nere ingen d. Setultemtifn. —— * E. zaun seht gürstn ert gesucht. de pflanzen edrich Netz. ling lotb, dunm ver. 1 t Nergel an 0 eri besonden dale Nulpet mii Set dttemm dit Nach win 1 t Gebrauch ett bu ters seslet m „ sesuch, 2 7 toe nach F 1 1 91 1 An cen . * zu * 1872. Donnerstag den 30. Mai. V 62. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für den Monat Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. bei der — Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester. Amtlicher Theil. Friedberg den 27. Mai 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beyenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Dorheim, Dorn-Assenheim, Friedberg, Ilbenstadt, Münzenberg, Nieder-Wöllstadt, Ober- Wöllstadt, Hausen wegen Oes, Ostheim, Södel, Staden, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim und Großherzoglichen Polizei-Commissär in Wickstadt. Unserer Auflage vom 8. d. Mts.(Oberhess. Anzeiger Nr. 55 von 1872) wollen Sie innerhalb 3 Tagen bei Meidung von Ordnungsstrafe entsprechen. Betreffend: Die Ausfübrung der Verordnung, die Versicherung von Mobilien in Feuerversicherungs⸗Anstalten, hler die Visirung der Policen. In Mud. Rin Haas, Kreisassessor. Friedberg am 27. Mai 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. l Nach§. 4. sub 4. der Verordnung vom 11. Dezember 1871, die Versicherung von Mobilien in Feuer⸗Versicherungs⸗Anstalten betr., müssen die in Uebereinstimmung mit den von dem Kreisamt genehmigten Versicherungsanträgen auszufertigenden Policen mit dem Visa des betreffenden Kreisamts oder eines mit der Ausfertigung der Visas von Großherzoglichem Ministerium des Innern beauftragten Spezial- direktors versehen sein. Dieser Bestimmung wird nicht überall nachgelebt, weßhalb wir Sie anweisen, den concessionirten Agenten aufzugeben, sofort bei Vermeidung der Bestrafung, da, wo es noch nicht geschehen ist, das Erforderliche nachzuholen resp. in Zukunft zu besorgen. der betreffenden Agenten, denen Sie dies bekannt gemacht haben, haben Sie einzuberichten. r Haas, Kreisassessor. Betreffend: Die Bedürfnisse der Landjupenschaft der Provinz Oberhessen für 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises. Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselben anzuweisen, die Beträge in den vestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft Grüneberg zu Gießen pünktlich abzuliefern. 1) Beienheim 2 fl. 43 kr.— 2) Butzbach 19 fl. 11 kr.— 3) Fauerkach v. d. H. 4 fl. 24 kr.— 4) Gambach 7 fl. 12 kr.— 5) Griedel 9 fl. 18 kr.— 0) Hoch⸗ Beisel 1 fl. 50 kr.— 7) Kirch⸗Göns 4 fl. 28 kr.— 8) Langenhain 1 fl. 5 kr.— ) Melbach 1 fl. 35 kr.— 10) Münzenberg 12 fl. 20 kr.— 11) Nieder ⸗Weisel 5 fl. 9 kr.— 12) Ostheim 2 fl. 19 kr.— 13) Pohl⸗Göns 5 fl. 15 kr.— E Haas, Kreisassessor. Die Namen Friedberg am 27. Mai 1872. 14) Steinfurth 4 fl. 51 kr.— 15) Weckesheim 2 fl. 6 kr.— 16) Staden 13 fl. 56 kr.— 17) Assenheim 11 fl. 50 kr.— 18) Nauheim 22 fl. 22 kr.— 19) Bönstadt 13 fl. 28 kr.— 20) Bruchenbrücken 6 fl. 51 kr.— 21) Fauerbach b. Fr. 44 kr.— 22) Nieder-Florstadt 13 fl. 53 kr.— 23) Friedberg 164 fl. 31 kr.— 24) Nieder⸗ Wöllstadt 25 fl. 44 kr.— 25) Ober⸗Rosbach 6 fl. 56 kr.— 26) Wölfersheim 7 fl. 10 kr.