A lagende Lobeunz dei Anta peut. —— taludt habe 1 billigfen trauß. 13 2 11; 1 5. 32 rtsch. * dal; d dilligde Andezen, u Vager⸗ 2 Fadttes gut allein ndecker 1 Ig. 11 Iht, 29 . Donnerstag den 29. Februar. . 25. ssischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Iriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sampag Für den Monat März kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 10. Die Rechnungsablage süber die Verwendung der für das Jahr 1869 in dem Großberzogthum Hessen ausgeschriebenen Brandentschädigungsbeiträge. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. T a p p. Friedberg am 27. Februar 1872. Betreffend: Den Termin für den Abschluß und die Einsendung der Gemeinderechnungen für 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Das nachstehend abgedruckte Ministerialausschreiben vom 20. Febr. J. theilen wir Ihnen zur Nachricht und Nachachtung, insoweit Sie es angeht, und dem weiteren Auftrag mit, auch die Gemeinde— einnehmer zur pünktlichen Darnachachtung davon in Kenntniß zu Gesuche um allenfallsige Erweiterung des Termins können nur unter nachzuweisenden ganz besonderen Verhält⸗ d. 3 setzen. nissen Berücksichtigung finden. Wir müssen Ihnen zugleich empfehlen, die Vorlagen über die allenfallsigen Gesuche um Creditertheilungen an uns in vorgeschriebener Weise und so zeitig zu machen, daß nicht durch verspatete Einsendung gehalten oder deren wird. strenge rügen. Hinsichtlich der g posten ohne Weiteres zur Last gesetzt wird. derselben, wie seither öfters geschehen, solche abschlägig beschieden Friedberg den 27. Februar 1872. werden müssen und dadurch die Verrechnung von Ausgabe posten auf— Verwerfung wegen Creditmangel herbeigeführt Nachlässigkeiten in dieser Beziehung werden wir ungern, aber Liquidationsverzeignisse beziehen wir uns auf unsere deßfallsigen besonderen Ausschreiben und erwarten sowohl von Ihnen als den Gemeindeeinnehmern deren genauesten Befolg unter dem Bemerken, daß jeder nicht gehörig und begründete Ausstands— in Liquidation gestrichen und somit dem Rechner n pep. Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. nungen an zweite Abtheilung auf den 31. Juli i. J. Wegen der etwa nöthig werdenden Erstreckung dieser erweiterten Fristen ist in den einzelnen Fällen nach den bestehenden Vorschriften zu verfahren. a Wir bestimmen hiermit in Bezug auf. de Gemeinderechnungen für 1871 den Termin zum Abschluß der Bücher allgemein auf den 30. April, zur Ablieferung der Rechnungen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien auf den 30. Juni und zur Einsendung der Rech— die Großherzogliche Oberrechnunge kammer-Justisicatur Betreffend: Den landwirthschaftlichen Verein für die Provinz Oberhessen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Unfer Ausschreiben vom 1. d. Mts., Oberhessischer Anzeiger Nr. 15, bringen wir in Erinnerung. 2 Betreffend: Den Abverdienst der unzahlbaren Feldstrafen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der sofortigen Einsendung des Nachweises über den Abverdienst der Feldstrafen entgegen. Trapp. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landͤgestütsbeschäler für 1872. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Sie werden binnen 8 Tagen Ihren Bedarf an Bedeckscheinen einberichten. Bei dieser Veraulassung weisen wir Sie zur pünktlichen Be— folgung der in dem Regierungsblatt Nr. 54 von 1836 und in den Amtsblättern des vormaligen Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz Nr. 75 von 1836 und Nr. 52 von 1837 erlassenen eines Sicherung der Erhebung desselben hiermit an, damit nicht, wie schon ö Vorschriften bezüglich der Einführung die Verzeichnisse nicht Sprunggeldes und versehen worden seien Sie werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Ge— meinde-Einnehmer biernach unter dem Anfügen alsbald bedeuten, daß die Nichteinhaltung dieser Fristen, und beziehungsweise eine Unter— lassung der deßfalls zu machenden Anzeigen Disciplinarstrafen und sonstige etwa erforderliche Zwangsmaßregeln zur Folge haben würde. Darmstadt, am 20. Februar 1872. v on Be ch t ol d. Zimmermann. Friedberg am 26. Februar 1872. des Kreises. red d d. Friedberg am 27. Februar 1872. Friedberg am 26. Februar 1872. so oft gelegentlich der Prüfung der jährlichen Verzeichnisse über das zu erhebende Sprunggeld erinnert werden wieder in vorschriftswidrigem Zustande vorgelegt werden. Namentlich mußte bei Gelegenheit dieser Revision mehrfach gerügt werden, daß mußte, diese Verzeichnisse deutlich geschrieben, ausgestellte