u, u ngen i ee de w-i- Wu dnet eue, afer ll in en ente Jeuled t Salstüee bes der el. lette Hoffmann. ichel 345119 im. n- falt. Seren 11 e N tenit. 1872. Samstag den 20. April. 46. Oberhessischer! nzeiger. Inthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- ungsblatt Nr. 20 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die militärischen Dienstverhältnisse des Großher— oglichen Gendarmerie-Cos ps betreffend. II. Bekanntmachung Großheizoglicher Bauversiche— Aungs⸗Commission, die Aufbringung des Bedücfnisses der Fr. Landes⸗Brandversicherungs Anstalt für 1871 betreffend. III. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen nes stemden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Groß— erzog haben allergnädigst genubt: am 20. März dem gofgerichtsracth Weber zu Darmmnadt die Erlaubniß zur innahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät em König von Sachsen verliehenen Ritterkreuzes des lbrechis Ordens zu ertheilen. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Stoßherzog haben allergnädigst gerutt: am 18. März den sofgartenarbeiter Georg Kinkel zum Hofgarten Wärter in er Großh. Hofgärtnerei Darmstadt und am 20. März en Werkstältenardeiter Martin Kröh aus Darmstadi zum Oagenwärter bei der Main-Neckat⸗Eisenbahn zu ernennen; en 26. März dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Schweitzer eis Hering, im Kreise Dieburg, die katholische Schulstelle luselbst zu übertragen; den von dem Herrn Grasen zu Kolms Rödelheim auf die katholische Schulstelle zu Wick⸗ sadt, im Kreise Friedberg, präsentirten Schulamtsaspi⸗ nien Michael Ruppert gus Seckmauern, im Kreise eustadt, für diese Stelle zu bestäugen; am 27. März Um Schulamitsaspiranten Adam Berg aus Brombach. im ineise Lindensels, die katholische Schulstelle zu Lützel⸗ Wiebelsvach, im Kreise Neustadt, zu übernagen; am 2. April un von dem katholischen Pfarrer und dem Gemeinderath zu Rockenberg auf die erste katholische Schulstelle zu Rocken⸗ ug, im Keeise Friedberg, präsentürten Schullehrer an der 1 kathol. Schulstelle zu Astheim, im Kreise Groß-Gerau, cob Faustmann für diese Stelle zu bestäligen. V. Charactererihetlungen. Seine Könsgliche Hoheit er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. März um Fayenccosen⸗Fabrikanten Wilhelm Nicolay zu Darm— abt den Character als„Hofosen-Fabrikant“, am 4. April m Steiumetzmeister Emil Wagner zu Darmstadt den aracter als„Hossteinmetz“ zu verleihen. VI. Concustenzeröffnungen. Erledigt ist: die zweite hang. Schulstelle zu Reinbeim, im Kreise Dieburg, mit inem jährlichen Gehalt von 348 fl. 30 ke.; die evang. schulstelle zu Olfen, im Kteise Erbach, mit einem jährl. ehalt von 400 fl.; dem Herrn Grasen zu Erbach— fürstenau steht das Präsentationstecht zu dieser Stelle u; die 2. Siadiknaben-Freischulstelle zu Darmstadt mit inmem anfänglichen Gehalle von 700 fl.; die katholische e chulstelle zu Wimpfen a. B., im Kreise Wimpfen, mit emem Gehalt von 446 fl. 11 k.; die evang. Schulstelle zu Ober⸗Hiltersklingen, im Kreise Erbach, mit einem Ge— bilt von 300 fl.; das Präsentationsrecht dazu sieht dem gerrn Grasen zu Erbach Fürstenau zu; die 1. evang. Echulstelle zu Wallerstädten, im Kreise Groß-Gerau, mit enem Gehalt von 318 fl. 41 ke.; die 1. evang. Schul⸗ sülle zu Westhofen, im Kreise Worws, mit einem jährl. (ahalt von 330 fl.; die evang. Schulstelle zu Götzenhaln, iu Kreise Offenbach, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl.; dan Hru. Fürsten zu Isenkurg⸗Birstein steht das Präsen⸗ llionsrecht für diese Stelle zu; die evang. Schulstelle zu etisaasen, im Kreise Grünberg, mit einem jährl. Gehalt dan 300 fl. VII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Hroßherzog haben allergnädigst geruht: am 4. April den nung. Pfarrer zu Obvornhofen, im Dekanate Hungen, D. Johannes Marbach, auf sein Nachsuchen aus dem Denste der evang. Kirche des Großherzogthums zu entlassen. VIII. Suerbesälle. Gestorben sind: am 20. März der weisbauausseher Härter zu Darmstadt, am 4. März der un. Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Hungen, eis Nidda, Ludwig Klein. Darmstadt. Der„Frft. Pr.“ wird von er geschrieben: Unsere Kirchen verfassungsange— tgenheit, welche seither etwas langsam vom Platze zuückt ist, geht, wie wir aus zuverlässiger Quelle annehmen, nunmehr rascherer Entwicklung ent— gen. Das Haupthinderniß ihrer Förderung war Verzögerung einer Anzahl von Kirchenvor— tanbswahlen nicht allein von Seiten lutherisch— athodoxer Geistlichen, sondern auch solcher Ge— winden, in denen Reklamationen gegen Gewählte urkamen, wodurch es theilweise nöthig wurde, so— gar zum dritten Mal den Wahlact vorzunehmen. Da die kirchlichen Behörden, wie wir hören, mit Energie gegen jene Geistlichen vorschreiten werden, oder bereits vorgeschritten sind, und die bezeich- neten Wahlen in Aussicht stehen, so wird die Einberufung der Dekanatssynoden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die nöthigen Vorbe— reitungen dazu sind getroffen. Was die perso— nellen Verhältnisse in unserem Oberkonsistorium anbelangt, so erfahren wir, daß die mit der Superintendentur der Provinz Starkenburg ver— bundene Stelle des um seine Pensionirung einge— kommenen Prälaten Zimmermann in diesem Colleg vor der Hand nicht besetzt, die Prälatur aber einem im Lande allgemein geachteten höheren Geist— lichen gemäßigter Richtung übertragen werden wird. — Der Substitut des Ober- Staatsanwalts bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen Ernst Wolff wurde zum Staatsanwalt bei dem Be— zirksstrafgericht Gießen und der Landgerichtsassessor bei dem Landgerichte Offenbach Emil Zimmer- mann zum Substituten des Ober-Staatsanwalts bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen ernannt. — Nach einer von der deutschen Central— Commission für die Wiener Weltausstellung er folgten Mittheilung ist eine Verlängerung des Anmelde- Termins für die Betheiligung bis zum 30. d. M. bewilligt worden. Es können hier- nach Anmeldungen, welche der Commission bis zum 30. April zugehen, noch berücksichtigt werden. — Die Verhandlungen wegen Umwandlung der hiesigen Realschule in eine sogenannte Real— schule erster Ordnung sind soweit vorgeschritten, daß die zu treffende Reorganisation voraussichtlich bei Beginn des nächsten Schuljahres, im Herbst, ins Leben treten kann.. — Wie der„Frankf. Ztg.“ von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, ist der frühere hess. Ober- finanzrath Fabricius, jetzt Preuß. Geh. Ober- finaazrath und Referent im Finanzministerium, zum Provinzial-Steuer- Director für Elsaß mit dem Wohnsitze in Straßburg ernannt worden. Berlin, 17. April. Im Reichstag kommt heute zur Berathung der Antrag Elben's, be— treffend die künftige Verhinderung des gleichzeitigen Tagens des Reichstages und der Landtage mit einem Amendement Hoverbeck's auf Feststellung be— stimmter Anfangstermine für die ordentlichen Reichs- tagssessionen. Der baperische Minister Fäustle rechtfertigte das Verfahren der bayerischen Regie- rung, welche den besten Willen habe, jede Colli- sion zu vermeiden. Die Spuren des Partikularismus seien aber nicht abzuschütteln, wie Staub von den Füßen. Fürst Bismarck erklärte sich mit dem Antrage im Prinzipe, und wenn derselbe nicht zwingenden Characters sein solle, einverstanden. Rücksicht auf die Bundesregierungen zu nehmen, welche gern jede Collision vermeideten, sei dennoch unumgänglich nothwendig. Der Parlamentarismus müsse seinerseits veraltete Grundsätze in Betreff der Beschlußfähigkeit und der Pausen zwischen verschiedenen Lesungen aufgeben. Die Frage, den Zusammentritt des Reichstags in bestimmter Weise zu reguliren, sei zu überlegen, eventuell zu be- jahen; aber erst müsse man die darauf bezüg lichen Wünsche des Reichstags und des Landes kennen. Er werde diesen Wünschen gerne entsprechen und der Kaiser denselben seine Genehmigung gewiß nicht versagen. Nach weiteren Zusatzanträgen Kleist's und Löwe's bittet Fürst Bismarck wieder- holt um Präcistrung der Wünsche des Reichstags. Der Antrag Lasker's, alle Anträge an die Ge— schäftsordnungs- Commission zu verweisen, wird einstimmig angenommen. Es folgte hierauf die Berathung über den Antrag Schulze's, betreffend die privatrechtliche Stellung der Vereine. Der Antrag Schulze's wird nach längerer Debatte einer Commission von 14 Mitgliedern überwiesen. — 18. April. Reichstagssitzung. Nachdem die Wahl Forchhammer's(Kiel) für gültig er⸗ klärt worden, findet die erste Berathung des Mili⸗— tärstrafgesetz- Entwurfes statt. Bundescommissär Friedberg characterisirt die Hauptgesichtspunkte des Gesetzes und hob namentlich hervor, daß man das Militärrecht möglichst, soweit es die militärische Disciplin zuließ, dem bürgerlichen Rechte assimi⸗ liren wollte. Die Regierung werde sich allenfall⸗ sigen Verbesserungen ves Gesetzes nicht geradezu widersetzen, bitte aber neben dem rechtlichen, auch den militärischen Gesichtspunkt im Auge zu be— halten. Das Gesetz beseitige den großen Uebel— stand der Verschiedenheit der Militär-Strafgesetze Deutschlands und werde der deutschen Armee er— neut das Gefühl der Zusammengehörigkeit geben. Nachdem in der hierauf folgenden Generaldis⸗ cussion Lasker, Schwacze und Meper(Thorn) das Wort genommen, wird die Vorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. — Der„Staats- Anzeiger“ enthält die Er- nennung des Geheimen Ober-Regierungsrathes Dr. Heinrich Achenbach zum Unterstaatssecretär und Director des Cultus-Ministeriums. — Der erwartete Hirtenbrief des preußischen Episcopats ist erschienen. Derselbe konstatirt, daß die Bischöfe eine gemeinschaftliche Erklärung an das preußische Staatsministerium gerichtet und demselben ihre Ueberzeugung ausgesprochen,„daß durch das neue Gesetz wesentliche und unveräußer⸗ liche Rechte der Kirche verletzt seien und dem Staate sowohl als der Kirche große Gefahren und Nachtheile bereitet würden.“ Trotz der be— klagten Verletzung der Kirche erklären die Bischöse, sie würden im Interesse der Kirche und des katho⸗ lischen Volkes ihre Hand von der Schule nicht zurückziehen, in so ferne und so lange es denselben nicht unmöglich gemacht werde. Es solgen dann Mahnungen und Anordnungen für die Geistlichkeit. — Die trotz früherer Widerlegung wiederholt auftretende Nachricht, daß die französische Regie- rung deutsche Kriegsgefangene zum Eintreten in die in Algier stehende Fremdenlegion gezwungen habe, und daß viele dieser Legionäre sich noch in Algier befänden, ist, wie sich durch sorgfältige deutscherseits angestellte Nachforschungen heraus- gestellt hat, völlig grundlos. Allerdings dienen viele Deutsche in der gedachten Truppe, aber die- selben sind weder direct noch indirect durch die französische Regierung, sondern lediglich durch Mangel an Erwerb und ähnliche Verhaͤltnisse be- wogen worden, sich für die Legion anwerben zu lassen. Da viele dieser Leute den Wunsch ausge- sprochen haben, so bald als möglich aus der Legion auszuscheiden, so hat sich die Regierung bereit erklärt, dahin gehende Gesuche, die diplo— matisch befürwortet werden, zu gewähren, falls die Kosten der Rückkehr von Marseille aus bis in die deutsche Heimath sicher gestellt worden sind. Dies ist geschehen, und darauf hin ist bereits eine Reihe von Entlassungen aus der Legion erfolgt und weitere stehen in Aussicht. — Nach der„Mittelrh. Ztg.