* 3. Samstag den 1. März. 5 N 25. . berhessischer Anzeiger. 1 * einzeln 90 ae poi, Allien 0 4 Di tit il 2 2 2 E 1 d in n e e 8 b, red. 1 See berechnet Kreisblatt für den Artis Friedberg. inis 8 f b IE prey 28 hoben, „ie e Für den Monat März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der 2 — 5 Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Schwierig. In so Roß, 1 5 ung Amtlicher Theil. Miglia Aressend: Den Termin für den Abschluß und die Sinsendung der Gemeinderechnungen für 1872. Friedberg den 26. Februar 1873. „derum, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. der Re, Das nachstehend abgedruckte Ministerialausschreiben vom 19. Febr.] werden müssen und dadurch die Verrechnung von Ausgabeposten auf⸗ 8 f 5 ar f 9 e Noe, J. theilen wir Ihnen zur Nachricht und Nachachtung, insoweit ehalten oder deren Verwerfung wegen Ereditmangel herbeigeführt aer ö 9 9 n Berwe g 9 9 „ Ste Si mes angeht, und dem weiteren Auftrage mit, auch die Gemeinde ⸗ wird. Nachlässigkeiten in dieser Beziehung werden wir ungern, aber d den d ehmer zur pünktlichen Darnachachtung davon in Kenntniß zu strenge rügen.* At, Ben, keten. Gesuche um allenfallsige Erweiterung des Termins können Hinsichtlich der Liquidationsverzeignisse beziehen wir uns auf 1 runter e zu unter nachzuweisenden ganz besonderen Verhält- unsere deßfallsigen besonderen Ausschreiben und erwarten sowohl von Dun, zi sen Berücksichtigung finden. Ihnen als den Gemeindeeinnehmern deren genauesten Befolg unter it Ju, Wir müssen Ihnen zugleich empfehlen, die Vorlagen über die] dem Bemerken, daß jeder nicht gehörig und begründete Ausstands⸗ benen Aunfallsigen Gesuche um Ereditertheilungen an uns in vorgeschriebener posten ohne Weiteres in Liquidation gestrichen und somit dem Rechner in W ise und so zeitig zu machen, daß nicht durch verspätete Einsendungen zur Last gesetzt wird. N „ een felben, wie seither öfters geschehen, solche abschlägig beschieden Trapp. n; bete 5 5 a. 3 1 Ee. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Narn, Wir bestimmen hiermit in Bezug auf die Gemeinderechnungen Sie werden die Großherzoglichen Büegermeistereien und Ge⸗ . beiten 1872 den Termin zum Abschluß der Bücher allgemein auf den meinderechner hiernach unter dem Anfügen alsbald bedeuten, daß die at Lütt,( April, zur Ablieferung der Rechnungen an die Großherzoglichen Nichteinhaltung dieser Fristen, und beziehungsweise die Unterlassung bandug Duorgermeistereien auf den 30. Juni und zur Einsendung der Rech, der deßfalls zu machenden Anzeigen Disciplinarstrafen und sonstige erlenng zungen an die Großherzogliche Oberrechnungskammer- Justificatur etwa erforderliche Zwangsmaßregeln zur Folge haben würde. Hanburg- zreite Abtheilung auf den r Darmstadt am 19. Februar 1873. att Lin Wegen der etwa nöthig werdenden Erstreckung dieser Fristen ist von Starck. u Baden den einzelnen Fällen nach den bestehenden Vorschriften zu verfahren. Zimmermann. autsch, 4 N Polizeiliche Nachrichten aus dem Kreise Friedberg. 28 In Frankfurt a. M. wurden entwendet: 5) 1 Tischtuch E. P. oder v. R. oder Z. gez.; n„ 25 Stück österreichische Elisabethbahn⸗Actien, ca. 5700 fl. Werth. 6) 1 Settüberzug von Piqué, gelb, schwarz gedupft; di, Nr. 40146 bis 47, 37458 bis 62, 31128, 29193 bis 95, 29189, 79 1 Bettüberzug, blau roth un weiß carrirt; man, 2 is 23, 23708, 22277 bis 83 8) 2 Betttücher E. P. oder v. R. oder Z. gez.; audt 7419 bis 23, 2 f 7 bi. 5 5. 