poleon ij U Canro. s obersten Havas“ Carlisten den habt, zwischen bei den treter der deutscht utirte er, aus St sich de 1 be. let, daf sich nah ständigun ahnen.— der Rü sämmilich leichmäßt in würde dies hal. ung nich it öster „Broglie,& bei dn obersten Thiers döheren „ komm, sch voraf, Kama ungen di tüdhithun non di pöllig U nicht. er Sch mortisiut e, 10 am mila! lch werd iusösser 0 Donnerstag den 12. Juni. 67. erhes sischer Unze 0 iger. Die Petltzelle wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Artisblatt sür den Krtis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vertilgung der Apfelrindenlaus ober sogenannten Blutlaus. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die Säumigen werden an Erledigung unserer Verfügung vom 17. v. M. erinnert. Betreffend: Die Feier des 25jährigen Regierungsantritts Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs. An die Herren Bürgermeister und Beigeordneten. Wir setzen Sie in Kenntniß, daß Sie nach erfolgter Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs bei allen am 17. I. M. stattfindenden Festlichkeiten, denen Sie beiwohnen, mit ihrem Dienstzeichen zu erscheinen haben. Friedberg am 7. Juni 1873. 4 Bekanntmachung. Friedberg am 10. Juni 1873. Ter a p p. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a pe p. Wegen der Feier des 25jährigen Jubiläums des Regierungsantritts Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs fällt der Amtstag Dienstag den 17. d. M. bei der unterzeichneten Behörde aus, was hiermit veröffentlicht wird. Friedberg den 11. Juni 1873. den Rem on Bekanntmachung, be An kauf per o Gro ßherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. 18 Wass he treff ee 1182 Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugs weise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen in diesem Jahre nachstehende Morgens 8 Uhr resp. 12 Uhr beginnende Märkte anberaumt worden, und zwar: Deu 14. Juli in Alsfeld. „ 15.„ Grünberg. „ 1„Lich.. „ 18.„„Nidda. „ 19.„„Nieder- Wöllstadt. Den 23. Juli „ 23.„„ Groß Biberau„ „ 24.„„ Bickenbach. „ 25.„„ Groß-Gerau. „ 26.„„„ Goddelau. 12„ in Groß⸗Umstadt(früh 8 Uhr).] Den 28. Juli in Gernsheim(früh 8 Uhr). „ 28.„„ Biblis(früh 12 Uhr). „ 29.„„ Bürstadt(früh 8 Uhr). „ 29.„„ Lorsch(früh 12 Uhr). Die von der Militär-Commission nach gegenseitigem Uebereinkommen erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Zu wenig entwickelte, oder solche, die zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen an ein Militär-, Zug- oder Reitpferd nicht entsprechen, auch Pferde, welche durch zu frühen Gebrauch gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen- oder anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind, können nicht gekauft werden. i Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens sechs Fuß langen starken Striken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Berlin den 6. März 1873. Kriegs⸗Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. von Schoen. Mentzel. von Klüber. eie en et e r c ee ng Wegen der Feier des Regierungsantrilts Seiner Königlichen Ho Amtstag ausgesetzt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg am 8. Juni 1873. heit des Großherzogs wird der auf Dienstag den 17. d. Mts. fallende Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz. 