Ob 1 0 t Netz, — * — — g aAlbbag os 88 apvagvs 1 berkauftn. Ung. Kult chen de netrlelge⸗ 4g 4 Nu 47 Deni 1 Fapsatg lurch das Mutations-BVerzeichniß haben eintragen lassen, hiermit auf · 1872. Dienstag den 30. April. 2 50. erhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für die Monate Mai und Juni kann Friedberger Zutelligenzblatt. der Verlags-Expedition mit 20 kr, bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei — Amtlicher Theil. getreffend: Die Schulversäumnisse im 1. Quartal 1872. Friedberg den 27. April 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Schulvorstände zu Beienheim, Ilbenstadt(erste Schule), Bad⸗Nauheim, Oppershofen, Pohl-Göns, Reichelsheim, Weckesheim, Wickstadt und Wölfersheim(zweite Schule). Wir erwarten die Einsendung der noch rückstandigen Verzeichnisse rubt. Betreffs binnen 24 Stunden. J. B. d. K. Haas, Kreisassessor. ODeffentliche getresfend: Die Legaltstrung des Grundbuchs der Gemarkung Nieder⸗Mörlen. Nachdem von Großherzoglichem Keeisamte Friedberg die Offen- segung des rubrieirten Grundbuchs verfügt worden ist, vor Offen⸗ egung desselben aber den Grundbesitzern in der Gemarkung Nieder⸗ Mörlen die Befugniß zusteht, dem Gerichte über diejenigen ihrer Hrundstücke, welche noch in keinem Mutations-Verzeichnisse vorkommen, Here Erwerdtitel anzuzeigen und deren Eintragung in das Grundbuch zu veranlassen, werden zu diesem Behufe sämmtliche Grundbesitzer in er Gemarkung Nieder- Mörlen, welche ihre Erwerbtitel noch nicht gefordert, ihre Erwerbsurkunden(Kaufbriefe, Loos zettel, Tauschbriefe, Schenkungsverträge, Gutübergabs⸗ Verträge u. s. w.) an das untere sertigte Gericht oder an Großherzogliches Ortsgericht Nieder⸗ Mörlen anzuliefern, bezuglich derjenigen Liegenschaften aber, über welche sse Aufforderung. keine Erwerbsurkunden besitzen, bei Gericht die Erwerbtitel anzugeben und ihren Anschluß an die demnächst zu erlassenden gemeinsamen Edictalien zu erklären, was vorerst noch an jedem Samstag auf dem Bureau des Großherzoglichen Ortsgerichts⸗Vorstehers Möbds zu Nieder-Mörlen geschehen kann, damit auf diese Weise mit verhältniß⸗ mäßig ganz unbedeutenden Kosten die unvollständigen oder gar nicht vorhandenen urkundlichen Eigenthumsnachweise ergänzt und die er⸗ forderlichen Erwerbtitel(Ersitzung, unvordenkliche Verjährung u. s. w.) beschafft und letztere in das Grundbuch beigefügt werden konnen. Bad⸗Nauheim am 22. April 1872. Großherzogliches Landgericht Bad⸗ Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, 122 Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Deutsches Reich. Aus Hessen schreibt man der„Fr. Ztg.“: — verfahren durchgenommen. Hierüber kann das Haus sich erst schlüssig machen, nachdem die Com⸗ Dährend die Provinz Rheingessen sich vorbereitet, mission die einschlagenden Artikel geprüft bat. en 50 jährigen Bestand der Union in Rheinhessen estlich zu begeben, verlangt eine von zwei Wort: Ahrern det Altlutheraner herausgegebene Denk— chrift eine gesonderte lutherische Kirche mit geson- erter lutherischer Kirchengemeinde, also die factische Aufhebung der Union. Es ist nicht daran zu kenken, daß unsere Regierung hierauf eingeht. Mainz. Der„Köln. Zig.“ wird von bier lemeldet: Die für die Armee bezüglich der (tößeren Herbstübungen kürzlich erlassenen Ordres perden dem Vernehmen nach für die hiesige Be- ttzung und eine größere Abtheilung der hessischen Ozwision in der Weise zur Ausführung kommen, saß mit dem militärischen Interesse ein historischer Gesichtspunkt verbunden sein wird. Unter der Annahme, daß die außerhalb des Rayons manövri— enden Truppen als ein fliegendes feindliches Sorps einen Hondstreich auf die Festung beabsich⸗ gen, wird ein Theil der Besatzung zu Bivouaks stücken und soll die Anordnung aller übrigen lebungen, namentlich auch die der Festungs⸗ Ar- 'allerie, auf die energische Zurückweisung eines olchen Unternehmens berechnet sein. Es wird bei eser Gelegenheit die neue Einrichtung, die Mann- haften der Festungs- Artillerie auf die Handhabung es Gewehrs und den Gebrauch desselben bei Aus- allen neben der Bedienung der Ausfall- Batterien inzuüben, einer größeren Probe ausgesetzt werden. Berlin. Die„Prov.⸗Corresp.“ kommt noch- mals auf die Meldung des„Daily Telegraph“ urück und bemerkt, daß, nachdem die völlige Grundlosigkeit tieset Gerüchte auf das Zuver— zässigste seslgestellt worden, in den politischen Kreisen volle Beruhigung wiedergekehrt sei und nur die „erderbliche Wirkung der Nachricht auf die ge- chästlichen Kreise zu beklagen bleibe. — Der Reichstag hat das Reichsbeamten- Hesetz bie zu dem Abschnitt über das Disciplinar- 1 — Der„Reichsanzeiger“ bestatigt die kürzlich erwähnte Ernennung des Predigers Wilhelm Baur, gegenwärtig in Hamburg, zum vierten Hof- und Domprediger an der hiesigen Domkirche. — Hiesige Blätter enthalten gleichfalls die von der„Köln. Ztg.“ zuerst gebrachte Nachricht, daß der dahier anwesende Cardinal Fürst Hohen lohe zum deutschen Gesandten bei dem römischen Stuhle ernannt worden sei. — Wie die„Volksztg.