Donnerstag den 21. März. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Juttlligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstaß und Samstag *— 1 An 1. April beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“; derselbe wird auch ferner wöchentlich nement beträgt bei den Kais. Reichs-Poststellen vierteljährlich 38 kt., mit Bestellgeld 47 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der nur 30 kr. dreimal erscheinen. Das Abon⸗ „Anzeiger“ pro 2. Quartal aneh f W Abonnements⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. ei amen un Gemises, et: prenen Indreas. —— ll, s A k. reniungtn etrenmen g tr Stütk tschalt vos theit, Neuen. Il sertsch l dchen tei gesuchl. 15 SDS 0 Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrasen vom 1. 2. und 3. Quartal 1871, bier deren Einnahme⸗Dekretur. Friedberg am 7. März 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden zukommenden Forststrafen vom 1., 2. und 3. Quartal v. J. nachste hend in Abdruck mittheilen, beauftragen wir Se, die Betrage dem Rechner in Einnahme zu dekretiren und controliren zu lassen. Trap p. Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen. Von dem 1. Quartal. 1) Bönstadt 37½ kr. 2) Assenheim 39 kr. 3) Ilbenstabt 14 kr. 4) Nieder⸗ Florstadt 7 fl. 18 ke. 5) Nieder⸗Wöllstadt 7 kr. 6) Ovber⸗Florstadt 20½ kt. 7) Hoch ⸗Weifel 15 kr. 8) Langenhain 1 fl. 32 kr. 9) Maibach 1 fl. 12 kr. 10) Münster 3 kr. 11) Gambach 36 kr. 12) Mark Trals⸗Münzenberg 5 kt. 13) Gtiedet 44 kr. 14) Rockenberger Mark 2 fl. 24¼ kr. 15) Södel 1 fl. 4 kr. 16) Wohnbach 25 kr. 17) Wölfersbeim 9 kr. 18) Bad⸗Nauheim 17 kr. 19) Ober⸗ Mörlen 10 ke. 20) Nieder⸗Rosbach 5 kr. 21) Ober ⸗Rosbach 2 fl. 22) Butzbach 1 fl. 35 kr. 23) Nieder Weisel, 12 fl. 35 kr. 24) Küch⸗Göns 1 fl. 54 kr. 25) Hausen 14 kr. 26) Pohl⸗Göns 42 kr. 27) Reichelsheim 7 kr. Von dem 2. Quartal. 1) Bönstadt 36 kr. 2) Assenheim 29 kr. 3) Ilbenstadt 10 kr. 4) Nieder⸗ Florstadt 15 fl. 51¾ kr. 5) Ober⸗Florstadt 1 fl. 41½ kr. 6) Nieder⸗Wöllstadt 7 kr. 7). Fauerbach v. d. H. 1 fl. 32 ke. 8) Hoch⸗Weisel 33 kr. 9) Laugenhain 3 kr. 10) Ostheim 4 kr. 11) Gambach(Gemeinde) 18 kr. 12) Griedel(Mark) 24 kr. 13) Trais⸗Münzenderg(Mark) 12 kr. 14) Södel 4 kr. 153) Wobndach 32 kt. 16) Bad⸗Nauheim 56 kr. 20 Ober⸗Mötlen 5 fl. 30 kr. 18) Niedet⸗Rosbach 10 kr. 19) Ober⸗Rosbach 54 kr. 20) Butzbach 26 kr. 21) Kirch⸗Gbus 20 kr. 22) Pohl⸗ Göns 53 kr. 23) Weckesheim 35 kr. 24) Reichelsheim 40 kr. Von dem 3. Quartal. 1) Bönstadt 17¼ ke. 2) Assenheim 5 kr. 3) Nieder⸗Florstadt 10 fl. 41/ kr. JA 5 Florstadt 9 kr. 5) Fauerbach v. d. H. 24 kt. 6) Hoch⸗Weisel 12 tr. 7) Langeubain 6 fl. 51 kr. 8) Maibach 54 kr. 9) Münster 28 kr. 10) Ostheim 1 fl. 32 kr. 11) Gambach 6 fl. 12) Griedel(Mark) 3 fl. 50 kt. 13) Södel 37 kr. 14) Wohnbach 50 kr. 15) Wölfersheim 51 kr. 16) Bad⸗Naubeim 54 kr. 17) Ober-Mörlen 4 fl. 3 kr. 18) Ober⸗ Rosbach 54 kr. 18) Butzbach 4 fl. 21 kr. 20) Nieder-Weifel' 3 fl. 19 kr. 2) Hausen 1 fl. 22) Kirch⸗Göns 4 fl. 27 kr. 23) Pohl ⸗Göns 36 kt. Betreffende Die Vertilgung der Feldmäuse. Friedberg den 19. März 1872. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bruchenbrücken, Griedel, Ilbenstadt, Kirch Göns, Langenhain, Nieder-Rosbach, Ober-Mörlen, Ockstadt und Staden. Unsere Auflage vom 11. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 31, ist binnen 24 Stunden dei Meidung der Zusendung eines Wart⸗ boten zu erledigen. a Tur a p p. Bi kn a nnen t Betreffend: Forderungen ausgewiesener Hessen an die städtische Sparkasse in Paris. Nach einer dem Großherzoglichen Ministerium des Großherzog⸗ lichen Hauses und des Aeußern Seitens der Kaiserlich deutschen Botschaft in Paris gewordenen Mittheilung ist Aussicht vorhanden, daß die den Großherzoglichen Staatsangehörigen, welche vor Aus- bruch des deutsch⸗französischen Krieges in Paris als Straßenkehrer oder sonst in städtischen Diensten angestellt waren, von der städtischen Verwaltung in Abzug gebrachten und bei der dortigen Sparkasse deponnten Gelder denselben zurückerstattet werden. Wir bringen dies unter dem Bemerken zur Kenntniß der Kreisangehörigen, daß die— ch jenigen, welche deßfallsige Ansprüche erheben zu können glapben, solche unter Beantwortung der untenstehend formulirten Fragen und soweit möglich unter Uebergabe ihrer livrets d'ouvrier bei uns auzumelden haben. