td tion 3— 'ohlen Tünmic 1872. Dienstag den 24. September. 112. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fritdberger Zntelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. beginnt dreimal erscheinen Am 1. October wird. ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich Das Abonnement beträgt bei den Pofsstellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ geld 47 kr. Bei der Vetlags⸗Expedit-on kostet das Blatt für das kommende Quarkal 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten, ibre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzähblige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Ministerialrath im Mi⸗ nisterium der Justiz, Heinrich Fischer, wurde zum Ministerialrath in dem Ministerium des Innern mit dem Vorsstz in der Ober⸗Medieinal⸗Direction rnannt und demselben zugleich der Character als „Gcheimerath“ verliehen. Ferner wurden ernannt: ver Adpokat⸗Anwalt bei dem Bezirksgericht Alzey Jakob Finger zum Ministerialrath bei dem Mi⸗ nisterium der Justiz, der Ministerialrath in dem Ministerium drs Innern, Geheimerath G u st a v Adolph Freiherr v. Lehmann zum zweiten präsidenten des Oberconsistoriums, der Kreisrath des Kreises Bensheim, Heinrich Knorr, zum Ministerialrath in dem Ministerium des, Innern, det Kressassessor bei dem Kreisamte Offenbach, Dr. Julius Usinger, zum Kreisrath des streises Bensheim und der Präsident des Groß- verzoglichen“ Ministeriums der Finanzen. Maxi⸗ milian von Biegeleben zum wirklicher Ge⸗ veimen Rathe mit dem Prädicate„Excellenz“. — Die zwischen Frankfurt und Mannheim vrojectirte dirette Bahn, welche das Ried durch⸗ chneidet resp. theilweise sich der Riedbahn an- chließen soll, wird gegenwärtig von Ingenieuren ver Hess. Ludwigsbahn vermessen und ist bereits heilweise abgesteckt. — Die Ludwigsbahn bat nunmehr die nach Maßgabe des Eisenbahnbaugesetzes von 1867 zur Beitragspflicht für Gelände⸗Erwerbung der Ried⸗ vahn verpflichteten Gemeinden zur Zahlung der velresfend en nicht unerheblichen Beiträge aufgefordert. — Der Finanzausschuß zweiter Kammer tritt am 28. de M. zur Berathung des Gesetzes, die Minimalgehalte der Volksschullehrer betreffend, zu⸗ ammen. Die Neubildung, des Ministeriums und vie erforderliche Verständigung der Mitglieder des⸗ elben haben das für Ende dieses Monats in Aussicht genommene Zusammentreten der Stände noch auf einige Zeit hinausgeschoben. — Nach der„Fr. Pr.“ soll der Finanzaus⸗ chuß der zweiten Kammer die Vorlage der Gr. Regierung betr. die Erhöhung der Pfarrgehalte n der Wrise zu befüt worten beschlossen, haben, aß die, dadurch nothwendig werdende Ausgabe on der Staatskasse nur vorlagsweise n bis zu dem Zustandekommen der evangelischen Kirchenverfassung sestritten werde. Sobald die evangelische Kirche hre verfassungsmäßige Selbstständigkeit errungen und mit dem Besteuerungsrechte ihrer Mitglieder uus gestattet ist, würde sie diese Vorlage, ebenso wie die porlagsweise vom Staate zu bestreitenden stosten der Landessynode an die Staatskasse zurück. sybtzahlen haben. — Der Gesetzgebungsausschuß hat seinen Be⸗ nicht über die Vorlage der Regierung wegen Ver- chmelzung der Gemeindeumlagen 2. und 3. Klasse vollendet. — Die„Hess. Volkabl.“ schreiben: In ver⸗ chiedenen Blätteun waren vor Kurzem Gerüchte über Verhandlungen wegen Verkaufs der Nau: seimer Saline an eine Privatgesellschaft verbreitet.] Wir haben allen Grund anzunehmen, daß der Million belaufen sollen. Staat sich nicht zur Veräußerung dieses sehr werthvollen, rentabeln Objtets entschließen wird, schon irn Interesse des Bades Nauheim selbst, dessen Bedeutungen nach Beseitigung des Glcks⸗ spiels sich voraus sichtlich außerordentlich heben dürfte. Bad Nauheim. Unsere neueste Kurliste, welche am 22. d. ausgegeben wurde, weist bis jetzt eine Gesammt- Frequenz von 5251 Fremden nach“ Es weilt noch immer eine recht ansehnliche Anzahl Kurgäste dahier und täglich trafen, dei dem herrlichen Herbstwetter, dessen wir uns bieher erfreuten, noch neue Gäste ein. General v. Man- teuffel, Oberbefehlshaber der Orcupationsarmee, war gelegentlich seiner Rückreise nach Ftankreich dieser Tage bier anwesend. Aus Oberhessen. Im vorigen Monat betrugen die Einnahmen der Oberhessischen Bahnen 6170 fl. mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres, was einer Mehreinnahme von etwa 25 pCt. entspricht, die hauptsächlich auf den Güter ⸗Verkehr(Massen⸗Transporte) entfällt. Berlin. Ueber die Kosten, welche die für die Kaiser von Rußland und Oesterreich veran- stalteten, Festlichkeiten verursacht haben, hört die „Mont.⸗Ztg.“, daß sich dieselben nahezu auf eine Das Fest des Kron prinzen im Neuen Palais soll allein 100,000 Thaler erfordert haben, Frist, voraussichtlich vom 1. Januar ab, zu er⸗ warten. Mit Einführung dieses neuen Personen⸗ geld Tarifs werde allerdings, wie das genannte Blatt bemerkt, von den Bahnverwaltungen ein Fortfall der jetzt beßehenden sogenannten Tages⸗ oder Retpurbillete erstrebt, weil diese Billete zu den vielfachsten Unterschleisen Veranlassung gegeben haben; die hierdurch wegsallende Preisermäßigung bleibe für das Interisse des Publikums sedoch ganz ohne Nachtheil, da die neuen Tarifsätze für zwei einfache Billete sich im Ganzen den jetzt au⸗ genommenen Sätzen eines Retourbillets auschließen. — Die„Nordv. Allg. Zig.