tint ber! Bankem „und cut die I. dapiett us iber. Dau urg. etadsetzung 2 elmdigten Schuldverschreibungen der Sprocentigen ub eihe des Norddeutschen Bundes vom Jahre 1870. (ben ie 89 den durch unsere vielfach verbreitete Bekannt⸗ an, in; gung vom 25. September v. J.(Reichsan⸗ ben ze eier Nr. 228) zur baaren Einlösung am Lane J. Jan. d. J. gelündigten Schuldverschreibungen ie 5 procentigen Anleihe des vormaligen Nord- Iii schen Bundes vom Jahre 1870 ist ein nicht tuheblicher Theil bisher noch nicht zur Ein⸗ „ ae zung eingereicht. Mit Rücksicht darauf, daß eine 10 Elle) 10 ginsung der fraglichen Schuldverschreibungen bt et dem 1. Jan. d. J. nicht mehr stattfindet, 1„„en die Inhaber solcher Schuldverschreibungen 0 805 U dugefordert, dieselben nach Anleitung der gedachten Biden. banntmachung schleunigst zu realisiren. Berlin 1*¹ 1 serrüß 1 1 deu 19. Februar 1873. gil. Pr. Hauptverwaltung der Staatsschulden. St zungen derselben stattfanden, und daß insbe, * Donnerstag den 13. März. M 30. berhessischer Anzeiger. Die Petitzeile Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 10 wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. * 9 . Nr. 6. Andmach dem neuen Reichsstrafgesetz betreffend.— sub 3. Eärfsend.— sub 4. Bekanntmachung, die Vergütung fü dnung, die Advocatur⸗ Friedberg den 11. März 1873. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte i sub 2. Verordnung, die Beseitigung der Verschiedenheiten in den Folgen der Straferkenn Amtlicher Theil. tni Bekanntmachung, die Erhöhung der Insinuations⸗ 2 die in 1873 in Geld noch zu berichtigenden Besoldungs⸗ Gebühren in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend. st zu publieiren: sse nach der vormaligen Großherzoglich Hessischen Gesetzgebung Gebühren und der Taggelder der Stadt⸗ und Landgerichtsdiener. und Pensions⸗ Naturalien betreffend.— Nr. 7. sub 1 Kreisamt Frie oͤberg. Großherzogliches Ter a p p. Nr. 6. Gesetz wegen Abänderung des Artikels Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des D eutsch 28 der Reichsverfassung Seite 45. Verordnung, betreffend en Reiches publieirt worden: die Einberufung des Reichstags Seite 46. 5 Deutsches Reich. Darmstadt. Die„Darmst. Zeitung“ vom Old. enthält folgende Bekanntmachung, betreffend Einlösung der zur Rückzahlung am 1. Jan. d. J. on Wedell. Löwe. Hering. Rötger. Berlin. In Betreff der zur Berathung inger technischen Punkte des Entwurfs eines inzgesetzes nach Berlin berufenen Münzmeister fa scher Staaten vernimmt die„A. Ztg.“, daß in Laufe der vergangenen Woche bereits zwei were die Frage des Ausprägungs⸗Quantums neu einzuführenden Münzen und die damit in selbindung stehende Frage der Einziehung der im lauf befindlichen Münzen große Schwierigkeiten er, daß jedoch die Beseitigung derselben zu en stehe. — 11. März. Sitzung des Abgeordneten⸗ ises. Die zweite Berathung der Gesetzvorlage r die Vorbildung und Anstellung der Geist⸗ den wurde festgesetzt. Das Haus nahm die 5 9 bis 13 incl. nach einer unerheblichen, meist u dem Abg. Mallinckrodt geführten Debatte an. 14, bei welchem der Unterstaatssecretär Achen⸗ ich für die deutschen Universitäten eintrat, wurde ach längerer Debatte angenommen. Endlich wurden uch die 8. 15 und 16 angenommen. 