wel wurdt d Famil. — 1 chung. rat:% t de lgthanztn n den dit tulithene 5 f A he 3 2 Nörschel sirnu. weit, zn seht bil cd, cn det 5M 1 dal c ald. zertsch. elt , reset * Fogler, Abfurt f. M., ö 11% 0 1872. 12 i berhessischer Anzeiger. N R r ä Donnerstag den 31. October. 128. 4 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblall. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. — Amtlicher Theil. Friedberg am 29. Oktober 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweisung auf§. 121 der Militär-Ersatz Instruktion beauftragen wir Sie dafür zu sorgen, daß die zum Dienst einberufenen Rekruten mit den in jenem 5. bemerkten Bekleidungsstäcken versehen sind und daß solche für die, welche sich diese Bekleidungsstücke nicht an⸗ schaffen können, auf Kosten der Gemeinde beschafft werden. Ter a pp. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ tungsblatt Nr. 47 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erlassung einer neuen Arzneimitleltaxe für die Apolbeken des Großherzogthums Hessen betr. II. Bekanntmachung Greßherzoglichen Ministeriums er Finanzen, den Verkehr zwischen dem Großherzogihum und den angrenzenden Vereinsstaaten mit sleuerpflichtigen Detränken betr. III. Dienftnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Droßberzog haben allergnädigst geruht: am 15. August em Diakonus zu Großen⸗Linden und evang. Pfarrer zu Allendorf a. d. Lahn, im Dekanate Großen Linden, Friedrich DWelcker, die evang. Pfarrstelle zu Kirchberg, im Dekanate Bieten, zu übertragen. IV. Dienstenthebung. Darmstadt, 28. Oct. Die heutige Sitzung er zweiten Kammer war von kurzer Dauer. Zu- nächst wurde angezeigt, daß Oderst Scholl an Stelle des verstorbenen Obersten Dornseiff mit der Seitung der Abwickelungsgeschäfte des Kriegs- ministeriums betraut worden. Eine Vorlage der stegierung geht dahin, die Kosten eines auf dem Schlachtfeld von Gravelotte zu errichtenden Denk— mals für die gefallenen Hessen auf die Staatscasse u übernehmen, bezw. 3500 fl. aus dem Eclöse f er französischen Kriegebeute hierzu zu verwenden. Die von der Regierung geforderten 176,000 fl. ür die Erbauung einer neuen Aula zu Gießen 4 wurde mit 34 gegen 4 Stimmen(Volbardt, C. J. Dosmann, v. Wedekind und Wernher) verwilligt, wohl Volhardt dieß als einen Eingriff in das gaubgetrecht der künftigen Kammer bezeichnete, eine Ansicht, die nur von Metz unterstützt wurde. Der⸗ elbe griff die Regierung auch deßhalb an, daß se den Ständen nur Verwilligungen ansinne, Inst aber nichts thue. Einstimmig und ohne De⸗ aatte wurde die Vorlage wegen Rückersatzes der ben Kreiekassen durch Unterstützung der Familien ier Landwehr und Reserve von 1870— 71 er⸗ vachsenen Ausgaben durch die Staatskasse gut- leheißen. — die Mehrheit des Finanzausschusses zweiter Tbammer beantragt, die Vorlage der Regierung in Betreff der Mainzer Stadt Erweiterung zu ge⸗ ehmigen, also den von der Festung abzutretenden Theil des Geländes der Stadt Mainz unentgeltlich „ uu überlasser, ihr auch ein zu 3 Prozent ver⸗ sinslichee, in 47 Jahren rückzahlbares Darlehen n 1½ Millionen Gulden zu gewähren. Der Abg. Dumont will indeß noch viel weiter gehen. Er verlangt ein weit größeres Darlehen, fals die Berhällnisse der Staate schulden⸗Tilgungscasse es estatten, bis zu 4 Millionen Gulden, wogegen sch sowohl die Regierung wie der Ausschuß ent ⸗ shieden ablehnend erklärt hat. — Dem Schlusse des Landtags sieht man beätestens Milte November entgegen. Die Be— iathungen über den Landtags- Abschied haben im — Unter den bei der zweiten Kammer einge⸗ Uceschten neuen Eingaben befindet sich auch ein An- trag des Abg. Wirth auf Errichtung eines besonderen Arbeiterzugs zwischen Darmstadt und Frankfurt a. M — Das großh. Ministerium des Innern hat die Kreisämter beauftragt, die Bürgermeister an- zuweisen, mit der Aufstellung der Liste der Ur- wähler zu den bevorstehenden Landtagswahlen unverzüglich zu beginnen. In der Einleitung des betreffenden Reseriptes ist bemerkt, es sei anzu— nehmen, daß der den beiden Kammern vorgelegte Gesetzentwurf, die Zusammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahl der Abge— ordneten betreffend, in der Kürze mit den Ständen zur Verabschiedung gelangen und im Regierungs- blatt als Gesetz publiennt werde. Mit Rücksicht hierauf hielt man es für angemessen, schon jetzt mit den Vorbereitungen für die künftigen Wahlen zu beginnen. — In Frankfurt fand am 22. d. eine Ver⸗ sammlung von evangelischen Pfarrvicaren und Pfarroerwaltern unseres Landes statt. Dieselben beschlessen eine Adresse an Se. Königl. Hoheit den Großherzog durch eine Commission ausarbeiten zu lassen, in der um eine Ausbesserung ibres Ge⸗ im Falle der Verheirathung und um Hemmung der Bevorzugung einzelner Vicare durch die früh- zeitige Anstellung von Seiten der Patronatsherrn. Berlin, 28, Oct. Das Abgeordnetenhaus erledigte die General- und Specialdiecussion des Gesetzentwurfes, betreffend die Abstellung der auf den Forsten der Provinz Hannover haftenden Be— rechtigungen und die Theilung der gemeinschaft⸗ lichen Forsten dieser Provinz. Nachdem die einzelnen Paragraphen angenommen waren, wurde das ganze Gesetz mit einem die Bestimmungen des§. 