11 ln a t un pertttazu u den Etgun der de Teretertesetn L * Nu. det M n Aünmid bsteine Nit Sonst⸗Tunn . 0 fene 11 Lager. Nelchior Bol, Steumtf. r ber facht vam but gtbültttt De un dirt an u K l 4 Sin! ei in Giesg A in Urlaub c 1872. Samstag den 20. Juli. N 84. Oberhessischer Anzeiger — Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zntelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 8 — Amtlicher Theil. Belteffend: Die Schulversäumnisse im 2. Quartal 1872. Die Großherzogliche Kreisschulcommission an die Ortsschulvorstände des Kreises. Wir erinnern hiermit Diejenigen von Ihnen, welche mit Einsendung der rubr. Verzeichnisse noch im Rückstande sind, an die baldige A Friedberg am 17. Juli 1872. Erledigung. Tur a p p. Deutsches Reich. Bensheim. Dem„Fr. J“ schreibt man Kaiserslautern. Der Erzbischof von Uirecht Darmstadt Das Großherzogliche Regie- von hier: Unter den Geistlichen des hiesigen katho-ist in Begleitung des Utrechter Canonicus Bloodten rungsblatt Nr. 32 enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, das Reglement über die Erhebung des städtischen Octrose zu Gießen, insbesondere die Rückvergütung des Ochol's don ausgeführtem Bier und von wieder ausgeführtem Dafer betreffend. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am N. März d. J. hat der Hülfsbahnwärter bei der Hessi⸗ chen Ludwigseisenbahn⸗Gesellschaft Peter Snack aue Ramsen, im Königteich Bayern, an dem Planübergang Nr. 6 bei Gonsenheim einem Kinde des Johannes Geb— vard zu Gonsendeim, welches ungeachtet des abgeschloss nen Aebergangs, unmittelbar vor dem Herannahen emes Zuges, über die Schienen ging, hängen blieb und umfiel, dadurch gas Leben gerettet, daß er über die Schienen eilte, das kind ergriff und von dem Geleise in dem Moment eni⸗ ernte, als gerade der Zug ansuhr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Peter Strack aus Ramsen für diese menschenfreundliche, mit eigener Lebens zefahr ausgeführte That das allgemeine Ehrenzeichen mit er Inschrist:„Für Rettung von Menschenleben“ Aller- nädigst zu verleihen geruht. In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird dieses hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ iß gebracht. i III. Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Imlagen zur Bestreitung der Conimunalbedürfnisse der Sraelitischen Religionsgemeinden des Kreises Büdingen. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Zroßherzog haben allgnädigst geruht: am 30. Juni den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Maibach„% im Ftreise Friedberg, Friedrich Fley, zum Lebrer an der Real⸗ yule zu Alsfeld, unter Vorbehalt seiner Eigenschaft als Kolksschullehrer zu ernennen und an demselben Tage dem Schulamtsaspiranten Heinrich Lindner aus Sandlofs, im breise Lauterbach, die evangelische Schulstelle zu Gunzenau, im Kreise Laulerbach, zu übertragen; am 2. Juli den Orts⸗ ennehmer Karl Fliedrich Dieffendach zu Osthofen zum Steuetaussehet zu ernennen. V. Characterertheilung. Eu f 8 VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die 2. evang. Cichulstelle zu Rimbach, im Kreise Lindenfels, mit einem jhrlichen Gehalte von 316 fl.; dem Herrn Grafen zu (rbach⸗Schönberg steht das Präsentationsrecht vezüglich deser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Zeilharo. im treise Dieburg, mit welcher ein Gehalt von 300 fl. 26 kr. (usschließlich des May'schen Legats) verbunden ist. VII. Sterbefälle. Gestorben sind: am 15. Mai der Fensionirte Forstmeister Urich zu Büdingen; am 18. Mat o Schullehrer Philipp Eidmann zu Lützel⸗Wiebelsbach; am 28. Mai der pens. Schullehrer Heinrich Friedrich Roth zu mebtsheim; am 2. Inni der Schullehrer Plößer zu Pfifflig⸗ hüm; am 3. Juni der Schullehrer Leonhard Schwarz zu lüntersfürst; am 6. Juni der evang. Pfarrer Willen⸗ tücher zu Pfeddersheim; am 7. Juni der pens. Schloß⸗ unwalter Wildmeister Albert zu Kranichstein; an demselben Inge der Schullehter Johann Karl Steinhäuser zu Wachel⸗ sudtz am 14. Juni der evangelische Pfarrer Heinrich Nutzel zu Nieder-Flörsheim; an demselben Tage der pmsionirte Distriktseinnehmer Rendant Theodor Schar⸗ nunn zu Bensheim; am 17. Juni der pen. Schullehrer undreas Kleinhaus zu Pfedbersheim; am 28. Juni der Lendgerichtsdiener Johann Heinrich Eisenhuth zu Groß, Gerau; an bemselben Tage der Oberrechnungsrevisor Fäurich Berz zu Darmstadt. Darmstadt. Wie dem„Fr. J.“ gemeldet nürd, sind in Ausführung des kürzlich publicirten Jesuitengesetzes die einzelnen Kreisämter dur ein egangenes Ministerial- Ausschreiben zum Bericht tarüber aufgefordert worden, ob und welche esuiten sich in den betreffenden Kreisen aufhalten. Nachdem die Zahl der in Hessen vorhandenen Iusuiter auf diese Weise constatirt worden, würden zeitere Ausführungsmaßregeln bevorstehen. lischen Decanats ist seit der jüngsten Firmungsreise des Bischofs von Mainz eine Agitation gegen die „Darmstädter Zeitung“ eingeleitet. Die Geist— lichen knündigen wegen der angeblich antikatholischen Richtung der Offiziösen das Zwangsabonnement. Ebenso sucht man katholische Privatleute zur Ab— bestellung des Blattes zu veranlassen. Aehnliches soll in anderen Decanaten, z. B. Dieburg, zufolge aus Mainz ergangener Weisung, geschehen sein, oder in Auesicht stehen, so daß wir demnächst eine allgemeine klericale Agitation gegen das Regicrungs— organ zu erwarten hätten. Berlin. Die„Provinzial-Correspondenz“, eine Polemik zwischen der„Schlesischen Volksztg.