te past - Heli rg Oral det den een. et betten Allin, v CT n¹j,ß᷑ * t ee ee 871 Landvogt, 0. bötse rg 21. Oktoba ten Dien nabmebörse 3 uur pan 7 * 1 100 fl.; in Gemeinden von 500 2000 Seelen, 450 fl., 2. Abtheilung 650 fl., 3. Abtheilung W R 5 1872. 5 Dienstag den 22. October. N 124. Oberhessischer Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Zetreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Nach Ihren übereinstimmenden Berichten beabsichtigen Sie eine Bertilgung der Feldmäuse durch Vergiftung in Ihren resp. Gemar— ungen vornehmen zu lassen. Da eine erfolgreiche Anwendung dieses Mittels nur sich dann bewerkstelligen läßt, wenn dasselbe auf die ganze Feldflur ausgedehnt wird und es zu diesem Behufe erforderlich erscheint, aß die mit Herstgewächsen bestellten Grundstücke vorher von der Crescenz vefreit und die für die Wintersaat bestimmten bestellt und eingesäet werden, so sehen wir uns veranlaßt, Sie auf Art. 69 des Felsstraf⸗ jesetzes und unser Ausschreiben vom 16. August 1884, Oberhessischer Anzeiger Nr. 67, aufmerksam zu machen und Sie ausdrücklich zu Friedberg am 20. October 1872. in dem erwähnten Artikel vorgesehenen Geldstrafe, anzuordnen, daß die oben bezeichneten londwirthschaftlichen Verrichtungen in einer bestimm⸗ ten Frist— nicht unter 6 und nicht üder 12 Tagen— durch die Grundbesitzer vorzunehmen seien. Contravenienten sind sodann in das Feldrügeregister aufzunehmen. Gleichzeitig empfehlen wir nochmals den zur Mäusevertilgung dienlichen„Dampfofen“, der dermalen zwar nicht auf den Aeckern, wohl aber an Rainen und Dämmen, woselbst sich hauptsächlich die Mäuse eingenistet haben, mit Erfolg benutzt werden kann. Tour a p p. rmächtigen durch öffentliche Bekanntmachung, unter Androhung der! — 7 1 BA enden t machung. Betreffend: Die heimliche Entfernung des Ludwig Ruppel von Friedberg aus dem Versorgungshaus. Ludwig Ruppel von Friedberg, unter Polizeiaufsicht stehend, hat sich aus dem Versorgungshaus entfernt und treibt sich wahr⸗ scheinlich zwecklos umher. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Lokalpolizeibeamten und die Großherzogliche und ihn im Betretungsfalle vorführen zu lassen. Friedberg am 18. October 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tur a p p. Bekanntmachung. Zetreffend: Den wegen Mordes zum Tode verurtheilten Heinrich Völcker von Bockenheim. 1 a 100 Thaler Der Taglöhner Heinrich Völcker von Bockenheim, wegen Mordes durch Erkenntniß des Koͤniglichen Schwurgerichtshofes sierselbst vom 27. April d. J. zum Tode verurtheilt, durch Allerhöchste Rabinets Ordre vom 26. Juli d. J. zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt, ist am 16. August d. J. aus hiesigem Gefängniß entsprungen. Es wird demjenigen, welcher die Wiederergrelfung desselben bewirkt, den Polizeiorganen und Gendarmen unter dem in der Ministerialver— fügung vom 4. September 1853— Ministerial⸗Blatt der Verwaltung D. 263— ausgesprochenen Vorbehalt,) eine Belohnung von hundert Thalern hiermit zugesichert. Völcker ist 32 Jahre alt, 5“ 2“ 1“ groß, hat schwarzbraune Haare und Augenbraunen, braune Augen, gewöhnliche Nase, hervor— zehenden Mund, unvollständige Zähne, längliches Gesicht, hervor Belohnung! stehende Backenknochen, dunkelbraunen Schnurr⸗ und Kinnbart— jetzt muthmaßlich rasirt— bleiche Gesichtsfarbe und ist von mittlerer Statur. Besondere Kennzeichen find: verkrüppelter kleiner Finger der linken Hand, etwa zehn Blutegelnarben am Unterleib, auffallend scheuer, unstäter Blick. Letzte Bekleidung: Grüne Schützensoppe mit grünem Kragen, grünem Besatz und grün eingefaßtem Riegel, schwarze Zeugweste, braune weite Zeughose mit dunkeln Streifen auf dem linken Knie mit einem blauen Lappen geflickt, Lederschuhe. Frankfurt a. Mä den 3. October 1872. Der Königliche Staatsanwalt: Kunitz. BWerr ö tifefide ti A och ten er getreffend: Die Einsendung der Waisenhausbüchsengelder für den Zeitraum vom 1. September 1871 bis 1. September 1872. Nachstehend bringen wir das Verzeichniß der vom 1. September 1871 bis 1. September 1872 aus den Gemeinden des Kreises Friedberg eingegangenen Waisenhauebüchsengelder zu: offentlichen Kenntniß. Friedberg am 18. October 1872. 1) Assenheim 1 fl. 5¾ kr.— 2) Bauernheim 36 ke.— 3) Bodenrod 6 kr. — 4) Bönstadt 2 fl. 4½ kr.— 5) Bruchenbrücken 2 fl. 3½ kr.— 6) Butzbach 4 fl.— 7) Dorheim 1 fl. 30 kr.— 8) Dornassenheim 1 fl. 1 kr.— 9) Fauerbach d. H. 4 fl. 10 ke.— 10) Fauerbach b. Fr. 1 fl. 48 kr.— 11) Friedberg 24 fl. 55 kr. — 12) Gambach 12 fl.— 13) Griedel 30 kr.— 14) Hau sen mit Oes 2 fl. 4 kr.— 5) Hoch⸗Weisel 1 fl. 6¾ kr.— 16) Ilbenstadt 3 fl. 42¼ kr.— 17) Kirch⸗Göns 1 kr.— 18) Laugenhaln mit Ziegenberg 30 kr.— 19) Maibach 24 kr.— 40) Melbach 36 kr.— 21) Münsier 1 fl. 1 kr.— 22) Münzenberg 31 kr.— 3) Bad⸗Nauheim 66 fl. 30 kr.— 24) Nieder⸗Florstadt 2 fl. 55 kr.— 25) Nieder- Mörlen 4 fl. 9 kr.— 26) Nieder⸗Rosbach 1 fl.— 27) Nieder⸗Weisel 4 fl. 16 kr. