— Holagb. 7 N 8 Abbag vos ** — ergebe * 1889 in 4 2007 322g, det * i At. waren 1 titallich iet der 70 sich auf te 1872 tset! . * 1* 1872. Dienstag den 30. Januar. M 12. berhessischer Anzeig Cr. Enthält die amtlichen Erlafse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für die Monate Februar und März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. B Donnerstag den 1. Februar die Mitglieder des Vereins und Freunde der Land 10 Wie hat sich der Anbau des Pferdezahnmaises in hiesiger Gegend bewährt, und welche Erfahrungen hat man mit der Fütterung desselben genacht? 2) Welches ist von der Aussaat bis zum Dreschen der Gerste die geeignetste Behandlungsweise um sie als Brauerwaare zu ver— werthen und welche Sorte eignet sich hierzu am Besten— Amtlicher Theil. e e e e 1 . I. J., Nachmittags präcis 2 Uhr, findet auf dem Rathhause zu Friedberg eine Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirks Vereins, Section Friedberg, zur Besprechung wirthschaft eingeladen: nachstehender Fragen statt, und werden hierzu 3) Welche Futterartikel, Kleie, Biertreber, Malzkeime oder Palm⸗ mehl verdienen den Vorzug? 4) Welche Erfahrungen hat man in letzter Zeit mit dem künstlichen 5) Die Wahl eines Nieder- Wöllstadt den 27. Januar 1872. Dünger, insbesondere mit dem aufgeschlossenen Guano gemacht? Mitgliedes zur Besichtigung des Faselviehes. Stoll. Dem Vorstehenden füge ich noch an, daß Herr Dr. Vogel die Güte gehabt hat, die Erstattung eines Vortrags über zuzusagen. Friedberg den 29. Januar 1872. „rationelle Ernährung“ Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. — Dann. Deutsches Reich. Darmstadt Das Großberzogliche Regie- rungsblatt Nr. 3 enthält:(Schluß.) VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 22. Dez. 1871 den Kreisbauaufseher- Aspiranten Ludwig Weigel Biedenkopf zum Kreisbauaufseher b. N Grünberg zu er neunen, dem Candidaten Pfartamis berg, die epangelische Hülfspretigersie Dek. Worms und am 23. D 2 lle zu Worms, im ez. dem Pfarramts⸗ Candi dalen Johann Karl Bernhard Lohn in Groß⸗Umstadt, im Kr. Dieburg, die 2. evangelische Pfartstelle zu Alzey, im Dek. Alzey, zu übertragen; am 29. Dezember dem Schulamis⸗ Aspiranten Johannes Rüster aus Egelsbach, im Kreije Offenbach, die dritte evangelische Schulstelle zu Egelsbach, im Kreise Offenbach, dem Lehrer an der evangelischen Schule zu Zeuhard, im Kreise Dieburg, Andreas Helfrich, die 1. evangelische Schulstelle zu Reinheim, im Kreise Dieburg, zu übertragen; den von dem Herrn Grasen zu Stolberg⸗Roßla⸗Ortenberg auf die cvangelische Schulstelle zu Mittel⸗Scemen, im Kreise Nidda, präsentirten Schul⸗ amts⸗Asplranten Carl Eschbach aus Hirzenhain, im Kr. Nioda, für diese Stelle, den von dem Herin Grafen zu Stolberg-⸗Roßla Ortenberg auf die(vangelische Schulstelle zu Nieder-Seemen, im Kreise Nidda, präsenüürten Schul— amto-Aspiranten Johann Löffler aus Fleschenbach, im Kr. Lauter bach, für düse Stelle und den von dem Herrn Grafen zu Slolberg-Roßla-Ortenberg auf die evangelische Schulstelle zu Sieinberg, im Kreise Nidda, präsentiften Schulamts Aspiranten Johann Philipp Bausch aus Rein— heim, im Kreise Dieburg, für diese Stelle zu bestätigen; am 2. Januar 1872 den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg⸗ Büdingen in Wächtersbach auf die 2. evang. Schulstelle zu Assenheim, im Kr. Friedberg, präsentirten Schulamis-Aspiranten Philipp Meiß aus Bönstadt, im er. Friedberg, für diese Stelle zu bestätigen; am 5. Jan. den Johannes Höhner aus Darmstadt zum Mufcums. diener am Großh. Museum, den Polizeidlener Daniel NRixius zu Bingen zum Keeisbiener bei dem Krelsamte Bingen, und am 9. Januar den seitherigen Hofgarten Arbeller. Christoph Rosignol in der Großh. Hofgärtnerei Mathildenhöhe zum Hofgarten-Wär ler daselbst,— zu cinennen. VIII. Cöharakterertheilungen. Seine Königliche Hohelt ber Großherzog haben allergnädigstegeruht: am 18. Dez. 1871 dem Hausbeschließer und Portier im Justizgebäude zu Mainz Heinrich Gebauer den Character ale Hausver⸗ walter,— und am 22. Dezember dem Hülfsprebiger zu Worms, im Dekanate Worms, Dr. Wilhelm Bender, den Charaklex als Milpr⸗diger,— zu verleihen. IX. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Dez. 1874 den Districiseinnehmer der Districtseinnehmerei Alzey II., Julius Köter, seines Diensics zu enllassen. X. Versetzungen in den Ruheftand. XI. Soncurrenzeröffnungen. Erledigt sins; bie 1. evang. Schulstelle zu Alten⸗Guseck, im Kreise Gießen, mit einem aus ei dem Kreisbauamte stelle zu Weiten-Gesäß, im Kreise Erbach, mit einem Ge⸗ 8„ dem Herrn Grasen zu Erbach g 3 g Dr. Wilhelm Bender aus Münzenberg, im Kreise Fried- Fürstenau ficht das Peösentzsonstecht bezüglich dieser der Kranken lieber kostspiclige, feige und unbrauch⸗ iäbrlichen Gehalt von 375 fl. 55½ kr.; die 2. evang. Vfarrstelle zu Laukach, im Dekanate Laubach, mit einem Gehalte von 606 fl. 49 kr; dem Hrn. Grafen zu Solms, Laubach steht das