— Deutsches Reich. Mainz. Nach den Pfingstfeiertagen haben lier Berathungen von Notabilitäten der klerikalen Hartei wegen Gründung eines ganz Deutschland imfassenden neuen katholischen Vereins stattgefunden. Man sieht der desfallsigen Veröffentlichung in Bälde migegen. Offenbach. Am 27. d. inspicirte Seine Königl. Hoheit der Greßherzog das hier garni- vnirende Bataillon des 117. Infanterie-Regimente. zn seiner Begleitung waren Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzen Ludwig und Wilhelm nebst jahlreichem Gefolge. Berlin, 27. Mai. Der Reichstag nahm in dritter Lesung das Brausteuergesetz nach den Commisstonsanträgen an. Es folgte hierauf die Generaldiscussion über den Marineetat, bei welcher ur Chef der Admiralität, General v. Stosch, er- lärte, daß der Schwerpunkt der deutschen Macht in der Landarmee liege, die Marine nicht dazu rienen solle, große Seeschlachten zu schlagen und sch mit England und Frankreich zur See nicht ressen werde. Die Aufgabe der Marine sei die Füstenvertheidigung. Zur Freihaltung der Häfen verde eine gepanzerte Ausfalls flotte in der Nordsee und eine ebensolche flachgehender Schiffe für die dostsee erfordert. Für den Schutz der Handelsmarine wären Corvetten vorhanden und im Bau, ebenso flachgehende kleine Schisse für die Küste Ostasiens. — 28. Mai. Reichstag. Das ganze Brau- steuergesetz wurde in der Schlußabstimmung mit sehr großer Majorität angenommen. Alsdann wurden die Postverträge mit Portugal und Oesterreich-Ungarn in erster und zweiter Lesung genehmigt. Der Reichstag genehmigte im Fort⸗ gang der Berathung die einmaligen und fort, dauernden Ausgaben, sowie die Einnahmen der Marineverwaltung pro 1873, sowie die fort- dauernden Ausgaben des Nachtragsetats pre 1872 nach den Coumissionsanträgen, wobei der Chef der Admiralität, General v. Stosch, auf eine be⸗ zügliche Anfrage erklärte, daß die Anfangs des Jahres bewirkte Indienststellung nicht wegen der Wirthshausschlägerei in Rio de Janeiro erfolgt sei, sondern andere ihm nicht genau bekannte poli- tische Gründe gehabt habe, übrigens spater wegen ungenügender Rüstung beanstandet wäre. Eine von der Commission vorgeschlagene Resolution wegen Abänderung des Flottengründungsplanes wurde angenommen, eine solche wegen der Sisti- rung des Baues von fünf Panzerschiffen abgelebnt. Der Reichstag erledigte schließlich die zweite Be— rathung des Etats der Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern. — Das italienische Kronprinzenpaar traf hier⸗ selbst ein. Dasselbe wurde am Bahnhof von dem Kaiser, dem Kronprinzen, dem Prinzen Friedrich Karl und einer Anzahl Notabilitäten von Aus- zeichnung unter militärischen Ehrenbezeigungen empfangen. Der Kaiser selbst geleitete die hohen Gäste nach dem kaiserlichen Schlosse. Berlin. Der Cultusminister Dr. Falk, beab⸗ sichtigt Fragen aus dem Gebiete des Volksschul- wesens in einer größeren Conferenz, welche den 11. Juni im Ministerium der geistlichen ꝛc. An- gelegenheiten beginnen wird, von des Schulwesens kundigen und sich für dasselbe interessirenden Männern berathen zu lassen. Einladungen an solche Per⸗ sönlichkeiten sind bereits ergangen. — Anläßlich der neuesten Verfügung an den Bischof von Ermeland dürfte, wie in klerikalen Kreisen verlautet, alsbald eine abermalige Con- ferenz der preußischen Bischöfe bevorstehen. — Man will hier eine Verstimmung gegen Frankreich bemerken, die sich durch den Antheil gesteigert haben mag, welcher der französischen Re- gierung bei der Ablehnung des Cardinals Hohen- lohe in Rom mit Recht oder Unrecht zugeschrieben wird. Der Klerus— meint man— werde dabei die erste Rolle gespielt haben, aber schwerlich ohne