unngg. Mich „75000 13 k. 5609 360 L 6 * 1* U WIA 12087357„3. 98264„4, 80„4, ttzeden derurgt⸗Gesellscel eff u Stiel buli. Silbeln Bist . 19 Donnerstag den 28. November. N 140 nzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Die von uns vor längerer Zeit ge⸗ neldete Absicht der Regierung, die directen Steuern fur noch alle zwei Monate je für zwei Monate zusammen erheben zu lassen, wird nunmehr in aller Kürze, wahrscheinlich schon mit dem 1. Januar k. J., verwirklicht werden. Es wird hierdurch eine ehr bedeutende Arbeitsentlastung aller Districts⸗ Einnehmereien herbeigeführt, und beabsichtigt die Kegierung, eine größere Anzahl dieser(wie wir sören 15) eingehen zu lassen und die Inhaber der Stellen anderweitig in der Finanzbranche zu verwenden. Nach dem Reichsanzeiger wurden Lambrecht, Sec.⸗Lt. v. d. Cav. des 1. Bat.(Brandenburg), „brandenburg. Landwehr⸗Reg. Nr. 24 und com⸗ nandirt zur Dienstleistung bei der Großh. Train⸗ Comp. im stehenden Heere, und zwar als Sec. Lt. in der Großh. Train Comp. mit Patent vom 13. April 1872 angestellt; Körner, Sec. Lt. vom Großh. 2. Inf. Reg.(Großherzog) Nr. 116 als g 109 105 ganzinvalide mit Pension unter dem ge⸗ etzlichen Vorbehalt ausgeschieden. — Künftig wird die erste Kammer nominesl Mitglieder zählen, während seither höchstens 7 Berechtigte erschienen, da manche Standes- lerren seit undenklicher Zeit durch Abwesenheit llänzen.— Es ist nachgewiesen, daß die Hauptführer ler socialen Agitation nicht Angehörige Hessens ind daß die Mehrzahl der Partei- Mitglieder pegen Mangels jeglicher Steuerzahlung von der Dahlurne zum Landtag ausgeschlossen sind. %%— Von den dem Großherzogthum unter der „Kriegsbeute zugefallenen französischen Geschützen nd eine mächtige Belagerungskanone dem Groß- 985 zwei der in Chambord von Abtheilungen es 4. Inf. ⸗ Reg. genommenen Geschätzen dem Prinzen Carl, als Inhaber dieses Regiments, und wei derselben dem Regiment selbst zugewiesen torden. Drei weitere Geschütze, zwei der Cham border und eine kleine Gebirgs-Kanone hat, wie bir weiter hören, Prinz Ludwig er halten. Protzen und Laffetirung aller übrigen Geschütze sollen dem— hichst, die Geschützrohre aber zu einer gelegeneren zeit veräußert werden. g Mainz. Auch dahier ist nun ein Wahl- dufruf erschienen und zwar von dem Wahleomite der demokratischen Partei. Derselbe darf dohl als ein Programm der demokratischen Partei „trachtet werden und lautet in seinen wesent— schsten Stellen:„Durch die bestebende Verfassung dis deutschen Reichs hat unsere nationale Stellung vorläufig ihren Abschluß gefunden. Wir verkennen kineswegs die Vorzüge des jetzigen Zustandes im Lergleiche zu der früheren Bundesverfassung, aber de jetzige Reichsversassung leidet an wesentlichen bebrechen, und dem Reichstage fehlen wichtige echte einer wahren Volksvertretung. Es muß inser fortgesetztes Bestreben sein, auf Beseitigung der vorhandenen Mängel hinzuarbeiten und den Reichstag zu einem würdigen Organe der großen deutschen Nation umzugestalten. Hoffentlich theilt unser Ministersum diesen Standpunkt, und wird ncht ermüden, seinen Einfluß nach dieser Richtung eltend zu machen.“ Auf die hessischen Verhält— u see übergehend, fordert der Wahlaufruf Erspar⸗ 1 abgekürzt werden dürfen. nisse und Einschränkungen im Staatshaushalte, Provinzial⸗Verwaltung, durchgreifende Reform der Gesetzgebung, ferner die Herstellung einer freien Gemeindeordnung und den Erlaß einer Städte- ordnung, ein freies Preß-Gesetz, Trennung der Schule von der Kirche, Communalschulen, würdige Stellung der Lehrer und Aufhebung des Schul- geldes, bessere Regelung der Grundsteuer und die Aufhebung der Weinsteuer. — Durch eine Verfügung des Ministeriums des Innern werden die Schulbehörden angewiesen, auf die Vorschriften der bestehenden Gesetze und Verordnungen zu achten, nach welchen die Schul- unterrichtsstunden durch kirchliche Andachten und dergleichen weder gestört noch unterbrochen oder Berlin. Die Ausfuhr aus dem Zollgebiete Deutschlands im vergangenen Jahre hat sich in Bezug auf Eisenbahnfabrikate sehr günstig gestaltet. Es gingen ins Ausland: an geschmiedetem Eisen 1,213,000 Ctr., an Eisenbahnschienen 2,554,000 Cir., an Roh- und Cementstahl 154,000 Ctr., an fagonnirtem Eisen 158,000 Ctr., an schwarzem Eisenblech 312,000 Ctr., an groben Eisenguß⸗ waaren 1,503,000 Ctr. 1c. Außerdem wurden ausgeführt 4,138,000 Ctr. Roh⸗ urd Brucheisen, sowie 10,347,000 Ctr. Eisenerz, Eisen⸗ und Stahleisenstufen. — 26. Nov. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die dritte Lesung der Kreisordnungs⸗Vorlage. In der Generaldiscussion bestritt der Minister des Innern den Conservativen gegenüber, daß die Regierung einen unerlaubten Druck auf das Herrenhaus ausgeübt habe; die Regierung habe nur den großen Werth betont, welchen sie auf die Vorlage lege. Ueber die Mittel zur Sicherung des Gesetzes im Herrenhause lasse sich hier nicht discutiren. Die Regierung hält die Kreisordnung genau für so nothwendig, wie seiner Zeit die Armee-Reorganisation und bedauere, daß ein Theil der Rechten solches nicht anerkennen wolle. Wenn an die Dienste erinnert werde, welche die Con servativen in der Conflictszeit dem Ministersum 595 selbstständige und 474 Hülfslebrerstellen unbe⸗ setzt sind, und daß 1792 Stellen mit Personen besetzt sind, die keine Lehrberechtigung haben. Im Oppelner Regierungsbezirk fehlen allein 700 Lehrer, um jede Schulclasse auf 100 Schüler zu bringen. Die vielfach beklagte und bedeutende Steigerung der Fleischpreise scheint