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tur a p p. — 28) Nieder- Wöllstadt 2 fl.— 29) Ober- Florstadt 14 kr.— 30) Ober Mörlen 2 fl. 42 ke.— 31) Ober⸗Rosbach 2 fl. 8/ tr.— 32) Ober- Wöllsadt 1 fl. 4 kr. — 33) Ockstabt 1 fl. 45 ¼ kr.— 34) Oppershofen 30 kr.— 35) Ossenheim 4 kr.— 36) Ostheim 9½ kr.— 37) Pohl Göns 1 fl. 3¼ kr.—- 38) Retchelsheim N 15½ kl.— 39) Rockenberg 1 fl. 50 ke.— 40) Rödgen 1 fl. 439, kr.— 41) Schwal⸗ heim 56 kr.— 42) Södel 1 fl. 23½ kr.— 43) Staden 1 fl.— 44) Steinfurth 9 fl. 6⅝ kr.— 45) Trais⸗Münzenderg 1 fl.— 46) Weckesbeim 30 kr.— 47) Wickstadt 1 fl. 59 kr.— 48) Wisselsheim 1 fl. 24 kr.— 49) Wölfersheim 24 kr.— 50) Wohnvach 32 kr. —— Deutsches Reich. 800 fl.; Darmstadt. Die Mehrheit des Finanz ⸗ Ausschusses der zweiten Kammer hat sich dahin einigt, die Besoldungeverhältnisse der Volks- thullehrer in nachstehender Weise zu ordnen: ) In Gemeinden unter 500 Seelen 1. Classe 3. Classe, 450— 500 fl.; 3) in Gemeinden von 000- 6000 Seelen, 3. Classe: 1. Abtheilung „ 4) in Gemeinden über 6000 Seelen,— 19. Oct. Die II. Kammer begann heute 4. Classe: 1. Abtheilung 650 fl., 2. Abtheilung die Berathung des Wahlgesetzentwurfes. 800 fl., 3. Abtheilung 1000 fl., 4. Abtheilung 1200 fl. Bezüglich der Dienstalterszulagen wird vorgeschlagen, für Stellen unter 600 fl einer zehnjährigen tadellosen Dienstfübrung 100 fl. Zulage zu gewähren, die dann von 5 zu 5 Jahren um je 50 fl. steigt, bis die Besoldung den Be- trag von 600 fl. erreicht hat. hat sich hiermit einverstanden erklärt. Nach Eröffnung der Discussion und nachdem Minister Hofmann den Standpunkt der Regierung kurz be— jeichnet hatte, faßte die Kammer auf Vorschlag des Präsidenten den Beschluß, das Gesetz zwar artikelweise zu berathen, über die einzelnen Artikel jedoch nur provisorisch abzustimmen, so daß die entscheidende Schlußabstimmung, bei welcher es auf die verfassungsmäßige Mehrheit von 7 der nach Die Regierung Gendarmerie haben auf denselben zu fahnden 1 1 Stimmen ankommt, über das Gesetz im Ganzen stattfinden wird. Nach einer ausführlichen und zum Theil lebhaften Verhandlung wurden die Ar⸗ tikel 1 bis 4 des Entwurfs nach der Regierungs- vorlage mit der einzigen Aenderung angenommen, daß die Vertretung des Landesuniversität in der ersten Kammer durch ein von den Professoren auf 6 Jahre aus ihrer Mitte gewähltes Mitglied ge⸗ schehen soll. Die Fortsetzung der Berathung wird am nächsten Montag um 9 Uhr stattfinden. — Das jüngste Heft der Mittheilungen großh. Centralstelle für die Landesstatistik publicirt haupt- sächlich die definitiven Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1871, wonach im Großherzog thum 852,894 Bewohner, gegenüber der Zählung von 1867 eine Zunahme von 21,058 Köpfen er⸗ mittelt wurden. Starkenburg zählt gegenwärtig 339,227, Oberhessen 253,646, Rheinbessen 249,951 Köpfe; Starkenburg hat um 12,399, Oberhessen um 2281, Rheinhessen um 6378 Köpfe zuge⸗ nommen.— Was die größeren Städte des Landes betrifft, so zeigen dieselben, wie überhaupt die städtischen Wohnplätze, d. h. die Gemeinden mit über 2000 Einwobnern, fast durchgehends eine zum Theil sehr erhebliche Zunahme, während in den ländlichen Gemeinden sich ein Herabgehen der Volkszabl bemerkbar macht. Einschließlich der Garnison zählen: Mainz 53,902 Einwohner. (+ 3253), Darmstadt 33,799(+ 2410), Offenbach 22,670(+ 2378), Worms 14,484 (+ 1103), Gießen 12,208( 1982). — Der Abgeordnete Kraft beantragt: Die Kammer wolle die Gr. Regierung ersuchen, auf Errichtung einer Landescreditanstalt, durch welche Gemeinden und Privaten zur Förderung gemein- nütziger Zwecke und der Landeswohlfahrt Kapi⸗ tallen zu geringen Zinsen und gegen Abtrag mittelst Annuitäten erhalten können, Bedacht zu nehmen. In den Motiven wird gesagt: Das Recht des Großherzogthume auf Theilnahme an den von Frankreich bezahlten und noch zu bezahlenden Kriegsentschädigungsgeldern steht fest; die Ver- gütungen derselben sind theilweise schon erfolgt; die durch den Krieg erwachsenen Schulden sind getilgt; eine weitere Tilgung von Staatsschulden ist nicht veranlaßt, da die Staatsschuldentilgungs⸗ kasse bertits mehr Activ⸗Vermögen besitzt, als der Staat noch Schulden hat, und die Eisenbahn— Anleihe durch die Erträge der Staats⸗Eisenbahnen weitaus gedeckt sind; es müssen daher Mittel be reits disponibel sein oder doch in einer bestimmten Zeit disponibel werden, welche zu den gewöhn⸗ lichen Bedürfnissen der Hauptstaatskasse nicht er⸗ forderlich sind. Die Aufgabe der Regierung wird sein, dieselben auf die möglichst gemeinnützige Weise zur Förderung des Landes wohls zu verwenden. Schon längst hat man die Errichtung einer Landescredit⸗ anstalt, welche es ermöglicht, zu gewissen gemein⸗ nuͤtzigen Zwe ren Kapitalien gegen einen geringeren Zinssuß und mit der Befugniß der suceessiven Tilgung mittelst Annuitäten zu erhalten, für eine Wohlthat des Landes erkannt. Zu solchen Zwecken rechnet der Antragsteller: 1) Entwässerung und den Schutz den Ueberschwemmungen