N 64. Donnersiag den 5. Juni. bn ain bang don e Cie en 5 aneh 9 6 i N 0 0— 0 4 1 f ö 9 a f 18 stn. gag, 44 a 8 zwei Tage 6 che bezahlt ien Stubenfen⸗ 5 5 f 7 D titzeil 3 5 3 3 Erscheint jed i wird mit 3 8 f 1 55 berechnet. Kreisblatt für den Arris Sritdberg. Dienstag, endete u Samstag. Unbältunlen u, W U* 2 dan dal Betreffend: Die Maß⸗ und Gewichts⸗Ordnung, insbesondere die Beschaffenheit der Schankgefäße. Friedberg am 30. Mai 1873. 1412 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. 0 bawtifit Unsere Auflage vom 6. v. Mts., Nr. 53 des Oberhessischen Anzeigers, bringen wir in Erinnerung. Tur a pp. elt, daß den 5 . Betreffend: Die Unkerhaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege. f Friedberg am 3. Juni 1873. amtet 2 2„„. 75. 5 f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. dene m Wir haben mißfällig wahrgenommen, daß der von den Ortsstraßen und Vicinalwegen abgezogene Koth, die aus den Gräben und Durchlassen * ausgehobene Erde, der Abraum von den Pfaden ꝛc. noch nicht überall entfernt ist, sondern auf den Fußpfaden liegt. Stoces dis Wir erinnern daher die Säumigen, ungesäumt für Wegbringen der bezeichneten Gegenstände zu sorgen; die Bezirksbauaufseher sind angewiesen, 4 weitere Nachlässigkeiten, die geahndet werden müßten, zur Anzeige zu bringen. re dens konnten eig nm Setreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 26. November 1872, die Gehalte der Volksschullehrer. Friedberg am 1. Juni 1873. eine wiiteren mittags noch Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Schul- und Ortsvorstände des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 16. v. Mts. lassen wir Ihnen unter Couvert die von Großherzoglichem Ministerium des T1 Znnern unterm 26. v. Mts. erlassene Verfügung, Amtsblatt Nr. 1 5 Beachtung und Bedeutung der Lehrer zugehen. gelischen Ge⸗ ra. Weinsheim a 5 1 Betreffend: Die Ausstellung der Kirchenvoranschläge für das Jahr 1874. Friedberg am 30. Mai 1873. Hofgerichts⸗ 7 7„„** 7 7 2 2 1* Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände des Kreises. utav⸗ Neolf Unter Hinweisung auf den Artikel 15 der Verordnung vom 6. Juni 1832, die Verwaltung des Kirchen Vermögens betreffend, tragen wir 4 2 1 Denjenigen von Ihnen, die alljährlich Voranschläge aufzustellen haben, auf, diese sofort zu fertigen und an die betreffenden Dekanate abzusenden. vrüder. Pünktliche Befolgung der Instruktion für die Aufstellung der Voranschläge, sowie der Entschließungen zu den vorderen Voranschlägen, können wir Fatigebehnn rwarten und empfehlen Ihnen noch weiter, die einzelnen Ansätze in dem Berathungsprotokolle gehörig zu begründen und dasselbe vorschristsmäßig abzuschließen. sich solgenler Unter Hinweisung auf die Bestimmungen im Artikel 20 der Verordnung, die Verwaltung des Kirchenvermögens betreffend, bemerken wir — 4 Ihnen, daß in den Fällen, in welchem Zuschüsse aus den Gemeindekassen verlangt werden, diese Aufforderungen durch einen vollständigen speziellen 3 0 Auszug aus dem Berathungsprotokoll zum Voranschlag und durch eine Zusammenstellung sämmtlicher Einnahmen und Ausgaben zu begründen sind. brängle und. Ter a p p. bedeutenden — Viehpreisvertheilung zu Büdingen 1873. ü 41 0 ö Die diesjährige Viehpreisvertheilung wird zu Büdingen am 8. Julie] und weiter hergekommen sind, eine Wegentschädigung von 24 kr. für einen 1 abgehalten werden; es werden auf derselben 500 fl. aus der Provinzial-[Bullen uud von 12 kr. für ein Fohlen, ein Rind, einen Bock oder ein dereinskasse und 150 fl. aus der