11 (Die Genossenschaften betressend) auedehnenden Amendement angenommen. Sodann wurde fast rebattenlos- der Gesetzentwurf betreffs der Ab- änderung, resp. Ergänzung des hannover'schen Gesetzee über die Aufhebung des Weiderechts an⸗ genommen, deßgleichen der Gesetzentwurf bezüglich der Aufhebung, resp. Ablösung der Abdcckereirechte, — Im Herrenhause dauert die Special⸗Dis⸗ cussion über die Krtieordnungs Vorlage sort und gelangte man am 28. d. bis zu§. 54. Nach dem Ergebniß der bisherigen Verhandlungen ist keine Hoffnung vorhanden, daß das Gesetz zu Stande kommen wird, da das Herrenhaus die Fassung des Gesetzes, wie es aus den Berathungen des anderen Hauses hervorgegangen, in seinen wesentlichsten Bestimmungen paragraphenweise ver- wirst und durch die Anträge seiner Commisston ersetzt. — Das Herrenhaus setzte am 29. d. die Be— rathung der Kreisordnung sort und nahm die Paragraphen 53 bis 82 nach den Commissions- anträgen an, obschon die Minister des Innern und des Handels sich wiederholt gegen dieselben erklärten. Die Amendements Baumstarck's, welche der Fassung des Abgeordnetenbauses entsprachen, wurden mit demselben Stimmen Ergebniß wie am 28. abgelebnt. — Wie aus Paris bekannt wird, hat Herr v. Rémusat die deutsche Note beantwortet, welche die Einführung des Paßzwanges bei dem Eintritt nach Deutschland über die französische Grenze mit⸗ theilte. Der Minister bestreitet die Richtigkeit der Motivirung der deutschen Maßregel, da von Frank- reich der Paßzwang auch an den Grenzen Italiens, Spaniens und der Schweiz nicht aufgehoben worden sei. — Der„Voss. Ztg.“ zufolge ist der nassau⸗ ische Abgeordnete Petri, welcher kürzlich ins Haus eingetreten, das erste altkatholische Mitglied des Landtages und hat sich der Fraclion der Fortschrit'spartei angeschlossen. — Der auch in diesen Blättern erwähnte, gegen die Fuldaer Denkschrift der Bischöfe ge⸗ richtete Artikel der„Prov. Corresp.“ hat in der „Germania“, dem bekannten ultramontanen Blatte, eine sehr gereizte und scharfe Erwiederung des baltes gebeten werden soll, sowie um Gestattung Bischofs Ketteler hervorgerufen, mit welcher des Eintrittes der Vicare in die Pfarrwittwenkasse bewiesen werden soll, daß die Ausführungen der „Prov. Corr.“ und die dem deutschen Episcopat wegen seiner Haltung vor, bei und nach dem Concil gemachten Vorwurfe falsch und un wahr seien. Der Schluß des v. Ketteler'schen Artikels mag hier Platz finden, da er sehr verständlich zeigt, welche Stellung die Bischöse der Reichsregierung gegenüber eingenommen haben. Es heißt dort; „Die jetzt enistandenen Wirren kommen nicht von den Beschlüssen des Coneils, nicht von dem Auf- treten der Centrumssraction, nicht von der Hand⸗ lung irgend eines Katholiken. Das sind nur Deckmäntel und Vorwände. Sie wären einge- treten, wenn auch nie ein Coneil gehalten worden wäre. Sie kommen vielmehr von dem vollendeten Systemwechsel in Preußen, sie kommen von dem Willen eines ein- zigen Mannes mit seinem Alles mit sich fortreißenden Einflusse. Sie kommen daher, vaß Alles Das, was die preußischen Könige, die preußischen Staatsmänner, die gesammte preu⸗ fische conservative und christliche Partei seit zwanzig Jahren bezüglich der Ordnung der kirchlichen Ver⸗ bältnisse für recht und qut gehalten, plötzlich über Bord geworfen und dagegen der Liberalismus, welchen alle diese Factoren bisher als verderblich erkannt haben, zur Herrschaft erhoben werden soll.“ — Die„Prov.- Corr.“ tritt nun in einer neuen Entgegnung den Auslassungen des Bischofs aufs Entschiedenste entgegen und sucht durch Citate aus früheren Schriststücken, namentlich aus den Zeiten des Concils, den Beweis zu liefern, daß gerade * W — —— 8 dem Bischofe und seinem Anhange Aufrichtig⸗ keit und Wahrhaftigkeit mwangele. Der Schluß des Artikels der„Prov. Corr.“ lautet: „Der Bischof v. Ketteler, wie die deutschen Bi⸗ schöfe überhaupt, können nur wünschen, daß die Acten über das Concil und ihr Verhalten zu demselben möglichst bald geschlossen werden könnten; denn wo man dieselben auch aufschlagen möge, überall findet man nur unwiderlegliche Zeugnisse von der traurigen Rolle, welche sie dort gespielt haben, unwiderlegliche Zeugnisse von der klaren Voraussicht der hereinbrechenden Gefabren und Wirren, aber zugleich von der Schwäche und dem Mangel an Muth, dem Unheil zu wehren.“ Man sieht die Sprache der Gegner wird immer gereizter, die gegenseitige Stellung täglich schwieriger. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, daß der Kaiser in einer Sonntags stattgehabten Audienz dem Präsidenten des Herrenhauses und dem Grafen Brühl gegenüber, sowie in einem Briefe an einen der höchsten Hofbeamten, welcher Herrenhausmit⸗ glied ist, aufs Bestimmteste die Nothwendigkeit des Zustandekommens der Kreisordnung betont habe. Die Vorlage sei mit seiner vollsten Zustimmung eingebracht worden und es werde Alles an deren Durchführung gesetzt werden.— Nach der„Spen. Ztg.