“ erfährt, hat sich die Commission für Vorberathung des Militärstraf⸗ gesetzbuches mit großer Majorität für den Weg⸗ fall des strengen Arresies entschieden. In Folge dessen hat die Militärverwaltung die Militärärzie zur gutachtlichen Aeußerung darüber aufgefordert, ob diese Strafart irgend welche für dit Gesund— heit nachtheilige Felgen bewirkt. Als wichtig dürfte auch der Beschluß angesehen werden, daß für nicht milttärische Vergeben die Strafen nach dem bürgerlichen Strafgesetzbuch und nicht nach den Strafarten des Militärstrafgesetzbuches erkannt werden sollen. Insterburg. Det Pfarrer Blaschy hat von dem Bischof von Ermeland den Besehl er halten, eine jängst von dem altkatholischen Pfarrer Grunert vollzogene Taufe in das Kirchenregister einzutragen, nachdem Pfarrer Blaschy sich bisher zur Vornahme dieses Aktes nicht berbeigelassen hatte. Chemnitz. ziere aus dem Offiziercorps Dieselben waren in der letzten Splvesternacht mit einigen Civilisten, in Folge einer Provocation von Seilen eines der Offiziere, in einen so heftigen Exceß geratben, daß mehrere Verwundungen vor- kamen, wobei die Civilisten mit handgreiflicher Ueberlegenheit Sieger blieben. Aus Thüringen schreibt man dem„Frst. J.“: Die anderwärts verspürte Sehnsucht, das Reichspreß⸗ gesetz noch in dieser Session verabschiedet zu sehen, wird hier wenig getheilt. Die diesseitigen Preß⸗ gesetze, besonders die von Weimar und Meiningen, sind liberaler, als die Grundsätze, die bisber über den Reichsgesetzentwurf verlauteten. Hier kennt man keine Concessionen und Cautionen; polizei⸗ liche Beschlagnahmen ohne richterlichen Befebl sind nur ausnahmsweise gestattett; auch werden dit Preßvergehen nach dem Strafgesetzbuch beurtheilt. Wird das Reichspreßgesetz uns Besseres bringen? Straßburg. Die„Straßb. Ztg.“ theilt mit, daß. dies Vereinbarung zwischen den elsaß⸗ lothringischen Behörden und der badischen Regie⸗ rung in Betreff der Aulage von acht Schiffbrücken nunmehr zum Abschluß gelangt ist. Das Reichs- land übernimmt die Brücken bei Sasbach-Markols⸗ beim, Weisweil-Schönau, Kappel- Rheinau und Ottenheim-Gerstheim, während Baden die neuen Verbindungen bei Neuenburg⸗-Eichwald, Freistett⸗ Gambsheim, Greffern-Drusenheim und Plittersdorf— Selz herstellen wird. Sechs von diesen Brücken, nämlich die vier elsaß-lothringischen und zwei badische, sollen noch in diesem Jahre aufgefahren werden. Es ist unnöthig, noch besonders hinzu- weisen auf den fördernden Einfluß, den diese neuen Verkehrsmittel auf die wirthschaftlichen Inte- ressen des großen Thales zwischen Schwarzwald und Vogesen ausüben werden. Ausland. Frankreich. Paris. Die für den deutsch⸗ Hier sind vor Kurzem drei Ossi- französischen Postvertrag eingesetzte Commission der entlassen worden. Nationalversammlung beschloß nach sehr lebhafter Berathung einen die Ratification des Vertrags empfehlenden Bericht. Der Minister des Aeußeren hat der Commisston angezeigt, daß durch freund- schaftliches Einvernehmen zwischen beiden Regie- rungen der Termin für die Einführung des neuen Vertrages vom 1. bis 15. Mai erstreckt worden ist. — Nach Allem, was bis jetzt über die Resul⸗ tate der Unterzeichnung betreffend die Kapitulation von Metz an die Oeffentlichkeit gedrungen, wird Marschall Bazaine wegen seines Verhaltens im Kriege 1870 scharf getadelt. Man wirft ihm vor, daß er, obwohl von dem Marsch des Marschalls Mac-Mahon nach Sedan unterrichtet, keine ernst⸗ lichen Anstrengungen zur Durchbrechung der preu ßischen Linien gemacht, daß er vor der Kapitu⸗ lation nicht das Kriegsmaterial zerstört, in dem betreffenden Vertrag keine Clausel bezüglich der Verwundeten aufgenommen, die Fahnen nicht ge rettet und endlich durch die Clausel, betreffend Freilassung der Offiziere auf Ehrenwort, die Inte- ressen des Landes geschädigt babe. Es wird ihm ferner die Verantwortlichkeit für die Niederlage der Rheinarmee am 18. August zugeschoben. Sehr günstig berichtet dagegen die Untersuchungs⸗Com⸗ mission über den Oberstlieutenant Taillant, den Vertbeidiger von Pfalzburg, welcher die Feste erst übergab, nachdem ihm weder Munition noch Lebene⸗ mittel übrig geblieben. Man will übrigens wissen, die Protokolle über diese Capitulationsderhand⸗ lungen würden demnächst offiziell veröffentlicht werden.. — der Carlisten⸗Aufstand in Spanien scheint an Bedeutung zu gewinnen. Die Monarchisten in Versailles sind der Bewegung hold, während die Regierung das Ihre thut, um deren Aus- dehnung zu verhindern. — Die„Union“ hat in Privatdepeschen Ein- blick genommen, denen zufolge Don Carlos glück- lich die spanische Grenze passirt hätte und auf mindestens 10,000 bewaffnete Parteigänger zählen konnte.