f 0* 3 — 5 2 2 2 2. 2 4 — orndörfet. inzen Preußer. iepflaugn cultbeis 721. *— Feizet Statue Stettt. ster, Itter. 7 g. adcit gelbt 1 Tagesordnung ein und erledigte den Antrag Hover⸗ et 6. N. urin e Oßsertes 810 1 1872. Samstag den 25. Alai. 1 60 4 Sberhessischer Anzei er. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatl. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag — — A Amtlicher Theil. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Stadtbaumeister Schneider dahier wurde als Feldgeschworener für die Gemarkung Friedberg verpflichtet. Be , a ch u n 8 · Nachdem die in einzelnen Ställen hiesiger Stadt ausgebrochene Maul- und Klauenseuche nunmehr gänzlich erloschen, so wird dies unter dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der nächste Viehmarkt hierselbst am 28. d. Mis. abgehalten wird. Usingen am 21. Mai 1872. Königliches Amt. gez. v» Hugo. Deutsches Reich. Darmstadt. Die ordentlichen Lehrer an der polytechnischen Schule, Professor Philipp Waibler, Professor Dr. Heinrich Dölp, Professor Dr. Carl Eugen Thiel, Professor Dr. Theodor Schäffer, Professor Dr. Adam Nell und Professor Dr. Alexander Brill sind zu ordentlichen Professoren an dieser Anstalt ernannt worden. Berlin, 22. Mai. Der Reichstag trat nach Verlesung des Schreibens des Reichskanzlers, daß sein Gesundheitszustand ihn nöthige, zur Zeit von den Geschäften sich zurückzuziehen, und Staats- minister v. Delbrück ihn vertreten werde, in die beck's und Bernuth's, betreffend die Abänderung des§. 43 der Geschäftsordnung bezüglich der Wortentziehung, durch die Annahme des Com- missions⸗ Antrags, und nahm ferner den Antrag Bernuth's, betreffend die Vornahme der Präsi⸗ denten⸗ und Schriftführerwahl, sobald der Namens- aufruf eine beschlußfäbige Anzahl Mitglieder fest⸗ stelle, an. Zu der Petition des Vorstandes der Synagoge in Lyck, betreffend die Judenverfolgungen in Rumänien, beschloß der Reichstag nach längerer Debatte die Annahme des Bamberger'schen An⸗ trags, wonach unter Anerkennung der bisherigen Haltung der Reichsregierung in Betreff der rumä⸗ nischen Juden verfolgungen der Reichskanzler auf- gefordert wird, alles der Sachlage nach Geeignete zu thun, um künftigen Ausschreitungen gegen Juden vorzubeugen. — 23. Mai. In der heutigen Sitzung des Reichstages stellte sich die Beschlußunfähigkeit des Hauses heraus, indem die Auszäblung nur 141 Mitglieder ergab. Die Sitzung wurde deßhalb guf morgen verschoben. f — Seit der Zurückweisung des Cardinals, Prinzen Hohenlohe ist in der römischen Botschafts⸗ Angelegenbeit, wie die„Magd. Ztg.“ von angeb⸗ lich bestunterrichteter Seite erfahren haben will, bisher nichts geschehen, als daß Herr v. Derent⸗ hall, der deutsche Geschäfteträger in Rom, den Auftrag erhielt, dem Cardinal Antonelli mitzu⸗ cheilen, wie nunmehr die Besetzung des Postens ich verzögern könne, da die Auffindung einer andern, dem Raiser geeignet scheinenden Persön⸗ lichkeit sehr schwierig wäre. Berlin. Es ist ein Erlaß der Staatsregie- rung an den Bischef von Ermland abgegangen, worin festgehalten wird, daß der Bischof mittelst amtlicher Kundgebung die Beeinträchtigung be⸗ titige, welche die Excommunicirten durch die öffentliche Verkündigung des großen Bannes an brer Ehre erlitten hätten. Der Bischof soll ferner 1* 1 3 15 15. der Stagtsregierung die Erklarung abgeben, daß er fortan den Staatsgesetzen in vollem Umfange gehorchen werde. Wenn er diesen Forderungen nicht Folge leistet, so würde der Bruch mit dem Staate für vollzogen angeseben und demgemäß verfahren werden. — Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ widerlegt den ultramontanen Abgeordneten Mou- fang, welcher die Unterstellung machte, daß Fürst Bismarck die Verhältnisse von Staat und Kirche nicht durch die Gesetzgebung allein zu ordnen zu⸗ gesagt habe. Die Brücke der Verständigung, welche nicht abgebrochen werden sollte, führe zu keinem Concordat, sondern hoffentlich zum Verständnisse Roms für Das, was die Reichsgesetzgebung selbst⸗ ständig statuire. Der Inhalt der Gesetze werde die Gewissensfreiheit durchars schonen. So wenig aber der Papst über rein kirchliche Angelegenheiten pactiren könne, ebensowenig werde der Staat über sein Majestätsrecht pactiren. Frankfurt. Nach Beschluß der ständigen Deputation des deutschen Juristentages und im Einverständnisse mit den hiesigen Behörden wird. der zehnte deutsche Juristentag im August dahier