Samsiag den 3. Mai. — Ac n und 1 1 Ang. 6 N 0 gut und a 8 lun 1 5 1 5 I 1 1 ung set 8 sehr gut . Die Petitzeile 1* f f Erscheint jeden 78 scht wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet. Kreisblatt für den Kreis riedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 9 8 Für die Monate Mai und Juni kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. verzüglch 5 5 5 a 4 5 5 4525 5 0 Deutsches Reich.— Das Gr. Regierungsblatt Nr. 19 enthält: auch auf die taubstummen bildungsfähigen Kinder tung gut Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ I. Bekanumachung Großherzoglichen Ministeciums ausgedehnt und denselben statt der seitherigen un⸗ rungsblatt Nr. 18 enthält: der Finanzen, die amiliche Benennung der Oberförsterei zureichenden sechsjährigen, wenigstens eine acht⸗ gut und I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums n Großherzoglicher Brandversicher⸗ jährige Schulzeit bewilligt 5 werde. Bei dem des Innern, die Erhebung des Oelrois in der Kreisstadtsungs⸗ Commission, die Aufbringung des Bedürfnisses der unzweifelhaft menschenfreundlichen Verlangen der ach sclt Offenbach betreffend. g GCGroßherzoglichen Landes⸗Brandversicherungs⸗Anfialt für Denkschrift kann man nur wünschen, daß dieselbe als dahu: It Bekanntmachung Großherzogliche Proxinzial- 1872 belressend.— woran kaum zu zweifeln— maßgebenden Ortes Direction Oberhessen, die Aufbringung der Mittel zur III. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial⸗ 161 ücksichti 3 1 Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Pro- Directlon Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in allseitige Berücksichtigung sinden mage: 1 * vinz Oberhessen für 1873 betreffend. der Provinz Starkenburg für der Jahr 1874 betreffend. Mainz. Der„Mainz. Anz.“ schreibt: Wie wir gut und III. Uebersicht der für das Jahr 1873 genehmigten IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts hören, haben die Bäckermeister sich an das Gou⸗ . israeluischen Vübel, die Niederschlagung der Umlage der israeliuschen vernement gewendet mit der Bitte um militärischen schr gut 108. klebersich zer von Großherzogliche Miristertum io e aa e Schutz im Falle eines nothwendig werdenden lunz scht des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Umlagen aur Wee der Bebürfnisse in ben irgelllischen Brodaufschlags. l 5 f Bedürsnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kr. Religtonsgemeinden des Kreises Heppenheim. Berlin, 30. April. Der Reichstag hat in eee eaelsgug, Duech dithelk des Gehe des 5. dg d. cen diele den en e einer henligen Sizung den Antneg Seu cht gun herzoglichen Bezlksgerichts Alzey vom 20. März 1873 n 5 nee, des Gewährung von Diäten in dritter Lesung bei wurde behufs demnächstiger Abwesenheiteerklärung von 5 VII. e Großhen Landes⸗ namentlicher Abstimmung mit 145 gegen 85 Stimmen lun Heinrich Konrad und Elisabetha Konrad, in Alsheim ge⸗ Universität Gießen. angenommen. Minister Delbrück etklärte auf eine zuchaen. boren, Kinder der allda wohnhaft gewesenen und längs ver VIII. Bekanntmachung, die Vertheilung der Preise] Anfrage, daß das Reichskanzleramt mit den Direct⸗ gut und storbenen Ehe- und Ackersleute Johann Konrad und Christina im philologischen Seminar zu Gießen beneffend. f g Staats ⸗Eisenb übe ie Ci a Elisabetha Seng das Zeugenbeweisverfahren angeordnet. ix. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen ionen der Staats⸗Eisenbahnen über freie Eisen⸗ fung ziem⸗ VI. Ordensverleidungen. Seine Königliche Hoheit eines r i Seine Königlich Poheit der bahnfahrt verhandele, das Resultat aber noch lich. der Großherzog haben allerguädigst geruht: am 11. März Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. April dem nicht feststehe.— Das von Wiggers vorgelegte dem Bauausseher bei dem Kreisbauamt Grünberg, Joh. Damm, im Hinblick auf seine mehr als fünfzigjährigen treuen Dienste, das allgemeine Ehrenzeichen mit der In⸗ schrift:„Für fünfzigjährige treue Dienste“, om 1. April dem Districtseinnehmer der Distrietseinnehmeret Gunzenau, Philipp Ling, mit Rücksicht auf seine fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste dos Ritterkreuz 2. Classe, an demselven Tage dem Brückengelderheber bei der Mainüberfahrt zu 3 Kostheim, Ludwig Schranz, in Rücksicht auf seine fünszig⸗ jährigen treu geleisteten Dienste, das silberne Kreuz, am 16. April dem Besitzer der Witlich'schen Hofbuchoruckerei Ferdinand Wittich, das Niiterkreuz 1. Classe des Philipps⸗ Ordens zu verleihen. VII. Namensveränderunderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. April der Elisabeih Schallert von Schönberg zu ge⸗ p. hatten, daß dieselbe in Zukunft statt ihres bisherigen den meinden, f aus der * — Jamiliennamen Müller führe. (reibt: b VIII. Ertgeilung eines Erfindungspatents. Seine schteib!? Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst ge⸗ sich dichte ruht: am 15. April dem Schmiedmeister Heinrich Baum zu Groß⸗-Umstadti auf dessen Nachsuchen ein Erfindungs⸗ patent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Beelpflugs zum Kartoffellegen, Unter dem ausbrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bercits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogihums zu erthetlen. IX. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. März den Unteradjutanten Dorfeld vom 1. Infanlerie-(Leibgarde⸗) Regiment Nr. 115 zum Bibliothekdiener bei der Univer⸗ sitätsbibliohek zu ernennen; am 15. April den Haupt- fleueramts⸗ Assistenten 1. Classe bei dem Hauptsteueramte Worms, Wilhelm Dornfeiff, in gleicher Diensteigenschaft an das Haupisteueramt Mainz zu versetzen: an demselben Tage den Finanzaspiranten Johannes Müller aus Bingen⸗ heim zum Hauptsteueramts⸗Assistenten 2. Classe bei dem Haupftsteueramte Worms zu ernennen. X. Ver setzungen in den Ruhestand. Xl. Concurtenzeröffnung. Eledigt ist; die 2. evang. Schulstelle zu Pfungstadt, im Kreise Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 550 fl. f XII. Sterbefälle. Geflorben sind: am 6. Febr. der Nireisveterinärarzt Dr. Hermann Supp zu Darmstadt; am 15. Febr. der pens. Kreisbauausseher Amendt in Hroß⸗Gerau; am 9. März der pens. Schullehrer Philipp Franz Brauburger zu Herbnein;z am 19. der Professor Dr. Wilhelm Stahl zu Gießen; am 25. der pens. Orts⸗ tinnehmer Leo zu Neu⸗Yenburg; am 28. der Steuer⸗ pfandmeister Schupp 71 Groß Umstadt; am 29. der Geheime Obermeoicinaltalh Dr. Hei Küchler zu Darmstabt; am 30. März der e Theodor bosmann zu Darmstadt; am 10. A der Kreisarzt des kreiemebicinalamts Mainz II. Dr. Hermann Birnbaum. Medicinalrath Dr. Ebel in Langen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihm von seiner Majestät dem Deutschen Kaiser, König von Preußen, verliehenen Kriegsdenkmünze für Nichscombatianien zu ertheilen. X. Diensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzg haben allergnädigst geruht: am 17. April dem Schullehrer an der evang. Schule zu