nicht ihren Grund darin zu haben, daß unser Land nicht mehr eine genügende Menge von Vieh producirt. Vielmehr ist die Ausfuhr aus Deutschland eine sehr umfangreiche. Im vorigen Jahre gingen ins Ausland 139,000 Stiere und Ochsen, 56,000 Kühe, 38,000 St. Zugvieh, 63,000 Kälber, 378,000 Schweine, 1,791,000 Schafe und Ziegen. Diese Thiere xepräsentiren ungefähr 3½ Millionen Centner Fleisch. Nimmt man die Fleischnahrung für jeden Einwohner Deutschlands auf den hohen Satz von 1 Centner per Jahr an, so würde das ausgeführte Vieh für 3 ½ Million Menschen Fleisch geliefert haben. Außer dem Schlachtvieh führte Deutschland noch 41,000 Pferde aus. Wiesbaden. Es ist hier die Nachricht ver⸗ breitet, der Kronprinz des deutschen Reiches werde Anfangs Dezember hier eintreffen und mit Familie Winteraufenthalt hier nehmen. München. Die„Dachauer Bankbesitzer“ Herd,„Gutsbesitzer“, und Lindner, ehemaliger Locomotivführer von hier, welche ihr Geschäft unter der Firma„Herb u. Co.“ betrieben, sind, als des betrügerischen Bankerotts verdächtig, in gerichtliche Haft genommen worden. Stuttgart. Das Königspaar hat für die Ostseebeschädigten die Summe von 1000 Gulden angewiesen. — Der„Schwäb. Merkur“ veröffentlicht eine Reihe von Berichten aus der oberen Neckargegend über einen Sonntag Nachts 11 Uhr wahrgenom- menen Erdstoß in der Richtung von Südwest nach Nordost. Heidelberg. Der geschäftsführende Aus- schuß des deutschen Protestantenvereins theilt in einem Rundschreiben an die einzelnen Vereine mit, geleistet, so müsse er an Das erinnern, was die daß er in Ausführung eines Beschlusses der Osna⸗ Regierung damals ö Die Generaldiscussion wird geschloͤssen, nachdem Virchow die Stellung der Fortschrittspartei moti⸗ virt hat, welche trotz der Ablehnung ihrer Amen⸗ dements für die Vorlage stimmen werde. Alle Paragraphen mit dem Wahlreglement werden an- genommen, sodann wird in namentlicher Schluß ⸗ abstimmung das ganze Gesetz mit 288 gegen 91 Stimmen in der Fassung der Regierung angenom- men. Dagegen stimmen die Polen, der größte Theil des Centrums und ein kleiner Theil der Conservativen. — Es ist beschlossene Sache, auf dem Geis— berge bei Weißenburg i. E. ein großartiges Denkmal zur Erinnerung an die Eröffnung der Siegesbahn durch die dritte Armee zu errichten. Der Kronprinz hat seine Zustimmung ertheilt. Die Offiziere der genannten Armee werden, so hört man, ein ein- bis zweitägiges Chargengehalt zu den Kosten beitragen. — Die„Schles. Schulztg.“ enthält in einem Artikel„Der Lehrermangel als eine Gefahr für das deutsche Volksleben“ die Notiz, daß in Preußen für die Conservativen gethan. brücker Versammlung nunmehr einen General- Secretär für den Gesammtverein berufen habe und zwar in der Person des Predigers Dr. C. Manchot in Bremen. Ausland. Frankreich. Die„Agence Havas“ meldet: Die Majorität der Commission zur Berathung des Kerdrel'schen Antrags hat beschlossen, sich darauf zu beschränken, die Herstellung der Ministerverant⸗ wortlichkeit zu beantragen. Thiers bestebt auf der Lösung der Verfassungsfragen, wie: Verlängerung seiner Vollmachten, Errichtung einer Vice Präst⸗ dentschaft, Schaffung einer zweiten Kammer, theil⸗ weise Erneuerung. Die Minorität der Commission wird einen Gegenbericht einbringen. — Einige Blätter, darunter vor Allem auch das Organ des Präsidenten„Bien public“, haben wiederholt mit nicht geringer Genugthuung be— hauptet, daß in der Sitzung vom 18. November das diplomatische Corps zu gewissen Stellen der Botschaft des Herrn Thiers demonstrativen Beifall geklatscht hätte. Die Meldung war natürlich unwahr. Das„Paris-⸗Journal“ erzählt, daß Graf Arnim von einer Person über diesen Punkt be⸗ fragt, fast wörtlich Folgendes erwidert hätte: „Wenn in einem Streitfall zwischen Herrn Bismarck und dem König der französische Botschafter in Berlin für den Einen oder den Andern Partei nehmen wollte, so würde er ohne Zweifel noch an demselben Tage seine Passe zugeschickt erhalten. Ich bin Herrn Thiers aufrichtig ergeben, aber wenn ich mir in einem Streite zwischen ihm und seinem Souverän, der Nationalversammlung, er- laubte, nur mit einem Zeichen des Kopfes meinen Beifall oder mein Mißfallen zu erkennen zu geben, so hätte Frankreich das Recht, mit mir auf die nämliche Weise zu verfahren.“ f — Die„Agence Havas“ meldet: Thiers und die Commission halten an ihren divergirenden Ansichten fest. Die Situation ist ernst. Trotzdem ist noch nicht alle Hoffnung auf ein Arrangement verloren. — Batbie hat in der Commission für den Antrag Kerdrel den Majoritätsbericht vorgelesen, welcher den Beschluß der Dringlichkeit der Nieder setzung einer Commission von 15 Mitgliedern zur Vorbereitung eines Gesetzentwurfs üder die Minister⸗ verantwortlichkeit empfiehlt. Der Bericht spricht die Unstatthaftigkeit einer Antwort auf die Bot- schaft aus, welche dadurch motivirt wird, daß Thiers nur Delegirter der Nationalversammlung sei. Irgendwelche Lösung der in der Botschaft angeregten Fragen wird nicht vorgeschlagen. Der Bericht wird am 26. d. der Nationalversammlung vorgelegt werden. Ueber den Ausgang der Krise laufen die widersprechendsten Gerüchte um. Belgien. Nach Berichten der„Indépen⸗ dence belge“ aus Versailles wäre die Rechte ent- schlossen, auf ihrer feindseligen Haltung gegen Thiers zu beharren. Die Parteiführer sollen sich schon mit der Eventualität der Demission Thiers beschäftigen und General Changarnier als Nach- folger in Aussicht nehmen. Als Minister seien der Herzog v. Audiffret-Pasquier, Ernouel, der Herzog v. Broglie und Desjardins vorgeschlagen. — Man versichert der„Etoile belge“ aus Versailles, daß der Streit zwischen Thiere und der Commission unheilbar sei. Einige Freunde des Präsidenten bemühen sich noch, obwohl ohne Hoffnung, eine Vermittlung zu üben. Spanien. Anläßlich der Rekruten- Aus- hebung haben in Madrid und der Provinz Murcia Unordnungen stattgefunden. In Barcelona machten sich Anzeichen einer Aufregung kund. Die Insur⸗ genten fahren fort, Telegraphen und Brücken zu zerstören. Darmstadt. Hoftheater⸗Director Tescher ist suspen— dirt worden, dem Vernehmen nach vorerst nur auf drei Monate. Die Ursache dürfte in dem Widerstand zu suchen sein, den er, seitdem eine obere Leitung unseres Theaters auch die Direction überwacht, dieser entgegengesetzt haben soll. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ geht von hier folgende Mitiheilung zu: Frankfurter Geschäftsleute möchten wir vor einer Gaunerbande, die hier in Darmstadt ihre Schlupfwinkel hat und von hier aus ihre Rauozüge, namentlich nach Frankfurt, unternimmt, auf das Ein— dringlichste warnen. Sie besteht aus den verrufensten Persönlichkelten, die sich bei ihren Schwinbeleien gegen- seitig unterstützen und auf die verschiedenste Weise in die Die Geprellten erhalten sogar bisweilen Hände arbeiten. von einem Complicen des Gauners, welcher zuerst sein Wesen getrieben, Briefe, worin man ihnen anbietet, man So kam wolle ihnen wieder zu ihrem Gelde verhelfen. dem Berichterstatter in einer der ersten Seidenwaaren walten, bzw. über die jährlich etwa 18,000 Thlr. be⸗ tragenden Zinsen desselben verfügen. Die Forterhebung der Kurtaxe in der seitherigen Weise, allenfalls auch eine Erhöhung derselben, wird der Gemeinde gestattet; dagegen wird die Regierung ibrerseits keinen Beitrag für das bereits seit mehreren Jahren gebildete städtische Kur⸗ Orchester geben, Die Restauration des Kursaales nebst den dazu gehörigen Localitäten wird verpachtet; sämmt⸗ liche übrigen Räume desselben werden für Theater, Ge⸗ sellschafts⸗, Lese-⸗, Spiel-, Concertsäle ꝛc. in der seitherigen Weise verwendet. intrittsgeld wird nicht erhoben; die Leitung der Kursaalverwaltung soll dem jeweiligen Bade⸗ commissär übertragen werden. Wie man hört, wird die Regierung in liberalster Weise in Betreff der Administration des Kursaales und der Ausstattung desselben vorgehen. Für den Bau einer Trinkhalle sind in nächstjährigem Staatsbudget 50,000 Thaler vorgesehen. Leipzig. Unbeschadet aller bereits ins Leben ge⸗ tretenen und noch in Aussicht stehenden Sammlungen für die so schwer heimgesuchten Anwohner der Ost⸗ und Nordküste Deutschlands bringt das„Leipz. Tabl. eine Pfennig⸗Sammlung in allen Schulen Deutschlands in Anregung und hofft auf diesem Wege den schwer be⸗ troffenen deulschen Brüdern eine nicht unbedeutende Summe zugeführt zu sehen. Berlin. Die„Berliner Montags-Zeitung“ bringt folgende Notiz:„Einer unserer Abonnenten, durch Er⸗ krankung auf einer Reise nach Italien in Wien festge⸗ halten, theilt uns einige der Preise mit, welche ihm im Grand-Hotel, an der Ringstraße, zu zahlen zugemuthet werden. Für ein Zimmer 7 fl. per Tag. Er hat mit seiner Frau zwei keineswegs ausnehmend fein oder gut möblirte Zimmer, zahlt also nach unserm Gelde täglich 9 Thlr. 10 Sgr. Ein Glas Bier 60 kr.— 12 Sgr. Eine Tasse Kaffee 70 kr.— 14 Sgr. Einmal Milch 30 kr.= 6 Sgr. Eine Portion Schinken 1 fl. 20 kr. — 24 Sg. Ein Mittagessen für zwei Personen im Zimmer, benehend aus Suppe, Fisch, Rebhuhn, Dessert, 11 fl. 60 kr. 7 Thlr. 22 Sgr. Ein Mittagessen für eine Person, bestehend aus Suppe, Reis mit Huhn, Com⸗ pot, 5 fl. 60 kr= 3 Tblr. 22 Sgr. Von der Ostsee liegen jetzt weiter folgende Nach⸗ richten über die Folgen der Sturmfluth vom 12. und 13. November vor: Die Sturmfluth der Ostsee, welche am 13. Abends ihren Höhepunkt erreichte, ist die höchste Fluth gewesen, welche, so weit bekannt, jemals an der Ostküste der Herzogthümer eingetreten ist; sie übertrifft den höchsten Wasserstand des Jahres 1694 um 25 Zoll und den danach höchsten des Jahres 1816 um 28 Zoll und hat im Allgemeinen gegen 11 Fuß sich über den gewöhnlichen Nullpunkt erhoben. An den wenig geschützten Küsten der Ostseite mußte durch diesen ge⸗ waltigen Wasserstand, verbunden mit orkanartigem Sturm, eine Ueberschwemmung entstehen, gegen welche alle mensch— liche Anstrengung hüͤlflos und erfolglos war und die jeder gewöhnlichen Vorsichtsmaßregel spottete. Die niedrig gelegenen Straßen in der Stadt Sonderburg mußten gänzlich geräumt werden. Das Wasser hat in den Wohnungen dort arge Verwüstungen angerichtet, bei Augustenburg sind drei Soldaten durch die Fluth weg⸗ gespült worden und ertrunken, auf der Südspitze der Insel Alsen sind mehrere Menschen umgekommen, mehrere Gebäude gänzlich zerstört. Allein auf der Halbinsel Broacker sind 54 Häuser zerstört, 70 Familien mit 296 Köpfen obdachlos geworden und die Schäden werden auf mehr als 125,000 Thaler geschätzt. Die zahlreichen Ziegeleien sind meist ganz zerstört, das Material fort⸗ geschwemmt. In der Stadt Apenrade sind gegen 90 Häuser unbewohnbar geworden und haben dadurch etwa 280 Familien ihr Obdach verloren. Es trifft dies wieder den ärmsten Theil der Bevölkerung, kleine Handwerker und Taglöhner, welche bei der raschen Fluth fast ihre sämmtliche Habe zurückgelassen haben. Aehnliche Nach— richten sind vom platten Lande dort eingetroffen. Dämme, Chausseen, Wege, Wassermühlen sind beschädigt, Küsten⸗ fahrzeuge sind gestrandet; Vieh, Erndtevorräthe, Mobilien