5 — Der Kronprinz und die Frau Kronprin. ssen sind am 11. d., Nachmittags 4 Uhr, hier sigetroffen. Ein zahlreiches Publikum empfing u Kronprinzen, dessen Aussehen durchaus gesund ii, mit donnernden Hochs. bullen in dem Wartesalon, phrere ihm näher stehende Pers te, erfolgte die Fahrt na es era srangten Menschenma bitaemus begrüßt. Hadt hatten geflaggt. Nach längerem Ver⸗ woselbst der Kronprinz onen freundlichst ch dem Palais. ll wurde das Kronprinzen⸗Paar von ge⸗ ssen mit lebhaftestem En⸗ Zahlreiche Häuser in der Fackelzug soll definitiv am Mittwoch, 12. März stattfinden. Der Kronprinz hat dem betreffenden Comite anzeigen lassen, daß er denselren dankbar annehmen werde. Zu dem auf den Fackelzug fol⸗ genden allgemeinen Commers haben die städtischen Behörden die große Turnhalle zur Verfügung gestellt. — Die Nachricht von einem im Cultusmini⸗ sterium abgeschlossenen Reorganisationsplane für die Realschulen, wobei der Unterricht der lateinischen Sprache beseitigt worden sei, ist gänzlich unbegründet. Posen. Wie die„Ostd. Post“ meldet, soll gegen den Erzbischof Ledochowski wegen seines letzten Circulars auf Grund der Bestimmungen des deutschen Strafgesetzbuches vorgegangen werden. Wiesbaden. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist am 10. d. mit der Taunusbahn ab⸗ gereist. Die Spitzen der Civil- und Militär⸗ behörden, sowie der ganze Gemeinderath hatten sich im Schlosse verabschiedet. Dresden. Der Landtag wurde am 10. d. von König Johann in eigener Person durch eine Thronrede verabschiedet. Die Thronrede constatirt, daß bezüglich des größten Theils der Vorlagen Einverständniß zwischen den gesetzgebenden Fac⸗ toren erzielt worden ist. Stuttgart. Die„Heilbr. Neckar⸗Zeitung“ theilt in einer Correspondenz aus Gmünd mit, daß der Bischof Hefele angeordnet habe, daß das Unfehlbarkeitsdogma am Gründonnerstag in allen katholischen Kirchen Würtembergs verkündigt werde. — Königin Pauline von Würtemberg, Mutter des jetzt regierenden Königs Karl und seit 25, Juni 1864 Wittwe des Königs Wilhelm von Würtem⸗ berg, ist am 10. d. Abends kurz vor 5 Uhr ge⸗ storben. Die Verewigte war am 4. Sept. 1800 zu Riga geboren, wo ihe Vater, Herzog Ludwig von Würtemberg, damals russischer General und Gouverneur von Riga, seinen Sitz hatte. Königin Pauline genoß als Wohlthäterin der Armen die höchste Verehrung im Lande; Tausende von menschenfreundlichen Stiftungen verdanken ihre Entstehung und ihr Gedeihen der stets offenen Hand und dem milden Sinne der Königin. — Die Leiche der verewigten Königin⸗Mutter wird Donnerslag Abend, 13. d., in der Gruft des Schlosses zu Ludwigsburg beigesetzt werden. Ein Paradebett wird nicht errichtet und das Publikum zur Verstorbenen nicht zugelassen. Aus Anlaß des Todes derselben ist eine sechswöchent⸗ liche Landestrauer angeordnet worden. — Der Vorsitzende des Kreises Schwaben vom deutschen Buchdruckerverein veröffentlicht, daß am letzten Samstag in Stuttgart und dem übrigen Würtemberg sämmtlichen Gehülfen in den Vereins Officinen, welche dem Verbande angehören, ge⸗ kündigt worden ist und bittet um die Nachsicht des Publikums bei etwaiger Verzögerung von und Norddeutschland in allen größeren Städten gekündigt.. Tübingen. Der Ühland⸗Verein und der Ausschuß des schwäbischen Sänger bundes sind hierselbst zuf mmengetreten und haben beschlossen, daß die Enthüllung des im Gusse vollendeten Uhland⸗Denkmals am 14. Juli gefeiert werden soll. Aus Baden. Dem Beispiele von Constanz folgend, beansprucht auch die altkatholische Ge⸗ meinde in Freiburg jetzt eine Kirche; sie hat an den Senat der Universität das Gesuch um Ueber- lassung der Universitäts⸗Kirche zu altkatholischem Gottesdienste gestellt. Ausland. Oesterreich. Das Abgeordnetenhaus nahm am 10. d. ohne Debatte die Reichsrathswahl⸗ ordnung mit allen gegen vier Stimmen(drei Dalmatier und Fedrigotti) und das Einführungs⸗ gesetz der Reichsrathswahlordnung mit allen gegen eine Stimme an. Schließlich wurde der Gesetz⸗ entwurf über die Wahl der Mitglieder des