— Diaz de Rada, ein ehemaliger General der spanischen Armee unter Isabella, von Don Carlos zum Oberbefehlshaber der baskischen Pro- vinzen und Nabartas ernannt, hat an die Be. völkerung der Halbinsel einen Aufruf erlassen. Versailles, 25. April. Nationalversamm-⸗ lung. Raoul Duval befragt die Regierung über ihre Ansicht in Betreff der Theilnahme der Maires von Angers und Harre an Banketten, bei welchen die Nationalversammlung angegriffen und deren Auflösung verlangt sei. Der Minister des Innern, Lefranc, beantwortete die Interpellation; derselbe tadelte die Theilnahme von Maires an politischen Banketten, sagte, daß die Maires sich von jeder Parteikundgebung fernzuhalten bätten und erklärte, daß die Regierung keinerlei Agitation gegen die Versammlung dulden werde. Raoul Duval, von dieser Erwiderung Akt nehmend, zieht bieraus seine Interpellation zurück. — Man glaubt, daß Graf Arnim erst nach der Abstimmung über die Postconvention nach Paris kommen wird.— In Lyon wurden mehrere Mitglieder der Internationale von der Polizei verhaftet. — In den Baracken der deutschen Truppen zu Raon⸗l'Etape bei Saint⸗Dié in den Vogesen ist Feuer ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. g Belgien. Brüssel. In Folge von Mit- theilungen des Commissionsmitgliedes Salentiny über Eröffnungen des Fürsten Bismarck, welche für den Fall eines Kriegs zwischen Frankreich und Deutschland die Gefabr für Luxemburg hervor hoben, von dem jeweiligen Sieger annectirt zu werden, nahm die luxemburgische Regierung eine auf 40 Jahre abgeschlossene Eisenbahn⸗Convention und den Zoll-, Post⸗ und Telegraphen Verband mit Deutschland auf dieselbe Zeitdauer an. Für die betreffenden Eisenbahnlinien gelten jedoch die luxemburgischen Eisenbahngesetze. Italien. Rom. Frankreich interpellirte die italienische Regierung vertraulich, ob sie dem Vatican die Abrüstung der päpstlichen Corvette„Imma- colata Concezione“ in Toulon gestatten wolle. Italien erklärte sich einverstanden. a — Die Kammer berieth über die Aufhebung der theologischen Facultät an den Universitäten. Lanza u theilt mit, daß der Ausbruch des Vesuvs zugenommen und die Gefahr sich vergrößert habe. Gegen 200 Personen wurden verschüttet. Die Bevölkerung von Torre del Greco hat sich geflüchtet. Neapel. Eine Anzahl Personen, welche den Vesuv besichtigten, wurden von plötzlich aus der Erde hervorbrechendem Feuer überrascht. Es geht! ihm ihre Aulorität; der Bauernbursche aber, ein entlassener das Gerücht, daß 60 Personen getödtet und ver⸗ wundet wurden. a Spanien Madrid. Zum Präsidenten des Congresses wurde Rios Rosas mit 168 Stimmen gewählt; 84 Wablzettel waren unbeschrieben. Die Wahl von vier Vicepräsidenten siel durchweg auf Abgeordnete, welche der Regierungspartei ange- hören, und erfolgte mit großer Stimmenmehrheit. — Der Herzog de la Torre begibt, sich, damit die Einheitlichkeit des Befehls die Schnelligkeit und das Zusammengreifen der Operationen er- leichtere, nach Vitkoria, um das Commando in den Militärbezirken von Aragona, Burgos, den baskischen Provinzen und in Navarra zu über⸗ nehmen, obschon dem carlistischen Aufstande schon keine Bedeutung mehr beizulegen ist, die carlistischen Banden vielmehr in allen übrigen Provinzen fast vollständig verschwunden sind und sich nur in Navarra und in den baskischen Provinzen noch zeigen. Frankfurt. Der„Augsb. Allg. Zig.“ wird von hier geschrieben: Die seit Jahren erörterte Frage eines Neubaues der Gebäude des Städel'schen Kunstinstitutes, Galerie und Schule umfassend, ist jetzt endlich an ihrer Lösung angelangt. Die Stadt verkauft dem Instiiun 10 Morgen Gelände, zwischen der Main-Neckar⸗Etsenbahn⸗ brücke und der im Bau begriffenen Mainbrücke auf dem linken Mainufer gelegen, zu diesem Zwecke. Da das vor 17 Jahren zum Zweck eines Neubaues um 135,000 fl. vom Institut angekaufte Terrain des zoologischen Gartens jetzt den Werth von nahe einer halben Million Gulden erlangt hat und die jetzigen Gebäude ebenfalls gegen eine halbe Million Gulden werth sind, so wiro der Bau möglich sein, ohne das Kapital der Anstalt anzugreifen. Frankfurt. Die biesige landwirthschaftliche Creditbank sieht, dem Vernebmen nach, mit mehreren Landgemeinden in Unterhandlung wegen Uebernahme von Anlehen zum Zweck des Erwerbs größerer Gütercomplexe, dergleichen Anlehen wurden bereits zum Abschlusse ge— bracht, und zwar auf Grund hypothekarischer Sicherstellung. Die Vortheile, welche den Landgemeinden hierdurch erwachsen, sind ganz ungewöhnliche; so konnte z. B. kürzlich eine Gemeinde ein mit Hitfe der landwiribschaftlichen Credit— bank erworbenes Gut mit beträchtlichem Nutzen, in Par⸗ zellen zerlegt, wieder an ihre verschiedenen Ortsnachbaren abtreten, welche dadurch ihr Besitzthum zu imnier noch villigen Kaufpreisen ansehnlich erhöhten. Die landwirth⸗ schaftliche Creditbank beabsichtigt, diese Anlehen in Form von Partial⸗Hypotheken und Communal-Obligasionen zu begeben, deren Zinsen mit 5pCt. bei ihr ausbezahlt wer⸗ den, woselbst auch die Rückzahlung der ausgeloosten Obli⸗ gationen erfolgt. Die Obligasionen und Partial-Hypotheken werden in beliebigen Beträgen von 500 fl. an ausgestellt. Darmstadt. Das hiesige Schwurgericht hatte sich am 26. und 27. d. mit einer Anklagesache wegen Mords zu beschäftigen. Die Anklage ging dahin, daß die 25jäh⸗ rige Barbara Stürmer, geb. Stock aus Rodheim, zuletzt in Ktein⸗Steinheim wohnhaft, ihren Ehemann mit Ueverlegung und in der Absicht ihn zu tödten am 25. Feb. d. J. in der Nähe von Klein⸗ Steinheim in ein etwa 10 Fuß tieses