1 ö 1 diesem 9 daßbone 90 üg ein edrüßung N d abgeress. 9. 1 cet als St lie von Sch dune wit am Donner Velten Geh, igen Muf dtogramm N e berkergreiß a— debenen Sil ö 1873. Dionnerstag den 11. September. Die Petitzeile 1 wird mit 3 kr, resp. 1 Sgr., berechnet. — Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. am 8 Vetreffend: Die Obst-Erndte im Jahre 1873. *, dei es 'of sei es b „ den schön m Ton Mi een;„Glort Det Im ankbarkeil, da er in ah unterzieht, c ns Tages den Gemein en Fagheil 1 in uncultivin aum einnim: den, ihm füt J. Vormiln landw. Bezirt egenschast bah lusftellang u. Aae Arten welche ge lt zu Won bat. Außethe n der aus f erflatten. b im biesg N bochach ban, scen angepal teen gegen! fällig dir tarif, gen enwebr zu gersönlichkeit t beim bit füt die hessiß auf die Sum g des Concis 9 Vermidte m im a id. Sterli Vnerlan 5 gell habel edlen, upfet Amtlicher Theil. eee Friedberg den 8. September 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgerme istereien. über uns die Zusammenstellung alsdann zusenden. Da wir beabsichtigen auch in diesem Jahr eine Zusammenstellung die Obst⸗Erndte in demselben fertigen zu lassen und es an der Zeit sein dürfte, daß Sie über deren Ertrag in Ihren Gemeinden jetzt schon genaue und zuverlässige Aufnahmen machen und Notizen einsammeln, so beingen wir diesen Gegenstand hiermit in Anregung. b. Sobald Sie dann in der Lage sind, eine Zusammenstellung nach unseren früheren Erlassen(vergleiche Oberb. Anzeiger Nr. 6 und Nr. 103 von 1868, Nr. 126 von 1869, Nr. 142 von 1870 und Nr. 110 von 1872) zu liefern, werden sie dies sofort in Ausführung bringen und und Bekanntmachung. Die Zusammenstellung bat zu enthalten: a. den Ertrag und Erlös der verschiedenen Obstarten der Ge⸗ meinden als solche, und zwar der Aepfel, Birnen, Zwetschen, Kirschen und Nüsse; den Ertrag und Erlös der verschiedenen(unter a genannten) Obst⸗ sorten der Privaten, 8 haben Sie sich für diese Zusammenstellung des Musters, in den Verhandlungen des land wirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg vom 14. Dezember 1867 mitgetheilt wurde, zu bedienen. das Ihnen Ter a pip. 8 Auf Grund mehrfacher Anfragen sieht sich das Bezirks- Commando veranlaßt, hiermit bekannt zu geben, daß der diesjährige Termin zum Eintritt in die Unteroffizier⸗Schule zu Biebrich auf den 1. Oktober er. festgesetzt ist. Die in genannte Schule einzutreten wünschen, müssen wenigstens 17 Jahre alt sein und dürfen das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.— Anmeldungen haben bis spätestens 20. September d. J. bei den Friedberg den 9. September 1873. kesp. Bezirksfeldwebeln zu geschehen, wo den Betreffenden nähere Auskunft ertheilt werden wird. aer und Oberstlieatenant Bezirks⸗Commandeur. Derttsches Reich. Darmstadt. Der zweite Ausschuß der eien Kammer ist am 4. l. M. wieder zusammen⸗ getreten und hat in den Sitzungen vom 4. und 5 die Kreisordnung, die Städteordnung und die Lundgemeindeordnung, in der Sitzung vom 6. l. M. den Entwurf des Schulgesetzes erledigt. Am 9. , M. wird der erste Ausschuß mit der Berathung des Hauptvoranschlags der Staatseinnahmen und Ausgaben beginnen. 12 — Seitens der Großherzoglichen Regierung sst der praktische Arzt Dr. Eigenbrodt dahier nach Wien entsandt worden, um sich an den Verhand- lungen des daselbst tagenden dritten internationalen Longresses zu betheiligen. 