ausgesetzter Landestheile; 2) Durchführung eines Systems von Vicinalsiraßen im ganzen Lande; 3) Beseitigung der höchst feuergefährlichen, das Interesse der Landeskasse tief beeinträchtigenden Strohdächer in einzelnen Gegenden, und schließlich 4) zu Unter⸗ nehmungen im Interesse der Landwirthschaft, nament⸗ lich Zusammenlegung der Gtundstücke, rationeller Wiesenbau. Drainage der Ländereien ꝛc. Berlin. Kaiser Wilhelm ist am 18. d dahier wieder eingetroffen. — Die„Germania“ schreibt:„Die Blätter quälen sich damit ab, den Verfasser der bischöf⸗ lichen Denkschrift zu ergründen. Bald wird der Bischof von Mainz, bald der von Paderborn, bald werden beide zusammen als Autoren genannt. Die Mühe ist vergeblich. Die Denkschrift ist in einem Entwurfe schon lange vor der Conferenz den Bischöfen zugesandt worden; jever konnte Zu⸗ sätze machen oder Streichungen vornehmen, oder einen eigenen Entwurf beim Präsidium einreichen. In Fulda einigte man sich schließlich über die Form. Die Denkschrift ist deßhalb so recht eine Arbeit des deutschen Gesammt Episcopats.“ — Das Leichenbegängniß des Prinzen Albrecht hat am Vormittag des 19. d. mit großen Feier- lichkeiten stattgefunden. — Die Räumung der beiden Departements Haute Marne und Marne durch die deutschen Occupationstruppen ist auf besonderes Ersuchen der französischen Regierung abermals, und zwar bis zum 25. d. verschoben worden. Der Grund des Aufschubs ist das Unvermögen der franzö⸗ sischen Regierung die zur Aufnahme unserer Sol- daten bestimmten Baracken rechtzeitig herzustellen. Ohne diesen Umstand würden bekanntlich die beiden genannten Departements bereits seit dem 2. Oc⸗ tober geräumt sein. — Die demnächst zu erwartenden Erlasse des Cultus ministers, welche an die Stelle der sog. Regulative treten sollen, werden die Bestimmungen über den Lehrplan der Volksschule, über den Kehr plan der höheren Bürgerschule, über die Vor bildung für das Seminar, über die Einrichtung und den Lehrplan der Seminare selbst und endlich über die Prüfungen von der Präparanden Prüfung bis zur Rectorats-Prüfung hinauf umfassen. Thorn. Bis zum 15. d. früh waren hier an der Cholera überhaupt erkrankt 17 Personen, davon 10 polnische Flößer und 6 einheimische. München. Der König hat die Neuformation der bayerischen Artillerie, jener der preußischen Armee entsprechend, genehmigt. Die Veröffent— lichung der betr. Anordnung findet nächstens statt. Straßburg. Lebhafte Detonationen— schreibt man der„Karlsr. Ztg.“— erschreckten in den letzten Tagen wiederholt die Umwohner der abgebrannten Bibliothek und des Broglie— Platzes. Die Ursache davon ist die, daß beim Säubern des Kellergeschosses des letzten noch in Trümmern liegenden Privathauses, des sogenannten Scheidecker'schen Hauses, die Arbeiter wiederholt auf artilleristische Explosionsgeschosse stießen, welche sich seit dem Bombardement der Stadt, also länger als zwei Jahre, in jene Trümmer eingegraben hatten und bei der Berührung mit den Werkzeugen der Arbeiter sofort explodirten. Zum Glücke ist hiebei bis jetzt noch kein Unfall zu beklagen gewesen. Bischweiler. Die Zahl der in hiesiger Stadt (über 10,000 Einw.) in gesetzlicher Form abge⸗ gebenen Options- Erklärungen beträgt nach dem „Niederch. K.“ 1020. Davon sind 720 Personen thatsächlich ausgewandert, die übrigen 300 aber hier geblieben. Die letzteren gedenken auch nicht fortzugehen. Ausland. Frankreich. Der Proceß Bazaine schreitet voran. Die Zeugen sind fast sämmtlich von dem mit der Voruntersuchung betrauten General Rivière vernommen worden, darunter Gambetta zweimal. Die Anklage wird bald nach Mitte des nächsten Monats fertig sein und der Proceß viellticht vor Ende des Jahres zur Entscheidung gelangen. Es wird besonders hervorgehoben, daß der Marschall die Abgesandten Mac Mahon's stets ganz allein empfing, nachdem er seine Adjutanten alle weg⸗ geschickt hatte, daß er Jedem nach Abgabe seiner Botschaft tausend Franken zustellte, die er in einem grünen Notizbuch aufschrieb. Das Büchlein ist unter Bazainc'e Papieren vorgefunden und da⸗ durch erwiesen worden, daß diese Ausgabe acht zehnmal stattfand. Und doch hat Bazaine be⸗ hauptet, er habe vom Marsche Mac⸗Mahon's zur Entsetzung von Metz keine Kenntniß gehabt. Ueber das Ende des Processes herischt im Publicum kein Zweifel. Man ist auf ein Todesurtheil gefaßt. — Der Maire von Nancy, Bernard, hat sich in einer Audienz beim Präsidenten über das provo— cirende Betragen der preußischen Offiziere be⸗ schwert. Der Abzug der Truppen findet indeß sehr bald statt. Großbritannien. Die„Times“ bringt folgendes Pariser Telegramm vom heutigen Tage: Der vollständige englische Text des neuen engli— schen Handelsvertrags ist von Frankreich münd⸗ lich gebilligt worden und wird nach erfolgter Uebersetzung in's Französische England zugehen. Der Vertrag dürfte vor Ende des Mongte r. zeichnet werden. W — Der„Times“ zufolge würde die endgül. tige Zustimmung des britischen Cabinets zu dem neuen