1 1 Saustag den 2. August. N 89. 1 5 ger. reinen 6 Die Petitzeile; 5 81; Erscheint jeden an wird mit 3 kre, resp. 1 Sgr., berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, N und Samstag. utenkapitalien ö. 5 5 L—— rden ist. 1 0 1 1 5 l 5 g astalt ne Für die Monate August und September tann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei 58 fl., in der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. weniger; dil 0 b ncle Eil 1873 bereits. Nr. 29. sub 1. Nr 30. Nichts. 72 wurden 2 auf 325,975 Austalt bat 1 Nr. 32. Nichts. Nr. 33. Nichts. denug an Schl. lung verfügbaf sich zusammen ö tmalige Erhöhr in den Gemeinden des Kreises Friedberg betr. N Friedberg den 30. Juli 1873. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: i Gesetz, die Erhebung der Staalsauflagen in den ersten 6 Monaten des Jahres 1878 betr. Nr. 31. sub. 1. Bekanntmachung, Abänderung des Postreglements vom 30. November 1871 betr.— end. 2. Bekanntmachung, die Steuerrückvergütung bei Ausfuhr von Vier betr.— sud 3. Bekanntmachung, die Besteuerung des Branntweins in Elsaß⸗Lothringen betr. N Nr. 34. sud 2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürf⸗ Eroßherzogliches Kreisamt Friedberg. B. d. K.: Haas, Kreis ⸗Assessor. — lung gelangen öltreffend: Aufstellung einer Statistik über sämmtliche organisirten Feuerwehren in dem br, alsbald h. Großherzogthum Hessen. dt vielmehr dal Friedberg den 26. Juli 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg abten, dutch b die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Dorn⸗Assenheim, Fauerbach b. Fr., Gambach, Ilbenstadt, Langenhain, sigende und hhinzenberg, Nieder⸗Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Ober⸗Florstadt, Rockenberg, Schwalheim, Trais⸗ Münzenberg, Weckesheim und Wölfersheim. daß aber di je Renten, wil lassen der Jubeln. enigegen. 5 n Jabren bezieh 52 12 b aus einer G. reffend: Die Tollwuth bei Hunden. Tu. 40 fl. 180% 2. olherer Fall von Tollwuth nicht vorgekommen. auf nafregeln insofern einzutreten 5 g en sollen. i genf noch 105 Die betreffenden Großherzoglichen Der Erledigung unserer Verfügung vom 20. d. M., Oberhessisch 3 f J. B e Haas, Kreisassessor. * Bekanntmachung, er Anzeiger Nr. 84, sehen wir binnen 3 Tagen bei Meidung von Wart⸗ Friedberg am 1. August 1873. Seit unseren, die Einsperrung der Hunde in mehreren Gemeinden des Kreises gebietenden Verfügungen vom 8. 15. und 16. v. M. ist ein Nach Anhörung Großherzoglichen Kreisveterinäramts Friedberg bestimmen wir deßhalb, daß eine Milderung der getroffenen Einsperrungs⸗ hat, als an einer Leine geführte oder mit einem vorschriftsmäßigen Maulkorb versehene Hunde davon ausgenommen Bürgermeistereien und Lotalpolizeibeamten wollen Vorstehendes sofort öffentlich bekannt machen lassen, die 5 15 se bon 0 Mizeiossclanten darnach instruiren, im Uebrigen aber die Befolge in der Sperre, soweit sie noch besteht, überwachen. —* 1 5 f Großßerzogliches Kreisamt Friedberg. fallen, was B. d. f. Juhte bauch Haas, Kreisassessor. gestllschasten 1 f chnungsetge i 1 ts besithu um Dibidu Dieienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johannes Wiegand II. von Bönstadt wurde zum Feldschützen der Gemarkung Bönstadt ernannt und verpflichtet. N 12 1 Man II U U 9 Je f Deutsches Reich. 50 91.20 Darmstadt. Das Großherzogliche Regie 10 mzsblatt Nr. 34 enthält: 2 1. