und bet * leisen, Jutüc⸗ Nameng oͤsiehmd dorzugg. Vorschrift u dis zu vonidel ieponibel die Vor⸗ sereklasse 'abebung det Ver⸗ n würde. balenen 2 dispo⸗ 1878 auf emäß bein lt bätle. 6 Allest gegen pferd anderen ing des t starke starken sondert u gegen — tobi . Vl 873. Samstag den 12. April. 11 43. Oberhessischer Anzeiger. Die Petitzeile wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Artisblalt für den Arcis Friedberg. Erschelnt jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. . Die mikrosposche Untersuchung von in jehörig durchbratenen Schweinefleisches shisch hat das Resultat geliefert, daß ein großer Theil des vorhandenen Großherzoglichen Ministerlums des Janern vom 28. v. Mis. zu Nr. M. d. J bor dem Genusse rohen Schweinefleisches zu warnen und darauf aufmerksam zu machen, Waaren vor der Trichinenkrankheit sichert. ichweinefleisch und solchen Fleischwaaren bringen wir hierbei wiederholt die unten abgedruckten Gesetzesparagraphen in Erinnerung und Amtlicher Theil. 5 Bek an nt m a ch unn. ö detrefsend: Trichinenhaltige aus Amerika importirte Speckseiten. Gießen importirtem und wahrscheinlich von Amerika herrührendem eingepöckeltem Schweine⸗ und hieraus bereiteter Fleisches trichinds befunden wurde. 3253, sind wir deshalb veranlaßt, das Publikum wiederholt daß nur der Genuß gut durchgekochten oder In Gemäßheit Auftrags Den Verkäufern von 17 0 und insbesondere die Metzger darauf aufmerksam, daß die Ein richtung einer mikros kopischen Fleischbeschau gerade in ihre m Jnuteresse liegt. N Friedberg den 6. April 1873. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tur a pp. 5 n Nr. 1 Reichsstrafgesetzbuchs. 0 Artikel 314 des Polizeisrafgesetzbuchs. 4 cldftrafe bis zu fünfzig Thalern oder mit Haft wird bestraft: wer ver⸗ Bei Strase von 3 bis 10 fl. is es den im Art. 313 erwähnten Gewerb⸗ 155 5 5 5 Geltänke odet Eßwaaten, insbesonder trichinenhalliges Fleisch] treibenden uniersagt, feisches Fleisch von einem Stücke Vieh, dei welchem eine(innere) . 319 51 Polgelgkra fg lebbuche Besichtigung durch den Flcischbeschauer nach erfolgter Abschlachtung unterblieben war, Es darf von keinem Metzger, Viehschläch ter oder Wirthe oder Garkoche, welcher zu verkaufen oder seil zu bielen. Neischspeisen verabreicht, bet Vermeidung einer Strafe von 3 bis 10 fl., Vieh,(Rind⸗ Ah, Schweine, Schaafe oder Ziegen) zum Zwecke des Genusses des Fleisches von Artikel 315 des Polizeistrafgesetzbuchs. lachem geschlachtet werden, wenn nicht vorher eine B sichtigung des zu schlach tenden 5 5 Stücks Vieh durch den dazu verpflichteten Fleischbeschauer stalt gesunden hat.“) Die Bestimmungen der Art. 313 und 314 finden auch Anwendung wenn ——̃ sñ(—— sonstige Privalpersonen von dem für ihre Haushaltungen geschlachteten Vieh einen ö„) Vergl. hierzu Verordnung vom 6. Juni 1805, bie Verhütung des Schlachtens] Theil an einen der in dem Art. 313 etwähnten Gewerbireibenden verkäuflich abgeben und des Genusses von ungesundem Schlachtviey betr.