Wasserloch eines Steinbruches gestoßen und dadurch dessen Tod verursacht habe. Die Beschuldigte, welche mil großer Dreistigkeit auftritt, betrieb das Geschäft einer Lumpensammlerin, während sich ihr Mann redlich und brav als Steinbrecher ernährte. Das Leben der beiden Ehegatten war ein höchst unglückliches, da die in schlechtem Rufe stchende Frau der Völlerei und Unzucht im hohen Gtade ergeben war und in ihr daher, nach verschiedenen Drohungen zu schließen, der Gedanke reif wurde, ihren Mann aus der Welt zu schaffen. Die Angeklagte gibt bei der Verhandlung nur zu, mit ihrem Manne in Streit gerathen zu sein, in Folge dessen sie ihm einen Stoß ver⸗ setzt, der gegen ihren Willen den Tod des Unglücklichen durch Eritinken herbeigeführt, während sie in der Vor⸗ untersuchung nach anfänglichem Leugnen zugestanden hatte, daß sie aus Wuth darüber, daß ihr Mann sie geschimpft, denselben in das Wasserloch gestoßen, um ihn los zu werden, daß sie aver sosort versucht, ihn wieder durch eine Stange zu reiten. Letzteres scheint indeß in keiner Weise der Fall gewesen zu sein. Die umfangreiche Zeugenvernehmung bot ein scheußliches Bild der höchsten Rohheit und mora⸗ lischen Verkommenheit der Angeklagten, wie überhaupt die ganze Verhandlung überreich an scandalösen Momenten war. Trotz der mit großem Geschick geführten Vertheidigung des Hofgerichtsadvokaten Obly sprachen die Geschworenen nach einer Berathung von etwa 10 Minuten das Schuldig wegen Mordes aus, worauf der Gerichtshof gegen die Angeklagte die Todesstrafe erkannte. Mainz. Am 25. d., Nachmütags gegen 4 Uhr, hatten wir hier ein starkes Gewitter, des heftigen Regen mit Hagel vermischt brachte. In der Gewarkung von Klein⸗Winzernbeim wurde ein Mann, der in Gesellschaft eines Kindes auf dem Felde beschäfligt war, vom Blitze erschlagen; seine Kleiter waren angebranut und wurde et als Leiche aufgefunden. Mainz. Am Fastnachtsdienstag, im Wartesaal der Ludwigsbahn, schwoll die Laune eines Pfälzer Burschen eiwas zu sehr an. Zwei anwesende Gendarmen zeigten nicht ganz in ber Ordnung, er widersetzie sich und die Gendarmen ergriffen ihn. Auf seinen Hülferuf aber eilten einige hessische Soldaten, die ihn kannten, berbei, um ihn den Gendarmen zu entreißen. Letztere trugen einige kleine Verletzungen davon. Von den Soldalen konnte nur r ermittelt werden und das Kriegs gericht verurtheikte diesen Einen auf das wiederholte, schließlich eidliche Zeugniß der Unschuldsbetheurung des Beklagten, dem indessen ein Be⸗ weismittel nicht zu Gebote stand, zu zwölfjähriger Festungs, haft. Djeser Tage nun ist der Verurtheilte, ein Mainzer, von Ehrenbreitstein wieder hier bei seiner Familie ange⸗ langt— er war unschuldig verurtheilt. Ein anderer (Soldat von Wörrstadt, dem der Wein am Ostertage die Zunge gelöst, har sich als der Gesuchte bekannt. Mannheim. Das Publikum wie auch die hiesige Presse sind in größler Aufregung über Mißhandlung von Soldaten. Ein Soldat vom 2. Grenadier-Regi⸗ mente„Kaiser Wilhelm“ wurde neulich eines kleinen Vergehens wegen von dem Sergeanten Flöhring auf den After getreten, daß er am 25. d. früb im Spital an seiner Verletzung starb. Ferner wurde dieser Tage einem Sol⸗ daten von der vierten Compagnie des gleichen Regiments ein Gewehrkolben von dem Feldwebel mit solcher Heftig⸗ keit auf die Brust gestoßen, daß der Soldat sofort in's Krankenhaus verbracht werden mußte. 5 Miünchen. Nach der dahier erscheinenden„Zeitung für Feuerlöschwesen“, vermachte die am 1. März in München verstorbene Appellasionsgerichts-Präsidenten⸗ Wittwe Sadine v. Schmitt, der Münchener Feuerwehr die bedrutende Summe von 18,000 fl., ein Legat, wie es kaum im deuischen Feuer wehrwesen bis jetzt oagewesen ist. Das Geld soll, wie das Testament sagt,„zur Unterstützung der in Ausübung ihres ed en Beruses verunglückten Feuer⸗ wehrmänner und deren Hinterlassenen verwendet werden.“ Straßburg. Die„Straßb. Zig.“ meldet: Ein Be⸗ sucher des Müunsterthurms bat eine kühne, wir möchten fast sagen„Frevelihat“ ausgeführt. In der Höhe bei den ausgesteckten Fahnen angekommen, gelüstete es ihn, ein Stück von dem Fabnenzeuge als Andenken in Besitz zu haben und im Nu war er an einer der schräg ausge⸗ steckten Fahnenstangen hinausgekleitert, sich die erwünschte Reliquie zu holen. Die Sache klingt unglaublich; sie Zusammenlegung von Grundstücken, Wege und Ent- ist aber wahr, mehr als ein Augenzeuge hat es schaudernd wässerungs⸗Anlagen und sonstigen Meliorationen. Einige angesehen. D. Frankfurt a. M., 27. April 1872.