“ bemerkt zu der Nachricht von dem Scheitern der Misston des Herrn von Gasser, daß der Ausgang derselben durchaus dem tiefwurzelrden Bartrauen enzsprecht, mit welchem das deutsche Volk seit dem Jahre 1870 auf König Ludwig blis!. Köln, 19. Sept. Der Congreß der Alt⸗ katholiken ist heute Abend mit dem Empfang der Delegirten im„Wiener Hofe“ kröffnet worden. Oberregierungsrath Wülssing begrüßte die Ver⸗ sammlung. Die Redner, Bischof Wordsworth von Lincoln, Bischof Wittingham von Marpland und Bischof Brown von Ely, drückten die Sym⸗ pathien auch ihrer Diöcesen und deren Wünsche für das Gedeihen der begonnenen Bewegung und endlichen Einigung aus. Der Bischos von Lincoln — Die„Spen. Zeitung“ veröffentlicht den sagte, zum zweiten Mal möge die Zeit kommen, Schriftenwechsel zwischen dem Kaiser resp. dem wo sie nicht für einander, sondern miteinander und dem Bischof Crementz, andererseite, Ministerpräsidenten Fürsten Bismarck, einerseits, beteten. Der Rector der geistlichen Akademie von Aus Petersburg, Oberpriester Janpscheff, betonte die demselben geht ber vor, daß sich der Bischof ge. Einigkeit auf Grund der christlichen Wahrheit. weigert hat, Garantien für die Zukunft zu geben, Bischof Leos von Utiecht sprach in demselben daß er den Bundesgesetzen gehorchen werde, ja, er hat nicht einmal gnerkennen wollen, daß er in der Excommunicationsfrage ungesetzlich gehandelt habe. Damit ist die Discussion der Frage er⸗ schöpft und die Regierung wird denn doch endlich handeln müssen, Ueber die Richtung der zu ere greisenden Maßregeln haben in der letzten Staats- ministerialsitzung Erörterungen stattgefunden. Wie es scheint, haben die Bedenken gegen die Ver— hängung der Amtssperre die Oberhand gewonnen und wird man sich vor der Hand damit begnügen, durch Entziehung des Gehalts einen Druck auf den Bischof auszuüben. Definitive Beschlüsse sind, so vlel bekannt, noch nicht gefaßt; dieselben dürften indessen in nicht all zu langer Zeit erfolgen. Die Fabrikation des für die definitive Neubewaffnung der deutschen Armee bestimmten Gewehes hat jetzt begonnen. Wie es den Anscheig gewinnen möchte, bleibt bei diesem Vorgange die Zusammenstellung der neuen Gewehre den fünf vorhandenen Staats- Gewehrfabriken vorbehalten, welche sämmilich theils schon umfassend erweitert worden sind, oder bei denen sich eine derartige Erweiterung doch in der Aussährung begriffen be— findet, während für die Anfertigung der einzelnen Theile der Gewehrconstruction die Privat-Industrle mit herangezogen werden soll. — Die Ermäßigung des Eisenbahn Fahr- preises ist nach der„Danz. Zig.“ in kürzester Sinne. Dr. Rohm aus Newypork betonte die Sympathie vieler amerikanischen Katholiken. Der anglikanische Geistliche Langdon aus Flötenz de⸗ richtete, daß auch in Italien die Sympathie vieler Katholiken der Bewegung zugewandt sei. Prof. Schulte aus Prag betonte den Character der Herzlichkeit, den die Versammlung trage und der sich auch bei den Verhandlungen bekunden möge. Der Dechant von Westminster in London traf gegen den Schluß der Versammlung ein. Ueber 300 Delegirte sind bereits angrkommen. Köln. Die am Abend des 20. d. stattge⸗ habte zweite Sitzung des Altkatholiken-Congresses war noch zahlreicher besucht als die erste. Betreffs der Wahl eines Bischofs wurde ein Antrag Schulte“s angenommen, daß eine Commissson von 7 Mit- gliedern, von denen mindestens drei Thrologen und Kanonisten sein müßten, die Wahl vorberathen, die Opportunität prüfen, die Fragen des Bischofs⸗ sitzes, der Dotation und der Stellung zu Regie⸗ rung und Gemeinden regeln, sowie eine Wahl⸗ ordnung für eine aus Priestern und Vertretern der altkatholischen Gemeinden bestehende Wahl- versammlung entwerfen solle. Ein Antrag Wülffing's auf sosortige Feststellung des Zeitpunktes der Wahl wurde abgelehnt. — In der letzten Sigung der Altkatboliken⸗ versammlung, 21. d., gelangte ein Antrag in Betreff der Anbahnung einer Wiedervereinigung neue Reise bis zur Mündung des Zanbese aus- mit den andern Confesstous verwandten der christ⸗ lichen Kirche zur einstimmigen Annahme. Die zu diesem Zwecke gewählte Commission besteht aus Döllinger, Friedrich, Langen, Lutterbeck, Abbs, Michaud, Michaelis, Appellations⸗Gerichtscath Röttels und den Professoren Reinkens, Reusche und v. Schulte. Fulda. Die bayerischen Bischöfe sind schon am 20. d. vor Schluß der Conferenz abgereist, ob aus besonderen Gründen ist nicht bekannt. Die Stimmung, welche auf den Cenferenzen herrschte, wird als eine versöhnliche bezeichnet. Wie verlautet wurde der Erlaß eines gemein- samen Hirtenbriefes und einer Denkschrift beschlossen, mit deren Abfassung die Kirchenfürsten von Köln, Breslau und Mainz betraut sein sollen. — Der Schluß der Bischofs⸗Conferenz er- folgte am Abend des 20. d. nach 8 Ubr. Die in Aussicht genommene kirchliche Feierlichkelt in der Bonifaciusstadt unterblieb wegen der späten Stunde. Die Bischöfe reisten am Samstag wieder ab. Als Grund der früheren Abreise der baye⸗ rischen Prälaten wird die Nothwendigkeit der Firmspendung in ihren Diöcesen angegeben. Gotba. Dr. Petermann ging aus Mozambique, an der Ostküste Afrikas, die Nacheicht zu, daß Karl Mauch von den Ruinen von Zimbacas eine gefübrt und in Quillimane angekommen ist. München. Die Nachricht des„Bayr. Kurters“, daß der König die von Gasser vorgelegte Minister- liste genehmigt habe, ist unbegründet.