t. — de Kdt Aug est J 1 kchalten. 1870 t Su 8, 9. 18, endet lender & Schinpff d n det Lek. —— 3— Dienstag den 29. October. N 127. berhes sischer Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 2 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Friedberger Intelligenzblalt. Für die Monate November und Dezember kann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Beginn des Unterrichts am 1. Dezemb 2 2 Das Schulgeld beträgt im Ganzen 18 das Bürkau des Landesgewerbvereins, Rheinstraße Nr. 14 in Darmstadt“, richten. Amtlicher Theil. J Minterbauschule des Localgewerbpereins in Darmstadl. er l. J. Dauer 3 Monate. Unterrichtszeit taglich von 8—12 und 1—5 Ubr, mit Ausnahme er Sonntage und Samstag Nachmittage.— Unterrichtsfacher: Bauzeichnen, Freihandzeichnen, darstellende Geometrie, Bauconstruktionslehre, Rechnen, Geometrie, Anfertigung von Bauvoranschlägen, Materialienkunde, gewerbliche Buchführung und Mechanik. fl. und wird bei Beginn des Curses vorausbezahlt. Anmeldungen wont man baldigst„an Deutsches Reich. Darmstadt. Nach dem Reichsanzeiger wurden —— 2— Nr. 14, zum Großh. Drag.⸗Regt.(Leib⸗Drag.⸗ Regt.) Nr. 24 versetzt. dom 4. Großh. Inf.⸗Regt.(Prinz Carl) Nr: 118, um Pr.⸗Lieut., Fehr. v. Bissing, Pr.⸗Lieut. vom kosten auf die Staatskasse betr., wurde mit dem Berlin, 25. Oct. Das Abgeordnetenhaus Zusatze angenommen, daß nur denjenigen Ge- erledigte in der heutigen Sitzung die General- Dalmer, Port.⸗Fähnr. vom 3. Pomm. Inf. Regt. meinden die Wohlthaten der Vorlage zu Tbeil Discusßon des Antrags Berger's betreffs der An— g werden sollen, welche bis 1875 sich zur Vornahme nahme der Geschäftsordnung des Reichstags für Ochsenstein, Sec.-Lieut. der Parzellenvermessung bereit erklären.— Auf das Abgeorbnetenhaus, wobei vielseitig die Bei— die Interpellation Curtman's in Betreff des Bades behaltung der Rednerliste befürwortet wurde, und Nauheim antwortete das Ministerium, daß kein nahm nach der Specialdiscussion schließlich fast L. Großh. Drag. Regt.(Garde- Drag. ⸗Regt.) Grund zu etwaigen Befürchtungen vorhanden sei, einstimmig die Geschäftsordnungsvorlage an mit Nr. 23, zum Rittmeister und Esc.⸗Chef befördert. 5. Biegeleben, Pr.⸗Lieut. aggr. demselben Regt., n das Regt. einrangirt. Wahl, Vice-Feldwebel vom 1. Bat.(Darmstadt II.) 3. Großh. Landw.“ Regts. Nr. 117, zum Sec. Lieut. der Reserve des 2. Großh. Inf.⸗Regts.(Großherzog) Nr. 16 befördert. e 224. Oct. Die zweite Kammer beendigte In ihrer heutigen Sitzung die Vorlage in Betreff der gesetzlichen Regulirung der Gehalte der Volks— chullehrer. Zunächst handelte es sich um die Ge— halte der Vicare, die nach Beschluß der Kammer rei Viertel des Gehalts der betreffenden Stelle, nindestens aber 400 fl. betragen sollen. Die an⸗ gesiellten Lehrerinnen wurden den Vitcaren gleich- zestellt. Darüber, ob die zu gewährenden Alters- mlagen vom Staat oder der betr. Gemeinde zu nagen seien, entspann sich eine längere Debatte, m welcher für den Antrag der Mehrheit des Aus- chusses, Uebernahme auf die Staatscasse, die Abgg. Kritzler, Curtman, Goldmann, Becker, K. J. Hoffmann, Metz, Schäfer und Keil(Fürth) intraten und geltend machten, daß die Gemeinden, on deren Willen die Gewährung der Alterszu⸗ nge nicht abhängig sei, doch unmöglich unter zu— fälligen Verhältnissen leiden dürften, daß die Uebernahme auf den Staat aber mancherlei Hinder— misse und Mißstände beseitige. Die Regierung wie die Abgg. Zentgraf und Volhard erachteten lie Alterszulage als einen Theil der Besoldung, für den ebenfalls die Gemeinde aufzukommen habe. Der Antrag, die Alterszulage Einer Stelle auf e Gemeinde, die übrigen aber auf die Staats- iusse zu übernehmen, gelangte nicht zur Annahme; die Kammer entschied sich vielmehr für den An— bag der Mehrheit, nahm aber einen andern Ar⸗ kel an, wonach der Staat da einzutreten hat, mo die Gemeindemittel zur Bestreitung der Schul— tetürsnisse überhaupt nicht ausreichen. Schließlich wurde noch die Bestimmung angenommen, daß ige gegenwärtige Gesetz, die Wohnungsvergütungen tasgenommen, rüdwirkende Krast vom 1. Jan. d. J. an haben solle, obwohl die Abgg. Heydenreich und Feil(Fürth) den Antrag gestellt, daß der Staat ie für 1872 erforderlichen Nachzahlungen über— tehme. Die Regierung gab die Zusicherung, daß se 6den Gemeinden hierbei in jeder Hinsicht ent— genkommen, sie auch durch Vorschüsse unterstützen erde.— Die weitere Vorlage, die Uebernahme der on den Parzellenvermessungen entstehenden Mehr- da die gegebenen Mittel genügten, um den Bade- Amendements Laeker's betreffs der Wahlprüfung gästen auch nach Wegfall des Spiels dieselben und der Bildung einer besonderen Commission für Annehmlichkeiten wie bisher zu gewähren.