Handelsvertrage mit Frapkreich durch die Erwartung verzögert, einzelne Modisstationen zu Gunsten des Baumwollenwaarenhandels zu + langen. Die„Times“ glaubt, daß der Abschluß nur wenige Tage aufgehalten sei. 8 Italien. Wie die Zeitungen melden, hat lichkeit angeordnet. Auch jeder Weltpriester müsse acht Tage im Kloster bleiben und strenge Buß, übungen halten. Spanien. Die Insurgenten von Ferrol haben, ohne den Angriff der Truppen abzuwarten, die Flucht ergriffen. Die Truppen haben das Ar⸗ senal besetzt und 500 Gefangene gemacht. f Bad Homburg. In der jüngsten Sißung des theilt, die Wahl des Musikdirector vorgenommen und es fiel dieselbe auf den Hof- Musik⸗Director Gustav Härtel zu Schwerin. Derselbde erhält 1600 Thlr. Gehaft. J. Betreff der Kurtaxe ging ein Schreiben königl. Regie⸗ rung ein, in Folge dessen die Kurtaxe wie folgt fesigestellt für drei und vier Personen 8 Thlr., für mehr als vier Personen 10 Thlr. b Gießen. Vom Schwurgericht wurde stud. Faye tt aus San Gabriel wegen Tödtung des stud. Reuling im Duell zu 2¼ Jahren und stud. Hofmann wegen Beihilfe hierzu resp. als Cartelträger zu 8 Tagen Festung verurtheilt. Gießen. Ueber den am 20. vor. Monais dahier verhafteten Gauner Silberberg von Zabrze im Kreise Beuthen veröffentlicht Herr Polizei: ath Nover in Eber⸗ Details, welche einen Einblick einestheils über die Sorg⸗ fältigkeit der Nachforschungen Seitens! behörde thun lassen, anderntheils aber auch die Verb Silberberg ist einer der Hauptgauner, welche wohl existiren, raffinirt und gewandt, um seine Opfer zu besiehlen und vorführen. Silberberg, auch Afriat, Gordan, der Papst eine allgemeine Bußübung der Geist⸗ Gemeindevorstandes wurde, wie der„Taunus dole“ mii⸗ wurde: für eine Person 4 Thlr., für zwei Personen 6 Thlr., hardt's„Allgemeinem Polizei Anzeiger“ sehr intetessante! 5 dungen und Complicen der Gaunerbanden klarlegen. Dieser auszunutzen. E nize Details wollen wir unseren Lesern . — Giiber! genannnt, hatte bei seiner Verhaftung in Gießen 1 blos 24 Schlüssel verschiedener Art(darunter 5 Cafsa⸗ polnisch, französisch, englisch und spanisch; er wurde früher, Kue Derselbe ist über 35 Jabre alt, spricht deutsch, 0 am 13. Januar 1864 aus ber Strafanstalt zu Antonien⸗ hütte begab sich Silberberg nach Paris und dann auf einen Westindienfahrer, wo er zwischen St. Nazaire und Weslindien kreuzte. Vom Schiffe begab er sich nach 9 land und dann nach Australien. Nach mehrjähriger Ab; wisenten taucht der Gaunet in Cöln auf, slahl dort 100 Thaler Geld, 2 Wechsel, 2 Brieftaschen. Colonia hal denselbden jetzt reclamirt.— Anfangs Januar stabl S. im Hotel Drexel zu Frankfurt a. M. einem Fremden aus einer verschlossenen Reisetasche 30 fl. Geld, eine Diamant⸗ nadel, einen Wechsel über 300 und einen ditto über 354 Pfund Sterling. Frankfurt sucht seinen Freund auch — Nach einer Vergnügungstour in Straßburg und Bot⸗ deaux begab sich S. nach Paris, wurde hier als Spion verhaftet und nach der Insel Ax gebracht. Seine Frei- lassung erfolgte im September 1871. Spuren von S. fanden sich nun in Breslau, wo er einem Kaufmann im Gasthause eine Uor im Werthe von 44 Thlr. anectirte. Bald darauf war er in England und stellie dem kaiserlich deutschen Gesandien in London vor, daß er in Frankreich durch den Krieg ungefähr 18,000 Francs verloren und um Mitiel zum Fortkommen von London bitten müsse. Von Berlin erhielt er, weil er als ausgewiesener Deutscher um Unter⸗ stützung bat, 50 Thlr. nach London geschicktl. Von London begab sich S. über Brüssel nach Berlin, von da nach Leipzig, schwindelte einem Spedileur eine Kisse Meßgut ab und versetzte dieselbe für 300 Thlr. auf dem Pfand⸗ hause. Leipzig will jetzt S. auch ein Andenken geben.— Von Leipzig ging die Reise nach Wienz es lassen sich allda bis jetzt noch keine Gastrollen ermtiteln, bles daß er um eine Skelle bei der Weltausstellungscommissten nachsuchte.— Von Wien gings nach Hamburg, wo S bedeutender Diebstähle verdächtig ist und das dortige Ge⸗ nicht denn auch seine werthe Bekannischaft machen will.“— Von Hamburg gings nicht nach Ritze bültel, sondern nach Travemünde, wo S. eine Gaunervorstellung gab. Die Reise ging weiter nach Lübeck, wo- S. einem Schüler 8. Thlr. Geld und eine Taschenubr stabl. Ole seeie Stadt Lübeck hat auch Verlangen nach ihrem ehemallgen Gaste und bittet um Auslieferung.