300 fl. tn Besenbeine gtatm ausgehe den . Arstitechnkt. sen, Linsen Mit bali N. D. Loeb. bbücnge d. Bernbeck. —x ere er den die 1 1 uriges and aus- iets t alle Zei⸗ eit uud oßnt Win,, Asestraße l. — uren 1872. Dienstag den 26. November. M 139. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Für den Monat Dezember kann auf den„Obeihessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte⸗Ertrags im Jahr 1872. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei⸗Commissär zu Wickstadt. Wir beauftragen Sie hiermit, auf Weisung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 22. l. M. Friedberg am 22. November 1872. zu Nr. M. d. J. 13093, die Aufstellung der Erudte⸗Ergebnisse des Jahres 1872 und zwar in derselben Weise, wie dies in 1871 erfolgt ist, jedoch unter Berück⸗ sichtigung resp. auf Grundlage der neuen Maaße und Gewichte sofort vorzunehmen und übersenden Ihnen unter Couvert die hierzu erforder⸗ lichen Formulare. an Wein statt in Ohm in Hektolitern anzugeben. Der Einsendung dieser Verzeichnisse sehen wir bis zum 5. k. M. unfehlbar entgegen. Betreffend: Die Beiträge der wohlstehenden katholischen Kirchenfonds zu dem allgemeinen katholischen Kirchen⸗ fond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1873. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der in obigem Betreffe zu leistenden Beiträge mit dem Auftrag mit, Ausgabs⸗ Dekretur zu ertheilen und für Zahlung zu sorgen. 1) Friedberg 1 fl. 59 kr.— 2) Nieder⸗Mörlen 1 fl. 50 kr.— 3) Ober⸗Mörlen 4 Auszug Etwa fehlender Credit wird hiermit ertheilt. ö N Wie Sie aus denselben entnehmen, sind die Flächengehalte statt in Morgen in Hektaren auszudrücken, der Ertrag an Früchten ist per Hektar beziehungsweise von der ganzen Gemarkung statt in Maltern oder Centnern überall in Centnern und der Ertrag Ter a pp. Friedberg am 23. November 1872. Trapp. fl. 12 ke.— 4) Ober⸗Wöllstadt 24 fl. 3 kr.— 5) Ockfladt 6 fl. 46 kr.— 6) Opperhofen 10 fl. 57 kr.— 7) Rockenberg 3 fl. 35 kr.— 8) Wickstadt 2 fl. 42 kr.— 9) Ilbenstadt 6 fl. 53 kr. Deutsches Reich. Darmstadt. Die Ersatz⸗Reservisten 1. Classe des Jahrgangs 1867 treten in diesem Herbste noch zur Ersatz⸗Reserve 2. Classe über, sobald denselben dieser Uebertritt auf dem Ersatzreserve⸗ Schein vermerkt worden ist. Die Mannschaften des genannten Jahrganges müssen diesen Vermerk zustehenden Ortes veranlassen, da Derjenige, der dieses versäumt, in den Listen der Ersatz⸗Reserve erster Classe fortgeführt wird. — Dem Vernehmen nach wird das Bezirks- strafgericht Ortenberg demnächst eingehen und der Bezirk desselben dem Bezirksstrafgerichte Gießen zugetheilt werden. — Das Ministerium des Innern hat zur Beseitigung entstandener Zweifel nachstehende Ver⸗ fügung an die Gr. Obersteuer⸗Direction erlassen: „Nach Art. 9 des Gesetzes vom 8. Nov. 1872 sind wählbar zu Wahlmännern die stimmberech⸗ tigten Urwähler, welche an directen Steuern min⸗ destens den einem Normalsteuerkapital von 40 fl. entsprechenden Betrag für eigenthümliches oder nutz- nießliches Vermögen jährlich entrichten. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß hiernach zum Wahlmann derjenige stimmberechtigte Urwähler wählbar ist, welcher den einem gesammten directen Steuerkapital, mag dieses nun Einkommensteuer- kapital, Grundsteuerkapital oder Gewerbsteuerkapital sein, von 40 fl. entsprechenden Betrag für eigen⸗ thümliches oder nutznießliches Vermögen jährlich entrichtet.“ Friedberg. In der am Sonntag Nach- mittag im hiesigen Rathhaussaale stattgehabten Urwähler⸗Versammlung wurde zum Abgeordneten der Stadt Friedberg für die zweite Kammer Herr Buchhändler Scriba dahier empfohlen und fand dieser Vorschlag allseitige Annahme.— Die gleichzeitig abgehaltene Versammlung der Wähler des Landbezirks Friedberg führte zu keinem Resultate, weßhalb eine nochmalige Zusammenkunft anberaumt werden soll. Mainz. Der„W. Ztg.“ zufolge wurde den Schülern des Mainzer Gymnasiums eine Ver⸗ fügung des Ministeriums des Innern mitgetheilt, wonach„im Juteresse der Schule und der Schüler die Theilnahme an religiösen Vereinen, welche unter dem Namen der marianischen Congregation, Bruderschaften, Sodalitäten, Jünglingsvereine und dergleichen bestehen, oder noch jüngst bestanden haben, unbedingt verboten wird.“ Zugleich soll von Seiten der Directoren die sorgfältigste Ueber- wachung geübt werden, namentlich auch darüber, daß derartige Vereine nicht unter anderen Namen oder in anderer Form fortbestehen; zuwiderhandelnde Schüler sollen mit aller Strenge, nöthigenfalls mit Aus weisung aus der Anstalt bestraft werden. Nach der„Mainzer Zeifung“ wurde auch den Schülern der Mainzer Rechschule eröffnet, daß die Be⸗ theiligung an relfgiösen Vereinen, Congrega⸗ tionen u. s. w. verboten sei und ihnen streng eingeschärft, hiernach sich zu verhalten. * Laubach. Graf Otto zu Solms-Laubach, der langjährige Präsident des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen, ist nach langem Leiden am 22. d. gestorben. Berlin, 22. Nov. Abgeordnetenhaus. Auf die Interpellation Knesebeck's wegen der von der Regierung zu treffenden Maßregeln zur Hülfe⸗ leiflung für die von der Sturmfluth Beschädigten erklärte der Minister des Innern, daß die Regie- rung beabsichtige, Retablissementsgelder zu gewähren, zu deren Verwendung den Regierungsprästdenten Spielraum gelassen werden würde. Eckernförde habe am meisten gelitten. Sollten die zur Noth- linderung bestimmten Fonds nicht ausreichen, so würde die Regierung mit angemessenen Forderungen an den Landtag treten. Es folgte die zweite Lesung der Kreisordnung. Die§0. 