n f 1 5 18 5. 1 N Dienstag den 6. Mai. N 52. Juduftien. 3 5 eint u f 3 8 J ddbas de 5 8 9 0 58 1 75 5 g *r N T. 0 1 1 5 1 E 1. II 1 1. uns 0 N f ö* l 5 5 20. Ant. 997 9 Wutg ein 8 * lation f uf einen. Die Petitzeile 3 8 f 3 Erscheint jed —.— 4 wird mit 3 kr., 10 1 Sgr. berechnet. Kreisblalt für den Kreis Friedberg. Dienstag, De Samstag. nin deine bee* 0 5 a K 1 1 Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei n der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. edenfalls Vassagiere ber Geh. Amtlicher Theil. dieser Tag 1 4 f 1 1 21. 5 3 g Bitreffend:.„ die Beitreibung der Communal⸗In traben Friedberg am 3. Mai 1873. n Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. cht im Die sofortige Einfendung der rubrizirten Verzeichnisse, in soweit dies noch nicht von Ihnen geschehen ist, bringen wir bei Meidung „Di bel der Abholung in Erinnerung. Di d. Vorardeitet 1 Gang Streffend: Die Bedürfnisse ber Lansludenschaft der Provinz Oberhessen für 1873. Friedberg am 3. Mai 1873. mak d Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitisehen Vorstände des Kreises. D Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Amen. Es Ftiedberg zu den rubrizirten Bedürfnissen beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedeeretur zu ertbeilen und dieselben anzuweisen, die 1 Biträge in den bestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft Grüneberg zu Gießen pünktlich abzuliefern. Draa pf p. awesen, in 1) Beienheim 2 fl. 19 kr.— 2) Butzbach 19 fl. 59 kr.— 3) Fauerbach v. d. H. 1— 15) Weckesheim 2 fl. 20 kr.— 16) Staden 13 fl. 32 kr.— 17) Assen⸗ uschi. 1. 4 kr.— 4) Gambach 6 fl. 59 ke.— 5) Griedel 9 fl. 9 kr.— 6) Hoch⸗Weisel heim 14 fl. 37 kr.— 18) Nauheim 24 fl. 29 kr.— 19) Bönstadt 13 fl. 23 kr.— Fb. Zig“(. 14 kr.— 7) Kirch Göns 4 fl. 17 kr.— 8) Langenhain 46 kr.— 9) Melbach 20) Bruchenbrücken 6 fl. 40 kr.— 21) Fauerbach b. Fr. 38 kr.— 22) Nieder⸗ er präciser f. 35 kr.— 10) Münzenberg 11 fl. 58 kr.— 11) Nieder ⸗Weisel 15 fl. 9 kr.— Florstadt 15 fl. 1 kr.— 23) Friedberg 163 fl. 2 kr.— 24) Nieder⸗Wöllstadt 22 fl. 40 kr. . 12 Ostheim 2 fl. 16 kr.— 13) Pohl⸗Göns 5 fl. 12 kr.— 14) Steinfurt 4 fl. 41 kr.]— 25) Ober⸗Roßbach 6 fl. 37 kr.— 26) Wölfersheim 6 fl. 54 kr.— 26) Dorheim 24 ke. mmluns en baben, 5 5. 5 1 5 7 an e, Mathildenstiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg. 1 Nachdem wir an die Stelle des von hier wegziehenden Herrn Directors Steinberger unserem Mitgliede, dem Lehrer an der ul irritter ae Herrn Volk, einstweilen und bis auf Weiteres die Functionen des Vorsitzenden übertragen haben, so ersuchen wir das 3 Mblikum, sich in allen Angelegenheiten unserer Stiftung von heute an an letzteren wenden zu wollen. debt idle 1 Friedberg am 1. Mai 1873. Der Vorstand der Mathildenstiftung. — f ö 2. 5 a: j allen 0 Deutsches Reich.§. 2 wurde in der Fassung der Commission inel.— Der Schwerpunkt der Oberleitung der im vol. W. Darmstadt. Am 1. Mai wurde der ordent- eines Amendements Benda's, welches die Anlegung Bau begriffenen Berlin-Coblenzer Bahn nach er⸗— iche Lehrer an der polyptechnischen Schule, Pro- a eser Dr. Carl Leisewitz, auf sein Nachsuchen von e ehem Dienst entlassen. a „nh,— Die Ergebnisse der Landesbrandkasse des 7% Pic. oßherzogthums waren im verflossenen Jahre sasttedenstellend. Obwohl zur Ergänzung des er stark angegriffenen Betriebskapitals und des dank 3 Aiervefonds ein Betrag von 42,000 fl. zur Ver⸗ a Elben un dung gelangt, beträgt der Jahresausschlag auf iu buche 5 Kreuzer= 1 pro Mille. Bei dieser Gelegen- Glethal un, lt sei noch anerkennend hervorzuheben, daß die fanzost Uawaltungskosten der genannten Anstalt, um welche ine manche andere Staaten beneiden, verhältniß⸗ . A sehr unbedeutend sind. Tell.