d cli n Sen wait; 1 Darm. t att tigt ln 21 det tent t titel, i Altan, reckt ut ulg⸗ arian . Ort del 0a), 50 lab 1 em unt Enge en 8 2 —— 1872. Oberhessischer Anzeiger. tas., Dienstag den 27. August. M 100. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. riedberger Jutelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — 8 Fur den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 36. sub 1. Summarische Uebersicht der Rechnung der Gr. Landes Walsen-Anstalt zu Darmstadt für 1871. Nr. 37. Nichts. Friedberg den 23. August 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nach verzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 27. Nr. 873. Vertrag zwischen dem deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn wegen Herstellung einer Eisenbahn zwischen Görlitz und Reichenberg. Vom 21. Mai 1872. Nr. 874. Bekanntmachung, betreffend Abänderungen des Betriebs-Reglements für die Eisenbahnen Deutschlands. Vom 5. August 1872. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Friedberg den 23. August 1872. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Die Feldmäuse zeigen sich wieder in sehr großer Anzahl und bedrohen die noch ausstehende Crescenz. Sie wollen deßhalb, da wo dies ver Fall ist, nach Benehmen mit den betreffenden Ge verichten, was in dieser Beziehung geschehen ist. am 19. d. M. und die Bekanntmachung des Direktors des landwirthschaftlichen Nr. 93, empfehlen wir wiederholt die Anschaffung einer entsprechenden Anzahl von heilung zufolge, in Rheinhessen durchaus bewährt haben. sicher guter und zweckentsprechender Blasebälge mitzutheilen, ungewendeter Weise kann zur Vertilgung der Mäuse ge wendungen in dieser Beziehung gerne gutheißen. versehen uns zu Ihnen, daß in fragl. Hinsicht Nichts versäumt wird. meinderäthen sofort die erforderlichen Vertilgungs-Maßregeln anordnen und binnen 5 Tagen Mit Bezug auf die Besprechung dieses Gegenstandes in der Bürgermeister⸗Versammlung Bezirksvereins Friedberg vom 9. d. M., Oberhess. Anzeiger Jülich' schen Dampföfen, welche sich, erhaltener Mit⸗ Wir werden in der Lage sein, ehestens eine Adresse zum Bezug bierzu erforder⸗ an denen es seither noch gefehlt. 8 schritten werden, z. B. durch Einlieferung auf Gemeindekosten. Auch Anordnung zwangsweiser Lieferung durch die Grundbesitzer ist sehr zweckmäßig. Auch in andrer, seither im Kreise noch nicht Wir werden Auf⸗ Wir Tra d d Deutsches Reich. Darmstadt, 25. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben durch Allerhöchste Entschließung vom heutigen Tage zu verleihen geruht: I. Im Ressort des Ministeriums des Innern: 1) das Großkreuz des Verdienstordens Phllipps des Sroßmüthigen dem Kanzler der Landesuniversität, ordent⸗ nchen Profe ssor in der juristischen Facultät daselbst, Ge⸗ „eimrath Dr. Johann Michael Franz Birnbaum zu Gießen; ) Das Comihurkreuz II. Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen dem Superintendenten der Superintendur Rheinhessen, Dekan des Dekanats Mainz und I. evang. Pfarrer daselbst Dr. Carl Georg Friedrich Schmitt;— 3) das Ritlerkreuz I. Classe Philipps bes Broßmüthigen mit Schwertern dem Oberstlieutenant im Sendarmeriecorps und Commandanten der Division Rhein⸗ „essen Gustav von Hombergk zu Vach zu Mainz, dem Sommandanten und Director des Landes-Zuchthauses, Major Gustav Moritz Scriba zu Marienschloß;— 4) das flitterkreuz I. Classe des Verdienstordens Philipps des Hroßmüthigen, dem Director an der Realschule zu Gießen Dr. Georg Ernst Stein das., dem Director an der Taub⸗ zummenanstalt zu Friedberg Dr. Ludwig Christian Matthias dem Dekan des Dekanats Gießen und 1. evang. Zsarrer zu Gießen Gustav Christian Carl Landmann das., zem Dekan des Dekanats Nidda und evang. Pfarrer zu schhzell Georg Marx das., dem Secretär bei dem Admini⸗ kativ⸗Justizhof, Regierungsrath Edmund Freiherr Gedult on Jungenfeld zu Darmstadt;— 5) das Ritterkreuz I. Classe des Ludewigsordens dem Dekan des Dekanats ckstabt und kathol. Pfarrer zu Ockstadt, Philipp Keller zas., dem Dekan des Dekanats Vilbel, Mitglied der Kreis⸗ Schulcom mission das. und kathol. Pfarrer zu Heldenbergen, Heorg Jacob Brentano das., dem Rabbinen des Rabbinats Dießen Dr. Benedict Samuel Levi das,;— 6) bas Ritter⸗ keuz II. Elasse des Verdtenstordens Philipps des Groß⸗ müthigen dem Kreisveterinätarzt des Kreisveterinäramts kidda, Johannes Fritschler das. II. Im Ressort des Ministeriums der Justiz; 1) das Rinerkreuz erster Classe des Ludewigsordens en Ober⸗Appellations⸗ und Cassationsgerichtsrälhen Dr. Hundrichter bes Landgerichts Fürth, Ludwig Walther, sowie zakob Dernburg und Wilhelm Frey; 2) das Ritterkreuz aster Classe des Verb tenstordens Philipps des Großmütbigen em Director des Bezirkestrafgerichts Michelstadt und Land⸗ ichter das. Car! Straus, dem Director des Beziiksstras⸗ Arichts Alsfeld und Land richter bas. Carl Bornemann, dem am Blcepräfldenien des Bezirksstrasgerichts Mainz, Dr. Peter Keller;— 3) das Ritterkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen dem Land⸗ gerichtsactuar bei dem Landgericht Darmstadt Philipp Henning. III. Im Ressort des Ministeriums der Finanzen. 