abgehalten werden. Ausland. Frankreich Paris. Das„Journal offi⸗ ciel“ meldet: Die Untersuchungscommission beschloß bezüglich der Straßburger Capttulation, über Uhrich ein Tadelsvotum zu verhängen, weil derselbe capi- tulirt habe, bever ein Sturm erfolgt sei, weil Munition und Fahnen nicht vernichtet und bei dem Abzug der Garnison die kriegerischen Ehren nicht ausbedungen worden seien, und weil den Offizieren gestattet gewesen sei, sich zu verpflichten, nicht weiter gegen den Feind zu dienen. — Thiers hatte auf die Bitte der Prinzen von Orleans gestattet, daß die Asche Ludwig Philipp's von Claremont nach Schloß Dreux übertragen werde. — Man scheint in Betreff der Anlegung von Befestigungen an der neuen Grenze zu einem Entschlusse gekommen zu sein. Früher verlautete, Pont-à Mousson solle befestigt werden, man sckeint aber, weil es in zu unmittelbarer Nähe von Metz gelegen, davon abgegangen zu sein. Dann sollte Naney dazu ausersehen sein. Nun ist Frouard bestimmt, ein zweites Metz zu werden und die Vertheidigung der Mosellinie zu übernehmen. Gegenwärtig werden die betreffenden Vorarbeiten von Ingenieuren vorgenommen, denn an weiteres Arbeiten, Grundarbeiten 2c. ist, so lange die Oceu- pation dauert, nicht zu denken. — Hiesige Blätter theilen mit, daß die deutsche Regierung sich erboten habe, gegen Zablung einer Milliarde Alles zu räumen, außer Belsort, Rheims und Nancy. Gutunterrichteterseits wird diese Mit- theilung als gänzlich erfunden bezeichnet. — Thiers hatte eine Unterredung mit Lasteprie und Chasseloup über die Höhe des in die Armee einzustellenden Contingents. Es ist dies der einzige Punkt, worüber ein Einvernehmen zwischen Thiers und der Commission bisher nicht erzielt worden war.— Alle in dem Fort Bapard befindlichen Verurtheilten, worunter Rochefort, sind auf der „Guerrière“ eingeschifft worden, welche nach Cale⸗ donien abgeht. Versailles, 21. Mai. Nationalversamm⸗ lung. Auf der Tagesordnung steht die Ange⸗ legenheit der Kauf- und Lieferungsverträge. Herzog v. Audiffret⸗Pasquier greift besonders die Kriegs⸗ bureaux an. Rouher hingegen stellt den Grundsatz auf, daß die Verantwortlichkeit für die begangenen Fehler eine persönliche sei. Die verantwortlichen Männer gehörten vor das Tribunal des öffent⸗ lichen Gewissens und die Strafgerichtsbarkeit. Die Versammlung könne nicht bei einer einfachen Tages⸗ ordnung stehen bleiben. Rouher protestirte gegen die Anschuldigung Audeffret⸗Pasquier's, daß die Arsenale nicht das auf dem Papier verzeichnet ge⸗ wesene Material enthalten häkten und ruft das Zeugniß des Kriegsministers an. Die Rede Rouher's erhielt zweimal einige Beifallsrufe, welche Pro⸗ testationen der Linken hervorriefen. Gambetta sagte, er werde sich darauf beschränken, zu konsta⸗ tiren, daß der Advokat des Kaiserxreiches gesucht habe, die Versammlung zu spalten, er(Gambetta) werde diesem Beispiele nicht folgen. — 22. Mai. Nationalversammlung. Debatte über die Kauf- und Lieferungsverträge. Der Herzog v. Audiffret⸗Pasquier sagte: Waren Sie kriegs⸗ bereit? Audiffret bewies durch unwiderlegliche Zeugenaussagen, daß nichts bereit war, weder Munition noch Verproviantirung. Sie können daher die Verantwortlichkeit des so leichtfertig unternommenen Krieges nicht zurückweisen! Frank⸗ reich darf wie Augustus zu Varus sagen: Gebt uns unsere Legionen, unsere Provinzen, unsere Ehre, unsere Fahne wieder! Die Verantwortlich⸗ keit für die Lieferungen fällt der Regierung des 4. September nicht zu. Das Deeret der Straf- losigkeit zum Beispiel, welches das Haus Cohen⸗ Lion schützte, rührt aus früherer Zeit her. Audifftet zeigt die betrügerische Weise, mit welcher unter dem Kaiserreich Zuschläge gemacht und Fonds ent⸗ wendet wurden. Schließlich drückte er den Wunsch aus, das Land möge sich nie wieder in so ver⸗ hängnißvolle Hände begeben. Stine Rede wurde oft von Beifallsbezeugungen unterbrochen. Rouher erwiderte ihm, indem er seine These aufs Neue aufnahm. Er vertheidigte die Worte, welche er gesprochen hatte, als ex den Sieg prophezeite, und schloß indem er ausrief, daß er niemals ermangeln werde, nach Pflicht und Ueberzeugung zu bandeln. Das Ende der Rede Rouher's wurde mit iro- nischem Gelächter aufgenommen. Gambetta be⸗ schwor die Versammlung, nicht in eine Falle zu gerathen, indem sie sich theilte. Der selbe nahm die Auslassungen Rouher's über die Verantwort⸗ lichkeit wieder auf und stellte folgende Alternative: „Entweder Ihr hattet Waffen, und warum als- dann damals diese übereilten und drückenden Käufe? oder Ihr hattet damals keine Wassen, dann waret Ibr Verräther, indem Ihr das Land ausliefertet.