Bezirksvereinskasse zu Preisen und Weg⸗ Loos von mehreren Böcken, und ein Schwein oder ein Loos von mehreren —— errgütungen zur Verwendung kommen. Es können Preise erhalten: Schweinen für jede Stunde Wegentfernung. Die Musterung des Viehes 1) ausgezeichnete Fohlen, mit Ausnahme von Saugfohlen, und zwar: 1 am 19. b. a. solche, die vom Bewerber aus eigener Stute gezüchtet worden Nilionen 9, sind, von 15 bis 25 fl.; e 0 b. solche, die vom Bewerber gekauft, aufgezogen, und mindestens aa 8, 1 Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl. ng uit unge Diejenigen Fohlen, von denen durch Bürgermeistereibescheinigung bebe; au gachgewiesen ist, daß sie bis zum Alter von 2½ Jahren noch nicht ein⸗ 5 21 gespannt worden sind, sollen unter sonst gleichen Verhältnissen jedesmal 2 unden Vorzug erhalten. 2) Zur Zucht taugliche, im Besitz von Privaten befindliche 1 bis 2jährige — Bullen und zwar: a. wenn dieselben vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl.; die Böse w. und erfubal 15* 1 b. wenn dieselben vom Bewerber gekauft, aufgezogen, und mindestens i auf 1 halbes Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl.; 65 ne 3) Die besten im Besitze von Gemeinden und Bullenhaltern befindlichen, nicht 20 in über 3 Jahre alten Zuchtbullen, von 10 bis 15 fl., welche den Bullen⸗ ie aber ßhaltern zu gut kommen sollen. f an Wien 4) Rinder von 2 bis 3 Jahren, die entweder sichtbar trächtig sind, oder . deu dg erst kürzlich gelalbt haben und zwar: a, solche, die vom Bewerber aus eigener Kuh gezüchtet sind, von 15 bis 25 fl. und 5 b b. solche, die vom Bewerber angekauft, aufgezogen, und mindestens 1 halbes Jahr im Besitze desselben sind, von 10 bis 20 fl. Das schönste Rind erhält außerdem ein Halsband mit Glocke. 3) Ausgezeichnet schöne Schafböcke bis zu 10 fl. Bezüglich dieser muß das Schurgewicht von letzter Schur angegeben werden; auch wird bei der Prämiirung Rücksicht darauf genommen, ob die Böcke Reinvieh oder Schmeervieh sind und bei sonst gleichen Verhältnissen dem Rein- vich den Vorzug gegeben werden. 6) Zuchtschweine reiner englischer oder englischer Bastardracen jeden Ge⸗ schlechtes und mindestens ½ Jahr alt, die aus dem Bewerber eigen- thümlich gehöriger Zuchtsau gezogen sind, von 5 bis 10 fl. 4 beginnt Vormittags 8 Uhr. Alle Bewerber haben Bescheinigungen(auf stempelfreiem Papier) darüber beizubringen, daß das zur Preisbewerbung vorgeführte Thier den in der pos. 1 bis 6 incl. angegebenen Anforderungen entspricht, widrigenfalls sie bei der Prämiirung nicht berücksichtigt werden können. Die Preisbewerbung ist für alle Kreise der Provinz Oberhessen frei und an keinen Bezirk gebunden. Thiere, welche bei bei einer früheren Preisvertheilung bereits einen Preis erhalten haben, können auf einen weiteren Preis nicht mehr Anspruch machen. l Sämmtliches vorgeführte Rindvieh wird durch die betreffenden Ex⸗ perten in 3 Abtheilungen aufgestestellt werden; diese sind: I. Schweizer, Englische und größere Niederungsschläge; II. Vogelsberger Vieh und III. Kreuzungsvieh. Die einer Abtheilung angehörigen Thiere coneurriren unter sich um Prämien und es bleibt den Experten überlassen, die vorräthigen Mittel auf die einzelnen Abtheilungen je nach dem Maße der Beschickung und der Zahl der preiswürdigen Thiere zu vertheilen; ein erster Preis aber soll in jede Abtheilung fallen insofern ein wirklich preiswürdiges Thier in derselben vorgeführt ist; die Abtheilung, in die die Glocke mit Hals⸗ band entfällt, wird bei der Vertheilung der Preise zuerst vorgeführt. Die