Präsentattonsrecht zu dieser Stelle zu; die evangelische Schulstelle zu Bersrod, im Kr. Gießen, mit einem Gehalt von 370 fl. 14 ke. nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals; die 1. evang., Schul⸗ halt von 321 fl. 1k Stelle zu; die katholische Schulstelle zu Gießen mit einem Gehalte von 345 fl. XII. Sterbefälle. Gestotben sind: am 6. Dez. 1871 der Lebrer Heinrich Schwarz zu Klein-Karben; am 18. Dez. der Landgerichtodiener Jobann Wilhem Boll zu Lorsch; an demselben Tage der Soel-Conttoleur Christoph Babel zu Nauheim; am 1. Jan. 1872 der Hofgerichte— adpecat Hugo Pfsanumüller II. zu Gießen; am 5. Jan. der pensionirte Kreisamtsdiener Johannes Metzger zu Offenbach; am 8. Jan. der Stadtgerichte-Actuar Johannes Momberger zu Darmstadt; am 16. Iin. der Hofgerichis⸗ — Canzleidienec Ernst Schellmann zu Gießen. Darmstadt. Dem„Fr J.“ wird gemeldet: Wie man veruimmt, ist ein Garnisonewechsel bei der Capalerie insofern in Anregung gebracht, als großh. hessischen 1. Dragoner-Regiments Nr. 23 mit zwei Schwadronen des hier garnisonirenden 2. großh. hessischen Dragoner-Regiments Nr. 24 tauschen sollen. Bestimmend bei diesem, bis zum 1. April voraussichtlich eintretenden Wechsel dürfte der Mangel an Eigjäheig-Freiwilligen sein, über welchen bei dem 1. Dragoner-Regiment geklagt wird. Die jungen Leute zogen es seither vor, bei dem in Darmstadt garnisonirenden 2. Dragoner— Regimente einzutreten, wo ihnen Gelegenheit ge— boten wird, ihrer ferneren Ausbildung obliegen zu können. Zugleich dürfte auch die Nebenabsicht mit unterlaufen, dem Regimentsstab, der gleich— . hierher verlegt werden soll, eine angenehmere Garnison zu verschaffen. Nach Mittheilung mehrerer Blätter wird in den Städten des Landes eine umfassende Agitation gegen der neuen Gesetzentwurf in Be— treff des Ausschlags der Communallasten, wonach nur das halbe Einkommensteuercapital in Ansatz gebracht werden soll, vorbereitet resp. ist bereits in Bewegung begriffen. — Am 28. d. wurde von dem biesigen Be— zirksstrafgericht ein Preßprozeß gegen den Redacteur des„Starkenburger Boten“, Aloys Bauer in [Bensheim, verhandelt. 1870 hatte das genannte Blatt in ächt jesuitischer Weise der Lampertheimer Reserve-Lazareth-Commission, resp. decem Vorsigen⸗ den, dem evangelischen Pfarrer Frohnhäuser zu Lampertbeim, den Vorwurf gemacht, daß sie wegen feindseliger Voreingenommenbeit gegen die katho— lische Religion mit Hintaasetzung des Jnteresses bare Wärter ig. Dienß genommen und daß die Verwendung einer Katholikin im Lazaretd nur „Heuchelei“ sei, welche die ehrlichen Leute mit Ckel erfülle. Obgleich der Gerichtshof anerkannte, daß hier strafbare Beleidigungen vorlägen, so wurde dennoch eine Strafverfolgung für unstatt⸗ baft erklärt, da der Beleidigte, welcher zuerst bei dem Kriegsministerium, resp. Kreisamt Schutz ge⸗ sucht, hierdurch versaͤumt hatte, einen rechtzeitigen Strafantrag bei Gericht zu stellen. Bauer be⸗ zeichnete in der Voruntersuchung anfänglich den katholischen Lehrer Burk von Lampertdeim als Verfasser des fraglichen Artikels, nahm aber spater zwei Schwadronen des in Butzbach garnisonirenden eine Angabe wieder zurück. Friedberg. Von der größten Wichtig- keit für unsere Provinz dürfte die Mittheilung sein, daß in einer auf den 20. Februar d. J. zusammenberufenen außerordentlichen Generalver— sammlung der Hessischen Ludwigsbahn u. A. auch der Antrag um Ermächtigung des Verwaltungs- rathes zur eventuellen Erwerdung der Concession für den Bau und Betrieb einer Bahn von Hanau nach Friedberg zur Beratbung und Erledigung kommen wird. Hoffen wir, daß das vielbesprochene Project in den Händen des Ver- waltungsratbes der Ludwigsbahn nun bald zur Ausführung kommen werde. Berlin, 25. Jan. Abgeordnetenbaus. Cultus⸗ minister Dr. Falk bringt im Namen des erkrankten Justizwinisters die Vorlage in Betreff des zur Eheschließung nothwendigen Lebensalters ein, welche die in mehreren Landestheilen hierüber derrschen— den Verschiedenbeiten beseitigen soll. Auf die Interpellation Löwe's bezüglich etwaiger Regie rungsmaßregeln gegen die neuerdings angekündigten Apt. Meininger Prämienpfandbriese erklärt der Handels mintster an Stelle des Justizministers, die Entscheidung, ob der Vertrieb des betreffenden Papiers gesetzwidrig sei, falle den Gerichten zu. Die Regierung babe keine Veranlassung, hier ein zugreifen. — In der neuesten Nummer des„Armee Berordnungs Blattes“ forscht das würtembergische Kriegsministerium nach dem Verbleib von 70 ver⸗ mißten Soldaten verschiedener würtembergischer Truppentheile; ebenso ersuchen acht verschiedene preußische Regimenter um Auskunft über den Ver⸗ bleib von zusammen 1 Vicefeldwebel, 7 Unterofsi- zieren und 119 Mannschaften. — Zum 15. Februar d. J. steht auf den preußischen Kriegsschulen die Eröffnung von Offi— zierscursen bevor, welche die Dauer von 4½ Mo- naten haben werden. Auf einigen derselben wird demnächst ein zweiter