Scheine hierin nicht eingetragen, dieselben mit Datum und Namensunterschrift nicht dc. Tria pp. Deutsches Reich. Darmstadt, 26. Febr. 2. Kammer. Vor Eintritt in die Tagesordnung stellt der Abg. Dumont eine Interpellation an die Regierung, inwieweit sie Strafbestimmungen eintreten lassen werde im Falle von Eisenbahnunfällen, wie sie ürzlich wieder in Mainz vorgekommen. Hierauf ritt die Kammer in die Berathung der von der bezügliche Vorlage machen. v. Biegeleben und erklärt, daß zwischen den An— trägen des Ausschusses und der Regierung nur eine sehr geringe Differenz bestehe; die finanzielle Bedeutung der Differenz sei zu gering, als daß sich nicht eine Verständigung werde finden lassen. Die Revision Ler Dienstpragmatik liege in der Absicht der Regierung und werde sie eine darauf Adg. Wernher dankt Regierung vorgeschlagenen allgemeinen Gehaltser- der Regierung für die gegebenen Erklärungen. böhungen ein und beschließt nach mündlicher Be- Man befinde sich dem Antrage gegenüber in einer ichterstattung des Abg. K. J. Hoffmann, daß dabei auch die in dieser Hinsicht von dem Abg. Backé gestellten Anträge ihre Erledigung finden der Zapfgebühr, In der Generaldebatte ergreift zuerst das höhungen ꝛc— Wort der Regierungscommsssär Geheime Ratb! Aus sch— sollen. fatalen Lage, der Landwirth verlange die Herab— setzung der Steuer, die Weinwirthe den Erlaß die Beamten die Gehaltser— Aus all diesen Rücksichten sei der Antrag nur mit Rücksicht auf die übrigen sich herandrängenden Forderungen stattgegeben werden dürse. Dumont: Die Frage, ob eine Gehalts- aufbesserung nothwendig sei, verstebe sich von selbst und sei nicht zu bestreiten, jedech gehe er weiter als die Majorität. Die Summen, welche diese vorgeschlagen, seien zu gering, diese Aufbesserung nur eine ungenügende. Deßhalb sei er für ein Provisorium. Sodann gehe er noch weiter und verlange, daß auch die Volksschullehrer gleichzeitig berücksichtigt würden. Durch ein Provisorium werde die Handhabe geboten, daß die Staats regierung Veranlassung nehme, eine Vorlage wegen Verminderung des Beamtenstandes zu machen. Die u dem Schlußsatz gekommen, daß dem Regierung müsse die Hand bieten, das bureau— ö 4 2 —— kratische Wesen zu beseitigen. Ferner wünsche er, vorgeschritten und liegt eine bedeutende Summe daß den Beamten einer großen volkreichen Stadt, wie Darmstadt, Mainz, ein größerer Gehalt zu- falle, wie solchen, welche an einem kleineren Orte domiziliren. Was endlich die Pensionäre und Wittwen betrifft, so halte er dafür, daß der Staat diejenigen Diener, welche ihm mit Treue und Eifer gedient, nicht wie Bettler an der Straße steben lassen dürfe und daß auch in dieser Beziehung Kechnung getragen werden müsse. Backe findet, daß ibm der Vorredner seine Aufgabe, der Kammer seinen Antrag nochmals ausführlich zu empfehlen, erleichtert hätte und er sich deßhalb erlaube nur eine Vergleichung aufzustellen mit anderen Staaten, in welchen ebenfalls die Be- amtengehalte aufgebessert würden. Er halte die Anforderung der Regierung für viel zu gering und eine Erböhung von 75 pCt. in jeder Be⸗ ziehung gerechtfertigt. Er beantrage, daß nach Annahme der Regierungsvorlage oder den An- trägen des Ausschusses die Gehalte bis zu 500 fl. noch um ¼ erhöht würden. Bezüglich der nach Taggeldern bezahlten Beamten beantragte er, daß auch diese entsprechend erhöht werden müßten und weiter stelle er den Antrag, daß die Naturalver- gütung beibehalten würde. Abg. Goldmann bält es für überflüssig, noch mehr über die gedrückte Lage der Beamten zu sagen. Wenn man erwäge wie alle Privatanstalten und Bankhäuser ihre Be— amten bezahlen, so sei die Erhöhung der Besol— dungen der Staatsdiener vollständig gerechtfertigt. Et hoffe, daß die Kammer ihre Abstimmung nicht von dem Antrag des Abg. Dumont abhängig mache, sondern die Aufbesserung der Gehalte als eine bleibende beschließe. In ähnlichem Sinne sprechen Schäfer, Wirth, Curtman und v. Löw, welch Letzterer will, daß auch die Frage über die Aufbesserung der Schullehrergehalte mit der heu— tigen Frage gelöst werde. Die Sitzung wird hierauf vertagt. Vom Vogelsberg schreibt man der„Fft. Pr.