0 — Nach einer vorläufigen Uebersicht sollen die Staatseinnahmen in den zwei ersten Quartalen dieses Jahres die im Voranschlag angenommenen Summen sehr erheblich überstiegen haben. — Am 7. d. Mts. ist der seitherige Abge⸗ udnete für den 13. Wahlbezirk der Provinz Starkenburg(Wolfskehlen), Stüber von Darm⸗ kadt, der sich wegen seiner Beförderung zum Hof⸗ gnichts director einer Neuwahl unterziehen mußte, durch einstimmiges Votum der Wahlmänner wieder gtwählt worden. Berlin. Wegen des neuerdings in Luneville un Deutschen verübten Attentats der, französischen „HBedölkerung ist, sowie bei dem neulichen beklagens · wberthen Fall zu Pont-à-Mousson, sofort diesseits Beschwerde bei der französischen Regierung erhoben vor den. — Der Kronprinz hat, wie man vernimmt, vährend der Dauer seiner Inspectionsreise in Bahern jeden officiellen Empfang Seitens der Fivilbehörden dankend abgelehnt. — In Uebereinstimmung mit andern Blättern belt auch die„Corr. St.“ mit, daß die Frage 4 btzüglich der staatlichen Anerkennung des alt⸗ atholischen Bischofs Dr. Reinkens bei den jüngst url, sattgehabten Berathungen des preußischen Staals— ninisteriums in bejahendem Sinne entschieden vorden sei. Was die Dotirungen des Bischofs geht, so ist dieselbe selbstverständlich eine reine dudgetfrage. a — Gegen den Erzbischof Ledochowski ist, wie t„Ostd. Zig.“ erfährt, bereits in 9 verschiedenen Fällen wegen eigenmächtiger Anstellung von Geist⸗ lichen Seitens der Staatsanwaltschaft Anklage erhoben worden. Wenn der Erzbischof auf dem von ihm betretenen Wege fortfährt, so dürfte die Summe der gegen ihn erkannten Geldstrafen also⸗ bald eine solche Höhe erreichen, daß seine Einkünfte dadurch mehr als absorbirt werden. — Die Ankunft des Königs von Italien ist nunmehr auf den 22. d. Mts. festgestellt. Es ist selbstverständlich, daß zu dieser Zeit alle Mit⸗ glieder des Königlichen Hauses und auch Fürst Bismarck hier anwesend sind, um so mehr als [der Besuch, wenn auch bestimmte diplomatische Verhandlungen nicht damit verknüpft sein werden, doch eine große politische Bedeutung in sich trägt. Wenn von klerikalen Blättern mit einem gewissen Nachdruck darauf hingedeutet wird, daß die Ein- ladung zu der Entrevue von hier ausgegangen sei, so befinden sie sich im Irrthum. Auch die „Prov.⸗Corr.“ constatirt, daß die Initiative von italienischer Seite ausgegangen, bestätigt aber, daß die Kundgebung des beabsichtigten Besuchs hier sehr günstig aufgenommen worden ist und der Empfang jedenfalls ein sehr herzlicher sein wird. — Während des Besuchs, welchen der König von Italien dem hiesigen Hofe abzustatten gedenkt, werden großartige Jagden im Grünewald statt⸗ finden. Victor Emanuel ist bekanntlich ein leiden— schaftticher Jäger. Ueber die sonstigen Hof-Fest⸗ lichkeiten zu Ehren des Königs verlautet noch nichts Bestimmtes. Das diplomatische Corps wird während der Anwesenheit des Königs fast vollzählig hier vertreten sein. — Bekanntlich ist Seitens des Handelsmintsters eine Conferenz zur Ergründung der vielen Eisen⸗ bahnunglücksfälle zum October er. ausgeschrieben worden und haben dazu die Direcloren und Ober- beamten sämmtlicher größeren Eisenbahn-Verwalt⸗ ungen Einladungen erhalten. In Bezug darauf finden in den Kreisen der Locomotivführer, Zug- führer und Bahnmeister der verschiedenen Gisen⸗ bahnen Besprechungen statt, in wie weit ihrerseits darauf einzuwirken sci, daß der Congreß ein wirklich praktisches und erfolgreiches Resultat zu Tage fördere. Diese Erörterungen hahen durch— weg ein Einverständniß darüber ergeben, daß an den Handelsminister ein Gesuch zu richten sei, zu der betreffenden Conferenz, sowie