dab Veltescult erricungen 4 ade werden latertursus den Nrutin. drüfung als leren 25 fl. solgen und 190 erbeten. den Herren und sind on Wohn. —— neulich er e hat das der Unter⸗ immten Ge⸗ legt. Hofg.⸗Adb. uslänglichen unt worden. Möchte die⸗ sehr deu und den übergroßen veröffentlicht „ vonach liche und rgedungen tetulsezung as Kasselet zministerium den 1. Ott. 11 Tettesoll en Bisuch Bepflichtung . ißt, hatte 1 Tage im ö ober, wie Gains 190 ——U—ü ienstag den 7. October. Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet. Kreisblatt sür den Kreis Friedberg. 181 Erscheint jeden N Dienstag, Donnerstag und Samstag. ..—25 * Am —— 2 ählige Exemplare geliefert werden begann ein neues Abonnement auf den„Oberhefsischen Anzeiger“ welcher auch ferner wöchentlich f dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poßstellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ f geld 47 kr. Bei der Verlags- Expedition kostet das Blatt für das kommende Quartal 9 ctober 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, ihre Bestellungen bei den Poststellen oder 1 15 f können. Postboten Wan machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung z f Die Expedition 9 eintritt und vo R N Deutsches Reich. Friedberg. Die Vermessungsarbeiten der iedberg⸗Hanauer Eisenbahn baben alsbald nach ir landständischen Genehmigung begonnen und ud, da verschiedene Linien abgesteckt wurden, Be⸗ rchtungen entstanden, die Richtung der Bahn erde den Interessen der zunächst, betheiligten egend nicht entsprechen. Ein aus den Ver— Nat und Abgeordneten der Städte bonau und Friedberg und mehreten Vertretern ur Landgemeinden bestehendes Comite hat die ufgabe übernommen, dahin zu wirken, daß eine zrecte Linie von Friedberg nach Hanau gebaut ird, welche Richtung nicht nur den Wünschen Bevölkerung entsprechen würde, sondern auch h sehr im Vortheil der Bahn selbst liegt, daß ein ogehen von dem ursprünglichen Plan, welchen e preußische Regierung gleichzeitig mit der Geld⸗ forderung dem preußischen Landtag vorgelegt 7 wohl schwerlich zu erwarten ist. Auf den b, d. M. hat der Vorsitzende des Comite's, Land- uh v. Schrötter, in Hanau, zu einer Zufammen⸗ 15 in Friedberg eingeladen, auf der wohl nähere usschlüsse über den Stand der Sache erfolgen erden. ud ung 0 Darmstadt. Am 23. September wurde der eisassessor bei dem Kreisamte Neustadt, August Harth, zum Oberconsistorialsectretär bei dem Ober⸗ lun sistorium ernannt. 10 7— Am 30. v. M. wurde der Advokat⸗Anwalt görz zu Mainz zum Obergerichtsrath ernannt. N Darmstad t. Die außerordentliche Landes mode erledigte in ihrer 15. Sitzung am 2. d. e§§. 136— 141 und damit die erste Lesung ite Berfassungsentwurfs. Zunächst wurde ein An⸗ ag der Ausschuß⸗Minorität, wonach die seit⸗ herigen Geschäfte der Super-Intendenten auf die estlichen Mitglieder des Oberkirchenrathes über⸗ ben sollen, angenommen; ein weiterer Antrag let. Ausschuß- Minorität: confessionelle Sprengel u Super ⸗Intendenten zu schaffen, wurde abge⸗ Unt. Die§§. 136(Geschaftsordnung und Henst⸗ Instruction des Oberkirchenrathes), 137 (tompetenz des erweiterten Oberkirchen rathes), 168(Vorlagen des Oberkirchenrathes an jede kyentliche Landessynode), 139(provisorische Ver⸗ ungen des Oberkirchenraths über an und für ic der Landessynode competirende Gegenstände), 40 und e eee wurden ange⸗ lornmen.