— Reasbl. von 1856 S. 597. wollen, oder öffentlich feilbie ten. 14 Deutsches Reich. lehrer Seminar zu Friedberg, Friedrich Soldan] Bedrohung einiger Aufseher oder Schichtmeister eine Darmstadt. Das Großherzogliche Regie; Ungsblatt Nr. 15 enthält: I. Bekaummachung Großherzoglichen Ministeriums des Rnern, die Erhebung und Controlirung des Ocirois von dun in der Stadt Darmstadt sabricirten Bier beireffend. III. Bekannimachung Großy. Provinzialdircction Rhein ssen, das Lazern und Bauen von Floßen am rechten Meinufer unterhalb der Mündung des Mains beireffend. III. Bekanntmachung Greßy. Provinzial Direction Starkenburg, den Steuerausschlag zur Bestreitung der Bee nn. Land judenschafiekasse zu Dar mstadt für 1873 dstressend. 1 IV. Bekanntmachung Großh. Direction der polytech⸗ 0 ga Schule, die Erössuung der Vorlesungen des Sommetr⸗ Semesters der polplechnischen Schule betreffend. 1. V. Bekanntmachung Großyerzoglicher Edmmission für Fol- Angelegenheiten, die Errichtung einer Stadipostexpe⸗ 1 Mion zu Mainz beireffend. VI. Dienfnachrichten. Se. K. H. der Großherzog laben allergnädigst geruyt: am 7. März den von dem bern Grasen von Schlitz, genaunt von Ebitz, auf die sisde evangelische Pfarrstelle zu Schlitz, im Dekanate Lauter⸗ bach, präpnlirun zweien evangelischen Slabipfarrer zu Schlitz, Georg Ehrmian Diessendach, süc diese Stelle zu iiäugen; am 11. März dem evang. Pfarrer zu Flom⸗ bern, im Dekanate Alzey, Wilhelm Valtz, die evang. Haar tistelle zu Nieder⸗Flölsheim, im Dekanate Worms. zu hertragen; am 13. März dem Schullehrer an der 2. N h. Schule zu Bürstadt, im Kreise Heppenheim, Caspar Orth, die 1. kath. Schnisielle daseltst und dem Schullehrer 9 5 der wang. Schule zu Deckeubach, im Kreise Alsfelo, Johannes Giemm, die evang. Schulflelle zu Haarhausen, Kr. Alsfeld, zu übertragen und den Hauswärter und sdtener Karl Wenz zum Kreisdiener bei dem Kreis⸗ ale Mainz zu ernennen. Darmstadt. Am 3. April wurden der Director am Gymnasium zu Mainz, Heinrich f bone,— tie Lehrer am Gpmnasium zu Mainz, grosessor Dr. Jacob Aloys Becker und Dr. Johann Kkaplist Killian,— der Lehrer am Gymnasium Worms, Prosesser Johann Baptist Seipp in zen Ruhestand versetztz an demselben Tage wurden N: Lehrer am Gymnasium zu Gießen, Professor r. Ferdinand Anton Beck zum Lehrer am Gym ⸗ nasium zu Mainz,— der Lehrer am Gymnastum n Mainz, Dr. Carl Ludwig Schall zum Lehrer an Gymnasium zu Gießen,— der Lehrer an dem wangelischen Schullehrer Seminar zu Friedberg, Wilbelm Stamm zum Lehrer am Gymnasium zu bießen,— der Lehrer an dem evangelischen Schul- zum Lehrer am Gymnasium zu Worms ernannt. — Der Posisecretär Schröder in Heppenheim a. B. wurde zum Postmeister und der Postexpedi⸗ teur Hofmann in Neu-Isenburg wurde zum Post⸗ amts- Assistenten ernannt.— Versetzt wurden: der Postamts- Assistent Jähne von Frankfurt a. M. nach Mainz, der Postgehülfe Günste von Darm⸗ stadt nach Frankfurt a. M., der Posteltve Früh⸗ auff von Mainz nach Frankfurt a. M., der Post⸗ tleve Römheld von Offenbach nach Metz., der Posteleve Hom von Alzey nach Straßburg i. E. und der Postschaffner Jost von Mainz nach Darm⸗ stapt.