e gaaanz tat dalttton l 4 1872. Samstag den 30. November. M 141. Oberhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Jur den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. * * ä—ů—ä—ä—— — Bekannt m a chung. — Die Forst⸗ und Feldstrafen von der 5. Periode 1872 können an den bestimmten Zahltagen Die nsta d D i g— en Zahltag gun onnerstag an das unterzeichnete 8 ee Seen. 1 Win Erhebungstag e wir für den Landgerichtsbezirk Butzbach Freitag den 6. Dezem 85 5 n — r bei Herrn Gastwirth Joutz in Butzbach. Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürge istereien dieses i teresse ihrer Ort örigen mi de 10 bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. December die Nah ung 9 2 i e F. ee eee ee d Loeb Friedberg den 28. November 1872. mann Friedberg. „ N Deutsches Reich. f Anfang des Jahres Einkommensteuer zahlt rdf Kinder dem Religionsunterricht des Gym⸗ 8 f Darmstadt. Das„Fr. J.“ bringt von mit der Entrichtung nicht im Rückstande ist. Zum nassums zu entziehen. Die Frage des Religions- 1 hier solgende Nachrichten: Um den immer noch Wahlmann kann jeder Urwähler gewählt werden, unterrichts könne nicht auf dem Verordnungswege, . hie und da auftauchenden Gerüchten wegen des der ein Normalsteuer Kapital von 40 fl. hat, sondern nur durch Gesetz gelöst werden. Nach — Verkaufs der Main- Neckar-Bahn an die preußischr en der an vg Regierung zu begegnen, sind wir in der Lage, — tie bestimmte Mittheilung zu machen, daß die be⸗ f züglichen Verhandlungen, die allerdings ihrem Ab- * Not kaäguten 2— 5181 vn schlusse sehr nahe waren, nunmehr Seitens der hessischen Regierung vor kurzer Zeit gänzlich ab- gebrochen worden sind und dieselbe den Beschluß gefaßt hat, die Verwaltung der Bahn nicht aus der Hand zu geben. Wegen anderer Organisation r den han 1 Dt det n. n Nc der Verwaltung derkelben schweben Unterhand— „ 1 lungen zwischen den drei betheiligten Regierungen er 1* und es sollen gewisse Veränderungen schon in aller Feen Kürze bevorstehen.— Die Verwaltung des hie⸗ e sigen Kriegsministerial⸗Gebäudes, das dem hesstschen Jiecus gehört und nicht, wie von Vi len geglaubt nnn wird, an das Reich übergegangen, ist dem Finanz- 14 ministerium übertragen und das großh. Obercon⸗ e jstorium in dasselbe verlegt worden. Die Räume, . welche letzteres seither im Gebäude des Ministeriume n erte des Aeußern in der Neckarstraße inne hatte, wird i, 20h 1 Ninisterialpräsident Hofmann in Kürze beziehen. 2 LT Wie man hört, treten die neuen Stände ee Tammern am 12. Dezember zur Wahl der Präsi⸗ 5 e 1 1 enten und des Büreaus und zur Verlängerung nes tall ft.* des Finanzgesetzes zusammen. 11 det— der evangelische Pfarrer zu Nauheim, im iet Dekanate Groß-Gerau, Karl Linß, wurde unter „, HBelassung auf seiner gegenwärtigen Pfarrstelle, zum u geistlichen Mitglied und Rath bei dem Obercon⸗ sstorium ernannt. — Die„Daxmst. Ztg.“ vom 27. d. schreibt: cee, Ln. In der gestrigen Sitzung des Gesammtministeriums ö haben die Berathungen über die dem kommenden ert A landtage vorzulegende Städteordnung begonnen. 1851077— Wie wir hören, ist es die Absicht der Regie— rung, den Landtag, wenn irgend möglich, noch tor Weihnachten einzuberufen. a— Die Social- Demokraten, unter eiae. pelchen sich viele Leute befinden, die nicht einmal 1 hessische Staatsbürger sind, haben sich zu einem 0„öffentlichen Protest“ vereinigt und durch denselben . die Losung„Wahlenthaltung“ ausgegeben. *„Friedberg. Das neue Wahlgesetz für die 1 e Wahl der Abgeordneten zur zweiten Kammer der i Lbandssände hat in vielen Beziehungen neue Ver⸗ * 4 lältnisse geschaffen, die Zahl der Wähler in hohem 97 8 Grade vermehrt, die Wahlbezirke verkleinert und 450 1 verändert, und es möchte deßhalb wünschenswerth escheinen, die Grundzüge des neuen Gesetzes kurz und klar hier zusammenzufassen. Vor Allem sei bemerkt, daß die Wahl eine indirecte ist, indem ell tie Urwähler jeder Gemeinde Wahlmänner, und zaun“ war für jede 500 Seelen Einen Wahlmann, und die Wahlmänner sodann den Abgeordneten 1 1 wählen haben. Urwähler ist jeder Staats- + urger, der 25 Jahre alt ist, am Wohnorte seit d. h. mindestens eine directe Steuer von 7 fl. 25 kr. jährlich, oder 37½ĩ2 kr. monatlich bezahlt. Durch die Wahl- Commission, welche aus dem Bürgermeister und zwei von dem Gemeinderathe gewählten Urkundspersonen besteht, werden Listen der Stimmberechtigten und der Wählbaren auf— gestellt, und nach vorausgegangener Bekanntmachung drei Tage offen gelegt, innerhalb welcher Ein- wendungen vorgebracht werden können. Nur die⸗ jenigen sind stimmberechtigt und wählbar, welche in die festgestellten Listen aufgenommen sind. Die Wahl der Wahlmänner erfolgt, nachdem der Tag und die Stunde, sowie das Lokal derselben, min- destens drei Tage vorher öffentlich bekannt gemacht worden ist. Die Abstimmenden geben ihre Ab⸗ stimmung in Selbstperson mittelst Ueberreichung eines Stimmzettels von weißem Papier ab, der in dem Wahllokal oder außerhalb desselben mit den Namen derjenigen, welche er zu wählen beab⸗ sichtigt, handschriftlich oder im Wege der Verviel⸗ fältigung ausgefüllt ist. Hiernach sind bei der Wahl gedruckte Stimmzettel zulässig. Eine Ab- lehnung der Wahl zum Wahlmann findet nicht statt. Zur Wahl des Abgeordneten versammeln sich die Wahlmänner des Wahlbezirks auf, min- destens zwei Tage vor der Wahl, ihnen zuzu⸗ stellende schristliche Einladung des von dem Mini- sterium ernannten Wahl⸗Commissärs, und zur Gültigkeit der Wahl gehört die Abstimmung von wenigstens zwei Drikttheilen der Wahlmänner. Berlin, 