämlich um eine Conserven⸗ Fabrik von solchem Umfange, daß der Bedarf einer Armee an Mannschafts⸗ und Pferde⸗Rationen vollstaͤndig aus derselben befriedigt werden kann. — Zur Errichtung einer festen Landverkehrs⸗ brücke, deren auf 1 Million Thaler veranschlagter Kostenaufwand sich jetzt wohl erhöhen dürfte, hat die Regierung ein gemeinschaftliches Vorgehen aller dabei interessirten Factoren ins Auge gefaßt. Bezüglich der anerkannten strategischen Wichtigkeit eines solchen dritten Rhein-Ueberganges innerhalb der Festung sind in Berlin bereits die Unterhand⸗ lungen mit dem Kriegs- und dem Handelsministerium (letzteres als Oberbehörde der Taunusbahn⸗Ver⸗ waltung) eingeleitet. Mit der Ludwigsbahn ⸗Ver⸗ waltung zu verhandeln, ist das hiesige Kreisbauamt angewiesen worden. Berlin, 8. Mai. Der Reichstag setzte heute die Berathung des Münzgesetzes fort. Die§§. 3 bis 11 und 14 bis 17 wurden ohne Discussion unverändert, die§§. 12 und 13 mit redectionellen Amendements von Bamberger angenommen. Zu §. 18 erklärte Staatsminister Delbrück das Ein⸗ verständniß der Bundesregierungen mit der Ein- ziehung der Banknoten, wenn der Einziehungs⸗ termin über den 1. Jan. 1875 hinaus angemessen verlängert werde, sowie deren Ersatz durch Hundert⸗ marknoten. Nach langer Debatte, in welcher Finanzminister Camphausen für eine von der Bank⸗ notenfrage abweichende Regelung der Staatspapier⸗ geldfrage eintrat, wurde die Vertagung der Berathung über§. 18 und die zum Gesetze bean⸗ tragten Resolutionen beschlossen. — Das Abgeordnetenhaus hat am 10. d. fast ohne Debatte angenommen: den Antrag wegen Rückgewährung von Kriegslasten, den Antrag wegen Besoldung für die Lehrer an den Strafanstalten, den Antrag wegen Beförderung der Pferdezucht und den Antrag der Budgetcommission wegen Aufhebung des Chausseegeldes. — Bismarck's Zustimmung zu dem Gesetz über die Civilehe und die Civilregister ist neuer⸗ lich constatirt. B — Am 3. d. erlebte der preußische„Buß- und Bettag“ sein hundertjähriges Jubiläum. Der- selbe, ebenso wie das Ernte⸗Dankfest, wurde durch Allergnädigsten Specialbefehl“ von den Ministern v. Zedlitz und von Dörnberg angeordnet. — Wie die„Spen. Ztg.“ erfährt, hat das Staatsministerium in der Tabak- und Börsen⸗ von der Vorlegung betreffender Entwürfe als Er⸗ satz der Salzsteuer abzusehen sei. — Der am 13. v. M. 89 Jahre alt ge⸗ wordene Feldmarschall Graf Wrangel ist von seinem neulich gemeldeten Schlaganfall soweit wieder hergestellt, daß er schon Ausfahrten unternimmt. — Dem Vernehmen nach hat sich die Special⸗ Untersuchungs⸗Commission bezüglich des Eisenbahn⸗ concessionswesens gegen die Uebertragung desselben auf das Reich ausgesprochen. Dagegen dürfte eine der nächsten practischen Folgen der Unter— suchung die Trennung der Verwaltung der preu⸗ ßischen Staatseiseubahnen von derjenigen Behörde sein, welcher die Coneessionsertheilung obliegt. Köln. Die„Köln. Volksztg.