— Philipp Friedrich Volk in Reichelsheim, Kreis Lindenfels, wurde als Postgehülse, der Specereihändler Lau in Weisenheim wurde als Postagent daselbst, und Johannes Vaubel wurde als Stadt⸗Postbote in Bingen angenommen.— Angestellt wurden: der Militär ⸗Invalide Pfeiffer als Posischaffner in Bingen, der Militäx⸗Invalide Kratz als Postschaffaer in Mainz, der Militär⸗ Invalide Eschbach als Landbriesträger in Laubach und der Postillon Heilmann als Post-Packetträger in Worms.— Der Postagent Hummel in Weisenau und der Landbriesträger Schaad in Laubach sind freiwillig aus dem Postdienste geschieden.— Der Postburtaudiener Christ in Darmstadt ist mit pension in den Ruhestand getreten.— Der Post⸗ eltve Lichtenfels in Gießen und der Landbrief⸗ träger Löber in Lich sind gestorben. — Der Bericht des Abgeordneten Metz über den Antrag auf Aufhebung der Weinsteuer ist jetzt im Finanzausschuß definitiv fesigestellt und wird in aller Kürze im Druck erscheinen. Wir kommen dann darauf zurück. Schon jetzt sei be⸗ merkt, daß derselbe sich„für“ die Aushebang jener Steuer auespricht. — Wie uns die Mittheilungen der großh. hessischen Centralstelle für die Landesstatistik be⸗ lehren, ist der Procentsatz der katholischen Be⸗ völkerung in Hessen, welcher sich 1867 auf 28,01 pCt. stellte, im Jahre 1871 auf 27,91 pCt. gesunken. Mainz. Die an den neuen Festungswerken beschäftigten Grund- Arbeiter haben am 6. d. nach regelrechte Arbeltseinstellung ins Werk gesetzt. Sie verließen indessen nicht sofort die Arbeitsstellen. Als Ursache ihres Verhaltens geben die Meisten Nichterfüllung der bei ihrer Anwerbung in Posen, Sachsen u. s. w. gemachten Versprechungen, Täuscbung über die Höhe des ihnen hier in Aus⸗ sicht stehenden Lohnes, willkürliche Verlängerung der Arbeitszeit und endlich ungerechtfertigte Ab⸗ züge(2 Sgr. vom Thlr.) am verdienten Lohn an. — Der kleinere Theil der Grundarbeiter hat die Arbeit am 7. d. Mts. wieder aufgenommen, namentlich auf den isolirter gelegenen Forts „Hartenberg“ und„Hartmühl“; auf„Hauptstein“ blieben nur 12—15 Mann— die meisten dieser Arbeiter sind aus der hiesigen Gegend. Zwischen n und Bastion„Alexander“ ruhen die rundarbeiten. Polizeiliche Vermittelung, welche gestern angerufen und versucht wurde, blieb er⸗ folglos. Es ist übrigens, außer den schon früher angeführten Ursachen, bei dem schroffen Verlauf der Sache, auch social-demokratische Agitation im Spiele gewesen, vornehmlich auf den zuletzt be⸗ zeichneten, leichter als„Hartenberg“ u. s. w. zu⸗ gänglichen Baustellen. Es blieb indessen nur bei wörtlichen Bedrohungen der Fortarbeitenden Seitens der Strikenden, da militärische Beobachtungsposten ausgestellt waren. Berlin. Unter denjenigen Vorlagen, welche dem Reichstage noch in dieser Session zugehen werden, befindet sich ein Gesetzentwurf, betreffend die Schleifung von Festungen. Es sind zur Schleifung bestimmt die Werke der Festungen Graudenz, Colberg, Stralsund, Stettin, Minden, Wittenberg und Neisse. Königsberg i. P. Nach einem Schreiben des Commandanten von Pillau an die„Hart. Ztg.