— Eine Münchener Correspondenz der„Allg. Ztg.“ will wissen, daß Gasser, die Unmöglichkeit einsehend, ein annähernd lebensfähiges Ministerium zu bilden, den bezüglichen Auftrag in die Hände des Königs zurückgelegt habe. — Das„Südd. Correspondenz⸗ Bureau“ meldet: Hr. v. Gasser erhielt die Mittheilung, daß das Mandat zur Bildung eines Ministeriums ihm entzogen sei. Seitdem sind mit Herrn v. Pfretzschner Unterhandlungen wegen Uebernahme des Pottefeuilles des Aeußern angeknüpft, welche Erfolg hoffen lassen. — Das süddeutsche Correspondenz-⸗ Bureau meldet vom 21. d.: Es erscheint diesen Abend nicht mehr zweifelhaft, daß Herr v. Pfretzschner zum Mic ister des Aeußern ernannt werden wird. Straßburg Auf Beschluß der Rathekammer des ständischen Kriegsgerichts wurde Edmond About aus der Haft entlassen. Derselbe ist be⸗ reits abgereist. Ausland. Oesterreich. Wien. Die„Neue freie Presse“ erfährt, daß der Kaiser von Oesterreich zu den bevocstehenden Hofjagden in Jichl den deuischen Kronprinzen und den russischen Thron- folger eingeladen habe, welche auch ihren Besuch zugesagt bätten, Schweiz. Bern. Die Genfer Regierung beschloß nach Verständigung mit dem Bundesrath, Mernillod nicht mehr als Pfarrer der katholischen Gemeinde von Genf anzuerkennen und den für denselben ausgeworfenen Gehalt von 10,000 Fr. bis zur Wiedecherstellung des regelmäßigen Standes der Dinge einzubebalten, serner ihm jede Function des Bischofs ordinarius, sowie als General⸗Vicar zu untersagen. Belgien. Brüssel. Das„Echo du Parle⸗ ment“ meldet, angeblich aus guter Ouelle, daß Graf v. Arnim seine Entlassung von dem Bot⸗ schafterpoden in Paris beanttagt habe. Schweden. Der Prinzregent Oskar von Schweden wurde zum König ausgerufen unter dem Namen Oskar II. Derselbe beschwor die Verfassung. Die böchsten Staatsbeamten und die Mitglieder des Staatsraths und andere Staats- würdenträger leisteten den Eid der Treue. Die Leiche des Königs wird einbalsamit und dann nach Stockhelm gebracht. Großbritannien. In der Sitzung der „Internationale“ zu London wurde erklärt, daß die Vorgänge auf dem Congresse im Haag der Internationale großen Schaden bereitet und Zwie— spalt in deren eigenem Schooß erregt hätten. — Die Verhaftung Abouts in Zabern wird von den englischen Zeitungen mit einem für die französischen Bestrebungen, die Elsässer zur Option zu bewegen, sehr ungünstigen Commentar besprochen. Die„Times“ erinnert an das Verfahren der Franzosen, als diese Savoyen und Nizza anne tirten. Auch in Nizza und Savopen wurde den Einwohnern nur die Wahl gelassen zwischen der Losreißung vom theuern Italien und der Aus- wanderung aus den heimischen Alpen; die in ihrer Heimath Verbliebenen mußten in den Reihen der Fragzosen bei Mentana gegen ihre früheren Landsleute kämpfen. Spanien. Madrid. In der Sitzung der Cortes gab Zorilla die Erklärung, daß er der Versammlung einen Gesetzentwurf, betreffend die Reorganisation der Armee vorlegen werde, durch welchen die Conskription abgeschafft werden solle. Italien. Der„Osservatore“ meldet, daß der Bruder des Papstes, Graf Joseph Mastai, gestorben ist. Friedberg. Der Gesangverein Frohsinn batte sowohl an seinem letzten Stiftungsfest, als auch bei der Utzien Weihnachtsbescheerung Sammlungen zum Zwecke der Unterstützung hülfsbedürftiger Krieger und deren Henferblievenen veranfaltet, welche das gewiß schöne Resultat von fl. 61.— ergaben. Diese Gelder kamen jetzt zue Ver'heilung und zwar in Folge ein gebolter Erkundigungen in folgender Weise: an zwei Wiuwen gefallener Krieger in hiesiger Stadt fl. 20.— und fl. 11.—, an einen Invaliden in Dorheim fl. 8.—, au die Muller eines Gefall neu in Slkeinfurth fl. 8.—, ain die Mutter und Großmutter eines im Kriege ver— storbenen Soldaten in Nieder-Florstadt fl. 14.— »Aus Oberhessen. Die junge 16jährige Diebin, welche vor einigen Wochen, wie auch in diesem Blatte gemeldet, im Schulbause zu Etlingshausen bei Lich nahezu 300 fl. vaar gestohlen halte, soll, nachdem sie in Paris wieder einen Diebstahl von 1800 Franken begangen, in Straßbunn verhaftet wo den sein. „ UÜsingen. Vor einigen Tagen verschied dahier in seinem 58. Lebensj ihre unser Meubürger Fritz Emming⸗ baus, ein um seine Vaterstadt viel verdienter Mann. Ein bleibendes Andenken hat derselbe zurückgelassen in dem durch ibn gegründeten und geschaffenen Leseverein, welcher cc 3000 Bäuse stark die gediegensten Werke der deutschen Literatur, mit Ausnabme der neuesten Schriften, enthält. Frankfurt. Die Direction der Pferdeeisendabn⸗ Gl sellich t wird, wie man mitbeilt, um die Zubl ihrer Fahrten zwischen bier und Bockeubeim vermehren zu können, demnäsbst zur Legunz eines zweiten Gleises sch reiten. Nich Vollendung dieser Acbeit soll dann immer in Zwischen⸗ räumen von nur fünf Minuten ein Wagen abfahren. Hanau. Dieser Tage hat die hiesige Polizei einen von Frankfurt kommenden sehr gefährlichen Gauner dahier festsenommen. Bender im Gefangenenhaus vorgenommenen Unursuchung fanden sich