— Am 2. d. M. Morgens ist die erste Ammer der Stände wieder zusammengetreten und er die Berathung über das Budget der Finanz- M iode 1873 bis 1875 begonnen. — Die erste Kammer, welche am 2, d. M. bieder zusammentrat, berieth den Hauptvoranschlag iber die Staats-Ausgaben für die Jahre 1873/75, iu specie die Hauptabtheilungen 1.(Lasten und gange), 2.(Verzinsung und Tilgung der Staats- schald), 14.(Garantirte Staatszuschüsse wegen Invat⸗Eisenbahnunternehmungen), 3.(Pensionen), (Bedüuͤrfnisse des großh. Hauses und Hofes), Fal des Landtags und des landständischen Achive), 6.(Matricularbeiträge zur Reichshaupt⸗ lise), 7.(Minister, Staatsrath und Cabinets⸗ Direction), 8.(Ministerium des großh⸗ Hauses und des Aeußern), 9.(Geschäftszweige des Mi⸗ nisteriums des Innern) und 10.(Geschäftszweige des Ministeriums der Justiz). Sämmtliche Aus⸗ gabepossen wurden in Uebereinstimmung mit den Besch lüssen der zweiten Kammer bewilligt und nur bezüglich einzelner Seitens letzterer beschlossenen Anträge Nichtbeitritt beliebi. 8 — Die erste Kammer der Stände genehmigte am 4. d. das Finanzgesetz, wie es aus den Be— schlüssen der zweiten Kammer hervorgegangen. — Lieutenant Korwan vom Großh. Artillerie- Corps wurde zum Premier⸗Lieutenant befördert, — Von hier ist eine mit 100 Unterschriften von Lehrern versehene Adresse zu Gunsten des Volksschulgesetzes an das Ministerium abgegangen. Die betreffenden Lehrer aus den verschiedensten Berlin. Die von der Reichsregserung an⸗ geordneten Goldankäufe begegnen gegenwärtig auch der Concurrenz der scandinavischen Regierungen, welche bekanntlich auch die Goldwährung einzu⸗ führen beschlossen haben. — Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark nebst Sohn trafen am 3. d. M. von Hamburg hier ein und nahmen im Grand Hotel de Rome Wohnung. 3 — Nachdem der Corvettencapitain v. Reibnitz das Commando Se. Maj. Schiff„Arcona“ über⸗ nommen hat, ist dasselbe vom 1. Dez. in Kiel in Dienst gestellt. Die„Gazelle“ wird sich bekanntlich nach den asiatischen Gewässern begeben, um die „Nymphe“ abzulösen, welche bereits die Heimreise angetreten hat.. ö Breslau. Die Vereidigung des Bischofs Reinkens wird am 7. d. in Berlin erfolgen. Als Zeugen werden der Canoniecus Richthosen, Pro- fessor Weber, Geheimerath Elvenich und Professor Schneiders fungiren. ö Gotha. Seit einigen Tagen ist in Meiningen die obligatorische Fortbildungsschule ins Leben ge⸗ treten; es sind zu derselben alle jungen Leute bis zum 16. Lebensjahre verpflichtet, welche nicht sonst das Lehrziel der Fortbildungsschule erreicht haben. Arolsen. Nach vorausgegangenem Gottes dienste in der Kirche wurde am 1. d. die erste regelmäßige Landessynode der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont in dem landständischen Sitzungssaale eröffnet. Dem Vernehmen nach wird auch die Verbesserung des Einkommens der Pfarrstellen einen Gegenstand der Verhandlung bilden. Braunschweig. Der Herzog wird der „Magdeb. Ztg.“ zufolge an die Erbschaft seines Bruders, wie es heißt, keine Ansprüche erheben, aber auf der Erfüllung eines mit demselben im Jahre 1822 abgeschlossenen Vertrages bestehen, wonach ihm im Falle des früheren Hinscheidens des Herzogs Karl aus dessen Vermögen eine Summe von etwa drei Viertel Million zukommt, Auch wird von hier schwerlich auf die Rückgabe des nun wieder aufgefundenen Mantuanischen Ge⸗ fäßee(der berühmten Onyx-Vase) verzichte: werden, Die hierher gelangten Aeußerungen der Genfer Theilen des Landes nehmen augenblicklich an dem Kumpa'schen Zeichnen⸗Cursus Theil. Regierung sollen in Bezug auf beide Punkte nicht unbefriedigend lauten. f f 9 München. Das bereits festgestellte Budget für die nächste Finanzperjode beantragt die Er⸗ hebung der directen Steuern in der bisherigen Höhe. Kirchheim ⸗Bolanden. Die katholische Schullehrer Präparandenschule hier und die pro⸗ testantische in Edenkoben sollen dem Vernehmen nach in confesstonell gemischte umgewandelt werden. Ausland. 