“: Die Verhandlungen zwischen Berlin und Darmstadt wegen Errichtung eines deutschen Re— monte-Depsts bei Ulrichstein scheinen zu Gunsten unseres Gebirgs zu verlaufen, indem in diesen Tagen die hessischen Forstbehörden die Weisung erhielten, die für 1872 vorgesehenen Waldcultur— arbeiten in dem Theile des Oberwaldes, wo die Weideplätze der Pferde sich finden, nicht in An⸗ griff zu nehmen. Berlin. Der Präsident des Herrenhauses, Graf zu Stolberg, hat die Mitglieder desselben durch Circular in Kenntniß gesetzt, daß er die nächste Plenar Sitzung des Hauses auf den 4. März anberaumen werde, und bittet ferner mit Rücksicht auf die demnächst zur Verhandlung ge⸗ langenden sehr wichtigen Gegenstände zu diesen Sitzungen möglichst zahlreich zu erscheinen. In der Sitzung am 4. März wird voraussichtlich das Gesetz über die Oberrechnungskammer zur Be— rathung gelangen, sowie die übrigen Gegenstände, welche sich bis dahin angesammelt haben werden. Am 5. März würde dann keine Sitzung sein, um den Fractionen Zeit zur Berathung über die am 6. März beginnende wichtige Debatte des Schul- aufsichtsgesetzes zu lassen. — In Meldungen an auswärtige Blätter wird das Gerücht von dem Rücktritt des Handels- ministers Grafen Itzenplitz bestätigt mit dem Bei— fügen, daß zu dessen Nachfolger Bergrath Achen— bach(freiconservativ) ausersehen sei. — Die Nachricht, welche kürzlich durch die Blätter die Runde machte: daß die Bewaffnung der deutschen Infanterie mit dem neuen Gewehr sehr nahe bevorstehe, wird von der„Allg. Mil. Ztg.“ jetzt dahin präcisirt, daß es sich hierbei lediglich um die bekanntlich schon im Sommer 1870 begonnene und vor dem Kriege sistirte Ausgabe des aptirten Zündnadelgewehres handelt und daß keineswegs jetzt schon von einer Austheilung des neuen Gewehrmod elles die Rede sein kann, dessen Massenanfertigung in jedem Falle längere Zeit in Anspruch nehmen muß, als jene Zeitungsschreiber anzunehmen scheinen. München. Die Prägung der Reichsgold- münzen ist in der k. Münze dahier bereits weit derselben zur Ausgabe bereit, doch wird in dieser Beziehung erst noch eine nähere Weisung des Reichskanzleramtes erwartet. — Der erste Innthaler Katholikenverein dankte in einem an Fürst Bismarck abgegangenen Tele- gramm demselben als Gründer der deutschen Einig⸗ keit, als Führer auf der Bahn nationaler Be— strebungen und„Vorkämpfer für Freiheit und Recht.“ Fürst Bismarck dankte auf telegraphischem Wege für die ausgesprochenen Glückwünsche und die Bekundung landsmannschaftlicher Uebereinstim— mung in Gesinnungen und Bestrebungen. Stuttgart. In der Kammer der Abgeordneten wurde der Commissionsantrag auf Vereinigung des Ministeriums des Aeußern mit einem andern Mini- sterium mit 62 gegen 14 Stimmen angenommen. Ausland. Frankreich. Paris. Bei den in den Bürkaux der Nationalversammlung stattgehabten Berathungen wurde, wie der„Temps“ sagt, Seitens der Minister zugegeben, daß der von Gesetzentwurf Abänderungen erfahren könne. Die Minister betonten ferner, daß der Entwurf nicht den monarchischen Manifesten gelte, sondern einzig gegen die Angriffe und Verläumdungen der Um— sturzparteien gerichtet sei. Eine Verständigung über die Vorlage wird nunmehr als wahrscheinlich be— trachtet. aus Antwerpen, welche besagt, daß der Graf von Chambord, von dem Wunsche geleitet, daß seine Anwesenheit nicht einen Anlaß zu Unruhen und einen Vorwand zu Feindseligkeiten darbiete, seine Freunde aus Frankreich aufgefordert habe, ihre Besuche einzustellen. — In Cherbourg glaubt man Vorbereitungen gegen Landungsversuche des Ex-Kaisers treffen zu müssen; die Behörden haben deshalb den„Ariel“ ausgesandt, um die Küsten zu überwachen, und der„Coligny“ und der„Kersaint“ haben Befehl erhalten, sich zum Auslaufen bereit zu halten. — Die Discussion über die Petitionen, welche verlangen, daß Frankreich nur einen Gesandten in Rom unterhalte(nämlich den beim Papste), ist auf nächsten Samstag vertagt worden. Die Clericalen haben große Anstrengungen gemacht und eine Masse Petitionen nachgeliefert. Zuerst betrugen die Unterschriften derselben 60,000, jetzt betragen sie 250,000. — Aus Paris meldet die„Etoile belge“: Thiers sei entschlossen, das neue Preßmaßrege⸗ lungs gesetz nicht zu modifieiren. — Man versichert, daß der Gesandte in Stock holm, Fournier, zum Gesandten Frankreichs in Rom ernannt sei und in kürzester Frist auf seinen Posten abgehen werde. Versailles. Ein Brief Barthelemy St. Hi⸗ laire's erneuert im Namen Thiers die Versiche⸗ rung, daß derselbe an der Republik festhalten werde. Alle seine Bemühungen hätten diesen Zweck im Auge. Der der Nationalversammlung vorgelegte Gesetzentwurf Lefrance's werde aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die einige dahin zielende Maßregel sein. Belgien. Brüssel. Die Lage in Ant- werpen ist sehr ernst und die Aufregung im Steigen. Am 24. d. Abends erwartete man be— reits ein Handgemenge des Volkes mit der Polizei. — Aus Antwerpen wird gemeldet: Die Demon— stranten sind sämmtlich mit Knütteln bewaffnet. Es haben ernste Unordnungen stattgefunden. — In Antwerpen wurde der Graf Chambord am 26. d. beim Ausgang zur Kirche mit dem Rufe:„Es lebe der König von Frankreich!