außer einer Summe in Baar noch ein Z bn Gulden ein Eiu-Gulden- und ein Fünfzia⸗ Guldenschein, vollständig mit Blut besudelt. Außerdem eine Summe von 30 fl. in kleinen Papierscheinen. Auf eine Aufrage in Frau furt wurde derselbe als Einbrecher recognoscirt und auch dorthin wieder abgeliefert. Der Verbrecher haite in der Nacht von 16. auf den 17. d. M. in der Maschinenfabtek von Herrn Fries in Sachsenhaufen einen Ein nuch verübt. Derselbe war in das Schlafzimmer des Besitzers eingedrungen, nahm die Kleider desselben weg und brach mit den gefundenen Scheüsseln den im Nebenzimmer befindlichen Cassaschrank auf. Vor dem gerbeieilenden Herrn Fries mußte Girask(so heißt der Spitzbnbe), der früber in der Fabrik des Bestohlenen als Auslaufer fungirt hatte, flüchten und verlor im Hofe einen 100-Tbaler- und einen 50 fl. Schein. Leider gelang es ihm schon bier, über das Staket zu entkommen. In der vorhergehenden Nacht hatte derselbe vier goldene Uhren gestohsen. Bei der ben seiner Frau(Löhergasse 44 in Sachsen⸗ bansen) vorgenommenen Untersuchung fand sich ein Theil der gestohlenen Gegennände. Bei seiner Ankunft in Frank⸗ furt hatten sich viele dortige und auch Mainzer Sicher— heitsbeamie, welche letztere ihn ebenfalls einiger Einbrüche in Munz für dringend verdächtig halten, eingefunden. Darmstadt. Im Ried fallt die Oost-Ernte, ins⸗ besondere die der Zweischen, überreich aus; die Preise sind deshulb bedeutend im Weichen. Ein Gleiches gilt von den Kartoffeln im großen Ganzen, obgleich in einzelnen Strichen das Resullat kein so güustiges ist. Worms. Der Lint'sche Circus ist, von einem Dampfer geschleppt, auf dem Rheine hier eingetroffen und hat in der Nähe des Krahnens beigelegt. Köln. Die trockene Witterung der letzten Monate bal der Vermehrung der Feldmäuse so gewaltig Vor⸗ schub geleistei, daß von allen Seiten auf dem linken Rhein⸗ ufer in den Regierungsbezirken Köln und Coblenz die Landleute kagen. Ganze Felder, namentlich wo Kar— loffeln und Klee stehen, sind unter minirt. Wenn nicht vald Regen eintriit und später ein hefliger Frost, dann sind die Auspicien für die nächste Ernte keine erfreulichen, da diese Maus alle 5 Wochen 5 bis 8, zuweilen 10 Junge b kommt. Am meisten klagt man in der Gegend von Bedburg und von Bonn thalaufwärts bis über Ander⸗ nach hinauf. Lenzkirch.(Schwarzwald.) Am 21. d. halten wir hier ein, um diese Jahreszeit ungewöhnliches, he 12 Schneegeslöber.— g 5 a München. Der Erzbischof von München und Dr. v. Döllinger sind am Dienstag Morgen in Ei Waggon— natürlich getrennt,— ersterer nach Fulda letzterer über Bonn nach Köln abgereist. a 5 Verden(in Hannober) hat vorige Woche auch se Butlerkrawall gehabt. Vexranlassung dazu gab eine Bauersfrau, welche für ein Pfund Butler 20 Gr. forderte. In Folge bieser Forderung wurde der Frau ihr Butter⸗ korb umgeworfen und mit det Butter allerlei Muthwillen getrieben, indem die empöcten Leute sich damit die Slüesel schmierten und die Frau mit ihrer eigenen Butter theil⸗ weise bestrichen ꝛc. Einer andern Frau, welche für pier Eier 2½ Sgr. forderte, wurde der Eierkorb ebenfalls umgeworfen und die Eier in den Schmutz getreten. Einem Manne, welcher das Pfund Seimhonig für 5 Sgr. ver⸗ kaufen wollie, wurde von seiner süßen Waare ein Theil um den Mund geschmiert und das Gesicht damit bekleistert, Aehnliche Gewaltakte kamen noch mehr vor. Witten. Eine von der Bau-Abtheilunz der Bergisch⸗ Mälkichen Eisenbahn für Arbeitszüge aus Seraing be⸗ zogene neue Lecomotive mit stehendem Kessel ist am 18, d auf dem Bahnhof Witten bei der Probefahrt explodirt. Fünf Personen, ein Weikführer, ein Techniker, ein Loco⸗ molivführer, ein Heizer und ein Weichensteller find ge⸗ tödtet eine Person, ein Weichensseller, ist schwer verwundet. Die Prüfung haze in Seraing durch einen Bergisch⸗ Mälkischen Maschinenmeister stattgesunden. Soforlige Untersuchnng ist eingeleitet. Die Arbeiterbewegungen, welche zum Theil eine Ver⸗ theuerung der Lebensmittel nach sich gezogen haben, er⸗ streckten sich auch auf die mit dem Buchdruck verwandten Geschäftszweige, und haben, unter andern durch die Er⸗ höhung der Buchdruckerlöbne, eine fast durchgebende Ver⸗ iheuerung der Zeisungen sesbst, sowie deren Inserlionspreise rechtmäßig herbeigefübrt. Um vorzugsweise über die In⸗ sertionspreise der Z itungen einen Anhalispunkt haben zu können, bedarf jeder Inserent eines neuen Annoncen⸗ Tariis indem alle seitber erschienenen Ausgaben unvoll⸗ ständig und hinsichslich der Zrilenpreis-Angaben durchaus mangelbaft erscheinen. Es ist deßhalb von allgemeinem Intecesse, zu erfahren, daß durch den anerkannt tbätigen Geschästsbetrieb der Annoncen-Exp dition von Rudolk Mosse, Central- Bureau Frankfurt a. M. ie ganz naue und correcte Auftellung eines Jnserstlons Catzlogs, ent⸗ haltend alle Veränderungen der Insertionspreise, erfolgt ist Der Catalog steht auf Verlangen jedem Inerenten gratis zur Ve fügung und kann von Herrn Rudolf Mosse in Frankfurt a. I. rezegen werden. D. Frankfurt a. M., 21. Sept.(Börsenwoche vom 16.