“ und der„Germania“ über die neuliche Rede des Papstes besprechend, sagt, anknüpfend an das Zu⸗ geständniß der Ersteren, daß Seitens der Regie— rung noch bei weitem nicht bitterer Ernst gemacht sei, Folgendes: Was geschehen kann und muß, wenn es bitterer Ernst wird, darüber wird die Staatsregierung im Großen und Ganzen schon jetzt nicht mehr im Ungewissen sein. Die nächsten Sessionen des Landtages und Reichstages werden darüber voraussichtlich einige Klarheit bringen. Die Regierung wünscht gewiß, treu den preu— ßischen Ueberlieferungen, in vollster Aufrichtigkeit noch heute, daß es zum bitteren Ernst nicht kommen möge, aber immer geringer wird leider die Hoff— nung, daß die Stimmen, welche zur Mäßigung mahnen, selbst die Stimmen ernster, erprobter deutscher Katholiken, bis nach Rom dringen oder dort Gehör finden. — Bezüglich der vom Handelsministerium neuer- dings angeregten Frage, inwieweit die Beschäfti— gung von Frauen im Eisenbahndienste zulässig erscheine, sind die meisten Bahn verwaltungen der Ansicht, daß Frauen wohl zum Telegraphiren und Billet verkauf, keineswegs aber zum Bedienen von Barrièren und Weichen, sowie zur Vertretung patrouillixender Wärter verwendet werden können. In diesem Sinne soll denn demnächst eine allge⸗ meine Verordnung erscheinen.. — Der Handelsminister hat wiederholt auf die Nutzbarmachung der Böschungen an den Eisen⸗ bahnen durch Anpflanzung von Obstbäumen, Akazien, Korbweiden und anderen den klimatischen und Boden— verhältnissen entsprechenden Baum- und Strauch- arten hingewiesen, und ist auch von einzelnen Eisenbahnverwaltungen diesem Gegenstande eine erfreuliche Aufmerksamkeit zugewandt worden. München. Der Kronprinz des deutschen Reiches hatte eine längere Unterredung mit dem Kriegeminister Frhrn. v. Prankh und dem General v. d. Tann. Wie es heißt, würde die Inspicirung der bayerischen Armee durch den Kronprinzen nicht in diesem, sondern erst im nächsten Jahre stattfinden. — Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Preußen, von der Königin Mutter nach dem Bahnhofe begleitet, sind von hier nach Berchtes- gaden abgereist. Der Kronprinz wurde von der zahlreich versammelten Menge sehr lebhaft begrüßt. und des Meringer Hülfspriesters Siemes am 16. d. dohier eingetroffen. Die Einfahrt in die festlich beflaggte Stadt nach der altkatholischen Kirche er⸗ folgte unter Böllerschüssen und Glockengeläute, Beim Eintritt des Erzbischofs in die Kirche stimuite die versammelte Gemeinde ein Tedeum an. Pfarrer Kühn erbat den erzbischöslichen Segen, den der Erzbischof ertheilte. Am 17. fand allkatholischet Gottesdienst und Firmung slatt. Es wurden 35 Kinder gefirmt und eine Trauung vollzogen. Von hier begibt sich der Erzbischof nach Zwei⸗ brücken, wo ebenfalls altkatholischer Gottesdienst und Firmung stantfindet. Mülbausen. Die Zahl der täglich für Frankreich Optitenden nimmt nach ossiciösem Ein⸗ geständniß hier nicht nur zu, im Gegensatz zu anderen Orten, sondern der Zuwachs zeigt auch bezüglich der Qualität der betreffenden Personen eine größere Betheiligung aus verschiedenen Ständen und Altersklassen. Statt wie früher nur Leute in Bleusen und Mützen, sieht man jetzt mitunter auch soiche in Röcken und Hüten vor der Kreisdirketton stehen, um ihre französische Nalionelität festzu⸗ stellen. Auch Hr. Köchlin hat für Frankreich optirt. Ausland. Schweiz. Bern. Der Nationalrath be⸗ willigte gleich dem Bundesrath 400,000 Frs. für. die Organisation der Betheiligung an der Wiener Weltausstellung, erhöhte aber die von dem letzteren gewährten 30,000 Frs. für die Unterstützung von Arbeitern bebufs des Besuches der Ausstellung auf 60,000 Frs. N Frankreich. Paris. Vor einem von dem Marschall Baraguay d'Hilliers präsidirten Kriegs⸗ gerichte(worin auch Mac⸗Mahon und Canu robert sitzen) begann in Lyon der Prozeß gegen den Ex— General Cremer und Hrn. Wieczffenski, genannt de Serres, wegen willkürlicher Tödtung des Krämers Arbinet in Dijon. Versailles, 16. Juli. Nationalversamm⸗ lung. Ein Antrag Feray's, die Debatte über die Patentsteuer wieder aufzunehmen und letztere zu verdoppeln, wird, nachdem sich Thiers dagegen ausgesprochen, mit 387 gegen 218 Stimmen ver- worfen. Louis Blanc verlangt, daß betreffs der Discussion über die Amnestiefrage die Dringlichkeit erklärt werde. Auf eine diesbezügliche Frage des Berichterstatters der Commission sagt Thiers, daß die Milde erst dann kommen solle, wann das Werk der Gerechtigkeit beendigt sei. Der Dring- lichkeitsantrag wurde hierauf abgelehnt. — 17. Juli. Nationalversammlung. Bouillerie, Berichterstatter der Budgetcommission, hält 135 Mil- lionen neue Steuern für ausreichend, und nicht 200 Millionen, wie Thiers verlangt. Er empfiehlt Ersparnisse. Thiers hält die Forderung von 200 Millionen aufrecht und sucht die Nothwendig— keit der Erhöhung des dem Kriegsminister einge⸗ räumten Credits um 65 Millionen zu beweisen. 3 — 2 5 5 9 . 