26. Nov. Das Abgeordnetenhaus erledigte im weiteren Fortgange der Sitzung den Gesetzentwurf, betreffend die Aufhebung des Vor- kauf- und Näherxrechts in der Provinz Hannover, in zweiter Lesung, sowie den Gesetzentwurf über die Haltungepflicht bezüglich der Amtsblätter und der Gesetzsammlung. Dieselben wurden fast ohne Debatte angeonmmen. — 27. Nov. Abgeordnetenhaus. Berathung des Reichensperger'schen Antrages betreffs des katholischen Religionsunterrichts am Braunsberger Gymnasium. Reichensperger motivirt in längerer Rede die gestellten Anträge. Der Cultusminister führte aus, daß Wollmann Staatsbeamter sei und nur nach den Staatsgesetzen entlassen werden könne. Wäre Wollmanns Excommunication ein entscheiden⸗ des Kriterium, so würde die Regierung der Autorität des Bischofs von Ermeland unterstellt sein. Die Regierung halte beide innerhalb der katholischen Kirche kämpfende Parteien für Katholiken und schütze deshalb Wollmann in seiner Stellung. Die Regierung habe das Unfeblbarkeitsdogma nicht acceptirt und könne auch dessen Consequenzen nicht anerkennen. Die Regierung habe den actenmäßigen Beweis, daß viele Eltern durch Bedrohung mit Entziehung der Sacramente genöthigt werden, längerer Debatte, wobei Schorlemmer für, Petri, Bahlnann und Braun(Gera) gegen den Reichen⸗ sperger'schen Antrag sprachen, Letzterer auch aus dem Landrechte die angebliche Gesetzlichkeit des Reichensperger'schen Verlaugens widerlegt, wurde eine motivirte, die Reichensperger'schen Anträge ab⸗ lehnende Tagesordnung mit 264 gegen 83 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten das Centrum, einzelne Conservative und die Polen. — 28. Nov. Das Abgeordnetenhaus be— schäftigte sich heute zunächst mit der Berathung des Mallinckrodt'schen Antrages, betreffend die Ausschließung der Mitglieder der geistlichen Con⸗ gregationen von der Lehrthätigkeit an öffentlichen Volksschulen. Nachdem der Cultusminister den von dem Antragsteller erhobenen Vorwurf, daß das Ministerialreseript vom 15. Juni eine Ver⸗ fassungsverletzung involvire, zurückgewiesen, fährt derselbe fort: Das Reseript wurde nach reiflicher, viermonatlicher Prüfung erlassen, nachdem ich aus den Verträgen mit den Orden die Ueberzeugung gewonnen, daß es so nicht weiter gehen konnte. Die Verwaltung meines Amtsvorgängers trug theilweise Schuld an den bestehenden Zuständen, einer gleichen Sünde wollte ich nicht theilhaftig sein und mit durchgreifender Verfügung den Ab- hängigkeitsgeist bannen, in welchem die Schul- schwestern stehen. Der Minister wies mit Zahlen die von Jahr zu Jahr eingetretene Vermehrung der Ordensmitglieder nach, welche an öffentlichen und Privatanstalten lehren, und fügte hinzu: hier müßte ein Riegel vorgeschoben werden. Auf eine Kränkung der katholischen Religion und Kirche ist es nicht abgesehen. Wenn aber die katholische Kirche verlangt, daß der Staat alle ihre Insti⸗ tutionen als beilsame adoptirt, so geht sie über ihre Befugnisse hinaus. Der Staat verlangt die Unterwerfung under die Staatsgesetze. Das ist keine Ehrenkränkung. Es handelt sich überhaupt nicht um Ehre, sondern um Recht. Der Kampf, der uns aufgezwungen worden, dreht sich um Rechtsinteressen. Wir nahmen ihn hier und gegen alle katholischen Vereine und Wanderversamm- lungen, welche von Ehrverletzung gegen die katho⸗ lische Kirche predigen, auf. Diesen Kampf können wir nur siegreich führen, wenn das Volk hinter uns steht. Verwerfen Sie darum den Antrag Mallinckrodt und stimmen Sie meiner Verfügung bei. Das Abgeordnetenhaus lehnte den Antrag Mallinckrodt in namentlicher Abstimmung mit 242 gegen 83 Stimmen ab und nahm die moti⸗ virte Tagesordnung an, nachdem Stroßer für, Graf Bethusy-Hue unter lebhafter Anerkennung der energischen Rede des Cultusministers gegen den Mallinckrodt'schen Antrag gesprochen hatte. — Die„Prov.-Corr.“ schreibt anlaͤßlich der bevorstehenden Berathung der Kreisordnung im Herrenbause: Jetzt stebt das Herrenbaus vor der⸗ selben Frage. Jeder Versuch, der Vorlage eine andere Gestalt zu geben, würde einer Ablehnung völlig gleichkommen. Um so mehr wird die Re ⸗ gierung des Königs, um das Zustandekommen wichtiger Reformen zu sichern, in dem Maße, wie es nach der Stellung des Herrenhauses erforder⸗ lich erscheint, von dem Rechte Gebrauch machen müssen, welches der Krone für solche außergewöhn⸗ liche Momente gegeben ist. Demselben Blatte zu- folge würde der Kaiser nach der erfolgenden Rückkehr die endgültigen Bestimmungen über die zur Sicherung des Zustandekommens der Kreis- ordnung erforderlichen Maßregeln treffen. — Nach Mittheilungen der„Magd. Ztg.“ würde der in Vorbereitung begriffene Falk'sche Gesetzentwurf über die Bildung der Geistlichen die Anstellung derselben von einem Staatsexamen abhängig machen. Der Staat soll sich außerdem in jedem einzelnen Falle eine Art Bestätigungs · techt vorbehalten. — Der Justizausschuß des Bundesraths be⸗ antragt die Ernennung eines neuen Raths bei dem Reichsoberhandelsgericht in Leipzig und bringt hierfür den Obergerichtsrath Mohrmann im Ober⸗ gericht der Provinz Rheinhessen in Vorschlag. — Von authentischer Seite wird versichert, daß das Handelsministerium in einem Erlasse sich dahin ausgesprochen hat, daß die Möglichkeit keineswegs ausgeschlossen sei, daß der preußische Staat die Bahnlinie Hersfeld Alsfeld auf eigene Kosten baue. Soviel bis jetzt feststeht, wird die Concession zum Bau dieser Linie, falls der Staat dengoch auf die Erbauung verzichten sollte, nur der„Oberhessischen Eisenbahn⸗Gesellschaft“ ertheilt werden. Gumbinnen. Zuverlässigen Nachrichten zu⸗ folge ist die Cholera im Kreise Lyck als erloschen zu betrachten. Köln. Dem Vernehmen nach soll in Betreff der Anlage der neuen Festungswerke um Köln so viel feststehen, daß dieselben in die Peripherie eines Kreises zu liegen kommen, dessen Mittelpunkt der Dom bildet, und dessen Radius eine Meile beträgt. Auf dieser Peripherie sollen sieben Forts angelegt werden; außerdem soll ein Fort zu Insel und eine Rheinsperre zu Sürth errichtet werden. Die Forts 7 und 8 würden in Artilleriekasernen umgewandelt und die Forts 2 und 10 U geschleift werden. — In Betreff der Nachricht, daß die Dom⸗ herren Reinarz und Frenken und der Domprobst Dr. München, wie auch der Religionslehrer des Jefuiten⸗Gymnasiums, Dr. Brühl, das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit noch nicht an⸗ erkannt hätten, ist mitzutheilen, daß nur der Erst⸗ genannte die Nachricht in Betreff seiner öffentlich dementirt hat. Kassel. Die Bevölkerung Kassels hat sich binnen 40 Jahren von 27,302 Seelen in 1643 Hausern(1832) auf 41,458 Seelen in 1906 Häusern in 1867 und auf 46,375 Seelen in 2074 Häusern in 1871 gehoben. Melsungen. Die nliederhessische Pastoral⸗ konferenz setzte mehrere Thesen fest, welche die Befugniß und Nothwendigkeit der geistlichen Schul⸗ aufsicht aussprechen. Colmar. Die Broschüre des hiesigen Pfarrers Schäffer:„Non sint“, eine geharnischte Streit- schrift gegen die Jesuiten, ist in Frankreich ver— boten worden. Regensburg. Der Jesuit Meschemoser wurde, weil er auf der Durchreise, obwobl er „anno Ausland. I Hesterreich, Die amtliche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben an den Minister des Innern, durch welches der Reichs rath auf den 12. Dezember einberufen wird. Schweiz. Die Regierungen der zur bischöf⸗ lichen Diöcese Basel gehörenden Cantone Solo- thurn, Bern, Baselland, Aargau und Thurgau haben die Beschlüsse der in Solothurn abge— haltenen Diöcesanconferenz, betreffend das Dogma der Unfehlbarkeit und den Bischof Lachat von Basel, nunmehr definitiv genehmigt. Die Regie- rungen der Cantone Zug und Luzern, welche die Dibcesanconferenz nicht beschickt batten, haben sich den genannten Cantonregierungen nicht angeschlossen. — Die Gemeinde-Versammlung von Solothurn hat ebenfalls das Unfehlbarkeitsdogma verworfen. — Die„Basler Nachrichten“ melden aus Solothurn: Der Cantonsrath hat mit 79 gegen 22 Stimmen die Beschlußnahme des Regierungs- raths in der Kirchenfrage genehmigt. Der vom Bischof excommunicirte Pfarrer Gschwind zu Starr⸗ kirch ist somit als rechtmäßiger Pfarrer anerkannt. Der Cantonsrath richtete zugleich an die Regie⸗ rung die Aufforderung, in ähnlichen Fällen die Rechte des Staates in gleicher Weise zu wahren. Frankreich. In der Nationalversammlung vom 26. d. wurde der Bericht Batbie's über den Antrag Kerdrel verlesen. Derselbe hebt die Ver dienste des Präsidenten hervor und leugnet, dem- selben feindlich gesinnt zu sein. Er erklärt, die Conservativen könnten aber die Gründung einer conservativen Republik nicht unterstützen, so lange die Regierung mit den Radicalen, den geschworenen Feinden der öffentlichen Ordnung, den Erben der Commune, paktire. Verantwortlichkeit der Minister sei die Hauptsache. Die Nationalversammlung habe Thiers gegenüber, der die Frage der Minister⸗ verantwortlichkeit in eine Frage über den Fortbe⸗ stand der jetzigen Regierung verwandele, nicht die genügende Freiheit der Entschließung. Die Grün- dung einer zweiten Kammer sei gleichbedeutend mit dem politischen Testamente der Versammlung. Die Majorität der Commission wollte die Frage, ob Republik oder Monarchie, jetzt nicht zum Austrage bringen, aber sie protestire gegen die steigende Fluth demagogischer Barbarei. Die Commission beantragt die Ernennung einer Commission von 15 Mitgliedern zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes über die Ministerverantwortlichkeit. Die Discussion über diesen Antrag wird von der Versammlung auf den 28. November festgesetzt. — Wie die„Agence Havas“ meldet, so ist die Hoffnung auf eine Versöhn eng noch immer nicht aufgegeben. Es heißt, die Regierung habe die Absicht, der Versammlung die Ernennung einer Commission vorzuschlagen, welche die Aufgabe habe, Gesetzentwürfe über die ministerielle Ver⸗ antwortlichkeit und über die andern in der Bot- schaft angedeuteten gesetzgeberischen Reformen vor zubereiten. — In den Versailler politischen Kreisen wird jetzt eine Verständigung auf der Grundlage für möglich gehalten, daß zuerst die Ministerverant⸗ wortlichkeit angenommen und hierauf zur Be— rathung der Verfassungsfragen geschritten werde. Großbritannien. London. Wüthende Stürme herrschten Freitag uad Sonnabend der ganzen Süd und Westküste Englands entlang und zehn Männer umkamen, und in Penzance, wo ein seit Jahren nicht in solcher Wuth dagewesener haben bedeutenden Schaden unter den Schiffen angerichtet. Leider ist auch der Verlust mehrerer Menschenleben zu beklagen, so in Plymouth, wo ausgewictsen ist, hier übernachtete, vom Stadt- Orkan ein dem Namen und der Herkunft nach gericht zu 3 Tagen Arrest verurtheilt. unbekanntes Schiff zerschmetterte. Alle auf dem Schiffe kamen um und bis jetzt sind acht Leichname ans llfer gespült. Ein anderes(Sunderländer) Schiff wurde ebenfalls ein Opfer des entfesselten Windes, und der Capitän nebst sieben e in einem Boote ihre Zuflucht gesucht hatten, 1 ihren Tod in den Wellen. Aehnliche, wenn al minder traurige Berichte, langten aus nördlichen, Häfen, wie North ⸗ Shields, Sunderland und Schif und neun Menschen verloren ihr Leben. — sondern auch Vielen in der Ferne eine bekannte, eine be⸗ Schwab. Saline verpflichtet, diente er derselben, bis er nach Er⸗ anstalt als Badewärter angenommen wurde. Wie ist ursprünglichen Badebause bereitet hat, gewachsen, wie viele Badegäste hat er seit jener Zeit bedient und wie Manche dieser Badegäste sind vor ihm hingestorben! Bei seiner Bedienung brachte er keinen Unterschied des Standes zur Geliung, er war Jedem, dem Hohen wie dem Niedrigen, dem Armen wie dem Reichen, gleich willfährlich und so waren wir oft Zeuge, wie Fremde, welche vor Jahren Naukeim besucht hatten, bei ihrer Wiederanherkunft sich vor allem nach Schwab erkundigten und die Freude des Wledersehens zu erkennen gaben. Dabei hatte er das größte Interesse an der Badeanstalt selbst und wahrte dies überall, wo es zu wahren galt. Seine Gesundheit schien eine unverwüstliche zu sein und vernahm man wiederholt das Erstaunen Fremder über sein gutes Aus⸗ sehen. Im Frübjähr v. J. trat jedoch eine Aenderung ein. Einer großen Anzahl der in den hiesigen Reserve⸗ lazarethen befindlich gewesenen Soldaten wurden unsere Bäder verordnet und Schwab ließ es sich trotz seines hoben Alters und trotz der kalten Jahreszeit nicht nehmen, jenen die Bäder zu bereiten, ein Samariterdienst, für welchen ihm leider eine andere Belohnung als die eigene Befriedigung nicht geworden ist. Offenbar hatte seine Ge⸗ sundbeit darunter gelitten, denn von jener Zeit an kränkelie er fortwährend, war im vorigen Sommer dienstunfähig und wenn er auch im allzugroßen Dienst⸗ eifer in vergangener Badesaison wieder thätig war, so sah man doch seine Kräfte immer mehr dahin schwinden und abnehmen, bis er am 25. d. Morgens 6 Uhr in dem hohen Alter von 75 Jahren zu einem andern Leben sanft enischlief. Gießen. Dieser Tage hat die hiesige Polizei aber⸗ mals einen fremden vagabundtrenden Gauner abgefaßt. Er batte viele Schmucksachen bei sich, die er zum Theil veräußert hat. Eine goldene Damen-Uhr, eine goldene Keite, 2 goldene Medaillons und 2 Brochen in Etuis hatte er in Kassel gestohlen; wo er die übrigen Schmuck lachen annectirt bat, weiß man noch nicht. Der Gauner, der, wobl aus Vorsicht, keinerlei Schriften bei sich führt, nennt sich Fritz Becker aus Londonz er spricht aber auch deutsch im schlesischen Dialect. Sein wahrer Name und seine Heimath werden wohl noch festgest lt werden können. Frankfurt. In hiesigen Blästern liest man: Ein hicsiger Bierbrauer z igte dieser Tage einem Bürger seinen Eis vorrato, wescher in noch acht vollen Eisgruben be⸗ stand. Es wurden ibm sofort für die eine Grube 10.000 fl. geboten. Selibstverständlich schlug er ein, und noch ehe die erste Fuer Eis gebolt war, lagen die 10,000 fl. auf dem Tisch. Darmstadt. Das seit neuerer Zeit hier in gewissen Kreisen stark flortrende Hazardspiel um sehr erhebliche Summen bal verschiedene, jedoch nicht der Geschäftswelt angehörige starke Fallimente nach sich gezogen. So meldet man dem„Fr. J. Worms. In Folge falscher Weichenstellung in der Stalion R sengarten fuhr am 25. d. früh der erste auf ein stumpfes Geleise, wodurch die Maschiene, Packwagen und ein Personenwagen von den Schienen gexiethen. Glück⸗ licher Weise wurde kein Passagier verletzt, dagegen erlitt ein Conducteur nicht unbedeutende Verletzungen am Kopfe, ebenso ein Bremser und ein anderer Eisenbahnbediensteter. Leipzig Wie das„Leipz. Tagbl.“ hört, hat der Besitzer der Paplerfabrik zu Penig, Herr Flinsch, bei Gelegenheit der Verkaufs der genannten Fabrik an eine Actiengesellschaft seinem Arbeiterpersonal die Summe von 20,000 Tbalern geschenkt. Leipz g. In einem sächhsischen Provinzialblatte be⸗ finden sich folgendes Gesuch:„Ein erfahrenes Stubenmäd⸗ chen, als solches schon fungirt, im Plätten und Serviren bewandert, sucht ein in der Nähe gelegenes Rittergut. Auskunft ertheilt die Expediteon dieses Blattes.“— Wir schließen uns der geehrten Vorreoͤnerin an. ——— 1 2 Gesucht. 2 2 tuige Grobsteinarbeiter finden dauernde Arbeit; gleich eig empfehle meine Grabsteine, Rollen, Büchet und Einfassungen u. s. w. Friedberg. Melchior Boll, 3245 233 Slein auermeister. Schrifltafe n, Ein schwarzer Naher s Neue Bohnen, Erbsen, Linsen 3205 in gut kochender Waare empfi hilt billi aft Friedberg. M. D Loeb. Alte und und neue Pferd teppiche 3280 in allen Farben, int Pftr 11 0 teppich hat zu verkaufen Schwarz, Hoftarator. Hun d. ol. mit weißer Bruf ist zugelaufen. 3273 der Fxy Productenbörse zu Friedberg am 28. November. Heutiger Preis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14. 40. Korn, fl. 9. 45— fl. 10. Gerste, fl. 10 10. Hafer, fl. 7. 15. Kartoffeln, fl. 2. 2025. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund— 100 Kilo. Greenock ein. In Waterford strandete ein Greenocker W. Bad⸗Nauheim, 27. Nov. Am heutigen Tage begleiteten wie zur letzten Ruhestätte einen Mann, welcher nicht nur einem großen Theile der Leser dieses Blattes, liebte Persönlichkeit gewesen, den langjährigen Badewär ter 1 Am 1. Juni 1820 als Sieder bei hiesiger öffnung der im Jahre 1834 dahier gegründeten Bade⸗ der Riedbahn nach Darmstadt abgebende Personenzug in Nächste Börse Donnerstag den 3. Deeember di N biker f FKlstenm ui an I ganzen bilden, bull zu unnd der müthige Bad⸗Nauheim, seitdem Schwab das erste Soolbad in dem zu 32 Vekeinel un seter Im geti Saal ain men „ tubes Aus dr el cher % aun att. det Gu be 7 * „u n un „Aer, tr 1 teren un Nen Sch 0 1 1 8 4 7 281 1 N m n . Noth⸗ und Hülferuf! Ein