1) das Comthurkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen dem Ministerialralh im Mini⸗ nerium der Finanzen Geheimerath August Schleiermacher, dem Oberbaudirector, Geheimerath Paul Arnold;— 2) das Ritterkreuz erster Classe desselben Ordens dem Oberrech nungsrath Peter Backé, dem Obersteuerrath Franz Wörner, dem Forstmeister des Forstamts Darmstadt Carl Reiß, dem Oberbaurath Eduard Renner, dem Kreisbaumeister des Kreisbauamts Gießen Bauroth Hermann Holzapfel, dem Rentamtmann des Rentamts Friedberg Stephan Lindeck;— 3) das Ritterkreuz zweiter Classe des Ludewigs⸗Ordens dem Oberförster der Obersörsterei Mönchbof Adam Ernst; — J) das Ritterkreuz zweiter Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen dem Distriets⸗-Einnehmer der Distrietseinnehmerei Gießen II., Rendant Peter Becker;— 5) das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütbigen dem Canzleidiener bei der Obersteuerdireelton Carl Kniel, dem Steueraufseher Johannes Kolb zu Mainz, dem Kreisbauaufseher Michael Kuhn zu Worms;— 6) das Allgemeine Ehrenzeichen dem Forstwart, Förster Ernst Steinbrenner zu Gorxheim, dem Bauaufseher Jo⸗ hannes Kreß zu Friedberg. Ferner haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog miltelst Allerhoͤchster Entschließung vom gleichen Tage folgende Characterertheilungen vorzunehmen geruht: I. Im Ressort des Ministerums des Innern: dem Ministerialrath in dem Ministerium des Innern Gustav Adolph Freiherrn von Lehmann und dem Oberstudien⸗ director Wilhelm Willich genannt von Pöllnitz den Charak. ter als„Geheimerath“; dem ordentlichen Professor in der evangelisch-heologischen Facullät der Landes-Universitäl Dr. Hermann Hesse den Charakter als„Geheimer Kirchen⸗ rath;“ dem ordentlichen Professor in der philosophischen Facultät der Landes-Universität Johann August Vullers den Character als„Geheimer Studienrath“; dem ordent⸗ lichen Professor in der pilosophischen Facultät der Landee— Universitär Dr. Heinrich Busch den Charakter als„Ge— heimer Finanzrath“; dem Ober⸗Mebicinalrath in Pension Dr. Christoph Friedrich Pfannmüller den Charakter als „Geheimer Ober- Medieinalratb«; dem Kreisarzt des Kreis⸗Medieinalamts Wimpfen Dr. Carl Theodor Weigand den Charakter als„Medicinalrath“; dem evangelischen Pfarrer zu Trebur und Mitglied der Krelsschulcommission Groß⸗Gerau Heinrich Hermann Fink den Charakter als „Kuchenrath“; dem Inspector der Gemäldegalerie und des Kupferstich⸗Cabineis Rudolph Hofmann, dem Lehrer am Gymnasium zu Büdingen Dr. Franz Blümmer und dem Lehrer am Gymnasium zu Worms Dr. Ludwig Glaser den Charakter als„ Prosesor⸗; dem Fabrikant und Mitglied der Handelskammer zu Worms Johann Baplist Dört zu Worms, dem Fabrikant Carl Merck zu Darm⸗ stadt, dem Fabrikant Carl Franz Denninger zu Mainz und dem Fabrikant Carl Gail zu Gießen den Charakter als„Commerzienrath“. II. Im Ressort des Ministeriums der Justiz: dem Geheimen Obergerichtsrath dei dem Obergerichte der Provinz Rheinhessen Jacob Henco den Charakter als Vicepräsident dieses Gerichtshofes; dem Richter dei dem Bezürksstrafgericht Darmstadt Dr. Friedrich Kritzler den Charakter als Justizrath. III. Im Ressort des Ministeriums der Finanzen: dem Obersteuerrath Hermann Welker den Charakter als Geheimer Obersteuerrath; dem Overeinnehmer der Ober⸗ einnehmerei Gießen Franz Schuster, dem Steuercommissär des Steuercommissarjats Oppenheim Carl Bernhard, dem Oberinspector des Hauptsteueramis Darmstadt August Fröhlich, dem Steuercommissär des Steuercommissarials Friedberg, Georg Schober, den Charakter als Steuerrath; dem Rentamtmann des Rentamts Zwingenberg Heinrich Ludwig Kolb den Charakter als Domänenrath; dem Kreisbaumeister des Kreisbauamts Offenbach Friedrich Lindt den Charakter als Baurath; dem Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Nidda Heinrich Bachmann den Charakter als Rendant. Darmstadt. Auf eine von der„Fr. Pr.“ gebrachte Nachricht, daß die in Butzbach liegenden 2 Escadrons Dragoner nach Darustadt verlegt werden sollten, erwiedert ein Correspondent von bier, daß allerdings in Anregung gebracht worden sei, die Garnison von Butzbach hierher zu ver⸗ legen und somit die gesammte Cavalerie in der Residenz zu vereinigen. Das Artilleriecorps würde, um dieses möglich zu machen, seine Caserne räumen und nach Babenhausen verlegt werden, wo auch der Schießplatz für die Feldartillerie des 11. Corps in diesem Falle errichtet werden würde. Es ge— nüge jedoch die Versicherung, daß dieser Plan keine große Aussicht auf Verwirklichung und bis jetzt an maßgebender Stelle keine Unterstützung gefunden hat. Butzbach brauche daher um den Verlust seiner Garnison vorerst nicht besorgt zu sein. —— —— . — Der Kronprinz des deutschen Reiches wird am 29. d. von Regensburg bier eintreffen, am 30. und 31. die Truppen inspiciren und am 31. nach Potsdam abreisen. S8. Aus Oberhessen. Bei der am 21. d. zu Hungen stattgehabten Wahl der drei Deka⸗ natscandidaten erhielt Decan Cellarius in Griedel 36, Decan Blumhof in Melbach 15 und Pfarrer Schnabel in Langsdorf 13 Stimmen. Berlin. Der Kaiser geht am 27. August von Gastein per Extrazug nach Salzburg, von da am 28. nach Ischl, am 29. von Ischl über Ebensee per Dampfer nach Gmünden, von dort nach Lambach, Passau, Regensburg, am 30. über Eger, Reichenbach, Leipzig nach Berlin, wo er Abends 9 Uhr eintrifft — Die„Kreuz-Ztg.