0 Vicomte de Meaux besteht auf Ersparnissen und beantragt, die Discussion über die neuen Steuern zu vertagen. Im Verlaufe seiner Rede tadelt Meal Thiers, daß er durch seine Politik die Allianzen compromittire. Thiere wirft Meaux die verlangten Ersparnisse vor und sagt, dieselben würden zur Desorganisirung der Armee führen. Die Regierung habe die militärischen Ausgaben erhöht, weil sie ein starkes Frankreich wolle. Thiers fügt den Wunsch hinzu, daß irgend ein ernster Mann die Tribüne betreten möge. Dies Wort ruft lebhafte Protestationen Seitens der Rechten hervor und eine Stimme verlangt, daß Thiers zur Ordnung gerusen werde. Thiers erwidert, indem er die Rechte auffordert, eine motivirte Tagesordnung zu provociren, und fügt hinzu, er werde nie eine wohlfeile Popularität suchen, welche darin bestehe, das Land zu täuschen und ihm seine Bedürfnisse zu verhehlen. Er werde nie vor der Vertrauensfrage zurückweichen und sei bereit, den Beschwerden der Opposition, welche mehr poli— tischer, als finanzieller Natur seien, Antwort zu stehen. Er constatirt, daß er bei allen Gelegen- heiten alle möglichen Concessionen gemacht, weil er die Ueberzeugung habe, daß ein Regierungs- wechsel ein Unglück für das Land sein würde. Schließlich fügt er hinzu: Ohne Ihr Vertrauen kann ich vor den Credit Europas nicht hintreten. So lange Sie sich darüber nicht aussprechen, muß ich annehmen, daß ich noch Ihr Vertrauen besitze. Großbritannien. London. Der britische Botschafter in Petersburg telegraphirt, daß die Cholera daselbst erschienen sei. Die englischen Hafenzollbehörden sind angewiesen, Vorkehrungen zur strengen Ausführung der Quarankaine- Vor schriften zu treffen. Asien. Aus Japan wird amerikanischen Blättern über San Francisco gemeldet, Amerika beabsichtige bei der japanesischen Regierung Schritte wegen der Eröffnung des gesammten japanesischen Reiches zu thun, und dürfte in den maßgebenden Kreisen in Neddo das bereitwilligste Entgegen— kommen finden. Vom Main. Aus einer gedruckten Predigt des Pfarrers Spörer zu Rechenberg im Fränkischen v. J. 1720 möchte Folgendes mittheilenswerth sein: Das Frauen- zimmer liebe ich von Natur, wenn es schön, galant, complaisant, honnet, sauber aufgeputzt, wie ein schönes Pferd, da weiß ich schon, wie sie zu respectiren seien, die recht haus halten können, dem Manne Alles an den Augen absehen, was er will, ha! da lacht das Herz, wenn der Mann heimkommt und einen solch liebenswürdigen Engel antrifft, der ihn mit den schneeweißen Händchen empfäyet, küßet, herzet, ein Brätlein oder Salätlein auf den Tisch trägt, und sich zu ihm hinsetzt und spricht: Engel, wo will er heruntergeschnilten haben? und was dergleichen honig⸗ und zuckersüße Sachen mehr sind.— Wann aber ein hoschi, boschi, ruichi, einen Rumpelkasten, ein altes Reibeisen, ein Zeitelbär, eine Hadeikatz, ein Marterfell im 5 hal die immer brummt: mum, mum, mum, die ne Thür zu⸗, die andere aufschlägt, die im Schlot mit der Ofengabel hinaus fährt, und wieder auf den Herd herunterplumpt, die ein Gesicht wie ein Nest voller Eulen macht, die lauter Suppen aus dem Höllentopfe anrichtet, und was das Teufelzeug mehr ist, die bie b ich nicht, ber Teufel mag sie lieben.“ Zu Stollberg stand am letzten Sonntage eine Braut] setzte zwar bei Anfang 2 fl. niederer ein als d von seltener Treue vor dem Altar der Hauptkirche, um der gestri Abendcours war, erholte sich aber rasch wieder e 54 zum ehelichen Bunde den Segen des Priesters zu em⸗wo es fest stehen Slieb. Offenbar existirt eine starkt pfangen. Ihr Bräutigam, Namens Freitag, verlor im Contremine, denn sonst müßte trotz alledem der Cours der letzten Kriege durch eine französische Kanonenkugel beide] Staatsbahn längst schon mehr gefallen sein. Fü it⸗ Arme. Daheim aber hatte er ein Mädchen, die hatte ihm den Schwur der Treue gegeben und sie hielt ihn trotz alles Mißgeschicks, das ihren Verlobten betroffen hatte. Vorigen Sonntag wurde sie getraut. Seine Hand konnte er ihr wohl nicht mehr reichen, sein treues Herz aber wird ibr diese wobl aufwiegen. Von allen Seiten gab sich bei dem feierlichen Acte große Theilnahme kund. Aus der Schweiz. Die„Aargauer Mittheilungen“ erzählen den interessanten Fall, daß ein Fohlen, dessen Mutter keine Milch hatte, sich an eine Kuh gemacht und ohne Protest von Seite der gehörnten Mutter gesaugt hat. Das Verhältniß wurde ein ganz inniges. Das Fohlen lief mit seiner Säugeamme und ließ die wahre Mutter unberücksichttgt. Es wurde in zwei Monaten abgewöhnt und gab ein herrliches Thier. In Wien ist eine recht practische Erfindung ge— macht worden, von decen Existenz man leider erst jetzt durch eine amtliche Bekanntmachung Kenntniß erhält. Der Polizei- Rapport meldet nämlich:„Der Früchtebändler König Samuel hat angezeigt, daß seiner Gattin 3 Stück Fünfzigernoten, welche sie in einem feuerfesten Strumpfe unter dem Kopfkissen aufbewahrt hatte, ge— stohlen wurden.“ Paris. Die letzte Volkszählung in Paris hat er⸗ geben, daß dasselbe 5800 Kaffee-, Wein-, Speise- und Bierhäuser besitzt. Diese machen jährlich ungefähr für 150 Millionen Francs Geschäfte. Das Trinkgeld, welches die 15,000 Kellner und Aufwärter erheben, beläuft sich auf über 6 Millionen. New⸗York. Eine neue Verwendung der Photogra⸗ phie hat seit einigen Jabren in den Vereinigten Staaten Platz gegriffen, es werden nämlich an den Grabsteinen auf Fried— öfen photographische Portraits von den Beerdigten ange— bracht. Die Photographien sind von allen Größen, von jener der gewöhnlichen Visitenkarte angefangen bis zu Bildern in Lebensgröße. Sie werden auf Porzelan, sowie auch auf weißen Marmortaseln hergestellt und das Bild wird dann entweder außen auf dem Grabmale angebracht, nur mit einer reinen Glasplatte überdeckt, oder in einem tabernakelartigen Gehäuse, das sich im Innern des Grab— steines befindet und mit einem Gitter von Eisen oder Bronce verschlossen wird. Unter jedem Bilde befindet sich der Name des Verstorbenen, den