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen Vorstehendes noch besonders etwaigen Interessenten eröffnen lassen. Friedberg den 19. März 1872. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tor a p p. ma unn g. 0 in⸗ i we Hesammtbettag 1 n welcher In welchem Datum des Ein-] Mie welchem J Gef ibettas f Heimathsort 1 10 it. Arondissement und Austritis in] monatlichen Ppattesß 1 Liegt luxret 1 1 Sp 0 7 1. Vor⸗ und Zunamen. W e igenscha ö den slädtischen Lohn maßlich deponirtenf d onvrier bel angestellt? von Paris Dienst von Paris.] angestellt? Guthabens. enk aten n t mach us ung. Betreffend: Welt-Ausstellung 1873 in Wien. Die Großherzogliche Centralstelle für die Landwirthschaft und tie landwirthschaftlichen Vereine hat mir eine Anzahl Anmeldungs⸗ bogen zur Abgabe an diejenigen, welche, der Einladung der Großh. kandes,Commission für die Wiener Welt-Ausstellung d. d. Darmstadt ien 3. März l. J.,(der Nr. 11 der landwirthschaftlichen Zeulschrift als Beulage beigegeben) entsprechend, sich bei die ser Ansstellung be⸗ heiligen wollen, mitgetheilt, und konnen solche bei mir in Empfang benommen ober auf Bestellung zugesendet werden. Ein Auszug aus dem Ausstellungsprogramm, für die Land⸗ wirthe geradezu bedeutsam, ist in der Nr. 11 der landwirthschaftlichen Zeitschrift— Seite 89 und 90— gleichfalls enthalten und ver— weise ich hierauf noch besonders. Friedberg den 20. Maͤrz 1872. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks, Vereins Friedberg. Ter a p v. ö Deutsches Reich. 8 Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 14 enthält: I. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Groß⸗ herzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Gießen im Sommerhalbjahr 1872 gehalten und am 15. April ihren Anfang nehmen werden. II. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 22. Februar dem Com- merzienrath Fink zu Darmstadt die Erlaubniß zur An⸗ nahme und zum Tragen des ihm von seiner Majestät dem König von Bayern verliehenen Verdienstkreuzes für die Jahre 1870— 1871, am 23. Februar dem Geheimen Com- merzienrath Leonhard Heyl zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von seiner Majestät dem König von Bayern verliebenen Verdienstkreuzes für die Jahre 1870— 1871, am 27. Februar dem Kreisarzt des Kreismedicinalamts Mainz I. Dr. Helwig und dem Hospitalarzt Dr. Hochgesand zu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Könige von Bayern verliehenen Verdienst— kreuzes für 1870-1871 und am 5. März dem Großher⸗ zoglichen außerordentlichen Gesandten und bavollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, Bevollmächtigten bei dem Bundesrathe des Deutschen Reichs, Geheimerath Hofmann, die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem König von Bayern verliehenen Königlich Bayerischen Verdienst— kreuzes für die Jahre 1870—1871 zu ertheilen. III. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 22. Fe⸗ bruar der Katharine Krömmelbein von Lauterbach zu gesfatten, daß dieselbe künftighin statt ihres bisherigen Familiennamens den Familiennamen Ambach führe. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Februar dem evangelischen Schullehrer zu Frischborn, im Kreise Lauterbach, Philipp Fischer, die erste evang. Mädchen- Schulstelle zu Lauterbach, im Kreise Lauterbach, und dem Schulamtsaspiranzen Valentin Nicolai aus Ober-Mötlen, im Kreise Friedberg, die katholische Schulstelle zu Unter⸗ Schönmattenwaag, im Kreise Lindenfels, zu übertragen. V. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Februar den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Nauheim, im Kreise Groß⸗Gerau, Johann Buxbaum, auf sein Nachsuchen, und am 4. März den Schullehrer an der zweiten evangelischen Schulstelle zu Hungen, im Kreise Nidda, Ludwig Klein, auf sein Nachsuchen in den Nuhestand zu versetzen. VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste katholische Schulstelle zu Obershausen, im Kreise Offen⸗ bach, mit einem Gehalte von 446 fl. 34 kr.; die ersie evangelssche Schulstelle zu Lang⸗Göns, im Kreise Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 393 fl. Berlin. Eine Privatdepesche des„Rh. K.“ meldet:„Das Ministerium hat sich entschlossen, die Zeitungsstempelsteuer vom 1. Januar 1873 an fallen zu lassen. Der Finanzminister hat hierüber bereits vor einigen Tagen in einer Commisstonssitzung des Abgeordnetenhauses feste Zusage gegeben.“ — Nach der„Br. Z.