* der 9, Schimpf. — . rt det kintgtr renten. Der g dt Jusetat⸗ nrünt Stadtn ——y—̃— fein Fotel Trapp, eschäft —— rlage t tuts kirnt deter datt n et gen. ichdorn. esellen Lebeli* l 9 eu. 8 An. 4— Ari · örtantt 55 eser. Nordigler, —— 1872. Samstag den 27. Januar. 2 11. Oberhessischer Anzeiger. Fntbält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Inkelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für die Monate Februar und März kann auf den der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kt. abonnirt werden. „Oberhessischen Anzeiger“ bei A Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Feldstrasen von der 3. Periode 1871, bler deren Einnahme Dekretur. Friedberg den 25. Januar 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Anter Mittheilung des Verzeichnisses nachstehend in Abdruck über die Ihren Gemeinden zukommenden Feldstrafen deauftragen wir Sie die Beträge in Einnahme zu dekretiren und für die Controlirung zu sorgen. Trapp. Auszug aus dem Verzeichniß ber Feldstrafen von der 3. Periode 1871. 5 1) Bönstadt 3 fl. 51½ kr. 45¼ kr. 4) Nieder⸗Mörlen 5 fl. 45 ½ kr. 6) Roͤdgen 39½ kr. 7) Schwalheim 2 fl. 9) Pech Weisel 49 ½ kr. 12) Münster 1 fl. 4½ kr. 13) Oppersboken 19 ½ ke. 15) Rockenberg 4 fl. 50¼ kr. 16) Assenbeim 4 19 kr. 2) Vad⸗Naubelm 44% kr. 3) Dorheim 2 fl. g 5) Ober-Mörlen 5 fl. 34½ kr. 8) Fauerboch v. d. H. 4 fl. 10) Langenbain 1 fl. 51 kr. fl. 27½ kr. 26 kr. 2.% K. 1m) Matbach 35½ kr. 53 kr. 14 Ofiheim 4 fl. 1%. kr. 17) Bruchenbruden 188¼ kr. 18) Dorn-Assenbeim 26 kr. 21) Melbach 6 fl. 4½ kr. 23) Nieder⸗Rosdach 2 fl. 35 kr. 24) Nieder⸗Wöllstart 21½ kr. 25) Oder- Florstadt 26) Oder⸗Rost ach 2 fl. 24½ kr. 28) Reicheloheim 4 fl. 11% kr. 31) Pobl⸗Göns 35½ kr. 19) Fauetbach b. Fr. 2 kr. 20) Friedberg 22) Nieder ⸗Florstadt 4 fl. 24% kr. 27) Oder Wöllstadt 2 fl. 21% kr. 29) Butzbach 7 fl. 18 kr. 30) Kuch⸗Göns 1 fl. 32) Staden 1 fl. 2½ kr. Die Hundesteuer für 1872 wird mit den Steuern pro Februar J. J. erhoben. Irledberg den 22. Januar 1872. Bekanntmachung. Großherzogliche Diflricts⸗Einnehmeret Frtedderg. K ein Deutsches Reich. N Eprenzeichen mit der Inschrist:„Für 50 jährige] gierung erklärt sich im Wesentlichen mit der 1 g treue Dienste“. J b 5 r Das Groß berzogliche Ride V. Namensverändetungen. Seine Königliche Hobeit n 8 Der n 105 rungsblatt Nr. 3 enthält: der Großherzog baten allergnädigst gerubt: am 21. De- Aktien ammer hält täglich langdauernde I. Bekanntmachung Großherzoglichen Wunisteriume des Innern, die Pestätigung von Stistungen und Ver- mächinissen betreffend. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 5. September vorigen Jahres hat der siebenzebnjährige Johann Baptist Gröninger aus Mainz einem fünfjährigen— Mädchen, welches aus einem 26 Fuß von dem Erdboden entfernten Fenster auf die Straße zu stürzen drohte, und bereits mit dem ganzen Körper außerhalb des Zimmers sich besand, dadurch dae Leben gerettet, daß er an dem Regenkandel hinaufkletterns und sich an diesem mit der linen Hand haltend, mit der rechten das die Fenster⸗ brüftung umklammernde Kind ergriff und wohlbehalten wieder in das Zimmer zurückbrachte. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Johann Baplist Gröninger aus Mainz für diese entschlossene mit eigener Lebensge— fahr ausgesützrte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist:„Für Rettung von Meuschenleben? aller— anädigst zu verleihen gerubt. In Gemäßheit Allerhöchster Enischließung wird dieses hiermit zur öffentlichen Kennt niß gebracht. f III. Bekinntmachung Großherzoglichen Kreisamts Lindenfels, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für die Gemeinde Linnenbach, im Kreise Lindenfels, betressend. IV. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Mai 1871 dem Jagezeugmeister der Jagozeugmeisterei Kranichstein, Ludwig Hamm, als Anerkennung seinet fünfzigjährigen treu geletsteten Dienste, das Ritterkreuz 1. Classe des Philippe⸗Ordens, am 7. Nov. dem Gemeinde-Forstwarten zu Frei⸗Laubersheim, im Kreise Alzey, Konkad Fassig, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Ver⸗ dienste“, am 10. Nov. dem Reniner August Schenck in Darmstaot, den Gutsbesitzern Max Touchon auf der Hohenau, Dr. Joseph Gros zu Hof-Kolnhausen und Dr. Friedrich Ludwig Frhrn. Dael von Kbih⸗Wanscheid zu Sörgenloch die goldene Verdienstmehaille für Wissen-⸗ schaft, Kunst, Industrie und Landwirihschaft, am 25. Nov. dem Bürgermeister der Bürgermeisterel Goddelau, Jo⸗ hannes Heil II., bas allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“, am 27. Nov. dem Bür germeister der Bürgerm. Worfelden, Johannes Bender I., das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inscheift: „Für langjährige treue Dienste“, an demselben Tage dem Polizeidiener zu Büdingen, Ludwig Heppner, das allge— meine Ehren e t der ift:„Für Verd* a N a zeichen mit der Juschrift:„Für Verdiensie trag entsprechend,„die Regierung um baldigste am 30. Nev. dem Forstwarten der Forstwartei König fäbter Forsthaus, Förster Leonhard Habermehl, das all— gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“, am 3. Dezember dem Hosglockenisten Carl Anton das Nitterkteuz 2. Classe des Philipps ⸗Ordens, am 6. Dez. dem Steucrboten Conrad Roih zu Geünberg wegen seiner seit 50 Jahren geleisteten treuen Dienste das zembet 1871 der Anna Margareiba Philippine Streicher aus Darmstadt zu gesiatten, stalt ihres bisherigen, künftig⸗ bin den Familiennamen Mütz,— am 30. Dezember dem Georg Jacab Scheich zu Darmstadt zu gestalten, statt seines bisherigen künftighin den Fammiennamen Völcker und dem Heinrich Haniisch aus Düdelsbeim zu ge⸗ statten, statt seincs bisherigen in Zukunft den Familien⸗ namen Zinn zu führen. VI. Ertheilung von Erfindungspatenten. Stine Königliche Hobeit der Großherzog baben allergnädigst ge⸗ ruht: am 15. Dez. 1871 den Civil⸗Ingenieuren Gebrüder Buß in Magdeburg auf deten Nachsuchen ein Enfindungs— patent auf die durch Zeichnung und Beschreidung näher erläuterte, Construction eines Centrisugal-Regulators, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheille Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung ge— hindert werden soll, wähcend der nächsten zwei Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— und dem Maschinen⸗ bauer Adolph Brunck von Mainz, dermalen zu Offenbach, auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung, Modell und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Wendefluges, unter dem ausdrücklichen Vorbehalle jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzog— tyums— zu ertbeilen.