“ hat sich der Kaiser gegen Graf Brühl etwa folgendermaßen geäußert: Er habe erfahren, daß Graf Brühl sehr eifrig gegen die Reform wirke; obgleich der Kaiser während seiner Regierung nie⸗ mals Jemanden veranlaßte, gegen seine Ueber zeugung zu stimmen, wolle er doch hervorheben, daß er die Eulenburg'sche Vorlage, welche seine Unterschrift trage, auch als seine Vorlage betrachte. Ihre Durchführung sei unbedingt nothwendig; wenn die Vorlage abgelehnt werde, nehme Graf Eulenburg vielleicht seinen Abschied. Man sole nicht glauben, daß Graf Eulenburg einen Nach- folger erhalten könne, welcher der Opposition des Herrenhauses näher stebe. Der neue Minister werde dieselbe Politik einhalten müssen, wie sein Vorgänger, und die Mission erhalten, die Kreis- ordnung durchzuführen. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ begeichnet das Gerücht von der Vorlegung eines Gesetzentwurfs betreffs der Einführung der facultativen Civilehe als irrthümlich. In Regierungskreisen sei von einer Aenderung in der Absicht der Regierung nichts bekannt, vielmehr gelte es als zuverlässig, daß der commissarisch vorbereitete und vom Cultus⸗ minister ausgearbeitete Entwurf entschieden auf Einführung der obligatorischen Civilehe gerichtet sei. — Die belgische Regierung soll anläßlich der bedauerlichen Vorfälle in Lüttich aus völlig freiem Antriebe Veranlassung genommen haben, sowohl in Brüssel als auch hier Schritte zu thun, um ihr lebdaftes Bedauern und ihr entschiedenes Miß⸗ fallen an diesen Vorgängen an den Tag zu legen. — In Folge der colossal hinaufgeschraubten Miethpreise hat die Zahl der Studirenden an der hiesigen Universität abermals um die enorme Ziffer von 700, also nicht weniger als um 28 pCt. gegen das verflossene Semester abgenommen. So ist es schon in den letzten Jahren von Semester zu Semester gegangen. Alle Celebritäten, die man den kleinen Universitäten ent- und nach Berlin gefübrt hat, sind nicht im Stande gewesen, dieser . Abnahme der Studirenden Einhalt zu thun. München. In der am 27. d. stattgefun⸗ denen Delegirten⸗Versammlung der bayerischen Alikatholiken waren 121 Mitglieder zugegen. Den Antrag auf Beantwortung der Denkschrift der deutschen Bischöfe beantwortete Prof. Friedrich dahin, daß dies durch die Kölner theologische Commission bereits geschꝛhen sei. Die Veröffent- lichung dieser Antwort würde demnächst erfolgen. Hierauf wurde der Statuten ⸗ Entwurf für den bayerischen Landesverein durchberathen, Baden. Wie man vernimmt, ist der ab⸗ schlägige Bescheid auf die von hier ausgegangene Petition um Verlängerung des Spiels bereits eingetroffen. Straßburg. Mit Bezug auf deu an der französischen Grenze wieder eingeführten Paß zwang schreibt dit„El. Cortesp.“: Die mit dem 1, Novem⸗ ber eintretende Nothwendigkeit, daß Franzosen, welche die deutsche Grenze überschreiten wollen, sich eines von einer deutschen Gesandtschaft visirten Passes bedienen müssen, wird für die Angehörigen von Elsaß Lothringen keine Belästigung mit sich bringen, da für diese, wenn sie aus Frankreich nach Deutschland übertreten wollen, der in irgend beliebiger Weise zu führende Nachweis ihrer Eigenschaft als Elsaß Lothringer genügen wird, um umgehinderten Zulaß in ihre Heimath zu sinden. Eine ebensolche rücksichtsvolle Behandlung wird den übrigen Deutschen, sowie den Angehörigen anderer Nationen, welche einen speziellen Paß⸗ zwang gegenüber den Deutschen nicht üben, zu Theil werden. Ausland. Schweiz Das bis jetzt bekannt gewordene Resultat der Wahlen zum Nationalrath ist der Wiederaufnahme der Bundes verfassungs⸗Revision günstig. 5 Frankreich. Die Zahlungen des franzö ⸗ sischen Staatsschatzes für die deutsche Kriegscontri⸗ bution geschehen, wie die„Temps“ vernimmt, von vierzehn zu vierzehn Tagen in Posten von 100 Mil⸗ lionen in Wechseln; der Finanzminister soll in diesem Augenblick nahezu 500 Millionen in Tratten. für diesen Zweck in seinem Portefeuille haben. — Am 26 Oct. waren es 191 Jahre, daß die siegreichen Truppen Ludwig XIV. in Straß⸗ burg einzogen. Aus Anlaß dieses Jahrestages wurde in der Notre-Dame Kirche zu Paris eine Messe gelesen, welcher, wie der„Courrier de France“ meldet, viele in Paris weilende Elsässer beiwohnten. — Das Evenement meldet:„Ein Statistiker hat die Geduld gehabt, eine Zählung vorzunehmen, welche ergibt, daß die Zahl der Minister, welche Frankreich von 1830— 1872 hatte, 579, sage: fünfhundertneunundsiebenzig, betrug. In Ermange⸗ lung der Qualität ist jedenfalls die Quantität bedeutend.