Ju verkaufen Ag. 1 Pertasungn s ieuungel u. um. Wasst gau tlarts. ert Friedberg 11 9 ett Stern „ de Senta n Gestnt Rrdung det 3. tt Fricdkerg. 8— get Un g. Jab in iefiget l sell nächte en 11 Un, igünezmtedn an bau Nut. * Dienstag den 23. April. A 47. Oberhessischer! zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samflag Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 19. Nichte.— Nr. 20. sub 1. Bekanntmachung, die militärischen Dienstverhältnisse des Großherzoglichen Gensdarmericcorps betreffend. sud 2. Bekannt⸗ machung, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großberzoglichen Brandversicherungsanstalt für 1871 betr. Friedberg am 19. April 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johann Heinrich Tönges zu Friedberg wurde als Feldschütze für diese Gemarkung ernannt. Deutsches Reich. Dar ustadt. mittelbar nach Schluß des Reichstags wieder zu- sammentrtten werden, ist von dem Justizministerium eine Vorlage wegen Todeserklärung der im Feld- zug 1870— 71 vermißten hessischen Staatsange⸗ börigen gemacht worden. entspricht ganz dem Gesetz vom 9. Mai 1868, welches in Folge der Exreignisse zen 1866 er- lassen wurde. Wird der Vermißte in Gemäßbeit der Bestimmungen dieses Gesetzee für todt erklärt, so gilt als sein Todestag der letzte Dezember 1871. Der Nachweis, daß von dem Vermißten seit dem Friedensschluß eine Nachricht von seinem Leben nicht eingegangen, kann auf jede, nach den allge— meinen Gesetzen zulässige Art geführt werden, je— doch hat der die Todeserklärung Beantragende nochmals eidlich zu bekräftigen, daß er von dem Leben des Vermißten keine Nachricht erhalten habe. Das Justizministerium soll darüber zu bestimmen haben, wann das Gesetz in Wirksamkeit tritt. — Die„Darmst. Ztg.“ meldet: Seine König— liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. April den Superintendenten der Superintendentur Starkenburg, Oberpfarrer der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt und erster Rath in dem Oberconsistorium, Prälaten Dr Car! Zimmermann, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, der evangelischen Rirche geleisteten ersprießlichen Dienste in den Ruhefland zu versetzen und der ihm verliehenen Würde eines Prälaten der evangelischen Kirche zu enthebenz den Superintendenten der Superintendentur Oberhessen, Dr. Friedrich Carl Simon, unter Verleihung der Würde eines Prälaten der cvangelischen Kirche, zum lebenslänglichen Mit- gliede der ersten Kammer des Großherzogthums, zu ernennen. N * Friedberg. Berliner Nachrichten bestä⸗ igen, daß der Vertrag wegen Errichtung eines Remonte- Depots im Vogelsberg abgeschlossen ist. Am 30. April erfolgt durch den Geh. Kriegs rath Menzel die Uebernahme der Gebäulichkeiten und Ländereien, worauf alsbald die Remonte-Pferde intteffen sollen. Mainz. Die Generalversammlung der bes— sischen Ludwigsbahn ertheilte dem Verwaltungs rath Decharge pro 1871 und beschloß einstimmig, außer den 2 pCt. Abschlagsdividende noch weitere 9 pCt. Dividende zu zahlen. Ferner wurde beschlossen, den Erntuerungssonds der alten Linsen mit 15,500 fl., den Reservrfonds mit 10,751 fl. zu dotiren, der Pensionskasse der Beamten 15,000 fl., der Krankenkasse 5000 fl. zuzuweisen, die statuten⸗ näßige Tantième des Verwaltungsraths und der Beamten auf 19,702 fl. festzusetzen, für die Bonthardt⸗ Subvention einen Fonds mit 40,000 fl. zu begründen und 397,575 fl. auf die neue Rech- nung zu übertragen. Die Generalversammlung Den Ständen, welche un⸗ Der Gesetz- Entwurf ermächtigte den Verwaltungsrath zur Erwerbung der Concession für die Linie Berlin-Frankfurt a. M., sowie zum Abschluß einee Vertrags mit der Berlin- Potsdam- Magdeburger Babn über den Betrieb dieser Linie und zur Beschaffung der ersorder⸗ lichen Gelder. — Der Gemeinderath bat sämmtliche Anträge der Commission für die Stadterweiterungs frage, darunter der Kostenpunkt von 3 Millionen Gulden, die Emission eines 4½procentigen Anlehens von 5 Millionen zu 98, einstimmig angenommen. Die Frage, ob Selbstbetrieb oder Concurrenzausschreiben ist weiterer Beschlußfassung vorbehalten. Berlin. Im Reichstag haben der Abge- ordnete Wiggers und 8 Abgeordnete aus ver- schitdenen Fractionen eine Interpellation eingebracht, welche den Reichskanzler um Aufschluß über das Stadium ersucht, in dem sich das Reichspreßgesetz jetzt befindet. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ dementirt auf das Bestimmteste die dieser Tage cursirenden Ge— rüchte über eine nach Versailles gerichtete deutsche Note und eine in den deutsch französischen Be⸗ ziehungen eingetretene Spannung. Dasselbe Blatt hebt überdies hervor, daß der diesseitige Bot— schafter, Graf Arnim, sich gegenwärtig in Berlin befindet. — Seitens der würtembergischen Regierung ist, wie man erfährt, beim Bundesrath der An— trag gestellt worden, die Verhandlungen desselben in Zukunft zu veröffentlichen. — Der norddeulsche Apothekerverein hat eine Delegirten-Versammlung ausgeschrieben, die am 26. d. M. in Magdeburg abgehalten werden soll. In der Einladung wird gebeten, sich bis dahin aller Petitionen an den Bundesrath zu enthalten. — Der„Reichsanzeiger“ theilt mit, daß be⸗ reits eine Vertheilung der dem Kriegsministerium zur Verfügung gestellten patriotischen Gaben statt⸗ gefunden hat, aber mit Ausschluß der für die Eroberung von Fahnen, Adlern, Standarten ꝛc. bestimmten Geschenke. Die Vertheilung der letzt- erwähnten Gaben kann erst dann erfolgen, wenn die für diesen Zweck angestellten schwierigen Er⸗ miitelungen beendet sind. Dann soll die Ver- theilung unverzüglich bewirkt und zur Kenntniß der Geschenkgeber gebracht werden. