1 * 442 1„„ ˙„„ tttettesse, tt, 3811 ö g . en zu vertan - Kaffe, u n, eric el. Dit kenn. dn betten lf 1 Sen stig u bath 1 be e entttan u nn wic nt abt 0 tan dun. —— mke. barg 4. U. 1 1 c en 1 r; kalen e is n t abet. 1 Waste iadtt ö 1337 — fallt 4 3˙ — W ankert 1872. Donnerstag den 23. Mai. N 59. »Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag . Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- nungsblatt Nr. 25 enthält: I. Bekanntmachung Großb. Provinzial Direction Rheinhessen, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Rheinhessen für 1873 betr. II. Bekanntmachung Großb. Provinzial- Direction Oberhessen, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Oberhessen für 1873 beir. III. Bekeinnimachung derselben, die Aufbringung der Mittel zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjuden— Paft der Provinz Oberhessen für 1872 beir. IV. Bekanntmachung Großb. Provinzial Direction Starkenburg, den Steuerausschlag zur Bestreilung der Zedürfnisse der Landesjudenschaftekasse zu Darmstadt für 872 vetr.. V. Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in un Gemeinden des Kreises Nidda. g VI. Uebersicht der für das Jabr 1872 genehmigten Umlagen zur Besireitung der Communalbedürfnisse in den Zemeinden des Kreises Oppenheim. f VII. Ueversicht det süt das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbebürfnissen in un Gemeinden des Kteises Schotten. i VIII. Ucbersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Semeinden des Kreises Bensheim. IX. Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Amagen zur Bestteitung der Bedürfnisse der istaelilischen Neligtonsgemeinden des Kreises Dieburg. X. Namens veränderung. Seine Königliche Hoheit der Sroßherzog haben allergnädigst geruht: am 20. April det va und Josephine Wagner von Mainz zu gestalten, daß ücselben stalt ihres bisherigen den Familiennamen Scotu Aühten. 0 5 XI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheil der Droßhetzog haben allergnädigst gerührt: am 3. April den vaulboisten im 3. Inf.⸗Reg. Georg Schneider aus Seller um Gefangenwärler im Großh. Provinzialarresttause zu batmsteet, am 19. April den Hauplzollumig- Assistenien Klasse bei den Haupizollamte Mainz, Wilhelm Neuling, um Rev.⸗Contioleur bei diesem Hauptzollamte, und am 3. April den Rath bei dem Abdministrativ Justizhof gegierungsrath Gustav von Marquard zum Mitglied der livildiener⸗Wittwenkasse⸗Commission zu ernennen z am . April den von dem Herrn Fürsten zu ee Gerthheim Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Er ach⸗ Vielorunn im bechönberg auf die 2. evang. Schulstelle zu hxeise Neustabt, präsentirten Schullehrer Joh. Phil. Sch much zu Kimbach, im Kreise Neustabt und den von dem Heren rafen zu Erbach⸗Erbach auf die evang. Schulstelle zu zull, im Kreise Erbach, präsentirten Schulamteaspiranten datl Stumpf aus Kirch⸗ Brombach, im Kreise Neustadi, tet diese Slellen zu bestätigen und an demselben Tage um Finanz ⸗Aspiranten Wilhelm Koch aus Seckmauern, in Kreise Neustadt, zum Sekretär der polylͤchnischen Schule zu ernennen. bang. Schulsialle zu Wohnvach, im Kreise Friedberg, mut nem jährlichen Gehalt von 654 fl. 23. ke., dem Herrn XII. Dieustentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Ctoßherzog baben allergnädigst geruhr: am 17. April den tauptzollamie⸗Assistenten II. Klasse bei dem Hauptzoll⸗ amte Mainz, Karl Müller, am 20. April den Lehrer au ur Realschule zu Friedberg, Philipp Wirth— und am 1, April den Ausseher bel der Brückengelderhebung zu zustel, Friedrich Ernst Schäfer, auf deren Nachsuchen aus item Oiensie zu entlassen. 5 a XIII. Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Croßherzog haben allergnädigst geruht: am 26. April den kofgetichisrath a. D. Carl Reuling auf sein, Nachjuchen und unter Anerkennung der von ihm bereitwillig geleisteten taprießlichen Dienste von den Functionen eines Miglicde on Civiloienet⸗Wiuwenkasse-Commission zu entbeben. XIV. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: r Crafen zu Solms-Laubach steht das Präsentationsrecht zu deer Slelle zu; die evang. Schulstelle zu Bulla, 1 Frelse Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 300 fl. 7n kt.; dem Herrn Grafen zu Erbach Fürstenau steht das zäsen tattonstecht zu dieser Stelle zu; die 2. evang. ahulstelle zu Sprendlingen, im Kreise Offen bach, 10 em jährlichen Gehalt von 300 fl.) die evang. Schulstalle 1 Heidelbach, im Kreise Aleseld, mit einem jährlichen behalt von 300 fl. 34 kr.; die Disteictseinnebmerei Butz dach II., für welche eine Dienstcauton von 3000 fl. er- bert wirb. Concurtenzsähige Bewerber haben sich inner 6 95757 4 Tagen anzumelden. XV. Sterbefälle. Gestorben sind: am 20. Nov. v. J. der sustentirte Grenzausseber Heinrich Momberger zu Kloppenheim; am 20. März der Schullehrer Ludwig Völzing zu Altenstadtz am 27. März der Schullehrer Cbristian Reichmann zu Bergheim; am 29. März der Schullehrer Valentin Molitor zu Drais; am 5. April der Förster Ludwig Berger zu Münster; am 11. April der Schullehrer Sauer zu Okarben; am 18. April der Districts⸗ eiunehmer Kaspar Scharmann zu Butzbach; am 22. April der pens. Förster Peter Degenhardt zu Reichenbach; am 24. April der Hofgerichts Adrocat Justizraih Buchner zu Darmstadt. Darmstadt. Post⸗Personalnachrichten. Der Oberpostdirections-Secretär Kromm ist unter Er— nennung zum Postoirector als Vorsteher des Kaiser— lichen Eisenbahn-Postamts Nr. 26 in Mainz bestätigt worden. Der Postsecretär Möller in Bingen