4 bis 17 wurden ohne Debatte angenommen. Die von der Fortschrittspartei zu den§§. 18, 48 und 56 ge- stellten Amendements auf Wiederherstellung der früheren Fassung, ebenso wie die Amendements der Conservativen zu den§§. 49 und 74 wurden abgelehnt und die Regierungsvorlage bis§. 83 einschließlich angenommen. — 23. Nov. Das Abgeordnetenhaus erledigte die zweite Lesung des Kreisordnungs Entwurfs. Alle von der Fortschrittspartei und den Conserva- tiven gestellten Amendements wurden abgelehnt, das Gottberg'sche bezüglich der Vertretung der Landgemeinden zu§. 100 in namentlicher Ab⸗ stimmung mit 286 gegen 66, das Szuman'sche zu§. 182 bezüglich des Ausschlusses der Provinz Posen in namentlicher Abstimmung mit 250 gegen 82 Stimmen. Die Vorlage wurde mit den Wahl- reglements paragraphenweise in der Fassung der Regierung angenommen. — Die„Nationalzeitung“ hört, es sei ge⸗ gründete Aussicht vorhanden, daß ein definitives Münzgesetz dem Reichstage in der nächsten Session vorgelegt werde. — Wie glaubhaft verlautet, ist von einer Be⸗ rufung großer Industrieller und Banquiers in das Herrenhaus für jetzt abgesehen und sind zunächst Berufungen aus der Categorie der hohen Staats- beamten zu erwarten. — Im Anschlusse an die Mittheilung des „Deutschen Wochenblattes“, daß die Herrenhaus⸗ majorität zur Abwendung des Pairsschubs durch zwei Mitglieder der Majorität der Regierung die Annahme der Kreisordnung habe in Aussicht stellen lassen, macht die„Spener'sche Zeitung“ als diese Unterhändler die Herren von Kleist-Retzow und von Plötz namhaft. Düsseldorf. Die königliche Regierung zu Düsseldorf erläßt folgende Bekanntmachung:„Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, daß gegen⸗ wärtig in verstärktem Maße holländische Gulden⸗ stücke, und zwar unter Benachtheiligungdes Zahlungs- empfängers bei Berechnung des Werthes derselben, in Umlauf gesetzt werden. Wir nehmen hieraus Veranlassung, darauf aufmerksam zu machen, daß nach der Bekanntmachung vom 27. Nov. 1821 die holländischen Silbergulden nur zum Werthe von 16 Sgr. 3 Pf. tarifirt sind, und daß nach F. 4 der allerhöchsten Cabinetsordre vom 25. No- vember 1826 zur Annahme dieser Münzen über⸗ haupt Niemand verpflichtet ist.“ Homburg. Verschiedene Actionäre der Spiel- banken zu Homburg und Wiesbaden-Ems wollen die Seitens der Spielgesellschaften mit dem Staate abgeschlossenen Verträge nicht anerkennen und haben stets gegen deren Rechtsbeständigkeit, insbesondere auch gegen die in Folge derselben erfolgte Aus- lieferung der sog. Kurfonds an die Regierung protestirt. Sie laden nun die sämmtlichen Inte⸗ ressenten zu einer Versammlung am 28. d. nach Frankfurt in den Saalbau ein, in welcher über die jetzt noch zu ergreifenden Maßregeln berath⸗ schlagt werden soll. Wie man hört, wollen sie unter allen Umständen den Rechtsweg betreten. Regensburg. Wie dem„Närnb. Corr.“ aus sicherer Quelle mitgetheilt wird, ist auf per⸗ sönliches Verwenden der Erbprinzessin von Thurn und Taxis beim König von Bayern der Aufent- halt und die ganz private Wirksamkeit des Jesuitenpaters Löffler als fürstlichen Erziehers einer Beanstandung zur Stunde entzogen. Der Recurs des Jesuiten Roder, eines geborenen Ober— pfälzer, gegen die bezirksamtliche Ausweisung aus dem Nachbarorte Regensdorf, ist von der Kreis- regierung verworfen. Roder hat Regensdorf be⸗ reits verlassen. Karlsruhe. Die Besserung in dem Be- finden des Kronprinzen des deutschen Reiches ist in erfreulichem Fortschreiten begriffen. Die Reise in die Schweiz dürfte aber dem Vernehmen nach gänzlich aufgegeben sein. Es wird vielmehr auch die Frau Kronprinzessin in der Kürze hierher kommen und dann mit dem Kronprinzen nach Potsdam zurückkehren. Straßburg. Der„N. Corr.“ berichtet: Kürzlich kehrte wiederum eine Straßburger Familie, welche ihre Heimathstadt in Folge der Option ver— lassen und ein Fortkommen in Paris gesucht hatte, zurück. Von 5000 Franken, welche dieselbe an Ersparnissen und als Erlös für die hier verkauften Habseligkeiten mit nach Frankreich genommen hatte, ist nur ein geringer Bruchtheil mit zurückgekommen. Trotz allen Bemühungen war es den bedauerns— werthen Leuten nicht gelungen, in Paris in irgend einer Weise ein Fortkommen zu erlangen, und dort, wo sie Hülfe und Unterstützung suchten, bei den Hülfsvereinen, hatte man sie auf die eigenen geringen Mittel verwiesen. Wie die Leute er- zählten, herrscht unter den in Paris befindlichen emigrirten Elsaß-Lothringern ein überaus großes Elend, und viele dieser Armen würden sicher in die Heimath zurückkehren, wenn nicht eben alle Mittel denselben fehlten. — Es sind jetzt im Ganzen zwölf Professoren der ehemaligen französischen Akadamie an die neue N deutsche Universität übergegangen, darunter sechs Professoren der medieinischen Facultät. Die fran⸗ zösischen Professoren der Mediein halten ihre Vor⸗ lefungen in französischer Sprache, was übrigens der Wissenschaft keinen Abbruch thut; nur Pro- fessor Bergmann wechselt in seinen beiden wöchent⸗ lichen Collegien in deutscher und französischer Sprache ab.