Einverständniß mit Versailles. — Für die demnächst fällige halbe Milliarde der französischen Kriegsentschädigung werden Seitens hiesiger und auswärtiger Häuser schion jetzt be⸗ deutende Posten von Wechseln auf preu ßische Bank- plätze im Auftrage französischer Bankflrmen ange- kauft, welche die französische Regierung Deutschland in Zahlung geben wird. Die Wechsel sind größten ⸗ theils bereits im August fällig und es wird wahr- scheinlich Seitens des deutschen Reiches eine Zins⸗ vergütung an Frankreich slattsinden, da die nächste Rate der Kriegsgelder erst später fällig wird. Karlsruhe. Zum Zweck der Bildung einer alt- katholischen Gemeinde in Karlsruhe hat das hiesige prov. Comite eine Ansprache an die der Sache zu⸗ gewendeten katholischen Glaubensgenossen gerichtet. Dresden. Der Wasserßsand der Elbe ist in Folge der Wolkenbrüche in Böhmen seit dem 26. d. mehr als 6 Ellen gestiegen und steht jetzt 57½ Ellen über Null noch im Wachsen. Die Ueberschwemmung hat in den Elbniederungen große Verheerungen an⸗ gerichtet. Die Dampsschifffahrt ist eingestellt, da sämmliche Landungsbrücken weggenommen sind. Stuttgart. Am 26. Mai ist der Neckar fast in seinem ganzen Laufe aus den Ufern ge⸗ treten! Die Rottenburger Brücke wurde dabei zerstört. In Cannstatt beträgt der Wasserstand 13 Fuß über der Normalhöhe. Seit dem 27. d. sind die Gewässer in der Abnahme begriffen. Auch in Oberschwaben haben Ueberschwemmungen stattgefunden. Bei Friedrichshafen konnten die Bahnzüge nicht passiren. Straßburg. Die schon früher angekündigten Geschenke des deutschen Kaisers und des Königs von Bayern für die kaiserliche Universitäts⸗Biblio⸗ thek sind, wie die„Straßb. Ztg.“ meldet, hier eingetroffen. Das kaiserliche Geschenk umfaßt gegen 4000 Bände und ist besonders reich an kostbaren Kunst⸗, Reise⸗ und Geschichtswerken; das des Königs von Bapern gibt in ca. 700 Bänden eine sehr wesentliche Bereicherung insbesondere an aus- ländischen Geschichtswerken. Ausland. Oesterreich. Prag. In Folge von Wolken⸗ brüchen hat eine furchtbare Ueberschwemmung mehrerer Landgebiete stattgefunden. Viele Menschenleben sind zu beklagen. Die Feldfrüchte sind meilenweit ver⸗ wüstet. Viele Dörfer sind ganz weggeschwemmt. Wien. Die Erzherzogin Sophie ist nach langer Agonie am 28. Mai früh drei Uhr ver⸗ schieden.— Zur augenblicklichen Linderung der Noth in den von der Ueberschwemmung heimge— suchten Gegenden Böhmens spendete der Kaiser aus Privatmitteln zehntausend Gulden. Lemberg. Im Zolkiever und Grodeker Be⸗ zirk sind agrarische Unruhen ausgebrochen. Frankreich. Paris. In Deputirtenkreisen wurde als sicher bezeichnet, daß Deutschland ge⸗ neigt sei, Frankreich die Contesston zu machen, je nach den erfolgten früheren Theilzahlungen der Kriegs⸗Contribution auch eine entsprechende frühere Räumung des occupirten Gebietes, welche speciell festzustellen wären, eintreten zu lassen. Belfort und Toul würden jedenfalls bis zur Zahlung des letzten Restes der Kriegsschuld besetzt bleiben. Italien, Rom. Als am 21. Mai Abends der Kronprinz Humbert auf dem Bahnhof im Kreise seiner Officiere stand und auf den Zug wartete, um nach Mailand und von da nach Deutschland zu fahren, ging der französische Ge⸗ sandte, den Hut auf dem Kopf und eine Cigarce im Munde, in so ostensibler Weise auf und ab, daß es Jedermann auffiel. Als der Kronprinz abgefahren war, gingen zwei seiner Adjutanten auf ihn zu und stellten ihm das Ungeziemende seines