“ kündigt schon für die nächste Zeit eine Seitens des Generalpostamts beabsichtigte neue, sehr erwünschte Einrichtung an. Es soll nämlich in Aussicht genommen sein,„eine amtlich gestattete Betheiligung von Privatleuten an dem Verkaufe der Postwerthzeichen, einschließlich der Freicouverts, der Postkarten und Postan- weisungen, eintreten zu lassen.“ Die Oberpost- direktionen u. s. w. sind bereits angewiesen worden, durch die Postanstalten ihres Geschäftsbereichs Ge⸗ werbtreibende zu ermitteln, welche geneigt sind, jenes Verkaufsgeschäft zu übernehmen. — Die Verwaltung der Ludwigsbahn hat auf ihre wiederholte Eingabe, daß sie unbeschadet der vom Staate zu bauenden neuen Linie Berlin- Frankfurt ebenfalls mit der ihr verbündeten Potsdam- Magdeburger Eisenbahn sich zum Bau einer Strecke Berlin ⸗ Frankfurt verpflichten wolle, noch keine Entscheidung erhalten. Während der Staat von Bebra aus die bestehende Linie nach Hanau— Frankfurt benützen würde, gedenkt die Ludwigs⸗ bahn durch Oberhessen auf Frankfurt vorzugehen und unter Anderem auch die Strecke Hersfeld Alsfeld zum Ausbau zu bringen. Die Concession zum Bau der Linie Friedberg Hanau ist ver Ludwigsbahn jetzt definitiv ertheilt worden und man wird mit den Arbeiten zur Ausführung des Projects demnächst beginnen. Wie die„Spener'sche Zeitung“ meldet, hat die militärische Commission zur Berathung der neuen Disciplinar-Ordnung für das Reichsheer die erste Lesung derselben beendet. Der Entwurf soll mit geringen Modificationen angenommen sein und wird vor der zweiten Lesung den einzelnen Regierungen zur Begutachtung unterbreitet werden. — Eine k. Cabinetsordre verfügt, daß Mann- schaften des Beurlaubtenstandes, welche, bezw. so lange sie bei Staats- oder Privat- Eisenbahnen im Bau- oder Betriebsdienst angestellt sind oder als ständige professionelle Arbeiter fungiren, zur Reserve, bezw. Landwehr des Eisenbahn-Bataillons übergeführt werden sollen. — Um für den Fall einer Mobilmachung dem Mangel aa Aerzten zu begegnen, wie er sich bei dem plötzlich hereinbrechenden letzten Kriege geltend gemacht, ist man von Seiten der Militärver⸗ waltung darauf bedacht, schon in Friedenszeiten die nöthige Zahl geeigneter Aerzte für das Ersatz⸗ aushebungsgeschäft zu gewinnen. Zu diesem Be⸗ hufe find die Generalärzte angewiesen worden, schon jetzt Contrakte mit nicht dienstpflichtigen Aerzten dahin gehend abzuschließen, daß dieselben sich verpflichten, gegen porher zu stipulirende Diäten die ärztlichen Funktionen bei dem Ersatz- Aus- hebungsgeschäft im Fall einer Mobilmachung zu übernehmen. An Diäten sollen, der„Voss. Ztg.“ zufolge, diesen Aerzten 5 Thlr. bis 6 Thlr. 20 Sgr. bewilligt werden.— Jüngst ist Seitens des Cultus- ministers an alle königlichen Regierungen die Ver— fügung erlassen worden: nicht nur in den Fällen, wo die größere oder kleinere Excommunication vorliege, sondern auch da, wo jemand sich einfach als Altkatholik erkläre, ihre Hülfe zur Beitreibung neukatholischer Kirchensteuern zu versagen. — Nach den neuesten Ermittelungen über die französische Anleihe ist(so schreibt man der„K. Ztg.“) zur Eoidenz festgestellt worden, daß die Betheiligung des deutschen Publikums an der An— leihe eine verhältnißmäßig geringe war. Die Mehrzahl der Zeichnungen bei den Berliner Bank— häusern ist durch schriftliche Ordres vom Aus⸗ lande und zu nicht geringem Theil sogar von Pariser Häusern erfolgt. — Die Leipzig⸗Dresdener Bahn gibt an die Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen 100 Güter⸗ wagen, mehrere Maschinen nebst Personal leih-⸗ weise ab. Mehrere andere Verwaltungen sind gleich- falls zur Wagenverleihung aufgefordert worden. Die Reichseisenbahn Verwaltung bedarf dieses Materials zum Betriebe der Luxemburger Bahnen. Straßburg. Es wird behauptet, die Jesuiten im Elsaß hätten bereits ihre Vorsichtsmaßregeln getroffen, indem sie ihr Mutterhaus in Issenheim (Oberrhein) mehreren Fabrikherren abtraten, welche vorläufig die geeignetsten Räumlichkeiten für ihre Industrie zu verwenden suchen. Die Trappisten auf dem Oelberg sollen ebenfalls die Weisung er— halten haben, binnen sechs Monaten ihre Anstalt zu räumen.