— Die Zahl der bis jetzt immatri⸗ eulirten Hörer hat 400 bereits überschritten. Das Ergebniß ist ein äußerst erfreuliches und übertrifft selbst kühne Erwartungen. Ausland. Schweiz. Der päpstliche Nuntius hat in längerer Audienz bei dem Bundespräsidenten be⸗ züglich der Beschlüsse der Basler Diötesan⸗Con- ferenz Protest erhoben. Frankreich. Die„Agence Havas“ meldet: In der Erwägung, daß Frankreich einer dauer- haften Regierung bedürfe, hat das linke Centrum beinahe mit Einstimmigkeit beschlossen, der National- versammlung einen Entwurf constitutioneller Re— formen zu unterbreiten, welcher zum Gegenstand hätte: die Verlängerung der Vollmachten Thiers, die Vicepräsidentschaft, die theilweise Erneuerung der Nationalversammlung, die Schaffung einer zweiten Kammer, die Ministerverantwortlichkeit. Wann dieser Entwurf eingebracht werden soll, ist indeß noch unbestimmt. — Die Nationalversammlung nahm in zweiter Berathung den Gesetzentwurf bezüglich der Zurück⸗ gabe der consiscirten Güter der Familie Orleans an. — Wie die„Agence Havas“ meldet, ist Thiers in der Sitzung der Commission für den Antrag Kerprel fest auf dem Boden seiner Botschaft und der conservativen Republik stehen geblieben, hat sich im Uebrigen bereit erklärt, alle mit dem öffent⸗ lichen Juteresse und seiner eigenen Würde verträg⸗ lichen Zugeständnisse zu machen. Er hat auf die Nokhwendigkeit der Verlängerung der Regierungs⸗ gewalt, der Errichtung einer zweiten Kammer und der theilweisen Erneuerung hingewiesen und die ministerielle Verantwortlichkeit, sowie eine Regelung der Beziehungen zwischen der gesetzgebenden und der vollziehenden Gewalt zugegeben. Man hofft, daß auch die letzten Schwierigkeiten sich ausgleichen werden, und daß die Majorität der Commission, indem sie die Beantwortung der Botschaft ablehnt, sich darauf beschränken wird, eine Tagesordnung vorzuschlagen, worin das Vertrauen der National- versammlung zur Regierung bezeugt und die Noth⸗ wendigkeit constitutioneller Formen, welche einer späteren Debatte vorzubehalten wären, ausge— sprochen wird. 5 — Wie der„Temps“ vernimmt, befänden sich die letzten 200 Millionen auf die dritte Milliarde der Kriegsentschädigung bereits in den Händen des Finanzministers und würden sie wahrscheinlich am 11. Dezember an den deutschen Staatsschatz ausgezahlt werden. — Die Seine ist um mehrere Fuß gestiegen und die ganze Umgegend von Paris ist über“ schwemmt. In der Stadt selbst stehen fast alle Hafenplätze unter Wasser und die Schifffahrt mußte eingestellt werden, da die größeren Schiffe nicht mehr unter den Brücken durchfahren können. Nur die kleinen Dampfboote, welche den Dienst im Innern von Paris versehen, fahren noch theilweise. Die Meurthe ist bei Nanch aus ihren Ufern ge treten. Der größte Theil der von den Elsaß⸗ Lothringern bewohnten Baracken ist unter Wasser gerathen und dieselben wurden deßhalb nach der Marne, der Aisne und Haute⸗Marne gesandt. — Der freiwillige Rücktritt des Finanzministers v. Goulard wird in mehreren Blättern als eine ausgemachte Thatsache hingestellt. — Das„Journal officiel“ erklärt die Angabe des„Paris Journal“, daß zu Brupidres in den Vogesen und an anderen Orken der ausdrücklichen Zusage der Regierung zum Trotz deulsche Sol⸗ daten und Offiziere bei den Einwohnern einquartiert worden seien, für durchaus unbegründet; die ge⸗ sammte Occupations-Armee sei versprochener Maßen 1 Baracken untergebracht. Anus Oberhessen. Es hat im ganzen Lande vielfach Aufsehen erregt, daß das Hessen-Denkmal dei Gravelotte die Inschrift:„Gewiomet von dem Offizier⸗Corps der hessischen Division“ trägt, während nur die Idee von diesem ausging, die Kosten aber aus der Staatskasse bestritten wurden. Frankfurt. Am Freitag Vormittag erlitt auf der Verbindungsbahn am Leonhardsthor das mittlere Trieb⸗ rad der Locomotive des aus Süddeutschland kommenden Schnellzugs einen Bandagenbruch. Die Umsicht des Führers verhütete Unglück. Der Schnellzug erfuhr hier⸗ durch eine Verspätung von fast einer halben Stunde.