Nieder-Rosbach, im Kreise Friedberg, Konrad Biedenkapp die evang. Schul⸗ stelle zu Steinbach, im Kr. Vilbel, zu übertragen. XI. Concurenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Schulstelle zu Raibach, im Kr. Dieburg, mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.; das Steuercommissariat Michelstadt, concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. Darmstadt. Am 18. April wurden der Oberrechnungsprobator 1. Classe bei der I. Ab- theilung der Justificatur der Oberrechnungskammer, Georg Weiß, und der Oberrechnungsprobator 1. Classe bei der II. Abtheilung der Justificatur der Oberrechnungskammer, Theodor Schulmeyer, zu Oberrechnungsrevisoren bei der II. Abtheilung dieser Behörde ernannt; an demselben Tage wurde der Oberrechnungsprobator 2. Classe bei der II. Justificatur⸗ Abtheilung der Oberrechnungs⸗ kammer, Wilhelm Bausch, zum Oberrechnungs⸗ probator 1. Classe bei der nämlichen Abtheilung ernannt. — Vor Kurzem war der in Hessen bestehen- den, aus dem Anfang dieses Jahrhunderts stammen⸗ den Gesetzgebung über die Besteuerung nicht hessischer Kalender, während die in Hessen verlegten keinerlei Abgabe unterworfen sind, Erwähnung gethan. Wir erfahren jetzt, daß der Abg. Heinzerling in der Kammer den Antrag gestellt hat, die Stempel⸗ pflicht auswärtiger Kalender aufzuheben. Friedberg. Director und sämmtliche Lehrer der hiesigen Großherzogl. Taubstummen⸗ Anstalt haben in diesen Tagen bei der Groß⸗ herzoglichen Oberstudiendirection mit der Bitte um Kenntnißnahme empfehlende Weiterbeförderung an die zur Berathung des neuen Schulgesetzentwurfes versammelte Commission eine Denkschrift ein⸗ gereicht, betr. den Gesetzentwurf für das Volks- schulwesen im Großherzogthum und die Taub- stummen⸗Schuljugend, in welcher sie beantragen, daß in das neue Schulgesetz Bestimmungen auf⸗ genommen werden, durch welche der Schulzwang Vereinsgesetz wurde einer aus 14 Mitgliedern zu⸗ sammengesetzten Commission überwiesen und trat das Haus darauf in die Berathung von Petitionen ein. e 1. Mai. Antrag Richter's betreffs Wahl einer Commission aus 28 Mitgliedern an, welche eintretenden Falls das Budget vorberathen soll. Dann wurde ohne Debatte die erste und zweite Lesung des Gesetz⸗ entwurfs über Aufgebot und Amortisatjon ver⸗ lorener oder vernichteter Schuld-Urkunden des norddeutschen Bundes und des deutschen Reiches erledigt. Ferner folgte die zweite Berathung des Gesetzentwurfs über den Reichsinvalidenfonds. §. 1 wurde mit allen gegen die eine Stimme Ewald's angenommen. Der folgende Paragraph über Anlage der Fonds rief eine lange Debatte hervor, wobei der Bundescommissär Camphausen das Unwirthschaftliche der Commissionsanträge wiederholt hervorhebt und die Annahme der Vor⸗ lage empfiehlt. — 28. April. Das Herrenhaus nahm in der Special⸗Diseussion die Vorlage über die kirch⸗ liche Strafgewalt in der Fassung der Regierungs- Vorlage an. b — 29. April. Der Bundesrath bewilligte heute 36½ Millionen Thaler für die Ez weiterung des elsaß s lothringischen Eisenbahnnetzes und den Etat des Reichskanzleramtes, und genehmigte die Ausschußanträge, betreffend die Rinderpest und die Bildung einer Cholera-Commission. Wiesbaden. Am 1. Mai wurde gegen Frau v. Recum und Frau v. Langsdorff wegen der Spitzendiebstahlsgeschichte vor der Strafkammer verhandelt. Der Andrang des Publikums war groß; der Gerichtshof mußte die Thüren schließen lassen. Die Verhandlungen werden zwei Tage dauern. Als Hauptdiebin