“ beabsichtigt der Reichstag, die Berathung des Postvertrags mit trag sanctionirt haben wird. Frankreich nicht eber in Angriff zu nehmen, als dis die französische Nationalvetsammlung, in welcher die Berathung des Gegenstandes bekannt. lich mit Absicht verschleppt worden ist, den Ver ⸗ Weilburg. Pfarrer Jost aus Ellar erschien bier, um dem Abgeordneten des Kreises, Land ⸗ rath Hahn, eine Dankadresse des Kirchspiels Ellar für dessen Abstimmung gegen das Schulaussichts gesetz zu überbringen. Landrath Hahn lehnte je⸗ doch die Annahme der Adresse, welche durch Miß⸗ brauch der Kanzel und durch zu mißbilligende Aufreizung der Unterzeichner zu Stande gekom- men sei, entschieden ab. Ausland. 54 Frankreich. Paris. Wie„Le Soir“ be⸗ richtet, hat Thiers vor 75 Jahren, am 15. April 1797, das Licht der Welt erblickt. In dem von genanntem Blatte veröffentlichten Geburtsscheine ist ein Ort Mity, Canton von Marseille, als der Ort der Geburt bezeichnet; andrerseits schreiben mehrere Journale, Herr Tbiers selbst wisse es nicht genau, ob er in Aix(Provence), oder in Marseille oder auch, wie einige seiner Biographen bebaupten, in Brun, einem Dorfe in der Nähe von Aix, geboren sei. Nach denselben Blättern soll auch der Geburtstag, sogar das Geburtsjahr des gegenwärtigen Staatsoberhauptes in Dunkel gehüllt sein; man nennt die Jahre 1797 und 1798, den 15., 16., und 22. April. — Der von den deutschen Militärbehörden verhaftete Redacteur des in Vitry le Frangais er- scheinenden„Messager de la Marne“, Herr Pessez, ist auf Ansuchen der französischen Regierung wieder in Freiheit gesetzt worden — Von der spanischen Grenze wird gemeldet, daß Munitionstransporte, welche nach Spanien bestimmt waren, von den diesseitigen Bebörden im Departement Basses⸗Pyrenses mit Beschlag belegt wurden. Die Grenze wird von Truppen Detachements streng überwacht. — Gelegentlich der Verhandlungen in der Permanenzkommission, betreffend die elsässisch⸗loth⸗ ringische Optionsfrage, macht der ossizibse„Bien public“ die Franzosen darauf aufmerksam, daß sie bisher durch ihre Aufmunterung der Aus wande⸗ rung von unzufriedenen Elsässern nach Frankreich und Algier eine Dummheit begangen hätten. „Nichts hätte angenehmer für die Preußen sein können, als diese Auswanderung; sie erlaubt ihnen Elsaß Lothringen zu germanisiren, indem sie die Provinz mit deutschen Unterthanen wiederbevölkerten. Man wird verstehen, schließt„Bien public“, wie bedauerlich eine solche Thatsache für uns sein müßte.“ Versailles. Mehrere Mitglieder der Per- manenz⸗Commission haben die Absicht ausgesprochen, daß sie die Regierung in der Kammer über die Ausführung des Vertrags von Frankfurt und wegen des Schreibens des Seeretärs des Herrn Thiers betreßßs der Generalräthe interpelliren wollen. — Am Abend des 17. d. hat im Lager von Roquencourt eine Feuersbrunst stattgefunden, wo ⸗ bei in den als Ställen dienenden Baracken fünf⸗ zig Pferde verbrannten oder erstickt sind. Großbritannien. London. Die dem Parlament in der Alabama Angelegenheit vorge- legte Gegenprozeßschrift verweigert in der Ein⸗ leitung ausdrücklich, auf die Anschuldigungen wegen feindseliger Motive und unaufrichtiger Neutralität, sowie auf die indirecten Schadenansprüche einzu- gehen. Sie kritisirt den Character eines Theiles der amerikanischen Beweisführung und beantwortet besonders die Recapitulation der Klagen wegen jedes einzelnen Schiffes. Die Schrift will die Arbeiten des Schiersgerichts auf die Prüfung der directen, durch die Zerstörung von Schiffen und Eigenthum verursachten Verlaste beschränkt wissen, hält die Vergütung der Zinsen für unzulässig und hebt schließlich die Schwierigkeiten und Gefahren bervor, welche den neunalen Mächten aus den Gesetzen er⸗ wachsen würden, die Amerika einzuführen beabsichtigt. Amerika. Newyork. Washingtoner Corre⸗ spondenzen mehrerer Rewporker Zeitungen ver sichern, daß die Regierung beschlossen habe, die indireeten Schadenansprüche in der Alabama-⸗An⸗ gelegenbeit zurückzuziehen. „Friedberg. Wir erhalten die gewiß vielen Lesern unseres Blattes interessante und erfreuliche Mittheilung, daß Pastor Wilhelm Baur zu Hamburg(früher Piarrer in Stungshausen und Rupperisbulg, Verfasser von: Geschichts- und Lebeusbilser aus der Ernguerung des religiösen Lebens in den deuischen Befriungskriegen, das Leben des Freiherrn v. Stein, Stein und Perihes, E. M. Arndi's Leben, Thaten und Meinungen, Sechs Reden von der Liebe, Lazarus von Bethanien und seine Schwestern und anderer Schriften) von Sr. Majestät dem Kaiser und König am 13. d. M. zum Hof⸗ und Domprediger in Berlin ernannt worden ist. Frankfurt. Am zweiten Pferdemaikttage gingen die Geschafte auf den öffeullschen Plätzen flott, weniger gut auf dem Klapperfelo in den städuschen Stallungen. Hier war jedoch das Hauptgeschäft bereits vorüber. Der Umsatz in Luxuspferden war namentlich am Montag Nachminlag ein ganz enormer. In dem Zeitraum von zwei Stunden wunden nach dem Prolekollbuch 147 Pferde im Werihe von fl. 80,000 eingetragen. Der wirkliche Umsatz war jedoch bedeuiend größer, denn nach den ge⸗ machten Erfahrungen wird etwa nur ein Drittel der ver— kausten Pferde prolekellitt. Zu den enalischen Käufern gesellien sich noch Schweizer; von Franzosen wurden nur wenig Geschäne gemacht. Einzelne hiesige Familien kauften bis zu sechs Pferden für ihren Bedarf. Frankfurt. Nach dem„Frkst. Anz.