— Wir erhalten aus sicherer Quelle die Nach- g vile 0. vill, 1 9, Mai „daß, sobald die preußischen kirchlichen Ge— definitiv festgestellt sein werden, die hessische Atierung mit analogen, bezw. wesentlich unver- Anterten Gesetzen vor die Stände zu treten beabsichtigt. — Die im Dezember vergangenen Jahres bei tand. n Isenburger Arbeiterkrawall betheiligt gewesenen — leiter sind von den Geschwornen des Land- 7 aha depenbruches für schuldig erkannt worden und sind in Arbeiter Gerhardt, Adam Frank und Franz 6. 0. Fank jeder zu zwei Jahren Zuchthaus, der Arbeier den J Daam zu drei Monaten Gesängniß verurtheilt. 1 470 Friedberg, 3. Mai. Heute Vormittag 11 Uhr ghet if Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu enn e tem dreiwöchigen Aufenthalt dahier ein. Sprendlingen(Rheinhessen). Am 26. April da. ant dahier eine größere Lehrerversammlung avs — n Cantonen Wöllstein, Bingen, Wörrstadt und helhein. Gegenstand der Besprechung bildete U Entwurf des Volksschulgesetzes. Berlin, 2. Mai. Der Reichstag setzte in pucoba hr heutigen Sitzung die zweite Berathung des „ aeeutwurfs über den Reichs-Invalidensond fort. 1h, 1 0 0 4 5 1 der Fonds in Communalpapieren der Provinzen, Kreisen und Gemeinden zuläßt und vom Minister Delbrück eventuell acreptirt wurde, genehmigt. §. 3 wurde mit einem Antrage Bamberger's ge⸗ nehmigt, welcher Lombarddarlehen auf solche Effeeten gestattet, welche zur Anlegung des Invalidenfonds selbst geeignet sein würden.§. 4 wurde gleich⸗ falls mit einem auf Wechsel und Sicherheiten für Lombarddarlehen und auf außer Cours gesetzte Schuldverschreibungen bezüglichen Amendement Bam⸗ berger's angenommen. — 3. Mai. Der Reichstag setzte heute die Berathung des Gesetzentwurfes über den Invaliden⸗ fonds fort.§. 5 wurde mit einem vom Staats- minister Delbrück empfohlenen Amendement ange nommen, welches den Ausschluß der Staatsbanken von der Veräußerung von Schuldverschreibungen für Rechnung des Invalidenfends beseitigt.§§. 6, 7, 8, 11 und 12 wurden debattelos,§. 9 mit einem die Communalpapiere von den Bestimmungen dieses Paragraphen ausschließenden Amendements Webskyp's,§§. 10, 13 und 14 mit redactioneller oder auf die Geschäftsführung der Invalidenfonds⸗ Verwaltung bezüglichen Amendements von Bam- berger genehmigt. Die Gesetzvorlage über das Reichseigenthum wurde ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. — Generalstabschef Marggraf unterzieht im Laufe des Mai die Bebra⸗Hanauer und die Frank⸗ furt⸗Hanauer Bahn einer militärischen Revision. — In dem Etat des Reichskanzleramtes für 1874 ist vorläufig eine Summe von 119,000 Thlrn. ausgeworfen worden als Kosten der Expeditionen zur Beobachtung des im Jahre 1874 bevorstehen- den Vorüberganges der Venus vor der Sonne, welche Beobachtung für die genauere Feststellung der Entfernung der Sonne von der Erde von ganz besonderer Bedeutung ist. folgter Betriebs⸗Eröffnung wird, so viel bis jetzt feststeht, ohne Zweifel nach Frankfurt a. M. ver⸗ legt werden. Nach den bisher über diesen Gegen⸗ stand getroffenen vorläufigen Dispositionen ist anzunehmen, daß