ist angeklagt die in der Irrenanstalt befindliche Frl. v. Langsdorff. Fulda. Die hier versammelten Bischöfe setzten am 30. April die Berathungen in zwei mehr- stündigen Conferenzen fort. Wie aus guter Quelle verlautet, soll im Herbste dieses Jahres die fünfte Versammlung der deutschen Bischöfe zur Berathung über die gemeinsamen Angelegenheiten der katho⸗ lischen Kirche in Deutschland bier abgehalten werden. Der Reichstag nahm heute den* . ——— 8—— Magdeburg. Dem„Magdeb. Correspon⸗ denten“ zufolge sind in der Neustadt 2 Cholerafälle constatirt worden. 5 München. In der Spitzeder'schen Gantmasse sind, laut„Nürnberger Presse“, Wechselforderungen im Gesammtbetrage von 8,622 000 fl. angemeldet worden; hierzu kommen noch 510,000 fl. Hypo thekenschulden, so daß sich ein Gesammtschulden⸗ stand von 9,132,000 fl. ergibt. Angesichts dieser colossalen Schuldsumme, im Verhältnisse zu welcher die Activa ganz in den Hintergrund treten, dürfen sich die Gläubiger sicherlich keiner Illuston auf irgend eine namhafte Rückzahlung hingeben. — Am 29. April stattete der König den Neuvermählien, der Frau Erzherzogin Gisela und dem Prinzen Leopold einen Besuch in österreichischer Uniform ab; am 30. empfing das Hohe Paar die Aufwartung des diplomatischen Corps. Der König hat angeordnet, daß heuer ausnahmsweise 2000 Arme mehr als im Vorjahre nächsten Sonn- tag gespeist werden sollen. Die Kosten trägt die königl. Cabinetskasse. Ausland. Oesterteich. Wien. Das deutsche Kron⸗ prinzen Paar mit seinem ältesten Sohne traf am 29. April hier ein und wurde von dem Kaiser, sämmtlichen Erzherzogen, dem Prinzen v. Wales und dem Prinzen Arthur auf dem Bahnhofe empfangen. Der Kaiser umarmte den Kronprinzen und am Arme des Kaisers verließ die Kronprin⸗ zessin den festlich geschmückten Bahnhof. — Die Eröffnung der Weltausstellung durch den Kaiser erfolgte in Gegenwart der Kaiserin, der kaiserlichen Familie, der fremden höchsten Gäste, aller Staatswürdenträger, der Mitglieder der Ausstellungs⸗Commissionen und eines trotz der sehr ungünstigen Witterung ungeheueren Publi- kums am 1. Mai präcise 12 Uhr Mittags. Zahl- reiche Musikcorps, Gesangvereine und Kanonen-⸗ salven signalisirten die Hauptmomente. Das Kaiserpaar erwartete die hohen Gäste beim Portale der Rotunde. Alle ankommenden fürstlichen Gäste wurden am Eingange von den Erzherzogen Karl, Ludwig und Rainer empfangen. Das Kaiserpaar wurde mit donnerndem Hochrufen, die fremden fürstlichen Gäste ehrerbietig begrüßt. Die Musik⸗ capellen spielten nach der österreichischen Volkshymne auch die preußische. Nach den Empfangsreden und beendigtem Festgesange durchschritt das Kaiser⸗ paar, begleitet von den höchsten Herrschaften und dem Bürgermeister Dr. Felder das westliche und östliche Transept der Industriehalle. N Schweiz. Bern. Ein schweizer Arbeiter- Congreß wird an Pfingsten in Olten stattfinden. 11 Uhr Morgens bis zur Nacht. Republikaner völlig geschlagen. 80 Todte und Verwundete. Türkei. Konstantinopel. Wegen eines Kirchendurchgangs in Betlehem, worauf die La teiner Eigenthumsrechte erheben und welcher von der Regierung als Eigenthum der Griechen erklärt wurde, drangen abwechselnd Lateiner und Griechen in die Kirche und zerstörten gegenseitig die Sym⸗ bole. Fünf Lateiner und fünf Griechen sind ge⸗ fährlich verwundet worden. Rußland. Petersburg. Der am 29. April von 2094 Militärmusikern und Tambours mit der größten Präcision ausgeführte Zapfenstreich machte den großartigsten Eindruck. Auf dem Programme standen: Der Krönungsmarsch aus dem„Propheten“, das„Preußenlied“, die„Wacht am Rhein“ und ein Schlußchoral. Der Weg, den die Monarchen auf der Rückkehr von der Oper zurücklegten, war durch electrisches Licht erhellt; beide Kaiser wurden von der dicht gedrängten Menge mit enthusiastischen Zurufen begrüßt.