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ constatirt noch; mals ausdrücklich, daß die Seusationanachricht des „Daily Telegraph“, nach wescher der preußische Gesandte bei der französischen Regierung, Graf Arnim, mit einer sehr ernsten Note des Reichs⸗ kanzlers nach Paris zurückgekehrt, vollständig aus der Luft gegriffen sei. Das Blatt fügt binzu: Thiere Rede sei allerdings in Deutschland nicht mit Behagen aufgenommen worden, die Höhe des französischen Kriegebudgets mahne zur Vorsicht und unser Verhalten sei darnach einzurichten. Ce liege nahe genug, das von uns besessene Pfand nicht voreilig aufzugeben, also die Occupation mehr zu verlängern, als unter günstigeren Ver⸗ hältnissen erforderlich war. — Die„Spen. Ztg.“ schreibt in dieser An- gelegenbeit:„Seit einigen Tagen beschäftigt die Abgeordnetenkreise ein Gerücht, wonach Fürst Bis⸗ marck sich in einer Note an den Präsidenten der französischen Republik gewendet und Bedenken gegen die französischen Rüstungen erhoben hätte. Es soll in dieser Note dem Vertrauen zu den fried⸗ lichen Versicherungen des Hrn. Thiers voller Aus- druck gegeben, andererseits doch aber betont worden sein, daß die dauernden Rüstungen nicht geeignet wären, jene friedlichen Absichten als wirksam er⸗ scheinen zu lassen.“ Das genannte Blatt bemerkt weiter, ditse Nolte sei durchaus nicht geeignet, irgendwie die friedliche Lage der Dinge zu er⸗ schüttern und die allgemeinen Beziehungen der deulschen zu der französischen Regierung zu alteriren. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ veröffentlicht einen Erlaß des Cultusministers an den Bischof von Ermeland in der Excommunications- Ange⸗ legenheit, sowie die Antwort des Letzteren. Der Erlaß des Ministers, welcher am 11. März er- ging und am 28. März in Erinnerung gebracht wurde, geht davon aus, daß die über Wollmann und Michelis verhängte große Excommunication keine rein geistliche Strafe, sondern durch die Aechtung der Betreffenden in socialer Beziebung auch eine bürgerliche Bedeutung hat und deßhalb den Landesgesetzen gemäß nicht einseitig von kirch⸗ lichen Oberen, sondern nur nach Einholung der staatlichen Genehmigung veranlaßt werden kann. Der Minister fordert unter Zustimmung des Staats- ministeriums den Bischof Krementz auf, den Wider- spruch zwischen den bürgerlichen Wirkungen jener Excommunication und dem Landesgesetz zu besei— tigen, widrigenfalls die Regierung die dem Bischof ertheilte staatliche Anerkennung als hinfällig be- trachten müsse und die bisherigen staatlichen Be ziehungen mit der Dibetsan Verwaltung nicht fortsetzen könne. Die Antwort des Bischofs, welche vom 30. März datirt ist und am 4. April er⸗ ging, sucht ausführlich nachzuweisen, daß ein Widerspruch zwischen Kirchenrecht und Staatsrecht hierbei nicht existire und eine Beeinträchtigung der bürgerlichen Ehre der Excommunicirten durch die Publication der Excommunication nicht stattge⸗ funden habe. Hanau. Dieser Tage bat eine Commission von Eisenbahnbeamten aus Kassel die projeetirte Eisenbahnlinie Hanau- Friedberg inspieirt. München. In der Abgeordnetenkammer ist eine Interpellation, ob Jeracliten in der Militär- verwaltung eingestellt werden können, bejaht worden. Aus der Pfalz. Im„Pf. Kur.“ wird die Begehung einer Gedächinißfeier des Hambacher Festes auf der Hambacher Schloßruine am 27. Mai angeregt. Straßburg. Für die Festungsbauten von Straßburg und Metz ist⸗ das Expropriationsgesetz publicirt worden. a Ausland. Oesterreich. Wien. Die aus allen Welt⸗ gegenden nach Wien zusteömenden Jesuiten wurden von dem sonst sehr gastfreundlichen Wiener Ge⸗ meinderathe mit einer ziemlich kalten Douche empfangen. Der Gemeinderath beschloß nämlich, eine Eingabe an das Ministerium zu richten, mit der Bitte, daß den aus dem Auslande wegen Staatsgefährlichkcit ausgewiesenen und nach Oester⸗ reich nicht zuständigen Jesuiten der bleibende Aufent- halt in Oesterreich nicht gestattet werde. Schweiz. Angesichts der England und Belgien gemachten Concessionen verlangt der Bun- desrath von Frankreich auch für die Schweiz Aufhebung der lästigen Paßformalitäten. Frankreich. Paris. Das Setzen der Grenzsteine an der neuen französisch⸗deutschen Grenze bat nun begonnen und zwar zunächst in der Gegend von Chateau-Salins.— Ein Prozeß, welchen der Erzbischof von Bordeaux gegen den altkatholische Gesinnungen begenden Abbé Junqua wegen ungesetzmäßigen Tragens des geistlichen Gewandes angestrengt hatte, kam am 15. d. vor dem Zuchtpolizeigericht in Bordeaux zur Ent ⸗ scheidung. Abbé Junqua wurde zu der gesetzlich niedrigsten Strafe, 6 Monaten Gefängniß und in die Kosten verurtheilt.— Es steht nun fest, daß Rochefort, trotz der vielseitigen Bemühungen zu feinen Gunsten, demnächst zur Verbüßung seiner Strafe nach Neu- Caledonien deportirt werden wird.