(Siehe Finanzfragen. Das Haus trat sodann in die Art. Bad- Nauheim.) Berathung von Petitionen ein. — Der seitherige Bevollmächtigte Hessens beim:— Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht eine Bundesrath, Odersteuerrath' Göring, ist zum Bekanntmachung, wonach bei Einlösung der pro Ministerialracth im Finanzministerium befördert 1. Januar 1873 gekündigten Schuldverschreibungen worden. der 1870er Bundes-Anleihe, wenn dieselben vom N 5 a 2„1. bis 14. November laufenden Jahres vorgelegt Der kürzlich dan einem Schlaganfalie be werden, per 100 Thaler Capital, inclusive der vom 1. Juli an aufgelaufenen Zinsen und Agios, der Rundbetrag von 102 Thalern gezahlt wird. — Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt: Die eommissarischen Berathungen über das Gesetz, betreffend die bürgerliche Eheschließung, sind zu Ende gebracht und haben zur Aufstellung eines Entwurfs im Cultusministerium geführt, der dem Staatsministerium nunmehr vorgelegt wer— den wird. — Auch diejenigen Personen, welche von der Eisenbahn-Verwaltung während des Krieges in Frankreich beschäftigt worden sind, sollen mit der 1870%7 1 für Nicht-Com⸗ battanten beliehen werden. — Die Reisediepositionen des Kaisers haben durch den Tod des Prinzen Albrecht zwar eine Abänderung erfahren, doch wird der Kaiser sich nach einem Aufenthalt in Ludwigslust auf einen Tag nach Hannover begeben und alsdann dem sächsischen Königspaar zu dessen goldener Hochzeit persönlich seine Glückwünsche bringen. — Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ sagt: Das dem Landtage vorzulegende Gesetz über den Mißbrauch geistlicher Gewalt ist bestimmt, die Grenzen des Rechts zur Verhängung von Kirchen- strafen genau sestzustellen. — Der Bischof von Ermland legt Verwahrung ein gegen die Verhängung der Temporaliensperre. Die„Germania“ bringt den Wortlaut des biscköf— lichen Schreibens an den Cultusminister. — Dem Vernehmen nach hat Hr. v. Bleich⸗ röder den Posten eines englischen General-Consuls in Berlin, nachdem die deutsche Regierung ihre Zustimmung gegeben, angenommen, und er wird das Excquatur erhalten. An Stelle des zum bri⸗ tischen General-Consul für Rheinland und West— phalen mit dem Wohusitze in Düsseld orf ernannten Hrn. J. A. Crowe wird der woblbekannte Ver— leger Herr von Tauchnitz das britische General- Consulat in Leipzig übernehmen. troffene pens. Kriegeminister Oberst Dornseiff ist am 24. d. gestorben. — Nachdem die Landstände die für die be⸗ vorstehende Landessynode erforderliche Summe von 12,000 fl. bewilligt haben, werden die Wahlen voraussichtlich in der Kürze ausgeschrieben werden. Daß dieselben im Sinne der liberalen kirchlichen Richtung ausfallen werden, ist kaum mehr zweifel haft, nachdem sich die Vertreter der hessischen Protestanten Vereine und der Friedberger Con- ferenz über eine gemeinschaftliche Candidatenliste geeinigt haben. Der großen Mehrzahl aller De- scanats-Synoden wird durch dieses erfreuliche Er— eigniß die Unannchmlichkeit eines für kirchliche Angelegenheiten wenig geeigneten Wahlkampfes gewiß erspart sein. — Der Finanzausschuß zweiter Kammer hat den Abg. Kraft mit der Bexichterstattung über die Vorlage der Regierung betraut, wonach der Stadt Mainz zum Zweck ihrer Erweiterung das Recht eines außerordentlichen Steuerausschlags eingeräumt werden soll. § Bad⸗ Nauheim. Die Großherzogl. Regie- rung hat die Interpellation unseres Abgeordneten Curtman dahin beantwortet, daß durchaus kein Grund zu Besergnissen über Reduction im Bad- betriebe vorläge, daß vielmehr genaue Ermittelungen zu dem Resultate geführt hätten, daß auch bei Uebernahme des Bades durch den Staat dem Publikum dieselben Annehmlichkeiten wie seither geboten werden würden und daß außerdem eine Erweiterung und Reorganisation der Badedircetion und ihrer Befugnisse bevorstehe, daß insbesondere der Bürgermeister der Stadt Nauheim als söolcher Mitglied der Badedirection werden solle. So ist denn endlich die Beunruhigung, die wie ein drückender Alp auf der Bevöbikerung gelegen hat, beseitigt und haben die allseitigen eifrigen Be— mühungen hierum noch in der letzten Stunde zum erwünschten Ziele geführt. Kriegsdenkm inze für e 1 — Der schon im Jahre 1853 zwischen Amerika und England enistandene Streit über den Besitz der an der Nordwestküste des amerikanischen Fest⸗ landes gelegenen Inselgruppe, von denen die größte San- Juan heißt, ist nun durch die Entscheidung des zum Schiedsrichter erwäblten deutschen Kaisers zu Gunsten der vereinigten Staaten erledigt, und so auch diese Streitigkeit zwischen beiden Mächten beseitigt. Gumbinnen. Wie amtlich hierher gemeldet wird, ist in Warschau und Umgegend die Rinder- pest ausgebrochen. Frankfurt a. M. Unser neugewählter Ver- treter im Abgeordneten hause, Herr Flinsch, ist der Fortschrittspartei beigetreten. Regensburg. Die auf das Recht der Standesherren gegründete Beschwerde des Jesuiten- paters Grafen Fugger gegen dessen Ausweisung wurde durch Entschließung der Kreisregierung ab⸗ gewiesen. Ausland. Oesterreich. Die„Wiener Zig.“ bringt ein kaiserliches Decret, wonach sämmtliche Land- tage auf den 5. November einberufen werden. In Ofen sind fünf Cholerafälle mit tödtlichem Ausgang vorgekommen. Schweiz. Bischof Marilley von Freiburg zeigt der Genfer Regierung an, er verzichte auf die Functionen und den Titel eines Bischofs von Genf. Frankreich. Das dritte Kriegsgericht ver⸗ urtheilte den Commune Offizier Heari Roussel, welcher in den Tagen vom Mai 1871 einen un- schuldigen Bürger, Namens Langlet, auf grausame Art zum Tode gebracht und die Leiche dann aus- geplündert, auch an der Brandlegung in der Mairie des 4. Arrondissements Theil genommen hatte, zum Tode. — Nach dem Pariser„Siecle“ beschränken sich die klerikalen Auswanderungen aus Elsaß⸗ Lothringen auf drei protestantische Pfarrer und einen Rabbiner. Ueberhaupt ist neuestens die fran⸗ zösische Presse auf den elsässischen Klerus nicht mehr gut zu sprechen. Sie behauptet, für Geld lasse sich derselbe zu Allem brauchen. — Die Räumung der Departements Marne und Haute⸗Marne hat begonnen und wird allge- meiner. Heute Abend oder morgen, heißt es in Depeschen vom 23. d. M., verläßt ein Regiment preußischer Cavalerie Reims und bezieht Garnison zu Commercy(Vosges). Die Räumung ist bis jetzt ohne Zwischenfälle vor sich gegangen; die Bevölkerung