125 Deutsches Reich. Darmstadt. Bei der am 17. d. stattfinden⸗ den Jubiläumsfeier des Großherzogs werden das deutsche und das russische Kaiserpaar anwesend sein. Die Ankunft des deutschen Kaisers in Frank⸗ furt a. M. erfolgt am 16. d. — 9. Juni. Der Geburtstag des Groß- herzogs wurde gesiern durch eine Serenade und Zapfenstreich eingeleitet. Heute waren die öffent. lichen Gebäude und zahlreiche Privatgebäude festlich geschmückt. Morgens war große Militärkirchen⸗ parade, Nachmittags und Abends wurde, wie all⸗ jährlich, in den Kasernen eine Festlichkeit veranstaltet. Berlin. Der„Correspondenz Stern“ zufolge wäre nach den getroffenen Vereinbarungen ver Schluß des Reichstages am 25. d. M. beabsichtigt. Das Militärgesetz, das Gesetz über die Civilehe und das über die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben sollten unerledigt bleiben. — 9. Juni. Der Reichstag genehmigte heute den Gesetz Entwurf über die Verbesserung der Lage der Unteroffiziere, sowie den Gesetz⸗Entwurf betreffend die Erweiterung der Gebäude des Kriegs- ministeriums, des Generalstabs und der Militär- Erziehungs- und Bildungs ⸗Anstalten in dritter Berathung, ebenso den Gesetz-Entwurf über den außerordentlichen Geldbedarf für die Eisenbahnen in Elsaß⸗Lothringen und die Wilhelm⸗Luxemburg⸗ Eisenbahn, letzteren mit einem vom Bundescom⸗ missär empfohlenen Zusatz zu§. 1, welcher die Genehmigung der Eisenbahnlinie Mülhausen— Müllheim ausspricht. Der Reichstag trat sodann in die zweite Berathung des Gesetz-Entwurfs be⸗ treffend die Feststellung des Haushalts Etats für 1874 ein. Die Commission für die Criminal- proceß⸗ Ordnung hat die zweite Lesung nahezu vollendet, ein Gesetz über die Gerichts⸗Organisation ist in Vorbereitung. Bei Besprechung der Dotirung des Petersburger Botschafterpostens theilte Fürst Bismarck auf eine Anfrage mit, daß die Verhand— lungen mit Rußland wesen eines Zoll- und Handels Vertrages langsamen, aber guten Fort- schritt gemacht hätten; die Chefs großer in Ruß land domicilirender deutscher Firmen seien der Fortdauer der bestehenden Zolltarife zugeneigt. Auf den Antrag Löwe's, betreffend die Streichung des Gesandtschaftspostens bei de. päpstlichen Curie, erklärte der Reichskanzler: Der Posten sei eine Erbschaft aus dem Budget Preußens und des Norddeutschen Bundes und unabhängig von der weltlichen Papstherrschaft. Momentan sei die Be⸗ setzung des Postens unmöglich, weil ein deutscher Gesandter eine Sprache nicht gegen sich führen lassen dürfe, welche das Reich nicht ertragen könne. Trotz der geringen Hoffnung, den Posten jetzt be⸗ setzen zu können, dürfe aber der letzte Faden zu der Erneuerung der Beziehungen nicht abgerissen werden.„Wir werden uns jeder Einmischung in die Papstwahl enthalten, aber prüfen, ob die Wahl legitim vollzogen wird, und der Gewählte demnach im Stande ist, diejenigen Nechte auszu- üben, welche ein legitim gewählter Papst auszu- üben hat.“ Der Gesandtschastsposten bei dem päpstlichen Stuhle wurde darauf bewilligt. Da- gegen stimmten die Fortschrittspartei und die meisten National-Lieberalen. 