— Officielle Berichte des Gouverneurs von Paris, General de Ladmirault, sowie des Polizei⸗ präfekten, eonstatiren eine sehr merkliche Besserung in der politischen und industriellen Situation der Hauptstadt. Nach dem Rapport des Gouverneurs ist die Ordnung vollkommen gesichert, selbst in den excentrischsten Quartieren, in denen die durch den Communistenaufstand erzeugte Aufregung bisher noch immer fortbestand. Der Polizeipräfekt einerseits versichert, daß sich ganz auffallend der Handel seit einiger Zeit erholt habe und daß die Fabriken endlich wieder eine rührige Thätigkeit entwickeln. — Officiös wird nochmals von Versailles ver sichert, ein Aufschub der Ratisication dee Postver⸗ trags mit Deutschtand sei nicht beabsichtigt. — Das officiöse Organ des Herrn Thiers, der„Bien public“ bringt eine sehr energische Ab⸗ leugnung aller Gerüchte über Differenzen zwischen Paris und Berlin. Deutschland habe seither loyal gebandelt und Fran'reich nicht minder. Binnen sechs Wochen seien zwei Milliarden ausgezahlt, sowie der Jahreszins für die drei übrigen Mil' liarden. Die Optionsangelegenheit, worüber man vissentirt habe, werde geordnet werden. In der Armeerrtform Gespenster sehen, sei ein Unding; denn Deutschland wisse doch ganz gut, daß seit geraumer Zeit bierfür in Frankreich Anstrengungen gemacht würden, daß Frankreich aber keinen feind ⸗ seligen Plan hege. Wie könne man also dem Fürsten Bismarck solche Ideen andichten, einem Manne, der so verschwiegen sei und dessen„größte Stärke gerade in seiner Zurückhaltung liege“? Großbritannien. London, Unterhaus. Auf eine Anfrage bezüglich der Meldungen des „Daily Telegraph“ von angeblichen Zerwürfnissen Deutschlande und der französischen Regierung wegen der französischen Rüstungen erklärt Glad⸗ stone, daß die Regierung keinerlei Nachrichten habe, welche irgendwie der Zeitungs nachricht ent⸗ sprächen. a Amerika. Washington. Der Congreß⸗ Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten discutirte einen Antrag, wonach die indirecten Schaden ⸗Ansprüche zurückgezogen werden sollen. Der Ausschuß ermächtigte den Vorsitzenden Banks, mit dem Staatssecretär Fish darüber in Berathung zu treten und Bericht zu erstatten. Die Mit⸗ glieder scheinen der Ansicht, die Aufrechthaltung der indirecten Schaden Ansprüche werde eine freundliche Regelung verhindern. Die Zeitungen bestätigen, daß die Regierung von ihrer jetzigen Stellung zurücklrete. Friedberg. Der Maintbal⸗Sängerbund, wozu die Gesaugvereine von Offenbach, Aschaffenburg, Darmstadt und Friedberg gehören, feiert in diesem Jahre das unter den genannten Städten allernirende Sänger⸗ fest in Friedberg. Nachdem ein aus Mitgliedern der beiden hiesigen Gesangvereine Liederkranz und Frohsinn gebildetes provisorisches Comilc seit längerer Zeit Vor⸗ berathungen über die Art der Begehung dieses Festes ge⸗ balten, hat sich nun dieses provisorische Comité mit den von ihm eingeladenen Männern desinitid als Fesicomité für das am 21. Juli dieses Sommers statifindende Sängerfest konstituirt. Das letzte Sängerfest des Mainthal⸗Sänger⸗ bundes fand 1869 zu Aschaffenburg fatt, es liegen also zwischen ihm und dem abzuhaltenden die großen, weltge⸗ schichllichen Ereignisse, die unserem Vaterlande und Volke eine ganz andere, in diesem Maaße nie geahnte höhere Stellung unter den Staaten und Völkern gegeben haben; Krieg, befliger, großer Krieg war seildem entbrannt und gewünschter ehrenvoller Frieden ist wiedergekehrt. Eine durchlebte große Zeil aber bleibt nicht ohne mächtige Ein⸗ wirkung auf die Gedanken, Ideen, Gesinnungen, Hoff. nungen und Bestrebungen der Menschen. Die Gestaltung unseres Festes wird durch das Andenken an die durchlebte große Zeit und deren inneren Nachwirkung wesentlich mit⸗ bedingt sein. Friedberg aber wird thun, was an ihm ist, das in Aussicht stehende Fest würdig und erhaben zu be⸗ gehen und den kommenden Sangesbrüdern einen ange— nehmen und freudigen Tag zu bereiten. 1 Rockenberg. Der 2. katholische Lehrer Franz [Kanz zu Rockenberg wurde dieser Tage nach Kleinwintern: beim bei Mainz versetzt. Derselbe hat sich während seines 9jährigen Hierseins durch treffliche Leistungen in der Schule besonders ausgezeichnet und sich dadurch die Liebe und das Vertrauen seiner vorgesetzten Behörde erworben. Lehrer Kanz bemühte sich jedoch nicht allein innerhalb der Schule, sondern auch außerhalb derselben zur Bildung und Ge⸗ siitung der Jugend nach Kräften zu wirken. So gründete er einen Gesangverein, um welchen er sich besondere Vet⸗ dienste erworben und zwar in der edelsten und uneigen⸗ nützigsten Weise. Wir fühlten uns deßhalb veranlaßt, zum Zeichen unserer Hachachtung demselben durch den Verein ein Abschiedsständchen zu bringen. Der Geehrte hielt hierbei eine herzliche Ansprache, welche mit allgemeinem Beifall aufgenommen wurde und schloß mit den besten Wünschen für die Gemeinde Rockenberg, welcher er ein Zjaches Hoch weihete. Hierauf begab sich der Gesangverein in die Krämer'sche Gastwirthschaft, woselbst durch mehrere Lieder vorträge bei Gambrinus Saft der Abend in geselliget und gemüthlicher Summung schönstens verlief. Bei dem Scheiden unsers geliebten Herrn Lehrers, das wir von Herzen sehr bedauern, wünschen wir demselben nun ein gesegnete Thätigkeit in seinem neuen Wirkungskreise und sowohl ihm als auch seiner werthen Familie ein herz⸗ liches Lebewohl! Die Gemeinde Kleinwinternheim kann sich zu einem solchen Manne nur gratuliren. X Rodheim v. d. Höhe. Der hiesige Ortsvor⸗ stand hat dieser Tage jedem der beiden Lehrer Rücker! und Hüfner