sind in großer Anzahl vernichtet. Im Kreise Flensburg hat sich in gleicher Weise ein bedeutender Schaden schon herausgestellt. Schlimmer lauten die Meldungen aus den kleineren Ortschaften an der Flensburger Föͤhrde. Im Kreise Schleswig hat der Sturm weniger schlimm gewüthet. In der Stadt Eckernförde sind ganze Straßen von der Erde vertilgt, so daß kaum die Plätze zu erkennen sind, wo die einzelnen Häuser gestanden haben Um das dortige Unglück noch größer zu machen, zu leisten. handlungen Frankfurts kürzlich ein Brief zu Gesicht, worin einer dieser Bursche, bereits wegen Fälschung bestraft, dem Besitzer seine Unierstützung gegen einen frivolen Schulden— macher anbietet und ihm zu seinem Gelde verhelfen will. Ein Holzhändler zu Renchen im Schwarzwald, der im vergangenen Jahre auf ein solches Anerbieten einging, wurde dadurch das Opfer einer zweiten Gaunerei. Die Betreffenden, über die wir demnächst noch mehr veröffent- lichen werden, beschäftigen sich auch mit Vorliebe mit Vermittlung von Heiraihen. Die Gesellschaft besteht aus enilassenen Beamten, fortgejagien Officie ten, Schreibern, Handlungs Commis, Baronen und Baronessen, und ver— fährt so systemalisch und vorsichtig, daß sie bis jetzt der Polizei noch keine Handhabe zum Einschreiten geboten hat. Ems. In Betreff der künftigen Gestalfung der brach in der Nacht an zwei verschiedenen Stellen Feuer Brust durch das strömende Wasser nehmen mußten. Zahl der völlig vernichteten Gebäude wird nicht viel hiesigen Kur-Verhälinisse wurden Seitens eines Mitgliedes der Regierung dem Gemeinderathe folgende Eröffnungen gemacht: Die Regierung, weiche Eigenthümerin des größeren Theiles der Quellen, verschiedener Kur- und Bade-Elablisse⸗ ments, der Colonnaden und des Kursaales ist, wird die Ab ministrauion des letzteren in Zukunft selbst in die Hand nehmen und in Folge dessen auch den sog. Kutsond ver— aus; in einem Hause befanden sich 40 Menschen, welche, um das nackte Leben zu retten, ihre Flucht bis an die Die unter 100 zurückbleiben. Hunderte von Bewohnern haben Alles verloren: Haus und Hof, Mobilien, Geräthe, Vieh und Wintervorrath; sie besitzen nichts, um sich auszuhelfen. rettet hatte, eine Lootsenfamilie, die sich auf das Dach ihres Hauses geflüchtet und endlich an den Schornstein geklammert hatte, Mann, Frau und zwei Kinder, mit dem umstürzenden Hause ertrunken. Paris. Hiesige Blätter erzählen in Folgendem den letzten Act eines Familiendramas, welches, wenn wahr, den berüchtigten„Fall Dubourg“ noch übertrifft: Vor un⸗ gefähr sechs Monaten überraschte Herr James Robert L., einer der ersten Kaufleute aus New- Halifax, seine junge und schöne Gattin in den Armen eines Bankiers, Namens den Verführer seines Weibes. Verfolgt und später durch Richterspruch in Freiheit gesetzt, verließ er die Vereinigten Staaten und wandte sich mit seiner Frau nach Paris, wo er ein Commissionshaus in der Straße der Fau⸗ vourg St. Honore etablirte. Beide Ehegatten hatten seit ihrer Abreise jenes Vorfalles, den wir erzählten, nicht er⸗ wähnt, es war, als banne ein stillschweigendes Ueberein⸗ kommen die Zungen. Vor ungefähr zwei Monaten brachte der Briefträger ein Schreiben aus Amerika für Madame L. Dasselbe trug die Handschrift ihres früheren Liebhabers, des getödieten Bankiers, und lautete also:„Ich lang⸗ weile mich in der anderen Welt; komm' mir Gesellschaft Ich erwarte Dich am neunten November.“ Dieser Brief brachte eine furchtbare Wirkung auf die ohne⸗ dies schon nervenschwache Frau hervor. In ihrer so großen Herzensangst vertraute sie sich einer Freundin an und diese wußte nichts Besseres zu thun, als dem Ehemann Alles zu entdecken. Mr. L. zuckte die Achfeln, meinte, daß er kein Wort glaube und wies der Dame barsch die Thüre. Indessen langten noch fünf oder sechs ähnliche Briefe für Madame L. an. Die Unglückliche, welche keinen Augenblick zweifelte, daß die Handschrift ihres ehe⸗ maligen Liebhabers echt sei, bereitete sich zum Sterben vor und ordnete ihre Angelegenheiten. Am Sonnabend den kam nicht durch die Post; Madame L. fand ihn auf ihrem Schreibtisch liegend. In dem Briefe standen folgende Worte, wiederum von der Hand des todten Gellebten: „Ich werde erscheinen, Dich abzuhohlen. Um Mittag werde ich dreimal gegen die Wand klopfen, um Dich zu rufen. Du wirst kommen und wir werden dann vereinigt sein.“—— Der Mittag kommt. Es schlägt zwölf. Bleich und zitternd, vom Fieberfrost geschüttelt, steht die Unglückliche in ihrem Zimmer. Noch ist der letzte Glocken⸗ ton nicht verklungen, da dröhnen drei dumpfe Schläge gegen die Wand. Madame L. stößt einen entsetzlichen Schrei aus und stürzt, von einem Gehirnschlag getroffen, eniseelt zu Boden. Zugleich mit den herbeieilenden Dienst⸗ boten erscheint auch Herr L. in dem Zimmer. Er be⸗ trachtet kaltblütig die Todte, dann sagt er nur die Worte: „Al right!