beer eg Donnerstag den 25. Januar. 10. 1872. herhessischer Anzeiger. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam stag 99 Betreffend: Die Samfsag den 27. d. M. zu Gießen stattfindende Sitzung des Nach der den Mitgliedern des Ausschusses des landwirthschaft— lichen Vereins der Provinz Oberhessen aus zugekommenen Einladung des Praͤsidenten dieses Vereins, Sr. Erlaucht des Herrn Grafen zu Solms Laubach, vom auch die Feststellung des Vereins Budgets pro 1872 als Gegenstand der Berathung ausgesetzt. g 27. d. M. zu Gießen stattfindenden Ausschußsitzung ist unter Anderem 6 Daß dieser Gegenstand von besonderer Amtlicher Theil. n Aus schusses des land wirthschastlichen Vereins für die Provinz Oberbessen. die dahter mit erfreulichem Erfolge wieder in das Leben gerufene Ackerbauschule nahe berührt, bedarf einer näheren Begründung wohl nicht, ich erlaube mir deshalb die dem Kreise Friedberg angehörigen Mitglieder des Provinzial⸗Ausschusses um recht zahlreiche Betheiligung an den Verhandlungen am 27. l. M. ergebenst zu bitten. Friedberg den 23. Januar 1872. Der Direktor des landw. Bezirks⸗Vereins Friedberg. EFA H, e dem Kreise Friedberg 9. l. M. zu der am Wichtigkeit für die Interessen der Landwirthschaft ist, namentlich auch 9 Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt. Oberst Wichmann, Comman- deur der Großh.(25.) Cavaleriebrigade, ist zum General- Major befördert worden. — Der Oberbereiter bei dem Hofstall Georg Balser ist zum Reitlehrer bei der Landes-Uni⸗ versität und der praktische Veterinärarzt zu Ober- Ramstadt, Heinrich Renner aus Nieder-Saulbeim, zum Kreisveterinärarzte des Kreisveterinäramtes Reichelsheim, Kreis Lindenfels, ernannt worden. — Dem Großherzogl. Stadtrichter Carl Theodor Mubl in Gießen wurde in Anerkennung seiner fünfzigfährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste das Ritterkreuz erster Classe des Lude- wigs⸗Ordens verlieben. ——— Darmstadt. Die Ministerien der Finanzen und des Innern haben den Ständen eine Vor— lage gemacht, wonach das seitherige provisorische Besetz über die Herbeiziehung der Einkommen— teuer Capitalien zum Ausschlag der Communal- steutrn also lautend: Art. 1. Die Bestimmungen der Art. 1 bis 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1827 werden dahin abgeändert, daß an die Stelle der darin genannten Personalsteuer-Capitalien vom 1. Jan. 1872 an die Einkommensseuercapi— talien treten, jedoch bei den Gemeindeumlagen nur zur Hälfte ihres jedesmaligen Betrags. Art. 2. tiger abwechselnd im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten des Großherzogthums, so wird er mit scinem ganzen in Betracht kom- menden Einkommensteuer Capital an seinem Hauptwobhnort zugezogen. Ueber die Frage, welces der Hauptwohnort ist, entscheidet im Falle der Reclamation Seitens des Steuer— pflichtigen oder der betheiligten Gemeinde der Administrativ-Justizhof endgültig. funmehr als definitives verabschiedet werden sell. Die Regierung erklärt in den Motiven entschieden, auf die früher von der zweiten Kammer befür— wortete Hecbeiziehung der ganzen Einkommen— teuer Capitalien nicht eingehen zu können, da liedurch das Grund- und Gewerbesterer- Capital gegen das Einkommensteuer-Capital in einer nicht ju rechtfertigenden Weise erleichtert werden, ja in nanchen Gemeinden der Fall eintreten würde, aß ein Steuerpflichtiger wobl ½— ½0 der zanzen Communalsteuer seines Wohnortes zu ent— ichten hätte. Ebenso wird die gleichfalls früher ttwünschte Herbeiziehung der Actiengesellschaften u den Communallasten für ungerechtfertigt erklärt. — Der Abg.“ George hat in der zweiten Kammer den Antrag gestellt, die Kammer wolle teschließen: 1) Die Steuer von Wein wird auf ⸗ gehoben und der Verkehr mit Wein wird wie in Wohnt ein Einkommensteuerpflich- den übrigen Reichslanden freigegeben. 