unübersehbares Unglück hat der 13. November über die ganze Nordostküste Deutschlands gebracht. Dir vereinigten Fluthen des Meeres und der Binnengewässer, hochaufgestaut durch rasende türme haben sich über jene weiten Niederungen ergossen, welche hinter starken Deichen bisher einer verhältnißmäßigen Sicherheit genossen. Viele Hunderte von Hütten armer Fischer, Lootsen und Küstenwächter sind längs der Gestade von Pommern, Mecklenburg und Schleswig⸗Holstein bis zum Dollart hin spurlos weggeschwemmt, mit ihnen noch ungezählte Menschenleben und die ganze Habe jener Unglücklichen, die jetzt, dem Ungemach der winterlichen Jahreszeit preisgegeben und größtentheils aller Etwerbsmittel beraubt, ihre Blicke auf das große Vaterland kichten und von der so oft und glänzend bewährten Bruderliebe und Hülfebereitschaft des deutschen Volkes, dessen Vorhut gegen Naturereignisse und Feindesmacht sie bilden, nun ihrerseits Rettung aus Noth und Elend erhoffen. Das Elend ist un b eschreiblich groß! Der Nothschrei von den Küsten der deutschen Meere wird nicht verfehlen, allenthalben, wo mildthätige Herzen schlagen, Wider⸗ hall zu erwecken. Allenthalben thun sich spendende Hände auf und reichlich beginnen die Gaben zu fließen. Die Bewohner Friedbergs und der Wetterau, welche nie zurückbleiben, wo es gilt, Werke der Wohlthätigkeit und der Menschenliebe zu üben, werden ihre edel— müthige Gesinnung auch bei diesem neuen Anlaß bewähren und mit freigiebiger Hand nach Kräften beitragen. zur Linderung der Leiden jener Unglücklichen a Die Unterzeichneten sind bereit, einer von Stralsund aus ergangenen Aufforderung zu entsprechen und milde Spenden für die überschwemmten Küstenbewohner in Empfang zu nehmen, darüber öffentlich zu quittiren und die Gaben ihter Bestimmung zuzuführen. In Friedberg: J. Wahl. L. Seyd. D. Nebhuth. G. Hieronimus. E. Häberle. Zur Annahme von Beiträgen erklärt sich gleichzeitig bereit In Nauheim: Th. Tecklenburg. Dr. E. Schmid. H. Schimpff. Dr. W. Uloth. es Oberhessischen Anzeigers. Die Expedition d Aufruf zur Gründung eines Veteranen- und Militär-Vereins zu Friedberg. 3292 In unserm Lande bestehen schon eine große Anzahl von„Veteranen- und Militär⸗ Vereinen⸗ unter dem Protektorate Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Ludwig, deren Zwecke folgende sind: 1) Erinnerung an die Strapazen. 2) Um unsere Anhänglichkeit zum Militär und seinen Führern, zu Fürst und Vaterland zu erkennen und der Jugend darin ein Beispiel zu geben. 3) Um dem Militarstande dem Civilstande gegenüber die ihm gebührende Achtung, mehr als dies früher der Fall war, zu erzielen. 4) Pflege und Unterstützung kranker Mitglieder im Frieden und der im Kriegsdienst stehen. den Mitglieder im Kriege. 5) Vergütung von Begräbnißkosten an die Hinterbliebenen eines Mitgliedes. 6) Feierliche militärische Beerdigung der Mitglieder. 7) Andenken an die Verstorbenen und Gefallenen. Gedächtnißtag. Gedenkstein. Zur Gründung eines gleichen Vereins werden hierdurch alle diejenigen Bewohner unserer Stadt, welche dem Militärstand als Landwehrleute, Reservisten und Entlassene oder im activen Dienst angehören, auf Samstag den 7. Dezember, Abends präcis 8 Uhr, in den Saal„Zur goldenen Reichskrone“ eingeladen. Versteigerung eines großen Spielwaaren-Lagers. 3286 Donnerstag den 5. December, von Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt Kaufmann Bingmann in seinem Haufe vurch den Unterzeichneten seine sämmtlichen Spiel⸗ wagen, bestehend in den mannigfaltigsten Gegenständen, in und außer Schachteln, für Knaben und Mädchen: Wagen, ble zu den feinsten in Blech; Hagrpferde und andere große wilde und zahme Thiere mit Stimme; Waffen, Helme, Pelischen, Trompeten, Handwerks⸗ zeuge ꝛc.; preuß., bayr. öflert. und franz. Milttär; Kriegs- und andere Schiffe; Puppenstuben und Küchen; gekleidete Puppen; eleganteste Blechmöbel u. Servicen aller Art; sehr viele neue Gesellschaftsspiele(Schachs, Dominos ꝛc.) und eine Menge nützlicher Gegenstände erlebten Militärjahre, überhaupt insbesondere an die erlebten Mehrere Kameraden. A. Maaß, Uhrmacher und Goldarbeiter Friedberg, empfiehlt auf Weihnachten in reichhaltigster Aus⸗ wahl Herren-& Damen-Uhren, in Gold und Silber, Pariser Pendules auch für** t A und wie ferner: tehpult, adewanne, 0 en ꝛc. — den Meistbietenden öffentlich gegen baare Zahlung Regulateure, versieigern. sowie In Auftrag: Schwarz, Hoftarator. besse Qualität 3 52½ big 56 kr. per Pfund, empfiehlt A. Zuntz seel. Wittwe 329⁵ in Bonn. Dieser aus den besten Javpasorten bereitete Kaffee A derart gebrannt, daß Aroria und Woblgeschmack zur völllen Entwicklung gelangen. Dadurch ist bei An⸗ wendung desselben zu einem woblschmeckenden und äftigen Tranke ein geringeres Quantum nöthig, als bel Kaffee, der auf gewöhnliche Wetse gebrannt ift. Den Verkauf für Friedberg habe ich Frau Wittwe Louis Simon übertragen. 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Mts. stattge⸗ fundenen Wahlversammlung bestimmte Comité schlägt für die Wahl des Herrn Buchhändler Scriba die nachfolgenden Mitbürger zu Wahl⸗ männern mit dem Bemerken vor, daß gedruckte Wahlzettel ausgegeben und solche auch dei Herrn Kaufmann Gustav Dieffenbach und Bierbrauer Karl Preußer in Empfang ge— nommen werden können: Wahlmänner. 1) Bechstein, Heinrich, Lederhaͤndler. 2) Falck, Johs., Sattler. 3) Fertsch, Wilhelm, Kaufmann. 4) Hecht, Christian, Weinhändler. 5) Hoffmann, Joseph, Posamentir. 6) Hirsch, Mayer, Kaufmann. 7) Koob, Johs., Schneidermeister. 8) Löb, Emanuel, Fruchthändler. 