“ empfangen. Der Oberst der Bürgergarde be— schwert sich, daß die Polizei bewaffneten Banden mit weißer Fahne Aufzügen in den Straßen ge⸗ stattete. Die Bürger haben den Staatsprocurator beuachrichtigt, sie würden Angesichts dieser Vor⸗ gänge nur bewaffnet ausgehen. Die Aufregung ist sehr groß. — 27. Febr. In der Deputirtenkammer be— stätigte aus Anlaß der Interpellation Couvreur — Die„Union“ veröffentlicht eine Depesche * der Minister des Auswärtigen die heute Morgen erfolgte Abreise des Grafen Chambord. Antwerpen. Der Graf von Chambord empfing am 25. d. 250 Abgeordnete der Stadt Lille. Auch aus anderen Städten werden Depu⸗ tationen erwartet. Die vor dem Hotel„St. An. toine“ versammelte Menge verhielt sich stillschweigend. — Die„Etoile belge“ meldet aus Lille. Die an den Grafen Chamhord von hier abgesandte Legitimisten-Deputation wurde bei ihrer Rückkehr von Antwerpen mißhandelt und ihre Wagen zer⸗ trümmert. Großbritannien. London Die„Daily News“ enthalten ein Telegramm aus Newyork, welches meldet, daß die Antwort der Unions regierung, obwohl diese auf ihren Forderungen bestehen bleibe, doch in einem maßvollen Tone gehalten sein werde. Die Regierung glaube, eine gehörige Auseinandersetzung der Klageschrift werde die bestehenden Schwierigkeiten beseitigen. — Nach einem Telegramm aus Calcutta vom 20. Februar hat General Bourchier eine Anzahl feindlicher Stämme unterworfen, welche bedingungs- 2 i f ine Lefranc, dem Minister des Innern, eingebrachte los Waffen und Geißeln auslieferten und eine Geldbuße bezahlten. Italien. Rem. Der Papst hat 28 neue Bischöfe ernannt und zwar 20 für Itakien, 8 fär das Ausland. Unter den letzteren befinden sich 2 für Rußland, je einer für Steiermark und Polen. — Der König hat dem Prinzen Friedrich Karl von Preußen das Großkreuz des Militär- Ordens von Savohen verliehen. — Der„Libertà“ zufolge wurde der Depu⸗ tirte und Journalist Borghi von der englischen und der amerikanischen Regierung ersucht, die Alabamafrage zu studiren und ein Gutachten da- rüber abzugeben. Friedberg. Die alljährliche Fastnachtsabend⸗ unterhaltung des„Frohsinn“ wurde diesmal erst am letzten Sonntag abgehalten, da, einige Mitglieder früher mitzuwirken verhindert waren. Nech dem Spruche:„Was lange wäbrt, wird gut“, war auch sie nur um so genuß⸗ reicher. Gestarten Sie über diese köstliche Blüthe„froh⸗ sinniger“ Wirksamkeit nur die Bemerkung, daß die ver⸗ schiedenen theatralischen Aufführungen und sonsligen Schwänke durchweg gelungen, vielfach mit einer Vollendung zur Darstellung kamen, die auch strengeren Kunstforde⸗ rungen vollauf gerecht wurde, so daß die Wirkung eine durchschlagende, zu ungeheuerfter Heiterkeit fortreißende war und das einstimmige Urtheil aller Anwesenden in den einfachen Worten sich äußerte, die man im Gefühl vollständigen Befriedigtseins bei einem Kunstgenuß immer gebraucht:„Es war schön!“ Und zwar bezog sich dies letztere gleicherweise auf den der Situation so angemessen gewesenen, mit Frische und Feinheit gesungenen Chor: „Was kraucht dort in dem Busch herum?“ wie nicht minder auf die freundliche Miwirkung der Dilettanten kapelle, deren Streben und bereits errungener Tüchtigkeit warmes Lob gebührt. Solchen Abend ließen sich Alle, welche die paar köstlichen Stunden verlebt haben, sicher gleich noch einmal gefallen, wenn's— eben zweimal Fastnacht wäre. Kommt aber wieder ein Winter in's Land, so wird hoffentlich bei dem„Frohsinn“ abermals das Wort Geltung haben:„Saure Wochen, frohe Feste. Mainz. Wie Berichte aus Mainz mittheilen, ist der von einer losreißenden Kette des am Freitag verun⸗ glückten Güterzuges niedergeworfene Arbeiter nicht gestor⸗ ben; glücklicherweise erholte sich derselbe schnell wieder von dem Unfall und hat wie ein anderer Arbeiter, der gleich— falls von einer losreißenden Kette verletzt wurde, bereus wieder seinen Dienst angetreten. Auch beträgt der Schaden an zertrümmerten Wagen nicht, wie man anfangs geglaubt, 100,000 fl., er wird schwerlich 15,000 fl. übersteigen. Klein ⸗Krotzenburg. Unter den hess. Orten am Main hat sich jetzt die Gemeinde Klein⸗Krotzenburg durch Aufbesserung der Gehalte ihrer Lehrer rühmlichst ausge⸗ zeichnel. Nachdem sie schon vor drei Jahren die beiden Schulstellen daselbst je um 35 fl. erhöht hatte, wurde durch einhelligen Beschluß des Gemeinderaths jedem Lehrer eine weitere Zulage von 75 fl. vom 1. Januar 1872 an bewilligt. Leipzig. Gegenüber einer Mittheilung der„F. Z.