Experten werden vom Ausschuß des Provinzialvereins ernannt und zwar drei für Prämiirung von Fohlen, Schafböcken und Schweinen, drei für die von Bullen und drei für die von Rindern. In der Regel sollen zu Prämien für Fohlen, Schafböcke und Schweine 150 fl., für Bullen 150 fl. und für Rinder 200 fl. verwendet werden; Ausnahmen hiervon sind den Experten nach dem Maße der Be- schickung der einzelnen Abtheilungen gestattet, und Ueberschüsse aus einer Kategorie können in die anderen übertragen werden. Indem der Unterzeichnete Vorstehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er zugleich die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschaft zu zahlreicher Theilnahme an dieser Preisvertheilung ein. Wesentlich könnte das Interesse derselben erhöht werden, wenn, unabhängig von der Preisvertheilung, schönes Vieh und interessante Gegenstände der landwirthschaftlichen Industrie zur Ansicht aufgestellt würden. 7 Friedelhausen am 31. Mai 1873. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen. A. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau. 0 3 2 3 0 3 50 2—— A— 8 3 —... „ 4 Kirchen verfassungsentwurf einer ä Deutsches Reich. Darmstadt. Auch das Institut der Fiscal⸗ anwälte kommt auf den Aussterbeetat. Bei der Besprechung des dermaligen Finanz- Ausschusses mit dem Finanzministerium hat der Finanzminister erklärt, daß der gewünschte Versuch wegen allmäh⸗ licher Aufhebung der Fiscalanwälte angestellt werden solle und bereits bei der Fiscalanwaltschaft in Rhein- hessen angestellt sei, und daß man sich nur die Erwägung vorbehalte, ob nicht wenigstens die Stelle in Darmstadt beizubehalten sei. — Der Synodalausschuß tritt am 24. d. M. wieder zusammen, um seine Referate über den zweiten Berathung bis jetzt von dem Ausschuß gefaßten Beschlüsse geben Zeugniß dasür ab, daß die Mehrheit des Ausschusses bestrebt ist, den Ver⸗ fassungsentwurf in einer Richtung zu verbessern, die die Kirche entschiedener von unberechtigter Ein- mischung staatlicher Organe befreit, die der Re ⸗ präsentation eingeräumten Rechte erweitert und zugleich ihre Einheit wahrt. — Der Director des Justizministeriums hat in dem Finanzausschuß die Erklärung abgegeben, daß er die Stelle eines dritten Secretärs bei dem Justizministerium für entbehrlich halte und dieselbe deßhalb eingeben lassen werde. — Unter den Kreisämtern, welche voraus- sichtlich in Folge der neuen Kreisordnung ein⸗ gehen werden, nennt man auch Heppenheim. Dieß ist auch der Grund, weßhalb der Finanzausschuß eine im Budget für die Wiederherstellung des dortigen Kreisamts⸗Gebäudes vorgesehene Summe abgelehnt hat. Gießen. Am 31. Mai hat der Senat hie⸗ siger Universität eine von sämmtlichen Mitgliedern gutgeheißene Vorstellung an die großh. Regierung abgehen lassen, mit der Bitte, dieselbe demnächst der Karamer vorzulegen, um auf Grund der darin mitgetheilten authentischen Thatsachen als natür⸗ liche Beschützerin der Landesuniversität die An- schuldigungen gegen diese Anstalt im Finanzaus⸗ schusse der zweiten Kammer zurückzuweisen. Es wird darin, wie verlautet, der Nachweis geliefert, daß die vorgebrachten Beschuldigungen grundlos sind. Berlin, 30. Mai. Der Reichstag genehmigte in der heutigen Sitzung in erster und zweiter Be⸗ rathung den Gesetzentwurf über Registrirung und Bezeichnung der Kauffahrtei⸗Schiffe und nahm in dritter Berathung das Kriegsleistungsgesetz mit den zu§. 9 und§. 