“ befindet sich auf der Festung daselbst kein Offizier, der eine Haft von 8 bis 9 Monaten zu verbüßen hätte, weil derselbe verschiedenen Rekruten mit der brennenden Cigarre die Nasen angebrannt. Kassel. Die Stadtbehörde hat die striken- den Verbandsgehülfen zur sofortigen Arbeitsauf⸗ nahme bei Meidung von 10 Thaler Conventional⸗ strafe aufgefordert.„Die Gehülfen protestiren. Ausland. Schweiz. Bern. Einer Nachricht des „Proorès“ zufolge haben die Geistlichen des Jura von der Kanzel aus erklärt, daß sie sich den Suspensions ⸗Beschsüssen des Regierungsrathes fügen werden. 5 f Frankreich. Paris. Präsident Thiers hat am 8. d. M. das Palais Elpscé bezogen.— Die Radicalen scheinen allen Ernstes in Paris den Maire von Lyon, Barodet, als Gegencanxidat Remusat's aufstellen zu wollen. Belgien. Brüssel. Eine internationale Diebsbande ist hier festgenommen werden. Holland. Amsterdam. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ lüftet jetzt endlich einen Zipfel des Schleiers, womit Hr. Fransen van der Putte vor der Kammer die geheimen Gründe, welche zu dem Atschiner Kriegszug bestimmten, verborgen hielt. Dem genannten Organe zufolge, dessen Beziehungen zum Colonialminister kein Ge⸗ heimniß sind, war Herr Nieuwenhuhze zu dem Sultan von Atschin entsandt worden, um ihm Vorstellungen zu machen wegen der von ihm den Ausständischen von Deli geleisteten Hülfe und wegen seiner unauegesetzten Rüstungen. Der junge Sultan, welchem ein sehr arglistiger Rathgeber zur Seite stehen soll, erwiderte, er habe keinerlei böse An⸗ schläge gegen Holland, aber daeselbe möge sich lieber um seine eigenen Angelegenheiten bekümmern. Da Hr. Nieuwenhuyze außerdem wußte, daß der Sultan bti auswärtigen Mächten gegen Holland intriguire, und sich davon überzeugte, daß die Rüstungen stets fortgesetzt wurden, so erfolgte die Kriegserklärung, wozu der Gesandte natürlich vom General⸗Gouverneur im Voraus ermächtigt worden war. Dem„Staats⸗Courant“ zufolge bisteht das Expeditions⸗ Corps aus 4000 Mann Infanterie, Cavalerie und Artillerie, 250 Offizieren und 1000 Zwangsarbeitern, worunter eine nicht un⸗ beträchtliche Anzahl von Kulis. General Köhler commandirt die Expedition, General Egker ist Chef des Generalstabs, Capitän Koopmann be- sehligt die Seemacht und Hr. Nituwenbuyze ist der Expedition als Regierungs- Commissär beige⸗ geben. Es heißt jetzt das Weitere abwarten. Ich müßte mich sehr irren, oder das Ganze ist auf die Unterwerfung und Annectirung Atschins abgesehen, ohne dessen Besitz, wie es scheint, Sumatra nicht zu behaupten ist. Italien. Rom. Nach einem Telegramm des„Berliner Börsen⸗Courier“ trat am 6. d. M. plötztich eine Verschlimmerung im Befinden des Papstes ein. Ein für den 7. bestimmter Empfang ist abgesagt worden, auch werden die Audienz⸗ Vormerkungen bis auf Weiteres nicht mehr ange⸗ nommen. Der Papst hütet das Zimmer und wird der Osterfeier in seiner Kapelle nicht beiwohnen. Die Krankheitserscheinungen bestehen im Anschwellen