zeigt ein ruhiges, würdiges Betragen, keinerlei Manifestation ist vorgekommen. Schon ist Chalons von der Anwesenheit des fremden Mili⸗ tärs befreit; ein Bataillon preußischer Infanterie verließ die Stadt am 23. d. früh. Die Ambu⸗ lanzen, Postbüreaux, Bagage, kurz der ganze Verwaltungs dienst der deutschen Truppen hat die beiden Departements verlassen. Großbritannien. Der Anfangs November in Europa von Australien erwartete Postdampfer „Massilia“ bringt 240,000 L. in Gold. Amerika. Juan- Frage. stelle und beständig den Vereinigten Staaten Ver legenheiten bereite, lieber selbst auf die Gefah eines Krieges der Sache sofort ein Ende machen müsse. Ebenso spricht sich auch die„Newyor World“ aus. Die Zeitungen besprechen den Schiedsspruch des deulschen Kaisers in der San Die„Tribune“ erkennt den Ge— rechtigkeitssinn des Kaisers an und die„Times“ bezeichnet die Entscheidung als den Sieg der amerilanischen Nation und der Verwaltung Grant's. — Der„Newyork Herald“ versichert, die eng- lische Regierung suche das Urtheil des deutschen Kaisers in der San Juan Affaire zu„modisi⸗ tiren“. Der„Herald“ erklärt, daß man, so lange die Anwesenheit einer„fremden Nation auf unserem Boden“ eine Beleidigung für die Republik dar— Frage und über ihre zweckmäßigste Lösung vorausschicken. Wir wollen nicht versäumen, auf diese Versammlung auf⸗ me⸗klam zu machen und den Besuch derselben dringend anzurathen. Die Besprechung des angegebenen Themas muß eine Anzahl von Fragen hervorrufen, die tief in das Leben der Familie und der Gesellschaft eingreisen und deren Erbrierung keinen geistig erregbaren Menschen un⸗ interessirt lassen kann. Erwähnt sei 3. B. die Frage: Hat der Staat das Recht, die freie Verfügung der Eltern über die Kräfte ihrer Kinder zu beschräunken? Kann er insbesondere den Armen zwingen durch Anwendung von Gewalt, seine Kinder in eine Schule zu schicken, deren Einrichtung, Lehrer, Unterrichlsgegenstände ihm unter Umständen in der Seele zuwider sind? Es hat einer sehr langen Zeit bedurft, und es hat ein hartnäckiger Wider- stand erst überwunden werden müssen, ehe in Deutschland die allgemeine Schulpflicht bis zum 14. Jayr obligatorisch gemacht und der Schulbesuch bis zu diesem Lebensabschnitt allgemein erzwungen und der Volkssiite eingepflanzt werden konnte. Soll jetzt nun der Schulzwang noch weiter ausgedehnt werden? Soll man den Armen durch Anwendung von Strafen nöthigen, daß er auf einen Theil der Arbeite zeit bei seinen Kindern verzichtet und dieselben noch weitere 3 Jahre in die Schule schickt? Läßt sich andererseiis die Wohlthat eines über die Confirmation binaus fortgesetzten Unterrichts über diejenigen Classen unseres Volkes, welche desselben am meisten bedürftig wäten, ausbreiten, ohne daß Zwang und Strafe ange— wandt wird? Was empfiehlt sich am meisten in Friedberg; Den Unterricht in der Fortbildungsschule allen anzubieten und abzuwacten, ob sie von diesem Anerbieten Gebrauch machen, oder alle Knaben, welche mit dem 14. Lebens. jahr aus der Schule entlassen werden, zwangsweise dazu anzuhalten, daß sie noch 2— 3 Jahre die Fortbildungs⸗ schule besuchen? Man wolle bedenken, daß es nach den Reichsgesetzen nur eines Gemeinderathsbeschlusses bedarf, um den Besuch einer bestehenden Fortbildungsschule obli— gatorisch zu machen. ür die meisten Familien hiesiger Stadt von entscheidender Bedeutung ist? Manche Fragen, die mit dieser Hauptfrige daß in Friedberg unverhälinißmäßig wenig Knaben nach ihrer Couft mation überhaupt noch Unterricht genießen? Daran knüpft sich wieder sofort eine ganze Reihe anderer Fragen. Z. B. Wie erklärt sich eine so auff illende Er⸗ scheinung in einer Stadt, wo seit vielen Decennien für Bildungszwicke mehr geihan worden ist, als in anderen Städten? Ist die Ursache zu suchen in der Gleichgilligkeil der Eltern oder in dem Egoismus der Lehrherrn oder in der Zuchtlosigkeit der Jugend? Werden die Lehrberrn so viel Einsicht haben, daß sie die Bestrebungen, ihren Lehr⸗ lingen weiter Unterricht zu verschaffen, durch Freigebung von Zeit unterstützen? Werden die Eltern ihre Söyne zum Schulbesuch anhalten? Ju welche Zeit wird der Unterricht am besten verlegt?— Doch genug der Beispiele. Das Gesagte wird genügen, um zu zeigen, daß die Besprechung des Themas von der Fortbildungsschule Fragen der Dis⸗ cussion aussetzen wird, welche die Interessen von vielen ark anrühren. Möchlen Diejenigen, die es angeht, kommen, um zu hören und zugleich um zu reden! Nicht nur das eine oder das andere, sondern beides zusammen wäre sebr erwünscht. » Asseuheim. Am Freitag brannte die Müller Koch'sche seyr ausgedehnte Hoftaithe bis auf das Wohn⸗ haus wieder. Offenbach. An dem die Offenbach⸗Hanauer Bahn um unsere Stadt herumleitenden Dammgürtel wird rüstig gearbeitet, und dürfte derselbe noch vor Winter in seinen wesent ichen Theilen vollendet werden. Vom Rheine. Der pfälzer Industrie ist ein großer Triumph geworden. Der Guß der großen Glocke für den Kölner Dom ist nämlich an den Meister A. Hamm in Frankenthal vergeben worden. Die Glocke wird 500 Centner wiegen und die größte in Europa sein. Heilbroun. Das„Heilbr. Tagdl.