(Börsen⸗ (woche vom 22— 27. April.) Angesichts des fortgesetzt guten Geldstandes und der mit Leichtigkeit überwundenen Ultimoliquidason muß man wohl glauben, daß die Speculalion vorsichtiger und mäßiger geworden ist, sonss würde sie, gewiß mieder Exlravaganzen getrieben haben. So aber gehr man ruhiger und überlegender an's Werk, wie der Verkehr dieser Woche zeigt, in welcher(abgesehen von den jüdischen Feiertagen) sich Käufer und Verkäufer im Allgemeinen gleich resexvirt gegenüberstanden. Im Interesse der Börse selbst, wie des commerziellen Verkehrs überhaupt, ist zu wünschen, daß dem noch noch längere Zeit so sein möge. Hinsichtlich der internationalen Speeu⸗ lationswerthe ist ein abermaliger allgemeiner Coursrück⸗ gang zu verzeichnen, namentlich bei Staatsbahn in Folge starker Verkäufe für Pariser und Berliner Rechnung und wegen der großen Mindereinahme, während bei den anderen Sorten die Contremine ihre Hand im Spiele hat. Dagegen sind für die anderen Kategorien des Courszettels, wenn auch kein bedeutendes Geschäft, so doch theilweise bessere Preise zu constatiren, wie z. B. bei Banken, von denen Fikf. Bankverein, deuische Vereinsoank, Darmstädter (8 fl.), Leipziger, Pfälzer und Meininger höher bezahlt wurden. Bahnwerthe verkehrten dem Umfang nach zwar schwach, doch hielten sie sich theilweise sehr gut, wie das bessere Coursniveau der Linz⸗Budweiser, Buschterader, Donau⸗Drau, Franz⸗Joseph und Voralberger zeigt. Böhmische Weft und Galizier hingegen waren billiger zu haben, Pfälzer⸗Nord eine Kleinigkeit höher, von Deutschen waren junge bayer. Ost ½% billiger zu haben. Staats- papicre verkehrten die Woche über bei recht guter Stim⸗ mung, namentlich österr. Silbertente. Bayern, Würtem⸗ berger und Badenser gewannen Bruchtheile. Russen und Türken ca. ½% höher. Prioritäten und Pfandbriefe ohne besonderes Animo, dafür aber an solide Käuser übergehend. Loose vernachlässiat und meistens billiger zu haben. Amerikaner sehr stul und lustlos. Staatsbonds zwar preishaltend, Prioritäten aber billiger. Summarische Uebersicht der in den Pfarreien des Großh. evangelischen Dekanats Friedberg im Jahr 1871 einge⸗ gangenen kirchlichen Collecten. 1) Assenbeim 95 fl. 31 kr.— 2) Bad⸗Nauheim 68 fl. 15 kr.— 3) Bönstadt 35 fl. 16½ ke.— 4) Bruchen⸗ brücken 22 fl. 13 kr.— 5) Docheim mit Schwalheim 35 fl. 9 kr.— 6) Fauerbach b. Fr. 9 fl. 28½¼ ke.— 7) Florstadt 21 fl. 58½ kr.— 8) Friedberg 141 fl. 32 kr.— 9) Nieder⸗Rosbach 25 fl. 5/ kr.— 10) Nieder⸗ Wöllstadt 22 fl. 53½ kr.— 11) Ober- Rosbach 25 fl. 38 kr.— 12) Osseubeim mil Bauernheim 39 fl. 8% ke. — 13) Reichelsbeim 36 fl. 3 kr.— 14) Staben mit Stammheim 27 fl. 10 kr. Summa 605 fl. 22½ ke. Ossenheim den 25. April 1872. b Großh. evangelisches Dekanat Friedberg. Buch bold. ö Reservist, fand diese Intervention der bewaffneten Macht Gendarmen über die Indentität der Person bin, trotz der 10 flelung free Materie dendunz Dit lan un“ dumig e ag d geh nenn 9170 At tinem 8 * Jen Neg Med. anten, d N werten if, jon trieben haben. ber a8 Weil 6 (zehn cn * m Berti Aecrtanden. 1 en Bach — nech länge uatienalen Sym atintt Ceutei bahn in 5 Nechnunz Edictal ladung. Nachdem Großberzogliches Hofgericht der 2 34 über das Vermögen des Bierbrauer n Wirths Karl Friedrich Walz zu Frledderg den förm⸗ lichen Concurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, weiche Ansprüche jeglicher Art on dieses Vermögen zu bilden haben, zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche, sowie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf Mittwoch den 15. Mai l. J., g Vormittags 8 Ubr, 17 bei Meidung des fiillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Concursmasse bierher vorgesaden. In dem Termin soll nochmals die Güte versucht und im Falle der Ersolglofigkeit über Bestellung eines Contradictors, Wahl eines Gläubigerausschusses und weitere Bebandlung der Wasse verhandelt werden. Die nicht erschtenenen oder durch gebörig legitimtrte Bepoll mächtige nicht vertretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrbeit der Etschienenen, auch bezüglich eines elwa zu Stande kommenden Arrangements, beitretend an⸗ geseben. Friedberg den 28. Februar 1872. Groß herzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts⸗ Assessor. Oeffentliche Aufforderung— Die Curatel üder das Vermögen des ab⸗ wesenden Ferdinand Bopp in Assen⸗ beim betr. 925 Ferdinand Bopp, geb. am 6. Oktober 1799, Sohn des längst verstorb. Wirtbs Johann Georg Bopp und dessen ebenfalls verssorbenen Ebefcau Thriftina Maria, geb. Jung, einffmals in Breitenborn, Amts Wächtersbach, später in Assenhetm wohnhaft, hat un⸗ gefähr im Jahr 1816 seine Heimalb verlassen und ig seitdem verschollen. Sein Vermögen wurde seither curatorisch verwaltet und betrug nach der letzten Rech⸗ nung 3766 fl. 24 fr. Da Ferdinand Bopp nunmebr sein 70. Lebensjahr zurückgelegt hat, so ergeht biermit an ihn resp. seine Leibes oder Testamentserben die Auf⸗ forderung, sich binnen 90 Tagen, von heute an gerechnet, bel dem unterzechneten Gericht zur Empfangnahme des Vermögens zu melden, als sonst Ferdinand Bopp für todt erklärt und das Vermögen den sich meldenden nächsten Seiten verwandten ohne Caution ausgeliefert erden wird. Friedberg am 25. März 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Langermann. Dit Offerten find portofrel und versiegelt mit der Auf⸗ schrift:„Submission auf Ausführung von Schiebebar⸗ rieren“ bis zum Sub misstonstermine, den 13. Mat d. J., Vormittags 11 Uhr, del der unterzeichneten Betriebs⸗ Inspektion zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbst auch die Zeichnungen Koflen-Anschläge und Bedingungen kingesehen und die Submissions Formulare in Empfang genommen werden können. 