“ Er nimmt seinen Hut und entfernt sich. kennt man den Namen des Briesschreibers, dessen sich der treuen Weibe zu rächen. Landwirthschaftliches. Die Mäuseplage und die Mittel dagegen. (Schluß.) sich das in diesem Herbste ausgeübte Vergiften in so trauriger und unvortheilhafter Weise von den oben be— maßgeblichen Meinung nach Seitens der Gesetzgebung dafür wird Sorge getragen werden müssen, daß bei der nächsten Mäuseplage(und eine solche kommt in bestimmter Zeit ganz gewiß wieder) der in diesem Herbst so vielfach verübte, un verantwortliche, grobe Unfug unterdrückt oder doch kräftigst eingeschränkt werde. Unglücksfälle, die durch das unvorsichtige Vergiften der Mäuse zuwege gebracht sind, ließe sich, auch abgesehen vom Arsenik, ein langes Register aufzählen. Der eine Landwirth vergiftet sich selbst mit Phosphor, dem zweiten stürzt die Hälfte der Schafherde nebst beiden Schäferhunden; dem dritten ent⸗ wendet der für die Pferde besorgte Knecht das unvorsichlig bingelegte vergiftete Schrot, verfüttert es an die Pferde und am nächsten Morgen liegen vier Pferde zum Ge⸗ sammiwerth von mindestens 1000 Thlr. todt im Scale; der vierte vergiftet die Mäuse auf an sich vernünftige Weise, indem er Strohhalme in Phosphorbrei steckt und solche in die Mäuselöcher senkt; da er wegen des Mittags⸗ essens vorziebt, den Phosphorbrei auf dem Felde stehen zu lassen so liegt am Nachmittage seine beste Kuh dicht neben dem Napf. Man mag mir einwenden, daß solche Unglücks fälle die Folgen theils unerlaubter Vergiftungsweise, theils großer Fahrlässigkeit sind, und daß die Vergiftung der bringe. Aber was haben dann auch die erlaubten Ver- gifliungsmethoden zuwege gebracht? Auch abgesehen von vergifteten Menschen, Pferden, Kühen, Schafen, Hunden, Noch trüber lauten die Nachrichten aus dem Kreise Oldenburg. Das niedrig gelegene Lard Oldenburg war, nachdem die schützenden Dämme durchbrochen, völlig der einbrechenden Fluth preisgegeben, und di se hat hier wahrhaft grauenhaft gewüthet. Bei dem raschen Steigen des Wassers konnten die Leute an ein Retten nicht denken; an vielen Orten mußten sie sich auf die Dächer flüchten und sind erst mit großen Anstrengungen von dort zu retten gewesen. Soweit die Nachrichten von jetzt ein— gegangen sind, so werden allein im Dorfe Dahme 11 Menschen vermißt, von denen der Tod von 7 Personen mit Sicherheit festgestellt ist. Auf der Insel Fehmarn ist vor den Augen der Anwohner und einer Bootsmann— schaft, welche bereits 21 Personen in ihren Booten ge— Katzen, Hühnern, Rebhühnern u. s. w., sehen wir unsere Felder bedeckt mit todten Bufsarden, f und Krähen. Wo sind unsere beiden Haupt⸗Mäusefänger der Fuchs und der Wiesel? Wenn sie auch weniger tobt auf dem Felde liegen, so findet man sie eben so wenig in ihrer lebendigen Thäligkeit, weil sie sich zum Sterben in ihre Löcher zurückgezogen haben. Wenn man bedenkt, da sast alle diese Thiere das ganze Jahr hindurch ihre Mäuse“ jagd betreiben und nicht erst mit dieser Jagd beginnen, wie wir Menschen, wenn es zu spät ist; wenn man ferner berücksichtigt, daß solche Jagd uns nicht einen Pfennig kostet, weder an den Gistverkäufer noch an den Gift-Ausstreuer; wenn man endlich berücksichtigt, daß die Hasen speciell der Landwirihschaft mehr Nutzen als Schaben Eulen, Thurmfalken 9. November Morgens laängte der letzte Brief an. Dieser Seitdem hat man ihn nicht mehr gesehen und ebensowenig gekränkte Ehemann bediente, um sich an seinem unge⸗ Nach vielen anderen Richtungen hin aber unterscheibet ö Peter R. Als echter Yankee keinen Augenblick unschlüssig, was zu thun sei, zog Mr. L. einen Revolver und tödtete l schriebenen anderweitigen Fangmethoden, daß meiner un⸗ Thäligkeit dieser Thiere uns keinen directen oder indirecten beklag geschüt birect! icht! N A. und gelb fü fluter. die K dbzuhe Aue durch alter Lager Seile beren geben wurd wirt zu b man Natu gebel Vern war unsel 1 erm br en A eln dun g a Dame bars ö äuse Vergistens, wie tlieerischen Freunde zu Tage treten, im Gründen der Thierschutzvereine, aus Vernunftgründen Silberrente, zu 64/ gefragt, waren um einen Bruchtheil matter, als gestern Mittag. In österreich. Prioritäten fanden einige Umsätze bei nicht erheblich veränderten Coursen statt. Die matte Sümmung blieb nicht ohne Einfluß auf das Geschäft in Bankpapieren, welche bei nicht umfangreichen Umsätzen meistens matter schlossen. Provinzial⸗Disconto um ca. ½% niedriger. Deutsche Vereinsbank und Bankverein indeß höher. Spanier matt. Amerikanische Staatsfonds fest. Prioritäten still. Ob⸗ gleich Berlin etwas höhere Notirungen sandte, blieb dies doch, sowie die nach Notizzeit gemeldete Nachricht, die englische Bank werde in Folge bedeutender Geldzuflüsse bislang bestand. Der landwirthschaftliche Centralverein für Rheinpreußen hat mit 19155 Entschiedenheit immer und immer wieder um Erwelterung des naturwissenschaft⸗ lichen Unterrichts auf den Lehrerseminarien gebeten. Das gleiche Bedürfniß liegt im ganzen Reiche vor. Hoffen wir, im Interesse wahrer Humanität und Religiosität, daß es auch in dieser Beziehung endlich einmal Tag werde! Zum Schluß fasse ich meine Ueberzeugung über den in Frage stehenden Gegenstand in folgenden Punklen zu⸗ sammen: 1. Es hat immer Mäuseplagen gegeben und wird solche in Zukunst von Zeit zu Zeit wieder geben, wenn die zu einer übermäßigen Vermehrung der Mäuse echaden bringt: so muß man solche Folgen des sogenannten sie in dem Umbringen unserer auch abgesehen von auf's tiesste beklagen. Ein umgebrachter Mäusebussard i für das laufende Jahr gleichbedeutend mit 6000 am Loden gebliebenen Mäusen; und ähnlich sieht es nach dem zerbäliniß der Größe mit den Eulen und Krähen. Wenn i diesem Herbste der Magen eines Fuchses aufgeschnitten ü, so haben sich die Reste von nicht weniger als 20, vohl aber bis zu 50 Mäusen gleichzeitig in demselbden ge⸗ inden. Unser allerbester Freund aber ist der Wlesel. blut genoß, und noch größer die Zahl derjenigen, welche günstigen Umstände zusammentrefsen. 