ist zum Oberpostsecretär ernannt worden. Zu Postsecretären find ernannt worden: die Post— practicanten Bräunig und Krüger in Darmstadt, Raab, Quetsch, Wernicke, Ensinger, Bernius, Kohler, Platz und Schallas in Mainz, Marchand, Hohmann, Volk und Kaminski in Offenbach a. M., Delp und Tietz in Bingen, Gresser in Friedberg und Jung in Gießen. Der Postamts- Assistent Malbrandt ist als„Bureau-Assistent“ bei der K. Oberpostdirection dahier definitiv angestellt worden. Der Großh. Bürgermeister Hechler ist zum Post⸗ agenten in Reichenbach i. O., und der Brücken gelderheber Schranz zum Postagenten in Kostheim ernannt worden. Der OberpostdirectionsSeeretär Maricy ist von Magdeburg nach Darmstadt, der Postsecretär Hill von Frankfurt a. M. nach Vilbel, der Postsecretär Hultzsch von Gießen nach Pfung— stadt und der Postsecretär Körber von Bensheim nach Wesserling versetzt worden. Der Burktau- diener Huppert in Mainz ist zum Postpackmeister ernannt worden. Der Postconducteur Heinerlei in Mainz ist mit Pension in den Ruhestand versetzt worden. Gestorben ist der Postpracticant Köpke in Worms. — Das„Fr. J.“ schreibt: Einem Wunsche der Stände entsprechend, wird beabsichtigt, die Steuern, statt wie bisher monatlich, künftig alle zwei Monate zu erheben. Hierdurch würde die Geschäftslast der Districts»Einnehmer bedeutend verringert und die Möglichkeit einer Verringerung der Rentämter geschaffen werden. — In militärischen Kreisen verlautet von ver schiedenen Maßzregeln, welche offenbar den Zweck haben, den Termin einer etwaigen Mobilistrung um 2—3 Tage abzukürzen. Gießen. Der erst zu Ostern e, als ordent⸗ licher Professor der pathologischen Anatomie von Marburg an die hiesige Universität berufene Dr. med. Langhans soll sich nun doch dahin entschieden haben, die ihm in Bern gebotene Stellung anzu— nebmen, wird also mit nächstem Semester die hiesige Universttät wieder verlassen. Berlin, 16. Mai. Der Reichstag verwarf nach sechsstündiger Debatte, wobei Kiefer, Graven— herst, Lucius, Schulze(Berlin) und Fischer (Augsburg) gegen, Reichensperger(Olpe) für die Jesuiten, bezüglich für einzelne Fractionsanträge, Gneist für den Commisstonsantrag gesprochen hatten, bei namentlicher Abstimmung den Antrag Mallink. krodt, den Antrag Sonnemann, sowie den Antrag Schulze und Gen., und nahm dagegen den ersten Theil des Antrages Wagner-Lucius sowie das dazu gestellte Amendement von Marquardsen und Gen. mit 205 gegen 84 Stimmen an. 17. Mai. Der Reichstag erledigte die erste Lesung des Entwurf einer Seemanns-Ord- nung und des Gesetzentwurfs über die Verpflichtung von Kauffahrteischiffen zur Mitnahme hülfsbedürf⸗ tiger Setleute, beschloß nach längerer Debatte den Verweis der beiden Entwürfe an eine Commission von 14 Mitgliedern und genehmigte bierauf in Fortsetzung der Berathung des Reichsetats pro 1873 sowobl die hier wie in dem Nachtragsetat pro 1872 für das Reichskanzleramt geforderten Ausgaben. Nachdem Staats minister v. Delbrück auf eine an das Reichskanzleramt gerichtete An⸗ frage erklärt hatte, daß Seitens desselben Aystalten getroffen seien, um von Reichswegen den 1874 statifindenden Durchgang des Planeten Venus durch die Sonne beobachten zu lassen, genehmigte der Reichstag die Ausgaben für den Reichsrechnungs⸗ hof und das Oberhandelsgericht mit dem Nach- tragsetat für letzteren. Bei Berathung des Etats sür das auswärtige Amt wurde Bennigsen's An⸗ trag auf Errichtung bon Berufeconsulaten in Italien und eines Generalconsulats in Rom angenommen, nachdem der Bundescommissär Philippsborn die Errichtung eines Consulats in Rom für noth⸗ wendig erklärte, das vom Reichskanzleramte beob⸗ achtete gemischte System von Berufs- und Wahl⸗ consulaten vertheidigt und für den nächsten Etat auch die Einstellung eines Consulatspostens für San Franzisco verheißen hatte. Das Haus de⸗ willigte ferner alle Etatspositionen des auswär⸗ tigen Amtes, nahm den Antrag Bennigsen's auf Umwandlung des archäologischen Instituts in Rom in ein Reicheinstitut, sowie die Gründung eines Zweiginstituts zu Athen an und genehmigte endlich die Einnahmen der Post. und Zeitungs verwaltung. — Die„Spener'sche Zeitung“ erklärt sich auf Grund sorgfältiger Erkundigungen ermächtigt, die von einem hiesigen Blatte gebrachte Sensations⸗ nachricht, Fürst Bismarck habe vor seiner Abreise den Geschäftsträger bei der Curie beauftragt, Cardinal Antonelli zu eröffnen, der Kaiser könne auf Errichtung der bereits vereinbarten päpstlichen Nuntiatur in Berlin augenblicklich keinen Werth mehr legen, als vollständig unbegründet und für eine dreiste Erfindung zu erklären. In Bonn verschied am 17. d. im dortigen Jesuitenkloster in Folge eines Gehirnschlages der vielgenannte Kanzelredner Jesuitenpater Peter Roh im Atter von 61 Jahren. München. Der Kaiser von Rußland hat 24 Stabs und Oberofsiziere der dagerlschen Cavalerte⸗Regimenter„Großfürst Konstantin“ und „Kronprinz des deutschen Reichs“ wegen der tapseren Haltung derselben während des deutsch- französischen Krieges decorirt. Stuttgart. Der bisherige Ober-Bürger⸗ meister der Residenz v. Sick wurde zum Minister ves Innern ernannt und fand dessen Beeidigung durch den König bereits statt. Hamburg. Zu der allgemeinen deutschen Lehrerversammlung sind etwa 5000 Lehrer und Lehrerinnen aus allen Theilen Deutschlands sowie aus Deutsch-Oesterreich hier eingetroffen. Auch Belgien, Rußland und Serbien sind vertreten. Ausland. Oesterreich. Wien. Im Abgeordneten— bause wurde eine Interpellation gestellt, welche