— 21. S piembe,.) Diese Woche gehört den Discoutoerhöhungen und der daraus ent p ingenden Bassse, die zwar in der zweiten Wochen hälfte wieder besserer Stimmung Platz machle, aber doch ibre Spuren zurück- läßt, indem die Coarse fast aller Effecten um Procente binter der Schlußnoliz der Vorwoche bleiben. Die Börse bat wieder einmal eine Lection bekommen, wie schon oft, aber wir zweifeln, ob sie von nachhaliender Wuükung sein wird, denn kium sehen unsere Jobbers, daß sich die Lage in eiwas b ssert, so bricht ihre Splculations⸗ und Spielwuth wieder hervor und sie verfallen abermals in den alten Fehler. war selbes in der zweiten Wochenhälfte wieder animirter und die Course erbolten sich eiwas, blieben aber doch noch, wie gesagt, hintec jenen des vorigen Sonnabends zurück und zwir Creditactien und Staatsbabn um 3, Lombarden um 4 fl. Von Bankactien erholten sich die hiesigen In⸗ stiiuie und Provinzialdisconio, Darmstädter, alte und junge Meininger und österreichische Nationalbank am raschesten, während die übrigen mehr oder weniger zurückblieben. Von Bahnactien überholten alte Buschierader den vor⸗ wöchigen Schlußcoure um 5 fl. Alle andern Effecien dieser Branche blieben zurück. Von deutschen Bahnen Bexbacher und hessische Ludwigsbahn beliebt. Prioritäten sämmilich matter bei dauerndem Angevot. Oester reich. Papierrente 20%. Silberrente ½“% schlechter. Amerikaner 188 1t und ldsöor um ca./% niedriger. Oregon 5% schlechter, wie überhaupt alle amerikanischen Prioritäten fast um Procente niedriger notiren Loose wenig im Verkehr und größtentheils offerirt. Pfandbriefe theilwelse billiger. Napoleons höher und gesucht. Marnklberichte. Grünberg, 21. Sept. Die Preise auf unserem heutigen Fruchimarkse beiragen; Waizen(100 Kilo) 14 fl. 10 k.; Korn(90 K) 8 fl. 22 ke; Gerste(30 K.) 7 fl. 34 kl.; Hafer(60 K.) 4 fl. 11 kr.; Molter(90 K.) 7 fl. 40 k.; Eibsen(110 K.) 8 fl. 44 k.; Wicken (10 K.) 8 fl.— ke.; Sagmen(90 K.) 15 fl. 11 kc.; Kartoffeln(100 K.) 1 fl. 50 kr. Mainz, 20. Sept. Am heutigen Markte war wenig verändert bein mäßigem Umsatze. Zu noliren ist: Wa zen 14½ bis 15 fl., Korn 9½— 9½ fl., Gerstie, Pfälzer, 10½—10½ fl., Franken 10½— 11 fl., Haser 42½—5 fl. — Rübzlehne weseniliche Aenderung, effeetiv 22 fl. ohne Faß, Leinöl 24 fl., Mohnöl 35 fl., Koblsamen 15½ bis 18¾ fl.— Huülsenfrsüchte verkehren nur wenig, Bo men 13½ fl., Erdsen 1012 fl., Linsen 10-14 fl., Wicken 8½—9 fl.— Repskuchen 80— 85 fl. 5 Wis das Geschäft f lbst betr ff, so Kennt . ditt 1872 sowel der l. vom S. L werde Garten-Versteigerung. Aufforderung. 2635 Alle diejenigen, welche noch mit Zablung von delzgeldern an die unterfertigte Kasse im Rückstande find, werden aufgefordert, ihre Scud an den beiden nächfisolgenden Zabltagen(Donner stage) zu berichtigen, widrigenfalls gerichtliche Beitreibung erfolgt. Schloß Ilbenstadt den 19. September 1872. Gräflich Leiningen'sche Renteikasse. Bier a u. N 2510 Donnerstag den 24. Oktober d. J., Vormittage nz i Ur. soll jn dieß gem Ratddause ci der Winwe des . Ferdinand Frick gehörendes Grundstück: 1 zlur Nr. Kiftr. Gemarkung Friedberg. 75 ug 4. 177. 663. Grabgarten im Obrloch 1 e offentlich meistbietend versteigert werden. N r Friedberg am 7. Sepiemder 1872. un it Nen Groß beizogliches Ortsgericht Friedberg. * Nahe Fouc ar. mit t 2 1 a. Uu Obligations- Verloosung. del ze** 2666 Von den Obligationen auf Juhaber der Gemeinde be, Oder Saulbeim sind beute durchs Loos die Nr. 34 und 77 tun. 2 ur Rücktablung berufen worden. Dies den Inhabern „ 5 D erselben blermii zur Nachricht mit dem Ankü zen daß dun ein. eren Betrag 3 100 fl. gegen Ensendung der Oblt⸗ daun— sationen und der dazu gehörigen, noch nicht fälligen et.. Zinsabschnitte dis zum 15 Oezemder d. J. bet ugserer SBemeinde Einnebmerei in Wörrstadt, von da ab aber beit e vem Handl ungsbause S. Lindbelmer Söhne in Frank * jurt a. M. in Empfang genommen werden kann. Von Schluß dieses Jabces an tragen solche keine Zinsen mehr. Oder Saulheim den 19. September 1872. Groheczogliche e Obet⸗Saulbeim. K 8 Bekanntmachung. Betreffend: Die Verloosung Stadt Alzeper Odligatsonen. 2660 Bei der diesjährigen Verloosung zur Rückzadlung —— Stadt Alzeper Odligattonen wurden folgende Nummern Tell eine d ver dritten Serte gezogen, als: 70. 100. 125. 177. uu haben„ 479. 188. 213 und 228. Den Inbabern dieser Obligattonen wird vom 1. Januar 1873 an gegen Ausbän digung der Oriqinal Obligationen und dei nicht fälligen Z nscourons der Nennwertb durch die Gemeindekasse zu Alzep oder das Dandlunasbaus S. Linvheimer Söone in Frank- furt a. M. sogleich bei Anmeldung ausbezahlt. Bom 9. Januar 1873 an bört der Z nsenlauf der gezogenen obigen Nummern auf. Bei dieser Gelegenheit bringen wir gleichzeitig zur Renntuiß der Befitzer der noch ausstedenden Odligattonen dritter Serte, daß neu Zin coupons vom 1. Januar 1872 bis 1. Jenua 1882 gefertiet find und dicelben, sowelt dieses dis j tzt nicht gescheden, bis zum 1. Nodem der J. J. gegen Einsendung der Talons det uns und pom(. Novemder l. J. an dei dem Handsungsbeus S. Lindbeimer Söhne in Frankfurt a. M. bezogen werden können. Alzey am 15. September 1872. Großherzogliche Bürgermeifterei Alzey. Dr ud ert. Faselochs⸗Versteigerung, 2667 Donnerslag den 26. l. Mis, Mittags 1 Uor, oll ein der Gemeinde gehöriger Faselochs, Berner Reee, 3 Jahre alt, zur Zucht noch teuglich, öffentlich ver⸗ fleigert werden. Wedckesbelm am 20. September 1872. Großherzogliche Bürgermetfleret Weckesheim. 