6 Frankfurt a. M. den 23. April 1872. Königliche 91 ⸗Inspektion. e l. Oeffentliche Ladung. 1202 Dem Heinrich Westerweller von Beienbeim, dermalen unbekannt wo? abwesend, wird hiermit eröffnet, naß seine Ehefrau bei dem unterzeichneten Gerichte eine Klage auf Trennung ihrer Ebe vom Bande wegen vöslicher Berlassung und Ehebruchs erboben habe und wird demselben unter Gestattung der Akteneinficht auf ver Regiftratur des Gerichts hiermit aufgegeben, binnen 50 Tagen— von hrute an gerechnet— sich auf die Klage schristtich oder mündlich zu Protokoll vor dem un terzrichneten Gericht zu erklären, als sonst er des Alageinhalts für geständig angesehen und mit Elnreden unsgeschlossen werden wird.— Alle weiteren in dieser Sache erlassen werdenden Verfügungen werden in Kraft ver Verkündigung an die Gertchtstbüre angeschlagen. Friedberg am 23. April 1872. Groß berzoglichts Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Nindviehpulver. 418 Beit Verftopfung, Abmagerung und Mangel an reßluft, bei blauer und dünner Mllch, sowie besonders gur Verhütung des Milchsiebers wird dieses pulver mit ehr autem Erfolge angewendet. Das Vied belommt dab urch ein besseres Aueseben und die Much wird eicher an Butler. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ unwelsung 30 fr. Butterpulver verkürzt die Zelt des Butterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter fester und schmackhafler und verhladert das rasche Ranzigwerden werselben. Pfundpacket, ausreichend für reichlich 000 Maaß Milch 90 tr., bade Packete 19 kr. Stete vorräthig det J. A. Windecker in Krlevberg. Geschäfts- Eröffnung. 1162 Einem verebrlichen Publikum diermit die ergebene Anzeige, daß ich in Bad Nauheim einen Laden im Hause des Herrn Medicinalrath Ehrhardt errichtet habe, in Putz⸗ und Weiß waaren, Glacéhandschuhen, Parfümerien, Shlipses, Foulards, Taschentüchern, Portefeuillen, allen Sorten Strohhüten, Blumen, Federn, Schmucksachen und vielen sonstigen Artikeln koͤnnen alle Hüte schön und rasch angefertigt werden. Durch eine sehr geschickte Putzarbeiterin Die Kleiderstoffe können nach Muster bestellt werden und sind solche vom ersten Haus Frankfurts. Anter Zusicherung billigster Bedienung empfiehlt sich Julius Landauer aus Gießen. Vergebung von Bauarbeiten. 1201 Die zur Herslellung des hinteren Burgtbores zu Friedberg erforderliche Hk. Maurerarbeit, veranschlagt zu 343 59 Sseinhauerardelt 92 13 Zimmerarbeit 120 354 Dachdeckerarbeit 47 35 Schreinerarbett 30 6 Schlosserarbeit 104 6 Glaserarbeit 424 Weißbinderarbeit 16 36 Spenglerarbeit 100— sollen im Submisstonswege vergeben werden. Die Submittenten haben ibre Offerten mit dem Angebot in Prozenten der Voranschlagssumme und der Aufschrist:„Sudmission zur Uebernahme der Arbeiten zur Herstellung des binteren Burgtbores zu Friedberg“ verseben bis längstens Freitag den 10. Mal l. J., Vormittags 10 Uhr, dei untetzeichneter Stelle einzureichen, woselbft Vorarschlag, Zeichnungen und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Frtedbderg den 27. April 1872. Großberzogliches Kleisdauamt Friedberg. Re u 9. Vergebung von Bau-Arbeiten. 1209 Die zur Hertzellung einer neuen Elnfriedigungs⸗ mauer des Gartens am Polizeiamtsget äude zu Bad- Nauheim vorgesebene nachstebend verzeichnete. Arbeit, soll auf dem Sub misfionswege vergeben werden. Dicse ist veranschlagt: Maurerarbeit 263 fl. 30 kr. Voranschlag, Accord und Accords bedingungen liegen auf unterzeichnetem Kteisbau amt zur Einsicht offen. Oie Offerten, welche die Abgedole nach Procenten der Vor- anschlagssumme enthalten müssen, sind späteslens dis Montag den 6. Mai, Vormittags 10 Uhr daselbst ver⸗ schlossen und mit der Ausschreft„Submission zur Ueber⸗ nahme der Maurerarbeit an dem Polizeiamtsgebäude zu Bad Naußbeim“ abzugeben. Friedberg am 29. April 1872. Großherzogliches Kreisdauamt Friedberg. Re u ß. Holz⸗Versteigerung. 1199 Montag den 6. und Dienstag den 7. Mai. Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in dem Oftheimer Gemeindewald nachfiehende Holzsortimente öffentlich versleigert werden: 1 Raum meter Buchen Scheitholz, 2)„ Nadel⸗ 3) 48,6 6 Aspen⸗Prügelbolz, 4 12 1 Buchen⸗Stockholz, 5) 17,5 5 Nadel 6) 269* Aspen⸗ 50 7) 9950 Wellen Buchen Reis holz, 8) 850„ Eichen⸗. 9) 1400„Nadel- 15 10) 29710„ Aspen- 11) 20 Nadelholz Stämme, 12) 2 Birken⸗ 13) 40 Nadelbolz⸗Stangen. Ole Zusammenkunft im Disirikt Maibacherwald am Malbacher Feld. Ostheim den 26. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Osthelm. Schneider. Arbeits ⸗Verstelgerung. 1208 Dtenffag den 7. Mat, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathbaus zu Bönfladt die zur Herstellung des Weihers daselbst erforderlichen Arbeiten und Liefe⸗ rungen unter den vor der Verfleigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen öffentlich an die Meist⸗ bietenden vergeben werden: fl. kr. Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 490 59 Meurerarbest inel. Erdarbeiten 277 42 Schlosserarbeit 208 42 Weißbinderarbeit 8 21 Materiallieserungen 262 48 Pläne, Voranschläge und Bedingungen können Sams⸗ tag den 4. Mai bei dem Bezirks Bauaussebher Wenck zu Assenheim eingesehen werden. Bönffadt den 28. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Boͤnffadt. Geibel. 1178 Ich habe mich in Ober-Mörlen als praklischer Arzt niedergelassen und wobne bei Herrn Bürgermeisser Jeckel. Dr. Engelbach. Uniperjal-Reinigungs⸗Salz. 123 Von allen Aerzten als das einfachsse und billigste Hausmittel empfoblen gegen Säuredildung, Aufffoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen⸗ beschwerden in ½, ½, ½ Pfund Original⸗Packeten mit Gebrauchsapwetsung 8 30, 18 und g kr. nur allein acht und direkt bezogen von J. A. Windecker in Drifdß eta... Mürfelzucker 1011 von feinster Rafinode, circa 90 egal geschnittene Stückchen auf's Pfund 20 kr. Größere Quantum billiger. Probesendung von 25 Pfund an. Friedrich Bender, Colontalhandsung in Frankfurt a. M. Brodpreise vom 1. bis 18. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: ½ Waizen, ½ Korn. 2/ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 19 kr.[Zweite Sorte 48 17 kt., ** 2 9 1— 4 1 * 1* 4/1 5* 1 5 27* Ausnahmspreise: 3. Sorte 15 kr. bei A. Engel. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 4 8 21 kr. *„ 2* 10 7„ „*„ 1*—5— 7 5 Erste Sorte 4 20 kr. Zweite Sorte 48 18 kr. —* 2* 10 7**** —. 1* 5*** 1* 4* Ausnahmspreise: Bei Bäcker Meier erste Sorte 19 k., zweite Sorte 17 kr. Für Butzbach: Erste Sorte 2 Kilogr. 18 kr. Zweite Sorte 2Kilogr. 16 kr., ** 1 9* 7 0 1 8* „„ 7— 4½ 7** 57t„ 4 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.— 18. Mai. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochseufleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleischpr. 21 kr. Kuhfleisch, gem. 19„[Kammstück 22 4 Rindfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 24 Hammelfleisch 18„ Bratwurst 28 Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28 Kalbfleisch 16„ Geräucherter Speck 32 Keil und Carre—„ Dörrfleisch 28 Nierenfett 24„ Schinken 28 Hammelsfett 18„ Schmalz, ausgel. 32. Schmalz, unausgl. 28 * Für Bad ⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleisch pr. Z 20 kr. Kuhfleisch, gem. 19„ Leber- u. Blutwurst 24„ „ ungem.—„ Bratwurst 1 ammelfleisch 18„Schwartenmagen 28„ Keil und Carre—„ Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 18„(leischwurst 929 Keil und Carre—„Geräucherter Speck 32„ Rierensert 24„ Dörrfleisch 3 Hammelsfett 16„ Schinken. 8 Schaaffleisch—„Solperfleisch 8 Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ansnahmspreise: Bei H. Langsdorf Schweinefleisch . l W. Krauch Witiwe Dörkfleisch 28 kr., Schinken 26 kr., Schwartenmagen 24 kr., Fleischwurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schmalz, ausgel. 30 kr. unausgel. 28 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleisch pr. g 20 kr. Kuhfleisch, gem, 18„ Leber- u. Blutwurst 22„ Rindfleisch, gem., 18„ Bratwurst 26 1 Hammeelfleisch 18„ Schwartennagen 28„ Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 15„ Dörrfleisch 8 Schaafflelsch—„ Schinten 2 Nierensett 24„Schmalz, ausgel. 30 Hamme! ent 18„Schmalz unausgel. 28„ Für Confirmanden. Gefangbũch er zu allen Preisen und in der größten Auswahl empfehlen Bindernagel 8 Schimpff in gridberg⸗ 1206 Am 16. bis 18. Juli 1872 werden in Dinkelsbühl verloost: Zug⸗ und Reitpferde, Zucht, und Mastvieh⸗Versteigerung. 1205 Die auf den 3. Mai d. J. nach Utphe ausgeschriebene Viehversteigerung kann wegen Ausbruchs der Klauenseuche nicht abgehalten werden. 8 Laubach am 27. April 1872. 8 Gräfl. Centralgutsverwaltung. Abonnements ⸗Einladung. 1204 Wir laden biermit zum Abonnement auf die seit Oftern in unserem Verlage in großem Format, an Wochentagen zweimal, an Sonntagen einmal, erscheinende. f Deutsche Presse . Frankfurter Börf⸗ enhalle ergebenst ein. Die„Deutsche Presse“ stebt auf dem Boden des neuen deulschen Reiches. Für den weiteren Ausbau seiner Berfassung und für die Lösuntz der Fragen des inneren Staatslebens im Geise wahrer bürgerlicher Freiheit wird sie mil Entschiedenhest eintreten, für eine gesunde Gestaltung unserer gesellschalllichen und wirihschastlichen Verhältnisse unermüdlich thätig sein. g Mit detselben Entschledenheit wird die Deutsche Presse den Gegnern unseret nationalen Entwickelung wie den Feinden der geistigen und materiellen Errungenschaften des 19. Jahrbunderts entgegentreten. Die Unterflützung und Mitwirkang einer Reibe hervorragender Gefinnungsgenossen im Süden und Norden Otutschlands if der Deutschen Presse gesichert. Die Redactton wid dafür Sorge tragen, daß der politische wie der handelspolitische Thetl des Blattes allen Anforderungen genüge, welche heute an ein großes pudlizistisches Organ gestellt werden. Das Feuilleton Aae nur Originalarbeiten. In jeder Sonntagsnummer finden Landwirthschaft und Weinbau besondere Berücksichtigung. Alle Postanstalten des In- unt Auslandes nehmen Bestellungen auf das 1. Quartal der Deutschen esse an. Viertelfährlicher Preis in Frankfurt a. M. 3 fl. 30 kr., in ganz Preußen 2 Thlr. 9 Sgr.