“ sind ca. 3000 Molgen Gennindewaldungen von Enkheim, Bergen, Fechen⸗ heim und Dö nigbeim, sowie die Mainkur behufs Anlage einer Pulverfabrik an den Sioat um die Summe von 700 000 Thaler verkauft worden. Mainz. Der biesige„Anzeiger“ schreibt: Auf einer Station eer neuerbauuen Alzeyer Bahnlinie erschien dieser Tage ein Handelsmann dei dem dortigen Bahn-Vorsteher mit der Anfrage, ob er eine Ziege bis Mainz aufladen könne. Der Gefragte antworte bejihend, jedoch müss: er dieselbe in den Hundestall einsperren, was auch als⸗ bald geschah. Der Zug sollte abgehen, allein der Besitzer der Ziege war nirgends zu finden, weder im Wartesaale noch in den Coupes. Da kam ein Beamter auf die Idee, noch einmal in dem Hundestall nachzusehen, und richtig calculirt, der auf den Hund gekommene Ge zk e agen lag, wahrscheinlich um das Fahrgeld zu sparen, ausgestreckt in dem Stille und nur seine Füße waren greifvar. Zwei bandfeste Arbeiter packten nun den sich krampfyaft An⸗ krammernden an den Füßen, bis ein gewisser, nicht näher zu bezeichnen er Kö paüriheil sichibar war und bearbeiteten in Gemeinschoft mit einem Dritten denselben zum Er⸗ götzen des umstehenden Pulikums und zum abschreckenden Exempel für den Attentäter, worauf sie ihn nebst Ziege fahren, oder vesser gesagt, laufen ließen. Berlin. Die hiesige„Gerichtszeitung“ schreibt: Zwischen dem jungadeligen Banquier Bleichröder und seinem Rechtsanwalt, dem eben so talentwollen wie all⸗ gemein geachteten Justizrath Wiener, hat sich Folgendes etei net. Wie dies bei allen viel beschäftigten Rechtsan⸗ walten üblich, hatte der Justizrath Wiener ein Schreiben an seinen Mandaten mit dem Ersuchen gerichtet, ihn be⸗ hufs einer Conferenz in einer Prozeßangelegenheit zu be⸗ suchen. Hierauf empfing der Absender eine Antwort folgenden Inhalis:„Der Justizrath Wiener kann wohl zum Geheimen Commerzienrath v. Bleichröder, nicht aber dieser zu dem Justizralih Wiener kommen.“ Die Er⸗ wiederung des Justizraths Wiener hierauf lautet:„Wenn der Geheime Commerzienrath v. Bleichröder nicht zum Justizraih Wiener kommen kann, so kann auch der Justiz⸗ raih Wiener nicht der Anwalt des Geheimen Commer⸗ zienrathes v. Bleichröder sein, und sendet ihm deßhalb die Acten seiner Prozesse zurück.“ London. In Palklane ist vor etwa 14 Tagen eine Franzöͤsin, Madame Riel, in ihrer Wohnung ermordet und beraubt gefunden worden. Der französischen Polizei ist es gelungen, die Thäserin, nämlich die Köchin jener Dame, Margarethe Dixblanc, in St. Denis zu ent⸗ decken und zu verhaften. Dieselbe hat gestanden, daß sie die Frau Riel in der Küche erdrosselt habe. Dann habe sie eine Summe von 60,000 Franes entwendet. Die Thäterin ist 23 Jahre alt. Aus London wird wiederum von einem schrecklichen Morde berichtet. Ein Vater hat daselbst seine vier Kinder gemordet und dann sich selbst das Leben genommen. Nicolls, ein verbeiratheter Schustergeselle wit 6 Kindern, halte vor einigen Tagen seine Arbeit verloren. Am Mon⸗ lag blieb er in Folge dessen zu Hause, während seine Frau, um kümmerlichen Lebensunterhalt für die ganze Familie zu gewinnen, zum Scheuern ausgegangen war. Gegen Abend sah ein Nachbar unter der Thür vor dem Schlaf⸗ zimmer des Nicolls Blut hervorströzmen, und als die Thür, welche von innen verschlossen war, durch einen Polizei diener erbrochen wurde, fand man den Vater und vier seiner Kinder todt am Boden liegen. Der Unglückliche halte zuerst den Kleinen und bann sich selbst mit einem Schustermesser die Gurgel durchschntien, nachdem er vor⸗ her seine beiden ältesten Töchter von acht und elf Jahren unter einem Vorwande aus dem Hause geschafft hatte. Von den Nachbarn wird er als ein sehr braver und nüchterner Mann geschildert, und das Motiv zur That ist nicht fern zu suchen, wenn mitgetheilt wird, daß die ganze Familie von acht Personen oft mehrere Tage lang nichts welter als einen einzigen Laib Brod zu ihrem Lebens⸗ unterhalt hatte. D. Frankfurt den 18. April 1872. Die an der gestrigen Nachbörse durch eingetroffene überaus schlechte Wiener Nolirungen eingetretene Deroute, welche sich auch in Berlin bemerkbar machte, brachte eine Wirkung hervor, die Vielen nur angenehm sein kann. Dadurch daß sie die Course beträchtlich herunterwarf, fachte sie die lange zurückgebaltene Kauflust an, und in Berlin sowohl wie bier wurden heute zahlreiche Käufe abgeschlossen und das Geschäft trug wieder einmal seit längerer Zeit einen ziemlich lebhaften Character. Namentlich ging es auf dem Sp culationsgebiste recht lebhaft zu und Credilactien wurden bei 345½ gern abgenommen; auch Staatsbahn bei 384⅝ in größerem Umsatz, ebenso wie Lombarden bei 205½ 206. Nationalbank weniger im Verkehr, 866. Für Bahnen machte sich auch mehr Frage geltend, und aingen Elsabeth, Nordwest, Alföld und namentlich Donau⸗ Drau wieder etwas höher. Bayer. Ostbabhn beliebt. Priori⸗ täten dagegen waren noch unbeliebt, während Pfandbriefe theilweise, wie z. B. Meininger, in einigem Umsatz waren. Banken bielten sich gleichfalls besser und waren heute be⸗ sonders Darmstädter gefragt. Die hiesigen Institute bei den billigeren Coursen zahlreich gekauft. Staatspapiere preiehaltend und in einzelnen kleinen Posten vorhanden. Oesterreichische Rente eine Kleinigkeit besser. Loose ohne Verkehr. Wiener Wechsel etwas höher. 