— Wie verlautet, wird im Laufe ber nächsten Woche in der „Allemannia“ eine„Volksküche“ eröffnet werden, in welcher man eine gute nahrhafte Suppe, einen halben Liter für 3 kr., haben kann. Darmstadt. Der wegen Beleidigung der israelitischen Religion zu 8 Tagen Gefängnißstrafe verurtheilte Redacteur des„Starkenburger Boten“ wird gegen dieses Er⸗ kenntniß Berufung einlegen. Aus dem Ried. Der diesjährige Tabak hat schon jetzt einen noch nie dagewesenen hohen Preis erreicht. In Viernheim werden 30—35 fl., in Lorsch, Biblis ꝛc. 25 dis 30 fl. per Ctr. bezahlt. Theilweise ist die Ernte recht gut ausgefallen. Groß⸗Gerau. In Folge des hohen Wasserstandes des Rheins sind auch wieder die angrenzenden Felder mit Wasser bedeckt. Mainz Die mitgetheilte freche Raub⸗Geschichte scheint sich in eine noch frechere Mystisication aufzulösen. Die „geknebelte“ Frau befindet sich bereits seit gestern Abend in Gewahrsam und mit ihr 2 Helfers helfer, welche theil⸗ weise die Räuber, theilweise die Hilsebringer spielten. Auch das Geld soll sich an dem Ort gefunden haben, wohin es zur Aufbewahrung niedergelegt war. Worms. Ein Uhrwachergeselle aus Bretten, der erst einige Tage bei dem Uhrmacher Schloß zu Osthofen in Arbeit stand, entwendete diesem 18 Uhren im Werthe von 500 fl. und verschwand. Auf telegraphische, nach allen Richtungen gesendete Reguisition des Friedensgerichts Ost⸗ hofen wurde der Thäter, welcher auch von seinem Regimente desertirt war, gestern in Bensheim von der Gendarmerie verhaftet und hierher geliefert, von wo er nach Osthofen weiter befördert wurde. Die gestohlenen Gegenstände wurden noch alle bei dem Diebe vorgefunden. Berlin. In Preußen ist in der ersten Hälfte dieses Jahres für 335,500,000 Thlr.„gegründet“ worben. Es theilen sich 245 Gründungen in die Summe, unter ihnen Landwirthschaftliches. Die Mäuseplage und die Mittel dagegen.“) „Plagen“, d. h. Belästigungen der Menschheit durch das Auftreten oder Ueberhandnehmen von Naturkörpern oder Nalurerscheinungen, hat es von 55 zu Zeit Vorsichtsmaß. ukunft nicht ausbleiben, es sei denn, daß es uns Menschen gelänge, Herten über Wind immer gegeben, und werben trotz aller regeln solche auch in und Wetter zu werden. Unter den Plagen durch bas Thierreich ist die Mäuseplage und aus dem Thlerreich von jeher eine der emfindlichsten gewesen, weil biese Un⸗ holde uns vor unseren Augen unser tägliches Brod vor dem Munde wegfressen, und weil sie, anscheinend klein und ungefährlich, durch ihre Masse mächtiger sind als der Mensch. Sehen wir ab von den nicht beglaubigten Erzählungen aus früherer Zeit, so liefert uns auch das 19. Jahrhundert actenmäßige Zahlen genug über die furchtbare Zahl dieser Nager in Mäusejahren und über den durch sie angerichteten kolossalen Schaden. In den zwanziger Jahren trat diese Landplage am Niederrhein wieberbolt derartig auf, daß man auf dem Felde kaum einen Fuß auf die Erde stellen konnte, ohne eine Mause⸗ röhre zu berühren. In dem Bezirke von Zabern fing man im Jahre 1822 binnen 14 Tagen 1.570,000, im Landrathsamte Nidda 590,327 und im Landrathsamte Butzbach 271,941 Stück Mäuse; im Herbste des Jahres 1856 mußten zwischen Erfurt und Gotha in einem Um⸗ kreise von vier Stunden wegen Mäusefraß 12,000 Acker Land umgepflügt werden, so daß der directe Schaden auf 30,0000 Thlr. veranschlagt wurde; auf einem größeren Gute bei Breslau wurden in 7 Wochen über 200,000 Stück gefangen; im Sommer 1861 wurden in der Gegend von Alsheim in Rheinhessen 409,523 Mäuse und außer⸗ dem noch 4707 Hamster an die Gemeindeverwaltung ab⸗ geliefert.(Und wie es im Herbste 1872 an vielen Orten bei uns ausgesehen hat, davon wird mancher Leser dieser Zeilen mehr wie genug zu erzählen wissen.) Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Wir begrüßen mit Freuden die zunehmende Landescultut und sind stolz auf dieselbe, als auf einen Fortschritt. Aber dabei dürfen wir uns der Thatsache nicht verschließen, daß gerade die zunehmende Landescultur auch die Zunahme unserer Feinde aus dem Thier⸗ und Pflanzenreiche begünstigt. Mit der Urbarmachung jedes wüsten Landstückes stört man einerseits die dort sich aufhaltenden Geschöpfe in ihrer bis dahin ungeachteten und unschädlichen Thätigkeit, welche erst dann eine schädliche von uns genannt wird, wenn sie unsere Culturpflanzen in Anspruch nimmt: andererseits stört eben diese Cultivirung auch die sog. nützlichen Thiere in ihrem Leben und Treiben, indem sie denselben das Wohnen vielfältig erschwert. Ferner darf nicht außer Acht gelassen werden, daß wir gegen unseren Willen mit jeder neuen Culturpflanze auch diejenigen Thiere einführen, welchen diese Pflanze zur Nährmufter angewiesen ist, ohne daß wir gleichzeitig dafür Sorge trügen oder tragen könnten, daß auch die Feinde der ebengenannten Thiere mit eingeführt würden. Mit der Erbse erschien der Erbsenkäfer; Sperling, Maus und Ratte ziehen dem Ackerbau und der Civilisation nach über Land und Meer. Kurz, wir haben nach meiner Ueber⸗ zeugung für die Zukunft weder die Aussicht, daß die Ungezieferschäden aufhören werden, noch auch die Hoffnung, daß solche Plagen in Zukunft gelinder auftreten werden, als bisher. Treffen die Witterungsverbältnisse und Jani Umstände zusammen, welche unseren Feinden günstig sind, so werden sie uns immer wleder den Krieg erklären, und wir werden immer wieder die Schlacht verlieren, bis die Natur sich unserer annimmt. Unsere Hauptfeindin, die Feldmaus, ist gewöhnlich 3 Zoll lang, wozu dann noch der Schwanz von 1 Zoll Länge kommt. In besonders