Abge⸗ ordnetenhauses in namentlicher Abstimmung mit 114 gegen 1 Stimme in dritter Lesung angenommen. Schweiz. Bern. Da das Chorherrenstift Schönenwerth, welchem das Collaturrecht für die Pfarrpfründe Olten zustand, sich weigert, die nach dem neuen Gesetze über die Wiederwahl der Pfarrer von dieser Gemeinde verlangte Neuwahl eines Pfarrers vorzunehmen, weil jenes nur vom Volke beschlossene Gesetz keine canonische Erledigung der Oltener Pfründe bedinge, so hat der Regierungs- rath von Solothurn gestattet, daß die Gemeinde die Neuwahl selbst vornehme. — Die„Tagespost“ vernimmt aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß Mermillod vom Papste zum Cardinal ernannt und der Obsorge über den Canton Genf enthoben worden ist. Frankreich. Herr Thiers ist von seinem letzten Unwohlsein noch immer etwas angegriffen. Auf den Rath der Aerzte pflegt er sich jetzt des Morgens eine Stunde später als sonst, d. i. um sechs Uhr, zu erheben, und am 8. d. ist er unter der Gunst eines äußerst milden Frühlingswetters zum ersten Male ausgefahren. Des Morgens empfing er u. A. die Marschallin Bazaine und den Grafen Arnim. Der Conferenz mit Letzterem wohnten die Minister Remusat und Leon Say bei. Officiös wird versichert, daß jetzt die ofsi⸗ ciellen Unterhandlungen über die Abtragung des Restes der Kriegsentschädigung begonnen haben. — Die Mitglieder des Gerichts, welche über Bazaine ihr Urtheil fällen sollen, sind bezeichnet und ihre Namen werden dieser Tage veröffentlicht werden. — In dem Patronen- Magazin des Mont⸗ Valerien ereignete sich am 7. d. eine furchtbare Explosion. Wie es scheint, hatte ein Soldat, I— Der von der hiesigen Studentenschaft zur leer der Genesung des Kronprinzen beabsichtigte * Druckarbeiten. Es ist nunmehr in ganz Süd ⸗ welcher mit anderen Kameraden den Ausschuß von N 5 0. Cartouchen zu räumen und auszuleeren hatte, mit seiner Scheere den Zündstoff einer derselben ent · blößt und aus Versehen entbrannt. Er ließ dann die brennende Cartouche aus der Hand und in die Kiste fallen, in welche er das aus den Car⸗ touchen hervorgeholte Pulver geschüttet hatte. Ein starker Knall und das Feuer theilte sich auf der Stelle dem ganzen hölzernen Gebäude mit, 27 Sol⸗ daten wurden mehr oder weniger schwer verwundet. — Der Correspondent des„Daily Telegraph“ meldet, es sei als beinahe gewiß zu betrachten, daß die zur Erörterung des neuen englisch ⸗fran⸗ zösischen Handelsvertrages ernannte Commission der französischen Nationalversammlung sich mit einer Zweidrittelsmajorität gegen dessen Annahme erklären werde. — Wie der„Toulonnais“ meldet, befinden sich seit dem 1. d. fünf französische Schiffe an verschiedenen Punkten der spanischen Küste zum Schutze der Nationalen. Vor Barcelona liegt die Schrauben Corvette„Infernet“, vor Grado bei Valencia die Schrauben-Corvette„Sane“, vor Malaga die Schrauben Corvette„Kleber“, vor Vigo der Aviso⸗ Dampfer„Souffleur“ und der Aviso Dampfer„Chamois“ liegt provisorisch in der Landenge von Gibraltar. Großbritannien. Der Colonialminister Earl Kimberley bestätigte im Oberhause auf eine Anfrage des Earl Lauderdale, daß der König der Ashantees mit einem 12,000 Mann starken Heere zu einem Kriegszug aufgebrochen sei; er fügte hinzu, die englischen Truppen seien bereit, den Kampf aufzunehmen. — Nach hier eingetroffenen Nachrichten weigern sich die Ashantees, das Recht Hollands, die Nieder- lassung von Elmina(Küste von Guinea) an Eng- land abzutreten, anzuerkennen und bedrohen den ganzen westlichen Küstenstrich mit einem Ueberfalle. Spanien. Der Bericht der Commission, welche damit betraut wurde, die Frage der Auf- lösung