5: rant n 9) 12 Paar Strümpfe von verschiedener Farbe, theils W. Z. theils d In Gießen wurden gestohlen: K. Z. gez.; iu, 5 J 2 Mannshemden C. P. gezeichnet, eines mit gesticktem Einsatz; 100 18 Paar weiße wollene Strümpfe; bud 1 2 Mädchenhemden N. P. gez.; 11) 2 Nachtjacken, gelblich und rosaroth; 11 peane 0 1 Tischtuch A. K. gez.; 12) 1 grauer Kissenüberzug mit blauem Grund, vielleicht H. P. gez.; Alen* 5 1 Knabenbemd; 13) 1 blecherner Eimer, gelblich angestrichen. ach den aatteffentn 1 175 1 K 8 N 8 f 21 0 a 1 1 ich. der Elisabeihe Mohr von Habitzheim zu gestatten, daß] zu Düdelsheim, im Kreise Büdingen, präsentirten Schul⸗ zicht* Deutsches Reich 1 dieselbe in Zukunft stait des bisherigen den Familiennamen amtsaspiranten, Heinrich Ernst Ne e 1 Neun“ Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- Lutz und am 27. Jan. der Sophie Berg von Düdelsheim im Kr. Nidda, für diese Stelle zu bestätigen. iure nungsblatt Nr. 6 enthält: a zu gestatten, daß dieselbe in Zukunft siatt des bisherigen VIII. Concutrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. 44⁰ 1 I. Gesetz, die Erhebung einer außerordentlichen Commu⸗ den Familiennahmen Meinhardt führe. 0 Schulstelle zu Raibreilenvach, im Kreise Neustadt, mit den 0 steuer für die Stadt Mainz belreffend. e. XII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der] jährlichen Gehalt von 400 fl.; die 1. evang. Schulsielle del k II. Verordnung, die Beseiligung der Verschiedenheilen Großberzog haben allergnädigst geruht: am 16. Jau. dem zu Metienheim, im Kr. Worms, mit einem jährlichen den Folgen der Straserkenntnisse nach der vormaligen Schullehrer an der evang. Schule zu Raibach, im Kreise] Gehalt von 400 fl.; die 2. evang. Schulstelle zu Angers⸗ noßherzoglich Hessischen Gesetzgebung und nach dem] Dieburg, Ludwig Adam Heußel, die evang. Schulstelle zu pach, im Kr. Laulerbach, mit einem sährlichen Gialte ee Langstadt, im Kr. Dieburg, am 20. Jan. dem Schullehrer 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Günterfürst, im Kr. 7 die men Reichsstrasgesetz betreffend. g an. dem&. 7 rhöhung der Insinuations⸗ an der evang. Schule zu Frankenbach, im Königlich Preußi⸗] Erbach, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; dem 1 die III. Befanntmachung, die E 0 8 inke f 5 be 0 bühren und der Taggelder der Stadt- und Landgerichts⸗ schen Kreise Biedenkopf, Heinrich Traumüller, die evang. Herrn Grasen zu Erbach⸗Erbach steht das Präsentations⸗ 1 na nee betreffend. Schulstelle zu Oppenrod, im Kr. Gießen, und dem Schul- recht zu dieser Stelle zu. tritt der Iv. Bekanntmachung Großh. Oberrechnungskammer, lehrer an der kath. Schule zu Odernheim, im Kr. Alzey, 1 ö e 1 J„ Vergütung für die in 1878 in Geld noch zu berichtigen⸗ Jacob Werner, die 1. kath. Schulstelle zu Laubenheim, Darmstadt. Wie wir vernehmen hat die 8. un an Besoldungs- und Pensionsnaturalien betreffend. im Kr. Mainz, zu übertragen; an demselben Tage den von dem Justizministerium ausgearbeitete Verord- bels V. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen Bauausseher Heinrich Ebert zum Rentamtisdiener bei dem nung die Erhohung der Anwaltgebühren in den timder f önigli eit der Großherzog] Rentamte Alsfeld, die Conducteure bei der Main ⸗Neckar⸗ 5 1 deen er d ene 1 Eisenbahn, Georg Kühnly und Johannes Georg Kröhl, Provinzen Starkenburg und Oberhessen betr. die C. Aissarischen Canlonal⸗Polizet⸗Commissär zu Dieuze in zu Zugmeistern bei dieser Eisenbahn, am 22. Jau. den Genehmigung S. K. Hoheit des Großherzogs er⸗ abe, zuhringen Georg Lutz von Schlitz die Erlaubniß zur Bauausseher, characterisirten Kreisbauausseher Georg Wall-] halten und ist deren alsbaldige Publikation im det S* zunahme und zum Tragen der ihm von Sr. Majestät] bott, zum Kreisbauausseher bei dem Kreisbauamt Erbach Regierungsblatte zu erwarten.