“ Man weiß, auf wem die Verantwortlichkeit lastet. Es ist der Gipfel der Demüthigung für das Land, Ihre Apologie anzuhören. Gambetta schloß: Die unerbittliche Gerechtigkeit der Geschichte wird das Regime brand marken, welchem Frankreich den 2. September, Mexico und Sedan verdankte. Dreifache Beifallssalve.) Belcastel griff das .— und die Regierung des 4. September an. Die Berathung wurde geschlossen. Die Ver- sammiung nahm mit Einmüthigkeit von 602 Stim- men eine Tagesordnung Mornap's an, welche besagt: Die Versammlung, im Vertrauen in die Commisston der Kauf- und Lieferungsverträge, welche alle Verantwortlichkeiten vor und nach dem 4. September zu bezeichnen und zu treffen wissen wird, gebt zur Tagesordnung über. Großbritannien. London. Dem„Fr. J.“ meldet man: Der jammervolle Zufland, in dem abermals 12 von der Versailler Regierung zur Verbannung Verurtheilte bier ankamen, erregt den entschiedensten Unwillen. Allen Zusicherungen entgegen, setzt Frankreich seine hinausgestoßenen Mitzlieder des Communal-Aufstandes in England ans Land, gibt ihnen nicht einmal so viel Geld auf den Weg, daß sie sich ein Stück Brod zur Stillung ihres Hungers kaufen können, und über⸗ läßt es der englischen Mildthätigkeit, sie vom Ver- schmachten zu retten. Zehn Francs besaßen diese 12 Unglücklichen, als sie in Dover gelandet waren. Der dortige ftanzösische Consul, an den sie sich um Unterstützung wandten, wies sie an das Armen haus des Städtchens, das ihnen ein Nachtlager und etwas Wegzehrung gab. Am anderen Morgen machten sie sich zu Fuße auf den Weg nach dem etwa 20 deutsche Meilen entfernten London, mitten im clendesten Wetter, nothdürftig bekleidet, mit mangelhaftem Schuhwerk, der Landessprache un— kund eg, hungernd, frierend und beitelnd. Zu Canterbury fanden sie über Nacht wieder Auf— nahme im Armenhause und in einzeln stehenden Häusern längs des mühsamen Weges wurde ihnen manche freundliche Gabe gespendet, aber um einen ihrer Gesährten, der in Canterbury erkrankte, nicht zucückzulassen, bezahlten sie 4 Francs für seine Weiterbeförderung nach London auf der Eisenbahn und dadurch war ein starker Riß in ihre ohnedies kärgliche Baarschaft gemacht. In welchem erbärmlichen Zustande sie schließlich hier ankamen, läßt sich denken. Vom Hülfsvereine, der sich igens zur Unterstutzung dieser neuen Gattung von Armen hier gebildet bat(er ist mit seinen Fondo leider zu Ende), erhielten sie einstweilen Obdach zum Schlafen und das Nothwendigste, um nicht zu verhungern. Für ihr weiteres Fot kommen aber werden sie selber im Verein mit guten Menschen sorgen müssen. Von ihren Lands⸗ leuten und ihrer Gesandtschast haben sie nicht das Getingste zu erwarten. Die„große“ Nation hat sie von sich gestoßen, die Pariser Zeitungen aber würden phrasenreiche Artikel gegen englische Hart- herzigkeit schreiben, wenn einer dieser Verbannten auf dem Londoner Pflaster hülflos verhungern sollte. Ob und wie weit sie ihr Schichsal verdient haben mögen, thut schlichterdings nichts zur Sache. Das höchste Maß ihrer Schuld würde die fran⸗ zösische Regierung nimmermehr von dem Vorwurfte freisprechen können, daß ste erbarmungslos gegen Kinder ihres Landes und rücksichtslos gegen einen befreundeten Nachbarstaat handelt. Grausamkeit und Gemeinheit paart sich dabei in einer Weise, die wir in nnserer Zeit, Gottlob, nur selten zu sehen gewohnt sind. Spanien. Bayonne. General Letona besetzte am 18. d. M. Onate in der Provinz Guipuzcoa. Die Insurgenten räumten die Um- gegend. Serrano ist in San Sebastian ange- kommen. Gegen 5000 Insurgenten haben sich in Folge der Niederlage Aguirrt's unterworfen. Die Insurrection Biscayas scheint in Folge der Sprengung der Juutz desorganisirt. Donaufürstenthümer. 