8 27. 2 Für Müller. 2668 Montag den 30. d. M,. Vorm ettags 10 Uhr, soll muf dem Gräflichen Hofgut Heyriettenhof bei Rupperte burg ein vollstä diger Mablgang nebst Schlaggang öffentlich an den Meisioietenden unter den a soann be; Hannt zu gebenden Bedingungen verffetgert werden. Laubach am 18. Sepiember 1872 Gräfl che Rentkammer Arbeits ⸗ Vergebung. 2672 Donner dag den 26. d. M. Morgens 9 Uhr ssollen auf dem Buürgermeisterei-Bürcau zu Ober Mörlen die Lieferung von Laug oder Sandsteinplatten zu Canaldedplatten, veranschlagt zu f. . Pflasterarbett 62 In den Wen'gftnehmenden in Accord gegeben werden. 5 Bad⸗ Nauheim den 21. Sepiember 1872. N Der Bezuks⸗Bauausseher Brücke l. Arbeits ⸗Versteigerung. 2673 Dounerflag den 26. d. M., Mittags 2 Ubr, soollen auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Langen ha in 7 Holz⸗-Versteigerung. 2615 Donnerstag den 28. d. Mts. von Morgens 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in der Behausung ver Andreas Hanstein Witwe dadier verschledenee Wagner-Werkbolz Speichen, Naben, sawte geschnittene Boblen aus Eichen Eschen, Linden und Nußdaum und Wagnerwerkzeug, dobelbänke öffentlich an den Melst⸗ dictenden versteigern. Friedberg. In Auftrag: Schwarz, Hoftorator. Tüchtige Sandformer, 2610 auf flache Arbeit geübt, erhalten bei hohen Atcord⸗ preisen dau ende Beschäftigung in der Eisengießerei von A. R. Seebaß& Cie. in Offabach a. M. Gutsverpachtung. 2675 Das im Brachtthale, eine Stunde von der Bedra⸗ Han t uer Eis e nbahn Station Wächtersdach entfernt ge⸗ legene dofgut Neuenschm'dten destebend in eitea 270 Morgen Ackerland, Wesen, Gebäuscschkeiten mit Gärien, worunter namentlich 85 Morgen Wiesen vor züglicher Lage enthalten, soll von Petri 1873 an auf 10 Jabre unter den bei der unterzeichneten Stelle zur Ensichtm offen liegenden Bedingungen aus der Hand ver⸗ pachtet werden. Wächtersbach(Hebra⸗Panauer Eisenpbabnffation). Fürstlich Psenburg'sche Rentkammer. Diarmstadt. Versteigerung von neuen Bettteppichen. 2565 Donnerstag den 26. September, Vo mittags 9 Uhr, werden in den unteren Localuäten der Knaben Arbeitganstalt(Blumenstraße nächst der Mühlstraße) 1500 Stück wollene Tepplcht, bestehend in: 500 Stück weißen Teppichen, 500 grauen 0 in verschiedenen Far⸗ ben, letztere sehr geeignet für Pferdedecken, gegen bagte Zahlung versteigert. Neustadt, Hof Taxator. Dureh die Paraisehen Hloster- mittel im vorigen Jahre schon einmal gesund geworden, bitte ich mir dieselben nochmals zuzusenden, i dem ich nur hierdurch von meinem Leiden be- freit werden kaun u. s. w. Certifleat Nr. 1500. Bochum F. Schweinsberg. Die Paraischen Klostermittel, sichere Hülfe Die Gartenlaube. Inbalt: Was die Schwalbe sang. Erzäblung von Friedrich Spielhagen.(Forisetz ing.)— Die deutsche Gesellschaft für Verbrettung von Volksbildung. Von Rranz Leibing.— Eine Schwindel⸗Zndunrie. Von G. Mit Abbidung: Amertkanssche Schreibmaschine für Geisterseber.— Eine Stätte des Entsetzens. Ein Orangenzweig. Erzählung von A. Godin. (Fortsetzung.)— Blätter und Blüthen: Doheim in der remde. Mit Abbildung: Gerstäcker's Ardeits⸗ zimmer. Otiglnaszeschnung von Herbert König.— Aus San Franctoco. Von Theodor Kirchboff.— Denk- mal für Volkskämpfer. Mit Abbildurg: Denkmal für die Volkskämpfer von 1849 auf dem Friedhof zu Klrchheinbolanden. Nach einem En' wurf von Professor Schieß in Wiesbaden.— Paul Ditz's letztee Schicksal.— Frtedrich Rückert's Hain⸗ bundfeier.— Journalifische Lehrstühle.— Nachträg⸗ liches.— Kleiner Btieskasten.— Berichtigung. Nr. 38. Inbalt: Was die Schwalbe sang. Erzäbtung von Friedrich Spleelbagen.(Jortsetzung.)— Meine erste Luftsch fffatt. Bon Gafton Tissandter. Mit Abbildung: Auf dem umgekehrten Ocean.— Heldenmuth deutscher Seeleute. Von L. Brentano in Cbicago.— Pariser Balder und Geschichten. Vier Häußer. Von Ladwig Kalisch. Die Elisabetbenquelle. Eine moderne Sage aus dem Elsaß. Wit Abbildung: Die Elisa⸗ beibenquelle im Thal von Walsborn im Elsaß. Originalzeichnung von R. Püttner.— Ein Orangenzweig. Von A. Godin. Gaortsetzung.) Nlätter und Blütben: Eine Erinnerung an Robert Prutz.— Das Muttergoltesdorle.— Louis Büchner. — Kleiner Beuiefkaffe v. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu gene gien Aufträgen Ein Faselochse, 2642 Berner Race, 2½ Jabr, zur Zucht sehr gut, steht zu veikaufen bei Osftheim dei Butzbach. Konrad Schneider. 5 Obne Mediein. 9 Brust- und Lungen- kranke fiagden auf naturgemäßem Wege selbft in verzwetfelten und von den Aerzten für u beildar eiklärten Fällen radicale Hei— lung ihres Leidens ohne Mediein. Nach spezuller Beschreibung der Krank— beit Näbetes drieflich durch Dir. J H. Fickert, Berlin, 2013 Wallsteaße Nr. 23. — Obne Med ein. eee ug Oone Mediein. allen Leidendru bietend, sind zu b zichen durch den General- Correspondenten Herrn Ur. Kietz in Duisburg a. Rh; ferner duch die Herren H. v. Gebhardi in Frankfurt a. M., F. Esemaun in Rodenberg, Pr. Hess en und J Prun); in Würz- burg. 2062 eee 27 99 0 5 5 1 75 25 5 5 aheim. S 14 2 885 25 88 Die soeben erschtenene Nr. 52 enthält: 8 8 Der alte Rußländer. Erzäblung aus den batrischen Bergen von Tb. Messerer.(Sch uh.)