“ bringt das nach⸗ stehende Musterinserat: Man sucht eine einfache Mittags- kost in einem guten Haus gegen gute Bezahlung. Dabei wäre es auch angenehm, wenn man erwünschtensalls Knaben der Familie bei Erlernung und Ausarbeitung ihrer Gymnasiglaufgaben, besonders in den Sprachen erleichternde Hilfe leisten und am Wachsthum der vereinten Kräfte in schristlicher Disciplin beim Verkehr föederlich sein könnte. Wer? sagt die Redaction. In Karlsruhe machte ein junger dort studierender Russe den Versuch, sich zuerst durch Erschießen sodann durch Niederlegen auf die Schienen der Rheiabahn zu tödten. Das Erschießen scheiterte, weil die Pistole nicht losging, die Tödtung mittelst der Eisenbahn gelang auch nicht, da der Unglückliche nur am Fuß und am Kopf Verletzungen erlitt. Berlin. Einer unserer bedeutendsten Aerzte lenkt die Aufmerksamkeit auf die Thalsache, daß es kein wink sameres Mul zu Verbreitung ansteckender Krank eiten gibt, als das Cisculiren des vielen schmutzigen, kelbaft riechenden Papierge des. Et empfiehlt die Annahme eines Gesetzes, wonach Justilute, denen die Aus jabe von Pupier⸗ * k Friedberg. Dem Vernehmen nach wird de hiesige Bildungsverein nächsten Dienstag den 29. d. öff ni⸗ im Henn'schen(Walzischen) Lok il seine erste liche Versammlung abhalten. Gegenstand der Besprechun wird die Frage wegen Errichtung von Fortbildungssch le bilden. Herr Seminatlehrer Soldan wird der Be'prechun ein kurzes Referat über den gegenwärtigen Stand dieser[dem Verkeyt zu entziehen. geld gestatt t ist, ihre zerrissenen, mit Krank eitsnoff in⸗ flcirten Noten einzuziehen und durch neue Noun zu er⸗ stzen haben. Ebenso nötihig sei es ferner, Papiergeld, das im Besitz von Personen ist, welche an anfteckenden 9 Krankheiten leiden oder gelitten haben, oder welche aus u Octen kommen, an denen epidemische Krankheiten herr y schin, en weder zu deͤsinftciren oder umzulauschen und * Läßt sich leugnen, daß diese Frage J Berlin. Der von Schulze Delitzsch herausgegebene Jabresbericht über die auf Selbsihilfe gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirihschafts⸗Genossenschoften für 18 241½ Mill. Thlr. gewährten, ein eigenes Vermögen von mehr als 17 Mill. Thlr. besaßen und beinahe 59 Mill. Thlr. Stalispk der Vorschußvereine wird nunmehr im 13. Jahre gesübrt; die Tabelle für 1859 ergab erst 80 Vereine mit 18,676 Mitgliedern und über 4 Mill. Thlr. Vorschüssen bei 276,846 Thlr. eigenem Vermögen. Genf. ahmenswerthe Einrichtung auf der französischen Ostbahn berichtet das„Genfer Journal“:„Seit einigen Tagen erhalten die Rlisenden auf dieser Linie eine Karte folgen⸗ den Inhalts: Da die Expreß⸗ und Postzüge auf dem Bahndofe zu Vesoul nur kurze Zeit anhalten, werden die Herren Reisenden, welche dort zu speisen oder zu früh⸗ flücken wünschen, davon in Kenntniß gesetzt, daß sie im Bahnbofsbuffet warme in Körben enthaltene Miihlzeiten zum Preise von 3 Fr. ober 3 Fr. 50 Cis. einschließlich einer halben Flasche Bordeaux vorräthig finden. Mahlzeiten bestehen aus drei Schüsseln, einer halben Flasche Wein, Brod und Dessert. Die Körbe werden in Vesoul den Reisenden übergeben und von diesen in Port den nach Basel gebenden Zug zurückgeliefert.. von Vesoul nach diesen beiden Stationen dauert 30 Mi⸗ nuten, so daß die Reisenden begeum Zeit haben, ihr Mahl im Waggon einzunehmen.“ Frankreich errichtete das er zur Benutzung der Regierung) im Jahre 1464. England entstand das erste 1581 d 10 n New⸗Poik wurde das erste 1719 erbaut; die Stadt datte 1789 72 Postämier und heute besitzt sie deren 28,973.— Nach einer Zusammenstellung beträgt die Ge⸗ In zusammenhängen, berühren nicht weniger nahe. Es muß sämmtlänge der auf der Erde mit Ende 1871 im Betriebe bei Elöclerunz des im Eingang genannten Themas siehenden Eisenbahnen ungefähr 197,000 Kilometer. Ihre z. B. diese Frage zur Sprache kommen: ist es wahr, Baukosten belaufen sich auf 15 Milliarden Tolr., so daß auf einen Kilometer Bahnlänge im Dulchschnitt 76,266 Tyaler Baukosten entfallen. Auf Europa enffallen 97,660 Kilom. mit einem Baukapital von 8 003,185 666 Thlin. London. Dem Durbamer Gefängniß ist ein Frauen- zimmer, Namens Maiy Ann Colton, übergeben worden, das im Lanfe der Verhandlungen wohl des ganzen Landes, wenn nicht ganz uf lenken wird. Dem Anscheine nach hat man es mit einer Giftmischerin zu tbun, die ihr Geschäft im Großen betrieb und an Fürchierlichkeit ihren italienischen und sranzösischen Colleginnen längst vergangener Zeiten Angeklagt ist diese Furie vorläufig nur ei 5 Stiessohn verübten Mordes. Aber der Staatssecretär hat bereits Befehle zur Ausgrabung noch dreier Leichen gegeben, nachdem bereits zwei andere ausgegraben worden waren und man Gift in ihren Eingeweiden gefunden halte. Und selbst diese sechs Leichen schrinen nicht die einzigen Opfer der Verbrecherin zu sein. Die drei Leichen, 0 des Staatssecreiärs ausgegraben werden sollen, sind die ihres Gemahls Friedrich Cotion, der vor einem Jahre elwa starb, seines Sobnes Friedrich Coulon, der im Alter von 10 Jabren im März starb und ihres eigenen 14 Monate allen Kindes, das ebenfalls im März starb. Das Frauen, zimmer war viermal verheirathel, darunter einmal unter einem angenommenen Namen. Die beiden ersten und der vierte Gatte sind sobt, der dritte jedoch soll leben. Es ist nachg wiesen, daß die Gefangene Reiten sich Gift zu verschaffen im Stande war, an den verschiedenen Orten, wo die Angeklagte die Todesfälle unter den Personen die mit ihr ihrer Nähe weilten, überaus zahlreich gewesen sind. N darf sich Glück wünschen, daß das Ungeheuer, das etst 30 Jihte alt ist und es demnach noch weit in dem fürchter⸗ lichen Tieiben bätte bringen können, sicher aufbewahrt ist In New Vork hat ein Cpemik.t in Jolge genauer chemucher Untersuchungen herausgerechnet, daß der jähr⸗ uch in N'w⸗ Pork veikauften Milch ca. 40 Millionen Quart Wusser zugesetzt weiden. Man bezahlt diese 40 Millionen Quat Wasset mit 4 Millionen Dollars (10 Cenis pro Quart) also mit 12,000 Doll. und daß oder in Verloosung. Freiburger 1 Serienziebung vom 181 469 568 695 1346 1497 1957 2422 2451 2509 3168 3289 3678 3971 3996 4199 4524 4612 462 4742 478 5682 969 6074 6077 6115 6255 6262 6502 6610 6723 6794 7994. Die Prämienziebung findet am 15. Norember statt. ö Kurhessische 40 lication des Regierungs- 15. October 1872. Serie 60 162 Thlr.