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium 0 kr. 10 et Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen 180 e argh von Communalbedürfnissen in den Ge⸗ 7 30 ff. inden des Kreises Büdingen. 0 e 7. 0 II. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium 500 10 be obisset Innern r das Jahr 1878 genehmigten Umlagen unn Sestreitung von Communalbedürfnissen in den Ge⸗ halhaft, tainden des Kreises Friedberg. 0 en nicht nur, III. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen . Ttapilcls inder Orden. 7 265 11 derbe“ AV. Namens veränderungen. Seine Königliche Hoheit hel Großherzog haben allergnädigst geruht: am 8. Juli hel Katharina Heiser von Kutorf zu gestatten, daß die⸗ Ilie in Zukunft slalt des bisherigen den Familiennamen Pizel und dem Albett Abraham zu Mainz zu gestatten, ah derselbe in Zukunft statt des bisherigen den Familien⸗ hawin Jacob führe. 5 % V. Ertheilung eines Erfindungspatents. Seine een gliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst ge⸗ net am 16. Juli dem Juling Pierisch in Dresden auf „%“ Aesen Nachsuchen ein Erfindungspatent, auf den durch eanung und Beschreibung näher erläuterten Apparay 5 N ürtem Leucht⸗Glase für Eisenbahnfahrzeuge unter dem rücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliebene i Niemand in der Anwendung bereits früher schon ant gewesener Theile der Erfindung gehindert werden l* während der nächsten fünf Jahre für den Umfang n 7 Großherzogthums zu ertheilen. Regulirung des Gaedrucks bei Anwendung von com⸗ VI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Gtoßherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Juni den Landwirth Mathias Kerz aus Nieder-Olm zum Er⸗ gänzungsrichter bei dem Friedensgerichte Nieder-Olm zu ernennen; am 2. Juli dem Diakonus und ersten Lehrer zu Kirtorf, im Dekanate Alsfeld, Anton Orth, die 2. evang. Pfarrstelle zu Rodheim vor der Höhe, im Dek. Rodheim, am 4. Juli dem Schulamtsaspiranten Martin Trautwein aus Lonsheim, im Kr. Alzey, die evang. Schulstelle zu Knoden⸗Schannenbach, im Kr. Lindenfels, am 16. Juli bem evang. Pfarramtscandidaten Carl Suppes aus Hopfmannsfeld, im Kr. Lauterbach, die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Ohmen, im Dek. Grünberg, zu übertragen; am 17. Juli den Assistenzarzt bei der Ent⸗ bindungs⸗Anstalt in Gießen, Dr. med. Friedrich Haupt, zum Unterrichts⸗Repetenten bei der genannten Anstalt zu ernennen ünd dem Schullehrer an der ersten evang. Mädchenschule zu Michelstadt, im Kr. Erbach, Johannes Eidmann, die Lehrerstelle an der 2. evang. Stadiknaben⸗ Freischule zu Darmstadt zu Übertragen. VII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. Juli den Obersteuerseeretär Ludwig Klein auf sein Nachsuchen des Dienstes zu entlassen. VIII. Cyarakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:; am 22. Junt dem bel dem Hofbauamt verwendeten Bauaccessisten Theodor Schüßler zu Darmstadt den Charakler als„Hof⸗ bauconducteur“, am 2. Juli dem Stadtrichter des Stadt gerichts Gießen, Carl Theodor Muhl, den Charakter als „Geheimer Justizraih“, und am 9. Juli dem Oberstabs⸗ arzt i. P., Dr. Carl Göring, den Rang des„Majors“, unter Stellung à la suite, zu verleihen. IX. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche oheit der Großherzog haben allergnädigst geruht? am „Juli den Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Arnsheim, im Kr. Oppenheim, Heinrich Jacob Zimmer⸗ mann, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. X. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die 4. evang. Schulstelle zu Eberstadt, im Kr. Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalt von 650 fl., nebst freier Woh⸗ nung; die 2. kath. Schulstelle zu Astheim, im Kr. Groß⸗ Gerau, mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.; die kath. Schulstelle zu Seckmauern, im Kr. Neustadt, mit einem jährl. Gehalt von 400 fl.; dem Herrn Fürsten zu Löwen⸗ flein⸗Wertbeim⸗Rosenberg und dem Herrn Stasen zu Erbach⸗Schönberg sleht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Würzberg, im Kr. Erbach, mit einem jäbrl. Gehalt von 400 fl.; dem Hrn. Grafen zu Erbach⸗Erbach sieht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. XI. Sterbesälle. Gestorben sind: am 27. Januar der Lehrer Philipp Metzger zu Kesirich; am 6. Juli der Schullehrer Lindner zu Gunzenan; am 27. Juni der pens. kath. Schullehrer Mück zu Sponsheim; am 9. Juli der Vice⸗Präsident des Obergerichtes der Provinz Rhein⸗ hessen, Geheime Obergerichtsrath Jacob Henco in Mainzz am 17. Juli der Kriegsministerial⸗Registrator i. P. Heim zu Darmstadt. Darmstadt, 29. Juli. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer gelangten die Ar- tikel 33— 64 einschließlich des Volkeschulgesetzes zur Erledigung und wurden dieselben nech der Regierungsvorlage oder mit den vom Ausschuß vorgeschlagenen, meist von der Regierung gebilligten Modificationen angenommen. ö e 230. Juli. Das Schulgesetz wurde bei der zweiten Abstimmung im Ganzen gegen die zwei ultram ontanen Stimmen angenommen. Der Präsi⸗ dent vertagte hierauf die Kammer auf unbe⸗ stimmte Zeit. Berlin. Nach Pariser Nachrichten hat die deutsche Regierung dem spanischen Gesandten in Berlin versprochen, dem Capitän des„Friedrich Karl“ in der Kürze die Rückerstattung der„Vigi⸗ lante“ an die spanischen Behörden anzubefehlen. — Der„Nat.-Ztg.“ wird aus Madrid vom 24. Juli über die Aufbringung der„Vigilante“ geschrieben:„Ich habe Grund zu der Annahme, daß der Commandant auf eigene Faust gehandelt hat, ebe er die vom biesigen Gesandtschafesver⸗ weser(Grafen Saurma) erbetene Weisung er⸗ halten hat. Diese soll, in Gemäßheit einer In⸗ struction von Berlin, dahln gehen, zur dann gegen die von der spanischen Regierung als Pi⸗ raten erklärten Schiffe einzuschreiten, wenn sie deutsche Interessen verletzen.“ — Ein Zeichen für das Wachsen des deutschen Einflusses im Orient ist die aus Konstantinopel berichtete Thatsache, daß die Unterlassung der be⸗ absichtigten Intervention, der Pforte zwischen Atchin und Holland auf Betreiben des deutschen Gesandten erfolgt sei. Bu Fulda. Das Project zur Gründung einer spetifisch katholischen Universität ist nunmehr defi⸗ nitiv aufgegeben. Die gesammelten Beiträge werden dem Bonifaziusvexein zufließen. Kassel. Am 28. Juli wurde das neue Gesammt⸗Consistorium für den Regierungsbezirk Kassel durch den Unter Staatssecretär Sydow eingesetzt. 