derartiger Cursus folgen, während die übrigen alsdann wieder ihren ge— wöhnlichen Lehrgang aufnehmen sollen. Die Offi— zierscurse der Kriegeschulen haben den Zweck, diejenigen Offiziere, welche durch ihre Leistungen im letzten Kriege zu dieser Stellung gelangt sind, ohne ihre militärwissenschaftliche Befähigung nach weisen zu braucher, nachträglich in den Lehrfächern, wie sie das Offizierexamen umfaßt, auszubilden, und zwar mit Ausnahme der Artillerie- und Irgenieuroffiziere, welche zu gleichem Zwecke in Berlin mit Benutzung der Localitäten der Ar— tillerieschule zusammenderufen werden. Die Zahl der auf jene Weise zum Ossiziergrade gelangten Individuen ist eine sehr beträchtliche und soll sich auf ungefähr 1500 belaufen. In Bezug auf das Unterrichtswesen nehmen seit vorigem Jahre sämmt— liche Theile des deutschen Heeres, exclusive Bayern, an den preußischen Bildungsanstalten Theil. — Die Zahl der Petitionen, welche gegen das Schulaufsichts-Gesetz bei dem Landtage ein— treffen, ist so bedeutend, daß dieselben sich jetzt wohl auf 2300 Stück und darüber belaufen dürften. München. Der Antrag der Ultramontanen auf Verfassungsverletzung in Sachen des Bischofs von Augsburg ist in der Abgeordnetenkammer mit 76 gegen 76 Stimmen abgelehnt t worden. — Der König bat für die Kette des schwarzen Adlerordens mit einem Schreiben an den Kaiser gedankt, worin gesagt ist, er(der König) erkenne in dieser Verleihung eine neue Bürgschaft der freundschaftlichen Gesinnungen des Kaisers. König Ludwig gedenkt des gecinten Deutschlands mit den besten Wünschen für dasselbe und versichert, daß er„mit stolzer Freude in ein Ordenscapitel trete, dae mit vollstem Recht zu den gefeiertsten der Erde zähle.“ — 27. Jan. Abgeordnetenkammer. Debatte über die Beschwerde des Bischofs von Augsburg. Cultusminister von Lutz vertheidigt in mehr als zweistündiger Rede die Verfassungsmäßigkeit des Regierungsstandpunktes, iasbesondere die niemals unterbrechene oder aufgehobene Gültigkeit des Pla— ccts. Nachdem beide Referenten Namens der Aus schußminorität und Majorität gesprochen, er⸗ greift der Ministerpräsident, Graf Hegnenberg, das Wort. Bei der sodann erfolgenden Ab— stimmung wird der Beschwerde- Antrag mit 76 gegen 76 Stimmen verworfen. Die überfüllten Galerien gaben ihre Freude über das Resultat der Abstimmung durch laute wiederholte Bravos zu erkennen. Von der Rechten stimmten Bezirks- amtmann Maier und Bürgermeister Prestele gegen den Majoritätsantrag. Der zur liberalen Partei gehörige kranke Abgeordnete Julius Müller ließ sich in den Sitzungssaal tragen, um mit derselben zu stimmen. Stuttgart. Die würtembergischen Truppen sind auf den Kaiser beeidigt worden.— In der Kammer der Standesherren hielt der neuernanntt Präsident derselben, Fürst Waldburg Zeil, eine Antrittsrece, in welcher er sagte: Er sei ein Gegner der reichsgefährdenden Sonderbestrebungen, trete aber für die berechtigte Sonderstellung der Krone und die verfassungsmäßigen Rechte des Hausts ein. Die Bedeutung der Einzellandtage sei nicht zu unterschätzen, für die Einzelstaaten ein scheinbarer Verlust nach Außen durch einen inneren Kraftzuwachs als Theil des großen Ganzen ersetzt. Straßburg. Mit der Anlegung der projec⸗ tirten detachirten Forts um Straßburg wird, wie es nach einer Notiz des„Niederrh. Kur.“ den! gemacht worden. Anschein hat, nunmehr Ernst gemacht. Das Blatt berichtet nämlich:„Am 12. Februar werden fünf größere Forts(Nr. 2— 6) bei Straßburg an die mindestfordernden Baugesellschasten vergeben; sie sollen in 2— 3 Jahren vollendet sein.“ — Mitglieder der hiesigen Handelskammer haben nach der„Straßb. Zeitung“ die Bildung eines Vereins in die Hand genommen zu dem be— sonderen Zwecke, die Verwirklichung der Anlage eines Canals für die große Schifffahrt zwischen Straßburg Ludwigehafen- Mannheim anzustreben und überhaupt die Anlage und Verbesserung aller Verkehrswege im Rbeinthal zu begünstigen. Eine erste Versammlung Solcher, welche fich für diese Zwecke interessiren, ist auf Samstag den 22. Febr. anberaumt. Ausland. Frankreich. Paris. Ein Manifest Nepo- leon's soll demnächst in London, Brüssel und Wien erscheinen.— Pouyer⸗Quertier's Rücktritt nach der Votirung der Steuern wird in Aussicht gestellt. — Ueber die bereits gemeldete neuerdings stattgehabte Verwundung eines deutschen Soldaten in Epernay durch einen Franzosen wird mitge— theilt, daß gelegentlich eines Wirthshausstreites ein preußischer Soldat einem Arbeiter einen Säbel— bieb beigebracht, und Letzterer dann, am Ausgang des Lokals auf seinen Gegner lauernd, einem andern Preußen, den er irrthümlich für denjenigen hielt, welcher ihn verwundet, seinerseits eine, wenn auch nur leichte Verletzung beibrachte. Der Ar— beiter ist verhaftet. — Die Organistrung der Vertheidigung von Paris und Umgebungen, schreibt die„Union“, ist der Gegenstand der eifrigsten Studien unserer Genie- und Generalstabs-Offiziere; namentlich be— schäftigen sich die Generale Dubost, Dopoust, de Reviere und Blondeau vom Genie mit diesen Fragen. Man ist ziemlich übereinstimmend der Ansicht, daß das rings um die Hauptstadt anzu⸗ legende verschanzte Lager ein möglichst ausgedehntes sein müsse, um einer bedeutenden Armee gerär⸗ miges Unterkommen, große Freiheit der Bewegung und leichte Zufuhr der Proviante zu gewähren. Die Höben von Pierresitte, Argenteuil, St.