11 durch Zedlitz und Hell⸗ dorff beantragten und vom Staatsminister Delbrück empfohlenen Amendemenkts an. Die definitive Ab stimmung soll in einer späteren Sitzung erfolgen. — die„Spenersche Zeitung“ hört, daß in dem Preßgesetzentwurfe, welcher dem Bundesrathe vorgelegt worden ist, die Aufhebung der Cautionen und der Stempelsteuer vorgeschlagen sei. — Der Schah von Persien traf am 31. Mai Nachmittags 6½ Uhr auf dem Potsdamer Bahn- hofe, wo eine Ehren- Compagnie aufgestellt war, ein. Der Kaiser begrüßte den Schah mit einem Händedruck und stellte ibn dem Kronprinzen und den Prinzen des königlichen Hauses vor. Der Einzug erfolgte dem Programme gemäß unter Begleitung der commandirten Cavallerie und Kanonendonner. Der Kaiser und der Schah hatten zusammen in einem mit sechs Pferden be. spannten Wagen Platz genommen. Auf allen Plätzen und in den Straßen waren zahllose Menschenmassen versammelt. Ems. Am 8. d. M. wird der größere Theil der russischen Kaiserfamilie, und zwar Kaiser und Kaiserin, die Großfürsten Wladimir, Sergius und Paul, die Großfürstin Marie, wahrscheinlich auch deren Bräutigam, der Herzog von Edinburg, hier eintreffen. Es werden außer dem Badehause„Zu den vier Thürmen“ noch sechs große Kurhäuser für die hohen Herrschaften nebst Gefolge in Be— reitschaft gesetzt. Die Stadt trifft Empfangs⸗Vor⸗ bereitungen, namentlich wird eine allgemeine Be- leuchtung der Lahnberge veranstaltet werden. Hannover. Der 11. Juristentag wird in Hannover stattfinden und zwar vom 28. bis zu unterziehen. Die Ausland. Oesterreich. Wien. Die„Neue Freit Presse“ constatirt die Besserung der Physiognomie des Geldmarktes und sagt, daß man maßgebender⸗ seits bemüht sei, die fortgesetzten Executionen durch die Beschaffung eines ausgiebigen Aushilfe fonds zu verhindern. — Der Kaiser von Rußland, der Großfürst⸗ Thronfolger und Gemahlin und Großfürst Wladimir trafen am 1. d. M. hierselbst ein, begleitet von dem Kaiser von Oesterreich, der den russischen Herrschaften bis Gänserndorf entgegengefahren war. Von der Kaiserin und allen Erzherzogen und Erzherzoginnen am Bahnhofe empfangen, fuhren beide Kaiser zusammen nach Schönbrunn, der Großfürst⸗Thronfolger nebst Gemahlin sowie der Großfürst Wladimir in die Hofburg. Schweiz. Bern. Die Herzogin von Madrid protestirt in einem Schreiben an den Bundesrath gegen die ihr zur Schuld gegebenen carlistischen Umtriebe. b — 41 Mitglieder des Großen Rathes von und deren mögliche Consequenzen. Die ultra- montanen Mitglieder des Großen Rathes von Bern protestiren gegen das neue Kirchengesetz. Frankreich. Paris. Dem„Journal offi⸗ ciel“ zufolge ist der General Barail zum Kriegs- minister ernannt worden. — Der„Figaro“ schreibt: Es habe sich in Folge der jüngsten Ereignisse in Bezug auf den Prozeß Bazaine nichts geändert. So viel glaubt das Blatt jedoch versichern zu können, daß man im Schooße der Regietung überzeugt ist, der Prozeß Bazaine würde in der Armee eine Auf. regung hervorrufen, die man in diesem Augen- blicke vermeiden müßte. Es wäre also wohl möglich, daß binnen Kurzem ein Ablaßbeschluß erfolgt. Belgien. Brüssel. Am 30. Mai haben die vereinigten Kammer ⸗Sectionen das Milizgesetz verworfen, obwohl Jules Malou daraus eine Cabinets Frage gemacht. Die gesammte katho⸗ lische Presse bekämpft diese Projecte. Italien. Florenz. Das„Giornale di Firenze“ verzeichnet das Gerücht, der Papst habe die Zarin um ihre Verwendung wegen Gewährung der Religionsfreiheit in Polen gebeten. Der Papst habe gesagt, daß er sich in die Regierungsfrage betreffs Polens nicht einmischen wolle, diese Ge⸗ währung aber sei im Rechte des polnischen katho- lischen Volkes und im