8 Schweiz. Bern. Am 5. d. wurden in Genf zum ersten Male nach dem neuen katholischen Cultusgesetz von den katholischen Bürgern drei Geistliche der katholischen Gemeinde gewählt. Frankreich. Paris. Ein hiesiger Corre⸗ spondent der„Nat. Zeitung“ telegraphirt unterm 1. d. Folgendes:„Gestern hat in Belfort eine. neue Mauifestation patriotischer Feigheit und Brü⸗ talität stattgefunden. Es war dort seit der Räu⸗ mung ein deutscher Arzt zurückgeblieben, dessen Frau schwer erkrankt war; derselbe erhielt gestern den Besuch eines deutschen Predigers, welcher, während der Occupation in Belfort residirt hatte. Auf einem Spaziergange wurden beide Herren von einem Krämer erkannt, der die Volksmenge gegen sie aufhetzte; sie mußten in einen Laden flüchten, wo sie belagert wurden. Der herbeige⸗ eilte Maire intervenirte vergebens. Soldaten mußten die Straße räumen, worauf unsere deutschen Lands⸗ leute in einen Wagen steigen konnten; die Menge verfolgte sie aber mit Steinwürfen, welche den Pastor am Auge verwundeten. Mit genauer Noth gelangte der Wagen aus dem Festungsthor, welches hinter demselben geschlossen wurde. Aber in der Vorstadt fand eine Erneuerung der Scene statt, und es ergab sich die Nothwendigkeit einer neuen Intervention der Truppen.“ 8 — Es werden Feindseligkeiten gegen die Pro⸗ testanten im Süden bei Gelegenheit der Restau⸗ ration befürchtet. Man erachtet die Proclamätion der Monarchie während der Aufregung über den Bazaine'schen Prozeß für leichter auszuführen. — Die interessanteste Nachricht des Tages ist, daß der Graf von Chambord die Tricolore an⸗ nehmen wird, wenn die Nationalversammlung darüber entscheidet. Er hat sich in dieser Weise in einem Brief an den Grafen v. Maills ausge⸗ sprochen. Für sein Haus würde er das Lilien banner festhalten. 8 — Am 4. d. M. hat eine Versammlung 1 Bürcau Mitglieder sämmtlicher Fractionen der Rechten stattgefunden, welcher zwei von Frohsdorf zurückgekebrte Deputirte beiwohnten. mand Holland. Haag. General Weitzel ist zum Kriegsminister ernannnt worden. f Dänemark. Kopenhagen. Unter den Arbeitern hat neulich dahier eine Bewegung be- gonnen, die bedeutend werden kann, wenn sie all⸗ gemein Anschluß findet. Viele Arbeiter haben eingesehen, daß der Sorialismus ihrer Sache schadet, statt zu nützen. Diese Ueberzeugung hat zudem Entschlusse geführt, Vereine zur Ver besse⸗ rung der Lage der Arbeiter zu bilden, ohne sich —r. 3— Bc 2 —. den anpern Zweigen der Gesellschaft feindlich ent⸗ e enzust en. Ihre practische Form erhielt diese begung zuerst von den Schmfeden, deren jüngst 61 ihre Kameraden zur Bildung eines Vereins einluden 8 K 4 Großbritannien. Lendog Das Reu⸗ ter'sche Büregun meldet aus Cartagena dom 30, Seht: Das Jusurgenten⸗Gese vader bexeitet einen Angriff auf Valenkka vor. In Cartagena herrscht großer Mangel an Lebensmitteln und in 155 dessen äußerste Niedergeschlagenheit der Be völkerung. b Spanien. Madrid. Aus Bayonne wird unterm 1. d. telegraphirt, daß unter den Car- lien große Uneinigkeit herrsche. Die Generale Rado, Dorregaray und Lizzaraga befinden sich gehenwärtig in jener Stadt In Cartagena haust ein Barbier Romero als Director des Gesundheitswesens. Ein früherer Lakat ist Gefängnißvirettor. Cabachos, bisher Packknecht bei der Douane, ist jetzt Director dieser Verwaltungs branche. 