gelegentlich deren 25jährigen Dienstjubiläums einstimmig eine Gehaltszulage von 100 fl. bewilligt. Der⸗ selbe hat dadurch wiederholt der sehr richtigen und ge⸗ unden Ansicht Ausdruck verliehen, daß zu einem erfolg⸗ reichen Resultat des Volksschulunterrichts eine sorgenfreie Stellung der Lehrer durchaus nothwendig ist. Ehre den Mitgliedern eines Gemeindevorstandes, die durch solche Beschlüsse das Wohl ihrer Gemeinde zu fördern be⸗ mühsind. [ Büdingen. In unserem Städtchen herrscht augenblicklich reges Leben. Am 1. Mai feiert das hiesige Gymnasium das 50 jährige Jubiläum seines Besteheus als hessisches Landesgymnasium und da gilt es noch überall, sich und sein Haus zu einem würdigen Empfang der voraussichtlich sehr zahlreichen Festgäste vorzubereiten. Ein schönes Zeugniß für die Anhänglichkeit der früherer. Schüler an ihre alma mater legt die schon jetzt benächt⸗ liche Zahl der Angemeldeten ab; andererseits hat eine große Anzahl hiesiger Einwohner in löblichem Wetteifer sich zur unentgeltlichen Beherbigung der Kommenden be⸗ reit erklärt.— Das schon ver mehreren Monaten hier zusammengetretene Festeomits hat vor einiger Zeit ein Festprogramm entworfen, dessen Hauptpunkte sich in Fol⸗ gendem zusammenfassen lassen: Am 30. April. Begrüßung der Gäste. Am Abend musikalisch⸗theattalische Vorstellung von Seiten der Gymnasiasten mit Schillers„Wallenstein's Lager“ als Haupistück. Am 1. Mai. Vormittags: officielle Feier. Mittags: Feslessen. Abends: Concert, gegeben von dem hiesigen Musikdereine. Am 2. Mai. Vormittags: Waldpartie, veranstaltet von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg⸗ Büdingen. Abends: Festball. Der Verwaltungsrath der Oberhessischen Eisenbahnen hat in liberaler Weise für alle am 30. April oder 1. Mai auf seinen Stationen gelösten Reiourbillets nach Büdingen Gülligkeit vis zum 3. Mai incl. bewilligt; und, wenn der Himmel uns wohl will und Jupiter pluvius gnädig an uns vorüberzieht, glauben wir mil Zuversicht auf eine schöne und interessante Festseier der mit dem ganzen Leben unseres Städtchens so eng verknüpften Anstalt hoffen zu dürfen. Frankfurt. Auf dem Frankfurt⸗Hanauer Bahnhofe wurden kürzlich mehrere Individuen erwischt, welche schon seil geraumer Zeit an den dort ankommenden Gütern aller Art umfangreiche Diebstähle verübt hatten, Frankfurt. Die Pferdeeisen bahn soll, wie es jetzt heißt, dis zum Droschkenhaltplatz au der Hauptwache und von da über die Zeil, Friedberger und Vilbeler Gasse nach Bornheim gebaut werden. Als Weg, der zum Hanauer Eisenbahnhof führt, will die Gesellschaft von der Haasen⸗ gasse über den neuen Markt, Judengasse, Wollgraben, Rechneistraße, Langstraße zum Bahnhof bauen, wodurch auch ein Theil des Ostviertels der Stadt in den Verkehr gezogen würde. Der Betrieb der fertiggestellten Strecke Frankfurt- Bockenheim wird am 1. Mai eröffnet. Frankfurt. Ein alter Mann, welcher sich nach Enkheim begeben wollte, wurde von drei Strolchen an⸗ gepackt, mit Steinen mißhandelt und seiner Baarschaft, bestehend in 48 kr., und der Kleidungsstücke beraubt. Den schwer Verletzten fand man auf der Landstraße liegen. Der Polizei ist es geglückt, die Verbrecher zu ermitteln und zur Haft zu beingen. Aus Colmar berichtet der„Niederrh. Kurier“: Fräulein Helene S... die 17jährige Tochter eines erst kürzlich hierher versetzten Beamten batte verschiedene far ⸗ bige, dicke, viereckige Oblaten aus Deutschland mitgebracht, welche sie zur Anfertigung künstlicher Blumen benutzte. Vor einiger Zeit machte sie ein Bouquet aus solchen Blumen, bald darauf fühlte sie sich unwohl und verfiel in einen hinsälligen Zustand, den man argem Heimweh zuschrieb; als sich diesem Befinden jedoch noch heftige Leib⸗ schmerzen hinzugesellten und sich später schreckliche Convul⸗ sionen einstellten, wurde der Arzt zu Rathe gezogen, welcher erklärte, daß ein Fall mineralischer Vergiftung vor⸗ liege. Es stellie sich heraus, daß die junge Dame die Oblaten häufig an die Lippen gebracht und sogar eine gewisse Quanität davon verschluckt hatte. Die gelben Oblalen waren mit e chromsaurem Blei gefärbt, eines der heftigsten Gifte der modernen Chemie. Die angewandten Gegenmittel erwiesen sich als unwirtsom gegen das heftige Gift, uns das arme junge Mädchen, die einzige Toch ter und einzige Hoffnung ihrer unglücklichen Eltern, hauchte, ein Opfer ihrer Unklugheit, bald darauf ihren letzten Seufzer aus. D. Frankfurt a. M., 20. April 1872.(Börsen⸗ woche vom 15.— 20. April.) Die vorausgesagte unaus bleibliche Entnüchterung der Börsen trar diese Woche ein. In Wien und Prag Panique, in Berlin, Paris, Frankfurt und anderen Börsenplätzen Deroute. Die überladene Speculation in Wien mußte stürzen und Zwangsverkäufe drückten auf unsere Börse und ließ die Baisse ohne Aufenthalt ein Terrain wieder erobern, welches ihr die Hausse so lange streitig gemacht halte. Die Speculalionseffecten sind es nun auch in erster Linie, welche zum Theil be⸗ deutende Einbußen erlitten, Staatsbahn 8 fl., Creditactien 7½ fl., Nationalbank 13 fl. gegen die Vorwoche, Lom⸗ varden hielten sich am Besten, es kamen ihnen bedeutende Deckungskäufe zu Hülfe, welche einer größeren Baisse in diesem Effecte Einhalt gebot. Unsere Börse hat ihren allen soliden Ruf recht schön bewährt und zeigt sich der von allen Seiten anstürmenden Flauheit gegenüber ge⸗ rüflet, wenn auch das Geschäft nach maucher Richtung sich nur in engeren Grenzen bewegte. Bankactien der allgemeinen Strömung folgend konnten die Course der Vorwoche nicht behaupten und verloren haupfsächlich ältere Banken beträchtlich, während junge relativ besser wegkamen. Darmstädter büßten fl. 12., Frankfurter Bankverein 4., Oesterr.