wohlverstandenen Interesse des russischen Reiches und der russischen Dynastie begründet. Die Zarin habe ihre Verwendung zugesagt. Mailand. Am 29. Mai hat das feierliche Leichenbegängniß Manzonis unter der größten all— seitigen Theilnahme stattgefunden. An der Seite des Sarges gingen die Prinzen Humbert und Amadeus. In der Stadt waren Trauerflaggen aufgehißt. Amerika. Boston. Eine große Feuers⸗ brunst zerstörte am 30. Mai die Washington⸗, die Boyleston⸗ und die Essexstraße, sowie das Globetheater. Der Schaden ist außerordentlich groß. Aus Stadt und Land. Ober⸗Eschbach. Am 25. Mai hielt der Zweig⸗ verein für Verbreitung rationeller Bienenzucht unter zahl⸗ reicher Betheiligung seine fünfte Wanderversammlung dahier im„Darmstädter Hof“ ab. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildeten praktische Uebungen. Dieselben wurden durch Herrn Rentz durch Herstellung eines künst⸗ lichen Ablegers am Muster-Vienenstande und durch Aus⸗ schleudern gefüllter Honigwaben mittelst der von Herrn Rentz sehr praktisch construirten Honig Entleerungsmaschine trotz kühler Witterung sehr rasch und exact ausgeführt. Hanau. Vom Comile für die Collectivausstellung der Hanauer Kunstindustrie auf der Wiener Weltaus⸗ stellung ist folgendes Telegramm von Wien, den 25. Mai hier eingegangen:„Hurah! Alles ist fertig. Collectivaus⸗ stellung enthüllt. Effect Hanau's würdig. Menschenan⸗ drang colossal.“. Darmstadt. Das Söhnchen des Prinzen Ludwig ist an dem von uns gemeldeten Fall aus dem Fenster noch denselben Tag verstorben. Darmstadt. Wie Georg Schirges in seinem jüngsten Ausstellungs bericht im Frankf. Journal mittheilt, nehmen die in der 29. Gruppe der Wiener Weltausstellung aus der hiesigen Fabrik von Schröder hervorgegangenen Mo- Aarau protestiren gegen die Amtsentsetzung Lachat's; 7 die dic E bes am 29. Mai verstorbenen Prinzen Friedrich Wilhelm siatt. Dem Leichenzug voran fuhr der Hofmarschall, alsdann folgte der Aspännige Leichenwagen, welchem eine weitere Anzahl von Hofwagen, in deren ersterem der trauernde Vater, Prinz Ludwig, saß, folgten. Der Zug bewegte sich vom prinzlichen Palais nach der Rosenhöhe, wo sich S. K. H. der Großherzog und die Mitglieder des Gr. Hauses zur Trauerfeierlichkeit, deren kirchlichen Theil Herr Hofprediger Bender besorgte, ver⸗ sammelt halten. Nach Beendigung der Ceremonie fand die Beisetzung im Mausoleum flatt. Eine zahlreiche Leichenzug zu passiren batte, versammelt. Darmstadt. Der bekannte deutsch katholische Prediger und Agitator Johannes Ronge hat seinen Wohnsitz von Frankfurt bierher verlegt. Darmstadt. Die Kronprinzessin von Preußen war am 1. Juni zum Besuche ihrer Schwester, der Prinzesfin Ludwig hier anwesend, um ihr anläßlich des erwähnten Unglücksfalles zu condoliren. a Darmstadt. Am 3. Juni geriethen auf dem Dippels ⸗ hof 2 Taglöhner in Streit, wobei der eine seinen Gegner mit einer Wagenrunge todt schlug. Der Thäter wurde noch am selben Tage verhaftet. Groß Gerau. Am hiesigen Landgericht schwebt des Kindes mords, in Trebur durch eine 15jährige Mutter verübt. Der Fall erregt großes Aufsehen. Wiesbaden. rücht von der Begnadigung der beiden wegen Spitzen⸗ diebstahls Verurtbeilten ist nach dem„Rh. Kur.