1 ,Die Regierung bat Nachrichten erhalten, wonach 14,000 Carlisten bei Estella concentrirt sind. Die Generale Mariones und Santa Pau 15 gegen die carlistischen Streitkräfte bei Bilbao vorgerückt. Die Seeverbindung mit San Se⸗ bastian unterhält General Ansotegni. Ein Zu⸗ sompenstaß steht sehi wahrscheinlich bevor. Italien. Rom. Anläßlich des Jahres- tages des Plebiscits wurde am 2. d. der soge⸗ nannte„Monti“ illuminirt. Ein großes Trans- parent stellte die Kaiser von Oesterreich und Deutschland und den König von Italien, sich die Hände reichend, var. Die Musik spielte die ita⸗ ae die deutsche und die österreichische Volks⸗ ymne. 35 — Der Papst empfing am 2. d., am Jahres- tag des römischen Plebiscits, 300 Mitglieder der keln Gesellschaften, welche er in feiner Ant⸗ wortsrede ermuthigke, auf bessere Zeiten zu hoffen. Gespfächsweise äußerte der Papst, man wolle ihn vetleiten, Rom zu verlassen, er aber werde sich niemals hierzu entschließen. b 1 Mailand. Der Prinz und die Prinzessin Karl von Preußen sind am 3. d. hier eingetroffen und von den Spitzen der Behörden am Bahnhofe begrüßt worden. Nach einem kurzen Aufenthalte stzten diesetben ihre Reise nach Monza fort. „Amerika. Newyork, Die Börse hat sich wieder befestigt.— Jay Cooke machen Vor⸗ schläge zur Wiederaufnahme ihrer Geschäfte und stellen ihr ganzes Privatvermögen zur Disposition ihrer Gläubiger. e Aus Stadt und Laud. Vilbel. Wie bedeutend der Obstsegen in hiesiger gend ist, erhellt wohl aus der Thatsache, daß ein zürtiemberger Käufer, der die Aepfel eines einzigen Guts; pächters das Malter zu 7 fl. 20 ke. gekauft, nachdem er etwa 500 Malter bezogen und nach seiner Heimath ver⸗ sendet hatte, den Rest des Ertrags an einen andern Würtlemberger Käufer für die Abssands⸗Summe von 200 sage zweitausend und fünfhundert Gulden, abtrat. s müssen doch noch einige Tausend Malter eingesackt werben, wenn ber letzte Käufer auch sein Geschäft machen will. In der Kürze läßt sich wohl annähernd angeben, wiel Tausene Malter der kleine Bezirk, etwa 4 Quadrat⸗ eilen, 1 5 hat. 9 0 ießen. Die Schwurgerichts⸗Sitzungen in der Provin Obethessen vom 4. Quartal d. J. erden Wiöa dn October d. J., Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und während derselben nachbemerkte Anklagen zur öffent⸗ lichen Verhandlung kommen: Montag den 6. Ocsober, Vormittags 9 Uhr, gegen Franz Linke von Brockendorf in Schlesien, wegen Diebstahls; Vertheid.: Großh. Hofger.⸗ Advocat Steinberger. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Dechert von Storndorf, wegen Btandstiftung; rtheid.; Großh. Hofger.⸗Advocat Labroisse. Diensiag den 7. October Vormitlags 8 Uhr, gegen Philipp Kralling von Vilbel, wegen Verbrechen gegen Sittlichkeit; Vertheid. Groß b. Hofger.⸗Abvocat Weidig. Mittwoch den 8. October, Vorminags 9 Uhr, gegen Elisabetha Dahmer von Willofs, 7 Kindesmord; Vertheid.: Großh. Hofger.⸗Advocat r. Guffleisch. Donnerstag den 9, Oclober, Vormiktags 9 Uhr, gegen Johannes Grälings Willwe von Trais an d. Lumda wegen Uckundenfälschung; Vertheid.: Großh. Hofger.