der Füße und einem leichten, aber andauernden Fieber. Serbien. Velgrad. Gemäß dem consti⸗ tutionellen Usus erfolgte anläßlich des Todes des Conseilspräsidenten die Demission des Gesammt⸗ ministeriums, welche der Fürst annahm. Am 9. wird die Entschließung des Fürsten über die Neu⸗ bildung des Cabinets erwartet. Giessen. Der Schwurgerichtsbof der Provinz Ober⸗ hessen hat in seinen öffentlichen Sitzungen vom II. Quar⸗ tal l. J., nach vorausgegangener gesetzlicher Verhandlung erkannt: Deu 1. April, gegen Conrad Bender aus Eber⸗ siadi— wegen einfachen und schweren Diebstals, ersteren zu Franksurt an einem in einer Wirthsstube offen liegen⸗ den Messer, letzteren aber zu Butzvach mittelst Einsteigen in ein bewohnies Gebäude, in welchem er flüher als Bäckergeselle condilionirte und mit dessen innerer Ein⸗ richtung er aus's genaueste bekannt war, an Kleidungs stücken, Cigarren ꝛc. verübt— auf Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, sowie Verlust der bürgerlichen Ehren⸗ rechte auf die Dauer von 2 Jihren. Denselben, gegen Johannes und Karl Knaf aus Rodheim v. d. H.— wegen einer eurch Einbruch in eine Ziegelhütte erschwerten Entwendung eines Ofens, eines Schubkarrus und eines Schüteisens— auf Gezängnißstrafe für Jeden mit 3 Me⸗ naten, welche jedoch durch die erlittene Untersuchungsbast für verbüßt erklärt wurde. Den 2. April gegen Johaun Georg Graf aus Ulja— ein übel beleumundeies Subject — wegen einer in der Hofraithe des Ot so Heukel zu In⸗ haiden, in welcher er kurz vocher geveitelt hatte, jedoch abg wiesen worden sein wollte, verübten Brandstistung, auf Zuchthausstrafe von 6 Irpren und Abeikennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. der Provinz las die Hriralhsofferte einer jungen Wiltwe Den 3. April gegen Heinrich Euler zu Gießen— ein schon vielfach bestrastes Individuum— wegen der an Karl Heiland von Gießen verübten Körpesverletzung mit lödtlichem Erfolg, nachdem er sich mit Jenem über ge⸗ meinschaftlichen Arbeitslobn dispulirt hakle— auf Ge⸗ säugnißstrase von 2 Jihren. Den 4. April gegen Heinrich Bach VI. von Over⸗Seemen wegen Ulkundensälschung— dadurch verübt, daß er sich, nachdem er auf eine im Mahn⸗ verfahren eingeklagte Forderung gepfändet worden war und die Pfänder versteigert werden sollten, einen Frisischein fälschlich anfertigte und hierdurch den mit Vollzug der Versteigerung beaustragten Ortsgerichts⸗Vorsteher täuschte — auf Gesängnißsirafe von drei Wochen. Den 5. April gegen Margaretha Meusel aus Burkhardsfelden, 32 Jahre alt, früher Dienstmagd zu Giußen und Frankfurt, zuletzt Fabrikarbeiterin in Sachsenhausen, wegen Ermordung ihres zweijährigen Kindes— auf Todesstrafe. Frankfurt. Dem Vernehmen nach ist der Erlaß des Königs vom 10. März d. J. bier eingegangen, durch welchen dem von der Stadt Frankfurt beabsichligten Bau einer Brücke über den Main am Obermainihor die Ge⸗ nehmigung ertheilt und der Herr Handelsminister zur Ausfertigung der Brückenbau ⸗ Concession ermächligt worden ist. g Frankfurt. Am Sonntag tagten zu Heddernheim