“ sollen bereits Schritte zur Einberufung einer Coyferenz der preußischen Bischöfe erfolgt sein, welche Mitte künftigen Monats in einer der rheinischen Städte zusammentreten dürste. Die Conferenz wird sich mit dem Schul- aufsichtsgesetze, d. h. damit beschäftigen, welche Haltung der Clerus gegenüber den Maßnahmen der Regierung einzunehmen hat. — Dem Bundesrathe wird demnächst der Landesbaushalts⸗Etat für die Reichslande Elsaß · Lothringen vorgelegt werden; derselbe ist dem Reichskanzler Amte bereits zugegangen. Dieser Etat weist sehr günstige Verhältnisse auf; dem Vernehmen nach soll er über 43 Millionen Franken verfügen, welche ganz besonders der Hebung des Elementar- und höheren Schulwesens zu Gute kommen sollen, und zwar namentlich durch Auf⸗ besserung der Gehalte der Volksschullehrer. Fast 7 Mill. Franken sind für öffentliche Arbeiten bestimmt. — Die Luxemburger Regierung hat sich nun endlich enischlossen, mit der deulschen Regierung hinsichtlich des Betriebs der Luxemburger Eisen— bahn in directere Verhandlungen zu treten. Die zu diesem Zweck ernannte Commission, bestehend aus den Herren Ulveling, General- Director, Jurion, General-Procurator und Föhr, dem bisherigen Luxemburger Geschäftsträger am hiesigen Hofe, ist am 16. d. M. von Luxemburg nach Berlin zu weiteren Verhandlungen abgereist. Bonn. Die am 17. d. dahier stattgehabte, von fast 100 Delegirten vieler Städte besuchte Altkatholiken-Conferenz beschloß u. A., im Monat September einen gro en Congreß in Köln abzu⸗ halten und eine Petition gegen die Jesuiten an den Reichstag zu richten. Ausland Frankreich. Paris. Das„Journal ofsi⸗ ciel“ erklärt die Nachricht von der Beendigung der Untersuchung über die Capitulation von Metz für verfrüht. Die Commission habe noch keinen Beschluß gefaßt und werde noch Zeugen abhören. — Das klerikale Blatt„Univers“ enthält fol⸗ gende Mittheilung:„Wir fordern den„Monde“ auf, folgende Nachricht sich anzumerken: Die Ge— rüchte, denen zufolge Herr Thiers dem Papste kürzlich eine Zufluchtsstätte in Frankreich ange- boten habe, entbehren einer jeden Begründung. Durch ein solches Anerbieten würde Herr Thiers die italienische Regierung unzufrieden gemacht haben, und dieses ist ganz gegen seine Politik. Der Präsident der Republik behauptet übrigens, daß, der Papst in Rom in Sicherheit ist und dort der ganzen nothwendigen Freiheit genießt. Man glaubt behaupten zu können, daß Alles, was Hr. Thiers für den Fall gethan hat, daß der heilige Vater Rom verlassen würde, sich darauf beschränkte, vor einigen Monaten zu sagen, daß, wenn Pius IX. nach Frankreich käme, er dort mit den Rücksichten empfangen werden würde, auf die er Anspruch hat. Von da bis zur Ergreifung der Initiative ist ein weiter Weg.“ 8 — Thiers soll bei seinem letzten Empfange sich sehr beruhigend ausgesprochen und geäußert baben, daß er bei einer Berusung an das Volk weder die Bonapartisten, die höchstens auf 1,500,000 Wäbler zählen könnten,, noch die Revolutionäre fürchte, der Bauer sei im Allge- meinen zufrieden, da er seine Producte sehr gut verzaufe und die Ernte die prächtigsten Aussichten darbiete. Die Armee nennt Thiers ebenfalls„von einem trefflichen Geiste beseelt“; sie würde sich keiner Partei zur Verfügung stellen. Diejenigen, welche Befürchtungen hegten, seien schlecht unter richtet; er(Thiers),„der in den Lagern lebe“, wisse dieses. Von einem Mitgliede der Majorität darum befragt, was et von den Beziehungen Preußens zu Italien denke, sagte er:„Preußen ist sehr gut gegen uns; sobald mir die Versamm⸗ lung 14 Tage Ruhe gibt, ist die Rede von der gänzlichen Räumung des Landes; bei der ge— ringsten Agitation werden die Verhandlungen aber abgebrochen, und man sagt mir, daß es mein Interesse sei, daß die Preußen in Frankreich bleiben; ibre Anwesenheit verhindere, daß die Agitation sich enkwickelt. Geben Sie mir die Ruhe, seien Sie weise und Alles wird gut gehen.“ — Das„Journal officiel“ meldet:„Der Handelsvertrag mit England ist am 15. März ge⸗ kündigt worden. Der Weg der Unterhandlungen bleibt offen für Festsetzungen, betreffend den fran⸗ zösisch⸗englischen Handel.