2. Nach Ausbruch einer Mäuseplage gibt es überhaupt kein Mittel, um die⸗ selbe gänzlich durch menschliche Hülfe in bestimmter Frist zu beseitigen, eben so wenig, wie solches bei Cholera, Typhus, Blattern u. s. w. möglich ist. Die Haupsache bleiben die Vorbeugungsmittel, die posttiven und die nega⸗ tiven, d. h. die Hegung der Mäusefeinde und die Früh⸗ jahrsvertilgung der Mäuse, bevor für das laufende Jahr deren massenhafte Vermehrung hat eintreten können. 4 Wenn diese Frühjahrsvertilgung von Erfolg sein soll, so muß sie allgemein und auf vernünftige Weise, auch ohne directe und indirecte Schädigung von Menschen und Thieren(nützlichen) betrieben werden. 5. Man muß sich nicht scheuen, im Frühjahr für getödtete Mäuse erhebliche Prämien zu bezahlen, weil solche sehr gering sind im eschützt, sondern sogar aus Unverstand und Bubenjägerei Verhältniß zu den Herbstausgaben für Gift. 6. Das bis⸗ rect verfolgt werden. Auf einem groß en gräflichen Gute, her übliche Herbstvergisten ist entweder gesetzlich oder licht weit von Hildesheim, sah ich noch vor weniger als motalisch unerlaubt, oder aber für den Landwirth minde⸗ 20 Jahren die Scheunen thore mit erlegten Mäusebussarden stens eine verspätete Maßregel, deren Kosten und indirecler and Eulen benagelt, ein Zeichen größter sachlicher Unwissen⸗J Schaden den Nutzen in den meisten Fällen überwiegen. beit für den Gutsherrn wie für den Verwalter. Vor viel 7. Wirklichen Nutzen von der Herbstoergiftung im Jahre ürzerer Zeit kostete es einem meiner Schüler viele Mühe, 1872 haden nur diejenigen Personen und Handlungen die Knechte beim Aufnehmen der Rübenmiethen davon gehabt, welche entweder Gift verkaufen oder sich mit abzuhalten, daß sie die enispringenden Wiesel erschlügen. dem Ausstreuen desselben abgeben. Auf einem Dorse in unserer Nähe, welches sich sonst nicht durch Mangel an Intelligenz auszeichnet, wurde jüngst ein alter Schuppen weggerissen, welche in der letzten Zeit als Jager für Reisig gedient hatte. Als man das Ressig bei Seite schaffte, kam eine Familie junger Wiesel zu Tage, deren Wohnung mit Hamsterfellen ausgepolstert und um⸗ geben war: zur Belohnung für diese Arbeit der Eltern wurden sämmtliche jungen Wiesel sofort umgebracht. Solche wirthschafilichen und allgemein menschlichen Sünden sind zu beklagen, aber nicht allzusehr zu verwundern, wenn man die jämmerliche Stellung detrachtet, welche den Naturwissenschaften bislang in unserer Volksschule ge⸗ geben war oder auch nicht gegeben war. Diese traurige Vernachlässigung des Wissens um unsere irdische Heimath derselbe verfolgt die Mäuse das ganze Jahr hindurch bis m ihre verborgensten Schlupfwinkel mit einem Blutdurst ene Gleichen. Die Zahl der wirklich verzehrten Mäuse n eine verhältnißmäßig sebr geringe. Viel größer ist die zahl derjenigen Mäuse, von denen der Wiesel nur das c aus reiner Mordgier umbrachte. Werden die mit zuckerrüben gefüllten Mieten aufgenommen, so ist ein raus hervorspringender Wiesel ein sicheres Zeichen, daß bende Mäuse in demselben nicht mehr zu finden sind. Zei diesem kostenlosen, unschädlichen, das ganze Jahr hin⸗ urch getriebenen nützlichen Wirken unserer Freunde im Thierreich, so wie bei der erfahrungsmäßigen Ohnmacht er Menschen dem Ungeziefer gegenüber ist es doppelt zu seklagen, daß diese nützlichen Thiere nicht nur nicht genügend D. Frankfurt a. M., 26. Nov. Nachdem schon gestern im Abendverkehr auf flaue Pariser Course, welche der Ausdruck der dortigen gedrückten Stimmung über die noch nicht beigelegten Differenzen zwischen Thiers und der Rechten der Nationalversammlung waren, eine Verflauung der Tendenz sich bemerklich gemacht halte und auch von Wien neuerdings Geldknappheit gemeldet wurde, setzie die Börse heute ziemlich matt ein. Creditactien eröffneten um ca. 1 fl. niedriger wie gestern Abend, gingen jedoch schließlich aus dem Verkehr, zu 364/ comptant mit einer kleiner Avance hervor. Staatsbahn zeigten sich zu 364 ½ um ½ fl. niederer gegen ihre gestrige Abendnotiz, um ihren Disconto am nächsten Donnerstag wahrscheinlich herabsetzen, ohne Einfluß auf die Haltung der Börse, die vor wie nach eine ziemlich matie blieb. Der Grund hierzu dürfte wohl in dem seit heute wieder knapperen hiesigen Geldstand zu suchen sein, der bei Prolougations⸗ sätzen von ca. 8- 8½% die Aussicht auf eine leichte Ullimoregultrung wieder sehr gemindert hat. Schließlich sei noch erwähnt, daß die Depots der französischen Re⸗ gierung bei hiesi jen Banquiers nun größtentheils definitiv gekündigt sind. Von Wechseln Wien matter. Sorten unverändert. Marztbericht. Frankfurt, 25. Nov. Waizen, wetterauer,(100 Kilo! 14½) fl., Korn(100 Kilo) 9⅝— 10 fl., Gerste(100 Kilo) 10— 11 fl., Hafer(100 Kilo) 7% bis 8½ fl. Nübzl(50 Kilo) 22½— 235% fl. Bitte. Da wir beabsichtigen wiederum eine Christ⸗ bescheerung für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Bei der theilweisen Theue⸗ rung und den sonst doch günstigen Verhältnissen hoffen wir um so mehr auf milde Herzen für unsere Kleinen. Frühzeitige Einhändigung der uns zugedachten Geschenke wäre sehr erwünscht. Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein. Wilhelmine Diegel. Emilie Trapp. zu 364½ ca. ¼ fl. höher zu bleiben. Lombarden mit war aber unausbleiblich, weil auf den Bildungsanstalten u bl. 0 216¼ eröffnend, schlossen, ziemlich vernachlässigt, 217. unseter Volksschullehrer dasselbe traurige Mißverhältniß Auguste Klipstein. Christiane Werner. Darmstädter Zeitung. 