— Man trifft hier bereits Vorkehrungen zur Entgegennahme der ersten 500 Millionen, die bekanntlich zwei Monate nach dem am 7. Juli erfolgten Austausch der Ratificationen des Ueber— einkommens vom 29. Juni, also am 7. September, zu erlegen sind. — Von dem in seinem Vaterlande zuerst so hoch gepriesenen, später ebenso schwer verurtheilten Vertheidiger der elsässischen Rheinfeste, General Uhrich, wird demnächst unter dem Titel„Auf die Belagerung von Straßburg bezügliche Dokumente“ ein Buch in Paris erscheinen, welches einen ins Detail gehenden, von einer beträchtlichen Anzahl offizieller, bisher unbekannter Dokumente begleiteten Bericht über Vertheidigung und Fall der genannten Festung enthalten und als Antwort auf das be— kannte, den General schwer beschuldigende Urtheil der Enquete-Commission dienen soll. Ausland. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ hört davon reden, daß in dem Erträgniß der indirecten Steuern des ersten Quartals 1872 ein Rückgang um nahezu 90 Millionen im Vergleich zu der entsprechenden Periode des Vorjahres constatirt worden sei. — Der officiöse„Bien public“ veröffentlicht folgende Note betreffs der Spielbankfrage, welche an Deutlichkeit nichts zu wünschen läßt:„Einige Blätter, welche— das ist für Niemand mehr ein Geheimniß— an der Wiederherstellung der Spiel— banken in Frankreich ein Interesse haben, melden als eine entschiedene Thatsache, daß dem Pächter von Baden-Baden, dessen eifrige Schritte in dieser Richtung und dessen Beziehungen zur Presse be— kannt sind, die zeitweilige Erlaubniß ertheilt worden sei, Spielhäuser in einigen Bade⸗ Orten zu er— öffnen. Diese Angabe ist ganz und gar falsch. Die Regierung hat die ihr in dieser Hinsicht ge⸗ machten Anträge zurückgewiesen und wird sie stets zurückweisen. Die Frage der Spiele gehört zu jenen, über die man gar nicht discutirt, und alle Polemiken, mögen sie nun unentgeltlich sein oder nicht, welche sich auf die Bedürfnisse des Staats- schatzes und die Bequemlichkeit dieser Hülfsquellen beriefen, haben noch nicht den Nachweis geführt, daß die Unsittlichkest und das Laster in den Augen einer rechtschaffenen Regierung als eine gesetzliche Einnahmsquelle gelten können. So lange dieser Beweis nicht geführt ist, wird man— und alle anständigen Leute werden sich dazu nur Glück wünschen— keine Autorisation ertheilen und noch weniger der Nationalversammlung einen Gesetz— enfwurf vorlegen, den sie mit Entrüstung zurück weisen würde. Die Anhänger der Spiele werden sich nun einmal darein finden müssen, und die öffentliche Meinung wolle in Meldungen, wie die, welche wir dementiren, nur wirkungslose Versuchs ballons erblicken. Die Spielbanken werden weder allgemein noch partjell wieder gestattet werden.“ Großbritannien. London. Die amt⸗ liche„Gazette“ publizirt eine Verordnung des Geheimen Raths, wonach Vieh aus Oesterreich— Ungarn, Deutschland, der Türkei, Italien, Griechen land, Belgien und Frankreich spätestens 10 Tage nach der Landung geschlachtet werden muß, aus genommen, wenn es unter Quarantaine in Sout— hampton gelandet war. Die Landung russischen Viehs wird gänzlich untersagt, die Vieh ⸗Elnfuhr aus den nicht genannten Ländern ist dagegen un⸗ beschränkt. i Spanien. Madrid. Der Ministerpräsident erklärte in einer Wählerversammlung: Die Regierun werde über die Errungenschaften der Revolution der Cortesversammlung eine besondere Gesetzesvor⸗ lage machen; die Regierung stelle an den Klerus nur die Ansprüche, welche der Fortschritt der Civilisation erheische, werde aber dafür demselben Freiheit und Unabhängigkeit gewähren. Die Finanz · lage sei sehr ernst, aber die Regierung werde dem⸗ nächst über das zu befolgende Finanzsystem eine Entscheidung treffen. Gegen die Parteien, welche sich auf einen ungesetzlichen Boden stellten, zu welchen Redner vorzugsweise die Alphonsisten zähle, werde die Regierung aufs Strengste vorgehen, Bapyonne. Die Neuwahlen in Spanien werden voraussichtlich für die Regierung eine große Majorität ergeben. Die spanischen Behörden haben der französischen Regierung mitgetheilt, daß sich in den Grenzdepartements zahlreiche Carlisten auf⸗ halten, welche für den 26. d. M. einen Einfall vorbereiteten; die französische Regierung möge also die geeigneten Vorkehrungen treffen, die Be⸗ wegung zu verhindern. Donaufürstenthümer. Autlich wurde constatirt, daß in der Moldau, in der Gegend von Jassy und Sculeni, die Cholera heersche. Von 201 erkrankten Personen starben 22. Friedberg Das in Gießen garnisonirende 2. Inf.