5 II Coblenz. Die Staatsregierung scheint jetzt ernstlich gegen die Agitationen der Wanderver⸗ sammlungen des Mainzer Katholikenvereins vor- gehen zu wollen. Eine Verfügung des Cultus ministers Dr. Falk an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz richtet an diesen die Aufforderung, die Bezirks⸗Regierungen zu veranlassen, die reichs feindlichen Bestrebungen des genannten Vereins streng zu überwachen und etwaigen Ausschreifungen desselben mit allen gesetzlichen Mitteln entgegenzu treten. Das Oberprässdium macht nun die Be⸗ zirksregierungen auf die Wanderversammlungen des genannten Vereins und das Auftreten der Geistlichen auf denselben aufmerksam und weist die Regierungen an, nöthigenfalls sofort die gericht⸗ liche Untersuchung gegen die geistlichen Theilnehmer einzuleiten und gegen dieselben auf Geund der betreffenden Bestimmungen der neuen Kirchenge⸗ setze vorzugehen. Homburg. Der Kaiser traf am 31. Juli in Begleitung der Großherzogin von Baden hier ein. — Dresden. Das„Dresdener Journal“ ver- öffentlicht folgendes aus Pillnitz vom 30. Juli datirte Bulletin:„Obgleich die asthmatischen Zu⸗ stände Seiner Majestät des Königs in den letzten Wochen sich wesentlich gebessert hatten, ist im Zu⸗ sammenhange mit der großen Hitze seit dem 29. Abends eine bedenkenerregende Abnahme der Kräfte eingetreten.“ 5 München. Der König hat den Empfang der Deputation abgelehnt, welche die Bitte stellen wollte,„daß der bayerische Bevollmächtigte im Bundesrath beauftragt würde, sich jeder weiteren Ausdehnung des Jesuitengesetzes im Bundesrathe zu widersetzen.“ Es wurde nun diese Petition, welche in der jüngst hier stattgefundenen Versammlung des Vereins deutscher Katholiken beschlossen wurde, an den König abgesandt.. — Die letzten vor das Schwurgericht ver- wiesenen Dachauer-Bankbesitzer Lindner und Herb wurden am 29. Juli ebenfalls des betrügerischen Baykerotts schuldig erkannt und jeder zu zwei⸗ jähriger Zuchthausstrafe und fünfjährigem Verlust der Ehrenrechte verurtheilt. Straßburg. Noch unter französischer Re⸗ gierung wurde eine Anzahl Strafgefangener aus dem Elsaß nach Cayenne zur Verbüßung ihrer Haft transportirt. Da dieselben während der Optionszeit nicht für Frankreich optirt hatten, so weigerte sich die französische Regierung, die Gefangenen jetzt nach Verbüßung des Straf- maßes zurück zu transporkiren, forderte vielmehr ein Ueberfahrtsgeld von 500 Frs. auf den Kopf, eine Summe, welche den Gefangenen nicht zur Verfügung stand. Es wäre also den armen El⸗ sässern nichts übrig geblieben, als in Cayenne zu bleiben und dort den Tod zu erwarten, hätte sich die deutsche Regierung nicht in's Mittel gelegt und den Transport der Unglücklichen bewerkstelligt. Am verflossenen Montag kamen 36 dieser Ge⸗ fangenen in Bollweiler an. i Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Ein in Barcelona stationirtes österreichisches Kriegsschiff har von hier die Ordre erhalten, sich nach Cadix zu begeben. — Der Papst soll auf die Bitte der Exkönigin Isabella ein Rusdschreiben an die spanischen Bischöfe versprochen haben, um sie vom Carlismus abzu⸗ bringen, wenn die Königin sich mit ihrem Gemahl versöhne. Brüssel wurde als Versöhnungsort ge⸗ wählt. In die Geheimnisse der königlichen Familie Eingeweihte sind von der Exfolglosigkeit aller dies. bezüglichen Schritte überzeugt, weil der König in einigen Tagen die Königin wegen Rückzahlung einer Rentenschald von ca. 30,000 Duros vor Pariser Gerichten zu belangen beabsichtigt. Der König will aus Rache gegen die Königin einen „Scandal“ hervorrufen, um so die Rückkehr der⸗ selben auf den Thron zu verhindern. Eine nette Familie! — Der Schah von Persien ist am 30. Juli in Pentzing eingetroffen, von wo ihn der Kaiser nach erfolgter Begrüßung nach Laxenburg begleitete. Dorsselbst wurde der Schah von dem Kronprinzen, den Erzherzogen, Ministern und Spitzen der Civil und Militärbehörden empfangen. Eine Ehren⸗ compagnie war aufgestellt worden und machte Honneur, während eine Musikcapelle die persische Nationalhymne spielte. f N Schtveiz. Bern. Behufs Abschluß eines Vertrages über die Errichtung einer deutschen Zollstätte auf dem Centralbahnhof zu Basel findet demnächst eine Conferenz statt, wobei Deuischland durch den General-Zolldirector Mebes und den Steuerdirector Fabricius(Straßburg), die Schweiz durch den Oberzoll Director Feiß(Bern) und den Zolldirector Fehr(Basel) vertreten sein wird.