der Nationalversammlung zu prüfen, empfiehlt die Verwerfung der darauf abzielenden Vorlage. Bezüglich der Haltung der Regierung verlautet, daß sie, da ihr vornehmstes Bestreben auf Er⸗ haltung der Ruhe gerichtet sei, sich der Entschei⸗ dung der Nationalversammlung fügen wolle, jedoch für den Fall, daß der Entwurf in seinen wesent⸗ lichsten Grundlagen gemißbilligt würde, entschlossen sei, ihre Vollmachten an die Versammlung zurück- zugeben. — Die Cortes zogen in ihrer Sitzung am 9. d. die Vorlage, betreffend die Termine der Neuwahlen zu der constituirenden Versammlung und deren Zusammentreten in Erwägung. Der Cortespräsident gab die Erklärung ab, daß er sich der Auflösung der Versammlung und der Be⸗ rufung einer Constituante nicht widersetze. Der Präsident der Executivgewalt ergriff hierauf das Wort, wies auf die Nothwendigkeit einer Politik der Versöhnung zwischen den liberalen Elementen hin und maynte die conservativen Parteien zum Vertrauen in die Republik. Die vor dem Palast der Cortes versammelte Volksmenge begrüßte das Resultat der Sitzung mit Hochrufen auf die Republik. — Wie verlautet, will der Präsident seine Functionen als Vorsitzender der Nationalver⸗ sammlung niederlegen.— Die Carlisten haben einen Viaduct der Nordeisenbahn zerstört, einen Eisenbahnzug angehalten und Postsendungen, dar⸗ unter officielle Correspondenz, mit Beschlag belegt. Die Verbindung mit Frankreich ist unterbrochen. — In der Sitzung der Nationalversammlung vom 10. d. M. erklärte der Minister des Innern auf eine diesbezügliche Anfrage, daß Gaminde, der Generalcapitän in Barcelona, seinen Posten in einem kritischen Momente verlassen habe, die Regierung werde ihn deshalb zur Verantwortung ziehen; die Indisciplin der Soldaten sei die Hauptveranlassung der Bewegung in Barcelona. Martos hat die Präsidentschaft der Nationalver⸗ sammlung niedergelegt. Derselbe ist bis jetzt noch nicht ersetzt worden; Perales, welcher befragt wurde, ob er zur Uebernahme des Postens geneigt sei, antwortete ablehnend. Italien. Genua. Der Herzog von Aosta und reiste am 9. Nachmittags nach Turin weiter. Es heißt, der Herzog werde sich am 12. d. nach Florenz begeben. f Rom. Vergangenen Mittwoch erschien ein höherer Genie⸗Offieier im Jesuitenkloster, wo der General des Ordens wohnt, und nahm von den 89 Zimmern Besitz, welche vor einigen Monaten expropriirt worden sind, um die Direction des Geniecorps dahin zu verlegen. Rußland. Durch einen im„Regierungs- anzeiger“ veröffentlichten Allerhöchsten Befehl wird der Großfürst- Thronfolger zum Ehrenpräsidenten der rusfischen Abtheilung bei der Wiener Welt⸗ ausstellung von 1873 ernannt.. — Die Ankunft des deutschen Kaisers ist endgültig auf den 1. Mai festgesetzt. Fürst Bis · marck und Graf Moltke werden den Kaiser be⸗ gleiten. Das in Warschau garnisonirende Regi⸗ ment„König von Preußen“ hat bereits Befehl zum Aufbruch nach hier erhalten. Amerika. Newyork. Die Modoc⸗Indianer haben das Friedensanerbieten, das ihnen gemacht wurde, verworfen. — Aus Mexiko hier eingetroffene Nachrichten melden, daß Ciballos sich der Stadt Tepie be⸗ mächtigt hat.— Die Proclamirung der Republik in Portoriko ist in der größten Ruhe von Statten gegangen. 