0 wie ein Jassyer Journal meldet, wieder eine Schandthat gegen die Juden verübt worden, und zwar auf Befehl des Bürgermeisters und des In Roman ist, Stadtrathes. Diese ließen den Judenkirchhof, welcher schon Jahrhunderte im Besitze der Juden⸗ gemeinde von Roman ist, zerstören. Auf ihren Befehl ward die Umzäunung niedergerissen, die Bäume, welche den Kirchhof zierten, wurden um gehauen, die Grabsteine zertrümmert, die Gräber aufgeworfen und die Gebeine der Begrabenen den. Hunden überlassen. Die Judengemeinde von Roman hat sich an den Staatsanwalt gewendet, um Gercchtigkeit zu erlangen. Friedberg. Minelst Plakaten bringt die Direction der Main- Weserdahn zur Keuntniß des Publikums, daß wiederum Rundreise-Billets für 13 näher bez ichneie Touren zu ermäßigten Fahrpreisen, güllig für alle fahr⸗ planmäßigen Züge, welche die belreffenden Wagenklassen fübren, an den für jede Tour besonders angegebenen Slationen zu erhalten sind. Tie Billets berechtigen zur Fahrt in der Richtung, welche die Tour angibt, und in umgekeörter Richtung. 50 Pfund Freigepäck sind grwährt, nur bei der größeren Tour in die Schweiz ꝛc. werden 10 Pfund Handgepäck frei bejördert. Die betreffende Be⸗ kauntmachung der Direction ist zu umfangreich, um solche hier vollsjändig zum Abdruck bringen zu können, Interessea— ten können indeß Extra- Abdrücke derselben zu 1 kr. bei den Expeduionen der Main-Weserbahn erhalten. » Friedberg. Der dahier bestehende Blechmusik⸗ Verein, welcher in jüngner Zeit bei verschiedenen Ge— legenheiten erfreuliche Beweise seines Fleißes und seiner Forischritte gegeben, dat am Pfingsisonniag Morgen der Einwohnerschaft Friedbergs eine angenehme Ueberraschung dadurch bereitet, daß er nach dem üblichen Fesigeläuie zwei Choräle von dem Thurme der Burgkerche herab in sehr gelungener und präciser Weise vortrug. Die Einwohner⸗ schaft Friedbergs wird es den betreffenden Herren gewiß Dank wissen, wenn dieselben sich geneigt zuigen wollien, solche sehr dankenswerthe Productionen bei ähnlichen Ge⸗ legenheiten zu wiederholen. Frankfurt. Wie der„Frankj. Anz.“ vernimmt, sind die biesi jen Bahnen benachrichtigt worden, sich zum Transport größerer Truppenmassen bereit zu halten. Gee nannies Blatt glaubt daraus auf einen Wechsel der in Frankteich befind ichen Truppen schließen zu dürsen. Frankfurt. Zu einem 13jähcigen Mädchen, das an der Huptwache Maiblumen seilbot, kam ein junger Mensch, gut gekleidet, kauft ein Sträußchen und zahlt mit einem angeblichen Thalerstück. Auf die Erklärung des Mädchens, daß sie das Geld nicht kenne, versichert er die Güle der Stückes, läßt sich die ganze Vaarschaft des Mä chens, sie hatte nur 1 fl. 27 k.. bei sich, herausgeben, den Rest ihr schenkend. Das angebliche Thalerstück war eine werthlose Münze von Zink aus der Zeil der In duuru-Aussiellung in Londen! Mainz. Bei der Kreuzung des nach 1 Uhr von Mannheim über Ludwigshafen hierher abgelassenen Zuges mii dem 1 Uhr 20 Min von bier über Neustadt⸗Weißen⸗ vurg gehenden Schnellzug, welche auf der Slation Boden. heim zwischen Worms und Ludwigshafen statifinder, ist am 21. d. ein geäßlicher Unfall vorgekommen. Bei dem von Ludwigshafen angekommenen Zug war man nämlich gerade mit Ein⸗ und Aussteigen beschäftigt, als auf dem 2. Gelcise in einiger Entfernung der Schnellzug von Worms bemerkt wurde und das Bahnpersonal sich eifrig bemühte, die Passagiere don dem Geleise zu eni⸗ einen. Dabei wurde auch gerufen:„Aus dem Galeise heraus, der Zug kommt!“ Es mag nun möglich sein, caß dieser Ruf vielleicht von Passagieren des ruyig stehen den Zuges mißdeuter oder falsch aufgefaßt wurde, denn prötztich, ohne weilere Veranlassung, öffneten sich einige Passagtere selbst die Thüre und sprangen aus diesem Zug geraus, worunter ein Mainzer Bürger mit seinen beiden Töchieen der von Mannheim von der Hochzeit seinee Sohnes kam, und cine Frau von Grünstadt sich befaneen, und wollten das Geleise übeischreiten, als zum größten Schrecken der Uebrigen in demselben Augenblick der Schnell⸗ zug die Station pafsirte. Die Folgen waren schrecklich. Die Maschine erfaßte den Mann und schleuderte ihn auf die Seite, wo er glücklicherweise ohne Verletzung davon kim, coch unglücklicher war die Tochter desjelben und die Frau, welche beide von der Maschine unter den Tender geschleudert und von dem Zug vollständig zerfahren wurden; dieses alles war das Werk eines Augenblicks. Neustadt a. d. H. Zur Feier des 40 jährigen Gedenktages des Hambacher Festes auf der Maxdurg ist folgendes Programm ausgegeben: Montag, 27. Mai, Nachmittags 1 Uhr großer Festzug von Neustadt nach dem Schlosse, wobei die Fahne von 1832 in der Mitie zwischen deuischer und bayerischer Fahne getragen wird. Um 3 Uhr Festrede auf dem Schlosse. Abends Reunion auf dem„Schießhause“ in Neustadt. München. Die„Münchener Neuesten Nachrichten“ schreiben, daß in Tuntenhausen die Bäcker und Krämer dem exkommunizirten Pfarrer Hosemann