“ — Die„Agence Havas“ meldet: Ein Brief des Ministers des Aeußeren, Grafen Rémusat, anläßlich der Frage, ob Elsässer und Lothringer, welche für die französische Nationalität optirt und ihr Domicil nach Frankreich verlegt haben, die Eigenschaft als Franzosen verlieren, wenn sie für einen Augenblick nach Elsaß⸗ Lothringen zurück- kehren, sagt: Ich wüßte nicht, daß die deutsche Regierung eine solche Auffassung zur Richtschnur ihres Verfahrens gemacht hätte. Diejenigen, welche in regelrechter Weise optirt haben, behalten immer die Eigenschaft als Franzosen, nur können ste sich, wenn sie nach Elsaß⸗Lothringen zurück kehren, ohne sich den Vorschriften der deutschen Behörden zu fügen, mehr oder weniger ernsten Unannehmlichkeiten aussetzen. Italien. Ober- und Mittel⸗Italien sind in einem ganz unerhörten Maße von Ueberschwem⸗ mungen heimgesucht. Täglich, ja stündlich, treffen neue Unglücks botschaften ein. Der Po hat in Rea in der Lombardei den Damm durchbrochen und kamen 13 Personen in seinen Fluthen um. Auch in Casella-Landi hat er den Damm durch⸗ brochen und das Land überschwemmt. Amerika. Nach tiner vom Schatzamte ver⸗ öffentlichten Nachweisung hat sich die Staatsschuld in den letzten 3 Jahren jährlich um 100 Millionen Dollars vermindert. Friedberg. Dieser Taze wurde zu Ober⸗ Wöll act ein Minn benoffen, welcher mit an geblich Zähnichmerz stillenden Muteln hausirend umherzog. Wegen unvefugiem Handel mit Aczneiwaaren von Gensdarm Grauling zur Haft und Anzeige gebracht, ergab sich duich technische Unterfuchungen, daß die von ihm mii gedruckten Gebrauchs inweisungen zum Beikzuf angebotene Mix ur zum großen Theil concentuirten Aether, vermischt mu eweis Nelken⸗ oder Zimmlöl, enthielt, der in seimer Anwendung gefährlich, d. 9h. detäubend, wie Chloroform, wirkt. Der Angeschuligte, Anton Noll von Güte vei Covlenz, wurde mii orti Tanzen Haft bestraft. Aus seinen Papieren ergab sich, daß der Quacksalber nicht unbedeutende Gelchäste gemschi bat wenn er auch momenian mitlello wat und bleib nur zu verwundern, daß es immer no Wute gibt, welche si von solchen Geheimmitelverkäufern um ihr gutes Gelo bringen lassen, öfter allerdings wertl⸗ lose und unge äocliche Mise! iyeuer einkaufen, bäh ffiger aber solche erhalten, welche in ihrer Anwendung der Ge⸗ sundheit u bedingt nachthellig sein müssen. 5 „Friedberg. Das gegenwärtig bereits in seinem 18. Jahrgange erscheinende„Organ der Taubstummen⸗ und Blinden- Anstalten für Deutschland“, herausgegeben von Dr. L. Chr. Matthias, Director des Taubstummen⸗ Instituts zu Friedberg, bringt in seiner neuesten Nummer den nachstehenden, sehr beachtenswerthen Artikel: Mit Heizung der einer und andererseits, je gesundhestsgefährlicher eine Ueberhelzung je weniger Bedacht meistens die Schullokalitäten gehandhabt wird, derselben ist, besonders wenn sie überfüllt und nicht ge⸗ hoͤrig ventilirt sind, um so weniger können wir es uns bei beginnendem Winter versagen, aus einem größeren Aufsatze von Karl Feuerschein im„Pionier“:„Der rothe Ofen“ Folgendes hierherzusetzen:„In den 60er Jahren hatte Hr Dr. Carret in Chambery einige Winter hindurch in mehreren Ortschaften epidemische Krank heitserscheinungen beobachtet, welche dem Bilde der heutigen chronischen Kohlenoxyd- Erkrankung entsprechen,* In einem Dorfe von 1400 Einw. verfielen dieser winter⸗ lichen Epidemie 80 Personen, von denen 29 starben, Diese Krankheit trat nur in solchen Stuben auf, in denen gußeiserne Oefen rothglühend zu brennen pflegten, während die ausschlleßlich durch Kamine geheizten Häuser verschont blieben. Als man im Lyceum zu Chambery, welches bis dahin stets einen guten Gesundheitszustand nachgewiesen, an Stelle der offenen Kamine gußeiserne Röhren eingeführt hatte, er— krankten gleichzeitig 60 Schüler an denselben Symptomen und starben deren sechs. Die Epidemie hörte auf, sobald man die gußeisernen Oefen mit Kachelöfen vertauscht hatte. Auf Dr. Carrets Veranlassung schlossen 14 Per⸗ sonen sich in ein Zimmer ein, welches mit einem glühend gußeisernen Ofen geheizt war. Es dauerte keine Viertel⸗ stunde, als sich bei allen die Symptome der Kohlen⸗ oxyd⸗ Vergiftung, Hitze und Schwindel im Kopf, Pul⸗ siren der Schläfadern, Nasenbluten, Zittern, Brechneigung u. s. w. einstellten. Um sich von der Giftwirkung des dem Ofen entweichenden Kohlenoxyds noch bestummter zu überzeugen, sperrte Dr. Carret in ein durch einen gußeisernen Ofen geheiztes Zimmer ein Kaninchen, zwel Tauben und einen Zeisig. Schon nach einer halben Stunde lagen die Tauben und das Kaninchen betäubt am Boden, der Zeisig war gestorben, ebenso eine Ratte, die sich in das Zimmer eingeschlichen hatte“.—„Ein Glühen des Ofens erzeugt aus drei verschiedenen Quellen das berüchtigte Kohlenoxydgas: 1. verbrennen alle Staub⸗ theilchen an glühenden Eisenflächen zu Kohlenoxyd, 2. wird die Kohlensäure der Luft durch glübendes Eisen zu Kohlenoxyd redueirt, 3 dringt das Kohlenoxyd der Ofenfeuerung(was sonst durch den Kamin verfliegt) durch glühende Eisenwände hindurch.“„Also: man fliehe die glühenden Oefen, denn sie sind so gefährlich für den Menschen, wie ein tropfenweise einge⸗ nommenes Gift.“ Frankfurt. Vom 1. November d. J. an kommen die neuen Telegraphen⸗Freimarken in Gebrauch, welche die neue Bezeichnung„Telegraphie des Deutschen Reichs“ und die Werlh bezeichnung„Groschen“ in schwarzem, stat dem bisherigen weißen Ueberdruck erbalten haben, Die alten Freimarken können bis zum Schlusse des Jahtes umgetauscht werden. 