(Schluß solgt.) Darmstadt. Das„Militärwochenblatt“ meldet, daß Proviantmeister Grönerich, Proviant— amtscontroleur Roth und die Proviantamts- assistenten Bodensohn und Hebenstreit, sämmtlich bei dem Proviantamte Darmstadt, in den preu— ßischen Magazinsverwaltungsdienst übernommen wurden.— Bei den beiden Gr. Hess. Dragoner⸗ Regimentern wird demnächst eine weitere Abände— rung der Uniform zur Ausführung gelangen, indem an die Stelle der Helme mit gelbem, solche mit weißem Messingbeschlag treten werden. — Der Abg. K. J. Hoffmann beantragt, als Referent des Finanzausschusses, einem von den Abgeordneten Goldmann und Fink gestellten An— Vorlage zu ersuchen, wonach den Gemeinden und resp. Kreiskassen in Südhessen Vergütung der be— treffenden Auslagen vorweg aus dem Antbeile Südhessens an der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung zu gewähren ist.“ Die Re- Sitzungen über das Budget ab, und die Referen⸗ ten sind mit ihren Berichten fast nahezu fertig, so daß der Druck voraus ssichtlich bald beginnen wird. Berlin. Durch eine vom 22. Jan. datirte Cabinetsordre an das Staatsministerium ist der geheime Oberjustizrath Dr. Falk zum Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medieinal-Ange⸗ legenheiten ernannt. Fürst Bismarck hat bereits den beiden Häusern des Landtags Abschrift der Cabinetsordre zugehen lassen.— In der auf den 19. Februar berufenen Generalversammlung der Berlin- Potsdam Magdeburger Eisenbahngesell- schaft wird auch Beschluß gefaßt über die Nach- suchung einer Concession für die Herstellung einer Eisenbahn von einem Punkt der Stammbahn direct nach Frankfurt a. M. nebst einer Zweig⸗ bahn nach Magdeburg. — Unter den Gästen bei dem parlamenta- rischen Diner, welches Fürst Bismarck am 20. d. zu Ehren des Herrenhauses gegeben, befanden sich auch einige Herren aus Lothringen, die als Depu- tirte hier anwesend waren, die Herren Simon und Peéridon aus Metz, Herr Marchal aus Thionville und Herr Denis aus Dieuze. — Das„M. D.“ bestätigt, daß die deutschen Behörden die Auslieferung des in Chaͤlons- s. Saone verhafteten Mörders eines deutschen Sol- daten in Luneville verlangt haben. — Die„Provinzial-Correspondenz“ schreibt bei Besprechung des Wechsels im Cultusministe⸗ rium: Je tieser die kirchlichen Bewegungen dieser Zeit die Beziehungen des Staates zur Kirche be⸗ rühren, desto mehr kommt es darauf an, daß in der staatlichen Leitung der Kirchen- und Schul- Verwaltung ein Geist walte, welcher nach allen Seiten Bürgschasten voller Unbefangenheit und Gerechtigkeit, sowie des ernsten Willens gewähre, die unveräußerlichen Staatsrechte eben so, wie die Ansprüche der sittlichen und religtösen Volks- interessen, zu wadren. Seitens der gesammten preußischen katbo— lischen Bischöfe ist eine Petition gegen das Schul- ———ꝛ-sꝛ¼ — aussichts⸗Gesetz an das Abgeordnetenhaus gerichtet und vom Präsidenten der Untercichts-Commisston überwiesen woͤrden. Es ist dies, wie die„Corr. St.“ hinzufügt, der erste Fall, in welchem die Bischöfe bei dem Abgeordnetenhause pelitioniren. — Nach der„Post“ hat die württembergische Regierung an die Bundesregierung die Erklärung abgegeben, daß sie keineswegs beabsichtige, eine besondere diplomatische Vertretung in Paris ein- zurichten. Bekanntlich hatte die neuliche Abbe⸗ rufung des bisher der deutschen Gesandtschaft in Paris beigegeben gewesenen ehemaligen württem- bergischen Ministers von Linden Vermuthungen hervorgerufen, die jetzt durch obige Nachricht sich als unbegründet herausstellen. München. Bei der am 24. d. M. in der Abgrordnetenkammer fortgesetzten Debatte über die! Beschwerde des Bischofs von Augsburg sprach Ruland für den Majoritätsantrag gegen die Hal- tung des Cultusministeriums, Kraussold für den Minoritätsantrag, Hörmann gegen die Herein- ziehung der theologischen Frage in die Verhand- lungen der Kammer als einer politischen Corpo— ration und für den Minoritätsantrag. Grabner vertheidigte das Unfehlbarkeitsdogma und stinmte für den Majoritätsantrag. — Die Abgeordnetenkammer setzte auch am 25. d. die Berathung über die Beschwerde des Bischofs von Augsburg fort. Nachdem Kastner, Hafenmaier, Staufenberg und Karl Barth ge— sprochen, stellte Rudolf Weiß den Schlußantrag. Vor der Abstimmung theilte der Cultusgminister mit, daß der Minister des Auswärtigen, Graf Hegnenberg, das Wort ergreifen wolle, aber gegen- wärtig durch Unpäßlichkeit daran gehindert sei. Hierauf wurde der Schluß der Debatte einstimmig angenommen. Nächste Sitzung Samstag. Straßburg. Man ist, wie die„Straßb. Ztg.“ schreibt, eben damit beschäftigt, die seitherigen Straßzenschilder in französischer Sprache zu ent⸗ fernen und durch neue mit deutscher Benennung zu ersetzen. Auf den Hauptplätzen und Straßen sollen die alten Schilder noch eine Zeitlang bei— behalten werden. Die neuen Schilder sind etwas kleiner als die alten und tritt die weiße Schrift auf blauem Felde recht gut hervor. Ausland. Oesterreich. Wien. Die amtliche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht folgende diplomatische Er⸗ nennungen: Zum Gesandten in Kopenhagen Graf Paar, in Stockholm Baron Walterskirchen, im Haag Ritter Haymerle, in Rio de Janeiro Baron Sponnleitner, in Athen Baron Pottenburg. Der Gesandte Pflusterschmidt in Karlsruhe ist in gleicher Eigenschaft auch in Würtemberg und Hessen mit dem Sitze in Stuttgart acereditirt, Baron Franken stein zum Gesandten in Dresden und bei den großherzoglich und herzoglich sächsischen Häusern ernannt. — Der hier angekommene Graf Beust wurde von dem Kaiser empfangen. Graf Beust wird in Kurzem auf seinen Botschafterposten zurückgehen; von dessen beabsichtigten Uebertritt ins Privatleben verlautet nichts mehr. Frankreich. Paris. Marschall Mac⸗ Mahon hat die ihm angebotene Vicepräfidentschaft ausgeschlagen. — Die„Union“ meldet: Der Kriegsminister hat dem Vernehmen nach von dem Untersuchungs⸗ rath, welchem der Marschall Baraguay d'Hilliers präsidirt, das Protokoll über die Uebergabe von Straßburg erhalten. Das motivirte Gutachten des Conseils lautet in allen seinen Theilen für den General Uhrich ungünstig. Eine große Zahl von Fehlern wird dem General zur Last gelegt. So tadelt man es u. A., daß er sich nach der Capitulation nach Tours begab, um der dortigen Regierung selbst seine Anträge auf Avaneements und Ordensverleihungen zu Gunsten der Verthei⸗ diger der Festung ans Herz zu legen; nach der Ansicht des