“ erfährt der„B. B. C.“, daß nicht 1 Million, sondern nur ca. 20,000 Tylr. Pfandbriefe der Sächsischen Hypo⸗ thekenbank nicht rechtzeitig angemeldet und daher präckudirt worden seien. Auch wird das Ergebniß der Liquidation nur auf ca. 45, nicht 50 pCt. angegeben. Frankfurt a. M., 26. Februar. Die Börse ver⸗ kehrie heute zu festen Coursen. Besonders gesucht waren Lombarden. Von jungen österreich. Eisenbahnen waren ungar. galiz. Actien in Folge vielfacher Realisationen matter. Lebbaftes Geschäft war in österr. Prioritäten und wurde viel Material aus dem Markt genommen. Franz⸗Joseph und Nordwestbahn 90 ⅛. Elbthal-Priori⸗ läten 86 ¼. Rudolph. 83 ⅜. Ungar. Oftbahn 748¼. 5% Lombarden 86. Livorneser 39½,. Holz- Versteigerung. Wanbeid a i a der Stud 551 Dienstag den 5. März l. J., Vormittags halb 4 10 Ubr, wird in dem Woldpistrik! Zungfernwald und epu⸗ Eicherecke dei Ilbenffadt folgendes Gehölz, als: St. An. 4 Kaummeter Buchen ⸗Scheitbolz, Sdeigend 18 2 Eichen ⸗* 6 Lin 0 8* Pappeln⸗— 1 14 5 Eichen⸗Prügelholz. Wiesandte 10 5 Kiefern?„ b Nüctehr 2 4 Fichten⸗„ Lagen zer. 4* Pappeln⸗„ 7 23 5 Eichen⸗Stockholz, 2 4 Kiefern⸗„ 8 Richten 6 8 Pappeln-- 300 Stück Buchen-⸗Wellen, 100% Y e schen, 2350„ Eichen-„ 100» Bitken⸗„ 800„ Sahlweiden-Wellen, 57 300„ Aopen⸗„ — 200* Pappeln · 7 2 1300 Kiefern-* cult vom 400„ Fichten⸗ 9 d Anzahl 25 7 Dorn; 9 1 42 Eichen ⸗Stämme von 23-41 Centimeter Durch— 1 messer und 3— 13 Meter Länge, und tine 1 Aborn⸗Stamm von 34 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge,* 28 neue 18 Fichten⸗Stämme von 17—41 Centimeter Durch- 8 misser und 7— 19 Meter Länge und . Ur 11 Pappel⸗Stömme von 25—54 Centimeter Durch— uten sich messer une 9—13 Meter Länge, ind Polen. öffentlich an den Meifibietenden unter den üblichen Fnidrich Bedingungen verfseigert. 2 8 Schloß Ilbenstadt den 23. Februar 1872. 1 Aliär- Gräflich Leiningen⸗Westerburgische Rentei. ran. een Holz ⸗Versteigerung. 8 559 Nächsten Freitag den 1. März d. J., von Morgens , die 9 Ubr ab, werden in biesigem Stadtwalde, Diffrikt achten da ⸗ Sumpf, folgende Holzsortimente öffentlich an den Meist— bietenden versteigert: 8 — 78 Raummeter Eichen Scheitholz, elta bend 17* 7 Prügelbolz, r 32 N„ Stockbolz, 1 4.34 Wellen„ Reieholz tüter 58 Stück Eichen Stämme von 2,40— 11,40 Meter Länge und 21— 90 = 44,05 Cubekmeter, und blerauf im Distrikt Raut: 2 Raummeter Tannen⸗Prügelbolz, 5,5* Stockholz, 0,38 Wellen Reisbolz und 11 Stück Tannen⸗Stammbolz von 9— 20 Meter Länge und 28— 40 Centimeter Durchmesser = 11,38 Cubikmeter. ö Bad⸗ Nauheim am 24. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteren Bad-Naubeim. Schutt. Holz⸗Versteigerung. 5632 Montag den 4. und Dlenstag den 5. März l. J., jedesmal Morgens 9 Ubr anfangend, soll im Butzbacher Stadtwald, Diflrikt Sommerberg, folgendes Holz meifibietend verffelgert werden: — Raummeter Buchen, Eichen u. Nadel⸗Scheitholz, Centimeter Durchmesser 7, . * desgleichen Prügelholz. 210 4 5 Stockbolz und 3400 Wellen 7 Retsholz, sowie 307 Stämme Nadel-, Eichen- und Buchen Bau-, Werk und Nutz holz, 144,48 Fefimeter ent- haltend, und 22 Stück Nadel und Eichen ⸗ Festmeter enthaltend. Die Zusammenkunft ist am kaiserlichen Kirchbof, wobel bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brenn- holz und am zweiten Tage das Stamm und Stangen solz zur Versteigerung kommt. Buß bach den 26. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermelslerel Butzbach. Küche l. Stangenholz 2,39 7 9 963 Für die Gemeindeschäferet in Rodheim werden 0— 2 2 Schäfer gegen guten Lohn gesucht. Lusttragende wollen sich alsbald bei unterzeichneter Stelle melden. Rodhelm am 26. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Rodheim. 59 J. V. d. 8. e. Webrbelm, Beigeordneter. auch-Hückinge! 475 find eingetroffen bei — Wilbelm Fertsch. 3 Der seübere Wü ssenfeldesche Garten am Palnzerthor soll auf Requlsitlon Groß berzoglichen kondgerichts Irtedberg durch Unterzeichneten verkauft derben. Kaufliebbaber wollen sich inrerbalb 14 Tagen pbenden an den Curator Bruchenbrtz den. Philipp Best II. unter Nr. 509 besorgt die Exp. d. Bl. Holz⸗Versteigerung. 575 Montag den 4. März d. J. werden von Morgens 10 Uhr an in dem Domanialwald Frauenwald bel Nieder⸗ Mörlen 2 Raummeter Eichen⸗Prügelbolz, 08„ Stockholz, 6797 Wellen Eichen⸗Reis holz, 75„ Nadel,„ und 14 Stück Eichen Stämme von 15—31 Centimeter Durchmesser und 5—6 Meter Länge versteigert. Ober⸗Rosbach den 27. Februar 1872. Groß berzogliche Oberförsteret Ober⸗Rosbach. Strack Holz- Versteigerung. 