⸗Deutsche 3., C niral-Vercinsbank nur ¼ 9% ein. Bahnpapiere hielten sich ziemlich gut, wohl in Folge der sich zeigenden Käufer für dieselven, wodurch Coursrückgänge theilweise verhindert wurden. Bexbacher, alte Ostbahn selbst Bruchtheile höher, hess. Ludwigsbahn fl. 5. österr⸗ Westbahn fl. 2. billiger österr. Nordwest 1%, Böhmen ½1 0% dilliger. Prioritäten bei sehr beschränktem Geschäst konnten die Curse der Vorwoche behaupten oder varfirten um elwa ½¼%; édieselven sind eben placirt und in guten Händen. Pfandbriefe ohne Variation. Staatspapiere wie immer in einzelnen Posten und zu Tauschgeschäften am Markie. 1870 und 7ir Russen fest trotz der neuen Anleihen, welche wie in Berlin so auch hier überzeichnel wurden; ein Beweis der Beliebtheit des Papiers und des Vertrauens zu dem einführenden Welthause. Der Loosmarkt ohne Leben und die Course meist villiger. Amerikaner schwankend, Prioritäten sull und billiger iu haben. In Sorten Napoleons aut bezahlt, Friedrichsd'or ½ Kreuzer billiger.— Die bessere Tendenz von gestern Abend hielt auch heute an und schließt man bei lebhafterem Geschäfte fest zu böhern Coursen. Verloosung. Oesterr. Prämien⸗Anlehen von 1864 Ziehung vom 15. April. Serien: Nr. 108 395 842 1786 2071 2514 2802 3370. Prämien: S. 395 Nr. 32 220,000 fl., S. 842 Nr. 90 15,000 fl. S. 2071 Nr. 63 10,000 fl., S. 108 Nr. 19, S. 1786 Nr. 24, S. 2514 Nr. 90 je 5000 fl., S. 395 Nr. 93, S. 1786 Nr. 4, S. 3370 Nr. 96 je 2000 fl., S. 108 Nr. 78, Nr. 395, Nr. 100, S. 2514 Nr. 7, 77, S. 3370 Nr. 39, 98 je 1000 fl., S. 108 Nr. 41, 53, S. 395 Nr. 83, S. 842 Nr. 2, 24, 50, S. 1786 Nr. 2, S. 2071 Nr. 54, 93, S. 2514 Nr. 97, S. 2802 Nr., 21, 32, 61, S. 3370 Nr. 28, 58 je 500 fl., S. 108 Nr. 18, 26, 95, S. 395 Nr. 3, 19, 2, 29, 59. 96, G. 842 Nr. 56, 70, 91, S. 1786 Nr. 63, 82, 86, S. 2071 Nr. 15, 23, 28, 32, 66, 96, S. 2514 Nr. 87, S. 2802 Nr. 33, 40, 50, S. 3370 Nr. 3, 15. 21, 46, 85 je 400 fl. Madrider 100 Frs.⸗Loose von 1868. Ziehung ant 1. April. Auszahlung ab 1. Juli. Nr. 23039 35,000 Fr. Nr. 288452 373038 je 2000 Fr., Nr. 245461 268705 361008 353430 je 1000 Fr., Nr. 123602 165849 192381 218691 231683 349352 375011 134460 178985 205614 je 300 Fr., Nr. 50517 137365 158356 218991 259111 314714 362531 67583 139411 170834 223694 280713 315282 385012 90008 150424 218550 247512 281572 359680 422659 137285 153163 je 200 Fr. than ß 0 im L 11⁴0 0 1 Mon E Holzart. Buchen Eichen Aopen 1 Zusa 2 reit 0 Holzart Buchen 17 Nadelht 21 * — Holz-Versteigerung. 1088 Donnecstag den 25. April 1872, Vor mittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Frei⸗ herrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck: 4 Raummeter Birken Prügelholz, 2 9 Aspen⸗. 150 Wellen Buchen-Reiserbolz, 5075„ Birken⸗ und Eichen-Reiserholz, 3110„ Acspen⸗ und Nadel„ 3 Stück Eichen⸗Stammholz zu 1,38 Cubikmeter Inbalt, 100 Gebund Giystern an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der nach dem Burg ⸗ jägerbaus führenden Straße. Friedberg den 16. April 1872. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Guts⸗ Verwaltung zu Rüdesheim. ei dt. Holz- Versteigerung im Domanialwald der Oberförsterei Eichelsdorf. 1148 Es werden versteigert: 1) Montag den 29. April in den Distrikten Hupp und Eisenkaute bei Langd. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reis holz. Holzart. Raum meter. Buchen 18 58 5 1260(meist Stammreiser.) Eichen— 2— 10 Aspen 1c.— 4— 524 Zusammenkunft im Distrikt Hupp bei dolznummer 1. 2) Freitag den 3. Mal in den Distrikten Webersrain und Geldkaute: 4. Brennholz. Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Relsholz. Holzart. Raum meter. Buchen 348 1. Cl. 221 181 226 ahl ee. be. e Nadelholz— 20— 196 in Schich⸗ ten von 5 Meter Länge. B. Bau- 2c. Holz. 3 Eichen⸗Stämme von 21— 33 Centimeter Durch⸗ messer, 13— 19 Meter Länge mit 2,54 Festmeter, 4 Buchen⸗Stämme von 40— 78 Centimeter Durch⸗ messer, 2— 12 Meter Länge mit 4,42 Festmeter. Die Zusammenkunft im Distrikt Webersrain auf dem Villinger Vicinalweg. Die Versteigerung beginnt an beiden Tagen Morgens präcts 9 Ubr. Das am 29. April aus Distrikt Eisen⸗ ute zum Ausgebot kommende Holz wird in Distrikt Pupp versteigert. Forstwart Adolpb in Langd ist an⸗ Igewiesen, dasselbe den Steigerern vorher zu zelgen. Bei den Buchen⸗ Stämmen finden sich mehrere zu Hackklötzen taugliche Abschuttte. Elchelsdorf am 13. April 1872. Großberzogliche Obetförsterei Eichelsdorf. ep, e r. Arbeits Verstei gerung. 1146 Freitag den 25. d. M., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterel⸗Bürkau zu Wissels⸗ heim Weißbinderarbest, verauschlagt zu 119 fl. Steinbtechen 20„ Steinfahren 1 Steinsetzen 4 N „Steinschlagen 9 san den Wenigfifordernden in Accord gegeben werden. Bad Nauheim den 19. April 1872. Der Bezirks⸗Bauausseher Brücke l. Arbeits ⸗Versteigerung. 1147 Freitag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Bürgermeisterei⸗Büreau zu Dorhe im die Lieferung eiserner Träger, veranschlagt a 0 91 fl. die Lleferung von Steinen 99„ Zimmerarbeit 16„* deiner nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Bad⸗ Nauheim den 19. April 1872. Der Bezirks⸗Bauaufseher Ber ck e l. Rindviehpulver. 