5 Frankfurt. Die hiesige Taubstummen⸗Erziehungs⸗ Anstalt, welche gegenwärtig von 20 Zöglingen besucht wird, erhielt verflossenes Jahr 6551 fl. an Geschenken. Frankfurt. Unter den Freunden der edlen Reit⸗ kunst bildet eine in verflossener Woche abgeschlossene Wette momentan das Tagesgespäch. Ein junger Cavalier hat sich nämlich erboten, innerhalb acht Tagen mit einem und demselben Pferde nach Wien zu reiten; dabei darf er nicht mehr als 3 Stunden Vormittags und 3 Stunden Nachmittags im Sattel sein. Wetteinsatz beträgt 150 Fried- richsd'ors. Darmstadt. In der Nacht vom 10. auf 11. März 12 Uhr fand eine von einem Sturmwind begleitete Erd⸗ erschütterung statt, auf welche um 3 Uhr Morgens ein Erdstoß folgte, welcher namentlich in der Altstadt deutlich wahrgenommen wurde. Darmstadt. Am 9. d. M. versuchte ein allgemein geachteter Beamter der Hess. Ludwigsbahn in Folge momen⸗ taner Geistesstörung sich in seiner Wohnung zu erschießen, indem er zweimal einen Revolver auf sich abfeuerte. Der⸗ selbe liegt in Folge der Verletzungen hoffnungslos nieder. Bensheim. An der Bergstraße sind blühende Bäume, insbesondere Mandeln und Pfirsiche bereits in nicht kleiner Anzahl vorhanden. Weinheim. Ein hier wohnender ehemaliger Lützower Jäger hatle dem Fürsten Bismarck eine kleine Schilderung: „Schönhausen im Sommer 1813“ übersendet. Er er⸗ wähnt darin einer Frau v. Bismarck, ihres festen Blickes und Armes als Pistolenschützin, auch noch anderer Persön⸗ lichkeiien und Oertlichkeiten. Acht Tage nach Ankunst dieser Zeilen erhielt der Absender vom Fürsten einen freundlichen Brief und jene an mehreren Stellen durch Bleistift verbesserte Schilderung mit der Unterschrift zurück: „Es war meine Mutter und ich freue mich, daß sie in gutem Gedächtniß lebt.“ Karlsruhe. Eine seltene Trauung hat jüngst hier stattgefunden: Braut und Bräutigam waren Taubstumme. Der Standesbeamte vollzog die Trauung wie gewöhnlich, legte aber noch die Anfragen, ob die Verlobten sich gegen⸗ seitig als Gatten annehmen wollen, denselben schriftlich vor, worauf sie durch Laut und Geberde die Bejahung dem Standesbeamten und den Zeugen zu erkennen gaben und das Protokoll unterzeichneten. Dessau. Der hiesige Apotheker Pusch veröffentlicht durch den St.⸗Anz. folgende Warnung:„Es kam mir dieser Tage eine Probe Speise-Schweinselt(ungesalzen) unter der Bezeichnung„Hamburger Stadtschmalz“ in die Hände, welche mit 20 pEt Specksteinpulver verfälscht war. Die mit Schweinfett handelnden Kaufleute können sich auf sehr einfache Art von der Reinheit dieses Artikels überzeugen, wenn sie in einer weithalsigen verkorkbaren Flasche eine Probe des Festes mit dem fünffachen Volumen⸗ Aether übergießen, verkorken, die Flasche kurze Zeit in lau⸗ warmes Wasser halten und dann schütteln. Reines Fett lößt sich klar unter Zurücklassung von wenig Wasser, ver⸗ fälschtes Feit hinterläßt das Verfälschungsmittel(Speck⸗ stein, Thon, Kreide, Gyps, Schwerspath, zerriebene Kar⸗ toffeln ꝛc. Bei Prüfung der Butter wird ebenso verfahren Prag. Der Verein gegen das Hutabnehmen, der sich hier trotz seiner„Umsturztendenzen“ der Protection der angesehensten und loyalsten Bürger unserer Stadt er⸗ freut, zählt bereits 500 Mitglieder, die demnächst in einer General-⸗Versammlung berathen werden, welche Abzeichen sie auf dem Hute tragen sollen, um nicht der Unhöflichkeit geziehen zu werden, wenn sie auf der Straße ihren Gruß bieten, ohne den Hut abzuziehen. Die Mehrzahl der Mitglieder hat sich bereits für ein schmales schwarz⸗gelbes Streischen an der Schnalle des Hutbandes enischieden. In den letzten Tagen ist eine große Anzahl neuer Mit⸗ rl Kopenhagen. Gleich nach de. Sturmfluth, 13. November v. J., bildete hagen ein Comite um Beiträge zur Unterstützung schädigten zu sammeln. Die anerkannte dänische lhätigkeit, ein Zug des Nationalcharakters, verle sich auch diesmal nicht. Von allen Seiten strömten träge ein, auch von vielen Orten aus dem Ausla daß das Comite in diesen Tagen seine Rechnunge einer Summe von etwa einer Million Rol. g hat. Unter den