Benehmens in ernsten Worten vor. Was dieser Zwischenfall für weitere Folgen hat, ist abzuwarten. Großbritannien. London. Ein von 3000 Arbeitern des Arsenals zu Wrolwich be⸗ suchtes Meeting beschloß, der Regierung eine Denk— schrift zu Gunsten neunstündiger Arbeitszeit zu überreichen, nachdem die aufgetretenen Redner aus- drücklich sich gegen einen Strike ausgesprochen hatten. Spanien. St. Sebastlan. Marschall Serrano hat an 25. d. zu Bilboa die Meldung von der Unterwerfung aller in der Provinz Bis- caya befindlichen Insurgenten, welche ihre Waffen Amerika. Washington. Es waren 21 Senatoren abwesend oder enthielten sich der Abstimmung. Die Ratification dürfte nach Eintreffen der Londoner Antwort erfolgen. Friedberg. Die Berathungen des Comilés für Begehung des Sängerfestes vom Mainthal-Sängerbund, welches am 21, Juli d. J. dahier statifindet, nehmen guten Fortgang. Zum Concertplatz ist der Hof der Burg⸗ kaserne gewählt und Seine Königliche Hoheit der Groß— herzog hat die nachgesuchte Erlaubniß, denselben zu obigem Zweck benutzen zu dürfen, bereits gegeben. Zum Dirigen⸗ ten der musikalischen Vorträge wurde der Universitäts⸗ musikdirecter, Herr Mickler, erwählt und hat dieser Mann von bekannter Tüchtigkeit die Wahl angenommen. Wegen des gemeinschaftlichen Festessens und der Ver⸗ einigung zu einem Banquet am Abend find definitive Festsetzungen noch nicht gemacht, doch versprechen die bereits stattgehabten Erwägungen zu einem erwünschten Ziele zu führen. Die Debatten in den Sitzungen des Comités sind immer recht lebhaft, ein Beweis dafür, daß die Mitglieder recht großes Interesse an würdiger Be⸗ gehung des Sängerfestes nehmen. Kleine Disserenzen, wie sie ja dei menschlichen Vereinigungen so leicht ent⸗ stehen, wurden steis durch Erwägungen, wie solche Männern würdig sind, beseitigt und überwunden. Das Concert⸗ programm enthält vorzugsweise palriotische Lieder.— Friedberg wird es verstehen, auch diesmal ein Fest zu feiern, das der Stadt, unsern Gesangvereinen und dem Mainthalsängerbunde Ehre machen und edle Früchte für Förderung deulschen Männergesanges, deulscher Gemüthlich⸗ keit, Zusammengehörigkeit und Vaterlandsliebe tragen wird. Darmstadt. Künftigen Samstag, 1. Juni, komm! hier vor dem Bezirksstrafgericht ein merkwürdiger Hunde⸗ proceß zur Verhandlung. Eine dem Hofgerichtsadvocaten E. gehörige, auf den Namen„Box“ hörende prächlige Dogge verschwend spurtos im Herbste vorigen Jahres. Mit großen Kosten gelang es dem Eigenthümer, den Aufenthalt des Thieres zu ermitteln. Der neue Eigen⸗ ihümer behauptete jedoch, das Thier sei, ehe es E. gehört habe, sein Eigenthum gewesen und ihm entwendet und an E. verkauft worden. Er will dafür, daß er der ächte Eigenthümer sei, selbst die Beweise durch das Thier vor bringen lassen und es wird daher„Box“ in der erwähnten Gerichtssitzung als Zeuge resp. als unbeetdigte Auskunfts⸗ person veenommen werden.— Der öffentlichen Verhand⸗ lung des von dem Hofgerichts-Advokaten Vogel gegen die „Hessischen Volksbläuter“ eingeleiteten Processes sieht man mit dem größten Interesse entgegen, und die Enthüllungen, welche derselbe zu Tage fördern wird, dürften denjenigen nicht nachstehen, welche der Jacoby'sche Giftproceß, dessen Nachspiel er ist, zu Tage förderte. Darmstadt, 28. Mai. Von verschiedenen Seiten wird jetzt bestätigt, daß um 3 Uhr in der Nacht vom 24.— 25.