— Die Schlußscene spielt nun in Cassel, wo Herr Silberberg unter Retourlassung seines französischen Passes in einer Herberge eim Goldarbeiter natzte den Telegraphen, in Folge dessen endete die Gießener Polizei dieses thatenreiche Wirken durch Ver haftung auf, hiesigem Bahnhose, ließ S. photo graphiren und besötderte ihn unter polizeiliche Siegel nach C ssel, wo er den Lohn für seine Arbeit empfungen wird. Frankfurt. Am Samstag Abend hat ein hieslges Mädchen auf ihren Liebhaber, einen Unteroffizier, der das so weil sich ermilleln ließ, Smal verknurrt und enwich hütte und wird seildem sieckbrieflich versolgt. Von Antonien⸗ [Behr aus Hamburg seine Ubr und goldenen Ring wg. zauberte. Die Polizei hatle die Unverschämtheit und be⸗ 2 19 „— . n m * Gerbälmiß mit iht lösen wollte, in einem Hause auf der „Neuen Ache mit einem sech siäuftgen Revolver einen Schuß abgefeuert und darauf sich selost mit zwei Schüssen zu erschießen versucht. Der Unteroffizier, von hier gebürtig, ist leicht am Hals verwundet, sie selbst blieb unverletzt. Offenbach. Ein hiesiger“ Mann fand vor einiger Zeit im Feld eine Stechapfelpflanze, die er, weil sie ihm gefiel, mit nach Hause nahm und in seinen Garten setzte. In den letzten Tagen wurde nun das Kind desselben un⸗ wohl, betam Fieber, Zuckungen ꝛc., und der herbeigerusene Arzt erklärte dasselbe für vergiftet. Mit was, wie, wo oder wann, darüber war man nicht im Klarenz ein Absühr⸗ mittel verhalf endlich auf die Spur. Nachdem dieses nämlich gewirkt, fand man in den Exctementen des Kindes etwa 100 schwarze Körnchen, die ein Sachverständiger für iden Samen eines Stechapfels erklärte, der bekanntlich ein ziemlich starkwirkendes Gift enthält. Nur dem Umstand, daß das Kind denselben ganz verschluckt und nicht verkaut chalte, soll es zuzuschreiben sein, daß dasselbe am Leben erhalten werden wird. Darmstadt. Das Schwurgericht hat in der Anklage⸗ ssache gegen die Ehefrau des 8. Reininger von Schweppen⸗ shausen wegen Mords, verübt an ihrem neugeborenen ehelichen Kinde, die kürzlich wegen eines Formfeblers mntetbrochene Verhandlungen am 17. d. zu Ende geführt. Der Vertbeidiger Hofg.⸗Advocat Dernburg bestritt, daß die [Beschuldigte die gräßliche That mit Ueberlegung verübt, loder wenigstens im zurechnungsfähigen Zustand gehandelt, allein die Geschworenen sprachen nach kurzer Berathung das„Schuldig“ aus, worauf die Staatsbehörde nach Maß gabe des 8. 211 des Strafgesetzes die Erkennung der Todesstrase beantragte. Demgemäß verurtheilte der Gerichts lhof die Angeklagte zum Tod. 5 Mainz. Auf dem Taunnsbahnhofe zu Castel streiste ein die Billete coupirender Conducteur im Vorbeifabren zan der offenen Thüte eines auf einem anderen Geleise fliehenden Wagens und fiel dabei so unglücklich, daß er zan beiden Händen und am Kopfe verletzt wurde. Die rechte Hand wurde ihm bereits amputirt, ebenso 3 Finger ider linken. Der Verunglückte ist Vater von 3 Kindern zund bat erst vor einigen Tagen in der Frankfurtet Lotterie 11.000 fl. gewonnen. Meisenheim. Das heutzutage seltene Alter von 120 Jahren erreichte beteits Bernhard Mzyer von hier und dgleich derselbe nie auf Rosen gebettet war, so freut er sich dennoch zur Stunde eines rüstigen Körpers und einer seltenen Geistesfcische. Fußtoufen von 3—4 Meilen per Tag werden von ihm obne Anstrengung zurückgelegt zund stundenlang beim Solospiel den vierten Mann abzu⸗ geben, gebört noch heute zu seinen Haup wergnügen. Marburg. In dem benachbarten Schweinsberg brännten am 16. d. 18 Gebäulichkeiten, darunter 4 Wohn⸗ häuser und die Synagoge nieder. Nur 2 der Beschädigten haben ihre Mobilien und ibre in den Scheunen aufge⸗ speicherten Erntevorräthe versichert.— Am 2. October flarb zu Buchenau der älteste Mann des Amtsgerichts Eiterfeld und wahrscheintich auch von ganz Kurhessen, der Jsraelit Wolf Goldberg, im seltenen Alter von 106 Jahren an Altersschwäche bei völlig klarem Bewußtsein. Fuß. Er war seil 15 Jahren — Almosen sammelnd— zu dermalen 70 Jahre alt, Wittwer. Sein einziger Sohn, lebt in London. Limburg Vorige Woche wurde Abends an einem Fensterladen eines Hauses am Diezer Thor ein Zettel be⸗ welcher folgenden Text führte:„Wer Arbeit scheuf, merkt, das Zuchthaus liebt, der komme zu mir in meine Bande die Fuchsehöhle. Ihr Leuichen nehmt der Schinderbannes ist wieder erwacht. nach Holzheim in euch wohl in Acht, J. Koch.“ eines bei den Acsen soll einige Aehnli unwahrscheinlich erscheint, daß der so sehr gefürchtete Raub⸗ mörder unsere Stadt mit seinem Besuche bedacht hat. Derselbe durchreiste noch bis vor wenigen Jahren ganz Deutschland Ein Vergleich der Schrift dieses Zettels und 7 Briefes des Ia Koch eit ergeben haben, so daß es nicht Durch diese Vorkommnisse und durch verschiedene Einbrüche und Diebstähle wird das Publikum sehr geängstigt. Von der Lahn. Die ganze Umgegend von Diez ist unsicher geworden und in Schrecken versetzt durch das Herumziehen einer Spitzbubenbande, welche an verschiedenen Orten nächtliche Raukzüge mittels Einbruch vornimm!. So hatte sie vor einigen Tagen bei einem Bewohner in Diez des Nachts demselben 300 fl. geßsohlen und auf dem betreffenden Geloschranke einen angehefteten Zettel hinterlassen, dessen Juhalt lautet: Unserer sind es dreißig, Bei Nacht sind wir fleißig, Bei Tage gucken wir zu dem Fenster hinzus Und lachen die Gendarmen aus. Der zweite Schinderhannes. Von Seiten der Polizei werden die eifrigsten Nach⸗ forschungen angestelll, aber bis jetzt wollte es trotz der nächtlichen Streifzüge des dort garnisonirenden Militärs nicht gelingen, genannter Räuber habhaft zu