in Frankfurt eine Generaldireetion errichtet werden wird, welcher zwei Betriebscom⸗ missionen mit ebenso vielen Oberbetriebsinspectionen untergeordnet werden. — Der Finanzminister hat die k. Cassen seines Ressorts anweisen lassen, die in ihren Beständen sich befindenden und ferner sich ansammelnden preußischen Friedrichsd'ors und kurhessischen Pistolen, sofern sie das gesetzliche Passirgewicht haben, in angemessenen Summen durch die Regierungs- Hauptkassen an die hiesige Reichs ⸗Haupkkasse ab⸗ zuliefern. Fulda. Am 2. Mai wurden die Conferenzen der preußischen Bischöfe geschlossen. Ein gemein⸗ samer Hirtenbrief und eine Denkschrift, welche die kirchenpolitischen Gesetze betrifft, wird wahrscheinlich folgen, doch ist Näheres über die gefaßten Ve⸗ schlüsse nicht bekannt. Bonn. Am 4. Mai fand dahier ein außer⸗ ordentlicher Verbandstag der Bildungsvereine Rheinlands und Westphalens statt. Den Haupt⸗ gegenstand der Berathung bildete die Frage der Förderung des Fortbildungs- Unterrichts, bezw. Erlaß einer Petition um Einführung des obliga⸗ torischen Fortbildungs⸗Unterrichts. Straßburg. Ueber die bevorstehende Näumung Belforts von den deutschen Truppen schreibt der „Liberal de l'Est“: Die Vorbereitungen für den Abzug der deutschen Truppen werden von Tag zu Tag augenfälliger. Im Bahnhofe wird ein be⸗ sonderer Platz zum Einsteigen der Truppen be— stimmt werden, damit der gewöhnliche Dienst nicht gestört werde. Die Räumung wird wahrscheinlich gegen den 25. Mai beginnen und am 26. Juli ——. enden; es werden nicht weniger als 30 Züge von je 25 Waggons, also ein Zug alle zwei Tage, erforderlich sein, um das in dieser Festung aufgehäufte ungeheuere Kriegsmaterial fortzuschaffen. Ausland. Oesterreich. Wien, 3. Mai. In der heutigen Plenarsitzung der österreichischen Dele · gation wurde der Voranschlag des Budgets für das Ministerium des Aeußern nebst einer Reso· lution, welche der Politik des auswärtigen Mini⸗ steriums seit dem letzten Kriege beistimmt, ange- nommen. — Den Berliner Blättern ist über die Feier der Eröffnung der Weltausstellung ein ausführ⸗ liches Telegramm zugegangen, dem wir noch Fol⸗ gendes entnehmen: Die Allerhöchsten Gäste wurden vom Kaiser und der Kaiserin an dem zur Rotunde führenden Portale erwartet, die Kronprinzessin des deutschen Reichs wurde vom Kaiser selbst zu der dort errichteten Estrade geleitet, wo dieselbe von der Kaiserin herzlich begrüßt wurde. Der Kaiser und die deutsche Kronprinzessin, die Kaiserin und der Kronprinz des deutschen Reichs und von Preußen, Kronprinz Rudolf und Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen betraten zuerst die Rotunde, an deren Eingange vie fürstlichen hohen Gäste von den Erzherzögen Karl Ludwig und Rainer empfangen wurden. Schweiz. Bern. Die Regierung des Can⸗ tons Luzern ersucht die von Solothurn, einen modus vivendi fär den beiderseitigen Verkehr bis zur definitiven Regelung der Basler Bisthums⸗ Angelegenheit vorzuschlagen. — Der Berner Regierungsrath hat jetzt beim Appellations⸗ und Cassationshofe die Abberufung der renitenten 97 jurassischen Geistlichen beantragt. Belgien. Brüssel. Die Deputirtenkammer setzte am 3. d. M. die Berathung des Kriegs: budgeis fort. Der Finanzminister erklärte, daß alle Minister mit dem Kriegsminister in der Ver⸗ theidigung der bezüglichen Vorlage, deren Annahme für das Wohl des Landes nothwendig sei, uber einstimmten und bei