“ veröffentlicht das Sendschreiben der(am Grabe des h. Boni⸗ facius) in Fulda versammelten Bischöfe vom 2. Mai. d. J. Es ist unterzeichnet von den Erz⸗ bischöfen und Bischöfen von Köln, Gnesen, Bres⸗ lau, Limburg, Fulda, Mainz, Paderborn, Trier, Osnabrück, Freiburg, Ermland, Münster, Hildes⸗ heim und dem Vertreter des Bischofs von Kulm und ermahnt vorzüglich zum Gebete. Stuttgart. Gerüchte über Depositenkün⸗ digung seitens hiesiger Institute sind unbegründet. Die Situation des hiesigen Platzes ist befriedigend. Geldstand, abundant Disconto Stuttgart Frank⸗ furt comptant anzubringen. Die laufenden En⸗ gagements sind sehr gering. Ausland. Oesterreich. Wien. Die beiden Dele⸗ gationen erzielten eine vollkommene Uebereinstimmung bezüglich des gemeinsamen Budgets, ausgenommen zwei Punkte: 1) Die Anschaffung der Werndl⸗ gewehre, wobei die Reichsraths⸗ Delegation die Kosten für 75,000, die ungarische Delegation aber nur für 50,000 Gewehre bewilligte und 2) die Creditüberschreitungen bei dem Titel„Militär- grenze“ pro 1870— 71, für welche die Reichs- raths- Delegation, entgegen dem Beschlusse der ungarischen Delegation, die Indemnität verweigert. Demnach ist eine gemeinsame Abstimmung erforderlich. — Das Resultat der Stimmengleichheit bei der gemeinschaftlichen Abstimmung der beiden Edict vom 28. Januar 1773 auf„Sr. Majestät * Delegationen ist die Nichtbewilligung der(öster⸗ steuerfrage sein Votum abgegeben, daß für jetzt — 2 r —— 1. — i— reichischerseits votirten) höheren Summe zur An ⸗ schaffung der Werndlgewehre und die Nichtertheilung der Cungarischerseits votirten) Indemnität für die Differenz der Militärgränze. s — 9. Mai. An der Börse herrschte heute furchtbare Aufregung. Die Bankiers Rothschild und Schey wurden insultirt. Die Börsenbesucher fertigten eine Deputation an den Finanzminister ab. Das Börsencomptoir Petschek hat mit 16,000 Stück flottanten Actien fallirt. Ebenso werden noch eine Masse anderer Fallissements gemeldet. — 9. Mai. Die beute Abend stattgehabte Versammlung der Bankhäuser und Banquiers be · schloß behufs Beseitigung der Börsen⸗Krisis die Feststellung eines Compensations- Courses für die vorgefallenen Insolvenzen, wonach die Effecten anstatt der executiven Veräußerung vom Kostnehmer in beiderseitigem Einverständnisse zu übernehmen sind. Die anwesenden Banken und Banquiers erklärten, das schonendste Verfahren bei Kündigung und Zuschußforderungen beobachten zu wollen. Eine sofortige Subscription zur Erleichterung der Prolongation ergab 12 Millionen. Morgen werven mit dem Finanzminister und der Nationalbank Verhandlungen wegen den weiteren Maßnahmen erfolgen. — Das Bankeomite hat die Absicht, einen Garantiefonds von 30 Millionen zu beantragen, den das Finanzministerium vorstrecken soll und für den sich sämmtliche Banken solidarisch haftend er⸗ klären sollen. Der Finanzminister versprach aus ⸗ giebige Hülfe, besonders für den Fall der Bedrohung der Handelskreise. — Das„Neue Wiener Tageblatt“ meldet als authentisch bestätigt: Die Nationalbank beschloß, dem Executivcomite der Börse 5 Millionen bis zum 31. Juli gegen börsenmäßige Wechsel oder statutenmäßige Effecten zu 7 pCt. vorzustrecken. Der Finanzminister empfing das Executivcomite am 10. d. M. und stellte demselben im An⸗ schluß an den Vorschuß der Nationalbank 3 Mil lionen gegen Effecten bis zum 31. Juli zur Verfügung. Schweiz. Bern. Die Regierung von Wallis hat gegen die vom Bundesrathe angeordnete Ver⸗ steigerung der Ligne d' Italie Protest erhoben. Frankreich. Paris. Thiers macht den Radikalen in Bezug auf Wahlreform und Senat keine Concession.— Der Prozeß Bazaine soll niedergeschlagen werden.