die Turnvereine des Maingau⸗Verbandes. Von 27 Ver⸗ einen, welche zur Zeit den Verband bilden, waren 20 durch bevollmächtigie Abgeordnete vertreten. An Stelle der bisberigen veralieten Satzungen kamen neue, mehr zeitgemäße zur Annahme. Ferner wurde beschlossen, das gemeinschaftliche Anturnen des Gaues am 1. Sonntag im Mal in Bürgel stallfinden zu lassen, während das allge meine Schau- und Preisturnen Ende Juli in Heddern⸗ beim abgebalten werden soll. Die Beiträge zu dem deuischen, mittelrbeinischen und Maingauverbande wurden zusammen zu 1½ Silbergroschen für Kopf und Jahr festgesetzt. Darmstadt. In der Buchhandlung Gr. Staatsver⸗ lags ist das Hof⸗ und Staatshandbuch des Gr. Hessen für das Jahr 1873 erschienen. Dasselbe enthält diesmal auch den Elat der Großherzoglichen Division. Darmstadt. Bekanntlich ist ein erheblicher Bruchtbeil der Unfälle im Eisenvahnbetrieb auf die Thalsache zurück⸗ zuführen, daß die Kräfte der Vahnbediensteten nicht selten in(xotbitanter Weise durch den zhnehin schon sehr schwierigen Dienst in Anspruch genommen werden. Eine Anordnung der Direction der Main- Weser⸗Bahn verdient deßhalb öffentliche Elwäbnung: die Zeit, welche die Beamten und Bediensteten derselben per Tag im Dieuste zuzubringen baben, ist vom April d. Js. an von 15 bis 16 Stunden, per Tag auf 12 Stunden reducirt worden. Nieder- Auerba h. Die„Zweib. Ztg.“ schreibt: Es fanden sich von früher her dahier 11 Ehepaare vor, welche nicht kirchlich geirgut waren, weil denselben von seiten des Pfarrers Stempel zu Contwig die Trauung in biesiger Kirche verweigert worden war. Diese Zahl bat sich bis jetzt noch um 5 Paare vermehrt, so daß nun⸗ mehr 16 nicht kirchlich eingesegnete Ehen bier kxistirten. Um diesen Umstaud zu beseitigen, ertheilte Consistorialrath Mochel ron Speyer dem Vicar Ferckel zu Zwelbrücken die Weisung, diese Ehepaare, soferre sie es wünschten, nach⸗ träglich kirchlich einzusegnen, Alle waren bereit, sich trauen zu lassen, und so erschien derselbe denn beute dahier, um diese Trauung vorzunehmen, wozu auch sämmtliche 16 Paare sich vor dem Trau⸗Altare einsanden. Glockengesäute und Musik auf dem Wege vom Veisammlungsorte zur Kirche und zurück, sowie Böllersalven begleiteten den flatt⸗ lichen Hochzeitszug. Mainz.(Ein Kriegsbabnhof.) Wenn die„Wes. Z.“ recht unterrichtet ist, hätte Molike die Absicht, hier einen eigenen Kiiegebabnhof zu errichten; derselbe würde dicht neben der neuen Eisenbahnbrücke, an die neue Umwollung sich lehnend, angelegt werden und würde alles Material in sich enthalten, um nicht nur alle militörischen Ver⸗ sendungen von da aus mit leichter Mühe bewerksielligen, sondern auch den ganzen bezüglichen Betrieb auf diesen Punkt concentriren zu können. Dieser Kriegsbahnhof würde also den Kriegekäsen analog sein und alle die Vortheile bieten, welche die sorgfältige Ausbildung eines besonderen Dienstes, die selbsiständige Prüfung und Be⸗ schaffung des erforderlichen Materials ꝛc. zur Folge haben muß. Mainz würde hierdurch in einem Sinne, welcher bis jetzt