2) Von dem Tage an, wo die Weinsteuer aufhört, wird die Provinzialstraßenbauschuld von Oberbessen und Starkenburg als allgemeine Staatsschuld über- nommen. Der Antragsteller führt in den Motiven seines Antrags aus, daß die in Hessen bestehende Besteuerung des Weins eine ungemein sästige, ge⸗ baͤssige und den Verkehr schwer beeinträchtigende sei, daß man zur Bewältigung der dadurch ent— stehenden schriftlichen Arbeiten cine große Zahl von Beamten anzustellen genöthigt ist, wodurch sich die Nettoeinnahmen derselben doch sehr ver- mindern, während bei einer mehr dirtkten Steuer eine weit kleinere Summe der Staatskasse die⸗ selben Dienste leisten würde. Der durch die Auf⸗ bebung der Weinsteuer sich ergebende Ausfall für die Staatskasse soll nach ven Intentionen des Antragstellers durch einen Aufschlag auf die direkte Steuer gedeckt und zugleich eine allgemeine, ein— beitliche Einkommensteuer und die völlige Frei— gebung von Handel und Verkehr angebahnt werden. Um ader Oberbessen und Starkenburg, welches mit Ausnahme der Bergstraße im Gegensatz zu Rheinhessen beim Wegfall der in Rede stehenden Steuer wenig berührt ist, zu entschädigen, schlägt George vor, die etwa 1,500,000 fl. betragende Provinzialstraßenbauschuld von Oberbessen und die von Starkenburg mit etwa 780,000 fl. als Staats- schuld zu übernehmen an deren Verzinsung und Tilgung alsdann auch Rheinhessen, welches keine solcher Schulden mehr besitzt, Antheil zu nehmen hätte. Berlin. Der Kaiser hat folgenden Erlaß an den Reichekanzler gerichtet: „Zur Erinnerung an die am 18. Jan. 1871 erfolgte Annahme der Kaiserwürde sind mir aus vielen Orten inner- und außerhalb des Reiches von Seiten deutscher Patrioten telegraphische und schriftliche Glückwünsche zugegangen. Ich habe diese wohlthuenden Beweise von Liebe und An— hänglichkeit mit freudigem Herzen entgegenge— nommen und fühle mich gedrungen, für dieselben allen Betheiligten meinen freundlichsten Dank zu erkennen zu geben. Ich veranlasse Sie, dies alsbald zur öffentlichen Kenntaiß zu bringen Berlin, 20. Januar 1872. Wilhelm.“ — Der„Allgemeinen Militär-Ztg.“ wird geschrieben: Der Kaiser habe beschlossen, die ganze Angelegenheit der Dotationen zunächst noch vor das Forum einer Commission von Generalen zu bringen, nach deren Begutachtung erst die defint— tive Entscheidung erfolgen soll. Die Dotirung selbst wird erst nach 6— 8 Wochen erfolgen und zu derselben der kaiserliche Geburtstag gewählt werden. — Vom 23. d. wird gemeldet: Die Ernen— nung des Geh. Oberjustizraths Falk zum Cultus minister ist jetzt als definitiv anzusehen. Berlin. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht folgende Ernennungen: Oberregierungsrath Leder- bose zum Viccpräsidenten des Oberpräsidiums von Elsaß-Lotbringen, Regierungspräsident Ernsthausen zum Bezirkepräsidenten für den Unter-Elsaß, Land⸗ rath v. d. Heydt zum Bezirkepräsidenten für den Ober ⸗Elsaß, Regitrungsrath Thimme zum Ober- regitrungsrath für den Unter-⸗Elsaß, und Reitzen⸗ stein, den bisherigen Bürgermeister zu Königsberg, zum Oberregierungsrath für Lotbringen. — Wie man erfährt, ist die Rate der Kriegs- contribution von Frankreich(80 Millionen Frs.) zu einem Fünftel in Berliner und zu vier Fünftel in Hamburger und bolländischen Wechseln gezahlt worden. — In Betreff der Sprache, welche Seitens des deutschen Reichs im diplomatischen Berkehr angewendet wird, gibt die„Spen. Ztg.“ sol⸗ gende Mittbeilungen! Diejenigen Nationen, welche an uns in ihrer eigenen Sprache schreiben, empfangen seit geraumer Zeit von uns in schlichter Gegen- seitigkeit Mittheilungen in deutscher Sprache. So verkehren wir mit Nordamerika, mit England, mit Italien, wohl auch mit Spanien. Wenn andere Staaten, uns gegenüber, statt ihrer eigenen Sprache sich des Französischen bedienen, so erwiedern wir dies aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Aus den- selben Gründen wird unsererseits auch die latei- nische Sprache angewandt im Verkehr mit dem röm. Stuhl. In dieser Praxis ist neuerdings nicht die mindeste Aenderung eingetreten, vielmehr nur noch die Eine Kousequenz gezogen worden, daß, da die Franzosen uns in ihrer Muttersprache anreden, wir ihnen in unserer Muttersprache Rede stehen. — Dem Bundesrath ist ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, welcher auf den Schutz und die Instandhaltung der Kriegergrabstätten in El- saß Lothringen Bezug bat. Die Angelegenheit hat dort ihre Schwierigkeit, weil während des Kriegs theils die Gemeinde-Kirchböfe, tdeils Privat- besitzungen ohne vorberige Erlaubniß in umfang- reichem Maße zur Bestattung von Kriegern be— nutzt worden sind und die bisherige Gesetzgebung nicht ausreicht, um das Recht, diese Grabstätten unter öffentlichen Schutz zu stellen, herzuleiten. Durch das Gesetz, welches vorgeschlagen, wird nun die Sache geordnet, ebenso die Entschädigung, welche auf dem Wege der Expropriation den