günstigen Jahren, wie dem heurigen, überschreiten die Thiere aber ihre normale Größe um ein Bedeutendes. Das Weibchen wirft jährlich 5 bis 6 Mal 4 bis 12 Junge, unter denen häufig noch obendrein zwei Drittel oder drei Viertel Weibchen sind. Wenn man dann noch berücksichtigt, daß wenigstens die erste Brut im Herbste desselben Jahres noch fortpflanzungsfähig ist, so kann man sich über den gegen den Herbst hin hervortretenden Mäuseschaden kaum noch wundern. Nachdem der Feldmaus während des Sommers zu dieser ihrer kolossalen Vermehrung und gleichzeitigen Pflanzenbeschädigung in altgewohnter Sorg⸗ losigkeit Zeit und Gelegenheit genügend gegeben war, fing man zu spät an, mit glaublichen und unglaublichen, nütz⸗ lichen und nutzlosen, gesetzlichen und verbotenen Mitteln gegen das Ungeziefer zu Felde zu ziehen. Der Erfolg ist dieses Jahr gewesen wie immer: durch die verschiedenen Vertilgungsmittel sind die Mäuse weniger geworden, aber immer noch in großen Massen am Leben geblieben, bis die Witterung sich der Sache angenommen hat. Der Vertilgungsmittel, welche gegen die Mäuse auch in diesem Herbst angewandt worden sind, sind so viele, daß eine vollständige Aufzählung derselben mir nicht möglich ist. Im Ganzen lassen sich die Vertilgungsarten theilen in solche ohne Gift und mit Gift, und die letzteren wieder in erlaubte und verbotene; alle drei Arten sind mit größtem Eifer angewandt worden. Ohne Anwendung von Gist versucht man die Ausrottung der Mäuse, indem man mit einem sogenannten Mäusebohrer Löcher in die Erde bohrt, in welche die Mäuse hineinfallen und sich gegenseilig auffressen, wenn man sie nicht von Zeit zu Zeit zerstampft. Ebenso werden glatte Thonröhren, Zink⸗ röhren, glasirte Töpfe, Fallen ꝛc. in die Erde gesenkt. *) Nachstehende Mittheilungen sind der Deutschen lanbwirthschaftlichen Zeitung und zwar einem größeren Artikel von E. Michelsen, Director der landw. Lehranstalt Berlin mu 79 Actien-Gesellschaften mit 135,650,000 Ale. in Hildesheim, entnommen. gußerol leinen CEenkne Weise anderer geit 1 schäftig Mäuseg wirshsc Von Af böchst e Vergist genann vetschn die W Wetter so hab teich g. D. vom! Einflü kämpf fm me Staat. heute 3135 Verme von des fö und z Te in dae Nr. 2 Recht schluß sinden durch Sone Mebiein. d muß d nders sieht es mit dem Vetgiften. Das Vergisten it „ Ferner und um die Korndiemen; sind die Wände genügend glatt, Feldmaus in dem Graben bleiben und wird ann erschlagen. In der Nähe Hildesbheims wurde am Abens um eine eden gesetzte Forndieme ein Graben ge⸗ agen; am anderen Morgen fanden sich in demselben 500 Mäuse. Auch diejenigen Mäuse, welche mit den Zarben in die Dieme gekommen sind, werden durch die Fräben gefangen, indem die Thiere von Zeit zu Zeit aus er Dieme herauskommen müssen, um zu trinken. Ferner at der bekannte schlesische Landwirth Herr v. Rosenberg⸗ ipinski eine Methode veröffentlicht, bei welcher die Mäuse urch Anwendung von Rauch in ihren Löchern erstickt Herden sollenz sein Verfahren ist in den meisten land⸗ dirthschaftlichen Zeitungen mitgetheilt worden. Es muß gegeben werden, daß keine dieser eben genannten Ver⸗ älgungsmethoden einen durchgreifenden Erfolg gehabt hat, umal da keine derselben allgemein angewandt worden ist, ber dafür haben jene Arzen der Vertilgung das für fich, aß sie von keinen sonstigen Nachtheilen begleitet sind. 10 man Gräben um die einzelnen Felostücke e eerführerisch, weil es verhältnißmäßig am wenigsten NMühe und Nachdenken erfordert, zumal da die Erlangung ies gewünschten Giftes den Consumenten, gelinde gesagt, außerordentlich erleichtert wird. Ein Apotheker eines Keinen Landsiädtchens verkaufte in wenigen Wochen 16 Centner Arsenik. Sollte dieser Arsenik wohl in erlaubter Deise innerhalb der Gebäude verwandt worden sein? Ein underer Apotheker in Westfalen hatte schon vor einiger zeit 150 Ctr. Weizen zum Vergiften gebraucht und be⸗ Fbäftigte 20— 30 Arbeitsleute mit der Anfertigung des Mäufegiftes. Täglich finden wir in politischen und land⸗ Birthschafilichen Zeitungen längere und kürzere Anzeigen don Apothekern, Chemikern und Kammerjägern über ihre löchst vortrefflichen Gispräparate. Was ist die Folge des Zergiftens gewesen? Genau dieselbe, wie bei den erst⸗ genannten Vertilgungsmetvoden: die Mäuse werden weniger, zerschwinden aber trotz alles Vergiftens erst dann, wenn lie Witterung ihnen den Krieg erklärt, und weil das Wetter es in diesem Herbstie mit den Mäusen gut meinte, o haben sich dieselben trotz alles Giftes lange und zahl⸗ eich genug gehalten.(Schluß folgt.) D. Frankfurt a. M., 23. Nov.(Börsenwoche zom 16.