⸗Regt. wird auf seinem Marsche zu den in der Umgegend von Darmstadt stattfindenden Herbstübungen am Dienstag den 27. d. Mittags in Friedberg und Umgegend eintreffen. Der Stab des Regiments mit der Musik, sowie das 2. Bataillon nebst Stab wird in unserer Stadt Quartier beziehen, wöhrend das 1. Bataillon in mehrere umliegende Orte vertheilt werden wird. T Friedberg. Die üble Gewohnheit unserer Jugend, sich an vorüberfahrende Fuhrwerke anzuhängen oder denselben nachzulaufen, hat am Sonntag Abend einem kleinen Jungen eine schwere Verletzung zugezogen, indem das Räderwerk den Kittel des Kleinen erfaßte und ihn wahrscheinlich unter die Räder zog, so daß der⸗ selbe einen Bruch des Oberbeins erlitt. Möge dieser Fall sowohl eine Warnung für die Kleinen sein, von dieser gefährlichen, nur zu bäufig bemerkbaren Unart ab⸗ zulassen, als auch eine Mahnung an die Eltern und alle Erwachsene, derselben überall strenge entgegenzutreten zur Vermeidung nur zu leicht möglicher Unglücksfälle. Homburg. Mit der Reorganisatlon unserer Kur⸗ etablissemenis und der mancherlei bezüglichen Einrichtungen scheint man jetzt mit allem Ernste vorgehen zu wollen. Das hiesige Bürgermeister⸗Amt erläßt nämlich eine Bekannt⸗ machung, daß vom 1. Januar 1873 ab dahier ein städ⸗ tisches Theater- und Kur⸗Orchester gebildet werben soll und daß für dasselbe ein tüchtiger Dirigent, welcher einem Orchester bereits vorgestanden hat und im Stande ist, so⸗ wobl bei Opern, als bei Concerten zu dirigiren, gesucht wird. Bewerbungen sind bis zum 1. Oct. d. J. einzu⸗ reichen. Auch der Betrieb der Resiauration im hiesigen Kurhause soll von gleichem Zeitpunkt ab auf die Dauer von 5 Jahren im Soumissionswege verpachtet werden und sind hierzu Soumissionen bis 15. Oct. d. J. einzureichen. Ettingshausen, Kr. Gießen. In der hiesigen Schul wohnung wurde dieser Tage ein frecher Diebstahl verübt. Ein seit einigen Monaten zur Pflege übergebenes 16jähriges Mädchen benutzte die Abwesenheit des Lehrers, packte in der Nacht verschiedene werthvolle Kleidungsstücke in die Reisetasche eines im Hause wohnenden Schülers und nahm aus einer Lade ungefähr 200 fl. baares Geld. Vor Tagesanbruch ging sie nach Lich, wo ste einige Leute nach dem Wege zum Bahnhof fragte. Es ist wohl anzu⸗ nehmen, daß sie mit einem der Schnellzüge Morgens von Gießen abgefahren und da die Polizei erst einige Stunden später aufmerksam gemacht wurde, so ist es fraglich, ob sie der entlaufenen Dirne auf die Spur kommt. f Frankfurt. Der zoologische Garten erhielt dieser Tage ein Faul hier. Da die gefangenen Exemplare nur ausnahmsweise sich an ein anderes Futter, als das Laub der Bäume gewöhnen, gehören diese Thiere zu den seltensten Bewohnern der europäischen Thiergärten, so daß gegenwärtig nächst dem hiesigen zoologischen Garten nur noch ber in London diese Merkwürdigkeit aufzuweisen hat. Frankfurt. Hiesige Blätter warnen das Publikum ernstlichst vor Taschendieben. Im Laufe voriger Woche sollen an der Homburger Bahn wieder zwei abgefaßt worden sein. Rüsselsheim. Das heftige Zuschlagen der Waggon⸗ Thüren durch die Condueteure ohne vorherige Warnung hat schon manchen Unfall herbeigeführt. Am Sonntag der vorigen Woche wurde einem jungen Manne auf der Station Rüsselsheim ein Finger vollständig zerquetscht. Mainz. Ein Festungesträfling machte beim Wasser⸗ holen in Zahlbach einen Versuch, der Wache zu entkommen. Ein Mann der Bedeckung folgte ihm aber, statt in dem bewohnten Orte auf ihn zu feuern, mit gefälltem Bajonnet und erreichte ihn am Ausgange des Dorfes; hier aber stellte sich der Ausreißer kühn zur Wehr und drang dem Soldaten so nahe auf den Leib, daß dieser keinen Gebrauch rr n rn 3 rn — 2 8 —— Pe von seinem Bajonnet machen konnte, während der Sträfling ihm das Seitengewehr aus der Scheide riß und dem der* Soldaten einen Hieb übers Gesicht versetzte und sich auch a 2 13 ö Nan dae erner so geschickt gegen das Bafonnet vertheidigte, daß lm n der durch das Blut geblendete Soldat ihn nicht über⸗ ee ee walugen konnte. Erft als ein daher fahrender Bauer zu eee een ülje kam, wurde dieses möalich. 11 un, Mainz. Wie der„Binger Anzeiger“ meldet, ge⸗ * in neiethen kürzlich in Mommenheim im dortigen Wirths⸗ zunch bhhause 2 Männer über die Jesuitenfrage in Streit, der aber dend* in Thätlichkeiten ausartete, wobei der eine, Namens ihn d. uin Windecker von Mainz, so schwere Verletzungen davon tbr Aua mtug, daß er an den Folgen starb. Eine Untersuchung ist im gegen den Thäter eingeleitet. en Fulda. Die in dem benachbarten Flecken Eiterfeld d du enger 1(hervorgetretene Petroleumquelle, welche nach ihrem Er⸗ 2. scheinen 9 Wochen lang fast ununterbrochen stark abfloß, i dn, 1 dann aber ausblieb, ist seit einiger Zeit wieder intermittirend 5 fließend. Zum Ausschlusse derselben mittels umfassender, voraussichtlich erhebliche Kosten verursachender Bohrarbeiten hat sich jetzt ein Financter gefunden, welcher die Versuchs⸗ arbeiten tbunlichff noch in diesem Jahre ausführen will. In Schlettstadt(Elsaß) hat am 21. d. eine hef⸗ tige Feuersbrunst einen ganzen Häusercomplex zum Theil stark beschädigt, zum Theil ganz zerstört. Berlin. Am 21. d. ist der bekannte Lustspieldichter, Schöpfer und Mitredakteur des„Kladderadatsch“, D. Kalisch gestorben. In Petersburg erhält in der nächsten Saison Madame Adeline Patii 40,000 Frs., Fräul. Nilsson 35,000, Madame Volpini 22.500 und ber Bariton Graziani 20,000 Fraucs pro Monat— Frau Lucca ist durch den Director der