(in welcher die heftigen Gewitterregen statl⸗ fanden) dahier ein starker Erdstoß stattgefunden hat. Darmstadt. Die Verheerungen, welche die Ele⸗ mente im Odenwald, der Bergstraße und dem Ried verursacht haben, übersteigen weitaus alle gewöhnlichen Vorstellungen. An verschiedenen Orten des Odenwaldes, z. B. Oberramstadt, schlug der Blitz ein. Bäche traten aus, Brücken wurden zerstört, Thiere ertranken und Gärten und Felder wurden in der Nacht vom 24. auf den 25. von dem Wasser verwüstet, Der erste Zug der Riedbahn, welcher Morgens von Worms nach Darmstadt abgelassen wird, mußte bei Gernsheim über eine Stunde im Wasser jahren. Die Verheerungen, welche das Wasser hier in dem unter dem Namen des„Nibelungenviertel“ bekannten, von der süddeutschen Bodencreditanstalt gegründeten neuen Stadtviertel verursacht hat, sind unbeschreiblich. München. Die Münchener Bierfabrikatien war im Sudjahre 1872 wieder eine sehr stattliche, indem die hiesigen 17 Brauereien 219,927 Scheffel Malz ver⸗ solten haben; der Lokalmalzaufschlag hieraus betrug 560,877 fl. Die größte Quanuität weist der„Spatenbräu“ nach mit 31,832 Scheffel und 60.762 Hectolitern, die ge⸗ ingste die Schwafger in Haidhausen mit 506 Scheffel und 658 Hecl. Das Franzikanerkloster hat 285 Scheffel und 338 Hect. 3 dieses Bier gehört eigentlich zum Haus⸗ gebrauch der flommen Väter, einschlüssig der„Gulthäler des Klosters“, welche im Resectorium läglich zu Gast sind. Berlin. Das Deutsche Reich besitz! in runder Summe 60,000 Volksschulen, in denen 6 Millionen Schüler unterrichtet werden. Auf je 1000 Einwohner ent⸗ jälll ungefähr eine Schülerzahl von 150. Dieses ducch⸗ schnitiliche Verhärtuiß wird in Braunschweig, Oldenburg, Sachsen und Thüringen beträchiltch überschritten, insofern hier auf je 1000 Einwohner 175 Schüler kommen; da⸗ gegen in Meckleuverg(auf je 1000 Einwohner 120 Schüler), und Bayern(auf je 1000 Einwohner 126 Schüler) nicht erreicht. Gymnasien gibt es in Deulschland 330, Pro— ymnasien 214, Realgymnasien 14, Real- und höhere Buürgerschulen 483. Die Gesammszahl der Schüler auf diesen höheren Unterrichtsanstalten beläuft sich auf 177,400. Universitäten zählt das Deutsche Reich 20 mit 1624 ablieferten, empfangen. Die von Caxasa befehligte Bande, welche in Navarra allein übrig bleibt, ist von den Truppen des General Morionez eingeschlossen. Der. Senat genehmigte mit 42 gegen 9 Stimmen die Ratisi⸗—— cation des Zusatzartikels zum Washingtoner Ver⸗ trage, betreffend die Zurückziehung der indizetten Schadenersatz Ansprüche unter der Bedingung, daß England und Amerika künftig nicht für indirecte Schäden verantwortlich gemacht werden können. gibt es 10, wovon auf auf Preußen nur 2 kommen, außer der Bau⸗ und Gewerbe⸗Akademie in Berlin; die Zahl der Lehrenden an den letztern Lehrstätten keträgt 360, der Sludirenden 4300.. D. Frankfurt a. M., 28. Mai 1872. Trotz flüssigem Geldstand und leichter Ullimo⸗Liquidation(der Zinsfuß für Prolongationen stellte sich auf 3½%) war die Hal⸗ tung der Börse gestern Abend wie heute eine matte, und mußten die Preise der Creditactien wie der Staatsbahn weitere Einbußen erleiden. Namentlich letztere waren sehr gedrückt in Folge des nahenden Bezugstages für die neuen Actien und Käufer traten nur vereinzelt auf. Der Cours dieses Effects ging heute bis 369½ zurück. Creditactien verkehrten bei 348 ½ nur in sehr beschränktem Umfang, da alle Anregung zum Kaufen feblte und namentlich Wien sich apathisch verhielt. Am festesten hielten sich Lombarben und Nationalbank, die