deren Nichtannahme die Führung der Landesgeschäfte Anderen überlassen würden. Das Ministerium werde im Laufe der Session diese Frage zur Entscheidung führen. Holland. Haag. In der Sitzung der 2. Kammer vom 1. Mai theilte der Minister der Colonien ein Telegramm des Generalgouverneurs von Indien mit, in welchem gemeldet wird, daß nach einem telegraphischen Berichte des Regierungs- tommissärs vom 25. April die Truppen nicht mehr durch den Feind beunruhigt worden seien. Auch scheine das Einschiffen keine Schwierigkeiten zu bieten. 8 — Der Regierung ging ein Telegramm des indischen Generalgouverneurs zu, Inhalts dessen der Regierungs⸗Commissär für Atschin die am 28. April ersolgte glückliche Einschiffung der Truppen angezeigt hat. Der Gouverneur fügt hinzu, er habe Truppen nach Deli zum Schutze der für die Blokadeflottille bestimmten Kohlendepots designirt. Großbritannien. London, 2. Mai. Unterhaus. Hamilton beantragte ein Tadelsvotum gegen das Ministerium wegen dessen Verhaltens in der San Juan-Frage. Gladstone vertheidigte die Regierung und schloß folgendermaßen: Daß die Amerika günstige, Englands Ansprüche zurück- weisende Entscheidung schmerzliche Gefühle erregte, sei natürlich, aber über allen Zweifel erhaben sei, daß Kaiser Wilhelm nach sorgfältigster mühsamster Prüfung seinen Wahrspruch mit vollkommenster Unparteilichkeit fällte. Der Zwischenfall ist damit erledigt. Spanien. Madrid. General Nauvilas ist an Stelle des abgetretenen Acosta zum Kriegs- minister ernannt. Perpignan. Aus Barcelona wird unterm 1. Mai gemeldet: Oberst Cabrinety schlug die Carlisten unter Saballs und Villa in einem sechs⸗ stündigen Gefecht in den Bergen von Monzeny und wurde dafür zum Brigadier ernannt. General Velarde erliez den Befehl, alle Landbäuser zu ver⸗ lassen und zuzumauern, woräber große Aufregung in Catalonien herrscht, zumal Velarde erklärte, er werde die nichtvermauerten Landhäuser zerstören. 60 Alralden wollen ihr Amt niederlegen. Man befürchtet den Ausbruch eines allgemeinen Auf⸗ standes, falls die Maßregel ausgeführt wird. Italien. Rom, 1. Mai. In der heutigen Kammersitzung kündigte der Präsident des Minister⸗ raths Lanza an, daß das Cabinet in Folge des Votums der Kammer über den Bau eines Militär⸗ Arsenals in Tarent seine Demission gegeben habe. Der König berief heute mehrere Persönlichkeiten, um ste über die Ministerkrisis zu befragen, hat aber noch nichts entschieden. Die Krisis kam un⸗ erwartet und erregte große Sensation. — Die„Opinione“ meldet: Das Ministerium rietih dem Könige an, Pisanelli zu berufen und denselben mit der Neubildung des Cabinets zu beauftragen. Pisanelli machte geltend, daß das Kammervotum, welches die Krisis herbeigeführt, von rein administrativer Natur sei.— Der König hat den beabsichtigten Besuch bei der Kaiserin von Rußland in Sorrent verschoben. — Der„Opinione“ zufolge hat der König auch Ricasoli und Menghetti consultirt, welche aber erklärten, daß die gegenwärtige Kammer nicht ausreichende Elemente zur Bildung einer neuen Verwaltung enthalte. Es werden Schritte gethan, damit das Cabinet bleibe, indessen sind noch Schwierigkeiten zu überwinden. Serbien. Belgrad. Die Spannung, welche bisher zwischen Serbien und der öster⸗ reichisch ungarischen Monarchie bestand, ist nach übereinstimmenden Nachrichten jetzt vollständig be⸗ seitigt. Der serbische Ministerpräsident Ristics ist von dem Kaiser von Oesterreich