Reglerungsvorlagen betreffs der Regelung der Verhältnisse zwischen Staat und Kirche fordert. Anläßlich der Debatte über die Besorgung des Religionsunterrichts an den Volks- und Mittel- schulen erkärte der Unterrichtsminister, daß die . ————— Regierung mit der nerlichen Bischofs⸗Conferenz keine Verhandlungen gepflogen und keinerlei Con- cessionen gemacht habe. an die Regierung gemachten Eingaben zeichneten. sich durch ö nähmen den Bestand der gegenwartigen Gesetz⸗ gebung zum Ausgangspunkte verschiedener Wünsche. Die, werde die Eingaben pflichtmäßig prüfen, jedoch an den bestehenden Schu gesetzen dem Wort und Sinne nach festhalten. Frankreich Paris. General brich hat an Thiers einen Brief gerichtet, in welchem er seine Stellung vor ein Kriegsgericht verlangt. Versailles. Die„Agence Havas“ meldet; Der Präsident der Republik hatte eine Unter- redung mit dem deutschen Botschafter, Grafen Arnim. Die Unterhandlungen dauern in bestiedi⸗ gender Weise fort.— Es ist nicht wahrscheinlich, daß die beabsichtigte Anleige vor Ende dieses Jahres aufgelegt werden wird. Die Rente ist unter den beweglichen Werthen, welche die Budgetcommis-⸗ sion zur Besteuerung empfiehlt, nicht einbegriffen. — Nach einer Anzeige des Generalpostdirectors v. Rampont ist die Inkrafttretung des deutsch⸗ französischen Postpertrags auf den 25. Mai festgesetzt. Dänemark. Kopenhagen. Ein islän⸗ discher Schooner meldet, daß in Husavik(Nord- küste von Island) am 16., 17. und 18. April Erdbeben verspürt wurden. Zwanzig Häuser wurden zerstört, Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Spanien Madrid. 15. Mai. Das „Diaro del Pueblo“ meldet vom Aufst and: in det Provinz Toledo sei eine Bande aufgetaucht, welche nach den Einen 500, nach den Andern nur 60 Mann stark sei. Drei Compagnien Infanterie seien von Madrid nach Toledo abgegangen. Der „Courrier de Bayonne“ meldet, daß 4000 Car- listen um Durrango vereint seien, Dasselbe Blatt bestätigt, daß der General Elio vermißt wird. Auf dem Ministerium des Innern war die, freilich unverbürgte, Meldung eingetroffen, daß Serrano gestern Abend in Bilbao eingerückt sei. — 16. Mai. Der Marschall Serrano isl in Zornuza angekommen, ohne auf Widerstand zu stoßen. Der Contre⸗ Admiral Vinalet, welcher Bandenführer in Fortuna(Murcien) war, und die anderen Bandenführer der Provinz sind als Gefangene gestern in Carthagena angekommen. Sie werden vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Wie man aus Bordeaux meldet, ist der Carlisten⸗ General Pacheco, bei dem man sein Patent und seine Uniform fend, dort angehalten und nach der deutschen Grenze expedirt worden. — Die Gerüchte, wonach Serrano in Bis- toya geschlagen wäre und Gefangene verloren hätte, werden amtlicherseits als vollständig falsch be⸗ zeichnet; der Marschall setze seine Operationen vielmehr siegreich fort. — Nach hier eingetroffenen amtlichen Nach- richten aus den Provinzen haben auch in der biscayischen Bande die Desertionen begonnen. Zahlreiche Insurgenten haben sich bereit erklärt, die Waffen niederzulegen; 4000 sollen sich unter⸗ worfen haben. Auch in den anderen Provinzen nehmen die Unterwerfungen zu und verschwinden die Banden. Türkei. Konstantincpel. Der von dem Grohvezier an den Sultan erstattete Jahres- bericht constatirt, daß die Armee mit Inbegriff der Reserve auf 800,000 wohlbewaffnete und equipirte Mann gebracht und hinreichend mit Kanonen versehen sei, daß die im Marinewesen bewerkstelligten Forischritte die Tirkei zu einer der ersten Seemächte mache und daß die Grenz⸗ befestigungen thätigst betrieben, werden und die Leistungen der Acsenale bedeutend sind. Der Be; richt meldet außerdem Verbesserungen und Erweite⸗ rungen im Justiz, Schul-, Eisenbahn- und Schiff⸗ fahrtswesen, im Bergbau und in der Bodenkultur. Amerika. Newyork. Nachrichten aus Japan melden, daß in Neddo eine große Feuers brunst, welche sich über vier englische Quadrat- mtilen ausbehnte, stattgefunden hat. 30,000 Menschen sind obdachlos. — Die meisten Zeitungen weisen auf eine Abnahme der von den demokratischen antigran⸗ Die von den Bischöfen eine versöhnliche Haltung aus und Senatoren gegen den Zusatzartikel zur Alabama Frage gemachten Opposition hin und halten eine zufriedenstellende Lösung bei dem all⸗ gemeinen Wunsche nach Beendigung für zweisellos. tischen — Gutem Vernehmen nach bezwecken die Aende⸗ rungen und Zusätze, welche det Zusatzartikel zum Wasbingtener Vertrag Seitens des Senatsaus⸗ schusses erhalten hat, die Möglichkeit auszuschließen, daß England zukünftig nicht nur indicecte An⸗ sprüche, wie solche in der Prozeßschrift der Union aufgeführt sind, erhebe, sondern es soll überhaupt vethindert werden, irgend welche indirecten An- sprüche wegen Verletzung der Neutralität geltend zu machen. Für diese Modification glaubt die Regierung eine Majorität von Zweidritteln des Senats gesichert. Frankfurt. In hiesigen Blättern ist folgende Warnung zu lesen: Zur Zeit ist es böchst gefährlich, sich unter Bäume zu seßen. Ein hiesiger Bürger, welcher am 16. d. Nachmitlags duf dem alten Küchhof sein Schläschen hielt, halte das Unglück, daß ihm eine Raupe über die Wangen und die Augenlider lief. In kaum einer Viertelstunde war das ganze Gesicht geschwollen und war er nicht mehr im Stande zu sehen. Frankfurt. Am Samstag Nachmittag sind die Bronce⸗Geschütze aus Straßburg, welche Kaiser Wilhelm der Stadt Frankfurt zum Geschenk gemacht hat, für die Domglocken hier eingelroffen. Juleressant sind die Namen der 12 