ihre gestrigen Course behaupteten ohne jedoch auch ihrerseits besondere Lebhaftigkeit aufzu⸗ weisen. Die Geschäftsunlust irug sich auch auf die andern Branchen über und drückte namentlich auf die Bahnwerthe, die nur in bescheidenen Umsatz kamen. Die Nachrichten über die Ueberschwemmungen in Böhmen und die Befürch⸗ tungen vor einer Mißernte in Ungarn hielten die Käufer zurück, während andererseits Verkäufer ebenfalls eine reser⸗ virte Haltung beobachteten. Resultat davon waren kleine Preisminderungen fast sämmtlicher Werthe dieser Kategorie. Deulsche Linien gleichfalls still, ebenso Prioritäten. Bei Banken war für einzelne wenige Kauflust vorhanden, jeboch nicht ausreichend um dem Geschäft einigermaßen Aufschwung zu leihen. Deutsche Vereinsbank stand wieder im Vorder⸗ grund und wurde bei 132 vielfach gekauft. Dieselbe macht mit dem Hahn'schen Actien⸗Geschäft jedenfalls einen schönen Zug, da für letzteres sehr gute Meinung herrscht und die Emission der betreffenden Aclien voraussichtlich einen glänzenden Empfang findet. Oesterreich-Deulsche und Bayr. Wechslerbank gefragt, erstere bel 121½, letztere bei 105½. Auch Rheinische Creditbank aus dem Markt ge⸗ nommen; Staatspapiere verkehrten nur wenig. Oestetr. Renten hielten sich ziemlich fest. Von Loosen waren österreich. 60r. und Ungarn begehrt. Amerikanische 82r. bet gutem Geschäft. Literari sches. Franz Lipperhaide, der durch die Herausgabe der„Lieder zu Schutz und Trutz“ sich die Anerkennung der ganzen deutschen Presse sowohl, wie der deutschen Fürsten und Feldherren erwarb, veröffentlicht soeben nach⸗ stehenden Aufruf: Gleich den in den Jahren 1870 und 1871 von mir herausgegebenen„Liedern zu Schutz und Trutz“ beabsichtige ich, nun auch„Die Lieder der Freiheitskriege“ in den Original- Handschriften der Dichter zu sammeln und facsimtlirt im Druck er⸗ scheinen zu lassen. Manches zwar von jenen Liedern wird kaum noch im Manuscript existiren; vieles Andere aber dürste sich noch zerstreut in Bibliotheken, Handschristen⸗ Sammlungen oder in Privatbesitz vorfinden, und Dieses zu sammeln, ehe es vielleicht für immer zu spät, möchte eine Aufgabe sein, der sich unsere Zeit nicht entziehen darf. Es sind heilige Bermächtnisse, welche die Sänger jener unsterblichen Lieder der deutschen Nalion hinterlassen, und wenn auch diese Lieder selbst, von Alt und Jung gekannt, ewig ein lebendiges Besitzihum unseres Volkes bleiben werden, so sehlt uns doch noch gänzlich eine Sammlung derselben in den Handschriften, die eins unserer schönsten National⸗Denkmale sein würde, gestiftet von unserer Frei⸗ heitssänger eigner Hand. Es gilt, dieses Denkmal fest zu fügen, dem deutschen Volke zur Freude und Erhebung. Und so richte ich denn an alle Diejenigen, welche von den Original⸗Handschristen der Lieder jener Zeit etwas in ihrem Besitze oder unter ihrer Obhut haben, die Bitte, mir dasselbe auf kurze Zeit für die beabsichtigte Samm⸗ lung einzusenden, indem ich zugleich mich bereit erkläre, für eine pünktliche Rücksendung in gänzlich unbeschädigtem Zustande jede wünschenswerthe Sicherheit zu bieten.