es vorstellt, sein Geburts tag und Sterbetag, und bisweilen einige Ferse oder ein paar Worte in Prosa. Die Sitte hat, nachdem sie von einigen begonnen worden, rasch einen allgemeinen Anklang gefunden, und man findet hie und da bei größeren Familiengräbern bereits sehr ansehnliche photographische Galerien, welche Bilder von allen Lebensaltern enthalten. Man sieht da das lieblich spielende Baby in der Kinder— stube, sowie den bejahrten Kaufmann mit grauen Haaren in seinem Comptoir am Schreibpulte, die Jungfrau im Brautschmuck, wie die bejahrte Matrone, den Krieger zu Pferde und zu Fuß, den Priester und Prediger in seinem Ornate. Für fremde Besucher eines Friedhofes bildet jedes so geschmückte Grab einen Gegenstand lebhafter Auf— merksamkeit, und es bewältigt dieselben ein elegischeres Gefühl als sonst, wenn sie sehen, wie viele Schönheit und Lebenskraft hier ein Raub des Grabes geworden ist. Man behauptet, daß Photographien auf Porzellan durch Jahr— bunderte dem Zahne der Zeit widerstehen können. Sollte diese Sitte einmal allgemein werden, so würden unsere späten Nachkommen deutliche Bilder der dahingeschwundenen Zeit und ihrer Menschen erhalten. D. Frankfurt a. M., 18. Juli. Wie vorauszusehen, brachte der diesmalige Wochenausweis der österr. Staatsbabn ein enormes Minus, 194,000 fl. Da aber die entsprechende Woche des Vorjahrs ihrerseits eine exorbitante Mehr— einnahme ausweist, so machte das heutige Minus kclativ weniger Eindruck als man befürchtet hatte. Das Effect Actien herrschte wenig Animo, doch hielten sie sich sest auf 347. Lombarden stagnirten heute bei 219½, da die wider⸗ sprechenden Nachrichten über den Verkauf der ungarischen Linien lähmend auf den Verkehr wirken. Auch die andern östlerr. Babnen litten an Geschäftslosigkeit, da Eigner bei den gesunkenen Coursen nicht losschlagen und Käufer angesichts der verminderten Exportaussichten sich nicht ein⸗ finden wollen. Deutsche Bahnen gleichfalls still. Von alten bayr. Oftbahnen gingen einige Pösichen zu 1395 aus dem Markt. Belebter war es auf dem Gebiet der Banken. Hier machte sich viel Nachfrage für Pfälzer Bankverein bemerklich, der bis 107 ½ bezahlt wurde, einem Cours, den Viele gegenüber anderen jüngern Banken, wesche oft 100% Agio genießen, für steigerungssähig halten, Auch Frankfurter Bankverein ging ca. 2% höher. Darm⸗ städter, Deutsche Vereinsbank, Effectenbank und Provinzial⸗ disconto fest und in Posten umgehend. Der Prioritäten⸗ markt war heute durch die neueste Elisabeth und mährische Grenzbahn-Prioritäten präoccupirt, die guten Absatz fanden. Ferner wurden stark gekauft 3% Lombarden und Staals⸗ bahn. Von Staatspapieren ging Etliches in 187ler, Russen und Silberrente beliebt. Loose ohne Umsaß, Amerikaner 1885er. per Juli etwas billiger, 82er. begehrt. Oregon ½% besser. Eingesandt. Friedberg. Herr Köckert bat zu seinem Benefiz eigens einen humoristischen Prolog verfaßt, und wird außer anderen— hier neuen— heiteren Piecen:„Gari⸗ baldi“ u. s. w., auch das neueste patriotische Lied:„Gott detläßt die Deutschen nicht“ sowie das ergreifende Lieder⸗ piel:„Der Zigeuner“ zur Aufführung bringen. Möchten die Bemühungen des Herrn K. unser Publikum durch ein so hübsch zusammengestelltes, in den hiesigen Theaterrahmen passendes Pele mele zu erfreuen, sich durch zahlreichen Besuch belohnen, um so mehr, als der genannte Künstler durch seine natürlichen trefflichen Leistungen um unser Theater sich große Verdienste er⸗ worben hat. Ditte an Meuschensteunde. Der durch den Genuß von Schwefelsäure in so bedenklicher Weise erkrankte hiesige Arbeiter befindet sich zwar auf dem Wege erfreulicher und entschiedener Besserung, derselbe wurde aber dennoch auf den Rath des behandelnden Arztes und mit freundlicher Unterstützung von Seiten einiger hiesigen Einwohner in die Klinik nach Gießen verbracht, Die traurige Lage der dahier zurückgebliebenen Familie, welche des Nöthigsten ermangelt, wird von Tag zu Tag drückender, so daß die dankens: werthe Mildthätigkeit einzelner Menschenfreunde nickt mebr ausreichen will, wenngleich dieselben sich bisher angelegen sein ließen, nach ihren Kräf⸗ ten möglichst hülfceich beizuspringen. Man glaubt deßhalb an alle Menschenfreunde unserer Stadt die herzliche Bitte um gütige Unterstützung der bedrängten Familie richten und die Hoffnung aus ⸗ sprechen zu dürfen, daß eine für die nächsten Tage beabsichtigte Sammlung von Gaben bei denselben guten Erfolg haben möge. 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Uach der Vorslellung Gartenbeleuchtung. Montag den 22. Juli 1872: Jurist, Theolog& Wäscherin. Lustspiel in 3 Akten A.* Dienstag, 23. Juli 1872 Gastspiel von Herrn und Frau 8785 vom Thalia- Theater zu Cöln. Zum Benefiz für Ferdinand Wachendorff. Die Fabrikarbeiter, Ger Eine moralische Strike. Gesangfück in 3 Acten von popps. Jommertheater in Jad- Nauheim. Im Garten der Wittwe Jacob Schimpf. Sonntag den 21. Juli 1872 Gastspiel des Herrn Jung aus Cöln. Nachmittags 5 Uhr: Ein Stündchen in der Schule. Vaudeville⸗Posse in 1 Act. Frieiennn Kurmärker und Picarde. Genrebild in 1 Act von L. Schneider. Adends 8 Uhr: Dr. Faust's Hauskäppchen, Die Räuberherberge im Walde. Posse in 3 Aufzügen von Friedrich Hopp. Montag, 22. Juli 1872: Russisch. Luflspiel in 1 Act von L. Schuelder. Hie rauf: Französisch. Lufispiel in 1 Act von C. A. Görner. Zum Schluß: Englisch. ruftspiel in 1 Act von C. A. Görner Es ladet ergebenst ein 3 2005 Direktor Grünwald. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorräthtg: Denkschrift, betr. die dermalige Lage der evangel. Kirche im Großherzogthum Hessen von Prof. Dr. K. Köhler. Preis 24 kr. Hurchsichtige Glycerinseise! 30 anerkannt destes Mitel zur Verschöͤnerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. Kinderdrückwagen 1430 neu angekommen dei Jos. Hoffmann. (U. 4220.) Spezialarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel(Schweiz) basien sichere Mittel gegen nächt⸗ liches Bettnässen, Pollutsonen, Impotenz. 32 VVTTTTTTTTT—T—TTTTTT ————————— 2—————*—— zu Friedberg. 1995 Während der Festtage Resteuration à In F e st ball im Saale der drei Schwerter. 10 1 Sänger fest des Mainthal sängerbundes 18 carte. Sonntag den 21. Juli Mittags 1 Uhr Table d'höte, Abends 8 Uhr H. J. Sim on. Philippi's Felsenkeller. Sängertag den 21. Juli 1 f 6 Blech⸗ Concert. Deich m. ee nktrsé e, Brauerei zum Mürtemberger Hof 2004 nä schst dem Festylatz während des Festes Nestauration und Exportbier. 1975 Der Unterzeichnete erlaubt sich einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum seine geräumigen Wirtbslocalitäten mit Metzgerei, namentlich zu dem bevorstehenden Sänger⸗ fest, in empfehlende Erinnerung zu bringen mit dem Bemerken, daß er sich zur Pflicht wachen wird, die geehrten Besucher auf's Beste zu bedienen. . GC. F. Walz, Friedberg den 17. Juli 1872. Brauerei zur goldenen Reichskrone. Süngerfest- Medaillen, 1994 per Stück 15 kl., bei Hermann Bechstein, 70 Ludwigstraße 70. Verwechselungen vorzubeugen 2003 diene zur Nachricht, daß mein Geschäft in Colonial⸗Waaren und Landesprodukten unverändert fortbetreibe und stets bemüht sein werde, das mir geschenkte Vertrauen durch gute Waare und reelle Bedienung zu rechtfertigen. Achtungsvollst Friedrich Hilbrecht Wittwe vis-A- vis dem Bahnhof. 1980 Aus den Berliner Zeitungen. Zum Königtrank! Kräuter⸗Limonade, größtes hygiéͤnisch⸗diätetisches Labsal für Kranke, Genesende und Gesunde. Gr. Konaripng 17. Junt 1872. (44,394) Hochgeehrter Herr Jacobt!— Die Wukung Ihres Trankes ist nicht zu bessrelten; dafür bürgen die Atteste und daß diese Tausende nicht erfunden sind, wissen wenigstens dir, welche sie aus gefellt baben, resp. die, welche gesurd geworden sind. So bin ich fetzt in der Lage, Ihren großen Vorrath von Attesten durch ein neuce zu vermehren; denn ich kann Ibnen die vollkommene Genesung meiner Schwester von ibrem seche jährigen Fußübel— alter Schaden, Salzfluß— nach Verbrauch von 7 Flaschen Ihres Königtranks Nr. 1 zu Umschlägen melden und sage Ihnen unsern erkenntlichsten Dank mit dem Wunsche, daß Jer Königtrank durch seine außerordentliche Wirkung sich noch mehr Ein⸗ gang in die Haͤuser der Kranken verschaffen und seine Wldersacher in den Staub treten möge.—(Be⸗ stellung für andere Personen mit Postvorschuß.)— Ed. Lüdke, Müller. 8 1982 Erfinder und alleiniger Fabrikant des Königtranks: Hygisist(Gesundheitsrath) Karl Jacobi in Berlin, 1 5 Frledrichsstraße 208(seit 1864 köntgl. Gebäude). Die Flasche Königtrank⸗Extrakt, zu dreimal so viel Wasser, kostet in Berlin einen halben Thaler, in Friedberg bei W. Bernbeck und in Bad⸗Nauheim bei Ph. J. Weiß 1 Gulden. Strohhüte, Sonnen⸗& Regenschirme 660 äußerst billig bei K. Friedrich, neben der Post. Putzarbeiten jeder Art werden möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt. 1954 Ein älterer, fast erblindeter Herr sucht wahrend 2 3 8 seines Aufenthaltes in Bad⸗Nauheim eine gebildete Dame Zu verkaufen zum Vorlesen. Gefällige Offerten bittet man in der 1961 eln neuer einspänniger Wagen, sowle eine große Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Grube Miß. 1 Friedberg. Gebrüder Bendheim. Geübte Näherinnen 1990 finden bei sofortigem Eintritt lohnende Beschäf⸗ tigung bei Geschwister Grunewald in Bad⸗Nauheim. Friedberg und Bad- Nauheim abzugeben. 1 Uuhrer Flammkohlen, 971 vorzüglichster Qualität 46 Thlr, per 200 Cr. ab Zeche. Ph. Dan. Küm mich. Sitzung ve Sängerfestcomite's: Freitagabend am 19 d. präels 8 Uhr, 8 1991 abend den 20. d., 8 Uhr, in Hertleins. Freiwillige Bürger-Feuerwehr. 2002 Sonntag den 21. Juli, Morgens präcis 7½ Uhr, Sammlung am Spritzen ⸗ hause. 1998 Am Sängerfeste Borsdorfer pr. Schoppen 6 kr. bei J. Müller. Ergebenste Einladung. 1985 Indem ich dem gütigen Urtheile und der Intelligenz des verehrten Publikums voll⸗ ständig anheimgebe, ob ich auf dessen Wohlwollen — welches sich gewöhnlich bei Benesizen dokumentirt— während meines Hierseins einigen Anspruch machen kann— so bleibt mir— wenn dies der Fall— nur die warme Bitte um freundliche Beachtung der heute Abend zu meinem besten stattfindenden Vor⸗ stellung. Hochachtungsvoll L. Köckert. Einmachen don Jtüchten elt. 2000 empfehle einen vorzüglichen alten Wein⸗ essig nebst den dazu gehörigen Gewürzen, sowie Pergament paper zum Zubinden der Gefäße. 0 Wilh. Sturmfels, pof⸗Apotheker. Theater. a 1999 Die Besucher des hiesigen Theaters machen wir darauf aufmerksam, daß die früber schon in diesem Blatte erwähnte Benesiz-Vorstellung des mit Recht beliebten Schauspielers Herrn Köckert heute Samstag den 20. d. M. flattfindet. Herr Köckert hat hierzu zwei hübsche Piecen, den„Zigeuner“, Chaxaktergemälde von [Berla und die äußerst gelungene Posse„Gartbaldi“, ausgewählt. Nach den bisherigen Leistungen des Bene⸗ fizianten darf man wohl einen recht heiteren, genuß⸗ reichen Abend erwarten und ersuchen wir daher alle Freunde dieses Künstlers ihren bisher schon oft an den Tag gelegten Sympathien für denselben durch recht zahlreichen Besuch der Vorstellung heute besonders Aus⸗ druck zu geben. Mehrere Theaterfreunde. Beste Schmiedekohlen 1970 empfiehlt Ph. Dan. Küm mich. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeindt. 5 8. Sonntag nach Trinitatis. 5 Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. 1 Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Münch. 0 Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. 5 Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. 1 4 Nachm. Kalechismusgoltesdienst: Herr Pfarrer Die gel. Katholische Gemeindt. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 9. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½10 Uhr heilige Messe mit Segen. Nachmittags: 1 Uhr Andacht mit Segen. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½7 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 29 und eine Beilage.) 10 0 6 ** Geige. Hberhessischer Amkeiger. 1 84 — Z um Feste. Das heil'ge röm'sche Reich es lag im Sterben,— Da kam ein ritterliches Fürstenhaus Des Reiches„freie Stadt und Burg“ zu erben: Seht hoch sein Banner weh'n vom Thurm hinaus! Und Friedberg ward der Friede nun gegeben, Darauf sein Name schon ein Anrecht schuf, Es floß in seine Adern neues Leben, Das einst gestockt bei Fehd' und Kampfesruf— So ist die alte Zeit ihm leicht entschwunden; Durchbrochen ward der Mauern enger Kreis Und unter mildem Scepter schloß die Wunden Dort, wo sich in dem schönen Hessenlande Weit zwischen Main und sanften Bergeshöh'n, Die Vogelsberg und Taunus einst entsandte, Die Eb'ne dehnt, darin beim Windeswehn Viel gold'ne Saatenfelder üppig wogen Und durch der Wiesen immergrünen Plan * Die klaren Bäche ziehen ihre Bogen, f Ragt eine alte Stadt und Burg hinan. Sie blickte stolz mit Mauern und mit Thürmen In's Land zu Kaiser Friedrich's(II.) Tagen schon, Sah Mord und Brand in wilden Kriegesstürmen; Hier stand ein Bollwerk schon der Legion, Des Handels Aufschwung, der Gewerbe Fleiß: Es redet aus der Tiefe Eingeweiden Da konnten auch mit ihrem sinn'gen Walten Manch schlichter Fund von jenen grauen Zeiten. Des Friedens Künste bald sich reich entfalten.— — Oftmals seitdem bei ihrer Jünger Festen Die Bürgerschaft mit einer wacker'n Schaar Von gleichgesinnten, stets willkomm'nen, Gästen Zu edl'em Wettkampf hier vereinigt war. Vom Giebel grüßte rings der Fahnen Prangen, Die Straße lieh des Waldes frisches Grün Und sah, wenn schmetternd munt're Weisen klangen, Manch stattlich bunten Zug vorüberzieh'n.— So steht in seinem schmucksten Feierkleide,— Und hat gerüstet emsig Monde lang,— Das gute Städtchen harrend denn auch heute Den lieben Sängergästen zum Empfang; Bald wird es hell von deutscher Manner Singen, Von Festesjubel in den Mauern klingen. Nun grüßt euch flatternd, wenn in Friedberg's Thore Ihr, Sängerbrüder, fröhlich wiederkehrt, Des jungen Reiches junge Tricolore, Die hoch die Welt auf Land und Meeren ehrt, Euch kündend, daß von ganzer Seele lieben Die neuerstarkte Mutter ja auch wir. Jetzt soll uns Nichts die helle Freude trüben! Geschaart um das gemeinsame Panier Laßt schwärmen doppelt uns mit deutscher Treue, Und doch— wie höher muß in diesen Tagen Auflodern der Begeist'rung heil'ger Brand, Wie freier, stolzer doch im Busen schlagen Das deutsche Herz im neuen Vaterland! Hat doch auf manchem Ehrenfeld errungen Sein langgehegtes, hehres Ideal, Dem ach! so oft der Sehnsucht Lied erklungen, Erst jüngst mit Gott der wucht'ge deutsche Stahl, Die Welt gelehrt, daß schwärmen nicht und trinken fladung. zn Uribeile un 1 Pedlatzat 90d, ttßte Webireln „ SBenesyn Allein und mit dem Wort nur streiten kann: Beim Becherklang und lauten Liederschall, c daeneus tun Stark zu bewält'gen auch zum jähen Sinken Am Tag der Lieder, der gekehrt auf's Neue n Den maͤcht'gen Feind vermag der deutsche Mann. Nach Mannesthat bei Schlachtendonnerhall!— dat dim i Erstanden ist dem treuen Volk zum Lohne So, alte Reichsstadt, den Willkomm erzeige dent Abet erte det, largtvol sckert Oeffentliche Bekanntmachung. 1899 iclen el. Die Legalifsirung des Grundbuchs der 5 E II. eure un Weib Gemarkung Kirch⸗OGöne. n 1819 Ole in Rr. 72 des Oberbessischen Anzelgers d e nd, mit Schlag und Gangwerk unter 2jähriger Garantie, neu ange- Wr,* unter Inserat Nummer 1698 benannten Grundbesitzer 5 e 8 9 9 jahrig 3 9 u n Sesiht. der nach Flur und Nr. bezeichneten, in der Ge-[komme 9 N ö 2 „ee-Aretheln markung Kirch⸗Göns gelegenen Immobilien haben bel Friedberg. L. Hauaun, —— mangelndem urkundlichem Eigenthumsnachweis auf Grund Hof- Uhrmacher und Goldarbeiter dorgelegter genügender ortsgerichtlicher Bescheinigung des 4 N*. rechtmäßigen Erwerbes und langjährigen Besitzes bean- t. urt nate 1— dieselben im Grundbuch den früheren 5 1—— 20 115 l e been bal nen zuzuschreiben, sowie in Gemäßheit des Art. e Ram! 9 i f 0. jen , eee ee e ere 4882 dc eee Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. 300 U. zung“ betschreiben zu lassen.— Es werden demgewäs 5 5 00 P 5 3 . 2 170 Alle, welche an die 15 2 05 Ansprüche bilden zu können Directe Post Dampfschifffahrt zwischen Angel in glauben, aufgefordert, solche so gewiß innerhald 6 Wochen 1 We Srl dei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als— dent 0 ben sonst dem Antrag der genannten i ena 1 erauin werden wird und dieselben als vermutbete Eigenthümer j N; * n a ibn“ in i c vermittelst der Post-Dampfschiffe nee das Mutattoneverzeichnnd und das Grundbuch der Ge- Cimbria, Minwoch, 31. Juli.