Privaten zu Theil werden soll. Wiesbaden. Die Generalversammlung der Taunusbahn-Actionͤre hat einstimmig den Fustons⸗ vertrag mit der Ludwigsbahn angenommen und die Auflösung der Taunusdahn-HGesellschaft be schlossen. München. Die Abgeordnetenkammet dat die von der Staatsregierung beantragte außetordent- K n———— liche Remuneration des Personals der Verkehrs anstalten mit 360,000 fl. einstimmig genehmigt. — Im Abgeordnetenhause begann am 13. d. die Verhandlung über die Beschwerde des Bischofe von Augsburg wegen Verletzung der verfassungs⸗ mäßig verbürgten Rechte der Meringer Pfarrei. Referent Hauck begründet das Majoritäts-Referat, wonach die Beschwerde als berechtigt erachtet wird. Darauf spricht Völk als Referent der Aus- schußminorität. Jörg sucht sodann in längerer Rede darzuthun, daß das Dogma von der Un- sehlbarkeit nicht staatsgefährlich sei. Seine Rede ist wesentlich ein heftiger Angriff gegen den Cul— tusminister. Nach Jorg hielt Sepp eine längere Rede gegen den Antrag der Ausschuß Majorität und verliest einen von ihm event. zu stellenden Gegen- Antrag. Die Debatte wird fortgesetzt. Es sind bereits viele Redner in der Debatte vor— gemerkt. 1 Stuttgart. Die stzatsrechtliche Commission beantragt mit 7 Stimmen gegen die eine Oester: len's, daß die Abgeordnetenkammer über den An- trag des G.enannten, betreffend die Reservatrechte, zur Tagesordnung übergeden möge, in Erwägung, daß die Regierung berechtigt sei, Bundesraths- abstimmungen gemäß Artikel 78 Absatz 1 und 2 der Reichsverfassung obne Zustimmung der Landes- vertretung vorzunehmen, und daß hierdurch die Landesvertretung nicht verletzt werde. Ausland. Schweiz. Bern. Der Ständerath bat bei Fortsetzung der Beratbhung über Revision der Bundesverfassung für Aufhebung der Spielbanken eine Frist von fünf Jahren vom Tage der An- nahme der Verfassung angesetzt. Frankrei b. Paris. Die meisten Mächte machten der französischen Regierung Vorstellungen in Betreff der unliebsamen Folgen einer Kündi⸗— gung der Handelsverträge. — Fast alle Mitglieder des diplomatischen Corps waren zu dem Empfange bei dem Präsi⸗ denten der Republik erschlenen. Der Vertreter Rußlands, Graf Orloff, wurde von Tbiers empfangen, hat indeß sein Beglaubigungeschreiben noch nicht überreicht Die Journale berichten, daß Thiers bei der Entgegennahme des Vetums vom 20. d. Abende seine Besorgniß ausgesprochen habe, daß zwischen ihm und der Nationaldver— sammlung anläßlich der Berathung über die Rück— kehr nach Paris und das Militärgesetz xcuerliche Zwistigkeiten ausbrechen möchten, er wolle indeß einen Versuch machen und seine Demission zurück ziehen. — Am 1. Januar 1873 werden sowohl in der Militärschule von St. Cyr, als in der poli— technischen Schule Lehrstühle für deutsche Ge— schichte und deutsche Literatur eröffnet werden und die Vorträge in diesen Fächeen ausschließlich in deutscher Sprache stattzufinden haben. Das Examen zur Zulassung in beiden Anstalten wird ven dem⸗ selben Zeitpunkt ab eine vollständige Kenntniß dieser Sprache verlangen. — Die Zahl der wegen Betheiligung bei dem Pariser Communkaufstand noch gefangene Indi— viduen beläuft sich auf 14,000. — Die„Patrie“ enthält folgende Mittheilung: „Man hat viel ven dem trefflichen Empfange ge⸗ sprochen, welcher Herrn Gontaut Biron Seitens des Herrn von Bismarck zu Theil geworden ist. Herr von Remusat theilte aus freien Stücken mehreren Deputirten die Depesche mit, in welcher unser Botschafter in Berlin über seinen Empfang und die Beweise von Freundschaft für Frankreich, mit welchen ihn der deutsche Kanzler überhäuft hat, Bericht erstattet. Diese Mittheilung des Ministers des Aeußern hat in der politischen Welt zu Versailles einen tresflichen Eindruck gemacht.