115 Bei Verftopfung, Abmagerung und Mangel an I Freßlust, bei blauer und dünner Milch, sowie besonders zur Verhütung des Milchfiebers wird dieses Pulver mit sehr gutem Erfolge angewendet. Das Vieb bekommt dadurch ein besseres Aussehen und die Milch wird reicher an Butter, Ein Pfundpacket mit Gebrauchs⸗ sanweisung 30 kr. Butterpulver verkürzt die Zelt des Butterns von (Stunden auf Minuten, macht die Butter fester und schmacbafter und verhindert das rasche Ranzigwerden derselben. Ein Pfundpacket, ausreichend für reichlich 1000 Maaß Mich 30 fr., balde Packete 15 kr. Stets vorräthig bet J. A. Windecker in Friedberg. Bekanntmachung. 1139 Die Firma Gürth& Seibert zu Friedberg beabsichtigt die Einrichtung einer chemisch⸗technischen Fabrik zur Herstellung von künftllchem Dünger ꝛc. ꝛc. auf ibren Grundstücken in der Gemarkung Friedberg, Flur VI. Nr. ½ 5/0 und ½ /o und in den darauf befindlichen Gebaͤuden. Plan und Beschretdung können während 14 Tagen in unserer Registratur eingeseben werden und find Einwendungen gegen die profekttrte Anlage während gleicher Frist bei Meidung des Aus- schlusses bet uns vorzubringen. Friedberg am 16. April 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tia p p. Gras⸗Versteigerung. 1152 Die Benutzung des Grases der Gräben und Böschungen der Stagtsflraßen im Baubezirk Friedberg für 1872 soll an den unten genannten Tagen und Orten an die Meisftbietenden vergeben werden. 1) Montag den 29. April, Morgens 9 Uhr, in dem Wirthslokal des Herrn J. Melchior zu Butzbach von der Straße Gießen Frankfurt von Abtheilung 76 bis 95 und der Straße Hessenbrückerhammer Butzbach von Abtbeilung 253 bis 276. 2) Denselben Mittags 2 Ubr im Wirthslokal des Herrn Gerlach zu Ederstadt von der Straße Hessen⸗ brückerbammer-Butzbach von Abtheilung 233 bis 253. 3) Dtenstag den 30. April, Morgens 9 Ubr, im »Deutschen Pof zu Naubeim von der Straße Gießen— Franksurt von Abtheilung 95 bis 129 und von der Straße Nieder Mörlen⸗Ufingen Abtheilung 104— 138,38. 4) Denselben Mittags 3 Uhr in dem Wirthslokal des Herrn Philippi zu Melbach von der Sttaße Berstadt⸗Friedberg von Abtheilung 122 bis 167.5 und von der Bergwerksstraße Abthetlung 0 bis 5.06. 5) Mittwoch den 1. Mai in dem Wirtholokal des Herrn Ruppel zu Ober⸗Rosbach von der Straße Fried⸗ berg Domburg Abtheilung 137,1 bis 168,82. 6) Donnerstag den 2. Mat, Morgens 10 Uhr, in dem Wirthslokal des Herrn Bechtold zu Nieder- Wöll stadt von der Straße Gießen⸗Frankfurt von Abtheilung 136 bis 177. 7) Denselden Mittags 3 Uhr auf dem Chausseehaus bel Dortelweil von der Straße Gießen- rankfurt von Adthellung 177 bis 222,33 und von der Straße Vilbel⸗ Offenbach Abtheilung 219 bis 222,7. 8) Freiiag den 3. Mai, Morgens 10 Ubr, auf dem Cbausseehaus bel Ilbenstadt von der Straße Rieder. Wöllstadt-Hanau von Abtheilung 161 bis 206,48, des⸗ gleichen von der Straße Ilbenstadt⸗ Reichelsheim von Abtheilung 167,68 bis 190, desgleichen an der Straße Ilbenstadt⸗Büches von Abtheilung 175,16 bis 190. 9) Montag den 6. Mat, Morgens 9 Uhr, in der Post zu Reichelsheim von der Straße IlbenstadtReichels⸗ beim von Abtheilung 190 bis 214,3 und der Straße ere eee von Abtheilung 146,77 bis 151,80. Friedberg den 20. April 1872. n Friedberg. e u 5. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Altenstadt. 1143 Es wird verfleigert: Freitag den 26. April im Erbstädter Doma⸗ nialwald in den Distrikten Tiessee, Langsee und Heide: 192 Raummeter Buchen Scheitholz, 26 Raummeler Buchen⸗Prügelbolz, 80 Raummeter Buchen ⸗Stock⸗ holz; 2500 Buchen- und 400 Fichten ⸗ Wellen; 5 Buchen Stämme von zusammen 8,11 Cubikmeter und 150 Fichten⸗Stangen, zu Bohnen⸗Stangen 2c. ꝛc. geeignet. Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr im Distrikt Tiefsee. Nach Beendigung dieser Versteigerung werden an demselben Tage um etwa 1 Uhr Nachmittags im Domantaldistrikt Diebselche 800 Weichholz⸗ wellen versteigert, woselbst auch 100 aus einer früheren Verfleigerung im Distrikt Hochholz unbezahlt und un⸗ verbürgt gebliebene Buchenwellen nochmals versteigert werden.. peldenbergen den 19. April 1872. Großberzogliche Oberförsterei Altenstadt. P ü l cke l Arbeits-Versteigerung. 1145 Freitag den 26. dieses Monats, Nachmittags um 1 Uhr, sollen im hilesigen Rathhause folgende in der 1. Lehrerwehnung auszuführende Arbeiten an den Wenigst⸗ nehmenden veraccordirt werden 1) Maurerarbeit veranschlagt zu fl. 32 30 kr., 2) Zimmerarbeit 5 12 39 3) Schreinerarbeit„ 58% 4) Weiß binderarbeit„ 30 58„ 5) Glaserarbeit 23 9. Reichelsheim den 19. April 1872. 1 Großherzogliche Bürgermeifletet Reichelsheim. Schmid. Ein reinliches brapes Dienstmaͤdchen 1155 wird in eine ruhige Pausbaltung gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Ka. LA erst e Ln n s. 1141 Freitag den 26. d. M., Vormittags halb 9 Ubr ansangend, sollen im hiesigen Gemeindewald, Difsrilt Heide und Stetnernwand, nachbezeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden: 46 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 26 17 Eichen⸗* 166 5 Buchen⸗Prügelholz, 18 5 Eichen · 6 4 7 Aspen; 0 336 2 Buchen⸗Stockholz, 34 2 Eichen ⸗„ 1708 Stück Buchen⸗Wellen, 509» Eichen⸗„ 20 Eichen Stämme von 19— 95 Centimeter mitt⸗ lerem Durchmesser und 38— 14 Meter Länge, 25,99 Cubikmeter Juhalt. Nleder⸗Florstadt am 19. April 1872. Gros herzogliche Bürgermeisteret Nieder⸗Florstadt. Wagner. Daheim. Die soeben erschienene Nr. 30 enthält: Die Arbelter. Novelle von Ernst Wichert.