5 Herren⸗ Garderobe. 1117 Vollständig assortirtes Lager in Herren- und Knaben-Anzügen. Becker& Eugel. 43 252 8* Pianoforte-Lager H. Nudolph Wittwe in Gießen. 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Friedrich nnn ist die Aufforderung zur Bildung eines Zweigvereins ergangen und wird, wie wir annehmen neben der Post. durfen, bei unserer Bevölkerung keine tauben Ohren finden. JJC! Auf Grund der stattgefundenen Vorbesprechung soll daher eine öffentliche Versammlung der Einwohner von Friedberg und Umgegend 1 501. 3 82214 E Dienstag den 28. April, Abends 8 Uhr, Bichliges Mittel bei Nährig. e bem Schl im Saale der drei Schwerter Liden. 1. ut hie dr abgehalten werden, in welcher die Zwecke des Vereins näher dargelegt, ein Zweigverein con An den Kgl. Hofleeferanten Herrn Johann 1 stituirt, ein Vorstand für denselben erwählt und die demnächstige Thätigkeit des Vereins auf Hoff in Berln. da Uatlütis Grund freier Discusston geregelt werden soll. Berlin, 3. Januar 1872. Ich kann ui ui tun Möge Niemand zurück bleiben! dem Schöpfer n c genug dar ken raß er ben. Friedberg, den 19. April 1872. 3 ee dee dee Agel. d a Das provisorische Comit': N N mein Sjähriges Leiden dat ufi-den N Bitsch. Blickhahn. Curtman. Fertsch. Haas. Klein. Dr. Köhler. lassen, zu dem ich nun meine Zuflucht — Nebhuth. Scribe. J. Steinhäuser. Dr. A. Trapp. Wahl. gene ene Woimseohn, id, bei Alcxanderfft. 32. ö abe Den Besitzern von Sächsischen Pfandbriesfen gsetg erg de ve. 8. Mert zur Anzeige, daß mir von dem Gläubiger-Ausschuß der Leipziger Hypothekendank ein genauer r e 1118 8 Bericht über das Concurs-⸗Verfahren zugekommen ist und liegt derselbe bei mir zur Einsicht offen. 1 8 1138 J. A. Nauheim. — 5 Ei* Durch direkten Bezug unserer Ein Logis 1127 bat zu vermicthen Friedrich Briels Wittwe 0 am Fauerbacher Thor. 5 I cou El E. Gicht⸗, Rheumatismus⸗, Magenkrampf⸗ und Hämorrhoidalkranke dan 8 a. 5 5 1 f Dr. Müller in Franksurt a. M. won einer der renommirtesten Fabriken sind wir in den Stand gesetzt von jetzt an zu 35 Sendendergfit. 5. pe N gratis franco. enorm billigen Preisen zu liefern. 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Pensionäre können zu jeder Zeit eintreten. Honorar 350 fl. Musik wird extra vergütet. Prospecte besagen das Näbere. Halbpensionäre, Kinder aus der Umgegend, welche den Tag über in unserer Anstalt bleiben, be— ahlen 150 fl. a0 Kindern von 8—10 Jahren, welche noch die Musterschule besuchen, wird Gelegenheit geboten Französisch an⸗ zufangen und Handarbeitstunde zu nehmen. Das vierteljährige Honorar beträgt 4 fl. Zur Vervollkommnung in der französischen und englischen Conversation für erwachsene Mädchen finden wöchentlich 4 Stunden statt. Vierteljähriges Honorar 4 fl. 30 kx. Friedberg im April 1872. 1 Amalie, Marie& Lina Werner. Das 1 Strohhüten, sowie allen Arten Sonnen- K negenschirmen 660 empfiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Putzarbeiten jeder Art werden möglichst rasch und geschmackvoll ausgeführt.— Jsraelitische Feiertage Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. d. 1129 Meyer J. Hirseh. M. L. Goldmann. III. Classe II. Abth. jährlich 36. 8 fl. 2 Tausende von Fällen constatiren die Heilkraft des L. W. Egers'schen Fenchelhonigerxtracts gegen Husten, katharralische und hämorrhoidale Affectionen, Kinderkrankheiten, Keuch⸗ und Stick⸗ Husten ꝛc. Nachstehend ein neues glaubwürdiges Zeugniß: Herrn L. W. Egers in Breslau, Erfinder des Fenchelhonigextracts. Riessen bei Steyerberg, den 4. April 1871. 1119 Ich benutze gern diese Gelegenheit, um auch meinerseits Ihnen dankend zu bezeugen, wie der durch Gottes Gnade von Ihnen erfundene Extract schon vor mehreren Jahren ein Mal an meiner Frau und an Unserer kleinen Tochter, die beide an einem langwierigen und ärztlichen Medicamenten nicht weichen wollenden Husten litten, sich sehr segensreich erwiesen hat, und wie ich selber denselben öfter bei katharrhalischen und hämorthoidalen Affectlonen als ein beruhigendes und angenehm wirkendes Linderungsmittel mit Nutzen ge⸗ braucht habe. Eine im Flecken Steyerberg unter den Kindern grassirende, aber auch selbst Erwachsene er⸗ greifende Keuchhusten⸗ und Rachenkrup⸗Epidemie hat mich veranlaßt, Ihren Extract auf's Neue kommen zu laffen und ich hörte gestern zu meiner Freude von einem Familienvater, daß die Anwendung desselben bei seinem schwer erkrankten Kinde den Husten, wie er glaube, etwas mürber gemacht habe. Unter herzlichen Segenswünschen verharre ich hochachtungsvoll und ergebenst „F. Metzenheim, evang. luth. Pfarrer. Der weltbekannte L. W. Egers' sche Fenchelhonigextract wird leider vielfach durch gewissenlose In⸗ dustrierilter nachgspfuscht, weßhalb man beim Ankauf sehr auf seiner Hut sein und darauf achten muß, daß jede Flasche Siegel, Facsimtle, sowie im Glase eingebrannt die Firma von L. W. Egers in Breslau trägt und daß derselbe nur allein echt zu bekommen ist' bei Jos. Hoffmann in Friedberg. z · ꝛů::; ĩ˙d ů TT ̃—˙ł. ̃71 1037 Meyer'sche Tapeten⸗, Rouleaux- und Fabnen⸗ 0 4 sabrit in Bonn a. Rb. versendet schöne und billige Einen Bäckergesellen Tapeten muster.— Bel Bestellung von 15 Thlr. 1082. sucht zum alsbaldigen Eintritt Lehrerconferenz. Section Ockstadt. 1115 Mittwoch den 24. April. Landwirkhschaftliches Casino für Friedberg und Umgegend. 