“ — Der Vorsteher des Gymnasiums von Vitry le Frangais ist, wie ein Telegramm aus Ver⸗ sailles meldet, von den deutschen Militärgerichten zu einer breimenatlichen, in einer deutschen Festung abzubüßenden Haft verurtheilt worden. die glückliche Lösung der Krisis aus. In den Versammlungen der parlamentarischen Gruppen berrschte durchaus der Wunsch, daß eine dauernde Verständigung zwischen Thiers und der National- versammlung eintreten möge. Man versichert, daß Thiers künftighin seltener in die Berathungen der Nationalversammlung eingreifen werde. Die Frage der Rückkehr der Regierung und Nationalversamm-⸗ lung nach Paris scheint auf lange Zeit vertagt zu sein. — Es ist die Rede davon, daß zur Ver- hütung der Wiederkehr einer Regierungskrise ein Vorschlag auf Ernennung eines Viccpräsidenten der Republik gemacht werde, zu welchem Posten Grevy die meisten Chancen haben würde. — Man schreibt der„Indspendauce“, Thiers habe, müde und eatmuthigt, eher passiv nachge— geben als förmlich eingewilligt, an der Spitze der Regierung zu bleiben. Das Blatt bezweifelt eine Dauer seiner Präsibentschaft. Alle Blicke sind auf die beabsichtigte Ernennung Grery's zum Vite präsidenten gerichtet. a — Die Nationalversammlung beschloß eine Zuschlagsteuer von zwei Zehntel auf Zucker und eine Steuer von 4 Centimes auf jedes Paquet von 100 Schwefelhölzchen. — Der Kriegsrath hat in der Anklagesache gegen die Mörder der Geißeln Genton zum Tode verurtheilt. Gegen die anderen Angeklagten wurden verschiedene Strafen erkannt, und außerdem fünf, worunter Pigerre, freigesprochen. Itajien. Rom. Der Großfürst Michael mit Gemahlin ist hier eingetroffen. Dieselben empfingen den Besuch des Kronprinzen Humbert. — Die Journale becichten, daß in dem mili— tärischen Hosstaat einige Veränderungen bevor— funden. Amerika New⸗Nork. Das Repräsen⸗ tantenhaus verwarf eine die Verfassung ändernde Resolution betreffend die Wählbarkeit naturalistrter nortamerikanischer Bürger zu dem Präsidentenpostey. Friedberg. Auf das„Eingesandt— Friedberg — Posftalisches? in Nr. 4 geht uns von unterrichteter Seile die nachstehende Mittheilung zu: Die in dem Post bause zu Friedberg vorhandenen Mißstände, namentlich bezüglich des Schalietvorplatzes, sind der Postverwaltung wohl bekanut und beschäfugt dieselde die Frage, wie diese Mißstände zu beseiligen seien, bereits seit mehreren Jahten. Doch erwiesen sich alle bezäglichen Vorschläge in bauiech⸗ nischer und admmistratwer Richtung als uicht ausführbar. Auch ein Versuch, durch Anmiethung eines besser gecig⸗ neten Lecals den Ansprüchen des Publikums gerecht zu werden, scheilerie an der underhälinißmäßig hohen Forderung des Eigenthümers. Cs darf daber erwartet werden, daß das Publikum diesen Verbällnissen um so mehr bill ge Rechnung tragen wird, als es dieses ja auch unter der vormaligen Fürstlich Töourn und Taxto'schen Postvelwal— tung gethan hal, von welcher das Posileca, in Friedberg in cinem jtzigen Zustande auf die gegenwärlige Verwal— tung übergegangen ist. Die Letere wird den Gegenstand sorlwährend im Auge behalten und bei sich darbielender Gelegenheit in beftiedigender Weise zur Erledigung bringen. Frankfurt. Ueber den zu erbauenden Centralbahn— hof theilt die„Frankf. Zig.“ Folgendes mit:„Der neue Bahnbof soll genau an die Stelle der jetzigen Bahuböfe erbaut werden und die Fagade des ganzen Terrains zwischen der Gulleuistzaße und der Eysssn'schen Restautaulon ein nehmen. Derselbe wird voraussich ilich die Höhenlage des jetzigen Main⸗Reckar-Bahnhefes erhalten. In der Mitte wird eire gemeinschaftliche groß Abpsteigehalle und Vestebule angelegt werden. Im Uebrigen wird der Bahnhof in 5 Abiheilungen zerfallen, woven 3 den Staatsbahnen, 2 der Hessischen Ludwigsbahn eingeräumt werden dürf en. Jede der 5 Abtiheilungen wird zwei Haupt⸗Perions und einen Hilfs Perron in der Mitte, sowie 5 Haupt Geleise ethalten. Im Ganzen werden also 15 Haupt- Geleise dem Personenverkehr zur Verfügung stehen. Das Bau Bureau, welches der Stant und die Hessische Ludwigsbahn gemein schaftlich hier errichten, wird demnächm eröffnet werden. Mainz. Die wehen Abschaffung der Weinstener und Kellercontrole auf den 29. d. M.(nächsten Montag) 10 Uhr, hierher anberaumte Laudes-Versammlung von Wirthen und Weinhändlern scheint nach den bis jetzt ve— kaunt gewordenen Anmeldungen so sehr zahlreich zu wer— den, daß das Comité den greßen Saal des Frankfurter Hofes siall des früher angegebenen kleineren Pors— bergen'schen Lokals in Aussicht nehmen mußte. Nebst den cheinhessischen Interessenten wird dieses Mal auch Starkenburg stark vertceten sein, während aus Obechessen bis jetzt nur einzelne Zusagen vorliegen. Bei der gegen— wärligen Lage aber, wo der Weiter bestand der Sleuer namentlich der Zapfgebühr, für die meisten Virthe der Versallles. Sämmtliche Mitglieder des diplomatischen Corps drückten ihre Freude über 50er Klasse eine Lebensfrage ist, darf Oberhessen, nament⸗ gut thun bei dieser ersten organisalorischen Versammlung nicht