1 — Seer — ccc 323272 TTT 3 W. er — 8 N — Der Großvezier des Schah von Persien hat den schwarzen Adlerorden erhalten. Der Schah hat dem Ministerpräsidenten Grafen Roon das Großkreuz des Sonnen-Löwenordens verliehen. Friedrich Bodenstedt, der Verfasser der Lieder des Mirza Schassy, erhielt das Officierkreuz desselben Ordens. a 8 Bonn. Die Zahl katholischer Priester, die sich in der letzten Zeit dem alktatholischen Comite als Seelsorger zur Verfügung gestellt haben, ist eine ganz beträchtliche. Von allen Seiten der Erzdiöcese laufen Anmeldungen ein, die selbstver⸗ ständlich erst dann publicirt und zur Erledigung gebracht werden können, wenn die Entwickelung der altkatholischen Gemeinden die Einsetzung neuer Pfarrverwalter nothwendig macht. In Betreff der Bischofswahl sind den Führern der altkatholischen Bewegung vom preußischen Cultusministerium die bindendsten, erfreulichsten Zusagen gemacht worden. Dresden. Das Befinden des Königs von Sachsen in Ems ist, wie das„Dresdener Journal“ meldet, ein vollkommen befriedigendes und tritt bereits ein günstiger Erfolg der Kur hervor.— Demselben Blatt wird aus Prag telegraphisch ge · meldet, daß am 5. Juni bei Tabor und Beneschau (Böbmen) ein Wolkenbruch niedergegangen ist. Eine große Anzahl von Häusern ist unter Wasser gesetzt, ebenso haben mehrere Personen den Tod in den Fluthen gesunden. Es wurde ein Austreten der Moldau befürchtet. Weimar. In Folge eines am 7. Juni nieder- gegangenen Wolkenbruchs hat auf der Thüringer Bahn bei Hausdorf(zwischen hier und Apolda) eine Beschädigung des dortigen hohen Dammes stattgesunden. Der Betrieb auf der beschädigten Strecke ist gehemmt und sind die Passagiere um⸗ zusteigen genöthigt. Stuttgart. Der Kaiser von Rußland ist am 8. Juni Vormittags hier angekommen. Ausland. Oesterreich. Wien. Die außerordent-⸗ liche japanesische Gesandtschaft hat am 9. Juni dem Kaiser in feierlicher Audienz ihre Creditive überreicht.— Der Defraudant der Creditanstalt, Pokorny, hat sich freiwillig der Behörde gestellt. Bei demselben sind ungefähr 19,000 fl. vor- gefunden worden. N — Die Journale vom 10. Juni enthalten eine Kundmachung der Direktion der Wiener Wechslerbank, welche besagt, daß die Wechsler- bank sich durch die Zeitverhältnisse gedrängt sieht alle Zahlungen einzustellen, um das gesammle Ver⸗ mögen der Bank für eine gleichmäßige Befriedig⸗ ung der Gläubiger zu verwenden. Es werden Einleitungen getroffen um durch außerordentliche Liquidation in kürzester Zeit und schnell zur Tilg⸗ ung des ganzen Paffivstandes zu gelangen. Die ruhige Geschäftsabwickelung dürfte zur vollkom⸗ menen Zyfriedenheit der Gläubiger ausfallen. Die Gläubiger werden eingeladen jeden gerichtlichen Schritt im eigenen Interesse zu unterlassen.— Eine Versammlung der Gläubiger wird am 14. d. M. stattfinden. Schweiz. Bern. Die katholische Kirchen- gemeinde in Zürich erklärte sich mit drei Viertel der gesammten Stimmenzahl gegen das Unfehl⸗ barkeitsdogma und für die altkatholischer Seits gestellten Anträge, die Lehre des Dogmas aus Schule und Kirche zu verbannen. Frankreich. Paris. Am 6. Juni sind in Calais mehrere Kisten eingetroffen, welche auf einer Metallplatte den Vermerk trugen? Maison de IEmpereur. Einige Zeitungsreporter wollten vermuthen, daß dieses Gepäck dem Prinzen Napo⸗ leon angehöre und von Chislehurst nach Paris geschickt worden sei. Die Wahrheit ist aber viel- mehr diese: Die Kaiserin Eugenie soll am 15. Juni Chislehurst