— Gleich dem Nationalrath beschloß der Ständerath mit 26 gegen 14 Stimmen unter Namensaufruf die Abweisung der drei Recurse gegen Mermillod's Ausweisung. Frankreich. Paris. Der deutsche Kaiser hat an Herrn v. St. Vallier ein Schreiben ge⸗ richtet, um ihm für die deutschen Soldaten, welche vom Sonnenstich getroffen wurden, in Sedan zu Theil gewordene Pflege zu danken. f — Am 6. October beginnt der Prozeß Ba⸗ zaine vor dem Kriegsgericht, das unter dem Vorsitz des Herzogs v. Aumale im Schloß von Com- pidgne tagen wird. Es sind von dem Ankläger allein nahezu 300 Zeugen vorgeladen, der Mar⸗ schall dürfte wohl 150 Zeugen berufen. General Pourcet vertritt die Klage. Der 530 Octapseiten starke Bericht ist vom General Rivisre versaßt. Der Vertheidiger Bazaine's ist bekanntlich der be⸗ rühmte Assisen⸗Advokat Lachaud, dessen befonderes Talent bisher in der großen Fähigkeit bestand, die bürgerlichen Geschworenen zu Thränen zu rühren. Er wird diesmal seine Specialität auf Militär⸗Personen anwenden müssen, deren Weich⸗ herzigkeit nicht so leicht zu treffen ist. Nach dem „Rappel“ soll die Abschrift der Actenstücke, die Lachaud zur Einsicht erhielt, dem Marschall 14,009 Frs. gekostet haben. — Der Kriegsminister du Barrail beschäftigt sich angelegentlich mit der Durchführung des von der Kammer votirten Gesetzes über die Heeres organisation, zunächst sollen probeweise zwei Armeecorps nach dem neuen Gesetze formirt werden. — Dem Prinzen Napoleon wurde vertraulich be⸗ deutet, daß die Regierung die Wiederverleihung des Generalrangs nicht bewilligen könne. — Der„Agence Havas“ wird aus Madrid vom 30. Juli gemeldet: Die Insurrection von und Verschönerungs⸗Vereins ein Concert statt, das wohl Sevilla ist vollständig unterdrückt. Die i truppen halten die ganze Gegend besetzt. 6 herrscht große Enk g gegen die enten welche mehrere Positionen, bevor sie sie verließen in Brand gesteckt haben. Die Stadt Almerig hat den ersten An eines Insurgentensch zurückgewiesen. 1 Holland. Haag. Wie der„K. geschrieben wird, soll das Blokade Atschin aus 10 Schiffen mit 64 Kanonen be stehen, während später noch fünf Schiffe hinz soll aus 6 Bataillonen zu 1250 Mann bestehen, Gerüchtweise beträgt der Verlust der Atschinesen 1700 Mann. f Amsterdam. Am 30. Juni hat dahie jansenistische Bischofswahl stattgefunden, de det schon lange Jahre hindurch vunbesetzte H lemer Stuhl wieder besetzt werde. Johann Rinkel, welcher am 2. Mai 1826 ge⸗ boren und am 15. Juni 1850 zum Priester ge. weiht wurde. Die Consecration desselben soll durch den Bischof von Deventer gleichzeitig mit der Consecration des allkatholischen Bischoss Reinkens vollzogen werden. 5 Spauien. Madrid. Comite in Valencia hat mit General Salmeron Unterhandlungen angeknüpft. Die Truppen haben die wichtigsten Punkte Sevilla's eingenommen. daß Don Carlos in Caiza angekommen ist. Er rechte der baskischen Provinzen beschwor. Türkei. Konstantinopel, Wie man der„N. Fr. Pr.