Untersuchungsraths hätte er diese An— träge eben so gut aus Deutschland einschicken können, wohin er sich hätte begeben sollen, um das Loos seiner Offiziere und Soldaten zu theilen. Man wirft dem General Uhrich ferner vor, an 30,000 Palissaden, die er zu seiner Verfügung hatte, nicht für die Vertheidigung verwerthet zu haben; auch hätte er sich nicht genügend gegen die feindliche Front, Lunette 53, gedeckt u. s. w. Der große Ruf des Vertheidigers von Straßburg wird unter diesem Urtheil schwer zu leiden haben. Die Deutschen erkennen an, seit dem Beginn des Angriffs 193,722 Kanonenschüsse, darunter 84,000 Haubitzen und 58,600 Bomben, auf die Stadt und die Festungswerke entladen zu haben. — Die„Opinion Nationale“ bringt die Nachricht, daß mitten in der durch die Steuer- frage hervorgerufenen Krisis die bonapartistische Partei versucht hat, ein Regiment der Garnison von Paris zur Meuterei zu verleiten. Das ge— nannte Blatt fügt bei, daß es der Regierung wohl bekannt sei, um welches Regiment es sich gehandelt habe. — Am Montag hat in Epernay ein Mord— versuch auf einen Preußen stattgefunden, welcher verwundet wurde. Der Thäter ist verhaftet.— Es ist unrichtig, daß die gegen Rochefort er— kannte Strafe in Verbannung verwandelt worden sei— — Der deutsche Soldat, gegen welchen Cremel seinen Mordversuch machte, ist nicht todt; er wurde nur verwundet und ist bereits von seiner Wunde geheilt. Derselbe hat eine Bittschrift an den Kaiser von Deutschland gerichtet, worin er um die Begnadigung des Thäters einkommt. Versailles. In der Nationalversammlung brachte Naquet einen Vorschlag ein, behufs Inan— klageversetzung Napoleon's III. die Confiscation seiner Güter zu verfügen. Die Versammlung ver— weigert die Drinplichkeitserklärung dieses Antrags und überweist ihn der Initiativ-Commisston. Großbritannien London. In der Nacht vom 22.— 24. d. bat ein beftiger Sturm stattgefunden. Zahlreiche Schiffe wurden beschä— digt und viele Telegrapheuleitungen außer Betrieb gesetzt. — Aus Paris wird der„Times“ telegraphict, daß dem Vernehmen nach Preußen und Rußland energische Remonstrationen an den schweizerischen Bundesrath zu richten beabsichtigen, in Folge des Uebermaßes der der Internationale in der Schweiz gewäbrten Toleranz.(7) Spanien Madrid. Ein königliches Dekret löst die Deputirtenkammer auf. Die neuen Cortes werden am 24. April zusammentreten und finden die Neuwahlen zu denselben am 2., April statt. Die Hauptstadt ist vollkommen ruhig. Italien. Rom. Der Papst empfing in feierlicher Weise den Großfürsten Michael und die Großfürstinnen Olga und Marie. Dieselben be— suchten sodann Antonelli. 5 T Friedberg, 26. Jan. 1872.— Gestern um die Mittagsstunde zogen in lautestem Gespräch unzählige Schneegänse in drei großen Schwärmen an unserer Stadt vorüber gen Norden. Hoffentlich sind es Frühlings- boten gewesen. * Friedberg. Ein seit mehreren Jahren in hiesiger Stadt wohnender Handarbeiter machte in der Nacht vom 25. zum 26 seinem Leben dadurch ein Ende, daß er sich in der Nähe der Stadt von einem Bahnzuge überfahren ließ. Der Mann, welcher Frau und Kinder hinterläßt, wird allseitig als ein fleißiger und zuverlässiger Arbeiter geschildert. Frankfurt. Eine hiesige Familie wurde kürzlich früh Morgens zu ihrem Schrecken, der sich bald in Freude verwandelte, durch einen Schutzmann aus dem Schlafe gestört. Derselbe präsentirte das seitherige Dienstmädchen, von dessen Verschwinden die Familie keine Ahnung ge— habt, und zwar zur Dame metamorphosirt mit der Garde— robe der Hausfrau. Außerdem fanden sich noch bei ihr Koffer und Kisten, gefüllt mit der Familie gehörigen Kleidern, vor, sowie baare fl. 200, die sie einem zufällig anwesenden Besuch ihrer Herrschaft gestohlen hatte. Die Diebin, nur 16 Jahre alt, hatte am Abend alles, was sie unterbringen konnte, zusammengepackt, hatte sich früh, während im Hause Alles schlief, eine Droschke geholt, den Raub eingepackt und war damit nach der Bahn ge⸗ fahren. Dort wurde sie jedoch vom Schutzmann ange— halten, da ihm die frühe Ankunft mit dem vielen Gepäck verdächtig war, er ertappte sie auf Lügen, ermittelte ihren Aufenthalt, und entdeckte den Diebstahl, ehe die Be— stohlenen selbst etwas davon gewußt. Darmstadt. Ein Fall wunderbarer Rettung hat sich am 20. d. auf der Main-Neckar-Bahn ereignet, der jedoch auch wiederholt zur Vorsicht mahnt. Aus einem nicht hinlänglich verwahrten Coupee des nach Heidelberg abge— gangenen Schnellzuges stürzte in der Nähe des Holzhofes bas dreijährige Söhnchen eines preußischen Offiziers und fiel auf den Bahnkörper. Der Schrecken der milfahrenden Eltern war gräßlich. Der Zug wurde zum Skehen ge⸗ bracht und von weitem sah man einen Bahnwärter her⸗ beieilen, der das Kind auf seinen Armen trug. Außer einer anscheinend nicht schweren Verletzung am Kopf soll das Kind unversehrt geblieben sein. Darmstadt. Am 22. d. verschied hier die hochge⸗“ achtete Frau und geschätzte Dichterin Frau Louise von Plönnies, geb. Leisler, 68 Jahre alt, die Wittwe des Gr. Hofmedieus und Medieinalraths Dr. v. Plönnies und Mutter des frühverstorbenen ausg zeichneten Mili⸗ tärschriftstellers des Gr. Majors Wilhelm v. Plönnies. Fr. Louise v. Plönnies ist als Dichterin in ganz Deutsch— land bekannt. Zu Niederklingen im Odenwald verkündete dieser Tage die Ortsschelle den erstaunten Bewohnern wörtlich: „auf dem Herrn Pfarrer seinem Buckel darf kein Leimen mehr gegraben werden.“ Wahrscheinlich sollte damit gesagt sein, auf dem Grundstück des Herrn Pfarrers, welches den Flurnamen„Buckel“ führt, darf u. s. w. Ulm. Dieser Tage passirte ein bayerischer Soldat hier durch, welchem, wie er behauptet, zu Beaulieu an der spanischen Grenze in der Gefangenschaft die Zunge abgeschnitten worden, weil er sich weigerte, in die fran⸗ zösische Armee einzutreten. Er kommt e direct über Marseille und ist auf seiner Durchreise in Stutigart auch dem König vorgestellt und von diesem mit einem vollständigen An— zuge, Uhr mit Kette ꝛc. beschenkt worden. Die„Ulmer Schnellpost“ theilt mit, dieser Soldat, der durch Ver— stümmelung seiner Zunge die Sprache völlig verloren hat, habe auf Befragen hier folgende Angaben auf eine Tafel geschrieben: Wildes Gesindel, Turkos, ehemalige Galkerensträflinge, hätten ihn an einem Strick gewürgt, bis er die Zunge herausgestreckt häte. Da sei ihm die- selbe abgeschnitten worden. Er habe in Folge dieser Mißhandlung bis jetzt im Spital gelegen. Seine Peiniger habe die strafende Justiz bald ereilt. Es seien, zehn, darunter auch ein Offisier, weil er ihnen nicht Ein halt gebot, sondern den Frevel geschehen ließ, standrechtlich er— schossen worden. In Bayern beschäftigt man sich gegenwärtig viel mit dem nicht unwahrscheinlichen Falle, daß König Lud⸗ wig II. ehe- also auch kinderlos bliebe und Prinz Otto stürbe. Dazu bemerkt der„Nürnd. Anz.