Geschütze: L'inflexible, gegossen 1839. L'impuni, gegossen 1787. Egalite, gegossen 1827. Le Concilialcur, gegossen 1790. Le Confident, 1827. Le Leonard, 1850. Le Fabar, gegossen 1851. Le Calvois, 1830. Le Limacon, 1842, und zwel Bronce Rohre ohne Namen. Die neuen Domglocken sollen, wie man erzähit, sämmilich hier auf der Pfingstweide gegossen werden. Darmstadt. Nachdem am 17. d. Nachmittags der Blitz auf dem neuen Friedhofe einen dort beschäftigten Erdarbeiter eischlagen, entlud sich gegen 12 Uhr der fol⸗ genden Nacht über unsere Stadt ein Hagelwetter, wie man sich hier nicht erinnert, es jemals erlebt zu haben. Schloßen von der Größe eines Taubeneies fielen mii so furchibarer Vehemenz, daß Jedermann aus dem Schlaf geschreckt wurde und sich die Hausbewohner ängsilich sammellen. Am Morgen bot sich denn in den Gärlen ein wahrhaft trogloses Bild der Veiwüftung; die Pflanzenbeeie sind vernichtet, die Zweige an Bäumen und Büschen geknickt und Biärter und Blüthen abgeschlagen, lo daß z. B. in den schönen Kastanienalleen der Umgebung der Boden vollständig von ihnen besackt war. Viele Fenstelscheiben, so z. B. am Zeughaus, sind eingeschlagen und selbst Ziegel auf den Dächern zertrümmert woroen. An Plätzen, wo die Hagelkörner zusammengekehrt waren, lagen dieselben noch bei vorgerückler Morgennunde sußyoch. In mehreren Sitaßen hatie während des Unwetters das Wasser jußhoch geslanden. Die Grafenstraße z. B. wol ein e nziger großer Strom, so daß die Schuowache, welche vor dem Corrections haus steht, um 12 Uhr nicht abge⸗ löst werden konnte, und, obwohl sie in dem mit einem ziemlich hohen Podium versehenen Schilderhause sland, doch bis um 1 Uhr, bis an die Knie im Wasser stehend, noch auf ihrem Posten zubringen mußte. Auf den Feldern bietet sich dasselbe Duo der Verwüstung, so daß der Schaden sich jedenfalls auf viele Tausende belaufen muß. Vule Vögel wurden getödtet. Nach Mittheilungen von Landleuien scheint sich das Unwelter bis über Wirxhausen erstreckt zu haben. Griesheim wurde von demselben fast gar nicht heimgesuch! und bemerkten die von dort hierher⸗ gekommenen Leute die beirächtlichen Verbeerungen eri von der Hälfte des Wegs au.— In Messel soll dagegen das Weiler großen Schaden verursacht haben und ebenso, wie Augenzeugen bestäligen können, in der Bessunger Feldge— markung. In Eberstadt, Pfungstadt und Jugenheim soll aleichsalls das Metier gewüthel haben. Vom Main. Nach einer Privasmiitheilung des „Fulo. Anz.“ werd sich unter den zahlreichen Amerikanern, die auf vier Exiraneamer nach Eurepa kommen, um das deulsche Schützen fest zu besuchen, auch Fr. Hecker befinden,„falls es seine Gesundheilszunände erlauben.“ Heckti's zahlreiche Freunde werden sich herzlich freuen, den verehrten Mann nach 23jäbr ger Trennung wieder in der alten deutschen Hezmath herzlich begrüßen zu können. Fulda. Ju Schlüchtern entgleiste am 17. d. der hintere Theil des Frankfurt- Berliner Tag- Schnellzuges, wobei die Wagen und das Geleise beschädigt wu den. Die Passigiee kamen mit heiler Haut davon, erlitten aber einen nicht geringen Schrecken. Dem Zug bercitete die Katastrophe eine 2½stündige Verspälung. Aus der Pfalz wid gemeleet, daß auch dort in der Nacht vom 17. zum 18. d., gegen haitz 11 Ubr, ein hesti tas Gewitler mit siarkem Hagel großen Schaden an⸗ gerichtet bal. Namentlich haben die Fluchtfelder unter dem starken Hagelschlage gelitten. Der Stumwind bat viele Bäume ihrer meisten Früchte beraubs. Das Welter hal besonders in der Gegend von Speyer und zwar in den Gemarkungen Hanhofen, Iggelbeim, Harthausen, Schiffer. stabt u. J. w. die schöͤnsten E ndleheffuungen vernichlel. Stuttgart. Ein am 19. d. Nachmittags stalige⸗ habtes Hagelwelter bat die Genend am oberen Neckor, besonders Tubingen und Umgebung, schwer geschädigt. Mühlheim a. R. Am Nachmittage, des 14. d. befanden sich in dem zu ebener Erde befindlichen Classen⸗ zimmer einer erst vor eiwa zwei Jahren eröffneten Schule sämmtliche Schüler, um die Vorstellung eines wandernden Pyysikers anzusehen. Plötzlich senkte sich der Boden und ebe man an Rettung denken konnte, stürzten Alle in die Tiese. Von den 300 Schülern, welche mit all den schweren Gegenständen hinabstürzten, ist Niemand tod! geblieben erg an e sin zwei Beinbrüche vorgekommen. Die Untersuchung daß der einzige Träger de Gebälte 1 0 nicht mehr im Stande war, die vermehrte Last zu tragen. Aus Ober⸗Elsaß erzählt im„Neuen Relch“ ei deutscher Reisender Folgendes:„Auf der Fahrt von p nach Basel say ich in der Ensernung von 200 Schritten einen großen Hund über den Weg in die Büsche laufen; der Hund meines Reisegejährten, eines e ine woll ie ihm nachjagen, kehrte aber auf den Pfiff seines Herin zurück. Der Elsässer lachte in sich hinein und rief seinem gehorsamen Thiere zu:„So recht, Musche; geht dich nichts an, sieht nicht im Dienst; bei Leibe nicht stören im Ge, schäst!' Der vertraulich gewordene Elsässer löste mir bald das Räthsel. Der fremde Hund kam aus der Schweiz und brachte seinem Herrn im Elsaß eine kleine, aber kost⸗ bare Ladung von Contrebande, als da sind: Spitzenweik, Uhren und Goldsachen. Die Ladung war mitielst einer Art Sattel an seinem Körper befestigt. Diese Hunde sind lug, vermeiden die Grenzjäger, schwimmen durch Bäche und klettern über Felsen, bis sie ire Waare beimgebrach haben; nur selten wird einer weggepirscht. iese Hunde werden auf einfache und schlaue Art diessitt. Der Hund wird zu Hause gut gefüttert und dann über die Grenze nach dem Orte geführt, wo er später seine Ladung zu empfangen hat. Dort wird er eine Zeitlang eingesperrt und erhält nicht nur keine Nahrung, sondern auch Schläge von einem mit der Unisorm eines Grenzjägers bekleideten Manne. Wird der Hund losgelassen, so eilt er sporn⸗ streichs nach Hause zurück. Unterwegs aber, besonders auf größeren Straßen, die er versolzen könnte, stehen Leute mit Peilschen oder auch Flinten, die mit Erbsen geladen sind, und schlagen und schießen auf ihn. Der eingeschüchterte Hund stürzt sich seiiwäris in die Büsche und vermeidet sehr bald alle fremden Menschen. Nach zwei oder dreimaligem Laufen bat das kluge Thier äus⸗ gelernt und ist der beste Pascher. Sechs Hunde ernähren gut ihren Mann.