9) Nebhuth, Bergrentmeister. 10) Pfeffer, Jacob, Schreinermeister. 11) Philippi, Georg, Bierbrauer. 125 Rausch, Adam, Mehlhändler. 13) Ruths, Eduard, Rentier. 14) Reuß, Konrad, Oeconom und Wirth. 15) Seyd, Ludwig, Hofgerichts⸗Advocat. 16) Schleuning, C. F., Kaufmann. 17) Steinhäußer, Georg, Bierbrauer. 18) Trapp II., Gustav, Hofgerichte⸗Advocat. 19) Trapp IV., Eduard, Hofgerichts-Advocat. 20) Ulrich, Christian II., Russensteinfabrikant. Das Comité. 3305 Der Königtrank önigtrank, eine mit circa 100 milden Pflanzensäften bereitete Kräuter⸗Limonade, größtes Labsal für alle Kranke, ist nichts weniger als»Mediein« oder Geheimmittel; er liefert dem Organismus eine Fülle von Gesundbeitsstoffen, durch welche die Natur(durch Blut und Säftebesserung) so um⸗ gewandelt wird, daß die Krankheits⸗Ursachen und dadurch die Krankheiten selbst verschwinden. ö Hygtist Karl Jacobi, Berlin. Die Flasche Extract, zu dreimal so viel Wasser, kostet in Berlin einen balben Thaler; in Fried berg bei W. Bernbeck und in Nauheim bei Ph. J. Weiß je 1 Gulden rh. Jahlungs⸗Aufforderung. 3007 Die Güterpächter des Hospital-Armen⸗ Pfarr⸗ besoldungs- und Augustinerschul-Fonds werden hiermit aufgefordert, die auf Martini J. J. fällig gewesenen Pachigelder so gewiß in 10 Tagen zu bezahlen, als sonst gerichtliche Mahnung erfolgt. Gleiche Aufforderung ergeht an diefenigen, welche mit Zahlung von Holzgeldern an die FKreiherrlich von Rltter'sche Gutsverwallung noch im Rückstande sind. Friedberg den 28. November 1872. Der Stistungsrechner Heidt. Besondere Markt- Anzeige. 3304 Mittwoch den 4. Dezember d. J. wird mit Genehmigung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg ein Vieh⸗ und Krämermarkt in hiesiger Stadt abgehalten, da der auf den 20. November d. J. bestimmt gewesene Markt der ungünstigen Witte⸗ rung halber nicht abgehalten werden konnte. Die Groß herzoglichen Bürgermeistereien der Umgegend werden ersucht, dies im Interesse ihrer Ortsangehörigen auf geeignete Weise publiciren zu lassen Friedberg den 29. November 1872. 8 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fo uc ar. Große Weihnachts- Ausstellung 3283 in Kinderspielwaaren, Marmorgegenständen, Chatullen, Christbaum⸗ verzierungen bei J. Hoffmann. 3299 Zur Saison halte ich mein reich assortirtes Pelzwaaren⸗Lager bestens empfohlen. Seiden und Filzhüte sowie Kappen in großer Auswahl— Reparaturen des Pelzes werden promptest besorgt. G. A. Velte. Um gänzlich damit zu räumen- 3054 verkaufe von heute ab eine Partie Sommer-, Winter-, Glacé- und Dänische Hand⸗ schuhe, Herren⸗ und Damenbinden, seidene Kopf- und Umknöpftücher, Weißwaaren, Papier— kragen und Manschetten, Corsetten und Crinolines, Strümpfe, Socken, Beinlängen, Bänder und Besatzartikel, farbige Sammtbänder, Moiréeschürzen ꝛc. unter dem Einkaufspreise. Bad⸗Nauheim im November 1872. Carl Hartmann. Alicenplatz. Für bevorstehende Weihnachten empfehle ich wiederholt mein auf's Reichhaltigste ausgestattetes Lager in Porzellan- und Glaswaaren; gleichzeitig mache ich auf Tassen mit Namen, die sich zu Geschenken besonders eignen, aufmerksam; auf Wunsch lasse ich solche auch nach Vorschrif: schnellmöglichst anfertigen. Louis Simon Wittwe, 3298 vis-à-vis der Post. An die Wähler des Landwahlbezirks Friedberg⸗ Nauheim. 3272 In der Sonntag am 24. November stattgehabten Wählerversammlung wurde beschlossen, nächsten Sonntag den 1. December eine nochmalige Wählerv 0 i i i eee 9 hlerversammlung in Friedberg in Nachmittags 2½ Uhr, abzuhalten. Zweck derselben: Vorschläge über den zu erwählenden Abgeordneten. Die Wähler werden zu zahlreichem Besuch eingeladen. Die Versammlung vom 24. November. 1 50 Stück Pariser Pendules in schöͤnster Auswahl mit feinen Japy⸗Werken, 14 Tage gehend, Zjahrige Garantie, zu Hochzeits und Weihnachtsgeschenken sehr geeignet, empfiehlt Friedberg. L. Han au, Hof⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter. 3124 Unser großes Lager fertiger Herrenkleider, durch gute Stoffe, solide Arbeit und billige Preise bekannt, empfehlen wir bestens. 5 i J. Fürth's Erben. Staats⸗ und Gemeinde⸗Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof-Agenten Jacob Engel. Nepskuchen! Pack-& Pöppchesflachs 24½ fteis frisch von der Mühle bei 3293 ist i a 4 zu haben in bester Qualtität bet Wilh. Fertsch. Frtedberg. M. D. Loeb. 3246 (Hierzu Unterhaltungs- Blott Nr. 48, Praktischer Rathgeber Nr. 12 und eine Beilage.) Turner-Feuerwehr. Ganze Mannschaft. 3301 Sonntag Nachmittag ½ 3 Uhr Uebung vor dem Ratbhause. Nach der Uebung Besprechung, wozu auch die übrigen Mitalteder des Turn⸗ vereins eingeladen werden. Ai Falck. Landwitlhschaftliches Casino für Friedberg und Umgegend. 3302 Mittwoch den 4. December, Abends 5 Uht, 1 Versammlung im Gasthaus„Zu den drei Schwertern“. Tagesordnung: 1) Ueber Vertilgung der Unkräuter. Lehrer Weinel. 2) Maul⸗ u. Klauenseuche. Referent Herr Dr. Born. 3) Ueber Viebversicherung. Referent Herr Director Gauls von Darmftadt.. 4) Geschichtiiche Mittheilungen. Der Vorfitzende: Der Schriftführer: Haas. Rückert. Schulranzen 3300 für Mädchen und Knaben, Reisesäcke, Um⸗ hängetaschen ꝛc. ꝛc., zu Weihnachtsgeschenken geeignet, sowie alle sonstigen in mein Fach einschlagende Artikel empfehle bestens. Stickereien werden elegant gefertigt. Gottfried Mörschart, Sattler& Tapezirer. Usagasse neben Herren Becker& Engel. Große wollene und seidene Halstücher 2658 in den schönsten Farben, für Herren und Damen, äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. 