5 Frankfurt. In hiesigen Blättern liest man: In Bornheim befreundet man sich immer mehr mit dem Gedanken eines Aufgebens in Frankjurt und verspricht sich davon für den Handel und die Industrie des Ortes lehr viel. Wenn ein deßfausiger Vertrag zu Stande kommt, so werden unsere neuen Mitbürger nicht mit leeten Händen in das städtische Gemeinwesen einzieben, denn der Werth ihres Gemeinde⸗Eigenthums beziffert sich auf citeg zwei Millonen. Offenbach. Am Sonntag Mittag versuchte eine Frau sich bei Oberrad unier den daherkommenden Eisen⸗ bahnzug zu werfen. Ihr Vorbaben wurde indeß noch techtzritig beineikt und es gelang, ehe die Locomo live sie ersassen konnte, sie von der Böschung des Eisenbahn⸗ dammes herabzuziehen. Wiesbaden. Der Bürgerausschuß hit mit allen gegen 5 Summen beschlossen, das Cioil Hospital in bet Nähe des Kochbrunnens mit seinem ganzen Mobiliar⸗ und Immobilar⸗Vermögen im Werihe von ewa 150 000 Thle⸗ als E.genthum der Stadt zu übernehmen, damit dasselbe niedergelegt und die Umgebung des Ko porunnens erweitert und verschͤnert werde mit der Vespfladtung, daß die Staet ein neues, den Bedürfnissen eu prechendes Kranken⸗ daus mit einem Badhause exbaut, in welchem nicht mur mitiellose, sondenn auch zihlungssähige Kranke Aufnahme finden töanen. Königsberg. Kürzlich traf hier mit der Bahn ein 9 9 jäprger Mann mit seimer 97jäbligen Frau und einer 71jabrigen Tochter ein, der zur silbernen Hochzeit seines als Steulerbeamier in Schl, sien augestellien jängsten Soyues reife. Wer die Rüftigkeit dieses meikwütdigen Pages sah, welches schon vor länger als zebn Jahren seine Dig⸗ mantoochzeit gefeiert hat, mußte sie höchtnens für Sieben⸗ ziger hallen. Lüttich. Ueber die schon berichteten Beschimpfungen deutscher Soldaten gelegentlich der hier stauigehabien Ein, weihung eines Denkmals für die im viesigen Hospital ihren Wunden erlegenen deulschen Krieger wurd der „Spen. 34.“ geschrieben: Das Fest napm einen schönen erhebenden Verlauf; eine pieußische und eine bay rische Tepuia don, J eier Oifizire, balken sich elngestell! und von Aachen die Miltzä musik des 28. Regiments, 48 Mann stalk. Der deunche Gesandte halle wegen der Hoftrauer abgesagt, dagegen hielt der deuische Consul in nuch auf vulftlg tt ni, ae iel gi! M ben G. richte faäam Denkg deny, liederg Marni kiner Brongt Zu 9 witug 0 Faule Di seuen Volke! Stadt hüllun den O tichtul erzählt halten Gelüb. ettichte dem m lichen Feinde durch Lebslet. lauble eine ergreifende Ansprache. Nach diesem der vrnsien Akie vereinigle 55 Mal die Gäste und 15 e⸗ * 7 äͤngen und Reden, worunter die des bayeris en Ritt⸗ 1 neifters v. Hartmann, des Sobnes des berühmten Generals, * del d Lesfonders zündete, selerte das Deuischtzum in Belgien ein — dard Schönes, ader völlig anspruchloses und bescheidenes Fest, rider urn vas in nichts die Grenzen überschritt, welche die Gast, 1 Fellen Tlͤłõeundschaft eines fremden Landes zur Pflicht macht. Und M. ae mußte ein roher„neutraler Mißton“ die ernsie ar ent Unden FJaeiet sidten. Als die Festiheilnebmer den Saal verließen, a min und 1 8 allenibalben ein furchibarer Zusammenlauf von Pöbel⸗ um If chaaren, die eine drohende herausfordernde Haltung gegen ui unt ie friedlichen Gäste annahmen, und als gar die Musik „Ale: mn flich 17 it jo gefabrlid re ftuwtist einge Ait t. J un kenne ene ett e rt Deulsts Nen ware nd ballen dale Sglaße des Ji * * Ebert 8 8— maße 0 J 1 4 100 anhe auf den viesigen Schlachtfeldern befindlichen em Friebe. u Unisorm abzog und der Mob die verhaßten Pick lhauben 0 da—. 5 nicht nur Geschrei und Pfeifen, son⸗ ern die Soldaten wurden auch mit rohen Schimpfworten esolgt und mit Steinen und Schmutz beworsen, und s war nur der wellberübmten preußischen Disciplin und aaltblütigen Ruhe zu danken, daß der Tumult nicht noch viel größere und gefährlichere Dimensionen annahm. Metz. Vor einigen Nächten ist das bei Verxneville en Gefallenen der 18. Divission(Schleswig ⸗Holsteiner) rrichsete Monument, vielleicht daß größte und schönste Denkmäler von ruchlosen Händen beschädigt wor⸗ sen. Nachdem man das eiserne Gitter zerbrochen resp. ziedergerissen, sind die an dem Denkmal befindlichen großen Marmortafeln auf die gemeinste Weise beschmutzt, und ist iner von den vier auf dem Monument angebrachten Zronceadlern gestohlen worden. i g Zürich. An der hiesigen Universisät studiren gegen⸗ värlg ca. 90 junge Damen und zählt die medicinische Facultät daselbst mebr weibliche als männliche Studirende. Die Stadt Bernay(Oepart. Eure) liefert einen zeuen sprechenden Beweis von dem unter dem französi chen Solke noch zu findenden Aberglauben. In genannter Stadt fanden nämlich kürzlich bei Gelegenheit der Ent⸗ füllung einer Statue der heiligen Jungfrau auf einem en Ort beherrschenden Hügel große Feste statt. Die Er⸗ iüchtung dieser Stalue hatte, wie der Pariser„Univers“ Czäblt, folgenden Grund:„Im Monat November 1870 alten Bernay und mehrere Pfarreien der Umgegend das Selübde ausge prochen, eine Statue der Muftergottes zu richten, wenn die Stadt und das Arrondissement von em mit der Invasion der preußischen Armee unzertrenn⸗ chen Elende bewahrt werden würden. Obgleich vom einde am 21. Imuar 1871 umeingt, wurde die Slabt