— Die Börse ist etwas günstiger. — 9. Mai. Die morgige Sitzung der Per- manenztommission wird ohne ernstere Interpellation verlaufen. Man versichert neuerdings, das Mini⸗ sterium werde durchaus in der bisherigen Zu⸗ sammensetzung vor die Kammer treten und daß alle Gerüchte betreffs einer vorher eintretenden Cabinetsreränderung unbegründet seien. — 300 Mann deutscher Truppen mit sechs Kanonen haben Beaucourt bei Belfort besetzt, weil dort Dragoner, welche einen deutschen Deser⸗ teur verhaften wallten, insultirt und mit Steinen beworfen wurden.— Das„Bien public“ wieder⸗ holt, betreffs der constitutionellen Gesetze sei noch nichts abgemacht. Es weist zugleich auf die Noth⸗ wendigkeit der Constituirung einer endgültigen Regierung bin, und spricht die Ueberzeugung aus, daß sich in der Kammer eine Majorität dafür bilden werde.—„Bien publie“ bestätigt, daß die Expedition gegen Marokko in Felge der englischen Vermittlung nicht Statt finde. — Man beabsichtigt, aus Reims eine Festung ersten Ranges zu machen und in der Nähe der Stadt ein großes verschanztes Lager anzulegen. Alle in der Umgegend liegenden Anhöhen, wie der Berg Belrupt, welcher die Landstraßen don Reims nach Mézidres und Givet und die von Reims nach Vouziers, die Route nach Chalons und die Eisenbahnlinien von Rethel, Vouziers und Metz beherrscht, der Berg Brimont, das Ge⸗ birge Saint⸗Thierry und der Reimser Berg, sollen bifestigt werden. Außerdem soll die Stadt von einer größeren Anzahl von Focts und Redouten umgeben und so zu sagen uneinnehmbar gemacht werden. einen Gesetzentwurf vorgelegt, in welchem die Be⸗ willigung des Kredits von 5½ Millionen für die Expedition gegen die Atchinesen gefordert wird. Norwegen. Christiania. Das Storthing hat nach zweitägigen Debatten die skandinavische Münzconvention mit 58 gegen 51 Stimmen abgelehnt. Italien. Rom, 9. Mai. In Folge eines neuen Unwohlseins konnte der Papst heute den Führer der französischen Pilger nicht empfangen. Donaufürstenthümer. Buk are st. Boerescu ist zum Minister der auswärtigen An⸗ gelegenheiten, Costa-Foru zum rumänischen Agenten in Wien ernannt worden. Rußland. Petersburg. Kaiser Wilhelm reistt am 8. d. M. Abends 7 Uhr von Gatschina in bestem Wohlsein ab. Das Eintreffen des Kaisers in Berlin erfolgt Sonntag früh 1 Uhr. Amerika. Washington. Der Gouver⸗ neur von Louisiana, Killog, meldete dem Präsi⸗ denten Grant telegraphisch, daß Louisiana einer Anarchie und Umwälzung entgegengehe. General Sherman und der Secretär der Marine, Mobeson, sicherten militärische Verstärkungen zu. New Nork. Die Modots sind den ameri' kanischen Truppen richtig entschlüpft, und diese haben nach drei Tagen vergeblicher Anstrengungen die Verfolgung aufgegeben. Die Indianer haben sich in kleine Abtheilungen aufgelöst, die auf Raub und Mord im Gebiete des weißen Ansiedlers umherstreifen. Der betreffende Theil Californiens ist in Folge dessen ganz unsicher.„Capitän Jack“, der Häuptling der Modocs, läßt durch Boten die anderen Stämme aufreizen. Es ist nämlich unter den Indianern an der Pagisicküste der Glaube verbreitet, daß die Ankunft ihres Messiah(„der kommende Mann“), der sie von der Herrschaft der Weißen befreien soll, bevorstehe. Alte Krieger und ihre Aerzte haben schon lange von einer solchen Ankunft gesprochen, und in den letzten drei Jahren hat sich der Glaube daran ganz allgemein derbreitet. Ein neuer Gott und eine neue Religion sollen ihnen nach diesen Lehren zu Theil werden; alle todten Indianer sollen auferstehen, und zahl⸗ reicher sodann, werden sie alle Weißen besiegen und tödten und das alte