zu fehlen sich wenigstens durch Beauftragte vertreten zu lassen. Einige Mitglieder der zweiten Kammer werden der Versammlung beiwohnen. Chicago. verursachte, indem sie beim Melken eine Pettoleumlampe umstieß, hat alle Aussicht gerühmt zu werden. Populär ist sie schon. Der Eigenthümetin, Mrs. O'Leary, sind schon die verschiedensten Anerbieten gemacht worden; so sollte sie in einem Sensationsstücke mit ihrer- Kuh auf der Bühne erscheinen. Das Thier, welches so viele Tausende brodlos gemacht hat, wird wahrscheinlich seine Eigen— thümerin reich machen, und diese hat sich bereits durch die starke Nachfrage veranlaßt gesehen, ein Angebot von 400 Doll. abzulehnen. Die Landwirthschaftliche Ereditbank. Der Landmann hat, in der Regel ziemlich alleinstehend, schon in Folge seinee Wohnorts und seiner Arbeit nicht nur mit ungenügenden Verkebrsverhältnissen, mit Schwankungen des Marktes, mit hohen Steuern ꝛc. sondern auch mit der Witterung, Mißerndten und Unfällen aller Art zu kämpfen wie sie bei einem andern Geschäft kaum so manigfach und so tief eingreifend vorkommen dürften. Will der Landwirth, diesen Schwierigkeiten und Unglücksfällen trotzend, be— stehen bleiben und vorwärts kommen, so ist nicht allein seine unausgesetzte, sorgenvolle Thätigkeit in. Hof und. Feld erforderlich, sondern er muß auch mit allen Mitteln darauf hinstreben, daß er unvermeidliche Unglücksfälle ertragen und die Frucht seiner Arbeit möglichst gut und vortheilhaft ver— werthen könne, bierzu ist aber neben persönlicher Bestrebung, namentlich Geld oder persönlicher Credit erforderlich, denn zum gedeihlichen Betrieb der Landwirthschaft bedarf es auch stets und namentlich gegenwärtig eines entsprechenden Be- triebskaritels. Während man zum Beispiel in früheren Zeiten und selbst jetzt noch in manchen Gegenden einen Theil des Feldes brach liegen ließ, um es durch Ruhe neue Kräfte sammeln zu lassen, kommt dies nicht mehr vor und es muß mit mehr Dungmitteln die dem Lande entzogene Fruchtbarkeit wieder ersetzt werden. Dies ver— langt aber einen größern Viebstand, verbesserte Geräthschaften, sorgfältigere Ackerbestellung und in Folge dessen vermehrte Ausgaben. Dadurch ist ein größeres Bettiebskapital erforderlich als sonst; und es muß dasselbe ferner, damit es seine und ohne Unterbrechung findet, so zu sagen kauf— männisch verwaltet werden. Geschieht dies aber, so wird das kleine der große Kapital des Land- wirtös niemals unbenutzt daliegen, sondern selbst zu Zeiten wo es nicht gebraucht wird Zinsen tragen. Um nun dies anzustreben und um über haupt namentlich auch die kleineren Geldgeschäfte rer Landbevölkerung zu vermitteln, ist in dem Landwirthschaftlichen Club in Frankfurt der Ge— danke angeregt worden, eine Landwirthschaft⸗ liche Credit⸗Bank zu gründen, deren Zweck hauptsächlich sein soll dem Landwirth die Vor⸗ theile des kaufmännischen Verkehrs im Allgemeinen zu verschaffen, seine Geldgeschäfte zu besorgen, Anlagen und Vorschüsse zu vermitteln, ihm übder— haupt in allen einschlagenden Zeziehangen nützlich zu sein und zu dienen. Um diese Zwecke sicher zu erreichen ist es vor allen Dingen nötbig zu— verlässige Verbindungen zu schaffen, die alsdann mit vereinten Kräften arbeiten; und als solche erscheinen aus naheliegenden Gründen die Actionaire einer derartigen Bank selbst, denn diese werden das Institut nicht allein vorzugsweise benützen, son— dern sie werden in der Regel die zuverlässigste Auskunft über solche Persönlichkeiten, welche wenig bekannt sind und mit der Bank in Geschäftsver— bindung treten wollen, geben können. Ferner glaubt man den Verkehr zwischen der Bank und den Landbewohnern dadurch sehr zu erleichtern und zu fördern, daß man in den einzelnen Orten auch kleinere Verzweigungen in's Leben rufe, welche mit der Bank in Geschäftsverbindung treten. Aus diesem Grunde sind von einer bekanrten Autorität in diesem Fach, Herril v. Langsdorff in Darmstadt, Statuten ausgearbeitet worden, welche lich die Wetterau, nicht zurückbleiben. Die Wirihe werden vervielfältigt und vertheilt die Errichtung solcher Zweigvereine befördern sollen. 