3284 Eine große Auswahl ächter Harzer Kanarienvögel, Hohlroller mit Flötentönen, besonders Ju Weihnachts⸗ geschenken geeignet, hat zu verkaufen Gräber in Friedberg, Vorfladt Nr. 148. CEitronen, 3266 feinff gestoßenen Zucker zu Anis, Mandeln, Citro⸗ nat, Orangeat, Cbocolade, Thee und Vanille bei Christian Werner, Friedberg. 3278 Bei Arnold Bergsträßer in Darmstadt ist erschienen: Die Erfordernisse einer besseren Lehrerbildung, dargestellt mit besonderer Berücksichtigung der am Schul⸗ lehrerseminar zu Frtedberg gemachten Erfahrungen von W. Stamm, Lehrer am Großh. Seminar zu Friedberg. 80. 77 Seiten. Preis 28 kr. 8 Vorrälhig dei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 1. Advent. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags: Herr Candidat Münch. Referent Herr Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. (Abendmahl.) scachmittags: Herr Candidat Hepting. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Baur. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag des Advents. Anfang der heiligen Adventszeit und des Kirchenjahres. Vormintags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Prebigt, Nachmittags: ½2 Uhr Christeulehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens ½8 Uhr. 5 Donnerstag den 5. December, Abends 5 Uhr, Predigt und Andacht. Die Predigt wird Se. Hochwürden Herr Decan Gombert von Dorn-Assenheim halten. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlas von Bindernagel& Schimpff. ngen Neisesicke, Un bel g erln girigntt, t Slegtnt utel tu eltgant gtfetigt datllet& Tem 4 Engel. tte und Denn derber der el d ögel, dert St tut Beilage. Oberhessis Bekanntmachung. 0 3163 Jobann Jacob Geibel II. und Konrad Haud III. als Bevollmächtigte des Konrad Müller II. und seiner großjäbrigen Kinder Ludwig. Ebristtan Poilipp, Anna Ellsavetha und Anna Marga⸗ reiha Müller, sowie Jacob Nicolai als Vormund der minderjährigen Jultana Müller, sämmtlich von Nieser⸗Weisel, beabsichtigen die im Grundbuch der Ge⸗ markung Nieder⸗Weisel den Konrad Müller II. Ehe⸗ leuten zugeschriebene Parzelle Flur IX. Nr. 161 zu veikaufen, vermögen aber das Eigenthum urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden deßbalb Alle, welche Eigenthums⸗ oder sonstige Ansprüche an dleses Im⸗ mobile bilden zu können glauben, aufgefordert, solche binnen vler Wochen bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst der Kaufbrief bestätigt und Sades in das Mutations⸗Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 6. November 1872. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dir il e x. Oeffentliche Ladung. 3171 Der am 10. August 1800 geborene, bescheinkgter⸗ maßen dereits über 50 Jahre alte, undekannt wo? ab⸗ wesende Peter Franz Geck, Sohn des Anton Geck 1. von Ober⸗Mörlen und bezlehungsweise dessen etwaige Leibes und resp. sonstige Erben werden hiermit auf⸗ gefordert, so gewiß binnen einer zerstörlichen Frist von drei Monaten sich dahier anzumelden und das Ver⸗ mögen des Peter Franz Geck, welches nach dem bierüber aufgenommenen Inventar 706 fl. beträgt, in Empfang zu nehmen, als sonsen auf Grund des 8. 11, Tit. XIV. des Mainzer Landrechts der Peter Franz Geck für todt erklärt und dessen Vermögen den sich legitimtrt haben⸗ den gesetzlichen Erben desselben ohne Caution über- wiesen werden wird. Bad⸗Nauhelm am 8. November 1872. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Ulrich, Schnittspabn, Landrlchter. Landgerichts-Assessor. Oeffentliche Aufforderung. Betreffend: Das Schuldenwesen der Jacob Gethard Bopp Eheleute von 1 Assenhelm. 3202 Nachdem Großberzogliches Hoßzericht der Pro⸗ olnz Oberbessen über das rubrieirte Vermögen, das um 84 fl. 59½ kr. und um 4 fl. 55 ½ ke. überschuldet ift, den förmlichen Concurs⸗Prozeß erkannt hat, werden alle Gläubiger derselben aufgefordert, im Termin Freitag den 20. Dezember J. J., Morgens 9 Uhr, sogewiß Forderungen und Ansprüche anzumelden und zu begründen, sowle etwalge Vorzugs rechte geltend zu machen, als sis sonst damit stillschweigend ausgeschlossen werden. Zugleich soll im Termin die Güte versucht und im Fall sie nicht zu Stande kommen sollte, Gläubiger ausschuß und Massecuratox erwählt, sowie Beschlüsse wegen Verfilberung des Massevermögene gefaßt werden. Alle nicht erscheinende oder nicht vertretene Gläubiger werden überall den Beschlüssen der Mehrheit der er⸗ schlenenen und genügend vertretenen Gläubiger bei⸗ ttetend erachtet. Frtedberg den 13. November 1872. Großberzogliches Landgericht Frledberg. Reitz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts Assessor. Guts Verpachtung 3274 Die dem Hospital Friedberg gehörtaen, in der Gemarkung Bad⸗Naubelm gelegenen Grundstücke sollen auf die Dauer von 12 Jahren anderweit verpachtet werden. Die Pachtbedingungen sollen den Pachtlleb⸗ habern im Termin Monkag den 2. Dezember, Vor- mittags 10 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus bekannt gegeben werden. zrtedberg den 26. November 1872. Großherzogliche Bürger meisterei Friedberg. Fo uc ar. ersteigerungs⸗ Anzeige. 3287 Freitag den 6. December 1. J. Vormittage 11 uhr, soll an dem biesigen Faselstall ein zum Schlachten geelgneter fetter Ochse, sowie ein Ziegenbock öffentlich an den Meifibietenden versteigert werden. zrtedberg den 27. Nopember 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Irtedberg. Doe ar. Dünger ⸗Versteigerung 9288 Frellag den 6. December d. 3. Vormittags 10½ͤ Übe, wird an dem slädtischen Faselstall eine Grube Dung öffentlich an den Meisibietenden versteigert. Frledberg den 27. November 1872. Großherzogliche Bürgermelsterel Friedberg. o uc a r. M 141. cher Anzeiger. Markt- Verlegung. 