“:„Nach det bayrrischen Verfassung, welche in dieser Frage noch gilt, träle Prinz Luitpold ein. Indessen dürfte bis dorthin noch eine lange Zeit sein, und inzwischen mag noch allerlei passiren, wovon wir zur Zeit nur eine schwache Ahnung baben. Gleichwohl ist die Frage von Interesse, nament⸗ lich im Zusammenhalte mit nachstehenden kurzen No lizen. Das Großherzogthum Hessen-Darmstadt regiert zur Zeit Ludwig III., geboren am 9. Juni 1806— dieser deuische Fürst ist kinderlos. Sachsens König Johann ist 1801 ge— voren, der Kronprinz Albert ist 44 Jahre alt und kinderlos. Der Coburger Herzog Eenst I., 1818 geboren, ist kinder- los. Der Großherzog von Baden hat eine preußische Prinzessin zur Frau, und es ist schon mehrmals die Rede gewesen, daß derselbe der Krone zu“ entsagen geneigt wae. Trätle nun wirklich der Fall ein, daß Bayerns König, Ludwig II., ohne Kinder bliebe, so läßt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit die Zeit bestimmen, in welcher die gegen⸗ wärtig noch regierenden Fürsten des deutschen Reiches in directer Linie ausgesterben sein werden— ein Fall, wie er seit dem tausendjährigen Bestehen des deutschen Reiches nicht vorgekommen. Noch ist zu bemerken, daß auch Rarl XIV. von Schweden kinderlos ist.“ München. Von der k. Hauptmünze hier wurden am 23. d. die ersten„Friedensthaler“ ausgegeben. Die⸗ selben enthalten auf der Aversseite mit der entsprechen— den Umschrift das von Adam Rieß gravirte wohlgetrof⸗ fene Bildniß des Königs, dann auf der Reversseite eine den Frieden darstellende allegorische Figur mit der Um⸗ schrift:„Friedensschluß zu Frankfurt 10. Mal 1871.“ Aussührung und Prägung dieser Friedensthaler erscheinen als sehr gelungen. Berlin. In der Prinzenstraße ist seit einigen Tagen, wie die„Ger.⸗Ztig.“ mittheilt, wieder einmal die Trichinen⸗ krankheit in sehr gefährlicher Weise auf etreten. Eine große Anzahl von Personen, meist ganze Familien, liegen schwer krank unter denselben Krankheits⸗Erscheinungen, und ist bei verschiedenen dieser Kranken bereits durch Operationen am Kopf und namentlich in der Umgebung der Augen das Vorhandensein von Trichinen unzweifel⸗ haft fesigestelln worden.— Ueber einen vermißten Studenten schreibt das„Fr.⸗Bl.“:„Der Studiosus der Mathematik Sießfried Behrendt aus Hamburg ist seit dem 15. Jan. von hier spurlos verschwunden. B. ist an jenem Tage von seiner Wohnung in das Colleg gegangen und seitdem nirgend wo sichtbar geworden. Der junge Mann hat hier nur mit einigen jüdischen Familien verkehrt und überhaupt so zurückgezogen gelebt, daß seine Mitstudiren⸗ den nicht einmal seinen Namen wußten.“ In Straßburg ereignete sich während des am 18, d. zur Jahresfeier der Gründung des deutschen Kaiser— reichs stattgehabten Balles gegen zwei Uhr Morgens der Unfall, daß ein großer Spiegel von der Wand auf den in diesem Augenblick darunter sitzenden commandirenden General des 15. Armeecorps, von Fransecki herabstürzte und demselben einige nicht unerhebliche Verletzungen am Kopfe beibrachte Brüssel. Eine Anzahl hiesiger Damen hat eine Subseription eröffnet, aus deren Ertrag für den Papst ein stattlicher Palast in Brüssel erworben werden soll. Aus Lausanne meldet man den dort erfolgten Tod des Herrn Gustav Crémieuxy, Sohnes des bekannten Advocaten und Gemahls der Sängerin Monbelli, welche sich durch ihre Kunstreisen in Gesellschaft Ulman's neuer dings auch in Deutschland bekannt gemacht hat. n meine suselich J 1 werden d — it in nämlich Pe lore b. Nat Croce gele den Stadt Feuer a in ein 8e darauf be Olücklichen Fitte zu Hluset sin dachlos. e qu beklagen — 4 Hert Pie in gewohnt Erinner! Wit A Volkslied: Sladi“. Kreise ang. fühle erm Schmach Reichtland ziemlich au jeht gelte e Olied am der Bewohr nicht verw. Mutietlan benschaft demselden Um se Verbindun der Rebne bildern el Deulschlan solche erbt was Deut. ent gehab Nach k us dem 6 un Kanzel Sufi enge = 2 3 * * Luxgemburg. Eine Ursache zur Aufregung sst unserer Stadt durch die Schwindelei eines Gauners ge— worden, der sich hier als armenischer Bischof bei den Redemptoristen einführte und ein Hochamt in der Re— demptoristenkirche vor allem Volke abhielt, der Menge das heilige Sakrament ertheilte, große Summen zum Erbau, wir wissen nicht welches persischen Heiligthums bei den Leuten einsammelte und dann verduftete. Paris. Durch den Tod Persigny's werden spanische Blätter an einen Ausspruch erinnert, den einst der Kaiser Napoleon gethan haben soll:„Die Schwierigkeiten für meine Dynastie liegen in der durchgreifenden Parteiung. In meiner Familie ist die Kaiserin legitimistisch; der kaiserliche Prinz, erzogen in der Université, wird Orlranist werden; der Prinz Napoleon ist Republikaner, und ich — ich bin Socialist. Es gibt nur einen Bonapartisten, nämlich Persigny, und der ist verrückt.“ lorenz. Man telegraphirt der„N. Fr. Pr.“: Am 22. d. Nachmittags, 5 Uhr, brach in dem vor der Porta Croce gelegenen ärmsten, meist aus Holzhäusern bestehen— den Stadtviertel ein furchtbares, bimmelhoch aufloderndes Feuer aus. Nachdem die Flammen zwei Stadtviertel in ein Feuermeer verwandelt hatten, mußte man sich Diese Männer, von ber Ueberzeugung geleitet, daß auf der gemeinsamen Basis der Grundwahrheilen des Evan⸗ geliums eine Verschiedenheit der Meinungen über minder wesentliche Dinge wohl zulässig sei, waren auf's eifrigste bestrebt, eine Vereinigung der über die Abendmahlslehre und andere theologische Streitfragen entzweiten sächsischen und schweizerischen Reformatoren zu Stande zu bringen, und die zwischen der Schweiz und Sachsen hin verlau⸗ senden Fäden zur Ausgleichung der trennenden Streit punkte nahmen ihren Weg meist über Straßburg, wo man ganz besonders die Reformation auch als nationale That zur Befreiung Deutschlands von der Herrschaft des Romanismus betrachtete. Leider blieben die desfallsigen Bemühungen ohne den gewünschten Erfolg, wie auch die Kirchenverfassungsfrage eine den Anschauungen der wackeren Straßburger enigegengesetzte Entwickelung nahm. Zu ähnlicher Berühmtheit, wie Jakob Sturm als Miiberather bei dem Reformationswerk, gelangte sein Bruder Johannes Sturm auf pädagogischem Gebiet. Er stand an der Spitze des Gymnasiums in Straßburg, das zu einer Art Akademie etweitert unter seiner Leitung zu außerordentlicher Blütte gelangte. Trotz der Einsertig⸗ keit, womit Job. Sturm auf die ausschließliche Pflege des darauf beschränken, die übrigen Quartiere zu sichern. klassischen Alletthums hielt, wird sein Name unter den Glücklicherweise gelang es gegen halb 9 Uhr, die Brand- ersten deulschen Pädagogen immer mit Ehren genannt stätte zu isoliren. Das Elend ist gräßlich. 