577 In der gürstlichen Oberförsterei Lich, Diftrikt Hard, soll nachverzeichnetes Polz versieigert werden: 1) Montag den 4. März. Scheulboig. Prügetholz. Stockholz. Reisholz. Raummeter. Wellen. Buchen- 14 64 16 300 Elchen⸗ 4 294 300 4350 Nadelbolz⸗—— 100 2100 2) Dienstag den 5. März. 326 Eichen Stämme von 15—49 Cenlimeter Durch messer und 3—13 Meter Länge mit 153,58 Cubik— meter, 25 Nadelholz-Stämme mit 19.85 und 20 Eichen Stangen mit 1.57 Cubikmeter Inhalt. Zusammenkunft sedesmal Morgens 9 Uhr am Muschen⸗ beimet Weg, ½ Stunde von Lich. Lich am 27. Febtuar 1872 Der Fürftliche Oberförster Wimmenauer. Jagd Verpachtung. 574 Montag den 4. März d. J., des Mittags um 1 Ubr, soll die der Gemeinde Kirch Göns zustehende Jago der Gemarkung Kirch-Göns, 2507 Morgen haltend, auf wellere 6 Jahre verpachtet werden. Kirch⸗Göns den 27. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Kirch-Göns. Weber. Faselochs Versteigerung. 580 Dienstag den 5. März, Vormittags 10 Ubr, soll bei Gastwirth Höres ein der hiefigen Gemeinde zu⸗ flehender Faselochse öffentlich meistbietend vetsteigert werden. Heuchelheim den 27. Februar 1872. Großberzogliche Rürgerme ssterel Peuchel helm. Gatz ert. 22 72 95 28 2 7 22 — 4 7 2* 22 2 heim. 58 Die soeben erschlenene Nr. 22 enthält: 22 Die zweite Bitte. Novelle von W. D. Riehl.(Fort⸗ setzung.)— Die Seeschlange oder das Zukunftsschiff. Von M. Bischoff.(Schluß.)— Der Sturz des Meiflers. Baterländtscher Roman von Georg Piltl.(Fortsetzung.) Der St. Gottbard und sein Hospiz. Ven Ed. Osenbrüggen. Mit Ihustruation.— Am Famtlientische: Nach der Schule. Mit Originalzeichnung von Boden— müller.— Ein preußtischer General in Stutigart. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Alpfel und Dirnen, 275 Zwetschen, Mirabellen. Pflaumen zu 30, 36, 24 kr. per Stück, 50 fl. per 100 Stück. Aepfelpflanzungen für Gemeinden werden unter Garantie übernommen. „Rosen“, boch, halbhoch und niederstämmig ver Stück 36, 30, 24 kr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinsurtb bei Bad- Nauheim. Holz⸗Versteigerung. 555 Samstag den 2. März, Nachmittags 1 Uhr, läßt Unterzeichneter an Ort und Stelle 2000 Stück Wellen(Obstbaum- Aus putzholz) öffentlich meiflbietend verstelgern. Die Zusammenkunftütst auf dem Hofe. Balnbardsbof den 24. Februar 1872. Friedrich Wendel, pachter. 569 Für Anfang April l. J. ist in einem größeren Jabrikgeschäft in Frankfurt a. M. eine Lehrlinge steule zu besetzen und zwar auf dem Comptoir, woselbst dem Betreffenden Gelegenheit geboten ist, sich mit allen Comptoiracbeiten vertraut zu machen und Keuntutsse in dem Metallsach zu erwerben. Eine jährlich sletgende wöchentliche Bergüung wird gelelstet. Frankirte Offerten 1 572 Ich suche Jemanden, der mit dem Nusseinstein- formen gut umzugehen versteht. L. Scherer. Ober Mörlen. Brodpreise vom 1. bis 13. März Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: ½ Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 20 Zweite Sorte 48 18 kr. kr. „* 2„„ 10 77„ 2— 9* „* 1* 5—„ 1„ 4* Für Bad- Nauheim: Kasseler Brod 4 g 21 kr. „** 2* 10½* *„ Erste Sorte 4 20 kr. Zweite Sorte 4 A 18 ki. .„ e ita nd,. 1 5„ In Bei Bäcker Meier erste Sorte 19 kr., Für Butz bach: Erste Sorte 2Kilogr. 18 tr. Zweite Sorte 2 Kil ogr. 16 kr. 1 9 8 1 8 57„ 77 4* zweite Sorte 17 kr. *** U 1 ** 4„** Fleisch⸗ꝛc. Preise vom 1. bis 18. März. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleisch pr. Z 20 kt. Kuhfleisch, gem. 8 Kammstück 211 Rindfleisch, gem. 18„ Leber- u. Blutwurst 24 5 Ham melfleisch 18„(Bratwurst 28 Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28 3 Kalbfleisch 16„ Geräucherter Speck 32 4 Keil und Carre—„ Dörrfleisch 8 Nierenfett 24„ Schinken 28 Hammelsfett 18„ Schmalz, ausgel. 32 8 Schmalz, unausgl. 28 8 Ausnahmspreise: Bei N. Engel Dörrfleisch 26 kr. — Bei J. Ruppel Bratwurst 26 kr.— Bei W. Heß Kammstück 20 kr., Leber und Blutwurst 20 kr., Brat⸗ wurst und Schwartenmagen 24 kr * Fur Bad ⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr., Schweinefleisch pr. g 20 kr Kuhfleisch, gem. 19 Leber- u. Blutwurst 24 3 „ ungem.—„ Bratwurst 29 ammelfleisch 18„ Schwartenmagen 28 5 Keil und Carre—„ Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 18„ Fleischwurst 9 Keil und Carre—„Geräucherter Speck 32„ Riereufett 24„ Dörrfleisch 8 Hammelsfett 16„ Schinken 8 Schaaffleisch—„ Solperfleisch— Schmalz, ausgelassen 36 kr., unausgelassen 32 kr. Ansnahmspreise: Bei D. Fritz Schmalz, unausgel. 