“ 0 Zur Aufklärung. Unser Eingesandt in Nr. 55 d. Bl. bat in der letzten Nr. eine Erwiederung erhalten. In derselben ist gesagt, daß die Besoldungen der sämmtlichen biesigen Lehrer, soll wohl heißen:— Real- und Volksschullehrer— nachden sie seit 1862 um 4974 fl. gestiegen sind, nunmehr 12781 fl. detragen. Von Rechis wegen hätte der Herr Erwiederer di! Reallehrer, deren wir in obigem Eingesandt mit keinem Worte Erwähnung gethan haben, ganz aus dem Spiele lassen und nur den Gesammtbetrag der Bolksschullehrer⸗ gehalte angeben sollen. Doch mit dieser Summe allein konnte er nicht imponiren und uns nicht scheinbar wider, legen. Deswegen trug er die Budgets der beiden städtischen Schulanstalten summirt vor.— An obigen 12781 fl. pariicipirt das Lehrerpersonal der Realschule mit mindestene 9056 fl., so daß also auf die 7 diesigen Vollsschul: lehret höchstens 3725 fl. kommen. Der Durchschnüte⸗ gehalt Letzlerer beträgt sonach nur cg. 530 fl.— 3 haben eiwas mehr und 4, davon 2 sogar ca. 60 fl. weniger als das Mittel— während vor 30 Jahren, also zu einer Zeit, wo der Geldwerth bedeulend höher war, als er jetzt it, ein hiesiger definitiv angestellter Lehrer eine Besoldung von 600 fl. haue.— Daß in Bezug auf Vecbesserung der fraglichen Besoldungsverhälinisse hier nichts geschehen sei, haben wir weder behauptet noch unterstellt. Das zu thun, konnie uns um so weniger einfallen, als wir ja wissen, daß vor eiwa 2 Jahren laut„Obe rhessischer An⸗ zeiger“ den älteren biesigen Volkoschullehrern je 25 fl. und den jüngeren, welche zwar auch keine Jünglinge mehr sind, je 50 fl. Zulage verwilligt wurde. Wir behaupieten nur, daß noch nicht in ausreichendem Mage für unsere Stadtlehrer gesorgt wäre. Und diese Lehauptung halten wir nach wie vor in ihrem ganzen Umfange aufrecht. Anders freilich verhielte sich die Sache, weun die 4974 fl. um welche das Budget für die städischen Schulen in den ltzeen Jahcen gestiegen ist, nur zur Hälfte auf Ver besserung der materiellen Lage der Volksschullehrer ver wendet würde. Effectiv aber trägus ihnen davon kaum 600 fl wäyrend 4374 fl. die Reallebrer beziehen.— Resums: Die 7 biesigen Volksschullehrer participren mil kum 600 fl. an der Erhöhung(4974 fl.), mit höchstens 3725 fl. an dem Gesammebetrag(12781 fl.) der Be, soldungen der städtischen Lehrer— und ihre Besoldungen sind eiwa 590 bis 475 fl.—„In Erwägung dieser Thal“ lachen, können wir jedem Unbefangenen üderlassen, zu beurtheilen, ob die Schreibweise des Herrn Erwederers und die Unterstellungen desselben gerechisertigt erscheinen. — Was nun die in Aussicht gestellie Besoldungszulag betrifft, so zweifeln wir zwar nicht, daß dieselbe eine an⸗ sebnliche sein werde, vermögen jedoch nicht einzuschen, warum dieselbe etst in's nächszäbrige Gemeindebudge⸗ aufgenommen werden soll. Gewähre man sie doch jeh schon; oder verleihe man weniastens einem später zu assenden Beschlusse rückwifkende Krafl.— ö — Verloosung.—* 1 von 1867 Anleihe der Stadt Brüssel (100 Frs.⸗Loose.) Verloosung vom 15. Maf 1877. Auszahlung der Haupigewiune vom 2. Juli 1872 a Berlin bei Delbrück, 8 Co. Hauptgewinne: Nr. 20 25 000 Frs. Nr. 205172 2000 Frs. Nr. 267) un 98403 je 1000 Frs., N.. 150115 und 181900 fe 500 Js. Nr. 87062 86560 103530 und 200663 je 250 Frs. — nen butch N. Deett einge 8 Dig de Nen. 9 dn. * cut Ling Seieng tinethr dert aug Stil. nete deflau „„% A et ie ede, dete ank, un mi e. r u de dit r nden 41 fue Wir iu 0 Hande eri 2g „ t d n erheben 1d eng ien ah e Ache— nac Art 12781 f e Cee ol rel mit kmtu Ar Spalt lar eisen „ Summt alt Bekanntmachung. 1390 Müßlendesitzer Friedrich Huber zu Wissels⸗ deim beabfichtigt 2 Sielle des dermalen vorbandenen, 8. er⸗Mörlen gelegenen Wehrs ie Erdauung eines neuen Uebersallwehres für seine 10 8 tierfluß Saen Müble auf dem Gangflt Far r. 113, Gemarkung Wisselsbesm. Pläne und Beschlelbungen können in unserer Re. istratur eingeseben werden und find Einwendungen igen die prefectirte Stauanlage binnen 14 Tagen, bei Meidung des Ausschlusses, bei uns vorzubringen. Friedberg am 13. Mai 1872. Großbherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Daa 6. Kris Assessor. Veröffentlichung. Pofapotbeker Wilbelm Sturmfels und Kaufmann Karl Friedrich Adam zu Friedberg daben raselbff selt dem 1. d. M. eine chemische Fabrik unter der Firma „Sturmfels& Adam errichtet, und isf jeder der beiden Theilhaber berechtigt, die Fuma zu zeichnen. Der Eintrag dierüber ist heute im Firmenregister unter Nr. 161 erfolgt. Friedberg am 16. Mai 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. 1375 Reiß. 3 N*—* 1 Holz-Versteigerung im Domanialwald der Oberförsterei Eichelsdorf. 1383 Montag den 27. und Mittwoch den 29. Mai werden in den Distrikten Degwald und Bieberwald nach stehende Polzsertimente verfleigert: Brennholz. Scheltholz. 