— Der russische Gesandte bei der hohen Pforte, Generallicutenant Ignatieff, hat einen mehrwöchentlichen Urlaub erhalten. Amerika. Newyork. Die, Indianer haben einen Angriff auf die amerikanischen Truppen ge macht und dieselben bei Garry geschlagen.— In Manitoba werden ebenfalls Unruhen Seitens der Indianer befürchtet, welche in einer Stärke von 7000 Mann die Colonie bedrohten. Friedberg. Der höchst interessante und beherzigens⸗ werthe Artikel,„Fingerzeige über ländliche Creditvereine“ (in Nr. 49 des Oberh. Anzeigers) sagt unter Anderem, daß der Kapitalist bei dem Ausleihen eines Kapitals außer auf die Sicherbeit hauptsächlich auch auf pünktliche Zins⸗ zahlung und Rückzahlung sehe. Dies ist durchaus richtig und glaubt man auf die im Interesse beider Theile, so⸗ wohl des Kapitalisten, als auch des Kapital⸗ Suchenden, liegende Einrichtung der landwirthschaftlichen Credit⸗Bank in Frankfurt,(welche außerdem alle Bankgeschäfte besorgt) aufmerksam machen zu sollen. Die landw. Bank leiht Geld gegen bypothekarische Sicherheit und cedirt alsdann an Kapitalisten das Kapital(zu 5 Prozent Zinsen) unter eigener Verantwortlichkeit. Die Zinsen aber werden am Verfalltage gegen die ansgestellten Coupons pünkllich von der Bank ausbezahlt, einerlei ob sie von dem Schuldner eingegangen sind oder nicht. G. Friedberg. Der erste Gewinn der Frankfurter Frübjahrs⸗Pferdelotterie wurde zwei hiesigen Handlungs⸗ beflissenen zu Theil. Einem Gerüchte zufolge soll zwar der Eine derselben versucht haben, seinen Compagnon um seinen Antheil zu prellen, energischem Einschreiten Driiter jedoch sei es gelungen, die Angelegenheit zu briderseitiger Zufciedenheit zu erledigen. Bad⸗ Nauheim. Am 1. Mai hat unsere Bade. saison begonnen. Wenn auch wegen des ungünstigen Weiters noch wenig Fremde hier sind, so steht doch dei den im Inleresse der Kuraäste getroffenen Einrichtungen ein reger Verkehr in Aussicht. Am 30. April traf der Fürst von Hohenzollern zu einer mehrwöchentlichen Kur hier ein. Der Genfer provisorische Ausschuß wurde zum definitiven Comite und zum Vorort ernannt, die Winterthurer Arbeiter⸗Union zum schweizerischen Zweig ⸗Comite. Ueber das Congreß⸗Programm herrscht noch Uneinigkeit. Das Genfer Comite will ausschließlich die sociale Frage, nämlich die Organisation des Gewerkbundes behandeln, ostz schweizerische Stimmen dagegen wollen überdieß gewisse radieale Revisionsprincipien festgestellt wissen. Luzern. Der bhiesige Regierungsrath hat Lachat Abschrift des Protestes des Solothurner Regierungsrathes gegen seint Fortamtirung auf dem Gebiete der ihn als Bischof nicht mehr an⸗ erkennenden fünf Diöcesanstände mit der Aufforder⸗ ung zugestellt, sich danach zu richten. Frankreich. Paris. Wie die„Agence Havas“ erfährt, ist Thiers entschlossen, sich durch ⸗ aus auf dem Boden der conservativen Republik zu halten, hoffend, dieselbe gegen die Umtriebe der Monarchisten einer-, wie der Radicalen andererseits auch serner zur Geltung zu bringen.