verlassen und sich nach Arenenberg begeben, wo sie bis zum 15. Juli verweilen wird; das Gepäck wurde einige Tage vorausgeschickt und nahm den Weg über Frankreich. Lyon. Bei den Munieipalwahlen sind unter 36 Gewählten 35 von der radikalen Partei. Die Section Bellecour wählte einen liberalen Repu⸗ blikaner. Großbritannien. London. Nach aus Dublin eingegangenen Nachrichten hat sich am 8. Juni dort bei Gelegenheit einer großen Feuers⸗ brunst eine große Menschenmasse angesammelt, von welcher Versuche gemacht wurden, von den aus dem Feuer geretteten Gegenständen zu rauben und zu plündern. In Folge dessen schritt das Militär ein und wurden durch einen Bajonettangriff 70 Personen verwundet. Spanien. Madrid, 7. Juni. In der heutigen Cortessitzung wurde Orense mit 177 Stimmen zum Präsidenten wieder gewählt. übrigen Mitglieder des provisorischen Bureaux wurden gleichfalls wiedergewählt. Figueras er⸗ griff sodann das Wort, um die Erklärung abzu⸗ geben, daß er die Executivgewalt in die Hände der Versammlung niederlege. — 8. Juni. Die constituirenden Cortes haben mit 210 gegen 2 Stimmen die Errichtung der föderalen Republik beschlossen. Ein Anträg auf Abhaltung einer dreitägigen Landesfeier zu Ehren der Errichtung der Föderal⸗Repulik wurde abge⸗ lehnt. Das neue Ministerium ist noch nicht fermirt. — 9. Juni. In der geheimen Sitzung der Cortes fand ein weiterer Meinungsaustausch über die Ministerfrage statt. Die Versammlung beschloß, vem abgetretenen Ministerium ein Vertrauens votum zu geben und dasselbe aufs Neue in den Minister⸗ posten zu bestätigen. Die Minister waren zur Wiederaufnahme der Geschäfte bereit. In der darauf wieder eröffneten öffentlichen Sitzung wurde ein diesbezüglicher Beschluß von 300] Mitgliedern einstimmig genehmigt. — 9. Juni. In Folge von Meinungsver⸗ schiedenheiten über die finanziellen Fragen hat das Cabinet seine Demission gegeben. Die Cortes werden in einer Nachtsitzung über die Neubildung desselben Beschluß fassen. Man glaubt, daß das Ministerium folgendermaßen zusammengesetzt wird: Figueras Präsident, Cala, Benot, Niatz, Quintero, Estevanez, Cervera, Fernando, Gonzales und Maisonnave. 5 Italien. Rom. Der neue Gesandte des deutschen Reichs, Herr v. Keudell, hat dem Könige seine Beglaubigunsschreiben überreicht.— Am 9. Juni hat das feierliche Leichenbegängniß Rat⸗ tazzi's stattgefunden.—„Italie“ erklärt die Nach · richt, daß der Bey von Tunis sich unter den un⸗ mittelbaren Schutz Englands gestellt habe, für unwahrscheinlich; die italienische Regierung wenig⸗ stens habe keinerlei derartige Mittheilung erhalten. Rußland. Petersburg. Eine der fünf gegen Chiwa ausgesendeten russischen Colonnen hat unverrichteter Sache heimkehren müssen, und zwar die von Krasnowodsk am kaspischen Meere ausgerückte. Hiesige Blätter hatten dieselbe bereits bis auf sechzig Werst der Grenze Chiwas nahe⸗ rücken lassen. Wie der„Russische Invalide“ nun- mehr meldet, stieß dieses Detachement auf dem Wege nach Ismychschir auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Namentlich hatte sich die am 17. April eingetretene Hitze bis zur Unerträglich⸗ keit, auf 52 Grad(muthmaßlich Celsius) ge— steigert, und befand sich das Detachement inmitten völlig wasserloser, mit tiefem Flugsand bedeckter Flächen.