“ Frisia, Miuwoch, 21. August. . 0% 5 1100 markung Kirch-Göns eingetragen werden sollen. Vandalia, Mitiwoch, 7. Augzust. Morgens. Westphalia, Mittwoch, 28. Aug.] Morgens. 611 8 1 Butzbach den 12. Juni 1872. Silesia, Minwoch, 14. August. Holsatia, Mittwoch, 4. Sept. dan! 22705 Oroßherzogliches Landgericht Butzbach. J Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Riblr. 165, Zweite Catüte Pr. Ert. Rthlr. 100, Zwischendeck 1447/4 Dr. Glumer, eic nase Pr. Cri. Rtblr. 55. Landrichter. Landgerichts-Assessor. 5 Näheres bei 25 äheres bei el i Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, dekohle Oe f f ent li 0 e Au f f ürdern n 9. sowie den allein das Gb en Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ 1 un— ie 9* eee trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie r F. J. Bothof in Mainz 3 Wochen 0 0 7 7 bel dem unterzeichneten Gericht e(tlrüher Carl Racké& Cie.) alls dieselben bei Ordnung des Nachlasses ni erück⸗ 3 a 1 n. sictigt weweh Würth Friedberg bei Car. Hecht. 71010. Butzbach den 4. Juli 1872 1 Großherzoglichte Landg icht er F D K ˙ V es Dr. Gil mer, n 6er,— l 5 55 1 10 ties 7 Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.. 5 8 Gegen Hals un 2 1.—— 8— brustleiden — 5 Bekanntmachung.. 2 N 83 riecht! 4996 Dienstag den 23. Zull l. J., Vormittage Gn 2 el N- N 8 N oll in hlesigem Rathhause die LNeferung von 10 Malter 2— 8 70 ö 8 een 33 *„te dafer für den Faselstall der Stadt Friedberg an den S S e— Wenigstfordernden in Accord 41872. werden. 2 N 5— 155—— V 1 rledberg den 20. Jul ö 5 2. *. Grohbenoglge Lurgermeisere Irledberg. S wercli ache Nonbon S es J. V. 10* eordnete 300 Aus der Fabrik * Der Großherzogli N eig* 2 4 10— 5 2 57 „ 2 eben des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. nh. 5 1 2 ämiirt 1867, 1860, 1857, 1855. ge Prämiirt 1867,. f *. Ein braver Ju 8 Beltebtes Hausmittel gegen Reizbusten, Raubbelt im Halse, Verschlelmung und jegliche Brustaffeetlon. 1E 911 kann iu die Lebre e g Winkler Mit Gebrauchsanweisung in versiegelten Packeten à 14 kr., gets vorräthig in Friedberg det Wilh. Fertsch, — een geugebülse in Butzbach bel Val. Wießler, in ungen bei A. Buch, in Bad Nauheim bei Ph. Jae. Weis. „ 0 27* ** Der Zauber-Glanz der alten Kaiserkrone. An deinem ersten Fest im neuen Reiche!— Friedberg im Juli 1872. A. v. S. 1 1 Obligations ⸗Verloosung. 1890 Bei der beute dahler stattgefundenen Verloosung biesiger Partial-Obligationen ist die Nr. 11 mit 100 fl. rückzablbar geworden, was dem Inbaber derselben mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bis zum 1. Sepiember l. J. gegen Rückgabe der quittirten Schuldverschreibung und der nicht fälligen Zinscoupons bei diesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. 0 Ossenbeim den 8. Juli 1872. Großherzogliche 1 Ossenheim. a ul. Bekanntmachung. 2001 Die am 18. Juli d. J. abgehaltene Versteigerung von Halmfrüchten und Klee, dem Joseph Geck II. dahier gehörend, ist nicht genehmigt worden und sollen dieselden Dienstag den 23. Juli d. J. nochmals in biesigem Rathhause an den Meifibletenden versteigert werden. Friedberg den 18. Juli 1872. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. d V. Der dienssalteste Gerichtsmann. Fal c. Stamm- und Brennholz-Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. 1988 Es sollen versteigert werden: Montag den 29. und Dienstag den 30. d. Mts. im Distrikt Söderecke, ½ Stunde von Borsdorf entfernt: 36 Raummeter geschältes Eichen⸗Rundscheitholz, 16 5 Kiefern⸗Scheitholz, 207— Eichen-Schälprügelholz, 76 1 Kiefern⸗Prügelholz, 10 55 Aspen⸗Prügelholz, 192⁵ 5 Eichen⸗Reis holz, 172 5 Kiesern⸗„ 52 2 Aspen ⸗* 500 geschälte Eichensämme bis zu 32 Centimeter mittlerem Durchmesser und dis zu 11 Meter Länge; 340 geschälte Eichenstangen, zu Baumstützen geeignet, 4 Aspen⸗Stangen. Das Stamm- ic. Holz kommt, so weit möglich, Montags und ein allenfalls verbleibender Rest deeselben Dienstags vor dem Brennholze zum Ausgebote. Sämmt⸗ liches Brennbolz kommt Dienstag zur Versteigerung. Mittwoch den 31. d. Mts. in den Dtstrikten Hainborn, Buchkopf, Schlüssel⸗ blume, Rödern, Engelscheid, und Jungerwald: 8 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 4 Aspen; 4 62 1 Buchen⸗Prügelbolz, 78 2 Eichen⸗Schälprügelholz, 76 4 Aspen Prugelholz, 6* Buchen⸗Stockholz, 1296.„ Stammreisholz, 664 75 Eichen⸗ 2 74 1 Aspen⸗ 5 Die Zusammenkunft ist am 29. und 30. im Lob⸗ schlage des Distri'ts Söderecke und am 31. d. Mis. im Disfirikt Hainborn, jedesmal Morgens präeis 8 Ubr. Das Buchen ⸗Stammrelsbolz fitzt in dem Distrikt Buchkopf, ¼ Stunde von Unter Schmitten, wo der Bicinalweg nach Borsdorf und der Staatsstraße nach Echzell ꝛc. erreicht wird.. N Nidda am 17. Juli 1872. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. Ro br. rene 1989 Nächsten Montag den 22. d. M., Nachmittags 2 Ubr, wird nachverzeichnetes, vom landwirthschaftlichen Jeste herrrübrendes Dolzwerk, namentlich: 1 Maschineuhalle, 45“ lang, 34“ breit und 25“ boch, 1 große Quantität Floßholz, großenthetls unzer⸗ schnuten, 8 Thüren, einige Haufen Dielen und eine Partie Birken⸗Stangen, auf dei gemeinheitlichen Bleiche(Festplatz) meistbietend versteigert. Bad Nauheim am 18. Jult 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Bad Nauheim, Schutt. Holz-Versteigerung. 