200 bis 300 werden. Häuser sind verbrannt, 600 bis 800 Familien sind ob— dachlos. Soweit bisher verlautet, ist kein Menschenleben zu beklagen. 1 Oeffentliche Vorträge. Herr Prof. Dr. Köbler sprach am verflossenen Dienstag in gewohnter anziehender Weise über„protestantische Erinnerungen aus Elsaß⸗Lol bringen.“ Wir Alle, begann der Redner, kennen das schöne Volkslied:„O Straßburg, o Straßburg, Du wunderschöne Stadt“. Es babe dasselbe, wenn es früher in frobem Kreise angestimmt worden, eigenthümlich webmüthige Ge— fühle erweckt. Exinnerte es doch an ein in Zeiten liefer Schmach für Deuischland verloren gegangenes hertlichte Reichsland, das wiederzugewinnen man die Hoffnung ziemlich aufgegeben bade. Das Elsaß sei nun zurückerobert; jetzt gelte es aber, es auf's neue zu einem lebendigen Glied am deutschen Volkskörper zu machen, die Herzen der Bewohner für Deutschland zurückzuerobern. Es dürfe nicht verwundern, daß diese im Laufe der Zeit dem deutschen Mutterland entfremdet worden; eine 200jäbrige Fremd- herrschaft babe Alles gethan, um jede Verbindung mit demselben zu lösen. Um so mehr sei es deutsche Pflicht, die zerrissenenen Verbindungsfäden aufzusuchen und neu zu knüpfen. Er, der Redner, wolle versuchen, in einer Reihe von Lebene— bildern elsäsischer Männer, die auf das geistige Leben Deutschlands eigen beocutungevollen Einfluß geübt, auf solche Verbindungssäden hinzuweisen und zugleich zu zeigen, was Deutschland an dem kernigen Stamm der Elsässer einst gehabt und künftig wohl wieder haben werde. Nach kurzer Erwähnung einiger berühmten Elsässer zus dem Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts, det Kanzelredner Tauler und Gayler und des Saiprikers Sebastian Brandt, wendet sich der Redner der Resor— mationszeit zu. Auf dem von König Ferbinand 1526 nach Speier Serufenen Reichstag erschien u. A. auch der Stadischreiber Jakod Sturm von Straßburg als Vertreter seiner Vater Kadt, und knüpft eine für die Entwickelung der Refor— mation in Deuischland folgenreiche Verbindung mit dem gleichfalls anwesenden Landgrafen Philipp von Hessen an. Jakob Sturm, ein scharsblickender, der resormatortischen Bewegung von Herzen ergebener Staatsmann, übt auf Philipp von Hessen einen vielsach bestimmenden Einfluß, und die nad maligen Homberger und Ziegenhainer Be— schlüsse tragen deutliche Spuren der Ansichten Sturms über das freie Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden in lirchlichen Angelegenheiten.— Der Driite im Bunde war gleichfalls ein Elsässer, der Theologe Bucer, der nach mancherlei Irrfahrten in Straßburg Aufnahme und Schutz gefunden. Gewissermaßen als letztes Vermächtniß vor dem Scheiden schenkt das Elsaß kurz vor den traurigen Ereignissen, die es von Deulschland losreißen, uns abermals einen edlen Mann, der die Erneuerung des in gänzlicher Erstarrung darniedetliegenden religtösen Lebens in Deutschland sich zur Lebensaufgabe machte. Es ist dies der fromme Spener, ein geborner Elsässer, der Begründer des deuischen Pietismus, dies Wort in seinem ursprünglichen edlen Sinn genommen. Anfangs(seit 1663) als Prediger in Straßburg angestellt, witkte et später in hohen kirch— lichen Stellungen in Frankfurt a. M., in Dresden und zuletzt in Berlin, wohin n der Sdon des großen Kur⸗ fürsten, der nachmalige Kunig Friedrich J. derufen. Indessen vollzieht sich, ale ttaurige Illustratson der Ohnmacht des deuischen Reiches, das Geschick des Elsasses. Die berüchtigten Reunionskammern reißen ein Stück nach dem andern davon los, vis endlich 1681 auch Straßburg eine Beute französischer Ländergier wird,— und nun beginnt der stanzösisitende Eufluß det Fremdherrschafl. Hat die— selbe ire Absicht erreicht? Die braven Elsässer bielten zäh und sest an ihrer deutschen Sprache, Sitte und Denkungsart, und wieviel davon nach aber bundert Jahren noch übrig geblieben, das zeigt uns Gölhe in„Wahr⸗ heit und Dichtung.“ Der Redner enttollt bier, wie et vorher an dem Faden der Lebensgeschichte eines Jakob Sturm, Bucer Joh. Sturm und Spener in trefflichen Zügen ein Stück deutscher Geschichte des 16. und 17. Jahrhunderte ge⸗ zeichnet, ein liebliches Bild des Lebens und Treibens unsers Dichterfürsten in Straßburg in den Toer Jahren des vorigen Jahrhunderts und seiner wiederholten Wan⸗ derungen nach dem Pfarrhaus von Sessenheim mit seinem dis auf die kleinsten Züge deuischen Gepräge und der in allen Fasern ihres Denkens und Empfindens deutschen Pfarrersfamilie. Wie gerade die evangelischen Pfarrhäuser des Elsasses sich als treuen Hort der Anbänglichkeit an das Mutterland erwiesen, zeigt auch die Ledensgeschichte des Pfarters Oberlin in Steinthal, die der Redner zum Schluß noch berührte. Wie sieht's jetzt im Elsaß aus? Sind noch Spuren deutscher Gesinnung vorhanden, an die eine neue Stammes verbrüderung anzuknüpfen wäre? Von einem schlichten elsäßssischen Bauersmanne börte der Redner auf dem Schlachtselde von Wörth die Atußerung:„Es ist gut, daß es so gekommen ist. Die Deutschen werden uns bringen, was uns seblte, Ordnung, gute Schulen und Religiesität.“ Der Redner schließt mit dem Wunsch, daß diese Er⸗ wartung nicht getäuscht werden möthte. Dr. M.