3269 scheinen. städter Zeitung, ab wird die Darmstädter der Sonntagsarbeit in den Druckereien so gestaltet, einziges deutsches Blatt Sonntags in vollständiger Aus gabe erscheint. N a daß die Leser trotz des Wegfallens der Sonntagsnummer eine beträchtlich größere Fülle politischen bisher der Fall war. Lesern bekannt gezeben werden— i Die Darmstädter Zeitung wird in ihrer neuen Erscheinung den Tagesereignissen als bisher. Sie wird ihnen in ihrem politischen Theil vurch eigene Corresponden Aus allen bedeutenden Hauptstädten bringt die mit allen Blättern concurriren kann. des Deutschen Reichstags und Durch die direct bezogenen Ansprüchen des Lesepublikums, die Das Anwachsen des politischen Stoffs bei gesteigerten aufschiebbar ersch das Beispiel anderer Blätter lassen diese Maßregel nicht länger daß diese Neuerung können, tragen. tischen Nachrichten anlangt, werden. Ueber die Sitzungen rasch und erschöpfend referiren. Kenntniß gesetzt werden. 5 99 Das Feuilleton enthält Originalnovellen, tristischen Inhalts, Mittheilungen aus der Hessischen Geschichte, Reisebeschreibungen, ichf Die interessanten Mittheilungen der Groß h. Centralstelle für Landesstatistik wer Der Abonnementspreis der Darmstädter Zeitung erleidet trotz der gesteigerten Kost Unter diesen Umständen laden wir zu einem eigenen Rbonnement für preis beträgt für diesen Monat bei allen Poststellen des Großherzogthums 38 kr., für Bestellungen baldigst, bei unserer 5 daß der nächste Landtag noch in dem kommenden Monat zusammentreten wird. a Wir fügen noch bei 3355 der 11 der Darmstädter Zeitung verbundene Allgemeine tung der Darmstädter Zeitung in allen Ar bse 1 dient, sich vorzugsweise für alle Veröffentlichungen eignet, welche man z Die Einrückungsgebühren betragen für den Raum der öspaltigen Petitzeile, die zufolge der Vergr die Stelle der Aspaltigen tritt, 5 kr., bei mehr als dreimaliger unveränderter Aufnahme 4 kr. des Hessischen Landtags Aufsätze wissenschaftlichen, insbesondere hist Darmstadt Zeitung sodann statt siebenmal sechs mal wöchentlich ausgegeben werden; schon lange als wünschenswerth betrachtet werden mußte, wie denn fast kein Die oben erwähnte Vergrößerung des Darmstädter Zeitung directe Correspondenzen, Den hessischen Verhältnissen wird eine hervorragende Sorgfalt zugewendet den Monat December ein. Expedition(Rheinstraße Nr. 15) oder bei dem nächstgelegenen Postamt zu machen. Bon dem kommenden ersten December an wird die Darmstädter Zeitung in einem vergrößerten Format er⸗ Erweiterung des Correspondentenkreises der Darm- einen. Vom ersten Januar kommenden Jahres die Verhältnisse haben sich seit dem Wegfallen Formats wird übrigens eine solche sein, Maleriales in der Woche erhalten werden, als es Selbstverständlich werden Nachrichten von hervorragendem Interesse künftighin auch Sonntags durch eine Extraausgabe unseren eine weitgehendere Aufmerksamkeit zuwenden sowohl, wie durch Leitartikel e. Rechnung so daß sie, was Raschheit der poli- noch zen wird die Darmstädter Zeitung in Originalberichten Telegramme werden ihre Leser immer sofort von den neuesten Begebenheiten in orischen, literarischen und künstlerischen, sowie belle⸗ Mannichfaltigkeiten u. s. f. den als Beilage der Darmstädter Zeitung ausgegeben. en der Herstellung keine Veränderung. Der Abonnements 34 kr., mit Bringerlohn 38 kr., und bitten wir, Wir erinnern hierbei daran, Anzeiger zufolge der sehr starken Auflage, der Gemeinden des Großherzogthums und des Umstands, daß sie als Organ für die Bekanntmachungen ur Kenntniß des ganzen Landes zu bringen wünscht. ößerung des Formats bei gleichbleibendem Preise an Versteigerung eines Faselochsen. 3263 Kanftigen Dienstag den 3. k. M., des Vormittags um 11 Ubr, wird ein sehr schwerer und setter gemein- heitlicher Faselochse auf hlesigem Rathhause verstetgert. Nleder⸗Wöllftadt den 28. November 1872. Großherzogliche Bürgermeisel Niever⸗Wöllsladt. Stoll. 888 circa 150 Kisten stets auf Lager. Bei Aufträg letftsen, Spiegel und Spiegelglas, n graphierahmen. Für Wiederverkäufer billig Preise. Herreukragen 2880(Fallsucht.) Ini 15 heilt brieflich Epilepsie 5 Hater Garantie 2 Dr. Olschowsky, Breslau. neben der Post. 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Evangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest⸗ und iertage, für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, und, Scriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Franke, Schmolz, Stark, Cerstergen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. S Fünfundzwanzigste Auflage. 416 Seiten. Oktav. Mit einem Stahlstiche. Elegant gebunden ohne Goldschnitt Preis: fl. 1. 24 kr. Eleg. geb. mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 30 kr. Pracht⸗Ausgabe auf Velin in feinstem Kalbslederband fl. 3. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit hat es sich in mehr als FS hunderttausend Exemplaren— über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. — Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— An die Wähler des Landwahlbezirks Friedberg⸗ Nauheim. 3272 In der Sonntag am 24. November stattgehabten Mählerversammlung wurde beschlossen, nächsten Sonntag den 1. December eine nochmalige Wählerversammlung in Friedberg in der Reichskrone, Nachmittags 2½ Ahr, abzuhalten. Zweck derselben: Vorschläge über den zu erwählenden Abgeordneten. Die Mähler werden zu zahlreichem Besuch eingeladen. Die Versammlung vom 24. November. Oeffentliche Versammlung des Bolksbildungsbereins 3270 Freitag den 28. November 1872, Abends 8 Uhr, im Henn'schen Lokale(Reichskrone). Gegenstand der Besprechung: Die Ursachen der Theuerung. Referent: Bergrentmeister Nebhuth. Das 1 G60 shlils N Kaputze u, 2718 Palatins und Seelenwärmern zu reellen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Teppich⸗Verloosung. 