werden und läglich bört man noch von einzelnen Raubanfällen. Kaiserslautern. Kürzlich spielte sich ein Stück miltelalterlichen Rechisverfahrens auf dem hiesigen Marki⸗ platze ab, indem daselbst der Schandpfahl aufgerichtet und an demselben das Urtheil gegen Peter Spielmann, wegen beirügerischen Banketoits angeklagt, in efligie voll⸗ zogen wurde. Karlsruhe. Von der Strafkammer wurde die Anklage gegen Apotheker Ludwig Döll von hier und Conrad Rink, Magazinter bei Bassermann und Herschel in Mannheim, wegen fayrlässiger Tödrung verhandelt. Der Vorfall selbst wurde früher gemeldet; der einzige Sohn der Willwe Seyfried von hier wurde im Juni d. J. in Folge einer Vetwecbslung durch Morphium muratieum vergiftet. Der Gerichtsbof sprach den Apotheker, welchem Morphlum stait Chinin aus der Fabrik geschickt worden war, frei, verurtheilte bingegen den Magazmier, welcher in der Fabrik die Verwechslung vorgenommen und die unrichtige Aufschrist dec Flasche geschrieben halte, zu zwei Monaten Gefängniß. Berlin. Wie viel Evangelisten gibt ses? Vier, wird der bibelfeste Leser antworten; indeß zu Unrecht, denn nach folgendem Inseratl in der„D. Stb. ⸗ Z.“ gibt es deren mindestens fünf:„Biblische Vorträge über die nahe Wieder⸗ kunft Jesu Christi werden an jedem Montag und Donnerstag, Abends 8 Uhr, in der Elisabethensiraße 3, Hof part., gehalten werden. Der Zutritt frei. Mäller, Evangelist.“ Brüssel. Am vorigen Sonntage erschien auf dem Polizriamte von Brüssel ein Mann von etwa 30 Jahren und verlangte verhaftet zu werden, weil er ein Miischul⸗ diger des Mörders Troppmann sei. Er gab an, ohne Domicil zu sein und vor seinem Gewissen keine Ruhe mehr zu haben. Man glaubte Anfangs mit einem Irr⸗ sinnigen zu schaffen zu haben, aber die Redeweise des Mannes bewies das Gegentheil. Er gab eine Menge von Einzelheiten über die Mordthaten an, welche er mit Troppmann begangen und bei welchen noch zwei andere Personen betheiligt gewesen wären. Die letzteren hätten jedoch nut das Verscharren der Ermordeten und die dazu nöthigen Werkzeuge beschafft. Er sei auch bei der Ver⸗ haftung des Troppmann in Havre zugegen gewesen, er babe auch unter der Commune in Paris als Offiziet ge⸗ und den Präsibenten Bonjean erschoß. Befragt, von weschen Mitteln er in Brüssel gelebt habe, gab er an, von der Internationale unterstützt worden zu sein. Obgleich die Aussagen des Unbekannken ganz vernünftig klingen, glaubt man doch, daß er entweder verrückt oder ein Schwindler ist. Man hat ihn vorläufig gefangen gehalten. b. Frankfurt a. M., 19. October.(Börsenwoche vom 14-19. Ociober) Während der ablaufenden Woche konnte man so recht sehen, wie die Neigung der biesigen Börse füt Hausse ist. Die Speculation bietet nicht nur alles auf um ein weiteres Weichen der Course binzuhalten, sondern geht mit großer Bereitwilligkeit auf jede An⸗ regung ein, welche ein Steigen der Course zum Zweck hat. Man sieht dabei wie bei der ganzen Speculation eine einheitliche Parole herrscht und diesem Umstande haben diesmal in erster Linie Staatsbahnactien eine Avance von 8 fl. zu verdanken, während Creditactien sich nur um 2 fl. zu bessern vermochten, Lombarden aber vollends um 2 fl. zurückblieben. Auf dem Gebiet der Banken ist für österreich. Nationalbank eine abermalige Erhöhung um 50 fl. zu constatiren und andererseits ge⸗ wannen die Actien biesisser Institute um Procente. Ebenso apancirten Provinzial-Discont, württemb. Vereinsbank, Brüsseler und Franco-Italienische. Letztere hält man für noch weiter steigerungsfähig. Von Bahnactien erzielten alte Elisabeth eine Coursaufbesserung von 11, junge von 8½ fl. bei großartigen Umsätzen. Auch Nordwest, Elbthal, Galizier, Franz Joseph und Raab Grazer stiegen. Bayer. Ostbahn erholten sich etwas von der Anfangs erlittenen Einbuße. Prioritäten beliebt, aber ohne größeres Geschäft und ohne wesentliche Veränderungen. Oesterreich. Renten anscheinend steigend. Süddeutsche Fonds beliebt. Amexi⸗ kiner größtentheils besser- Russen und Spanier schwächer. Amerikanische Prioriläten nicht besonders lebhaft, für bessere Sorten aber gute Frage bei höheren Coursen. St. Louis z. B. stieg um 30%. Von Loosen war das meiste Geschäst in österreich. 1839ern und 1830 ern, welche beide ca. 4% stiegen und sind besonders letztere seht be⸗ liebt. Pfandbriefe gingen außer Finnländer und Nassauern bei festen Preisen gut ab. Reichscontinentalactien waren sehr gesucht und stiegen 4%, ebenso italienische Tabaks⸗ actien um 3%. Wechsel größtentheils fest. Paris theil⸗ weise besser. Langes London selien und höher. Napoleons, namentlich ganze Stücke besser bezahlt. Marktberichte. Grünberg, 12. Oct. Die Preise auf unserem beutigen Fruchimarkte betragen: Waizen(100 Kilo) 14 fl. 54 kt.; Korn(90 K.) 8 fl. 36 ke.; Gerste(80 K.) 7 fl. 36 kr.; Hafer(60 K.) 4 fl. 21 kr.; Molter(90 K.) 8 fl.— ke.; Erbsen(110 K.) 9 fl. 34 k.; Linsen (400 K) 12 fl.— kr.; Wicken(110 K.)— fl.— kr.; Saamen(90 K.) 14 fl. 30 ke.; 2 fl.