des für den Hausbedarf Nöthige zu verabreichen sich weigern; Milch, Eiet, Malz kann er nicht mehr erhalien; auch an den Wirth soll schon das Ausinuen gestellt worden sein, kein Bier und Fleisch mehr abzugeben. Aus Dresden wild eine interessante Hofgeschichte dem„Sonn- und Feiertags Courier“ geschtieben. Dieselbe handelt von der Gattin eines sächsischen Prinzen, welch! eine„stolze Dame? ist, aus jüdlichem Blut. Vor Kurzem nun galt es den jünasten Spröß ing ihrer Liebe zu impfen. Man beredete eine junge hübsche Bürgersfrau, ihr Kind nach dem Schloß zu bringen, um von demselben den Impfstoff abzunehmen. Die Frau erschien genau. ssimmten Stunde in den Prunkgemächern und bald at Alles bereit. Die Prinzessiu betrachtete das Kind derselben mit sichtlichem Wohlgefallen, dann wendete sie sich zu ihrem Gatten.„Was doch dieses bürgerliche Pack für hübsche Kinder hat!“ sagte sie auf französisch. Die Bürgers⸗ frau erbleichte. Sie wär der französischen Sprache voll⸗ kommen mächtig und verstand daher auch die böse Be⸗ merkung. Schnell warf sie dem schon entblößen Kinde die Kleider wieder über den Nacken, nahm es auf den Arm und schickte sich an, das Zimmer zu verlassen.„Aber mein Golt— was thun Sie, meine Liebe?“—„Was dem„Pack“ geziemt, es— packt sich.“ Alle Vorstellungen waren umsonst. N 25 London. Wozu die Zeitungen nicht Alles gut sind! Aus dem heiligen Lande kommt eine ergötzliche Ge⸗ schichte von der Beraubung eines pilgernden englischen Ehepaares. Die Reisenden haben sich bekanntlich bei den Beduinen des Jordan den Schutz gegen Beraubung zu erkaufen; nur unser Ehrpäcchen glaubte die Reise nach Jerusalem ohne Beduinenbedeckung machen zu können. Dafür wurde es denn auch angefallen, beraubt und im unangenehmsten Sinne des Wortes bis auf die Haut ausgezogen. Nur mit Mühe vermochte der Engländer die Räuber zu bewegen, ihm eine„Times“ zu geben, damit er sich und seine bessere Hälfte darein kleide! So kam denn das Pärchen in Jerusalem an; der Gatte in die„Times“, die Gaitin in die Beilage gekleidet. Und wer's nicht glauben will der lese das„Jewish Chronicle“ von dieser Woche. 1 Berichtigung. Wir sind darauf aufmerkjam gemacht worden, daß die Zulage an die älleren hiesigen Volksschullehrer nicht— wie in dem von uns citirten Blatte zu lesen ist— 25 fl., sondern ebenfalls 50 fl. vetragen habe. Ursprünglich war freilich diese Zula e auf 25 fl. festgesetzt; sie wurde aber nachträglich auf besondere Veranlassung auf 50 fl. erhöht, An der Sache selbst ändert das nichis, da weder dadurch der Etat für die hiesige Volksschule noch die Einzelbesoldungen der betr. Lebrer sich böder stellen, als wie von uns angegeben wurde. D Frankfurt a. M., den 23. Mai 1872. Die Börse verkehrt diese Woche forigesetzt bei gutem Animo und ist die Stimmung vorzugsweise für die internationalen Specula⸗ tions⸗Effecten eine recht seste; denn wenn auch, wie heute, kleinere Schwankungen ab und zu vorkommen, so sind dieselben doch nicht im Stande die Gesammihallung zu irritiren. Credilacnen z B. eröffneten beute mit 248, gingen auf 247½ zurück und schlossen dann mit 248ʃ½. Am fesiesten, d. P. ohne jegliche Schwankung, bielten sich Lombarden, die bei 2108/ sehr lebhaft umgesetzt wurden. Staatsbahn zeichnete sich weniger durch Umfang des Ber⸗ tehrs aus, schloß aver doch mit 375/. Nationalbank war wenig in Umsatz und ist in Bezug auf sie eher eine weichende Tendenz zu constatiren. Banken im Allgemeinen ziemlich vernachlässigt. Im Speciellen wurden Deulsche Vereinsbank in größeren Posten zum gestrigen Couise aus dem Markt genommen. Auch für Oestert.⸗Deutsche wiren aute Käufer vorhanden. Oesterr. Bahnen beliebt, wenn auch nicht besonders lebhaft. Die Preise derselben halten sich und dürste für die nächste Zeit eher eine Steigerung zu erwarten sein, da die Export- Aussichten sich bessern, Deutsche Bahnen slill. In Prioritäten wenig Geschäft, ebenso in Loosen. Oesterr. Rensen gewinnen wieder an Beliebtheit und halten sich gut im Preise. In Amerikanern wenig Umsatz, Peioriläten gecadezu ignoritt. Landwirthschaftliches. t. Die Landwirthschaft befindet sich in der Gegenwart in keiner beneidenswerthen Lage. Die Löhne sind hoch und der Arbeitermangel groß; dabei ist das Kapital sehr rat geworden. Jedermann will acht, zehn, ja noch mehr Procent machen. Wer will da dem Landwirth bei der Ungewißheit einer pünktlichen Z nsenzablung noch zu 5% Geld leihen? In diesen