5 9 νοον ee dener N 0 4 30 kr. ke 1 0 kr 09 n 2 4 r S 1. 1. M.— — — 2 2 esse, 88 356. N verkaufen 15 %% s k. rirlnngen ttrremmtr nig der Std nstzelt bon theis, „Naabeln. en. Otaluit habe dem bUigfttr Strauß W Dt tigte „inlitzt in 1872. Dienstag den 27. Februar. N 24. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für den Monat März kann auf den Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. „Oberhessischen Anzeiger“ bei der 2 Amtlicher Theil. Betreffend: Zeitungsbestellgeld. Das Friedberg am 23. Februar 1872. ßherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Erlaß Großerzoglichen Ministeriums des Innern vom 17. d. M. zu Nr. M. d. J. 2237 hat sich das kaiserliche General— Postamt in einem an den Großherzoglichen Gesandten zu Berlin gerichteten Schreiben vom 30. Dezember v. J. damit einverstanden erklärt: „daß die Gemeinden im Großherzogthum Hessen auf Grund des§. 4 der zwischen denselben und der Postverwaltung wegen Aperßonirung der Porto ꝛc. 1c. Beträge abgeschlossenen Verträge auch ferner, auf die Dauer der Gültigkeit dieser Verträge, die Darmstädter Zeitung, das Großherzogliche Regierungsblatt und die Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine be— stellgeldfrei erhalten.“ Wir benachrichtigen Sie hiervon und machen Sie darauf aufmerksam, daß der Rückersatz des für die fraglichen Blätter etwa bereits bezahlten Bestellgeldes den Postanstalten gefordert werden kann. A p. Betreffend: Die Vertilgung der Raupennefßer. Friedberg den 25. Februar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, Großh. Polizei-Commissariat in Wickstadt und die Großh. Bürgermeistereien. Es ist die hochste Zeit, in der energischsten Weise zur Vertilgung der Raupennester zu schreiten, und dadurch dem nicht zu berechnenden Schaden an dem Extrage der Obsterndte, der Folge von Versäum— nissen in der Vertilgung der Brut des schädlichen Ungeziefers sein wird, vorzubeugen. Wir fordern Sie daher auf, die zur Vertilgung der Raupen— nester erforderlichen Maßregeln nach den bestehenden Vorschriften zu treffen und diese öffentlich unter dem Aufügen bekannt machen zu lassen, daß nach§. 368 pos. 2 des Reichsstrafgesetzbuches das Unter⸗ lassen der Bertilgung mit einer Geldstrafe bis zu 20 Thaler, oder mit Haft bis zu 14 Tagen bedroht ist. ö Zugleich werden Sie die Feldschützen anweisen, genau zu über— wachen, daß Ihren Anordnungen Folge geleistet wird und die Säumigen zur Anzeige zu bringen. Sollten die Feldschützen hierin nachlässig sein, haben soiche Disciplinarstrafen sich zu gewärtigen. Trapp. eka nt mach un g, die Abhaltung des Faselmarkts zu Bad⸗Nauheim betr. Der von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Friedberg ge— gründete Faselmarkt, soll in diesem Jahre Donnerstag den 21. März zu Bad Nauheim abgehalten werden. Sämmtliche aufgetriebenen Fasel werden von der Kreisbullen— Commission gemustert und den Besitzern der als preiswürdig erkannten Thiere Geldprämien zugebilligt, wozu von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein und der Stadt Bad⸗-Nauheim ein Betrag von zusammen 80 fl. zur Disposition gestellt ist. Prämiirt werden nur wirklich vorzügliche Thiere und zwar ohne Ansehung, ob sie im Kreise Friedberg und von dem Besitzer gezüchtet worden sind oder nicht. Fasel, welche um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze sind und solche, welche für Gemeinden Dienste thun, sind von der Preisbewer⸗ bung ausgeschlossen. Den Besitzern tauglich befundener, aber nicht prämtirter und nicht verkaufter Fasel wird auf Verlangen eine Weg— vergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte und geführte Thiere werden vom Platze weggewiesen. Verkäufe sind dem am Platze anwesenden Großherzoglichen Bürgermeister von Bad⸗-Naubeim anzuzeigen. Erwünscht ist, daß auch Fasel der Vogelsbergerrace zu Markt gebracht werden, nach welchen im vorigen Jahre starke Nachfrage war, ohne daß derselben genügt werden konnte. Friedberg den 23. Februar 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a pp. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 1. Dezember n bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Mittwoch den 6. März d. J und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1852 geboren sind; Samstag den 9. März d. J. und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1853 geboren sind; Mittwoch den 13. März d. J. und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche in den Jahren 1854 und 1855 geboren, sowie für die Angehörigen eines anderen Staates, welche nach F§. 20 der Miliraͤr-Ersatz-Instruction im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig sind. Die Prüfungen deginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr im „großen Saale des Rathhauses“ dahier. Darmstadt u den 10. Februar 1872. Großherzogliche Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. Pa b st. Strecke. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— rungsblatt Nr. 10 enthält: Rechnungeablage über die Verwendung der für bas Jahr 1869 im Großberzogthum ausgeschriebenen Brandentschädigungsbeiträge. Es wurden verausgabt in der Provinz Oberhessen 42,005 fl. 29 kr., in Starken⸗ turg 106,344 fl. 47 kr., in Rheinhessen 137,798 fl. 3 kr., Summa 286,148 fl. 20 kr. Die Gesammtsumme aller Ausgaben beträgt 584,431 fl. 58 kr. Die Einnahmen belaufen sich auf 1,012,800 fl. 40 ke., bleibt ein Rest von 428,368 fl., welcher pro 1869 als Kassevorrath er— scheint und zu den Ausgaben des Rechnungsjahrs 1870 verwendet wurde.(Nach einer Anlage zur Rechnung belrugen die Einnahmen 1870 465,885 fl. 56 kr., die Ausgaben 422,553 fl. 58 kr. Der Rest wurde zu den Ein— nahmen des Jahres 1871 gestellt, bis zum 31. Jult 1871 wurden mit Zurechnung dieses vereinnahmt 43,371 fl. 58 ke, verausgabt 21,274 fl. 53 kr. Vorrath am 31. Juli 1871: 22,097 fl. 43 kr.(paares Geld 5877 fl. 9 kr., Vorlagen 16,219 fl. 55 kr.]) Darmstadt. Die nachstehenden Gr. Mili tärärzte wurden in das Köntgl. Preuß. Sanitäts- Corps übernommen und zugetheilt: 1) Oberstabs- arzt Dr. Mayer zum 4. Infanterie-Regiment, Dr. Faustmann zum 3. Inf. Regt., Dr, Fertsch zum 2. Dragoner- Regt., Dr. Kapesser zum 1. Dragoner-Regt. als Oberstabs- und Regi- mentsärzte. 2) Stabsarzt 1. Cl. Dr. Weichel zum 2. Bat. 2. Inf.⸗Regts., Stabsarzt 2. Cl. Dr. Zimmermann zum Füsilier-Bat., des 6. Rhei⸗ nischen Inf. Regts. Nr. 68, Dr. Thurn zum 1. Bat. 3. Inf.-Regts, Dr. Schäfer zum Füfflier⸗ Bat. 4. Inf.⸗Regts., Dr. Klipstein zum 2. Bat. 4. Juf.⸗ Regts., sodann Wsislenz- Arzt 1. Cl. Dr. Metzler zum 2. Bataillon 1. Inf.-Kegts., Dr. Schmidt zum 2. Bat. 3. Inf.-R., Dr. Jäger zum Füsilier-Bat. 1. Inf.⸗Regts., Dr. Kaufmann zur 2. Abtheilung des Gr. Artillertecorps als Stabs- und Bataillons- bezw. Abtbeilungs-Aerzte. 3) Assistenzarzt Dr. Draudt zum 3. Inf.⸗Regt., Dr. Melchior zum 1. Drag. ⸗Regt., Dr. Gilbert zum Gr. Artillerie-Corps, Dr. Dettweiler zum 4. Inf.⸗Regt., Dr. Hirsch zum 1. Dragoner-Regt., Dr. Rabenau zum 2. Drag. Regt., Dr. Schell⸗( mann zum 3. Infanterie-⸗Regt., Dr. Salzer zum 2. Inf.⸗Regt., Dr. Martin zum 1. Inf. Regt. als Assistenzärzte und 4) Lazarethaccessist Dr. Küchler, zum 1. Juf. Regt. Assistenz⸗ Arzt der Reserve Dr. Schädel zum 1. Inf.-Regt., Lazarethaccessist Dr. Weil zum 4. Inf. Regt., Dr. Biedert zum 3. Infanterie-Regiment, Assistenzarzt der Reserve Dr. Schramm zum Art.- Corps, Lazarethaccessist Dr. Winther zum 2. Inf.⸗Regt. ebenfalls als Assistenzärzte. 5) Assistenzarzt der Reserve Dr Bausch zum 1. Bat. 2. Landwehr-Regt. als Assistenzarzt der Reserve. — 22. Febr. Die 2. Kammer beschäftigte sich heute mit den Vorlagen des Finanzministe- riums, die definitiven Resultate der Finanz- wie der Staatsschulden Verwaltung in den Jahren 1866— 68 betr., wofür schließlich Decharge er— theilt wurde. — 23. Febr. 2. Kammer. Auf der Tages- ordnung steht die Berathung über den Antrag der Abgg. Wernher und Dumont, die Rheinhes— sischen Provinzialfonds, insbesondere den Mainzer Universitätsfond betr. Der Antrag der genannten Abgeordneten ging dahin: 1)„ein Organ der Provinz Rheinhessen, als solcher zum Zwecke der Verwaltung, Verwendung und Verrechnung der in der Provinz vorhandenen Stiftungssonds, namentlich auch des Mainzer Universitätsfonds wieder herzustellen und hierüber diesem Landtage Gesetzesvorlage zu machen; 2) jedenfalls und bis zum Zustandekommen eines solchen Gesetzes die für die unmittelbare Verwaltung des Mainzer Universitätsfonds durch das Arrété der Commission du Gouvernement von 1 Thermidor VIII. ge- setzlich vorgesehene Verwaltungs-Commission aus Notabeln der Stadt Mainz wieder zusammen zu setzen und in Thätigkeit treten zu lassen.“ Der von dem Abg. Becker erstattete Ausschußbericht empfieblt der Kammer:„dem ganzen Antrag der Abgeordneten Wernher und Dumont entsprechend, das darin formulirte Ersuchen an die Großh. Staatsregierung zu stellen.“ Nachdem der Be— richterstatter die frühere Entstehung, Verwaltung und Verwendung des Fonds erläutert, ergreift der Abg. Dumont das Wort und bemerkt, daß der Mainzer Universitätsfond, um welchen es sich in erster Linie handelt, ein noch aus churfürstlicher Zeit stammender Stiftsfond sei, der zur Zeit der französischen Herrschaft durch verschiedene Acte der Gesetzgebung die Bestimmung erhalten, höhere Unterrichtsanstalten in Mainz zu unterhalten, je⸗ doch nicht als Local-Anstalten, sondern als An- stalten für das Departement Donnersberg, zu welchem das jetzige Rheinhessen gehörte, daher der fragliche Fonds als Provinzialfonds zu betrachten sei. Beide Redner befürworten die Wiederher⸗ stellung der früheren Verwaltung an Stelle der⸗ jenigen des Kreisamtes und tadeln die theilweise den Bestimmungen der Stiftung entgegengesetzte Verwendung des in Rede stehenden Fonds. Arg. v. Biegeleben betont, daß der Fond vor Allem ein katholischer Fond sei, während Kraft nach⸗ weist, daß im Jahre 1476 von einer specisisch katholischen Stiftung schon deßhalb keine Rede sein könne, weil man von Protestanten damals noch nichts gewußt habe. So lange kein urkund⸗ licher Beweis über