8 Stockholz. Reloholz. Holzart. a um meter. Buchen⸗ 820 260 250 456 Eichen⸗— 10 6 6 Nadelholjß⸗— 4 2 6 Topen 2—— B. Bau- ꝛc. Holz. 25 Eichen Stämme von 15— 70 Centimeter Durch⸗ messer und 5—19 Meter Länge mit 14,53 Fefsmeter, 12 Nadel⸗ Stämme von 15— 32 Centimeter Durch⸗ messer und 7— 10 Meter Länge mi 3,80 Festmeier, 12 Buchen⸗Stämme von 38— 88 Centimeter Durch⸗ messer und 2—15 Meter Länge mit 18,83 Festmeler. Am ersten Tag kommt das Briennbolz im Hegwald, sowie sämmtliches Bau⸗, Werk- und Nutzholz zum Aus⸗ gebot, am zweiten Tag das Brenrholz im Diftrikt Biedterwald. Die Versteigerung beginnt an beiden Tagen Morgens präcis 9 Uhr. Zusammenkunft am ersten Tag im Distrikt degwald bei Nr. 1, am zweiten Tag im Bieberwald bei Nr. 324. Das im Bieberwald lagernde Bau- 1c. Polz wird Mittags 12 Uhr im Hegwald versteigert: die Steigerer wollen sich dies vorher durch Forslwart Adolph in Langd vorzeigen lassen. Bei den Buchen⸗Stämmen finden sich mehrere starke packk l öͤtze. Elcheledorf am 20. Mai 1872. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdori. Ge Aer. Bekanntmachung. 1393 Unter Bezugnahme auf die vom Groß berzoglichen Kreis amt Friedberg vom 21. November 1870 veröffent⸗ lichte Wochenmarkts⸗Ordnang für biesige Stadt(in Nr. 142 des Oberhessischen Anzeigers für 1870). welche auf biesigem Ralbbause und den Großberzoglichen Bürger meistereien der Umgegend eingeseben werden kann, wird blerdurch zur öffentlichen Kenntnih gebracht, daß die Wochenmärkte dahler nunmehr vom 27. d. M. ab eden Montog, Donner stag und Samstag auf biesigem Rath⸗ hausplatze abgebalten werden. Bad⸗Naubeim om 18. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeiflere! Bad Nauheim. l Schutt. Gtassamen-Versteigerung in dem Forste Nidda. 1373 Donnerstag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gartensaale zu Salzhausen die dleelährige Grassamenerndte aus den Domanialwaldungen der Obersörsterel Ridda, Ortenberg und Bingenbelm, sowit aus ben verschicdenen Gemelndewaldungen des Norstes versteigert werden. Nähere Auskunst erthellen auf Ver⸗ langen vor dem Verfteigerungstermin die betreffenden Großherzoglichen Oberförslereten. Salzhausen am 17. Mai 1872. Oroßberzogliches Forffamt Nidda. Nievergelder. Jabrit-Lager von Copcten. 220 i e 1— 22 rinenpforte 17 a ben 2 u tr Katha* —— 5 20. Nußmann's Nachsolger 2. 5. 1327 Donnerstaß den 16 Mai d. J. beginnt auf dem Gräfl. Braunkohlenbe der Verkauf neugeformier Koblenklöße. Der Preis pro Gleichzeitiß deginnt elne e Creditperiode. Ende dieses Jabres Credit, verbu Ossenheimer Bergwerk den 11. Mal 1872. ohlen Verkauf. rg werk bei Offen beim Cir.= 14 Stück beträat 14 kr. 1 Gegen Einlage vorschristsmäßiger Bürgscheine wird bis eu mit einer Zahlungsfrist bie Ende März 1873 gestattet. Gräfl. Bergverwaltung. Cheliu s. Main⸗Weser Bahn, 1376 Es sollen die sämmtlichen Bauarbeiten zur Ver⸗ groͤßerung des Güterschuppens auf dem Bahnhose Gießen, einschließlich Lieferung aller Materialien, im Wege öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten find portofrei und verficgelt mit der Aufschrift:„Submission auf Bauarbeiten zur Vergröße⸗ rung des Güterschuppens ouf dem Bahnbofe Gießen“ dis zum Submissionstermin am 1. Juni 1. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs Inspektion zu Frankfurt a. M. einzureichen, wofelbsi auch die Zeich nungen, Kosten-Anschläge und Bedingungen eingeseben und die Submissions⸗Formulare in Empfang genommen werden können. Fraukfurt a. M. den 11. Mai 1872. Königliche Betrteds⸗Inspektlon. Heyl. Holz-⸗Versteigerung. 1392 In dem biesigen Gemeindewalde District Aussicht soll nachbezeichnetes Gebölze versteigert werden: Montag den 27. Mai l. 3. 1 Raummeter Eichen Scheitholz, 4 Nadel⸗ 1 30 4 Birken ⸗Prögelholz. 16 1 Eichen⸗ 5 42 5 Nadel⸗ 8 14 1 Erlen⸗ 7 14½ 7 Nadel⸗Stockbolz, 2 5 Erten- 25 6025 Stück Buchenwellen, 2500„ Eichen Astholzwellen, 28013„ Nadel- und Weichholzwellen, 2215„ Dornwellen. Dienstag den 28. Mal l. J. 151 Eichen⸗Stämme 58 40 Kubikmetet, 103 Nadel; 7 25.09 7 2 Kirschen⸗ 0.44 5 7 Bitrken⸗ 5 0.89 1 5 87 Nadel- Stangen 4,10 7 Der Anfang der Verstetgerung degtaat jedesmal um 9 Ubr Vormittags, Zablungotermin; Martini l. J. Ober Mörlen am 21. Mal 1872. Großherzogliche Bürgermeisserzi Ober-Mörlen. Jecke l Holzverstei gerung. 1391 Die beute im hiesigen Gemeindewalde Otstrikt Kunzbach flattgebabte Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Samflag den 25. d. Mis. fefigesettt worden. Abfahrtage sind: Dienssag, Donnerstag, Samssag, Vormittage von 7 bis 12 Uhr, bis zum 15. Juni 1872. Ober⸗Mörlen am 2t. Mai 1872. Großherzogliche Bürgermeltfterei Odet⸗Mörlen. Jecke l. Arbeits Versteigerung. 1389 Samstag den 25. Mat, Nachmittags 3 Ubr, soll auf dem Bureau des Gl oßberzoglichen Bürgermeisters zu Münzenberg nachftehende Arbeit einer öffentlichen Verfteigerung ausgesetzt werden. 1) Chaussirarbeit, 11. Kostenüderschlag 666 fl. Y Maurctarbeit 5 N 3) Brechen der Mauersteine in den Münzen · berger Steinbrüchen 30„ 4) Anfohren der Steine 8„ 5) Liefern von Mauersand 7 6) Aufsetzen der Steine und Messen von Sand 5, 7) Liefern von Kalk 22 5 8) Vefern von Deckplatten aus den Rocken berger oder Münzenberger Steinbrüchen Gambach am 21. Mai 1872. Schneider, Bezirksbauaufser. 160„ Arbeits Verstei gerung. 1386 Mittwoch den 29. Mai, Nachmitta 6 2 Ubr, soll auf dem Bürecau des Großherzoglichen Bürger meisters zu Rockenberg folgende Arbeit einer öffentlichen Ver⸗ steigerung ausgesetzt werden: 1) Pflastrrarbeit, lt. Koffenüberschlag für 78 fl. 2) Brechen von Pflasler- und Chaussirssetnen in den Nockenberger Steinbrüchen 1880 4. 