1137 Versammlung Sonntag den 28. April, Nach⸗ mittags 3 Üht, auf dem Schwaldetmer Brunnen. Tagesordnung: 1) Ueber Zuckerrüdendau,(Referent Pr. Selbert.) Seminarlebret Wabl.) 3) Geschäftliche Mitthetlungen. Dec Vorsitzende: Der Schriftführer: Haas. Rücker t. 1110 Nächsten Sonntag, als den 21. April, sindet das hiesige Kirchweihfest flolt, wozu ich alle Freunde des geselligen Vergnügens höflichst einlade. Nieder⸗Wöllstadt. E. Leichner, Gaffwirth zum Darmstädter Hof. Garnituren. 1089 Feine goldene Broches und Pendeloques, emall⸗ lirt, matt und glänzend, in einer wie noch nie gehabten großen Auswahl. Friedberg. L. Hanau, Hof Uhrmacher und Goldarbeiter. Strohhüte 1132 bei Jos. Hoffmann. 1128 Eine große Auswahl in Strohhüten, Blumen, Bändern und Federn zu billigen Preisen bei Bertha Lang, usagasse, Pußarbeiten werden billig und geschmackvoll ausgeführt. 1—2 Realschüler 1135 können in Pension genommen werden. Nachhülfe im Englischen und Französischen. Näheres bei der Exp. d. Bl. Strohhüte 1061 in großer Auswahl und neuester Fagon billigst be Heinrich Diehl, Ufagasse. Gel chäfts-Empfehlung. 1104 Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich dahler Metzgerei und Speise⸗ wirthschaft im Schäfer'schen Hause vis-A- vis, der Post betreibe. Um geneigten Zuspruch bittet freundlichst Frtedberg. Georg Schäfer II. Kleesanen 662 in unübertroffener Prima-Qualität bei W. Fertsch. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche; Herr Pfarrer Köhler. Sonntag Jubilate. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirchet Vormitlags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: fällt aus. Sonntag Canlate, 28. April, Abendmahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 3. Sonntag nach Ostern. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmitiags: ¼½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr. n Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. 10% Rabatt. Friedberg. A. Vorbach. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterbaltungs Blatt Nr. 16 und eine Beilage.) 2) Das neue Meß und Gewicht,(Referent Herr sägerhaut Frse . uo ge cubticirter besellten Neichels he bel Meid zeiger. Frte! Oderwal 1 1180 g de eden dag te off wann. u, d Federn ng, Hfagest g nανẽ—¼/, ———— ler 14 r 8 geilage. „Holz Versteigerung. onnecstag den 25. April 1872, Vor- mittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Frei⸗ herrlich v. Ritter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck: 4 Raummeter Bixken Prügelholz, 2. Aspen⸗ 6 150 Wellen Buchen ⸗Reiserbolz, 5075 Birken und Eichen⸗Reiserholz, 3110„ Aspen⸗ und Nadel-„ 3 Stück Eichen⸗Stammholz zu 1,38 Cubikmeter Inbalt, 100 Gebund Ginstern 5 an den Meistdietenden versseigert werden. Die Zusammenkunft ist an der nach dem Burg⸗ jägerhaus führenden Straße. N Friedberg den 16. Apell 1872. In Auftrag der Freiherrlich von Ritter'schen Guts⸗ Berwaltung zu Rüdesheim. . Oeffentliche Aufforderung. * Betreffend: Den Nachlaß des kinderlos verstordenen Siegfried Vogt 1 zu Reichelsheim. 4106 Forderungen und Ansprüche aller Art gegen den tubticirten Nachlaß, insoweit sie nicht schon det dem destellten Massecuratot, Bürgtrmetster Schmid in Reichelsheim, angemeldet worden, find binnen 14 Tagen det Meidung der Nichtberücksichtigung hierorts anzu⸗ eigen. Irtedberg den 16. April 1872. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts- Assessor. Holz- Versteigerung. 121 Freitag den 26. l. M. sollen in dem Gräflich Solms ⸗Rödelheim'schen Revier Balnhards, Diftrikte Oberwald und Unterwald, nachstehende Holzsortimente sersteigert werden: i Raummeter Eichen⸗ Scheitholz, 2 1 Buchen⸗Prügelholz, 36* Eichen⸗— 20 7 Buchen⸗Stockholz, 30 4 Eichen ⸗ 4 90 8 Buche n⸗Reis holz, 80 7 Eichen 1 20 3 Nadelbolz 675 Wellen Elchen⸗Durchforstungsreis holz, 1450„ Nadel Reis holz, 1975⁵„ Gemischt⸗Reisholz, 70„ Dornen, 30 Fichten⸗ und Lärchen⸗ Stämme von 15— 24 Centimeter Durchmesset und 6—10 Meter Länge, 470 Fichten und Lärchen⸗Stongen von 3— 14 Centi⸗ meter Ducchmesser und 5—9 Meter Länge, 1000 Stück Fichten, B 0 400„ Eichen, ö ohnenstangen. Zusammenkunft am Forsthaus Bainbards und Anfang der Versteigerung Vormittags präcts 9 Uhr. Wickstadt den 16. April 1872. Gräfliche Oberförsteret Assenheim. Schal las. Bekanntmachung 107 Mittwoch den 24. und Donnerstag den 25. April d J., Vormittags von 9 Uhr an, sollen im Rodheimer demelndewald, in den Distrikten Vorder wald und epitzenfleinhecken, solgenre Holzsortimente öffentlich ne iftbietend versteigert werden: 5 Raummeter Eichen⸗Scheltholz, 13„ Nadel⸗ 5 435 5„ Prügelbolz, 3 5 Eichen⸗Stockholz, 2⁵3„ Nadel⸗ 1 50 Stück Eichen⸗Wellen, 26800„ Nadel⸗„ 350„ Aopen⸗ 8 Nadel⸗Stämme, 371 Festmeter, 3899 Nadei⸗Stangen, 7,96 Ole Zusammenkunst ist an der Waldbahn oberhalb N tr Welnstraße. Gegen vorschrifts mäßige Bürgschelne wird Zahlungs tin bis 1. September d. J. gestattet. Rodheim den 17. April 1872. Großherzogliche Bürgermeifferei Rodheim. f J. B. d. 5 Wehr h 5 ˖ m. Beigeordneter. Ein Gänsehirt 0 wird von der Gemeinde Od fta dt gesucht. e wollen sich baldigst bei unterzelchnetet den. Odsftadt den 18. April 1872. i Lal. Herget Amer,. 0 1 Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen ABU RKG K NEW rok vermittelst der Post-Dampfschiffe Allemannia, Sonnabd., 20. Apr. 8 N N 7 5 5. andalia, Sonnabend, 4. Mai. Ferete,, k. W a wee, Sete, Finne. 8. Nel; mea bassagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rtblr. 