die stiftungsmäßigen Bestim⸗ mungen nachgewiesen werde, halte er die Ver- waltung des Staats für gerechtfertigt und stelle dazu den Antrag, daß die Regierung der Kammer Einsicht in die Verwaltung gewähre. Wernher: Wie wenig man früher den Fond als einen katho⸗ lischen betrachtete, gehe daraus hervor, daß der Kurfürst Erbthal ausdrücklich protestantische Stu- dirende nach Mainz berufen babe und wenn man verlange, die Fonds den Katholiken zurückzugeben, so müsse man aber auch konsequenter Weise alle früheren Stiftungen, welche die Staaten ze. ein- gezogen oder der protestantischen Verwaltung über⸗ geben hätten, wieder zurückgeben. v. Jungenfeld beleuchlet in Bezug auf die stattgehabten Verträge ebenfalls die ursprünglichen Bestimmungen über die Verwaltung der fraglichen Fonds. Der Fond sei ein selbstständiger, das sei unzweifelhaft und deßwegen nicht zu rechtfertigen, daß man 1840 aus welchem Grunde wisse er nicht) von einer selbststindigen Verwaltung Abstand genommen habe. Die Ministerialräthe v. Rodenstein und Lehmann vertheidigen den Standpunkt der Regierung unter Hinweis darauf, daß sich der jetzige Verwaltungs modus bewährt habe. Das Resultat der Ver— handlung war einstimmige Annahme des Aus- schußantrags sub 1, deßgleichen des sub 2 mit allen gegen 1 Stimme, während der Krast'sche Antrag, zu Gunsten dessen der Berichterstatter den seinigen zurückgezogen, ebenfalls mit 35 gegen 4 Stimmen zum Beschluß erhoben wurde. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ schreibt man von hier: Bei den bevorstehenden Budgetbe— rathungen wird die Frage der Reorganisation der Realschulen ohne Zweifel Gegenstand der ein— gehendsten Erörterungen werden. Im Allgemeinen hat der Ausschuß an dem Grundsatz festgehalten, daß die Realschulen an sich Sache der betreffenden Gemeinden seien, daß aber der Staat einen, je— doch keinem Wechsel unterworfenen Zuschuß zu leisten habe und deßfallsige Verhandlungen mit den betreffenden Städten anzuknüpfen seien. Ein Theil des Ausschusses will ferner den Städten vorerst die innere Einrichtung der Realschulen überlassen und dem Staat nur die Oberaufsicht und Genehmigung des Lehrplans vorbehalten, deßgleichen das Präsentationsrecht der Lehrerstellen den Städten unter der Voraussetzung einräumen, daß an der Stellung der Lehrer als Staatsdiener, ihren Penstons- und Wittwenkasse- Berechtigungen nichts geändert werde, die Pensionen auch von den Städten zu bezahlen seien. Daß der fernere Wunsch auf Errichtung einer Realschule erster Ordnung in jeder Provinz demnächst zur Ver— wirklichung gelangen wird, kann nach den Er- klärungen der Regierung wohl als sicher betrachtet werden. — Die vor Kurzem gegen Kaplan Helfrich und Aloys Bauer zu Bensheim von Gr. Bezirks- strafgericht verhandelte Anklagesache wegen Be— leidigung des Fabrikanten Müller zu Bensheim wurde in zweiter Instanz abgeurtheilt und hier- nach das bezirksstrafgerichtliche Erkenntniß lediglich bestätigt. Ferner hat der Appellhof der Appel- lation von Hans Blum in Leipzig gegen das ihn wegen Beleidigung des Ministers von Dalwigk und des Geheimen Staatsraths Franck verurthei— lende Bezirksstrafgerichts⸗-Erkenntniß um deßwillen stattgegeben, weil die hessischen Gerichte zur Ab- urtheilung des in Leipzig und nicht in Hessen be. gangenen Preßvergehens incompetent seien, indem die von den Anklägern vor Großh. Stadtgericht Darmstadt erhobene Anklage bei einem unzustän⸗ digen Gerichte angebracht erscheine, wonach solche sich deßfalls nach Leipzig wenden müßten. Der Oberstaatsanwalt hat gegen dieses Urtheil Nichtig— keitsbeschwerde an den Großherzoglichen Cassations⸗ Hof dahier angezeigt. Berlins Der„Reichsanzeiger“ meldet die durch königl. Erlaß vom 28. Januar ersolgte Berufung des Generals Grafen Moltke und des Kriegsministers Grafen Roon zu Mitgliedern des Herrenhauses.— Eine Kundmachung des Auf- sichtsraths der rumänischen Eisenbahngesellschaft zeigt an, daß die Zahlung des Januarcoupons von jetzt ab bei der Direction der Distonto- Gesellschaft und bei S. Bleichröder in Berlin stattfindet. Der Juli-Coupon wird demnächst gleichzeitig mit der Ausgabe der Actien zahlbar gestellt. — Die„Germania“ bringt eine Correspon- denz aus Rom, nach welcher man dort die von der„Nordd. Allg. Ztg.“ angekündigte Absicht der deutschen Reichsregierung, die Beziehungen des Staates zur katholischen Kirche in Elsaß-Loth— ringen den Wünschen Deutschlands entsprechend und ohne Abschluß eines neuen Concordats zu regeln, als„eine indirecte Kriegserklärung gegen die katholische Kirche“ ansieht. Niemand könne sich den Ernst der Lage verhehlen, in die man Deutsch⸗ land drängen zu wollen scheine. Der Artikel ergeht sich in hochtönenden Worten und läßt im Vorbei⸗ geben etwas von dem„Ausbruch eines Sturmes“ fallen, den die Concordatsfrage in Elsaß⸗Loth⸗ ringen über„Europa und die ganze Welt“ bringen könne.. — Der„Köln. Zeitung“ wird von hier ge— schrieben: Die Nachricht von der Fertigstellung eines neuen Modells für ein Infanteriegewehr ist jedenfalls voreilig, da die Vorbereitungen für diese Angelegenheit noch keineswegs so weit ge— diehen sind, daß derselben überhaupt näher ge— treten werden kann. Ehen so ist die Nachricht einer neuen Uniformirung haltlos, zumal man sich mit derselben noch gar nicht in irgend eingehender Weise beschäftigt hat. Von einem Vorbild der rus⸗ sischen Adjustirung war übrigens bisher keine Rede. — Dee„Kreuzztg.