⸗Loose. Nach einer Pub⸗ Piäsidit zu Kassel ist in der 37. Prämien⸗Ziehung vom 1. Juli 1872 nicht, wie damals amilich bekannt gemacht, der Prämienschein Nr. 159,445, sondern der Prämienschein Ne. 159945 mit 100 Thlr. ausgeloost worden — M., 27. Okiober. Börsenwoche Die Börse war die Woche über schäftsverk br konnte indeß ch die Speculation sich des zahlreich D Fraukfurt a. vom 21.—26. Oktober. ziemlich fest gestimmt; der Ge keine große Ausdehnung gewinnen, da si abwartend verhiel?, ja eher geneigt ist, weist den stetigen Fortgang der genossenschaftlichen Be⸗ wegung durch unwiderlegliche Zahlen nach. Die Zahl der Vocschußvereine, welche ihre Abichlüsse für dies statistische Werk sandten, ist auf 777(2059 bekannten Vereinen) ge⸗ stiegen, die 1871 340,336 Mitgl. zählten und an Vorschüssen auf Credit entnommene Gelder hatten. Diese ganz spezielle Uleber eine für alle Eisenbahnen höchs nach⸗ Diese 5 d'Alalier an den nach Paris gehenden und in Luze an Die Fahrt sie Postam'(freilich fürerst „in Deutschland 164k. 5 die Aufmerksamkeit Europas auf sich Nichts nachgibt. nes' an ihrem die auf Befehl bei veischiedenen Gelegen? lagte gelebt hat, Man den Tag. — 5⸗Francs Cantonal⸗An leite i 1616 1628 1826 1944 3 5003 5513 5631 aufgenommenen Materials angesichis des bevorslehenden Ale ben N dul lb di cel bie Ni pethült Slacle wuonne Eu und e bali bublü feln! vl 0e ell Jchel ven gallen Oalizie niedere 2 — S — ultimo bis zu einem gewissen Grade zu entledigen. Zudem feblte es an jeder Anregung von außen, da Berlin und Wien sortgesetzt flaue Stimmung bekundeten und die Londoner Discontoerhöhung wie ein Damokles, schwert über der Börse hing. Der günstige Eindruck, den die Nichterhöhung hervorbrachte, ward durch die Report⸗ berhältnisse des Berliner Platzes wieder paralysirt. 5 Staatsbabnactien hielten sich am beliebiesten und ge⸗ dtpannen nach verschiedenen Schwankungen wieder den Furs vom vorigen Samstag, während Cxeditaclien 2½ und Lombarden 2 fl. zurückblieben. Oesterreich. Nattonal⸗ Hankactien verloren 24 fl., nachdem die Ausgleichover⸗ Handlungen mit Ungarn nicht den von der Böl se erwar⸗ leten raschen Fortgang neymen. In den übrigen Banken war das Geschäst, mit Ausnahme von Frankfurter Bank⸗ bgberein, der auf das Gerücht von der Ausgabe neuer Actien stark poussirt wurde, sehr bescheiden und die Kucse weisen keine wesentlichen Veränderungen auf. In Bahn⸗ actien herrscht das Angebot vor und Elisabeth verloren 5, SGializier 4½, Nordwest 3 fl. Auch Buschterader schließen niederer, und nur Donau⸗Drau sowie Franz Joseph zogen An. Bayiische Ofibahn besserten sich um 1¼% hessische dudwigsdahn 1, pfälzische Nord um 2, wähcend Oberhessen ½ und Rhein⸗Nahe über 30 ö einbüßlrn. Die Zeichnungen auf Berlin⸗ Dresdener E. B. siud so massenbaft einge⸗ laufen, daß eine beiräch tliche Reduction staufinden muß. Prioritäten blieben bei schwachem Geschäft ziemlich un⸗ serändert; nur Lemberg⸗Lzerinowitzer verloren 1½%. Bon österreich. Renten schließt Silderrente ½¼ niederer. Badische und Bayrisch 48 und 4½% Fonds gleichfalls bil. liger. Russen eine Nummer vesser. Von amer kanischen Staatenvonds nur 1881 r. beliebt; die andern weichend. Amerikanische Prioritäten bei sehr beschränkien Umsätzen obne nennenswerthe Veränderung. Das Gleiche gilt von Doosen, von denen nur österreich. 1839er 7 fl. stiegen und 1854er, auf welche wir vor 8 Tagen ausmelksam gemacht, fich 1 5% besserten. Von Pfandbriefen gingen bayerische und Finnländer ½% höher; jene der Ryeinischen Hyp.“ Bank halten sich dauernd beliebt. Wechsel und Sorten fat unverändert. Napoleons begehrt!. Ein „* offenes Wort an unsere Land⸗ wirthe in Stadt und Land! Nach den Mittheilungen dieser Blätter wird die Ackerbauschule zu Friedberg ihren zweiten Cursus am 2. k. M. beginnen. Sie will, wie ihr Programm uns mittheilt, sich nicht allein bei ihrem Unterrichte eng an die Volksschule anschließen und ihre Schüler befähigen, die Fachwissenschaften 2. 2 N 2 8 e * nach eignem Urtheil und nach vernünftigen Grund— sätzen wirthschaften können. Wenn in der so oft gerühmten und gepriesenen guten alten Zeit der Betrieb einer Wirthschaft rein mechanischer Natur war and in zweifelhaften Fällen die Bauernregeln des Kalenders den Ausschlag geben mußten, so ist dies heutzutage ganz anders. Was der Landwirth in der Gegenwart praktisch ausführen soll, muß er geistig erfaßt haben; er muß sich der Gründe bewußt sein, warum er so und nicht anders wirth— schaften kang, die Produktionsbedingungen beur— theilen, den Verkehrsverhältnissen Rechnung tragen und die Hülfsmittel des Betriebs, wie sie ihm durch die Fortschritte in Wissenschaft und Technik geboten werden, richtig verwerthen können. Dazu bedarf er aber einer Summe von Kenntnissen, wie sie ihm die Volksschule mit ihren größtentheils überfüllten Klassen und bei dem Mangel an Lehr. mitteln nicht bieten kann. Der Besuch von Fach schulen ist daher für ihn unerläßlich. Leider wird aber diese Nothwendigkeit von Vielen nicht erkannt. Die Landwirthe haben sich zu ihrem eigenen Nach- theil den Bildungsbestrebungen