30 kr.— Bei W. Krauch Wittwe Doͤrrfleisch 26 8 Schinken 26 kr., Schwartenmagen 24 kr., Fleischwurst 26 kr., Bratwurst 26 kr., Schmalz, ausgel. 30 kr., unausgel. 28 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 8 22 kr. Schweinefleisch pr. 8 20 ke. Kuhfleisch, gem., 18„ Leber- u. Blutwurst 22„ Rindfleisch, gem, 18„[Bratwurst 2 Hammeklfleisch 18„[Schwartenmagen 28 7 Keil und Carre—„(Geräucherter Speck 32 Kal bfleisch 15„ Dörtfleisch 3 Schaaffleisch—„ Schinken 3 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30 Hammel 18[Schmalz, unausgel. 28 Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 27. Februar. Waizen 15 fl. 10 kr. 10 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 35 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 28. Februar.(200 Zollpfund.) Waizen 51— 16; Kor! 10%— 11; Oerste—87*dwe„; Hafer 8½—8¼; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 27—3 Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 24. Februar. Waizen 15 fl. 25 kr. Torn 11 fl. 15 tr.; Gerste 7 fl. 46 tr. Hafer 4 fl. 36 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 12 kr.; Linsen— fl. — kr.; Saamen 16 fl. 28 kr.; Kartoffeln 4 fl. 32 fr. Mainz, 23. Februar. Waizen 15 fl. 38 kr.; Korn 11 fl. 19 kr. 3 Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 2 kr. Kartoffeln 5 fl. 20 kr.; Roggenstrob per 100 Gebund 23 fl. Nor Geld Cours. Frankfurt am 27. Februar 1872. Preußische Friedrichsd'or...„ fl. 9 577 58 e eee 3 9 41-43 Holländische fl. 10-Stücke 2 9 53—83 Ducaten„„ 5 32—34 Dusan ge mars,— 5 33—35 20, Fraukenstücke 214 92 ½—22½ Englische Sovereigns 111 49-51 Russische Impertales. 1 941— 43 Dollars in Gold 6 226% 27 Das Comite für Abschaffung der Weinsteuer im Großherzogthum Hessen sämmtliche Interessenten der Provinz Oberhessen. Eine gestern Nachmittag in Worms zusammengetretene hinlänglich legitimirte Versamm lung von Delegirten der Weininteressenten sämmtlicher Orte der Friedensgerichtsbezirke Ost⸗ hofen, Pfeddersheim hat uns unter einstimmigem Anschluß an die Beschlüsse der Landes⸗ versammlung nach ebenfalls einstimmig gefaßtem Beschluß beauftragt, unter Hinweis auf die Lage unserer Sache in Darmstadt, an sämmiliche Interessenten in der Provinz Oberhessen die dringende Aufforderung zu richten, daß dieselben sofort nach Wahlkreisen zu⸗ sammentreten und an die betreffenden Herren Abgeordneten das ebenso ergebene wie entschiedene Ansuchen durch Deputatlonen, mindestens auf schriftlichem Wege richten möchten: unsere Sache nach besten Kräften zu unterstützen und ihrerseits das Mög— lichste zur Beseitigung der unerträgsich gewordenen Steuer beizutragen. a 0 Indem wir Ihnen hiermit von diesem Beschlusse Kenntuiß geben und in Ausführung des von der Landesversammlung angenommenen Vorschlags des Delegirten C. W. Götz von Neckarsteinach, richten wir an Sie die dringende Bitte, demselben sofort in angegebener Weise beizutreten und gehörigen Ausdruck zu geben. Mainz, 25. Marz 1872. Mit aller Hochachtung und Gruß. Fur das Comiié: In Abwesenheit des ersten Vorsitzenden: F. M. Calmann. 565 Jos. Falk. S. Heinemann. III uv s ] 0g 10 gooz so— n d urs hen ben en eee ini dunn% r aug Bunf oon 1 aauphusbee uda bun soon zue uspogß 8 un Apen neee een e bun 0 u nv Gag uin n ujsge db 298 a 142 2 413 Den Herren Landwirthen empfehle mein großes Lager in Prima-Deuisch- und RNoth⸗Kleesamen, ewig. oder Luzerne Kleesamen, Saat Wicken, Linsen und Erbsen, Lupinen und Feldbohnen, amerik. weiß. Pferdezahnmeis, sowie alle Gemüse- und Feldsamereien zu den billigsten Tagespreisen. w Muster werden auf Verlangen franco übersandt. Samenhandlung von Friedrich Bender, Holzgraben 2, am neuen Marft in Frankfurt a. M. Dampfdresch⸗Maschinen, neuester Construktion, 286 von Ruston, Proctor& Cie. in Lincoln(England). Diese Maschinen haben an einfacher und solider Construktion alle dis jetzt bekannte Sorten bei Weitem übertroffen und General⸗Agent liegen die besten Zeugnisse vor.— Btlligste Preise und nähere Auskunft ertheilt deren Fr. Brozler in Kaiserslautern(Bayr. Pfalz), Haupt⸗Niederlage det neuesten patentirten Futterschneidmaschinen. Die Gartenlaube. Inhalt: Am Altar Erzählung von E. Werner, Verfasser des„Helden der Fetrer“.(Fortsetzung.)— Der gefrorene Bodensee. Von Dr. Magg in Constanz. — Der Prinz von Erie. Ein amerikanisches Charakter⸗ bild von L. Brentano.— Aus den letzten Tagen einer Vielgenannten. Nach den perfönlichen Mittheilungen Hermann Hendrich's erzählt von E. Laddey.