“ zufolge wird das Gesetz über die Classensteuer und die Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer nicht zur Berathung des Herrenhauses gelangen, da an eine Verein— barung mit dem Abgeordnetenhause nach Lage der Sache nicht zu denken sei. 7 — Der Handelsminister Graf Itzenplitz, welcher sein 74. Jabr vollendete, soll, nach Mittheilung der„Volkszeitung“, sein Entlassungsgesuch einge- reicht haben. N — Die Ordres, durch welche Feld marschall Graf Moltke und General von Roon in das Herrenhaus berufen worden sind, tragen das Datum des 28. Januar, d. h. des Jahrestages der Capitulation von Paris. Die Rücksicht auf diese Anknüpfung hat ohne Zweifel die Vorda— tirung der Ordres veranlaßt. — Nach Berliner Blättern ist man in Berlin sehr geneigt, das entdeckte Attentat auf den Fürsten Bismarck für einigen Schwindel zu halten, wenig— stens ist die ganze Sache außerordentlich kühl aufgenommen worden. Man ist darum sehr be⸗ gierig, was sich Begründetes noch ermitteln läßt. Posen. Die erfolgte Amtsentsetzung des Domherrn Kozmian soll darin ihre hauptsächlicht Veranlassung haben, daß der Genannte auf einer Reise an der Bank in Homburg v. d. H. gespielt und eine beträchtliche Summe verloren habe, ob mit eigenem oder fremdem Geld, ist nicht mit Deutlichkeit zu entnehmen. Der erzbischöfliche Rath a. D. ist übrigens bereits nach der Pöni- tentiar-Anstalt Storchnest abgegangen.(In seiner hiesigen Wohnung hat, wie telegraphisch gemeldet wird, polizeiliche Durchsuchung stattgefunden, an⸗ geblich wegen des beabsichtigten Attentats.) Dresden. Die zweite Kammer genehmigte die Gesandtschaft für Wien transitorisch, die für München normalmäßig. Ferner nahm die Kammer den Antrag an, die Erwartung auszusprechen, daß die sächsische Regierung in dem Bundesrathe für die Ausdehnung der Competenz des Reichs auf die Civilgesetzgebung und für Zahlung von Diäten an die Reichstagsabgeordneten stimmen werde. — Die„Dr. Nachr.“ schreiben: Von jedem sächsischen Infanterieregimente sind Compagnie- Chefs nach Preußen commandirt worden, um da⸗ selbst auf einige Monate Compagnien zu über⸗ nehmen, damit volle Gleichmäßigkeit in der Art der Führung einer Compagnie nicht allein in Be— zug auf das Exercieren, sondern auch hauptsächlich bezüglich der Administration erzielt werde.— Sicherem Vernehmen desselben Blattes zufolge werden in diesem Jahre große Kaisermanöver stati⸗ finden und zu diesen Uebungen auch ein Theil der Reserve und Landwehr mit herangezogen werden. Ob die ursprünglich beabsichtigte Formation Einer Armee(zwei Armeecorps) zu diesen militärischen Schauspielen dann eintritt, ist noch nicht bestimmt. Stuttgart. In der Abgeordnetenkammer hat am 23. d. die Berathung über die Gesandt⸗ schaften begonnen. Der ritterschaftliche Abg. Gült⸗ lingen äußerte die Ansicht, daß für imaginäre Rechte kein Geld verschwendet werden dürfte. Derselbe bemerkte, er werde unabhängig von seiner Stellung als Staatsdiener abstimmen. Der Justiz⸗ minister erwiderte hierauf, der Abg. Gültlingen werde nicht behaupten können, daß die Regierung den Staatsdienern eine diesbezügliche Frage vor- gelegt habe. Bucher sprach sich für das Gesandt- haus ordne Krait nomr Auffe oldre Fran sasser alben bereir sein, zu u gran Agit die des zum bersal lichen Ulber der vo Daa langel tipalt. Wie mit ei Verso mehre Fleur beefun — wegen Derr* . Bro Berathang 93 de Verein. Lage der rag des ele: Dachlicht 67 einet d. gespielt ————— schaftsrecht der Einzelstaaten aus. Prälat Mehring meinte, daß die Sparsamkeit unbedingt die Strei⸗ chung überflüssiger und gefährlicher Ausgaben er— fordere; die Selbstständigkeit sei ein dehnbarer Begriff, zu den Zeiten des Rheinbundes wurde am meisten von Souveränität geredet. Der Mi- nister des Aecußern, Frhr. v. Wächter, erklärte, die Regierung habe selbst die Anzahl der Ge— sandtschaften reducirt; der Rest sei unentbehrlich zur Besorgung der spetiell würtembergischen Inte— ressen, die Bundestreue der Regierung sei un— zweifelhaft. Nachdem noch mehrere gesprochen, darunter Vollmeer(Volkspartei) und der ehe— malige Minister v. Varnbüler gegen die Vorlage der Regierung, welche von dem Justizminister v. Mittnacht vertheidigt wird, erfolgte die Ab— stimmung. Die Gefandtschaftsposten in Berlin und Petersburg werden genebmigt. Der Ge— sandtschaftsposten in Wien wird mit 44 gegen 43 Stimmen, derjenige in München mit 54 gegen 33 Stimmen bewilligt. Für Paris, Bern und Karlsruhe sind von der Regierung keine Ge— sandischaftsposten verlangt worden. Ausland. Oesterteich. Wien. Im Abgeordneten— haus theilte der Präsident mit, daß die Abge— ordneten aus Böhmen, Mähren. Steiermark und Krain, welche ihre Sitze im Hause nicht einge— nommen batten, ungeachtet der an sie ergangenen Aufforderung nicht erschienen seien. Diese Abge⸗ ordneten seien demnach als ausgetreten zu betrachten. Frankreich Paris. Die„Gazette de France“ veröffentlicht eine Erklärung der Ver— fasser des Programms der Rechten, worin die— selben die Absicht, die monarchischen Parteien zu vereinigen, um im Falle eines Krieges bereit zu sein, eingesteben, aber die gegenwärtige Regierung zu unterstützen sich anheischig machen. Das Pro— gramm wurde nicht veröffentlicht, um jedwede Agitation zu vermeiden.