= 4 fl. 1 kr., in den üdrigen Staaten des deulschen Reiches(incl. Elsaß⸗ Lothringen), sowie in Oesterreich und Luxemburg Für die Monate Mai und Junk l. J. eröffnen wir ein zweimonatliches Abonnement.— Durch die Post bezogen beträgt der Abonnements-Preis sür die Provinz Dessen⸗Nassau 1 Thlr. 16 Sgr. 2 fl. 41 kr., für das Srobdeendur, Hessen 1 Thlr. 3½ Sgr.— 1 f 5 it j In Frankfurt a. M. kostet das Abonnement 2 fl. 20 kr. und erhalten neu hinzuttetende Abonnenten die bis Ende April erscheinenden Nummern gratis. Abonnements nimmt entgegen 4 5 Die Expedition der Deutschen Presse und Frankfurter Börsenhalle, — Rindviehstücke(Ochsen, Stiere, Kühe, Kalben), Schaafe und Hämmel, verbesserte landwirth⸗ schaftliche Maschinen und Geräthe, Chalssen, Wagen, Stockuhren, Regulateurs, goldene und silberne Uhren, goldene und silberne Ketten, verschiedene silberne Geräthe, elegante Kinder⸗ Ebaischen, fein vergoldete Salon ⸗ Spiegel, große Salon Decken, wollene Re isedecken, feine Moöbel⸗Garnituren, polirte Commoden und Tische, Fauteuils, silberplattirte Pferdegeschirre, feine Reitzäume, seidene und andere Regenschirme, elegante Reisekoffer, Kupfer, Ziun⸗ und Messing⸗ waaren ꝛc. ic. Der Preis eines Looses ist auf 30 Kreuzer festgesetzt. Auf 10 Loose wird eln Freiloos bewilligt. Bei größerer Abnahme wird die Zahl der Freiloose erhöht. 5 f Wir haben für das Großberzogthum Hessen den Herrn Kaufmann Carl Gaulé in Darmstadt ersucht unsere Vertretung zu übernehmen und bitten, sich an dieses Bureau mit roosebestellungen zu wenden. Dinkelsbühl im April 1872. Das Verloosungscomité, Mit Rücksicht auf obige Bekanntmachung und auf die Großherzogliche Ministerialge⸗ nehmigung Nr. 3457 vom 16. Marz 1872 bitte ich Wiederverkäufer unter Aufgabe von Referenzen ihre Bestellungen zu richten an Carl Gaulé in Darmstadt. Erpoltbier in Flachen 1081 aus der Brauerei„Zum slemnernen Paus“ fü friedberg. Bad⸗ Nauheim und Umgegend. Alle Be⸗ flellungen wolle man an P. Döll dier richten. 10 Fried berg. G. Philippi. Polläusige Amzeige. 1197 Im Laufe nächster Woche trifft die rühmlichst bekannte 0 54 Gymnastiker⸗, Luftturner⸗, Ballet⸗ und Seiltänzer⸗Gesellschaft unter Direktion; Lorch bier ein und eröffnet einen Cpesus von Votstellungen auf der Freiheit. 1 Zum Schlusse einer seden Vorflellung die Besteigung des boben Thurmseiles 5 la Blondin. 5 Ergebenst Louison, Geschästssübrer. Ein Gebund Schlüssel 1211(3 Stück) wurde am Sonntagmorgen in der Stadt oder auf dem Burgwall verloren. Der Finder wird gebeten solche gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bl. abzugeben.. Ein braves Dienstmädchen 1179 wind sogleich gesucht von Conrad Heß, 1 gegenüber dem Rathbause. Alle orten Oelfarben, 901 zum Anflrich fertig, empfieblt billigft 13 Wilhelm Bernbeck. u N 645 Das Neueste in Herrenbinden, a 1 Glacé Handschuhen, Baumwoll. Unterjacken, sowie Hosenträger in großer Auswahl del Hermann Bechstein in Kriedberg. 70 Brestestraße 70. Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. 2 lüchlige Schueidergesellen 1207 finden gegen hohen Lobn daukrnde Ardest bei Bad-Naubeim. Ehr. Gürtler II. Clace-Mandschune 2282. Ein junger Mann, 1200 welcher sich der Oekonomle widmen will, sucht eine Stelle auf einem größeren Gute. Näheres bei der Expedulon d. Bl. zu erfragen. t 9120 Danksagung. 1210 Allen Denfenigen, welche unsere geliebte Gatlil, Mutter, Schwiegertochter und Schwester Eva Friederike Weis, geb. Volk, 14 zur letzten Ruhessätie begleueten, sagen wir, biermst unseren ftefgefühlten Dank. 518 Frtedberg am 26. April 1872. 10 Die trauernden Hinterbliebenen. ovidenti Providentia, Versicherungs⸗Gesellschaft in Frankfurt a. M. und Mainz, Geschäftsnachfolgerin der Rheinischen Versicherungs⸗ Gesellschaft ö Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden südd. W. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntuiß, daß dem Herrn Philipp Bernhardt in Ilbenstadt eine Agentur obiger Gesellschaft für Feuerversicherung übertragen worden ist. Mainz am 9. Apru 1872. 1073 Die Section der„Providentia“ in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. Ilbenstadt den 9. April 1872. Kirchen buchsauszüg t. Evangelische Gemeinde. f Getraute: 21. April. Pbilipp Huth, Großherzoglicher Saal⸗ wärter zu Darmstadt, Sohn des Ackermanns Georg Huth II. zu Stadecken, Kreis Mainz, und Eva Margaretha Schneider, Tochter des Briefträgers Georg Schneider dahler. g Getaufte: zu Domburg d. d. H. Karl Heimes ein Sohn Johannes, geb. den 8. April. Beerdigte: 25. April. Eva Friederike Marie Weis, geb. Volk, Ebefrau des Bürgers zu domburg v. d. H. und Buch bin dermeislers dahler Job. Adam Karl Wilhelm Wels, 29 Jahre 5 Monaie 1 Tag alt, T den 22. April. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. hilipp Bernhardt. lie Bestäl 25. April. Zu Odfladt Dem Gastwirth und Bürger iBelreff 2 N. 131 0. d. 1 sschreiben 2 Weurlau geit, we Fegliche Westimm zug in maöglichs Die nach Menntn . sschrifte Bund. wmaßgeh Wörde, Wie Eit Wroßher Vieser 9 Leonl. 2 wufzuneh dan das Ihersend Aren 2 Unter 0 nungsbl J.. satlisabetl , I. gung UI. A Iman dcn . l. ehh, Wen, VII