“ Versailles. Der erste Jahrestag des Aus⸗ bruches der Commune Insurrection, 18. März, verlief durchweg in vollkommener Ruhe. Großbritannien. London. Der„Ob⸗ server“ meldet, daß die Antwort der Unionsregie⸗ rung im Ministerrathe vorgelegen habe. Das Blatt glaubt zu wissen, daß die Ansicht vor- berrschte, die Antwort Fish's werde zu neuen Verhandlungen auf Basis des Washingtoner Ver— trags und der darin vorgesehenen Arrangements die Handhabe bieten. Der„Observer“ weist da— rauf hin, daß Granville's Note England an ein bestimmtes Verfahren nicht gebunden, sondern in einem einfachen Proteste gegen die indirecten An- sprüche bestanden hätte. — Vom auswärtigen Amte geht den sämmt— lichen Blättern die amtliche Mittheilung zu, daß der französische Handelsvertrag gekündigt worden sei. Die Kündigungsfrist ist ein Jahr und der Vertrag wird daher am 15. März 1873 ablaufen. — 18. März. Unterhaus. Gladstone erklärt, die Antwort der Unionsregierung, welche vom 27. Februar datirt, sei in einem fehr freundschaft— lichen und höflichen Tone gehalten, adoptire jedoch die englischen Ansichten nicht. Eine Rückantwort Englands sei nothwendig. Dieselbe werde dem amerikanischen Gesandten Schenck ver Donnerstag zugehen, damit sie noch vor Ablauf der Woche nach Washington abgesandt werden könne. Glad— stone verspricht weitere Mittheilungen, sobald dies das Interesse des Staates gestatte. i Türkei. Konstantinopel. Der Sultan macht im Anfange Aprils eine Reise und besucht Neapel, Rom, Paris, London. Die eise wird über Marseille oder Genua stattfinden! Asien. Betreffs der Nachrichten über die jüngsten Christenverfolgungen in Japan sagt der „London und China Telegraph“, er habe sich immer enthalten, dieselben zu veröffentlichen, da er der Ansicht gewesen, daß die von der„Naga⸗ saki Gazette“ ausgehenden Angaben stark über- trieben seien. Aus der Correspondenz mit letzter Post stelle sich denn auch die Richtigkeit dieser Muthmaßung heraus. * Friedberg. Von den zur Aufnahme-Prüfung des Schullehrer-Seminars diesmal erschienenen 53 Prä⸗ paranden haben 50 die Prüfung bestanden. d. Friedberg. Als Augenzeuge kann ich Folgendes von einem respectablen Frühssück erzählen: Am ver⸗ flossenen Montag hat ein Viehtreiber aus Kirchbracht (Vogelsberg) zu Frankfurt in einer Metzgerei nächst den Vieh und Fruchtmärkten als Frübstück 5 Häringe, ) Schoppen Branntwein, 24 Stück Knoblauchswürste und für 6 kr. Brod verschlungen, um sich dann von der auf dem Fruchtmarktplatze versammelten Menschenmasse als„Vielfraß“ bewundern zu lassen.— Einen solchen unmenschlich willigen Magen groß zu ziehen und zu ali⸗ mentiren, das thut's gewiß nicht ohne einen bedeutenden „Viehtrieb“«, an welchem es dem Kirchbrachter nicht zu fehlen scheint. f Darmstadt. Am 18. d. Morgens einige Minuten nach 3 Uhr, fand eine ziemlich starke Erderschütterung statt. In Leipzig abonnirt man jetzt nicht nur auf Theater, Concerte und Zeitungen, sondern neuerdings auch auf Garderobe. Ein intelligenter Kopf, der dortige Con⸗ fectionist Herr Eduard Berthold, hat diese originelle Idee in's Leben gerufen und führt sie in seinem Geschäfte folgendermaßen durch. Gegen monatliche Zahlung von zehn Thalern in der ersten und acht Thalern in der zweiten Classe erhält der Abonnent seine fämmtlichen Bekleidungsartikel, und zwar so, deß in der I. Classe Frühjahrs⸗Rock oder Jaquet mit Hose und Weste, Som- merpaletot, Sommerrock oder Jaquet, Hose und Weste, Herbstrock oder Jaquet, Winterpaletot, dergleichen Hose und Weste, Salon-Frack oder Rock, Hose und Weste und überdies eine Winterhose, in II. Classe, mit wenig Aus⸗ nahmen, die nämlichen Stücke entnehmen kann. Die Bedingungen, welche dieser Einrichtung zu Grunde liegen, sind ebenso billige als selbstvernändliche und bestehen vor⸗ nehmlich in der Rücklieferung der eninommenen Artikel nach beendigter Saison, wogegen den Abonnenten die freie Wahl der Stoffe und das Recht zusteht, das be⸗ treffende Kleidungsstück eigenthümlich zu erwerben; ebenso ist derselbe nicht an die Reihenfolge, noch an die Form der Kleider und ebensowenig an die Festhaltung des Abonnements seinem ganzen Umfange nach gebunden, gleichwie alle Reparaturen unentgeltlich bewerkstelligt werden und der Abonnent nur vollkommen gutsitzende Kleider zu verlangen berechtigt sein soll. Das Vortheil— hafte dieser Neuerung ist nicht zu verkennen. Frankfurt a. M., 19. März. Die gestern einge⸗ tretene Haussebewegung fand im gestrigen Abend⸗Privat⸗ verkehr wie auch an heutiger Börse ihre Fortsetzung und wandte sich vorzüglich den Bankwerthen zu, die äußerst umfangreich gehandelt und fast durchweg höher bezahlt wurden. Es stellte sich nämlich heraus, daß der größte Theil der jungen Banken im Stande ist für das erste Jahr gute Dividende zu vertheilen, ein