vollkommen einzig dasteht, zu einer Festung 1. Ranges werden. Berlin. Die„Post“ meldet folgenden Selbstmord in einer angesehenen Berliner Familie: Der 16jährige Sohn des Hauses, Gymnasiast, hal sich auf seinen ausdrück⸗ lichen Wunsch durch einen zwölfjährigen Knaben in der Weise(schießen lassen, daß er, auf dem Sopha sitzend, die Mündung seines Gewehrs nach dem Sitz des Herzens gerichtet, von dem 12jäbrigen Knaben in knieender Stellung das Gewehr abdrücken ließ, wodurch er auf der Stelle ge⸗ lödiet wurde. Elierliche, nut zu gerechtfertigte Er⸗ mahnungen, sich zu bessern, haben den Enischluß, sich das Leben zu nehmen, in ihm zur Reife gebracht. Eckernförde. Am 5. Ap lil wiren es 24 Jahre, daß die dänische Flottille bei Eckernförde von zwei Hol⸗ steinischen Suand⸗ und einer Nasszuischen Feldbauerie be⸗ siegt wurde. Die dä uche Seemach bestand aus 1 Linien- schiff„Christian VIII.“ mit 84 Kauonen, 1 Fregatte „Gefion“ mit 48 Kanonen und zwei Dampfern,„Hec a“ und„Gcyser“ mii je 21 Kanonen. Alle Geschütze waren von schwerstem Caliber. Die eroberten Flaggen befinden sich im Mainzer Ze ughause. Berlin. Ein bier sich aufhaltender Wittwer aus Nr. 11, S. 3942 Nr. 19, S. 4672 Nr. 30, S. 4˙²⁶ und schickte, wie er selbst sagt, nur des Scherzes Halber 873 seine Adresse ein. Am andern Vormittag erschien in sein n 900 1 0 Holel⸗Garni eine zwar nicht sehr junge aber noch hübsch Dame und präsentirte sich als die betreffende Winnwe ß Sie entschuldigte die Inconvenienz ihres unerwarteten Selbsterscheinens damit, daß sie in Lichterfelde bei Ver⸗ wandten wohne, wo sie ein erstes Zusammentreffen nicht wünsche. Im Laufe des Gesprächs wollte der Herr ein üver seine Verhältnisse enisprechendes Document vorzeigen und ging deßbalb in das Schlascabinet, um es dort aus seinem verschlossenen Koffer zu holen, wobei er die Thür zumachte. Als er nach etwa einer Minute wieder in dag Zimmer trat, stand die Thür desselben offen. Die Dame war verschwunden, aber mit ibr eine goldene Uhr nebst Kette, ein Siegelring und ein Portemonnaie mit 87 Thlr., welche Gegenstände auf dem Tische gelegen batten. Der wir bestürzte Wiltwer sah zum Fenster hinaus nach allen Seiten rannte selbst auf die Straße, aber die Wittwe war nirgends zu erblicken. Der Herr will das räthselbafte Verschwinden sich nur dadurch eikären, daß die Entflohene bei irgend einem der Hausbewohner einen Versteck gefunden habe. Halifax. Von bier wird vom 14. d. Mts. tele⸗ grapbirt, daß der Capitän der„Atlantic“ erklärt habe,, 9 das Unglück sei durch eine falsche Berechnung der Strömung urgelos 0 — und Fabrgeschwindigkeit herbeigesührt worden, und da er 460 Meilen von Sandy Hook entfernt, nur 127 Tonnen Kohlen gehabt babe. Er leugnet, daß die Mannschaßt Leichname verstümmeit habe, auch sesen die Berichte übel die Beraubungen übertrieben. Die Mannschaft wird jedoch der Insubordination angeklagt. Das Schiff ist noch intact 9 doch verbietet das Wetter den Tauchern ihre Arbeit zu bez Erweile ginnen. Sollte günstiges Weiter eintreten, so könnte des über größte Tbeil der Ladung noch gerettet werden. 