— Der zweite Aus⸗ 1 dan deutschen Kaiser 5 ußen verliehenen] zu ernennen; am 28. Jan. den von dem Herrn Grafen g 4 16 5 für eee 27. 9 1 dem zu Erbach Erbach auf die zweite evangelische Schulstelle schuß der ersten W wird am 28. l. Mte. Enamenhändler Heinrich Keller zu Darmfadt die Erlaub⸗ zu Reichelsheim, im Kr. Lindenfels, präsentirten Schul- zur Berathung über den die Geschäftsordnung be⸗ ent ig zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. 1 10 11 e e Net im Wa treffenden Gesetzentwurf zusammentreten. J Tajestä i n i Stanis⸗se eodor Grünewald, für diese Stelle zu bestätigen; 2 5 1e a. Kaiser- am 29. Jan. den Gehülsen Christian Wimmenauer aus Der Gesetzgebungs ausschuß der erßen N den Postbirector Brenlano in Friedberg die Erlaubniß] Darmstadt zu Assistenten bei den naturwissenschaftlichen Kammer ist auf Freitag den 28. d. M. zur Be⸗ i Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät] Abtheilungen des Museums und am 30. Jan. den Felds rathung des Entwurfs der neuen landständischen m Deuischen Kaiser und König von Preußen verliehenen webel Wühelm Bergoffsky aus Darmstadt un, Kanzlei] Geschäftsordnung zusammen berufen worden. Die uhen Abler⸗Ordeng vierter Klasse zu ertheilen. diener und Hausbeschließer bei der Ober⸗Ban⸗Direction ersie Kammer selbst wird hierüber jedenfalls im l 1 VI. Namens veränderungen. Seine Königliche Hoheit zu ernennen; an dems. Tage den von dem Herrn Fürsten 1 i N 5 Schulsielle[Laufe der künftigen Woche schlüssig werden. Je ge, Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. Jan. zu Ysenburg und Büdingen auf die 1. evang. — — * * — 2 2 nach dem Ergebniß dieser Verhandlungen wird die zweite Kammer nochmals vor dem Zusammen⸗ tritt des Reichstags zur Abhaltung einer Sitzung veranlaßt sein. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Februar den ordentlichen Professor Dr. Adalbert Merx zu Tübingen zum ordentlichen Professor in der evangelisch ⸗ theologischen Facultät der Landes- Universität zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen; am 20. Febr. den Hof bibliothekar, Cabinetsbibliothekdirector Dr. Alexan⸗ der Philipp Walther zum Director der Hofbibliothek zu ernennen. — Der von den Abgeordneten Mülberger, Matty und Gebhard in der zweiten Kammer ein- gebrachte Antrag über das Verhältniß von Kirche und Schule lautet:„In Erwägung, daß die Er ziehung der Jugend in nach Confessionen getrennten Schulen durch Lehrer und Geistliche, welche in nach Confessionen getrennten Anstalten ihre Bil⸗ dung erhalten haben, nicht dazu dienen kann, den confessionellen Frieden und das Bewußtsein der untrennbaren Zusammengehörigkeit zu einem Volke zu fördern, vielmehr eine Gegenüberstellung, folge weise eine Anfeindung der verschiedenen Confessions⸗ gemeinschaften erzeugen muß, dadurch aber der Staat in Erreichung seiner Zwecke gefährdet ist und das zu erstrebende Ziel der Ausgleichung confessioneller Gegensätze immer mehr entfernt wird; in weiterer Erwägung, daß die unbestreitbar von ultramontaner Seite begünstigte Absonderung der Confessionsangehörigen bereits vielfach in's bürgerliche Leben übertragen worden und die Entwicklung unserer staatlichen Verhältnisse hindert; in endlicher Erwägung, daß diesen sich kund⸗ gebenden Uebeln nur allein dadurch gesteuert werden kann, daß man die Ursache, das ist die confesstons⸗ weise Erziehung des Volkes, die Absonderung der Jugend nach ihren Confessionen, die einseitige Heranbildung der Lehrer und Geistlichen zu Con⸗ fesstonszwecken beseitigt— stellen wir den Antrag: die Kammer wolle großherzogliche Regierung er⸗ suchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher die Bestimmungen hat; 1) die früher in