— Der Migisterrath ist eifrig mit der Vorbereitung der tonstitutionellen Gesetze beschäftigt, welche der Nationalversammlung in den ersten Tagen nach deren Zusammentritt vorgelegt werden sollen. Großbritannien. London. Das bie⸗ sige Carlisten-Comiie veröffentlicht f.lgendes Tele- gramm d. d. Bayonne, 27. April: Sieg der Carlisten bei Vera. Carlisten 700, Republikaner 1400 Mann stark. Dauer des Gefechts von N Hungen, 27 April. Dem Jahresbericht des Ver⸗ waltungsraths der oberhessischen Eisenvahngesellschaft vom Jahre 1872 entnehmen wir, daß der Gütreverkehr auf den Stationen Alsfeld 168,654, Büdingen 76,109, Fulda 186,199, Gelnhausen 234,136, Gießen 494.763, Grün⸗ berg 364,432, Hungen 433 307 Cir.(160 000 Cir. mehr als 1871), Lauterbach 207,369, Lich 184.873, Nidda 88.621, Hochteim 152 568 Cix. betragen hat. Demnach hat auf der oberhess. Eisenbahn, außer Gießen, der größte Güterverkehr auf der Station Hungen,(Bahnhof II. Classe) stattaefunden. Gießen. Der Senator Dr Wendt von Rofsisock hat die iym angetragene Piofessur als Rechislehrer an der hiesigen Universinär zu Michaelis d. J. angenommen. Frankfurt. Von ä nmilichen wegen des Bierkrawalls Verhafteien gehören 20 den Arbeiterkreisen Offenbachs. Oberrad und anderer umliegenden Orischafsten an; die übrigen enistammen den hiesigen Ardeiterkteisen. Einer der hervortagendshen Excebenten soll übrigens der in der Fahrgasse erschossene Bäcker Adam Keim aus Widdern ge⸗ wesen sein. DBarmstadt. Die Großherzogliche Hofbibliothek hatte in dem abgelaufenen Ausleihjahr(Ostern 1872 bis Ostern 1873) nach Ausweis des Ausleihejournals außerhalb des Lokals 7099 Bände und 60 Karten an 4492 Entleiher verliehen. Die Erfahrung lehrt, daß die Zahl der im Lokale selbst benutzten Bände die doppelte der ausge⸗ liehenen beträgt. Demnach hat also die Hofbibliothek im veiflossenen Ausleihjahre in runder Summe etwa 21300 Bände, neben einer großen Anzahl von Landkarten in Benutzung gegeben. In der ersten Woche des eben begonnenen Ausleihejabrs sind 300 Bände an 224 Ent⸗ leiher außerhalb des Lokals abgegeben worden. Darmstadt. Am 29. Apa gab der kussische Ge⸗ sandie Gral Osten-Sacken zu Ehren des Geburtstags seiner Kaiserin ein großes Fest, welchem sämmiliche hier anwesende Mitglieder des Gr. Hauses beiwohnten. Abends f 5 J 4 Hofheim am Taunus. Ducch Veraulassung der Metallkapsel⸗Fabriken von Mannes und Kyritz bahier und Sachs in Epstein wird der im Taunusgedirge veranstaltet werden. Bingen. Großes Interesse erregt eben eine neue im Juni dahier eine Austellung mit Schu betriebenen Industrien hier befindliche Taucherglocke, die mitteln Dampfkraft be⸗ U trieben und zum Sprengen der Felsen im Binger wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche zur Verwendung kommen wird. Trier. Die„Tr. Ztg.“ schreibt:»Wie uns aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird, hat sich am 20. April auf der Strecke von Diedenhofen und Luxemburg ein gräßliches Eisenbahnunglück ereignet. Eine von der Station abgelassene leere Locomotive stieß in einer Curve auf einen daherkommenden Passagierzug mit solcher Gewalt, daß dieser sofort entglessie, die Waggons zum größeren Theil zertrümmert wurden und in Folge dessen die darin befind⸗ lichen Passagiere die schrecklichsten Verstümmelungen er⸗ litten haben. Zerbrochene Arme und Beine, so wie die gefährlichsten sonstigen Contusionen waren ein nur zu häufiges Vorkommniß. Der eine Locomotivführer hat beide Arme und Beine gebrochen, der Zugführer ist ebenfalls verwundet, und die Zahl der verstümmelten Passagiere soll 40 übersteigen.