— kr. Mainz, 18. Oct. Am heutigen Markte war es bei mäßigem Umsatze ziemlich fest. Zu noliren ist: Waizen effectiv 1515 ½ fl. per Nov. 15½ fl., per März 15 fl., per Mai 15 ½ fl., Korn effectiv 10 fl., per Nov. 10 fl., pet März 10/ fl., per Mai 10½ fl. Gerste, Pfätzer, 11— 1½ fl., Franken 11/11 ¼ fl., Hafer 4 45% fl. In Rüböl wenig Geschäft, effectiv 23½ fl. obne Faß, per Mal 23½ fl. mii Faß. Leinöl 24½—24/ fl., Mohnöl 35 fl., Koblsamen 19¾ↄ—20 fl., Hülsenfrüchte wenig verändert. Bohnen 13- 13½ fl., Erdsen 10— 13 fl., Linsen 10½—14 fl., deutscher Kleesamen 27— 27 ½½ fl., Kartoffeln(100 K.) dient und das Peloton commanditt, welches den Erzbischof Repokuchen 82—88 fl. Aufforderung. Betreffend: Das Schuldenwesen des Heinrich S imon II. von Meder Rosbach. ie bekannten Gläubiger des Rubrscaten haben 1 515 0 dessen Einsicht in kann, am 4. Sep⸗ Es werden daher die unbekannten Gläubiger desselben aufgefordert, dinnen Eischeinens in der Oeffent⸗ ickeit an gerechnet, Einwendungen gegen das Arran: 2 0 als dasselbe mit dissen Ehefrau ein Arrangemenk. blesiger Negistratur genommen werden tember dieses Jahres abgeschlossen. 3 Wochen, vom Tage des gement so gewiß dahier vorzubringen, onft beftätigt werden wird. a f Friedberg ren 18. Oktober 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Allwohn, Landrichter. Kiefernsamenerndte⸗Versteigerung. 1 selährige Klefernsamenerndte in den Wal⸗ ee Lanpenbain und No vember in der Bierbrauerei„Zum oͤffentlich versteigert werden. den Gemeinden Hoch⸗Weisel, dungen H. soll Freitag den 1. Zauerbach v. d. d. J., Nachmittags 2 Ubr, Gambrinus“ zu Butzbach 0 Buß bach den 19. Oktober 1872. J. A.;: Oberförfterei Hoch⸗Welsel. Großherzogliche Ditim a k. ensgerteie: Af. Jer.— er 2 Bei Bindernagel& Schimpff sind alle in den hiesigen Schul in neuester Auflage und guten Einbänden stels vorräthig. ücher Lehranstalten eingeführten Versteigerungs Anzeige. 2943 Nächsten Mittwoch den 23. d. M., von Morgens 9 Uhr ab, werden nachstehende, zum Nachlaß des Gast⸗ wirths Jacob Schimpf II. dabier gebörige Gegen⸗ flände, als: 1 tannener Tisch, 19 Roulegux, 8 Vorbänge, 1 Kassaschrank. 2 Ohm Nierfleiner⸗,/ Obm Hatters⸗ heimer⸗„ ½ Obm Bodenheimer und 1 Ohm Lauben⸗ beimer Wein, ctrea 6 Obm Branntwein, 46 Maas Magenbitter, 30 Maas Nordhäuser, eine Partie Flaschen mit Spirituosen, 6 Fäßchen Wagenschmiere, 3 Stück Sped, 1 Faß Essig, 2 Faß Sielnöl und 1 Kasten Talglichter öffentlich an den Meistbietenden gegen Baar, zahlung versteigert. Bad Nauheim am 19, Oktpbef 1872. Gfesheezoztiche S egen Bad Nauheim. 5 ch u t t. 7* Mühlen⸗ Verkauf. 2949 Donnkrstag den 21. Nodember d. J., Nachmiltags 1 Übr, soll die Mühle des Johannes Schmidt IX. von Fauerbach v. d. P., früher Kaepar Windecker gepörend, nebst dem dazu gebörigen Gelände, iu der Gemarkung Rödgen, Kreis Friedberg, gelegen, unter öffentlich an den Meistbietenden auf dem Rathhause zu Rödgen persieigert werden. Rödgen am 19. Oktober 1872. Großherzogliches Ortsgericht Rödgen. Wolf. vortheilbaftn Bedingungen, einzesn orer em Ganzen, Güter ⸗Versteigerung. 2956 Freitag den 25. Otiober d. J.) Vormittags 11 Ubr, sollen in biefigem Rathbause auf freiwilligen Antrag der Christian Setbels Witwe, geb. Reuß, dabler die derselden zustebenden nachbeschriedenen Güterstücke: een eden g. Flur. Nr. Klstr. 4. 153. 53. Grabgarten im Obrloch, 4. 116. 78. Acker im Ellern, 4. 198. 113. Grad garten in der Kehl. Gemar tung O cke steand t. Flur. Nr. Klftr. 10. 89. 120. im Ried, 10. 90. 88. daselbst, 28. 84. 13. daselbst, öffentlich meistbietend derstegert werden. Friedberg den 19. Oktober 1872. Groß berzogliches Ortagericht Irledberg. Fou car. Arbeits-Versteigerung. 2950 Mutwoch den 23. d. M. Vormettags 10 Uor, soll auf dem Bürgermeisteret Bütteau dahter das Zer- schlagen von 30 Cubikmeter Steinen zur Unterhaltung der Strahen im Ort an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Wisselsbeim den 19. Oktober 1872. OGreßberzogliche 333 Wisselsdeim. u ber. Abonnement auf Veitschristen. ie Unter zeichneten empfehlen sich zur Besorgung aller Journale und Zeitschriflen wissenschaftlichen und populären Inhaltes, deren Zusendung möglichst I rasch und regelmässig erfolgt. Die W ochenummèern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Iäteratur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Diensten. Zu gef. Aufträgen halten sich auch ferner bestens empfohlen Bindernagel& Schimpf. Bad⸗Nauheim. 