3) Anfahren der Stelne 80 4) Aufsetzen derselben 0„ 5) Zerschlagen von Stesnen zum Eindecken 157„ 6) Liesern von Pflastersand aus der Rocken berger Sandgrube Gambach den 21. Mai 1872. Schneider, 20„ der Niederlande. in Frankfurt a. M. Bezirks ⸗Bauaufseher. Pergebüng von Bauarbeiten. 1379 Zur Errichtung der Bauten einer chemischen Fabrik für Unterzeichnete sollen nachstebende Arbeiten mit Materiallieserung an den Mindeflfordernden. auf dem Submissionswege vergeben werden, fl. kr Zimnicrarbeit(Arbeitslohn), veranschlagt zu 83 36 Schreinerarbeit 100— Schlosserarbeit 302— Dachdeckerarbeit 300— Glaserarbeit 100— Die Abgedote haben nach Prozenten zu gescheben und sind versiegelt mit der Aufschrift der betreffenden Arbeit versehen dis zum 27. l. M., Morgens 11 Uhr, auf unserm Bureau einzureichen, woseldst auch Pläne, Voranschlag und Bedingungen für die Uebernahms⸗ luftigen zur Einsicht offen liegen. Friedberg den 18. Mal 1872. a Gũürtb& Seibert. Bekanntmachung. 1374 Wegen Herstellung der Brücke über die Welter dei Bruchenbrücken wird die alte vorbandene Holzbrücke abgebrochen und kann von dem 22. Mai 1. J. bis auf Weiteres dieselde für Fuhrwerk nicht mehr benutzt werden, was wir hiermit zur öffentlichen Keuntniß dringen. Bruchenbrücken am 16. Mal 1872. Greßberzogliche Oaürgenmeisterti Bruchenbrücken. Wagner. 5 1293 Die von Harnlet'sche Gärtnerei Echzell empfiehlt zur Frühfahrsaison tine bünsche Auswahl in Topf-. Blumen- und Hemüsepflanzen und erläßt: 12 Fuchsia der beflen Sorten zu 1 14 12 Geranium derselden Sorten, daronter ge⸗ füllt⸗blühende zu 12 12 Verbena zu 1— 12 Penstemon zu 1— 12 verschiedene Blattpflanzen zu 1 12 12 Canna dissolor zu 1— 12 Heltotrops zu 112 Bel überlassener Wahl sämmtiliche Topf⸗ Pflanzen gemischt 50 Stück zu 5 fl., 100 Stück zu 9 fl. Sommetflor à 100 Stück 24 kr. Alle Arten Gemüsepflanzen, sowie Sellerie werden stets zu möglichff billigen Preisen abgegeben. — 8 e 1 Rindviehpulver. 115 Bel Verfopfung, Abmagerung und Mangel an Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie desonders zur Verbütung des Milchffebers wird dieses pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Ausseben und die Milch wind reichet an Butter. Ein Pfundpacket mit Gebrauchs anweisung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zeit des Busterns von Stunden auf Minuten, macht die Butter feflet und schmackhaftlet und verhisdert das rasche Ranzigwerden defselden. Ein Pfunxpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Milch 39 r., dalde Packete 15 kr. Stets vorrälbig del J. A. Windecker in Friedberg. 2 0 8 E 99 88. 28 2 28 — E* 25 heim. 82 7 85 —— 5 2 88 25 S Dte soeben erschienene Mr. 34 enthält: 8 Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert.(Fort⸗ setzung.) Unbekonutes von einem AAbekannten. (Krebs) von Paul Kummer. Mit 9 Illastrationen.— Aus alten Städten. II. Amsterdam, die Hauptsadt Bon Dr. A. Glaser. Mit Ansicht des kleinen Fischerhasens von Ludw. Hermann.— Aus Angelika Kaufmann's Leben. Mit Portrait.— Am Famtillentische: Dangafler und Vareler Granaten. Ein Bild von der Nordseefüar. Von Franz Poppe.— Ein blaues Wunder.— Zuschrift in achen der hungernden Petser. f Zu Beflellungen empfeblen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Hafe 1372 la Einzelnen, pro Malter 5 fl. 10 kt., bet; Jacob Stern nächst der Burg. Ossenheimer Wäld 1397 Nächsten Sonntag, als am 26. d. Mis., findet dahier Harmonie. und Tanz⸗ mufik statt, wozu freundlich einladet G. F. Korndörfer. Hotel de l Europe in Bad⸗Nauheim. Eröffnun den 12. Mai. Table d'hste um 1 und 5 Uhr. 1382 Salons und schoͤne Zimmer zu allen Preisen. Diners à part und Restauration à la carte zu jeder Zeit. Diverse weiße und rothe Weine ꝛc. in reiner Prima⸗Qualttat. 1398 Friedberg den 21. Ma 1872. Auf unserem Comptoir ist für einen Lehrling Stelle offen. Vorschust⸗& Credit⸗Verein. (Eingetragene Genessenschaft.) Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70, 1334 empfiehlt eine große Auswabl fertiger Herrenhemden, bewie Kragen, Wan- schelten und Chemisetten, Herrenbinden, Glacs⸗, Seiden⸗ u. Fil-d'Rcosse-Pandschuhe, wollene u. baumwoltene Unterjacken, dosen träger u. s. w. zu den dilligsten Preisen. 0 N 4 Einen Jungen, 1365 welcher die Kammmacherei er⸗ lernen will, derselbe erhält gleich Lohn, Kost und Logis im Haufe, sucht Friedberg. Wilh. May. 931 Reiche Auswahl in Capcten und Borden von den bllligsten bis zu den feinen. 2 F. W. Pfähler, eiebfrauenberg 24, Frankfurt a. M. Flaschen⸗Bier. 730 Lager-, Export⸗ und Doppel⸗Bier aus der Hof⸗Braueret von J. Burck del Abnahme von 12 Flaschen frei in's Daus geliefert. In Bad- Naubeim wolle man Bessellungen gef. abgeben bet derrn Kaufmann Blenstadt oder Herrn Füße Orangen! 1219 bel Wilh. Fertsch. Ladenmädchen 1280 für eine feine Condttotei in Frankfurt a. M. be! guter Behandlung gefucht. Franco⸗Offerten mit Bei⸗ fügung der Photographie sub Cbiffte V. 4489. befördert die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. Ein Schuhmachergeselle 1394 findet gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei Bad⸗Naubeim. Jean Hartmann. Alle Sorten Sommerflor ver 100 24 kr., 12 Stück Topfpflanzen für Gruppen fl. 1., 100 Stück Selleriepflanzen 20 kr. empftehlt die Die Gartenlaube. 0 Nr. 20. Inbalt: Beim Alten am Sulzberg. Erzählung.(Fort⸗ setzung.)