musikalischen Academy in New Pork für den Winter 1872/73 mit 35,000 Frs. pro Monal engagirt, außerdem wurde ihr ein Benefiz zugesichert; die Allistin Fräulein Sanz erhält an demselben Institut 10,000 Frs. pro Monat. Produectenbörse zu Friedberg. Es dürfte sehr zweckmäßig sein und im Inte⸗ resse der Produktenbörse sowohl, als auch der Land⸗ wirthe liegen, wenn die in Nr. 95 des Oberhess. Anzeigers specistzirten 10 Hauptpunkte der Börsen⸗ statuten zur allgemeinen Kenntniß gebracht würden. Hossentlich genügt das Aussprechen dieser von allen Freunden der zu errichtenden Produkten⸗Börse ge⸗ theilten Meinung, um die Herren Bürgermeister zu veranlassen zur Bekanntwerdung jener Haupt⸗ punkte alles Mögliche beizutragen. Vergebung von Weißbinderarbeit. 2328 Das Tünchen und Ausweißen der Klosterkaserne soll summisstonsweise vergeben werden. Die Be— dingungen können auf unserem Bureau eingesehen wer⸗ [den. Die Eröffnung der eingelegten Summissionen erfolgt Montag den 2 September d. J., Vormit⸗ tags 10 Ubr. Spätere Einlagen bleiben underücksich tigt. Friedberg den 26. August 1872. Großherzogliche Garnisonverwaltung. n Vergebung von Bauarbeiten. 2325 Die zur inreren Herstellung des evangelischen Bethauses zu Heldenbergen erforderlichen Bau- tarbeiten, veranschlagt: N. Maurerarbeit 116 20 Zimmerardbetit 18— Schreinerarbeit 122 30 Glaserarbeit 25— Weißbinderarbeit 246 30 ssollen auf Mittwoch den 4. September d. J., Vormittags 0 Ubr, auf dem Bureau Großherzoglichen Kreisbauamts Friedberg auf dem Submissionswege vergeben werden. Eusttragende haben ihre Offerten, in welchen die Abge— bote in Procenten zu bezeichenen sind, bis zu der be⸗ zeichneten Stunde verschlossen, frankirt und mit der Bezeichnung:„Submission zur Uebernahme der... Arbeit mn dem evangelischen Bethaus zu Heldenbergen“ auf genanntem Büreau abzugeben, woselbst der Voranschlag mit Submissionsbedingungen offen liegen. Friedberg am 23. Auguft 1872. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 5. *„ 22 Immobilien⸗Versteigerung. 2324 Freitag den 30. d. Mis. läßt die Concursmasse ves Wagners Heinrich Simon II. zu Nieder⸗Ros⸗ vach, Mittags 1 Ubr, auf der Rathsstube eine Hofratthe und 65 Parzellen Gelände meistbietend verstelgern. Wenn in Bezug auf die Taxation annehmbare Ge⸗ bote gescheben, so ist baldige Genehmigung zu erwarten. Nieder⸗Rosbach am 24. August 1872. In Auftrag: Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Groß herzogliches 5 Nieder⸗Rosbach. 132 Grummetgras-Versteigerung. 2337 Dienstag den 27. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, oll das hlesige Gemeinde⸗Grummetgras meistbletend pbersteigert werden. Ober⸗Florfladt am 23. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-⸗Florstadt. Dau ernheim. Mobiliar ⸗Versteigerung. 341 Donnerstag den 29. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, werden in der Wohnung dee verstorbenen Jose ph aas dabter folgende Mobilien versteigert: 5 eine Kuh, zwei Ziegen, mehrere Hühner, Gänse, ein Wagen, Pflug, Egge, eine Fruchtfegemüble, Korn=, Waizen⸗, Dafer⸗ und Gerstenstroh, eine Kommode, ein Kleider- und ein Küchenschrank, ein Tisch, zwei Betten und sonstige Mobilien. 3lbenstadt den 25. August 1872. e ee eee Ilbensta dt. w e r. Grummetgras-Versteigerung. 2323 Mittwoch den 28. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, ell das der hiesigen Gemeinde zustehende diesjäbrige 1 l Drummetgras in einzelnen Abthellungen bel Gastwirth un Höres dahler öffentlich meistbietend versteigert werden. . i, Bauernhelm am 24. Auguft 1872. 5 Großherzogliche n Bauernheim. it h. 7 77 Mühlsteine n 263 Friedr. Holl in Worms. e, Ein Realschüler 92, 1145 tann bet einer hiesigen Familie in Pension ge⸗ „„ bveommwen werden. Nachbülse im Englischen und Fran— ee ee zsischen. Näheres bel der Exped. d. Bl. Arbeits-⸗Versteigerung. 2340 Donnerstag den 29. Auguft 1. J., Nachmittags 2 Ubr, sollen in dem Gemeindehause zu Nieder Weisel nachstehende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Verfieigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: 1) Plankrarbeit, veranschlagt zu 7 fl. 2) Pflasterarbeit 60„ 3) Cbaussirarbett 48„ 4) Pflafsersteine zu brechen 2. 5) Cbausseebausteine zu Ctechen 60„ 6) Steinbelfuhr 84 7) Sandlieferung 30„ Bußbach am 25. August 1872. Der Bezirksbauaufseher. Bu xk Obne Mediein. 1 r Brust- und Lungen- kranke finden auf naturgemäßem Wege felbst 8 in verzweifelten und von den Aerzten für 2 2 uunbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ E lung ihres Leidens 5 8 ohne Mediein. 5 8 Nach spezieller Beschreibung der Krank⸗ 3 heit Näheres drieflich durch 8 Dir. J. H. Fickert, Berlin, 2013 Wallstraße Nr. 23. l 7 Obne Medieln. Vuchendiele und Pappeldiele 2322 14½“, 1½“ und 1“ dick sucht P. C. Rumbler in Frankfurt a. M. Bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu haben: Daheimkalender pro 1873.