165, Zweite Cafüte Pr. Ert. Rthlr. 100, Zwischendeck Pr. Cri. Niblr. 38. . Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Damburg, sowie den allein für das Grosherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen concessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. 25 Schlesische Feuer Versicherungs-Gesellschaft in Dreslau, 414 gegründet und bestätigt im Jahre 1848. Grundkapital 4 fl. 8,280,000— tr. Einnahme an Prämien und Zinsen im Jahre 1870„ 1,616,008 8„ Nerger erde ig. lee enn 1 357,585 19„ Veksichertes Kapital gegen Feuers gefahr pro 1870„650,706,232 43„ Pramien⸗Einnabme seit Begründung des Geschafts.„ 24,718,139 23„ Bezahlte Schäden*. 15 18,232,424 13„ Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedingungen gegen Feuers und Explo⸗ sions- Gefahr. Transport⸗Versicherung. Spiegelglas⸗Versicherung. Prospekte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General- Agentur fuͤr das Großberzogthum Hessen: J. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren F. Weibl., Gastwirth in Friedberg und L. Halberstadt, Kaufmann in Münzenderg. Staats⸗ und Gemeinde⸗Obligationen 29 werden angekauft und verkauft durch den Großherzoglichen Hof-⸗Agenten Jacob Engel. Geschäfts⸗ Empfehlung. 1092 Die Unterzeichnete macht hiermit dem geehrten Publikum die Anzeige, daß sie aus Kleinkarben bierher übergezogen ist und daß ihre Tochter Sophie Schwarz ein Geschäft in Wolle⸗, Baumwolle⸗ und Kurzwaaren, sowie eine Kleidermacherei betreibt. Dieselbe bittet unter Zusicherung reeller Bedienung um geneigten Zuspruch. Friedberg den 15. April 1872. Magdalena Schwarz, Wittwe des verstorbenen Lehrers Schwarz aus Kleinkarben, wohnhaft bei Herrn Fruchthändler Oppenheimer, Ludwigstraße Nr 472. Renten- und Lebensbersicherungs-Anstalt zu Darmstadt. Die Anstalt übernimmt: 1) Versicherung steigender Renten, wobei die jährliche Rente aus einer vollen Einlage von einhundert Gulden bis zu 150 fl. anwachsen kann. 2) Die Versicherung von Kapitalien auf den Todes- wie auf den Lebens⸗ fall, zu Ausstattungen u. s. w., sowie die Versicherung von Leibrenten und Wittwenpensionen. 3) Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3½% und als baldigen Rückzahlung auf Verlangen. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Statuten und Prospekte unentgelt⸗ lich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von den Agenten der Anstalt Weis, Buchbinder in Friedberg. Adam, Lehrer in Lindheim. J. J. Seippel, Particulter in Bus bach. F. Grosholz, Kaufmann in Vilbel. Aug. Reuning II., Gemeinde- Einnehmer] C. Volp, Gemeinderechner in Lich, Corstten& Crinolines. etz Entra, 7 1 * 1109 Großherzogliche Bürgermelsserel Odksladt. b n Inger. 73 billigß bei K. Friedrich neben der Post. Jacob Burck. S breiten schweren Bukskin, für Hosen, Westen und ganze Anzüge, W. Tahrländer Jachlllger, Fahrgasse 83. Pranklurt d. 1. 108 Großes Lager in Kleiderstoffen. Großes OO 500 Stück 6% breite ächtfarbige Cattune, lila, rosa, gelb, braun, für Kleider und Ueberzüge, die Elle 9 und 10 kr. die Elle 12 kr. mik Borden, für Vorhänge, die Elle 9 kr. vier Ellen lang, e200 Stüc/ breite ächtfarbige Glanz⸗Mödel⸗Cattune und Cat tune 2½ Ellen breite grode Leinen, für Betttücher, das Betttuch ohne Nath, S 5⁰⁰ Stück feine 8% breite äch farbige Plaus-Cattune, in den schönsten 2 Farben, die Elle 12 kr. 300 Stück 8 1. breiten ächtfarbigen Jaconets und Organdis, — dle e 12 kr. S. breiten weißen Satin und Piqus, für Ueberzüge und Unterröcke, a die Elle 12 kr. 500 Stück ¾ breites ächtfarbiges Bettzeug, meistens türkischroth mit weiß, — die Elle 15 kr. * Schweren schwarzen Moireens, für Unterröcke, die Elle 22 kr. 10% breiten englischen Waterproofs, für Regenmäntel, in den schönffen Farden, die Elle 45 kr. Walerproofs mit Fransen, die Elle 54 kr. — die Elle fl. 1 30 kr. N Schwarzen Orleans und Dcroße Auswahl Fußteppichstoffe, die Elle 15 kr. 10% breiten weißen Mull für Kleider, die Elle 12 kr. Atlas, Mohalres, Grosgrains, die Elle von 15 kr. an. O Glatten rothen wollenen Unterrockstoff, die Elle 15 kr. li Muster sämmtlicher Artikel sende auf Verlangen franco. 3 Ellen breite grobe Leinen, für Betttücher, das Betttuch ohne Nath, vier Ellen lang, fl. 2. 24 kt. 200 Stüc schwere rothe wollene Col ter, das Stäck sl. 5. 30 kr. Für zweischläf⸗ 200 Stück schwere weiße wollene Col ter, das Stück fl. 4. 500 Stück schwere graue wollene Colter, das Stück fl. 2. 30 kr. und fl. 3. Schwere weiße Pigusdecken, für zweischläsrige Be uten, das Stück fl. 2 30 kr. 2 Ellen breite, 2½ Ellen lange, leinene Tischtücher, das Stück 45 kr 500 Dutzend weiße reinleinene Damen tasche utücher, das Otzd. fl. 2. 30 kr. 10% breiten, reich ramagirten Vorbangs mull mit Bogen, die Elle 15 kr. Grobe rothe Cachemre Tischdecken, das Stück fl. 1. 45 kr. und fl. 2. Große rothe Cachemlre Commodedecken, das Stück fl. 1. und fl. 1. 24. Prima Shirtings, weiß, Schweres Blau Gedrucktes, die Elle 12 kr. 0 Lama, Flanell, Thibet, Cachemire, Alpacca, unterrocksoffe, Gute wollene Kletderstoffe, Crols ée. Popelines, Rips, Cbiné, in allen Farben und Qualitäten billigst. a a 2 Tisctücher, Handtücher, Servietten, Strobsackleinen, Zwil⸗ ch, Barchend, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 90 Auch die kleinsten Aufträge werden pünktlichst besorgt. Ausstattungs⸗Geschäft. 500 Stück/ breites schweres Leinen, für demden und Betttücher, fl. 1. 