Umstand der nafürlich auf unsere Speculanten seine Wirkung äußert. So wurden heute Oesterreich-Deutsche, deutsche Vereins⸗ bank, Pfälzer Bankoerein, Brüsseler Bank u. s. w. in großen Beträgen umgesetzt und ca. 1% theuxer bezablt. Von älteren Banken gingen heute Meininger sehr hoch auf die Nachricht, daß diese Bank„Junge“ emittiren werde behufs Dotirung ührer Filialen. Creditactien, in welchen ebenfalls sehr großes Geschäft, stiegen bis 3688/3, konnten sich aber doch nicht behaupten und gingen wieder bis 367½ zurück, den Stand von gestern Abend. Oesir. Nationalbank wenig begehrt, aber den Curs von 894 behauptend. Das Geschäft in Bahnen mußte heute gegen den Bankverkehr etwas zurücktreten, indessen waren Staatsbahnen lebhaft und fast bei 414½— 415 und Lombarden bei 221. Elisabeth, ung. Nordost, Busch⸗ terader gesucht, Franz-Joseph matter. Oberhessen beliebt, Von Prioritäten waren namentlich Livorneser wie Alföld gefragt. Auf dem Loosmarkt war gegen gestern keine Veränderung zu bemerken und von Staalspapieren ist nur der Verkehr in östr. Renten erwähnenswerth. Silber Rente ward mit 645¾ bezahlt. Amerikanische Szer Bonds gefragt und Prioritäten in gutem Verkehr bei sich behauptenden Preisen. Für die durch Gebrüder Sulzbach hier demnächst zur Auflage kommende 5% rus⸗ sische Echi-Bahn-Anleihe herrscht sehr gute Meinung und laufen die Anmeldungen jetzt schon zahlreich ein. Lokalgewerbyerein. In der Sitzung am 23. d. M., Abends 8 Uhr, soll über die Betheiligung der Gewerbtreibenden von hier und der Umgegend an der Wiener Weltausstellung im Jahr 1873, das Nöthige besprochen werden. Friedberg den 20. März 1872. Der Vorstand. * Ames Beet f üg eu gu g. 8 In Sachen der Firma Hörner und Michel in Hanau, Klägerin, gegen Heinrich Walther von Bauern⸗ eim, dermalen in Amerika unbekannt wo? sich auf⸗ altend, Beklagten, Forderung detzeffend, wird dem bekannt wo? angeblich in Amerika abwesenden Be⸗ gten hiermit eröffnet, daß Großberzoglicher Hofge⸗ richts Advokat Trapp IV. ale Anwalt der klagenden Flrma, bel dem unterzeichneten Gericht eine Klage ein⸗ gereicht hat, worin um Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 154 fl. 15 ke. nebst 6% Verzugszinsen vom 11. Nevember 1869 an für verkäuflich überlleferte Bijouterie⸗Waaren gebeten wird. Der Beklagte, dem die Einficht der Acten auf der, Registcatur des Gerichte gestattet ift, wird hiermit aufge ordert, binnen neunzig Tagen von heute an sich auf die Klage vor dem unter⸗ zeichneten Gericht schriftlich oder mündlich zu Protocoll zu erklären, widrigenfalls et des thatsächlichen Klage inhalts für geständig angeseden und mit allen Einreden ausgeschlossen werden wd. Ade weiteren in diefer Sache an den Beklagten ergebenden Verfügungen wer⸗ den in Kraft der Verkündigung an die Gerichtsthüre ungeschlagen.. N Friedberg den 16. Februar 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. re 789 Montag den 26. März l. 3. Vormittags 9 Uhr anfangend, will Volbrecht Nagel von hier wegen Uederzug nachstehende Gegenstände verstetgern lassen als: 1 vollständigen Kuhwagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 gutes Pfublfaß, vollständiges Kubgeschirr, sowie sonstige zur Oeconomie gehörende Gegenstände, einige Fuder Korn⸗ und Waizenftroh, sowie einige Fuder Hafer: und Gerstenffroh, eine Partie Heu und Grummet und mebrere Malter Kartoffeln, 2 Commoden. Tische. Stühle, Betten, Sopha und sonflige Haus⸗ und Küchengerätbschaften aller Art, allerlei Weißzeug und Kleidungsstücke u. s. w. Stammbeim am 14. März 1872. Großherzogllches Ortsgericht Stammheim. Heppner, Vorstebet. Jagd- Verpachtung. 733 Freitag den 22. März d. J., Nachmitlags 1 Übr, soll die der Gemeinde Bruchenbrücken gebörige Feld jagd, ausübbar auf 3000 Localmorgen auf 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Das Jagdgebiet ift, 15 Minuten von der Eisendahnstation Nieder-Wöllstadt entfernt und wird vom We tterfluß durchströmt. Bruchenbrücken am 13. März 1872. Großberjogliche Bürgermeistetel Bruchenbtücken. a gner. Haß Versei gung. in der Oberförsterei Ortenberg 801. Mittwoch den 3. und Donnerstag den A. April kommen aus den Distrikten Wann und Finken⸗ löcher Peege zur Versteigerung: f Scheitholz. Prügelbolz. Stockholz. Reis holz. Buchen R.