2927 Donnerstag den 24. d., von Nachmittags 4 Uhr an, Ball für Israeliten, wozu freundlichst einladet D. Fritz. Für bevorstehende Saison erlaube mir mein Putz- und Modewaaren-Geschäft 2767 in empfeblende Etinnerung zu bringen. Aufträge werden bei reellen Preisen möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. Friedrich, neben der Post. 2891 Ein Candidat der Theol ünscht Privat. leigt n abel geb ee, Aufforderung. ditton d. Bl. 1 2944 Alle Diejenigen, welche eine gerechte Forderung an mich zu machen haben, fordere ich hiermit auf, binnen 6 Wochen ihte Rechnungen mir eigerhändtg. einzureichen 5 und werde ich nach dieser Frist keine Zahlung mehr iede Woche direkt aus i e 8 leisten, da ich ohne Aus sichten, wegen nicht hinreschen⸗ Wilh. Fertsch. dem Verdlenst, wieder in meine Existenz nach Mainz Feiustes Vorschußmehl g Ferner fordere ich meine saͤmmtlichen Schuldner auf, 2578 billigst bei Jrische Schellsische! mich in dieser Frist bezahlen zu wollen. Friedberg den 22. Oktober 1872. Hochachtungsvoll zeichnet Filige g* Ae ob d gilige Cimburget Käse 2 ai,. Stat w. Die Gartenlaube. Ein Mealschüler Nr. 41. 2145 kann bet einer hiesigen Familie in Penston ge— 1 Was die Schwalbe e re eee don Spielhagen.(Fortsetzung.) roßmütterchens nommen werden. Nachhülfe im Englischen und Fran— 5 zösischrn. Näbetes bel der Erver, d. Be. Kirchensegen. Gedicht von Ern Ztel. Mit Abbtldung: 5—[Großmutter und Enkelin. Originalzeichnung von Obne Medlein. 1 P. Salentin.— Eine Nichte Klopstock's. Von Adolf Ebeling in Metz.— Brutus. Von Ad. Velckhbausen.— 5 Ell 2 fränksche Loretto. Von Kart Eyßer. Mit Illu⸗ 0 2 7 2 tation: Vierzebnheiligen und Kloffer Banz zrust und Lungen in Unterfranken.— Blätter und Blütben: Ein 8 kranke fiaden auf naturgemäßem Wege selbst Nachtrag zu den„Briefen eines Wissenden.“ Von K.— — in verzweifelten und von den Aerzten für 2 Für die Todten um Metz.— Der Leichnam eines Un⸗ 2 Runbeilbar erklärten Fällen radicale Hei- 3 betannten. 55 lung ihres Leidens 0 8 2 ohne Mediein. 85 Nr. 42. 8 Nach spezieller Beschreibung der Krank 3 Inhalt Was dle Schwalbe sang. Erzäblung von heit Näberes brieflich durch Friedrich Sples hagen.(Nortsetzung)— Wilde, Wald— Dir. J. H. l r und Waldmannsbilder. Nr. 36. An den Wassern der 2013 Walle Nr. Halde. Mit Abbildung: Ein nosses Grab. Von Guido Hammer.— Literaturbriefe an eine Dame. Von 2 N Rudolf Gostschall. XI.— Fürst Pückler Musfau und 5 Obne Medicin. 71 sein Jugend Portrau.— Meinem Erich. Gedicht von 5— Albert Träger.— Aus der Dret-Kalser-Woche. Von Georg Horn. Mit Abbildung: Empfang des Grafen Muhlsteine Andrassy im blauen Damaff zimmer. Nach 6 einer Skizze des Professor D.— Die musikalischen 263 Friedr. Holl n Worme. Insecten und ihre Instrumente.— Blätler und Blüthen: 2 1— COite und Ofdenhandel.— Lorenz Brentano.— Kleiner Brieskassen. g z Beginn des neuen Jahrganges! 82 sich e ieee eee 8 Deste Zeit zum Abonnement. 5—— 26 3 4 1 + 1 1 W„ n 1 3* 5 82 27 Gicht und Uheumatismus 2— 9 E15 wird beseitigt durch den in der Fabrik von Th. 5 25 4 Höhenberger in Breslau aus gekühlten Däm— 1 88 8 8 pfen wonnenen Am 1. October eröffnete das Dahelm ein neues W Tannin⸗ Terpentin. Abonnement und ladet dau jedes Hous ein, wo das Bedürfniß nach einer gusen, werihvollen unterbaltunge⸗ lecture vorhanden isst. 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Bl. 5 Sie werden bald ihr Ziel erreicht haben, daß sie zum Schneckentreiben verwendet werden. ich ihnen ein schlummerndes Adieu. W. Heil. Hirschfleisch 2958 bei Peter Döll. 3 Gulden Belohnung 2951 Demjenigen, der ein Packet, einen neuen Anzug enthaltend, welches am 17. d. in dem um 8½ Ubr in Frankfurt abgehenden Bahnzuge von det Station Groß⸗ karben aus liegen blieb, zurückbringt oder sichere Aus⸗ kunft erthellen kann. Petterweil. Hch. Böchner. Kische Repskuchen 2914 bei M. D. Loeb. Ein Metzgerlehrling 2912 wird gesucht von Frledberg. Wilhelm Reuß. Eine Wohnung, 45 2909 besiehend aus 2 Stuben und 1 Kammer, wird sofort zu miethen gesucht. Näheres bel Hermann Neisel, Breitestraße. 2880(Fallsucht.) bellt brieflich unter Garantie Epilepsie Dr. Olschowskty, Breslau. eee eee eee 2954 Herzlichen Dank Allen, die unsern lieben Gatten, Sohn und Bruder 1 Friedrich Nees 1 zu seiner letzten Rubesälte begleitet haben. f Die trauernden Hinterbliebenen. Arcen buch an ü g t. Evangelische Gemeinde. Getraute: 13. October. Anton Weisel, Ortsbürger zu Birklar und Collecteur bet der hies. Blinden-Anstalt, Sohn des Ortsturgers Philipp Weisel zu Birklar, und Katharltna Margaretha Ullrich von Geiß Nidda, Tochter des daf. Orisbürgers und Becgmanns Philipp Ullrich. 1 Getaufte: e 13. October. Dem hies. Bürger und Kaufmann Johann Heinrich Flaschenträger eine Tochter Elisavethe, Louise, geb. den 18. Sept. Beerdig 17. October. Johannes Wedecüng II., bies. Bürger und Reninee, alt 74 Jahre 11 Monate 2 Tage, T den 15. Oetober.* 17. October. Friedrich Ludwig Franz Nees, hies. Bürger und Barbier, alt 32 Jahre 3 Monate 26 Tage, 4 den 15. October. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. T Binderuagel& Schimpff in Friedberg. Gräfliche Rentamt Häusendamm. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimws. Gustav⸗ Adolf Kalender 8 kr. Hessischer Hausfreund 883, Katholischer Bilderkalender 98 Allustrirter Familienkalender 18, Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in f Donnerftag den 24. Oktober im le des Hotel f Nleder⸗ßlorstadt. 14 1 Kalender pro 1873. So wünsche ———— N st,