der Neuzeit viel zu fern gehalten. Während Handel und Gewerbe die Fortschritte in Kunst, Wissenschaft und Technik ausbeuteten und in blühenden Zustand gelangten, verhielt sich die Landwirthschaft theilnahmlos. Stillstand ist aber Rückgang! Der Staatsregierung konnte dies nicht gleich giltig sein. Der Stand der Landwirthe is der zablreichste und produklipste; von seinem Wohl- befinden hängt der allgemeine Wohlstand und die Steuerkraft des Landes wesentlich ab. Auf ihre Anregung und unter ihrer Protektion entstand der landwirthschaftliche Verein, welcher in öffentlichen Versammlungen und Ausstellungen durch Wort und Beispiel einen besseren Betrieb anzubahnen suchte. Aber nur zu bald erkannte man, daß dies keineswegs genügte. Sollte die Landwirthschaft die ihr gebührende Stelle im Staate einnehmen und Handel und Gewerbe sich ebenbürtig zur Seite stellen können, so mußte neben der allge— 1 1 101 gründlich zu verstehen, sondern auch sie soweit mit Letzteren vertraut machen, daß sie selbstständig meinen eine bessere berufliche Bildung der Land— wirthe angestrebt werden. Man gründete zu diesem Zwecke Ackerbauschulen; in unsertm Lande die zu Friedberg, Darmstadt und Worms. Die Ackerbauschule zu Friedberg, welche früher ein Privatinstitut war, wurde im vorigen Jahre von dem landwirthschaftlichen Verein für Oberhessen neu ins Leben gerufen und wird von ihm unter Beihülfe der Kreiskasse, des Mathildenstifts und der Stadt Friedberg mit namhaften Opfern unter⸗ halten. Zwei Fachlehrer sind besonders für die— selbe angestellt, die Lehrmittel sind vermehrt und da sie für einen zweijährigen Cursus eingerichtet ist, so kann sie allen billigen Anforderungen ge— nügen. An den Landwirthen ist es nun, die sich ihnen in nächster Nähe darbietende Gelegenheit zur beruflichen Aus bildung ihrer Söhne in reichstem Maße zu benutzen und so den Dank gegen den Verein wie gegen die Männer, die sich mit der größten Uneigennützigkeit der Leitung der Anstalt unterziehen, zu beweisen. Möge der“. November recht viele junge Landwirthe in der Anstalt zu gemeinsamem ernstem Streben vereinigen und dit selbe eine Quelle reichsten Segens für unsere Provinz, eine Zierde des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen und ein Denkmal geistigen Strebens unserer Landwirthschaft treibenden Be— völkerung werden! Das walte Gott! Marhlberichte. Grünberg, 26. October. Die Preise auf unserem beutigen Fruchimarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 57 kr.; Korn(90 K.) 8 fl. 50 kr.; Gerste(80 K.) 7 fl. 49 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 26 kr.; Molter(90 K.) 8 fl.— ke.; Erbsen(110 K.) 9 fl. 53 ke.; Linsen (100 K) 11 fl. 20 kr.; Saamen(90 K.) 15 fl.— kr.; Kartoffeln(100 K.) 2 fl. 2 kr. Mainz, 25. October. Am heutigen Markte war es stille. Zu notiren ist: Waizen effectiv 15—15½ fl., per Nov. 15 ½ fl., per März 14 fl., per Mai 14⅝—1½¼½g fl., Korn effectiv 10 fl., per Nov. 10 ¼½ fl., per März 10½ fl., per Mai 10 ½ fl., Gerste, Pfälzer, 11— 11 ½ fl., Franken 11¾ö2— 113ù4 fl., Haser 423— 45 6 fl.— In Rüböl wenig Geschäft, effectiv 22½ fl. obne Faß, per Mai 22¾ fl. mii Faß. Leinöl 24½—24¾ fl., Mohnöl 36 fl., Koblsamen 19½— 20 fl., Hülsenfrüchte blieben ziemlich unverändert. Repskuchen 82— 90 fl. 9 reren 2969 Dienstag den 29. d. M., Mittags 1 Uhr, soll die Müdle dee Louis Roß dach von Polzbausen mit 2 Mahigängen, gehöriger Wasserkraft und 15“ Gefälle, sowle circa 9 Morgen Wlesen und Ackerland, einigen Mobitien und circa 50 Centner Heu auf hiesigem Rath baus öffentlich meiflbietend verßeigert werden. Die Müble liegt in der Nähe des Orts und ist pon den Eisenbahnstationen Pomburg, Nieder⸗Wöllstadt und Koppenbeim 1 1½ Stunden entfernt. Holzbausen am 19. Oktober 1872. 4 Großherzogliches Ortsgericht Holzhausen. 5 f Kitz, Vorsteher. Bekanntmachung. 3011 Das seither von Theodor Gürth und Ludwig ei Seibert zu Friedberg unter der Firma„Güreb und Selber delriebene chem sche Faorikgeschäft ift von venselden freiwillig aufgelö.! woreen. Ludwig Selbert pat sämmtliche Acuva und Passiva übernommen und Furt nunmebr das Geschäft lc seine alleinige Rechnung unter der Firma„Ludwig Seibert“ wieder fort. Die nöthigen Ein räge find heute im Firmen Register unter Nr. 160 und 164 eisolgt. Friedberg am 22. Okiober 1872. atem, e Friedberg. e. N 2 3012 Freitag den 1. November d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in Zo'ge eingelegten Nachgebels die zum Nachlasse des Koppel Marx dahier gehörende Hof⸗ Lalthe: i 3 Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klstr. 2. 524. 10. Hofralthe in der Judengasse zum letztenmale öffentlich metäblelend versteigert werden unter dem Bemerken, daß Nachgebote nicht, mehr an genommen und dem Letztbietenden die Genehmigung sosfort ertbellt werden soll. ö rtedberg den 26. Oktober 1872. Goßherzogliches Ortsgericht Friedberg. F o uc ar. Oefen und Herde, Hofraithe⸗Versteigerung. 1 wie gußeiserne Kochgeschirre „ e 2995 billigst bei 7 10 Carl Bauer in Assenbeim. Urtheil. 