[Lebensdauer.] Erst jetzt ist uns die 1871 erschienene„Summwarische Uebersicht“ über die Er · gebnisse der Volkszählung, welche am 31. Dec. 1869 in den im österreichischen Reichsrxathe verlretenen Königreichen und Ländern stattgefunden hat, zugekommen, und wir beben aus berselben für jetzt das auf die Lebensdauer über 80 Jahre Bezügliche heraus, weil wir annehmen, daß es auch in den Kreisen der Leser des„Oberhessischen Anzelgers“ nicht ohne Interesse sein wird. In den ge⸗ nannten Ländern, also in Oesterreich ohne Ungarn, sand sich an dem bezeichneten Tage eine Gesammtbevölkerung von 20,394,980 und zwar 9,991,487 männl. und 10,403,493 weibl. Personen. Davon waren männliche: 10,744—803 5„557—81; 4 440—823 3,586—83; 3,032—84; 2,577 85 1/986—86 1.32187; 1.15388; 796-893 1,137 903 332—91; 315—923 270—93; 191—94; 162-95 116-90; 89-97; 70-98; 55—99; 86—1003 37— 101; 60 mehr Jabre alt, wogegen weibliche: 12,345— 80; 5,640—81; 4337-82; 383983; 3,083—843 2,918—85; 2,194—86; 1,443—87; 1,224—88; 921— 89 1,328—90; 646—91; 400— 92; 298—93; 204 945 219—95; 151-96; 106—97; 89—98; 55-99; 100-100; 41-101 und 88 mehr Jabte alt waren. Frankfurt a. M., 24. Jan. Börsen bericht. Unter dem Eindruck der gestern von Wien aus gemel⸗ deten niederen Notirungen verkehrte die Bötse heute zu herabgesetzten Coursen, doch ließ sich nicht verkennen, daß man nur witerwillig dem Impuls felgte, der von Wien aus zum Rückgang gegeben. Die Wiener Börse war gestern in eine vollständige Deroute versetzt durch die ver⸗ schiedenen Gerüchte, die dort im Umlauf waren. Man sprach von dem plötzlichen Ableben des Kaisers von Ruß⸗ land, von großen Zerwürfnissen der Anglobank und der Cteditanstalt. Es wurde alles Mögliche bervorgesucht, um die in Wien einzettetene Panik zu motiviren. Dadurch, daß die Telegraphenseitungen gestört und man heute bei Eröffnung des Geschäfis ohne alle auswärtigen Noli⸗ rungen, nur auf sich seldst angewiesen, bier vetketzrie, so zeigte ich recht, daß an einen großen Rückgang momen⸗ tan nich! geglaubt wird, doch ließen sich viele Speculanten durch die in die Couceentwickelung einmal eingetretene Störung destimmen einen Theil ihres Engagements der Vorsicht balber auszulödsen und war hierdurch der heutige Verkehr sehr belebt. Siaatsbahn eröffneten 418 ½, gingen zurück auf 17 und schließen 418. Creditactien 335½ dis 54—55¾. Lombarden 219—17—19½ Wiener Bank⸗ 1 8 4 2 aclien 873- 85- 80. Darmflädter Bank 488. Silder⸗ rente 63½. 1860er Loose 93½. Von Prioritäten wurden Livocneser 39. Staatsbahn 60. Lombarden 50. Franz Joscph 89 ¼. Ungar. Ostbahn 75% umgesetz. Staatspapiere. 176 An- und Verkzuf von Staatspopleren besorge ich wie bisher gegen geringe Provision. Coupons ver⸗ wechsle ich dei Kunden gratis. Friedberg. S. Hirschhorn. Zur Linderung der Hungersnoth der sracliten in Persien ist bei dem Unterzeichneten weiter eingegangen: Von S. Garde 30 kr., Salomen Simon in Meldach 1 fl. 30 kr., Gerber Seligmann 1 fl., Director Dr. Malthias 1 fl., Ungenannt 1 fl., Bindernagel& Schimpff 1 fl., K. Roßmann in Wölfersbeim 2 fl. 20 kr., aus der Ge⸗ meinde Rodheim von Lehrer Bärmann 30 kr., D. Stern 1. 30 br., J. Stern 30 kr., David Stern II. 30 ke., H. Strauß 30 ke., Isaac Strauß 30 ke. Z. Borngässer I. 1 ft., 3. Borngässer II. 30 kr., Nathan Scheuer 36 kr., Isaac Borngässer 30 kr., S. Oppenbeim 30 kr., Aron Borngässer 24 kr., Abrab. Kassel 30 kr., Michel Strauß 30 kr. im Ganzen: 15 fl. 50 ke. Hierzu die vorigen Gaben mit 112 fl. 23 kr. sonach zusammen: 128 fl. 13 kr., wovon bereits 115 fl. 23 kr., abge⸗ schick worden sind. Mit dem auftichtigen Dank den edlen Gebern, bittet dringend um weitere Beiträge Mayer Hirsch. Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Lehranstalten eingeführten Schulbücher in neuester Auflage und guten Einbänden stels vorräthig. Itrische Reps- und Leinkuchen 256 empfiehlt Ph. Dan. Kümmich. Zwei Faseleber, 244 von 1 und/ Jahr, hat zu verkaufen Ober-Mörlen. Jos. Jeckel. Handschuhe 199 zu waschen, zu färben und zu reparireu vird bestens besorgt bei Heng. Wohnung bei Herrn Schuhmachermelster Staubi, Engelsgasse Nr. 330. Bohnen, Erbsen, Linsen 251 in gutkochender Waare bei Georg Groß. Ein tüchtiger Pranntweinbrenner 228 findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Zu erfragen bei Gottsr. Mondigler, Kupferscmled. Für Schulen: Die Wacht am ühein für zwei Stimmen mit Text. Preise: 1 k. Bindernagel& Schimpff. Glacé-MHandschuhe, sowie Rauhleder- und Fil-d'Ecosse-Handschuhe 61 dei K. Friedrich neden der Pofl. Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions- gemeinde zu Friedberg. 18 71. Geborene: 20. Okt. Moritz Reichenderg, Sohn des Napbael Reichenberg. 20. Okt. Bertda Goldbeck, Tochter des Jacob Goldbeck. 13. Nov. Simon Stabl, Sohn des Moritz Stahl. Gestorbene 9. Okt. Fannp Grödel, Tochter der Zadig Grödel Witwe, gestorden zu Heppendeim und am 12. Oktober daher beerdigt, 42 Jahre alt. 10. Nov. Ferdinand Perz, Sohn des Lö Herz, 28 Jahre alt. Expor 0 8 t⸗Bier 255 von heute Abend an in bekannter Qualität. Brauerei „Zum steinernen Haus.“ G. Philippi. Wie dringend nothwendig bei leztem Brande zur Genüge gezeigt. Bei dem entschiedensten guten Willen, daß, neben dem Mangel an Leuten, fehlt. Wir beabsichtigen deßhalb diesen — ͤ ͤ Vß———————— 5 zu melden. Auch sosche Bürger, die bereits meinsames Wirken etwas Ganzes, benehmen können. Friedberg, 26. Januar 1872. Brandwache. es ist, daß die Brandwache verstärkt werden muß, hat ssch Früher hatten wir das Militär, das die Bewachung des geretteten Gutes übernahm, aber nunmehr sind die den die jetzigen Brandwächter auch haben, ist es nicht möglich, die Brandwache in ausreichendem Maasstabe zu üben. W̃ hauptsächlich eine militärisch organisirte Wache Zweig des Loschwesens mehr zu cultiviren(ohne selbst⸗ verständlich unsere anderen Verpflichtungen zu vernachlässigen) und fordern deßhalb alle Bürger, welche keinen Spritzendienst, überhaupt keinen schweren Dienst mehr zu thun haben, aber noch gerne helfen wollen, auf, Wir bitten die Anmeldungen baldigst bei den f H. Wagner zu bewerkstelligen, damit wir uns baldthunlichst mit den einschlägigen Behörden Bürger auf sich selbst angewiesen. Wir suchen die Ursache darin, sich zu dieser freiwilligen Brandwache bei der jetzigen Brandwache sind, bitten wir dringend sich bei der neu zu organisirenden zu betheiligen, da nur durch ge⸗ Großes und Gutes zu erreichen ist. Herren G. Hieronimus, A. Velte, 257 Der Vorstand der freiwilligen Bürgerfeuerwehr. „—— 8 Nepskuchen! 165 ftets frisch von der Müble bei Wilh. Fertsch. Empfehlung. 161 Mein Lager in feinen Spielkarten bekannter Quali⸗ tät, alle Sorten Schreib- und Concevt⸗Paptere, Ge⸗ schäfts⸗ und Notizbücher, Schulhefte, Stahlfsedern, Federhalter, Bleistifte, bebräische tägliche Gebetbücher, sowte alle in dieses Fach einschlagende Arlkel bringe ich 1 e hiermit in gef. Erinnerung. Auch empfehle mich gleich⸗ zeitig in Buchbinderarbeiten mit prompter und reeller H. Neuhof. Buchbinder. Lampen. 1 252 Wegen vorgetückter Sasson verkaufe ich alle Sorten Bedienung. Tafel- und Hängelampen, bester Construktlon, zu herabgesetzten Preisen. Georg Groß. 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Christenlebre und Andacht. Morgens ½8 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernogel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 4 und eine Beilage.) Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen geil — Oel! 3017 2 Tochn chensalls pon Oder eimal Vermdge Anna gelegt. ge resp. Tt neunzig pfangna Gericht todl eil nächsten wilden 10 3 Lan 30 177 N 1 Uhr, giefigen Riesige! auf weil Obt „ ersts kam ben de pesantutit. auf Aslebens. W ubeim⸗ „ne Hberhessischer Anzeiger. M 11. Oesfentliche Aufforderung. 3017 Anna Maria Will, geboren am 2. März 180t, Tochter des verstorbenen Andreas Will und dessen ebenfalls verstorbenen Ehefcau Katharine, geb. Oswald, von Oder Florstadt hit vor länger als 30 Jahren tbre Heimath verlassen und ist seildem verschollen. Idr Vermögen wurde seitber curatorisch verwaltet. Da Anna Maria Will nunmebr ihr 70. Lebensjahr zurück gelegt hat, so ergeht hiermit an sie oder ibre Leides⸗ resp. Testaments-Erben die Aufforderung, sich binnen neunzig Tagen— von beute an gerechnet— zur Em⸗ pfangnahme des Vermögens bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, als sonst Anna Maria Will für todt erklärt und das Vermögen an die sich meldenden nächsten Verwandten ohne Cautsonsletstung ausgeliefert werden wird. Friedberg am 27. November 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. .es Zimmermann, Landgerichts ⸗Assessor. Langermann, Landgerichts⸗Assessor. Jagd⸗ Verpachtung. 177 Mittwoch den 7. Februar J. J., Nachmittags um 1. Ubr, soll auf dem Bürgermeisterei⸗ Bureau die der biefigen Gemeinde zuffebende Feld- und Waldjagd diesiger Gemarkung von ungefähr 9000 Normalmorgen auf weitere neun Jahre anderweit verpachtet werden. Oder⸗Mörlen am 18. Januar 1872. Grob herzoglicht Bürgermeisterel Ober-Mörlen. N. AN Aufforderung. 196 Forderungen an den Nachlaß der Heinrich Walz 11. Cheleuse zu Böastadt find innerhalb 14 Tagen dabier anzumelden, widrigenfalle sie dei Regulirung des Nachlasseo nicht berücsichtigt werden. Altenfladt den 8. Januar 1872. Großberzogliches Landgericht Altenstadt. Mitt let, a 5 Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 1 J Holz⸗Versteigerung im Fürstlichen Thiergarten bei Hungen. 216 Mittwoch den 31. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen in obigem Bezirke 300 Stück Eichen- und gemischte Stämme, meiff geringes Bau- und Wagnetholz, ctrea 120 ßesß⸗ meter, sodann Freitag den 2. Februar J. J., Morgens 9 Ubr, ebendaselbst —— Raummeter Eichen⸗„Buchen⸗ ul gemischt Scheitholz, * 77— 5 Prügel, 120„„ Siodbol, 750*„ 2* Reiser öffentlich verkauft werden. Dungen den 22. Januar 1872. urfiliches Rentamt. Demme. Holz- Versteigerung im Fürstlichen Schutzbezirk Johannesberg bei Röthges. 215 Dienßsag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in obigem Bezirke 550 Stuck geringe Stämme und Stangen= 125 Festmeter, sodann 24 Raummeter Kiefern⸗Prügel, 96 4„ Retset, l 140 7 gemischte Retser öffentlich verkauft werden. Hungen den 22. Januar 1872. Zürftliches Rentamt. De mme. Jagd- Verpachtung. 239 Montag den 29. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, soll bet Gaßwirth G. Döres die mit dem 7. Februar lelbfällige, 570 Morgen haltende Feld- und 169 Morgen haltende Wald jagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Deuchelheim den 19. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermeisterei Heuchelheim. Gaßert. Holz- Versteigerung. 245 Mittwoch den 31. d. M., Vormittage 10 Ubr ansangend, sollen im biesigen Gemeindewald, Pistrikt bübnerpfad, 6530 Ourchforssungs⸗Wellen(Eichen und Buken) öffentlich versteigert werden. Bemenkt wird, raß das Holz gut abfahren isl. Zlegenberg den 25. Januar 1872. Großherzogliche Hürgermelsteret Laugenhaln. 2 2 . 2 1 Egers. Breslau. Essen, Reg.⸗Bez. Düsseldotf, 25. April 1869. Senden Sie mir gef. pr. Bahn unter Erhebung von Nachnahme oder nach Ihrem Belleben pr. Post 15— 20 Flaschen von Ihrem Fenchelhontgertrakt. Die Sendung vom 21. Kebrugt a. e. hat an mir eine solche Wirkung gehabt, daß mich Nachbarn und Bekannte gebeten baben, diese Bestellung zu über⸗ nehmen. Schon nach Verbrauch der ersten Flasche als Fortsetzung meiner Kur war ich hergestellt; Husten ist gänzlich weg, und wünschte ich daß Sie sich überzeugen könnten, mit welcher kolossalen Stimme ich wieder begabt din. Für mich persönlich habe ich also nichto, nur einige Flaschen als Dausmedizin für meine Kinder bet Hustenanfällen nöthig. Das Uebrige ift für Bekannte und da ich keine Provlsion von denselben nehme, beanspruche ich keinen Rabatt, sondern nur die Sendung in so guter Waare wle die erfte. Mit Hochachtung Johann Volz, pr. Adresse des Derrn Bauunternehmer Franz Schmidt. Herrn Fenchelhonigfabrikanten L. W 237 Der L. W. Egers'sche Fenchelhonigextrakt, jede Flasche mit Stegel, Fatfimile und im Glase ein⸗ gebrannter Firma von L. W. Egers in Bressau ist allein ächt zu haben bel Jof. Hoffmann in Friedberg. gegen Vor⸗ 31. Januar l. J. Friedberg den 4. Januat 1872. Der Vorstand n F. Hecht. Ermus. Staats⸗ und Gemeinde⸗Sbligationen 29. werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof- Agenten Jacob Engel. Hamburg-Amerikanische Pachetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW-I0RK vermittelst der Post-Dampfschiffe Cimbria, Mittwoch, 81. Jan. Allemannia, Minwoch, 7. Febr. Holsatia, Minwoch. 28. Febr. Silesia, Mittwoch, 14. Febr. Thuringia, Minwoch, 6. März. Passagepreise: Ersse Cajüte Pr. Crt. Riblr. 168, Zweite Cafüte Pr. Ert. Ritlr. 100, Zwiichendec Pr. Crit. Riblr. 58. Näheres bei dem Schiffsmakler Angust Bolten, Wu. Miller's Nachfolger, Hamdurg, sowie den allein für das Großberzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (trüher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Westphalia, Mittwoch, 21. Febr. 0 Morgens. Morgens. — Original-Mähmaschinen * Singer Manufacturing Cie. in New- Vork. Lit. 4. Veue Familien-Nähmaschinen l. 79. Nr. 2 Maschinen für Schneider 1„ 0% 00. Vr. 2 4 mit Rollsfuss für Schuhmacher fl. 105. 250 Um vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original Maschine ein Ursprungs-Certisicat beigegeben, welches in New⸗Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschtue enthalt und meine Unterschrift trägt. Zur großeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn Kappenmacher J. H. Hofmann in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und konnen solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger. 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Große rothe Cachemire Tischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr. und fl. 2. Große rothe Cachemtre-Commodedecken, das Stück fl. 1. und fl. 1. 