—22. November.) Unter mancherlei ungünstigen Einflüssen konnte die Börse, auf welche auch die Partei- lämpfe in der französischen Nationalversammlung ver⸗ fimmend einwitrkten, keine enischiedene Richtung einnehmen. Staatsbahn, mit 363½ am Samstag eröffnend, schlossen seute 364½. Sie wechselten mit Creditactien in der sationen sta nut fl. 7000) bereits escomptirt hatie. Creditactien, am waren am Aufang der Woche ziemlich vernachlässigt, später Elisabeth neue Emission, Franz⸗Joseph und Voralberger Gunst der bhaberei erreichte M N den 66er. 65 1e chten am Montag beinah stern 14 7 in diesem Effect starke Reali⸗ 5 und trat eine Verflauung des Courses ein, da die Speculation den erwarteten günstigen Auswels(Minus letzten Samstag 366, blieben heute 364½. Lombarden jedoch in stärkerer Nachfrage; trotzdem vermochten sie ihren Stand vom Samstag, zu 219 nicht mehr zu erteichen und schlossen 217½. In österreich. Bahnactien ging statt. Albrecht 1 fl. höher, ebenso Ungar. ⸗Galizische höher; haben alle Einbußen aufzusreisen, Nordwest sogar um 2 fl. Von deutschen Bahnactien Bayr. Oftvahn 30% nledriger; hessische Ludwigbahn und Pfälzische Maxbahn eiwas matter. Das Geschäft in Wiener Bahnactien hat in den letzten Tagen von seiner früheren Lebhaftigkeit sehr nachgelassen. Dieselben haben gegen die Vorwoche(1069—56) einen Rückgang pon 13 fl. erlitten. Deutsche Bankactien waren, mit wenigen Ausnahmen, nicht stark im Verkehr; obgleich gegen Wochenende in festerer Haltung, schlossen dieselben doch meistens mit nachgebenden Coursen. Oesterreich⸗ Deutsche Bank, welche nächste Woche den 26. d die Actien der franco österreich⸗ ungarischen Bank am hiesigen Platze zur Subscription bringt, hielten sich fest zu 129. Ueber die Prosperität des Instituts der Deutschen Handelsgesell⸗ schaft vernimmt man Günstiges, so daß deren Aclien, die seit der Vorwoche 2% stiegen, noch einer weiteren Courssteigerung fähig erscheinen. Deutsche Vereinsbank um 1½% matter. Darmstädter Bankactien blieben gegen die Vorwoche um 7 fl. niedriger. Württemberg. Vereinsbank behauptet zu 199. Provinzial⸗Disc onto um 2½% niedriger. In Anlagepapieren, sowie in allen anderen Gebieten war es still und unterlagen Course nur unbedeutenden Variationen. Oesterreich. Silber- und Papierrente gegen ihre vorwöchentliche Notiz je um 1¼% höher. Von Loosen Braunschweiger gefragt und besser. Die neu eingeführten 4½% Prioritäten der Hannover⸗ Altenbeckener E. B. wurden 96/8, die Actien der Rjäsh⸗ Wjäsma E. B. zu 88⅝ gehandell. Von Wechseln Amster⸗ dam matter, Paris höher, London und Wien unverändert. Von Sorten Napoleons niedriger. Nach schrift. Der günstige Bankausweis, welchen London sandte, sowie in Folge dessen festere Course von Berlin und Wien, brachten die bisherige Leihargie zum Weichen und schlossen Credil⸗ actien bei lebhaftem Verkehr zu 366, analog dem höchsten Cours der Vorwoche. Staatsbahn bei guter Frage mit 365½ schließend. Für Banken im Allgemeinen besseres wenig um und fanden nur geringe Coutsderänderungen Animo, speciell höher notiren Rheinische Effectenbank, Wechslerbank, Deutsche Vereinsbank, Wiener Unionsbank und Württemberg, Vereinsbank. Uebrige Werthe ohne Veränderungen. Marktberichte. 5 Grünberg, 23. November. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 40 kt.; Korn(90 K.) 8 fl. 24 kr.; Gerste(80 K.) 7 fl. 30 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 15 kr.; Molter(90 K.) fr., 30 k.; Erbsen(fth K.) 9 fl. 52 kr.; Linsen (100 K.) 14 fl.— kr.; Saamen(90 K.) 15 fl. 15 kr.; Kartoffeln(100 K.)— fl.— kr. Mainz, 22. Nov. Das dießwöchentliche Gelraibe⸗ Geschäft verlief ohne Animo und geschehen Umsätze unter kleinen Coursschwankungen zu beinahe, vorwöchentlichen Preisen. Am heutigen Markle war der Verkehr etwas belebter bei unverändetder Stimmung. Zu notiren ist: Waizen effectiv 14 bis 15¼ fl., per März 14% bis 1ůõ7* fl. Korn effectiv 10—10½½ fl., per März 10½ fl., Gersle, Pfälzer, 10¾— 105 fl., Franken 11 bis 11½ fl., Hafer effectiv 4 fl., per März 5 fl.— Rüböl nicht belebt, aber fest, effectiv rohes 22¼— 23 fl., gereinigtes 24 fl. ohne Faß, per Mai 24½— 24 ½ fl. mit Faß Kohlsamen 19½— 20 fl., Mohnöl 36 fl., Leinöl 24 fl. Hülsenfrüchte verkehrten ruhig zu unveränderten Preisen⸗ Deutscher Kleesamen 27— 28 fl., Luzerner 30— 31 fl. Repskuchen 84— 90 fl.. Bitte. Da wit beabsichtigen wiederum eine Christ⸗ bescheer ung für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Bei der theilweisen Theue⸗ rung und den sonst doch günstigen Verhältnissen hoffen wir um so mehr auf milde Herzen fur unsere Kleinen. Frühzeitige Einhändigung der uns zugedachten Geschenke wäre sehr erwünscht. Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein. Wilhelmine Diegel. Emilie Trapp. Auguste Klipstein. Christiane Werner. Proc lam. 3135 Nach eingegangener glaubhafter Anzeige ist das Sermögen des Johannes Heßler, Heinrichs Sohn, on Mittelbuchen überschuldet. Behufs Abwendung des förmlichen Concurses wird zum Versuch der Güte und zur summarischen Anmeldung der Forderungen Termin auf den 3. Dezember d. J., Vormittags 9 bis 10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts, Schloßstraße Nr. 26, anberaumt, in welchem sich die Gläubiger beim Kechtsnachtbeil, daß die Ausbleibenden als dem Be · schluß der Mehrheit bettretend angeseben werden. einzu⸗ enden haben. Ein etwaiger Vergleichsbescheid wird hurch Anschlag im Gerichtslokal eröffnet. Hanau am 5. November 1872. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. C ö st er. dt. Strohmaper. Versteigerung eines Faselochsen. 3255 Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird auf hlesigem Rathbause ein gemeinheitlicher Fasel⸗ achse öffentlich an den Meiftbietenden versteigert. Bad- Naubeim am 23. November 1872. Großherzogliche Bürgermelsterel Bad⸗Nauhe im. Sr l. Ohne Mediein. Brust- und Lungen- kranke fiaden auf naturgemäßem Wege selbft in verzweifelten und von den Aerzten für unbeilbar erklärten Fällen radicale Hei⸗ lung ihres Leidens ohne Mediein. Nach spezieller Beschreibung der Krank- heil Näheres brieflich durch Dir. 15 H. Fickert, Berlin, 2013 allstraße Nr. 23. Obne Medicln. Mühlsteine Friedr. Holl in Worms. Packflachs — ue zug ernennen geruht. Braunfels den 20. November 1872. Bekanntmachung. 3247 Des Fürsten zu Solms Braunfels Durchlaucht haben den seitherigen Rechtsanwal und Notar Herrn Staudinger zu Wetzlar vom 1. Dezember c. ab zum Kammerdirekter zu Fürstliche Rentkammer. Stephan. Wurmpatronen das Stück zu 3 kr., Brustpastillen, 1585 ärztlich empfohlen als bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals⸗ u. Brustleiden, in Schachteln à 17 ke zu haben bei Hofapotheker Sturmfels. — 2 2 32 2 uhelm. 38 75* 2 2 2 5 — 8 2 88 8 88 Die soeben erschienene Nr. 8 enthält: 83 Her Buchführer von Lemgo. Roman von Georg Hesekiel.(Fortsetzung.)— Der Fetischdienst von Lourdes.— Lothringer Fahrten.— Von Richard Andree. V. Im Waskenwalde. Mit 4 Illustrattonen von Th. v. Eckenbrecher.— Am Familientische: Die Rekruten von Pompell. Mit 8 Illustrationen.— Der Schieds- spruch des Kaisers. Mit einem Kärtchen des San Juanarchipels.— Das Drelkalserzelt zu Wustermark. Mit Origin alzeichnung von C. Rechlin Sohn. fehlen sich Schimpff in Friedberg. Ein Zapfjunge a2i0 wid gehael. Wo: Jagt die Erpede b. l Kapitalausleihung. 300 fl. legen in der Kirchenkasse zu Ober-Rosbach 3206 Frtedberg. ist zu haben in bester Qualtlät bet M. D Loeb. gegen genügende Sicherheit 3251 Werner, Kircchenrechner. zu 5% zum Ausleihen bereit. Kalender pro 1873. Gustav⸗ Adolf Kalender 8 kr. Hessischer Hausfreund 8 Katholischer Bilderkalender 9„ Illustrirter Familienkalender 18 Lahrer Bote, gestempelt 11, Landkalender 1„ 7 8 dürchschossen 6„ Vorräthig bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 8 Empfehlung. 3210 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich seit beute bein großes Lager in allen Sorten Schuben und Stiefeln errichtet habe. Durch direkte Einkäufe bin ich in den Stand gesetzt, zu sebr billigen Preisen abzusetzen; ganz besonders preiswürdig kann ich gefütterte Lederschuhe mit Holzsohlen abgeben. Assenheim den 21. November 1872. Carl Bopp III. 3256 Ein zur Nachzucht geeigneter Zuchtochse, Vogelsberger Race, wird zu kausen gesucht. Bad⸗Naubelm. Schutt, Hürgermeister. Porzügliche Jlammzkohlen 3258 find fortwährend bei en mich Eine schöne große Wohnung 3248 ist zu vermiethen. W? sagt die Exped. d. Bl. Glacé-MHandschule e 8, F 800 Die Magdeburger Feuer- Versicherungs-Gesellschaft mit einem Grundkapitale von Acht Millionen, Sieben Hundert und Fünfzig Tausend Gulden, 1 3089 in 5000 Actien à 1750 Gulden, welche vollständig ausgegeben sind, 160 er übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Lande, auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände. 5 nee In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewährt sie bei Versicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile. Bei Gebäude-⸗Versicherungen ist dieselbe bereit, durch Uebereinkunft mit den Hypothekgläubigern deren Interessen für den Fall eines Feuerschadens auf's Vollständigste zu sichern, in welcher Beziehung dieselbe besonders vorsorgliche Einrichtungen getroffen hat. Bei landwirthschaftlichen Versicherungen werden den Versicherten sehr erhebliche Begünstigungen gewährt. f 300 Beschädigungen durch Gas⸗Exploston werden den Feuerschäden gleich erachtet und vergütet. 160 b Ueber die sehr blühenden Zustände der Gesellschaft gibt der nachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs- Abschlusse= vollständige Auskunft. N f Auszug aus dem Abschlusst der Magdeburger Fruer-Versicherungs-Gesellschast fur das Rechnungsjahr 1871. 5 Grund⸗Kapital, vermehrt zufolge des revidirten Statuts von 1857 auf 8,750,000 fl.— kl. Reserven: 0 Kapital ⸗Reserve 1.095539 fl. 18 kr.. Prämien⸗Reserve 3,587,985„ 46„ Brandschaden⸗Reserve 925,835„ 45„ 1 Belrag sämmtlicher baar vorhandenen Reserven 5,609,360 fl. 40 kr. 1 Prämien⸗Reserve der noch zu vereinnahmenden Prämien 9,423,105„ 11„ gesch Summe der im Jahre 1871 laufend gewesenen Versicherungen 5, 671,332,373„— elde Prämien ⸗Einnahme: daar 8,563,776 fl. 38 kr. 2 Vortrag aus dem Jahre 1870 3.503.580„ 48 e n 12,067,357„20„ jusam Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch schwebende 5,866,454„ 30„ Fürze Während des 28 jährigen Bestehens wurden bis zum Schlusse des Jahres 1871 an 62,717 Brandbeschädigte Ersatz baar ausbezahlt 52,188,310„ 47„ 3.5 Zur Annahme von Versicherungs⸗Anträgen und Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft empfehlen sich ergebenst ö che Ad. Damm in Friedberg,(0 Th. Andreas in Bad⸗ Nauheim und e Göbel& Kraft in Butzbach, 40 11 Agenten der Magdeburger Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagel⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. nr 6 Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg berwe Schlosser, G., Predigt auf dem Missionsfest in Münzenberg am 29. August 1872. ist vorräthtg: 17 Preis 6 kr. 5 1 5 Sil. Gedanken über die gegenwärtige Verfassungskrisis unserer lutherischen Kirche. Preis 6 kr. dter 1 dcin.. br Haupt, Dr. F., Die grundstürzenden Irrthümer unserer Zeit in Bezug auf die Kirche und a a N ihre Verfassung. 