8 Die Kuh, welche den Brand Chicagos richtige Verwendung und Benutzung fortwährend Oe det ph fulle d. 90 peur Hagten 2650— merle 15 Siehe ds 1% weichen um Stur 100 fl. le Tage der weit mn Dem auf der N Gemäß dt gegtben, Selbstper Klogt E sächlichen Einteben Klägern Sacht on sügungen digung an griet 180 Mo tags ein zuflebtude auf sich⸗ Bemen beim nu; Woͤllfakt Rodgz 2475 geschlede 2 Au un; tn, Aten erden N* deuel malt * g 5 — Sepalzt 11 5 4 ind 1 ** 5 e 1 5 * Oeffentliche Aufforderun 9 e bade t] 9 der Wusikalienbandlung Schott und Comp. zu Frank⸗ furt a. M. Klägerin l gegen Heinrich Walther, ledig, von Bauernbetm, Be⸗ Hagten Forderung betreffend. 3199 Dem dermalen unbekannt wo? angeblich in Amerika abwesenden Beksagten wird diermit eröffnet, daß Gtoßherzoglicher Dofgerichts⸗-Advocat Curtman, als Anwalt der Klägerin, gegen ihn bei dem unter⸗ zeichneten Gericht eine Klage eingereicht dat, worin um Verurtbeiluna des Beklagten zur Zahlung von 108 fl. 16 kr. Dauptgeld nebft 5% Verzuqssunsen vom Tage der Klagmüthtilung an, fr verkäuflich resp. leid⸗ weise im Abonnement gelieferte Mufikalien gebeten wird. Dem Beklagten, dem dir Einsichtenabme der Akten auf der Registratur des Gerichts gestattet it, wird in Gemäßbeit des weiter gestellten Antrags hiermit auf— gegeben, binnen 90 Tagen, von beute an gerechnet in Selbfiperson oder durch einen Bevollmächtigten auf die Klage Erk ärung abzugeben, widtrigenfalles er des bat sächlichen Klaginbalts für geständig erachtet, mit allen Einteden ausgeschlossen und weitet nach Antrag der Klägerm erkannt werden wird.— Alle weneren ein dieser Sache an den Beklagten ergebenden, gerichtlichen Ver⸗ fügungen und Urtbetle werden in Kraft der Verkün⸗ digung an die Gerichtstbüre angeschlagen. Zriedderg den 16. Dezember 1871. Otoßpberzogliches Landgericht Krtedderg. Reitz, Langer mann, Landrichter. Landgerichts Assessot. 1 — Jagd Verpachtung. 180 Montag den 3. Februar d. J., Votmit⸗ tags 11 Ur, wird die der Gemeinde Rod helm auf circa 675 Pretat Wald und 10 Feldgemärkung zustebende Jagd auf diesigem Gemeindedaus anderweit auf seche Jebre verpochtrt. emerki wird, daß die Grenze der Gematkung Rod— deim nur ½ Stände von det Eisenbatn Station Nieder— Wöllftadt beginnt. Rodberm im Kreise Vilbel am 15. Januar 1872. Großdetzogliche Bürgermetstetet Rodheim, In Verbinderung des Bürgermeisters: Wehrhde im, Beigeordneter, —* 5— 5* Holz- Versteigerung. 195 Freitag den 26. Januar I. J., Vormittags 10 Ubr, sollen im Walddisttikt Lieder und Lobrberg, nahe de! Abenstadt 1 Raummeter Buchen ⸗Scheitbolz *„ Ptugelbolz, 30 5„„ Stecholz, 950 Buchen Wellen, 300 Kirschbaum⸗ Wellen, 200 Sabtwetden⸗ 300 Dotn⸗ 6 Buchen ⸗Klötze bis zu 100 messer, von zusammen 12.88 1 Eiche von 0.86 Cubilmeter 0,69) Cubikmeter öffentlich an den Meistdietenden versteigert werden. Schloß Ildenstadt den 20. Januar 1872. Gräflich Leiningen Weslerburgische Rentei. Blerauu. perkauf alter Alten. 217 Zum Bestauf einer größeren Parlie dahler aus- geschledener 9 5 an den Meifibletenden wird Termin auf den 19. 1 W 4 1 Deal d. 32 ö Bormittags 10 Uhr, an hiefiger Gerichtsstelle anberaumt wozu Kaufliebbabet mit dem Bemerken eingeladen werden, daß Einsicht der Aken daher in den gewöhnliden Wericktoflunden er⸗ solgen kann und die näberen Verkaufsbedinz ungen im Termine bekannt gegeben werden, Windecken den 16. Januar 1872. Königliches Amtsgericht. Cala minus. Centimeter Durch⸗ Cubikmeter, und 1 Erle von 52 V* 51 0 Holz- Versteigerung im Furstlichen Thiergatten bei Hungen. 216 Mittwoch den 31. d. M., Morgeno 9 Uhr, sollen in obigem Bezirke 300 Stück Eichen- und gemischte Stämme, meist geringes Bau- und Wagnerholz, ctrea 120 gest⸗ meter, sodaun Freitag den 2. Februar J. J., Morgens 9 Ubr, ebenbaselbst 102 Raummeter E chen, Buchen- un gemischt Scheitholz, 440„ 5 5 7„ Prügel, 160 7„ ee„ Stockholz, 75⁰* 7* 1 Relset 1* Effennich verkauft wetben ungen den 22. Januar 1872. „urflliches Rentamt. Demme. Glacclabbclübe ee neben der Post. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 229 Mittwoch den 7. Februar kommen aus den Domanialwalddiftrikten Stein und Wendelholz zur Ver⸗ steigerung; 200 Raummeter Nadelholz(kiefern) Prügelbolz, 34 5 1 Reisholz, sowie ferner: 19 Kiefern⸗Stämme von 18—24 Centimeter Durch⸗ messer und 8— 17 Meter Länge, 9 Fichten⸗Stämme von 15—18 Centimeter Durch messer und 13— 15 Meter Länge, 1284 Fichten⸗Stangen von 8—14 Centimeter Durch messer und 8— 16 Meter Länge(zu veiterbäumen, Hopfenstangen. Sparten u f. w. geeignet), 2 Eichen⸗Stangen von 13 Centimeter Durchmesser und 9— 13 Meter Lange, Donnefstag den 8. Februar aus den Domanial⸗ walddistriklen Bieberderg und Groß Oretersch⸗ Scheitb., 1 h., Stockh., Reich. a 36 Buchen⸗ R.