geschraubten Verhältnissen bleibt demselben nichts übrig, als durch Intelligenz die materiellen Hinderniss zu besiegen. Die Getraidepreise sind den Ver⸗ hältn ssen nicht enisprechend gestiegen; lohnend erweist sich nur bei rationeller Fütterung die Viehzucht. Was heißt abet rauonell? Ritionell heißt den Gesetzen der Natur enisprechend dem Thiere in geeigneter Zusammensetzung und in einem entsprechenden Quantum dei dem billigsten Pteise die Stoffe im Futter darzureichen, die es befähigen, die höchsien Leislungen zu vollbringen. Wollen wir also rationell füttern, so müssen wir die verschiedenen Nähr⸗ stoffe nach ihrer Menge in dem Futter bestimmen und nach den verschiedenen Nutzungszwecken eine Mischung des Fulters vornehmen. Wie viel Futier wird aus Unkenul⸗ niß verschwendet, weil es von dem Thier nicht ausgenutzt werden k mn, oder wie gar oft it die Fünterung eine sehr theuete, weil man die Quantität der wichtigsten Näyrstoffe in dem Fut er nicht zu beu theilen vermag! In jolchen Verlegenheiten ist dem Landwirih ein vortresfl cher Rath⸗ geber geboten in der bildlichen Darstellung der chemischen Zusammensetzung der gebräuchlichsten Nah ungsmittel und Futterstoff von Dr. A. 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Hierzu Unterbaltungs- Blatt Nr. 21 und eine Beilage.) 0 Einladung. 1424 Ole biegen Otconomen sowie die 1 f leute, welche sich bet Ausrüstung verschiedener Wagen zu dem zu Bad- Naubeim am 3. und 4. Juli d. ftaltfindenden lucdwtribschafiichen Prelavnnbellungs⸗ de betheiligen wollen, werden hiermit etsucht: Samst ag den, 25. Mai, Abends 8 uhr, 15 auf dem Winter ichen Felsenkeller zu einer ee lung und Besprechung sich einzufinden. Friedberg den 23. Mai 1872. In Auftrag: Je Sreäbg bog deere, 5 Fo ue ar. Einladung. 1388 Sonntag den 2. Jun findet zu Poelibessen im Kresse Vülbel die Einweihung des. steines statt, wozu ene, Wah a 8 Kriege 4% 3 gur gut besetzte Tonzmufik,. von der Must des Füsilter⸗Bataillons Nr. 80, sowie gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 5 Helzbausen. Johannes Schröder, Gastwirth. Dem Fräulein Mariechen 1427 zu seinem gestrigen Wlegenfeste ein donnerndes Hoch, 7 5 daß das ganze Pfarrbaus wacker. K. Kinderdrückwagen Jos. Hoffmann. Selleriepflanzen 1401 bei Heinrich Preußer. 1421 Eltern, welche ibre Töchter gründlich mene lassen wollen, kann das Inffitut der Geschwist Werner zu Friedberg als eine 8 Anstalt in jeder Hinsicht sehr empfohlen werden. e 1347 in Gold ohne Randsassung, sowie Brillen und Pincenez in e Silber und Gold. Friedberg. L. Hanau, Hofubrmacher und Gelberbeler 1430 neu angekommen bei Danksagung. 1429 Allen Denfenigen, welche unsere liebe Wah Großmutter und Schwiegermutter Margaretha Map, geb. Kipp, Ockstadt am 24. Mai 1872. 14 Die trauernden Hiuterbitebenen. Kirchliche Alzeigen für Kedler Evangclische Gemeinde. Trinitatis fe st. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stavtkiech e; Vormittags: Predigt: Herr Pfarrer Bau k. Coufiimalion der Mäd Wen Herr Pfarrer dieget. (Abendmahl.) 3 Nachmittags! Herr Diakonus Meyete r Gottesdienst in der Burgfte ces Vormittags: Fällt aus. Nachmittags: Herr Candibot Huch hold.* Aͤtholische Gemtindt. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Biichte 1. Sonntag nach Pfingsten. 5 i Fest der heiligsten Dreifaltigkeit. Vormitlags: ½9 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½ Uhr Ocdensversam i ung, darauf Andacht. Frohnleichnamsfest, 1 Donnerstag den 30. Ma i. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt mit Segen und breticl Nachmitlags; ½2 Uhe feierliche Vesper. Die Walldürner Procession geht Sam staß den 1. Juni, Morgens gleich nach 3 Uhr, von Rocken⸗ berg aus über Oppershofen(½ 4 Uhr), Nieder⸗Mötlen (5 Uhr), Friedberg(½7 Uhr), Ildenstadi 09 Uhr) und Heldenbergen(12 Uhr). ** Verantw. Redact.: Hermann Schung f. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 74 1 N 24 agen 5. Heffnam mzen d Preußer 1%% en Seschvilt reit le en n tien. anan, * Sen beitt. e u g. in liebt Nell cb. Kiph, 1162, Jag 7 ermintee. fadbalg In. . Atze. 776005 a 2 * „ E 5 4 17601 14715 Beilage. Hberhessischer Anzeiger. Bekanntmachung. 1393 Unter Bezugnahme auf die vom Großberzoglichen Kreisamt Friedberg vom 21. November 1870 veröffent⸗ lichte Wochenmarkts⸗ Ordnung für hiesige Stadt(in Nr. 142 des Oberhessischen Anzeigers für 1870), welche auf blesigem Ratbhause und den Großberzoglichen Bürger⸗ meistereien der Umgegend eingesehen werden kann, wird bierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Wochenmärkte dahter nunmebr vom 27. d. M. ab jeden Montag, Donnerstag und Samstag auf hiesigem Rath— baus platze abgebalten werden. Bad Nauheim am 18. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeisteren Bad- Nauheim. Schutt. Main ⸗Weser-Bahn. 1376 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Ver ⸗ groͤßerung des Gütetrschuppens auf dem Bahnhofe Gießen, einschließlich Lieferung aller Materialien, im Wege öffentlichec Submission verdungen werden. Die Offerten find portosret und versiegelt mit der Aufschrift:„Submission auf Bauarbeiten zur Vergroͤße⸗ rung des Güterschuppens auf dem Bahnhofe Gießen“ dis zum Sudmissionstermin am 1. Juni 1. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, bet der unterzeichneten Betriebs Inspektion zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbst auch die Zeich ⸗ nungen, Kosten⸗Anschläge und Bedingungen eingesehen und die Submissions⸗ Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 11. Mai 1872. Königliche Betriebs-Inspektion. Heyl. Holz-Versteigerung. 1392 In dem hiesigen Gemeindewalde District Aus sicht soll nachbezeichnetes Gehölze versteigert werden: Montag den 27. Mai l. J. 4 Raummeter Eichen⸗Scheitholz, * Nadel- 7 30 5 Birken Prügelholz, 16 3 Eichen⸗ 5 42 5 Nadel⸗ 5 14 5 Erlen⸗ 4 14½ 7 Nadel⸗Stockbolz, 2 Erlen 3 77 6025 Stück Buchenwellen, 2500„ Eichen Astholzwellen, 28013„ Nadel- und Weichholzwellen, 2215„ Dornwellen. Dienstag den 28. Mat l. J. e 151 Eichen⸗Stämme 58 40 Kubikmeter, 103 Nadel- 5 25.09 * 2 Kirschen⸗„ 0.44 5 T Sten, 0.89 5 57 Nadel⸗Stangen 4,10 5 Der Anfang der Versteigerung beginnt jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Zahlungstermin: Martini l. J. Ober-Mörlen am 21. Mat 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen. e.. Bekanntmachung. 1374 Wegen Herstellung der Brücke über die Wetter dei Bruchenbrücken wird die alte vorbandene Holzbrücke abgebrochen und kann von dem 22. Mat l. J. bis auf Weiteres dieselbe für Fuhrwerk nicht mehr benutzt werden, was wir hiermit zur öffentlichen Keuntniß bringen. Bruchenbrücken am 16. Mat 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner Bekanntmachung. 404 Montag den 27. Mat, Vormittags 10 Uhr, wird n hiesigem Rathhause g— Schmiedeambos, 1 Schraub stock nochmals öffentlich an den Meiß bietenden versteigert. Frtedberg den 22. Mai 1872. 0 Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. So uc a r. Arbeits-Versteigerung. 406 Samstag den 25. Mai, Morgens 10 Uhr, sollen nuf hiefigem Rathhause nachstehende 1 50 fertigen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) Schleserteckerarbelt, lt. Kostenüberschlag für 247 fl. 2) Zimmerarbest Aue 3), Wagnerarbeit 12 1 4) Maurerarbelt N Gambach am 3. Mat 1872. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseher. Corseten& Cinolines billigt bei K. Friedrich neben der Post. M 60. * Braunkohlen- Verkauf. 1352 Auf dem Dorn ⸗Assenbeimer und Wölferobeimer Bergwerk wird der Verkauf neu geformter Klötze zum Preise von 14 kt. pro Centner von heute ab eröffnet. Von der biesigen Grube können bis jetzt nur Preßklötze zu 15 kr. pro Centner, von Ende nächster Woche ab jedoch auch gewöhnliche Klötze zu 14 kt. pro Centner bezogen werden. Bestellungen auf Holzkohlen, deren Preis zu 15 kr. pro Centner feftgesetzt iß, sind möglichst bald direkt an uns zu richten und werden dieselben thunlichsie Berückfichtigung finden; doch kaun wegen des beschränkten Vorraths eine Garantie dafür nicht übernommen werden. Grube Weckesheim den 15. Mat 1872. Fürstliche Bergverwaltung. Kröber. * 6 7.„ 7 Mädchen⸗Institut in Friedber NN 0 g. 1126 Donnerstag den 30. Mai beginnt ein neuer Cursus in unserer Anstalt und bitten wir die geehrten Eltern bis dabin ihre Anmeldungen bei uns machen zu wellen. Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkraͤsten aus hiesiger Stadt, einer Französin und Engländerin und den Vorsteherinnen ertheilt. Die Lehrgegenstände umfassen die Elementarfächer, Französisch und Englisch, Literatur, Physik und Zeichnen. Das Honorar beträgt für die I. Classe(Fortbildungsklasse) jährlich 32 fl. II. Cla sse 48 fl. III. Classe 1. Abth. 40 fl. IV. Classe II. Abth. 24 fl. Beim Eintritt werden 2 fl. 42 kr. für die Bit liothek entrichtei. Pensionäre können zu jeder Zeit eintreten. Honorar 350 fl. Musik wird«xtra vergütet. Prospecte besagen das Nähere. Halbpensionäre, Kinder aus der Umgegend, welche den Tag über in unserer Anstalt bleiben, be— zahlen 150 fl. Kindern von 8—10 Jahren, welche noch die Musterschule besuchen, wird Gelegenheit geboten Französisch en⸗ zufangen und Handarbeitstunde zu nehmen. Das vierteljährige Honorar beträgt 4 fl. Zur Vervollkommnung in der französischen und englischen Conversation für erwachsene Mädchen finden wöchentlich 4 Siunden statt. Vierteljähriges Honorar 4 fl. 30 kr. 5 Friedberg im April 1872. Amalie, Marie& Ling Werner. Geschästs- Eröffnung. 1162 Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in Bad⸗Nauheim einen Laden im Hause des Herrn Medicinalrath Ehrhardt errichtet habe, in Putz- und Weißwaaren, Glacéhandschuhen, Parfümerien, Shlipses, Foulards, Taschentüchern, Portefeuillen, allen Sorten Strohhüten, Blumen, Federn, Schmucksachen und vielen sonstigen Artikeln. Durch eine sehr geschickte Putzarbeiterim können alle Hüte schön und rasch angefertigt werden. Die Kleiderstoffe können nach Muster bestellt werden und sind solche vom ersten Haus Frankfurts. Unter Zusicherung billigster Bedienung empfiehlt sich III. Classe 11. Abth. jährlich 36 fl. IV. Classe I. Abth. 28 fl. Julius Landauer aus Gießen. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG K VEW-0RK vermittelst der Post-Dampfschiffe Thuringia, Mittwoch, 29. Mai. 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Verdrauch von drei Flaschen Königtrank bin ich,— Nach Gebrauch von nur 2 Flaschen Ihres König⸗ trotzdem mich drei Aerzte ohne Erfolg bebandelt tranks bin ich von meinem sehr starken Husten baden, von meiner Lungen⸗ und Leberentzün⸗ und Schleimauswurf befreit worden. dung vollfländig geheilt und befinde mich, wie Arndt Müller. früher, vollständig wohl und kräftig.(39547) Radeberg, 18. 3. 72.— Eine hiesige Jlamann, Hausbefitzer. Familie hat ein sechsjähriaes Töchterchen, welches (39122a) Mittelbach, 13. 3 72.— Amalte Müller im vorigen Jahre durch Schrecken Anfälle von hier ist seit langer Zeit sehr leidend. Durch An⸗ Veitstanz dekim, in Folge dessen trot große Schlaf⸗ wendung verschiedenartigster Medteamente wurde iht und Appetitlosigkeit ein, verbunden mit immerwäghren⸗ keine Ollfe zu Tbeil, bis sie den allseitig empfoblenen det Angft. Alle angewandten Mittel blieben erfolg- Königtrank des Herrn Jacobt in Berlin gebrauchte. los. Es wurde dann der Königtrank gebraucht und Nach Genuß einiger Flaschen schon fühlte sie bedeu⸗ nach Anwendung von 4 Flaschen ift das Kind ge— tende Linderung ihrer Schmerzen.— Bestellung. nesen. Die Eltern sind unbtschreiblich glücklich und Körner, Ortsorichter. benutzen seitdem den Königtrank bei jedem Unwohl⸗ sein. Tau pl tz, Lehrer. Erfinder und alleiniger Fabrikant des Königtranks: Hygisist(Gesundbeitsratb) Karl Jacobi in Berlin, Frledrichstraße 208. Die Flasche Koͤnigtrank⸗Extrakt zu dreimal so viel Wasser kostet in Berlin einen halben Thaler, in Friedberg bei W. Berubeck 1 Golden. D 5 Pianoforte-Lager H. Rudolph Wittwe in Gießen. Musikalien- und Pianosorke-Leihanstalt. 1131 Reiche Auswahl von Instrumenten der besten Fabriken. Bei- mehrjähriger Garantie billigste Preise und erleichterte Zahlungs bedingungen. Gespielte Pianos werden angekauft oder umgetauscht. 5 Frankfurter Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. Grund⸗Kapital: fl. 3,000,000.— kr. 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Mai in dem District Lobwald: 9 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 77 Eichen⸗* 40 5 Buchen⸗Prügelholz, 19 5 Eichen⸗ 5 138 1 Buchen⸗Stockholz, 10 9 Eichen⸗ 5 14 45 Buchen Reisholz, 1 Eichen ⸗ 775 5 172 1 Kiefern-„ u nd 8 4 Eichen⸗Baubolz⸗Stämme im Disirkel Kaff. 2) Samstag den 1. Juni im Olstriet Rabertshäuserhang: 244 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 94 1 Eichen⸗ 5 20 2 Aspen⸗ 5 256 4 Buchen⸗Prügelholz, 89— Elchen⸗ 1 f 122 5 Kiefern⸗ und Aspen⸗Prügelholz, 67 15 Buchen⸗Stockhoiz, 10 44 70 Eichen⸗ 5 40⁴ 0 Buchen⸗Reisholz, 8 560 Eichen Kiefern- und Aspen⸗Relsbolz. Die Zusammenkunft ist am erssen Tage im Difrtcl Lohwald und am zweiten Tage im Distriet Raberis⸗ häuserbang, jedesmal Morgens präcis 9 Ubr. ö Nidda am 16. Mai 1872. 3 f Großherzogliche Oberförsteret Nidda. Rohr. f * 9 Ladenmädchen 1280 für eine feine Condttotei in Frankfurt a. M. bel guter Vebandlung gesucht. 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