⸗Advocat Dr. Dittmar. Denselben, Nachmittags 3, Uhr, gegen a) Jehannes Bauers Ehefrau, b) deren Tochter Marie Bauer von Friedberg, wegen Diebstahls, vezw. Theilnahme; Vertheid. Großh. Hofger.⸗Advocal Dr. Diitmar. Freitag den 10. October, Vormittags 9 Uhr, gen Karl Schmidt II., früher Gemeinde⸗Einnehmer von Lollar, wegen Verbrechen im Amte und Urkundenfälschung. ö Samsag 8 5 e e che 9 a Anna Vertbeid.; Großh. Hofger.⸗Advocat Baist. a n Ju allen Ortschaften unseres Kreises, deren Pfarrer sich orthodoxe nennen; werden vol und den Schullehrern Unkerschriften gegen die gesetzt Und gegen die Besch e der Laudessynode gesammelt. Darmstadt. er Verein für Verbreitung von Volksbildung, welchex die von dem Gemeindergth an Hohe erste Kammer eingereichte Adresse?„Die Einfilhrung des neuen Schulgesetzes beir.“ vollkommen billigt und sich derselbden anschließt, beschloß, dieselbe von allen Personen, lassen und wird zu diesem Zwecke diese Adresse den hiesigen Einwohnern zur Unlerzeichnung vorgelegt. Bessungen. Eine mit den Unterschriften des Orts-, Kirchen⸗ und Schulvorstandes versehene Adresse, gerichtet an die hohe erste Kammer der Stände mit der Bitte, dem Entwurf des Volksschulgeses und den zu demselben von der zweiten Kammer gefaßten Beschlüssen ihre Zu⸗ stim nung zu Theil werden zu lassen, ist dahier in Cir⸗ culalion gesetzt. a Mainz. Wagen ein Arbeiter von demselben, gerieth zwischen die Puffer und wurde ihm dabei der eine Arm vollständig zermalmt; ein eiserner Hacken drang ihm außerdem in den Körper. Der Unglückliche, aus Nierstein gebürtig, wurde sofort ins Spital gebracht, 2 2 Mainz. Am Samstag früh entfernte sich von Hause Chr. Fleck don Klein⸗Winternheim mit mehreren hundert Gulden, um für eingekaufte Victualien Zahlungen zu leisten, derselbe ist aber bis jetzt noch nicht zurückgekehrt. Man ersucht alle Diejenigen, die über den Verbleib Aus⸗ kunft geben können, dies auf der Polizei in Mainz zu machen, da die Familie in der größten Besorgniß ist. Sprendlingen in Rheinhessen. Auch von hiesiger Gemeinde wurde eine mit 283 Unterschriften versehene Adresse für das Schulgesetz an die erste Kammer abgesandt. — Der gesammte Orts-, Kirchen- und Schulvorstand be⸗ fanden sich unter den Unterzeichneten. 2 Nieder⸗Modau. Es dringt wie ein Lauffeuer die auffallende Nachricht von dem Verschwinden des Pfarr⸗ verwesers B. durch das Modauthal. Es wird vermuthet, daß die dem Kirchenkasten in Nieder-Modau gehörigen Werthpapiere nicht in Ordnung seien. Bereits seit 14 Tagen soll Herrn B. vergebens der Schlüssel zu dem Kirchenkasten abverlangt worden sein. Es ist so weit ge⸗ kommen, daß gerichtliches Einschreiten angeordnet worden ist. Darmstadt. Die Vermuthungen binsichtlich des Pfarrverwesers Basset haben sich in vollstem Umfange bestätigt. Der Kirchenkasten in Nieder-Modau ist um volle 12.000 fl. bestohlen. Die in hessischen Obligationen be⸗ stiebenden Werthpapiere wurden bet der hiesigen Firma Gerst mit dem Stempel versehen ohne Austand gegen baar eingelöst. Auch in Raunheim, dem letzten Amtssitze des Entflohenen, wurde der dorlige Kirchenrechner um seine Caution, in etwa 1000 fl. bestehend, beschwindelt. Allerlei.