3268 Zur Verloosung eines sehr eleganten Zimmerteppichs herzoglichem Kreisamte ertheilt. Der Teppich ist zur Ausicht auf dem Rathhause hier nieder⸗ gelegt.— Loose sind daselbst bei Herrn Heinrich Wagner, sowie bei Herrn Joseph Butzbach à 1 Thaler zu haben. Friedberg im November 1872. Bei Bindernagel& Schimpff sind und guten Einbänden alle in den hiesigen 8 000 uU bü 1 er 9 9 0 0 ö stets vorräthig. Lehranstalten Ein Zapfjunge eingefuͤhrten = 6 2 2 su cht. 5240. wird gesugt. Wet segt die Exped. d. N. 500-1600 Guld 77; 1500—1 ulden 2 tüchtige Grabsteinarbelter finden dauernde Arbeit; 3175 find im Dezember d. J ö 15 ö get Sr ffn d D. J. gegen hypothekarische gleccelne eupledle meine Greene, Sorattesein. Sucre arenen. Naber bel der Erb. D 5 Rollen Bücher und Einfassungen u. s. w.. a Friedberg. Melchior Boll, 3285 teinbauermeister. 5 2 K 3 5 5 e An. und Verzauf 5 1744 S i A. Votzügliche Flammkohlen dea eswe Selce 3258 find fortwährend bei mir zu haben. rteller Bedienung. Ph. Dan. Kümmich. Friedberg. J. A. Nauheim. Ein in der Pelzfärberei 5267 gut bewanderter Arbeiter wird bei gutem Lohn nach München gesucht. Offerten sob P. V. 432 be⸗ in neuester Auflage — Geld Cours. Frankfurt am 26. November 1872. Casinoball 2359 Doynerssag den 28. November, Abends 7½ Uhr. Der Präsident Curt m a n. Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: 1 Pater Filucius. Neueste Humoreske von Wilhelm Busch. Preis 42 kr. un i Das Neueste in 15 Halsbinden 42 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foularde, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bel K. Friedrich, neben der Poft. Packflachs 3206 ist zu haben in bester Qualität bet 1 Frledberg. M. D. Loeb. Eitronen, 3266 feinst gestoßenen Zucker zu Anis, Mandeln, Citro nat, Orangeat, Chocolade, Thee und Vanille bei 5 Christian Werner, Friedberg. Nieder- Wöllftadt. Wir wohnten der am ver“ gangenen Sonntag in Friedberg abgehaltenen Versamm' lung von Urwählern des Landwahlbezirks Friedberg bel und müssen gestehen, daß dteselbe einen höchst kläglichen Eindruck auf uns gemacht hat, der dadurch nicht wentg erhöht wurde, daß keiner der Anwesenden mit der Farbe herausrückte, sondern die meisten es vorzogen, sich un Redensarten zu bewegen. Es schien fast als ob die Herren Kirchthurmspolltiker kein gutes Gewissen hätten und sich gegenfettig nicht trauten. Wenn das etwa Fortschritt ist, von dem man saselt, dann ißt er Rückschritt. Sonderbar— man hört bis fetzt nur von sort⸗ schrittlichen Versammlungen— wahrscheinlich deß halb nicht von denen der entgegengesetzten Paxtet, weil ihnen die Fortschrittler dies ersparen, indem sie ja für diese arbeiten und ihnen durch ihre Uneinigkeit den Sieg schließlich in die ände spielen. Von den meisten der in jener Versammlung sub rosa angemeldeten Candidaten wußte man in politicis weder Böses noch Gutes zu sagen, was eigentlich schon be⸗ zeichnend genug ift; nur der„Ueberzeugstreue“ aus Nauheim sagie besonders viel Gutes von seinen bis dato noch in der Tasche befindlichen charakter vollen Cantidaten und vergaß nur die Mittheisung, daß der⸗ selbe seit 3 Jahren eine polttische Mause durchgemacht habe, denn anno 69 war der jetzige fortschrittliche Can⸗ didat einer der eifrtgsten Kämpen der Gegenpartel und fand es besonders auffallend, daß ein Jude in der Provinz Oberhessen ür den Reichstag candidire. In Nauheim leben gewiß noch alte Leute der Fortschritts⸗ partei, die sich dessen noch erinnern. Die Urwäbler der Fortschrittspartei sollten doch 155 herzigen, daß gerade diese Landtagswahl von der höchsten Bedeutung für die fernere Geftaltung der poli⸗ tischen Verhältnisse unseres engeren Vaterlandes ist und deßhalb sollte gerade sie eintg, einig, einig sein. Es wird sich doch auch im Landwahlbezirk Friedberg Ein Mann von erprobter Zuverläfsigkelt finden. Nur keine Deserteure aus dem anderen Lager, die ihrem Ebr⸗ getz fröbnen wollen, denn von dleser Sorte Chamäleon find in letzterer Zeit wirklich Prachtexemplapme ein⸗ gefangen worden. 3271 FF.... cbßb—Ä—PPc c Todes ⸗Anzeige. (Siatt jeder besonderen Mittheilung.) g 3262 Heute Nacht verschled sanft nach langem und schwerem Leiden unsere geliebte Tochter Anna. 18 Ihren und unsren Freunden widmen diese Nachricht mit der Bitte um fille Theilnahme die trauernden Eltern Geh. Med.⸗Rath Dr. Bode, Emilie Bode, geb. Zimmermann. Die Beerdigung wird Donnetstag Nachmittag um 3 Uhr stattfinden. 8 1 Iftaclilischer Goltesdienst in Friedberg. n Freitag Abends 4½ Uhr. Samstag Morgens 8¼ Uhr. 9 2 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. jörpert die Annoncen Expedition Haaseustein& Preußische Friedrichsd' or... fl. 9 58—59 Vogler in München. Pisislen..,, e. 42844 Holländische fl. 10⸗ Stücke. 9 53—55 6 5 2 5 Degen ante„„ 5 34—36 Sranzösische gewirkte Long Chales. Ducaten al marco.. 5* 3264 Ausverkauf einer großen Partie modernster 20-Frankenstücke t Long⸗Chäales zu ganz bedeulend herabgesetzten PressenEnglische Sovereigns s.„ 11 5355 bei L.& G. Knoblauch, Russische Imperiales... 4„ 9 43—45 Zeil 41 in Frankfurt a. M. Dollars in Gold„ 2 25—26 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 1 5 6 — 2 0— Dart hier folg bie und Verkaufs Regierun; die bestim züglichen schlusse se hessschen gebrochen gefaßt ha der Hand der Vert lungen zu und es st Kürze be f ö sigen Krie Ficus 90 wird, an ministeriu fstorium welche leg des Nuß Ministerf Kammer denten 1 des Fine Dekanat Belassun, geistlicher sisorium