auch zu späteren Versammlungen gleicher Art auch Vertrauensmänner ihrer Branchen einzuladen, indem nur durch eine gegenseitige Belehrung der theoretisch und der praktisch gebildeten Elemente des Eisenbahndienstes ein ersprießlicher Erfolg, zu erwarten stehe. Den höheren Chargen würden ebensowohl die Erfahr⸗ ungen der drei genannten Beamten Branchen zu Gute kommen, wie umgekehrt diesen die theoreli⸗ schen Kenntnisse der Ersteren. a Spandau. Am Freitag hat hier ein Ver⸗ gleichsschießen zwischen dem Mausergewehr und dem aptirten Chassepotgewehr, mit welchen ein Theil der Armee propssotisch bewaffnet werden soll, stattgefunden, welches für beide Systeme vor⸗ treffliche Resultate lieferte. i Wilhelms hafen. Der Capitän zu See Werner hat die Functionen des Ober ⸗Werft⸗ Directors in vollem Umfang übernommen. Kiassel. In der öffentlichen Conferenz der dahier tagenden, siebenundzwanzigsten Jahresver⸗ sammlung des evangelischen Gustav⸗ Adolph ⸗Ver⸗ eins am 5. d. M. kam es nach einer Reihe ein⸗ gehender Vorträge über die Lage der evangelischen Diaspora⸗Gemeinden im Auslande zur Abstimmung über die Frage, welcher der drei vom Central- vorstande in Vorschlag gebrachten Gemeinden (Grabow in Posen, Kolomee in Galizien und Montabaur in Nassau) die diesjährige, etwa 9150 Gulden betragende Liebesgabe des Vereins zugewendet werden solle. Die Bedürftigkeit aller drei Orte war vorher in einem längeren, sach— gemäßen Neferate nachgewiesen worden. Die Ab— geordneten entschieden sich mit 39 Stimmen für Kolomea; dagegen erhielt Grabow 22 und Monta- baur 17 Stimmen. Als nächster Versammlungs⸗ ort wurde Stuttgart ausersehen, welche Stadt neben Erfurt eine diesbezügliche Einladung an den Vereins vorstand hatte ergehen lasten. Fulda. Der hiesige„Anzeiger“ schreibt: „Wir sreuen uns, berichten zu können, daß unser Bischof, der an rheumatischen Leiden erkrankt war, sich des Besseren befindet. Nach ärztlicher Be⸗ stätigung ist er außer Gefahr und kann zeitweilig schon das Bett verlassen. Ein Schlaganfall, wie verschiedene Zeilungen meldeten, bat ihn nicht be⸗ troffen. Die Theilnahme, welche man dem Bischofe M 106. Oberhessischer Anzeiger ö 5 95 9 9 1 * 0 — sowohl von kalholischer, wie protestantischer Seite bezeigt hat, Lerdient um so mehr hervorgehoben zu werden, als sie den Beweis liefert, welcher allseitigen Beliebtheit und Verehrung sich unser Oberhirte der katholischen Kirche in allen Kreisen der hiesigen Gesellschaft erfreut. 1 München. Gutem Vernehmen nach hal sich der Ober⸗Medicinalausschuß in einer jüngst in Gegenwart des Ministers des Innern stattgehabten Sitzung dahin ausgesprochen, daß unter den gegen- wärtigen Sanitätsverhältnissen von einer Berufung des Landtages enkschleden abzurathen sei.— Der König hat an den Kronprinzen des deutschen Reiches die Einladung gerichtet, anläßlich der Inspetctionsreise die königlichen Schlösser in Ans⸗ bach, Würzburg und Nürnberg als Absteige⸗ Quartier zu benutzen — Im ersten Halbjahr 1873 sind aus der Erzdiöcese München Freising an Peterspfennigen beim Ordinariate 6448 fl. 19 kr. eingegangen, darunter 600 fl. von Prinz Karl, 1590 fl. von den hiesigen Stadtpfarrämtern, 2704 von den Decanatämtern ꝛc. — Nach Entschließung des k. Staatsministerums des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten vom 29. August l. J. ist der Eintritt in das deutsche Collegium zu Rom, der bisher nach der Ministerialausschreibung vom 31. August 1864 mit besonderer Bewilligung zulässig war, den bayerischen Theologen