1987 Dienstag den 23. d. M., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, soll im hiesigen Gemeindewalde, Diftrikt Aus⸗ sicht, nachverzeschnetes Holz versteigert werden: 118 Raummeter Schaͤleschen-Prügelholz, 106,90 Schäleichen⸗Wellen, 6102 Eichen-Astholzwellen, 3 Eichen⸗Stämme, 0.35 Centimeter haltend, 134 Stück Eichen⸗Schälbolz Stangen(Baumstützen) Zahlungstermin: Martinitag l. J. Ober Mörlen am 18. Juli 1872. Großherzogliche Bürgermetsteret Ober-Mörlen. Je Hettenkragen und Manschetten ꝛc. bei K. Friedrich neben der Post. Bekanutmachung. Betreffend: Die Wiener Weltausstellung in 1873. 41 NIA f 1983 Die Ausstellung der landw. Gegenstände aus den einzelnen deutschen Ländern soll, 515 kannt, in Wien eine deutsche Gesammtausstellung bilden.—— Der Herr Generalsecretär der landw. Vereine des Großherzogthums will darum die Be⸗ folgung der nachstehenden, in Berlin festgestellten Bestimmungen bei Sammlung und Verpackung der Ausstellungsgegenstände dringend empfohlen haben: 1) Die Körner von Waizen, Korn, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen und Wicken sind in leinenen Säckchen mit je 3 Liter von den Herren Commissären hierher einzusenden. Der Unterzeichnete hat um Zusendung der Gläser, worin die Ausstellung in Wien geschieht, gebeten. Im Falle deren Verabfolgung könnten die Säckchen von hier zurückgehen. 2) Reps-, Mohn-, Flachs, Hanf. ꝛc. Samen ebenfalls in Säckchen von je 1 Liter. 3) Ganze Pflanzen(mit Wurzeln, Halmen und Aehren) sollen stark entwickelt, aber von mittlerer Höhe sein. Sodann müssen die Wurzeln erdrein sein, damit keine Verunreinigung entsteht. Es empfiehlt sich, 50 Halme um einen Stab zu bündeln. im Ganzen 5 Stück, also vertheilt: Melbach-Sbdel, Reichelsheim, Fauerbach b. Fr., Gam⸗ bach und Ockstadt. 15 4) Hülsenfrüchte in Bündeln von je 50 Schoten sind sehr erwünscht. 5) Flachs, nach den verschiedenen Zubereitungsstadien gebündelt, darf nicht fehlen. J Es handelt sich hier zunächst wohl um eine volkswirthschaftliche Angelegenheit, allein dieselbe hat auch ihre nationale Bedeutung. Persönliche Interessen und Patriotismus stehen demnach hier im besten Einklange. Darum wird die Beschickung der Wiener Weltausstellung auch bei den Wet⸗ terauer Herren Ockonomen das nothwendige Entgegenkommen finden. An Eifer und Liebe zur Sache bei der bestellten Commission wird es nicht fehlen. Wiederholt sei hier darauf aufmerksam gemacht, daß diese Commission besteht aus den Herren: 1) Bürgermeister Schmid zu Reichelsheim. 2 1 Reitz zu Södel.* 3) 55 Schneider zu Ostheim. 4) Oekonom Hill zu Fauerbach b. Fr. 2 1 For. Keil in Melbach. 6) 5 Kammer zu Gambach. 7) Lehrer Epple zu Ockstadt. 1 8)„ Hahn zu Söbdel. g 9) Bergrentmeister Nebhuth zu Friedberg. Jeder dieser Herren führt ein Verzeichniß über die ihm überlieferten Gegenstände. Wir beabsichtigen, die für Wien bestimmten Felderzeugrisse vor ihrer Absendung hier in Friedberg, in Verbindung mit einer projectirten Obstausstellung, in einem Gesammtbilde eixrige Tage öffentlich auszustellen, etwa von einem Markttage der in sicherer Aussicht stehenden Producten⸗ börse(Donnerstag) an bis zu dem darauf folgenden Sonntage einschließlich. Dieser lokalen Vor⸗ Ausstellung wegen erbitten wir uns auch Wurzelgewächse, überhaupt Alles, was die bevorstehendt Ernte an schönen und besonderen Arten und Exemplaren darbietet. Friedberg den 18. Juli 1872. Nebhuth. Locul-Gewerbe- und Jndustrie-Ausstellung zu Worms. Verloosungs-Anzeige. 1863 Mit der am 11. September d. J. dahier zur Eröffnung gelangenden Local⸗ Gewerbe, und Indaustrie- Ausstellung wird eine Verloosung werthvoller Gegenstände, als: vollständige feine Möbel-Garnituren, Pianino's, Schränke, Betten, überhaupt Gegenstände häuslicher Einrichtung aller Gewerbebranchen verbunden werden. N Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern werden 20.000 Loose, das Stück zu einem Gulden, im Grotherzogthum zum Vertrieb kommen und werden Gewinne E Nau im Gesammtwerthe von 14.000 Gulden ausgeloost. Die Verloosung erfolgt am 1. October d. 31 auf dem hiesigen Stadthause. Fajür Rheinhessen haben die Firma P. Bertges& Cie. in Worms, für Starken, burg und Oberhessen Hr. Carl Gaule in Darmstadt den Verkauf der Loose übernommen. Zu zahlreicher Betheiligung ladet ein Worms im Juli 1872 Die Ausstellungs-Commission. Staats⸗ und Gemeinde⸗Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof- Agenten Die Kisten zur Verpackung sind, 1 1 ö 1 1 „ 1 0 klteffer an ö en 2 Das W. fageist 00 de Itände boten aten v De 10 bo lender Jacob Eugel. ö Bad Nauheim. u bonüfliche Buhrboplen ung 1 1 1930 für Ofen-, Derd⸗, Kessel- und Maschinen⸗Feuerung Möbel-, Spiegel- und Tapeten-Lager, 587 größte Auswahl in Rouleaur und FVorhangleisten. Sommerfalousien in allen Größen empfieblt Blensdorf, del Teveler Steinkohlen, vorher bei mir e nzureschen. Ph Dan. Kümmich. Geld Cours. Frankfurt am 18. Juni 1872. 34 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu Preußische Friedrichsd'or... fl. 9 58—59 dilligen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Naubetm. Pistole n 9 41—43 F Holländische fl. 10-Stücke. 9 1 5 N 190 Ducasen,„„ 6 33— Fl. 10g en pa p e r, Ducaten al 7 8„ 4 1 lte(Ci 20-Frankenstücke 4 22— 11 Fliegente um Englische Sovereigns s„ 11 49—51 i bea de Wilh. Sturmfels, Russische Imperiales. 5 9 42—44 Hof⸗ Apotheker. Dollars in Gold „ 225½ 26% ber Abnahme von mindestens 20 Cir. an der Bahn genommen à 33 kr. pr. Ett. Beßfellungen sind 8 Tage 1