„Unter so außergewöhnlichen Umständen hielt man es, um nicht die Truppen und die Lastthiere der äußersten Erschöpfung preiszugeben, für nothwendig, das Detachement, noch bevor es Ortakui erreicht hatte, nach Krasnowodsk zurück⸗ zuführen, wo es am 16. Mai anlangte.“ Das Turkestan'sche Detachement befand sich am 17 April fünf Tagemärsche von Amu⸗Darja entfernt, das Orenburg'sche am 5. Mai an der Spitze Urgu; die vom Westen her, von Mangyschlak ausgerückte Colonne setzte anfangs Mai ihren Marsch nach Aibugir fort. Aus Stadt und Land. Bruchenbrücken. Am 10. Juni starb dahier W. Bickert in dem hohen Alter von 95 Jahren bei völlig klarem Bewußtsein. Von Doctor und Apotheker wollie der Verstorbene Nichts wissen. Derselbe führte seit Jahren ein wahres Einsieolerleben. Nieder⸗Wöllstadt. Durch den Tod unseres allver⸗ ehrlen Bürgermeisters Stoll ist eine fühlbare Lücke ent standen. Es wird sich nicht leicht wieder ein Mann finden, bei dem Intelligenz, gewissenhafte Pflichtireue und Alle Interesse am öffentlichen Leben in dem Maaße vorhanden sind, wie bei dem Verstorbenen. Für die Landwirthschast hatte ex ein besonderes Interesse und wurde er bei allen landwirthschafilichen Vereinsangelegenheiten zu Rathe ge⸗ zogen. Er starb an einer langwierigen Krankheit. Darmstadt. Am 8. Juni wurde noch eine Person ermitielt, welche von dem kollen Hunde gebissen worden ist, ein Kind von sieben Jahren von hier, Aerztliche Hülfe wurde zu Theil. 0 Worms. Am 8. Juni passirte das Dampfbot„Elsaß“ auf seiner ersten directen Reise von Straßburg kommend die hiesige Schiffbrücke und wurde vom Lande aus mit Böllerschüssen begrüßt.— Zu Horchheim bei Worms fand sich bei Grabung in einem Keller ein Krüglein mit 9 gut erhaltenen Goldmünzen aus Anfang und Mitte des 16. Jabrhunderts. Kirchheimbolanden. Bei dem am Donnerstag stattgehabten Gewitter befanden sich in Mehrsheim bei Kirchheimbolanden zwei Knaben auf dem Felde und als es ansing zu regnen, wollten sie unter einem Baume Schutz suchen. Der Blitz schlug in den Baum, so daß der eine der Knaben im Alter von 9 Jahren sofort todt war, während der andere(6 Jahre alt) tödtlich verwundet darnieder liegt. Gau⸗Bischofsheim. Am 6. Juni Nachmittags um ½4 Uhr entlud sich über unserer Gemeinde ein furchtbares Gewitter. Ungefähr 8 bis 10 Mal folgten Blitz und Schlag unmittelbar aufeinander. Zwei Mal schlug der Blitz in die Behausung des Herrn Werner, jedoch ohne zu zünden. Außer Zertrümmerung des Treib⸗ hauses, eines Schornsieines, eines kleinen Theiles des Daches und außer Zerreißung der Tapeten eines Zimmers that der Blitz weiter keinen Schaden. Allerlei. 4 Frankfurt. Das prachtvolle Exemplar eines Fasel⸗ ochsen, der von Herrn Göbel auf dem Louisenhof gezüchtet und hieher für 600 fl. verkauft wurde, ist am Samstag geschlachtet worden. Es wogen die vier Vieriel 1500 Pfund. Vor seinem Tode sollte der Ochse noch photographirt werden. Als man ihn zu diesem Zwecke aus dem Stalle geholt, wurde er wild und rannte auf den Photographen los. Während ein Seitensprung diesen rettete, ging das Instru⸗ ment unter den Hörnern des Thieres zu Grund. Frankfurt. Am 10. Mai Mittags ½1 Uhr kam der Schah von Persien mit Gefolge von Wiesbaden hier an, nahm den Kaisersaal in Augenschein, fuhr um die Promenade zum Palmengarten, verweilte hierauf längere Zeit im zoologischen Garten, wo er ein sichtliches Interesse an den Raubthieren und an dem Elephanten, der sich seine Gunst durch tüchtiges Musieiren zu erwerben wußte, an den Tag legte. Um halb 3 Uhr kehrte der Schah nach Wiesbaden zurück. 