lurch die bochheilige Jungscau auf wunderbare Art ge⸗ vttel. Bern zy sollie verbrannt werden; aber Gott er⸗ bubte, daß die Granazen auf den Wiesengrünben platzten, volche sich zwischen der Kirche Notre Dame de la Couture und der Straße von Beaumesnil ausdebnen. Gewöbulich t gut unterrichtet, halt: sich doch der Feind in der Rich⸗ ung geirrt, welche er seinen Wurfgeschossen zu geben hatte. Während dieses Bombardements ⸗Versuches setzten 200 Nationalgardisten, welche ohne ibre Offiziere in die Wälder von Alen gon gezogen waren, ihr Leben auf's Spiel und hätten erdrückt werden müssen, wenn die Einoringlinge ihre kleine Zahl gekannt. Nur ein einziger wucde auf dem Kampfplatze gelödiet. Aus Dankbarkeit für den so sichtbaren Schutz von Maria haben die Bewohner von Bernay darauf gebalten, ihr Gelübde zu erfüllen.“ Wien. Die Kaiserstadt Wien ist sehr theuer geworden, und wer nächstes Jabr zur großen Ausstellußg reist, mag brav Geld einstecken. Für die Zeit der Ausstellung wollte der Director einer Reitergesellschaft einen Circus im Prater bauen; was verlangten die Wiener Unternehmer für Herstellung des Circus 9 Der Theuerste 130,000 Gulden, der Billigste 80,000 Gulden. Viel zu viel, sagte der Director. Wir können's nicht billiger, hier ist Alles theuer, sagten die Baumeister. Da reiste det Director nach München und schloß den Bau mit einem Geschäfts— manne um 45.000 Gulden ab; alle Bestandtheile werden in München fertig gemacht und in Wien von bayerischen Arbeitern zusammengesetzt. Auch ein englisches Haus, das während der Ausstellung ein großes Holzhaus braucht, läßt Alles in England herrichten und durch englische Ar— beiter in Wien aufrichten und profitirt dabei viele Tausende Landwirthschaftliches. Ueber die Cultur der Rosenbäumchen. Es ist eine betrübende Erscheinung für den Rosen— züchter, wenn er sieht, daß seine schönsten Exemplare oft nach wenigen Jihren ganz verwildert, oder gar verdorben sind. Es beruht dies meistentheils auf Unkenniniß der Behandlung und ich erlaube mir deshalb den Rosen⸗ freunden und Freundinnen einige Winke über die Cultur der Resenbäumchen zu geben. Beirachten wir: 1) Das Versetzen derselben. Dieses geschieht am zweckmäßigsten im Herbst; da eine Frübjahrspflanzung, wenn nicht mit Sachkenniniß aus- geführt, namentlich bei trocknem Frühjabre ganz mißräth ober den gewünschten Erfolg nicht bat, während die Herbst⸗ pflanzung meistens einen schönen Flor liefert. Auch wird darin gefehlt, daß man beim Setzen zu keine Löcher macht und meistens, namentlich auf Friedböfe die Bäumchen in die wilde Erde pflanzt. Es empfieblt sich deshalb große Gruben zu machen, diese mit kräftiger Gartenerde aus zufüllen und bei trocknem Wetter gehöcig anzugießen. 2) Das Ausbrechen der wilden Triebe. Die auf wilde Rosen veredelten Bäumchen haben die Neigung wilde Triebe sowohl aus den Wurzeln als auch aus den Stäsnmchen zu erzeugen, welche, wenn man sie steben läßt, dem Edelholz die Haupfsäfte benehmen, so daß dieses ganz zurück ebt und die Bäumchen nach einigen Jahren wieder ganz wild sind. Es müssen deshalb diese wilden Triebe, welche leicht kenntlich sind, schon bei ihrem Enistehen ausgebrochen oder geschnitten werden. 3) Das Bedecken der Bäumchen im Winter. Strob ist namentlich in nassen Wintern ein schlechteg Einhüllungsmiltel, weil die Zweige darunter leicht auf⸗ frieren, wie uns die letzten Winter gezeigt haben. Am besten legt man die Krone zur Erde, befestigt sie mit einem Hiken und häuft einige Zoll Erde darüber. Es ist diese Arbeit schon deshalb mehr empfehlenswerih, als man eher 10 Rosenbäumchen umlegt, als 5 mit Stroh zubindet. 0 Fauerbach b. Fr. im October 1872. Söllner. D. Frankfurt a. M., 29. Oktober. Auch heute verkebrte die Börse wieder, trotz der Beschäftigung mit der Ultimo-Regulirung, sehr lebhaft und bel hausstrender Tendenz, namentsich angeregt durch die gute Berliner Stimmung. Speziell waren es im Gegensatz zu gestern, wo Staatsbahn im Vordergrund stand, Creditactien, für welche sich heute die Speculation erwärmte und die bei großen Umsätzen ca. 2 fl. stiegen. Lombarden hielten den gestrigen Miltag cours fest und Staatsbahn behauptete die Notiz von gestern Abend, also ca. 1 fl. höher, als gestern Mistag. Sehr gesucht waren heute Nordwest⸗ actien, die von Berlin aus geirteben werden und eine Steigerung von ca. 3 fl. erfuhren. Andere östereich, Bahnen machten weniger von sich reden, bewahrten aber eine feste Haltung. Von deusschen Linien waren wieder bayrische Ost⸗, sowie hess. Ludwigsbahn gefragt. Für Banken fängt sich das Privalpubtikum wieder an zu er⸗ wärmen und wurden speziell beute die bis jetzt vernach⸗ lässigten Actien der deutschen Effektenbank stark gekauft und 1% höher bezahlt. Ferner fand Frankfurter Bankverein abermals zahlreiche Abnehmer und ging der Cours neuer⸗ dings in die Höhe, ebenso bei Oester reich. Deutsche Bank, Wechslerbank gleichfalls besser. Baubank und deussche Vereinsbank fest. Von schweren Actien gingen österreich. Nationalbank bet umfangreicher Kauflust ca. 7 fl. höher, Darmstädter und Plovinzialdisconio stiegen gleichfalls und auch alte Meininger zogen eiwas an. Auf dem Prioritäsenmarkt war der Verkebr ziemlich rege, doch varürten die Course nur unbedeutend. Oesterreich. Renten eine Kleinigkein besser. Süddeutlsche Fonds fest. Ameri⸗ kaner unverändert. Von Pfandbriefen Russen und neue Meininger, ebenso rbeinische Hypoth.