— Der„Temps“ sagt, die Regierung sei entschlossen, aus der Annahme des Gesetzentwurfes Lefranc's über die Maßregeln zum Schutze der Regierung und der National- versammlung eine Cabinetsfrage zu machen. — Der Justizminister hat in einem vertrau— lichen Circular den Generalprocuratoren scharfe Ueberwachung der bonapartistischen Agenten und der von dieser Seite verbreiteten Schriften empfohlen. — General Bourbaki, der aus Lyon nach Versailles kam und der Präfect von Lyon ver— langen die Auflösung des radicalen Lponer Muni— cipalraths. Herr Thiers weigert sich indeß.— Wie man sagt, wird Herr Rouher in der Kammer mit einer Interpellation über die„Bonapartisten— Verfolgung“ debutiren. Einstweilen haben es mehrere napolconische Notabilitäten, u. A. General Fleury, den man vechaftet sagte, für gerathen gefunden, Paris zu verlassen. — Verdaguer, Herpin und Lagrange, welche wegen Theilnahme an der Ermordung der Generale Letomte und Thomas zum Tode verurtheilt waren, sind hingerichtet worden. Die über Aldenoff und Meyer ausgesprochene Todesstrafe wurde in lebens- längliche Zwangsarbeit umgewandelt. Der Kriegs- minister ist erkrankt. Man betrachtet seinen Rück- tritt als wahrscheinlich. Versailles, 28. Febr. Die Vereinigung der Rechten hat den förmlichen Beschluß gefaßt, keine monarchischen Manifeste zu veröffentlichen. — Die Discussion über die katholischen Petitionen in der Nationalversammlung ist um acht Tage hinausgeschoben. der Antwort verlautet, nach dem officiösen„Re- Belgien. Brüssel. In der Kammer kündigt Defre von der Linken an, daß er die Regierung über die Anwesenheit fremder Ver— schwörer auf belgischem Boden zur Rede stellen werde. — Das hier verbreitete, zuerst von dem „Précurseur“ gemeldele Gerücht, daß der Ex— könig von Hannover mit Windthorst und anderen ultramontanen deutschen Deputirten in Antwerpen angekommen sei, wird von dem ehemaligen han— nover'schen Consul aufs Bestimmteste dementirt. — Nach einer Meldung aus Antwerpen ver— sammelten sich dort am 23. d. Abends zahlreiche Volksmassen vor dem Hotel des Grafen v. Cham bord, welche bald„Hoch Chambord“, bald„Nieder mit dem Verschwörer“ riefen. Die Herzöge v. Tremouille und v. Rr han sind angekommen. Bischef Dupanloup wird erwartet. i Antwerpen. Auch im Laufe des 24. d. fanden Ansammlungen zahlreicher Volksmassen vor dem Hetel Saint-⸗Antonie(wo der Graf v. Cham bord logirt) statt. Die Menge demonstrirte wieder- holt durch Pfeifen und Zischen. An den Straßen- Ecken sind Plakate angeschlagen, durch welche auf beute Abend ein Mecting zusammenberufen wird, um gegen den Mißbrauch der Gastfreundschaft, welchen der Grof v. Chambord begehe, zu protestiren. Großbritannien. London. Im Unter- hause brachte Kriegeminister Cardwell das Armee— budget ein. Derselbe entwickelte in ausführlicher Rede einen Plan zur Amalgamirung der ver— schiedenen Armeetbeile. Armee, Miliz und Frei- willige sollen in Militärkreise, von denen jeder unter einem Obercommandanten stehen würde, vertheilt werden. — Unterhaussitzung. Ensield erklärt in Be— antwortung der Interpellation Goldsmith's, die Regierung habe den britischen Consul anläßlich der jüngsten Judenverfolgungen beauftragt, bei der rumänischen Regierung möglichst zur Her— stellung der Ordnung hinzuwirken. Italien. Rom. Das Pariser Blatt „l'Univers“ läßt sich unterm 20. d. aus Rom tele— graphiren: Der Prinz Friedrich Karl von Preußen hat am Montag dem Quirinal einen Besuch ab— gestattet. Heute erhielt er vom Papste eine Audienz, die nicht weniger als eine halbe Stunde dauerte. Der Papst entwickelte eine wahrhaft königliche Majestät und als der Prinz sich zurückzog, schien er tief ergriffen. Spanien. Madrid. Ein effiziellee Tele- gramm aus Habana meldet, daß die diplomatischen Beziebungen zwischen Italien und der Republik Urugvay abgebrochen seien. Donaufürstenthümer. Bukarest. Der Vertreter Englands erklärte dem Ministerium, er sei von seiner Regierung bearftragt, Garantien dafür zu verlangen, daß geeignete legislative Maßregeln zur Verhinderung weiterer Ausschrei— tungen gegen Juden in Rumänien getroffen werden. Amerika. Washington. Wie man ver⸗ nimmt, hat der Ministerrath am 23. d. den Be— schluß gefaßt, die Antwort auf die englische Note um einige Tage zu verzögern. Ueber den Inbalt publikan“, daß die Regierung auf ihrem bis— herigen Standpunkt verharre. Gießen. Der Nr. 46 des„Deulschen Reichsanzeigers“ vom 