Indianerleben wieder führen. Frankfurt. Hr. Eduard Fay von hier hat ein Pfund Heller erworben, welches bei dem Abbruch eines Bauernhauses in Oberhessen aufgefunden wurde. Herr E. Fay wird dasselbe auf der großen Bockenheimergasse im Erker des Herrn Gold- und Silberarbeiters Lattermann ausstellen. Die fraglichen Heller sind aus Silber und jühren auf der einen Seile ein Kreuz, auf der andern eine Hand. Unter dem Funde sind nur einzelne Stücke, die das Wormser Zeichen: einen Bischof mit dem Schwerte in der Hand, tragen. Ein solches Pfand bestand aus 1000 Stück. Mannheim. Der„Mh. Anz.“ meldet, daß Friedrich Hecker am 10. d. M. New⸗Mork verlassen hat und somit am 20. und 21. b. in Bremen eintreffen wird. München. In der am 10. Mai stattgehabten Ver⸗ sammlung ber Ganigläubiger der Spitzeder'schen Concurs⸗ masse wurde seitens des Gerichts der Stalus vorgelegt; derselbe beziffert die Activa mit 1,974,000 fl., die Passiva mit 10,098 300 fl., ergibt mithin eine Ueberschuldung von 8,089,300 fl. Pest. Der Schuldtragende an dem entsetzlichen Eisen⸗ bahn⸗ Unglücke, dem so zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen, ist der Verkehrsdeamte Gustav Biedermann auf der Station Steinbruch; derselbe wurde von der Oberstadihauptmannschaft vernommen und auf Grund seines Geständnisses sofort in Haft behalten. Sämmlliche Pester Blätter dringen mit Bezug auf den traurigen Un⸗ glücksfall auf Verpflichtung der Eisenbahn zur ausreichendsten materiellen Entschädigung. Am 6., Morgens 8 Uhr, schon halte Biedermann den Auftrag erhalten, den Maschinen⸗ führer des von Czegled kommenden gemischten Zuges zu avisiren, daß von Steinbruch nach Pest auf dem linken Geleise zu fahren sei, da das rechte Geleise verlegt werde. Vor Eintreffen des Czegleder Zuges ging ein anderer Zug ab, welcher das rechte Geleise passiren konnte und so vergaß Biedermann bei Anlangen des Czegleder Zuges, den Maschinenführer von der Veränderung, daß nur links gefahren werden dürfe, zu verständigen. Ebenso unterließ er auch aus Vergeßlichkeit, diese Veränderung auf der zu diesem Zwecke angebrachten schwarzen Tafel zu notiren. b. Frankfurt a. M., 10. Mai.(Börsenwoche vom 3. bis. 9. Mai.) Nach Abwickelung der Operationen, welche durch die Zahlung der letzten Kriegsrale veranlaßt wurden, athmele die Börse, die kaum den Ultimo mit Holland. Haag, 7. Mai. Die Regierung hat in der heutigen Sitzung det zweiten Kammer seinen Geldsorgen hinter sich hatte, wieder etwas auf reiten. Insolvenzen und Executionsverkäufe folgten bis heute auf 80 gewachsen sein. durch Zusammenschießen einer gegenzutreten, Situation betrachtet. sistirt sei. Diese successive anlangenden Hiobsposten lationseffecten und Bankwerthe, die schließlich gestern eine wahre Panik ausartete. auch Verluste nicht zu vermeiden sein werden, nicht fährdet. gängen betroffen wurden, so sind dieselben, mit der in Vergleich zu bringen. Panik in Banken beeinflußt, verloren. 38— 33 ½. Bahuen mit Ausnahme von hess. Ludwigsbahn sehr günstigen Erfolg. hielten sich ziemlich fest. Loospapiere waren leblos. Ausgeprägtesten trat die flaue Stimmung der Börse heute wieder bedeutende Rückgänge. ebenfalls 1 3% niedriger. 