-Cyr, Roquencourt, les Loges, Gehölz von Verrieres, Chutillon, Plateau von Avron und Wald von Bondy scheinen am besten geeignet, die neuen Be— festigungswerke aufzunehmen. — Aus einem vor wenigen Tagen von dem „Journai officiel“ ausgegebenen Bulletin über die Zahl der noch wegen Theilnahme am Commune— aufstand in Haft gehaltenen Individuen ergibt sich, daß in der vorangegangenen Woche an die sechstausend solcher Inculpaten auf freien Fuß ge— setzt worden waren. Man schätzt auf sechs. bis höchstens achttausend die Zahl der Individuen, gegen welche noch ein richterliches Erkenntniß ein— zuholen sein wird, und berechnet, daß die zwanzig für diese Verbrechen und Vergehen eingesetzten Kriegsgerichte die ganze Arbeit bis Ende April werden bewältigt haben können. — Die„Agence Havas“ meldet: Das Comite von Nancy, welches die Subseciption behufs Be— freiung des französischen Gebietes von der Oc— cupation in die Hand genommen hat, will eine Combination gefunden haben, durch welche in einem Tage 400,000 Francs zusammengebracht würden. Das Comite wird Vertrauensmänner bierher eutsenden, welche sich mit der Presse ver— ständigen und dem Publikum die Combination, deren Ausführung dem Staate 500 Millionen zuführen würde, auseinandersetzen sollen.— Mehrere parlamentarische Fractionen scheinen dem Vorschlage, einen Vicepräsidenten der Republik zu ernennen, abgeneigt zu sein. — Wie versichert wird, ist die Regierung mit der Prüfung der Frage der Ernennung eines Vicepräsidenten der Republik beschäftigt; boch ist es in dieser Beziehung noch zu keinem definitiven Beschluß gekommen.— Der mehrere und zum Theil Regierung sind ganz ernstliche Aner— bietungen wegen Zahlung der drei Milliarden Man wird sich indeß nicht vor nächstem Mai mit dieser Frage beschäftigen. — Man erwartet das Erscheinen eines kaiser— lichen Manifestes zugleich in London, Brässel und Bern, von wo es nach Frankreich eingeschmuggelt werden soll. Hier werden die Bonapartisten aufs Strengste überwacht, und auf ihre Broschüren und Flugschriften:„Sedan, Conversation an der Wirths— tafel“,„die bonapartistische Conspiration“ ꝛc. ꝛt. ge- fahndet und die Grenzbehörden erhielten Weisung, Nichts derartiges passiren zu lassen und den Ver— kehr vorsichtigst zu überwachen. — Man meldet von hier: Preußen notificirte seine Bereitwilligkeit, die oceupirten Departements im Falle des Gelingens der Nationalsubscription vor dem bestimmten Termine zu räumen, wozu ee nicht verpflichtet sei. — Für den 28. Januar, den Jahrestag der Capitulation von Paris, werden auf Befehl der Behörden alle Theater und alle Concert- und Ball-Locale geschlossen sein. Belgien. Brüssel. Man meldet der „Indépendance“ aus Versailles: Thiers weist die Zumuthung zurück, nicht in der Kammer zu sprechen. Er wolle keine stumme Rolle spielen. Er protestirt gegen den Plan einer Vicepräsidentschaft. Lieber wolle er sich zurückziehen. Großbritannien. London. Aus Monte⸗ video vom 27. Dezember wind gemeldet, daß der italienische Dampfer„Amerika“ auf der Fahrt von Bpenos Ayres nach Montevideo am 24. des- selben Monats verbrannte. Die Zabl der Passa— giere und Mannschaften belief sich auf 214 Per- sonen, von welchen 87 umkamen. Friedberg. Die am 10. d. M. auf dem Pbilippi⸗ schen Felsenkeller abgehaltene Versammlung des land— wirthschaftlichen Casinos für Friedderg und Umgegend war sehr zahlreich vesucht und ebenso amüsant wie be— lehrend. Herr Schultheis, Zögling der Ackerbauschule, leitete die Frage über Tiefkultur durch einen klaten und leicht verständlichen Vortrag ein. Nachdem er darauf hingewiesen hatte, wie durch Vertiefung der Ackerktume das Bodenvolumen für die Pflanzen vergrößert werde, wodurch nicht allein eine bessere Ennosckelung der Wurzeln, sondern der ganzen Pflanze möglich sei; wie ferner in sehr vielen Fällen durch Heraufholen des Untergrundes die Ackerkrume verbesser!; wie ganz besonders aber die Feuchlgkeil durch die Tiesculsur zum Vortheil der Pflanzen geregelt werde,— warnte er nöchdrücklich vor einer sorcirten Vertiefung der Ackeikcume, wenn nicht eine ent⸗ sprechende Düngung damit verbunden und wenn der Untergrund, was sehr oft der Fall sei, zu viel Eisen⸗ oxydulsalze enthalte, durch deren Heraufbringen der Boden vollständig unfruchtbar gemacht werde. In letzterem Falle erwäonte der Herr Reserent sei die Anwendung des Unter grundpflugs zu empfehlen, durch welchen der Boden aufgelockert, ohne daß der Untergrund an die Oberfläche gebracht werde. Die zweite Frage, durch