— Die „Nachfichtige“. Gedicht von Hermann Oelschläger. Mit Abbildung: Schön Israel in Algier. Nach dem Oelgemälde von C. L. Müller.— Unsere ver⸗ mißten Soldaten.(Schluß.)— Blätter und Blüthen: Am Grabe eines Dichters. Von Fr. Hfm. Mit Ab⸗ bildunggh Am Sarge Grillparzer“ am Abend des 24. Januar 1872. Nach der Natur aufgenom⸗ men von H. Fritzmann.— Kleiner Briefkasten.— Zum Nattonaldank für Ludwig Feuerbach. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. . 5 2 Gasthaus⸗Verkauf. 552 Das an der Hauptstraße in Dieburg gelegene Gafthaus„Zum goldenen Engel“, wo bis jetzt Wirth⸗ schaft mit gutem Erfolg bettteben, ist Famtilicnverhältnisse balber unter guten Bedingungen mit geringer Anzahlung auf Termine zu verkaufen. Obiges Haus eignet sich auch für Bierbrauerei, Bäckerei und Metzgerei. Näheres bei der Expedition d. Bl. 705 0 welches bis zum 20. Mat bezogen Ein Logis, werden kann, hat zu vermiethen 566 Hch. Jordis. J. Suchsland, Uhrmacher in Friedberg, 545 macht dem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß er sich in hiesiger Stadt eitablirt hat und bittet um geneigten Zuspruch. Reparaturen, sowie alle in dieses Fach einschsagende Artikel werden reell und rasch besorgt. Wohnung bei Bäckermeistee Thönges vis-à-vis dem steinernen Haus. 571 Mein in Friedberg an der breiten Straße gelegenes Sau 8, worin seit Jabten eine bedeutende Wirthschaft, Metzgerei und Bierbrauerei betrieben wurde, steht zu verpachten oder zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Georg Hieronimus. Friedberg. Hart. Walz 11. Wittwe. r Bestes amerikanisches Schweineschmalz! 525 per Centner, ist angekommen bet 5²⁵ 3 Wilh. Fertsch. Halsbinden 42 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bet K. Friedrich, neden der Post. in Origtnalfässein von circa 3 Centnern, à fl. 32. — Freiwillige HBürger- Feuerwehr. 579 Freitag den 1. Matz. Abends präcis 8 Ubr, Aus rücken sämmtlicher Mannschaften. Samstag den 2. März, Abends 8 Uhr, Generalversammlung bei Herrn J. Burck. Friedberg den 28. Februar 1872. „ Der Stellvertreter. Turuverein. 581 Sonntag den 3. März, am Jahrestage des Frie⸗ densschlusses, findet in der Turnhalle eine geselltge Zu⸗ sammenkunft mit Aufführung tbeatralischer Vorträge und lebender Bilder ftatt, wozu die Mitglieder des Vereins nebst ihren Damen hiermit eingeladen werden. Die Wirthschaft in der Turnhalle ist von Herrn Carl Preußer übernommen worden. Anfang präcis 7 Uhr. Nichtmitglieder können nur gegen Karten Einlaß finden. Für junge Leute tist die beliebte Schrift zu empfehlen: W Galanthomme, oder: Pet Gesellschaster, wie er sein soll. Eine Anwetsung, sich in Gesellschaften beliebt zu machen und fich die Gunst der Damen zu erwerben. Ferner entbaltend 40 mustetbafte Liebesbriefe, 24 Ge⸗ burtstagsgedichte, 20 declamatorische Stücke, 28 Gesellschaftsspiele, 1s beluftigende Kunststücke, 30 scherzhafte Anekdoten, 22 verbindliche Stamm⸗ buchsverse, 42 Toaste, Trinksprüche und Kartenorakel. Herausgegeben vom Professor Sch.. r. Vierzehnte Auflage. Preis 1 fl. 30 kr. Mit diesem Buche wird Jedermann noch über seine Erwartung befriedigt werden; es enthält Alles, was zar Ausbildung eines guten Getellschafters nöthig ist. Vorräthig bei Bindernagel 8 e [Friedberg. 5 zu vermiethen 570 G. Mörschardt, Sattler und Tapezier. Strohhüte 496 werden gewaschen und fog onnirt bei K. Friedrich, neden der Poft. Rothen und ewigen Kleesaamen 548 empfiehlt in schöufser Qualität. Ph. Dan. Kümmich. Ein Logis“ Ein Schmiedgesell 568 kann sogleich in dauernde Arbeit treten bet Ossenhbeim. Karl Völcker. 576 Eine gangbare Wirtbschaft zwischen Frankfurt, Hanau und Offenbach ist mit Tanzsaal, Kegelbahn und schönem Garten, unmittelbar am Main und einer Eisen⸗ bahnstatlon gelegen, aus freter Hand zu verkaufen. Näheres bei Friedr. Lapp, „Zum Schwanen“ in Dörnigbeim bei Hanau. Beil Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Der neue Münzberechnet. Umrechnung der neuen Reichsmünze in Thalerwährung, süddeulsche Wäbrung, österreichtische Währung, französische Währung und umgekehrt. Preis 9 kr. Danksagung. 578 Für die vielen Beweise wohltbuender Theilnahme 1 bei dem Verluste unseres lieben Kindes sagen wir herz⸗ lichen Dank. Friedberg den 27. Februar 1872. Philipp Vogt. Louise Vogt, geb. Vitriarius. 55 855 8 n e Freitag Abend 5¼ Uhr. Samstag Morgen 8½½ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Iftaelitischer Goltesdienst in Friedberg. — — Legi weisul abgese tonttt 8. Ju Deßtel Oelen Bom — N Cleve b Sitzt daß Beso beses chtil gehen bald vorke die Ming du dan