Gießen be⸗ standene katholisch⸗theologische Facultät wieder herzustellen und keinen katholischen Geistlichen zur Anstellung und Amtsausübung gelangen zu lassen, der nicht wenigstens 2 Jahre lang eine deutsche Universität, auf welcher eine katholisch-theologischt Facultät besteht, mit Erfolg benutzt und sein Examen bestanden hat; 2) die beiden Schullehrer⸗ Seminarien in Friedberg und in Bensheim zu einer Anstalt zu vereinigen und keinen Lehrer zur Anstellung und Amtsausübung gelangen zu lassen, welcher nicht die vorgeschriebene Zeit hindurch biese Anstalt besucht und sein Examen bestanden hat; 3) als Volksschulen nur confessionslose Com- munalschulen zu dulden, den Volksschullehrern die Ertheilung des confessionellen Religionsunterrichts zu entziehen und solchen für Schüler und Schülerinnen vom 12. Jahre an den zuständigen Geistlichen zu überweisen; 4) behufs Handhabung der staat⸗ lichen Kirchenaussicht auch in Bezug auf Ver- waltung und Verwendung der Kirchenvermögen die früheren Rechte des Staates gegenüber der katholischen Kirche wiederherzustellen.“ Berlin. Der„Reichsanzeiger“ meldet, daß der Reichstag am 12. März zusammentritt. — Der Kronprinz wird, wie die„Kreuzztg.“ meldet, der Eröffnung des Reichstages beiwohnen. — Die Spezial ⸗Untersuchungscommission in Sachen Wageners ist, der„Spener'schen Zeitung“ zufolge, zum ersten Male zusammengetreten. Die Sitzungen finden im Staatsministerial-Gebäude statt; als Protokollführer hat Assessor Kügler zu ungiren. Die Commission entwurf ihre Geschäfts⸗ Ordnung selbst. — Der Reichstags und Landtags Abgeord⸗ nete Domprobst Holzer aus Trier, geboren am 7. September 1800, beging am 24. d. M. sein 50jähriges Priester-Jubiläum. Präsident v. Forcken⸗ beck, in Begleitung mehrerer Abgeordneten, begab sich in die Wohnung des Jubilars, um ihn zu beglückwünschen. Der Cultusminister Dr. Falk überreichte Herrn Holzer, einem Geistlichen der guten alten Zeit des kirchlichen Friedens und Toleranz, im Auftrage des Kaisers den Rothen Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub. Im Auf⸗ trage der Kaiserin überreichte die Palastdame Gräfin v. Hacke eine kostbare Vase mit dem Bildniß des Kaisers. Der Bischof von Trier sandte tele⸗ graphischen Glückwunsch. Die Fraction des Centrums hielt sich von jeder Kundgebung(Herr Holzer ge⸗ hört der Fraction nicht an) fern. — Wie zuverlässig verlautet, wird dem Bundes- rathe demnächst eine weitere finanzielle Vorlage zugehen, welche sich auf das Retablissement des Reichsheeres bezieht und beantragt, die Kosten desselben, welche sich auf ca. 106 Mill. Thaler belaufen, aus den bereitesten Mitteln der franzö⸗ sischen Kriegsentschädigung zu decken. Die Vor⸗ lage wird im Weiteren eingehende Bestimmungen über die Verwendung dieser Summe treffen. Ueber die Grundsätze, welche bei der Verwendung fest⸗ zuhalten sind, haben, wie erinnerlich, früher be⸗ reits Berathungen in den Ausschüssen des Bundes⸗ rathes stattgefunden. — Die Truppen sind bei Beförderung auf Eisenbahnen, bei Fahrten von langer Dauer, großen Beschwerden unterworfen, welche sich be⸗ sonders steigern, wenn dazu geschlossene Güter⸗ wagen benutzt werden, in welchen es an Luft und Licht mangelt. Auf Anregung des Kriegsministers ist daher von Seiten des Reichskanzleramtes der Handelsminister ersucht worden, die preußischen Bahnverwaltungen dahin anzuweisen, daß bei der Beförderung von Truppen im Frieden vermittelst Extrazügen, vorzugsweise Wagen 3. Classe zur Verwendung kommen und Güterwagen so viel als möglich ausgeschlossen bleiben. Der Handels- minister hat diesem Ersuchen durch eine neuer⸗ dings an die Eisenbahnverwaltungen und Eisen⸗ bahnkommissäre erlassene Verfügung entsprochen. Gotha. Was bis jetzt noch mit keinem bie⸗ sigen Landtage möglich zu machen war, nämlich die totale, bezw. finanzielle Verschmelzung der Herzogthümer Coburg und Gotha, das wird mit dem gegenwärtigen Landtage zu bewerkstelligen sein. Die Wahlen zum gemeinschaftlichen Landtag sind, der Majorität nach, so ministeriell ausge⸗ fallen, daß hieran nicht länger zu zweifeln ist. Konstanz. Da das Spital- Pfarramt eine verpflichtende Erklärung über die Einhaltung der seitens des Bezirks⸗Amtes festgesetzten Zeiten zur ge⸗ meinschaftlichen Benutzung der Spital-(Augustiner) Kirche verweigert, hat das Bezirks⸗Amt Besitz von der Kirche ergriffen und wird dieselbe den Alt⸗ katholiken für so lange zur Alleinbenutzung über- weisen, bis das Spital- Pfarramt sich den amtlichen Anordnungen unterwirft. Prof. Michelis, welcher heute Abend hier eintrifft, wird morgen den ersten altkatholischen Gottesdienst celebriren. Ausland. Schweiz. Der Bundesrath hat mittelst Note vom 24. d. die spanische Republik anerkannt, der⸗ selben eine Aera des Friedens und Gedeihens wünschend. Bern. Der große Rath hat beschlossen, zur Berichterstattung über die Baseler Bisthumsfrage eine Commission niederzusetzen. Da aber bereits in einem von 90 Mitgliedern unterzeichneten An⸗ trage die Erwartung ausgesprochen ist, daß der Beschluß der Diöcesan⸗Conferenz gebilligt werde, so ist eine definitive Entscheidung in diesem Sinne schon in der gegenwärtigen Sitzung zu erwarten. — Von der Solothurner Regierung wurden zwei Auszugs⸗Bataillone und eine Scharfschützen⸗ Compagnie auf Piquet gestellt. Frankreich. Sedan(so meldet die„Corr. Havas“) wird ein befestigter Platz bleiben und fünf detachirte Forts erhalten, nämlich eines auf dem Mont Piot, gegenüber von Donchery, ein zweites auf den Höhen der Marfsce, ein drittes gegen La Moncelle, ein viertes bei Hoing oder Iffy und ein fünftes auf dem Mont d'Iges. Spanien. Die Ordnung ist vollständig in Madrid, Barcelona und allen Provinzen mit Aus- nahme derjenigen Punkte, wo carlistische Banden existiten.— Die Marschälle Serrano und Concha, sowie fast alle in Madrid ihren Sitz habenden Generäle haben feierlich versprochen, der Reyn b ihre Dienste zu weihen. Griechenland. Athen. Die Kamm ist am 26. Febr. durch den König eröffnet worden.“ Die Thronrede betont die guten Beziehung den auswärtigen Mächten und hebt den Forts⸗ der Nation auf dem volkswirthschaftlichen Geh hervor. unberührt. spondenz des„Dagblad“ aus Petersburg, worin es heißt:„Das jetzt bestehende Einvernehmen zwischen Schweden und Rußland wird als eig erfreuliche Umwandlung betrachtet. Besser ver, standene Handelsinteressen und eine lebhaftere Be rührung zwischen den Nationen haben viele V urtheile zerstreut und dazu beigetragen, die Meinung in Schweden zum Vortheile für Rußland un zuändern.“ 7 Gießen. Am Dienstag wurde von Cassel eine junge Frau eingebracht und im Bezirksgefängniß eingeheimft, welche im dringenden Verdacht steht, im vorigen Jahr hier in Gießen ihren alten, sehr an Asthma leidenden Mann durch Erdrosseln getödet zu haben, um sich in den rascheren Besitz eines ziemlich bedeutenden Vermögens zu setzen. Der im vorigen Jahre hier verhaftete Haupt⸗Spiz⸗ bube Silberberg, dessen kurze Biographie auch in diesem Blatte gegeben wurde, ist aus dem Zuchthause zu Ziegen⸗ hain entsprungen und hat man bis jetzt keine Spur von demselben. Niedereschbach. Am vorigen Sonntag fand dahier eine zahlreiche Versammlung des landwirthschaftlichen Wan⸗ derkränzchens für Rodheim und Umgegend statt. Hert Rückert, Lehrer an der Ackerbauschule zu Friedberg, welcher auf Einladung des Vorstandes mit einem großen Theil der Zoͤglinge genaunter Anstalt der Versammlung bei⸗ wohnte, hielt einen eingehenden Vortrag über„die Grün⸗ dung landwirthschaftlicher Consum-Vereine, und betonte deren Wichtigkeit. Die Versammlung betraute eine Com⸗ mission mit der Frage:„Ob und wie sich ein solcher Consum⸗Verein für den Sprengel des Wanderkränzchens eintichten lasse?