welche Mittel kann der Obstbau gehoben werden? wurde von Lehrer Rückert eingeleitet. Referent betonte die bohe Bedeu⸗ tung des Obstbaues in volkswirthschaftlicher Beziebung, widerlegte die Ansichten, als seien Lage, Klima und Boden dem Obstbau nicht günstig. Bei Anlagen sei die La ge und der Boden zu verücksichtigen und danach die anzu⸗ bauende Obstsorte auszuwählen. Geschehe dies nicht, dann könne es volkommen, daß der Obsibau nicht lohnend sei. Referent slützte seinen den gesammten Obstbau um⸗ lassenden Vortrag auf folgende 6 Punkle: 1) Bessere Obss⸗ baumpflege; 2) Verbreitung einträglicher und werthvoller Obstsorten; 3) bessere Benutzung des Obstee; 4) Vertil⸗ gung der dem Obstbau schäßlichen Thiere; 5) Schutz der Jusekten fressenden Vögel und 6) guter Feldschutz.— Außer verschiedenen Wünschen wegen Abbaltung der Versammlung zu einer für die auswärtigen Theilnebmer gelegenen Zeit, welchen aber mit Rücksicht auf die Acker⸗ bauschule nicht entsprochen werden konnte, lag auch ein Antrag von dem zweilen Vocsitzenden, Herrn Oeconomen Hill, dor, der bezwackie, innervalb des Casions wieder einen Verein zu gründen, behufs Anschaffung der be⸗ deutenosten Fachzeilschriften. Herr Hill wollte dieselben in einem eigens bafür bestimmten Zimmer aufgelegt wissen; in den regelmäßigen Versammlungen sollie der Bibliothekar kurz über den Inhalt referiren und auf die wichtigsten Abhandlungen zum Lesen aufmerksam machen. Tlotzdem, daß diese Einnichtung gewiß sehr praklisch und von ersprießlichem Nutzen für das Casino wie für die Ackerbauschule werden könnte, fand der Antrag doch nicht die nöthige Unterstützung, um von dem Casino zum Be⸗ schluß erhoben zu werden. Damit wurde die Veirsamm⸗ lung geschkossen. b Aus der Wetterau. Im Kreise Friedberg ist gegenwärtig in laudwirthschaftlicher Beziehung ein recht tühriges Streben bemerkoar; nicht nur, daß die General⸗ und Sectionsversammlungen des landwirthschaftlichen Bezirksvereins recht zahlreich besucht werden, sondern es bestehen auch bis jetzt 6 landwiribschaftliche Kränzchen oder Casinos im Kreise, welche alle sich einer zahlreichen Betheiligung zu erfreuen haben. Am 13. d. M. bildete deiselbe IN wirlbe be bed Mule geht zal Weise und ern Kite 155 und recht schieden di nehmer! über das! 9u C krwübnte! siebe nie Frank lands mag haben, als Poblliduik halb der öffentliche polillsche Be Kunst⸗ und Hanau Läude selbst bischuldig. weise durch mit einem gestern in eine alte 5 Der Mense Gegend, w laden, um wegen eines cht Ermot zu derselber Aus S gendes ge in dem fle Uerzall gel Liiche eine Keble im g Daß ein Ra Vabacht po und bereilg wir, besson Darm Nm anzahl det zn aun wobl! ccunlössun — 0. 29 Don Jol die 5 Dohdause fich ein Kränzchen für Nieder-Weisel und Ostbeim. Auf Einlodung mebrerer Herren von Nieder- Weisel und Ost— beim batten sich bierzu Hert Kreisassessor Haas und der Lehrer an der Acker bauschule. Rückert, eingefunden und wurden die von denselben gemachten Vorschläge bezüglich der Err schtung des Kränzchens einstimmig acceptirt. Die Versammlungen sollen abwechselnd in beiden Gemeinden stat finden und soll der betreffende Bürgermeister den Vorsitz fübren, während Herr Lehrer Frees zum ständigen Secrelär erwählt wurde. Um schon in ber ersten Ver⸗ sammlung etwas Praktisches zu bieten, verbreitete sich Lehrer Rückert auf deßsallsigen Wunsch in einem Vortrag über die Cultur des Maises und der Luzerne und war derselbe insosern fruchtbringend, als eine Anzahl Land— wirtbe beschloß, in nächstem Frübjahr mit der Cultur des Maises Versuche zu machen. Die Versammlung, die sehr zahlreich besucht war, verlief in der gemütblichsten Weise und batte das freundliche Enigegenkommen des Herrn Kreisassessor Haas den besten Eindruck bervor— gebracht. Mit dem Wunsche, daß das Kränzchen blühen und recht segensreich für beide Gemeinden wüken möchte, schieden die beiden Herren, worauf sich die übrigen Theit⸗ nehmer in die verschiedenen Wirthslocale zerstreuten, um über dae Gebörte die Discussion noch weiter fortzusetzen. In Cleeberg(Amt Usingen) bat udie schon mehr erwäbnte Lea Heymann kürzlich ihr hundert und siebentes Lebensjabr erreicht. Frankfurt. Wohl in wenigen Städten Deuisch— lands mag das Vereinsleben so tiefe Wurzeln geschlagen baben, als in Frankfurt. Religiöse Vereine gibt u es 9; Wohltbärigkeiisvereine 25; die meisten befinden sich inner⸗ balb der israelitischen Gemeinde; Vereine zur Wahrung öffenilicher Interessn 4; wissenschaftliche Vereine 15; politische Vereine 2; Vereine zu finanziellen Zwecken 15; Kunsi⸗ und Gesangvereine 31 und gesellige Vereine 27. Hanau. Am 25. d. wurde dabier im Gerichisge Läude selbst ein Raubmörder festgenommen. Derselbe isit veschuldigt und, wie versichert wird, geständig, beziehungs⸗ weise durch blutige Bekleidung und Geldvesitz überführt, tit einem Anderen, den man bereits auch verfolgt, vor— gestern in einer Mühle der Umgegend von Salmünster