22. Februar entnehmen wir, daß in der Sitzung des ersten Congresses deutscher Landwirthe der von den ernannten Preisrichtern einstimmig gefaßte Beschluß, wornach der ausgesetzte Preis für eine Preisschrift über die Steuerfrage dem Professor Dr. Leisewitz zu Darmstadt(fstüher Wanderlehrer des lanbwirtschaftlichen Vereins ber Provinz Oberhessen) zuerkannt sei, von der Versammlung ange⸗ nommen worden ist. Frankfurt. Zu einem der Chefs einer unserer renommirtesten Colonialwaaren⸗ Handlungen, der von allen Seiten beständig bestürmt wird, einen Sohn, Neffen oder wie die Verwandischaftsgrade heißen mögen, in die Lehre zu nehmen und der in Folge dessen auf Jabre hinaus„engagirt“ ist, kam dieser Tage einer seiner besten Agenten mit der Bitte, einen jungen Mann zu dem Zwecke vormerken zu wollen.„Aber lieber Freund“, er— wiederte er ihm,„das nüßt ja gar nichts, der junge Mann würde zu lange warlen müssen.“„Entschuldigen Sie gütigst, er kann warten. Auf die Frage, wer denn eigentlich der junge Mann wäre, erfolgte die Antwort: „Mein eigener vor einigen Tagen auf die Welt gekom⸗ 8 Sohn.“ Der sorgsame Vater ethielt die feierliche Zusage. Mainz. Der om 23. d. früb vor 6 Uhr von Zingen anlaufende Güterzug verunglückte dicht vor der Stadt auf dem längs dem Hafen laufenden Verbindungs⸗ geleise. Als Ursache wird die Enigleisung eines belgischen Güterwagens bezeichnet. Obschon die Züge hier mit halber Kraft fahren, war die Gewalt des Stoßes doch so bedeutend, daß die Wagen des Zuges fast auf den vierten Theil seiner Länge zusammengeschoben wurden. Sämmt⸗ liche Wagen sind mehr oder weniger, viele ganz zer⸗ tcümmert. Auch die Maschine(Rochusberg') ist völlig dienstuntauglich; bie stärkten Theile sind verbogen. Die Ladung bestand meistens aus Roh⸗ und Walz⸗Eisen. Menschenleben sind keine zu beklagen; das Zugpersonal vermochte sich zu retten. Beim Abfahren der Lecomotive des verunglückten Güterzuges entgleiste dieselbe abermals; es scheint demnach ein Feblet an der Achse die Schuld an dem ganzen Vorfall zu tragen. Der Schaden der Eisenbahn-Verwaltung wird auf beinahe 100,000 fl. ge⸗ schätzt.— Das Eisenbahnunglück hat schließtich doch noch ein Menschenleben gekostet. Beim Wegräumen der Trümmer sollie ein aufrecht stehender Wagen durch eine Locomotive forigeschafft werden; die Verbindungskette riß, schlug einem in der Nähe stehenden Eisenbabnarbeiter mit solcher Ge⸗ walt wider den Leib, daß derselbe auf dem Wege nach dem Hospital starb. In Berlin sind gesälschte Scheine der Frankfurter Bank angehalten worden, die durch Federzeichnung und Colortrung hergestellt worden sind. In Rom ist vor Kurzem der General Cugla, Adju⸗ tant und Mentor des italienischen Prinzen Humbert, eines plötzliten Todes verstorben. Nach der in Rom erscheinen⸗ den„Capitale“ wäre der Tod des Generals, der erste im Quirmal“, wie ihn die clericale„Voce della Verita“ nannte, ein für die Jesuiten nicht nur sebr erfreuliches, sondern von denselben sogar herbeigeführtes Ereigniß ge⸗ wesen. Ein Correspondent der„Capitale“, welcher über eine beträchtliche Reibe von Zeugen zu verfügen behauptet, spricht— verblümt, aber doch deutlich genug— die Ueber⸗ zeugung aus, der General sei von den Jesuiten vergiftet worden und zwar irrthümlich an Stelle des Prinzen Hum⸗ bert.„Am letzten Tage des Carnevals— so schreibt der Briessteller— gegen halb 5 Uhr, bemerkte ich, daß über dem Balcon, auf welchem der Krenprinz mit seinen Be⸗ gleitern stand, ein Bouquet mit einem beschriebenen Zettel berabgelassen wurde. Aus der Kichtung, welche die Schnur nahm, erhellte, daß der Strauß für den Prinzen bestimmt war;—— der General Cugia griff zu und löste das Bouquet von der Schnur. Dann las er den Zettel und befestigte, als Gegengabe, ein Bonbonidte an die Leine, die dann alsbald heraufgezegen wurde. Ich ward alsbald durch den Anblick eines Priesters frappirt, der von einem benachbarten Fenster die Scene beobachtet batte und sicht⸗ lich verwirrt und beiroffen war. Wenige Stunden spätee war der General Cugia eine Leiche. Dank. Oer Unterzeichneten wurde unter dem Heutigen durch Herrn Lehrer Weine l ein Einlageduch des hlesigen VBorschuß⸗ und Credit⸗Vereins, auf ihren Namen lautend, über die Summe von 263 fl. eingehändigt und waren hiervon durch die Redaction des Oberhessischen Anzeigers gesammelt n durch Herrn Lehrer Weinel W„ Zusammen: N. in Worten Zweihundert drei und sechzig Gulden. Indem ich den richtigen Empfang bescheinige, danke ich allen menschenfreundlichen Gebern, sowie den genannten Herten für die veranstalteten Sammlungen auf's Herzlichste. Friedberg den 23. Februar 1872. Lehrer Co st Witltwe. S Bekanntmachung. 561 Alle Diejenigen, welche noch Forderungen aus tem Rechnungs fahr 1871 an die Stadt Friedberg zu machen baben, werden hiermit aufgefordert, ihre Rech zungen innerhalb 8 Tagen einzureichen. Friedberg den 23. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Frledberg. er. Bekanntmachung. 560 Mittwoch den 28. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, wird in biesigem Ratbhause 1 Klelderschrank und 1 Commode öffentlich meisidtesend gegen Baar— zahlung verstelgert. f Frledberg den 24. Februar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Brodmehl 407 in einzelnen Maltern zu den billigsten Prelsen. ALiedst kann bis zum 1. October gestattet werden. L. H. Strauß. Jam ꝙpοꝙg quo unos ang una nt zog nba un ee ee een e enen een een un ebe em f. ah u Gasthaus⸗Verkauf. 552 Das an der Hauptstraße in Dieburg gelegene Gastbaus„Zum goldenen Engel“, wo dis setze Wirtb⸗ schaft mit gutem Ersolg betrieben, ist Jamilienverbältnisse balber unter guten Bedingungen mit geringer Anzablung auf Termine zu verkaufen. Obiges Haus elgnet sich auch sür Bierbrauerel, Baͤckerel und Meßgeret. Näßberes bei der Expedition d. Bl. r Dack-Dückinge! 475 find eingetroffen del Wilbelm Fertsch. Holz-Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 5533 Mittwoch den 13. März kommen aus den Oomantalwalddiftrikten Kleekopf, Estrutb und Mauer⸗ stelg zur Versteigerung: Scheitholz. Prügelbolz. Stockholz. Reis holz. Raum meter. Buchen⸗ 66 91 46 166 Eichen⸗ 2 16 10 30 Nadelholz⸗ 10 14 34 76 50 Eichen⸗Stämme von 18—75 Centimeter Durch; messer und 8—14 Meter Länge, 182 Nadelbolz⸗Stämme(meist Lärchen) von 15—34 Centimeter Durchmesser und 8— 19 Meter Länge, 29 Eichen-Stangen von 9— 14 Centimeter Durch messer und 3—7 Meter Länge, 11 Buchen⸗Stangen von 10—11 Centimeter Durch⸗ messer und 4—5 Meter Länge, 52 Nadelholz⸗Stangen von 12— 14 Centimeter Durch⸗ messer und 6— 18 Meter Länge. Am Schluß der Versteigerung 110 Raummeter Aspen⸗Zumachreiser aus dem Distrtstrikt Dicknitt. Donnerstag den 14. März aus den Disftrikten Höchst und Estrutb: . Prügelbolz. Reisholz. Buchen⸗ 2 74 3 As pen · 14 22 Stammreiser. Die Stammreiser find von vorzüglicher Qualität, zum Theil in Schichten von doppelter Länge. Am Schluß der Versteigerung 236 Raummeter Aspen⸗Zumachreiser aus dem Otstrikte Höllberg. Die Reiser aus dem Distrikte Oicknttt werden bei der Hauptversteigerung mitversteigert und sind vor der Versteigerung einzusehen. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Disftrikt Kleekopf, am zweiten Tage im Distrikte Höchst jedesmal Vormittags 9 Uhr. Ortenberg am 22. Februar 1872. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Tbaler. Versteigerungs⸗ Anzeige. 558 Dienstag den 27. Februar d. J., Bormit⸗ tags 9 Uhr ansangend, und die darauf folgenden Tage soll in der Behausung des hiesigen Bürgers und Gastwirths Carl Friedrich Walz das zu dessen Schuldenwesen gehörende Vieh, Schiff und Geschirr, Möbel, Bettwerk, Weißzeug, Kleildungsstücke, Küchen⸗ gerätbschaften, Brauereigeräthe, Küferhandwerksgeschirr, ca. 30 Obm Bier, ca. 37 Ohm Aepfelwein, Liqueure, Branntwein, ca. 30 Malter Malz, Fässer, Bütten, Faß⸗ lager sowie sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzablung versteigert werden. Hierbei kommen inodesondere Donnerstag den 29. Februar: 3 kapferne Braukessel verschledener Größe, eisernes Kühlschiff und Malzdarre, 1 eiserner Roßgang, 3 Keltern mit eisernen Spindeln, Schrot— mühle, Aepfelmühlt, eiserne Pumpen, mehrere Wagen, Schiff und Geschirr u. s. w. zum Ausgebot. Friedberg den 15. Februar 1872. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedderg. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. 4 eee Holz⸗Versteigerung 551 Dienstag den 5. März l. J., Vormittags halb 10 Uhr, wird in dem Walddistrikt Zungfernwald und Eicherecke bei Jibenssadt folgendes Gehölz, als: 4 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 18„ Eichen⸗ 1. 5 75 ee 5 * lchen⸗Prügelholz, 10 1 7 1555. 2 22 hichten⸗ 1 4„ Pappeln 23„ Eichen⸗Stockholz, 2 1 Kiefern⸗„ 8 7 Ftchten⸗ 6 Pappeln⸗„ 300 Stück Buchen⸗Wellen, 100„ Eschen⸗„ i, Sich; 100„ Bien:„ 800„ Sahlweiden-Wellen, 300„ Ascpen⸗ 15 200„ Pappeln⸗ 5 1300— Kiefern. 7 400„ Ftchten⸗ 72 25 Dorn⸗ 42 Eichen⸗ Stämme von 23—41 Centimeter Durch⸗ messer und 3— 13. Meter Länge, 1 Ahorn⸗Stamm von 34 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge, 18 Fichten⸗Stämme von 17—41 Centimeter Durch⸗ messer und 7— 19 Meler Länge und 11 Pappel⸗Stömme von 25—54 Centimeter Durch⸗ messer und 9— 13 Meter Länge, öffentlich an den Meifibietenden unter den üblichen Bedingungen versteigert. Schloß Jlbenstadt den 23. ßebruar 1872. Gräflich Leiningen⸗Wesflerburgische Rentei. Bye t a u. Vorlesungen im Saale der drei Schwerter. 550 Dienstag den 27. Februar, Abends 8 Uhr, Reallehrer Weherhäufer: Die socialen N im alten Rom. Knochen, 440 ö Klauen, Schaaf Füße kauft zu den böchsten Preisen und in jeder Quantität Friedberg. Joseph Butzbach. Holz ⸗Versteigerung. 559 Nächsten Freitag den 1. März d. J., von Morgens 9 Ubr ab, werden in biesigem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, folgende Holzsortimente öffentlich an den Meist⸗ bietenden versteigert: 78 Raummeter Eichen Scheitholz, 17„„ Plügelbolz, 32„ Stockbolz, 4.34 Wellen„ Reisholz 58 Stück Eichen⸗Stämme von 2,40— 11,40 Meter Länge und 21— 90 Centimeter Durchmesser = 44,05 Cubikmeter, und hierauf im Distrikt Raut: 2 Kaummeter Tannen-Prügelbolz, 5,5„„ Stockholz, 0,38 Wellen„ Reisbolz und 11 Stück Tannen⸗Stammholz von 9— 20 Meter Länge und 28— 40 Centimeter Durchmesser = 11.38 Cubikmeter. Bad⸗Nauheim am 24. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad- Nauheim. Sich u t. Holz Verstei g gerung 549 Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll im biesigen Gemeindewald nachbenanntes Holz versteigert werden: 16 Raummeter Buchen⸗Prügel, 10 8 Stock, 22 0 Eichen⸗Scheit. 38„ Prügel, 30„ Stockholz, 849 Stüa Eichen⸗Wellen, 2837 D Buchen⸗ ⸗ 71 Festmeter Eichen-Bauffämme, bestehend in 73 Stück von 4— 16 Meter Länge und 14—58 Centimeter Durchmesser. Das Bauholz wird zuerst verstelgert. Wohnbach den 23. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach. Philtp pi. Holzversteigerung. 556 Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. März l. J., Morgens 9 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindewald, Olfirikt Kleiner-, Großerbausberg und Brülerberg, nach stehende Holzsortimente melstbletend versteigert: 12400 Stück Nadelholz Wellen, 18300„ 5 Stamm und Stangenbholz zu Sparren, Garten- und Baumpfählen und Bohnenstangen geeignet. Die Zusammenkunft ist in loco Hock-Weisel. Hoch⸗Weisel am 23. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch⸗Weisel. M o b r. Holz Versteigerung. 557 Montag 0 4. März l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden im biefigen Gemeindewald 1. Distriet Oberkolbenrotb 173 Stück Nadelholzstämme von 50 Festmeter, 415„ Stangen 1. Klasse von 20 Festmeter, 26 Raummeter Klefern⸗Knüppelholz, 26 Stockholz 1370 Stüd Kiefern⸗Wellen. 2. District Altemark IV. Theil. 3 Eichen⸗Stämme von 1,12, 21 Raummeter. Kuüppelbolz, 38 5 Stockholz, 4050 gemischte Wellen versteigert. Die Herren Bürgermeister des Kreises werden um gefällige Bekanntmachung in ihren Gemeinden ersucht. Es wird bemerkt, daß das genannte Holz an der Grenze vom Burgwalde sitzt. Pfaffenwtesbach den 23. Februar 1872. Bürgermeister Erker. NRindviehpulver. 115 Bet Verstopfung, Abmagerung und Mangel an Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders zu: Verhütung des Milchsiebers wird dieses Pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieh bekommt dadurch ein besseres Aussehen und die Milch wird reicher on Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ anwetsung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter fester und schmackhaftler und verhindert das rasche Ranzigwerden derselben. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 30(r., halde Packete 15 kr. Stets vorräthig bet J. A. Windecker in Friedberg. J. Suchsland, Uhrmacher in Friedberg, 545 macht dem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß er sich in hiesiger Stadt elablirt hat und bittet um geneigten Zuspruch. Reparaturen, sowie alle in dieses Fach elinschlagende Artikel werden reell und rasch besorgt. Wohnung bei Bäckermeistee Thönges vis-a-vis dem steinernen Haus. Atpfel und Birnen, 275 Zwetschen, Mirabellen, Pflaumen zu 30, 36, 24 kr. per Stück, 50 fl. per 100 Stück. Aepfelpflanzungen für Gemeinden werden unter Garantie übernommen. „Rosen“, boch, halbhoch und ntederstämmig ver Stück 36, 30, 24 kr., per 100 Stück 40 fl. Baumschule von Gebr. Schultheis, Steinfurth bei Bad- Nauheim. Kleelaamen. 506 Amerikanische Rotbkleesaat in bester Qualität habe commiffions weise in jeder Quantität zu dem billigsten Preise zu verkaufen. H. Strauß. Bestes amerikanisches Schweineschmalz! 525 in Originalfässein von eirca 3 Centnern, 2 35 32 per Centner, ist angekommen bet 52⁵ Wilh. Fertsch. Unipersal-Beinigungs-Salz. 123 Von allen Aerzten als das einfachste und dilligste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen⸗ ächt und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedberg. Holz⸗Versteigerung. läßt Unterzeichneter an Ort und Stelle 2000 Stück Wellen(Obstbaum⸗ Aus putzbolz) öffentlich meiftbietend verfteigern. Die Zusammenkunft ist auf dem Hofe. Balnhardsbof den 24. Februar 1872. Friedrich Wendel, Pachter. 263 Friedr. Holl in Worms. Danksagung. 554 Allen denjenigen, welche unsern geliebten Gatten, Vater, Bruder und Schwager Samuel Weith zu feiner letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchen buch sauszüg et. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: 18. Febr. dahter wohnhaften Bürgers zu Neudorf im Königreich Bapern und Schneiders Ambrofius Stephan Fellner, alt 10 Monate, am 17. Febr. 20. Febr. Ernst Adam Weber, Sohn des hiefigen Bürgers und Weichenwärters Heinrich Weber, alt 16 Jahre, 15 Tage, t am 18. Febr. 23. ßebr. Jobann Samuel Weith, pens. Großh. Gendarm und hiefiger Bürger, 58 Jahre, 5 Monate, 9 Tage alt, T am 21. Febr. Berantw. Redact.: Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpfß. beschwerden in ½, ½, ½ Pfund Original-Packeten mit Gebrauchsanweisung 3 30, 18 und 9 kr. nur allein 555 Samstag den 2. März, Nachmittags 1 Abg. Mühlsteine Anna Marie Fellner, Töchterchen des für 30. Burt nung zwest Friste zu ve Bette N Lettre