0 Wiesbaden. Der Empfang des Schahs von Persien war in der That ein pompöser. Am Bahnhofe angelangt, wurde der Schah von dem General v. Boien aus Mainz und dem Regierungs⸗Präsidenten v. Wurmb dahier empfangen, und durch diese wurden ihm die Spitzen der Behörden vorgestellt. Die Regimentsmusik war vor dem Stationsgebäude aufgestellt und daselbst ebenwohl eine Ehrenwache aus dem Sober Füsilier⸗Regiment. Die erstere spielte zwei persische Märsche, und während derselben inspicirte der Schah das aufgestellte Militär. Er bestieg alsdann in Begleitung zweier preußischen Offiziere und einer seiner persischen Begleiter den königlichen vier⸗ spännigen Wagen, welcher vom Prinzen Karl hierher⸗ gesandt worden ist. Durch die Wilhelmsstraße nach dem königlichen Schloß fahrend, wurde der Schah von Tausen⸗ den von Menschen begrüßt und schien in der That über⸗ rascht zu sein. In seinem Gefolge befinden sich(die Dienerschaft eingerechnet) 80 Personen, unter diesen eine auffallend elegant gekleidete Persönlichkeit, wahrscheinlich die, welche man in Berlin für den Bruder des Schah's gehalten hat. Abends gegen 9 Uhr brachte die Regiments⸗ musik vor dem Schlosse eine Serenade dar, welcher die überaus schöne bengalische Beleuchtung der evangelischen Kirche folgte. Es heißt, der Schah werde fünf Tage hier bleiben. Welche Festlichkeiten noch staitfinden, darüber wird man ihn selbst noch hören. Die Bündel in Seiden⸗ tüchern machten auch hier allgemeines Aufsehen, übrigens tragen dieselben doch den Stempel reichen Inhalts. Mannheim. Vor einem hiesigen Wirthshause spritzte am 6 Juni ein Mädchen ihrem ebemaligen Liebhaber eine ätzende Flüssigkeim ins Gesicht. Wie es heißt, soll derselbe in Gefahr sein, das Augenlicht zu verlieren. Die Thäterin wurde verhaftet. Heidelberg. Am 5. Juni verschied im Alter von 80 Jahren der seit 1818 bis vor wenigen Jahren an hie⸗ siger Hochschule als Professor in der juristischen Facultöt thätig gewesene K. Fr. Roßbirt. Mutterstadt(Pfalz). Am Pfingst⸗Sonntag Abend nach 9 Uhr wurde zwischen Mutterstadt und Maudach ein Nagelschmied aus der Gegend von Kusel auf die entsetz⸗ lichste We se um sein Leben gebracht. Zwei verwegene Bursche aus Maudach, welche jenen Tages ein zur Repa⸗ ratur gegebenes altes Gewehr zu Mutterstadt in Empfang nahmen, hatten beim Glase den schönen Vorsatz gefaßt, am Abend noch Einen todt zu schlagen. Der unglückliche Mensch, der sie in seinem Leben vielleicht nie gesehen, mit keinem Wort beleidigt, fiel denselben in die Hände und wurde mit dem Gewehrkolben dermaßen bearbeitet, daß Stücke davon wegfuhren und der Arme erschrecklich ver⸗ stümmelt todt auf dem Platze blieb. Am Dienstag Abend Uhr wurde die Leiche unter großer Theilnahme zur Ruhe bestöttet. Die Verbrecher, wesche berelts in Hast sitze, werden wohl ihrer gerechten Strafe entgegensehen. — Der eine Mörder ist der 23 Jahre alte Fabrskarbeiter Betreff Ses seit Falten 1 — 0 Da ungebl J. Etgebni (Witwer elcägt Tatung A aue 150360 Asfänd. mit 24,7 an Com denscl Da