* Frankfurt. Aus Anlaß der schon mehrfach gerügten Uebelstände in Betreff des Feldberghauses hat der Taunus⸗ club in seiner letzten Sitzung beschlossen, in einem Schteiben an die Feldberghaus⸗Commission die Abstellung derselben und eine bessere Beaussichtung ber Wirthschaft anzuempfehlen. Frankfurt. Der diesjährige Herbst⸗Pferdemarkt be⸗ ginnt am 20. d. M., Mittags 11 Uhr, und endet am 22. d. M., Mittags 12 Uhr. Die Marktordnung ist die⸗ selbe, wie bei den seitherigen Pferdemärktend g Limburg. Die durch rechtskräftiges Urtheil des Schwurgerichts dahier gegen Jacob Koch von Ohren wegen Mords erkannte Todesstrafe ist von dem König in lebens⸗ längliche Zuchthausstrafe umgewandelt worden. 8 Karlsruhe. Der Alikatholicismus zählt in Baden 27 Gemeinden und über 2560 selbstständige Männer, und 9500 eingeschriebene Mitglieder. Stuttgart. Eine entsetzenerregende Nachricht durch⸗ lief am 21. Sept. unsere Stadt: es habe sich ein Mensch von der Höhe des Stiftskirchenthurms herabgestürzt. Die Sache fand ihre Bestätigung, und hatte sich der Unglück liche von der ersten Altane des Sfiftskirchenthurms in der Höhe von ca. 150 Fuß herabgestürzt. Der Unglückliche, Conditor Gärtner, war ein ehrsamer und wohlhabender Stultgarter, welcher in dem Wahne lebte, er sei wahn⸗ sinnig, was ihm verschiedene Perföntichkeiten in's Gesicht sagten. 7 1 1 Eisenach. In den letzten Tagen wurde hier der erste deutsche Seminarlehrertag gehalten. Aus allen Ländern Deutschlands halten sich Seminarlehrer einge⸗ funden, von Friedberg Herr Director Schäfer. Kölu. Die Bäckermeister von Köln haben sich in einen Confliet mit den Hausfrauen unserer Stadt ver⸗ wickelt, aus welchem letztere siegreich hervorgingen. Jene erhöhten den Preis der winzigen Weiß brödchen von 3 auf 4 Pig. mit der Drohung, am 1. Januar würden sie 5 Pfg. nehmen, Am 1. d. M. forderten sie 4 Pfg., am 1. d. strikten auch unsere Frauen und am 2. d. M. beugten sich die Bäcker vor den Schönen der heiligen Stadt Köln. Berlin. Am 20. Sept. enihielt die Vossische Zeitung das nachstehende interessante Inserat, welches ein eigen: ihümliches Licht auf die siitlichen Zustände Berlins wirft: „Eine anständige junge Dame biltet einen reichen Herrn Elisabetha Völker von Ober⸗Schmitlen, wegen Kindesmordz diesen oder auch Jauche und Abtrütsdünger. Das Feld muß, Am 1. d. M. Abends gegen 11 Uhr fiel in der Nähe der Eisenbahnbrücke beim Rangieren der werden. Chislehurst. Oer ehemalige Schneider 2 Al Herr Dusantoy, hat sein prachtvolles Schloß zu Mona dem kaiserlichen Prinzen vermacht. 2 * en Fulterpfla FE. Un rechten 15 und in richli⸗ hoͤchsten Ma 75 Ma bis 400 Cir. denen Volksbildung am Herzen liegti, unlerzeichnen, zu ist der Futtermais allgemein eingeführt, im Großherzog 0 5 der Boden aber unter keinen Um⸗ ständen sein. Am Besten verwendet man zur Düngung gut mit Pfuhl behandelten, halb verrotteten Stalldüngg, da der Mais tief Wurzelt und ein ausgebreitetes Wurz werf hat, lief gepffügt und gut zerkrümelt werbe, Man pflüge bis zu 30 Etm.(5 Cim.= 2%) tief, dann bearbeite man mit Walze und Egge die Erde jein. Die Saat darf in der Regel nicht vor Anfang Mal geschehen, da der Mais gegen den Frost sehr empfindlich ist. Anfang Juli kann man die letzte Saat bestellen, Besonders eignet ex sich in ftisch angebrochene Wies oder abgängige Kleeäcker, von denen man noch voll Heu gewinnen kann. Findet die Saat spät, von Mille Juni an, statt, so ist die Erndte namhaft geringer. Durch wiederholtes Behacken wird das Wach thum der aispflanze außerordentlich befördert. Es deshalb zweckmäßig, die Saat in Reihen oder Stufen vol 25—30 Cim. Entfernung statt breitwürfig vorzunehmen Entwicklung gelangen können. Der Saatbedarf ist pe ½ Heklar: a 2 bei Stufensaat 2035 Pfund. 