2. Aufl. Preis 54 kr. Neueste Humoreske von Wilhelm Busch. Com Dieffenbach, G. Chr., Wort und Sacrament. Eine Unterweisung zum rechten Gebrauch Preis 42 kr. n der Gnadenmittel als Mitgabe für das Leben. 2. Aufl. Preis fl. 1. 24 kr. 8 35 Gro z; Casinoball und N* 0 Kur un erschönerungs 0 E re in 2359 Donnerstag den 28. November, Abends 7½ Uhr. Tale zu 8 1 160 7 3223 1 3 Bad Nauheim Singefandt. fe ried berg den 24. November 1872. Die durch( Generalversammlung ae Gef ebe 1 der nen e der An⸗ 1 i 5 eigers auf heute zusammenbernfene Versammlung von der Dienstag den 26. Ne Abends 7 Uhr, im Saale des Hotel Iburg. Urwäßlern des Landwahldezirks Friedberg war spärlich und agesordnung: besocht; wahrscheinlich in Folge dessen, daß die Auf, wg: 1) Vorlesung des 1872r Jahresberichts und Abhörung der Rechnung. forderung erst in der gesirigen Nummer erschien; es Wat 2) Entgegennahme von Anträgen und Discussionen. waren besonders wenige Gemeinden vertreten, dagegen ah 3) Wahl des neuen Vorstandes. 1 5 1 5 9 Zweck der 12 2 2 2 1 8 onnte daher er den eigentliche L Auch alle Nichtmitglieder sind zur Generalversammlung eingeladen Versammlung wenig verhandelt werden und wurde sich led und werden Diejenigen, welche sich vor Beginn der Berathung in die nur dahin verständigt, abermals eine Versammlung durch lber offen gelegte Mitgliederliste neu einzeichnen, als stimmberechtigte und de een e 50 e 175 185 a i a ri größere okal zu berufen, in welcher dann 0 wählbare Vereins angehörige betrachtet. verschiedenen Candidaten 2 8 5 dtese anne prinz qq f N„gefordert und eingeladen werden sollen, ihr Glaubens; 50 e 8 Lager ungekleideter Puppen und Puppen Vet nen a een„ 10 op und ohne Frisuren in reichster Auswahl zu den] Leider müssen wir von verschiedenen Candidate orde billigsten Preisen en gros& detail. sprechen, denn wie es schlen hatte beinahe jeder An⸗(horde 5 9 8 5 n f der an 3 8 0 ein 77 wir 5 auheim in Aussicht gestellter mit großer Ueberzeugungs⸗ 0 L. Leschhorn ee 5 9 Es ist allerdings den größeren Gemeinden nicht so Vächs 31⁴⁰ Frankfurt a. M., großer Kornmarkt Nr. 7 nächst der Buchgasse.] sehr übel zu nehmen, wenn eine jede gerne die Ehe eit a 55 N baben möchte einen Abgeordneten aus ihrer Mitte ge. 9 Nicht zu übersehen. Große wollene und seidene wählt zu sehen und am allerwenigssen Nauheim; 14 10 3253 Allen Denjenigen, von welchen der Unterzeichnete 7 munen ahn wegen als größter Wahlort, done 4 ö 0 vor seiner Abresse nach Amerika keinen persönlichen einem eigenen Jnteresse als Badeort, in welcher Een, er d Abschied nehmen konnte, sagt hiermit ein herzliches schaft es allerdings viel mehr als andere Gemeine: dihl Lebewohl. mit der Regierung in direkter Beziehung steht und sehr fel Hamburg den 22. November 1872. 5 einen sich peng ee ful en ane la 2 eordnet e„ allet e. en Gustar Milani. 2088 in den scönzen Farben, sür perten und Damen, spunmepolllt dach nicht zu welt treiben un haun e, Neue Bohnen Erbsen Linsen äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. lich die Persönlichkeit resp. deren Charakter und aba ⸗ bahn 3205 in gut kochender Waare empfehle billigst 5 U 7 5 1 geen Men 15 Feed ben n 5 enheim, Reichelsheim, Melbach oder Nau. g Friedberg. D. Loeb. eTloren lich wird die nächste Versammlug recht stark besucht Hug , 3252 wurde eine Hemme von einem Wagen. Der werden und dieser Grundsatz darsn auch zur Gellung d ig Billiger Ausverkauf. Finder wolle dieselbe abgeben bei gelangen. 32⁵7 web 0 Reichelsheim. G. Ph. Fich. 1 0 1— e 10 gesonnen, wegen seines in der x— f 5 1 15 irze bevorstehenden Wegzugs von hier sein seither 0 3254 Wir dank llen Denen auf's Herzlichste, welche er belttebenes Ellenwaarengeschäft aufzugeben und die dazu K r ch k n b u ch 3 fl n 53 1 5 k. unserer 3 Gele und Mutter die letzte Ehre Der 9 gehörigen Waaren auszuverkaufen, als: Bukskin, Tuch, Evangelische Gemeinde. erzeigten. 5 f Aich Kleiderstoffe, Thibet, Kattun, Barchent, Bettzeug, Beerdigte: 6 J. Reitz und Söhne. denn Herren- und Damen- Shawls, sowie alle in dieses Fach 22. November. Anna Christina Reitz, geb. Mengel, 10 N e ee Artikel. ber 152 Ehefrau des hies. Bürgers und Uhrmachermeisters Johs. f taden im November 1872. Reitz III., alt 74 Jahre 6 Monate 16 Tage, 7 den Verantw. Red.: Hermann Schimpff. ict Israel Stern J. 20. November. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.