(Fort⸗ setzung.)— Das Wappenfest am Geburtstage des Kaisers. Mit Originalzeichnung von P. Lüders.— Die Kampfweise der Armeen im letzten Kriege. Von A. Nlemann.(Schluß.)— Die erste Schwalbe. Ge⸗ dicht von Karl Gerok. Illuffrirt von Friedrich Specht. — Der alte Stüve. Ein Lebensbild. Mit Porträt.— Am Famitientische: Das Tätowtren im Dienste der Civiltsation.— Der Dandel mit Menschenknochen. Zu Bestellungen empfeblen sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. Mürfelzucker 1011 von feinster Rafinode, circa 90 egal geschnittene Stückchen auf's Pfund à 20 kr. Größere Quantum dilliger. Probesendung von 25 Pfund an. Friedrich Bender, Colonialbandlung in Frankfurt a. M. Exportbier in Flaschen 1081 aus der Brauerei„Zum fleinernen Haus“ für Friedberg, Bad-Naubeim und Umgegend. Alle Be⸗ stellungen wolle man an P. Döll bier richten. Friedberg. G. Philippi. = Alngarischer CTafelspeck. 1077 Direkt bezogene ausgezeichnete Prima ⸗Waare in regelmäßig frischen Zusendungen per Pfund 20 kr. 5¾ Sgr. Ausschließlicher Engros-⸗Verkauf für die Herren Metzger zu direkten Engros Preisen bei Abnahme in der ganzen Kiße von 400 Pfund. Einzelne Stücke im Gewicht von eirca 50 Pfund werden als Probe gegen Nachnahme versandt. Carl Bender, (2038) Domplatz 2 in Frankfurt a. M. Die Gartenlaube. Nr. 16. Inbalt: Seegeschichten. Von Heinrich Kruse. 2. Die Springstange.— Am Altar. Von C. Werner, Verfasser von„Ein Held der Feder“.(Jortsetzung.)— Des Kalsers Tusculum. Von Georg Dorn.(Schluß.) Mit Abbildung: Der Katser im Parkvon Babels⸗ berg. Nach der Natur aufgenommen von H. v. G. — Auch ein„Lied von braven Männern“. Von Curt Waltber.— Der Befreier Kinkel's in Amerika.— Eine vergessene Schulfrage. Von D. d. Engel.— Der Fernsichtige und der Kurzslchtige. Original⸗ zeichnungen von E. Bosch in Düsseldorf.— Blätter und Blüthen: Das Muttergottesdorle. Von S.— Zwei neue Kartenwerke von Deutschland.— Ordensschwindel von Tb.— Juftinkt oder Ueberlegung?— Schwarzes Brett für die deutsche Volksschule. II. Blind und taub! — Liebesstufen, Lufspiel von Ottomar Beta.— Zur Notiz.— Kleiner, Briefkasten. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Wohnungsgesuch. 1150 Mehrere möblirte Zimmer, mit und ohne Kochgelegenheit, werden gesucht. Adressen bellebe man bet der Expedition d. Bl. zu hinterlegen. 18 Sgr. Numme. 1 nag n nuplan neuen n end Vlertel jahrlich Wöchentlich Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Lehranstalten eingeführten Schulbücher in neuester Auflage und guten Einbänden stets vorräthig. Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Aufforderung zur Dildung eines Zweigvereins für Friedberg und Umgegend. 1136 In Berlin hat sich am 29. October 1871 die Gesellschaft für Verbreitung von Volks- bildung constituirt, jedoch nicht mit der Absicht blos localen Wirkens. und Zweigvereine ihre Thätigkeit auf das ganze deutsche Ein solcher Zweigverein ist zu Darmstadt bereits ins Leben getreten und sellschaft bestimmt durch Bezirks ⸗ Reich auszudehnen. erstrebt die Gründung und organische Verbindung weiterer Vereine in Hessen. Vielmehr ist die Ge⸗ Auch hierher ist die Aufforderung zur Bildung eines Zweigvereins ergangen und wird, wie wir annehmen dürfen, bei unserer Bevölkerung keine tauben Ohren finden. Auf Grund der stattgefundenen Vorbesprechung soll daher eine öffentliche Versammlung der Einwohner von Friedberg und Umgegend Dienstag den 23. April, Abends 8 Uhr, im Saale der drei Schwerter abgehalten werden, in welcher die Zwecke des Vereins näher dargelegt, ein Zweigverein con- stituirt, ein Vorstand für denselben erwählt un Grund freier Discussion geregelt werden soll. Möge Niemand Friedberg, den 19. Avril 1872. d die demnächstige Thätigkeit des Vereins auf zurück bleiben! Das provpisorische Comité: Bitsch. Blickhahn. Curiman. Fe Nebhuth. Scribe. J. Stein häuser. Dr. Köhler. Wahl. risch. Haas. Klein. Dr. A. Trapp. Bekanntmachung. 1142 Der Preis der neugefermten Kobleyklötze ist Wetterau auf 14 kr. per Centner festgesetzt. bekannt gemacht. auf sämmtlichen BVraunkohlenbergwerken der Der Beginn des Verkaufs wird durch die Krelsblätter Dorheimer, Weckesheimer und Ossenhetmer Bergwerk im April 1872. Großherzogliches Bergamt Dorheim. Fülstliche Bergverwaltung Weckes heim. Gräfliche Bergverwaltung Ossenbeim. Providentia, Versicherungs⸗Gesellschaft in Geschäftsnachfolgerin der Rheinischen Frankfurt a. M. und Mainz, Versicherungs⸗Gesellschaft Section Mainz. Begebenes Grundkapttal: Acht Millionen Gulden südd. W. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntuiß, daß dem Herrn Philipp Bernhardt in Ilbenstadt eine Agentur obiger Gesellschaft süͤr Feuerversicherung übertragen worden ist. Mainz am 9. April 1872. 1073 Die Section der„Providentia“ in Mainz. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, halte ich mich zur Entgegennahme von Anträgen auf Versicherungen gegen Feuersgefahr bestens empfohlen und bemerke, daß die Prämien billig und fest sind und die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. Ilbenstadt den 9. April 1872. Philipp Bernhardt. Kapitalien jeder Größe 1111 find gegen bypothekarische Sscherheit unter sehr vortheilhaften Bedingungen fortwäbrend auszuleihen. Näheres durch Heinrich Langgässer n Mainz. Cement in frischer Waare, Sandsteinplatten verschtedener Größe, Kamintuffsteine, ein und zwelröhrig, Eiserne Tragbalken und guß⸗ eiserne Säulen 1093 zu billigen Preisen steis vorräthig bei der Hand⸗ lung A. Buch in Hungen. Alle Sorten Oelfarben, 991 zum Anstrich fertig, empfiehlt billigst Wilhelm Bernbeck. Mühlsteine 263 Friedr. Holl in Worms. 960 In Bad⸗Nauhelm wird eine Wohnung von 3 Zimmern nebst allem Zubehör zum 1. Mai l. J. zu mie then gesucht von Schnittsvahn, Landgerichts ⸗Assessor. Geschästs- Empfehlung. 1104 Einem verehrlichen Publikum biermit die ergebene Anzeige, daß ich dahier Metzgerei und Speise⸗ wirtbschaft im Schäfer' schen Hause vis-a-vis dir Post betreide. Um geneigten Zuspruch bittet freund licht zrtedberg. Georg Schäfer II. 645 Das Neueste in Herrenbinden, Glacé⸗Handschuhen, Baumwoll. Uunterjacken, sowie Hosenträger in großer Autwahl bei Hermann Bechstein in Friedberg, 70 Breitestraße 70. Universal-Reinigungs-Salz. 123 Von allen Aerzten als das einfachste und billigfe Hausmittel empfohlen gegen Säuredildung, Aufffoßen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magen⸗ beschwerden in /, ½, ½ Pfund Origmal⸗ Packeten mit Gebrauchsanweisung à 30, 18 und J kr. nur allein ächt und direkt bezogen von J. A. Windecker in Friedbera. 2 2 Eisengießer 1140 finden dauernde Beschäftigung bei gutem Lohn. Schulffraße 13 Frankfurt a. M. Lagerbier 1153 zum Versandt und Verzapf von Dienstag Abend an in der Brauerei„Zum steinernen Haus“. G. Philippi. 1s Theaternachricht. Die Gesellschaft des Darmfsädter Thalia ⸗ Theaters, welche Gaßvorstellungen in Hanau und Fulda gibt, wird demnächst auch bier ihre Vorstellungen beginnen. Die Kräfte sind tüchtig, das Repertoir neu und fieht das Unternehmen bei der in naber Aussicht steben⸗ den Badesatson in Bad⸗Naubeim einem günstigen Erfolge entgegen. Herr Direktor Grünwald wird uns als ein tüchtiger und umsichtiger Unternehmer empfohlen. Zuckerrübenbau! 1154 Von einzelnen Herren Landwirtben, welche Zucker⸗ rübensaamen bezogen haben, ift uns die Mittheilung geworden, daß ihnen die mitversandte Belehrung nicht zugekommen sei. 2 Mir bitten die Herren Bürgermeifter und die anderen mit der Vertheilung des Rübensaamens betrauten Herien dringend, jeder Saamenabgabe die Belebruna beizufügen, wo es unterblieben, dies nachträglich zu thun und auch sonst für deren Verbreitung zu wirken, da ja sonft dle Vetrsuche mißrathen könnten, zum Schaden nicht nur des Rübenbaues im Besonderen, sondern auch der Landwirth⸗ schaft überbaupt; denn der Zuckerrübenbau ift, wir können dieses nicht genug in Erinnerung bringen, ein großer Fortschritt für die gesammte Landwirthschaft, welche zugleich einen hoben Geldertrag verspricht. 1 Friedberg den 21. April 1872. Die Commission des landw. Casino's. Der israelitischen Osterfetertage wegen ist mein * 1151 Bäckereigeschäft bis zum 1. Mal geschlessen. s Strauß, Bäckereibesitzer. Todes- Anzeige. 1144 Theilnehmenden Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, das es dem Allmächtigen gefallen bat, unser liebes, gutes Kind, Enkelchen und Richte li se beute Morgen 6 Uhr, im zarten Alter von 5 Monaten, unerwartet zu seinen Engeln ab⸗ zurufen. Ergeben in Gottes unerforschlichen Rathschluß bitten um stille Theilnahme Bamberg, Friedberg u. Reichelsheim den 19. April 1872. im Namen der sämmtlichen Hinterbliebenen die trauernden Eltern Wilhelm Gros. Betty Gros, geb. Menges. Kirchen buchsans züge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 14. April. Friedrich Jacob Oberländer, blesiger Bürger und Schmiedmeister. Sohn des verstorbenen hiefigen Bürgere und Schmiedmeisters Ambros Konrad Oberländer, und Maria Magdalena Oberländer, geh. Brcker, Winwe des verh. biesigen Bürgers und Schuß⸗ machermeisters Johann deinrich Oberländer II. 14. Apr. Christian Bolp, biesiger Bürger und Schuhmacher, wohnhaft zu Frankfurt, Sohn des ble sigen Bürgers und Schuh machermeissers Heinrich Voly I., und Anna Juffine Herdert aus Weichersbach im König reich Preußen Kreise Schlüchtern, Tochter des 901. dasigen Maurers Nicolus Herbert. 9 5 18. April. Balthasar Schaub, Mltprediger und Schulinspector zu Bad⸗Naubeim, Sohn des Bürgers und Ackermannes zu Büdesheim im Kreise Vilbel Jacob Heinrich Schaub und Katharina Justane Bitsch, Tochter des Lehrers an der hiesigen Musterschule Nicolaus Blisch. Getaufte: 14. April. Ein unehelicher Sohn Franz Albrecht, geb. am 21. März. 14. April. Dem bliesigen Bürger und Kaufmann Karl Coristtan Philipp Werner eine Tochter Loulse Elisabeth Marie, geb. am 21. März. 5 14. April. Dem diesigen Türger und Hosschmied Chriffoph Ritzel eine Toter Anna Maria Lina, geb. am 10. März. Beerdigte: f 14. April. Ellsabetbe Becker, geb. Grau, Ehestau des hiesigen Bürgers und Schuhmachermeifters Friedrich Becker, 60 Jahre 10 Monate 7 Tage alt. f den 12. April. 20. April. Johanna Magdalena Dörr, geb. Rumpf, Witiwe des verfl. hiesigen Bürgers und Handelsmannes Johann Daniel Dörr, 64 Jahre 8 Monate 4 Tage alt, T den 18. April. 124 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. — Truc und Verlag von Bindernagel& Schimpff. r — 2