tine alse Frau ihres Geldes wegen ermordet zu haben. Der Mensch, ein Bursche von 16 Jahren aus jener Gegend, war vor die Strafkammer des Keeiegetichis ge— laden, um mit einem Genossen von noch jüngerem Alter wegen eines Diebstahls, den sie im Herdst v. J. an der — itzt Ermordeten begangen, abgeurtbeilt zu werden, und zu derselben Verbandlung sollte die Frau selbst erscheinen. — Aus Salmünster selbst wird über diesen Vorfall Fol— gendes geschrieben: Ein schweres Verbrechen ist gestern n dem kleinen Weiler Schmidtmühle, der zu dem Dorfe Lerzell gehört, verübt worden. Man fand nämlich die Deiche einer 70 Jahre alten Wittwe mit eurchschnntener Teble im Keller des von iht allein bewohnten Häuschens. Daß ein Raubmord vorliegt, wird nicht zu bezweiseln sein. Zerdacht soll ruben auf einem Burschen, der im Ort dient ind bereits im Herbst die Frau, während sie zur Kirche war, bestoblen bat. Darmstadt. Dem„Frankf. Journ“ wird gemeldet: Nan erzählt von bier einen eigenthümlichen Rechtsfall, er zwar gegenwärtig nur die Ciwilgerichte beschäftigt, Aber wobl demnächst auch zu einer Criminal-Untersuchung Zeranlassung geben wird. Ein israelitischer Handels mann batte an einen Landmann, der in einem Ort des Riebs wohnt, 1500 fl. in Wechseln zu forbern, die er am Ver⸗ falltage präsentirte. Der Landmann bezahlte angeblich und sein Gläubiger händigte ihm die Wechsel ein. Als derselbe das Haus seines Schuldners verlassen hatte, er— bob er plötzlich auf der Straße ein Zetergeschrei, welches andere Istacliten, die sich in einem dem Hause seines Schuldners vis- Avis gelegenen Hause aufhielten, veran⸗ laßte, herbei zu eilen. Er bebauptete vor diesen, es fehlten tom 1200 fl., wäbrend sein Schuldner angibt, ihn richtig bezahlt zu haben. Letzterer erklärt, das ganze Benehmen seines Gläubigers sei eine mit dessen Genessen verabredele Comödie gewesen, wähtend diese letzteren wieder haar— nräubende Dinge erzäblen und behaupteten, der Land— mann habe dem Ifraeliten ein langes Metzgermesser auf die Brust zesetzt und ihn durch Todesdrohungen zur Herausgabe der Wechsel veranlaßt. Birkenfeld. In der Weihnachtswoche starb in dem Orte Neukuchen ein Katholik, dessen Begräbniß auf dem Kirchbof der dortige Geistliche, Hr. Wallrig, verweigerte, angebend, daß der Verstorbene einen nicht kirchlichen die lihn um 2 fl. und Lombarden, die ihn sogar um 6 fl. überschritten. Oestr. Nationalbank verzeichnen eine Einbuße von fl. 25., sie verweilen bei 875.— So alterirt sich nun auch die Speculation im instinktiven Bewußtsein ihrer keineswegs auf Felsen gebauten Posinon zeigte, so zu versichtlich und fest zeigte sich das Capital. Die An⸗ lagepapiere wurden kaum von der Flauheit der Speculatiens⸗ effecten berührt und die Emmissionen nahmen ihren un⸗ gestörten Fortgang. Den glänzendsten Erfolg trug die Gotthard⸗Subscription bei M. A. von Rothschils und Söhne ein. Anstarl Fr. 34 Millionen wurden nicht wentger als 180 Millionen unterschrieben! Eines ebenfalls bervottagenden Erfolges halte sich die neue 60% New⸗ Herker Geldanleibe zu erfreuen, welche von dem englischen Hause N. M. Roihschild contrahirt wurdc.— Von östr. Babnen verkebrien nur Galizier und böhmische Westbahn in steigender Tendenz, die übrigen schlossen sich bei stillem Geschäfte den Schwankungen der Spielpapiete in abge⸗ schwächtem Maßstabe an. Buschlerader Lit. B. waren vorübergehend durch sorcirte Verkäufe gedrückt. Von deutschen Bahnen waren Bexbacher, Maxbahn, Ostbahn Lebenswandel geführt habe. Die Leiche wurde daher außerhalb der Kirchbofsmauer begraben.(I!) Auf eine von dem Bürgermeister Fillmann zu Sötern gemachte Anzeige versügte die Regierung die Ausgrabung der Leiche und Beisetzung derselben auf den Kirchhof und diese Ver— fügung ist jetz in Ausführung gebracht worden. Berlin. Bei dem viesigen Stadtgericht schwebt gegenwärtig ein Prozeß, dessen Ursachen wohl obne Gleichen sein dürften. Ein Neapolitaner, der nach Berlin gekommen war, um sich hier mit 12 abgerichteten Floͤhen zu producitren, hielt mit seinen Künstlern vor einem ge⸗ ladenen Publkam Generalprobe ab. Nach Beendigung derselben merkte er, zu seinem nicht geringen Schreck, daß vier Exemplare seiner Truppe fehlten. Nachforschungen ergaben, daß sie sich in den Unterrock einer Dame ge⸗ flüchtet hatten, von wo sie nur als Leichen herbeigeschafft: wurden, da der Unterrock mit Insektenpulver bestreut war. Der Neapolitaner zeigte sich ob dieses Verlustes ganz untröülich, tobte und lärmte so sehr, daß der Ge⸗ mahl der Dame 40 Tölr. Belohnung demjenigen ver⸗ prach, der einen Vergleich und die Beruhigung des Neapolitancte erzielen würde. Dies kam zu Stande.— Doch weigert sich jetzt der Gemabl dem Vermittler die 40 Tolr. zu zahlen, dieser hat geklagt und nun schwebt die Sache vor der ersten Instanz zur Enischeidung.