— Preis 54 kr. Foul ards, 119 seldene Umknöpftücher, schwar ze seident Halstücher und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Poßß. Empfehlung. 2296 Ich sebe mich veranlaßt, den Cement des Herrn Kaufmann Huber in Friedberg weden der ausgezeichneten Qualität, welche die Waare besitzt, Jedermann bestens zu Wasserarbelten zu empfehlen. Ilbenstadt im August 1872. J. Wehner, Hoßf⸗Maurermeister. Die Heß'sche a g Kunst- und Handelsgärtnerei in Friedberg 2294 empfiehlt Bouquets, Guirlanden, Kränze, Deco⸗ rationen, blühende Pflanzen ꝛc. zu allen Preisen. An⸗ lagen von Gärten und Grabflätten werden dilligst und prompt besorgt. Gute Mäuskartoffeln 2295 werden abgegeben im Gartenbaus. Dillige Cimburger Küͤse 2333 bei A. Stahl Wittwe. — 2 0 38 8 0 85 5 4 8 8 3 5 8 1 8 — 2 2— 2 S2 55 Die soeben erschlenene Nr. 48 enthält? 83 Maper. Poltzeinovelle von F. Chr. B. Avs⸗Lalle⸗ mant.(Schluß.)— Die Naturforscherversammlungen und ihre Folgen. 4 Originalzeichnungen von H. Lüders. — Der Minister von Stein. Gedanken nach der Ent⸗ büllung seines Denkmals von Dr. W. Herbst. II.— Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Von Max Reichard.(Forisetzung)— Moltke's Reisen und Erlebnisse in der Türkei. Von Richard Andree. II. Persönliches. In Kleinasien. Mit 4 Illußfrationen von Th. von Eckenbrecher.— Pabstbiographien. Von Dr. Czerwenka. I. Nicolaus J. Zu Bestellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Eine 4 Jahre alte Kuh, frischmilchend, steht erbihelungshalher zu verkaufen bei Heinrich Jung II. 2336 Nieder⸗Mötlen. 2309 In Folge, daß mir seit 14 Tagen verschtedene Bestellungen auf die am 13. und 16. Jult im Oberhess. Anzeiger offertrten Haus-Tuch⸗ Säcke schriftlich ein⸗ gegangen und ich diese Aufträge des raschen Verkaufs wegen augenblicklich nicht zur Ausführung bringen konnte, so erlaube mir hiermit, da ich eben wieder ein großes Quantum in derselden Prima⸗Qualität in Besitz genommen, diese Säcke den Herren Oeconomen noch— mals zur gefälligen Abnabme zu empfehlen. Steinfurth bel Bad-Nauheim den 24. August 1872. 1 Georg Eichelmann. a eue hol. Vollhäringe! 2098 bei Wilh. Fertsch. Ein gewandter Jattler 2304 und ein Schneider finden dauernde Beschäftigung bel Schaubach in Melbach. Jeinstes Vorschußmehl eee M. D. Loeb. Ein Lehrling 2292 wird in ein Colonialwaaren- und Delikatessen⸗ Geschäft nach Frankfurt a. M. unter günstigen Be⸗ dingungen gesucht. Näheres zu erfragen bei Ph. Billau in Friedderg. Zwei Wagnergesellen 2339 finden dauernde Arbelt bei 8 Friedberg. Friedrich Hanstein. * Versteigerungs-Anzeige gerungs-Anzeige. 2329 Wegen Aufgabe des Wagnergeschäfts lätzt der Unterzeichnzte in der Behausung der Andreas Hanstein's Wiitwe auf dem Haagk in Friedberg Dienstag den 3 September, Vormittags um 9 Uhr anfangend, gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigern: 400 Felgen, 2600 Speichen, 10 Eichstämme, eine große Partle Nabenklötze, geschnittene Eschen⸗, Buchen, Nuß, Birnen, Linden und Eschenstämme, Eichen, Buchen- und Eschen Später, eine Quantität Schippenstiele, sowie alle zum Wagnergeschäft er- forderliche Polzsortimente, eine gute Drehbank mit Schwungrad. 18 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr billigen Preisen K. Friedrich neben der Poff. 3 — 5 57 5 db Productenbörse zu Friedberg. Eröffnungs- und erster Markttag nächsten Donnerstag den 29. August. Börsenlocal im Walz' schen Hause auf der breiten Straße. 2331 Wir laden Käufer und Verkäufer ein, recht zahlreich zu erscheinen und Geschäfte ab⸗ zuschließen, um für unsere Börse gleich von vorne herein dasjenige Zeugniß abzulegen, welches ihre offenbar hohe Bedeutung verdient. Käufer aus Süddeutschland, vom Rhein und aus Norddeutschland werden kommen. In den Handelskreisen findet also die hiesige Boͤrse die rechte Würdigung. Wir sind überzeugt, daß die Wetterauer Producenten und Händler mehr noch als die auswärtigen Geschäftsleute unsere junge Productenbörse für nützlich halten und dieselbe fleißig benutzen werden. Händler aus Friedberg und der nächsten Nähe, welche im Firmen- register eingetragen sind, kennen indessen auch am ersten Börsentage nur dann Zulassung finden, wenn sie Mitglieder der Börse sind. Den Land⸗ wirthen ist dagegen der aus nahmsweise Besuch jetzt und künftig gestattet. Anmeldungen zur Mitgliedschaft koͤnnen alle Zeit geschehen. Die Eintrittskarten werden den Mitgliedern bei ihrem ersten Besuch der Börse behändigt, um dies- und jedesmal zur Legitimation zu dienen. Friedberg den 22. August 1872. Der Börsenvorstand: Kreis- Assessor Haas, Vorsitzender. E Löb. D. Nebhuth. A. Rausch. G. Philippi. H. Schudt. Friedr. Keil. 2326 Mein Lager in reingehaltenem Weiß⸗ und Rothwein L. H. Strauß. Grummetgras-Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg. 2281 Das diesjährige OGrummetgras von nachgenannten Großherzoglichen Domanialwiesen wird in folgenden Terminen öffentlich an den Meiflbietenden versteigert: empfehle billigst 2 8 Größe 4 sesen.] Versteigerungstermi Ortd tunft 2 Gemarkung. Wiesen. ersteigerungstermin. rt d. Zusammenkunft. 