—— Vorzugsweise sind es die Lieder eines Körner, Rückert, Arndt, Uhland, Schenkendorf, eines Clemens Brentano, Collin, Eichendorff, Fouqus, Kleist, König, Ludwig, Fr. Schlegel, Ernst Schulze, Stägemann, die zu gewinnen wir streben müssen; in⸗ dessen sind auch, obwohl die Sammlung eine gewisse Geenze nicht überschreiten darf, die bess ren übrigen Zeit⸗ gedichte— Kunst wie Volkspoesie— aus jenen Jahren, zu denen wir auch die dem Kriege vorhergehenden rechnen, für uns von hohem Werthe. Wo die Original ⸗Hand⸗ schriften selbst nicht mehr erreichbar, ist für die dann in schöner Druckschrift wiederzugebenden Lieder wenigstens die eigenhändige Namens-Unterschrift des Dichtes erwünscht. Auch sollen historische Notizen über die Eutstchung und Geschichte der einzelnen Liedet hinzugefügt werden, und auch hierfür sind Beiträge willkommen. Der Name aber eines Jeden, der auf die eine oder andere Weise zur Here ausgabe des Werkes mitwirkt, wird dankbar in demselben verzeichnet werden. Wie die„Lieder zu Schutz und Truß,“ welche bekanntlich einen namhaften Ertrag lieferten, zum Besten unserer im Felde verwundeten und erkrankten Krieger erschlenen, so soll der aus den„Liedern der Freiheitskliege zu eiwartende Gewinn der Kaiser Wilbelms-Slistung für deuische Invaliden zufliͤßen, das Werk also auch nach dieser Richtung bin ein durchaus nationales sein. Mit dem Wunsche, daß dieses neue Unternehmen denselben Anklang und dieselbe Unterstützung finden möge, wie mein srüheres, sage ich zugleich Allen, die mir ihre, Beihilfe werden zu Theil werden lassen, im Voraus meinen un haflesten Dank. Berlin, Potsdamersiraße 1162, 10. Apri 1872. Franz Lipperheide.. Lehrenden und 15600 Stubirenden. Polytechnische Schulen an ahn 1 srderunt bel dem Bermöge ksodt eik nächflen werden, ö Fre — 0 1457 5 140 D dordestim gehl mit drit. Ve 165 d sollen an der Sladt Toeil gulen alles alles öffentlich berfteigert Friel 18 Sar. Nummer„ 1 Sterteliabi lich Woche nich Oeffentliche Aufforderung. Die Cutatel über das Vermögen des ab⸗ wesenden Ferdinand Bopp in Assen⸗ 90 deim betr. 25 Ferdinand Bopp, geb. am 6. Oktober 1799, Sohn des längst verstorb. Wirths Johann Georg Bopp und dessen ebenfalls verstorbenen Ehefrau Christina Maria, geb. Jung, einsimals in Breitenborn, Amts Wächtersdach, später in Assenheim wohnhaft, hat un⸗ gefähr im Jahr 1816 seine Deimatb verlassen und if seitdem verschollen. Sein Vermögen wurde seither curatorisch verwaltet und betrug nach der letzten Rech⸗ nung 3766 fl. 24 kr. Da Ferdinand Bopp nunmehr sein 70. Lebensjahr zurückgelegt bat, so ergeht biermit an ihn resp. seine Leibes oder Testamentserben die Auf⸗ forderung, sich binnen 90 Tagen, von heute an gerechnet, bel dem unterzechneten Gericht zur Empfangnahme des Vermögens zu melden, als sonst Ferdinand Bopp für todt erklärt und das Vermögen den sich meldenden nächsten Seitenverwandten ohne Caution ausgeliefert werden wird. Friedberg am 25. März 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Langermann. Holz ⸗Versteigerung. 1457 Freitag den 31. Mai, Morgens 9 Uhr, werden im hlesigen Gemeindewald folgende Holzsortimente ver⸗ steigert: 23 Raummeter geschält Eichen⸗Prügelholz, 1510 Stück desgleichen Wellen, 10 Läste Allerleibolz. Zusammenkunft im Schlag selbst an der Sang. Nieber⸗ Rosbach den 27. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Rosbach. Groh. Bekanntmachung. Betteffend: Offenlegung des Grundbuchs und der Parzellenkarten der Gemarkung Ober- und Nieder⸗ Rosbach, Kreis Friedberg. 1461 Die in der Verfügung vom 10. November v. J. Vordestimmie Frist wird auf drei Monate erstreckt und gehl mit dem 31. August l. J. zu Ende. Friedberg am 23. Mai 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. . Langermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Versteigerungs⸗ Anzeige. 