24. Prima Shirtings, weiß, schwarz, grau, die Elle 7 kr.= Schwarzen Orleans und Alpaccas, die Elle von 16 kr. an.— Schweres Blau- Gedrucktes, die Elle 12 kr.= 2 * ige 88 Db Lama, Flanell, Thibet, Cachemire, Alpacca, Unterrocksoffe, in allen Farben und Qualitäten billigft. Tischtücher, Handtücher, Servletten, Strohsackleinen, Zwil⸗ lich, Barchend zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Auch die kleinsten Aufträge werden pünktlichst besorgt. des enormen Aufschlags zu den früheren billigen Preisen zu verkaufen 24— Sonntags ist mein Laden offen. Gefundene Gegenstaͤnde. Av 254 Die in hiesiger Stadt im Jahre 1871 gesundenen, an uns abgelieferten Gegenflände. is für Viehbesitzer! welche von den 235 Gegen das Aufblähen der Rinder, Schaafe und Ziegen besitze ich ein schnell und ficher wirkendes Eigenthümern, sowie den Findern nicht reclamirt worden Mittel. Dasselbe äußert alsbald nach der Verabreichung eine derartige specifische Wirkung auf die un⸗ find, werden Montag den 29. Januar l. J., Nachmittags 2 Uhr, in biesigem Ratbbause öffentlich meiffbtetend versteigert. Friedberg den 26. Januar 1872. Groß herzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fou car. der Aufblähung) binnen adteichung einer zweiten thätigen Verdauungs-Organe, daß die vorhandenen Blähungen, sowie die Futteranhäufungen(die Ursache kurzer Zeit entfernt werden Nur besonders hartnäckige Fälle erfordern die Ver⸗ Gabe. Ebenso hat sich gegen die sog. chronische Unverdaulichkeit dasselde Mittel bei mehrmaliger Anwendung außerordentlich dewährt. Preis pr. Flasche 15 Sar. zu beziehen durch L. Grebe, Thierarzt in Frankfurt a. M., Gr. Bockenheimerstr. 82. Jagd ⸗ Verpachtung. 246 Freitag den 9. Februat d. J., Vormittags 10 Uhr, 1 ird auf blesigem Rathhaus die dem Armensonds zu 243 Diese Austalt hat utzbach zufsebende Waldfagd, 116½ Morgen, auf zu erfreuen gehabt. Jabre verpachtet. Buß bach den 24. Januar 1872. eee 3 Butzbach. 7 8 Jeg 2 rp 8 ung,, 0 u eee rettaß den ruar d. ormitta 5 rd auf biesigem Rathbaus die der Stadl Butzbach nur 1,535000 Thlr. für Cebensversicherungsbank f. D. in Gotha. sich im Jahre 1871 in aller Hinsicht sehr günstiger Geschäftsergebnisse Der Zugang an heuen Verxsicherungen war so groß, wie nächst dem Jahre 1969 in keinem anderen Geschäftsjahre seit dem Bestehen der Bank. Personen mit 6,450400 Thlr. Versicherungssumme belief, stieg, bei mäßigem Abgang, der Versicherungsbestand bis Indem derselbe sich auf 2957 zum Jahresschluß auf 38100 Personen mit 72, 200000 Thlr. sein nahme an Prämien und Zinsen von 3,350000 Thlr. waren 900 gestorbene Versicherte zu vergüten,— ein Betrag, der wesentlich dufte bende Feld- und Waldjagd, 4097 Morgen, auf[ unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und abermaligen reichen Uebecschuß zur Ver⸗ Jahre anderweit verpachtet. Butzbach den 24. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermelsterei Butzbach. Küche l. theilung unter die Versi cherten erwarten läßt, Der Fonds erfuhr einen Zuwachs von fast einer Million Thaler und erhob sich auf mehr als 18 Millionen Thaler. — Ju die sem und den nächsten vier Jahren kommen davon Jagd ⸗ Verpachtung. Drei und eine halbe Million Thaler 292 Dienfiag den 6. Februar 1. J., Vormittags 11 Ube, reiner Ueberschuß an die Versicherten zur Vertheilung, was für dieselben im Jahre 1872 sell auf blefigem Ratbbause die Jagd der blesigen Ge⸗eine Diwidende von markung auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Unbekaunse Sts igerer baben sich mit Legttimattonen zu 0 . daß sie nach 1 9 des Gesetzes vom 26. Juli ergibt. nicht unzulässeg find Offsenbeim den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Ossenheim. lich erleichtert. 37 Prozent 0 Durch eine naue Einticheung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesent⸗ Ma u l. Versicherungen bei dieser ältesten und größten Lebensversicherungsanstalt Deutschlands, welche mit dem Vorzuge Faselochs⸗ Versteigerung. ligkeit der Versicheran 240 Dienstag den 30. d. Mis., Vormittags 10 Ubr. 55 ein der Gemeinde Nieder⸗Rlorfladt gebö tender aselochse, zum Schlachten geeignet, meistbietend in biesigem Rathhbause versteigert werden. Nieder ⸗Florstadt am 24. Januar 1872. unbezweifelter Sicherheit den Vortheil ungemeiner Bil⸗ gskosten verbindet, werden durch unterzeichnete Agenten vermittelt Friedberg durch Hofgerichts⸗Advokat Trapp II. Büdingen„ Orts-Einnehmer Louis Höbler. Nidda„ Stadtrechner Mantel. Großherzogliche Bürgermelfferet Nirder⸗Florstadt. a g ner. Arbeits Versteigerung. der Glacsleder Gerberet Lammfelle 158(sogenannte Lämmerkröp) und Zickelfelle kauft in Carl Messer Frankfurt a. M. Fritz Müller. 81 sendet pr. Nachnahme, Preis obne Klste 242 Dienstag den 30. d. Mts., Nachmittage 1 Uhr, sollen auf dem Büteau des Unterzeichneten nachstehende Arbeiten an den Wenigfinebmenden verstelgert werden: Europäischer Guano!„ Kernseise, Ker marmor. pr. 5 Ctr. fl. 2. 36 kr., e 5„ ½„ 7 1 7s** 3. 30* 1) Schlosserarbest, veranschlagt zu 125 fl. natürlicher tbierischer Dünger, Palmölselfe n, gelbe* 10 7 2. 15„ 2 5 90„ dargestellt aus den Abfällen der Parifer Schlochthäuser Se Men 8 1 2 9 35 e 133 20„ von La Bllette 4 3 5% Sticfsoff, 12 à 15% Phosphat Steinel e*. 4% Scmledearteit 29 garantitt. Lieferung Anfang März, franco Bahnflatton. GPetesusels keine 5 Hun de Bedingungen und Voranschlag werden bei der Ver. slelgerung eröffnet. 198 Nteder⸗ Mörlen den 24. Januar 1872. Carl Merz, Schillerplatz Nr. 5, Frankfurt a. M. Zu vermiethen. Otoßberzegliche S6 fee lee Neeber woes. Zwei Drechslergesellen 220 Dae Rübsam' sche Hauo ist zu vermietben und stelle offen Ausverkauf. kann bis zum 1. April bezogen werden. Nähere Aus ⸗ können bei mir eintreten; auch ist eine Lehrlings- kunft ertbeilen G. Schmidt's Erben. 219 F. Nappolt. 127 Wegen Aufgabe meines Waarengeschäfts verkaufe ich meine sammil chen Ellen⸗ und Eisenwaaren, um schnell damit zu räumen, zu ganz ae Preisen. Bellerobeim. B. Stern Sohn. Corseten& 73 billigst bei K. Friedrich neben der Posl. Avis für Damen! 162 Mein Cursus für gründliche Erlernung des Kleider⸗ Crinolines machens, als: Maaßnehmen, Zuschneiden, Richten und Anproblren beginnt Mitte Februar. Frau Lehrer Heß. — S 2 * * entb lt — Versamu die Mit, zuzusage. Großbezo den Krele Vebenkopf 9 Olündtg Dr. WI 1 berg, Dek. — 90 Dieburg,! Alzey,; zu dunn Offenbac im Kren Schule u die 1 Sale Slolberg zu Mitiel amts- Asp Nidea, f Stolberg. zu Nieder