und Theologie ⸗Candidaten fortan in fo lange untersagt, als die Leitung des genannten Collegiums den Jesuiten oder einem diesen verwandten Orten unterstellt ist. Die Uebertretung des Verbots würde zur Folge haben, daß die Betheiligten sich von jeder erfolgreichen Bewerbung um inländische kirchliche Pfründen von selbst ausschließen. Nürnberg. Bei Gelegenheit eines am 8. Sept. von einer Privak⸗Gesellschaft auf der alten Veste bei Fürth veranstalteten Feuerwerks stürzte die von einer Zuschauermenge gedrängt besetzte, über einen Abgrund führende Brücke zu⸗ sammen. Man spricht von 7 Todten, etlichen 30 Verwundeten. steg f Stuttgart. Am 8. September reiste der Kronprinz des deutschen Reiches nach Beendigung der württembergischen Mannöver vach Bayern ab. Samstag besuchte er den König in Friedrichshafen sowie den Fürsten von Hohenzollern auf Wein⸗ burg bei Rorscha cht. f Baden-Baden. Wie man dem„Schwäb. Merkur“ von hier mittheilt, wird die Kaiserin Augusta am 11., der Kaiser am 28. September dork eintreffen, und fast den ganzen Oktober dort verweilen; von Baden-Baden aus soll der Besuch in Wien gemacht werden. Schwetzingen. Die am 8. Sept, übliche Wallfahrt nach Waghäusel wurde, um die mit der Ansammlung größerer Massen von Menschen verbundene Gefahr der Verbreitung der Cholera zu beseitigen, auf Grund des§ 85 des P.⸗Str.⸗ „B.(unter Androhung einer Geldstrafe bis fl. oder einer Haft bis zu 14 Tagen für Beranstalter und Theilnehmer) mittelst Bekannt⸗ machung durch die Ortsschelle untersagt. an Metz. Wegen der stattgehabten Eidverweiger⸗ ungen verfügte das Bezirkspräsidium 22 Ergänz⸗ ungswahlen zum Bezirkstag und 39 zu den Kreistagen für den 27. und 28. d. M. Ausland Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Am 6. d. entleibte sich hier durch einen Revolverschuß Graf Carl Esterhazy, der in Folge eines unheilbaren Rückenmarkleidens an Melancholie litt. Schweiz. Basel. Einer 1 55 der Basler Nachrichten“ aus Bern zufolge trat am 8. September die Commission dis Natfonalraches für Reviston der Bundes verfassung im Bundes⸗ valgst zusammen. Es waren 16 Mitglieder an⸗ wesend, welche den Oberst Philippin aus Neuen⸗ burg zum Präsidenten wählten. Genf. Am 7. Sept. fand die erste Sitzung Tag über die historische Entwickelung des Föveratib. a vernimmt, gegenwärtig verschiedene “nahestehende„Presse“ hatte gestern an hervorragen⸗ spondenzen und Denkschriften über ein interna ⸗ tionales Schiedsgericht zur Verlesung gelangten. Am 8. d. soll die Denkschrist über die dem modernen Völkerrechte zu Grunde zu legenden ae d zur Berathung gestellt, am folgenden prinzips verhandelt werden. Die Sitzungen des Congresses sind nicht öffentlich, blos den zum Congreß förmlich eingeladenen Mitgliedern ist der Zutritt gestattet. 0 — Am 8. Sept. fand der Zusammentritt der⸗ im Hotel„Navigation“ statt. 50 bis 60 Personen waren anwesend und erfolgte die Constituirung des Bureaus. N a 8 Frankreich. Paris. Die Thätigkeit der Kriegsgerichte in Sachen der Commune seit Unter- drückung des Pariser Aufstandes läßt sich in Folgendem zusammenfassen: 50,000 Fälle wurden den Kriegsgerichten unterbreitet, 9200 wurden ohne weitere Untersuchung als zu unbedeutend zurückgewiesen; 25,500 wurden, nachdem die Vor untersuchung keinen genügenden Grund zur kriegs⸗ gerichtlichen Behandlung ergeben hatte, niederge⸗ schlagen. In 9600 Fällen fand eine Verurtheilung, in 2300 Freisprechungen statt. Gegen 2750 An- geklagte wurde in contumaciam verhandelt. Der Rest der vorliegenden Fälle wird bis Ende dieses Jahres erledigt werden. — Graf Chambord macht, wie die„Assemblée Ausflüge und wird erst in der ersten Hälfte October wieder in Frohsdorf eintreffen. Diese Ausflüge dürften wohl mit dem Besuche Victor Emanuels in Wien zusammenhängen. f — Guizod bildet gegenwärtig den Mittelpunkt der monarchistischen Unterhandlungen.