3013 In Sachen der Ehefrau des Heinrich Wester⸗ weller von Beienheim Katharine, ged. Habn, Klägerin gegen ihcen Ehemann undekannt wo? abwesend, wird in Erwägung: „daß Klägerin und Beklagter evangellscher Con— fesston si d und nach eingelangter Bescheinigung am 5. März 1868 durch den Suffragan Pastor Mo nod in der reformirten Kirche zu Rouen nach refor⸗ mittem Ruus getraut worden find“, „in weiterer Erwägung, daß die von der Klägerin geltend gemachten Ebescheidungs gründe, der bös⸗ lichen Verlassung und des Ebebruchs, auf Seiten des Beklagten hinreichend bescheinigt find und über⸗ dies in Gemäßheit des dem Beklagten in der öffent⸗ lichen Ladung vom 23. April 4. J. angedrobten Rechts nachtbeils für zugestanden angeseben werden müssen, indem der Beklagte innerbald der ihm daseldst vorbestemmten Frist keine Elklärung auf die gegen ihn erhobene Ehescheidungsklage ab— gegeben bat“, in endlicher E. wägung, daß nach den Befffmmungen des evangellchen Kirchenrechts jede det erwähnten Ebescheirungsgründe genügt, um auf Ansteben des beleidigten Theils eine Trennung der Ehe vom Bande durch Richterspruch eintreten zu lassen“, auf Grund der vorausgegangenen richterlichen Infor⸗ mation und der vorgesetzten Entscheidungsgründe nach dem wiederholten Antrag der Klägerin hiermit zu Rech: erkannt: 1) das Eheband zwischen der Klägerin und dem Be⸗ klagten werd für getrennt erk ärt, 2) der Beklagte wird in fämmtliche Prozeß kosten ver⸗ urthellt. V. R. W. So entschieden Friedberg den 21. Oktober 1872. Orobpberzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Langermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Ginstern ⸗Versteigerung. 3014 Donnerslag den 31 d. M. sollen im blesigen Ge— meindewald, Distrikt Matzenplacken, 3060 Gebund Ginstern versteigert werden. Der Anfang ist präcis 9 Uhr Vormittags. Zahlungs termin 1. März 1873. Ober Mörlen am 26. Oktober 1872. Großherzogliche Bürgermeislerei Ober⸗Moͤrlen. e. Feinstes Vorschußmehl 2578 billigst bei Friedberg. M. D. Loeb. Wurmpatronen das Stück zu 3 kr., Brustpastillen, 1585 ärztlich empfohlen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals u. Brustleiden, in Schachteln à 17 kr zu daben bei Hofapoiheket Sturmfels. 2 8 9 5 5 0 8 8 5 32 * 2 2 2 2 888 8 8 8 5 E 685 5. 880 Die soeden erschienene Nr. 4 entbält: 8 3 Der Buchfübrer von Lemgo. Roman von Georg Hestkiel.(Jorisetzung.)— Zum Gedächtuiß des Malers der Reformation. Zu dem Bilde von Tü. von Osr: Lukas Kranach tröstet den gefangenen Kurfürssen Johann Frierrich den Großmüthigen.— Das neue Japan.— Der Lieblingssitz eines königlichen Romantikers. Wit Abblldung von Hohenschwangau.— Am Famtlientische: Der Welttelegrapb.— Des Büttels Flasche. Mit Ad⸗ bildung.— Ftische Trauden im Winter. Mit Adbudung. — Schildkrötensuppe für die Millsonen.— Modedilder und geistliche Amistrachten des vorigen Jahrhunderts. Mit 2 Bildern nach Chodewiecki. Zu Beflellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 2984 Unter Bezugnabme auf meine vorfährige Annonce wiede bole ich biermit, daß ich für keinerlei Schulden aufkomme, die etwa in meinem Namen conttahirt sein oder werden möchten. Frankfurt a. M. im October 1872. (6080) Josef Greil. —.—.— 12— 9** 1 7 7 7 5 N Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Schulbücher in neuester Auflage Lehranstalten und guten Einbänden eingeführten stets vorräthig. Glwerb- und Fortbildungsschule zu Friedberg. 3020 Mit dem 1. November beginnt der Wintercursus in der von dem Gewerbverein seit 25 Jahren unter. haltenen Gewerbschule. Der Unterricht in dieser Anffalt wird nicht nur wie settber fortgefährt, sondern es treten noch einige die allgemeine Buldang bezweckende Gegenstände hinzu, obne daß ein böheres Schulgeld ver- laugt würd. Gegenffände des Unterrichts waren bisher: Aussatz, Rechnen., Geometrie, Stereometrie, darstellende Geometrie, Frethandzeichnen, Fertigung von Voranschlägen, Buchführung, Materiaskunde nebft Gewerb und Naturkunde in beschränktem Maße. Dazu sollen von jetzt an durch die Fütsorge des neu gegründeten Fort- bildungevereins noch kommen Physik(Naturlebre), Geschichte und Geographie, Lesen und Literatur, d. i. Kenntniß der herrlichen Erzeugnisse unserer Dichter und sonstigen Schriftsteller, dte bekanntlich einen vortreff lichen Bildungsstoff für die Jugend abgeben. Möchten doch alle Estern, welche ihre Kinder nicht in höbere Bildungsanstalten schicken können, die hier gebotene Gelegenheit benutzen, die Zukunft derselden durch Ueberbrückung der gefährlichen Kluft zu wahren, wesche zwe schen dem Kindes und dem Mannesalter liegt, zu threr eigenen Beruhtgung und zum Wohl derer, die ihrem Herzen am theuersten sein mussen. Anmeldungen von Schülern können nächsten Sonntag den 3. k. Mts., zwischen flädtischen Schulhause geschehen. 11 und 12 Uhr, im Auch die Fortbildungsschule für Mädchen soll mit Beginn des nächssen Monats wieder eröffnet werden, wozu man sich del dem unterzeichneten Vorfland melden wolle. Friedberg den 28. Oetober 1872. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung des Volksbildungsbereins. 3015 Diengag den 29. October, Abends 8 Uhr im Denn'schen Locale(Relchskrone). sprechung: Nothwendigleit und Einrichtung der Fortbildungsschule. Gegerstand der Be⸗ Referent Sem narlehrer Soldan. Annonce. 3021 Nachdem ich dem Herrn Carl Zöll von bier vertragsmäßig die Verwaltung meiner gesammten Ver— mögensangelegenheiten Übertragen habe bringe ich dieses unter dem Bemerken zur öffentlichen denniniß, daß nur Herr Carl Zoll befugt ist, in meinen Vermögens- angelegendenen mit rechtlicher Witrksamkest zu bandeln unt ich seilbn mich jeder Einmischung in diese Verwal⸗ tung bez eben habe. Groß⸗Karben im October 1872. J. Fauerbach. Empfehlung. 3008 Unterzeichnete empfiehlt fich einem geebrten hle— figen und auswärtigen Publikum im Waschen und Kräuseln von Federn. Friedberg. Amalie Berg in der Burg. Obne Mediein. D 3 N 5 Brust- und Lungen- 2 kranke fiagten auf naturgemäßem Wege selbdft 0 2 in verzweifelten und von den Aerzten für S 2 Nunbeilbar erklärten Fällen radicale Hei- E lung ihres Leidens 5 0 ohne Mediein. 