⸗M. 2 6 137 622 Obnbaum-„ 2 2—— Eichen; 3— 55 4 12 Nadelhelz⸗ 12 44— 56 Aoͤpen 5 28 2— 16 . sowie ferner; 10 Eichen Stäaune von 15— 22 Centimeter Durch- messer und 6— 11 Meter Länge, Nadelholz Stämme von 15—39 Centimeter Durch⸗ messer und— 12 Meter vän de, Eichen Stangen don 11— 14 Cenimeter Durch messer und 5— 10 Meter Länge, Buchen- Stanzen von 10—13 Centimeter Durch messer und 4— 10 Meter Länge Nadeibolz Stangen don 11—14 Cenumeter Durch⸗ messet und 6 12 Meter Länge. Die Zusammenkuuft ist am ersten Tage um 9 Uor Morgens am Distrikte Wendeldels und am zweiten Tage um dieselde Zeit beim Do Biederberg. Otleuderg am 22. Januar 1872 Gloßberzoguche Obetförsterei Ortenberg. Taler. Bekanntmachung. 218 Die am 19. Januar Il. J. in dem diesigen Ge- meindewad abgebaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Donnerftag den 25, J. M. ist det erffe Fabrtag und ist das Holz innerhalb 14 Tagen abzufabren. Assenheim am 22. Januar 1872. Großberzogliche Bürgermeifletel Assenheim. 34 75 Be fl. Obligations ⸗Verloosung. 227 Bei der Vertbosung der Partial Obligationen der Gemeinde Fauerbdach d. F. ist Nr. 78 à 100 fl. zur Rückzahlung gezogen worden. Der Inhaber dieser Obligatton wird bierdurch aufgefordert, vorgenannten Betrag bel dem Rechner der bieslgen Gemeinde gegen Rückgabe der Obligation zu erheben, mit dem Anfügen, daft die Verzinsung derselben für 1872 aufbört Fauerbach d. F. den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Zauerbach b. J. i. Bekanntmachung. 224 Die am N. und 10. Januar d. J. im Rodheimer Gemeindewald abgehaltene Holzversteigerung ist ge— nebmigt und erster Absubrtag auf Donnerssag den 25. d. Mis. sefigesetzt worden. Rodhbelm am 20. Januar 1872. Grof berzogluche Bürgermeisterei Rodheim. 1 J. B. d. B.: Webrheilm, Beigeortdneler. Fischerei⸗ Verpachtung. 223 Dougerstag den 1. gebruar d. J., Vormittage 10 Uhr, sell die Fischerei der Gemeinde Staden auf 6 Jahte verpachtet werden. Staden den 23. Januar 1872. Groß berzogliche Bürgermeisserel Staden. Da u Jagede Verpachtung. 213 Die Jagd in der Gemarkung Leld hecken, von 1800 Morgen Keld- und 300 Morgen Walffagd, soll Samstag den 10. Kebruar, Morgens 10 Uhr, auf dem Gemeindehaus dahter auf wettere 12 Jahre verpachtet werden. Leidhecken den 20, Januar 1872. Großherzogliche Bürgermelsterei Leidhecken. Selz om. ei erung. 214 Freitag den 16. Februar d. J., Nachmittage 1 Ubr, soll die der biesigen Gemeinde zustehende Jagd in det Gemarkung Uipbe, 1586 Morgen haltend, welche mi dem 15. Februar l. J. leibfällig wird, auf blesigem Nürgermeisterel Büreau öffentuch meifsbietend auf weitere 6 Jahte verpachtet werden, wozu Pachtlllebdaber bier mit eingtladen find. Utphe am 22. Januar 1872 Großherzogliche Bürgermeisterel Utpbe. F elf enger. Holz- Bersteigerung im Furstlichen Schutzbezirk Johannesberg bei Röthges. 215 Dienstag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in obigem Bezirke 550 Stück geringe Stamme und Stangen= 123 Festmeter, sodann 24 Raummeter Kiefern⸗Prügel,— 296 2„ Reifer, 140 gemischte Reiset öffentlich verkauft werden. Dungen den 22. Januar 1872. Juürstliches Rentamt, Demme. Einige Centner Heu“ 226 zu ver⸗ kaufen Koarad Gerster in der Vorffadt. Neues Quartal und Abonnement! 22— 6 S— 25 ö 28 — E 25 —* 2 22 2 2 S8 Die so⸗ben erschienene Nr. 17 enthält: 34 Det Achmüller und sein Recht. Erzädlung aus den bairischen Bergen. Von Th. Messerer.(Fortsetzung.) Gefabr im Vetzuge. Ein Bud vom Pußnerpofe don Schmalzigang.— Witza Schassp im Lede und in det Wirklichkeit. Eine literatisch⸗ bistorische Skigze von F. Bodenstedt.(Schluß.)— Eine thüringische Wochenstude. Otigenalzeichnung von D. Heudner.— Der Sturz des Meisters. Vaterländischer Roman von Georg Hiltt.(Jortsetzung.)— Ftauendank für Moltke, Mit Addtidung: Deppich füt Graf Molke, gefickt und geschenkt von schlesiscen Damen.— Am Familientische: Kleine Zeitung der Lieddabertien und Kariosiiäten. Mit Abbildungen. 1 Zu Bestellungen empfedler sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. Ohrenarzt Dr. Oscar Wolf in Fraukfuxt a. M. wohnt jetzt Hochstraße 17. Sprechstunden: 8¼— 11 Übe Vormittags, 3— 4 Uhr Nachmatags. 3195 ru ct pre. Per Malter. Friedberg, 23. Januar. Waizen 15 fl. 15 tr.; Cet 10 fl.