— Wegen Befürchtung der Verbreitung der Cholera sollen die Wallfahrten verhindert werden.— Die wohl⸗ feilen localen Provinzialblätter werden fortwährend unterdrückt. — Die bekanntlich dem Herzog v. Broglie der Stelle und in sichtlich demonstrativer Weise gemeldet, daß der Prinz Humbert von Italien im October zu längerem Aufenthalt in Paris ein- treffen werde. Damit sollte offenbar der deutschen Reise des Königs Victor Emanuel in den Augen des gläubigen Lesers ein Paroli gebogen werden. Eingezogenen Erkundigungen zufolge beschränkt sich das Wahre an der Sache darauf, daß der italienische Kronprinz die Absicht hat, im Herbste dem englischen Hofe einen Besuch abzustatten, und daß er auf dieser Reise Paris berühren würde. Der Prinz wird um diese Zeit, wo die ropalisti⸗ scheo Intriguen gerade ihren Gipfel erreicht haben werden, wahrlich keine Ursache haben, in der fran zösischen Hauptstadt länger, als unbedingt nöthig, zu verweilen. 1 ö — Am 7. Sept. wurde in allen Kirchen ein Hirtenbrief des Erzbischofs von Paris verlesen, worin Gebete für die Kirche und den Pabst an⸗ geordnet werden. Der Hirtenbrief enthält heftige Auslassungen gegen die deutsche und italienische Regitrung. f a f — Eine Note des„Journal officiel“ theilt mit, daß der Staatsschatz am 5. September 263,466,000 Fr. an Deutschland abgeführt habe und die Zahlung der Kriegs ⸗-Entschädigung zum Abschluß gelangt sei. Das„Journal officiel“ fügt hinzu, daß der Schatz vom dem ihm durch die Bank von Frankreich eröffneten Credit von 200 Millionen in baarem Gelde nur 150 Mill. gebraucht habe, nachdem im Juli und August be⸗ trächtliche Einzahlungen auf die letzte große An⸗ leihe stattgefunden hätten; der Gesammtbetrag der bis zum 1. Sept. erfolgten Einzahlungen beziffere sich auf 3 Milliarden 795,000 Fr. Das„Jour- nal officiel“ constatirt ferner, daß das Goldagio nicht gestiegen sei. — Die„Agence Havas“ meldet: In Verdun ist mit der Wegführung des Materials, der Am⸗ bulancen und des Trains Seitens der dortigen centralistischen Fraction Marx der„Internationale,, daß kein größerer Complex niedergebrannt. Der Schaden Truppen wird am Freitag beginnen und aß Samstag brendet werden. Am Sonntag o 10 äumung bewirg 9 if 0 d 10 7 Donnerstag beendet sein. Der Abmarsch 87 leicht vorübergehendes und ist derselbe wieder genesen. Spanien. e eee eee Madrid Castelar ist nannt worden. 4 — Das neue Ministerium ist folgendermaßen zusammengesetzt: Castelar(Präsidium ohne Porte enef feuille), Carvajal(auswärtige Angelegenheiten)) Gil Berges(Jußiz), Pedregal(Finanzen), Ce.“ vera(Arbeiten), Bregua(Krieg), Oreiro(Marine)]“ Maisonnade(Inneres), Soler(Colonien). ir Amerika. New⸗Nork. In Galvestog Houston und Shreveport wüthet das gelbe Fiebif 1 aufs Heftigste. Die Einwohner fliehen, die Gen“ schäfte liegen darnieder. 30. Halifax. Bei Aeichat(auf der Jasel Cn eef Breton) sind in Folge des letzten Sturmes 50 Schiffe gescheitert. f 15 Havannah. Ein Häuserviertel auf dei 1 855 Plaza Vapor(Mayor?) ist durch eine Feuers ini brunst zerstört worden. 