— Papflbeo. gropbien. Von Dr. Czerwenkz. III. Innocenz III.— Deuische Reisende der Gegenwart VI. Georg Schwein⸗ furth, der E sorscher des Kannibalen und Zwerglandes in Afrika. Me Portrait.— Straßburger Gänseleber pasfelen.— Am Familtentische: Der Weinhäter von Meran. Mit Originalzeichnung von Franz Skarb ina. Zu Bessellungen empfebler sich Bindernagel& Schimpff in sriedberg. Ein Nealschüler 2145 kann bet einer hesigen Famtlie in Pension ge⸗ nommen werden. Nachhülse im Englischen und Fran— zösiscen. Näheres bei der Exped. d. Bl. D leue holl. Dollhäringe! Steinbrechen, veranschlagt zu 40 fl.— kr. Steinsabren 20 Steinsetzen 1311 0 1 Cbaufstrarbeit 1000„—. 2 w un den Wenigfinebmepden in Accord gegeben werden. * 1 Badb⸗ Nauheim den 21. Seplember 1872. 179 0, r del, A bet 25 Bezirks Bauausseber. 5 Arbeits⸗Versteigerung. * 28674 Freitag den 27. d. M., Morgens 10 Uhc, sollen „n vu dem Bürgermeisterei-Bürcau zu Rödgen n, flafterarbelt, veranschlagt zu 190 1 9950 danirarbelt a 1830„ „ 3 Maurcrarbett 46„ an den Wenigsinebmenden in Accocd gegeben werden. 1. 77K Bad Nauheim den 21. September 1872. n 0 70 Brücke l. Bezuks⸗Bauaufseher. 2098 bei Wilh. Fertsch. Einen Vorbeter 2663 auf Neujahr und Versöbnunsstag sucht die tsrael. Gemeinde Bönstadt. Bewerber wollen sich an den Vorstand daselbst wenden. Feinstes Vorschußmehl 2578 billlast bei Friedberg. M. D. Loeb. Verstei 8⸗Anzei ersteigerungs-Anzeige. 2616 Wegen Aufgabe meires Geschäfts lasse ich durch Aucttonator J. Butzdach kommenden Donnerstag den 26. d. M. in meiner Wobnung, breste Straße, nach⸗ benannte Gegenstände öffentlich versteigern, als: ver⸗ schletTene Glas und Porzellanwaaren, Tabake, Holz waaren, alte Fösser ꝛc. ꝛc., auch eine Partie alte Fenstern kommen zum Auogedot. zrtedderg im September 1872. Friedrich Hilbrecht. Erklärung. 2679 Ich Unterzeichneter erkläre biermit, daß das Ge⸗ rücht, welches uch gegen derrn Delnrich Gerster von bier in hieflger Stadt verbreitet habe, eine argwöhnische Lüge von mir war. Friedberg den 13. September 1872. e Ch. Baumann. Zu vermiethen 2680 der obere Slock des ebemal. Walz'schen Hauses. Näheres dei Georg Hieronimus. i i 3065 g 1 1 1 0 95 11 0 N 3 1 1 ö 5 17 1 ei 1 i 1 6 ö 0 N 1 ö 1 1 ö 1 1 ö 1 0 N 14 5 * Local-Gewerbe- und Industrie-Ausstellung 5 u Worms. 2637 Den verehrlichen Besuchern der Local Gewerde · und Industrie⸗Ausstellung zu Worms bringen wir biermit zur Kenntuiß, daß sämmtliche Stationen der hessischen Ludwigsbahn, sowie die Stationen Bobenheim, Frankenthal, Oggerebeim, Ludwigshafen, Speper, Neustadt, Dürkheim, Landau, Weißenburg, Lambrecht, Kaiserslautern und Zweibrücken bei gleichzeitiger Lösung von Ausstellungsbilleten einfache Fahrkarten ausgeben, die zur freien Rückfahrt be⸗ rechtigen Die auf den pfälzischen Stationen gelösten Faprfarten daben zweitägige Gültig⸗ keitsdauer. Die Ausstellung ist taglich geoͤffnet von Morgens 8 bis Abents 6 Uhr und dauert vorläufig bis zum 25. d. Mis. inel. Eintrittspreis 12 kr. 4 Person. sind in dem Ausstellungsgebaude zu haben. Das Gesammt⸗ Comits. Hand Dresehh⸗Maschinen, 2676 neuester Constructon mit und ohne Strobschüttler. Göpel, dazu passend, emrfsiehlt zu Fabrikpreisen die Handlung A. Buch m f uch 9 Früheste Rosen⸗Kartoffeln aus Amerika, 2664 eine neue sehr ertragreiche und wohlschmeckende Sorte, empfehlen zur Aussaat 0 Deumer& Wirth, Samenhandlung in Frankfurt a. M. Deulsche Frauen-Zndustlie-Pereiuigung. Berlin, Wilhelmstr. 23.— Die Vorsteherinnen. 2661 Mi Bezugnahme auf unsere fruheren Annoncen in dieser Zeitung für alle Damen (besseret Berufsklassen) zu empfehlen Haus Verdienst, Anstellungen, Nachweise, Besorgungen und Eiukäufe. Vom 1. October J. J. erscheint das Darmstädter Frag- und Anzeige ⸗Blatt täglich mit Ausnahme des Sonn- und Montags unier dem Tiiel Darmstädter Frag- und Anzeige-Glatt. Tageblatt uhu Stadt und Kreis Darmstadt. 2656 Von allen in Darmstadt und Umgebung erscheinenden Blättern ist das Darmstädter Frag⸗ und Anzeigeblatt wie das älteste so auch das gelesenste in allen Kkeisen der Gesellschaft. Es ist gleichzeitig das Organ für die amtlichen B. kinntwachungen des Großherzogl. Kreisamts und eignet ses sich ducch seine Verbreitung zu Inseraten jeder Art wichen es durch seinen Toßen veserke is den vesten Exjolg sichert. Annoncen werden enigegengenemmen durch die Herren Hoasenstein& Vogler, Daube 8 Co., Rudolf Mosse in Fantjurt und deren Agenuren, Jäger'sche und Hermaunsche Bachhandung in Feinkfurt und duch die Annoncen⸗Expeditionen von D. Frenz und Schäfer in Manz. 2619 Einladung auf das mit dem 1. Oktober 1872 beginnende Neu⸗ Abonnement für den Frankfurter Anzeiger für Politik, Handel, Land⸗ und Volkswirthschaft nebft dessen Unterbaltungsblant Frankfurter Familienblätter. 5 Erscheint täglich dußer Montags. Abonnements-Preis per Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags- Expedition zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowte in den Staaten des Norddeuischen Bundes außer Preußen 27 Sgr.