— tr.: Gerste 7 f. 50 fr. 3 Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 22. Januar.(200 Zollpfund.) Warzen 45½ i or! 11½—11%½; Gene 9¼; Hafer 8 ö—9; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 7—; Brannt- wein(50% Tr. per 160 Lit.) oyne Faß—. Grünberg, 20. Januar. Waizen 15 fl. 20 kr. RNort 11 fl. 17 er.; Gerte 7 fl. 28 kr. Hafer 4 ft. 32 kr. Molter 9 fl. 50 kr.; Erben 11 fl. 16 K. 3 Linsen— fl. — kr.; Saamen 16 fl. 27 kr.; Kartosseln 4 fl. 33 ft. Moin, 19. Januar. Waizen 15 fl. 25 fr.; Korn 11 fl. 6(t.; Gerte— fl.— tu; Hafet 9 fl. 20 kr. Kartoffeln 5 fl.— kr.; Roggenstrob per 100 Gedund 24 fl. Geld. Courts. Frankfurt am 23. Januar 1872. Preußische Friedrichsd' er. fl. 9 7½/ 8½ Pistolen Nn* 9 40—42 Holländische fl. 10 Stiicke 9 53—55 Ducaten unn 0— 531-33 Ducaten al marco. 685 32—34 20-Frankenstücke 9 18—19 Euglische Sovereigns. Ie 11 45—47 Nussische Imperiales 9 40—42 Dollars in Gold 224%—25½ 3 Frankfurt a. M., 22. Januar 1872. Böcsen⸗ bericht. Die Börcse war heute recht sest und berrschte besonders für Lombarden und Galtzische Eisen-Babn⸗ Aetien rege Kauflust. Der Verkehr in Creduüs und Staalsbahnactien nahm erst nach dem Eintressen der Berliner Notirungen eine rege Gestatt an.— Wiener Bank und Darmslädter Bank werden sehe gesucht, Pro vinzjal⸗G sellschaft Commandiie⸗Antheil erhöhten toren Cars gegen Samstag um 3%. Fut Silbertense,[860er Leose und Priorttäsen war nur mäßige Nachfrage. Da⸗ gegen hielt der Verkebr für Ungar, Loose an, dieselden gingen deute zwischen 216 und 217. Lombarden Anfangs 220- ½ wurden in der zweiten Wöcsenbälfte bis 222½ bezahlt. Staatodahn 119— 20½. Darmstädter Ban 489 94, Wiener Bank 892-97, Suderrente 63/8, 1860 et Loose 94%. ————— —.————ũ— 5 2 Großer Gemälde-Salon 8 8 2 2. 1 2= —— 3 8 8 D 2 2 —— 2 85 8 S* 8 — 2 2 2 Joseph Bimbel aus Mainz. 175 Einem geebrten Pub ikum von Friedberg und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meinen Gemälde⸗Salon vom 20. bie 28. Januar bier eröffnet und Folgendes zur Schau gestellt babe: 1. Abtbeuung: Einzug der deutschen Truppen in Berlin. 2. Abtheilung: Das jüngste Gericht. 3. Abibeilung: Jerusalem zur Zeit Chrtfti mit allen Leldensstellen. 4. Abtheilung: Auto da Fé aus der Zeit det spantschen Inquisttion zu Toledo, Ansicht des Inneren einer Folter kammer. 5. Abtbeilung: Die merkwürdigsten Haupt- und Seeffädte Europa“s. 6. Abe heilung: Schlachten und Kriegs Ereignisse vom Jaßre 1870 auf 1871 zwischen Deutschland und Frankreich. 7. Abtheilung: Hauptsächlich iß hervorzubeben: D Die vollständige Uebersicht von der Stadt Paris, sowie die Uebersicht vom Belagerungs⸗ zustand von Paris. Da mein Salon in den größten Hauptfadten gezeigt worden ist und den besten Beifall errungen bat, so bitte ich um recht zablreichen Besuch. Eintrittspreis für Erwachsene 6 kr., Kinder 3 kr.— Schauplatz ist am Mainzer Thor. Joseph Bimbel. Tabellen zum Umrechnen von altem Maaß und Gewicht in neues(metrisches) Maaß und Gewicht sind vorräthig bei Bindernagel 8 Schimpff. Regenschirme, 63 äußerst billig, bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Die Gartenlaube. Ausverkauf. 127 Wegen Aufgabe meines Waarengeschäfts verkaufe Inhalt: Am Altar. 5 a——5 1 Europäischer Guano! natürlicher tbierischer Dünger, dargestellt aus den Abfällen der Pariser Schlachthäuser von La Billette 4 2 5% Stickfloff, 12 3 15% Phosphat garantirt. 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Der Eigenthümer kann dasselbe gegen Erftattung der Inserat⸗ gebübten auf Großherzoglscher Bürgermeisterei Staden in Empfang nehmen. Hermann Bechstein in Friedberg, vis-a-vis dem Hötel Trapp, empfiehlt sein Modewaaren-Geschäft speziell in Herren- Artikeln, sowie seine g Eigarren⸗ Niederlage 86 in den desten Sorten. 222 Den Besitzern von sächsischen Pfand briesen diene zur Nachricht, daß ich erbötig bin die Liquidation durch Vermittelung des Frankfurter Comité“s zu besorgen. Frledberg. S. Hirschhorn. Zwei Drechslergesellen tönnen dei mit eintreten; auch ist eine 9 stelle offen 2¹ F. Rappolt. Nidda. Zu vermiethen. 220 Das Rübsam' sche Haus ift zu vermietben und kann bis zum 1. April bezogen werden. Nähere Aus ⸗ kunft ertheilen G. Schmidt's Erben. Ein lüchtiger Jranntweinbrenner 228 findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung. Zu erfragen dei Gottfr. Mondigler, Kupferschmied. 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