3275 Da der im Landkalender auf den 11. November eingetragene Martinimarkt zu Münzenberg wegen ständigen Regenwetters nicht abgehalten werden konnte, so ist d i i Großherzoglichen Kreisamts Friedberg auf ee Montag den 9. Dezember d. J. verlegt worden, was wir hiermit zur offentlichen Kenntuiß bringen— Münzenberg den 22. November 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Münzenberg. Jäger. Hamburg-Amerikanische Pachetsahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW- TORK 4 vermittelst der Post⸗Dampfschiffe huringia, Mitwoch, 11. Dezbr Silesia, Mittwoch, 1 2 0. 5 S 1. Jan. 1878. Denia, Mittwoch, 18. Dez. F Mittwoch, 8. Jan. 0 Cimbria, Mittwoch, 25. Dez. estphalta, Miuwoch, 15. Jau. Vassagepreise: Ersse Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendech Pr. Crit. Riblr. 58. 25 lau Genes te 8. 1 N bei . m iffsmakler August Bolten m. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Morgens. Morgens. Die als probates Hausmittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung ꝛc. rühmlichst bekannten Stollwerck'schen Lrust-Vonbons in Orlginal⸗Packelen à 14 kr. stets vorräshig in Friedberg bei Wilh. Fertsch, in Butzbach bel Val. Wießler, in Hungen bei A. 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November 8 Nach spezt Tri 1 pezieller Beschreidung der Krank- wre bai ee Friedberg beit Räber öriegich durch 0 4¹ f Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. * Georg Sellin in Friedberg. 1 Obne Medlein. 5 n Brust- und Lungen- kranke finden auf naturgemäßem Wege selbst in verzweifelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung shres Leidens ohne Mediein. ue ud Ohne Medtcein. Krippen, Troge und Gossensteine 92 aus g. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Obne Mediein. Eine schöäne große Wohnung 3248 tst zu vermlethen. Wo? sagt die Exped, d. B.. ee eee eee Ulace-Aandschuhe J. neben der Post. Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. W. Fuhr lünder Nachfolger, 88 Fahrgasse 85 in Frankfurt a. M. 2772 Durch große Partie Einkäufe in Leipzig und durch meine direkten Beziehungen mit den ersten Fabriken ist es mir moglich, auch für nachste Saison mein reich sortirtes Lager zu den bekannten billigen Preisen zu empfehlen. 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Prima⸗Shseting, gtau, wech, schwarz, die Elle 7 kr. a a 1000 Stück% purwollene Chale s, früherer Preis fl. 4, à fl. 2. 200 Ssück% breiten schweren Barchend für Betten, die Elle 16 18, 24 kr. / und% breiten Zwillich, Federletnen, Sttohsackleinen und graue, gelbe, weiße Servietten zum Fabrikpreise. 5 0 Musterabschnitte sämmtlicher Artikel fende in reichster Auswahl franco per Post. Auch die kleinsten Aufträge werden wie bisher bestens besorgt und bitte mir das bisher bewiesene Vertrauen auch weiter zu erhalten. Sonntags ist mein Laden den ganzen Tag offen. Hofraithe⸗ und Güter- Versteigerung. 3289 Montag den 13. Januar 1873, Vormittags 11 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die zur Concurs⸗ 1 des Joseph Geck II. dabter gehörenden Immo billen: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 3. 56. 68. Hofraithe in der Vorstadt zum Garten mit einer Loosholzberechtihung, 6. 95, 198. Acker auf der Warte. Gemarkung Fauerbach b. Fr. Flur. Nr. Klftr. 3. 2. 96. Acker rechterhand dem Mainzerthorweg, 6. 28. 137. Acker auf der Töpfenkaut, öffentlich meistbie tend versteigert werden. Friedberg am 28. November 1872. Groß bherzogliches Ortsgericht Frtedberg. Fouc ar. Hofraithe- und Güter-Versteigetung. 9291 Dienssag den 10. December d. J., Vormitlags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die zum Nachlasse des verstordenen Martin Klein dahiet ebörenden Immobilien auf freiwilligen Antrag dessen Erben erb abtheilungs halber öffentlich meisibietend versteigert werden: Gemarkung Irtedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 551. 16,8. Hofraithe in der Stadt, 6. 31. 105. Grabgarten vor dem Malnzerthor, 6. 38. 89. desgl. daselbfß, 4. 10. 161. Acker am Sodenweg, 4 21. 116. resgl. daselbß, 4. 8. 45. desgl. dafselbst, 4. 9. 40. desgl. daselbst, 4. 209. 50. Gtabgarten in der Kehl, 4. 199,5. 45. desgl. daseloff, 4. 199. 42. deogl. daselbst. Gemarkung Ockffadt. Flur. Nr. Klftr. 1 Grabgarten im Ried, 10. 113. 42. desgl. daselbst, 10. 115. 36. desgl. daselbst, 20. 11. 25. Acker daselbst, 512 desgl. daselbst, 29. 2 39 desgl. daselbst, 10. 114. 35. Grab garten daselbst. zrtedberg am 28. November 1872. Großherzogliches Ortsgericht Frsedberg. Fo uc ar. Obstbäume. Aepfel per Stück 36 kr., per 100= 58 fl. inn 7„ 3860⁹⁹. ⏑—]Üναν E, 5e welschen-„2 u. 30 kr., 100 2 45„ Apricosen„ 1 48 kr. Baumschulen von Gebrüder Schultheis. 3138 Steinfurth bei Bad⸗Nauhelm. Bad Nauheim. Möbel-, Spiegel- und Captten-Lager, 587 größte Auswahl in Rouleaux und Vorhangleisten, Sommersalousten in allen Größen empfiehlt H Blensdorf, Po- Tapeziret. Weiße leinene Cascheutücher, 13 geslickt un glatt, Kragen, Manschetten, Aermel, Herrenkragen, Vorbemden, träger, Moixéschürzen sowie Myrten⸗ kränze bei K. Friedrich neten der Pofl. Vorzügliche Flammzohlen 3258 find fortwährend bei mir zu haben. Ph. Dan. Küm mich. Durchsichtige Glycetinseise! 30 anerkannt dees Mutel zur Verschönerung der Haut, empftehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertih — Das Auathetin- Mund wasser von Dr. J. 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