= 1 fl. 34 kr. 6) in ganz Preußen: 1 Tylr. 3 Sgr. = fle 55 ke 5 Bei seinem außerordentlich billigen Preise bietet der 5 1 40 dem Leser durch die Reichhaltigkeit und Fülle n Inhaltes alle„Frankfurter Anzeiger Annebmsichkeiten einer größeren Zeitung und ermöglicht es einem Jeden, dem Laufe der Tagesereitznisse folgen zu können. Der Anzeiger bringt täglich mit der größten Raschbe't in wahrheltsgetreuer unpartelischer Dar⸗ ftellung eine kurz gefaßte, für Jedermann) verfländliche, vollständige Uebersicht der Weltereignisse; nebenbei die neuessen Nachrichten aus Nähe und Kerne, sowie Handel E zr“ alle nö chigen Pandels⸗ und Verkehr unter der zusammenfassenden Rubrik der 77 conomi berichte, Course, Lottlerteztehungen, Verloosungen von Staatspapieren ꝛc.) Gerichttiche und Communal⸗ J st t für den öffentlichen Verkehr und Bedarf, 6 N e eee n era b Dienstgesuche Vermiethungen 9 0 ee alls einen Tbeil des Blattes iltoen 3 wie seither für den Familienkreis fort und und werden die Zraukfurter Familienblätter fort 1 beitragen, 1 Bull dung, Kultur, Sitte Wissenschaft unt Industrte durch ihren Inhalt zu hegen und zu fördern.“ Dleselben er⸗ scheinen ebenfalls täglich und bilden jährlich zwei ftarke Bände. Für dieselben findet kelne Extravergütung statt, Man abonnut bei der zunächst gelegenen Poststelle, hierorts bei der Expedition, Buchgasse 8. r) Gegenüber der immer größeren Bedeutung, welche die Börse im bürgerlichen Leben gewinnt, sehen wir uns deranaßt, unsexen zahlteschen Lesern in Stadt und Land nebes dem täglichen in unserem Blatte zu finderden Courszettel über die wichligflen auf der Frankfurter Börse gehandelten Staatspaptere, Prioritäten, Actien ꝛc. auch noch zwelmal wöchentlich ein vollfländiges Coursblatt nach den Aufzeichnungen des ver⸗ eidigten Bechsel Makler⸗Synd kats mit vergleichenden Coursen.- d. b. die Course der drei zuletztocraangenen Tatze nebeneinander gefellt, zu bieten, wodurch dieselben nicht allein in den Stand gesetzt siud„die Nolirungen wie in jedem großen Blat zu finden, sondern auch den Fluktuationen leicht zu folgen und so einen Werthmesser ihrer Speculatlonen vor Augen zu haben. Auch über die sogenannten Nebeupapiete werden wir allwöchentlich genaue Notiungen nach amt ichen Quellen bringen. Somtt darf unser Blatt auch in dieser Pinsicht als keinem andern Blatte nochstehend betrachtet werden. Zwetschen Auß lage 4000 135 Jabtaang. hat zu verkaufen Loose à fl. 1. per Stück 2577 zu baben: Postanweisungen nach dem In und Auslande, auf 8 Niederhöfer.— Preis 15 kr. 15 2670 Bei unserer Abreise nach Chicago allen örtunden und Bekannten tin herzliches Lebewohl. Friedberg, 22. S ptember 1872. Jeanette& Ludwig Hirschhorn. Ein Mitleser 2607 für das„Nrankurter Journal“ und die„Darm⸗ fläd ter 340 50 wird gesucht. Näheres bei der Expe⸗ düton d. Bl. 1 12 Urgenschirme N 67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr bint en Preisen bei K. Friedrich neben der Pol. Steinerne Töpfe, Auswahl und dilligstt bei 06 Friedberg. M. D. Loeb. Eine Aepfelmühle 12 Presse, in bestem Zußsande, siebt zu verkaufen del 045 lauer Pitriol! 2381 in bester Qualssat det N Wilb. Fertsch. Harlemer Blumenzwiebeln un er Gatantte in der Kunst⸗ und Handels⸗ F. Dlouhy, Gater haus. Ein brauner Jagdhund 2682 ist mir zugelaufen. Der Eigenthümer kann den⸗ selben gegen Erffattung der Jasetratgedühren und des Futtergeldes in Empfang nehmen. Dorheim. Heinrich Stein. 42 A Mobiliar⸗Versteigerung. 2069 Dienstag den 1. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung folgende Gegenstände öffentlich meifibtetend versteigern; 1 zweispännigen Wagen, Erntebolz⸗ und Steig⸗ leltern, 1 Pfublfaß. 5 ftelnerne Schweintröge, ferner Haus⸗ und Küchengeräthe, als: Jässer, Büten, Tische, Stühle, Bänke, Commoden, Schränke, 1 Leier⸗ und Butterfaß, Wagentücher, Säcke u. s. w. Beienheim am 21. September 1872. G. Muth. 77 f Blauer Vitriol 2678 billigsi bei 7 23 Bad Nauheim. Jobs. Wörner. Kirchen buchs auszug e. ö Evangelische Gemeinde. Getaufte: 19. Sept. Dem als Direeior der Friedberger Berg⸗ bau Gesellschaft dahier wohnhasten Bürger zu Oerboch im Königl. Preuß. Kreise Biedenkopf Philipp,. Conrad Albert Constantin Trapp eine Tochter Elisadethe Anna Emilie, geb. am 5. August. Beerdigte: 17. Sept. Anna Margaretha Germer, geb. Kuiß, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Handalbetters Heinrich Germer, 66 Jahre 10 Monate 22 Tage alt, T den 15. September. 1% Katholische Gemeinde. Beerdigte: 5 5. März. Johannetie Rohmann, Ehefrau des hlestgen Bürgers und Steinbauers Franz Roh mann, alt 59 Jahre, F den 3 März. b 11. April. Jobannes Seibert, hlesiger Bürger, alt 87 Jabre, 1 den 9. Apel. 9. Mai. Frieda Pauline, Töchterchen des Kaufmanns Carl Rieder aus Rontweil in Wuttemberg, alt 2½ Jahr, T den 7. Mai. 8. Juli. Burkbard Pfeffermann aus Eichenzell im Kreise Fulda, 31 Jahre alt, 1 den 6. Juli. 15 3. Sept. Luise Scheibel, Ehefrau des Bürgers und Arbeiters Franz Scheibel zu Bad- Nauheim, alt 49 Jabtre, T den 1. September. 2648 gärtnerei von Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Erust Friedrich maler Ulace-AHaudschuhe% B. 2e. 2077 in der Votstadt. Druck und Verlag von Pindernagel& Schtmpff. ate pd inder node ο,Ef in drüber Susammenstcllung der Porto- Caren sar Briefe, Drucksachen, Waarenproben und Gtund amtlicdet Qbellen beardettet von Posimelssen Carl Preußer in Friedberg. Bette Minis wir in J. Jahre 10 0 9 e 3) 6 ö 40 f 1 g 1 Bett! an d