“ und soll deren Gutachten der nächsten Versammlung vorgelegt werden. Schließlich sprach die Versammlung einstimmig den Wunsch aus, daß auf Ver⸗ anlassung eines Ausschreibens des Großherzoglich hessischen Ministeriums des Innern bezüglich der Mäusevertilgung, in Anbetracht der Wichtigkeit und Dringlichkeit eines ernsten Vorgehens gegen dieses Ungeziefer in allen Gemeinden des Kreises Vilbel die hierzu empfohlenen Räucheröfen alsbald möchten angeschafft werden. Beim Landgericht Offenbach sollen zur Zeit nicht weniger als siebzig und einige Untersuchungen wegen Diebstahls worunter sehr bedeutende Objecte, anhängig sein. Darmstadt. Am 6. März wird S. K. H. der Großherzog sein 25 jähriges Regierungs⸗Jubiläum be⸗ gehen. Er unterzeichnete vom 6. März 1848 an Gesetze und Edicte in seiner Eigenschaft als Mitregent. Voraus⸗ sichtlich wird dieser 6. März still vorübergehen und die eigentliche Feier des Regierungs⸗ Jubiläums des Groß⸗ herzogs erst am 16. Juni stattfinden. Am 16. Juni 1848 übernahm Ludwig III. als Großherzog die Regierung. Mainz. Von den 3 Carnevalstagen sind 2 vorüber, und wenn die verschiedenen Vereine sehr Vieles gethan hatten, um die Stimmung zu animiren, so ließ dagegen das Wetter eine rechte Lust nicht aufkommen. Ein feiner kalter Sprühregen von oben, ein zäher Schlamm von unten sind furchtbare Factoren bei einem Volksfeste, das sich auf offener Straße abspielt, und wenn gleichwohl die Straßen von einer großen Menschenmenge besetzt waren, so beweist dies nur, daß außer anderen Göttern selbst Jupiier pluvius vergebens mit der Narrheit kämpft. Der Aufzug der Garde am Sonntag bot nichts Neues dar Nur war dies edle Corps zahlreicher als in früheren Jahren. Der Zug zeichnete sich durch Eleganz und Reich⸗ haltigkeit aus. Wir erwähnen hier die Prinzengruppe mit der Prinzessingarde, bie Bachusgruppe mik dem ge⸗ stiefelten Kater. Auch die letzten Mohikaner müssen wir hier anführen. Was Satyre anlangt, so war so ziemlich Alles vertreten, was das Jahr gebracht halte. Die 5 Milliarden, der Schlittschuhelubb, die Zukunftsschule, worin die Kinder mit der Pickelhaube auf dem Kopf das ABC lernen, die Aufhebung des Spiels mit obligatem Kümmeblätichen, die Stadterweiterung und die Krone von Allem, das Goldene Kalb, umgeben von Gründern. Zu erwähnen ist noch, daß diesmal die Garde auch mit Artillerie versehen war, und zwar mit jener Mitrailleuse, an welcher Lulu seinen Versuch machte. Schaden that dieselbe keinen, aber sie rasselte recht schön. Außerdem befanden sich noch eine Reihe anderer Gruppen im Zuge ein Philisterium in der Hölle, Harlequins, eine Vendome⸗ säule mit allerlei Inschriften, ein Präservativ für Eisen⸗ bahnunglücke und dergl. Selbstverständlich waren durch den ganzen Zug an passenden Stellen Musikcorps und ein großer Fouragetrain vertheilt. Der Zug bewegle sich in Folge des schlechten Wetter rascher als sonst und er⸗ schien daher kürzer, als er in der Tbat war. Er durchzot die Hauptstraßen und langte um 2 Uhr auf dem Marke an, woselbst eine Esirade ausgeschlagen war, und Prinz Carneval die Huldigungen der einzelnen Gruppen ent⸗ gegennahm und die Beweise seiner Huld aus theilte. Wäre das Weiter schön gewesen, so würde unstreitig der dies⸗ 8* Die Laurionfrage läßt die Thronxede. — Sti