0 Morgen. 1.] Okarben, Groß- und Klein⸗ 66 Mittwoch den 28. August 1872,] Auf dem Selzerbrunnen bei Karben Vormittags um 8½ Uhr, Okarben. 2. Bauernheim und Ossenheim, 234 Samsftag den 31. August 1872,] Bauernheim bel Wirth Höͤres. die sog. Markwiese Vormittags 10 Uhr, i 3. Lindheim 33 ztettag den 30. Augug 1872, Lindheim bei Gastwirth König. Vormittags 11 Uhr, 4. Hainchen 40 Freitag den 30. August 1872, Hainchen bei Wirth Schmidt. Mittags 1 Uhr, Friedberg am 21. Auguft 1872. n Rentamt Friedberg. in deck. N Schachtpfähle. 2320 Dienstag den 3. September c., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung von 35000 Stück Eichenschacht⸗ pfählen für die Gruben Weckesheim, Dornassenheim und Wölfersheim pro 1872/73 auf dem Submissionswege öffentlich an die Mindeffsordernden vergeben; später einlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung und wird bemerkt, daß kein Lieferant mehr als den Bedarf elner einzigen Grube übernehmen kann. Grube Weckesheim den 22. Auguff 1872. Fürstl. Bergver waltung. Kroeber. Providentia, Versicherungs-Gesellschast zu Frankfurt a. M. und Mainz, Geschäftsnachfolgerin der Rheinischen Versicherungs⸗Gesellschaft. Section Mainz. Begebenes Grundkapital: Acht Millionen Gulden. 2321 Hiermit bringen wir zur offentlichen Kenntniß, datz der Herr F. Laukert III. zu Staden als Agent unserer Gesellschaft für Feuer-Versicherung bestätigt worden ist. Die Section der Providentia zu Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. F. Launkert III. in Staden. Glas und Porzellan, Vorzügliche Ruhrkohlen 2335 billigss. Ph. Dan. Kümmich. 2262 feine Tassen mit Namen und Goldrand in allen Sorten bei 2 9 J 7 M. D. Loeb. Ein solides Mädchen,— 5 FIrtedberg. f 5 sowohl männliche als weibliche, 2327 das gut bürgerlich kochen kann und häuslicher Dienstboten, finden jederzeit gute Stellen Arbeit sich willtg unterzseht, kann gegen guten Lohn, mit hohem Lohn in Frankfurt a. M. durch das Stellen- nach Vorzeigen guter Zeugnisse, mit dem 1. Oktober gesuchsbüreau der Frau L. Weismantel, Ztegel⸗ gasse 13 in Frankfurt a. M. d. J. in Olenst treten. Die Exped. sagt wo? Im gedeckten Felsenkeller des Hrn. G. Philippl. (Gesellschaft des Thalia-Theaters in Darmstadt.) Dienstag den 27. August 1872. Gastspiel des Herrn Jung. 15 Bei aufgebobenem Abonnement. 0 Zum ersten Male: Paris nach dem Brande. von Henschel. 1. Bild Ein Berliner Socialdemokrat. 2. Bild: Ein Elephantenragout mit Petroleum. 3. Bild: Morgen wieder lustick. 4. Bild: Ein Mitglied der Commune. Es ladet ergebenst ein 2 2343 Direktor Grünwald. Der uns so oft die„Kutschke⸗ Polka“ musielrt, Und sich auch auf den Brettern famos präsentirt, Gibt übermorgen ganz Tolles zum Benefiz Drum wenn ich hin krauchen muß— ich komm gewiß, Und ist dann der Garten so recht voll voller Leut, Dann spielt der Kapellmetster till vergnügt „Mahlzeit.“ 2338 Ein luftiger Bruder. Theater. 2342 In letzter Nummer d. Bl. wurde an die Direction unseres Sommertheaters die Anfrage gerichtet, ob es ihr nicht möglich sei, das hier so gern gesehene und all⸗ gemein beliebte Stück„Deborah“ zur Aufführung zu bringen.— Auch wir schließen uns diesem, von noch mehreren Seiten geäußerten Wunsche, daß dieses schoͤne Stück noch vor Schluß der Satson zur Aufführung komme, mit Freuden an und versichern zugleich, daß dieses Unternehmen durch ein recht volles Daus belohnt werden wird. Viele Theaterfreunde. Caroline Herz, 8 Moritz Hayum, Verlobte. Friedberg. Sprendlingen a. Rh. 2332 Am Sängerfeste ging ein goldener Uhr⸗ schlüssel mit einem Dollar verloren. Dem redlichen Finder wird bei Zurückgabe der volle Werth ausbezahlt. Von wem sagt die Exped. d. Bl. Todesanzeige. 2338 Wir machen hiermit Verwandten, Freun⸗ den und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Groß⸗ 1 und Schwiegervater Konrad Jehner Sonntag den 25. Augusßt, Abends 9 Uhr, im 73. Lebersjahre dem Herrn sanft entschlafen ist. Rödgen den 26. August 1872. Die tiefbetrüdten Hinterbliebenen. Todesanzeige. 2330 Theilnehmenden Verwandten und Bekannten widme ich die traurige Nachricht, daß es Gott gefallen hat meinen geliebten Vater Herrn Wilhelm Kranz zu Neustadt am 22. d. Mts. nach längeren Leiden von dleser Welt abzurufen. Friedberg den 24. Auguft 1872. C. Th. Kranz. ————T——————— Kirchen buch sauszüg e. Evangelische Gemeinde. Getaufte:. 18. Aug. Dem Schuhmacher Karl Geißler dahier eine Tochter Anna Eltsabetha geboren den 21. Juli. 21. August. Dem Groß herzoglichen Hofgartenaufseber Georg Lott eine Tochter Helene Marta Bertha, geb. den 8. August. 22. August. Dem Großh. Hofgerichts ⸗Advocaten Eduard Trapp IV. ein Sohn Wilbelm Permann Richard, geb. den 10. Juli. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Zum Benefiz für Frau Jung⸗Kläger. Sommertheater in Irtdbtth. Große neue Posse mit Gesang von F. König. Mufik 33