⸗M. 344 576 163 502 Eichen„ 137 32 88 44 32 Eichen⸗Stämme von 59— 111 Centimeter Durch⸗ messer und 5— 17 Meter Länge, 4 Eichen⸗Stämme von 17— 20 Centimeter Durch⸗ messer und 12 Meter Länge, 1 Buchen⸗Slamm von 30 Centimeter Durchmesser und 7 Meter Länge, 1 Eichen Stange von 13 Centimeler Durchmesser und 10 Meter Länge, 30 Buchen ⸗Stangen von 10—13 Centimeter Durch⸗ messer und 4—5 Meter Länge, 5 Nadelbolz Stangen von 9 Centimeter Durchmesser und 11 Meter Länge 10 Raummeter Eichen ⸗Werkschettbolz, sowle ferner aus dem Distrikte Kohlplattenwald: Scheitholz. Prüzelbolz. Reis bolz. Aspen 10 38 116. Das Eschen⸗ Scheitholz in der Wann eignet sich zum Theil für Glaser und Wagner zc. Ee wird am ersien Tage mit Brennholz der Anfang gemacht und kommt ungefähr die Hälfte desselben an dlesem Tage zur Versteigerung. Sämmiliches Stamm⸗ und Stangenholz, sowie das faͤmmtliche Eichen Scheit; und Werkschestholz kommen am ersten Tage(von ungefähr 11½ Uhr Vormittags an) zur Verfleigerung. Das Aepenbolz im Kohlplattenwald wird am Schlusse der Versseigernng am zweiten Tage in der Wann ver steigert und ist vorher einzusehen. Ferner werden Freitag den 3. April aus dem Dißritte Pain: Schelt. Prügel. Reis. Buchen—— 424 Stammreiser, Aspen— 16 10 Napelbol 4— 6 verslelgert, Die Zusammenkunft ist an den beiden ersten Tagen im Olfirstt Wann an dem Wallernhausen-Bobenhäuser Bictnalweg, am drliten Tage im Histrikt Pain an der Staats straße sedesmal um 9 Ubr Vormittags. Ortenberg am 12. März 1872. Groß berzogliche Oberförflerel Tha er., Einladung zum Abonnement auf, das mit dem 1. Frankfurte 11 — April 1872 beginnende Neu-Abonnement für den r Anzeiger für, Politik, Handel, Land- und Volkswitehschaft nebst dessen Unterbaltungsblatt Frankfurter Familienblätter. a Erscheint täglich außer Montags. Ahonnements-FPreis pet Qudrtal 1) in Frankfurt a. M. von det Verlags-Expeditlon zu beziehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bayern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowte in den Staaten des Norddeuischen Bundes außer Preußen 27 Sgr.= l fl. 34 kr. .I. ir Bel selnem außerordentlich billigen Preise dem Leser durch die Reichbaltigkelt und Fülle seines Inhaltes alle Annehmlichkeiten einer größeren Zeitung und ermöglicht es einem Jeden, zu können. stellung eine kurz gefaßte, für Jedermann verständliche, neuesten Nachrichten aus Nähe und Ferne, 0 sowie unter der zusammenfassenden Rubrik ottetteztiehun⸗ 111 8 en ze, ie Familienblätter Wissenschaft und dekauntmach⸗ ungen, sowie Inserate Vermtethungen „Economis werden wie sesther für den Familienkreis fort und fort dazu beitragen, deutsche Bildung, Kultur, Sitte, Industrte durch ihren Inhalt zu hegen und zu fordern. Gerichtliche und Communal⸗ d 0 für den öffentlichen Verkebr und Bedarf, Dienffgesuch und 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 3 Sgt. „Frankfurter Anzeiger“ dem Laufe der Tagesergnisse folgen bietel, det Der Anzeiger bringt täglich mit der größten Raschbeit in wahrheitsgetreue unvartetischer Dar⸗ vollständige Uebersicht der Weltereignisse; nebenbei die alle für den Verkehr nöihlgen „Ddandelsberichte, Course, bilden gleichfalls einen Theil des Blattes und bletben diese bei der namhaften Verbreitung nicht obne die günftigste Wirkung. Bestellungen nebmen die zunächst gelegenen Poflstellen an, durch welche Probeblätter gratis zu erhalten siad Frankfurt a. M. im Marz 1872. Oeffentliche Aufforderung. 803 Die nachverzeichneten Imckobillen, welche den dabei bemerkten Personen in den Grundbüchern zu; geschrieben sind, sollen veräußert oder verpfändet werden, ohne daß das Eigenthum genügend dargethan ist.— Dingliche oder sonstige Ansprüche an dieselben find binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, widrigenfalls das Eigentbum unsersielut und die dorlsegenden Verträge destätigt werden würden. IJ. Gemarkung Langenbergheim. 1) Kaspar Kalkbof von da: V. 44. VII. 341. 2) Jobannes Reinbardt von da: 1.644. 701. 844. 1220. 1236. 1476. 11 23. V. 17. 56. XI. 783. XII S2. 94. 137. XIII 35, 61. 187g. 1875. XIV. 23. VI ol. 132. 155. VIII, 158. 589. IX. 156. X. 113. 1015 214. 599,5. XIV. 128. 140. 234. 309, 309% 402. 3) Georg Röding von da: 1762. 119. VII5 3 XI,215. II. Gemarkung Eckertabausen. Jacob Seckinger und Ehefrau, geb. Gärtner, von da: 11,182— worauf kein Kaufschilling mehr zu⸗ rücksteht, die Eigenthumsurkunde(Kaufbrlef vom 16. Mai 1860) jedoch verloren sein soll und welches noch„d e⸗ schraͤnkt“ eingetragen ist. III. Gemarkung Düdelsbelm. 1) Konrad Klink von da: III,257. vII,648. IX 35. VIII, 1438. XII 254. XVI 310. XXI, 297. XVII 29. 