letzt angekommenen Beiträgen befind eine Goldbarre zu einem Wertbe von 1993 Doll Dänen und Nord⸗Schleswigern in San⸗Francisko. D. Frankfurt a. M., 11. März. Der gestrigen lustlosen Mittagsbörse folgte ein Abendverkehr von sesserer Stimmung, welche sich auch heute behauptete, ohne j oc daß der Verkehr, ausgenommen in Lombarden und ein Bankwerthen namhaften Umfang erreichte. Geld ist hier und auch in Berlin noch immer gesucht, und sich dasselbe für Prolongationszwecke zu circa 50% Geldknappheit, welche sich bisher fühlbar machte, will jetzt lediglich der Wirkung der in voriger Woche fundenen Zahlungen für französische Rechnung zuschreiben während indeß andererseits nicht zu verkennen ist, daß Geldstand seine frühere Abundanz noch nicht wieder e hat und das Bestreben in Finanzkreisen vorherrscht, di vorhandenen Bestände nicht zu verringern. Lomba für welche gute Kaufordres in Folge von besseren Nach richten über die Dividendezahlung vorlagen und günstig Berliner, Wiener und Pariser Notirungen gemeldet wurden gewannen mit 202 gegen gestern 3% fl. Staatsb waren mit 357½ und Creditactien mit 366 um je besser. Oesterreich. Bahnen beinah geschäftslos. Ir Joseph offerirt. Elisabeth fest. Lombardische Priori ziemlich lebhaft gefragt. Von Banken Vereinsbank gekauft und in guter Nachfrage zu 140 um ½% h Nach Mittbeilungen unterrichteter Kreise soll auf Gr der sehr günstig sich gestaltenden Bilanz, eine hohe Dit dende in Aussicht steben. Darmstädter, Deutsche Effecle bank, Oesterreichisch⸗Deutsche und Meininger fest. Ban verein 1½%, Würtemberger Vereinsbank 1% Provinzial⸗Disconto ¼%% höher. Handelsgesellschass Wechslerbank und Amsterdamer matter. Loos papier unverändert und still. Amerikanische Prioritäten matter. Union Eastern höher. Von Wechseln Wien sester. Nac schrift 2½ Uhr. Creditactien 3668/8. g Markibericht. Waizen, welterauer, Kilo) 15% fl., Korn(100 Kilo) 10— ½ 5. 3 7 g 2 05 5 Einem großen Theile des Publikums dürfte es wünscht sein, auf ein Mittel zur Reinigung und Conset⸗ virung der Zähne und aller Mundtheile überhaupt auß merksam gemacht zu werden, das, gegenüber vielen andem derartigen Mitteln und Toilette⸗Artikeln, den Vorzug eil facher Anwendung, angenehmen Geschmackes und vor All Das k. k. österr. a. priv sowohl zur Reinigung des Mundes überhaupt, indem wie auch bei allen Mund⸗ 0 und besänftigendes Mittel, insonderbeit bei Zahnschmem jeder Art, dei Empfindlichkeit der Zäbne gegen Tempa⸗ ratutwechsel, bei Pusteln und Geschwüren im Mundi bei lockeren Zähnen und üblem Geruch des Athems. Di ein fortgesetzter Gebrauch dieses vortrefflichen Mundwassea gibt ebenso allen kranken Theilen des Mundes Fristh und Gesundheit wieder, als es auch die gesunden Theill⸗ in Kraft und Woblsein erhält und vor allen üblen umd zerslörenden Einflüssen bewahrt. Für die genannten Win kungen des Anatherin-Mundwassers sprechen zahlreich Zeugnisse und Anerkennungsschreiben. 15 U 5 2) Die Depots befindet sich in Fried berg m da Apotheken; in Bad⸗Nauheim bei Apotheker Dr Uloth. allen Schleim auflöst und die Zahnsteinbildung verhindesis und Zahnübeln als lindernd Wirkung ist erfrischend, belebend und erkräftigend, um 1 88 5 Geld⸗ Cours. 0 Frankfurt am 11. März 1873. Preußische Friedrichsd“or fl. 9 57-58 Piselenn;; 9 39—414 Holländische fl. 10⸗ Stücke..„ 9 8 Ducaten.„ 5 32—34 Ducaten al maro 8 33—35 20⸗Frankenstücke 9 20½. 20% Englische Sovereigns. eee 5 Russische Imperiales.„ 9 40 Dollars in Gold.„ 225½—2 Israelitischer Gottesdienst in Ititdbet a Seien A8 de 5 3% Uhr traf mit Familie am 8. d. Abends dahier ein, glieder angemeldet worden. Samstag Morgens 857 hn