“ telegraphirt, bestellte die Re⸗ gierung bei Krupp 500 Kanonen verschiedenen Kalibers. 1 a 3 Aus Stadt und Land. Von Nauheim aus wurde dasselbe ebenfalls beobachtel, — Ein gleiches Meteer von gelber Färdung und Größe einer Kanonenkugel wurde am 31. Juli Abends 9 Ubr bemerkt.— Bei dem Gewitter am Nachmittag des 29. Juli theilte sich die elektrische Entladung in mehrere Ströme, was wir erst jetzt in Erfahrung brachten. Der⸗ selbe Blitz schlug im Rathhause, im Werner'schen Instilute im Seminar, sowie im Löw'schen Hause in der Burg ein Außer im Seminar richtete er jedoch nur durch wegschlagen einiger Ziegel unbedeutenden Schaden an. Es wäre inte⸗ ressant, noch weitere derartige Beobachtungen zu erfahren und biiten wir um gefl. Mittheilungen, die wir gerne veröffentlichen werden. Bad⸗Nauheim. Im Concertsaale des neuen Kur⸗ haufes fand am 25. Julf zum Besten der Kasse des Kur⸗ zu den bervorragendsten an derartigen Kurplätzen gerechne werben kann. Unie gefälliger Mikwirkung der Kurkapele unter Leitung des Herrn Directors Neumann, des Musil⸗ vereines aus Friedberg unter Leilung des Seminarlehrets, Ida Bloch(Schülerin Liszus) aue Frankfurt a. M., dann mehrerer Dilettanten, Frau von Moers und Frl. und Lina Werner, gelang es dem verehrlichen Comits. das reichhaltige Programm wie folgt zu besetzen: Eröffnet wurde das Concert mit der Ouverture zur Oper„Frei⸗ vom Kapellmeister Herrn Neumann mit bewährter Tüchtig, keit durchgeführt wurde. Dieser folgten die vorzüglichen Leistungen des Königl. Concertmeisters Herrn Fabian Rebseld aus Berlin, und der Frl. Ida Bloch aus Frank ausgezeichnet wurden. Demnächst waren die Vorträge der und Piano) besonders hervorzuheben, und folgte jeder Nummer allgemeiner Beifall. Der Friedberger Musik verein hat unter Leitung des Herrn Schmidt Mendels“ sohn'sche und Schumann'sche Chöre zur vorzüglichen Auf Auerkennung zollen. Dem verehrlichen Comité, welchel Gesch Hader voi] stoßen werden. Die zweite Expedition nach Atschin Dieselbe fiel auf den bisherigen Pfarrer von Krommenie, Caspar“ Das Insurgen ken Bapyonne. Carlistische Nachrichten melden,, machte zu Guernica Halt, wo er die alten Ge Friedberg. Am 30. Juli Abends kurz vor 9 Uhr zog ein prächliges Meteor von Südost nach Nordwest Dasselbe war intensiv weiß leuchtend mit blauem Strahlen kranze und hinterließ eine lange funkensprühende Bahn. Es erleuchtete die ganze Gegend fast bis zur Tage 00 Herrn Schmidt, der bedeutenden Künstler, Herrn Fabiar Rehfeld, Königl. Concertmeisters aus Berlin und Frl. a von Moers, Frl. Zimmer und den Damen Frl. ame schütz von C. M. v. Weber, welches große Musikstück furt a. M., welche Künstler durch wiederholte Hervortuf Damen, Frau und Frl. von Moers(Klavier), Frl. Zimmer (Gesang) und Frl. Amalie und Lina Werner(Violine führung gebracht und müssen wir dem einheitlichen Zu jommenwuken. sowie dem zarten Vorirag, unscre beson den die schwierige Aufgabe, ein so reichhaltiges Programm zu besetzen, in so würdiger Weise gelöst hat, sagen wir unseren * 25 24 1 bete bläge gemein belaace ei hemd bi Le bal dit Hicher Ahtze Malcklic det Heile r näc ums — Oberg Heheis Ad de th! Geric gorich besten Dank. Der Saal war auf das Prächtigste ge⸗ Puklikums; überhaupt war der Abend ein genußreichtt Erinnerung bleiben. schmückt und versammelte die Elite des Nauheimer Bade, zu nennen und wird gewiß noch lange in angenehme