2) Heinrich Eypring von da: VI., 113. IV. Gemarkung Halnchen. 1) Jobannes Dillemutb IV. von da: III345, welches die Gemeinde Pailnchen als Eigentbum de— ansprucht. 2) Johannes Hammel von Rodenbach: VII. 108 wird von der Gemeinde Hainchen als Eigenthum be ansprucht. 3 Johannes Schilling II. von Hainchen: IV. 10. X 224. V. Gemarkung Stammbeim. Gottlieb Reichhold von da: 1274. 275. VI. Gemarkung Höchst an der Nidda. Johannes Balzer 1. von da: IV. 55. 170. VII. Gemarkung Altenfladt. 1) Delnrich Kötter, Wittwer, von da X,174. 2) Peter Kröll von da: X,175, 11,610. 3) Deinrich Kötter von da; 11,315. 387. 611. 4) Peter Repp von da 11,609. VIII. Gemarkung Bönstadt. Feist Löwentbal von da: 1361,, Kaufpreis ist bezahlt, Kaufbrief aber nicht vollständig ausquittirt. IX. Gemarkung Heegheim. 1) Georg Stahl von Ostheim: 1,442. 111,147. V.73, werden von Georg Knecht in Heegbeim als Eigenthum beansprucht, 2) Zobannes Bengel von Enzbeim: VII. 82, wird von Georg Knecht in Deeghelm als Eigentbum beansprucht. Altenstadt am 12. März 1872. Groh herzogliches Landgericht Altenstadt. Mint Holz-Versteigerung. 807 Freitag den 5. April, Vormittags 9 Ubr, sollen in dem blefigen Gemeindewald, Dißritt Oberwald, 108 Cabik Meter Eichen Bau und Werkbolz von sebr schöner Qualstät unter den bet der Verflelgerung be kannt gemacht werdenden Bedingungen an den Melst⸗ bletepden versteigert werden. Groß Karben den 19. März 1872. Großherzogliche Bürgermelsterei Groß Karben. B ä r. Bekanntmachung. 800 Am Donnecstag den 4. April l. J., Vormittags 11 Ubr, werden bier 2 ausrangirte sechsfitzige Personen⸗ wagen und 1 sechssitziger Omnibus in öffentlicher Auctton zum Verkauf gestellt. Die Verkaufsdedingungen werden bet der Versteige⸗ rung dekannt gegeben. Diese Wagen, welche zum Privatperkehr noch sehr aut verwendbar find, können täglich eingesehen werden. Friedberg den 18. März 1872. Kaiserliches Postamt. Brentano. Holz-Versteigerung im Fürstl. Schutzbezirk Herrngarten und Dietrichsberg bei Villingen. 808 Mittwoch den 27. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen in obigen Schuß bezirken 51 Stück Eichen⸗Stämme und 15 Stangen circa 45 Festmeter, dorunter 18 sehr schöne Stämme bis zu 65 Centimeter Durchmesser, wobei ein Wellbaum, feiner 63 Kiefern⸗Stämme und 235 der⸗ gleichen Stangen= 35 Festmeter, sodann denselben, je nach der Lage gleichzeitig ebendaselbst: 7 Raummeter Eichen und Buchen- und Kiefern⸗ Scheitholz, 120 Raummeter 1 5*— 2 Prügelbolz, 48 Raummeter* 1*— Stockbolz, 304 Raummeter a 5 7„ 4 Reiset, 870 Schichten* 5* 5 2 Reiser öffentlich verkauft werden. Der Anfang ist unten im Herengarten. Hungen den 16. März 1872. Fürstliches Rentamt. De mme. Obetrhessische Eisenbahnen. 804 Ote hier lagernden abgängtgen Betrtebsmatertallen, bestehend aus Schmiedeelsenabfällen, Drehspänen, Feder⸗ stahl, Gußeisen, Schienennägeln, Unterlagsplatten, Laschen und Laschenbolzen, sollen verkauft werden. Die Materialien find hier einzuseben, die Quanuti⸗ täten und Abnahmededingungen dei der unterzeichneten Dienststelle zu erfragen. Versiegelte Offerten deliebe man bis zum 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, blerher abzugeben Gleßen den 17. Marz 1872. Hauptmagazinverwaltung. NN Güntber. Bekanntmachung. 805 Die am 14. und 15. d. M. in hiesigem Gemeinde⸗ walde abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der erte Fabrtag auf Montag den 25. d. M. deslimmt worden. Sĩdel am 18. März 1872. Großberzogliche Bürgermeisterel Södel. Reiß. Bekanntmachung. 809 Die am 14. d. M. im Gemeindewald Ockstadt abgehaltene Dolzversteigerung bat die Genehmigung er⸗ balten; der erste Fabrtag bat mit dem 19. d. M. begonnen. Ockstadt den 19. Marz 1872. Großherzogliche Bürgermelsteret Ockstadt. Krön lnger. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. 