aufs Gnädigste aufgenommen worden und auch Graf Andrassy hat demselben die größte Zuvorkommenheit bewiesen. Rußland. Petersburg. Die hier wohnen⸗ den Deulschen überreichten dem deutschen Kaiser am 1. d. eine Adresse. Bei dem Empfang der⸗ selben dankte Kaiser Wilhelm für die ausgesprochenen patriotischen Gesinnungen, wies auf die großen in Deutschland vollzogenen Umgestaltungen hin, welche vor Allem durch die unvergleichlichen Thaten der deutschen Armee, außerdem aber durch die ein⸗ müthige und opferwillige Hingebung der ganzen Nation herbeigeführt worden seien. — Dem Russischen„Invaliden“ zufolge ist laut den letzten Nachrichten über die Khiwa⸗Expe⸗ dition das Gros des Orenburg-Detachements am 30. März aus den Embaposten ausgerückt in der Richtung auf Albugir. Die vier Tage früher ab⸗ marschirte Avantgarde wurde durch große Schnee⸗ massen gehemmt. N Amerika. Washington. Die Staats- schuld hat sich im April d. J. um 2,248,000 Doll. vermindert. Im Staatsschatz befinden sich 76,976,000 Doll. Gold, 2,998,000 Doll. Papiergeld. New⸗Nork. Da den neuesten Telegrammen zufolge ein allgemeiner Ausstand der Indianer be⸗ fürchtet wird, dürfte es von Interesse sein, etwas Näheres über ihre Stärke zu hören. Die indianische Bevölkerung— die von Alaska nicht mitgerechnet — wird von der Regierung der Vereinigten Staaten noch auf 300,000 Seelen geschätzt. Von diesen leben etwa 150,000 friedlich auf den ihnen angewiesenen abgegrenzten Gebieten, während unge⸗ sähr 85,000 über die Ebenen schweifen, aber friedlich sich verhalten und sogar oft zu den Regierungsagenten für indianische Angelegenheiten kommen; 55,000 Indianer jedoch entziehen sich gänzlich aller Regierungscontrole, und sie sind es (also der sechste Theil der ganzen Race etwa) welche der Regierung und den weißen Ansiedlern Schwierigkeiten bereiten. * Darmstadt. Prinz und Prinzessin Ludwig sind am 1. Mai von idrer italienischen Reise hierber zurück ckehrt, Darmstadt. In dem am 1. Mui Abends um 9 Uor 15 Min. von Ludwigshafen nach Worms abge gangenen Personenzug erschoß sich unterwegs in einem Coupe 2. Classe in Gegenwart mehteier Personen ein schöner slaltlicher Mann, welcher in Oggersheim eingestiegen war, mittelst eines Revolvers. Der Schuß zeischmet erte das Gesicht und wurde die Leiche in Frankenthal aus dem Zug geschafft. Hammelbach(Kreis Lindenfels). Hier ist ein in den Annalen der Criminaljusiiz selten vorkommendes Ver⸗ brechen verübt worden; ein dortiger Barbier hat seinen eigenen 23jähr. Sohn in Folge eines häuslichen Zwistes 1 ö mit seinem Taschenmesser erstochen. Der unnatürlich Vater ist verbaftet und geständig. 5 2. Sinsheim i. B. Hier entlud sich am 29 v. M ein schweres Gewitter und vernichtete so den letzte Rest dessen, was die Nachtfröste an Früchten noch übrig gelassen hatten. Handhoch lagen in der Nähe von Weile die Schlossen. Der Blitz schlug mehrere Male ein un zerstörte im hiesigen Bahnhofgebäude den Reichs⸗ un Eisenbahntelegraphen; die Linie Sinsheim⸗Eppingen wurd durch die gänzliche Vernichtung der Drähte und zweien Telegraphenstangen zwischen Steinsfurth und Reihen voll ständig unterbrochen. Wien. Der Kulscherstrike ist beendigt. Wenn auch 1 am 29. April noch nicht alle Stanbplätze besetzt ware“ a und die Straßen noch immer die Feieriagsruhe zeigten, 5 so kann doch der Strike als gebrochen angesehen werden 2— Eine große Anzahl von Einspännern und einige Fial