44 kt. rige Betten. schwarz, grau, die Elle 7 kr. Alpaccas, die Elle von 16 kr. an. Uvbagvs 98 pogo 98 = Durch große Partiekäufe bin ich im Stande, meine Waare trotz des enormen Aufschlags zu den früheren billigen Preisen zu verkaufen. 24 Sonntags ist mein Laden offen.. a f 1122 Bezugnebmend auf die Annonce in Nr. 42 dieses Blattes, die Empfehlung der Koch⸗ herde des Herdfabrikanten Knödler von Großgartach betreffend, machen wir hiermit die Mittheilung, daß einer dieser Herde seit ohngefahr 6 Wochen bei uns aufgestellt ist, welcher zu unsexrer vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Die Leistungsfähigkeit dieser Herde ist groß und die Ersparung an Brennmaterial nicht unbedeutend.. Heil& Chelius. Wickstadt am 17. April 1872. — 5 5 f 5 1 G 0 U 0 Detliner Hagel-Assecrtanz-Gesellschaft von 1832. 1108 Diese älteste Hagelversicherungs-Actien- Gesellschaft empfiehlt sich den Herren Land⸗ wirthen zur Versicherung ibrer Feldfrüchte gegen Hagelschaden.— Sie übermmmt die Ver- sicherungen gegen feste Prämien, bei welchen nie eine Nachschußzahlung stattfindet und regulirt die eintretenden Schäden nach den in ihrer langen Wirksamfeit bewährten, anerkannt liberalen Grundsatzen. Die Auszahlung der Entschädigungen erfolgt prompt und vollständig binnen Monatsfrist, nachdem deren Beträge festgestellt sind. Der Unterzeichnete empfiehlt sich zur Vermittelung von Versscherungen und steht mit Antrags⸗Formularen, sowie mit jeder beliebigen näheren Auskunft stets zu Dienst. Friedberg den 13. April 1872. C. E. Weis. „Germania“ Lebens⸗Versicherungs-Actien⸗-Gesellschaft in Stettin. 1118 Grund⸗KapitaeUUUu.„fl. 5.250 000 Angesammelte Reserven Ende 1817... 6 8.495 321 Seit Eröffnung des Geschäfts bis Ende 1871 bezahlte Versicherungssummen„ 8 100 992 Versichertes Kapital Ende März 1872 r „ 3 173.231 1,684,812 Jahres-Einnabme au Prämien und Zinsen ee Im Monat Marz sind eingegangen F Dividende der mit Gewinnantheil Veisicherten auf die 1871 gezahlten Prämien 38% Procent. Bon demjenigen jährlichen Reingewinn, weschen die mit Anspruch auf Dividenden ver- sicherten Personen und die Ackionäre unter sich theilen, erhalten jene Versicherten drei Vier⸗ theile und die Actionäre ein Viertheil. Die dividendenberechtiaten Versicherten treten in den Bezug ihrer Dividenden schon nach zwei Jahren in der Weise, daß die Dividende des ersten Jahres durch Ermäßigung der Prämie des dritten Jahres u. s. f. gewährt wird. Prospecte und Antragsformulare gratis durch Friedberg, 17. April 1872. E. Hirsch, Agent der„Germania“. Die beliebten Stollwerck'schen Brust- Bonbons aus der Fabrik des Hoflieferanten Franz Stollwerck in Köln a. Nh. gegen Hüflen, deiserkeit, Verschleimung dc. bringe in einpfetzleude Erinnerung. Stels vorräthig in Friedberg bei Wilh. Fertsch.* Bekanntmachung. 1123 Die Verpachtung der flädtischen Begrasungen, worunter auch die Wiese im Rosenthal in 8 Adtheilungen, für das Jabr 1872, soll Montag den 22. Aprit l. 9. Vormittags 9 Uhr, auf hiesigem Rathhause stattfinden und werden Pachtliebbaber hierzu eingeladen. Friedberg den 18. April 1872. Großherzogliche Bürge meifßterei Friedberg. Fo uc ar. Bekanntmachung. 1124 Die Besitzer von Privatwiesen in der Gemarkung Friedberg werden blerdurch aufgefordert, das Verebnen der Maulwurfshügel und Enifernen von Gesträuche binnen 8 Tagen vorzunehmen, bei Meidung der ge⸗ setzlichen Strafe. f 3 Friedpverg den 18. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Frledberg. Fouc ar. Pflasterarbeit-Versteigerung. 1125 Die Ausführung der für dieses Jahr in hiesiger Stadt vorgesehenen Pflaster⸗ Arbeiten soll nächsten Donnerstag den 25. d. M., Vormittags um 11 Uhr, auf biesigem Rathbause an den Wenigstnehmenden öffentlich vergeben werden. Bad- Naubelim am 18. April 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad⸗ Nauheim. Schutt. Versteigerung. 1133 Die Erben des Jakob Scheuer III. von Helden · bergen lassen in dessen Bebausung am 25. und 26. April, Morgens 9 Uhr anfangend, nachfolgende Gegenstände versteigern: 1 Wohnhaus mit Garten, Silber⸗ und Goldsachen, Möbel und Hausgetäthe, Bett- und Weißzeug, Kleidungsflücke, 1 Klavier, Eine Partie Sohl⸗, Rinds⸗ und Kalbsleder, Große Vorräthe von sertigen Sattler-Waaren und Handwerkszeug und nachfolgende Eisen Waaren, Wagenschrauben. Ketten. Maurerkellen, Drabtkörbe, Pflugschaaren Wagenachsen, Schaufeln. Stabeisen, Sensen, Schlösser und Achsen mit Büchsen. Heldenbergen. Der Vormund: b Baruch Speier. 1056 Sharpe's verbesserte violettköpflge 7 10 I Ri 5 1 11 lb Fuglische Riesen-Fulterrübe. reiner aus Wisbech in England bezogener Samen Diese Rüben erteichen bei guter Cultur ein Gewieht von 12 bis 15 pfund und einen Emfang von E bis 3 Fuss, werden mit dem besten Erfolg Ende Mai oder Anfang Juni breitwürfig gesät, wo sie unverpflanzt stehen bleiben und ctwa wie die Runkelrüben gehackt werden. Selbst bei später Kussaat in Erbsen- oder Roggen Stoppel liefern sie noch sehr reichen Ertrag. Preis per Pfund fl. 1.— Bei Mehrabuabme billiger. (Samenbandlung von Friedr. Bender, Holzgraben 2 in Frankfurt a. M., am neuen Markt. Bad ⸗Nauheim. Möbel-, Spiegel- und Capeteu-Lager, 587 größte Auswahl in Rouleaux und Vorhanglelsten, Sommerjalousien in allen Größen empfiehlt H. Blensdorf, Hof- Tapezler. machung, Da mittelbat samment eine Vo zug 187 börigen enssprich vilches lassen der Bef so gilt. Der N Frieder nicht e meinen doch h ogg Leben d das J baten, che dug Sußt Haup Rath Zin Anerk Kirch Ruhe Wür! enthel Ober unter ang, gliede zu ern 6 lan, Remon