767 Der kommende 22. März ist der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers. Das unter⸗ zeichnete Comité glaubt im Eiahe aller Bewohner der Stadt und Umgegend zu handeln, wenn es sie auffordert diesen Tag nicht ohne eine entsprechende Feier vorübergehen zu lassen. Mittags um 1 Uhr findet eis Festmahl im Saale des Hotel Trapp statt. Für dasselbe wird in der Stadt eine Einzeichnungsliste in Umlauf gesetzt werden; auswärtige Theilnehwer werden ersucht, ihre Betheiligung bis zum Tage vorher im Hotel Trapp anzumelden. Abends 8 Uhr wird eine freie Vereinigung mit Gesang und Ansprachen unter Mit⸗ wirkung der beiden Männergesangvereine und der Dilettanten Kapelle im Saale der Drei Schwerter verenstaltet werden. Zur Deckung der Auslagen wird von jedem Theilnehmer ap Eingang ein Beitrag von 6 kr. als Minimum erboben. Indem wir unsere Mitbürger in Stadt und Land zu zahlreicher Betheiligung an diesen patriotischen Feiern einladen, sprechen wir die Bitte aus, daß durch Ausstecken der Fahnen der Stadt auch äußerlich ein dem nationalen Festtage angemessener Schmuck verliehen werden möge. Img Friedberg den 14. März 1872. Für das Fest⸗ Comité: Major Jäger, Dr. Köhler, C. Soeriba, E. Trapp IV. Vorschuß- X Credit-Verein Zu Friedberg. 15(Eingetragene Genossenschaft.) 812 Nach F. 83 der Statuten laden wir unsere Mitglieder zu der am Dienstag den 26. März l. J., Abends 8 Uhr, im Saale des Gasthauses„Zu den drei Schwertern hier stattfindenden 8. Generalversammlung Die zur Berathung kommende Tagesordnung umfaßt: 1) Bericht über die Geschäftsergebnisse des Jahres 1871. 2) Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinns. 3) Ergänzungswahl des Ausschusses. Nach§. 20 der Statuten treten aus dem Ausschusse die Herren: Jean Huber, Adam Steinhäuser, Dr. August Trapp, Hofgerichts⸗Advokat Trapp IV. und sind wieder wählbar. Ferner wird uber eine Vorlage der Darmstädter Renten- und Lebensversicherungs⸗Anstakt, betreffend Eintritt der Mitglieder der Genossenschaften in Lebens, versicherungs⸗Gesellschaften, Bericht erstattet und eine Diskussion eröffnet werden. Friedberg den 19. März 1872. Für den Ausschuß: Der Vorsitzende C. Scriba. Kölnische Hagelversicherungs⸗Gesellschaft. Begebenes Grundkapital: Drei Millionen Thaler. Baar Neserve: 226,165 Thaler. 781 Wir beehren uns hiermit zu veröffentlichen, daß wir dem Herrn Domänenpfand⸗ meister Schuchard zu Friedberg eine Agentur obiger Gesellschaft übertragen haben— Darmstadt im März 1872. Die Haupt⸗Agentur der köln. Hagelversicherungs-Gesellschaft: J. G. Kahlert& Söhne. Bezugnehmend an obige Anzeige empfehle ich mich zur Aufnahme von Versichetungs⸗ Anträgen bei der Kölnischen Hagel Versicherungs⸗Gesellschaft, welche Boden⸗ erzeugnisse aller Art gegen Hagelschaden zu festen Prämien, wobei Nachzahlungen nicht ffkattfinden, versschert. Die genannte Gesellschaft hat wie früher, so auch im vergangenen Jahre sämmtliche Schaden prompt und zur Zufriedenheit der Betroffenen regulirt und binnen lüngstens vier Wechen nach deren Feststellung die Entschädigungsbeträge voll ausgezahlt. Der Geschäfts— stand der Gesellschaft gewährt die Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als vollständig erfüllen wird. Zu jeder weiteren Auskunft über die Gesellschaft bin ich stets gerne bereit. Friedberg den 10. März 1872. f Schuchard, Domänenpfandmeister. 413 Den Herren Landwirthen empfehle mein großes Lager in Prima⸗Deutsch⸗ und Roth ⸗Kleesamen, ewig. oder Luzerne Kleesamen, Saat Wicken, Linsen und Erbsen, Lupinen und Feldbohnen, amerik. weiß. 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Die von vielen Aerzten empfohlene und mit glänzenden Erfolgen in Anwendung gebrachte Bruchsalbe gegen Unterleibs-Brüche von Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Schweiz, ist sowohl durch denselben selbst zu beziehen als durch nachfolgendes Depot. Dieserbe enthält durchaus keine schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche in den meisten Fällen vollständig. Prets per Topf fl. 3. Niederlage in Frankfurt a. M.: Lindt, Nach⸗ folger, Apotheker, Schuurgasse 58. 50 F ruchtpreise.* b per Malter. Friedberg, 19. März. Waizen 15 fl. 10 lr. Kor 10, fl.— kx.; Gerste 7fl. 35 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 18. März.(200 Zollpfund.) Waizen 15½— /; Not, 10½— /; Gerste 9% 97 Hafer 8½—8)⁰; Rüböl(100 Zollpfund) ohne Faß von 50 Ctr. 26 ½ fl.; Branmwein(50% Tr. per 180 Lit.) ohne Faß—. 5 Grünberg, 16. März. Waizen 15 fl. 8 kr.z Rory 10 fl. 33 kx.; Gerste 7 fl. 40 kr.: Hafer 4 fl. 33 kr. Molter 9 fl. 50 kr.; Erbseu 10 fl. 57 kr.; Linsen 11 fl. 20 kr.; Saamen 16 fl. 15 kr.; Kartoffeln 4 ft. 36 ft. Mainz, 15. März. Waizen 15 fl. 47 kr.; Korn 10 fl. 48 k.; Gerste= fl. 2 kr.; Hafer 9 fl. 1 ke. Kartoffeln 5 fl. 10 kr.; Reggenstrob per 100 Gebund 24 fl. Astaclitischer Gottesdienst in Friedberg. B i f Freitag Abend 1 5% Uhr. Samffag Morgen 8¼ Uhr. Verantw. Redagct.: dermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. J * 192