erschienen heute mit nummerirten Wagen und nahmen nach der bestehenden Taxe Fahrten an. ö Jeddo. Der Kaiser von Japan, welcher auf dee Wiener Weltausstellung durch mehrere Commissare ven“ treten sein wird, gedenkt im Jahr 1877 in Japan gleich 165 falls eine„internationale Ausstellung“ herzurichten un die hat seinen Vertretern in Wien streng anf die Seele ger bunden, daß sie dem Baron von Schwarz⸗Senborn ah“ sehen, wie man so' ein Ding zu Wege bringt. ö Statistische Notizen über den Fremden e Besch besuch in Bad Nauheim escäfte von Salineninspector Weiß. 6 0 Wie für die übrigen Badeorte, an welche kesiße, seither eine Spielbank etablitt gewesen, treten aut für Bad⸗Nauheim, nachdem das öffentliche Glücks spiel mit Schluß des Jahres 1872 sein End erreicht hat, einigermaßen neue Verhältnisse eit und ist die Frage, wie sich solche wohl gestalten werden, eine sehr naheliegende und darum vielbt, sprochene. Behufs deren Lösung möchten zwi“ Factoren zu betrachten sein, einmal, wie sich dieß Frequenz des Bades gestaltet hat, und dann, waßs; Bad Nauheim für die Folge zu bieten in der Lage ist. J Untersuchen wir zunächst, wie groß die Fre- Nirthse quenz des Badeortes nach Ausweis der offiziellensssch ein Kurliste in der letzteren Zeit gewesen ist, so wardsshen fe Nauheim besucht in den Jahren 1868 von 3805, en 6 1869 von 4046, 1870 von 3112, 1871 von 1 3 Reich 1872 von 5354 Personen. ec. J Unter den im Vorstehenden aufgeführten Per en df sonen sind indessen alle Passanten und viele Fremde sischork miteinbegriffen, welche nicht eigentliche Badegäse 0 waren; wir erhalten darum ein weit zuverläs/ Rezeich sigeres Bild über die Frequenz unseres Bades, 2 wenn wir nur die wirklichen Badegäste d. h. die 90 du jenigen Fremden in Betracht ziehen, welche sichs ders Behufs einer Badekur dahier aufgehalten und in g. die in den Badehäusern aufliegenden Fremden“ bücher eingeschrieben haben. Danach nahmen dahier eine längeren Aufenthalt 1862 878, 1863 1008, 1864 929, 1868 1273, 1869 1379, i führ 1870 937, 1871 1836, 1872 1904 Personen oder Parteien. Bei einer Vergleichung der beiden Uebersichten sindet man vom Kriegsjahr 1870 abgesehen, nich nur für den allgemeinen Fremdenverkehr, sondern auch, was hier von besonderem Belang ist, füll die Frequenz der eigentlichen Badegäste vom Jahr im dis 1808 an eine Steigerung; es würde diese That sache noch klarer bervortreten, wenn die bei de Einträgen in den Badebäusern aufliegenden Kremdene ihlauf . getres bücher jedeemal die Anzahl der zu den verschie senient denen Parteien oder Famelien gebörenden einzelnen Badenden angegeben würden. Wir können alses ech schon jetzt behaupten, daß Bad Naubeim im g Wachsen begriffen ist und zwar als Heilbad das einer Spielbank nicht bedurft bätte um unte Deuischlands Soolbädern den ihm gebührenden ehrenvollen Ruf zu erlangen und zu bewahren. im di Noch augenscheinlicher wird diese Behauptung wenn man die Anzabl Bäder in Betracht zieht, welch hir a seit einer Reihe von Jahren dahier abgegeben wurden Nach Angabe der Controle sind nämlich verabfolg worden: 1854 22921, 1855 22599, 1856 28880 1857 26031, 1858 18736, 1859 16353, 1800%/ 19850, 1861 23824, 1862 2024, 1863 25089 10 1864 23516, 1805 27300, 1807 32116 180 cho 35565, 1869 37557, 1870 26611, 1871 5660 ff iges 1872 55749 Bäder. He, Den nachtheiligen Einfluß des Krieges au den Besuch der Bäder sehen wir außer für 18600 Wette