85 8 Nach spezialler Beschreibung der Krank— 2 heit Näheres brieflich durch Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. ECC ˙A KT 4 Ohne Mericin.* 3009 Unterzeichneter verkauft billig aus der Hand (aue wanderung bal er) einen Stock sehr gutes Heu (elca 120 Centner). Kauflebhaber wollen sich längzstens bis zum 8. November melden. Peter Mehldfeld in Michelau bei Büdingen. Obstbäume. 2892 Hochstämmchen von Zwetschen, Mirabellen, Reine— clauden und anderem Steinobst sowie Zwergslämmchen von verschiedenen Kernobsisorten sind in größerer Menge aus meiner Baumschule billtast abzugeben. Friedberg. Thurn. Ein junger kräftiger Mensch 3018 ven 16 bis 20 Jahren oder ein älterer Mann, der das Rindvieh zu füttern versteht, kann von fetzt an den Winter über Arbeit erhalten bet Georg Ewald IV. in Ockstadt. Hillige Limburger Käse 2684 bei Frledberg. A. Stahl Wittwe. Beyenheimer Kirchenverloosung. 3019 Die unbekannten Besitzer der Loose Nr. 3672, worauf bet unserer Kirchenverloo'ung eine goldene Vor— stecke nadel und 3678, worauf ein Buch„Frtedensboten“ in Goldschnitt gefallen sind, werden gebeten, gegen Vor— zeigung dieser Loose die Gewinnste in Empfang zu nehmen. Beyenheim. Urich, Pfarrer. Verpachtung. 3010 Die seither von Herrn Bittong zu Bod-Nau⸗ beim betrtebene Wirthschaft„Cass de Paris“, in nächster Nähe des Kurhauses und der Parkffraße gelegen, läßt Unterzeichneter Monlag den 11. November, Mittags 2 Ubr, auf weitere 6 Jahre verpachten. Außer Garten wirthschaft und geräumigen Localitäten find noch 22 Zemmer zum Vermiethen und Keller vorbanden. Bad Nauheim. Jean Burk. 0 4 8-10 Fuhren Mist 3005 werden beute Dienstag den 29. im Hotel Iburg in Bad Nauheim verkauft. Schwertzell. Hische Uepakuchen 2914 bei M. D. Loeb. Ein Kindermädchen nich! unter 16 Jahren gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 2960 gleich. Muühlsteine Friedr. Hollen Worms. — Tannin ⸗Terpentin egen Uheumatismus und Gicht à Flasche 45 kr. und 1 fl. 45 kr. in Reichels⸗ 3 in der Apotheke dasesdff. 3006 . 1 Zu verpachten 3023 etnen Garten im Schützenrain. G. Schmidt's Erben. Eine Grube Mist 3017 hat zu verkaufen Heinrich Schäfer. Große wollene und seidene Halstücher 2658 in den schönsten Farben, für Herren und Damen, äußerst billig bei Näheres bei K. Friedrich neben der Post. Dienstantellt 2 Productenbörse 2901 in Friedberg f ö jeden Donnerstag des Vormittags e Danksagung. 3022 Wir fühlen uns gedrungen, Allen, welche bei dem am verflossegen Frettag uns betreffenen Brandunglüick durch ihre Hilfeleistung uns beigeftanden haben, sowie für alle herzliche Theilnahme, weiche uns entgegen gebracht wurde, unseren aufrichtigssen Dank aussu x sprechen. Ganz besonders sagen wir unseren befsen Dank allen Bewohnern Assenheims, deten kräftigem und ausdauerndem Beistande wir es verdanken, daß größeres Unglück von uns abarwendet wurde. e Assenheim den 27. October 1872. C Koch und Familie. Bekanntmachung. 3016 Am letztverflossenen Frsedberger Mikt habe 0 ein herrnlos berumlaufendes Ferkel aufgefangen und kann solches der Eigenthümer gegen die entstehenden Kosten bet mit in Empfang nehmen. 1 Dorheim den 26. Oktober 1872. 5 1 Heinrich Mörschel. Uegenschirme 67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billgen 5 Preisen bel K. Friedrich, neben der Po. ffrische Schellsische! 2829 jede Woche direkt aus der Nordsee, bet 3 Wilh. Fertsch. 2880 ban den 1 1 eilt brieflich 1 Epilepsie unter Garantie 1 Dr. Olschows iy, Breslan. Hausenslein ꝙ Vogler, Annoncen-Erpedition Frankfurt a. M., München. Nürnbertz. Mannbeeim ꝛc. ꝛc. 3 In alle Zeitungen des In⸗ und Aus⸗ landes werden Anzeigen zum Originalpreise besorgt udet;* Agentur ⸗Gesuche, Commandttär⸗Gesuche, Assoctationss Gesuche, Personal Gesuche, Stellen- Gesuche, Wohnun s Gesuche, Kauf Gesuche, Ardener Gesuche, Geschäfts« Eröffnungen, Waaren-Empfehlungen, Fabrikats Em⸗ pfehlungen, Verfleigerungen Submessionen, Speditsonen, Aus verkaufe, Bank- Emissionen, Verloosungen, Gegzerale 1 1 Versammlungen, Scifffahrtspläne, Versicherungen, 1 Auswanderungen ꝛc ꝛc. A dalender pro 1873. Kalender pro 4 Gustav: Adolf Kalender S kr. Hessischer Hausfreund Kath lischer Biider kalender Allustrirter Familienkalender ö Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff ig Friedberg. 807 Kirchen huchsaus züge. Evangelische Gemeinde. 700 Gestraute: 1 20. October. Jobann MWicdae Koch, Werkführer in einer hasisen Fabrik, heimalbdberechigt in Schönberg 5 1 2 im Kreise Bene heim, Sohn des zu Darmstadt wobnendeng Bürgers zu Schönberg Karl Ludwig Koch, und Charlose Netz, Tochter des diesigen Bürgers und Oekonome Friedrich Ludwig Netz. Getaufte: 1 20. Oct. Dem hies. Bürger, Schubmachermeissen und Realschuldiener Konrad Herold ein Sohn Johann Konrad Wilhelm geb. den 8. Oct. 1 20. Oct. Dem dahier wohnenden Ortsbürger zu Assenheim und Schuhmachermeißer Joh. Heinrich Wübelm Hoffmann eine Tochter Elisabetha Anna, geb. den 3 Oct. 20. Oct. Freienseen unt Kappenmacher Jovann Heinrich Pofmann eine Tochter Elisabethe geb. den 19. Sept. ö 20. Oct. Dem vorm Großd. Hauptmann Adolf Lurweg Baltbasar Mar miltan Dieffenbach eine Tochtet Tura, geb. den 16. Sep'. 8 24. Oei. Cem bie s. Pürger und Feldschützen Joh. Sauer e ne Tochiet Aung Maria Katharina, ged. den 30. Sept. * N nn Verantw. Med.: vermann Schempff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. * 5 Dem dabter wohnenden Ortsbürger zu 1