20 Menschenleben sind zusgen zu 1 beklagen. Der Schaden wird auf 8 Millionen geschätzt. f e 114 75 2 f iii. Aus Stadt und Land. ih ber Bensheim. Ein Brand am 8. d. hat an 50 Gel anlaß bäude, meist unbemittelter und nicht versicherter Leute in Nr Asche gelegt. Das Feuer brach Nochts 1 uhr in ein ag 0 Schener aus, ohne daß man über die Enistehungs⸗Ursach a9 bis jetzt Anhalspunkte gefunden hälte und ist es bei des alle engen Bauart des betteffenden Viertels noch zu verwunderg engem beläuft sich auf mindestens 200 000 fl. und wenn davon 0 auch 80 000 fl. durch die Landesbrandkasse gedeckt werden so bleibt immerhin noch Noth und Elend zu lindern ge nug vorhanden.—(Wir verweisen in dieser Hinsicht an. 8 den Aufruf, welcher sich am Schlusse unseres heutigen E tref Blattes befindet und sind gerne bereit, milde Gaben an 1 2 die Adresse des Bensheimer Comite's zu übermitteln. ein; Rasche Hülse ist ouch bier doppelte Hülfe! Die Red.) K. Butzbach. Am 7. d. Abends ging einem piesigen wel Bürger, der von Pohl⸗Göns kam, das Pferd an dem 1 Bahnübergang der Chaussee durch, sprengte die 9%. 0 schlessene Barridre und wurde in demselben Augenblick dahscht von der Maschine des 8 Uhr⸗Schnellzugs erfaßt. Der g chied. dem Wagen Sitzende kam mit dem Schrecken davon, da 110 das Pferd sich vom Wagen losgerissen hatte. Das Pf 5 un wurde eine Strecke weit geschleift und dann mit abg“ 5 ein, rissenem Kopfe und aufgeschlitztem Bauche auf die Sei l Au des Bahndammes geworfen. 155 7710 ungen Darmstadt. Mit dem 1. nächsen Monats wig auch Darmstadt seinen Kindergarten haben. Schon Ai vor einiger Zeit waren eine Anzahl Herren und Damen 1 zusammengetreten, um eine solche Anstalt ins Leben z d rufen; es wollte sich aber ein passendes Lokal nicht sogleich luthhar finden. Jetzt ist ein völlig euisprechendes Lokal in der n Pla Mitte der Stadt gemiethet. Eine Kindergärtnerin über⸗ nimmt die technische Leitung der Anstalt, während an det Spitze des ganzen Unternebmens ein Comite von 14 Pet? jonen steht. Drei in diesem Comite befindliche Aerzte al dem werden die Anstalt in sanitätlicher Hinsicht besonders über⸗, 2 wachen. Diese ist für Kinder von 3—6 Jahren bestimm!. Darmstadt. Ein, einer der achtbarsten Famili unserer Stadt angehöriger junger Metzgermeister wird sel 1 vergangenen Donnerstag vermißt. N Darmstadt. Bekanntlich fanben schon Ende vorignn 0 Jahres mancherlei Verhandlungen über die Herstellung eines räumlich genügenden Gebäudes für die polytechnischt Schule dahier statt, die schließlich zum Wunsche eines völligen Neubaues führten, unter Ueberlassung des allen Gebäudes an die Stadt für die Realschule dahier. Ueber die Sachlage erfahren wir jetzt das Folgende: Ursprüng⸗ lich war nur eine Erweiterung und angemessene Aus“ stattung des chemischen Laboratorfums, verbunden m einer Erweiterung des vorhandenen Schulgebäudes in 08 0 Aussicht genommen. Nachdem sich jedoch die betreffenden ier Maßregeln, tretz den damit verbundenen erheblichen Koen gha, als unzureichend für spätere Zeiten herausgeslellt hatten, Ilu wurde auf Anregung der Stadt Darmsiadt, welche din et 5 ansehnlichen Beilrag von 150,000 Gulden für einen 1 om Neubau zusagte, Vorarbeiten für Herstellung eines selchn 19 6 eingeleitet. Das Bauprogramm ist bereits ausgearbeitel lüdere und hat die großherzogliche Regierung eine Commission lage für die Landstände zu bearbeiten beauftragt ist. Die 0 des Friedenscongresses stalt, in welcher Corre⸗ Besatzung begonnen worden; dieselbe wird am bestellt, wesche Baupläne und Kostenvoranschläge als Vor, 5 0 * 5 2*— 4 6 6 Vorlage ist bei den Ständen bereits angekündigt. 10 1 —