“ Berlin. Ein großer Posten fertig gemachter Gold⸗ stücke im Werthe von über 17000 Thalern ist dieser Tage in der Königlichen Münze auf eine bis jetzt noch nicht aufgeklärte Weise verschwunden, und ist dieser Defect um so auffälliger, als die Schlüssel zu den in den Werkstätten befindlichen Schränken, welche zur Aufbewahrung des Goldes bis zur Ferligmachung dienen, sich stets im Comptoir unter sicherstem Verschluß befanden. Die bei einem seit langen Jahren dort beschästigten Vorarbeiter vorgenommene Haussuchung ist ohne Erfolg geblieben. Königsberg. Von hier aus hat sich das Gerücht verbreitet, dem Generalfeldmarschall Grafen Moltke auf seiner Reise nach Pelersburg ein großer Theil seiner Uniformstücke, vor Allem aber die Brillanten seiner Orden im Werthe von 7000 Thlr. abhanden gekommen. Es sei ungewiß, ob der Diebstahl in Berlin oder in Königs⸗ berg, wo er bemerkt worden sei, ausgeführt wurde. Der Loche, kebtefse 5 Ah tres sei Feldmarschall sei in Folge dessen genöthigt gewesen, in 14 Königsberg bei der Tafel im einfachen Ueberrock zu erscheinen. Wien. Von London aus ist, wie der„Köln. Zig.“ mitgetheilt wird, die Wiener Weltausstellung, oder präciser ausgedrückt, die Wiener Polizei mit einer eigenthümlichen Collection beschickt worden, nämlich mit einer Sammlung von Photographieen, zu denen Personen gesessen haben, die schon vorher viel sitzen mußten, und will's Gott, auch wobl in Zukunft noch viel zu sitzen baben werden. Es sind Poriräts von gefährlichen Gaunern, von welchen 1 vermulbet wird, daß sie, gleich manchem Industrieritter⸗ aus anderer Herren Ländern, den ungeheueren Zusammen⸗ fluß von Freinden in der österreichischen Kaiserstadt ihrer Theilnahme uicht unwerth erachten möchten. b. Frankfurt a. M., 1. Mai. Auf allen Ge⸗ bieten herrschte heute wieder die Mattigkeit vor. Be⸗ sondetet Gründe dafür bedarf es nicht, da die in den letzten Tagen mehrfach erwähnten, auch heute maßgebend waren. Sehr verstimwend wirkte außerdem hier die gestrige von Berlin gemeldete Panik. Am Schärssten ging es auf dem Gebiete der Banken her, wo die Einbußen sich um Procente drehten; so büßten Bankverein 5%, Berliner Bankverein 4½%, Meininger 1¼%, Würtl. Vereinsbank 30%. Basler 2 Vereinsbank und Effecten⸗ bank 1½ 0%, Handelsgesellschaft 1% Provinzialdisconio 30%, Darmstädter⸗Bank fl. 6, österr. Nationalbank fl. 6 ꝛc. ein. Auch die Speculalionspapiere verkehrten in matter Haltung und verloren gegen gestern mehrere Gulden. Am Festesten hielten sich, wie überhaupt in den letzten Wochen, Lombarden. offerirt, besonders böhm. West, Norbdwest, Elbthal Rudolf. Rente maiter. Gustav-Adolph Frauenverein. und Alle Mitglieder und Freunde des Vereins, welche zur beabsichligten Verloosung Geschenke geben wollen, werden freundlichst gebeten, solche bis zum 9. Mai gefälligst einzusenden. Friedberg den 29. April 1873. Der Vorstand. ür die Ab, 4 8 15 Böhmen sind bis jetzt folgende Gaben eingegangen: Von E. H 1 fl., Trapp und Desterreich. Bahnen fast durchweg 15 Von Staatspapieren östert. und französische i * cbrannlen in Joachimsthal an Münch 7 fl., Pfarrer Ebel in Stein⸗ furth i fl, Gebrüder Grödel 10 fl., G. Schulhof 1 fl, Dr. Hermann Trapp 1 fl. Zur Empfangnahme weiterer Gaben erklären wir aa uns gerne bereit. 5 Die Expedition des Oberh. Anzeigers. Reisekarten von Deutschland und Europa war die Wohnung des Gesandten auf's Prachtvollste illu⸗ minirt und wurde ein großes Feuerwerk abgebraunt. 0 größter Auswahl ö bei Carl Bindernagel