(2) In Metz wurde am 23. Jan, das neue Theater eröffnet. Seu dem Jahre 1848, wo eine deutsche Gesell⸗ schaft bier Opernvorstellungen gab, ist das Spiel wieder das erste deulsche in der wiedergewennenen alten Reichsstadt. Florenz. Bei dem neulichen Brande sind nicht 200 bis 300 Häuser niedergebrannt, sondern nur 20 bis 30. Der Telegraph hatte die Zahl der abgebrannten, wie der vom Feuer verbeerten Wohnstälten um eine Null vergrößert. Frankfurt a. M., 22.— 28. Januar. Wochen- bericht. Das Thema aller Börsenberichte über die eben abgelaufene Woche ist sießmal ein und dasselde: der kühne Handstreich der Wiener Contremine am Dünstag. Der Coup wiekle die ganze Woche über nach, wenigstens bin⸗ sichtlich der Spielpapiere, welche sich erst gestern wieder in die Höhe schwangen, wie Creditactien, die den Stand am Schluß der Vorwoche wieder erreichten, Staatsbahnen, und hess. Ludwigsbahn gesucht. In Banken enzwickelte sich diese Woche ein ziemlich lebhaftes Geschäft. Außer Darmstäetern und Memingern, die abermals Cursavan— zen verzeichnen, traten die jüngeren Gattungen in regeren Verkehr. So waren Provinzial-Disconto bei 141— 43 gesucht. Bankocrein gewannen einige Procente in Folge der gelungenen Einführung der englischen Wechslerbank. Brüsseler gingen in die Höhe. Auch in den Actien der Süddeutschen Bodencreditbank ist eine lebhaftere Bewegung enistanden. Auf dem täglich sich erweiternden Gebiete der Anlagepapiete baben sich im Laufe dieser Woche keine namhaften Veränderungen ergeben. Deuische Staats⸗ papicre stagniren die Kündigungen derselben nehmen ibren Forigang.— Von fremden Fonds sind 187er Russen anhaltend für Kapitalistenbedarf gesucht. Auch russische Pfandbriese werden wie briefe, täglich in Posten eingethan. Prioritäten bleibend preishaltend, namentlich Elbthal, Edensec⸗Ischl und Saalbahn. Amerikanische Slaatsfonds sind, seit die neueren Conversions-Gerüchte verstummt sind, beliebter geworden und werden höher bezahlt, ameri⸗ kanische Bahnen treten iäglich in großen Verkehr und baben in der zweiten Hälfte der Woche wieder im Preise angezogen. Oregon erholten sich trotz des vielen neuen Maierials, das die jüngste Emmission gebracht, sehr fest preußische Centtalpfand⸗ Oesterr. und deuische bei 75. Auch Buffalo Donds finden jetzt coulanteren Abzug. Montclait erhalten sich ebenfalls deliebt, bei 84½— /. Der Geldstand ist günstig, der Disconto 3-3 ¼%. Fremde Wechsel halten sich fest. * 5 5 sch** Empfangs ⸗Bescheinigung. Für die Familie des verstorbenen ters Kost in Frechenhausen gingen uns bis heute noch zu von: Decan Cellarius in Griedel 1 fl., Ungenannt 48 kr. Da wir mit dem 1. Februar unsere Sammlungen für bie Familie Kost zu schließen beabsichtigen, sprechen wir die freundiiche Bitte aus, daß für dieselbe etwa noch bestimmte Gaben längßens bis zum genannten Tage uns zugestellt werden möchten. Weinel, Lehrer. Die Exp. des Oberh. Anzeigers. Leb Leg Verkauf einer Mühle. 259 Donnerstag den 8. Februar l. J., Mittags 1 Uhr, all die Mühle der Johannes Walter Wittwe zu polzbausen mit 2 Maßhlaäͤängen und gebörtger Wasser— kraft, sowie circa 10 Morgen Wlesen und Ackerland auf hiesigem Rattbaus verfleigert werden. Die Müble hegt in der Nähe des Orts und ist von den Eisenbahn⸗ tationen Homburg, Nieder⸗Wöllstadt und Kloppenheim 1 1½ Stunde entfernt. Holzhausen v. d. HD. am 26. Januar 1872. Großherzogliches Ortsgerickt Poszbausen v. d. H. Kütz, Vorsteher. Faselochs Versteigerung. 34 Donnerftag den 1. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde gehörender, zum Schlachten eigneter Faselochs im Rathbaus dahter meistbietend berfteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 27. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Wöllstadt. Feuerbach. Jagd Verpachtung. 27 Freitag den 16. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, fell auf dem Gemeindehaus daher die hiesige Gemeinde— jagd, bestehend in circa 2110 Morgen, 15 Minuten von r Eisenbahnffation Nieter-Wöllstadt entfernt, auf Jahre verpachtet werden. Ober⸗Wöllftadt den 27. Januar 1872 Großherzogliche Bürgermelsteret Ober Wöllssadt. euer b ach Jagd- Verpachtung. 6 Donnerstag ven 8. Februar d. J., Vormittage Ul, son auf dem Bärgermeisterei-Bürcau die der hie⸗ hen Gemeinde zußebende Jagd, ungefähr 2200 Morgen chend, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Fauerbach b. g. den 29. Januar 1872. Htoßberzogliche Bürgermelslerei Fauerbach b. f. 0 if. Jagd- Verpachtung. 268 Mittwoch den 7. Februat d. J., Nachmit⸗ tags 2 Ubr, wird die dem Freiherrn v. We bel zustedende Feldfagd der Gemarkung Nieder-Mörlen, 2267 Nor⸗ malmorgen betragend, in der Behausung des Groß⸗ herzoglichen Bürgermelsfers zu Ober-Mörlen auf 9 Jahre verpachtet. Bemerkt wird, daß die Grenze der Gemarkung Nieder— Mörlen 10 Minuten von der Etsenbahnstatton Bad— Nauheim beginnt. Ober⸗ Mörlen den 28. Jangar 1872. Die Frelberrlich v. Wetzel'sche Rentelverwaltung. d nig. Rindviehpulver 0 115 Bet Verflopfung, Abmagerung und Mangel an Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders zur Verhütung des Milchsiebers wird dieses pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Ausseben und die Milch wird reicher an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs— anweisung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit dees Bufterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter feflet und! schmackhafter und verbladert das rasche Ranzigwerden derselben. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30 r., balde Packete 10 kr. Stets volrätbig bet J. A. Windecker in Friedberg. Hofapolheke zum Engel 136 empfehlt Frostspiritus. Oerselbe beseltigt in kurzer Zelt jeden noch nicht aufgebrochenen Frostballen. Zu vermiethen. 220 Das Rübsam'sche Haug ist zu vermtetben und kann bis zum 1. Aprell bezogen werdeu. Nähere Aus- kunft u erthetlen G. Schmidt's Erben. Die Gartenlaube. Nr. 4. Inbalt: Am Altar. Erzählung von E. Werner, Verfasser des„Helden der Feder“.(Fortsetzung.)— Wilde, Wald und Weidmannsbilder. Nr. 33. Vor⸗ frühling im Walde. Mit Abbildung: Ueberraschte Reiber. Von Gutdo Hammer.— Mein Leden. Ge— dicht von Flor. Sigismund.— Schöpfunge Glaube und Wissenschaft. II. Darwinismus. Von Bock.— In der Gletscherspalte. Von Dr. L. Siegfried.— Mepbisso vor und binter den Coulissen. Originalzeichnung von Ed. Grützner.— Der penslonirte Schullehrer in Willims. Von Fr. Dim.— Blätter und Blüthen: Die Tractätchen-Journale und ihr neues Jeru- salem.— Bitte für einen Unglücklichen. Von Konst. Daeßlin, königl. griech. Richter.— Ein Nachtrag.— Für Ludwig Feuerbach. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. — N Ausverkauf. 127 Wegen Aufgabe meines Waarengeschafte verkaufe ich weine sämmtlichen Elen- und Eisenwagren, um schnell damit zu raͤumen, zu ganz berabgesetzten Preisen. Bellerobeim. Stern Sohn. 1200 Gulden werden im Ganzen oder getbeilt auf erste Hppotdek zu leihen gesucht. Näberes bet der Expeditton d. Bl. 241 Zwei Drechslergesellen auch ist eine Lehrlings- 219 können dei mir eintreten; stelle offen Nied. F. Rappolt. Potlesungen im Saale der drei Schwerter. garger- Feuerwehr. f 3 8 Sem d S 2 D 271 Diendaa den 30. Januar, Attends 250 Dienstag den 30. Januar, Adends 8 Udr, eminatledrer Stamm: Der 8 Abr, Auersden sämm e eee, — 8 ös-sittliche Gebalt von Sdakespeares's Hamlet. mit debendegct Austt 5 d.* Brandwache. f — Der Stellvertreter. Kine Panile- Ch haloladt, 22 5 vtt und in Tefeln zu 3 s die Brandwache verstärft werden muß, dat sich* 125 2 2 a Früder datten wir das Militär, das die Bewachung 8 n dümär, des die Beanie entölten Cacas unmedr sind di a sich seldst angewiesen.„ 5 3 5 En Hermann Bechstein 4 f 3— 8 in Friedderg is-i-vis dem Hötel Trapp. daurtsächlich N Iilitättf zanisirte Wache 2* Zweig des Leschwesens medr zu cultiviren(eb ne seldst⸗ Ei in junger Mensch,? nde 105 it sccre st, n zu vernadlössiger) und fordern deßdald alle Bürger, sackt Sesch 4 I. rbaupt keinen schweren Dienst m ö ollen, auf, sich zu dieser freiwillig dereits dei der jetzigen Brandwache sin caftig er r Er sirenden zu detdeiligen, E 1 a 8 8— U— Großes und Gutes zu erreichen ist 2 90 5 5 igst dei der Herten G. Hiero nimue, 3. Velte, n— 5***———— elte wir urs daldtbunlich mit den einschlägigen Bedörden 257 Der Verdand der freiwilligen Bürgerfeuerwedr. Zu beziehen durch: 5 4 Schimpff in Friedberg. —— werd auf Verlangen portofrei versandt. 8 Muhlsteine 2 52 drag! 23 Frirdr. Holl in Werts. * Quartal und Abonnement! KE 5„ Daheim. ue e up, i Mun er ene g ans d 8 1* 1 71 48 an it Portrait — 5 re. Neue De Der Storz di: Georg Piltl. 1 enische Kinder drig 50 na! Sn 851 edderg 5 22 Lammfelle D iliar 7 Versteigerung 158 sogtranntt Lammttktép) zd Zicktifelle kauft in 3 der G erderet Fritz Müller. 85 6. 7 ua— Ur.— 0 1 8—— O b l 4 te D daate Zablung der 8 0 8 22 3 empfieblen — Kind Bind ernagel S S Scdimpff. 8 mit vellständigem Ge Dai iksa— 5 15 2 72 0— Kirot nba sans üg t. Evangelische Gemeinde. Europaischer Guano! Kalender für 1872. 21. Januat.— und Babndefs⸗ er isc N 8 8 2. e o à Kaspar Petri eine Tochter Elisabeth, 8 Land kalender, durchschossen 5 kr ged. am 1. — 7 34— 7 Ster** Wa a Hess Hausfreund 8„„. Jasta. Der dalier webrenden Burger la 112 Ade„Neldacs und Schneidermeiftr Pepp Ludwig Döpy Gustav⸗ Adolf Kalender 8 eim Son Jaced Kicord, geb. den 18. Deztmber 187l. 5 1 r. Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11- G20 6 5 Fra 5 T* tdigte — Herriedener Laubf roschkalender 9 8 g * frosc 27. Jennat. Der dadier wohndafte Bürger nba et Domderg a. d. Ohm und Dandardeiter Peintich Aden E. 0 u 1 ar ds Are ag r„rare ent 87 Jetre 7 Nessie 22 Tage, f es 1 Wand- und 2 Natale der„25. Januar. 2 Kleiner Wand kalender. r Deraniw. Retact.: Permann Schimpf Vorrättig dei Bindernagel& Schimpff. brut und Verlag ven Sinderragtl 4 Sf. . 0 7 119 seidene Umkaepftücher, scwarze seidene Palstücher unt Palsbinden bei K. Friedrich neben der Poß. des Era Acer 1. ern Nahung 3 I De Art Stocdr⸗ dumm