1 „ Reihensaat 30—45„ „ Breitwurssaat 45—70„ mit Pferdehacke oder mit ee ee werden; bei Breilwurssaat ist dies schwierig und zeilraubend; mal unterläßt deshalb das Behacken, und dies ist der Grun weßhalb Manche den erwarteten Vortheil im Mais bau nich finden. Gelb aussehender, schwächlicher Mais wird als, bald nach dem Behacken dunkelgrün und üppig. Pflanzen in den stehengebliebenen Reihen so gelichtet, da nur noch die kräftigsten Stöcke mii 70—90 Cim. Abstand stehen bleiben, die dann durch Anhäufeln gute Erde und festen Stand erhalten, 8 101 d Die Matspflanzen können, so lange sie jung sint, dem Vieh ganz gereicht werden. Später muß man fie Der Mais ist ein vorzügliches Milch futter Als Futter für Jung⸗ und Zugvieh bedarf er einer Bei⸗ Wickhafer, Klee. Eine Mischung von/ Mass ul / Klee ist ziemlich entsprechend. Mais mit Wicken oder Erbsen ist unräthlich, da diest bis 15 Pfund Mais pro ½ Hektar) unter Futterwichen als gutes Mittel, um deren Lagern zu verhindern Kleinbauer zu empfehlen; man richte es, ein, daß seine Aberndtung in die Zeit fällt, in der es an andern Futter gebkicht. 2 Will man bei dem Maisbau gleichzeitig eine Körner⸗ gewinnung im Auge behalten, dann eignet sich hierzu det gelbe Pfälzer Mais, im Uebrigen verdient der ameri⸗ kanische Pferze, ahn mais den entischiedenen Vorzug. Beim Ankauf en Caalmals ist es nothwendig, sich vom Händler schriftliche Garantie für volle Keimfähigkeit geben zu lassen und vor der Aussaat Proben von ½ Pfun⸗ an die landw. Versuchs⸗ und Auskunftestafion zu Darm⸗ stabt zu schicken, welche die Prüfung auf Keimfähigkeit unentgeltlich ausführt.* 1 Berloo fungen. futter Hypothekenbank. Ziehung vom 20. Sep tember 1873.— Heimzahtung am 2. Januar 1874. ApCt. Serie 1. vom Jahre 1863. Ni. 105 296 558 716 vom Jahre 1863. Lit A. Nr. 18 fl. 1 Lit. B. Nie 512 527 947 8 fl. 100. pCt. Serie III. vom N 1867. Lit. A. Nr. 8 31 à fl. 1000, Lit B. Nr. 24 60 vom Jahre 1868. Lit A. Nr. 127 128 137 147 140 172 205 216 231 245 à fl 1000. vom Jahr 1869. Lit. A. Nr. 24 121 126 280 290 332 379 385 397 408 497 515 à 171 233 272 339 357 419 4 fl. 500. Lit. C. Nr. 10 22 50 56 138 164 226 255 274 296 307 315 326 394 um ein Darlehen. Daselbst ist auch ein anständiges möb⸗ lirtes Zimmer zu vermiethen.“ N 479 à fl. 100. Nur keine dichte Saat, wobei viele Pflanzen nicht zu Bei Stufen und Reihensaat kann die Bearbeitung Es kann die Gewinnung von Grünfutter mit den]“ Gewinnung von Körnern verbunden werden. Man säkel(“ ihn alsdann in Reihen von ca. 30 Cim. Entfernung. Bel! einer Höhe von 75 Eim. fängt man an, je die zwein, Reihe herauszuschneiden und hierauf werden auch 0 1 schneiden, sonst läßt das Vieh die dickeren Stengel liegen, gabe von Oelkuchen. Malzkeimen u. dgl. oder eine von Ein Saatgemisch von letzteren Pflanzen bei dichtem Maisstand unterdrüct Dagegen dient der Mais bei Dünn saa t(00 D Der Anbau von Futtermais ist namentlich dem N 7 4, 4½ und 5p Ci. Pfandbriefe der Frank- a Lit. A. Nr. 107 0 fl. 1000. Lit, B. Nr. 308 474 818 à fl. 500, Lit. C 6 849 4 fl. 100. 600 Serie II.. 79 220 227 380 395 à fl. 500. Lit C. Nr. 424 454 73 1 fl. 500. Nit C. Nr. 4 38 40 46 66 8 fl. 100. 3 * 6 1 1 9 0 M. fl. 1000. Lit. B. Nr. 16 55 97 166 140% de b * ford 1