18½% niedriger. die geeignet waren, der Reprise ein schnelles Ende zu be⸗ Wien rasch auseinander und soll die Zahl der Ersieren Der gemeldete Zu⸗ sammentritt einer Anzahl Banken, welche beabsichligten größeren Summe der weiteren Entwerthung der besseren Papier⸗Categorien ent? wurde als ein schlimmes Zeichen der Gestern kam die Nachricht, daß das Börsengeschäft, bis alle Verlegenheiten geordnet, vorläufig 5 Die Position unseres Platzes erscheint indeß durch die Deroute der Wiener Börse, wenn Man hat sich hier gerade von der Speculation in den speciellen Papiergattungen, deren Zusammensturz 1 (in Berlin Bergwerksactien in Wien Baubankactien) eben statifindet, fern gehalten und damit ganz richtig gehandelt. Wenn auch hier z. B. Bankwerthe von sehr starken Rück⸗ 7 Wien eingetretenen colossalen Reaction nicht im Geringsten Von den Speculationseffecten wurden hauplsächlich Credilactien durch die allgemeine während Staatsbahn und Lombarden sich in Folge der guten Mehreinnahmen ziem⸗ 1 lich feslhielten und nur ca. 2— 3 fl. gegen die Vorwoche zur Creditactien variirten zwischen 343—45½ Staatsbahn schwankten zwischen 357¼—59 1 —55½—57¼—54. Lombarden gingen von 204% bis auf 205 und dann von 204 auf 202 herab. Oesterr. Bahnen Folge verkehrten ebenfalls in weichender Tendenz ebenso deutsche 0 und 3,275 Oberhessen. Die Subscriplion auf das Prioritäls⸗Anlehen Ober der bayr. Osibahn bei dem Hause Roihschild batte einen Prioritäten sowie Staatsfonds 96 Am l Bankenmarkte hervor und erfuhren Bankwerthe namen ilich Wir erwähnen Bank⸗ verein 5¼½% Continental 4½% matter; andere blieben Brüsseler/ /, Badische /% höher. Baubank und Leipziger Vereinsbank fest. Oesterr. Nationalbank fl. 28., Oesterr. Bank⸗Gesellschast Amerik. Prioritäten geschäftslos. fein 2 10 — in 4 er⸗ zeugten bier eine matte Stimmung, besonders für Specu⸗ in — ge⸗ — in runge I. eines hes J. meinde für 1 komn Mait Offer Bing ö.. tomm am 2 250 Fr. Von Wechseln London und Wien matter. Von Sorten fangi Golddollars elwas billiger. Bel Verloosung. Wir Brüsseler 100 Francs⸗Loose von 1872. verst Ziebung am 10. April. Haupigewinne: Nr. 263579 Juli, 515000 Fr. Ne. 86944 e 500 Fr. Nr. 6257 10793 der 2 11620 17712 32363 35758 37939 49336 13699 70520 0 77016 87507 117841 124349 127585 134701 228862 161683 174283 186812 187644 190623 213935 224369 224448 233445 247353 249093 248923 2518838 26253) nur 268519 571120 200288 307539 308573 332235 35206? luth. dende wall Mainz, 9. Mai. 16½—167¼ fl., per Mai 168/116 ¼ fl 10/11 fl., per Mai 10¾/ fl., Gerste 1225 Mai 203¼ fl., per Oct. 22 fl. mit Faß; Leinöl 22½ 22½ fl., Mohnöl 36 fl.— Kohlsamen 19— 20 fl. 9098 fl. N Saamen(90 K.) 16 fl. 37 kt.; Kartoffeln(100 K.) 3 fl. 1 ft. drei Zu notiren ist: Waizen effeclt 2 125 fl., Hafer effectiv 5/2— 2 fl., per Mai 57/1 fl — Jiüböl ruhig, effectiv 20/—20½ fl., ohne Faß, pet (wit dorth bertre m 4 heft wärt fünf biß 06 Klersamen wenig Geschäft und unverändert. Repskuchen auf von Johann Maria Farina. hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle zu 8 fl, per Dutzend, 4 fl. 45 kr. per Glas geborsamft. 2 Aecht nölaches Watt ladi Meine Niederlage davon im Compioir des Obe bonn per halbes Dutzend und Johann Maria Farina in Cöln.] doig 0 1 Atit Reisekarten in größter Auswahl bei Carl Bindernage von Deutschland und Europa die * — — E 1 4 N „ und es schien wirklich eine Besserung des Verkehrs ein⸗ treten zu wollen, als von Wien Nachrichten eintrafen, Filet-Becken 1 145 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sch dn eillgen Preisen K. Friedrich maden der Po 0 1 funde