— Vom wiedergewonnenen Bruderstamme. II. Auf dem Otttiltenberge. Mit Abbildung: Klofler Olttlienberg dei Straßburg. Nach der Natur aufgenommen von R. Af mus.— Das Sicherheits ventil Italiene. Von Robert Heck.— Eine deussche Studenten burg. Von Friedrich Hofmann. Mit drei Abbildungen: Das Denkmal der gefaltenen Corps Studenten vor der Rudelsburg. Eingewetht am erslen Pfingstfeiertage 1872;— Rudels durg und Saaleck;— Im Burghof der Rudels⸗ burg: das restaurtrte Ritterbaus. Entworfen und gezeichnet von O. Mothes in Leipzig.— Kleiner Brieskasten.— Notiz. 1 b Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Univerlal-Heinigungs-Salz. 123 Von allen Aerzten als das einfachsie und dilligste Hausmittel empfohlen gegen Säutebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen⸗ beschwerden in /, ½, ½ Pfund Original⸗Packeten mit Gebrauchsanweisung à 30, 18 und 9 kr. nur allein acht und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedberg. 7 1338 Ein braver anstelliger Bursche wird als Ruthenschläger und Hausbursche gesucht. Koft und Wehnung im Haus nebst enisptechendem Jahrlohn. Anmeldungen schriftlich oder persöylich. Sachsenhausen bei Frankjurt a. M. den 13. Mai 1872. C. Lautz, Geometer I. Klasse. Zwei tüchtige Schneidergesellen finden gegen hohen Lohn dauernde Beschäftigung bei Friedberg. Adam Mampe, 1396 Schneidermeister. Hunkelrübenpflanzen (ächte Oberndörfer), 1000 Stück fl. 1., verkauft 1387 Die Gräfl. Gärtnerei Assenheim. Zu vermiethen. 1377 Das von Herrn Pfandmeister Sames bewohnte Logis ist anderweit zu vermietben. Carl Reuß, Mechanikus. von Adolf Jansen in Frankfurt a. M. 1356 empfiehlt zur Bepflanzung der Gärten alle Pflanzenspeeten, welche sich sowohl für die ge⸗ mischten Blumengruppen als auch sür die jetzt modernen Teppichgruppen eignen. Samenflor in den beflen Specien und Farben.— Plompte und streng reelle Bedienung. En gros Fensterglas-Lager en gros 888 circa 150 Kisten stets auf Lager. Bei Aufträgen auf Lieferzeit zu Fabrikpreisen Musselinglas, Gold⸗ leisten, Spiegel und Spiegelglas, Photo⸗ e ng Für Wiederverkäufer dilligste Preise. S. Jager, Offenbach a. M. ——.—— 9 Mühlsteine 263 Friedr. Holl in Worms. Fußboden ⸗Lack, 1333 mit und ohne Farbe, empfiehlt billigst Wilh. Bernbeck. In das Hötel Crapp zu Friedberg 1384 wird zum sofortigen Eintritt ein Bursche gesucht, der mit Pferden umgehen kann. 1402 Eine Partie abgelagertes Weißbuchenholz, das, seit mehreren Jahren zu Mühlkammen vorgerichtet, 1½—2 Zoll dick ist, hat zu verkaufen Hch. Clauß III. zu Nieder ⸗Florstadt. 1399 Stbung bes Sa gesegnete rellag den 24. b., Abenbi bald 9 Ut, inn Her rteinsden Letgie. er! Eeinladung. 1888 Sonntag den 2. Junt findet zu S ie n 1. im Krelse Vüldel die Einweihung des Friede steines statt, wozu freundlichst elnladen* De Krie ger. Für gut besetzte Tanzmusik, ausgeführt von der Mussl des Füsilter⸗Bataillons Nr. 80, sowie gute Speisen und Getränke ist destens gesorgt. n pelzhausen. Johannes Schröder, Gastwirth. Tanz⸗ Unterricht. 1350 Kurz nach Pfingßen beginnt wieder mein 705 Unterticht, zu weschem ich mich bestens empfohlen balle. Anmeldungen werden in meiner Wohnung bei Herrn Schneidermeister M. Steitz freundlichst entgegen genommen. H. Moseler. Tonzlebrer. N aus Selleriepflanzen, (pikirte) à 100 15 Kreuzer, verkauft Ossenheimer Jagdhaus. 2 G. F. Korndörfer. Selleriepflanzen 1401 bei Heinrich Preußer. Sehr schöne Selleriepflanzen 1400 hat billig zu verkaufen 1 Ludwig Schultheis in der Post. 1378 Der Unterzeichnete hat sich in hiesiger Gemeinde als Thierarzt nsedergelassen. 1 Wohnung dei Herrn Permann Steten. Reichelsheim am 16. Mat 1872. Kö ste r, prakt. Thierarzt. 1354 Lehrer Fritsch hal drei Paar ge paarte gelbe Canarienvögel zu verkaufen Lehrling 1381 für eine feine Conditoret in Frankfurt a. M. unter günstigen Bedingungen gesücht. Franco Offerten sub Cbiffre U. 4488. befördert die Annoncen⸗Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. 7 Kirchenbuchsauszüg e. Evangelische Gemeinde. Getraute: 9 18. Mai. Karl Theodor Joseph Lößer, Kaiserlicher Obereinnehmer zu Gebwetler im Elsaß, Sohn des Bürgers und Lithographen zu Darmstadt Jacob Friedrich Lößer, und Bertha Brenner, Tochter des verstorbenen Groß⸗ herzoglichen Hofgerichtsrath Dr. Carl Friedrich Brenner zu Darmstadt. Getaufte: 981 12. Mai. Dem als Postillon dahier wohnhaften Bürger zu Merlau, im Kreise Grünberg, Johannes Breuning ein Sohn Georg, geb. am 26. April. 2 Beerdigte: g 5 15. Mai. Der biesige Bürger und Metzgermeister Johann Heinrich Hanssein II., alt 79 Jahre 2 Monate 10 Tage, F am 14. Mai. 5 Frucht preise. Per Malter. a Friedberg, 21. Mai. Waizen 16 fl. 20 kr.; Kor! 9 fl. 50 kr.; Cerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. 5 Geld Cours. Frankfurt am 21. Mai 1872. Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 572 Pistolen 1 Deen„ 9 40—42 Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 53—55 Ducaten„„ 5 33—45 ö Ducaten al marco.„ 5 34-36 20⸗Frankenstücke 0„ 921½—22½ Englische Sovereigns.„ 11 52-54 Russische Imperiales.„„ 9 40-42 Dollars in Gold..„ 226—27 8 10 1 Berichtigung. 8 Bel den Brodprelsen für B ad⸗Naubeim sind hei Bäcker Meier aus Versehen Ausnahme pfteise ver zeichnet, derselbe verkauft das Brod zu den gleichen Preisen wie die übrigen Bäcker. 13 1 Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. unter l der Wat Proft Dr. 2 Nel! sind etnar * Verl ein den mini Lage becks des Worte missio Bernu denten. ruf ele, Syna n Ruf Debal lags Halsu nische gesort zu ih vorzul Rich