⸗Bank beliebt. Marzibericht. Frankfurt, 28. Oct. Waizen, wetterauer,(100 Kilo) 15—15½ fl., Kon(100 Kilo) 10— ½ fl., Gerste (100 Kilo) 10½- 11 ½ fl., Hafer(100 Kilo) 7¾—8 fl., Repe(100 Kilo) 19½/ fl. Rübsl(50 Kilo) 22¾— 23 fl. ä— 5 Oeffentliche Aufforderung. 415 Nachdem über das Vermögen der Konrad l(ebrs Ebeleute von Nleder⸗Florfladt formeller Concurs t kannt worden, werden deren Gläubiger zur Anmeldung ber Forderungen und Ansprüche, sowie zur Beschluß⸗ bßssung üder gütltche Beilegung deziehungsweise weitere dehandlung dieser Sache au Mittwoch den 13. November l. J., Vormittags 9 Uhr, inter dem Rechtsnachtbeil des Ausschlusses von der Wasse vorgeladen. Friedberg den 27. August 1872. Großgherzogliches Landgericht Friedberg. Rei gz, Zimmermann, 4 Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Garten- Versteigerung. 2500 Freitag den 1. November 1872, Vo mittags 11 Iyr, sollen in blesigem Rathhause zwei zum Nachlasse dt Frau Christtan Feitz Witwe daher gehörende T rabgärten: f Gemarkung Friedberg. Kur. Nr. Klftr. . 124. 135. Grabgar ten bei der St. Leonbardskirche, 2. 76. 36. Grabgatten Fiebfrauengärten, auf freiwilligen Antrag der Erben zum Letztenmale Nentlich meifibietend verfleigert und bei entiprechenden dekoten dem Letzibitienden die Genehmigung alebald diubeilt werden. Friedberg den 24. Oktober 1872. Groß heizogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 306 Zur Perstellung des sogenonnten Hirschgrabens im Luurggatten zu Friedberg soll die Lieferung von elta 29,000 Stück Russensleinen im Sub missionswege ver⸗ geben werden. Luftragende wollen ibte Offeften bis sngstens Mütwoch den 6. November d. J. bei unter⸗ Iichneter Stelle eim eichen, woselbst die Bedingungen dfssen liegen. bphriedberg am 29. Oktober 1872. 5 Otoßherzogliches Kreis dauamt Frledderg. Ne. 927 In dieflaer Kirchenkasse liegen 300 fl. zu 5% igen bpvotbekarische Sicherheit zum sosorligen Aus⸗ lelhen bereit. Staden den 28. Oktober 1872. Füt ten evang. Kirch nvorstand 7 Wir erlauben uns, unsere Leihbibliothek, welche durch die neuesten und besten Romane ꝛc. ꝛc. abermals ergänzt wurde und sich nach Schließung des Nauheimer Geschäfts für die Wintersaison wieder in Friedberg befindet, zu gefälliger Benutzung zu empfehlen. Lesegebühren: pr. Tag 2 kr., pr. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. können zu jeder Zeit erfolgen. Abonnements Von den neuangeschafften Werken erwähnen wir: Becker, A., Der Nixenfischer. 2 Bde. Bibra, Dr. E., Erb⸗ und Liebes⸗ Bde. händel. 3 Bde. K ohlenegg, L. Bodenstedt, Fr., Aus deutschen] Sitenen. 3. Bde. Gauen. 2 Bde. Brachvogel, A. E., Das Räthsel von Hildburahausen. 4 Bde. Byr, R., Nomaden. 5 Bde. Detlef, K., Nora. 2 Bde. Dincklage, E. v., Durch die Zeitung. 2 Bde. Frangois, L. v., Erzählungen, 2 Bde. Frenzel, C., Geheim nisse 2 Bde. Hackländer, Fr. W., Geschichten im Zickzack. 4 Bde. — Der Sturmvogel. 4 Bde. sein Haus. Herzen. burg. 2 Bde. Hoefer, Ed., Unter fliegenden Fahnen. 2 Lindau, P., Kleine Geschichten. 2 Bde. Mühlbach, L., Mohamed Alt und 4 Bde. — Mohamed Ali's Nachfolger. 4 Bde. Müller, O., Zwei Sünder an einem 2 Bde. Otto, L., Die Stiftsherren von Straß⸗ Putlitz, G. zu, Walpurgis. Raabe, W.,(Corvinus.) Unseres Herrgotts Canzlei. — Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schichsale. Roquette, O., Welt und Haus. Sauer, C. M., Am Rhein und an der Adria. Scherr, J., Michel. 4 Bde. Schirmer, A., Altkatholisch. 3 Bde. Schlägel, M. v., Die Helden der Arbeit. Tharau, H., Amata. — Herbstzeitlose. — Leidenschaft und Liebe. Vacano, C., M., Geheimnißvoll. Wellner, A., Bruder Studio! Werder, Dr. C., Der Fürst von Hochland. Winkler, W., Die deutschen Klein⸗ städtier in Amerika. 2 Bde. K. v., Moderne 2 Tole. n Franzosische und englische Werke. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Hofraithe⸗ Versteigerung. 30:2 Freitag den 1. November d. J., Bormistags 10 Uhr, soll in Folge elngelegten Nachgebols die zum Nachlasse des Koppel Marx dahier gehörende Hof⸗ rauhe: Gemarkung Iriedberg. Zlur. Nr. Klftr. 2. 528. 10. Hofraltbe in der Judengasse um lißtenmale öffentsich meinblelend versßetgert werden unter Im Hemerken, das Nachgebote nicht mebr an r und dem beßztbtetenden die Genehmigung ofort eibellt e Zrledberg den 20. Oktober 1872. Gloßbetzoglichte Ortsgericht Friedberg. S md, Ppfertelcat. Dau, Lücgermelfter. Fou car. 2 find von fetzt an Die Sprechstunden due e e 9 11 une Nachmittags von 3— 4 Ubr. Obrenarzt Dr. Wolf in Frankfurt a. M., Hochsfraße 17.(5900) Ein Zimmer 3031 ift zu vermetben au einen jungen Mann, der eine hiesige Schule desucht, mit oder ohne Kost. Wo! sagt die Exped. d. Bl. Eine Partie Mist 3035 bat zu verkaufen gauerdach b. För. K. Lack. 2896 105 1 . Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Schulbücher — in neuester Auflage Lehranstalten und guten Einbänden eingeführten steis vorräthig. 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Mie. der seitberige Mitteldeutsche Gartenbau Verein den Namen Oberhessischer Garten⸗ bau⸗Vereln angenommen hat. Laubach am 23. October 1872. Der Präfident des Oderhessischen Gartenbau-Vereins: Friedrich, Graf zu Soims⸗Laubach. Porzellan- und Glaswaaren, Petroleumlampen wie deren Be⸗ standtheile 2994 in schöner Auswahl empfiehlt zu billtasten Preisen Carl Bauer in Assenheim. Essig Gurken 3034 bei Wilh. Bernbeck. Feinstes Vorschußmehl 2578 dilligst bei Friedberg. M. D. Loeb. Dilige Limburget Käse 2684 bei Friedberg. A Stahl Wittwe. Verpachtung. 3010 Die seither von Herrn Btttong zu Bod-Nau⸗ heim betriebene Wirthschaft„Cass de Paris“, in nächster Nähe des Kurhauses und der Paiksiraße gelegen, läßt Unterzeichner Moniag den 11. Nevember, Mitiags 2 Uhr, auf weitere 6 Jahre verpachten. Außer Garten— wiibschaft urd geräumigen Lecalitäten find noch 22 Zimmer zum Vermicthen und Keller vorbauden. Bad⸗Naubeim. Jean Burk. Zu verkaufen 200 Körbe Spreu del Heinrich Wilhelm Kriegck 302⁴ in Södel. 3025 Am 21. d. M. ift mir ein jannes Pinscher⸗ hündchen zugelaufen, welches der E gentrümer gegen Erflattung der Irseratgetübren und Erischädigung für Fütterung bei mit in Empfang nedmen kann. Münfler den 27. Oltober 1872. Konrad Kuhl II. Eröffnung des haufmännischen Cursus pro l. November a. c. S e 5 bei Herrn Bädermeifter Rumpf. Versteigerung. 3028 Montag den 4. November d. J. Mitlogs 1 Uhr, sollen bei dem Unterzeichneten 1 Beitflelle mit Bett⸗ werk, 1 Wiege ꝛc., Ktauenkleider, Weißzeug, sowie ver schiedene Hausgerälhschaften öffentlich verstelgert werden. Nleder⸗Wöllstadt. Wilhelm Ambron. Brodpreise vom 1. bis 15. November. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: / Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 2Kilo 18 kr. Zweite Sorte 2 Kilo 16 tr. 1* 1 50 9* 7 1 1 1 8 55 **„** 4½*** 57„ 4 1 Für Butz bach: Erste Sorte 2 Kilo 18 kr. Zweite Sorte 2 Kilo 15 kr. „ 1 1„ 9* 7„ 1 2 77* „* 7„* 47 75* 0 77* 30/. Für Bad ⸗ Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 19 kr. *„ 9 7——* 4**„ Erste Sorte 2 Kilo 18 kr. Zweite Sorte 2 Kilo 16 ki. * 5„ 9„*„ 1„* „** 2* 4*** 7¹* 4 10 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.— 15. Nov. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 22 kr.[Schweinefleisch 9 Kuhfleisch, gem. 19„Kammstück 23* Rindfleisch, gem. 19„Leber- u. Blutwurst 24„ Ham melfleisch 20„ Bratwurst. Keil und Carre 22„Schwartenmagen 28„ Kalbfleisch 22„ Geräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„.Dörrfleisch 88 Nierenfett 24„Schinken 28 Jammelsfett 18„Schmalz, ausgel. 32„ Schmalz, unausgl. 28 * Ansnahmspreise: Bei K. Neuhof Kul fleisch, gem., 20 k., Rino fleisch, gem., 20 kr.— Bei Ph. Windecker Kammstück 24 k., Schwartenmagen 30 kr.— Bei E. Engel und Adolpy Engel Schmalz ausgel., 30 kr., bei] K. Friedrich 28 kr.— Bei W. Heß und K. Friedrich Kammstück 22 kr.; bet J. Wind's Wiliwe 24 kr. Für Bad- Nauheim: Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 22 kr. Schweinefleisch 23 kr. Kuhfleisch, gem. 20„Leber- u. Blutwurst 26„ „ungem.—„Bratwurst 30„ aw meellleisch 18„ Schwartenmagen 30„ Keil und Carre—„ Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 24„Fleischwurst 982„ Keil und Carre—„Geräucherter Speck 32„ Rierenfett 24„ Dörrfleisch 2 Hammelsfett 20„Schinken 34„ Schaaffleisch—„ Solpeifleisch 28, Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. Ausnahmspreise: Bei W. Bieler Hammelfleisch 20 kr., Fleischwurst 30 kr. Für Butzbach: f Pr. ½ Kilo. Ochsenfleisch 23 kr. Schweinefleisch 22 Kuhfleisch, gem, 19„Leber- u. Blutwurst 24„ Rindfleisch, gem, 19„Bratwurst 8 Hammellleisch 20„Schwartennagen 28„ Keil und Carre—„Geräucherter Speck 36„ Kal bfle isch 20„ Dörrfleisch 9. Schaaffleisch—„Schinken 30„ Nierenfett 24„(Schmalz, ausgel. 30„ Hammeelsfett 18„Schmalz, unausgel. 28„ 3026 Soeben erschlen und 14 durch Biudern Schimpff in Friedberg zu haben: N Münz⸗, Maasi⸗ und Gewichtskunde strenden Gold⸗ und Silbermünzen aller Land Neueste illuffrirte Authentische Ab bildung und Beschreibung der itzt eur⸗ Nebft einem Compeadlum der Börsen-, Wechsel- und Usanzenkunde. Zünfte Auflage. 1. Lieferung mit 2 Tafen. Preis 27 kr. 3 Leipzig, 1872. Moritz Schäfer. Zur Nachricht. 1 3030 Der Kursus im Erlernen des Kleidermacheng innerbalb 4 Wochen beginnt Montag den 4. November und finden 2 Mädchen noch Aufnahme bei 4 Frau Lehrer Heß. 3033 bei L a m Wand-, Hänge- und CTischlampen in großer Auswahl zu den billigsten Pleisen bei Georg Groß. Wilh. Bernbeck. 3032 2914 bei fische Schelssische! 2829 jede Woche direkt aus der Nordsee, bei ö Wilh. Fertsch. Große wollene und seidene Halstücher 2658 in den schönften Farben, für Herren und Damen, aͤußerst billig dei 5 1 5 K. 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Red.: Hermann Schimpff. 198 8 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. „Bil