“ nicht begründet. Auch sollen, wie dasselbe Blatt hört, dieselben Strafz in Gefängniß, bezw. Festungshaft eingekommen sein. ppenheim. Herr Professor Dr. Wilhelm Lübke, früher an der königlichen Bau⸗Akademie in Berlin, jetzt in Stultgart, hat durch Schreiben vom 24. Mai die Wahl in den Ausschuß des hiesigen Katharinenkirche-Bauvereins angenommen und bereitwilligst seine Mitwirkung bei dem nationalen Unternehmen, eines der schönsten Werke gothischer Baukunst am Oberrhein in seinem alten Glanze wieder aufzurichten, zugesagt.. Bingen. In Folge des neulich gemeldeten Zu⸗ sammenstoßes wurden der Locomotivführer des Rangir⸗ zuges, sowie der Rangirmeister in Untersuchungshast genommen. Allerlei. Frankfurt. In den füngsten Tagen ist das Zoo⸗ plastische Museum, das uns die Thierwelt im Krieg und Frieden natur- und lebenswahr vorführt, durch ein 9 Fuß großes untadelhaft erhaltenes Krokodill, mehrere Vogel⸗ wegen seiner Seltenheit und eigenthümlichen Zeichnung ein weißer Löffelreiher ꝛc. bereichert worden. die neuen Gruppen nölhig gewordene Veränderung in den Aufstellungen hat die Ausgabe eines neuen Katalogs er⸗ fordert, der soeben erschienen ist und nunmehr 118 Nummern dieser Thierbilder aufweist. Frankfurt. Das eine Kind von etwa drei Jahren trug sie auf dem Arm, das andere von etwa fünf Jahren führte die Schwester an der Hand. Als der Taunusbahnzug heran⸗ brauste, warf sich die schon seit einigen Wochen geistig ge⸗ störte Frau mit ihren Kindern vor die Locomotive und wurde mit ihnen zermalmt. Die Frau lebte in ganz günstigen Verhältnissen. Kassel. Am 30. Mai Abends fand auf der Nord⸗ bahn ein durch falsche Weichenstellung veranlaßter Zu⸗ sammenstoß eines Personenzugs mit einem leeren Zuge statt. Die Maschinen sind zertrümmert und zwei Beamte erheblich verletzt. Der Schaden ist beträchilich. Mannheim. Der Director der Rheinischen Hypo⸗ thekenbank, Herr Hecht, ein geborner Friedberger, hat einen Ruf an eine Universität erhalten, denselben jedoch abge⸗ lehnt und bleibt an obengenanntem Justitut. Verloos ung. Karlsruhe, 31. Mai. Bei der heutigen Serien⸗ ziehung der badischen 35 fl⸗ Loose von 1845 wurden 4672 258 3421 1080 5301 1017 4604 3581 1228 5883 4422 2181 6854 2063 1002. D. Frankfurt a. M., 3. Juni. Die Börse ver⸗ kehrie heute bei Beginn der Woche in ziemlich fester Haltung und war in Folge guter Kaufordres lebhafte Kauflust vorhanden. Spätere mattere Berliner Course, besonders für Creditactien, vermochten der herrschenden günstigen Stimmung keinen Eintrag zu thun. Credit⸗ actien schlossen mit 293½, nach 295½ eiwas matter, wie am Samstag Mittag; Staatsbahn mit 348½ um ca. 4½ fl. und Lombarden, deren Wochenplus nicht günstig ist, mit 195 ¾ um 15¾ fl. Höher. Elisabeth höher. Von Banken deutsche Effectenbank besser, riger. Oesterr. Nationalbank 8 fl. höher. Oesterr. Rente anziehend. Dollars ½ kr. niedriger.— Nach Schluß trat auf weichende Berliner Course wieder eine mattere Stimmung 30. August. delle einen sehr hervorragenden Rang ein. Darmstadt. Am 1. Juni Abends um 6 Uhr fand Lombarden 194½, Menschenmenge batte sich in den Straßen, welche der nicht um Begnadigung, sondern um Verwandlung ihrer — folgende Serien gezogen: 7887 564 7293 6193 4463 Von österr. Bahnen Prov.⸗Disconto, Oesterr.-Deutsche und Continental nied⸗“ r 22 gegenwärtig eine Untersuchung wegen eines Verbrechens Ein in der Stadt umgehendes Ge⸗ gruppen, darunter ein grünfüßiges Rohrhuhn mit 3 Jungen, bemerkenswerth, ein Zwergreiher im Nest mit Jungen, Die durch Am 31. Mai Abends fand an der Verbindung der Taunus⸗Eisenbahn mit den andern west⸗ lichen Bahnhöfen ein erschütternder Selbstmord statt.. Eine Frau ging mit ihren beiden Kindern und einer Schwester in der Nähe der bezeichneten Stelle spazieren. Von Wechseln Wien bedeutend schwächer⸗ d —— 8 5 . ein und notiren: Creditactien 289¼, Staatsbahn 345% f 6.