164 Körpes sind gefunden worden. Die überlebenden Officiere sing angewiesen worden, einen Bericht aufzusetzen. Die geen resse! sammie Newyorker Presse verurtbeilt die Aufführung“ Unfähigkeit und Nachlässigkeit des Capitäns und, wie fil sich ausdrückt, criminelle Sparsanckeit der Gesellschafst. a0 die. VBerloos ungen., Mailänder 10Francs⸗Loose von 1866. Maß 0 land, 17. März. Gezogene Serien: 683 3968 5267 6850 Uhedtuck 6984. Ser. 6984 Nr. 40 a fr. 50000. Ser. 683 NE“ 98 à fr. 1000. Ser. 6859 Nr. 3 a fr. 500. Ser. 39690 Nr. 33 76, Ser. 5267 Nr. 97, Ser. 6859 Nr. 20% a fr. 100. Ser. 683 Nr. 3 8, Ser. 3968 Nr. 91, Sey 5267 Nr. 1856, Ser. 6859 Nr. 66 93 95, Ser. 698“ Hund d Nr. 75 80 à fr. 50. Ser. 683 Nr. 47, Ser. 3963 Ni.] 26 C1 74, Ser. 5267 Nr. 13 14 20 47 49 77 100. Ser. 6859 Nr. 10 27 86 89, Ser. 6984 Nr. 25 52 78 fh a fr. 20. Alle übrigen Loose a fr. 10. 9 Mailänder 45⸗Frs.⸗Loose vom Jahre 186 l. fig schllie Ziehung am 1. April. Auszahlung om 6. Jui. 600 sind folgende Serien gezogen: 55 350 576 787 840 87 1344 1355 1641 1754 1989 2278 2376 2635 2784 302 1 3 ale 3030 3051 3056 3334 3466 3743 3942 4260 4400 4672 4788 5010 5197 5203 5314 5492 5521 5685 5731 6055 6082 6087 6449 7008 7038 7595 794 8601 Folgende Nummern gewannen höhere Preise: Serte 57 1100 Nr. 39, S. 840 Nr. 8, S. 875 Nr. 5, S. 1641 Nr. N Ahn und 13, S. 1980 Nr. 9, S. 3024 Nr. 35, S. 5400. Nr. 2 und 48, S. 5010 Nr. 8, S. 5314 Nr. 2) S. 5492 Nr. 19, S. 5521 Nr. 19 und 45, S. 570 At. 20 6s. 6b? Nr. 2, S. gag m. Ja Je 1000 Jef S. 1909 Nr. 17 und S. 4200 Nr. 14 fe 500 Ff S. 787 Nr. 4, S. 1754 Nr. 44 und S. 3334 Nr. J je 300 Fr. S. 1621 Nr. 7, S. 3024 Nr. 24, S. 500% Nr. 26, S. 5203 Nr. 39 und S. 5314 Nr. 40 je 200 e ü Auf die übrigen gezogenen Nummern sind Preise im B Aue trage von 150, 100 und 60 Fr. gefallen. 14 5 aud 5% RNussische konsol. Eisenbahn⸗Anleiben 1 St. Pelersburg, 5. März. Nr. 1234 1416 2494 4 est Me oo. Nr. 4096 4483 6679 6918 e Lr. 500. J n 23921— 23960 a Lr. 100. Nr. 71481— 71525* Lu 1 — — 50. Rückzahlbar 5. Seplember 1873. em N f 1 Dauksagung. be Allen Gebern, welche auf meine Bitte um Unterstützung dach fn zur Anschoffung eines künsilichen Fußes mit einer milde tho Gabe geyelfen haben, sage ich meinen tiefgefüblien Dan nde. Und wie ich in meiner Bitte aussprach, Einen fröhliche l sasch Geber hat Golt lieb“, so gebe ich mich der Heffnung bi du daß der liebe Gott Allen seinen Segen verleihen wirs eh die solches geihan haben. 1 ö Der andere Spruch wird aber sich gewiß erfüllen 00 aa „Wer den Armen leihet, wird es zwi fältig nehmen.“ Ich werde— hoffe ich— keinem Geber zu nahe treleh oder vielleicht beleidigen, wenn ich der fröhlichen Maske 0 vall⸗Gesellschaft Bad⸗Naubeim einen besonderen Dank auß bei j'dem Anzuge des künstlichen Fußes in Liebe gedenk, Got bitten Dieselben zu sehnen und zu behüten, daß E Aafergle nicht in eine solche Lage versetzt werden, wie ich. Win Es zeichnet dankbar Hoch⸗Weisel am 5. April 1873. ken Jacob Sommer 1