1465 Dienstag den 4. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, follen an hiesigem Ratbbause verschiedene abgängige, der Stadt Friedberg gehörenden Gegenstände, als: Theile einer abgängigen Feuerspritze, 1 noch in gutem Zustande befindlicher Kochherd, mehrere Oefen, altes Kupfer, Messing, verschiedene Gußröhren, altes Eisen u. s. w. öffentlich an den Meiftbietenden gegen Baarzahlung dersteigert werden. Friedberg den W. Mai 1872. i Groß herzogliche Bürgermeisterei Friedberg. ene Ogt. Nummer. 10 Daheim. Die so⸗ben erschienene Nr. 35 enthält: 5 Die Arbeiter. Novelle von Erust Wichert.(Fort⸗ setzung.)— Das ersle deutsche Fest auf dem Odilten⸗ lerge im Elsaß Von unserm elsässischen Correspondenten. Mit Abbildung.— Aerziltche Erinnerungen aus dem kriege. Von Dr. Th. Riefenstahl.— Am Familien⸗ üsche: Eine Scene aus dem Dresdener zoologischen Garten. Mit Originalzeichnung von R. Erbe.— Pruchstücke aus dem Leben eines süddeulschen Theologen. Zu Beslellungen empfehlen sich 5 Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Annonce. 1403 Zu sofort wird ein Lehrling unter sehr günstigen Bedingungen in eine Apotheke Oberhessens gesucht. Bei wem? sagt die Expedition d. Bl. Versteigerung. 1158 Nächsten Dtensiag den 4. Jun d. J., Vormit⸗ gs 9 Uhr, lassen die Erben des Peinrich Ernst in der Behausung des Unterzeichneten N. 1 vollständiges Bett, 3 Bettslellen, 2 Kleiderschränke, Haus und Küchengeräthschaften, Weißzeug und Kleidungsflücke aller Art Mentlich an den Meistbletenden versteigern. gauerbach b. Fr. Conrad Lack. usgztzg nt asupiag en bunsaurgcpug zur ping Wöchentlich 1 u Dierteisq tens Heugras⸗-Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg. 1456 Das diesjährige Heugras von nachgenannten Großherzoglichen Domanialwiesen wird in folgenden Terminen öffentlich an den Meistbietenden versteigert: 8 111 5 Ort der 5 Gemarkung. Versteigerungstermin. 8 N Wiesen f Zusammenkunft. Morgen. 1 Okarben, Groß⸗ und Klein 66[Freitag den 21. Juni 1872, Vor-] Auf dem Selzerbrunnen bet Karben mittags um 8½ Uhr, Okarben. 2 Bauernbeim und Ossenheim, die] 234[Montag den 24. Junk 1872, Vor⸗ Bauernheim bei Wirth Höres. sog. Markwiese mittags 10 Uhr, 3 Lindheim 33[Mittwoch den 19. Juni 1872, Vor- Lindheim bei Gastwirth Koch. mittags 11 Uhr. 4 Hainchen 40[Multwoch den 19. Juni 1872, Mit⸗] Haluchen bei Wirth Schmidt. tags Uhr, Friedberg am 28. Mai 1872. Groß herzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck. 1398 Auf unserem Comptoir ist für einen Lehrling Stelle offen. Friedberg den 21. Mai 1872. Vorschuß⸗& Credit⸗Verein. (Eingetragene Genossenschaft.) Spielkarten 1174 zu 54 kr., 56 fr., 1 fl., 1 fl. 6 kr., 30 kr. und 1 fl. 36 kr. per Dutzend mit Stempel empfiehlt 1 fl. 12 kr., 1 fl. 18 kr., 1 fl. 24 kr., 1 fl. P. Gauß in Vilbel. Süße Orangen! Wilh. Fertsch. Fußboden ⸗Lack, 1333 mit und ohne Farbe, empfieblt billigt Wilh. Bernbeck. Einen Lehrjungen 1418 sucht Melbach. K. Schaubach, Sattlermeister. 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Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 2 schwere Wagenpferde, 1 Wagen, 1 Chaise, Igetreffen! das G 2 Ihast zu v Nachweis Dart Igerichts⸗ Johann. dauf seiner Adem Bezirk — Am UConsulat it UOicßh. Ce Ewald, der vollsen eiten lar deibung bet Uudewigeon Mainz wer ener, schaftlich, scbindende ber l. J Ai Gange. kusechende Haben in ki, ssilungen 1 anden king sages zur funlenswers